von Lieblingsorten und Sonnenschein

von Lieblingsorten und Sonnenschein

Was für eine Wohltat…..SONNE ….nach den trostlosen sonnen-kargen Zeiten der letzten Woche, schien heute Vormittag die Sonne so richtig….und ich war im Tävsmoor unterwegs.

Gestartet bin ich noch bei leicht trüben Wetter…aber nach und nach wurde es wärmer … und anstatt mich wie gewohnt durch die schmalen und oft düsteren Wege eher im Inneren von Moor und Wald aufzuhalten, hab ich es heute genossen nach der Umrundung des Moorsees….

..am Rande der Wiesen zu laufen…so das ich die Sonne so richtig aufsaugen konnte. Jacke auf, Schal ab und immer schön das Gesicht in die Sonne halten…..

Ich war jetzt länger nicht mehr hier. Der Weg zum Tävsmoor hat sich durch meinen Umzug nahezu verdoppelt, so das ich jetzt 1/2 Stunde benötige….hier hab ich aber meine festen Lieblingsrunden und so bin ich auch heute 6,6km durch und um das Moor herum gewandert.

Dieses schöne Fleckchen hier hab ich kennen gelernt, als ich erstmalig aus Hessen in den Kreis Pinneberg kam, um in einem der kleinen Orte in der Nähe mein erstes Bewerbungsgespräch zu führen….da hatte ich mir für das Wochenende in Uetersen ein Hotelzimmer genommen und war an dem Sonntag los um die Gegend zu erkunden…seitdem war ich unzählige Male im Moor unterwegs, im angrenzenden Wald, um den Flugplatz Heist herum und überhaupt kreuz und quer durch den Wald…bei jedem Wetter….um Kraft zu tanken, um Frust abzubauen, um Ruhe zu finden, einfach um mich zu bewegen, um Pilze zu sammeln, um durch den Schnee zu laufen, der Hitze zu entfliehen….und manchmal auch den Menschen.

Dabei hat sich dieses Gebiet nicht aufgedrängt, ich komme da nicht mal eben dran vorbei, sondern es ist immer eine bewusste Entscheidung dorthin zu fahren und dann hat es auch eine Weile gedauert bis ich die schönsten Wege gefunden, und die verschieden langen Strecke ausgetestet hatte und jetzt, wo ich seit mehren Wochen nicht mehr hier war, merke ich wieder, wie wohl ich mich hier fühle…

Es ist ein Lieblingsort geworden….

Putzen fürs Wohlbefinden

In den letzten Wochen hatte ich es versäumt meine Wohnung mal richtig gründlich zu putzen…so Allergiker-mäßig gründlich. Na klar mache ich sauber….aber für einen Hausstaub-Allergiker reicht das normale Putzen in der Regel nicht.

Normalerweise merke ich sehr schnell durch meine Haut, wann es mal wieder Zeit ist…aber diesen Winter bin ich bisher so super ohne Allergie-Probleme durch gekommen, das ich nun auch ohne äußeren Anlass einen Grundputz gestartet habe.

Direkt nach dem Aufstehen und einem kleinen Frühstück, hab ich die Kopfhörer auf die Ohren gezogen und das Badezimmer in Angriff genommen. Einmal Putzen von der Decke abwärts bis in die hinterste Ecke…hab außerdem den Metallstreben-Ablagekorb gegen eine Seifenschale ummontiert….auch wenn ich zum Thema feste Haarspülung noch nicht abschließend entschieden habe….aber das feste Haarshampoo und die Duschseife bleiben auf jeden Fall und alleine dafür benötige ich schon eine ordentliche Seifenschale in der Dusche.

