Das Venedig des Nordens

Es ist kalt geworden und teilweise sogar richtig ungemütlich draussen….trotzdem bin ich Dienstag nach Feierabend mal wieder nach Ottensen gelaufen und danach weiter zum Altonaer Elbufer.

…und jetzt weiß ich warum Hamburg als das Venedig des Nordens gilt….wieviel Brücken es genau sind, weiß Niemand so genau, aber die Stadt sagt, es sind ca. 2.500 ….und damit mehr als in Venedig oder Amsterdam…..

Vom Altonaer S-Bahnhof bin ich auf verschlungenen Wegen kleine malerische Treppen rauf und runter gelaufen…über kleine Brücken spaziert, hab große Brücken passiert und hatte mehr als einmal das Gefühl von Brücke zu Brücke zu laufen…bis ich dann tatsächlich direkt im Hafen Altona und damit am Wasser ankam….wieder hinauf ging es später dann auch noch….und das war dann schon echter Sport haha.

Von oben hab ich auf den Hafen geschaut und ja diesen Büro-Komplex hab ich schon mehrfach bei Tageslicht gesehen:

Was ich aber erst jetzt in der Dämmerung wahr genommen habe, die Treppenstufen bis zum Dach sind tatsächlich begehbar und auch für die Öffentlichkeit freigegeben….es sind fast 120Stufen….und es sind relativ hohe Stufen….oben angekommen musste ich erst einmal meine Atmung wieder in den Griff kriegen…ich glaube ich muss wieder öfter Treppenlaufen….das Keuchen machte keinen sehr sportlichen Eindruck….räusper….ich glaube ich brauche wieder mehr Höhenunterschiede bei meinem Wanderungen (das ich das einmal freiwillig sage….hahaha)

Dafür war die Aussicht grandios:

Aber schon nach ein paar Minuten waren der Wind und der leichte Nieselregen sooo kalt, das ich mich schnell wieder auf den den Rückweg gemacht habe….

und wieder ein Tag mit insgesamt mehr als 10km auf dem Tageskilometer-Zähler…..ja ich bin zufrieden ….zum Abschluss des Tages gab es dann nämlich noch ein Fischbrötchen…..und zuhause einen heißen Tee zum Aufwärmen….

Reden und Kommunikations-Verhalten

Also ich kann nicht behaupten, das ich durch Corona weniger rede.

Nur die Gesprächspartner haben sich verändert. Hab ich vor Corona und bis Mitte des Jahres noch sehr viel mit meinen ehemaligen Kollegen und Freunden aus Hessen gesprochen, also mehr Abends in meiner Freizeit und nur wenig mit den Kollegen aus der 1. Firma hier im Norden, sind es nun zum großen Teil die Kollegen aus meinem jetzigen Job mit denen ich mich während der Arbeits-und Pausenzeiten unterhalte…dafür hab ich wesentlich weniger Unterhaltungen am Abend.

Positiv überrascht haben mich zusätzlich in dieser Woche gleich mehrere Kollegen…die sich mit ihren Fragen lieber an mich wenden, obwohl sie wissen, das der Controller dafür zuständig ist….darauf muss ich dann immer wieder hinweisen…

Die junge Kollegin z.B. gab ganz offen zu, das sie ein wenig Angst vor ihm hat. Ich kann sie verstehen, weil er im ersten Moment immer so abweisend am Telefon wirkt…das ist er auch bei mir…meistens löst sich dieses Gefühl aber nach ein paar Sekunden und er reagiert dann wieder normal….Witzigerweise hat man mir früher GENAU das GLEICHE nachgesagt…und es hat mich immer wieder überrascht, das mich die Menschen so wahr genommen haben…danach hab ich jahrelang an mir gearbeitet, um meine Außen-Wahrnehmung freundlicher wirken zu lassen, so das sie mehr im Einklang mit meiner inneren Haltung ist. DAS zumindest ist mir gelungen.

