Spaziergang durch die Waschküche

Freitag war es warm und es wurde wärmer und wärmer….und als kurz nach 14 Uhr der leichte Regen in Hamburg begann, wurde es nicht besser – Zeit ins Wochenende zu gehen….obwohl der Schreibtisch noch gut gefüllt war, aber das kann auch bis Montag warten.

….und obwohl es leicht nieselte bin ich mit dem Auto in eine Waschstraße in der Nähe gefahren, die auch Innenraumreinigung anbieten….ich hab seit Monaten mein Auto nicht mehr gewaschen…mich jetzt aber selbst hinzustellen und das Auto von Innen zu putzen fand ich nicht verlockend….In dieser Firma wird für 35 EUR wird das Auto von Außen und Innen gereinigt und die machen das richtig gut, wovon 20 EUR auf die Innenreinigung entfallen. Samstag fahre ich übers Wochenende zu Schwester+Schwager…da wollte ich gerne ein sauberes Auto haben.

Mit dem sauberen Auto ging es dann durch den leichten Nieselregen nach Hause…dort regnete zwar noch nicht, aber die Luft wurde unangenehm schwül.

Als ich mich um kurz nach 20 Uhr zu einem langsamen Spaziergang entschloss find es auch gerade an zu töpfeln…es waren immer noch 25-26 Grad und mit jedem Schritt und jedem Atemzug schien es, als ob weniger Sauerstoff in meinen Lungen ankommt.

Auch dieser Regen brachte keine Erleichterung…keine Abkühlung, und das obwohl ich keine Jacke anhatte und der Regen auf Kopf und Arme tropfte….Die feuchte warme Luft brachte den Waschküchen-Effekt die Hitze des Tages kann durch den kälteren Regen nicht entweichen, alles vermischt sich zu einem unangenehmen feucht-warmen Brei der auf der Stelle verharrt…aber ich war trotzdem froh eine kleine Runde gelaufen zu sein, auch wenn ich anschließend am ganzen Körper mit Schweiß überzogen war.

Nachdem ich mich ausgiebig vom Schweiß befreit hatte, hab ich mir seit Wochen mal wieder ein Glas Wein gegönnt…zugunsten meines Blutdrucks und meinem allgemein Wohlbefinden hatte ich darauf verzichtet. Jetzt saß ich zufrieden auf der Couch und hab mein Wochenende eingeläutet.

Und bei Waschküche fällt mir noch ein: Ich hab dann auch mal ein Fazit gezogen für das feste Haar-Shampoo, feste Haarspülung und normale Körperseife, welche ich jetzt mehr als 1/2 Jahr benutze: Ich hatte Glück mit der Auswahl, meine Haare haben sich gut daran gewöhnt, sind schön glänzend und lassen sich gut kämmen…das Feste Shampoo schäumt gut und ist auch ideal, um mal eben die Haare am Waschbecken zu waschen…es verteilt sich gut, ist ergiebig und lässt sich leicht wieder ausspülen. Für Unterwegs (also Sport oder Reisen) hab ich jetzt eine große Seifendose, da liegen alle 3 Seifen gleichzeitig drin. Das nimmt auch weniger Platz weg, ist nicht so schwer….einzig, man muss sich merken welches Seifenstück für was ist und welche Sorte man gekauft hat (dafür hab ich am Anfang die Papp-Verpackung aufbewahrt hahaha). Also ich bleibe dabei und brauche keine Plastikflaschen mit Shampoo, Seife oder Haarspülung mehr zu kaufen. Das fühlt sich richtig an.

Chaos-Tage ?

Als ich über den heutigen Tag nachdachte und mit dem Schreiben anfing, kam mir der Begriff: Chaos-Tage in den Sinn…Aber kann ich das als Überschrift über einen Beitrag setzen, der sich einzig mit meinen eigenen kleinen und größeren Problemen auf der Arbeit beschäftigt?

Wenn man man über den eigenen Tellerrand hinaus-schaut: Omikron Sub-Variante, Waldbrände, Trockheit und Wassermangel, Gas-Krise, höchste Inflation seit Jahrzehnten, Angriffskrieg Russlands in der Ukraine….kann ich dann wirklich von Chaos-Tagen sprechen…wenn ich das doch alles gar nicht meine?

Irgendwie klingt das frevelhaft….aber wenn ich mir den heutigen Tag anschaue ,fällt mir trotzdem sofort dieser Begriff ein…also ich gestatte es mir den Begriff zu benutzen.

