Regeln – hoppla-di-hopp

Nachdem es nun jeden Tag neue Hiobsbotschaften für die Umstrukturierung  gibt und alle auf ihre Effekte überprüft werden, merke ich mehr und mehr wie absurd das Ganze wird.

Mal abgesehen davon, dass diese Ideen alle NICHT kurzfristig umgesetzt werden können, stellen sie auch so manche unserer Firmenspielregeln auf den Kopf. Und das was gestern noch als absolut unmöglich galt, nicht mal ausgesprochen werden durfte, wird heute mit einer Leichtigkeit vom Tisch gewischt.

Mein Einwand,  diese Vorgehensweise war bisher absolut nicht gewünscht, hat meine Chefin mit dem Hinweis vom Tisch gewischt: Was soll ich denn machen?

Ja – keine Ahnung, das zu beantworten ist nicht meine Aufgabe….wie schon unsere Wirtschaftsprüferin sagte: Das ist eine andere Liga. Eben – und in dieser Liga spiele ich nicht mit, aber wenigstens der Hinweis, dass es nicht mit unseren bisherigen Gepflogenheiten einher geht, muss doch erlaubt sein.

Aber Regeln können verändert werden…aber warum alles hoppla-di-hopp sein muss, warum alles so unter Zeitdruck geschehen muss, verstehe ich nicht…na zum Teil kann ich es mir denken….ich glaube zu Wissen das da Jemand in den letzten Jahren etwas verschlafen hat, eine Änderung in einem Gesetz… Und nun wird in aller Schnelle eine Lösung gesucht….egal wie und schon ist alles erlaubt? Naja….

Bin ich froh, dass es nicht in meinem Bereich liegt….DAS habe ich ja immer noch vor mir….unsere aktuelle Steuerprüfung dauert inzwischen schon fast 4 Jahre…lach…also nicht das in dieser Zeit so unglaublich viel passiert wäre, aber sie ist halt in „Durchführung“….Niemand kann mir sagen, wie und wann es weiter geht und wie lange das eigentlich dauern darf…Es ist ja nicht so, als ob nicht noch genügend weitere Jahren zum Prüfen anstehen würden….

Und Zeit für eine intensive Prüfung hab ich eh nicht…. Also beschwere ich mich auch nicht.

Aber ich fühle mich unwohl damit…

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Der Traum – Versöhnung

4 Monate ist mein Vater nun schon tot und ich frage mich immer noch, ob das mit dem Trauern noch kommt.

Ich glaube es nicht mehr. Wahrscheinlich war das Beschäftigen mit dem Nachlass Trauer genug.

Und mein Leben geht weiter wie bisher…also fast…der Nachlass ist jetzt fast abschließend geregelt…bis Ende des Monats kann ich das Bankkonto auflösen, dann sollten alle Rechnungen beglichen sein und ich kann die Endabrechnung vornehmen. Es ist alles vorbereitet. Ich warte nur noch auf die letzte Bestätigung der Krankenkasse und der Beihilfe….

Vorgestern hab ich von ihm geträumt…nur ganz kurz. Er war im Traum jünger als ich heute …und ich so alt wie ich heute bin…ich bin auf ihn zugegangen und hab ihn umarmt…dabei fühlte ich mich wieder wie ein kleines Kind und die Umarmung vermittelte mir ein Gefühl der Geborgenheit.

Und das war es schon mit dem Traum…der Traum versöhnt mich… Versöhnen – irgendwie hört es sich komisch an …so altmodisch und so selten gebraucht, ungewohnt. Dabei ist es ein gutes Wort, weil es für mich  bedeutet, ich schließe langsam Frieden mit meinem Vater und unserer Vergangenheit und damit auch mit mir…und das ganz ohne Worte…nur mit einer Umarmung im Traum.

Durch die Arbeitsbelastung bin ich gerade etwas dünnhäutig…und heute nach einem schriftlichen Schlagabtausch mit  2 Kollegen aus anderen Gesellschaften, hab ich die Bestätigung bekommen, das „mein Unmut“ in diesem Fall verstanden wird….und genau da saß ich an meinem Computer und hab einfach geweint…ein paar Minuten lang…ich hab einfach da gesessen und hab still vor mich hin geschluchzt….

