Es regnet – ich tropfe

Heute ist es mir schwer gefallen mich zu einem Ausflug zu motivieren…und so hab ich den Vormittag auf dem Balkon verbracht…über Mittag hab ich die Wohnung aufgeräumt und es mir danach auf der Couch bequem gemacht…

….Als ich mich dann endlich für eine kleine Runde mit dem Rad überredet hatte, waren es noch 23 Grad und nur leicht bewölkt…aber  es sollte später ja noch regnen…also fahre ich jetzt oder heute gar nicht mehr….

Kaum im Naturschutzpark Wedeler Aue angekommen, hab ich  mich in Richtung Schnaakenmoor gewendet und um den Wildpark herum  wollte ich wieder zurück….ich hab mal wieder für mich neue kleine Wege genutzt…und eine sehr schöne Strecke gefunden.

Während ich also kreuz und quer den verschlungenen Wegen zwischen Moor und Wald gefolgt bin, zogen sich Wolken immer weiter zu und der Himmel verdunkelte sich ….aber Lust die Fahrt abzubrechen hatte ich jetzt nicht. Nicht JETZT – wo ich doch endlich unterwegs war …dann frischte der Wind auf….und die ersten Tropfen fielen…das ist ein schönes Geräusch…ich hatte eine leichte Regenjacke  mit Kapuze und kurze Hosen an…kein Problem also…. aber der Regen wurde heftiger…

Als ich dann wieder vor meiner Haustür stand ,war ich ein einiger nasser Tropf…..hahaha   Jacke,  Schirm-Kappe,  Hose, Socken und Schuhe…alles tropfte…und ich?

Mir hat der Ausflug Spaß gemacht…trotz des heftigen Regens…jetzt bin ich wieder munter und fühle mich frisch….und den Rest des Abends kann ich jetzt mit kochen und bügeln verbringen…man bin ich froh das ich doch noch raus gegangen bin…

so waren es in dieser Woche immer hin 43 km die ich zu fuß unterwegs war und 21km mit dem Rad….okay – es hätte mehr sein können…normalerweise komme ich immer über 50km ….auf der anderen Seite ist Sommer und da bin ich manchmal schon etwas faul…ähmmm  ich meine gemütlicher….

 

 

Planänderung

Pläne sind dafür da, geändert zu werden…vor allem wenn das Wetter doch schöner ist, als gedacht…hier im Norden sollte man immer das schöne Wetter nutzen, solange es tatsächlich schön ist…

…und wie der Regen heute zeigt, war es eine gute Entscheidung.

Anstatt also an diesem Samstag ins Büro zu fahren und später die eigene  Steuererklärung zu machen, hab ich:

  • am Morgen 2,5 Stunden auf dem Balkon gesessen mit Kaffee und Computer und es war richtig schön
  • danach hab ich mich in einem Elektromarkt auf die Suche nach einer neuen Dampfbügelstation und einem neuen Head-Set für meinen Computer begeben.  Beide Geräte haben in der letzten Woche die Zusammenarbeit eingestellt…grrrrrr  mal sehen, was jetzt als nächstes kaputt gehen wird
  • Da ich in unmittelbarer Nähe des Planetariums in Hamburg war, hab ich das Auto abgestellt und bin gelaufen und im Stadtpark hab ich eine schöne große Runde gedreht….das Wetter war so super, überall waren Familien auf dem Rasen und haben gepicknickt (aber der Park ist so riesig, das jede Familie weit von anderen Besuchern entfernt war – so von wegen Corona-Abstand-einhalten)
  • Ich hab in einem kleinen Cafè im Park einen Kaffee getrunken und konnte entspannt sitzen geblieben….endlich mal mit dem Gefühl ich muss mich nicht beeilen ….es waren genügend freie Plätze draußen.
  • Auf dem Weg vom Auto zum Park bin ich an einem Vietnamesischen Restaurant vorbei gekommen und auf dem Rückweg später hab ich mich dort nieder gelassen. Mit meinem Team in Hessen waren wir öfter in einem tollen Viet-Restaurant…und bisher hab ich noch keines gefunden, wo das Ambiente und die Qualität des  Essen auch nur annähernd  in die gleiche Richtung gingen…bei dem Ying Yang allerdings hat mich sofort das Ambiente angesprochen, also musste ich auch das Essen ausprobieren….(im Moment koche ich wirklich wenig selber…was ich eigentlich schade finde…auf der anderen Seite finde ich es auch schön endlich wieder Essen gehen zu können).
  • Also die Qualität des Essens ist echt SUPER…und der Geschmack –  KLASSE…genau soooo hab ich es mir gewünscht: Gut gewürzt, viel Gemüse (unter dem Fleisch), eine leckere Soße mit Kokosmilch….schmackhafter Reis wp-15956814904299205937108694339017.jpgEssen in gepflegtem Ambiente und die Preise sind angemessen.