Ich hatte heute so einen dieser Tage, da weiß man schon beim Aufstehen; das wird kein guter Tag….denn er begann mit Kopfschmerzen und Übelkeit und heute MUSSTE ich ins Büro.

Hab mich also aus dem Bett gequält und schon gleich mal umgeplant…heute ist mir das 9EUR-Ticket egal, ich fahre mit dem Auto. Es sollen heute über 30 Grad bei uns werden und mit Übelkeit in eine aufgeheizte Bahn zu steigen reizte mich nicht.

Dem Kopf ging es bis zum Mittag zwar langsam besser, aber meinen Zeitplan für heute musste ich komplett über den Haufen werfen….mal wieder eine Adhoc-Änderung, die ich für mehrere Gesellschaften sofort ausführen musste…. Neun neue Zahlläufe in 5 verschiedenen Portalen mussten deshalb schnellstens raus, weil das Geld morgen ankommen muss. Der Controller wollte erst nicht freigeben…was ich ignorierte (später meinte er, er hätte es nicht so ernst gemeint)… danach wollte er wohl doch – konnte es aber teilweise nicht, weil seine neuen Bankzugänge nicht klappten…also die Kollegen in DK um Freigabe bitten….bis zum Feierabend wusste ich nicht, ob die restlichen Zahlläufe geklappt haben.

Die Zinsberechnungen sollten von einer Kollegin kommen, kamen aber nicht…dachte ich jedenfalls, weil dann kamen gegen Mittag Server-Probleme und NICHTS ging mehr im Hamburger Büro…Um 14 Uhr beschlossen eine Kollegin und ich wieder ins Homeoffice zu wechseln….gut das ich das Auto mit hatte…so hat es insgesamt von PC runterfahren, bis PC wieder zuhause hochfahren, tatsächlich nur 40 Minuten gedauert und hier lief alles ohne Probleme.

Dann gab es noch Unstimmigkeiten bei den Gehältern…und mein Chef ist seit heute in Urlaub….na prima…inzwischen wurde es immer heisser draussen und ich missmutiger….und nervös…ich MUSS jetzt langsam mal meine 1. Firma fertig bekommen….dann hatte ich auch auf einmal doch die Mail mit den Zinsberechnungen….die steckten scheinbar für 1-2 Stunden im Datenhimmel von Outlook…. soooooo jetzt aber ….auch das spezielle Reporting-Programm, das nie auf Anhieb funktionierte – machte mit…schnell den Report sichern… FERTIG – der 1. Abgabetermin für Morgen ist damit gesichert.

Dann sollten noch Zahlungen kommen, die ich freigeben sollte…kamen aber nicht- egal…jetzt hab ich Feierabend und versuche nun auf dem Balkon den Tag zu verarbeiten.

Zum Glück war ich gestern Abend noch eine schöne entspannte und kühle Runde laufen….ich weiß nicht ob ich das heute Abend machen werde.

Gute Woche und leckeres Essen

Und auch sonst bin ich mit der Woche bisher ziemlich zufrieden….ich schlafe gut, fühle mich wach und munter, während meiner 3 Tage im Homeoffice bin ich gut voran gekommen, hab vieles geschafft und arbeite intensiv daran, meinen Zeitpuffer für die 1/2-Jahresabschlüsse auszubauen…Morgen kommen die letzten Daten und Freitag muss ich den ersten Abschluss fertig haben.

Dienstag gab es mal wieder ein frisch gebackenes Roggenvollkornbrot mit Sauerteig, das war gut gelungen.

Endlich hab ich auch einen vernünftigen Fischladen in der Nähe gefunden und am Samstag gleich mal mehr Fisch gekauft, als nur für einen Tag….die Qualität ist richtig gut

Sonntag garte daher im Backofen ein Stück Lachfilet und dazu noch eine ganze Forelle (ohne Bild)…da hatte ich noch Montag genug zu essen…und vom Matjes aus dem Aalrauch hatte ich bis Heute ausreichend….passte perfekt zum Brot.

Zur Forelle gab es noch einen gemischten Salat….Hatte mich auf die frisch gerösteten Pinienkerne dazu gefreut und griff ins Leere….Mist – hab gar keine mehr. Später beim Einkaufen wollte ich schon die Verkäuferin bitten, mir doch die Pinienkerne lieber einzeln, also pro Stück zu verkaufen….hahaha, die sind ja so teuer wie Goldnuggets…okay, also dann erst einmal nur eine kleine Packung für den nächsten Salat.