Danach folgte noch das Wohnzimmer und der Flur mit dem Vorflur. Für den Vorflur hatte ich einen Teppichläufer gekauft, den ich nur noch an den Türzargen etwas zurecht schneiden musste….Meterware auf Rolle….und ich hatte von Türzarge zu Türzarge 1,30m gemessen und den Teppich genau auf diese Länge schneiden lassen….hahaha….jaaaaa nur das auf der Seite in die Wohnung hinein noch ca.10cm hinzukommen, weil die Fußleiste erst auf der Mitte der Türzarge anfängt…so endet der Teppich ein paar cm zu früh. Hmmmm – okay, das bleibt erst einmal so….beim nächsten Mal weiß ich es dann besser…

Sooo nach dem Flur kam das Wohnzimmer und ich muss echt sagen, eine Wohnung OHNE Schrägen lässt sich viel einfacher sauber halten….ja klar lag ich dann irgendwann bäuchlings auf dem Boden und hab mit dem Staubtuch-Wischer unter und hinter der Couch herumgefuchtelt….aber das ist kein Vergleich zu den akrobatischen Verrenkungen, die ich in der vorherigen Wohnung machen musste, um bis in die hintersten Ecken der langgezogenen tiefen Schrägen zu kommen, vor denen meine große Couch stand …abschließend hab ich sogar noch das Fenster geputzt.

Die Küche hat in dieser Woche bereits einen Grundputz erhalten…und die anderen beiden Räume waren bereits letzten Samstag in meinem Fokus, bruachten heute daher nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit.

SOOO – JETZT fühlt es sich wieder richtig frisch und tiefen-sauber an…..und sollte nicht noch so richtig negativer Stress hinzukommen, stehen meine Chancen gut, auch den Rest des Winters ohne Hautprobleme rund um die Augen, zu überstehen. Bereits jetzt ist es mein allergie-ärmster Winter seit 4 Jahren. Also – alles ist gut.

Warten auf den IT-Support

Obwohl es mir ja im Moment sehr schwer fällt beim Wecker-klingeln zügig aus dem Bett zu kommen, ging es heute Morgen….naja gezwungenermaßen… ich „musste mal“.

…und weil ich ja schon mal aufgestanden war, blieb ich es auch. So war ich bereits um kurz nach 6 Uhr mit allem fertig und schon auf der Autobahn in Richtung Büro…Sooo früh wollte ich aber noch gar nicht arbeiten und hab kurzerhand noch in Hamburg eine kleine Walkingrunde eingelegt…prima, so kann der Tag doch eigentlich nur gut werden.

WENN, ja, wenn ich heute nicht gleich mehrere Computer-Probleme gehabt hätte…so zog sich der Arbeitstag zwischen IT-Support, lockere Unterhaltungen mit den Kollegen, eifriges Arbeiten um den Zeitverlust durch fehlenden Zugriff auf die Programme wieder auszugleichen und dann das Ganze wieder abwechselnd von vorne, elendig hin…zäh wie Kaugummi.

Eigentlich genügend Frustpotential…immerhin hab ich immer noch nicht meine ersten Abschlüsse abgeben können. Aber ich hab die Chefs ja informiert und schon vor ein paar Tagen das okay erhalten….Was sollen sie auch sonst antworten…wir warten eben alle auf den IT-Support.

Aktuelle Antwort aus dem Helpdesk von heute: Sie arbeiten daran…

Für mich ist jetzt erst einmal Wochenende…und trotz allem bin ich doch zufrieden mit dem Tag und mit den Dingen die ich heute stattdessen fertig bekommen habe. Jetzt freue ich mich auf einen entspannten Abend zuhause…..

Euch allen ein schönes Wochenende!

…nur Papiere sortieren?

Heute bin ich etwas ins Grübeln gekommen…die junge Studierende, die einmal in der Woche bei uns im Büro arbeitet, hat heute einen Satz gesagt…also…da hab ich im ersten Moment überrascht gelacht…und seitdem muss ich immer wieder darüber nachdenken, wie meine Arbeit nach Außen wirkt.

