Deftige Hauptgerichte und saftiger Kuchen

Am Abend ging es dann, jetzt in frischen trockenen Klamotten, noch in ein griechisches Restaurant….gut das wir einen Tisch reserviert hatten…es war unglaublich voll…und immer noch kamen mehr Menschen und fragen nach einem freien Tisch….das Restaurant ist groß und gemütlich (wurde während der Pandemie komplett renoviert) und gerade bei den Dänen ist es wohl sehr beliebt. Das konnte man auch anhand der Autos auf dem Parkplatz sehen.

Es war aber nicht nur voll, sondern wurde im Laufe des Abends auch immer lauter…die Kellner hetzten den ganzen Abend über die Gänge….vermieden oft den Augenkontakt, um ja nicht noch mehr Bestellungen aufnehmen zu müssen….ich kann es verstehen, die taten mir echt leid….aber wenn sie dann mal an unserem Tisch stehen blieben, waren sie auch unglaublich freundlich und lustig….Das Essen war richtig gut…ich weiß nicht, wie die das immer schaffen, aber Leber und Lamm waren der absolute Hit.

Wir hatten einen lustigen Abend und überhaupt einen schönen entspannten Tag, aber ich hatte schon im Voraus gesagt, das ich am gleichen Abend noch nach Hause fahren würde….das tat ich dann auch. Der Tag tat mir richtig gut.

Den Sonntag blieb ich dann auch zuhause und habe es mir gut gehen lassen. Hab am Mittag nur eine Walkingrunde eingelegt. Dafür hab ich dann aber auch mal wieder deftig gekocht…zuerst einen Schweinekrusten-Braten mit Schmorgemüse im Backoffen, dazu gab es Pellkartoffeln:

und im gleichen Bräter hatte ich noch Platz für eine kleine Schweinshaxe…die war etwas länger im Ofen und hatte dadurch die perfekt Schwarte – nämlich knusprig:

Die Haxe gibt es heute zum Abendessen mit Rosenkohl und Kartoffelpürree….allerdings ohne die knusprige Schwarte…die hab ich gestern schon weg geknuspert….hahhaa

…und einen Blitz-Mandelkuchen OHNE Mehl hab ich gebacken. Der Kuchen besteht nur aus Mandeln, Butter, Eiern und Zucker und ist sehr saftig und beim Rausnehmen aus der Form auch gleich mal durchgebrochen….ich muss zugeben, so ganz ohne Mehl schmeckt der Kuchen zwar intensiv nach Mandeln, aber mir ist meine bisherige Variante mit etwas Mehl und Milch lieber…damit ist die Konsistenz etwas fester und ist eher das, was ich als Kuchen zum Kaffee bevorzuge…

An der Nordspitze – Holnis

An der Nordspitze – Holnis

Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich Samstagmorgen nach Flensburg zu Schwester+Schwager gefahren. Mir war klar, dass ich das eine Thema mit meiner Schwester noch einmal erörtern muß und außerdem begleitete mich während der gesamten Fahrt heftiger Regen. Na – das wird wohl nichts mit unserer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Geltinger Birk….mein Schwager ist wasserlöslich…also zumindest seine Laune löst sich bei Regen sehr schnell auf.

Aber zuerst saßen wir in der Stubb und es gab sehr leckeren frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und dazu Kaffee …und ich hab mir meinen Frust über ihre merkwürdige Reaktion und fehlende Anteilnahme auf meine depressive Verstimmung von der Seele geredet…damit ist das Thema für mich auch erledigt.

Über die vielen verschiedenen Socken haben sich Beide sehr gefreut und mein Schwager hat seine Wetter-App im Auge behalten…es sollte am Frühen Nachmittag tatsächlich besseres Wetter geben, sogar mit Sonnenschein….meine App zeigte es nicht und auch vorstellen konnte ich es mir bei dem Wetter auch nicht…aber wäre ja schön, wenn es ginge…

Da wir alle Drei aktuell Probleme mit dem Laufen haben, haben wir uns dann für die nähergelegene Halbinsel Holnis entschieden…auch dort kann man wunderbar an der Förde entlanglaufen und trotzdem kann man die Strecken besser abkürzen, falls erforderlich. Wir sind am Yachthafen losgelaufen, zum Holnis Kliff und weiter bis zur Nordspitze, auf der anderen Seite ging es dann zurück, entlang des Surfstrands und dann quer rüber wieder zum Parkplatz.

