Himmelrichtung: der Nase nach

Der ruhige, schöne Arbeitstag, mit viel Unterhaltung und einer tollen Mittagspause in größerer Runde, ging genauso zu Ende wie er gestartet ist…zuhause hab ich frische Schnitzel geklopft, paniert und gebraten…dazu gab es einfach nur Pommes aus der Heißluft-Fritteuse..

…..und nach einer kurzen Erholung auf der Couch hab ich das Rad geschnappt….ohne Weg und ohne Ziel…einfach drauf los…nur die Anfangsrichtung war klar: Richtung Prisdorf…auf dem schönen kleinen Weg den ich vor ein paar Monaten gefunden habe….und von da an ging es einfach immer nur der Nase nach….ich hab spontan immer den Weg genommen, der mir am Besten gefiel.

Und es gibt viele schöne Wege von Prisdorf in Richtung Tornesch, quer durch den „Esinger Wohld“ wunderschön, vor allem als die langsam untergehende Sonne auf das Kornfeld schien….da hab ich mich eine kurze Weile einfach auf dem Boden niedergelassen und das Bild genossen:

Danach ging es in Richtung Kummerfeld und über Prisdorf wieder zurück nach Hause. Die Temperatur hat auch super gepasst….bin ohne Jacke gefahren, bei leichtem Wind….erst auf dem Rückweg wurde es langsam kühl an den Armen, hatte aber eine dünne Sportjacke dabei.

Jetzt sitze ich hochzufrieden nach 22km auf dem Rad, bei 18 Grad, frisch geduscht noch auf dem Balkon und gönne mir ein Glas Riesling halbtrocken….So darf der Sommer gerne bleiben….

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.

Schöner Morgen

Seit längerem ist es mir mal wieder gelungen wirklich um kurz nach 5 Uhr aufzustehen….also so schwer wie in diesem Jahr ist mir die Zeit-Umstellung echt noch nie gefallen….meine natürliche Aufstehzeit ist schon seit Jahren so ca. 5 Uhr Morgens, allerdings WINTER-Zeit.

So früh aufzustehen hatte den Vorteil, das ich auch früh genug los konnte, um im nahen Stadtforst meine Morgenrunde zu drehen….Eine Stunde im Wald….noch vor den Joggern oder Hundegassi-Gehern….2 Radfahrer sind mir begegnet…sonst Niemand….Mir ist im Laufe der letzten Monate aufgefallen, das es nur sehr wenige Menschen gibt, die wie ich unterwegs sind….also zügig gehend, ohne Hund und ohne zu joggen…ich bin also ein Exot, zumindest am frühen Morgen oder späten Abend.

Es war weder trübe noch sonnig, einfach ein normaler Durchschnitts-Morgen….und doch ist es morgens im Wald besonders schön….leicht kühl, still auf eine besondere Art, trotz der vielstimmigen Vogelgesänge….Die Heu-Ernte hat auch schon begonnen….also zumindest sind die Wiesen drumherum schon gemäht …hmmm dachte immer, die findet Ende des Sommers statt….aber es gibt wohl unterschiedliche Felder.

Es dufte auf jeden Fall nach dem geschnittenen Gras.

Wieder Zuhause ging es erst einmal unter die Dusche, und mit einem legeren Sommer-Outfit und mit dem ersten Kaffee des Tages ging es zum Schreibtisch….2. Homeoffice-Tag für diese Woche…ab Morgen geht es für den Rest der Woche wieder ins Büro.

Nach Feierabend zog es mich direkt auf den Balkon….auf den Liegestuhl und unter das Sonnendach und … … schon war ich eingeschlafen…aber nur für knappe 15 Minuten…danach hab ich fast eine Stunde den wenigen Wolken am Himmel beim langsamen Vorbeiziehen zugeschaut….und war komplett zufrieden mit dem Tag.

