vom Hund lernen…

Gestern gab  es eine Reportage über Hannelore Kohl, die Frau des ehemaligen Bundeskanzlers die sich  2001 selbst das Leben nahm.

Und obwohl ich diese  Reportage bereits kannte, hat mich eine Aussage sehr berührt. Ich hab gleich mal im Internet (das Netz vergisst ja bekanntlich nichts) danach gesucht. Im Spiegel bin ich fündig geworden:

Zitat aus dem „Spiegel  09.07.2001

„Man müsse „vor allem warten können“, gestand sie 1992 der ZDF-Reporterin Barbara Friedrichs. Aber nach „vier, fünf Stunden echten Wartens“ könne man nur noch von einem Hund verlangen, dass er sich immer noch freut. Bitter fügte sie hinzu: „Ich habe von unserem Hund gelernt.“

Eine Frau sie sich nach außen nie etwas hat anmerken lassen  wie schlecht es ihr ging und wie sehr ihr Leben nicht so verläuft, wie sie es sich vermutlich gewünscht hätte… Viele haben sie falsch eingeschätzt.

Sie wirkte immer perfekt…und doch gab es bereits 1992 diesen …ja fast schon Gefühlsausbruch…der offenbart das hier etwas ganz und gar nicht richtig läuft.

Ich weiß nicht wieso, aber als sie die Worte oben  in der Reportage aussprach, schauderte es mich…

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frische Suppe hilft bestimmt

Noch auf dem Weg zur Arbeit heute war ich der Meinung, ich könnte arbeiten…doch während der Fahrt ging es mir nicht besser – sondern schlechter…also hab ich die Ausfahrt rechts liegen lassen und bin direkt nach Frankfurt gefahren….zu meiner Hausärztin.

In Rödelheim – dem Stadtteil in dem ich fast 10 Jahre gewohnt habe, hab ich sofort einen Parkplatz bekommen, war um 7.45 Uhr bei der Ärztin, die um 8.00 Uhr anfängt….aber bereits um 7.50 saß ich bei ihr im Sprechzimmer…ein kurzer Blick auf mich , drei Fragen und ein paar Kontrolluntersuchungen und ich war um 8 Uhr bereits fertig – mit einer Krankmeldung für heute und morgen….das ging irgendwie rasend schnell und ich war etwas irritiert….sie war schlecht drauf – die Ärztin – aber ich nehme es nicht persönlich.

Es ist bereits 1-2 Jahre her das ich das letzte Mal einen Krankenschein brauchte um mit einem grippalen Infekt zuhause zu bleiben….so war ich erst einmal überfordert warum ich DREI Belege bekommen habe…lach….

Medikament gab es keine – sie murmelte nur etwas von …soll ich mir aus der Apotheke holen….achja…ja aber ich will ja eh wegen  Schnupfen und Halsschmerzen keine Medikamente nehmen… nach einer alten Binsenweisheit dauert eine Erkältung

  • mit Medikamenten 8 Tage und
  • Ohne Medikamente eine Woche

Ich bin also für die Methode: warm halten, Ruhe halten,  Erkältungsbad nehmen, Tee trinken und vor allem eine schöne heiße selbstgekochte Suppe mit frischem Gemüse und Nudeln…DIE hilft bestimmt genauso gut, wie jedes Erkältungsmittel.

Normalerweise sagt man, es sollte eine Hühnersuppe sein, mir steht der Sinn aber eher nach einer frischen Rindersuppe…. also hab ich auf dem Rückweg noch schnell angehalten und Rinderbeinscheibe, Porree, Möhren und Sellerie gekauft…die Medizin aus dem Gemüsegarten.

Dann noch ein kurzen Abstecher in die Firma:

  • die Krankmeldung abgeben
  • in meinem Mail-Account eine Abwesenheitsnotiz hinterlegen
  • ein paar Anweisungen für meine Mädels
  • ein kurzes Gespräch mit meiner Chefin, das ich am Montag wieder arbeiten komme und erst ab Dienstag dann in den Urlaub gehen werde

und jetzt freue ich mich darauf auf der Couch noch etwas zu schlafen…Ruhe halten und gesund werden.

diesesmal hat es mich erwischt

….ich hab mich ganz böse erkältet…mit Niesanfällen bis zu 30mal hintereinander und einer Nase die unaufhörlich läuft. Ich wusste gar nicht wieviel Wasser in so kurzerzeit in einer  Nase produziert werden kann…kaum neige ich den Kopf droppst es auch schon unaufhaltsam heraus…

Das ist nicht schön….das macht keinen Spaß….sobald meine Nase auch nur in die Nähe eines Taschentuchs kommt tut sie schon weh….ein  Hoch auf Bepanthen Wund-und Heilsalbe …OHNE geht es gar nicht.