Es war teil windig und kalt, dann wieder windstill und warm…es kamen ein paar Tropfen Regen runter…aber es war wunderschön.

tatsächlich kam zwischendurch sogar mal die Sonne raus…

aber dann zog sich langsam wieder alles zu und der Himmel wurde dunkler und bedrohlicher, bis er ganz schwarz war, der Wind frischte auf und mein Schwager warnte vor einem heranziehenden Gewitter….war aber der Meinung das trifft uns nicht direkt….Bis es dann doch über uns hereinbrach.. Da hatten wir den größten Teil des Rückwegs, schon hinter uns….der Sturm kam von Vorne zusammen mit dem kräftigen Regen und vor uns schien sogar teilweise noch die Sonne….ja es gab auch einen schwachen Regenbogen.

Wir waren länger unterwegs und sind weiter gelaufen, als eigentlich geplant, aber gerade diese Naturgewalt mit Regen und Wind tat mir unglaublich gut…ich fühle mich dabei so lebendig…spüre die Kraft der Natur, atme die salzige frische Luft und finde es herrlich…mein Schwager stapfte etwas missmutig im Regen hinter uns her (wie gesagt, er mag es nicht, nass zu werden – dabei waren wir mit Regen- und Windjacken gut ausgerüstet)…aber letztlich waren wir alle Drei froh, die Tour gemacht zu haben.

Die zurück gelegte Strecke betrug dann auch bei mir 9,53km…die Tracker der Beiden zeigten nur leichte Abweichungen …was mich immer wieder beruhigt, zeigt es doch das die Streckenaufzeichnung gut funktioniert. Das es nie die exakt gleiche Strecke anzeigt, liegt einfach auch daran, jeder läuft mal einen Schlenker, um sich etwas anzuschauen oder einer läuft wieder ein Stück zurück, weil der andere noch auf etwas hinweisen wolle.

Wieder mal nicht richtig hingeschaut

Meine Zahn-Zusatzversicherung habe ich jetzt bereits seit 15 Jahren, ein paar Leistungs-Anpassungen kamen so nach und nach hinzu, um mich vor zukünftigen hohen Zahnarztkosten zu schützen…bis ich feststellen musste, dass die vertragliche Leistung gar nicht so dolle ist…es gibt bessere Verträge – die zwischen 90 bis zu 100% der Kosten übernehmen. Meine Versicherung bezahlt zusätzlich nur denselben Betrag, den die GKV übernimmt…und da die Kassenleistung immer weiter reduziert wurde, komme ich damit auf ca. 60% Kostenabdeckung und den Rest muss ich dann immer noch selber bezahlen.

Bereits 2x hab ich die herein flatternden Angebote in Verbindung mit meiner Krankenkasse verpasst anzunehmen. Diese Angebote haben den charmanten Vorteil, das eine Vorabprüfung des Gesundheitszustandes entfällt, mehr Leistungen inkludiert sind und eine höhere %uale Erstattung ermöglichen, als meine bisherige Versicherung.

Nun kam vor ein paar Wochen wieder so ein Angebot und dieses Mal wollte ich den Wechsel ernsthaft prüfen und hab mir jetzt die Mühe gemacht meine bisherigen Vertragsbestandteile mit dem neuen Angebot zu vergleichen. Was gar nicht so einfach ist, weil die Bezeichnungen der einzelnen Teil-Tarife und die darin enthaltenden Bestandteile bei beiden Versicherungen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.

Also hab ich mich heute Morgen endlich mal mit damit beschäftigt, welche Tarife, welche Leistung beinhalten, welcher Anteil wird wofür erstattet und wie teuer sind die jeweiligen Teil-Tarife.

Ich hatte mich zwar schon immer darüber gewundert weil so viele Zusatz-Tarife in meiner Versicherungspolice enthalten sind, hab mir aber nie die Mühe gemacht, die einzelnen Tarife zu hinterfragen.

Als ich den Vertrag damals abgeschlossen habe, hab ich mich wohl nur von dem Werbeprospekt überzeugen lassen und hab nie alles Einzeln nachgelesen, nur so kann ich es mir erklären, das ich jetzt – nach 15 Jahren, auf einmal realisiere, das ich bei dieser Zahnzusatzversicherung seit 2007 auch eine Krankenhaus-Tagegeld-Versicherung abgeschlossen habe, die mich pro Monat sage und schreibe fast 7 EUR kostet. So eine Versicherung hab ich bisher nicht gebraucht und finde es auch für mich überflüssig.

Das neue Angebot des anderen Anbieters habe ich genau durchforstet und auch mit der Wartezeit in den ersten Jahren, in denen die Erstattungs-Beträge gedeckelt sind, würde ich mich besser stellen….und so richtig teuer mit dem Zahnersatz wird es dann i.d.R. bei den Meisten ja erst mit dem Rentenalter. Jetzt ist daher der richtige Zeitpunkt den Wechsel zu machen.