So war der Tag ganz anders als gedacht und doch bin ich super zufrieden.

Da ich mit dem Spaziergang im Park bereits mein Tages-Schrittziel erreicht  und auch überschritten hatte, habe ich am Abend auf eine weitere Walking-Runde verzichtet und stattdessen dann doch noch mit dem Installieren des Steuerprogramms begonnen…und dann kam auch schon der Regen…Also alles richtig gemacht heute

Nachtwanderung

Meine Vorliebe für das Motiv Wolken am Himmel ist in meinem Blog unverkennbar.

Ich bin aber auch immer wieder erstaunt wie schön sich Nachthimmel hier im Norden präsentieren…und vor allem wie spät erst die Sonne tatsächlich untergeht…also ganz am Horizont verschwindet.

Es war bereits nach 22.30 Uhr als ich zu meiner „Nacht-Wanderung“ aufgebrochen bin…und der Himmel bot mal wieder einen herrlichen Blick auf die restliche Farbe am Horizont…

wp-15956653756964905986850294481315.jpg

und selbst um 22.47 Uhr war immer noch genügend Licht verfügbar:

wp-15956654114743137105455977040070.jpg

Meine Abendrunde führte mich von Pinneberg in Richtung Prisdorf und dann im Bogen wieder zurück…eine meiner liebsten Abendtouren….lange Zeit mit Blick auf die untergehende Sonne…kurz vor der Blauen Stunde.

Die Blaue Stunde ist unmittelbar wenn die Sonne mit letztem Licht hinter dem Horizont verschwindet und der Himmel in einem satten Blau leuchtet… bevor endgültig der schwarze Nachthimmel erscheint…

Es war eine warme und ruhige Walking-Runde mit schönem Licht und ich bin während des Laufens in eine tiefenentspannte Ruhe gekommen….gerade zu himmlisch friedlich ….

Feierabend – abgetaucht

Feierabend – abgetaucht

Der Sommer zeigt sich im Norden ja recht kühl…und so musste ich einfach am Mittwoch das schöne Wetter nutzen…und so eine kleine Auszeit konnte  ich auch gut gebrauchen.

Feierabend habe ich daher schon um 14.30 Uhr eingeläutet…bin dann vom Büro direkt aus los gelaufen…über eine Eisdiele in Ottensen (den Stadtteil finde ich mittlerweile echt klasse…viele kleine Geschäfte, es ist so lebendig hier und alles scheint so normal zu sein) bis an die Elbe. Dann am Wasser in Richtung  Hamburg Mitte. Hab zum 1. Mal eines dieser riesigen Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen sehen…WOW – das Ding ist ja beindruckend groß…nee – das wäre nichts für mich.