Mit anderen Worten, ich kann also relativ sicher davon ausgehen, das der Controller es gar nicht so meint und er sich seiner oft abweisend erscheinenden Wirkung gar nicht bewusst ist.

Andere Kollegen haben mich überrascht, weil sie auf einmal zu mir ins Büro kommen, um sich zu unterhalten…an Gespräche anknüpfend über Themen, über die wir uns schon vor einiger Zeit mal unterhalten haben…das hat mich gefreut, da es auch sehr junge Kollegen sind und die Unterhalten machen einfach Spaß.

…und zu guter Letzt hat mich noch unsere neue Quasi-Kollegin überrascht, die nun nach anfänglich sehr starker Zurückhaltung, wenigstens einmal am Tag für einen kurzen Plausch mit mir zusammen kommt….ist auch nicht leicht, mitten in Corona neu anzufangen…das kenne ich ja auch…

….und wir haben doch einige Gemeinsamkeiten über die ich immer wieder staune: auch sie ist nach privater und beruflicher Trennung aus einem anderen Bundesland in den Norden gezogen….und witzigerweise hat sie in der westfälischen Kleinstadt gearbeitet, in der ich aufgewachsen bin… und ist in der Stadt in NRW geboren, in der ich 18 Jahre gearbeitet habe…..hahaha….tja….da merkt man wieder einmal: die Welt ist ein Dorf….

Erst Blei – dann zäh

Erst Blei – dann zäh

Der heutige Montag startete etwas schleppend….warum ich ausgerechnet montags oft das Gefühl habe, Blei in den Knochen zu haben, bleibt mir schleierhaft.

Immerhin war das Wochenende locker und leicht und nicht anstrengend…hab auch genügend geschlafen.

Fast wie in Zeitlupe waren meine Bewegungen. Der Körper schien einfach noch zu schlafen…auch nach der Dusche. Inzwischen sind Morgen-Walkingrunden an den Homeoffice-Tagen zum Standard geworden…also los:

Und auch hier ging es langsamer als sonst….trotzdem war ich fast 1 Stunde unterwegs und mit dem anschließenden Kaffee war dann auch endlich mein Körper wach und einsatzbereit.

Fast die Hälfte des Tages hab ich heute versucht als Mittler die Kommunikationslücken zwischen Dänischen Kollegen untereinander und zu einem deutschen Dienstleister zu überbrücken und einen arg schiefgelaufenen Sachverhalt zu klären.

Es ist das alte Problem: zu viele Beteiligte, jeder kennt nur einen kleinen Teil der Geschichte, eine Abteilung versteht die andere nicht (trotz GLEICHER Sprache, aber mit fehlendem Fachwissen), keiner kennt die Zusammenhänge, aber jeder macht irgendetwas….und dann noch die Sprachbarriere in Richtung Deutschland….

Ja das war zäh, bis ich aus den Kollegen die Einzelheiten heraus-gekitzelt hatte, dann mit einem Telefonat zum Dienstleister noch andere Infos erfuhr, um dann das Ganze wie ein Puzzle zusammen zu setzen….um dann endlich zu begreifen was „wir“ da falsch gemacht haben und wie es zu lösen ist.

Also dann einmal auf Englisch das Konstrukt, den Fehler und die Lösung erklärt, damit jetzt endlich alle Beteiligten den gleichen Wissensstand haben…..dann noch einmal auf Deutsch an den Dienstleister eine entschuldigende E-Mail geschrieben…die haben sich zum Glück sehr schnell gemeldet und werden es nun unbürokratisch wieder richtig stellen….

Das betraf gar nicht meine Arbeit… eigentlich hätte ich mit meinem eigenen Kram genügend zu tun, aber eine der dänischen Kolleginnen hat mich freundlich gefragt, ob ich wohl helfen könnte…na klar.