Heute war ich aus Corona-Gründen wieder im Besprechungsraum untergebracht…der hat auf allen Seiten Glaswände…und die junge Kollegin die nebenan sitzt, meinte so in etwa: Sie hätte schon mitbekommen, das immer dann, wenn ich in dem Raum sitze, ich viele Papiere zu sortieren hätte.

….ähmmm – jaaaa – neeee…..

Ich arbeite gerade sehr intensiv, betreue ja 27 Firmen….und meine Arbeit besteht in jeder der Firmen aus vielen verschiedenen Teilaufgaben…..ich SORTIERE also nicht irgendwelche Papiere, sondern ich arbeite konsequent eine Aufgabe nach der anderen ab.

WAS genau sieht sie also wenn sie mich arbeiten sieht: sie sieht wie ich Papiere hervorhole, gleichzeitig etwas in die Tastatur eingebe, handschriftlich etwas auf die Papiere schreibe und diese in verschiedene Klarsicht-Mappen stecke…andere Papiere aus andern Klarsichtmappen heraushole, etwas damit mache und wieder in noch andere Klarsichtmappen stecke. Für sie wirkt es also ,als ob ich den ganzen Tag nichts anderes mache als Papiere zu sortieren.

Während ich jedoch Eingangs-Rechnungen erfasse, diese durch die verschiedenen Stadien des Freigabe-Prozesses geleite, die Rechnungen verbuche, Bankzahlungen ausführe, Kontoauszüge abrufe, speichere, erfasse und alles querchecke, Geld disponiere, Rückstellungen bilde, Abgrenzungen auflöse, Ausgangs-Rechnungen schreibe, anhand festgelegter Regeln und Verträge produzierte Mengen abgleiche und die erlösten Preise überprüfe, Aufwandsrechnungen mit Verträgen abgleiche, Umsatzsteuer-Regeln umsetze, Statistiken melde, vorläufige Bilanzen und G+V erstelle…SIEHT die Kollege nur, das ich Papiere sortiere.

Das heißt der wirklich sichtbare Teil meiner Arbeit wirkt auf Außenstehende eher wie ein Hilfsjob. Meine eigentliche Arbeit findet im Kopf statt. Das Anwenden von internen Regeln, externen Rechnungslegungsvorschriften, Gesetzen, Grundsätzen ordnungsmässiger Buchführung, Bilanzierungsregeln usw. und das Ergebnis dieser Kopfarbeit findet sich dann direkt in den verschiedensten Programmen und Dateien auf dem Computer wider…die physischen Papiere sind da nur ein Vehikel…ein Hilfsmittel, um alle Firmen gleichzeitig unter Kontrolle zu halten und dabei nichts zu vergessen.

Das papierlose Büro ist bei uns leider immer noch ein Wunschtraum…dafür müssten wir mit einer vollintegrativen Software arbeiten, wie z.B. SAP….aber unsere verschiedenen Programme arbeiten zwar rudimentär zusammen…aber wir müssen noch zu oft manuell eingreifen….und auch die Zahlungen erstellen wir in den Bankprogrammen selber, anstand in der ERP-Software…weil jede Firma für sich zu klein ist, um einen automatisierten Zahlungslauf zu implementieren.

Nun gut….dann müssen wir uns auch nicht wundern, wenn der Beruf eines Bilanzbuchhalters ein so dröges Image hat 🤣…dabei finde ich das anregend und abwechslungsreich…

Sonntagsausflug: 2.Teil – Brunsbüttel

Der Hunger hat wohl meinen Orientierungssinn getrübt….weil ich dachte um an die Schleuse von Brunsbüttel zu kommen, muss ich noch einmal auf die andere Seite des Nordostseekanal…also hab ich die Fähre bei Ostermoor genommen…dort war gerade Personalwechsel und der Schiffsführer meinte lachend zu mir…also bei dem schlechten Wetter müsste ich schon selber rüber schwimmen…wir haben eine kurze Weile lustig geplaudert, weil ich auch hier der einzige Fahrgast war, hatte er es nicht eilig….aber dann ging es wieder über den Kanal. So eine Überfahrt dauert ja nur wenige Minuten.

