Weitere Entscheidungen stehen an

Heute Nacht ab 4 Uhr morgens  hab ich mich nun dem nächsten Entscheidungsblock gewidmet. Nicht, das ich das so geplant hatte. Nein – eigentlich wollte ich nur ausschlafen. Aber die Gedanken ließen sich nicht stoppen.

Fragenkatalog:

1.      Bleib ich bei meinem jetzigen Job?

2.      Wenn ja – was muss sich ändern?

3.      Wenn nein- was für eine Art Job möchte ich dann machen (in meinem Beruf gibt es verschiede Ausprägungen)?

4.      Und wo soll der Job dann sein? In welcher Stadt / In welchem Bundesland?

5.      Und wo möchte ich dann leben? In einer Stadt / Auf dem Land?

6.      Und wieviel Geld müsste ich verdienen, damit ich zufrieden bin?

Um 7 Uhr bin ich dann aufgestanden und hab den Computer angeworfen….hab mal die einschlägigen Job-Portale durch geschaut und mich mit dem Jobangebot in den von mir bevorzugten Regionen vertraut gemacht.

Damit hab ich gerechnet – so ein Wechsel, wie in meinem Fall, ist mit Einbußen beim Einkommen verbunden…hier im Rhein-Main-Gebiet sind die Gehälter um mindestens 1/3 höher als im Rest der Republik…dazu schlägt auch meine langjährige Firmen-Zugehörigkeit auf meinen Lohnzettel durch. Okay – aber dazu sind vor allem die Mieten hier auch echt happig.

Bevor ich aber das Thema Jobwechsel weiter verfolge muss ich noch etwas  Elementares klären…WANN kann ich eigentlich einen neuen Job antreten. Also her mit meinem Anstellungsvertrag und  siehe da – gar nicht so leicht zu durchschauen, da haben die ja einen schönen Mischmasch zwischen vertraglicher und gesetzlicher Kündigungsfrist gemacht.

Da ich das von mir errechnete Ergebnis von 5 Monaten Kündigungsfrist (ausgehend vom 30.04.) nicht so recht glauben wollte, hab ich mir  Hilfe bei einer Online-Rechtsberatung geholt…und siehe das der Anwalt für Arbeitsrecht hat mir auch schon geantwortet….5 Monate sind richtig. Nun gut –soweit war ich ja auch schon gekommen – aber jetzt hab ich es immerhin bestätigt bekommen und hab eine schriftliche Begründung…diese Sicherheit ist für mich gut investiertes Geld.

Bei einer Kündigungsfrist von aktuell 5 Monaten stellt sich die Frage nach der Reihenfolge der nun zu entscheidenden Handlungen nicht mehr wirklich. Ich muss erst meinen jetzigen Job kündigen, um dann einen neuen Job zu suchen.

Also die alles entscheidende Frage ist und bleibt: Kündige ich jetzt zum 30.04. bei meinem jetzigen Arbeitgeber?  Momentan wäre das die richtige Entscheidung für meine körperliche Gesundheit und mein Seelenleben)….aber ich werde es erst nach meinem Urlaub entscheiden.  Da ich unmmittelbar nach Ostern Geburtstag habe, werde ich für ein paar Tage mit dem Auto weg fahren…hab heute schon beim ADAC entsprechende Reisevorbereitungen getroffen…nur noch ein paar Tage arbeiten…dann ist endlich Ostern.

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zu früh gefreut

Gestern war ich rundum zufrieden. Mit mir selbst, dem Wetter, einem wichtigen Meeting und mit dem Stand meiner Arbeit…aber so in der hintersten Ecke meines Kopfes hämmerte ein kleiner Vogel: zu früh….zu früh…das ging zu einfach…zu früh…zu früh…

Trotzdem war gestern der Tag wo ich innerlich aufatmen konnte…JETZT ist es fast geschafft…noch ein paar Kleinigkeiten und dann ist der Stress vorbei…diesen kleinen Vogel in meinem Kopf hab ich Beiseite geschoben.

Und was soll ich sagen –genau so war es: Zu früh gefreut – wäre ja auch zu einfach gewesen.

Erst einmal lief es heute eh schon nicht gut….alles war irgendwie zäh: Ich war müde, meine Chefin genervt, der Computer langsam und der Wille zu Arbeiten hat sich versteckt…

Und so hat es mich heute echt auf dem falschen Fuß erwischt als klar wurde das es einen „subsequent event“ gibt, der meinen gerade fertigen Abschluss in Frage stellt und das unmittelbar, also wirklich nur ein paar  Minuten nachdem ich die gerade ALLES fertig hatte. Da möchte mich doch jemand veräppeln.

Ich war nicht mehr gewillt das heute noch näher zu diskutieren oder in irgendeiner Form darauf zu reagieren und hab beschlossen – ich mache heute mal regulär Feierabend. Dieser Kram da, ist Morgen auch noch da – nur ich bin dann hoffentlich wieder aus geschlafen , der Computer läuft schneller und meinen Willen zu Arbeiten hab ich dann wieder gefunden.