Das Jahr 2018 ist echter Mist

Was ist das eigentlich für ein Jahr? Nach fast 7 Monaten im Jahr 2018 bin ich dafür, mich auszuklinken und erst im Jahr 2019 wieder hervorzukriechen.

Es ist nicht zu fassen….aber ich bin am Anschlag angekommen..

Anfang des Jahres das übliche Übel des  frühen Jahresabschlusses…kaum war das überstanden ist mein Vater gestorben und gleichzeitig auch noch mein Quasischwiegervater….Gleichzeitig sind im Job aus dem geplanten einem  Großprojekt, 3 Großprojekte geworden und  gleichzeitig musste dafür auch noch sehr schnell und kurzfristig eine neue Gesellschaft aus dem Boden gestampft werden…und das wo ich durch den Nachlass meines Vaters nur wenig Überstunden machen konnte…Die ganze Zeit schwang noch ein paar Monate eine Arbeitsplatzverlagerung  über uns…und als ich  Juni 2 Wochen Urlaub hatte, hat es gerade mal gereicht mich körperlich wieder etwas zu erholen.

Nur seelisch war ich überhaupt nicht erholt und kurz vor Ende unseres Urlaubs hab ich Zuhause gesessen und mich um meine Bewerbungsunterlagen gekümmert…ich hatte beschlossen: so geht es nicht weiter.

Am 1. Tag nach meinem Urlaub hat meine Chefin mich gefragt wie es mir geht und es brach alles aus mir heraus….wenn sich nichts ändert, dann bin ich bald weg….und auf einmal geht es …ich hab die Genehmigung eine weitere Vollzeitstelle zu schaffen und zu besetzen…bereits einen Tag später fingen wir an zu suchen. Dazu immer wieder neue  komplizierte  Verträge, Sachen die wir noch nie hatten,  Arbeitsabläufe werden zwischen den Gesellschaften verschoben….ganze Abteilungen müssen jetzt anders arbeiten, dann der fast zur Normalität gewordene Wahnsinn bei Reihen-und Dreiecksgeschäften mit dem Ausland  die richtigen steuerlichen Konsequenzen aufzuzeigen.

Dann kam die Nachricht – HURRA die Arbeitsplatzverlagerung ist Geschichte….aber noch sind wir nicht ganz raus….und  in letzten Woche ist klar geworden, der Konzern wird umstrukturiert….wir bleiben erhalten – ABER wir werden in einen neuen Konzernteil verschoben…mit jede Menger Konsequenzen…wir müssen  vieles in den Strukturen ändern…und dazu auch noch einen vorgezogen Jahresabschluss per 31.08. machen…die Nachricht bekam ich von meiner Chefin persönlich…so zwischen 2 Bewerbungsgesprächen die ich gerade mit potentiellen neuen Kollegen führe.

Ach ja und im August muss ich 3 Wochen Urlaubsvertretung für eine Kollegin machen, immerhin ist Sommer …da bleibt schon keine Zeit um überhaupt meine normale Arbeit zu bewältigen…

Ich drehe bald durch….Es ist Sommer – und das Leben geht fast an mir vorbei

Und Tschüss Facebook

So – jetzt hab ich mich endgültig entschlossen meinen Facebook-Account zu löschen…einen besonderen Anlass gibt es eigentlich nicht…aber ich finde die Zeit ist jetzt reif dafür.
Aber Facebook macht es einem nicht so leicht.
Wenn Du Deinen Account aufrufst kannst Du dein Konto zwar deaktivieren…aber das gilt nur vorübergehend und wird mit jedem Login sofort wieder aktiviert. Eine dauerhafte Löschung ist hierüber nicht möglich.
Dafür gibt es im Internet (z.B. über Chip) einen Link. Mit diesem Link „beantragst“ Du bei Facebook die Löschung deines Accounts. Dein Konto wird dann erst einmal deaktiviert und nach 14 Tagen erst gelöscht. Solltest Du Dich also innerhalb dieser Frist wieder auf Facebook anmelden, ist die Löschung wieder aufgehoben und Du kannst von vorne anfangen.
Also: bei mir war die Zeit jetzt reif dafür. Ich habe in den letzten 3 Jahren kaum bis gar keine Kommunikation über diese Plattform getätigt und es auch nicht vermisst….lach…. Also weg damit.
Wieder ein Stück mehr Freiheit…wieder etwas weniger um das ich mich kümmern muss…und weiter entziehe ich mich der Social Media Präsenz unserer Zeit.