Und für heute Mittag gab es noch ein Sammelsurium an restlichen Nudeln unterschiedlichster Größe und Form mit einem frischen Tomaten-Würstchengulasch:

Und für Morgen muss ich mich noch um meinen Rindfleisch-Schmorgurken-Eintopf kümmern….der köchelt noch vor sich hin…

Termin-Chaos

Auch diese Woche rinnt mir nur so durch die Finger. Am Montagabend hatte ich mit dem Rentner aus Hessen telefoniert….und wir haben alles geklärt, was da in den Whatsapps so komisch rüber kam. Ja auch Smileys in Nachrichten können manchmal nicht die wirkliche Stimmung widerspiegeln, die eine Nachricht beinhaltet…vor allem wenn Sender um Empfänger beide nicht ganz entspannt sind. Freue mich umso mehr, das wir das klären konnten.

Der eigentlich für Montag vorgesehene Besuch des Service-Technikers hat sich noch einmal verschoben…auf diesen Mittwoch…Seufz….aber das war mir auch schon egal…Hauptsache es kommt jetzt ENDLICH mal Jemand.

Hab meine Homeoffice-Tage auf den Mittwoch erweitert und es kam dann auch tatsächlich ein Techniker aus Hamburg…aber nicht um das Glas am Induktionsfeld auszutauschen, sondern nur ,um das Induktionsfeld auszubauen, um das an der Unterseite angebrachte Schild mit einer Nummer ablesen zu können, die er benötigt um DANN erst einmal das richtige Glas zu bestellen. Wir haben gleich mal einen Termin fixiert für den 04.Juli, bis dahin sollte das Teil da sein.

Aber irgendwie schafft es der Bosch-Kundenservice nicht Termine ordentlich zu vergeben…denn kurze Zeit später hab ich eine Nachricht bekommen, das mein Reparatur-Termin jetzt am 28.06. statt findet,

und nur kurze Zeit später rief ein weiter Bosch Service-Techniker, dieses Mal aus Kiel an, um mir mitzuteilen, das er in ca. 15 Minuten bei mit ist.

Moment einmal…es war doch schon ein Techniker da und das Teil wird jetzt bestellt und soll am 28.06. oder 04.07. eingebaut werden…so ganz sicher bin ich mir jetzt nicht mehr, was denn richtig ist.

jaaaaaa….hmmmm….die Hamburger hätten den Auftrag an Kiel übergeben, weil die Hamburger zu viele Aufträge hätten….aber ER hätte jetzt sogar schon das auszutauschende Glas im Auto…die hatten bei Auftragsübernahme einfach schon mal auf gut-Glück das Originalteil bestellt…aber bei der Sachlüage müsse er das jetzt ersteinmal mit seinem Chef klären.

Und dann rief er noch einmal an, er komme jetzt vorbei und baut mir das Teil ein…immerhin warte ich ja schon ziemlich lange darauf und er ist ganz in der Nähe und hat das Glas dabei….alles andere klären wir später mit der Zentrale.

Und was soll ich sagen, ein echt netter Monteur kam…und nach ca. 10 Minuten war das richtige neue Glas eingebaut und der Herd funktioniert wieder einwandfrei. Er wird die Erledigung des Auftrags Morgen ins System einpflegen lassen und ich werde dann noch einmal bei der Service-Hotline der Zentrale anrufen, um die weiteren Termine stoppen zu lassen, falls die sich nicht von selber melden.

So ganz haben die ihre Terminvergabe nicht im Griff….was vorher ja extrem bürokratisch startete, endete in einem kleinen Chaos.

Aber dafür hab ich jetzt wieder alle 4 Herdplatten zur Verfügung und zu Feierabend hab ich gleich mal wieder eine Großproduktion Gemüsebrühe gestartet und zusätzlich noch einen Eintopf mit Rindfleisch, Schmorgurken und Kartoffeln…

Aus der Gemüsebrühe hab ich dann 27 Portionen abgefüllt, sobald die ausgekühlt sind, kommen die in den Gefrierschrank.

Die problematische Mitte

In Erwartung eines sehr warmen Samstag hatte ich mich bereits um kurz nach 6 Uhr Morgens auf den Balkon gesetzt und den noch kühlen ruhigen Morgen genossen….alle Räume dann auch gleichzeitig quer-gelüftet…

Als dann die Nachbarn rundherum so hab 8.30 Uhr aktiv wurden und die Temperatur 22 Grad anzeigte, hab ich überall die Vorhänge zugezogen und die Fenster gekippt.

Schon beim Aufstehen war da die Idee, endlich mal wieder ins Fitness-Studio zu gehen. Ich hatte gut geschlafen, fühlte mich auch nicht mehr so zerschlagen wie die ganze letzte Woche und weiß auf der anderen Seite auch, das moderates Krafttraining nicht nur gut für die Stärkung der Muskeln ist, sondern mir auch insgesamt mehr Power gibt.

