Klein Amsterdam im Norden

Klein Amsterdam im Norden

Wer in Norddeutschland das Bedürfnis nach einem Tapetenwechel hat, sollte wirklich einmal nach Friedrichstadt (Schleswig-Holstein)fahren….dort wo die Treene in die Eider fließt.

Dieses nette Städtchen sollte einmal eine große Handelsmetropole werden, hat es aber nie geschafft mehr als 3.000 Einwohner anzusiedeln….Mit dem Versprechen auf Religionsfreiheit wurden vor mehr als 300 Jahren vor allem Niederländer nach Friedrichstadt gelockt. So ist es auch kein Wunder, das die gesamte Innenstadt niederländisches Flair ausstrahlt…Brücken und Grachten inklusive. Von den ursprünglich 15 verschiedenen Religionen, gibt es heute aber nur noch 5. Außerdem konnte die Stadt nur entstehen, weil man den Boden dem Wasser abgetrotzt hatte…..der liegt nämlich unterhalb des Meeresspiegel.

Die meisten Informationen, die ich hier gerade weitergebe, stammen von einem lustigen, redseeligen AufflugsSchiff-Kapitän mit dem wir eine einstündige Grachtenfahrt durch die Stadt und drumherum unternommen haben. Das hat richtig Spaß gemacht. Das Boot mit ca.35 Personen besetzt, passte an manchen Stellen gerade so durch die Grachten und unter den Brücken hindurch. Und mehr als einmal mussten Tretbootfahrer und Stand up-Paddler zurückweichen, damit unser Boot hindurch passte…

Dabei war das Wetter jetzt nicht hochsommerlich….es gab viel Wind…dafür nur mäßig Sonne….und obwohl der Ort vom Tourismus lebt, konnte man an sehr vielen Stellen sein Auto kostenlos parken.

Ich war mit Schwester+Schwager für 12 Uhr verabredet….hatte aber geahnt, das die Beiden wieder einmal viel früher da sein würden…und so bekam ich tatsächlich schon um kurz nach 11 Uhr die Info: Wir sind da….grummel….grummel. Meine Ankunft war um 11.30 Uhr.

Gemeinschaftlich ging es dann erst einmal auf die Suche nach einer öffentlichen Toilette…..hahaha….es gibt inzwischen sogar Apps dafür…mein Schwager hat die App „Flush“….hab mich halb schlapp gelacht…und denke jetzt selber darüber nach, diese ebenfalls auf meinem Smartphone zu installieren.

Nun konnten wir entspannt mit der Sightseeingtour beginnen. Mein Vorschlag war, erst einmal nach der Grachtenfahrt zu schauen….da ich durch Corona nicht weiß, ob der reguläre Fahrplan überhaupt funktioniert….dort angekommen hieß es….eigentlich geht jede Stunde eine Tour los, wenn mindestens 10 Personen zusammen kommen…..und die nächste Tour startet quasi JETZT…..es war 12 Uhr und die Sonne wagte sich gerade hervor… so haben wir kurzfristig Tickets gekauft.

Also los….ab aufs offene Boot..kaum sassen wir, nahmen wir die Masken runter, wie alle Anderen auch…da kam schon das Kommando: Masken auf….während der gesamten Fahrt (Erst ab der kommenden Woche geht es wieder ohne)…es war eine lustige und kurzweilige Tour.

Die 15 EUR pro Person sind mehr als angemessen….weil man unablässig lustig und locker über die Geschichte der Statdt informiert wurde und die Fahrt einfach Laune macht.

Danach kam der Hunger und in der Nähe des Marktplatzes haben wir etwas gefunden, das uns gefallen hat. Drinnen (mit negativem Corona-Test) in der „Prinzenstube“ fanden die Mitarbeiter noch einen großen freien Tisch für uns, das ganze Ambiente wurde dem Namen gerecht, es wirkte wie aus dem vorletzten Jahrhundert : antiquiert, aber edel.

Für mich gab es Scholle mit Krabben und Pellkartoffeln mit ausgelassener Butter…einfach nur lecker…dazu einen trockenen Weißburgunder.