Stiller Alarm

Und das mit der IT war nicht das Einzige Malheur  – am Wochenende hab ich in der Firma den Stillen Alarm ausgelöst…. Also langsam wird es Zeit das ich Urlaub bekomme.

Normalerweise mache ich keine externe Pause wenn ich am Wochenende arbeite…aber Samstag wollte ich mir etwas zu Essen besorgen….leider hab ich vergessen das außerhalb der normalen Arbeitszeiten besondere Sicherheitsregeln gelten.

Hmmm….ich hab eine Tür geöffnet und schwuuups war ich draußen. DANACH erst kam der Gedanke – Moment mal, das war die falsche Tür…aber es war ja schon zu spät….

Ich saß schon längst wieder an meinem Bürotisch als ein Sicherheitsmensch  kam um den Schuldigen zu suchen.  HIER  – nun gut die Firma muss den zusätzlichen Einsatz bezahlen – für mich wird es kein Nachspiel haben –sagt meine Chefin.

Na ja – mit Ruhm hab ich mich so nicht überhäuft….aber immerhin habe ich alles fertig bekommen, was fertig werden musste. DAS zumindest  hat ziemlich gut geklappt

UUPS – lahm gelegt

Da hab ich doch – Ausversehen – einen Teil unserer Firma lahm gelegt…und  hab´s  nicht einmal gemerkt…sondern Feierabend gemacht.

Räusper – hmmm,  da hab ich doch nach einer IT-Aktion glattweg vergessen, die Firma wieder produktiv zuschalten….und da ich nach einem sehr arbeitsreichen Wochenende  gestern einen Homeoffice-Tag hatte, hab ich auch zeitig Feierabend gemacht….die Mail der Logistik hab ich nicht mehr gelesen.

Heute Morgen dann hab ich die Mail gesehen und musste den Unmut der Logistik über mich ergehen lassen – zu Recht – auf meine Entschuldigung bekam ich dann zu hören, das auch ein Teil der Produktion  nicht arbeiten konnte….ohhhha …peinlich.

Ich muss zugehen, mir ist erst dadurch mal wieder  bewusst geworden, wie vernetzt wir alle miteinander arbeiten. Da bekommt der Ausdruck „alle ziehen an einem Strang“ gleich eine ganz andere Bedeutung.

Nun gut –  ich hab mich noch einmal entschuldigt und  die Logistik gefragt, warum die mich nicht einfach angerufen haben als ich auf die Mail nicht reagiert habe ….oder einfach meine Kollegen gefragt haben, ob und wie ich erreichbar bin…Antwort: Ich hab dann auch Feierabend gemacht! …. Achso ….na gut…. Dann kann ja alles nicht so schlimm gewesen sein.

Ursache und Wirkung

 „Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, betrifft also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse und Zustände“ sagt Wikipedia.

Es ist also notwendig zu unterscheiden, welche Ursache hat zu einer bestimmen (Aus-)Wirkung geführt.

In meiner jetzigen Situation wird mir vorgeworfen, ich würde meine Beziehung beenden, weil ich zu viel arbeite.  Ich also den Job über mein Privatleben stelle.

Das stimmt allerdings so nicht. Nicht meine Arbeitsbelastung  hat meine Beziehung beendet. Sondern meine Arbeitsbelastung hat mir vor Augen geführt, was mir in meiner knappen Freizeit wichtig ist….und das ist ein selbstbestimmtes und freies Leben in einem friedlichen Umfeld. Nur lässt sich das mit einer Beziehung nur schwer vereinbaren, zumindest wenn man so unterschiedliche Naturelle hat.

Zuerst ist es mir gar nicht so aufgefallen….aber ich habe zuerst unbewusst im Laufe der Jahre versucht wieder mehr un-verplante Zeit für mich zu schaffen,  das hat nur mäßig geklappt und so hab ich mich in meiner Freizeit ausgiebig mit dem beschäftigt, was sowieso gemacht werden, muss….kochen, backen, waschen, bügeln, einkaufen….so hab ich mir zumindest meine „Allein-Zeiten“ geschaffen….Entspannungszeiten.   Später hab ich mir bewusst Zeit genommen, um in den Wald zu gehen, um mal Rad zu fahren, um durch den Ort zu laufen….und wenn ich es recht bedenke hab ich bestimmt den einen oder anderen Streit regelrecht ausgenutzt um für mich sein zu können. Etwas mit dem mein jetzt Ex-Freund nicht gut umgehen konnte.

Hmmm – ja,  ich bin nicht gerade ein  Familienmensch.

Also Ursache ist mein Charakter/mein Naturelle oder auch Wesen…so wie ich nun einmal schon immer war und noch bin…eher ein Einzelgänger …und die Wirkung, das ist das Ende meiner Beziehung. Die Belastung in meinem Job war nur der Auslöser es endlich zu ändern….

