Nein – ich bin kein Prepper…aber

Meine Schwester hat meine Vorratskammer gesehen und meint ich wäre ein „Prepper“…so weit würde ich nicht gehen, da es sich bei mir nur um  Dinge des alltäglichen Gebrauchs handelt…und nicht um die Vorbereitung auf ein Überleben im Kampfmodus.

Ich mag das sichere Gefühl ich könnte für 1-2 Wochen leben ohne einkaufen gehen zu müssen. Nachdem die Finanzkrise 2011 dazu geführt hat, das die Banken kein Bargeld mehr auszahlen konnten und ein Teil der Geschäfte geschlossen blieb, hab ich gesehen wie wichtig ich es für mich finde ein paar Tage autark zu sein.

Erschwerend kommt noch hinzu das ich das Buch „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen habe…seitdem hab ich tatsächlich zusätzlich ein paar Liter mehr an Wasser zu Hause..grins.

Ausserdem kann ich so einige  Vorräte dann einkaufen, wenn sie gerade günstig sind.

Gestern haben wir telefoniert und auf einmal fand sie es gar nicht mehr so abwegig…weil niemand weiß wann und wer evtl. in den nächsten Wochen unter Haus-Quarantäne gestellt werden könnte…da kann es nicht schaden ein paar Nudeln , Reis und  Mehl im Haus zu haben…

 

 

Mein Leben – im schnellen Wandel

Irgendwie passieren die Dinge bei mir immer wieder in einem unglaublichen Tempo…manchmal komme ich selber kaum mit, denn natürlich kostet so etwas auch eine Menge Kraft.

Daher bin ich froh, alles in einer so kurzen Zeit geschafft zu haben, denn auf wochen-oder monatelange Bewerbungsphasen hab ich überhaupt keine Lust…es frisst eine Menge Zeit und kostet Nerven…aber nun kann ich mich wieder meinem normalen Leben widmen.

Heute hab ich also öfter auf mein Handy geschaut….und die Mail mit dem unterschriebenen Arbeitsvertrag kam um 12.04 Uhr bei mir an. Der Vertrag enthielt auch keine komischen oder unverständlichen Klauseln,  und so hab ich meiner Chefin heute um 12.20 Uhr meine Kündigung zum 31.03.2020 überreicht.

Ihre Reaktion war verhalten erstaunt und auf Ihren fragendem Blick hab ich gesagt: „Du glaubst doch nicht, das ich unvorbereitet in das Abschluss-Gespräch gegangen bin…ich hatte mich schon vorher umgeschaut und beworben“. Immerhin ist  die Aufforderung zur Kündigung erst 2 Tage alt….so schnell hatte sie wohl nicht damit gerechnet…aber sie hat mir alles Gute für die Zukunft gewünscht.

Ich bleibe ja noch einen Monat da…aber ich fühle mich tatsächlich schon  befreit…und hoffe das es in der nächsten Firma besser für mich läuft…auch ich hab meine Lehren aus dieser Firma gezogen…das hat ja auch etwas Gutes….und ich hab tatsächlich auch ein paar berufliche Dinge  hinzu  gelernt, mit denen ich vorher nichts zu tun gehabt habe…

Diese Episode in meinem Leben ist damit zwar nicht meine Beste, aber sie ist auf keinen Fall vergeblich…

 

Formel: 4 – 3 – 2 – 2 = 1

und wieder quäle ich mich gesten  im Nachmittags-Verkehr bis in Herz von Hamburg …direkt bis zur  Binnenalster zu einem weiteren Gespräch mit einem Personalvermittler…und noch während ich im Auto sitze und mich vorbereite, schaue ich in meine E-Mails….

….und die Müdigkeit ist schlagartig fort….

Da hat sich die Firma, auf die ich seit Tagen warte, doch tatsächlich gemeldet um mir mitzuteilen, das sie auf das 2. Gespräch verzichten….

…ABER sie mir gerne kurzfristig ein Jobangebot unterbreiten wollen…  !!!! Gerne würden Sie noch im Februar mit mir den Vertrag schließen, aber wenn es zu knapp werden sollte, wäre es einen Monat später auch kein Problem.

DAS war das Signal, auf das ich gewartet habe…die halbe Nacht hab ich nämlich beide Jobs gegeneinander abgewogen und ich wollte genau diesen Job, der mir jetzt angeboten wird: kein Teamleiter-Posten, 2er-Büro, mit dem Auto  in 25 Minuten erreichbar, Parkplätze sind morgens auch ausreichend vorhanden, und ein etwas höheres Gehalt als jetzt….dazu waren mir die Personen mit denen ich das Gespräch geführt habe, gleich sympathisch…

…in einem Telefonat haben wir kurz besprochen,  wenn mir am Freitag bis Mittag der Vertrag unterschrieben per Mail zugesandt wird, ich selber entscheiden kann, ob ich noch im Februar  kündige oder erst im März…

….sooo jetzt musste ich erst einmal durchatmen und hatte noch 1 Tag Zeit zu überlegen…obwohl es für mich schon da fest stand…

Fazit: vor 2 Wochen hab ich begonnen mich zu bewerben:

4 eigene Bewerbungen

3 Personalvermittler eingeschaltet

2 Bewerbungsgespräche

2 Jobangebote

1 Job angenommen (ohne Vermittler)

Genialer Blick auf den Hafen – nicht auf den Job

Wie gesagt, hat mich die Aufforderung zur Kündigung nicht verwundert, was mich eher wunderte, war das zur schaugestellte Wohlwollen…na klar soll die Jahresabschluss-Prüfung noch reibungslos über die Bühne gehen.

