Mocca-Cremetorte: Nachtrag

Wir haben die Torte vorhin angeschnitten….und sie ist für mich PERFEKT….genau der Geschmack und die Konsistenz wie ich sie kenne…locker und fluffig.

Ich hab die Torte ca 45 Minuten vor dem Anschneiden aus dem Kühlschrank geholt, so war sie nicht eiskalt und daher schmelzig auf der Zunge.

Meinem Schatz hat sie auch geschmeckt (puhhh – Glück gehabt) und er war überrascht wie gut die Torte aussieht…so „professionell“…lach – naja ich sehe schon den Unterschied, gefreut hat mich das Lob trotzdem.

Gestern Abend hab ich mir noch Sorgen gemacht das die Creme nicht fest genug wird, dann hatte ich Sorge das sie doch etwas geronnen sein könnte…lach…aber nein.

Ich freue mich deshalb so sehr, weil ich es als richtige Herausforderung angesehen habe…wie gesagt…Backen ist nicht meine Kernkompetenz.

 

 

Advertisements

Mocca-Cremetorte

Was hab ich mir bloß dabei gedacht?  Mein Schatz hat Morgen Geburtstag und ich hab ihm versprochen, eine Buttercreme-Torte zu backen. Das macht normalerweise seine Mutter…und auf die Torte hält er große Stücke….Aber leider ist sie aktuell nicht fit.

Ich mag auch gerne Buttercreme….aber eben nicht so kompakt und fest….sondern  sehr cremig und leicht….Nagut „leicht“ ist die hier auch nicht, vom Inhalt her….aber in der Konsistenz.

Meine Patentante hat jedes Jahr seit meinem 13. Geburtstag (seit meine Mutter abgehauen ist) so eine Mocca-Cremetorte für mich gebacken…immer zu meinem Geburtstag und an meinem 18. Geburtstag haben wir sie zusammen gebacken und sie hat mir das Rezept geschenkt….

Aber bei mehr als 30 Grad und Gewitter eine Buttercreme-Torte zu backen….und ich hab das auch schon seit mehr als 15 Jahren nicht mehr gemacht…da hatte ich so meine Zweifel, um nicht zu sagen: Angst. Einzig  – aus Zeitgründen – hab ich mir den Wiener-Boden beim Bäcker fertig gekauft…das hätte ich sonst überhaupt nicht alles geschafft…

Aber seht her:

Sie ist toll geworden und muss jetzt nur noch zum durchkühlen in den Kühlschrank… Morgen Nachmittag kann mein Freund sie anschneiden….. Hach ich bin echt stolz auf mich….immerhin backe ich nicht wirklich gerne…

Ich bin mir sehr bewusst, das diese Buttercreme-Torte nicht mal auf 1km an die Torte meiner Quasi-Schwiegermutter heran kommt, aber das muss sie auch nicht. Jeder Versuch würde mich nur frustrieren…ich hab ja nur zugesichert eine Torte zu backen und meine schmeckt mir persönlich viiieel besser…lach – sie ist cremig und zart und nicht ein kompaktes Stück Butter….

Also ich bin wirklich zufrieden.

Noch mal zu dem Rezept meiner Tante: ich hab mich als Teenager endlich mal wertgeschätzt gefühlt, weil meine Tante diese Torte EXTRA und nur für MICH gebacken hat…in den schwierigen Teenager-Jahren ohne Mutter, mit einem Vater der den Halt verlor und einer über-aktiven Schwester auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit und damit immer leicht am Abgrund…diese Torte in eine der wenigen positiven Erinnerungen an diese Zeit….

Es ist übrigens wie mit fast allen „Geheim-Rezepten“ der Familie…letztlich gibt es auch hier keine Geheimzutat die die Torte besonders macht, sondern einfach nur diese extra-Portion „für mich“.

Privilegien bei 32 Grad Hitze

32 Grad Sonnenschein….und ich hab es fast gar nicht gemerkt….

Wieder einmal genieße ich das Privileg Tiefgaragenplätze zu haben….