Sympathischer werden mir Versicherungen damit immer noch nicht wirklich….aber immerhin kann ich damit in der Zukunft tausende Euro sparen…das sehe ich jetzt gerade bei dem Rentner aus Hessen und seiner Frau. Die Kosten für ihre fast 2 Jahre dauernde Odysse bei der Behandlung hätten, lt. seinen Aussagen, fast für den Kauf eines Mittelklasse-Autos gereicht.

Junge Kollegin- Anspruchshaltung

Donnerstag hab ich mich mit meiner ehemaligen Kollegin Kim zum Abendessen in Hamburg getroffen…Sie arbeitet inzwischen schon 2 Monate nicht mehr bei uns und in ihrer neuen Firma läuft es nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat….sie ist bereits nach so kurzer unzufrieden und sucht schon weiter. Soweit ist es nichts Ungewöhnliches…das passiert leider, das ein Wechsel keine Verbesserung bringt.

Ganz interessant finde ich jedoch ihre Auswahlkriterien….sie ist ja noch jung und muss sich erst noch beweisen, sucht sich ihre Jobs jedoch nicht so aus, das man eine Steigerung in ihrem Aufgabengebiet erkennen kann, sondern das 1. Kriterium ist die Bezahlung und das 2. Kriterium ist, das das Unternehmen einen großen Namen haben muss.

Sie hatte sich für einen in der Branche sehr großen und bekannten Namen entschieden, hatte den Vertrag unterschrieben und wollte ihn dann doch nicht antreten, obwohl bei Nicht-Antritt eine Vertragsstrafe zu zahlen war. Mittels einer ziemlich dreisten Lüge, ist sie aber darum herumgekommen. Der Job wäre international gewesen und sie hätte mit ihrem jetzigen Wissen gut drauf aufbauen können, hätte sogar innerhalb der Firma ins asiatische Ausland wechseln können, was sie auch gerne wollte…Die Bezahlung war jedoch nicht ganz nach ihrem Geschmack.

Sie hat dann einen anderen Job angenommen, mit einem höheren Gehalt, arbeitet aber nicht in dem Bereich, den sie gerne hätte und schon nach einem Monat ist ihr das Gehalt auch schon wieder zu niedrig und sie möchte weiter wechseln. Ihr Anspruch ist eine JÄHRLICHE Gehaltserhöhung von mindestens 10%. Was für ein Anspruch – Da bin ich dann auch einfach mal sprachlos.

Ich bin seit 36 Jahren im Beruf und na klar ist es heute einfacher mehr Geld zu bekommen, als vor ein paar Jahren…aber ich kenne das so, das mit einer höheren Erfahrung, Übernahme von Projekten, Übernahme von Verantwortung, im Laufe der Zeit das Gehalt steigt, dazu muss man den Vorgesetzten aber zeigen, was man alles leistet, das man sich kümmert und engagiert ist….

Na gut, außer man arbeitet für ein tarifgebundenes Unternehmen, wo Gehaltserhöhungen regelmäßig kommen und immer für alle gelten…aber da sind die Erhöhungen auch meistens eher moderat….das bekommt man in tarif-ungebundenen Unternehmen mit 1-3% Gehaltserhöhung dann auch oftmals…kann sich aber nicht darauf verlassen, das man jedes Jahr überhaupt eine Erhöhung bekommt.

Jetzt hat sie gerade eine Absage von einem prestigeträchtigen Unternehmen erhalten, weil ihr noch die Erfahrung fehlt und es fällt ihr schwer das zu akzeptieren. Ein anderes renommiertes Unternehmen bietet ihr einen Job an, den sie auch bei uns schon gemacht hat, mehr Geld bekommt sie dafür – aber sie will den Jobtitel nicht, weil ihr das nicht hoch genug klingt…aber für den Job gibt es nur den Titel. Einen Job als Teamleitung könnte sie in einer anderen Firma evtl. bekommen, den traut sie sich aber noch nicht zu (es fehlt ihr hier nicht nur an längerer Erfahrung, sondern auch an Selbstbewusstsein)

Ihren Gedankengängen zu folgen finde ich zwar interessant, kann ihre Sichtweise jedoch nicht verstehen…auch viele Antworten, die sie in Bewerbungsgesprächen gesagt haben will, finde ich erschreckend…aber vielleicht gehört das zur neuen Generation „Start-up“ auch mit dazu.

Ein Beispiel:

Frage: warum wollen Sie Teamleiter werden

ernsthafte Antwort: Weil ich zu faul bin, alles selber zu machen

Ich weiß nicht, ob das eine so optimale Antwort ist…ich hab noch einmal nachgefragt…das hast Du nicht wirklich geantwortet oder? Doch hat sie. Aber das hast Du als Scherz gesagt ja? – nein das war ernst. Angeblich wäre diese Antwort gut beim Fragenden angekommen…aber, das kann ich kaum glauben.