Aber ich hatte ja noch 2 Asse im Ärmel… denn Aschermittwoch-Abend hatte ich noch ein 2. Vorstellungsgespräch…direkt in Hamburg, quasi oberhalb vom Alten Elbtunnel….mitten drin.

Ich hab nach dem Gespräch mit meiner Chefin normal weiter gearbeitet…immerhin war Reporting-Zeit….und so musste ich mich tatsächlich etwas sputen ,um rechtzeitig mit dem Auto bis ins Herz von Hamburg zu fahren…ich war wie immer in Jeans auf der Arbeit und erst als ich einen Parkplatz an meinem Zielort gefunden habe, hab ich mich im Auto umgezogen. Es ist erstaunlich wie wenig vorbei-laufende Menschen in geparkte Autos schauen… zum Glück Niemand….so konnte ich mich in Ruhe umziehen: Strumpfhose, Rock, Bluse und Blazer, Stiefel….etwas schminken, noch einmal kurz etwas über die Firma nachlesen und dann ging es zum Gespräch.

Die Aussicht aus dem 11.Stock des Gebäudes war überwältigend……der Leiter der Abteilung war dagegen schon etwas speziell…so speziell das eigentlich nicht genau klar war, welchen Job die eigentlich zu besetzen haben (das wusste auch der Personalvermittler im Vorfeld nicht…sehr merkwürdig)….Aber immerhin war das Gespräch zu Dritt nett und offen und lustig…

…und am Ende des Gesprächs waren sich meine beiden Gesprächspartner einig und haben mir sofort ein Jobangebot gemacht….für einen Teamleiter-Posten…und die hätten es gerne gesehen, das ich dieses sofort annehme, damit ich noch im Februar kündigen kann…

Da hab ich erst einmal den Druck rausgenommen…Nein, das klappt so schnell nicht, immerhin hab ich noch weitere Bewerbungsgespräche und entscheide mich dann – in Ruhe. Okay – aber das Angebot steht und ich soll es mir überlegen.

Nun war mir bereits auf dem Rückweg klar…das ist eigentlich nicht der Job den ich suche… 1 Stunde Fahrt mit der Bahn pro Strecke, einen Teamleiter-Posten mit Vertrauensarbeitszeit, eine Firma die noch nicht einmal den 1. Schritt in Richtung Digitalisierung unternommen hat, offene enge Büros, viele Gesellschaften, ein neues ERP-System das aufgebaut werden soll, eine Zwischen-Hierachie die neu eingezogen wird, und dazu ein Gehalt das der Aufgabe nicht gerecht wird….. hmmm nöööö

Und auf einmal hab ich einen inneren Druck verspürt einen Job finden zu müssen…nein, nein, nein…ich hab noch Zeit… und am Donnerstag hab ich noch einen Termin mit einem weiteren Vermittler und am Freitag noch ein weiteres Bewerbungsgespräch…. ich brauche nichts zu überstürzen…
Ausserdem warte ich schon seit Tagen darauf, das sich die Firma meldet ,bei der ich mich als erstes vorgestellt habe…die wollten mich ja zu einem 2. Gespräch einladen…aber bisher war nichts ….manno. DA würde ich nämlich sofort ja sagen.

Alles Vorbei – Aschermittwoch eben

Mal abgesehen davon, das ich in diesem Jahr von Karneval NICHTS mit bekommen habe, was ich sehr gut finde, hat mich Aschermittwoch doch sehr überrascht…oder eigentlich auch nicht…

…So gegen Mittag hat mich meine Chefin gefragt ob ich bereit sei, das „Probezeit-Endgespräch“ 2. Teil  jetzt doch vorzuziehen…na klar…

…also…mit vielen Worten hat meine Chef-Chefin erläutert, das sie über meine Aussagen schockiert sind und das sie nun begriffen haben, das es nicht nur an mir liegt und nun etwas im Team geändert werden muss ..und das es ja auch überhaupt nichts mit meiner Leistung zu tun hat…die ja sooo toll, ist und ich würde mich ja so bemühen ins Team aufgenommen zu werden….blablabla…als ob die das überhaupt beurteilen könnte….sie sieht mich ja kaum und beruflich  hab ich ja nur Handlanger-Dienste gemacht.

….ich hab sie gefragt, was sie mir da „in homöopatischen Dosen“ versuche mitzuteilen…weil sie eierte nur drum herum und ich wusste genau, was sie sagen wollte…

…ja also für mich gibt es in dem Team keine Chance mehr…und sie möchten meinen Vertrag aufkündigen, allerdings würden sie es begrüßen wenn ich kündige…lach.