Letztlich waren wir alle erleichtert…und ich hoffe die kommen nicht mit noch mehr Problemen dieser Art….na klar, alle haben sich bedankt und es hat ja auch Spaß gemacht…aber eigentlich sollten sich die dänischen Kollegen schon untereinander besser austauschen. Nicht das alle denken ich bin jetzt immer da, um die Kastanien aus dem Feuer zu holen…. hahaha

Bananenbrot?

Es gibt Rezepte da wundere ich mich, wo die auf einmal herkommen…warum das auf einmal so in aller Munde ist….so sichtbar, das man kaum noch daran vorbei kommt. Also in meinem Umfeld hat das bisher niemand gemacht. Woher kommt also dieser Trend.

So wie der Karottenkuchen z.B. die Herkunft ist wohl nicht ganz gesichert….aber sehr verbreitet in Frankreich, England und der Schweizu nd den man sogar inzwischen in vielen Cafès bekommen kann.

Oder auch das Bananenbrot, welches seinen Ursprung in Amerika hat.

Ich muss sagen, ich habe bisher weder einen Karottenkuchen, noch ein Bananenbrot je gegessen…und schon gar nicht gebacken…hab bisher nicht gewusst wozu…hahaha.

Wenn Bananen zu reif werden, ich diese also so nicht mehr essen mag, dann mache ich normalerweise einen Bananen-Milchshake daraus….aber warum nicht auch mal etwas Neues ausprobieren…

Hier ist es also: mein Bananenbrot:

Tja…was soll ich sagen: Wow – mega lecker!! und so einfach herzustellen.

Wie immer wenn ich etwas nicht kenne, hab ich mich durch mehrere Rezepte quer gelesen und dann daraus mein eigenes gemacht:

2 überreife Bananen, 2 Eier, 70g Zucker , 70g Butter verrühren, dazu 150g Mehl, 1Päck. Backpulver, etwas Vanille-Sirup zu einem fast glatten Teig verrühren (es dürfen ruhig ein paar Bananen-Stückchen dabei sein). In eine gefettete Kastenform geben und für 35 Minuten bei 180g Umluft backen…..

Ich habe bewusst weniger Zucker und Butter genommen, als in den Rezepten stand…und es reicht auch, da die überreifen Bananen ja selber schon sehr süß sind…

Hätte nicht gedacht, das es so lecker ist…und die Banane schmeckt man richtig gut…hmmmm ich glaub beim nächsten Mal werde ich noch ein paar Schokostückchen zum Teig dazu geben- grins….

Alsterquelle versiegt

Gut ausgeschlafen hab ich mich früh am Morgen,, aber erst NACH dem Sonnenaufgang, auf den Weg gemacht…mein heutiges Ausflugsziel: Alster-Quelle und Henstedter Moor.

Für den Tipp mit der Alsterquelle bedanke ich mich bei Wolfgang V. 👍🌼

Für das Auto war schnell ein Parkplatz gefunden, dann ab in die Wanderschuhe und den Rucksack geschnappt und los ging es ….und schon kurz nach dem Start hab ich die erste Gelegenheit genutzt, einem kleinen unscheinbaren und unbefestigtem Weg zu folgen.

Solche Wege ziehen mich immer an….so bin ich zwar nicht direkt an der Alsterquelle gelandet…vorerst nicht…sondern war sehr schnell im Henstedter Moor. Das Schönste dabei war, das es sehr viele dieser kleinen, unscheinbaren, unbefestigten Wege gab….seeeeehr schön…

Irgendwann mitten im Wald, auf einem dieser kleinen Wege, sprang ganz unvermittelt ein Reh auf meinem Weg…um gleich auf der anderen Seite im Wald Zuflucht zu suchen…Da blieb es stehen und schaute sich zu mir um…Ich war sofort stehen geblieben…..und da kein weiteres Reh mehr nach kam…bin ich langsam weiter gegangen….und das Reh trottete weiter…weg vom Weg…Für ein Foto ging alles zu schnell….haaach das war schön.

