Ich könnte schon mal den Sekt kalt stellen…

…aber ich warte lieber noch…bin ja leicht abergläubisch.

Meine berufliche Woche lief in dieser Woche so richtig gut….alles ging mir gut von der Hand….ich war diese 3 Tage bisher im Homeoffice, Morgen geht es dann wieder ins Büro.

Der Controller ist seit Montag aus dem Urlaub zurück, gibt sich aber sehr wortkarg….entweder sein Urlaub war nicht so dolle oder er ist gleich wieder im Stress und unausgeglichen. Ich bin auf jeden Fall froh über diese ruhigen und guten Tage hier…zumal mein Knöchel immer noch leicht geschwollen ist und der Fuß auch noch an einer Seite sehr dunkel aussieht…ich bin also froh, meinen Fuß zwischendurch hochlagern zu können. Durch das lange Sitzen auf dem Stuhl staut sich alles im Knöchel.

Und heute nun kam ENDLICH….nach 1,5 Jahren, der von höchster Stelle freigegebene Übernahme-Abschluss aus 2019 für meine Hauptgesellschaft. Alle sind sich einig geworden und damit ist das Jahr 2019 endlich mit einiger Verspätung erledigt….und unser Wirtschaftsprüfer, mit dem ich Bestens auskomme, hat in dieser Woche dann auch ENDLICH mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2020 angefangen…..

Meine Kollegin aus Brandenburg und ich haben schon vor einer Weile beschlossen, sollte das ENDLICH mal alles aus der Übernahme erledigt sein, dann komme ich privat nach Brandenburg und wir köpfen eine Flasche Sekt. Das alles hat uns Beide jetzt so lange beschäftigt, viel Zeit und viele Nerven gekostet.. Jetzt ist zumindest schon mal der 1. Teil erledigt….e s fehlt jetzt nur noch die Prüfung des 1. Jahres ….die ja jetzt angelaufen ist.

….also hilft nur Daumen drücken, das die Prüfung jetzt einigermaßen reibungslos klappt…dann hab ich bald ein Urlaubs-Wochenende in Brandenburg und eine Verabredung mit einer liebgewonnenen Kollegin zu einer Radtour, einer Flasche Sekt und einem EIS…..denn das haben wir uns dann wirklich verdient.

Einfach lecker

Manchmal bin ich selber überrascht, wie lecker einfache Gerichte sein können.

Montag gab es Gemüse-Ratatouille mit Hackbällchen und Reis….davon gibt es zwar kein Bild… ich hab es im Homeoffice-Mittags auf die Schnelle gezaubert und es war wirklich lecker.

Das restliche Ratatouille und den Reis gab es dann gestern Abend zu den kleinen Lammkoteletts aus der Pfanne. Also dieses Lammkoteletts waren sooo zart…so lecker….

Und heute Abend gab es ein frisch gebackenes Weizen-Sauerteigbrot ….außen unglaublich knusprig und Innen saftig :

und dazu gab es im Ofen gegartes Hähnchenfilet mit Tomaten und Mozzarella überbacken :

Alles einfach und schnell (nun gut, der Brot-Teig braucht schon mindestens ein paar Stunden, das Backen geht dann aber zügig) und ziemlich lecker.

Qualitativ hochwertige Zutaten brauchen eben wenig Verarbeitung und müssen auch nicht mit Soßen ertränkt werden…..z.B .hab ich den Sud aus der Auflaufschüssel über das Brot geträufelt

Babylonisches in Deutschland

Es gibt Ausdrücke in der deutschen Sprache ,die sind so sehr mit einer Region verbunden….gestern ist mir wieder mal so ein Ausdruck begegnet.

In einer Dokumentation über „Das Impfen“ gab es verschiedene Schauplätze in Impfzentren in NRW…..und als ein Mitarbeiter einen Impfling aufmunterte zu ihm zu kommen, da kam es dann: „Komma bei mich bei“ bestes Ruhrpott-Deutsch.

Mich haben in meinem Leben 3 Bereiche Deutschlands geprägt: Norddeutschland, Hessen und Westfalen…..den größten Teil meiner Kindheit hab ich am Rande des Ruhrgebiets gelebt.

Und obwohl wir ohne Mundart aufgewachsen sind, wurde unsere Art Deutsch zu sprechen ebenso vom Norddeutschen, wie vom Westfälischen geprägt…Später in Hessen wurde ich bei manchen Ausdrücken, die ich selbstverständlich benutzte, gefragt, woher der Ausdruck stammt.

