Eigenes Ego und die Suche nach einem Nachfolger

Die Suche nach meinem Nachfolger erweist sich dagegen als schwieriger als die Chefs sich das gedacht hatten….
Und irgendwie finde ich das auch beruhigend. Nach der Aussage meiner lieben Kollegin aus dem HR es wäre ja soo vieel einfacher einen Nachfolger für mich zu finden die hätten soo viele tolle Bewerbungen erhalten….war ich irritiert. Hmmm, meint sie das im Ernst das es leichter ist, mich zu ersetzen, als meine Mitarbeiter? Diese Aussage hat mich etwas gekränkt.
Nur leider stellt sich dann bei den Bewerbungsgesprächen heraus, das sind immer nur wirkliche „Team-Leiter“…d.h. die leiten nur, haben aber nur selten die Kenntnisse um wirklich aktiv die Arbeiten auch durchführen zu können.
Ich bin nicht bei der Auswahl und bei den Gesprächen dabei, aber ein Kollege informiert mich über die Einzelheiten und ist entsetzt über das fachliche Nicht-Wissen. Also um Personal zu führen und das Team zu leiten sind die Personen geeignet, aber sobald es um das tatsächliche Fachwissen geht, hapert es.
Ich hab inzwischen geraten, doch lieber keinen Teamleiter zu suchen, sondern eine Fachkraft mit (zusätzlicher) Teamleitungs-Funktion. Das beschreibt es auch viel besser was ich da mache. Es nutzt ja nichts, wenn jemand schreibt er leitet den z.B. den „Anlagen-Buchhalter“ hat aber noch nie selber in SAP Anlagen aktiviert…und wenn ein Kandidat dann noch nicht einmal die Grundregeln der Bewertung kennt, dann sieht es eng aus.
Irgendwie beruhigt es mich…. und schmeichelt mir auch (bin ja auch nur ein Mensch) wenn ich jetzt inzwischen aus verschiedenen Richtungen innerhalb des Konzern und vor allem auch von meiner noch Chefin höre, das ich ja so ein geballtes Fachwissen habe und es schwer ist/wird so Jemanden wieder zu finden, der das ebenso hat und dann auch noch in der Lage ist ein Team zu führen, bei dem sich alle Teammitglieder wirklich als Team begreifen.
Das mit meinem Team war nicht immer so …und hat auch ein paar Jahre viel (meiner) Zeit in Anspruch genommen, damit sich alle Teammitglieder untereinander verstehen, respektieren und auch gerne miteinander arbeiten. Unser letzter (männlicher) Zugang ist auch bereits nach 4 Monaten voll integriert und alle sind mit Spaß dabei.
So langsam wird es Zeit, das ein Nachfolger für mich gefunden wird, es sind nur noch knapp 3,5 Monate die ich zum Einarbeiten für meinen Nachfolger habe.
Das Gute ist, ich kann viele Dinge bereits unserem „Neuzugang“ zeigen und habe auch schon Teile meiner Arbeit übergeben, so wird es auch meinem Nachfolger leichter gemacht…Der/Die muss dann nicht mehr alles selber können….

Wohnungssuche und Zahlenspiele

Nach dem anfänglichen Unglauben, der Stockstarre und der Klärung einiger ungeklärter Einzelheiten ist nun alles im Fluss.

Den Vertrag hab ich erhalten, einen Nachtrag zum Vertrag (mit der Klarstellung eines wichtigen Punkts) hab ich auch erhalten.  Den unterschriebenen Vertrag schicke ich jetzt Morgen zurück.

Und nun geht es soweit weiter…. Was ist mit meiner Wohnung

Als strukturierter Zahlenmensch, der es vermeiden möchte Zuviel unnötig Geld auszugeben, hab ich sofort angefangen zu rechnen:

3 Monate Kündigungsfrist für die Wohnung, Arbeiten muss ich bis ca. 13.09. – und Wohnungen werden im Moment ab dem 01.07. oder 01.08. angeboten. Start der neuen Arbeit 01.10.

Wenn ich um 31.05. kündige, kann ich zum 31.08. aus meiner Wohnung raus.