  • von der wohltemperierten Wohnung im Erdgeschoss über das Treppenhaus direkt in die Tiefgarage
  • mit dem Auto – am Morgen allerdings ohne Klimaanlage – in die Firma
  • In der Firma mit dem Auto direkt in die Tiefgarage
  • Über das Treppenhaus in mein Büro
  • Und in meinem Büro bin ich „Herrscher“ über Fenster, Außenjalousien und Klimaanlage

Mit anderen Worten: wenn ich nicht möchte, brauche ich mich nicht der Hitze auszusetzen.

Allerdings bin ich heute Mittag im Park spazieren gegangen und habe mir ein Eis von der Eisdiele gegönnt….man 1,20 EUR für eine Kugel die nicht einmal sonderlich groß ist. Das sind schon Preise…aber lecker war`s.

Ich kann mich noch gut erinnern (es ist gerade mal ein Jahr her) als mein Auto immer auf der Straße parkte und  sich bei solchem Wetter so aufheizte, das man das Lenkrad kaum anfassen konnte…und kaum war ich  Zuhause im 5. Stock (Treppe – es gab keinen Aufzug) angekommen…empfing mich meine stickige Wohnung mit Flachdach obendrüber und Sonne den ganzen Nachmittag auf den Fenstern im Schlafzimmer und Wohnzimmer….dazu KEINEN Balkon…

Jawohl ich hab es gut und ich bin mir dessen bewusst…und jawohl ich nehme es nicht als Selbstverständlichkeit und freue mich wie ein Schneekönig…ähmmm Sonnenkönig…lach

Dazu muss man aber auch sagen, das ich für diese „Annehmlichkeiten“ auch viel mehr bezahle, als für meine alte Wohnung…das sind immerhin mehr als 300 EUR pro Monat MEHR als vorher….die Mieten in den Ballungsgebieten sind ja schon happig…aber der „Speckgürtel“ rund um Frankfurt legt noch eine Schippe oben drauf.

Aus dem Leben eines Hobby-Gärtners….Anfänger eben

Ich hab mir selber ein kleines „Anzuchts-Gewächshaus“ gebastelt und  dort alle noch nicht eingepflanzten Sommer-Blumenzwiebeln in die Blumenerde gebracht…darüber eine Haube aus fester durchsichtiger Folie mit  einigen Luftlöchern…stabilisiert mit einigen Stäben, so dass die Haube nicht zusammenfällt….

Schon 2 Tage nach dem Einpflanzen zeigen sich die ersten kleinen Triebe…na okay – es ist ja auch ungewöhnlich warm. Ich denke noch ein paar Tage kann die Haube bleiben…dann kann ich die Sommerblumen auf verschiedene Töpfe aufteilen.

Mein Schatz hat inzwischen den Sicht-/Windschutz an der linken Seite des Balkons angebracht und auf der rechten Seite noch eine Rankhilfe, die ebenfalls als zusätzlicher Sichtschutz dienen kann. JETZT hat der Balkon endlich die Gemütlichkeit, die ich gerne erreichen wollte….

Als nächstes kommen noch zusätzliche zwei Bambusstauden. Im letzten Jahr hab ich eine ca. 1,20m hohe Bambusstaude getrennt … das hat sie mir übel genommen und beide Teile sind quasi tot. Aber auch die Haupt-Bambuspflanze sieht nicht so toll aus, wie ich es gerne hätte. Ich weiß nicht genau warum…aber endlich kommen die ersten neuen kleinen Triebe….

Meine Hortensien aus dem Vorjahr kann ich ebenfalls endgültig abschreiben….die sind leider nicht wieder angegangen…genau wie der Enzianstamm….Obwohl ich alle nach Anleitung überwintert habe, hat es nicht geklappt….Das ist schade, aber so ist nun mal das Leben.

Das Weidenkätzchen dagegen macht mir jeden Tag wieder viel Freude….nach einer tollen Blüte im April ist das Bäumchen über und über mit neuen Blättern bedeckt….und jeden Tag werden es mehr und die Triebe werden länger und länger…

Im Internet hab ich gelesen das man mit Hilfe eines Eimers und ein paar Saatkartoffeln tatsächlich selber Kartoffeln anbauen kann…sogar auf dem Balkon….hahaha das klingt so witzig das MUSS ich ausprobieren.