Ich bin dann einfach insgesamt wacher und leistungsstärker und genau das fehlt mir ja im Moment. Das letzte Mal war ich an dem Tag dort, an dem ich dann abends meine „Grippe“ bekam und damit den gesamten Mai für mich lahmlegte. Was nicht an dem Training lag. Nun ist mein Immunsystem aber wieder fit und der Körper muss nachziehen.

Also hab ich die Sportsachen gleich mal angezogen und in die Sportasche die frischen Klamotten gepackt. Für den Weg ins Fitness-Studio brauche ich das Auto….denn es liegt ziemlich nah an der Autobahn in einem Industriegebiet in Hamburg und da fährt keine Bahn….schon aus dem Grund werde ich kein ständiger Bahnfahrer….denn so komme ich mit dem Auto nach Feierabend direkt am Fitness-Studio vorbei….

Ich wollte es langsam angehen lassen…nur nicht übertreiben….aber es lief prima: anstatt 3.000m auf dem Rudergerät, hab ich locker die 5.000m geschafft. Bei der Beinpresse hab ich im 3.Satz auch erstmalig seit Monaten mal wieder die 100kg geschafft…die Kurzhanteln fürs Oberkörpertraining hab ich auch von 4 auf 5kg pro Seite steigern können…Alles kein Problem, ich hatte in den letzten Wochen schon Zuhause öfter mal meine Kurzhanteln benutzt und da lief es auch schon gut. Die Gleichgewichtsübungen konnte ich sogar mit den Kurzhanteln absolvieren: klappte auch besser, als erwartet.

Was mir aber an mir aktuell nicht so gefällt und wo mir die Übungen echt schwer gefallen sind, ist meine körperliche Mitte. Mein Körper hat beschlossen die Zwangsruhepause im Mai dafür zu nutzen, meine Mitte aufzuweichen. Noch zeigt sich meine Taille und passt im Verhältnis zum Bauch gerade noch so, aber am Bauch hab ich zugenommen…jetzt nicht dramatisch…aber sichtbar.

Wie wohl viele Frauen in den Wechseljahren, tritt die Problemzone: BAUCH, in den Mittelpunkt. Dem möchte ich jetzt gerne begegnen. Nein es gibt keine Diät, keine Wunderpillen und keine Übungen die gezielt das Bauchfett bekämpfen…so einfach macht es uns die Natur nicht, auch wenn es immer wieder solche „Heils-Versprechen“ der Industrie gibt.

Hier hilft einfach nur den Körper als Gesamtwerk zu betrachten und ihn entsprechend zu fordern, indem er weniger Nahrung erhält, als benötigt, mehr Ausdauer- und Krafttraining in allen Bereichen bekommt.

Der Körper nimmt von oben nach unten ab….deshalb bleiben uns Bauch-und Hüftspeck länger erhalten und gelten landläufig als Fett-Reserve für schlechte Zeiten.

Dagegen hilft kein kurzfristiges Engagement, sondern ein langer Atem. In jungen Jahren ist das anders, da kann man schnell mal abnehmen….aber der Körper verändert sich im Laufe seines Lebens….das Bindegewebe lässt nach, die Muskulatur verschwindet ziemlich schnell und der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Also auf geht`s aber die Bauchübungen machen mir aktuell einfach keinen Spaß….und ja nicht die Rückenübungen dazu vergessen….nur wenn Rücken- und Bauchmuskeln im gleichen Verhältnis gemeinsam trainiert werden, kann die körperliche Mitte wieder die Stabilität bekommen, die für eine gesunde Mitte notwendig sind….das „Powerhouse“ eben.

Latent aggressiver Unterton

Als in Schleswig-Holstein lebender und ich Hamburg arbeitender Mensch, wurde ich mal wieder darauf gestoßen, das alles unterhalb vom Norden und Osten einen weiteren Feiertag hatte….wir jedoch nicht.

Ich war sogar leicht irritiert, als mich der Rentner aus Hessen anschrieb ob ich einen Brückentag nehmen werde…Wann, wofür, welchen Feiertag gibt es denn noch?

Nein neidisch war ich nicht…gönne ALLEN ihre Feier- und Brückentage…ich hab genügend Terminarbeit zu erledigen und war ehrlichweise sogar ziemlich froh, das es am Freitag, auch ohne den Brückentag, extrem leer in unserem Büro war.