Kaum hatte ich mit dem Auto die Fähre verlassen und mein Navi mit der Zieladresse gefüttert, musste ich feststellen das ich vorher schon auf der richtigen Seite gewesen war…nun gut…dann nehme ich jetzt die nächste Brücke…..

Also irgendwann kam ich dann auch in der Innenstadt an…direkt an der Schleuse gibt es das Restaurant „Torhaus“ mit Blick auf die Schleuse…und obwohl es ein touristisches Ausflugsziel ist, war das Essen echt lecker…die Scholle war richtig gut:

Anschließend bin ich noch an der Schleuse entlang gelaufen, hab die Aussichtsplattform besucht, bin quer durch die Stadt gelaufen und im großen Bogen wieder zurück zum Auto…insgesamt waren das heute damit auch mehr als 2 Stunden bei Null-Sonnenschein und zwischendurch leichtem Nieselregen.

Ach ja …insgesamt hab ich heute den NOK 4x überquert….2x per Fähre, 2x über Brücke…dafür bin ich aber auch mit dem Auto ein paar Umwege gefahren…macht aber nichts…dadurch aber festgestellt das der Ort Wilster ein malerischer kleiner Ort ist…hier macht es bestimmt Spaß bei etwas schönerem Wetter einen Ausflug durch die Wilstermarsch zu starten….ich komme also bald mal wieder hier hin.

Für heute war es dann genug….auf nach Hause.

Sonntagsausflug: 1. Teil – Nordostsee-Kanal

Nach dem vertrödelten Tag gestern, war ich heute wieder bereit zu einem Tagesausflug.

Das 1.Ziel des Tages war aber nicht Brunsbüttel…sondern die „Tiefste Landstelle Deutschlands“, die liegt in Schleswig Holstein in der Wilstermarsch…. und das mit 3,54m unter NN.

Neben der Markierung gibt es einen 8 Meter hohen Pfahl und auf dem Pfahl sind die Wasserstände der Sturmfluten markiert ….8 Meter betragen die Deiche, die das Land schützen. Gäbe es die Deiche nicht, wäre das Land regelmässig unter Wasser und zwar regelmässig 5 METER unter Wasser.

Wieviel das ist, macht einem erst so ein Pfahl in der Landschaft klar.

Das immer noch ungemütliche Wetter lud jetzt aber rund um diese Stelle nicht wirklich zum verweilen ein und auch nicht zum wandern….also hab ich mich wieder ins Auto gesetzt und bin weitergefahren…Richtung Nordostsee-Kanal….Mit einer der kleinen Fähren hab ich bei Kudensee übersetzt und mich während der Fahrt mit dem Mitarbeiter der Fähre unterhalten…ansonsten war die Fähre LEER…, das Auto auf der anderen Seite abgestellt und bin direkt am Kanal entlang gelaufen…..

Es war schon 11 Uhr ….aber es blieb einfach trübe und trostlos…..aber immerhin war mir dann irgendwann durch das Laufen wieder richtig warm…vor allem als ich auf dem Rückweg einfach durch ein benachbartes Waldstück gelaufen bin….hier war der Wind nicht so stark.

Als ich wieder am Auto ankam, hatte ich Hunger…so hab ich mich entschlossen noch direkt nach Brunsbüttel zu fahren…bis zu den Schleusen….

Samstags-Krams

Gestern hab ich den Tag mal wieder so vertrödelt.