Tja, das macht es auch nicht besser …aber ich hab schon am Anfang dieser Beziehung mehr als deutlich gesagt, wir sind viel zu verschieden, haben kaum Gemeinsamkeiten und kommunizieren auf extrem unterschiedliche Art. Aber wir haben es versucht – aber jetzt mag ich nicht mehr.

So -JETZT ist es passiert

Nach 8,5 Jahren habe ich mich endgültig getrennt. Meine Beziehung ist beendet.  Da ist jetzt schon fast 1 Monat her – und ich fühle mich gut mit der Entscheidung.

Meine größte Sehnsucht in den letzten Monaten, war die Sehnsucht nach RUHE und FRIEDEN wenn ich nach Hause komme – aber dort gab es immer nur das ständige Motzen und Nörgeln meines Freundes…eine ständige negative Aura. Und ich musste ständig dagegen Reden – alles ins rechte Licht rücken – oder eben versuchen mit Schweigen den unausweichlichen Endlos-Diskussionen zu entgehen. In der Hoffnung das er dann  diese Themen für den Moment wieder vergisst.

Das kann ich schon in einem nervlich stabilen Zustand nur schwer ertragen, und jetzt – während des gesamten Jahres 2018-2019  mit beruflicher  Permanent-Überlastung und im nervlichen Ausnahmezustand, hab ich gemerkt wie unerträglich ich das finde.

Im Jahr 2018 ist mein Vater gestorben, meine liebe Kollegin in meinem Alter ist gestorben, eine andere Kollegin in meinem Alter ist gestorben, ein Freund  meines Freundes in unserem Alter hatte 2 Schlaganfälle (lebt noch). Ein guter Kollege in meinen Alter  hatte Prostata-Krebs (lebt auch noch) eine Kollegin (etwas jünger als ich)  war 1Jahr lang mit Burnout und Angstzuständen außer Gefecht gesetzt  …. Will ich mich demnächst in dieser Aufzählung wieder finden?

Möchte ich also so weiterleben, wie bisher – und dabei vergessen wie gerne ich trotz des Stresses lebe und wie sehr ich mich auch an  den kleinen Dingen im Leben erfreuen kann?  Nennt es Midlife-Crisis / Torschluß-Panik / Angst vor dem Älter-werden  – oder wie Ihr es wollt, Ich nenne es Sehnsucht nach Stille, Sehnsucht nach friedlichem Leben mit meinem Umfeld. Friedliche Co-Existenz mit liberaler Grundeinstellung…so wie ich es vor meinem Freund gelebt habe.  Nicht das alles perfekt war – nein das nicht…..aber die Sehnsucht nach einem friedvollen Leben,  ist größer als die Sehnsucht nach emotionaler Zuwendung oder Zweisamkeit.

Also lebe ich jetzt wieder ein selbst bestimmtes Leben, ich bin im Privaten wieder ruhiger, gelassener und es fällt auch in meinem Umfeld auf…trotz der beruflichen Anspannung strahle ich eine gewisse Zufriedenheit und Freude aus.

Na klar ist es auch ein Abnabelungsprozess, der mich auch emotional noch einholen wird….und na klar tut es mir für meinen Freund  leid…aber es gibt nun mal keine Lösung die für uns Beide gleich gut ist. Er sagte mir das er das mit den getrennten Schlafzimmern von Anfang an nicht mochte und das er es nicht gut findet das ich immer noch in meiner eigenen Wohnung lebe….und er will die Trennung nicht akzeptieren.

und wenn ich das hier aus 2017 lese   Schöne Tage durch gute Nächte und vieles Anderes dann weiß ich das sich in all den Jahren nichts wirklich verbessert hat – und ich weiß das meine Entscheidung richtig ist – wenigstens für mich.

 

 

 

 

Informationen – teuer eingekauft

Ich war gestern  ein paar Lebensmittel einkaufen….und an der Kasse hab ich aus lauter Lust am Lesen 2 Zeitschriften mit aufs Band gelegt. Als die Kassiererin insgesamt 25,45 EUR aufrief war ich schockiert….WAS hab ich gekauft? Ein paar Bananen, Möhren, Spülmittel und Küchentücher….und eben 2 Zeitschriften.

Ja sagt mal – da braucht man sich doch nicht zu wundern wenn den Verlagen die Abonnenten weglaufen und auch die Wochenzeitschriften über rückläufige Absatzzahlen klagen. Für den Spiegel hab ich 5,10 EUR bezahlt !!! und für GEO-Wissen glatte 10,00 EUR. GEO ist als Spezialzeitschrift schon immer teurer gewesen, als normale Wochenzeitschriften.

Jetzt hab ich mich heute in Ruhe hingesetzt und die Zeitschriften gebührend respektvoll durch gelesen…lach….immerhin sind alle Artikel teuer eingekauft.