vergoldete Münzen = Geld-Vernichtung

Mein Vater wurde im 2.Weltkrieg geboren, 1940….die Familie wurde 1945 vertrieben, musste hungern und sie schlugen sich so durch. Sein Vater war später Mitarbeiter der Bahn…und die Familie lebte in Hamburg in einer der Bahner-Siedlungen. Einfache Leute. Mein Vater wurde Tischler, Matrose und später Beamter….

Und immer war der Wunsch da,  das es uns gut geht….das wir für später sparen und mein Vater sparte lieber in Sachwerten, als in Geld…also das typische sammeln von Briefmarken, das „Gute Porzellan“ mit Goldrand und das Besteck mit Goldauflage.

Aus heutiger Sicht muss ich darüber lächeln, aber für die damalige Zeit schien es so richtig zu sein. Inzwischen ist uns klar das Porzellan und Besteck nur dann einen Wert haben, wenn es die richtige Marke ist z.B. Hutschenreuther  oder Meißner-Porzellan und dazu noch aus bestimmten Jahrgängen stammt…dann kann es richtig wertvoll sein.

Nun inzwischen sind auch die Märkte für Briefmarken komplett eingebrochen, außer für ganz seltene Marken und auch die Münzsammler haben nur noch einen kleinen Markt.  Aus ehemals fast 2 Millionen Münzsammlern sind lt. Aussage einer Bank nur noch ca. 150.000 Sammler übrig geblieben, während die angebotenen Münzen jedoch weiterhin in riesigen Mengen angeboten werden. Ähnlich sieht es wohl bei den Briefmarkensammlern aus. Der Effekt: Das Meiste an Briefmarken und Münzen hat nur noch Ramsch-Wert.

und nicht nur das die Münzen inflationär angeboten werden, sie sind auch oft hoffnungslos überteuert. Gerade die MDM Münzhandelsgesellschaft wird immer wieder genannt und genau bei diesem Münzhändler hat meine Vater im Abo Münzen erworben…..viele Münzen….Sondermünzen, Gedenkmünzen, wie Kursmünzen aussehende Münzen (mit aufgedrucktem Münzwert), Münzen…Münzen..Münzen…immer mit Hochglanzbroschüren und Echtheitszertifikaten und immer mit dem Anschein wertvolle Gold- und Silbermünzen zu sein.

Mein Vater war wirklich der Meinung hier sein gutes Geld in gute Werte anzulegen, so dass die Werte erhalten bleiben und es sogar ordentliche Wertzuwächse gibt.

Inzwischen ist klar, diese Münzen sind im Handel nichts wert. MDM kauft die Münzen nicht zurück …. Münzhändler nehmen die Münzen nur selten an und auch die Degussa nimmt die Münzen nicht einmal an, um den Metallwert heraus zu schmelzen….zu gering ist der Silber- oder Goldanteil….Es handelt sich bei diesen Münzen um reine Geld-Vernichtung.

Nicht dass es verboten ist, überteuerte Münzen  zu verkaufen….wenn man einen Dummen findet der es zu diesem Preis kauft….Glück für den Verkäufer…und Dumme  und Gutgläubige gibt es scheinbar genug, wie auch die zahlreichen Kommentare zu diesem Thema im Internet vermuten lassen.