Da ich mich aber nie ernsthaft damit auseinander gesetzt hatte, konnte ich oft gar nicht sagen, ob ein Begriff oder eine Redewendung nun aus Westfalen oder Hamburg kommt….Aber das: „komma bei mich bei“ ist so eindeutig…..ich hab es seeehr lange nicht gehört und musste laut lachen.

Nach ein paar Klicks im Internet kann ich nun tatsächlich ein paar weitere Ausdrücke, mit denen ich aufgewachsen bin, dem Ruhrpott zuweisen:

  • „mein lieber Scholli“ (Ausdruck des Erstaunen)
  • „von Höksken auf Stöcksken kommen“ (in den Themen springen)
  • „es plästert“ (es regnet)
  • „etwas verkasematuckeln“ ( etwas essen)
  • „egal ist 88“ (Ausdruck der Unzufriedenheit, wenn man auf eine Entscheidungsfrage mit „egal“ antwortet)
  • „ich geh mal nach dem Geschäft“ (ich gehe mal ins Geschäft)

Es gibt bestimmt tausende andere Ausdrücke, die den Ruhrpott symbolisieren….es sind nur die, die ich auch tatsächlich noch heute nutze….denn immerhin sprachen wir zuhause und auch in der Schule hochdeutsch mit nur sehr wenig lokalem Einschlag.

Erst viel später in Hessen fing ich an bewusst Ausdrücke aus dem Hessischen in meine Alltagssprache zu übernehmen. Aber ich bin weit davon entfernt auch nur eine dieser verschiedenen Mundarten Ansatzweise sprechen zu können…..es geht immer nur um einzelne Ausdrücke die ihren Weg in meine Sprache gefunden haben und sich dort auch richtig anfühlen.

DAS Brot zum Grillen: Stockbrot

Für den restlichen Samstag hab ich meinen Aktionsradius auf Wohnung und Balkon beschränkt.

Einziges weiteres noch durchzuführendes Highlight für heute bleibt damit das Grillen.

Obwohl ich weiß, das ich eigentlich das Bein hochlegen und stillhalten sollte, bin ich in der Küche aktiv gewesen: Kartoffelsalat nach schwäbischem Grundrezept zubereiten, das Bauchfleisch marinieren, Pilze putzen, vorgekochte Maiskolben vorbereiten…und den Brotteig vorbereiten: es gibt Stockbrot. Es ist für mich DAS Brot zum Grillen.

Viele verbinden Stockbrot mit ihrer Kindheit…ich nicht…ich verbinde Stockbrot mit schönen Erinnerungen an lauschige Grillabende in der Kleingarten-Kolonie mit meiner Frankfurter Clique. Mit Mitte 30 hab ich es tatsächlich zum ersten Mal gegessen. An meine Kindheit erinnert mich eher der Kartoffelsalat, obwohl der damals in jeder Menge Mayonnaise ertrank….und mein Vater war immer so stolz auf seinen Kartoffelsalat.

Vor ein paar Jahren hab ich angefangen Kartoffelsalat ohne Mayo zu machen, dafür mit Brühe, eben wie beim Schwäbischen…der ist wesentlich bekömmlicher und schmeckt mir richtig gut.

Den fertigen Teig für das Stockbrot hab ich zu langen Würsten gerollt und auf die Schaschlik-Spieße gewickelt, und mit etwas Öl bepinselt… zuerst lagen die Spieße leicht über dem Grill zum backen und erst zum Schluß ging es direkt auf das Grillrost

So war es am Ende innen weich und fluffig und hatte trotzdem außen Röstaromen vom Grillrost und der Holzkohle.

Ich muss wirklich feststellen, so ohne meinen Vermieter-Hausdrachen fühle ich mich auf dem Balkon doch ein ganzes Stück ungezwungener….

Reflexe verlieren sich

Mit der Putz-und Räumaktion gestern, hab ich jetzt wieder 2 Kisten voll mit aussortiertem Kram und dazu die alten Teppiche, die zum Wertstoffhof gebracht werden können.

Den Weg dorthin kenne ich inzwischen schon im Schlaf…..hahaha…also ging es heute Morgen mal wieder dorthin….mit Kaffeebecher und Frühstück, weiß man doch nie, wie lang die Schlange davor ist. Es ging einigermaßen, ich hab nur ca. 20 Minuten gebraucht….trotzdem genügend Zeit für ein kleines Frühstück im Auto.

