Schlecht drauf – Teil 2

Und der Termin gestern Abend mit meinen Vermietern hat mich auch gestresst….schon seit Zugang der Einladung …die Beiden sind echt nett und auch der Abend war okay, aber das ist nun mal ein Eingriff in meine Selbstbestimmung…ein Pflichttermin. Nichts was ich von mir aus gerne hätte und deshalb strengt es mich an.

Im Normalfall hätte ich die Einladung dankend abgelehnt….aber aus Höflichkeit konnte ic h hier nicht nein sagen. ich habe auch erzählt das ich (wir) etwas zurückgezogen im Haus leben und wie sehr ich in meiner Freizeit nach Ruhe und Entspannung suche. Das ich in den letzten 15 Jahren quasi immer unter Stress stand (beruflich und sportlich – und auch privat). ich glaube der Zweck der Einladung war besser einschätzen zu können, wem die Beiden da in ihr Eigentum zur Nutzung überlassen…und es wird bestimmt keine „Dauer-Veanstaltung“ werden.

Ich bin mir auch sicher, keiner von Beiden hat gemerkt wie ungern ich so etwas mache…ich war während des Abends locker und lustig, hab zugehört, bin darauf eingegangen, hab von mir erzählt, kleine Anekdoten preisgegeben und es waren kurzeilige 2 Stunden im Restaurant….wenn ich dann erst einmal in der Situation bin, dann ist auch meine Körperhaltung entsprechend „gelassen“… aber als ich wieder zuhause war, war ich platt und bin es bis jetzt….

Beides sind bereits Rentner und er arbeitet noch freiberuflich….sie haben die Möglichkeit viel zu reisen und tun es sehr gerne. Er ist unglaublich wissbegierig und liebt die moderne Technik…sie ist etwas zurückhaltender, lässt ihn gerne erzählen…ist sehr praktisch in ihrer Art. Beide sind vollkommen unprätentiös und überhaupt nicht snobby…  was es mir leichter macht, mich zu unterhalten….aber trotzdem möchte ich den Kontakt zu Ihnen nicht vertiefen….wir sind Vertragspartner: Vermieter und Mieter….und ich freue mich, wenn ich mich mit Problemen die die Wohnung betreffen vertrauensvoll und direkt an sie wenden kann….mehr muss nicht sein.

 

 

 

Advertisements

Schlecht drauf – Teil 1

Heute bin ich nicht gut drauf…und es ist schon eine ganze Weile her, dass mich der Ärger und die Müdigkeit so sehr durchzieht, das ich bereits Mittags beschließe lieber wieder nach Hause zu gehen.

Die letzten beiden Tage und der Abend gestern haben mich echt geschafft.

Meine Chefin ist aus dem Urlaub zurück…und gestern Abend hatten mich  meine Vermieter zum Essen eingeladen….Zwei völlig unterschiedliche Dinge, aber Beides versetzt mich in ziemlichen Stress.

Bei meiner Chefinscheitert jede Form der Gelassenheit, denn ich weiß nie, was mich erwartet und das mag ich nicht. Am ersten Tag ist meine Chefin  in ein paar Situationen hektisch und halb panisch gewesen und ich hab nicht verstanden, warum sie diese für mich nicht ganz so spektakulären Dinge so in Hektik versetzt….aber ich habe mir auch keine weitere Arbeit aufdrücken lassen…und heute nun hat sie mir unmittelbar nach Ihrer Ankunft mit geteilt, das wir bald nur noch einen GF haben werden, anstelle von Zweien und  ich hab ihr unmittelbar meine Bedenken für eine paar Abläufe mit geteilt….wo ich auf jeden Fall noch Handlungsbedarf sehe und sie hat mit missbilligendem Erstaunen geantwortet.

Na prima und ich weiß schon jetzt,  genau das wird sie mir wieder einmal im Jahresendgespräch negativ um die Ohren hauen, weil ich  die Veränderung nicht freudig angenommen habe, sondern sofort  die Schwierigkeit im Ablauf angemerkt habe. Aber so funktioniere ich nun mal…ich kann unmittelbar den Finger in die Wunde legen….genau das ist ja mein Job, dafür zu sorgen, das die beschlossenen Abläufe funktionieren und was es bedeutet, wenn an einer Stellschraube gedreht wird….außerdem hat sie mir schon zu verstehen gegeben das einige Arbeiten dann an ihr hängen bleiben und vor ein paar Wochen (noch vor der  überraschenden Bekanntgabe, das einer der Chefs in Rente geht)  wollte sie schon Arbeit an mich abtreten…aber ich habe nicht gleich hier und jawohl  gesagt.

