1.Versuch mit Silikon-Backförmchen

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Silikon-Backform  für 6er-Mini-Gugelhupf  für kleines Geld gekauft.

Bisher war ich nicht überzeugt das Backformen aus Silikon eine gute Idee sind…aber  heute hab ich es einfach mal ausprobiert und lustigerweise auch gleich ein Rezept für genau diese  6er Backform gefunden.

Die kleinen Marmorkuchen in der Gugelhupf-Form sind auch klasse geworden….mit geschmolzener Schokolade leicht überzogen und mit Mandelkrokant und Puderzucker bestreut sehen die auch niedlich aus.

WOW…..so einfach der Teig, so einfach aus den Mini-Förmchen zu holen und dazu noch so schnell gebacken und sooooo lecker!!! Besser geht es nicht. Und mal unter uns….für einen 2-Personenhaushalt reichen so 6 kleine Kuchen aus….es muss ja nicht immer so viel sein.

 

depressive Verstimmung

In den letzten zwei Wochen hab ich mich bewusst gegen das Bloggen entschieden.

Nachdem ich nun endlich auch vor mir selber eingestehen konnte, das mein extremes Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein, zusammen mit meinem immer schlechter werdenden Sozialverhalten und auch der Rückzug meinem Freund gegenüber, mehr waren als nur die Auswüchse meiner Wechseljahre, hab ich bewusst eine Kehrtwende eingelegt.

Ich leide schon seit Jahren im Winter unter dem Lichtmangel, aber in diesem Jahr  hab ich zum ersten Mal realisiert, das hier ist eine länger anhaltende depressive Verstimmung…und ganz ehrlich,  mit dieser Erkenntnis war ich einerseits erschrocken und andererseits erleichtert, das nun zu erkennen.

Nur was ich realisiere, kann ich auch ändern…..und seit der Erkenntnis geht es wieder aufwärts….mein Sozialverhalten ist wesentlich besser geworden, mit meinem Schatz ist auch endlich mal wieder so etwas wie Friede eingekehrt…die Sonne scheint, ich kann wieder raus und bin endlich wieder in der Lage Dinge anzugehen.

Ich kann endlich wieder lachen, auch mal albern und ausgelassen sein….ich bin wieder emphatisch und kann mich an den Dingen erfreuen. Erst jetzt wo das wieder da ist, bemerke ich das diese Dinge vorher nicht mehr dagewesen sind… das ist gruselig – weil ich es nicht bemerkt habe.

Also ich habe schon bemerkt das ich immer wieder „schlecht drauf“ war ….aber ich habe das Ausmaß nicht realisiert….

Jetzt bin ich erleichtert und in den letzten 14 Tagen  habe ich viel getan um aus meinem Schneckenhaus heraus zu kommen….verbringe wieder mehr Zeit mit meinem Schatz, wir waren letzte Woche mehr als 2 Stunden im Wald….und so langsam macht die Arbeit auch wieder Spaß.

Puhhh….Glück gehabt   – ich hoffe das „Gespenst Winterdepression“ kommt so schnell nicht wieder….

wichtige Entscheidung: Unterwäsche

Ich bemerke immer wieder wie wichtig es wird die richtige Unterwäsche zu tragen wenn man älter wird….jaaa sorry, ist aber so.

Mit zunehmendem Alter (fast 49) und mit Zunahme des Gewichts in der Körpermitte (Kleidergröße 38-40) stelle ich fest, wieviel Einfluss die richtige oder falsche Unterwäsche auf die Wirkung der Kleidung hat.

Wenn man so richtig schlank oder gar dürr  um Hüfte, Bauch und Taille ist, dann braucht man sich keine Gedanken um die richtige „Bux“ zu machen…egal ob String, Hipster, Panty, Jazzpants oder Taillenslip…das Teil sitzt immer auf der Haut und sieht gut aus…..

Wenn allerdings auf der Hüfte etwas Speck liegt und auch der Bauch anfängt sich zu wölben, haben diese Dinger die Neigung sich etwas einzudrücken…und Plöööp  schon sieht man die Speckröllchen und die Silhouette sieht wellig aus….und jetzt kommt erst noch die Oberkleidung drüber…und dann sieht man oft die Mädels und Frauen wo man denkt: das sieht aber unvorteilhaft aus.

Leicht versucht ist man dann,sich mit Shapewear zu helfen. Da gibt es aber nur ganz wenige Teile die sinnvoll sind… Ich hab selber – noch zu meinen sportlich aktiven Zeiten –  mit Shapewar-Hosen versucht meinen  Bauch  und Hüfte optimaler zu präsentieren – vergiss es Lach.

DAS funktioniert aber NUR mit solchen Hosen – wenn man statisch steht, sobald man sich bewegt (und beim Tanzen muss man sich bewegen) dann rutscht leider diese hochgezogene steife miederartige Hose etwas runter und was passiert dann? Na wenn diese Shapehose runter rutscht, rutscht der Speck oben raus….und PLÖÖÖÖÖÖP  schon sieht man auch durch das schönste Kleid eine zusätzliche Wulst, die normalerweise dort nicht hingehört. Ich hab noch Bilder auf denen ich strahle…aber im nach hinein bin ich peinlich berührt…SOOO hatte ich es mir nicht vorgestellt. Hätte ich eine normale Hose drunter gezogen, dann hätte ich evtl. etwas runter gewirkt, aber eben nicht so wellig.