Es war ja erst 8.30 Uhr als ich die Wanderschuhe anzog….und die ersten 1,5 Stunden war es auch hier unglaublich still…erst später kamen dann die Hundebesitzer, Jogger und Nordic-Walking-Läufer.

Aber bis dahin, war es wunderschön…und fast am Ende meiner Tour, hab ich dann auch noch die Alsterquelle angesteuert…Die Quelle liegt unter der sehr schönen Platte…aber wie man sieht, ist diese komplett zu sehen…es fließt kein Wasser.

Ich hatte bereits im Internet lesen, die Quelle droht wohl schon seit mehr als 1 Jahr zu versiegen…sehr schade….

Aber ein Ausflugsziel ist es allemal…und die Umgebung mit dem Naturschutzgebiet ist wirklich sehr schön zum laufen…hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal.

Mit etwas mehr als 9km war es eine schöne Tour…und dann war ich auch froh wieder am Auto zu sein…das nächste Mal, starte ich hier doch noch früher….es ist wohl ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet…hahaha

Advents-Deko

Advents-Deko

Den Samstag hab ich bisher dazu genutzt, die Adventsdeko zu gestalten, die Wohnung zu putzen und zu kochen.

Neben verschiedenen Deko-Schalen, hab ich natürlich auch meinen Adventskranz fertig bekommen…den fertig gebundenen Kranz hab ich gekauft….und dann selber dekoriert. Da ich alles immer nur stecke und nicht klebe, benutze ich die gleichen Teile immer wieder…naja…es kommen natürlich auch neue Teile hinzu…aber meistens sind diese schon mehrere Jahre alt:

Nach einer koch-faulen Woche, hatte ich für heute Mittag einen Karoffel-Rosenkohlauflauf mit Bacon und dazu ein frisch im Backofen gegrilltes Hähnchen.

Vom Hähnchen war ich begeistert….das Fleisch war saftig und lecker…kein so dröges Ding….dazu die Haut knusprig. Es war ein frisches deutsches Hähnchen und es war kein kleines….

Ich hab in der letzten Zeit wesentlich weniger Fleisch konsumiert, als ich es sonst tue, einfach nur, weil ich keine Lust dazu hatte, ohne das es dazu einen speziellen Anlass gab.

Und dieses Hähnchen war sooo lecker, wie schon lange keines mehr… es schmeckte einfach, wie gutes Fleisch für mich schmecken soll.

Da war es schon kalt und die 1.Hälfte verspeist….diese hier gibt es dann Morgen

Kein Vergleich mit den fetttriefenden Chicken Wings die ich vor kurzem hatte oder die kleinen gefrorenen Hähnchen aus dem Supermarkt.

Oder kennt Ihr diese Hähnchenwagenm die überall regelmäßig stehen, da duftet es immer so lecker…..aber das Fleisch selbst riecht scheußlich und schmeckt im besten Falle nach nichts….Das hab ich schon vor langer Zeit aufgegeben.

Als ich vor Jahren noch in Frankfurt -Rödelheim gewohnt habe, das gab es einen festen Imbiss mit leckeren 1/2-Hähnchen…nach Selbst-gebratenen, waren das, die Besten…..da war ich früher regelmäßig ….aber auch die haben im Laufe der Jahre etwas verändert…und es schmeckte zum Schluss einfach nicht mehr ganz so gut…aber immer noch besser, als an diesen Hähnchen-Wagen.

Sooo und jetzt wollte ich eigentlich noch meinen Balkon dekorieren…aber gerade hab ich gar keine Lust mehr…hier drinnen ist es so gemütlich…ich bleibe noch eine Weile auf der Couch und freue mich auf ein Glas heissen Früchte-Tee.

Nachts an der Elbe

Nachts an der Elbe

Wenn man in Hamburg einmal in Ruhe an der Elbe entlang spazieren möchte, dann geht das nur spät am Abend.