Aber ich finde es äußerst bedenklich das gerade gutgläubige ältere Menschen hier mittels Abos, irritierend verschleiernden Informationen, fehlender Transparenz über Wert und Beschaffenheit der Münzen und aggressiven Werbens aufgefordert werden diese Münzen zu kaufen… Ja wir sind mündige Bürger….trotzdem finde ich diese Vorgehensweise nicht richtig…

Und jetzt kommt noch der Knaller: Offizielle Kursmünzen….also z.B. 10EUR Münzen oder 2DM Münzen sind eigentlich ganz normale Zahlungsmittel. ABER sobald  diese Münzen „vergoldet“ oder „versilbert“ werden, werden diese Münzen nicht automatisch wertvoller…sondern werden automatisch entwertet…d.h. sie sind kein offizielles Zahlungsmittel mehr und auch die Deutsche Bundesbank nimmt diese Münzen nicht mehr zurück…d.h. aus 10EUR +Vergoldung bleibt ein Wert von = 0,00 EUR. Außer man findet einen Liebhaber für genau diese Münzen….von Wegen Werterhaltung / Wertsteigerung….es ist einfach eine Geldvernichtung.

An dieser Stelle bin ich froh, das mein Vater das nicht mehr mit bekommt…

 

 

Ein „Engel“ in der Müllnot

Klingt kitschig – trifft es aber  ganz gut – lach.

Nach dem Termin mit dem Sozialkaufhaus war ich zwar froh, dass wir die die Küche und die Groß-Elektrogeräte verschenken konnten…aber vom Wohnzimmer wollten die gar nichts haben. Zu Alt-Deutsch um heute noch Abnehmer zu finden…zu wuchtig für kleine Wohnungen.  Ich war wieder mutlos…zumal mir der nette Mann auch gesagt hat, das der bestellte  10qbm Container viel zu klein wäre, für die restlichen Möbel…und der hatte noch nicht einmal das Schlafzimmer gesehen.

Nun gut…das Problem lösen wir dann Morgen. Erst einmal musste ich meinen Schatz vom Bahnhof abholen.

Ich war bereits Donnerstagabend (am Vatertag) alleine  los gefahren, weil ich ja am Freitagmorgen bereits den Termin mit einem Fahrzeug-Aufbereiter hatte und dann später den Termin mit dem Sozialkaufhaus…ach und weil ich gerade dabei war hab ich auch noch einen Termin mit der Krankenkasse und der Bank.   Mein Schatz ist am Freitag mit dem ICE nachgekommen und ich hab ihn in Dortmund vom Hauptbahnhof abgeholt. Das war dann noch mal 3/4 Std. Autofahrt bis nach Dortmund  und dann noch einmal zurück in die Kleinstadt.

Ich war nicht gut drauf….und auch die Autofahrt in Dortmund hat nicht zur Entspannung beigetragen…ich hatte HUNGER….wir machen das nicht oft, sind dann aber beim KFC eingekehrt…danach ging es mir besser…lach….FastFood essen wir fast gar nicht mehr – aber so ab und an muss es einfach sein.

Samstagmorgen im Hotel – mein Schatz stand gerade unter der Dusche – hab ich mich kurzerhand bei Ebay-Kleinanzeigen angemeldet und als Erstes die  Couch eingestellt: zu verschenken an Selbstabholer – mit dem Hinweis, dass wir noch weitere Möbel und Anderes aus einer Haushaltsauflösung abzugeben hätten. Keine 2 Minuten später bekam ich einen Anruf …..ein Mann aus Oberhausen fragte ob er die Couch haben könnte und was wir sonst noch so hätten. Hab die Möbel kurz beschrieben und er meinte er käme aus Oberhausen  und bräuchte 1,5 Stunden – ob wir ihm die Möbel solange zusichern könnten….Na klar – wenn er auch wirklich kommt… JA – er käme dann direkt mit einem Transporter…wir haben uns auf 11 Uhr geeinigt.

Ich wagte kaum zu hoffen, das jetzt tatsächlich alles ins Rollen kommen könnte – aber er kam tatsächlich. Ein netter kleiner redseliger Mann aus Kroatiern….er kam alleine mit Transporter und hat tatsächlich Couch, Tisch, Sideboard, Lampen, Bilder, Dekokram und Haushaltsartikel mit genommen….er meint er bringt alles nach Kroatien. Soll mir ja Recht sein, wenn er damit noch Geschäfte macht – Hauptsache ich bin  es los. Nur den alten Wohnzimmerschrank wollte auch er nicht…schade auch.