Wir blieben eine ganze Weile sitzen, bevor wir dann zu Fuß kreuz und quer durch die Stadt gelaufen sind…über Brücken, durch Parks, durch liebevoll restaurierte kleine Straßen und Gassen…..am Wasser entlang….auf die Insel….wieder zurück…..die gesamte Innenstadt wirkt wie aus einer anderen Zeit…..die meisten Häuser mit Blumen dekoriert, viele Bänke vor den Türen….eine Art lebendiges Freilicht-Museum…..

Am späten Nachmittag saßen wir auf dem Marktplatz im Außenbereich eines Eiscafes….mit Milchkaffee und Spaghetti-Eis…und einem Glas Prosecco zum nachträglichem Anstoßen auf den Geburtstag meiner Schwester Anfang Juni.

Dann kam etwas Regen… danach wurde es frischer…..wir haben noch größere Kreise durch die Stadt gezogen…aber die Luft war bei uns raus: ich war kommunikations-müde, mein Schwager bekam Probleme mit der Hüfte und meine Schwester hatte Probleme mit ihren Schuhen (ICH nicht hahaha)…also haben wir den Ausflug beendet und sind zu den Autos zurück.

Der gesamte Tag brachte mir mehr als 20.000 Schritte und 14 km …..Ich war froh, als ich am Abend wieder zuhause war….und für den Rest des Wochenendes hatte ich überhaupt keine Lust mehr mich irgendwie mitzuteilen…..hahaha – also schreibe ich erste heute….

Himmelrichtung: der Nase nach

Der ruhige, schöne Arbeitstag, mit viel Unterhaltung und einer tollen Mittagspause in größerer Runde, ging genauso zu Ende wie er gestartet ist…zuhause hab ich frische Schnitzel geklopft, paniert und gebraten…dazu gab es einfach nur Pommes aus der Heißluft-Fritteuse..

…..und nach einer kurzen Erholung auf der Couch hab ich das Rad geschnappt….ohne Weg und ohne Ziel…einfach drauf los…nur die Anfangsrichtung war klar: Richtung Prisdorf…auf dem schönen kleinen Weg den ich vor ein paar Monaten gefunden habe….und von da an ging es einfach immer nur der Nase nach….ich hab spontan immer den Weg genommen, der mir am Besten gefiel.

Und es gibt viele schöne Wege von Prisdorf in Richtung Tornesch, quer durch den „Esinger Wohld“ wunderschön, vor allem als die langsam untergehende Sonne auf das Kornfeld schien….da hab ich mich eine kurze Weile einfach auf dem Boden niedergelassen und das Bild genossen:

Danach ging es in Richtung Kummerfeld und über Prisdorf wieder zurück nach Hause. Die Temperatur hat auch super gepasst….bin ohne Jacke gefahren, bei leichtem Wind….erst auf dem Rückweg wurde es langsam kühl an den Armen, hatte aber eine dünne Sportjacke dabei.

Jetzt sitze ich hochzufrieden nach 22km auf dem Rad, bei 18 Grad, frisch geduscht noch auf dem Balkon und gönne mir ein Glas Riesling halbtrocken….So darf der Sommer gerne bleiben….

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.

Schöner Morgen

Seit längerem ist es mir mal wieder gelungen wirklich um kurz nach 5 Uhr aufzustehen….also so schwer wie in diesem Jahr ist mir die Zeit-Umstellung echt noch nie gefallen….meine natürliche Aufstehzeit ist schon seit Jahren so ca. 5 Uhr Morgens, allerdings WINTER-Zeit.

So früh aufzustehen hatte den Vorteil, das ich auch früh genug los konnte, um im nahen Stadtforst meine Morgenrunde zu drehen….Eine Stunde im Wald….noch vor den Joggern oder Hundegassi-Gehern….2 Radfahrer sind mir begegnet…sonst Niemand….Mir ist im Laufe der letzten Monate aufgefallen, das es nur sehr wenige Menschen gibt, die wie ich unterwegs sind….also zügig gehend, ohne Hund und ohne zu joggen…ich bin also ein Exot, zumindest am frühen Morgen oder späten Abend.

