Haarscharf dran vorbei….

Haarscharf dran vorbei….

….am aktuellen Unwetter in Hamburg.

Bereits kurz vor 15 Uhr  war für mich heute Feierabend und da ich mein Rad immer noch im Auto habe, wollte ich jetzt endlich mal mit dem Rad bis zu den Landungsbrücken fahren.

Meine Kollegen meinten, es soll bereits ab 16 Uhr regnen…okay also hab ich zügig Feierabend gemacht…mit einem ruhigen Gewissen, da meine Datenübernahme ja FERTIG ist.

Extra für die Fahrt in Hamburg hab ich mein sonst übliches Cäpi gegen den Fahrrad-Helm getauscht…den trage ich normalterweise nicht wenn ich Über-Land oder in meiner kleinen Stadt hier unterwegs bin…aber der Verkehr in Hamburg ist schon ein anderes Kaliber…

Bis zu den Landungsbrücken waren es nur knappe 6km….und inzwischen hatte sich das strahlende Blau am Himmel schon etwas gewandelt…..Mit Blick auf die Elbphilharmonie und eines der Museumsschiffe hab ich mich am  „Alex“ nieder gelassen…draußen und es war ….. HIMMLISCH.

Gemütlich im Cafe bei Kaffee  und einem kleinen Sorbet hab ich die Atmosphäre entspannt auf mich wirken lassen…erst als es am Himmel bedrohlich dunkel wurde, hab ich mich wieder aufs Rad geschwungen und bin noch kreuz und quer gefahren…

Zurück am Auto war es: 17.01 Uhr,  4 Minuten später kamen unvermittelt Blitz und Donner, weitere 5 Minuten später kam der Starkregen….das war haarscharf…. ich hab keine regentauglichen Klamotten dabei und wäre minutenschnell vollkommen durchnässt gewesen…Glück gehabt.

Jetzt regnet es seit knapp einer Stunde ununterbrochen…also Warten hätte mich auch nicht weiter gebracht.

Und so hab ich zu meiner Feierabend-Erholung  so nebenbei ganz locker zusätzliche  knappe 12km für mein  wöchentliches  „Fitness-Konto“ erhalten…Auch nicht schlecht.

 

 

 

 

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Nach Auflösung des Staus kam ich dann irgendwann am Vormittag an meinem Zielort an. Ausgangspunkt für meine Tour in den Naturpark Lüneburger Heide: Döhle.

Schon allein die Vorbereitungen auf dem Parkplatz direkt in Döhle brachten mir eine entspannte Urlaubsstimmung, da von hier aus auch die Kutschfahrten in das Naturschutzgebiet starten….Wann sehen wir Städter schon mal Pferdekutschen….

Ich hab mich für den heutigen Tag mal wieder gegen einen Rucksack und für die Packtaschen entschieden…was bei den Bodenbeschaffungen im Park zu einigen Schreckmomenten führte…. auf dem extrem trockenen und sandigen Boden in Verbindung mit dem böigen Wind, fand mein Fahrrad manchmal nicht genügend Halt und das Gleichgewicht so auszubalanzieren, geht mit dem Rucksack auf dem Rücken eben doch einfacher ….jaaa und einmal wurde ich so abrupt vom Sand gestoppt, das ich mit dem Rad seitwärts im Heidekraut landete…lach….nichts passiert…

Von Döhle ging meine Tour in Richtung Wilseder Berg, weiter in Richtung Niederhaverbeck und Overhaverbeck mit einem Mittags-Stopp in Garten eines Landgast-Hofs… später ging es weiter in Richtung Sellhorn um dann irgendwann einfach quer rüber nach Undeloh zu fahren und um dann in Sundermühlen den Heimweg in Richtung Döhle anzutreten.

DAS war KEINE geplante Tour…ich bin wie immer einfach drauflos gefahren und habe mich an den Wanderschildern orientiert..Es gibt so viel Namen die mir vertraut sind…die ich aber ohne die Schilder kaum wieder gefunden hätte: Wilseder Berg, Totengrund usw. …und manchmal hab ich einfach Wege genommen, die mir gefallen haben oder wo es ruhiger war.