Weiter ging es, vor einem Steakhouse waren Tische und Stühle aufgestellt und ein Strandkorb stand da auch…also hab ich, im Strandkorb sitzend, eine kleine Rast eingelegt und am NACHMITTAG ein Glas Wein getrunken und die Sonne genossen.

wp-15956585859936374899589820981633.jpg

…dann ging es weiter bis ich am U-Boot-Museum angekommen bin….Ach komm….da liegt ja tatsächlich ein U-Boot und man kann es besichtigen. Nun bin ich ja kein Fan großer Menschenmengen und Enge ist auch nicht mein Ding…aber es war LEER….also mit 9 EUR  hab ich die Erlaubnis gekauft das U-Boot betreten zu dürfen…und war fast alleine dort.

Und das war auch gut so….es war schon seeehr eng…und wenn man im Film sieht, wie die Soldaten durch die Luken der einzelnen Sektionen durchhüpfen,  dann wirkten die Luken hier schon sehr klein.

Also mit körperlichen Gebrechen sollte man das U-Boot wirklich meiden und eine gewisse Sportlichkeit hilft auch bei der Besichtigung. Erst ab  der 3. Luke bin ich einigermaßen gut dadurch „gehüpft “ (also im Film sieht das wesentlich eleganter und sportlicher aus…gut also das mich sonst niemand gesehen hat – na bis auf eine wahrscheinliche Videoüberwachung durch das Museum). Alsoo Hände an die Stange oberhalb der Luke und durchhüpfen…und hinter der Luke bin ich mit dem Hintern auf den vorhanden Vorsprüngen zum Halt gekommen…nix von wegen durchhüpfen und gleich auf den Füßen landen um weiter zu hechten…hahaha  na gut – das waren auch junge Männer…

wp-15956601990251022997527385573842.jpg

Es hat Spaß wirklich Spaß gemacht und die Enge konnte ich wirklich gut ertragen, da es sonst gerade keine Besucher in meiner Nähe gab. Witzig: ALLE ausgestellten Puppen, die das Leben auf einem U-Boot simulieren sollten trugen: Mund-Nase-Schutz….Auch ich hatte während des gesamten Besuchs meine Maske auf…

Zum Glück verzichtet das Museum auf musikalische Untermalung…so wurde zusammen mit einem in regelmässigen Abständen wiederkehrenden PING  eines Sonars eine beklemmend dichte Atmosphäre erzeugt.

Immer wieder erstaunlich finde ich es, wie „blind“ die U-Boote im 2. Weltkrieg waren. Außer durch das Periskop war ja überhaupt kein Blick nach draußen möglich. Bildschirme gab es noch nicht….überall nur Rohre, Schalter und analoge Anzeigeuhren…

Wieder aufgetaucht ging es im großen Bogen zurück in Richtung Firma (zu meinem Auto). Das waren gute 9km für den heutigen Spaziergang durch Hamburg.

 

 

sturer Esel und der Stier in Mir

…nach der blöden Tour vom Sonntag, hab ich gleich am Montag nach Feierabend eine Entspannungstour gemacht:  Jetzt nichts Großartiges, dafür aber direkt vor der Haustür gestartet. Und DAS war genau so, wie ich es mir am Sonntag gewünscht hätte:

ruhig, entspannt und locker rund um Klövensteen, Buttermoor, Tävsmoor, Appen und  Moorrege zurück nach Hause…das waren   rund 32km.

wp-15955304247151190399100926876482.jpg

Es waren optimale Bedingungen: fast gar keine Menschen, leicht kühler Wind und ich hatte vorher  gegessen…hahahha ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich sehr stark auf mein inneres Wohlbefinden auswirkt. Nach der Tour fühlte ich mich erfrischt…nicht erschlagen.

Eigentlich hätte die Tour am Sonntag auch gut werden können, wenn ich es geschafft hätte, ein paar Parameter leicht zu verändern.