Hmmm seit meinem Sturz mit dem Knie auf die Steine am Elbufer, sind ja inzwischen schon 9 Monate vergangen…..warum also nicht, nur so zur Abwechslung, mal mit dem Knöchel umknicken. Ich war so mit den Teppichen bepackt, das ich nicht gemerkt habe, das vor dem Container eine kleine etwas tiefergelegene Ablaufrinne entlang lief….ich bin mit dem linken Fuß in diese Rinne getreten und da ich nur Sneaker anhatte, gleich mal so richtig umgeknickt.

Jaaaa, das tat weh….und der Knöchel schwoll natürlich auch gleich etwas an…aber nicht zu sehr…laufen ging auch noch, wenn auch etwas humpelnd.

Bisher haben mich meine in vielen Jahren antrainieren Reflexe oft davor bewahrt, so richtig massiv umzuknicken….das stammte noch aus meiner aktiven Tanzzeit auf hohen Schuhen, wo man ständig drohte sich die Haxen du verbiegen. Aber inzwischen ist das schon zu lange her und diese Art der reflexhaften Gegenbewegung, um den Fuß zu schützen, ist wohl verloren gegangen.

Aber eines ist trotzdem geblieben: Den Schmerz zu ignorieren und einfach weiter machen. Nur nicht darüber nachdenken. Darum kümmere ich mich später.

Nach dem Abladen, bin ich dann noch zum Einkaufen gefahren und dann noch zur Tankstelle, um den Reifendruck zu kontrollieren (eine Warnlampe hat mich auf den zu niedrigen Reifendruck aufmerksam gemacht- das finde ich wiederum super)….und danach gab es zuhause erst einmal Eisspray auf den geschwollenen Knödel und später noch kühlendes Voltaren-Schmerzgel.

Also ändere ich meine Pläne für dieses Wochenende und bleibe heute mal lieber zuhause… keine großen Aktionen, lieber den Fuß still halten, relaxen und grillen auf dem Balkon.

(Meine Vermieterin ist bis Ende der Woche in Urlaub, da könnte ich sogar Morgen noch einmal den Grill anwerfen)

Putzaktion und Vollmond

Und es wurde auch nicht wirklich besser…im Laufe des Morgens bekam ich noch einen Anruf aus Brandenburg: WAS ist los….bei uns geht nichts.

JA – bei mir ja auch immer noch nicht…und immer noch keine Meldung aus der Zentrale….aber gut zu wissen, das nicht nur bei mir NICHTS geht.

Erst um ca. 10.30 Uhr kam die Mitteilung über einen Total-Stromausfall in der Zentrale….und man arbeitet mit Hochdruck die Systeme wieder ans Laufen zu bekommen….Erst um kurz vor 12 Uhr ging dann alles wieder.

Grummel…soll mal keiner glauben, das ich jetzt noch lange arbeiten werde, nach dem TOLLEN Start heute Morgen….nenene…hab mich auch wirklich nur um das Nötigste gekümmert und dann am frühen Nachmittag das Wochenende gestartet….Nein, so hatte ich mir den Freitag wahrlich nicht vorgestellt…meine Motivation war im Keller.

Dafür hab ich dann angefangen die Wohnung zu putzen und das Treppenhaus und die Schränke und Schubladen, hab Sachen aus den Ecken gezerrt und auch dort geputzt…..ich bin ich einen regelrechten Putzsog hineingeraten…bis ich es realisierte, weil ich jedem kleinen Krümel hinterher hechtete….hmmmm…? …es ist Vollmond – oder?

Hahahha – ja, heute Nacht ist Vollmond…dann verstehe ich meinen Putzdrang.

Also hab ich weiter geputzt, aufgeräumt und aussortiert….stundenlang….eine sehr zufriedenstellende Aktion….ich zumindest fühle mich jetzt wieder wohl in der Wohnung….auch wenn das in den Ecken herum krabbeln und auf dem Boden knieen mich auch geschafft hat…ich hab eben eine Menge Dachschrägen, da braucht es immer etwas Akrobatik, um auch in die Ecken zu gelangen.

Da ich vor ein paar Tagen bereits meine neuen Teppiche für Wohnzimmer und Flur erhalten habe, gab es auch noch eine kleinere Räumaktion. Für den Couch-Bereich hab ich tatsächlich vor kurzem endlich den gleichen beigen Teppich noch einmal gefunden…ich bin in solchen Dingen sehr anhänglich. Eine Weile hatte ich mich schon damit abgefunden mir einen neuen Auszusuchen….aber jetzt gab es ihn auf einmal wieder….und in neu und sauber wirkt er richtig klasse.