Nun gut, ich bin seit vielen Jahren in einem klassischen seriösen Beruf tätig, sie ist jung und das ist ein zwar nicht neues, aber innovatives Geschäftsumfeld….vielleicht ticken die jungen Chefs heute auch anders.

Ich hab ihr öfter während des Gesprächs gesagt, das ich solche Antworten bei der Suche nach neuen Mitarbeiten nicht hätte hören wollen…außer als Scherz, wenn die Atmosphäre beim Gespräch es zugelassen hätte.

Ich halte mal für mich fest: Ich verstehe manche junge Menschen einfach nicht und wundere mich über deren Anspruchsdenken.

Von Wintersocken und Kontrolle behalten

Es ist schon lustig, wenn ich mich mit Kollegen, Nachbarn oder Freunden unterhalte und dabei erwähne, dass ich gerade meinen Vorrat an dicken Wintersocken / Kuschelsocken aufgestockt habe, bekomme ich von Allen das Gleiche zu hören: JA – darüber haben wir auch schon nachgedacht.

Es ist der „Klopapier-Effekt“ während der Corona-Krise….Ich als Normalbürger habe keinen Einfluß auf die Gesamtlage und kann eben auf eine Corona-Virus-Pandemie nicht staatsmännisch reagieren.

Da fühlt man sich als Einzelner nicht handlungsfähig….möchte aber handeln – immerhin ist es kein schönes Gefühl, das eigene Leben nicht mehr ganz allein unter Kontrolle zu haben, fremd bestimmt zu sein….

…den Psychologen zu Folge war es nur natürlich, dass viele Menschen, innerhalb ihrer Möglichkeiten, dann gehandelt haben, indem sie Dinge des täglichen Lebens gehortet haben, wie wir in Deutschland als Beispiel das Klopapier. Es kostet wenig und bringt das Gefühl von „ich tue aktiv etwas“ um die Kontrolle zu behalten.

Jetzt mit der drohenden Gaskrise für den kommenden Winter, haben wir den gleichen Effekt…es kommt etwas auf uns zu, das uns verunsichert: haben wir genug Gas und Strom um durch den Winter zu kommen?

Was kann der Einzelne tun, wenn uns auferlegt oder zumindest dringend angeraten wird, die Raumtemperaturen zu senken und sparsam mit den Ressourcen Strom, Gas und Wasser umzugehen.

Ja klar – viele fühlen sich gleich in ihrer Freiheit bedroht und reagieren aggressiv auf jeden Vorschlag, jede Anmerkung. Nehmen alles wörtlich und extrem persönlich. Ich finde solche Reaktionen kindisch und absolut unangebracht und gewöhne es mir gerade wieder einmal ab, die Kommentare zu den Artikeln zu lesen…das ist oft unterste Schublade, obwohl es sich um seriöse Zeitungen handelt, wo man solche Kommentare eigentlich von der Leserschaft nicht erwarten würde.

Aber die Empörungs-Neigung der Deutschen, wenn es um IHRE eigene Wohlfühl-Freiheit geht, ist seit der Pandemie in meiner Wahrnehmung, extrem stark angewachsen: nur ja keine Vorschläge ob es sinnvoll ist, täglich zu Duschen oder ein Waschlappen eine Alternative sein könnte…Also wo kämen wir denn dahin, wenn von uns VERLANGT wird, über unser eigenes Verhalten nachzudenken….Wer bitte maßt sich an, auch nur öffentlich darüber nachzudenken, wo der Einzelne sein Verhalten anpassen könnte. Nein, so etwas mögen die Kommentar-Schreiber ganz und gar nicht.

Ich nehme aber an, das die schweigende Mehrheit, es genauso macht, wie ich ….ruhig und mit einem Gefühl von „Was-kommt-da-wohl-noch-auf-uns-zu“-Unwohlsein sein eigenes Verhalten zu überdenken und mit kleinen Änderungen im Alltag, wieder ein besseres Gefühl von „das-schaffen-wir-schon-irgendwie“ zu bekommen..

Und so hab ich für das Wochenende, statt eines Blumen-Arrangements für den Balkon, als Mitbringsel für Schwester+Schwager, ein buntes Potpurri verschiedenster Winter-Socken zusammen gestellt. Wir sind zuhause alle Drei Sockenläufer: Dicke Wollsocken mit Anti-Rutsch-Noppung, Socken mit Alpaka-Wolle, gefütterte Outdoorsocken mit hohem Wollanteil, Socken als Hausschuh-Ersatz mit Plüsch und Kuschelsocken in Rosa-Tönen (also, die nur für meine Schwester…ich glaub mein Schwager war froh, das er keine davon in seiner Größe in meinem Geschenkkorb fand….hahaha).