Normalerweise gelingt mir das auch…aber manchmal bin ich halt stur wie ein Esel und schaue weder nach rechts noch links…

und als Stier will ich dann auch unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal gewinnt eben doch die Wand…was ich aber nicht wahrhaben möchte…

Also getreu den Lehren des Konjunktiv II: hätte, wäre, würde

  • Hätte ich irgendwo an der Strecke eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre ich innerlich entspannter gewesen
  • Hätte ich einfach meine Route geändert, dann wäre ich nicht so durch den Straßenverkehr gestresst gewesen
  • wäre ich nicht so stur gewesen, hätte der Tag schön werden können

Egal, manchmal tut so ein Brummeln ja auch gut…

Im Laufe der Jahre haben die Viecher: Esel und Stier schon für so manchen Zoff in meinem Leben gesorgt, aber mit zunehmendem Alter richtet sich diese Sturheit meistens nur noch gegen mich selbst…so nach dem Motto: Das hast Du Dir selber eingebrockt…dann Löffel es jetzt auch aus….

Insgesamt jedoch bin ich wesentlich nachsichtiger und milder mit meiner Umwelt…da  sehe ich interessanteweise bei mir einen Zusammenhang mit den Wechseljahren.. Im gleichen Maße wie mich die Auswirkungen mit Hitzewallungen und Veränderung des Körpers im Griff haben,  bin ich entspannter geworden.

Altersmilde?  hahaha  kampfesmüde trifft es eher. Ich war früher eher bereit für meine Sichtweisen einzustehen und  Wissen durchzuboxen…gerade im Job merke ich, das ich heute nicht mehr den Ehrgeiz habe, jeden kleinen Fehler, der mir begegnet, auch  unmittelbar auszubügeln….meine Eigenen schon, nicht aber mehr die von Anderen. Früher hätte mir das keine Ruhe gelassen….

Wenn mir heute Wissenslücken auffallen, also Fehler die öfter auftauchen, dann lenke ich das Gespräch irgendwann mal auf das Thema und erwähne die Regeln, so als Nebenbei-Information, als Allgemeingut…

Ob das wirkt? Keine Ahnung – zumindest mir hilft es gelassener durch die Welt zu gehen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Also der Plan war mit dem Auto bis in die Nähe des Teufelsbrück Fähranlegers zu fahren, dann mit dem Rad die Fähre über die Elbe zu nehmen, um dann von Finkenwerder grob in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…..

Irgendwie war ich voll in Gedanken als ich losfuhr…also hab ich erst einmal meinen Proviant und andere Dinge zuhause vergessen.

Dann bin ich dem Navi gefolgt…immer noch in Gedanken und hab mich auf die A23 lotsen lassen… Schwerer Fehler!  Durch den Stau auf der Autobahn hat es fast 1 Stunde gedauert. Wäre ich, wie eigentlich vorgehabt, über Schenefeld/Lurup gefahren wäre ich in weniger als der Hälfte der Zeit am Zielpunkt angekommen.

Die Parkplatzsituation war jetzt auch nicht so dolle und so hab ich in einiger Entfernung geparkt…kein Problem…wollte ja eh mit dem Rad fahren….noch war ich guter Dinge….

Da ich in dieser Gegend ja schon mehr als einmal war, dachte ich …den Weg  zum Anleger finde ich locker. Jaaa – neee…gefunden hab ich ihn erst, nachdem ich mich immer wieder in die falschen Richtungen bewegt hatte….bis ich mir dann endlich von Google Maps habe helfen lassen..

Am Fähranleger angekommen, hätte mich die Menge an Menschen mit Rädern eigentlich warnen sollen…ach quatsch…das geht schon, die Fähre bietet bestimmt viel Platz.  Hmmm – Es ist eine Personenfähre auf der Fahrräder in bestimmten Bereichen erlaubt sind. Also eine geschlossene Fähre…d.h. es gab zwar für Personen ein Oberdeck und drinnen auch viel Platz zum Hinsetzen…das ist aber mit Rad illusorisch….also haben sich  ALLE Radfahrer mit ihren Rädern auf engsten Raum zusammen gedrückt….während der Rest der Fähre so gut wie leer war. Nur gut, das die Überfahrt nur ein paar Minuten dauert…puh.