Es war weder trübe noch sonnig, einfach ein normaler Durchschnitts-Morgen….und doch ist es morgens im Wald besonders schön….leicht kühl, still auf eine besondere Art, trotz der vielstimmigen Vogelgesänge….Die Heu-Ernte hat auch schon begonnen….also zumindest sind die Wiesen drumherum schon gemäht …hmmm dachte immer, die findet Ende des Sommers statt….aber es gibt wohl unterschiedliche Felder.

Es dufte auf jeden Fall nach dem geschnittenen Gras.

Wieder Zuhause ging es erst einmal unter die Dusche, und mit einem legeren Sommer-Outfit und mit dem ersten Kaffee des Tages ging es zum Schreibtisch….2. Homeoffice-Tag für diese Woche…ab Morgen geht es für den Rest der Woche wieder ins Büro.

Nach Feierabend zog es mich direkt auf den Balkon….auf den Liegestuhl und unter das Sonnendach und … … schon war ich eingeschlafen…aber nur für knappe 15 Minuten…danach hab ich fast eine Stunde den wenigen Wolken am Himmel beim langsamen Vorbeiziehen zugeschaut….und war komplett zufrieden mit dem Tag.

Tagesausflug: Hohes Elbufer

Sonntag ging es mal wieder an die Elbe….es war zuerst diesig und auch nicht sooo warm, also bin ich am Vormittag los….mit dem Auto bis Blankenese….von dort durch das Treppenviertel bis runter an die Elbe. Und tatsächlich hat das noch trübe Wetter nicht ganz so viele Menschen ans Elbufer gelockt.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich eine ganze Weile barfuß durch das seichte Wasser am Strand gelaufen….obenrum aber immer noch mit Jacke an….das hat Spaß gemacht und es fühlte sich auch gleich nach Urlaub an.

Ich bin in Richtung Wedel gelaufen….also weg von Hamburg…zwischendurch hab ich mich im Sand niedergelassen und dabei Wasser und Wellen zugeschaut…..irgendwann klarte das Wetter auf und es wurde sofort voller….also hab ich auf Höhe es alten Wasserwerks den Strand verlassen und dafür den Waldpark erklommen….Im wahrsten Sinne…denn es ging erst einmal bergauf.

Auf 3/4 Höhe verlief der schmale Weg dann parallel zur Elbe….und das war so richtig schön….quasi mitten im Wald. Dabei waren ringsum viele riesige Anwesen mit großen Wald-und Grünflächen….aber alles fügte sich harmonisch zu einer Gesamtfläche….auf der Strecke waren ein paar Parks …es ging Holzbrücken (um Privat-Anwesen zu überqueren)…und es gab auch immer wieder kleine Abzweigungen zu höheren oder niedriger gelegenen Wegen.

Ich hab jedoch versucht dem sich schlängenden Weg immer auf dieser Höhe zu folgen….Die meiste Zeit lag der Weg auch so einsam, das mir niemand begegnet ist…..

Je näher ich allerdings wieder nach Blankenese und in die Nähe von größeren Seitenwegen kam, umso öfter waren auch Spaziergänger unterwegs und manchmal sogar Radfahrer.

Trotzdem hatte ich größtenteils das Gefühl diese Pracht ganz für mich alleine zu haben.

Später am Auto angekommen waren es tatsächlich nur knappe 9 km…es fühlte sich aber nach einem ganzen Urlaubstag an …..so abwechslungsreich und unerwartet schön war dieser Ausflug.

Den Rest des Tages hab ich Anstrengung durch das bergauf-und bergab Laufen doch gemerkt….hahahaha, also hab ich auf die obligatorische Abendrunde verzichtet und es mir stattdessen auf der Couch bequem gemacht.

Samstag – Radtour mini

Im Moment versuche ich jedes Wetter so sinnvoll wie möglich zu nutzen…

Samstagmorgen bei 22-24 Grad und Sonnenschein gab es ein kleines Frühstück auf dem Balkon. Schnell hab ich noch mein Sonnendach aufgespannt, sonst hätte ich in der prallen Sonne gesessen und nichts auf dem Laptop-Bildschirm gesehen.

Da ich noch etwas in der Nähe vom Krupunder See zu erledigen hatte, hab ich das Fahrrad genommen…..das war um die Mittagszeit, der Himmel war zwar schon bedeckt, aber trotzdem waren es noch 22 Grad. Regen war erst für den Abend angesagt.