Nun gut – genug gejammert…trotz allem war ich arbeiten…immerhin war Monatsabschluss und nächste Woche hab ich ja eigentlich Urlaub. Also WILL ich jetzt nicht krank sein….ich muss diese Woche noch irgendwie durchhalten….muss noch einiges vorbereiten.

Aber wenn es mir morgen nicht besser geht, dann geh ich doch zum Arzt…

Niedertemperatur-Methode

Ich mache gerade meine ersten Erfahrungen mit der Niedertemperatur-Garmethode….

Bevor ich mich an ein Roastbeef wage habe ich einen Freiwilligen gesucht und hab mich für  einen Schweine-Schulterbraten entschieden.

Bis ich begriffen hab wie das mit der Kerntemperatur und dem Braten-Thermometer funktioniert hatte ich meinen Backofen glatt mal etwas zu heiß eingestellt…aber dank der unerschöpflichen Informationsquelle „Internet“ hat es doch ganz gut geklappt und der Braten ist tatsächlich gar (ganz leicht rosa-so wie geplant) und trotzdem saftig…das ist ein großer Erfolg, weil Schweinebraten bei mir meistens eher trocken sind.

Ein Schulterbraten, ca 1,2 kg  hat auch gar nicht so viel länger gedauert, wie ein Braten im Bräter (Saftomat)….ist aber wesentlich leckerer.

 

….nun ein paar Teile hab ich als Fleischbeilage für meinen Salat genommen. Ich versuche aktuell Salate zu machen, die als Hauptmahlzeit dienen…um endlich zu verinnerlichen, das Salate nicht nur als Beilage fungieren, sondern tatsächlich als vollwertige Mahlzeit gelten können.

Dafür benötige ich auf jeden Fall etwas Feta-Käse und wenn möglich etwas Fleisch…

Heute hab es : Feldsalat, rote Beete, Tomaten, Frühlingszwiebeln, gebratene Erbsenschoten, Fetakäse und ein paar Stücke Schweinebraten. Dazu ein leichtes italienisches Dressing.

Orangerie

Wir waren heute in der Orangerie in Darmstadt…es gab dort eine Modeleisenbahn-Börse…und beim Spaziergang durch den Saal und durch den Park, musste ich an die Orangerie in Kassel denken.

Die  Orangerie in Kassel ist groß und liegt in großen Volkspark….am Rande der Fulda. Und direkt dahinter liegt der Bugapark. Der Volkspark ist mitten in der Stadt, trotzdem ist es dort so herrlich ruhig…der Park liegt tiefer als die Stadt.

Von der Orangerie aus bin ich stundenlang im Winter durch den Park gelaufen….fast jeden Tag…der Park dort ist riesig…an den Rändern ist es fast ein Wald …und an einem Ende ist ein See mit einer Blumeninsel….

Im Winter war es oft sehr kalt, zugig und herrlich einsam…..und trotzdem waren oft Boulespieler dort und spielten friedlich und zufrieden …und auch bei Eis und Schnee hatte der Park immer etwas Tröstliches für mich…und im Laufe der Monate wurde mir der Park sehr vertraut. Endlich ein Ort an dem ich mich nicht mehr so verloren gefühlt habe.

Mit beginnendem Frühling kamen die wärmeren Sonnenstrahlen und das Wetter wurde angenehmer…und meine Aufenthalte im Park wurden noch länger. Später im Sommer bin ich nicht mehr durch den Park gelaufen, sondern bin mit meinem Fahrrad gefahren und hab den Radius erweitert….erst durch den Buga-Park und dann entlang der Fulda bis nach HannMünden…

Das waren die Stunden  am Tag die ich genießen konnte und sooft es meine Zeit erlaubte bin ich lang und länger geblieben…Es war der Jahrhundertsommer 2003 – der Hitzesommer…ich hab sogar im Spätherbst auf dem Rasen vor der Orangerie bis nachts gesessen….das kann man sich bei den Sommern der letzten Jahre gar nicht mehr vorstellen.

Was erlaubt er sich?

WARUM um alles in der Welt sollten wir es Politikern aus anderen Ländern erlauben in unserem Land Wahlkampf zu betreiben?

Ich bin empört über die türkische Haltung…wie  wohl die türkische Regierung reagieren würde, wenn ein deutsche Politiker in der Türkei Wahlkampf betreiben wollte…lach…na da kann ich mir die Reaktionen vorstellen….

Also ich bin absolut dagegen, dass ausländische Politiker (egal aus welchem Land) Deutschland für ihre Zwecke als Plattform benutzen und sich respektlos verhalten. Politiker aus anderen Ländern sind in erster Linie Gast in diesem Land und sollten sich auch als solche verhalten. Mit Respekt gegenüber dem gastgebenden Land.

Und obwohl ich eher liberal bin, bin ich dafür, dass die Bundesregierung eindeutig Stellung bezieht und deutlich klar macht, das solche Auftritte hier nicht erwünscht und geduldet werden.