Also JETZT war meine Lust auf diese Tour schon fast auf dem Nullpunkt angekommen. Mir war viel zu warm, es waren viel zu viele Menschen (aber immerhin mit Mund-Nase-Schutz), das Wetter war bedeckt und schwül-warm…keine Sonne und ich hatte Hunger.

Und jetzt habe ich das mit dem Proviant gemerkt …Gaaaanz schlecht…ich hatte noch nicht wirklich viel im Magen und wollte später noch auf dem Balkon grillen…also wollte ich nicht irgendwo Einkehren….Mist hätte ich das vorher gemerkt, wäre da noch mein kleiner „Notfall-Proviant“ (Kekse und Schokoriegel) im Auto gewesen….na gut…dann muss es eben so gehen. Ich neige bei Unterzuckerung leider manchmal zu Hunger-Aggressionen…das ist mittlerweile zwar sehr selten bei mir geworden….aber heute fühlte es sich so an, als ob es nicht mehr lange dauern würde…

Ich bin trotzdem gestartet und hatte wie erwartet Gegenwind…und dann war der Weg einfach blöd….in Richtung Industriegebiet und um Airbus herum: immer an der Straße entlang und es kam Auto um Auto um Auto….und auf der anderen Seite war der Deich….und immer wieder Auto um Auto um Auto um Auto…. neeeee – so macht das keinen Spaß. Da war ja sogar die Fahrt in Frankfurt um das Hoechster Industriegebiet ein Hochgenuss…da waren am Wochenende wenigstens kaum Autos unterwegs…

Ich bin dann ein paar km genau so gefahren…immer an der Straße entlang mit Auto um Auto um Auto um Auto um Auto. Dann hat es mir gereicht: ich hab angehalten, gewendet und  bin zurück gefahren… an einem Obststand hab ich noch Erdbeeren, Kirschen und  Äpfel gekauft und mich an einem See niedergelassen. Endlich etwas zu Essen. LECKER das Obst…es war immerhin schon nach 15 Uhr….die Ameisen fanden mein Obst auch lecker…glaub ich…. zumindest waren genügend dieser Tieren bei mir.

Also wieder zum überfüllten Fähranleger, wieder eng-an-eng auf der Fähre….und dann endlich war ich wieder am Auto…auf dem direktesten Weg zurück nach Hause und erst einmal Hitze, Staub und schlechte Laune abduschen….Ab auf den Balkon.

Und dann war alles wieder gut…Ich hab schnell Pellkartoffeln aufgesetzt, das Bauchfleisch gewürzt, die Maiskolben vorbereitet , mein Brot  geschnitten und den Grill angeschmissen….die Sonne kam raus und ich war froh wieder Zuhause zu sein. Das Essen war klasse lecker und ich jetzt zufrieden und friedlich…

Das waren heute zwar auch 35km mit dem Rad….fühlte sich aber nicht gut an….hahaha  Da meine Ausflüge in der Regel sehr schön und entspannend sind, fällt das heute unter die Regel der Ausnahme…

Ach ja eine lustige Anekdote gibt es doch noch: Als ich das Fährticket für die Rückfahrt am Automaten gekauft habe…spuckte der Automat jeeede Menge 10Cent Stücke aus….ich hatte mit einem 5 EUR -Schein bezahlt….als ich aber sah, das da auch  je ein 1 und ein 2 EUR Stück dabei war ,hab ich mal grob überschlagen….der Automat hat mir viel zu viel zurück gegeben…mehr als ich eigentlich eingeworfen hatte…. Der Mann vor mir meinte auch, er hätte mehr zurück bekommen, als er eingeworfen hat…okay – so hab ich die Fähre quasi umsonst benutzt…und kann nicht mal etwas dafür….

 

 

 

 

pragmatische Lösungen

Nach einem unspektakulären Tag auf dem heimischen Balkon und mit viel innerer Gelassenheit hab ich mir mal wieder ein Glas Wein gegönnt…Das hab ich mir aber auch verdient.