Mit dem Rad sind es nur ca. 9 km….aber nach 1,5 km ist mir dann auch mal aufgefallen, das ich gar keine Maske dabei hatte…obwohl ich dachte, inzwischen in JEDER Jacke und JEDEM Rucksack mindestens eine Maske deponiert zu haben. Es war Zufall das ich es so früh gemerkt habe. Am Sportplatz traffen gerade jede Menge Jugendliche in Sportkleidung zusammen und da dachte ich auf einmal an Maske und Abstand….MASKE?….also hab ich etwas entfernt angehalten und nachgeschaut.

Kommando: Kehrt um, ab nach Hause und hab das Versäumte nachgeholt. Ich hätte ja nicht mal eine Maske kaufen können….weil dazu hätte ich ja eine Maske benötigt um in einen Laden zu gehen…hahaha. Egal – der Weg ist ja auch das Ziel.

In dem Elektronikfachmarkt war es erstaunlich leer….es gab mehr Verkäufer als Kunden….das fand ich schon ungewöhnlich, aber auch gut für mich. So hab ich gleich einen freundlichen Verkäufer gefunden, der sich als sehr kompetent und erklär-freudig meiner Ratlosigkeit vor der unglaublichen Auswahl an Kopfhörern für Mobiltelefone annahm…

und ich hab mir noch eine 3. externe Festplatte für die Datensicherung zugelegt. Das Cloud-Prinzip hab ich zwar mal für Fotos genutzt….aber inzwischen speichere ich lieber alles auf meiner eigenen Festplatte…und alle paar Jahre soll man ja auch die alten Daten auf den Externen Speichermedien umspeichern…nichts hält ewig.

Später am Krupunder See hab ich mich direkt am flachen Wasser niedergelassen ….da wurde es langsam schwül, aber am See ging noch etwas Wind. Hätte ich an das Handtuch gedacht, wäre ich sogar mit den Füßen reingegangen…so blieb ich nur eine Weile sitzen…

Es waren insgesamt zwar nur 23km…aber das reichte mir für diesen Tag…. zuhause hab ich alle Fenster aufgerissen, doch die Luft blieb stickig….da mir ohnehin mehr als warm war, hab ich gleich mal in der Küche das Abendessen gebrutzelt: Schweinefilet mit gebratenen Kartoffeln und gebratenem weißen und grünen Spargel….lecker war`s.

Erst später hab ich die immer kühler werdende Abendluft wieder auf dem Balkon genossen, wenn die innere Hitze mal wieder hervor brach…Geregnet hat es dann in der Nacht….und heute ist es wieder angenehm kühl in der Wohnung….

Schwungvoll – zufrieden

Das schöne Wetter in dieser Woche, zusammen mit bisher herrlich entspannten Homeoffice-Tagen, bringt mich wieder in Schwung….

In den letzten Tagen hab ich mir nach Feierabend mein Rad geschnappt :

  1. zum Einkaufen frischer Lebensmittel
  2. zum Arzt – Rezept holen
  3. zur Post – Geburtstagspäckchen wegbringen
  4. zum Fahrradladen – endlich mein Fahrradschloss austauschen
  5. zum Rumfahren ohne Ziel

Morgens gab es die Walkingrunden, Mittags kurz aufs Trampolin und an zwei Abenden noch zusätzlich kurze Abendspaziergänge…. Gestern und Heute Mittag gab es das Mittagessen auf dem Balkon und auch jetzt sitze ich wieder hier bei vollem Sonnenschein…mit böigem Wind….es ist angenehm warm.

Ich schlafe nachts gut und vor allem durch, mein Blutdruck ist immer noch erstaunlich normal, meine Allergien haben sich in den letzten Wochen verzogen….was ich besonders toll finde, weil die empfindliche Haut unterhalb der Augen hat sich in den letzten Monaten komplett regeneriert…keine Neurodermitis mehr…keine extrem trockenen Hautstellen am Körper….alles normal.

Sogar die Hausstaub-Allergie ist aktuell kein Thema mehr….und die Hitzewallungen kommen gerade mal nicht so oft.