Marschrichtung: In Schwung bringen

Mit leichtem Entsetzen stelle ich nun fest, das die mehr als entspannte Arbeitsweise der dänischen Muttergesellschaft gerade dabei ist, der Realität eines international operierenden Konzern zu weichen…mehr und schneller als ich dachte.

In einem Online-Meeting zu Dritt wurden wir heute auf kommende Änderungen und Überlegungen hingewiesen.

Während für meine letzte Gesellschaft immer noch kein OK für den Jahresabschluss 2020 existiert, wurden wir gefragt, wie schnell wir es schaffen würden, die kommenden 1/2-Jahres-Abschlüsse per 30.06. fertig zu bekommen.

Pause – ähmm….also im letzten Jahr gab es von einer der anderen Chefs einen Plan in dem die verschiedenen Abgabetermine für jede Gesellschaft aufgelistet wurde…da hatte ich für alle meine Gesellschaften 2,5 Monate Zeit. Die Zeitspanne war sehr großzügig bemessen…aber auch sehr willkommen, da es für mich ja erstmalige Abschlüsse in dieser Firma waren und ich 11 Gesellschaften gerade neu implementiert hatte.

Meine Frage: Wann SOLLEN wir denn in diesem Jahr fertig werden.

Gegenfrage des Chefs: Wie schnell KÖNNT Ihr denn fertig sein

Aber dann hat er uns gesagt das er die Daten gerne bis Ende Juli hätte….maximal – also allerspätestens bis 06.08….Alles wegen des Konzernabschlusses.

Ja, also bei mir wird das schon klappen…ich hab inzwischen nach den letzten beiden Abschluss-Sessions meine Abläufe im Blick, vieles ist schon prozess-optimiert, ich weiß wie die Programme funktionieren und worauf besonderen Wert gelegt wird…..und in diesem Jahr gibt es zum Glück keine weitere MWST-Änderung, die mich im letzten Jahr viel Zeit gekostet hat.

Wenn also nichts weiter dazwischen kommt, sollte das kein Problem sein…ich hab ja erst im August Urlaub und mit einem straffen Zeit-Management und ein paar Extra-Stunden werde ich das auch hinbekommen.

Allerdings soll in den nächsten Wochen noch eine Freigabe-Software ausgetauscht werden…eine komplett andere Software und an der Implementierung sind wir in HH nicht beteiligt….müssen dann also mit dem Arbeiten, was uns die Dänen zur Verfügung stellen und ob das mit der Schnittstelle zur Buchhaltungs-Software dann auch funktioniert….na da bin ich ja gespannt….In meiner alten Firma war ich in solche Änderungen immer mit einbezogen um zu Testen hahahaha -so konnte ich selber mit entscheiden.

Die Wirtschaftsprüfer mit denen wir zusammen arbeiten haben meinem Chef außerdem vorgeschlagen doch für alle Gesellschaften eine geändertes Geschäftsjahr einzuführen…was den Prüfern etwas mehr Zeit verschaffen würde, uns jedoch genau zu dem Prinzip des FAST-Close zwingen würde, dem ich gerade erleichtert entkommen bin. Das wäre purer Stress und bringt unseren Firmen keine Vorteile…Ich hab sofort interveniert und meine Bedenken zu dem Thema mitgeteilt.

UND durch die Ambitionen der Gesellschaft sich weiter international auszubreiten, drohen uns in den nächsten 1-2 Jahren außerdem die internationalen Rechnungslegungs-Vorschriften. Wer in vielen Ländern aktiv und erfolgreich sein möchte kann sich auf Dauer den einheitlichen Standards der IFRS-Regeln nicht entziehen…und schon gar nicht, wenn man sogar mit einem Gang an die Börse liebäugelt…..da müssen dann jedes Quartal Zahlen nach US-GAAP oder IFRS präsentiert werden….und dafür müssen alle Einzelgesellschaften Daten zur Verfügung stellen….Anstatt wie jetzt 2x im Jahr.