Hahaha hab eine Lösung für meinen Sonnenschirm…denn auch dieser Schirmständer  gibt immer ein wenig nach…der Schirm wackelt etwas im Wind. Wie schon beschrieben wäre eine Halterung am Geländer sicher besser, ist mir aber nicht erlaubt…oder vielleicht stelle ich auch einfach nur zu hohe Ansprüche an die Festigkeit eines Sonnenschirms…egal.

Meine Lösung…sieht dann so aus 😅

wp-15946962066521772192684634762943.jpg

Jetzt ist der Schirm im Schirmständer fest und ich muss bei leichten Windstößen nicht mehr mit dem Fuß dagegen drücken… Jawohl – DAS sind pragmatische Lösungen.

Eigentlich mag ich, wenn eine Lösung 100% Sicherheit bietet und dazu noch gut aussieht…ist das aber nicht möglich, nehme ich auch jede andere Lösung, die funktioniert.

Den größten Teil des Tages hab ich also auf dem Balkon verbracht und es genossen…einzig als ich feststellte das ich keine Butter mehr im Haus habe, hat es mich doch noch nach draußen gezogen…immerhin wartet mein Sauerteig noch auf die Weiterverarbeitung. Und frisches Brot OHNE Butter? – ne das geht gar nicht.

Seit ich mein selbstgebackenes  Brot meistens nur noch mit Butter und ohne Aufschnitt/Käse esse, hat das Wort Butterbrot wieder eine richtige Bedeutung für mich. Frisches Brot und Butter – mehr braucht ein tolles Brot eigentlich nicht…und das vertrage ich dann auch sehr gut. Hochgradig verarbeitete Lebensmittel wie Wurst und Käse reizen mich inzwischen kaum noch.

Leider hat es mit dem Sauerteig dieses Mal nicht so ganz geklappt, der Teig hat mehr als 24 Stunden Zeit zum gehen gehabt, das Ergebnis sieht gut aus, der Kruste ist rösch und das Brot schmeckt auch klasse…ist aber nicht  fast gar nicht hoch gegangen…könnte evtl. an dem Dinkel-Anteil liegen…denn ich hatte noch einen Rest Dinkelmehl… den hab ich mit dem Weizenmehl vermischt …das war vielleicht keine so gute Idee, war aber auch eine pragmatische Lösung… und das Wichtigste: Es schmeckt trotzdem.

Aus dem Glas Wein sind dann gleich mal zwei Gläser geworden…er war einfach lecker und mein Blutdruck hat sich dieses Mal auch nicht hervorgetan…im Gegenteil Herzfrequenz und Blutdruck liegen gerade mal wieder in meinem Normalbereich…verstehe einer die Welt…

Sooo und jetzt werde ich mal Fahrrad und Auto schnappen und den heutigen Tag ein wenig aktiver gestalten, als den gestrigen… Der Plan ist mit dem Fahrrad von Teufelsbrück mit der Fähre nach Finkenwerder zu fahren und dann dort in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…so als grobe Richtung…mal sehen wo ich dann tatsächlich landen werde….

Der Stachel…

Der Stachel…

Neben dieser Leichtigkeit mit der mein Leben gerade verläuft, bleibt immer auch der Gedanke das es eine temporäre Leichtigkeit ist. Ich bin mir sehr bewusst das ich bisher viel Glück gehabt habe, jetzt ein so unbeschwertes Leben haben zu dürfen.

Meine körperliche Konstitution, meine Gene und meine Lebensweise mit jahrelangem Sport und einigermaßen gesunder Ernährung und einer gehörigen Portion Glück haben es mir ermöglicht, nur leicht beschädigt über 50 Jahre alt zu werden.