Mal angenommen ich bekomme eine Wohnung zum 01.08, dann hätte ich 1 Monat doppelt Miete und müsste noch zusätzlich knappe 14 Tage  ohne Wohnung überbrücken.  Das wäre nahezu perfekt.

Für die Überlappungszeit vom 01.09-13.09. hab ich mir schon mal eine Ferienwohnung hier in der Nähe vorreserviert. Das würde mich weniger als die Hälfte der Miete für meine Wohnung hier kosten, d.h. ich könnte schon mal ca. 550 EUR sparen…. Dann könnte ich Mitte August bereits locker den Umzug organisieren…was auch wiederum nicht verkehrt ist, weil ich weiß, das zum Quartalsende die Termine bei Umzugsunternehmen immer schwer zu bekommen sind und dazu noch teurer, als Mitte des Quartals… Und mir macht es nichts aus ein paar Tage in einer fast leeren Wohnung zu bleiben.

Das heißt, wenn ich dann Mitte September in Urlaub gehe, hätte ich noch gut 14 Tage um mich im hohen Norden in der neuen Wohnung häuslich einzurichten, bevor ich dann zum 01.10. den neuen Job beginne.

Soweit der Plan…lach. Eine Variable in dieser Rechnung: wann und wo bekomme ich eine Wohnung. Bereits diesen Samstag hab ich 2 Besichtigungstermine… SUPER. Beide Wohnungen haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und sind innerhalb meines Budgets. Moderne energetisch höherwertige Wohnungen, mit Balkon (ganz wichtig) und in ruhiger Lage (auch ganz wichtig). Ich bin mal gespannt.

Da die Wohnungen im „Speckgürtel“ rund um Hamburg liegen, sind die Wohnungen dort ähnlich teuer, wie hier rund um Frankfurt.. und ich habe auch gelesen, das es sehr schwierig sein kann, wenn man in HH und Umgebung eine Wohnung sucht. Ich hab für Vermieter jedoch einige der besten Voraussetzungen (sorry, das soll nicht überheblich klingen und auch niemanden herabsetzen), aber ich bin alleinstehend, Nichtraucher, habe keine Kinder, keine Haustiere, spiele kein Instrument, zähle mit über 50  zu den ruhigeren Mietern und arbeite in Vollzeit in einem seriösen gut bezahlten Beruf….mit anderen Worten ein eher langweiliges Leben…LACH! Bereits Minuten nachdem ich auf die Wohnungsanzeigen mit einer Kurzbewerbung (s.o.) nach  einem Besichtigungstermin gefragt habe, hab ich schon die positiven Rückmeldungen erhalten. Also werde ich wieder einen Teil des Wochenendes im Auto verbringen.

Das Schöne ist, ich treffe mich anschließend noch mit meiner Schwester und meinem Schwager ….die habe ich jetzt auch bereits seit einem Jahr nicht mehr gesehen (seit der Beerdigung unseres Vaters). 

 

 

 

 

Schockiert – warum eigentlich

Bereits seit Donnerstagabend hab ich die Rückmeldung auf mein Bewerbungsgespräch bekommen…und ich bin seitdem in leichter Schockstarre….und weiß gar nicht wieso.

Ich hab nicht wirklich mit einer Zusage gerechnet…wie auch, immerhin war es nach mehr als einem Jahrzehnt das erste Bewerbungsgespräch und dann auch noch mit einem schriftlichen Test.

Dann kam der Anruf, (ich war gerade in einem Einkaufszentrum unterwegs)  …sie würden mir in der kommenden Woche ein Angebot machen… … …

In dem Moment hab ich mich echt gefreut, wir haben ein paar Minuten noch über Einzelheiten gesprochen. Nachdem das Gespräch beendet war, hab ich meinen Einkauf fortgeführt. Ich stand nämlich im Deichmann und hab mir gerade ein Paar Sneaker fürs Fahrradfahren gekauft.

Emotional war ich überhaupt nicht in der Lage das Gespräch zu verarbeiten…und das blieb auch bis zum nächsten Tag so… ich bin irgendwie in Schockstarre.