Sonntags-Ruhe in Deutschland

Ich sitze gerade umringt von 4 Eichhörnchen im Schlafanzug auf meinem Balkon und genieße die morgendliche Sonntags-Stille. Außer Vogelgezwitscher, den nagenden Geräuschen der Hörnchen und einem leisen klappern aus der Kirchenküche nebenan hört man gar nichts….doch: ab und an ein Auto auf der Straße.

Es ist diese friedliche Zeit die ich hier so genieße….ich hab bereits die Wäsche abgehängt und neue Wäsche aufgehängt, meine Blumen, Bäumchen und Gewürze überprüft und wo nötig etwas gezupft und gegossen….

Ich bin ein Genussmensch….ich liebe gutes Essen, guten Wein, schönes Wetter und auch warmen Regen. Ich liebe friedvolle Momente, frischen Filterkaffee und das Gefühl Zeit zu haben. ich liebe es draußen zu sein ohne rausgehen zu müssen….ich kann direkt nach dem Aufstehen einfach auf den Balkon gehen….barfuß – ungekämmt…lach…den Vögeln ist es egal ob ich hier gestylt sitze oder im Schlafanzug.

Das ist für viele vielleicht komisch das ich das erwähne….aber ich hab fast 10 Jahre lang überhaupt keinen Balkon gehabt…und davor hatte ich zwar Balkone – aber überhaupt keine Zeit oder Muße diese auch zu nutzen.

Der Kaffee ist fertig und ich warte nur darauf das mein Schatz wach wird…. er liegt nebenan im Schlafzimmer….damit war heute bereits um kurz vor 5 Uhr mein Schlaf vorbei (Schnarch-schnarch)…..Grummel…..aber es ist Sonntag und da ist es doch doof alleine wach zu werden….und es hat auch „nur“ eine Stunde gedauert bis ich wieder eingeschlafen bin….aufgestanden bin ich dann um 8 Uhr….

Achja….es ist 10 Uhr…und seit ein paar Minuten läuten hier die Glocken einer anderen Kirche in de Nähe….SonntagsRuhe in Deutschland

Die Schönheit der Sprache

Der Samstag plätschert so vor sich hin…..sonnig, warm, entspannt, unaufgeregt und ruhig…..naja bis gerade….

Zum ersten Mal seit wir hier wohnen, hat die Kirche nebenan doch tatsächlich eine Art Klimaanlage angeworfen und es gibt jetzt permanent ein Grundrauschen dieser Anlage….hmmmm blöd, aber das kann man noch einigermaßen ignorieren.

Schlimmer sind für mich die Telefonate auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche….da telefonieren ein paar der Flüchtlinge….sie lehnen sich aus den Fenstern und sprechen in ihrer Landessprache schnell und hart in die Handys….laut und lange und noch lauter….

Trotz der vielen Bäume und Büsche scheint der Schall fast ungebremst bis zu uns zu kommen…aus ist es mit der schönen Ruhe.

Der Klang dieser Sprache ist ähnlich wie bei den slawischen Sprachen: für meine Ohren sehr durchdringend und hart im Klang….Dabei sagt man ja auch der deutschen Sprache nach hart in der Aussprache zu sein. Wahrscheinlich hält jeder seine Muttersprache für lieblich im Klang…lach….

Der irische Komödiant Dylan Moran schrieb über den Klang der deutschen Sprache: „ Wie eine Schreibmaschine die Alufolie frisst“ und auch Mark Twain hielt unsere Sprache für „unordentlich und systemlos“…..und da hat er gar nicht mal Unrecht. Ich bewundere heute Kinder in den Schulen und Erwachsene die unsere Sprache lernen.