Noch ist das alles Zukunftsmusik – aber die Marschrichtung zeichnet sich klar ab in Richtung: Big-Player ….und die Ausläufer davon bekommen wir gerade schon zu spüren.

Und so ganz nebenbei fällt dem Chef ein, das mein fehlender letzter Jahresabschluss für 2020 bereits vor 2 Wochen das OK bekommen hat …er es aber versäumt hatte, mir Bescheid zu geben….(Während das Jahr 2019 allerdings immer noch nicht abschließend geklärt ist….seufz).

Somit war ich die letzten beiden Tage mehr als ausreichend damit beschäftigt die letzte Änderung einzupflegen und danach zügig alle Daten für die Prüfer vorzubereiten…..na immerhin geht es jetzt endlich weiter….Stück für Stück….

Und ab Morgen werde ich mit den ersten Abschluss-Vorbereitungen für das 1/2 Jahr beginnen…..bei 25 Gesellschaften ist es vernünftig sich einen Zeit-Puffer zu erarbeiten….wer weiß, was sonst noch so kommen wird…

Nein, das versetzt mich jetzt noch nicht in Stress oder Hektik….aber ich bin jetzt in einem höheren Aktivitäts-Modus…hab das Ziel fokussiert und versuche alle Arbeiten darauf auszurichten…was hat Priorität, was kann warten, woher – wer – was – wann – wohin – wie…. hahahha es bringt mich in Schwung….

Koch-Ideen

Ich hatte am Wochenende einen richtig tollen Rinderschmorbraten mit einer Paprika-Rahmsoße im Ofen gebrutzelt und dazu den letzten selbst gekochten Rotkohl aus dem Gefrierschrank geopfert…..der Braten war so schön mürbe und trotzdem nicht trocken (der war ja auch 2 Stunden im geschlossenen Topf im Ofen….ich bin quasi über den Teller hergefallen….so lecker war das. Durch den Deckel bleibt der gesamte Geschmack im Topf…dann ist die Soße quasi schon fertig und benötigt keinen Schnick-Schnack mehr um lecker zu sein….(gewürzt war der Braten mit Senf, Salz und Pfeffer und in den Topf kam noch ein Lorbeerblatt und etwas von meiner Gemüsebrühe )

Heute nun bei dem herrlichen Sommer-Wetter (Homeoffice-Tag) gab es aus den Resten meines letzten Brotteigs eine Spinat-Pide…war mir doch beim Suchen des Rotkohls, in den Tiefen des Gefrierschranks auch noch eine Packung Spint in die Hände gefallen….und Feta-Käse hab ich eh fast immer im Kühlschrank…

Den Brotteig hab ich vor dem Backen lediglich mit etwas Olivenöl bestrichen…..und Spinat, Zwiebeln und Knoblauch hab ich nur kurz in der Pfanne angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt….Zum Schluß gab es noch einmal etwas Olivenöl über den Feta-Käse…..15 Minuten bei 180Grad im Ofen….und der Teig ist außen knusprig und innen fluffig….

Also auf diese Ideen hätte ich auch schon mal früher kommen können….hmmmm was ich auch lange nicht gemacht habe: Klassischen Zwiebelkuchen…

Tagesausflug: Hohes Elbufer

Sonntag ging es mal wieder an die Elbe….es war zuerst diesig und auch nicht sooo warm, also bin ich am Vormittag los….mit dem Auto bis Blankenese….von dort durch das Treppenviertel bis runter an die Elbe. Und tatsächlich hat das noch trübe Wetter nicht ganz so viele Menschen ans Elbufer gelockt.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich eine ganze Weile barfuß durch das seichte Wasser am Strand gelaufen….obenrum aber immer noch mit Jacke an….das hat Spaß gemacht und es fühlte sich auch gleich nach Urlaub an.