Beim Verladen der Möbel hat mein Schatz mit  geholfen, alleine wäre es nicht gegangen…dabei sind tatsächlich noch einige Gedenk-Münzen im Stauraum der Couch aufgetaucht, die mein Vater dort deponiert hatte…die hatte ich vorher gar nicht bemerkt.

Als wir uns mit dem Kroaten unterhalten haben, meinte er – ja den Rest müssten wir dann wohl entsorgen…Ja – der Container ist schon bestellt. Der ist bestimmt teuer – oder? JA – fast 500 EUR. Da meinte dieser geschäftstüchtige Mann: also für den Preis würde er uns die Wohnung komplett entrümpeln und die Dinge entsorgen….Meinte er das ernst? Ja- also nach einem kurzen Blick auf die Mengen im Schlafzimmer und im Keller haben wir uns auf einen Preis geeinigt und darauf das er eine Woche später mit 2 weiteren Kollegen kommt und  die Wohnung leer räumt…besiegelt mit Handschlag.

Wir waren euphorisiert….Die Küche wird nächste Woche abgeholt / Das Wohnzimmer ist fast leer /die restlichen Möbel, Müll und Einrichtungsgegenstände werden auch in der nächsten Woche abgeholt…wie geil ist das denn… Mit einem Mal ging es in riesigen Schritten vorwärts.

Den Container hab ich kurzerhand wieder abbestellt…na hoffentlich kommt der Typ auch tatsächlich sonst haben wir weder einen Entrümpler – noch einen Container um selber zu entrümpeln, wenn meine Schwester da ist.

Auf einmal hatte ich den Eindruck: jetzt wird alles gut.

 

 

 

 

Lieber verschenken – als verschrotten

Nachdem klar war das die Stadt für jedes Sperrmüll-Möbelstück  Geld verlangt und auch für weitere Müllannahmen Geld möchte,  wurde ich langsam mutlos. Zuerst war ich einmal sauer….also in Hessen kann ich 2x im Jahr kostenlos Sperrmüll anmelden und abholen lassen….und es gibt jede Menge Sondertermine für alles Mögliche.

Bei derartig vielen schweren und wuchtigen Möbeln haben wir kurz durch gerechnet: DAS wird teuer….also haben wir einen Container bestellt….aber es ging ja nicht um nur um Möbel, sondern um eine komplette Haushaltsauflösung mit viel Müll und noch mehr nicht mehr zu benutzenden Dingen des Alltags.

Ich hab mich quasi mehr als 4 Wochen mit dem Thema beschäftigt, WAS gehört in WELCHE Art von Container…die telefonischen Beratungsmöglichkeiten der Container-Mieterservices  trugen leider auch nicht zur Klärung meiner Fragen bei:

Bei einem hieß es ein Metall-Regal aus dem Keller darf nicht mit in den Sperrmüll-Container, bei einem Anbieter war das kein Problem….Kleiderbügel sollten einmal mit in den Hausmüll….oder aber in den Sperrmüllcontainer – aber nur die Holzbügel, beim Nächsten sollte es dann doch besser der Baumischabfall-Container sein….Nur in einem waren sich alle einig: KEINE Lebensmittel!!!

Der Rat: Jedes Glas/jede Dose öffnen den verdorbenen Inhalt entsorgen und dann  in den Glascontainer bzw. den Gelben Sack. AHA !!!  -NEIN-das war nicht praktikabel….den gleichen Rat hab ich übrigens auch für die Medikamente erhalten: Jede Tablette aus dem Blister holen und in die Restmülltonne,  den Blister in den Gelben Sack, die Umverpackung in die Papiertonne….bei den Mengen von denen ich hier rede, hätte ich Jahre gebraucht um auf diese Art die Wohnung leer zu bekommen. Warum gibt es die Annahmestellen in den Apotheken eigentlich nicht mehr?