Ich habe tatsächlich fast 2 Wochen gebraucht, mehrere Geschäfte durchforstet und auch noch extra im Internet bestellt, bis ich alles für uns zusammen hatte, was ich als sinnvoll und schön empfand.

Fazit: Das war eine Aktion…ich habe gehandelt und halte das Ergebenis nun in meinen Händen. Ich (wir) sind nun vorbereitet. Ich fühle mich gut damit…und während ich das schreibe, hab ich ein paar Socken aus Allpaka-Wolle an den Füßen und eine Strickjacke an, die Baumwolldecken liegen in Griffweite, die Steckdosenleisten haben alle Ausschalter, die Fenster schließen richtig und mir …mir ist bei 18 Grad in der Wohnung gut warm und ich fühle mich wohl….also der Winter kann kommen…ich bin vorbereitet.

Entscheidungen und Routinen

Wir treffen jeden Tag hunderte von Entscheidungen….oft bewusst, die meisten jedoch ganz unbewusst. Stehe ich jetzt auf oder bleib ich noch ein paar Minuten liegen, gehe ich erst ins Bad oder schalte ich zuerst die Kaffeemaschine ein, ziehe ich die blauen Socken an oder die Schwarzen..entscheide mich für die Blauen, nur um fest zu stellen, das ich mich am Ende für ein komplett schwarzes Outfit entschieden habe. Wenn ich mich nun noch für die schwarzen Boots entscheide, können die blauen Socken bleiben (sieht dann keiner), nehme ich die Sneaker, muss ich die Socken noch einmal wechseln.

Und so geht es den ganzen Tag. Was uns dabei hilft unseren Geist zu entlasten sind Routinen. Meine Routine hilft mir mich nicht jedes Mal bewusst entscheiden zu müssen…Also stehe ich auf und schalte erst die Kaffeemaschine an und dann gehe ich ins Bad. Darüber brauche ich nicht nachzudenken…das passiert quasi automatisch.

Entscheidungen zu treffen fällt mir aber meistens ziemlich leicht….ich treffe sie zügig und dann mache ich es auch. Egal, ob es um leichte Entscheidungen geht (Socken) oder um Lebensverändernde (Wohnortwechsel). Sobald ich mich entschieden habe, hinterfrage ich diese Entscheidung nicht mehr, sondern steuere mein Ziel direkt an.

Und deshalb finde ich es auf der anderen Seite ziemlich lustig (also im Nachhinein), das ich gestern so einen Tag hatte, wo ich mich überhaupt nicht entscheiden konnte…ich stand mir quasi ständig selbst im Weg und dabei ging es doch bloß um eine Walkingrunde in Hamburg.

Ich hatte mich bereits mittags entschieden: ich fahre am später Nachmittag mit dem Auto bis zum Fähranleger Teufelsbrück, stelle das Auto ab und laufe mal wieder in der beginnenden Dunkelheit an der Elbe entlang. Solche Entscheidungen treffe ich ja quasi täglich….ob ich raus gehe, wann ich raus gehe, wo ich meine Runde drehen möchte.

Aber dann ging es los….och nööö, ist so ungemütlich Draußen, boa extra bis zum Teufelsbrück fahren, geht doch auch in Wedel am Schulauer Fähranleger, warum überhaupt ins Auto setzen und bis Wedel fahren, geht doch auch hier im Ort…neee möchte aber doch nach Hamburg….okay mein Kompromiss mit mir selber: ich nehme den Elbhöhenweg in Wedel.

Aber ich kam nicht wirklich los, hab immer noch anderes gemacht und inzwischen war es schon weit nach 20 Uhr und komplett dunkel draussen….hmmm soll ich jetzt noch fahren oder nicht….ich bin dann tatsächlich gefahren und in kompletter Dunkelheit den Elbhöhenweg entlang gelaufen…also gut, so mit Taschenlampe hier entlang zu laufen war jetzt nicht viel anders, als wenn ich bei mir im Ort meine Standardrunde genommen hätte. Einziger Unterschied hier in Wedel konnte ich die Elbe in der Dunkelheit schemenhaft erkennen.

Die Ernüchterung kam dann schnell: die Strecke war mit 3km deutlich kürzer als meine Runden hier im Ort (irgendwie hatte ich sie länger in Erinnerung), ich war auf der Rückfahrt hundemüde und musste mich stark auf die Fahrt über die Landstraße konzentrieren und dann hab ich zuhause auf den Kalender geschaut und festgestellt, dass ich MORGEN sowieso an die Elbe fahren werde….na das hätte mir ja auch mal früher auffallen können, das war ja eine echte Glanzleistung….hahahha

Egal – immerhin bin ich draußen gewesen und hatte eine kleine Walkingrunde…und anschließend hab ich extrem gut geschlafen.