Mit Fleiß und Disziplin und auch hier mit einer guten Portion Glück an den richtigen Stellen und auch mit einigem Mut hab mich im Laufe von 30 Jahren beruflich so etabliert, das ich relativ gut verdiene und mich  auch durch Corona nicht einschränken muss.

Wäre da nicht der Krebs bei meinem Ex-Freund auf so hinterhältige Art erneut ausgebrochen, könnte ich mein Leben tatsächlich komplett unbeschwert geniessen…

… so aber ist es wie ein Stachel, der immer mal wieder piekst….so ein beständiges kleines unangenehmes Erinnern, wie fragil doch unsere Leben sind. Wie schnell sich alles ändern kann…wie ungerecht die Welt ist…und doch vergesse ich es immer wieder und dann ist da dieser kleine Stachel…der mich wieder daran erinnert…unangenehm erinnert…

…und ich atme tief ein und spüre das Leben….bin dankbar und versuche alles andere zu verdrängen…bis es wieder unvermittelt da ist…das miese kleine pieksen …dieser kleine Stachel mit Widerhaken…

 

 

Der Gang durch die Woche…

Der Gang durch die Woche…

…war heiter und entspannt.

Die beiden Abgabetermine habe ich ohne Probleme einhalten können…auch wenn ich mir dabei selber einen Streich gespielt habe.

Meine laufenden Aufgaben habe ich locker erledigt und dazu noch die laufenden Aufgaben meines urlaubenden Kollegen, insoweit wie wir das abgesprochen hatten..

Also hatte ich mich ab Mittwoch mit den 1/2 Jahresabschlussarbeiten beschäftigt ,die ich Donnerstag und Freitag abgeben musste. Die beiden Firmen haben fast identische Firmennamen und erst als ich Donnerstag Vormittag die 1.Gesellschaft abgeben wollte hab ich gemerkt, das DIESE erst Morgen fertig werden soll und die ANDERE, die ich noch nicht fertig hatte, HEUTE fällig war….hahaha.

Aber kein Problem…jetzt konnte ich die 1.Gesellschaft als Schablone nehmen und so ging die 2. dann auch recht zügig. Freitag hab ich mich dann gleich an die nächsten 3 Gesellschaften gemacht, die sind erst Ende nächster Woche fällig…aber jetzt bin ich gerade so schön im Fluss.

Und da auch alles andere wunderbar funktionierte, hab ich tatsächlich immer früh Feierabend gemacht. Meine Kollegen aus der Projektplanung langweilen sich und können sich auch selber kaum motivieren…selbst die Baustelle nebenan ist ruhig….irgendwie fand ich das am Dienstag sogar selbst langweilig…weil so gar nichts von Außen zu uns durch drang…

Dienstag hab ich am frühen Nachmittag einen Großeinkauf gemacht und den Rest des Tages mehr oder weniger vertrödelt und verschlafen. Okay, also ich hab mal wieder sehr leckere Brötchen gebacken …also meine selbstgemachten Brötchen vertrage ich super, Die bestehen ja auch nur aus Mehl, Hefe, Salz und Wasser….also eine Mehlunverträglichkeit kann ich damit ausschließen….wahrscheinlich sind es die Zusatzstoffe bei gekauften Broten und Brötchen, die es meinem Magen so schwer machen.

Mittwoch bin ich am Abend mit dem Fahrrad eine Runde über Land gefahren und hab einem herrlichen Sonnenuntergang zugeschaut…das waren locker leichte 20km…nicht so viel, aber genug. Seit meiner Tour mit über 80km sind schon 2 Wochen vergangen und bisher hatte ich mich noch nicht wieder aufs Rad gesetzt…jetzt kann ich das gar nicht mehr verstehen…es hat wieder Spaß gemacht, ..wenn auch leicht kühl – aber so ist es genau richtig gewesen.