Na klar hab ich vor einem Jahr eine neue Mitarbeiterin bekommen, die 20Std. zusätzlich arbeitet. Aber das war ja als Entlastung gedacht, um die Arbeit vernünftig bewältigten zu können.  Von den 20 Std. hab ich die Kollegin ca. 10 Std. in der Woche an 4 Arbeitstagen für meine Arbeit und die anderen Stunden sind für meine andere Mitarbeiterin….und wir sind nun gut aufgestellt…

Aber wenn ich jetzt doch wieder zusätzliche Arbeit bekomme, dann hab ich ja nichts gewonnen…sondern habe das gleiche Problem wie vorher auch, d.h. viele der kleinen  – fast unsichtbaren Aufgaben gehen wieder unter…und DAS möchte ich nicht zulassen… na da werde ich wohl bald das ernsthafte Gespräch suchen müssen….hier kommt wieder einer meiner Lieblingssprüche zum Einsatz: „Nichts ist so beständig, wie die Veränderung“.

Kleine Veränderungen die Spaß machen

Seit ich wieder angefangen habe mich aus meinem kleinen Wohlfühlbereich  mittels Sport wieder rauszuziehen, kann ich einige positive Wendungen vermelden.

Ich hab wieder Spaß an der Bewegung : Dienstag war ich im Fitnessstudio  und hab neben 45 Minuten Ausdauertraining auch noch etwas für Bauch, Rücken und Oberkörper getan. Mittwoch bin ich direkt nach Feierabend auf das Fahrrad gestiegen und bin mehr als 1 Stunde durch den Taunus gefahren…Quer durch Waldstücke, auf Feldwegen, mal hoch , mal runter, mal gerade…und das bei nahezu 30 Grad und Sonnenschein….und es hat Spaß gemacht, die Beine immer wieder herauszufordern…die Steigungen haben mittlerweile ihren Schrecken verloren….auch wenn ich immer noch kein geborener Bergfahrer bin. Donnerstag dann bin ich dann eine gute Stunde  durch den Wald gelaufen (also eine schnelle Art spazieren zu gehen…joggen mag ich nicht und kann ich auch gar nicht mit meinem Fuß)….auf kleinen verschlungenen Pfaden kreuz und quer

Insgesamt bin ich weniger müde und kaputt. Habe viel mehr Energie und schaffe auch nach Feierabend eine ganze Menge…das gibt mir eine zusätzliche Zufriedenheit.

Auch im Job hab ich schon ein paar meiner kleineren Projekte erledigen können….Obwohl 2 meiner Mädels und meine Chefin gerade in Urlaub sind, schaffe ich die normale Arbeit gut und es bleibt sogar noch Zeit  um länger geplante Dinge auszuführen, umzustellen und zu testen….

Und mein Kopf funktioniert auch wieder einwandfrei….mein Geist hat sich im Laufe der letzten 2 Monate erholt. Ich reagiere nicht mehr nur, sondern ich agiere. Kurz vor meinem Urlaub hatte ich einfach genug…mein Kopf brauchte eine Pause ….

Geist und Intelligenz schienen überfordert…meine Fähigkeit Zusammenhänge zu sehen, mehrere Dinge praktisch zu jonglieren und alles zu überblicken und die Kontrolle dabei zu behalten war abgeschaltet. Es ging nur noch eines nach dem Anderen….und das auch nur in einem begrenzten Umfang…kein Blick nach links oder nach rechts.

Ärgern oder wundern

Aus dem Büroalltag

Das Alter gibt uns ein paar Lösungen, die wir in jüngeren Jahren nicht hatten….Eine dieser  Lösungen heißt: Gelassenheit.