Und heute am Sonntag werde ich dann tatsächlich nach Hamburg fahren…einen Abstecher in die Innenstadt machen…ich möchte endlich mal wieder in ein Cafè gehen und anschließend gehts an die Elbe…seit ich hier lebe, gehe ich am Geburtstag und am Todestag meines Vaters an die Elbe, mit einem kleinen Blumengruß und einer stillen Zwiesprache mit ihm.

Ich mag diese Routinen, über die brauche ich nicht nachzudenken…ich mache es einfach…und es fällt mir dann auch leicht, solchen Tagen zu begegnen…denn ich kenne meine Abläufe und mir tut es gut, genau das zu wissen.

Heißluft-Fritteuse – nächste Stufe

Ich hatte schon mal darüber berichtet, dass ich ein großer Fan meiner Heißluft-Fritteuse bin…bisher stand bei mir so ein kleiner Philips Airfryer…aber im Laufe der Jahre ist das Innenleben nicht mehr so ansehnlich…ich hab gerne bei sehr hohen Temperaturen gegart und die Temperaturen haben der Beschichtung geschadet.

Unsere Firmen-Zentrale hat uns im letzten Jahr ein Sachgeschenk zu Weihnachten gemacht, welches wir uns aus einem Online-Warenkorb selber aussuchen durften und ich hab nichts weiter gefunden, was ich wirklich hätte gebrauchen können. Ich hab mich also für eine „Proficook“-Heissluftfritteuse entschieden…also eigentlich ist es schon ein Heißluftofen und wurde von meinen Kollegen belächelt…soso Du lebst allein, hast aber 2 Heißluft-Geräte.

Jaaaa und diese Voraussicht auf einen kommenden Bedarf, machte sich nun bezahlt. Ich hab vor 3 Wochen die Geräte getauscht. Das neue Gerät ist etwas klobiger, passt aber an die gleiche Stelle und bietet tatsächlich noch mehr Möglichkeiten, um den großen Backofen noch öfter kalt zu lassen.

Das Wichtigste ist, ich kann nicht nur frittieren, sondern auch richtig backen, mit herausnehmbaren Backblechen, anstelle eines Gitterkorbs und das Innere des Geräts ist aus Metall…lässt sich so prima sauber halten. Es gibt noch jede Menge Zubehör wie einen Drehkorb für Pommes und einen Drehspieß usw. ne – das ist mir alles zu kompliziert und fummelig, das ging alles gleich mal in den Keller und so war ich insgesamt skeptisch, ob ich damit umgehen kann… und hab mein bisheriges Gerät, nach einer intensiven Reinigung, ebenfalls fürs Erste in den Keller verfrachtet – man weiß ja nie.

Meine Sorge war jedoch unbegründet. Das neue Gerät ist zuverlässig und ich nutze es noch öfter, als die Bisherige…..hier zum Beispiel überbackenes Fladenbrot mit einer Tomatensauce, Schinken und Käse…Ein schnelles Mittagessen im Homeoffice.

Das Gerät hat jedoch einen Touch-Screen und mit jedem Tastendruck wird auch ein Piepton erzeugt…das finde ich überflüssig…aber ich freue mich über das tolle Gerät.

Hilfestellungen, Anspruchsdenken und ein User-Manual

(Achtung – hier geht es nur um langweiligen Arbeitskram 😎)

Entgegen meinen sonstigen normalen Arbeitsroutinen, war ich Montag im Büro und erst die nächsten 2 Tage im Homeoffice…witzig ist, wie ich meine Kollegen mit solchen Aktionen verunsichern kann hihihi…aber der Controller war am Montag in Urlaub und so bot es sich an, ins Büro zu fahren.

Lustig war eines meiner Teams-Meeting mit 4 Personen und 3 Sprachen…einer meiner Kollegen In Brandenburg spricht nur Deutsch, versteht aber etwas Englisch, mein Chef spricht Englisch und Dänisch und versteht nur etwas Deutsch, ich spreche Deutsch und Englisch (und verstehe ein gaaanz klein wenig Dänisch) und unser Wirtschaftsprüfer spricht: Dänisch, Deutsch und Englisch.

Wir haben also zuerst (ohne meinen Chef) auf Deutsch gesprochen, ich hab meine Lösung noch einmal vorgeschlagen und der Wirtschaftsprüfer hat zugestimmt..dann hat er es auf Dänisch meinem Chef erklärt und sich unmittelbar danach verabschiedet.