Ich bin in Richtung Wedel gelaufen….also weg von Hamburg…zwischendurch hab ich mich im Sand niedergelassen und dabei Wasser und Wellen zugeschaut…..irgendwann klarte das Wetter auf und es wurde sofort voller….also hab ich auf Höhe es alten Wasserwerks den Strand verlassen und dafür den Waldpark erklommen….Im wahrsten Sinne…denn es ging erst einmal bergauf.

Auf 3/4 Höhe verlief der schmale Weg dann parallel zur Elbe….und das war so richtig schön….quasi mitten im Wald. Dabei waren ringsum viele riesige Anwesen mit großen Wald-und Grünflächen….aber alles fügte sich harmonisch zu einer Gesamtfläche….auf der Strecke waren ein paar Parks …es ging Holzbrücken (um Privat-Anwesen zu überqueren)…und es gab auch immer wieder kleine Abzweigungen zu höheren oder niedriger gelegenen Wegen.

Ich hab jedoch versucht dem sich schlängenden Weg immer auf dieser Höhe zu folgen….Die meiste Zeit lag der Weg auch so einsam, das mir niemand begegnet ist…..

Je näher ich allerdings wieder nach Blankenese und in die Nähe von größeren Seitenwegen kam, umso öfter waren auch Spaziergänger unterwegs und manchmal sogar Radfahrer.

Trotzdem hatte ich größtenteils das Gefühl diese Pracht ganz für mich alleine zu haben.

Später am Auto angekommen waren es tatsächlich nur knappe 9 km…es fühlte sich aber nach einem ganzen Urlaubstag an …..so abwechslungsreich und unerwartet schön war dieser Ausflug.

Den Rest des Tages hab ich Anstrengung durch das bergauf-und bergab Laufen doch gemerkt….hahahaha, also hab ich auf die obligatorische Abendrunde verzichtet und es mir stattdessen auf der Couch bequem gemacht.

Samstag – Radtour mini

Im Moment versuche ich jedes Wetter so sinnvoll wie möglich zu nutzen…

Samstagmorgen bei 22-24 Grad und Sonnenschein gab es ein kleines Frühstück auf dem Balkon. Schnell hab ich noch mein Sonnendach aufgespannt, sonst hätte ich in der prallen Sonne gesessen und nichts auf dem Laptop-Bildschirm gesehen.

Da ich noch etwas in der Nähe vom Krupunder See zu erledigen hatte, hab ich das Fahrrad genommen…..das war um die Mittagszeit, der Himmel war zwar schon bedeckt, aber trotzdem waren es noch 22 Grad. Regen war erst für den Abend angesagt.

Mit dem Rad sind es nur ca. 9 km….aber nach 1,5 km ist mir dann auch mal aufgefallen, das ich gar keine Maske dabei hatte…obwohl ich dachte, inzwischen in JEDER Jacke und JEDEM Rucksack mindestens eine Maske deponiert zu haben. Es war Zufall das ich es so früh gemerkt habe. Am Sportplatz traffen gerade jede Menge Jugendliche in Sportkleidung zusammen und da dachte ich auf einmal an Maske und Abstand….MASKE?….also hab ich etwas entfernt angehalten und nachgeschaut.

Kommando: Kehrt um, ab nach Hause und hab das Versäumte nachgeholt. Ich hätte ja nicht mal eine Maske kaufen können….weil dazu hätte ich ja eine Maske benötigt um in einen Laden zu gehen…hahaha. Egal – der Weg ist ja auch das Ziel.

In dem Elektronikfachmarkt war es erstaunlich leer….es gab mehr Verkäufer als Kunden….das fand ich schon ungewöhnlich, aber auch gut für mich. So hab ich gleich einen freundlichen Verkäufer gefunden, der sich als sehr kompetent und erklär-freudig meiner Ratlosigkeit vor der unglaublichen Auswahl an Kopfhörern für Mobiltelefone annahm…

und ich hab mir noch eine 3. externe Festplatte für die Datensicherung zugelegt. Das Cloud-Prinzip hab ich zwar mal für Fotos genutzt….aber inzwischen speichere ich lieber alles auf meiner eigenen Festplatte…und alle paar Jahre soll man ja auch die alten Daten auf den Externen Speichermedien umspeichern…nichts hält ewig.