Den Alten hatte ich zwar schon ein paar Mal richtig aufgebürstet….aber nach der letzten Aktion mit dem umgestürzten Kaffeebecher war einfach nichts mehr zu machen….er wirkte nur noch schäbig.

Mit dem Wurm durch den Morgen

Ein Wurm scheint in dieser Woche zu stecken und jetzt scheint er auch noch die Server-Verbindungen gekappt zu haben.

5.21 Uhr aufstehen, Duschen, fertig machen, Kaffee und Frühstück einpacken

6:20 Uhr Vor der Haustür noch mit Frau Nett unterhalten, die draußen schon im Vorgarten arbeitet

6:22 Uhr Abfahrt ins Büro nach Hamburg

6:46 Uhr Parkplatz in der Tiefgarage…yiephieh, der Kollege ist noch in Urlaub, da entfällt die Parkplatzsuche…

6:55 Uhr Laptop fährt hoch….keine Internet-Verbindung….keine Verbindung zum Netzwerk….NICHTS Geht

6:58 Uhr Meine Mail ans Helpdesk bleibt im Ordner: Postausgang hängen…auch das geht nicht

7.03 Uhr Beschluß gefasst: ich fahre nach Hause und starte das Homeoffice

7:10 Uhr Alle Unterlagen, Laptop zusammen gesucht und transportfähig verpackt

7:12 Uhr Rückfahrt nach Pinneberg

7:46 Uhr Ankunft Zuhause…Frau Nett ist immer noch im Vorgarten aktiv

7:55 Uhr Homeoffice ist aufgebaut…Laptop angeschlossen und gestartet

7.57 Uhr Ich kann den Dongle für Mouse und Tastatur nicht finden

7:59 Uhr Ich suche jetzt meine alte Tastatur, die mit dem Kabel

8:01 Uhr Die Tastatur suche ich immer noch, dafür hab ich meine private kabellose Mouse gefunden (incl. Dongle)

8:04 Uhr Ich frühstücke erst einmal

8:09 Uhr Tastatur hab ich gefunden (die hatte ich schon auf den Dachboden geräumt..hab ja die neue kabellose Tastatur bekommen)

8:13 Uhr Internet und E-Mails gehen….aber ich bekomme keine VPN-Verbindung und schreibe ans Helpdesk

8:14 Uhr Milosz fragt über das Chat-Programm nach ob ich auch VPN-Probleme habe… Juuup hab ich…

….ich kann nichts arbeiten….GAR nichts.

Alle meine Programme die ich benötige, gehen nur über VPN…und auch alle Dateien liegen auf einem Server, auf den ich gerade nicht komme. Einzig ich könnte Mails schreiben und im Internet surfen…nur richtig arbeiten kann ich nicht.

..

Das nennt man Arbeiten

Es war bisher eine merkwürdig unentspannte Woche im Büro….dadurch, das ich in der letzten Zeit sehr viel im Homeoffice war, hab ich die Tage im Büro ja auch immer intensiv genutzt, um mit meinen Kollegen Vorort zu kommunizieren.

JETZT bin ich fast 2 Wochen ununterbrochen wieder im Büro und natürlich muss ich, durch unseren straffen Zeitplan, sehr konzentriert arbeiten. Zumal es an manchen Stellen gerade echt hakt.

Dabei war ich in dieser Woche bereits an 3 von 4 Tagen in unterschiedlichen Kollegen-Konstellationen auswärts Essen. Das war zwar auf der einen Seite lustig und schön, aber inzwischen fühle ich mich zu sehr vom jungen Kollegen Milosz vereinnahmt….was mich schon in eine für mich unangenehme Situation gebracht hat….will ich doch mit allen Kollegen gleichermaßen freundlich umgehen und keinen ausgrenzen.

Also hab ich mich außerhalb der Mittagszeiten, in dieser Woche ein wenig in meinem Büro verkrochen, außer meinen obligatorischen Läufen zum Drucker und zurück

Das wiederum stieß gerade bei meinen beiden jungen Kollegen auf Unverständnis und gipfelte am Mittwoch in der vorsichtigen Frage meiner Kollegin Kim, ob mit mir alles in Ordnung wäre, ich wäre so still.

Jaaa…..das stille Sitzen vor Laptop und Bildschirmen, mit Kopfhörern auf den Ohren und Bürotür geschlossen, nenne ich Arbeiten. Es sind Glastüren, also kann jeder ins Büro schauen und sehen, das ich irgendwie beschäftigt bin.