Gestartet hatte ich den Tag mit 1,5 Stunden Dänisch-lernen….danach hab dies und das gemacht….da ich noch Deko ähm…brauchte , na gut also WOLLTE…..bin ich am Nachmittag noch nach Elmshorn gefahren…da gibt es ein großes Teppichgeschäft mit viel tollem Deko-Kram….seufz….gefährlich… und da ich schon mal da war, hab ich gleich noch eine kleine Walking-Runde durch die Innenstadt gestartet…aber sie war wirklich nur klein…es war kalt und ungemütlich windig…irgendwie hatte das Thermometer mehr versprochen, der Wind machte es so unangenehm. Und so hab ich mich auch später am Abend nicht mehr zu einer Taschenlampen-Runde motivieren können…das erste Mal in dieser Woche blieb ich am Abend komplett zuhause.

Dafür hab ich Zuhause etwas umdekoriert…noch mal mit der Gardine im Kleiderzimmer/Büro experimentiert…Wäsche gewaschen….einen Brotteig angesetzt….und so weiter….

Den größten Teil des Tages hab ich mein aktuelles Hörbuch weiter gehört „Black Rock“….und mich später mit einem Glas Winzerglühwein auf die Couch verzogen und einen Krimi geschaut. Hab immer noch die 2 Flaschen Weißen Glühwein vom Weingut Ochs…und der ist sehr lecker. Genau das Richtige für dieses komische Wetter.

Fremdsprache oder fremde Sprache

Bereits in der kommenden Woche muss ich die ersten Jahresabschlüsse abgeben…und wie ich inzwischen weiß, funktionieren die Zusatzreports NIEMALS auf Anhieb….JEDES Mal muss erst die IT wieder ran.

Also hab ich bereits in dieser Woche den Report testweise gestartet…und ja – prompt hat es wieder nicht funktioniert…Freitag bekam ich dann einen Anruf vom Helpdesk und während wir in English sprachen, hat der Kollege über Teamviewer versucht die Probleme zu lösen.

Als er auch nicht weiter kam, hat er einen Kollegen dazu geholt und die haben sich auf dänisch unterhalten…und ich habe wirklich NICHTS davon verstanden. Außer ein paar allgemeinen Worten blieb mir das halblaute Gemurmel ein Rätsel…sie hätten auch über den Bau einer Atomrakete sprechen können, es wäre mir verborgen geblieben.

Okay – natürlich ist so ein Fachgespräch unter IT-Kollegen immer auch ohne Fremdsprache, eine besonders fremde Sprache….hahaha.

Während ich noch die Grundzüge der Grammatik übe, die Aussprache-Regeln lerne und mich mit den elementaren Wörtern der dänischen Sprache herum schlage, versuche ich mein Hörverständnis zu trainieren…was letztlich nichts anderes ist, als bereits gelernte Wörter aus einem Satz heraus zu hören.

Der Kollege hat es zwar geschafft, das eine Problem zu lösen…also angeblich sollte alles wieder funktionieren, wenn es nicht noch ein weiteres Problem gäbe…aber dafür ist ein andere Kollege zuständig…und er geht jetzt erst einmal in Urlaub.

So bleibt mir nur zu hoffen, das „der andere Kollege“ sich Montag mit der Firewall beschäftigt, die jetzt verhindert, das Daten aus dem einen System in das Reporting-System übertragen werden. Das zumindest hab ich aus der Flut an englischen Fachbegriffen heraus gehört….Fragen konnte ich keinen mehr, dann ab 16 Uhr waren Beide nicht mehr erreichbar.

Nun gut…dann hab auch ich Feierabend gemacht.

Verabredungen – hin und her

Mein Hauptaugenmerk lag in dieser Woche auf meiner Arbeit…immerhin versuche ich, mit so wenig Überstunden wie möglich, alles zu schaffen, was notwendig ist…und noch klappt es…auch wenn die Arbeitstage dadurch vollgepackt sind.

Neben meinen täglichen Walkingrunden am Morgen und Abend, mache ich Zuhause gerade sehr wenig. Gut war da der Anruf von Familie Nett, meinen ehemaligen Nachbarn, die um eine Verschiebung unseres Treffen gebeten hatten. Deren Familienrat hatte beschlossen, das ein Treffen bei den steigenden Inzidenzen, jetzt doch keine so gute Idee ist…immerhin ist die Familie noch nicht geboostert. Mir passt das auch ganz gut.