Warum eigentlich?  Okay – ich hab bisher nur eine mündliche Zusage, also „richtig“ ist der Vertrag noch nicht … Wenn ich das Ding erst einmal schriftlich mit Unterschrift vor mir liegen habe, DANN wird es real… Es kommt zu unerwartet, zu schnell. 

Ich war es schon früher gewohnt das es bei mir schnell geht, aber  mit nur einem Vorstellungsgespräch, das hatte auch ich noch nie. Ich hab Angst mich jetzt schon darauf zu freuen…noch ist nichts unterschrieben.

Ich hab es bisher noch nirgendwo erzählt…nur mein Vermittler rief mich am Freitag an, obwohl er frei hatte. Es gibt da noch einen Punkt der noch geklärt werden muss….das klären wir am Montag, wenn er wieder im Büro ist.

Also – so wie es aussieht – werde ich tatsächlich im Oktober eine neue Stelle antreten können…hier schon mal ein verhaltenes (weil ungläubiges Erstaunen mich  bremst) „hurra“.

Erhöhter Kaffee-Genuß

Ich liebe Kaffee… schwarz mit Zucker …oder  besser mit Süßstoff.

Süßstoff ist nicht gesund, ich weiß…. nachdem ich mir die Pepsi Light schon abgewöhnt habe, dachte ich, ich könnte mir auch den Süßstoff im Kaffee abgewöhnen.

Auf meinen normalen Kaffee-Becher nehme ich 2 Stck, auf meinen To-Go-Becher  normal groß 3Stck und auf den To-Go-Becher groß 4Stck.

Also habe ich vor ein paar Monaten angefangen den Süßstoff zu reduzieren.  Zuerst auf meine täglichen To-Go-Becher (ich koche zuhause meinen Kaffee und nehme den mit zur Arbeit):

Groß: von 4 auf 3, Normal: von 3 auf 2 und auf einen normalen Kaffeebecher von 2 auf 1. Es hat eigentlich gar nicht lange gedauert, bis mir der Kaffee auch so schmeckte. Und um ehrlich zu sein, jetzt nach ein paar Monaten schmeckt es mir sogar so gut, das ich es gar nicht mehr süßer haben möchte.

Und es hat sogar Auswirkungen auf  Anderes.  Auch  meine Cornflakes, Müsli oder sogar Pfannkuchen esse ich mittlerweile nicht mehr so süß.

Und heute sitze ich wieder auf dem Balkon mit dampfenden Kaffee und ich finde der Genuss beim Kaffee-trinken ist um einiges höher geworden, im Gegensatz zu früher… und dann ist mir aufgefallen das ich heute  vergessen habe überhaupt eine Süßstofftablette in den Kaffee zu tun…lach…also ungesüßt geht auch…und es schmeckt.

Na klar hängt es auch von der Kaffee-Sorte ab und der Röstung. Ich bin durch meinen Ex-Freund auf Dallmayr als Filterkaffee gekommen und als ich letzte Woche zum Vorstellungsgespräch war, hab ich einen ähnlich guten Kaffee in einer Bäckerei getrunken: Darboven – auch als Filterkaffee.

Sehr beruhigend, das es neben den oft bitteren Kaffees der Kaffee-Vollautomaten auch noch wirklich schmackhaften guten Filterkaffee gibt.

Es mag ein Lifestyle-Produkt sein italienischen Kaffee aus Vollautomaten mit Siebträgern, Espresso oder  Kaffee aus Kapsel zu genießen, mit einem Amarettini oder einem  Karamell-Keks…aber für mich geht nichts über guten Filterkaffee… und so ganz ohne Süssung kommt der Geschmack viel besser zur Geltung. Genuss pur

Unaufgeregtes Wochenende

Endlich mal wieder ein Wochenende ab dem ich nichts machen MUSS…

aber eben kann….wenn ich denn will.

Samstag hab ich dann auch tatsächlich mal ausgeschlafen. Im eigenen Bett ist es immer noch am Schönsten…kein Hotelbett hat MEINE Matratze … Ich hab lange mit dem Kaffee auf dem Balkon gesessen und einfach das Grün der Bäume und Büsche genossen…und Pläne für den Tag gemacht…. Okay – also Aufräumen kann ich auch Morgen noch – ich wollte das schöne Wetter draußen genießen.