Donnerstag hab ich nach meinem frühen Feierabend das Auto einfach stehen lassen und bin Zufuss durch Altona und Ottensen geschlendert…hab mal wieder so richtig Leben getankt…es war viel los auf den Straßen, Restaurants und Cafés. Ich hab mich in Altona in den Außenbereich eines asiatischen Restaurants gesetzt und zum 1. Mal eine „Bowl“ bestellt…mit Reis, viel frischem Gemüse und Rohkost und obenauf gebratenes Rindfleisch….sehr sehr lecker. Zuerst sah es gar nicht nach so viel aus…aber eine Schüssel breitet seine Schätze nicht nebeneinander aus, sondern übereinander …hahaha.

wp-15950631138659063566876899452486.jpg

Das waren dann mal so knappe 8km die ich durch Hamburg geschlendert bin.. So richtig WARMES Sommerwetter war eigentlich nicht und ich war froh meine Jacke dabei zu haben. Allerdings sind mir sehr viele Menschen begegnet die mit kurzen Hosen/Hotpants und T-Shirts ..teilweise sogar nur im Top und mit FlipFlops unterwegs waren…. also mir wäre das eindeutig zu kalt…Aber okay: es ist Sommer laut Kalender, also muss man sich sommerlich anziehen…

Freitag Mittag hab ich meine Mittagspause mit dem Gang die Post abzuholen miteinander verknüpft und bin noch einmal im Restaurant „Atlas“ gewesen…Dieses mal alleine und ich hab draußen gesessen…endlich war die Sonne auch schön warm….Den Feierabend hab ich auch heute früh eingeläutet und hab den Abend mit bügeln und aufräumen verbracht….

wp-15950630910154790958451850872130.jpg

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Obwohl das Wetter hier im Norden immer noch nicht der Hit ist, hab ich mich für eine Sonntagstour in Schleswig entschieden. Wandern oder Fahrrad fahren?…ich war mir eigentlich sicher das ich das Rad mit nehmen werde….aber irgendwie hab ich dann doch die Wanderschuhe angezogen ….

Also ging es mit dem Auto erst einmal 120km bis zum Gottorfer Schloss in Schleswig…. Das Wetter sah permanent nach Regen aus….Nun gut, also solange es noch nicht regnet werde ich durch den Schlosspark und dem angrenzenden Wald laufen … sollte es später doch noch regnen, kann ich immer noch ins Museum….die Moorleichen wollte ich mir immer schon mal anschauen.wp-15945626091745143457294816815907.jpg

Sonntag Vormittag bei trübem Wetter und es war einfach herrlich…nach einer großen Runde um das Schloss herum, bin ich dann direkt weiter  entlang am Ostseefjord Schlei  bis zum Hafen gelaufen, hab dort in einem der kleinen Imbiss-Restaurants halt gemacht….aber irgendwie waren die Mitarbeiter hinter dem Tresen sehr unwirsch…und auch später in einem kleinen kuscheligen Kaffee wo ich freundlich und entspannt eine Frage gestellt habe, war die Antwort ziemlich unfreundlich…schade – das hat mir den Spaß genommen, mich dort nieder zu lassen… Der Dame im Café hab ich es aber beim bezahlen gesagt, ob sie nicht mal etwas freundlicher sein kann und ob sie die Worte Danke und Bitte beherrscht…Also sooo gewinnt man keine Kunden. Als ich dann zur Toilette ging hab ich hören können, wie Sie sich über mich aufgeregt hat.

Na egal….ich bin dann nach nur sehr kurzem Aufenthalt (es gab noch viele freie Plätze  ..das Cafe auf der gegenüberliegenden Seite, dagegen war sehr gut besucht…da hatte  ich mich wohl für die falsche Seite entschieden) weiter gewandert und nach etwas mehr als 12km wieder am Schloss angekommen.

Hmmm…jetzt noch in das Museum? Irgendwie hatte ich jetzt aber gar keine Lust mehr und hab den Heimweg angetreten.  HIer scheint jetzt die Sonne und ich sitze gut beschirmt auf meinem Balkon und lasse den Tag in Ruhe ausklingen.