Überstunden und das Gesetz

Mitten in meiner Arbeitshauptsaison, während meiner 11-12Std. “Schichten“ ohne Wochenend-Frei, kommt ein Kollege, baut sich vor mir auf und lamentiert über die vielen Überstunden in seiner Abteilung und das das laut Arbeitszeitgesetz in Deutschland gar nicht erlaubt ist.

Na danke…da bist du bei mir ja gerade an der richtigen Stelle…ich hab bereits 62 Überstunden in diesem MONAT….lach….und Morgen  kommen noch ein paar hinzu.

Was soll ich dazu sagen…er hat ja Recht. Ich bin nur erstaunt das er, als technischer Mitarbeiter, den gesamten Inhalt des Gesetzes kennt…er hat sich damit wohl schon eine Weile beschäftigt.

Ich hab ihm geraten

  1. Mit seinem Vorgesetzten darüber zu reden
  2. Dienst nach Vorschrift zu machen
  3. Sich nicht aufzuregen, er hat es in der Hand es zu ändern
  4. Da er ohnehin nicht ganz gesund ist, doch zum Arzt zu gehen

Für mich ist das seit 30Jahren normal so zu arbeiten…dafür kommen auch wieder ruhigere Zeiten und ja es macht mir im Moment sogar richtig Spaß.

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unpersönliche Botschaften

Mein berufliches Mail-Postfach hat in den letzten Tagen jede Menge Weihnachts-Mails erhalten…aber nicht an mich, sondern eben an ALLE…

Wann ist eigentlich diese Unsitte entstanden das man mit EINER eMail gleich ALLE Kollegen, Kunden und Lieferanten auf einmal anschreibt.

So ganz ohne persönliche Anrede….und dann so ganz allgemein wird sich quasi bei ALLEN für die „gute Zusammenarbeit“ bedankt.

Das ist für mich die unpersönlichste Form…sogar noch unpersönlicher als wenn überhaupt kein Weihnachtsgruß bei mir eingegangen wäre. Ich  ärgere mich richtig  darüber…und ohne Antwort landen die gleich im Papierkorb.

Ich finde Mails und auch WhatsApp sind gute Möglichkeiten um vieles zu erledigen und ich hab auch gar nicht dagegen eine Weihnachtsmail zu erhalten.

Aber kann dann bitte auch wirklich ICH gemeint sein, also mit einem „Hallo Wirbelwind68“?  und so das ich erkennen kann, das diese Mail nur an mich gegangen ist und nicht an eine Gruppe von Menschen….

Ich will von keinem Kollegen, mit dem ich überhaupt nichts zu tun habe, keine Dankesmail wie „gut wir zusammen gearbeitet haben“…

Aber das ist eben die neue „schöne“ Welt…da muss man sich aus dem was man bekommt einfach nur die Dinge raussuchen, die einem Gefallen und den Rest ignorieren.

Minenfeld: Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeiern in Firmen sind ja nicht immer ganz unkompliziert….und bei uns bedeutet dieser Tag viel Unruhe, weil eben alle Kollegen aus dem Außendienst und aus den anderen Standorten zu uns kommen…es gibt neben der Weihnachtsfeier noch weitere beruflich veranlasste Zusammenkünfte an denen ich nicht teilnehmen muss. Erst dann wird es gaanz ruhig und ich kann endlich arbeiten.

…und ich arbeite bis 15 Minuten vor der Abendveranstaltung konzentriert…also so konzentriert wie möglich.

Wie bereits geschrieben fühlte ich mich nicht fit. Wäre nicht gleichzeitig mit der Weihnachtsfeier die Verabschiedung eines unser Geschäftsführer verknüpft ,hätte ich mich auch direkt nach Hause begeben…direkt ins Bett.

So fing um 18 Uhr die Feier an…und es war auch wirklich schön gemacht….Zuerst gab es eine Ansprache  des GF Nr.2 zur Verabschiedung des GF Nr.1…dann gab es den Dank des GF Nr.1 und dann waren die ersten 20 Minuten auch schon überstanden…lach… nein so schlimm war es nicht….aber man merkt auch unserer Nr. 1 und 2 an das sie solche Reden nicht mögen, der Eine kann es lockerer und freier rüber bringen, als der Andere….aber es war gut gemacht…

Dann gab es schon ein tolles Essen….mit leckerem Wein.  Ich wusste schon im Voraus, das ich nicht mehr als 1-2 Gläser Wein trinken werde….ich behalte gerne die Kontrolle.