Im weiteren Verlauf zu Dritt, hab ich mit meinem Chef in Englisch gesprochen und es später noch einmal meinem Kollegen auf Deutsch erläutert, weil er nicht alles verstanden hatte.

Fakt ist: wir haben für das dringendste Problem eine Lösung gefunden…und für spätere weitreichendere Probleme, wird noch an einer Lösung gearbeitet. Jeder trägt ein Stück dazu bei und mein Chef war froh, das wir ein weiteres Thema vorerst vom Tisch haben….jetzt ist unser Rechtsbeistand daran, die Lösung in einen Vertrag zu gießen.

Zum Glück ist das mein deutscher Kollege Vorort der so herrlich unkompliziert an die Sache geht, so dass ich ihm relativ zügig die Problematik und unseren Lösungsansatz erläutern konnte…das Ausformulieren übernimmt er dann. Er kümmert sich…und das ist toll.

Der 2. Kollege, aus der gleichen Abteilung, ist dagegen kompliziert und unwillig sich mit den modernen IT-Systemen zu beschäftigen und fordert uns so, immer wieder heraus.

Vor 2 Wochen kam eine Mail von ihm mit dem Hinweis: „Da muss sich mal jemand drum kümmern“. Er zumindest hat es nicht getan und wir im Controlling haben uns auch nicht angesprochen gefühlt. Ich hatte die Sache dann auch schon längst vergessen, bis ich in meiner Eigenschaft als Key-User für das Programm Anleitungen zu verschiedenen Themen verschickt hatte…wohl gemerkt für das Handling des Programms….

…und prompt bekam ich eine Mail, das er doch schon vor einiger Zeit geschrieben hätte und sich das Thema aber immer noch bei ihm befände. Es ging aber nicht um das Handling, sondern um eine falsche Rechnung, die jedoch nicht meine Gesellschaften betraf..ich war also eindeutig der falsche Ansprechpartner: und genau das, hab ich ihm erläutert, sogar noch den ricthigen Ansprechpartner heraus gesucht und ihm den Ablauf erklärt, den er jetzt unternehmen KÖNNTE….wenn er sich nicht selber um das Problem kümmert.

Seine Antwort: Ach das ist ja sooo kompliziert….

Neee das Thema ist ganz einfach: wenn er eine Leistung bestellt, bekommt er die Rechnung auch zur Freigabe und wenn diese Rechnung für ihn nicht richtig ist, muss sich WER darum kümmern? RICHTIG – er selbst…denn wir können nicht wissen, ob die Leistung erbracht wurde oder der Betrag richtig ist….aber wenn er den richtigen Controller anschreibt und nett um Unterstützung fragt, dann übernimmt derjenige das auch bestimmt und kümmert sich auch darum…aber wir sind doch keine Lakaien die springen, wenn andere „Hüpf“ rufen, vo allem wenn es so lapidar und allgemein hingeworfen wird und man merkt, er will sich nicht mit dem Thema beschäftigen, lieber motzen. und rumkommandieren…dieses Anspruchsdenken ist hier absolut fehl am Platz.

Meine Antwort beinhaltete also diese Aussagen, wenn auch in etwas netterer Form und auch auf lustigere Art, aber eben mit einer klaren Botschaft…eine Antwort hab ich dauraufhin nicht mehr vpon ihm erhalten. hahaha.

Ansonsten habe ich in dieser Woche eine Online-Schulung zum Handling des Programms ,für die neuen Kollegen, abgehalten, habe ein User-Manual geschrieben und verteilt und insgesamt nur positive Rückmeldungen erhalten. Wenn ich Zeit habe, macht mir so etwas richtig Spaß, obwohl das nur eine meiner Zusatzaufgaben ist.

Aber nach einem Jahr stehen nun endlich alle Prozesse in der Software und nach einem erneuten Update hatte sich wieder einiges gerändert, so war jetzt der richtige Zeitpunkt ein komplettes User-Manual anzufertigen, damit die Kollegen sich eben auch mit der Software helfen können, wenn ich mal nicht da sein sollte.

Der Rest der Woche verlief dann auch wieder entspannt und ruhig und ich bin sehr zufrieden mit dem Wochen-Ergebnis.

Ort der Zwiesprache

Ort der Zwiesprache

Sonntag hab ich mich den ganzen Tag über irgendwie beschäftigt. Bin auch erst spät wach geworden und hab noch lange im Bett gelesen….das Wetter war trübe und regnerisch und so hatte ich die „richtige“ Zeit für eine frühe Walkingrunde verpasst.

Aktuell habe ich meinen Aktionsradius für Tagesausflüge reduziert. Zumal diese Tagesausflüge ja meistens keinen ganzen Tag dauern…also wäge ich z.Z. ab, ob sich eine weite Anreise von 1-1,5 Stunden lohnt, im Verhältnis zum Aufenthalt von maximal 2-3 Stunden.