Ich bin also gestern, nach meinem sehr späten Einkauf, nach Blankenese gefahren. Warm angezogen und mit genügend Licht ausgetattet bin ich von Blankenese, über Teufelsbrück bis kurz vor Övelgönne gelaufen….Immer auf der Promenade an der Elbe entlang….

Dabei war es nicht nur kalt und trübe, sondern es wurde auf dem Wasser immer nebeliger und nebeliger, während aber der Mond über mir klar strahlte…was die Stimmung durch die spärliche Beleuchtung an der Promenade noch einmal verstärkte…

….dafür war es nahezu menschenleer.

Kurz vor Övelgönne bin ich dann von der Promenade direkt über den Elbstrand bis ans Wasser gegangen (dort wo es möglich war, ohne sich gleich alle Gräten zu brechen…und die Dunkelheit und der Nebel auf der Elbe waren sehr dicht….die Wellen rauschten an den Strand und aus dem Nebel hörte man die Maschinen der vorbeifahrenden Schiffe …von denen sah man nur die Lichter…mehr nicht.

Genau in diesem Moment musste ich an die alten Edgar Wallace Filme denken ,mit dem Londoner Nebel über der Themse…hahaha…fühlte mich aber NICHT unwohl dabei.

Es war ein schönes Gefühl von Leben und von Freiheit.

Mit der Nase voran

—habt Ihr schon mal überlegt, welcher Teil Eures Körpers als 1. durch eine Tür geht?…. nicht lachen…das hängt ganz davon ab, wie Eure Körperhaltung ist.

Also meine Körperhaltung ist immer noch sehr gerade…und wie es so schön bei den Standard-Tänzern heißt: Ein guter Tänzer steht über dem Fuß…d.h. der gesamte Körper ist gleichauf mit dem Fuß/Knie. Das gesamte Gewicht befindet sich damit „unter“ dem Körper. Eine optimale Lastenverteilung für die Gelenke. Der Oberkörper ist also weder vorgebeugt noch nach hinten verlagert.

Beim Gehen gibt es also 2 Körperteile die VOR dem Körper sind: das Knie und……… die Nase!

Hahahha und das hab ich mal wieder überprüft…als ich nämlich vor 2 Tagen im Büro dachte, ich gehe durch eine geöffnete Glastür… aber stattdessen mit ziemlicher Wucht gegen die Glaswand daneben prallte.

RUMMMS …..DAS hat gesessen!!!

Der Schmerz an meiner Nasenspitze und am Nasenrücken war schon echt heftig…so das ich im 1. Moment etwas benommen war….musste mich hinsetzen. Aber mir wurde weder schwarz vor Augen, noch wurde mir schlecht. Die Nase war 1,5 Tage berührungsempfindlich, aber sie ist nicht gebrochen.

Das mein Knie auch gegen die Scheibe prallte war fast nebensächlich….

Also ich kann bestätigen, meine Haltung ist auch Jahre nach Ende meiner Tanzzeit immer noch so, wie ich es von den Trainern gelernt habe. Dazu hätte ich aber eigentlich keine Glaswand benötigt.

Zum Thema Glaswände in unserem Büro gab es inzwischen schon einige Teammeetings und es wird auch geändert…aber durch die Corona-Lage verzögert es sich die Umsetzung noch ein wenig.

Aber Anfang dieser Woche waren 2 Herren dieser Firma zum Ausmessen vor Ort….alle Glaswände und Türen bekommen einen Sichtschutz auf „Augenhöhe“…damit sollte diese Unfallgefahr dann auch gebannt sein .

Pizza Italiana

Also das sieht doch sehr nach einer typischen italienischen Pizza aus …also finde ich …

Der Teig ist zwar nur 1,5 Stunden gegangen , aber er war super elastisch und lies sich bestens zu einer von handgeformten Pizza zurecht kneten.