Was mich neben dem Hinweis auf den Brückentag aber noch mehr irritiert hat, ist der leicht gehetzte, genervte und angespannte „Ton“ in den Nachrichten des Rentners. Das ist sonst gar nicht seine Art und ich hab ihn darauf angesprochen….er meinte es wäre nichts, außer das seine Frau weiterhin Probleme mit ihrem Zahnersatz hat…und doch scheint da noch etwas anderes zu sein.

Gestern schrieb er mir um 12.32 Uhr das er in Whatsapp Bilder in seinen „Status“ gestellt hätte, wenn ich mir die denn anschauen wolle. Ich schaue so gut wie nie in den Status-Bereich…denke, wenn mir jemand etwas zeigen will, dann schreibt er mir einfach eine Nachricht und hängt die Bilder an. Also macht mich der Rentner immer darauf aufmerksam, wenn es etwas zu sehen gibt, weil von alleine würde ich es nicht mitbekommen. Aber während der Arbeitszeit schaue ich nur selten auf mein privates Smartphone.

Seine Nachricht hab ich erst am Abend gesehen und die Status-Bilder waren nicht mehr dort….als ich es ihm schrieb, hat er eine komische, in meinen Augen patzige Antwort gegeben…sehr irritierend. Auch seine Aussage er hätte den Status einen Tag zuvor um 12 Uhr reingestellt (nach 24 Stunden erlischt der Status wieder automatisch)..aber er hat mich erst am nächsten Tag um 12.32 Uhr informiert, also als die Bilder schon wieder weg waren…warum ärgert er sich dann, das ich „zu spät“ bin??? und noch ein paar schnippische Bemerkungen. Selbst wenn ich unmittelbar nach seinen Hinweis in den Status geschaut hätte, wären die Bilder nicht mehr da gewesen.

Das war jetzt nicht die ersten Nachricht mit so einem latent aggressiven Unterton…Aber vielleicht bin ich einfach nur zu empfindlich. Kenne mich andererseits aber gut genug, um solche Antworten schon vorzufiltern, aber selbst danach bleibt die Antwort immer noch unentspannt und patzig.

Habe beschlossen es achselzuckend zur Kenntnis und nicht nicht weiter persönlich zu nehmen. Am Montag haben wir eine Telefon-Verabredung….dann klären wir das.

Ich hab da so eine Ahnung. Die beiden Rentner wohnen in einem kleinen Dorf ca. 50km von Frankfurt entfernt. Terrasse und Garten des Reihenhäuschens sind in Blickrichtung auf viele weitläufige Felder….und auf dieser riesigen Fläche hat vor ein paar Wochen jetzt der Ausbau einer großen Wohnsiedlung mit Geschäftsgrundstücken für Supermärkte usw., begonnen. Schon vor 2 Jahren, als die Pläne bekannt wurden, wollten sie ihr Haus verkaufen und wegziehen…das hat aber nicht geklappt, weil sie nichts Neues gefunden haben, was preislich machbar gewesen wäre. Die Preise sind inzwischen so hoch, das der Erlös des Hauses nicht für ein anderes Haus oder eine große Wohnung gereicht hätte.

Also sind sie geblieben und nun haben sie tagtäglich den Krach einer riesigen Baustelle direkt vor der Terrasse. Der Rentner ist nervlich schon während der letzten Jahre im Büro nicht stabil gewesen, das hatte sich aber ziemlich gut entwickelt, seit er früh in Rente gehen konnte..

Ich vermute also das dies der Grund für sein angespanntes Verhalten ist….latent aggressiv…wahrscheinlich merkt er es selber nicht einmal.

Wieder auf dem Sattel

Es ist früher Morgen und ich sitze auf meinem Balkon und freue mich über die noch morgentliche Stille ….es sind angenehme 18 Grad…da nutze ich doch diese frühe Stunde für einen Kaffee draußen. Der Tag soll ja noch richtig warm werden.

Ich weiß gar nicht warum, aber inzwischen ist schon Mitte Juni und bisher hab ich mein Fahrrad in diesem Jahr noch gar nicht genutzt. schon vor Wochen hatte ich es aus dem Fahrradkeller geholt und in die Tiefgarage gebracht. Der Boden im Fahrradkeller wurde neu gemacht und alle Räder mussten für eine kurze Zeit weichen. Nun steht es also hinter meinem Auto und wartet darauf, das es endlich los geht….und es wartet und wartet und dann laufe ich doch wieder meine Walkingrunden und lasse das Rad außer Acht.

Gestern Abend nun hab ich die Luftpumpe und einen Lappen geschnappt…und nach ein paar Minuten war mein inzwischen schon fast 16jahre altes Trekking-Cross-Rad schon wieder einsatzbereit.