So arbeite ich auch im Homeoffice…stundenlang ohne zu quatschen…dafür konzentriert und zügig….zusätzlich ist die Großbaustelle draußen sehr laut, deshalb die Kopfhörer und ich muss das Beste daraus machen, um mich zu konzentrieren.

Ich fühle mich, als ob ich in meine eigene Kommunikations-Falle getappt bin…aber letztlich sind wir alle zum Arbeiten hier ..und die zwischenmenschliche Ebene ist schön und gut, sollte aber in der Balance zur Arbeit bleiben und das ist ein weiterer Lernprozess

und prompt war es am Donnerstag dann schon wieder untereinander wesentlich entspannter….zum Glück.

der nachgelagerte Abschied

Ich hab am Wochenende für 3 Tage im August ein Hotelzimmer im Rhein-Main-Gebiet gebucht. Nach 2 Jahren wird es Zeit, die schon lange ausstehenden Besuche, in der alten Heimat, anzugehen.

Aber ich habe nur 3 Tage für Hessen geplant…und weiß schon jetzt, das es bei ein paar meiner Kontakte der letzte Besuch sein wird…eine Art nachgelagerter Abschied…längst überfällig.

Mein Ex-Tanzpartner freut sich schon lange auf meinen Besuch und er war auch der 1. den ich angefunkt habe….Termin fixiert….dieser Kontakt wird auch weiterhin Bestand haben…ein über viele Jahre liebgewonnener Freund.

Eine weitere Verabredung hab ich natürlich mit meinem Rentner-Kollegen und seiner Frau….auch dieser Kontakt bleibt…und 14 Tage nach meinem Besuch in Hessen, kommen die Beiden auch zu mir in den Norden.

Meine ehemalige Chefin ist leider mit Mann und Kindern im Urlaub, das Treffen holen wir aber nach.

Zwei weitere Treffen habe ich auch schon festgezurrt….

Tja…und dann komme ich zu meinem ehemaligen Team…da ich die ambivalente Verhaltensweise von Teilen meines Teams schon seit Monaten beobachte, hab ich angefragt, wer denn überhaupt noch Interesse an einem gemeinsamen Treffen hat….die Vier haben sich ja untereinander auch kreuz und quer das Leben schwer gemacht….und so war die Antwort entsprechend uneinheitlich.

Ich habe daher beschlossen, die Firma gar nicht selber zu besuchen….sondern ich treffe mich mit den Beiden, die zugesagt haben, am Abend.

Die beiden Kolleginnen, mit denen ich viele Jahre zusammen gearbeitet habe, denen ich sehr viel Zeit innerhalb und außerhalb der Arbeit gewidmet habe, um sie aus ihren Tiefs und Problemen herauszuholen, die wollen kein Treffen.

Eine der Beiden hat sich erst gar nicht zurück gemeldet….(auf meine letzten kleinen Gruß-Botschaften gab es auch nur solche namenlosen Joke-Bildchen)….

und die andere möchte sich lieber noch weiter zurück ziehen, weil ihre Mutter krank ist (das ist sie allerdings schon mehrere Jahre und sie leben in unterschiedlichen Städten…sehen sich nur selten.)…und sie möchte jetzt nicht so weit im Voraus planen (3 Wochen). Ich respektiere das…dann ist das eben so, egal mit welcher Erklärung…..aber es nagt doch an mir.

Das war es dann endgültig mit diesen Beiden. Es ist doch ein für mich langwieriger Abschied….aber es wird Zeit und dafür ist dieser Besuch genau das Richtige….um auch das endlich hinter mir zu lassen.

Ich hab jetzt 2 Jahre versucht den Kontakt aufrecht zu halten, ich hab sogar meine Abneigung gegen das Telefonieren überwunden, aber es gehören immer Zwei dazu….Sender und Empfänger. Wenn der Empfänger nicht möchte, dann kann ich daran nichts ändern…aber ich kann es endlich akzeptieren und mit dem Senden aufhören….

Öl-Rausch

Für diesen Sonntag hatte ich keinen Ausflug geplant….ich hab lange und gut geschlafen, es mir am Vormittag auf dem Balkon gemütlich gemacht und war ziemlich zufrieden mit meinem Sonntag…..aber dann bekam meine Vermieterin den nächsten Geburtstagsbesuch (das geht schon seit Freitag so) und es wurde mir zu laut….