Mit Tomatensoße, Champignons und Zucchini und Mozzarella belegt und ab in den heißen Ofen…so heiß wie der Ofen kann. Ohhh die Pizza war sehr knusprig und super lecker.

Da ich etwas mehr Teig hatte, als ich eigentlich brauchte, hab ich am Abend aus dem Rest noch 2 Baguette-Brötchen gebacken…..

Hmmm ,also wenn man es genau überlegt woraus eine normale Pizza besteht, dann ist sie nichts anderes als ein belegtes Brötchen…nur warm.

Es ist ein flaches Brötchen, mit einer Grundlage aus Tomaten (anstelle der Butter), darauf kommen evtl. Schinken, Salami-Scheiben, Thunfisch ….aber auf jeden Fall Käse. Also ein gutes, alt-bekanntes warmes Käse-Brötchen hahaha

…aber auf jeden Fall ist ein Pizza ein Genuss und ein Stück Lebensfreude auf dem Teller…was man von einem Käse-Brötchen nicht so wirklich behaupten kann. Obwohl – ist ja alles eine Sache der Perspektive….

Sandige Erinnerungen

Ich liebe Sand…vor allem am Strand und auch in meinen Dekoschalen…im Sommer…wenn es warm ist und der Sand einem das Gefühl gibt, DAS ist jetzt so richtig Sommer.

…Aber im Essen? Hmmm – neeee, da macht Sand dann überhaupt keinen Spaß mehr…und wer ist schuld? ICH!

Da hatte ich doch den frischen Grünkohl vom Hofladen gekauft…ganz grob zerkleinert….und ja ich hab ihn natürlich gewaschen und dann weiter zerkleinert….Aber scheinbar hab ich nicht die notwendige Sorgfalt dabei an den Tag gelegt.

Und knirscht es nun bei jedem 2. Bissen im Mund….grummel. Der Grünkohl ist wirklich gut gelungen, sehr lecker…ganz klassisch gekocht…aber so richtig Freude bereitet das Essen nicht…hahaha selber schuld.

Und erst mit dem Knirschen des Sandes zwischen meinen Zähnen erinnere ich mich an die Zeiten in denen ich meinen Vater ausgelacht habe weil…

…er jede Grünkohl-Ernte (aus dem heimischen Garten) zelebriert hat. Dazu wurde die Badewanne mit kalten Wasser gefüllt, der Grünkohl hinein gegeben und eines von uns Kindern musste dann den Kohl in dem kalten Wasser „waschen“…also untertauchen, wenden, untertauchen, wenden…dann wurde das Wasser abgelassen und erneut mit frischem Wasser gefüllt…und dann das gleiche Spiel noch einmal.

Am Ende dann wurde der Kohl noch einmal abgebraust und mit Hilfe von Handtüchern trocken getupft und dann erst klein geschnitten.

Wie gesagt, ich hab ihn öfter mal ausgelacht, weil ich den Aufwand absurd fand…und ganz ehrlich, in den letzten Jahren hat meine Art des nur kurzen Grünkohl-Waschens immer ausgereicht…hab ich wohl Glück gehabt.

Okay….also zukünftig werde ich den Grünkohl auch mehrmals waschen…allerdings nicht in der Badewanne…dafür sind meine Mengen einfach zu klein.

Aber immerhin hab ich wieder ein Stück Kindheits-Erinnerungen hervor geholt.

Eine weitere, nicht ganz so spaßige, Erinnerung ist, das mein Vater einmal spät abends noch Hunger auf den Grünkohl hatte und er, weil betrunken, vergass, die Herdplatte danach wieder auszustellen. Die lief zum Glück nur auf kleiner Stufe… Am nächsten Morgen kommt meine Schwester in die Küche: alles voller Rauch, der Kohl auf dem Herd hoffnungslos mit dem Topf zu einer verkohlten Masse verschmolzen….jaja….