So darf der Juni gerne weiter laufen……

Boden-Nebel

Tagsüber warm und abends wird es kalt…die kalte Luft sinkt zum Boden….Boden-Nebel entsteht…und zusammen mit dem Sonnenuntergang gestern sah es aus der Ferne einfach phantastisch aus:

Ich war nicht mehr als 1/2 Stunde unterwegs…dafür war es aber schon wieder nach 22 Uhr…und ich brauchte diese kleine Walking-Runde noch, um so eine richtig zufriedene Bettschwere zu bekommen…Geschlafen habe ich danach richtig gut.

Dafür war ich dann heute Morgen wieder für eine Stunde unterwegs….Der Sonnenaufgang ist aber im Moment selbst mir zu früh (4:58 Uhr)…ich bin erst nach 6 Uhr gestartet.

Die Sonne war schon da…..aber der Bodennebel hatte sich noch nicht verzogen….ein schöner Start in die Neue Woche…

Fahrrad und Grillen

Heute Vormittag hab ich mein Fahrrad, zum 1. Mal in diesem Jahr, in mein Auto verfrachtet und bin in die Nähe von Tangstedt gefahren…ins Oberalstertal.

In einem der Orte drumherum hab ich geparkt und bin dann auf das Rad umgestiegen….endlich kam auch die Sonne mal raus….und inzwischen waren es auch schon 17 Grad…..aber sobald ich auf dem Rad saß, hatte ich Gegenwind…egal…ich muss meine Kondition sowieso erst wieder aufbauen. Den gesamten Winter und das bisherige Frühjahr war ich ausschließlich zu Fuß unterwegs: Walken / Wandern…..und Zuhause hab ich noch mit dem Trampolin etwas Ausdauer trainiert.

Aber das sind natürlich andere Bewegungsmuster, als auf dem Rad….also nun endlich mal wieder richtig in die Pedale treten.

Auf der Karte sah das Oberalstertal sehr schön aus…mit einigen Wasserläufen und Flüßen durchzogen….aber es gab so gut wie keine Wege hindurch…viele Wege endeten urplötzlich auf Feldern – etwas, was ich schon vom letzten Jahr her kenne. Also ging es fast ausschließlich außenherum….zuerst gab es noch schöne Wege zum fahren…aber immer öfter musste ich auf die Landstraßen ausweichen…..und dort hab es weder Radwege noch Seitenstreifen.

Damit teilten sich Wanderer, Rennrad-Fahrer, normale Radfahrer, Autos und Motorradfahrer die gleichen schmalen Landstraßen….das fand ich nicht so entspannend…weder als Autofahrer, noch als Radfahrer. Die Fahrt war zwar ganz okay – hatte aber nichts gemütlich entspannendes….was am Wind und am starken Verkehr lag.

Daher waren es auch nur 18km ….danach hatte ich genug….zu viele Autos, zu viele laute und waghalsige Motorräder….zu wenig Erholungs-Gefühl.

Also ab nach Hause, zum 2. Teil der heutigen Freizeitgestaltung: Entspannung auf dem Balkon und Grillen:

hmmmmm…..das war lecker…Die Pellkartoffeln hatte ich vorgekocht und die meisten Champignons hatte ich schon vor Aufnahme des Bildes gegessen…..hahaha

Das war schön gemütlich…ich hatte mein Sonnendach aufgespannt und saß gemütlich im Schatten…..der Duft des Bauchfleisches und der Dorade waren einfach klasse… und der Geschmack erst.

Obwohl der Lotus-Grill als „rauchfrei“ gilt, gibt es natürlich schon Rauch…vor allem wenn das Fett auf die Schale mit der Holzkohle tropft und so fühlte ich mich am Ende nicht nur vom Radfahren verschwitzt, sondern auch leicht geräuchert….

Was gibt es Schöneres DANACH unter die Dusche zu gehen und anschließende mit frischen Klamotten zurück zum Liegestuhl auf den Balkon….

Schlank und schön?

Der Blick auf den eigenen Körper ist fast nie objektiv möglich, denn was einem gefällt oder nicht gefällt, ist eine Meinung und die eigene Meinung unterliegt keiner messbaren Wertescala.