Einige meiner Kollegen hatten schon kurz nach dem Einzug in mein neues Zuhause gefragt, ob ich denn nicht eine Einweihungsfeier machen wolle….jaaa eine kleine Feier sollte es schon werden, aber erst wollte ich das Thema mit dem Drachen erledigt haben und dann brauchte ich noch eine Weile ….und dann kam Omikron.

Jetzt haben wir bereits Mitte Januar und ich hab beschlossen jetzt oder nie…dafür hab ich aber die Einladung nicht allgemein ausgesprochen, sondern expliziert die 3 Kollegen eingeladen, mit denen ich am Meisten zu tun habe. Anders geht es in diesen Zeiten eben nicht….zumal wir ja jeden Monat neue wirklich tolle Kollegen hinzubekommen und soviel Platz habe ich hier auch nicht.

Das mit den Termin war gar nicht so einfach…und letztlich haben wir uns auf ein Datum geeinigt…nur der Controller kann an dem Freitag dann doch gar nicht…und er war enttäuscht. Dafür haben wir jetzt verabredet, das Er und seine Frau ein anderes Mal zum Abendessen kommen.

So also hab ich jetzt eine kleine Feier mit den jungen Kollegen Kim und Milosz. Sie fliegt anschließend für mehrere Wochen mit ihrem Freund nach Thailand….um sich von der Depression und den schwierigen langen Monaten in ihrer Beziehung zu erholen…es geht ihr zum Glück wieder besser.

Kurz vor Jahresende hat mein ehemaliger Tanzpartner dann auch unsere Gutscheine für die in 2020 stornierten Karten für den Cirque de Soleil, in Karten für „Wicked“ eingelöst…Im Juni 2022 wird er also ohne Mann und Hund für ein Wochenende nach Hamburg/Quickborn kommen…da freue ich mich schon riesig drauf. Nicht so sehr auf das Musical, das hab ich vor vielen Jahren schon mal in Stuttgart geschaut, als vielmehr das Er zu Besuch kommt.

Gleichzeitig bin ich regelmäßig alle 1-2 Wochen zum Telefonieren verabredet…mit dem Rentner aus Hessen.

5 Jahre ist er schon in Rente und 2 1/4 Jahre davon bin ich schon in Schleswig-Holstein. Vorgestern schrieb er in einer Nachricht, das einer seiner Söhne heute die gleichen Fehler macht, wie wir Beide damals im Job: zu viel Arbeit bei zu wenig Mitarbeitern, zu wenig Pausen, hohes Verantwortungsgefühl, hohes Engagement, keine Erholung und keine Perspektive das sich das Arbeitsaufkommen normalisiert. Das ist bitter für den heute 68jährigen Rentner, denn immerhin hat ihn diese Art zu arbeiten körperlich krank gemacht, jahrelange Schlaflosigkeit, Herzprobleme, Bluthochdruck usw….deshalb hat er die erste sich ihm bietende Gelegenheit in Rente zu gehen auch sofort genutzt. Aber Eltern können die Kindern zwar beraten, aber sie nicht vor Fehlern beschützen.

Jetzt freue ich mich auf ein ruhiges Wochenende…..

Shampoo – aber anders

Vor ca. 1 Jahr beschloss ich flüssige Seifen aus dem Badezimmer zu verbannen, sobald die Reserven in meinem Haushalt aufgebraucht sind….dumm nur, das ich da gerade wegen Corona, selbige aufgestockt hatte….ebenso Haar-Shampoo und Haar-Spülungen…sicher ist sicher. Die kaufe ich immer, wenn es besondere Angebote gibt.

Im Laufe des Jahres 2021 bin ich daher auf die gute alte Tradition der festen Seifen-Stücke umgestiegen. Meine Absicht dahinter?