Es waren schon viele Menschen unterwegs….aber so mittendrin…waren es eher Reiter und Pferdekutschen, die mir begegnet sind…Die Pferdekutschen haben den pulverigen Heidesand in einer Wolke vor sich her getrieben…als ich einmal nicht mehr ausweichen konnte, hab ich meinen Schal über die Nase gezogen….der Kutscher meinte lachend „feinstes Heide-Puder“ ….ja das stimmt… am Ende des Tages war ich über und über mit einer feinen Sandschicht überzogen, wie mit Zuckerstreuseln und Zuhause bin ich von der Eingangstür ohne Umwege direkt unter die Dusche gegangen….dort wo meine Kleider lagen ist ein kleiner Sandhaufen entstanden…und inzwischen knirscht es in der ganzen Wohnung auf dem Boden…lach..das auffegen hat nicht soo viel gebracht….da hilf nur freucht wischen.

Was ich immer wieder vergesse ist, wie bergig es doch in der Heide ist…hahhaha und zusammen mit dem sandigen Boden, teilweise auch Kiesboden oder Kopfsteinpflaster ist der Naturpark nicht gerade geeignet für Radfahrer…aber allein die Größe des Parks macht es mit dem Rad schöner….auch wenn ein Großteil der Aufmerksamkeit auf dem Weg liegen muss…wie erwähnt hab ich einmal die vor mir liegende Sandstrecke zu spät bemerkt und ich war einfach zu schnell…konnte den abrupten Stopp im Sand nicht mehr ausgleichen und fiel einfach um….aufgefangen vom Heidesand und Heidekraut.

Die Fahrt an sich war rein körperlich also anstrengender als die insgesamt 39km vermuten lassen….Hoch, runter, die unebenen Wege, der böige Wind, den Menschen ausweichen…gestern Abend war ich platt und heute spüre ich vor allem die Muskulatur oberhalb der Kniee….

Ich habe viele Stopps eingelegt um die Schönheit der Landschaft aufzunehmen…und die Sonne war viel wärmer als gedacht…zumindest wenn der Wind mal nur wenig wehte und es war einfach himmlisch die Wolken zu beobachten…..und erst gegen Abend hab ich mich auf den Heimweg gemacht.

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In die Bickbeeren gehen…

In die Bickbeeren gehen…

Eine der intensivsten Erinnerungen an meine  Kindheit,  in Zusammenhang mit meinen beiden Großmüttern aus Hamburg, ist der Ausspruch: wir gehen in die Bickbeeren. So verschieden die Beiden auch gewesen sind, so gleich waren sie, wenn es um das Sammeln von Beeren und Pilzen ging.

Bickbeeren – Blaubeeren – Heidelbeeren….es gibt noch weitere regionale Bezeichnungen…vielleicht gibt es auch Unterschiede in den Sorten…das weiß ich nicht einmal.

Als Kind hab ich es oft gehasst mit den Eltern und Großeltern in den Wald gehen zu müssen…ich wäre lieber alleine dadurch gestreift…. ich hab es gehasst in der Lüneburger Heide wandern zu müssen…. zu viel Sonne, zu weite Strecken, zu windig, zu kalt….nein – als unsportliches, pummeliges, schüchternes und in-sich gekehrtes Kind wollte ich das alles nicht.

Und die Besuche bei den verschiedenen Verwandten mochte ich schon mal überhaupt nicht… Stundenlang im Auto sitzen um von NRW nach Norddeutschland zu fahren….neben mir eine Schwester die nie aufhörte zu plappern, während ich stundenlang stumm aus dem Fenster zu den Wolken schaute und mir Geschichten ausdachte…. Dabei waren die Fahrten noch das Schönste an diesen „Ausflügen“.

Aber in die Bickbeeren gehen…also in den Wald oder die Heide gehen um Blaubeeren zu sammeln und natürlich zu essen…das hab ich geliebt….