Später am Krupunder See hab ich mich direkt am flachen Wasser niedergelassen ….da wurde es langsam schwül, aber am See ging noch etwas Wind. Hätte ich an das Handtuch gedacht, wäre ich sogar mit den Füßen reingegangen…so blieb ich nur eine Weile sitzen…

Es waren insgesamt zwar nur 23km…aber das reichte mir für diesen Tag…. zuhause hab ich alle Fenster aufgerissen, doch die Luft blieb stickig….da mir ohnehin mehr als warm war, hab ich gleich mal in der Küche das Abendessen gebrutzelt: Schweinefilet mit gebratenen Kartoffeln und gebratenem weißen und grünen Spargel….lecker war`s.

Erst später hab ich die immer kühler werdende Abendluft wieder auf dem Balkon genossen, wenn die innere Hitze mal wieder hervor brach…Geregnet hat es dann in der Nacht….und heute ist es wieder angenehm kühl in der Wohnung….

1. Schritt – Raus aus dem Schneckenhaus

Freitag haben wir mit 6 Personen draussen auf der Dachterrasse unseres Bürogebäudes zu Mittag gegessen…unser junger Trainee mit dem ich die letzten Wochen oft alleine im Büro war, weil alle anderen im Homeoffice sind, fragte extra, wann ich denn Mittag machen werde…wir unterhalten uns in der letzten Zeit öfter.

Zum Schluss waren wir nur dannnur noch zu Dritt….und ich hab meine Mittagspause etwas verlängert. Den beiden Mädels wurde es schnell zu warm in der prallen Sonne (aber als ich zu Beginn den Sonnenschirm aufspannte, waren sie dagegen) und ein anderer Kollege hatte einen Termin….also hab ich mich noch mit den beiden verbleibenden jungen Männern unterhalten. Mit dem Trainee und unserem NEUEN aus Bayern (er ist gerade mal eine Woche in Hamburg) kann man sich richtig gut unterhalten…beide sind sehr offen in ihrer Art, eher ruhig vom Wesen, aber lustig und erzählen ganz ungezwungen…das macht Spaß.

Kurz vor Feierabend hab ich dann noch den GF im Flur getroffen und es schien ihn wirklich zu interessieren, wie ich dieses Mal den Vortrag eines Kollegen fand, in unserem 2stunden-Meeting – das auch dieses Mal kein Thema beinhaltete welches meine Arbeit betrifft. Sein Interesse an meiner Meinung hat mich überrascht, immerhin ignoriert er mich weitestgehend….aber scheinbar sind bei ihm meine Einwände zu dieser Form des Meeting vom letzten Mal hängen geblieben.

Der Vortrag kam von einem ebenfalls neuen Kollegen und war genau so, wie ich Vorträge mag: gut strukturiert, erklärend, aber nicht trocken….mit lustigen Vergleichen, bildhaften Auflockerungen und ohne ständige Abkürzungen die nicht erklärt werden….das hab ich dem Kollegen auch schon selber gesagt…er hat sich gefreut…und witzigerweise hat es auch den GF gefreut, das es mir gefallen hat.

Irgendwie hat mir das Alles gut getan und auf dem Weg zum Einkaufen hab ich in auf NDR-Info einen Beitrag zum Thema: Impfungen für Wahlhelfer gehört….Es haben sich wohl viele als Wahlhelfer gemeldet und damit das Recht erhalten, über die Prioritäten-Liste schneller gegen Covid19 geimpft zu werden….und nach der Impfung haben sich wohl eine Menge Helfer wieder als Wahlhelfer für die Bundestags-Wahl abgemeldet…mit anderen Worten, es wurde ausgenutzt…..das ist schade das Menschen so agieren….aber wohl auch normal.