Nicht das ich jetzt alles stumm und klaglos hinnehme – im Gegenteil….aber ich versuche mich in etwas mehr Gelassenheit in einigen Dingen…und anstatt das mich andere Menschen mit ihrem Verhalten verärgern und ich meine eigene Laune damit verderbe, wundere ich mich, wie Menschen so sein können….

Schön wäre es allerdings, wenn es noch öfter klappen würde….denn noch bringt mich  vieles zur Weißglut. Aber immer öfter hilft die Vorstellung das das was mich ärgert in ein paar Minuten wieder vorbei  ist.

Beispiel gefällig?: Direkt neben meiner Bürotür ist eine der kleinen Küchennischen in die sich Kollegen gerne mal zurückziehen um:

  1. Gaaanz leise miteinander zu tuscheln. Da stört es mich nicht, das ich es nicht verstehe, sondern diese Zischlaute die beim Flüstern entstehen
  2. Normal bis laut miteinander private Dinge zu besprechen. Da stört es mich, DAS ich alles verstehe…haben die keine privateren Ecken zu Verfügung? Mich interessieren die Themen nicht wirklich
  3. Hektisch mit dem Geschirr rumklappern

Eigentlich sind das alles  Dinge, die mich ärgern….aber ich atme tief durch und weiß: Das ist gleich vorbei. Kein Grund sich zu ärgern …..ich wundere mich nur

Glauben die Kollgen wirklich,

– das das Getuschel  wirklich unauffällig ist

– das die privaten Themen privat bleiben, wenn sie an solch exponierten Stellen laut darüber reden

Am wahrscheinlichsten ist es: die Kollegen vergessen schlichtweg das es mich in dirketer Nähe gibt…lach….

Aber es gibt auch genügend Dinge die kann ich immer noch nicht gelassen ignorieren…schade…wenn ein Kollege laut pfeifend über den Flur geht…bei uns stehen immer alle Bürotüren  offen, so bekommt  jeder ALLES mit…und dann finde ich es unverschämt mit dem Pfeifen….denn ich möchte mich konzentrieren…

Aber ich übe mich in Gelassenheit…lach…jeden Tag ein Stückchen mehr…und je gelassener ich werde, um so zufriedener kann ich sein…mit mir und meinem Leben.

Wer langeweilt sich?

Es ist Sommer und auch wenn es einem das Wetter in diesem Jahr dcht schwer macht es zu glauben…es ist tatsächlich Sommer …jawohl.

Und wenn ich die Zeit zwischen Juni und Ende August mal versuche zu überblicken, dann hab auch ICH tatsächlich Sommer…also ZEIT…noch nie in den letzten 15-20 Jahren konnte ich jeden Tag so pünktlich Feierabend machen. So viel Freizeit bin ich gar nicht gewohnt.

Na gut…und was mache ich mit meiner Freizeit in diesem Sommer?  Mich weiterhin erholen…denn sooo viel mach ich gar nicht. Ich hab ja wieder mit Fitness und Fahrradfahren angefangen, also ich mache etwas Sport….dann ist eine meiner „Haupthobbys“ Wäschewaschen und –bügeln…und das bedeutet eine Menge Zeug und Zeit. Im nächsten Leben mache ich eine Wäscherei auf…lach…DAS kann ich.

Ich kümmere mich um meinen Haushalt, etwas um den Haushalt meines Freundes und natürlich kümmere ich mich um meinen Balkon mit Blumen, Wildvögeln und Eichhörnchen…aber sonst habe ich alle weiteren Verpflichtungen (Vereinsarbeit / Tanztraining) beendet. Und da mich auch im Moment nicht so viel in die Stadt oder ins Cafe zieht, habe ich ein sehr kostbares Gut erhalten: freie Zeit.

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit meinen Mädels im Büro unterhalten und es kam so ein verschämtes: da habe ich im Urlaub tatsächlich gefaulenzt…

NEIN das ist nicht faulenzen: das ist aktives Nichtstun zur Entspannung. Das klingt nicht nur viel positiver, sondern bedeutet auch etwas anderes. Beim aktiven Nichtstun ist man sich dessen bewusst und genießt es …oder versucht es zumindest…während man beim Faulenzen einfach die Zeit verstreichen lässt OHNE einen Effekt daraus zu ziehen.