So bleibe ich im näheren Umkreis und nach inzwischen 3 Jahren hier oben im Norden, kenne ich viele schöne kleine Ausflugsziele, Naturschutzgebiete, Moore und Wälder, in die ich gerne immer wieder fahre. Aktuell fahre ich jetzt maximal 45-60 Minuten mit dem Auto.

Am späten Nachmittag hab ich mich mit Wanderschuhen und Rucksack ins Auto geschwungen und bin nach Hamburg gefahren – auf den Ohlsdorfer Friedhof. Jaaa – auch das ist ein lohnendes, sehenswertes Ausflugsziel in der Nähe.

Dieser riesige Parkfriedhof bietet so viel Ruhe und Entspannung und ist dabei so weitläufig. Mit seinen Straßen, Bushaltestellen, Parkbänken und vielen vielen Bäumen, ist er eher ein Teil des Lebens, als vom Leben abgeschnitten.

Ich mag diesen Ort. Und die renovierungsbedürftigen Kapellen haben, gerade bei schlechtem Wetter, ein ganz besonderes Flair von Beständigkeit und doch auch von Vergänglichkeit:

und später kann man am See, mitten auf dem Gelände, auf Parkbänken innehalten….auf einem der seitlichen Kanäle hab ich doch tatsächlich einen Eisvogel im Flug beobachten können….da war ich echt perplex.

Für mich ist dieser Friedhof ein Ort der Zwiesprache….eher mit mir selbst, als mit einem Verstorbenen….es fokussiert meinen Geist auf etwas, was mich beschäftigt…wo ich versuche Lösungen für ein Problem zu finden, Erlebtes einzuordnen, mich selbst zu Reflektieren und Strategien zu Entwickeln, wie ich mit all dem Umgehen kann.

Ich hab im Laufe der Jahre immer wieder solche Orte gehabt, egal wo ich wohnte. Als ich früher in Soest wohnte, war es die Möhnetalsperre und die Wege rund um das Hevebecken..in Kassel war es der Volkspark mit der Orangerie, in Frankfurt die Strecken an der Nidda entlang von Rödelheim in Richtung Hoechst und hier entwickelt sich nun der Ohlsdorfer Friedhof zu so einem Ort der Zwiesprache.

Ich brauche soetwas, wo ich mich einerseits in der Natur bewegen kann und anderseits genügend Ruhe drumherum habe, um auch mal mit mir zu schimpfen oder zu hadern…..um dann anschließend mit leichterm Herzen und zufrieden wieder nach Hause fahren zu können.

letzten Samstag

Auch am Samstag war ich auch gleich 2x mit jeweils knappen 4km unterwegs. Ich würde ja gerne mal wieder eine große Tour am Stück machen, leider machen da meine Füße im Moment nicht mit…es geht auch nicht mehr mit den bisherigen Wanderschuhen…Marke, Größe und Form sind zwar identisch…aber weder die bisherigen, noch die neuen Schuhe aus der Reserve, ermöglichen mir ein längeres schmerzfreies Laufen. Inzwischen macht mir auch der andere Fuß schon leichte Probleme.

Aktuell versuche ich mit Hilfe von unterschiedlichen Einlagen und deren Kombination in den verschiedenen vorhandenen Schuhen, wieder eine Lösung zu finden, die mir ein längeres schmerzfreies Laufen ermöglicht.

Und ja ich mache intensives Fußtraining, laufe zuhause eh nur barfuß und mache mich gerade mit dem Gedanken vertraut, nun doch mal einen Termin bei einem Orthopäden zu machen. Das Fußtraining hilft schon etwas und…und so war ich tatsächlich während beider Runden zwar nicht schmerzfrei, aber es ging dann doch- das ist schon mal ein kleiner Fortschritt…

Am Nachmittag ging es zuerst ins Himmelmoor….

Am Abend ging es dann noch durch den Ort…..es war das „Eulen- und Schützenfest“ und da ich der lauten Musik des Fests zuhause ohnehin nicht entkommen konnte, wollte ich zumindest einmal über den Rathausplatz….bin dann aber unmittelbar lieber wieder außerhalb des Ortskerns unterwegs gewesen.

Hab mich auch dafür verflucht, dass ich eine Bratwurt an einem der Stände gekauft hatte,….die war für meinen Geschmack viel zu überwürzt und ich hatte für den Rest der Runde diesen künstlichen Würz-Geschmack im Mund…dabei hatte ich nur ein kleines Stück davon gegessen.

Ich zumindest, war mit dem gesamten Tag sehr zufrieden…und bin später auch wohlig müde ins Bett gefallen…..