Also stehe ich jetzt jeden Tag vor meiner Schublade und überlege WAS will ich eigentlich anziehen…und versuche dann eine entsprechende Bux herauszusuchen…aber es wird immer schwieriger….es gibt kaum Hosen OHNE Gummizug…Und selbst wenn die Bux gut gewählt ist, dann kommt noch die Strumpfhose…auch hier unzählige Möglichkeiten wie es sitzten kann,  aber meistens gehen die bis hoch in die Taille und schneiden dort ein…..wenn die Bux also unter dem Bauch endet, die Strumpfhosen aber noch die Taille umschließt, dann KANN kein Kleid gut an mir aussehen….denn es erscheint ein Streifen der an den Todesstreifen der zwei Deutschen Staaten erinnert: Jedes Hindernis ist deutlich sichtbar und betont den dazwischen liegenden Streifen.

Für mich gibt es übrigens nur ein Shapeware-Kleidungsstück das seinen Dienst optimal tut und das sind diese Shape-Unterkleider die den Busen aussparen. Durch die Träger des Unterkleides kann nichts runterrutschen….allerdings schnüren einem diese Dinger auch echt ein….das  ist nichts für warme Sommertage….

Ich versuche seit Jahren diesem Muffintop-Effekt zu vermeiden in dem ich keine hüfttiefen Hosen oder Röcke mehr trage…und wenn die Teile doch etwas tiefer sitzen ,dann darf der Bund nicht zu eng sein….möglichst mit lockerem Gummizug – am Besten ganz ohne. Früher hab ich immer gedacht warum tragen ältere Frauen immer diese Gummizugteile – NUN weiß ich es…gut das es diese heute auch in schön gibt.

DAS macht die Auswahl von Hosen und Röcken aber auch etwas schwieriger…denn kaufe ich kurze Röcke oder Hosen diese rutschen bis in die Taille hoch, dann wird aus dem kurzen Rock sehr schnell ein absoluter Minirock….hmmm auch nicht gut.

Eine Methode für die modernen langen Sommerröcke:  ich kaufe ¾ lange schulterfreie Kleider mit gesmoktem Bereich über dem Busen. Diese Kleider kann man wunderbar als langen Rock tragen OHNE das Taille und Hüfte eingequetscht werden.

Fazit: toll auszusehen ist immer möglich….aber es bedarf viel mehr strategischer Vorbereitung bis aus „gut gedacht“ auch “gut gemacht“ wird.

Aber ich sehe nicht ein vor meiner Figur oder der Kleidung zu kapitulieren  und Nein, es ist mir nicht egal  wie ich aussehe….Ich möchte mich in meiner Kleidung  wohl fühlen und dazu zählt das Tragegefühl und die Optik gleichermaßen.

leicht philosophische Gedanken zum Wochenende

Innere Stärke zu besitzen  ist ein Glücksfall, macht aber nicht automatisch glücklich.

Die Stärke allen Widrigkeiten des Lebens begegnen zu können…damit umzugehen und zu „überleben“ ist eine Gabe. Schön wer diese Stärke besitzt. Es bedeutet in erster Linie das Leben wie es einem widerfährt anzunehmen….und dann  stoisch dafür zu sorgen, das daraus etwas Gutes wird….

Ich nehme das Wort „stoisch“ weil es für mich bedeutet,  es nicht zu hinterfragen WARUM etwas passiert,  sondern  zu begreifen DAS etwas passiert und ich die Chance habe durch meine Stärke diese Situation zu überwinden und im Besten Fall es in etwas Positives zu verwandeln.

„Nur wer scheitert  kann, kann auch siegen“ hab ich mal gelesen (sorry wenn ich nicht sagen kann wo und von wem das stammt).

Die Kraft zu haben aus dem Scheitern heraus sich wieder neu zu erheben…seinem Leben eine neue Richtung zu geben ist toll und es fühlt sich gut an. Aber es macht uns nicht automatisch zu glücklicheren Menschen.

Zuerst ist die erleichternde Erkenntnis: Ich hab die Situation gemeistert, ich hab überlebt, ich hab es verändert und es geht mir gut…..Aber meistens hinterlässt so ein stark sein auch Spuren auf der Seele.

Zum Tode von Christine Kaufmann haben wir eine Dokumentation gesehen und es war offensichtlich das sie viel Kraft hatte ihr Leben immer wieder neue Richtungen zu geben, sie hat es geschafft…aber sie wirkte  trotzdem davon  gezeichnet das das Verhältnis zu ihren Kindern nicht unbelastet ist und sie trotz aller Erfolge auch das Gefühl hatte ein Getriebene zu sein, erfolgreich sein zu müssen.

Ich glaube der wirkliche Erfolg ist nicht nur innere Stärke zu besitzen und sein Leben positiv zu verändern, sondern dieses veränderte Leben als schön und angenehm zu empfinden.  Was nutzt es mir zu sagen ich hab überlebt, heute geht es mir gut…aber letztlich kann ich es nicht geniessen weil wegen….

Das Glück liegt wie immer eher im Kleinen….