Ich hatte ja schon mal darüber nach gedacht mich als Wahlhelfer zu melden…damit tue ich auch mal etwas für unsere Demokratie…ich finde Wahlen wichtig und stehe auf dem Standpunkt: jeder der berechtigt ist, sollte auch Wählen gehen. Wer nicht wählt – wählt auf jeden Fall das Falsche.

Durch Corona fehlen nicht nur die „alten“ Blutspender, sondern auch ehrenamtliche Helfer….mit über 50Jahre bin ich also genau die Altersgruppe die jetzt für solche Aufgaben nachwachsen kann.

Und so hab ich unmittelbar auf dem Parkplatz des Supermarktes, mit dem Handy im Internet geschaut, wo ich mich melden muss und mich für Schleswig-Holstein angemeldet. Für Erst-Wahlhelfer gibt es ein 2tägiges Seminar und des gibt eine Community über die sich Wahlhelfer austauschen.

Also der 1. Schritt raus aus meiner privaten Selbst-Isolation ist getan, ich hab mich angemeldet und warte jetzt darauf ob es klappt und ob ich einem Bezirk zugeteilt werden kann…

Aus der Vergangenheit – Erkenntnisse für Heute

Vor 2 Tagen hab ich endlich mal wieder ein komplettes Backup meines Computers durchgeführt…dazu habe ich 2 externe Festplatten…..und nach der 1. Sicherung bin ich durch Zufall, auf die Sicherung meines uralten-Laptop gestoßen mit den privaten Tagebüchern bis 2009.

Zuerst bin ich nicht einmal an die Daten gekommen…..weil ich mich nicht mehr an das Password erinnern konnte….oder DOCH …eigentlich schon….nur sind seitdem die Password-Kombinationen (erweitert um Zahlen und Sonderzeichen) inzwischen ja viel komplexer und erst nach einiger Zeit fiel mir wieder ein, das es zwar das richtige Wort ist….aber eben ohne Groß-und Kleinschreibung und Sonderzeichen…..hahahaha

Und mit dem Lesen der Ereignisse aus den alten Tagen, kam dann eine neue Erkenntnis für mein jetziges Leben:

2009 war ein emotional schwieriges Jahr für mich….weil ich damals auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit war und nur auf Männer gestoßen bin, die „etwas Lockeres“ wollten oder sich nicht offen zu mir bekennen wollten….und ich gleichzeitig im Job auf meine 1.Burnout-Krise zusteuerte.

Jetzt, 12 Jahre später, bin ich leicht entsetzt wie sehr ich damals unglücklich verliebt war und gelitten habe….ich wurde gleich mehrfach hintereinander enttäuscht.

Zusammen mit der von Anfang an schwierigen 8,5jährigen Geschichte ab 2010 mit dem Banker-Schnösel, verstehe ich nun wesentlich besser, warum ich jetzt und hier überhaupt keine Lust auf eine neue Beziehung habe und warum ich so gar nicht auf der Suche bin.

Und dieses nicht mehr auf der Suche sein, führt zu meiner inneren Zufriedenheit und dem mich Wohlfühlen in meinem Leben – OHNE Beziehung.

Gleichzeitig bot mir meine Clique damals auch viel Halt und Freude….wir hatten lustige Chats, schöne Themenabende und immer wieder tolle Tanz-Aktionen….es war immer etwas los und das tat mir sehr gut.

Also hab ich gestern den 1. Schritt für Plan B getan…. es ist nur ein kleiner Schritt…aber ich fange ja gerade erst an.