Wir hatten in diesem Jahr wieder freie Tischwahl…..Jahrelang wurden die Tische immer per Los zugeteilt, so das ich auch schon mit Kollegen zusammen gesessen habe mit denen ich keine verbalen Berührungspunkte habe….also auch hier dieses Mal alles in Ordnung.  Mit den Kollegen am Tisch hatte ich es gut getroffen und es gab nur einen unangenehmen Punkt an diesem Abend…ich musste zu einem der Tische und die Kollegen dort begrüßen…also Augen zu und durch…Erledigt…

Der nächste Programmpunkt nach dem Hauptgang und vor dem Nachtisch war ein Zauberer….ohhhhhh Schreck…und ich saß ziemlich weit vorne…Gaaaaanz gefährlich…aber zum Glück bekamen Andere die Aufforderung auf die „Bühne“ zu kommen und ich konnte mitlachen….

Puhh….also fast geschafft…Jetzt war es fast 20.30 Uhr und ich wollte heim….

Es gibt so ein paar ungeschriebene Gesetze für Weihnachtsfeiern, die kennt fast jeder Arbeitnehmer: Nicht zu viel Alkohol, Frauen sollen sich nicht zu aufreizend anziehen, Niemals als Letzter gehen und auch nicht als Erster gehen.

Nun gut ….darauf konnte ich dieses Mal keine Rücksicht nehmen und war die Erste….als die Meisten nach der Zaubershow im Nebenraum waren um den Nachtisch auszusuchen, hab ich mich von meinen Mädels verabschiedet und bin gegangen…ein paar komische Blicke hab ich zwar geerntet, aber mehr nicht.

Soooo auch hin diesem Jahr hab ich die Weihnachtsfeier überlebt…. Ich bin froh das ich hin gegangen bin….meine Chefin war eh etwas angefressen als ich im Vorfeld gesagt habe das ich nicht lange bleiben werde….aber immerhin ich WAR da. An den später folgenden Verbrüderungen mus ich mich nicht beteiligen…die Letzten sind wohl bis 3.30 Uhr geblieben.

Es ist immer das Gefühl auf der einen Seite dazu gehören zu wollen, aber auf der anderen Seite Ich selbst  bleiben  zu wollen und mich nicht in blöde Situationen zu begeben. Ich bleibe lieber etwas aussen vor…und ich glaube niemand erwartet nach all den Jahren wirklich das ich mich anders verhalte.

Einer von 3 Musketieren geht heim…

Nun haben wir also meinen lieben Kollegen in die Rente verabschiedet, d.h. die offizielle Verabschiedung hat statt gefunden….Morgen kommt er noch einmal um seinen Schreibtisch zu räumen und um sich persönlich zu verabschieden.

Seit Jahren ist er einer der Wenigen mit denen ich einen engen Kontakt pflege, auch wenn ich seit einiger Zeit feststellen musste, dass sich alles nur noch um die nicht erhaltene Anerkennung seiner Chefin drehte. Es wurde langsam schwierig in der privaten Kommunikation. Ich hab mich deshalb schon etwas zurückgezogen.

Und ich konnte  in den letzten Wochen meinen eigenen Frust  z.B. über seine direkten Kollegen nicht mehr loswerden….er hat das schon nicht mehr hören wollen….das kann ich zwar gut verstehen, hat mich aber doch etwas getroffen.

Nun gut dann stehe ich eben schon jetzt alleine da…. JETZT sowieso… Der Nachfolger meines Kollegen ist zwar nett, aber seine Art harmoniert nicht so ganz mit Meiner….es gibt nur noch Einen der zu unserem Dreier-Bund dazu gehört…und der ist eben räumlich weiter weg.

Der 3. Musketier in unserer Gruppe war auch bei der Verabschiedung und ich hab mich gefreut, dass er aus NRW  extra zur Verabschiedung des Kollegen gekommen ist….und er hat noch zwei Kolleginnen mit gebracht.

Eine davon liegt mir besonders am Herzen. Obwohl wir uns bisher in den letzten Jahren nur ganz selten gesehen haben  und auch mehr unregelmäßig (nur bei entsprechenden Projekten) telefonischen Kontakt hatten, sind wir uns trotzdem sehr nahe…Von Anfang an, war es ihre unkomplizierte Art die es mir leicht machte, sie in mein Herz zu schließen.

Die offizielle Verabschiedung verlief echt so  reibungslos, das einem schlecht werden konnte (Entschuldigung). Seine Chefin las die Rede wie engagiert und lustig er war und wie sehr sie ihn schätzt, vom Blatt ab…wenn auch nur die Hälfte von dem Vorgelesen stimmt, dann waren unsere Unterhaltungen in den letzten Jahren scheinbar am Thema vorbei…GRINS….Der so hoch Gelobte hat sich dann brav bedankt und nur eine ganz kurze Ansprache gehalten.

Ich werde ihn echt als kompetenten und engagierten Kollegen vermissen….und ich gönne ihm noch viele unbeschwerte Jahre….