Der Standplatz in der Tiefgarage hat einen enormen Vorteil…ich kann sofort ohne Mühe losfahren und noch besser, ich darf das Rad sogar hochoffiziell da stehen lassen…das hat mir meine Vermieterin im Frühjahr erzählt. Die Eigentümer-Gemeinschaft hat nämlich festgelegt, was jeder auf seinem Autostellplatz neben dem Auto, noch da abstellen darf. Einige hatten angefangen Koffern und Getränkekisten und alles Mögliche dort zu lagern…Jetzt gibt es Regeln und ein Fahrrad ist erlaubt. Hab ich schon erwähnt, das ich echt gerne hier wohne? Aaach ist das schön, es gibt klare Regeln und die hängen nicht von den Launen eines einzelnen Drachen ab.

Also hab ich mich in den Sattel geschwungen und bin ein paar Kilometer gefahren….und sofort war es wieder da, dieses Gefühl von Freiheit, welches ich immer verspüre, wenn ich ohne Weg und Ziel, ohne Verpflichtung und Zeitdruck mit dem Rad unterwegs bin….unbändige Freude, wie ich sie ja auch beim Kajak-Fahren erlebe.

Diese Leichtigkeit der Bewegung wurde aber dann schon nach ein paar Kilometern durch meinen Hintern beeinträchtigt….ach ja, da war noch was…Meine Kehrseite muss sich erst wieder an den Sattel gewöhnen.

Aber mein Ziel für diesen Tag hatte ich schon erreicht: die Hemmschwelle zum Rad zu Greifen ist wieder weg – keine Ahnung warum die überhaupt da war.

Jetzt können die kleinen Radtouren wieder beginnen…und die Kombitouren: Rad ins Auto, ferneres Ziel ansteuern, Radtour machen und später wieder mit dem Auto zurück. Die Kombination mit dem 9EUR-Ticket für die Bahn hatte ich zuerst ins Auge gefasst…das würde aber nur gehen, wenn ich morgens früh zu einem Ziel mit der Bahn fahre und den Rückweg per Rad antrete…denn ich denke an den Wochenenden werden die Züge weiterhin überfüllt sein. Aber es ist schön, jetzt wieder mehr Möglichkeiten zu haben…auch wenn ich vielleicht nicht alle nutzen werde.

Ich bin auf jeden Fall wieder auf dem Sattel.

Methodische Fehlersuche….und doch schwierig

Endlich ist Wochenende…aber auch: HUUUCH – schon wieder ist Wochenende.

Eigentlich kam ich heute ganz gut voran….bis ich auf die Idee kam, mich endlich mal um eine Differenz zu kümmern, die ich seit ein paar Wochen in den Verrechnungskonten habe…ist nichts Wildes…ein kleiner Betrag…um nicht zu sagen es waren 0,23 EUR.

Aber Differenz ist Differenz und die muss beseitigt werden. Beteiligt waren 3 Firmen mit insgesamt 6 Personenkonten und 2 Monatsabrechnungen. Alles wird kreuz und quer berechnet, summiert und gegengerechnet und dann per Bank ausgeglichen. Das ist nichts Außergewöhnliches und läuft in der Regel reibungslos. Allerdings nur so lange, wie alle Beteiligten auch dasselbe Buchen.

Aber im Mai hatte ich wohl meinen „Verstand verschlampt“ (ein lustiges Zitat aus dem Musical „Wicked“) und während meiner Grippe -Phase ziemlichen Murks fabriziert.

Schön wäre es ja gewesen, wenn ich ein und dieselbe Differenz mit gegensätzlichen Vorzeichen in verschiedenen Firmen wiederfinde…dann einmal per Bank ausgleichen und gut ist.

Aber nein, wenn ich etwas verkehrt mache, dann aber richtig…und so hab ich den gesamten Vormittag damit zugebracht die Zahlen zu checken, die Berechnungen, die Verbuchungen, das gegenseitige Aufrechnen und letztlich die Überweisungen und konnte nacheinander 3 Fehler ausfindig machen…also so kleine versteckte, die erst einmal gar nicht auffallen…summiert kamen da 0,23 EUR raus….und damit hatte ich es – Heureka….aber warum geht es am Ende dann doch nicht auf 0,00 EUR auf, sondern es bleibt die doppelte Differenz.