Ich bin kein Meister in Grammatik…spreche und schreibe intuitiv…so wie ich es früher einmal gelernt habe…kann aber nur wenige Regeln „runter-beten“….ich weiß wann es „dem“ oder „den“ heißt, wann sich der Artikel eines Wortes wie verändert…..aber das könnte ich keinem so richtig erklären…

Aber ich selber liebe die unzähligen Möglichkeiten  im Deutschen etwas auszudrücken… Es gibt unzählige Arten ein und dasselbe zu beschreiben und immer ist es eine Nuance anders in der Beurteilung der Situation des Satzes und in der Beurteilung des Erzählers…..Herrlich.

Diese Möglichkeit sich differenziert auszudrücken und dabei auf einen riesigen Wortschatz (egal ob Ur-Deutsch, Dialekt oder angepasste Fremdwörter) zurückgreifen zu können ist schon beachtlich und fehlt mir z.B. in der englischen Sprache….

Unsere Sprache kann kalt, beschreibend und distanziert sein, blumig , schnörkelig und warm….und all das wird unterstrichen vom jeweils eingesetzten Mittel der Stimme….schmeichelnd und zart, rau und grob, fordernd  oder mitfühlend…..

Straßenfest-Saison und Besucherströme

Nach einem leckeren Abendessen im Sushi-Restaurant sind wir noch nach 22 Uhr in die Innenstadt gefahren, um dort einen Spaziergang zu machen….und waren unvermutet auf dem „Fressgass“-Fest.

Zu unserer Überraschung hatte das sogar noch geöffnet. Eigentlich sollte es in der Woche nur bis 22 Uhr und am Wochenende bis 23 Uhr geöffnet sein….aber wir waren fast bis Mitternacht da. Es findet  mitten in der Innenstadt in einem Teil der  Fußgängerzone statt und wegen der Anwohner wird eigentlich strikt auf die Einhalt der Ruhezeiten geachtet.

Aber wir fanden es super…das war die 1. wirklich warme und angenehme Sommernacht in diesem Jahr….dazu ein Glas Grauburgunder….und hunderte von Menschen…mir waren das ein paar zu viel….aber trotzdem war es noch auszuhalten….

Fressgasse rauf, eine Runde um den Opernplatz herum, dann Pause am Brunnen vor der Oper, über die Goethestraße wieder zurück und noch einen kurzen Schlenker über die Hauptwache…..ein schöner entspannter Abend.

Zur Info: Frankfurts Haupteinkaufsstraße ist die Zeil und ist nach Köln und München mit 14.250  Besuchern pro Stunde auf Platz 3 der am häufigsten besuchten Einkaufsmeilen (lt. JLL 06-2016 veröffentlicht in FAZ = Passanten -zählung im 16.04.2016 an einem Samstag)…schon krass.

Das spiegelt auch unser Empfinden wieder….samstags auf die Zeil zu gehen macht überhaupt keinen Spaß mehr…zu viele Menschen, zu viele Touristen…

Man kommt kaum vorwärts…ungeschriebene Regeln der Höflichkeit und des Anstands beachtet keiner mehr….alles drängelt und schiebt und brüllt…..keiner achtet mehr auf den Anderen….in den Geschäften ist es voll und wer an einem Samstag tatsächlich versucht bei der Telekom etwas regeln zu wollen….hahahahhaa…guter Witz.

Was ebenfalls in den letzten Jahren auffällt….auch in Läden die jetzt nicht als hochpreisig bekannt sind, stehen Security-Mitarbeiter (sogar in den Nebenlagen der Stadt war ich mal in einem „Ernstings-Family“ und selbst da war ein Wachposten an der Tür….und das war noch lange VOR den Terror-Anschlägen).

Mein Freund bemängelt das man die Polizei jetzt immer mehr im Stadtbild wahr nimmt….meines Erachtens ist das aber nicht negativ zu bewerten, sondern soll eher ein beruhigendes Gefühl vermitteln…aber da hat jeder eine andere Wahrnehmung.

Seit dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt im letzten Jahr, war das die 1. Groß-Veranstaltung die wir wieder besucht haben….aber es war keine bewusste Entscheidung solche Veranstaltungen zu meiden….es hat sich einfach nicht weiter ergeben.