Okay – also bis mittags hab ich dann  „rum-gepröddelt“….und mir seit Monaten mal wieder Pfannkuchen gebacken…Der Plan stand  da schon fest…ich fahre mit dem Fahrrad nach Frankfurt in die Innenstadt, zur  Kleinmarkthalle. Von hier aus sind das ca. 15km bei direktem Weg bis in die Innenstadt…bei strahlendem Sonnenschein ….

Durch Waldstücke und durch Felder, mit einigen verschlungenen Wegen waren es dann ziemlich genau 20km….herrlich zu fahren. Etwas geschockt war ich von den Menschenmassen in Frankfurt….Gerade rund um die Kleinmarkthalle gab es ein Weinfest…da war es nicht möglich mit dem Fahrrad durch zu kommen…viel zu viele Menschen. Ich hab mein Fahrrad also auf der anderen Seite abgestellt und bin von dort aus durch die Markthalle geschlendert…..ohhhhhh – GUT das ich mit dem Fahrrad dort war (oder auch schade) sooo viel frische Kräuter in Töpfen… und Blumen und  Gemüse, frische Pasta….. ich konnte aber  nur so viel kaufen, wie ich im Rucksack angenehm tragen kann…lach… also blieb es bei 1,5kg Kartoffeln und ein paar Zwiebeln….in den letzten Wochen hab ich im Supermarkt immer nur Kartoffeln aus Ägypten usw. gefunden – die kaufe ich aus Prinzip nicht.

Von meiner Idee ein Glas Wein in der Markthalle zu trinken, hab ich kurzerhand abgesehen…bei den  Massen an Menschen macht mir das keinen Spaß. Stattdessen bin ich lieber in die Fußgängerzone in ein Cafe gegangen. Aber auch hier waren Horden von Menschen….und die Chistlichen  Missionierer waren überall lautstark am Werk, mit Musik und mikrofon-verstärkten Predigten das jeder zu Gott finden kann.

Sorry, aber das ist für mich Zwangs-Missionierung…man konnte diesen Predigten nur auf eine Art entgehen – die Fußgängerzone meiden. Ich blieb trotzdem und versuchte es zu ignorieren…keine Chance. Die Bedienung meinte das wäre letztes Wochenende auch schon so gewesen, sie würde das langsam mürbe machen. Kann ich gut verstehen. Jeder kann glauben was er will….und darf auch gerne versuchen andere davon zu überzeugen, aber dann bitte in einer Lautstärke die es anderen ermöglicht in einiger Entfernung normal zu sitzen ohne  das einem die Worte in den Kopf gehämmert werden.  …

Ich blieb aber trotzdem, immerhin war ich extra in die Stadt gefahren. Bis auf die „Lärmbelästigung“  war es ja auch schön…ich bin dann noch etwas herum geschlendert und hab mich nach ein paar Stunden wieder auf den Heimweg gemacht….in Richtung Taunus – bergauf… So richtig Lust den GANZEN Weg jetzt wieder bergauf zu fahren hatte ich nicht mehr. Also hab ich ca. auf halber Strecke die S-Bahnstation angesteuert und bin den Rest des Weges mit der  Bahn gefahren…GRINS ….jaaa – etwas faul war das schon….aber schön.

Am Abend hab ich dann noch meinen großen Balkon sauber gemacht, die Holzdielen geschrubbt…die Spuren des Winters beseitigt…und später hab ich dann noch in der gesamten Wohnung, Staub gewischt, das Bett bezogen, die Böden gesaugt und nebelfeucht „gefeudelt“…lach….mit dieser blöden Hausstaub-Milben-Allergie muss ich das jetzt ständig machen…

Sooo und als Belohnung hab es dann die frischen Kartoffeln, in Schale gekocht – nur mit Salz und Butter – ein Gedicht ….