Als pummeliger unsportlicher Teenager hab ich früher immer gedacht: wenn ich soviel KG abnehme, dann fühle ich mich schlank und schön. Später als sportliche Erwachsene mit vielen Kilos leichter, hab ich mich trotzdem nicht wirklich schlank und schön gefühlt….erst mit der Zeit kam die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper….aber richtig schlank hab ich mich trotzdem nicht gefühlt….dafür aber hab ich mich doch als „auch schön“ empfunden….aber nicht schlank.

Ich hab schon immer viel wert darauf gelegt, mich so zu kleiden, das meine Vorzüge betont und alles nicht Optimale kaschiert wird. Ich mochte nie das Kleidung zu eng sitzt, einengt und Speckröllchen an Bauch und Hüfte sichtbar hervortreten. Diesen berüchtigten Muffintop-Effekt der entsteht, wenn man sich z.B. in eine enge Jeans quetscht und dann die Speckröllchen über dem Hosenbund sichtbar hervortreten…damit sieht auch eine schlanke Frau unvorteilhaft aus. Oder wenn man Unterwäsche falsch auswählt und sich diese dann unvorteilhaft sichtbar auf das darüber auswirkt

Ich besitze seit ca. 10 Jahren (man wie die Zeit vergeht) ein Shirt mit einer raffinierten Stoffführung über den Bauch und mit Zierknöpfen an der Seite…es betont die Taille sitzt aber ansonsten locker…also nicht zu weit und nicht zu eng.

Dieses Shirt habe ich extra für einen bestimmten bodenlangen Sommerrock (den besitze ich auch noch) gekauft…und trotzdem hab ich das Shirt nur selten getragen, obwohl es mir richtig gut gefällt…weil ich immer das Gefühl hatte, man würde von hinten meine Speckröllchen sehen können (da hatte ich noch Größe 36).

Ich hab gestern meinen Kleiderschrank wieder einmal auf Frühling/Sommer-Betrieb umgestellt und mir ist das Shirt in die Hände gefallen…und ich hab es gleich einmal angezogen….und …..

Ja was soll ich sagen.. das Shirt passt prima…und interessant, es sitzt immer noch locker um Bauch und Taille obwohl ich ja zugenommen habe und inzwischen Kleidergröße 40 trage…. und noch interessanter, ich fühle mich beim Blick in den Spiegel wohl damit und …schlank !!!

Spargel-Pizza

Und damit es nach dem Kuchen backen nicht noch weiter kompliziert wird, gab es für das Mittag-Essen eine selbstgemachte Pizza mit grünem Spargel.

Der Hefeteig für meine Pizza funktioniert bei mir inzwischen ohne feste Mengenangaben…das hab ich mittlerweile gut im Gefühl und mit diesem Teig wird die Pizza sogar im heimischen Ofen richtig schön knusprig.

Das besondere ist dieses Mal nur, das es zur selbstgemachten Tomatensoße und Mozzarella auch noch grünem Spargel und Prosciutto gab….den grünen Spargel hab in Stücke geschnitten und halbiert und mit Salz und Pfeffer in etwas Olivenöl kurz angebraten…..Danach alles auf den Pizzaböden verteilt und erst nach dem Backen den hauchdünnen Schinken darüber gegeben…

Grünen Spargel auf Pizza hab ich vor kurzem zum ersten Mal bei der vegetarischen Pizza beim Andronaco in Hamburg gegessen….und das war richtig lecker. Dieses Gemüse ist kräftiger im Geschmack und muss nicht geschält werden, wie die Weißen Stangen…und eigentlich braucht er auch vorher nicht angebraten werden…aber da wollte ich lieber auf Nummer-sicher gehen…

Ein großes Blech hab ich mit einem sehr dünnen Pizza-Boden macht und ein kleines mit einem etwas Dickeren…Leider hab ich verpasst Bilder davon zu machen…aber es ist eine gute Idee gewesen….das mache ich bestimmt jetzt öfter mal.

Grüner Spargel stand vorher noch nie auf meinem Speiseplan….also wenn schon Spargel, dann bitte den Weißen….aber der Grüne hat eindeutig preisliche und verarbeitungs-technische Vorteile….und ist sehr sehr lecker.

Miene Schwester hat mir eine große Portion selbstgekochte Spargelsuppe mitgebracht…hmmmmmm…klasse, die gibt es dann am nächsten Tag ……