Was sagen die mir da: Ich leiste gute Arbeit, es liegt nur zum Teil an mir, sie müssen im Team dringend etwas ändern, aber dafür muss ich erst einmal gehen. Na so ersparen sie sich eine Menge Ärger im Team und können alles auf mich abwälzen: Frau Wirbelwind68 geht, wegen Euch….

Die Chef-Chefin hat mir ihr Wohlwollen signalisiert, das man mich nicht freistellen kann, aber mir keine Steine in den Weg legt und ich flexibel zwischen 1-3 Monaten wählen kann, wann ich kündige…Hauptsache ich mache  in der Zwischenzeit weiter meine Arbeit. Ns klar in der nächsten Woche kommen die Wirtschaftsprüfer.

Nun ist es also raus und zum ersten Mal sind wir einer Meinung.

Sie waren überrascht das es mich so gar nicht umgehauen hat…lach…natürlich habe ich nicht gesagt, das ich bereits ein Vorstellungsgespräch hatte und am gleichen Abend noch ein Weiteres haben werde.

Es hat mich erstaunlicherweise überhaupt nicht belastet quasi auf Sicht ohne diesen Job zu sein….und ich bin sogar erleichtert das die Entscheidung schon jetzt gefallen ist…na klar ein paar Tage später wäre mir lieber gewesen, dann hätte ich von ganz alleine gekündigt…ohne Aufforderung.

 

 

Wandern im Dauerregen

Wandern im Dauerregen

Den ganzen Tag hat es nicht einmal aufgehört zu Regnen…Die Fahrt nach Ahrensburg verlief reibungslos. Anstatt meine Dicke Winterjacke immer wieder durchregnen zu lassen, hab ich mal etwas anderes ausprobiert:

Erst mal eine dicke Sweatjacke, darüber mein Regenjacke, die nur wenig gefüttert ist und darüber noch den dünnen Regenponcho. Das hatte den charmanten Vorteil, das weder der Schal, noch mein Wander-Rucksack vollkommen durchnässt wurden und ich gleichzeitig nicht zu warm angezogen war….

Nach 2,5 Stunden war der Poncho zwar innen wie außen nass…aber das war gar kein Problem…immerhin waren meine  Socken bereits nach 30 Minuten  vollkommen durchnässt… Die Wege waren derartig durchweicht und matschig, das ich mehrfach keine andere Wahl hatte als mich mit den Füssen in die tiefen Pfützen zu „retten“ um nicht der Länge nach hinzufliegen…mehrfach bin ich auf dem unebenen Wegen weg gerutscht….

Anfänglich dachte ich noch, mir wird bestimmt niemals warm werden…aber bereits 20 Minuten später sah das ganz anders aus…

Die Stunden im Wald taten mir gut…dabei war ich eigentlich ständig am Rande des Waldes, so das ich mich gut orientieren konnte…und trotz des schlechten Wetters waren viele Jogger, Hundebesitzer  und Spaziergänger unterwegs…

Da ich die meiste Zeit damit beschäftigt war auf den Weg zu achten, blieb meinem Kopf keine Zeit mehr andere Gedanken aufzunehmen….im Nachhinein war DAS die perfekte Erholung.

Den Rest des Tages hab ich dann entspannt und zufrieden auf der Couch verbracht. Mission completed.

 

 

 

 

Erholung – aber wie?

Mein erster Reflex heute: ich verkrieche mich auf der Couch unter eine Decke und bewege mich nicht mehr fort. Immerhin wäre das ja  auch eine Form der Erholung.

Der Regen hat noch nicht einmal aufgehört heute, es ist alles grau in grau und mir ist kalt.

Aber nein..ich spüre bereits jetzt, wenn ich DAS heute so machen würde, wäre ich am Ende des Tages unzufrieden… und unzufrieden in eine neue Woche zu starten macht auch die kommende Woche nicht zufriedener…

Ich habe lange und sehr gut geschlafen…so gut, wie die ganze Woche nicht. Durch den Schlaf hab ich schon ein Gefühl von Erholung, aber das reicht noch nicht.

Das Rezept lautet: RAUS gehen….ab in die Natur…egal was das Wetter gerade sagt.

Ich hab also mal wieder die Karte von Schleswig-Holstein und Hamburg vor mir ausgebreitet und meinen Blick ruhte lange auf der Holsteinischen Schweiz (nein – zu weit weg für heute) – ich hab keine Lust jetzt noch so lange im Auto zu sitzen).

Also einer gedachten Linie: Holsteinische Schweiz in Richtung Hamburg  einfach mal mit dem Finger entlang gehen:  Plön / Bad Segeberg / Bad Oldeslohe / Ahrensburg / Hamburg.

Ahrensburg: das ist nahe dran und hat so einiges an Natur zu bieten z.B. das „Stellmoorer Tunneltal“ … das klingt doch super – oder nicht?

Also das Ziel für heute ist gefunden.

Nun werde ich also die Trägheit  abstreifen, mich in ein Regenoutfit werfen, meinen Rucksack packen und nach Ahrensburg fahren…