Dumm nur, das wir dafür erst einmal so elendig weit gehen mussten und die  Eltern meines Vater immer alles Mögliche von mir wissen wollten…so das übliche eben: wie läuft es in der Schule, hast Du Freunde gefunden….. Sie waren immer lieb und nett.

Im Gegensatz zu meiner Oma mütterlicherseits…die war nicht nett, sie war eine unausstehliche Kratzbürste….ihrer Kodderschnauze war niemand in der Familie wirklich gewachsen….und mit mir wusste sie nichts anzufangen…ich war einfach zu still und zu schüchtern.

Der Vorteil bei ihr war: Sie und mein Stief-Opa besassen in der Lüneburger Heide ein Wochenend-Häuschen mitten in einer Waldsiedlung ..und dort durfte ich in den 70er/80er Jahren ganz ohne Aufsicht und Kontrolle alleine herumstreifen….das war herrlich.

In den letzten 30 Jahren war ich immer mal wieder im Naturpark Lüneburger Heide…oft nur für einen Tag oder für ein Wochenende…meistens um den Kopf wieder klar zu bekommen….und Wandern/ Trekking/ Walken ist in meinem Erwachsenen-Leben ein wichtiger Bestandteil…und Touren mit dem Fahrrad mache ich auch schon seit fast 2 Jahrzehnten liebend gerne…

Interessant ist, das mir der  Ausdruck „in die Bickbeeren gehen“ immer wieder in den Sinn kommt, sobald ich in die Heide fahre…mit allen Erinnerungen die daran hängen

 

 

Stau…

Aktuell stehe ich seit ca. 30 Minuten im Stau auf der Autobahn…. ich bin noch 16km vom Ziel entfernt ….

Jetzt sind gerade zwei Abschleppwagen durch die vorbildliche Rettungsgasse gebrausst…es wir also noch ein paar Minuten dauern, bis es weiter gehen kann.

Dadurch das ich gestern nichts für meine heutige Fahrradtour vorbereitet hatte, bin ich etwas später los gefahren als geplant….

Ich stelle mich immer noch auf Selbstversorgung ein…also verhungern und verdursten werde ich in diesem Stau definitiv nicht hahaha

Sooo jetzt kommt noch eine Spezialfirma für die Reinigung der Fahrbahn..irgend etwas ist wohl bei dem Unfall vorne aufgelaufen….

Pfingstausflug gefährdet

Da hätte mein Pfingst Ausflug doch fast nicht stattgefunden….

Nachdem ich bereits früh am Morgen meine Einkäufe und Erledigungen mit dem Auto  erledigt hatte, war ich wieder Zuhause angekommen und hab noch zufuss ein Päckchen zur Post gebracht…

Als ich danach das Auto noch einmal umparken wollte….wollte das Auto aber nicht. Der Motor  gab keinen Mucks von sich..kurz leuchteten noch ein paar der  Warnleuchten auf..danach blieb alles schwarz….

Samstag Mittag….kurz vor Pfingsten…und mein Auto  macht einfach schlapp.

In solchen Momenten freue ich mich riesig das ich auch nach 29 Jahren immer noch im ADAC bin, obwohl ich schon öfter darüber nachgedacht habe zu kündigen…wann braucht man den schon mal……

…ähmmm –  JETZT !

Also gut erst mal hoch in die Wohnung, ADAC angerufen und einen Kaffee getrunken.

Und obwohl es ca. 1 Stunde dauern sollte, kam der rettende gelbe Engel bereits nach einer knappen halben Stunde…ein sehr netter und freundlicher Mensch in Plauderlaune  und innerhalb von 20 Minuten  war klar: Lichtmaschine ist in Ordnung,  die Batterie dagegen im Eimer…die läd nicht mehr auf …ich hab den unkomplizierten Weg gewählt  und die von ihm als Ersatzteil mitgeführte passende  Batterie gleich einbauen lassen…sonst hätte ich an diesen  Samstag Mittag  noch zu einer Werkstatt  fahren müssen….