Solche Ruhepausen sind wichtig für das Gehirn: für die Kreativität, für das Entwickeln von Ideen oder Lösungen. Nur wer sich Pausen und Entspannung gönnt, kann das Potential seines Geistes nutzen…

Ich bin fast son weit, so etwas wie Langeweile zu empfinden, obwohl ich Langeweile gar nicht wirklich kenne.  Aber wenn am Ende meiner Aktivitäten noch so viel Abend übrig ist, das ich überlegen muss und was mache ich jetzt? dann komme ich dem Gefühl von Langeweile schon etwas entgegen…

mein Spruch des Tages….

„Auch die schwärzeste Stunde hat nur 60 Minuten“

Das ist ein echt guter Spruch  und ist eine andere Ausdrucksweise für meinen Spruch: „Auch dieser Tag geht vorbei“ oder die Bestätigung : Alles  Leidvolle geht vorbei und wir überstehen das.

Ich habe gerade keine Verwendung für diesen Spruch – zum Glück!!

Aber ich empfinde ihn trotzdem als Beruhigung. Der Spruch ist wie die warme Strickjacke die bereit liegt, falls es kalt wird.

Warum nicht?

Alle Welt regt sich auf…… aber warum nur? Die Bundesregierung schlägt vor, dass sich die Bevölkerung  einige Vorräte anlegt, um in einem Krisenfall für ein paar Tage unabhängig zu sein.

WARUM führt das zu solch einem Aufschrei?

Es sagt ja keiner das es Morgen zu einem Zwischenfall  kommt, der es nötig macht, aber denkt denn niemand mehr z.B. an die Krise in Zypern vor drei  Jahren, als es zu einer Bankenkrise kam…da waren die Supermärkte auf einmal leer, weil keine neuen Waren mehr gekauft werden konnten und auch die Bankautomaten spukten nur noch spärlich Geld aus….DA haben die Menschen sich erst zu diesem Zeitpunkt bevorratet, wo es gerade noch ging. Oder denkt an New Orleans vor ein paar Jahren, als die öffentliche Ordnung in den USA nach dem Wirbelsturm Katrina 2005 für Tage zusammen brach.

Aber ist es nicht normal, dass man immer mehr an Vorräten in den Schränken hat, als man gerade braucht?  Ich bin der Meinung gerade von den (Trocken-) Grundnahrungsmitteln: Zucker, Mehl, Nudeln und Reis  sollte man immer einen Vorrat zuhause haben. Auch Speiseöl  und gewisse Dosen  und Wasser in PET-Flaschen kann man unterbringen OHNE das man dafür zuviel Geld ausgibt.

Ich habe mich vor ein paar Jahren bereits mit dem Thema beschäftigt. Nein, ich bin keiner von den extremen Typen die sich für den nächsten Weltkrieg vorbereiten und Vorräte für 1-2 Jahre haben. Aber ich denke man sollte für 14 Tage unabhängig von jeder Versorgung sein.

Überlegt mal, wie schnell es in Zypern zu Panik kam und wie sehr wir am europäischen Stromnetz hängen…fällt der Strom aus gibt es nicht nur keinen Strom, sondern vor allem auch kein WASSER und auch kein Benzin…denn alle Pumpen laufen elektrisch. Und ohne Strom können die Geschäfte nur eingeschränkt öffnen, denn die Türen, Kassen und Kühltheken benötigen alle Strom…und auch Notstromaggregate benötigen Benzin/Diesel…laufen also auch nur 2-3 Tage ohne Nachschub.

Also warum erscheint es dann so ungewöhnlich zu sagen, ich hab ein paar Liter mehr an Wasser im Keller…wenn so ein 5l-Pet-Flasche nur  etwas mehr als 1 EUR kostet ist es doch kein finanzieller Ruin.

Und für alle die glauben nur Kriege oder Terror können eine Vorratshaltung nötig machen empfehle ich das Buch „Blackout“ von Marc Elsberg. Es geht um eine fiktive Sabotage am europäischen Stromnetz…und den sich daraus entwickelnden Konsequenzen…das nimmt einem ein wenig die Naivität zu glauben wir haben alles im Griff….Unsere Zivilisation funktioniert nur, weil es Strom gibt…nimmt man uns den Strom weg, was sind wir dann? Eben….