Und warum verpflichtet mich Deutschland noch nicht abgelaufene Medikamente zu entsorgen, anstatt diese einer Hilfsorganisation zu spenden? Es scheint in Deutschland schlichtweg verboten zu  sein Medikamente zu spenden—–DAS nenne ich mal echte Verschwendung.

Also bin ich so vorgegangen:

1.      Alle noch nicht abgelaufenen Lebensmittel hab ich der Tafel gespendet. Die haben sich gefreut

2.      Alle abgelaufenen Lebensmittel hab ich in der Restmülltonne entsorgt (das heißt ich habe wochenlang bei meinem Vater  Woche um Woche kleinere  Mülltüten in die kleine Tonne getan und die wesentlich größeren Mengen bei mir zuhause  nach und nach in die großen Restmüllcontainer gebracht…wir sind eine Wohnanlage mit großen Müllcontainern.

3.      Alle Medikamente hab ich ebenfalls in der Restmülltonne entsorgt (egal ob abgelaufen oder noch verwendbar…da hat mir das Herz schon geblutet)

4.      Alles was als Umverpackung anzusehen war, haben wir in die gelben Säcke verpackt und auch wochenlang  im Schlafzimmer gelagert, bis wir diese nach und nach entsorgen konnten.

5.      Jede Form von Papier haben wir in Säcken und Kisten gesammelt und haben diese nach und nach zum Wertstoffhoff gebracht und dort in der Papierpresse entsorgt…einschließlich aller nicht verkauften/ verschenkten Bücher

6.      Alle leeren Gläser haben wir in die Glascontainer gebracht und alle Pfandflaschen zum Supermarkt

7.      Und dann mein Lieblingscontainer:  „Kleinelektro und Metall“  So einen Container kannte ich bisher nicht…den gibt es bei uns nicht…..hier konnte man alle Kleinelektrogeräte, Kabel, jede Form von Metall – egal ob Werkzeuge oder Töpfe und Pfannen entsorgen….hahaha….ja den Container haben wir oft benutzt.

Aber immer noch blieb das Problem der Möbel,  Groß-Elektrogeräte, Haushaltsgegenstände und vor allem die Küchenmöbel, Bilder, die Deko usw. …WOHIN damit.

Ich hab mich dann letztlich für einen Baumischcontainer entschieden, da hier auch Mineralstoffe mit entsorgt werden durften….also auch Porzellan J

Aber die Idee mit dem Sozialkaufhaus hatte sich bei mir schon festgesetzt, lieber verschenken als entsorgen….aber bevor die tatsächlich gebrauchte Möbel annehmen, müssen diese echt in gutem Zustand sein…also hab ich die Möbel, Groß-Elektrogeräte usw. geschrubbt und gewienert….Stundenlang / tagelang….

Der Vorteil wenn Dinge nie geputzt wurden – Dreck und Schmier bilden eine Schutzschicht und sind nach dem Reinigen fast wie neu ….lach…und genau das war der Vorteil….Als dann endlich das Sozialkaufhaus zur Besichtigung kam, waren die von dem guten Zustand der Möbel und Geräte überrascht….Gekommen sind die auch nur, weil ich vorab Bilder gemacht und per Mail geschickt hatte….und tatsächlich die kompletten Küchenmöbel, incl. Aller Großgeräte und auch der Waschmaschine und des Gefrierschranks wollten die uns abnehmen. Dazu extra von mir vorbereitete Vasen/Plastikdosen/ Geschirr und ein paar Dekoteile und ein paar Lampen (Anekdote: ich dachte immer die Wohnzimmerlampe sei aus Messing….nach der Putzaktion war es jedoch einfach nur blankes Metall….durch den Nikotinschleier hab ich es nie bemerkt).

…hätten aber erst in 1 Monat Zeit…..DAS war ein Schock und ich hab klar gesagt, sorry das geht nicht…die Wohnung muss jetzt kurzfristig leer werden….Und der Mitarbeiter, so ein kleiner alter Kautz….war total nett und hat es in der Verwaltung durch gesetzt, das wir „dazwischen geschoben“ werden….prima die Küche war damit schon einmal gerettet…. trotzdem war ich deprimiert….wie soll das nur weiter gehen?