Es tatsächlich zu versuchen damit Plastik einzusparen. Denn eigentlich mag ich die Handhabung flüssiger Seife und mit Blick auf die Pandemie wäre es natürlich wünschenswert Seife eher aus kontaktarmen Spendern zu nehmen….aber hier ist wiederum der Vorteil, das ich alleine lebe und nur selten Besuch bekomme…meine Seife daher nur selten mit anderen Menschen teilen muss.

Das mit den festen Seifenstücken fühlte sich erst wieder komisch an….weil ich mit den nassen Händen das Seifenstück schrubbeln muss, um überhaupt etwas dvon auf die Hände zu bekommen…sehr ungewohnt …aber schon nach kurzer Zeit war das wieder normal. Ich bin in Zeiten großgeworden, als es noch die Werbung für FA-Seife gab hahaha, also lange bevor es in Mode kam jeden Tag zu duschen und dazu flüssige Seife oder Duschgele zu benutzen.

Während ein Seifenspender allerdings dekorativ auf dem Waschbecken stehen kann, benötigt das Seifenstück eine andere Form der Präsentation. Zum Glück gibt es aber schöne Seifenschalen, die direkt auf die Fliesen geklebt werden…das sieht schöner aus, lässt sich gut sauber halten und das Waschbecken bleibt frei.

Auf der Suche nach schönen Seifenstücken, die jetzt nicht parfümiert sind, aber auch nicht gleich nach Kernseife riechen, bin ich in einem Drogerie-Markt auf ein ansehnliches Sortiment gestoßen und gleichzeitg auch auf „festes Shampoo“.

Ja….NEIN, also das kommt für mich gar nicht in Frage….hab ich doch seit mehr als 20 Jahren mein Marken-Shampoo für rot-gefärbte Haare und die Spülung gleich dazu. Jeder Versuch ein anderes Shampoo zu benutzen scheiterte, weil es sich eben für die Haare nicht gut anfühlte.

Aber der Gedanke blieb und so hab ich das flüssige Marken-Shampoo in der Plastikflasche nicht mehr nachgekauft, dafür von Naturbox ein festes Shampoo für coloriertes Haar. Für irgendwann einmal zum Ausprobieren. Irgendwann …später.

Jaaa und dann war es soweit…das flüssige Shampoo war aufgebraucht und dazu Wochenende….also gut…ich probiere es jetzt aus….überzeugt war ich bis dahin nicht.

Tja – was soll ich sagen: Die Haare fühlen sich toll an, gar nicht beschwert oder stumpf, die Kopfhaut juckt nicht und die Haare glänzen auch ohne Spülung….na das nenne ich mal einen Erfolg. Ich werde es jetzt erst einmal ein paar Tage weiter probieren…also wenn das Ergebnis so bleibt, muss ich darüber nachdenken, wie ich die verschiedenen Seifen jetzt in der Dusche platziere…dann würde ich ja gleich mal 2 Seifenschalen benötigen….

…und hier kommen wir zu einem Nachteil der festen Seifen und Shampoos: man kann sie teilweise schwer unterscheiden, sobald sie einmal in Gebrauch sind….zum Glück ist das feste Shampoo von Naturbox zu einem runden Stück geformt, während das Duschgel/bzw. Handseife eine längliche Form hat….heißt aber auch, mein bisheriger Duschablagekorb müsste bei Komplett-Umstieg gegen 2 Seifenschalen ausgetauscht werden. Ist aber unproblematisch, muss es nur einfach ändern.

Es geht tatsächlich, mit etwas gutem Willen, sich von der ausweglos erscheinenden Übermacht der Plastikflaschen im Badezimmer, wenigstens zum Teil zu lösen….ohne das man damit gleich Alles ändern MUSS…ich zumindest fühle mich gut so, mit den kleinen Änderungen.

Diese gehen gut, ohne das ich auf Komfort verzichten muss……