Egoistische Rentner

Wer sagt das Kinder in der Öffentlichkeit oft zu laut sind und keine Rücksicht nehmen….lach…der sollte mal lieber still sein und sich die Rentner anschauen.
Ich hatte an diesem Wochenende gleich 3x das Vergnügen nahe einer Horde von gut gestellten Rentnern zu sitzen…ich habe noch nie so Lautes und Egoistisches Verhalten erlebt.
Um nicht gleich den Unmut aller Rentner auf mich zu ziehen, spezifiziere ich das mal.
Ich rede von DER Sorte Rentner: guter Mittelstand, gut situiert, sportlich und mobil, unternehmungslustig und am liebsten immer im Mittelpunkt einer Gruppe stehend und jeder übertrumpft sich in den Erzählungen mit Anekdoten um die meisten Lacher zu ernten. D.h. sie übertrumpfen sich an Lautstärke.
Dabei wird überhaupt nicht darauf geachtet, das auch noch andere Menschen in unmittelbarer Umgebung sind. Am Sonntag gipfelte es darin, das ein Grüppchen aus einer Rentnergruppe sich von ihren schattigen Sitzen erhoben und mitten im Gang stehend bestimmt 20 Minuten brauchten um sich zu verabschieden, dabei wurden sie lauter und lauter und die standen so unmittelbar neben mir , das ich quasi von Hintern umringt war….
Ich hab mich dann mal lautstark zu Wort gemeldet…und was soll ich sagen…die waren so in ihrem Eifer zu erzählen: „nein also Mittwoch kann ich nicht –da haben wir bereits 2 Ausflüge – Vormittags sind wir in Sankt-Peter-Ording zum Segeln und Nachmittags in Hamburg verabredet……Ne Donnerstag bei Euch nicht…ach ihr wollt nach Sylt….“…… die haben mich schlichtweg nicht wahr genommen….Erst als ich mir fast brüllend Gehör verschafft habe, war mal ein kurzes Innehalten…aber nur kurz…
Einer alten Dame konnte ich dann aber doch endlich verständlich machen, das ich dieses Benehmen mehr als unhöflich finde, immerhin wollte ich mein Essen geniessen ohne von fremden Hintern und lauten Stimmen gefangen genommen zu werden…und auch die Bedienungen in dem Landgasthaus waren ein wenig überfordert. Es wurde tatsächlich erst ruhiger als so ziemlich 2/3 der Gruppe sich ENDLICH verabschiedet und aus dem Staub gemacht hatte….ach und auf einmal saß ich in der Sonne ….prima…
Am Samstag rückte mir auf der Terrasse des Hotel-Restaurants auch eine Rentner-Horde auf den Pelz, um sich lautstark mit ihren Erfolgen und ihrer Redlichkeit („nein also ICH hätte niemals so über xx hergezogen. wie yy, das ständig macht …und nein habt ihr gesehen das die anhatte…also ICH würde soetwas niemals tragen….“ ) übertrumpfen wollten….zum Glück wollten die nur kurz etwas trinken…und sind zum Essen lieber reingegangen…dafür haben die Draußen erst mal alle Tische verschoben und sich lange nicht gesetzt, weil ja erst einmal geklärt werden musste, wer wo sitzt und wer was trinkt…Das auch noch andere Gäste da saßen und ihr Essen in Ruhe geniessen wollten (nicht nur ich), hab ich den Blicken und Bemerkungen der anderen Tische entnommen…das war den alten Herrschaften allerdings völlig egal…“Aaach so jung kommen wir nie wieder zusammen, so gemütlich…“ja macht nur weiter so…grummel…und Ihr braucht nicht mal mehr das Frühstück zu bestellen…Grummel….dann ist es vorbei mit der Gemütlichkeit….grrrrr Grummel…. . Na gut also das Messer hab ich dann doch nur für das Fleisch auf meinem Teller benutzt … aber ich hätte ja gerne…….