Also steckte in einer der 3 beteiligten Firmen auch noch ein 4.Fehler Grummel….irgendwann hab ich es dann gesehen: eine seitenverkehrte Buchung in dem Monat, der eigentlich gar nichts damit zu tun hatte, aber jetzt mit dem Ausgleich auch gleich die Differenz zusätzlich mit ausgleichen sollte. Das war ein ganz typischer Anfänger-Fehler bei der Fehlersuche.

Es ist ja nicht so, als ob ich diese Methoden nicht schon seit Jahren Auszubildenden und Neuzugängen in der Buchhaltung wieder und wieder erklärt habe: Bevor ihr mit der Fehlersuche beginnt: kontrolliert ALLE vorhandenen Daten…macht eine Extra Excel-Datei oder nehmt ein Blatt Papier und beginnt ganz von vorne….Methodisches Nachvollziehen ALLER Buchungen…nicht irgendwo mittendrin anfangen…in diesem Fall eben auch alle anderen Offenen Posten anschauen.

Wenn Kollegen mich früher um Hilfe beim Suchen baten, waren die immer wieder empört, wenn ich alles noch einmal von Anfang an kontrollierte, weil sie das ja schon getan hatten….und ich musste mich erklären, das ich eben IMMER ganz von Vorne anfange…und jetzt war ich selber in die Falle getappt.

Wichtig ist nur die Erkenntnis:

  1. die Fehler habe ich alle gefunden und korrigiert
  2. mein Verstand funktioniert zwar schon wieder ganz passabel…aber es fehlt noch ein gutes Stück zur Normalität
  3. Ich bin es überhaupt nicht gewohnt so viele Fehler zu fabrizieren und es nagt an mir

Zähhhhhhhhh

Beruflich läuft es etwas zäh…und selbst die gelassenen Kollegen aus der Zentrale sind nicht mehr so „hygge“. Nachrichten werden neuerdings öfter nicht einmal mehr mit Anrede oder Grußformel am Schluss versendet, Smileys viel seltener genutzt….ausgetauscht wird nur noch der notwendige Inhalt…das Menschliche lässt rapide nach.

Ich habe Antennen für diese Art von Veränderungen im Verhalten von Menschen und mache mir so meine Gedanken. Z.B. wenn mein Chef mir um 23.29 Uhr eine Mail geschrieben hat und ich sehe das er um 7.04 Uhr schon wieder online ist und auf meine Antwort sofort reagiert….verschiedene Kollegen fast erschrocken Fragen zur Klärung von Sachfragen abblocken, weil sie keine Zeit mehr haben und eine Kollegin im technischen Bereich ihre Fragen und ihren Frust bei mir abläd und vorwurfsvoll meint: DU bist doch der Controller.

Ja – das in ich…Controller und kein Hellseher. Ich kümmere mich um das buchhalterische Zahlenwerk für das Projekt – aber an der Planung 2011, wo auf einem Grundstück nun die Zuwegung zu unserer Anlage genau liegt und wer welche Pflichten übernimmt, war ich nun wirklich nicht beteiligt und diese Information brauche ich auch für meine Arbeit nicht……ich hab dann mal den Kontakt zum damaligen Projekt-Manager empfohlen, ihr dann aber doch beim Suchen in der Datenbank geholfen.

Jetzt beginnen die 1/2 Jahres-Abschlüsse und für die Zentrale bedeutet es sogar: Jahresabschluss…die heiße Phase beginnt…und überall tauchen neue Probleme auf….ist eines gelöst, kommen zwei neue hinzu.

Dabei hab ich Glück, das ich bereits vorher einen kleinen Zeitpuffer herausarbeiten konnte…aber wenn das so weiter geht, ist dieser verbraucht, bevor ich auch nur in die Nähe meiner Abgabetermine komme…

Okay: Challenge accepted …. na klar schaffe ich das trotzdem..

Eine von 16 Millionen

…auch ich habe das 9EUR-Ticket für den Juni gekauft und bin damit eine von 16 Millionen Menschen in Deutschland.

Ob das Ticket auch alle nutzen, weiß ich nicht…ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen es zumindest für die 3 Tage in der Woche für die Fahrt zur Arbeit zu nutzen…denn die Anbindung mit der AKN von Quickborn nach Hamburg-Bahrenfeld ist ziemlich gut. Mein bevorzugtes Transportmittel ist das Auto.

Während der ersten 1,5 Jahre mit der Pandemie wollte ich partout nicht mit den Öffentlichen fahren…hab es von Pinneberg aus ein paar Mal machen müssen, als mein vorheriges Auto mehrfach zur Reparatur war…das war ganz okay, aber es hat mich nicht ganz überzeugt.