Puhhh – wieder mal Glück gehabt….jetzt kann ich Pfingsten  doch mit dem  Auto, wie geplant, in die Lüneburger Heide fahren…. ich möchte bei Bispingen, Egesdorf in den Naturschutzpark ..

unentspannter Kollege

Ja auch die schönste und entspannteste Zeit macht mal Pause…diese Woche verlässt mich zum ersten Mal meine inzwischen schon fast gewohnheits-mässig vorhandene gute Laune.

Diese Woche ist beruflich herausfordernd….anstrengend. Was zum einen an dem Präsenz-Meeting am Dienstag lag und an der schlechten Laune meines Kollegen.

Dem Kollegen fällt es zunehmend schwer ruhig und gelassen auf die Fragen und Anforderungen der wieder vermehrt ins Büro kommenden andern Kollegen zu reagieren….es läuft einfach nicht rund und er hadert mit  Gegebenheiten, die er ohnehin nicht ändern kann..

…ich versuche weiterhin so wenig wie möglich zu fragen und mache meine Aufgaben ohne weitere Hilfestellungen alleine…wurschtel mich bei manchen Dingen einfach mal so durch….und meistens finde ich auch eine Lösung, damit  das Programm  das macht, was ich möchte….hahaha! Ja eine richtige Einarbeitung an dem Programm hab ich nicht bekommen…und das rudimentäre Wissen von früher hilft mir dabei auch nicht wirklich…also „learning by mistake“.

Nach dem Meeting  Dienstag bin ich am Mittwoch wie geplant ins Home-Office gegangen…zum Glück….doch bereits nach dem Mittag, mit Erledigung des Tagesziels mit Abgabedatum war bei mir die Luft raus., ich war platt…ich hab mich dann mit so ein paar Routinearbeiten noch beschäftigt, aber bereits kurz nach 15 Uhr konnte ich mich zu nichts mehr motivieren….na gut das ich  bereits um 6.30 Uhr  am „Heimarbeits-Schreibtisch“ angefangen habe …also FEIERABEND.

Den heutigen Bürotag hab ich fast stumm erledigt und wir sind Beide gut voran gekommen, aber auch heute war der Wurm bei ihm drin und mit seinem Lamentieren hat er mich immer wieder aus der Konzentration geholt, hab zugehört und bin darauf eingegangen… Mittags hab ich dann eine Runde um den Block gemacht, am Nachmittag noch den „Gang“  zum Postholen, das sind immer so 15-20 Minuten….lach….doch auch danach war der Kollege immer noch nicht wirklich gut gelaunt…und ich hab  halbwegs stumm weiter gearbeitet…

Irgendwann hatte er sein Tief überwunden und dann hab ich ihn auch schnell in das lange Wochenende verabschiedet….Morgen ist er im Homeoffice und ich im Büro.

Nach so einem Tag freue ich mich auf meine Wohnung. Tür zu, Schuhe aus, ab auf den Balkon und erst einmal durchatmen.

Soooo jetzt hab ich noch genau 4 Tage (incl. des Feiertags am Montag) um meine Datenübernahme zu beenden…. und ich hab nicht vor das ganze Wochenende damit zu verbringen….

…ich brauche noch ca. 1,5 – 2 Arbeitstage ….das sollte ich also hin bekommen. Durch das Meeting am Dienstag sind viele Ungereimtheiten weg gefallen….dafür sind neue Hinzu gekommen. Aber egal…ich habe jetzt für mich entschieden, wie ich es machen werde….sollte es im Nachhinein noch notwendig sein etwas zu korrigieren, dann mache ich das später….JETZT möchte ich mit dem aktuellen  Wissensstand zu den Projekten die Daten  FERTIG in unser System übertragen haben.

Dienstag ist der 2. Juni: Ende der Datenübernahme, RAPPORT nach DK und dann wird es hoffentlich wieder entspannter bei mir… und hoffentlich auch bei dem Kollegen.