Gereizte Röhre

Also Sachen gibt es…..da hatte ich vor ein paar Tagen spät am Abend den Anflug von Kopfschmerzen und wollte vorsichtshalber schon mal eine Tablette nehmen, damit ich mir den Schlaf nicht versaue….bereits halb schlafend und ziemlich müde bin ich wieder aufgestanden und hab eine Tablette genommen….mit einem Schluck Wasser…

…und mich anschließend wieder hin gelegt….ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat, aber kurze Zeit später war ich bereits wieder wach, weil es in Hals und Speiseröhre weh tat und sich insgesamt alles komisch anfühlte….so als ob sich nach und nach die Tablette im Hals auflösen würde.

Ich hab noch nie meine Speiseröhre so genau gespürt…und das fühlte sich nicht gut an, sehr unangenehm…Also hab ich mich wieder aufgesetzt und langsam Wasser getrunken, immer wieder etwas Wasser….aber es blieb komisch und zwischenzeitlich fühlte es sich so an, als ob sich im Hals alles zusammen ziehen würde.

Es wurde erst nicht besser , aber ich hab mich dann doch wieder hingelegt und bin dann irgendwann eingeschlafen. Auch am Morgen fühlte es sich komisch an…aber den ganzen Tag über war es normal: Kaffee, Wasser, Haferflocken mit Milch zum Frühstück, Nudeln zum Mittag …alles kein Problem…und so hab ich den „Vorfall“ einfach wieder vergessen.

Bis ich am späten Nachmittag einen Schokoriegel mit weißer Schokolade gegessen habe….Ohhhhha. Auf einmal spürte ich wieder wie sich in Hals, Speiseröhre und Magen alles zusammenzog und es tat auf eine merkwürdige Art weh….der Schmerz kam in kurzen Wellen.

Inzwischen weiß ich, das ich die Tablette mit viel zu wenig Wasser eingenommen hatte und mich dazu noch viel zu schnell wieder hin gelegt hatte….die Tablette hat es so wohl tatsächlich nicht bis in den Magen geschafft, sondern sich schon vorher aufgelöst…..und hat so meine Speiseröhre gereizt.

Und das Schokolade im Hals reizen kann, DAS kenne ich noch von meiner Mandel-OP.

Also den Rest des Tages gab es nur noch warmen Tee in kleinen Schlucken….und heute ist alles wieder okay.

Hmmm das ist mir noch nie passiert….ab jetzt werde ich darauf achten Tabletten immer mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen….so, wie es ja auch immer drauf steht……jaja, man lernt nie aus.

Schwungvoll – zufrieden

Das schöne Wetter in dieser Woche, zusammen mit bisher herrlich entspannten Homeoffice-Tagen, bringt mich wieder in Schwung….

In den letzten Tagen hab ich mir nach Feierabend mein Rad geschnappt :

  1. zum Einkaufen frischer Lebensmittel
  2. zum Arzt – Rezept holen
  3. zur Post – Geburtstagspäckchen wegbringen
  4. zum Fahrradladen – endlich mein Fahrradschloss austauschen
  5. zum Rumfahren ohne Ziel

Morgens gab es die Walkingrunden, Mittags kurz aufs Trampolin und an zwei Abenden noch zusätzlich kurze Abendspaziergänge…. Gestern und Heute Mittag gab es das Mittagessen auf dem Balkon und auch jetzt sitze ich wieder hier bei vollem Sonnenschein…mit böigem Wind….es ist angenehm warm.

Ich schlafe nachts gut und vor allem durch, mein Blutdruck ist immer noch erstaunlich normal, meine Allergien haben sich in den letzten Wochen verzogen….was ich besonders toll finde, weil die empfindliche Haut unterhalb der Augen hat sich in den letzten Monaten komplett regeneriert…keine Neurodermitis mehr…keine extrem trockenen Hautstellen am Körper….alles normal.

Sogar die Hausstaub-Allergie ist aktuell kein Thema mehr….und die Hitzewallungen kommen gerade mal nicht so oft.

So darf der Juni gerne weiter laufen……