…also hab ich kurzentschlossen meinen Kaffeebecher, eine Flasche Wasser, Wanderschuhe und -Rucksack und meinen Autoschlüssel geschnappt und bin mit dem Auto los gefahren…OHNE vorher ein Ziel zu fixieren.

….nun gut es ist sehr sonnig und warm…also wäre Wald nicht schlecht…..zuerst ging es mit dem Auto in Richtung Quickborn…..aber dann bin ich doch weiter gefahren und kurz vor Bad Bramstedt hab ich das Auto auf einem Parkplatz abgestellt und wollte durch ein Waldstück laufen.

Sonntag Mittag, Sonnenschein und Blauer Himmel …..da hätte es mich schon stutzig machen sollen, das der direkt neben der Bundesstraße liegende große Parkplatz komplett leer war….aber ich hab mir nichts weiter dabei gedacht und mich sogar gefreut…..

Ich war noch nicht ganz 5 Minuten unterwegs, da waren meine Beine und Arme komplett mit Mücken besetzt….so schnell konnte ich die gar nicht verscheuchen, wie die zustachen….also bin ich schnell wieder zum Auto geflüchtet und musste danach erst einmal die restlichen Mücken, die es mit ins Auto geschafft hatten, erledigen…zum Glück hatte ich in meinem Notfall-Pack dieses kühlende Mücken-Gel dabei….das kühlt und lindert den Juckreiz, hhaaaach herrlich……Also Soooo viele Mücken, die alle gleichzeitig versuchen mich zu stechen…das hatte ich selbst im letzten Jahr an der Mecklenburgischen Seeenplatte nicht….aber die Mückenstiche dort waren eindeutig schmerzhafter und langanhaltender….. Diese Stiche heute waren nach ein paar Stunden wieder weg.

OKAY….also dann doch lieber heute keinen Waldspaziergang….kurzentschlossen bin ich dann nach Bad Bramstedt reingefahren….

Diese kleine niedliche Stadt liegt im Holsteiner Auenland, ist ein Moorheilbad und bietet schöne Wege zum Spazierengehen und Kanufahren auf der Hudau (auch so ein kleiner Fluß von dem ich vorher noch nie gehört hatte).

Ich kam also direkt zur Mittagszeit in Bad Bramstedt an und bin an einem kleinen italienischen Restaurant mit schönem Aussenbereich direkt an dem Flüßchen vorbei gekommen…das sah nett und gemütlich aus …und hab mich dort niedergelassen.

Leider war der italienische Koch der Meinung auf eine Pizza Vegetariana gehört nicht nur tiefend in öl eingelegtes Gemüse, sondern dieses muss man auch nachträglich noch in Olivenöl ertränken nur um ganz sicher zu sein das es wirklich nicht mehr lebt….. Ich hab angefangen mit meiner Serviette und einen (sauberen) Taschentuch und einer weiteren Serviette das Öl von meiner Pizza zu tupfen…..der Koch fragte mich ob es mir zu viel Öl wäre…was ich eindeutig bejahrte….ja er hätte noch extra viel Öl dazu gegeben….zuckte die Achseln und ging wieder….erst als ich weiter meine öltriefende Pizza stückchenweise trockenlegte um sie auf diese weise Stück für Stück zu essen, kam er wieder und fragte ob er mir eine neue machen solle…..Nein – sein Timing war einfach zu schlecht….das hätte er mich schon vorher fragen sollen….jetzt esse ich weiter….

Seine Frau meinte mit einem unschuldigen Augenaufschlag beim nächsten Mal solle ich vorher sagen, das ich das nicht möchte, weil ihre Gäste das mit dem vielen Öl so gerne wollen…..ich hab ihr mit ruhiger Stimme erklärt, das ich mir das nicht vorstellen kann, das jemand eine vollkommen durchtränkte Pizza essen möchte und ich garantiert nicht noch einmal hier essen werde….außerdem wäre die richtige Vorgehensweise den Gast vorher darüber zu informieren und ihn zu fragen…da ja auf der Karte nichts von diesem Öl-Rausch stünde.

Soooo also mit vollem Magen (hab die Pizza immerhin zu etwas mehr als der Hälfte gegessen), mit abgekämpften Muskeln von gestern und zerstochenen Armen und Beinen bin ich gemütlich an der Hudau entlang

und durch die Stadt geschlendert…hab vor dem „Schloss“ lange auf einer Bank gesessen und meinen mitgebrachten Kaffee getrunken….

…..und als ich später wieder zuhause ankam, hat sich der Besuch meiner Vermieterin gerade verabschiedet…wenigstens das war perfektes Timing.