Nun also von Quickborn aus…ich brauche nur 5-6 Minuten zufuss von meiner Wohnung bis zur Bahn….fahre dann 8 Stationen mit der AKN, muss dann 1-2 Minuten am Gleis warten, um dann in die S-Bahn zu steigen…und nach wenigen Stationen Fahrt, laufe ich dann noch mal knappe 15 Minuten bis zum Büro. Reine Fahrzeit der Bahn 35 Minuten. Das ist wirklich eine sehr gute Anbindung und für den Moment fühlt es sich auch richtig gut an.

Die Bahn morgens früh ist erst ziemlich leer und war bisher in Hamburg zwar voll, aber nicht überfüllt….am Nachmittag dagegen ist es schon ziemlich voll…aber noch so, das jeder einen Sitzplatz bekommt, wenn gewünscht…aber dann ist an Abstand überhaupt nicht zu denken…aber es geht und ist auch auszuhalten.

Wieder mit so vielen Menschen in engerem Kontakt zu sein, ist jetzt nicht mein erklärtes Vergnügen, aber noch geht es…und durch die Masken die 99% aller Mitreisenden auch ordentlich tragen, wird es mir auch nicht zu unangenehm. Die Meisten verhalten sich ruhig, Lesen ein Buch oder schauen gebannt auf das Smartphone.

Aber ob ich das auf Dauer machen werde, weiß ich noch nicht…immerhin verbinde ich mit der Heimfahrt am Nachmittag auch noch den Besuch im Fitnessstudio, mache den Einkauf, fahre noch an das Elbufer oder in den Wald…..Dinge für die ich jetzt erst nach Hause muss, um erst einmal das Auto zu holen.

Aber die Bahnfahrt bringt tatsächlich auch wieder eine etwas straffere Führung in meinen Alltag…nix da mit: aaaach ich lese noch ein paar Minuten im Bett oder ich räume noch die Spülmaschine aus….jetzt heißt es: nach dem Wecker klingeln bleiben maximal 10 Minuten um wach zu werden…und dann gilt es einen straffen Ablaufplan einzuhalten, damit ich pünktlich um kurz nach 6 Uhr am Bahnsteig stehe. Jawohl – und bisher hab ich es an allen Tagen geschafft…hab bisher noch keine Bahn verpasst.

Ich finde es sogar lustig, das ich es so unkompliziert schaffe, mich wieder an einen straffen Zeitplan zu halten, hatte ich es in den letzten Monaten ja durchaus mal etwas schleifen lassen mit dem Aufstehen und ins Büro fahren…..ist doch egal ob ich um 7.00 Uhr oder 7:30 Uhr im Büro bin…die meisten Kollegen kommen erst gegen 9 Uhr.

Die Bahn wartet aber nicht auf mich…auch wenn ich dann einfach die nächste nehmen könnte….aber nein…..das fange ich gar nicht erst an. Und ja – es hat sogar etwas Beruhigendes, das ich mir um Verkehr und Parkplatz keine Gedanken machen muss.

Dafür rückt etwas anderes in den Vordergrund: das WETTER und damit verbunden auch die Kleidung. Und hier zeigen sich die Tücken des Bahnfahrens, die mich schon früher haben verzweifeln lassen.

Wenn es Morgens um 6 Uhr nur 11 Grad sind, dann brauche ich also eine Jacke die mich warm hält, denn auf den Bahnsteigen ist es immer zugig und Laufen muss ich ja auch noch vor und nach der Fahrt . Also ist es egal wenn für nachmittags 22 Grad und Sonne angesagt sind….ich brauche morgens eine wärmende Jacke…die ich dann am Nachmittag bei der Wärme nicht anziehe und trotzdem wieder mit nach Hause nehmen muss.

Und ich brauche Schuhe in denen ich einigermaßen gut Laufen kann, das sind dann aber nicht die, die ich normalerweise zu den Klamotten tragen würde, wenn es warm wird….aber auch noch Wechsel-Schuhe mitnehmen…neeee, das ist mir zu viel Geschleppe. Laptop + Unterlagen + Kaffeebecher+ Frühstück/Mittagessen und sonst noch Kram müssen ja eh schon mit. Okay bei 3 Tagen Büro am Stück, kann ich den PC im Büro lassen, dann muss er nur Mittwochs und Freitags mitgeschleppt werden.

Also alles hat Vor-und Nachteile….für den Juni finde ich das ganz okay…vor allem der Preis ist unschlagbar…Aber sobald das Wetter noch heißer wird oder aber regnerisch, werde ich wieder zum Auto zurückkehren….ich bin und bleibe einfach ein Autofahrer….