Weihnachtsmarkt – Teil II 1/2

Das Beste war gestern auf dem Weg auf die Frankfurter Zeil.

Wir hatten das Auto bereits abgestellt und beim Schlendern durch den Anlagenring kamen wir an der Rückseite eines Hotels vorbei und man konnte über einen normalen Weg (kein gesperrter Privatweg) dort hin gehen und auf der anderen Seite dann weiter den Weg in Richtung Fußgängerzone nehmen. Also kein abgesperrter Berich…

…und dort war im Hof ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut…bestimmt 6 Buden, ein paar Stehtische, Weihnachtsmusik, einige Leute mit Essen und Trinken, es wirkte so klein, gemütlich und friedlich …wir entschieden uns HIER eeinen Glühwein zu trinken …ich also an den Stand: 2 Glühwein bitte und zückte dann einen Geldschien…

Die 3 jungen Leute an dem Stand waren sehr freundlich und meinten, da hätten wir uns wohl auf einen privaten Weihnachtsmarkt gemogelt….aber den Glühwein würden wir trotzdem bekommen, denn das würde jetzt hier nicht auffallen …und schwuups standen die 2 Gläser vor uns….ohne Bezahlung.

Wir haben uns freudig und freundich bedankt, uns an einen der Tische gestellt und den Glühwein genossen.

Irgendwie hat dieser Glühwein so viel  besser geschmeckt als so manch anderer, obwohl er es  wahrscheinlich gar nicht war… aber es war diese besondere Zutat: Menschliche Freundlichkeit und ein unverhofftes Geschenk… und sehr wertvoll.

 

Weihnachtsmarkt – Teil II

Der zweite Versuch einen Weihnachtsmarkt zu besuchen fand dann am nächsten Wochenende bei uns im Ort statt. Ein über die Grenzen des Ortes hinaus für seine Gemütlichkeit bekannter Weihnachtsmarkt….wir waren Samstagabend dort und ich fand es toll….

jaaaa bis ich mich in einer sehr engen Gasse nahe einer Panik befand…..es war einfach zu voll…und da verliert sich die Gemütlichkeit ganz schnell…außer den Menschen und den Ständen mit Würstchen und Glühwein konnte ich keinen Einzigen der Stände wirklich betrachten….Es schien als ob es mehr Touristen als Einheimische gab…und das ist schon erstaunlich….denn wir sind nicht in Frankfurt.

Der Glühwein war zwar für einen guten Zweck…man konnte soviel bezahlen, wie es einem Wert war…solche Aktionen finde ich klasse, aber um wirklich gut zu schmecken  hatte der Glühwein aber eindeutig zuviel Gewürzte oder zu wenig Wein für die Menge an Gewürzen…je nachdem wie man e betrachtet.

Das Würstchen war lecker und auf den Crepe als Nachtisch musste man seeehr lange warten.Die Crepe-Macher schienen das noch nie gemacht zu haben…lach…und dementsprechend unsicher und langsam wurde hantiert…aber der Crepe war lecker…naja…also mit Zimt und Zucker kann man ja eh nicht viel falsch machen ….

Und dann der lange Spaziergang den wir durch unseren Ort gemacht haben, war wirklich schön…ich liebe  die Kälte und die Dunkelheit und dann all die liebevoll gestalteten Lichter und Deko…es liegt schon eine gewisse Ruhe über allem….es war ein gelungener Abend….

Weihnachtsmarkt – Teil I

Zu den angenehmen Dingen in dieser Zeit gehören die Weihnachtsmärke.

Auch wenn ich den Frankfurter Weihnachtsmarkt bisher nur einmal mit meinem Schatz besucht habe, gab es das schöne Ritual: Zuerst ein Würstchen/Schweinesteak und dann 1-3 Feuerzangenbowlen.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist schön…und groß….aber bisher habe ich nur diese notwendigen Dinge „erledigt“…und schon kurz nach der 2. Feuerzangenbowle hab es mal wieder Unstimmigkeiten über ….jaaaa…..hmmm….über: Warum Menschen tatsächlich mit einem Kamerastativ über den Weihnachtsmarkt laufen…ist das nun Show und Wichtigtuerei oder einfach nur ernstgenommenes Hobby.

Darüber kann man streiten? Ohhh ja  – das kann man….und man kann sogar darüber streiten warum es zu diesem Streit kam – jawohl…..und das taten wir dann auch. Während mein Schatz der Meinung war,  der Alkohol hätte mich „mal wieder“ streitfähig gemacht, war ich der Meinung seine übertrieben gehässigen Meinungen über andere Menschen und fehlende Toleranz führten dazu….brachte uns um einen schönen Abschluss für diesen Abend.