Wieder auf der Schulbank – also fast

Ich hatte Anfang der Woche, nach 13 Jahren das 1. Bewerbungsgespräch und dazu gab es dann auch gleich einen schriftlichen Test. Alles zusammen war es eine Bewerbung über 4,5 Stunden. Das war zwar ein gutes Gespräch….puh aber auch sehr anstrengend. Seit dem Hinweis des Personalvermittlers auf einen schriftlichen Test, war ich doch etwas angespannt…Einen Einstellungstest hab ich das letzte Mal vor 33 Jahren gemacht, als ich mich um einen Bewerbungsplatz bei einer Bank beworben habe…lach…und bin damals durch gefallen. Ich war also sehr verunsichert, WAS wollen die von mir wissen.
Also hab ich mich 1,5 Wochen jeden Abend hin gesetzt, Fachbücher gewälzt, habe im Handelsrecht und Umsatzsteuer-Gesetz nach gelesen, mich mit Barwert-Ermittlungen, Finanzierungsleasing und Abzinsungen beschäftigt, habe lange nicht benötigte Englisch-Vokabeln gelernt und meinen Lebenslauf und viele Antworten zu Fachfragen gleich auf Englisch laut referiert. Wann war das BilMoG, wann das BilRUG, was sind die GOBD . Dazu habe ich mich im Internet mit den Bilanzierungs- Vorschriften nach US-GAAP und dem SOX-Compliance (Beides absolutes Neuland für mich) beschäftigt. Mit anderen Worten, Ich hab mich gefühlt wie ein Schüler der sich auf eine Abschlussprüfung vorbereitet. Mal ehrlich – das hat mir sogar richtig Spaß gemacht. Nur da ich nicht wusste aus welchen Themengebieten die eigentlich Fragen stellen werden, kam immer wieder eine gewisse Unruhe auf.
Schlecht war diese Vorbereitung nicht, so schnell kann mich jetzt nichts mehr aus der Ruhe bringen…ich bin jetzt auch für weitere Bewerbungsgespräche gut gerüstet….aber erst einmal bin ich froh, das ich diesen TEST hinter mir habe.
Ob ich den Job bekomme? Keine Ahnung. Die Gesprächs-Atmosphäre war locker und entspannt und an vielen Stellen war es auch mehr ein richtiges Gespräch mit gegenseitigem Informationsaustausch, als ein Frage-Antwort-Spiel – was vor allem daran lag, das ich auch Gegenfragen gestellt habe….und so kam es nicht zu den berühmten Standard-Fragen: „Was sind Ihre Stärken“ oder „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren“.
Was ich interessant finde: es wird sehr viel Wert auf Funktionstrennung gelegt, nicht wie jetzt, wo ich vieles selber mache, weil wir einfach zu wenig Leute sind. Und es wird viel Wert darauf gelegt das Mitarbeiter KEINE Überstunden machen. Das klingt geradezu paradiesisch….und ist kaum zu glauben.
Na –abwarten. Letztlich wird sich die Entscheidung auf die folgenden Themen reduzieren:
1. Passe ich mit meinem Selbstbewusstsein ins Team
2. Glaubt mir das Unternehmen, das ich auch ohne Teamleiter-Funktion längerfristig zufrieden sein könnte.
3. Können die sich damit anfreunden, das ich erst zum 01.10. eine neue Stelle antreten kann.
Wenn das Unternehmen diese 3 Fragen positiv beantwortet, dann könnte ich den Job bekommen…also heißt es abwarten
Also den 1. Teil (Gespräch) und. 2.Teil (Test) hab ich in einem Rutsch absolviert, weil ich eben die lange Anreise habe. Bis Ende der Woche bekomme ich Bescheid, ob es für mich eine 3.Runde (Besprechung der Einzelheiten) geben wird.
Ich war bereits Samstag mit dem Auto angereist….30 Km oberhalb von Hamburg. Hatte in einem kleinen Ort ein einfaches Hotelzimmer gemietet und mich neben der intensiven Vorbereitung auf das Gespräch und den Test noch gut erholt. Das heißt ich war bei dem tollen Wetter viel im Wald unterwegs und hab einfach die Stille genossen…dazu bin ich durch viele kleine Ortschaften gefahren um mich ein wenig mit der Umgebung anzufreunden.
Denn nicht nur die Firma muss sich entscheiden …auch ich frage mich: würde ich dort arbeiten wollen und könnte ich mir vorstellen hier in der Umgebung zu leben… Das ist schon sehr spannend…