Urlaub in Zeiten von Corona

Seit Montag hab ich ja Urlaub…und natürlich beschäftige ich mich damit wie ich meinem Urlaub bestmöglich verbringe.

Touristische Reisen sind verboten, es gibt eine Kontaktsperre für mehr als 2 Personen und viele Geschäfte und Freizeitaktivitäten haben geschlossen. Es gibt für Singles im Urlaub eine faktische Selbst-Quarantäne.

Da ich ins Besondere dazu neige, mich permanent (also in Dauerschleife) mit Daten und Fakten über Fernsehen, Internet und Smartphone zu beschäftigen, schaffe ich mir eigene Regeln, um dem Tag etwas mehr Struktur zu geben.

Morgens nach dem Aufwachen mache ich zwischen 15-20 Minuten Frühsport und höre die neuesten Nachrichten. Danach Duschen, anziehen und Kaffee trinken…immer noch mit Nachrichten.

Danach gilt für die nächsten 1,5 Stunden ein striktes Nachrichten-Verbot…also auch das Smartphone wird auf „nicht stören“ gestellt …es ist nämlich Zeit für meine nun wieder täglich stattfindende Englisch-Lesson über Babbel.

Ich hatte vor einem Jahr wieder damit angefangen mein Englisch aufzufrischen, aber dann durch Trennung, Kündigung, Umzug und Neustart, irgendwie tatsächlich vergessen, das ich ja ein Jahres-Abo habe. Das kostet NUR 33,00 EUR im JAHR für eine Sprache…und ich kann mir die Kurse selber so aussuchen, wie ich es möchte…meinem Sprachlevel entsprechend…das ist wirklich für jedes Level empfehlenswert. Zusätzlich lasse ich mich, vor allem Abends über CNBC, Sky und CNN auch in Englisch mit Nachrichten füllen.

Danach ist erst einmal Zeit fürs Frühstücken und mit Blick auf das anhaltend strahlende Wetter, sitze ich anschließend mit Laptop und Handy auf den Balkon für ein Sonnenbad, warm eingepackt mit Jacke und Decke, dazu eine weitere Tasse Kaffee oder heißen Tee.

Jetzt ist die Zeit Mails zu lesen, WhatsApp-Nachrichten zu beantworten, die Finanzmärkte zu beobachten und meine Anlage-Strategien täglich neu mit den aktuellen Zahlen zu bewerten und die Ziele, wenn nötig, neu zu justieren…

Gegen Mittag gibt es dann die Reste vom Vortag oder eine schnell zuzubereitende Mahlzeit und der Nachmittag ist dann ein paar Stunden unverplant ….also entweder einkaufen, putzen, lesen, Sudoku lösen, einen kleinen Spaziergang unternehmen, Blumen auf dem Balkon richten, Wäsche waschen, bügeln oder Aufräumen….manchmal telefoniere ich auch…aber die Meisten haben im Moment mit sich und ihren Familien genug am Hut.

Gegen 18 Uhr schaue ich eine der Krimi-Serien, danach ist wieder Nachrichten-Zeit auch mit nachfolgenden Sondersendungen….meistens hab ich dabei Kopfhörer auf und koche das Abendessen und auf Vorrat (mein Gefrierschrank ist aktuell fast leer gegessen)… Wenn andere dann ab 20.15 Uhr vor dem Fernseher sitzen um Filme anzuschauen, schnüre ich meine Schuhe und mache meinen Walking-Runde am Abend für 1-2 Stunden je nach Lust und Laune….es sind dann extrem wenig Menschen unterwegs.

Alle Aktivitäten die ich sonst gerne mache, gehen ja aktuell nicht…also mache ich das Beste daraus. Singles wie ich, haben im Moment eine doppelte Herausforderung.

Da ich ja schon Zuhause alleine bin und es im Moment nur wenig mit Kollegen und Freunden kompensieren kann, muss ich aufpassen das ich mich nicht zu sehr zurück ziehe. Also so richtig Urlaub ist das natürlich nicht, weil mir die Unbeschwertheit fehlt…aber was soll ich sagen: mir geht es ja sehr gut und da will ich mich überhaupt nicht darüber beschweren….andere haben es da definitiv schwerer.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund ☘

Überforderte Ohren

Ich bin bis Sonntag Mittag bei Schwester und Schwager geblieben und das Kommunikations-Bedürfnis der Beiden hat mich zeitweile überfordert.

Beider reden sehr laut und reden auch gleichzeitig mit mir. Scheinbar sind die Beiden mit knapp 54 Jahren bereits auf dem besen Weg schwerhörig zu werden…ich bin öfter mal zusammen gezuckt….und hab auch gebeten die Lautstärke etwas zu reduzieren….mein Gehör regiert ja im Gegensatz sehr empfindlich auf Lautstärke.

Zudem war das permanente und gleichzeitige Reden der Beiden irgendwann auch so etwas Zuviel….und ein paar Mal hab ich mich während der Wanderung etwas zurück fallen lassen, um die Stille der Landschaft zu geniessen…ich hatte sogar gesagt, ich brauche mal eine kurze Auszeit….leider hat mein Schwager dann eben noch ein wenig lauter geredet..damit ich es auch mit 4-6 m Abstand noch höre was er mir gerne über die Koniks (freilebende Wildpferde, die es dort gibt) erzählen wollte. Auf der anderen Seite war das ja genau das, was Beide brauchten: Laufen in der Natur UND die Möglichkeit alle Sorgen und Nöte raus zu lassen….

Meine Schwester hat sich hinter her auch entschuldigt, das sie mich überfordert haben…hahaha …. alles gut – ab jetzt sindja erst mal für die nächsten Wochen keine weiteren Besuche mehr angeraten

…und mir tat es ja auch gut….auch ich konnte mein aktuelle Lage schildern mit meinen Befürchtungen und Unsicherheiten…..

Gute Entscheidung

Gute Entscheidung

Zur Geltinger Birk zu fahren, war eine sehr gute Entscheidung….Es waren zwar nur ca. 4-6 Grad mit starkem Wind, aber dafür bei sehr klarer Luft und strahlendem Sonnenschein.

Mein Schwager hatte eine Rund von ca. 12km ausgesucht und es war einfach phantastisch. Alle 3 hatten wir das Gefühl noch mal so richtig durchatmen zu können, bevor am Sonntag die wahrscheinlichen Ausgangssperren für uns kommen werden

Wir waren 3 Stunden wandern….und haben 2 Pausen gemacht. Die Schönheit dieses Tages ist kaum mit Worten zu beschreiben, deshalb hier ein Bild:

Es waren einige Menschen unterwegs….aber entweder es waren Einzel-Personen, Paare oder Familien mit Kindern…. es gab keine sonstigen Gruppen….alle waren rücksichtsvoll, haben Abstand gehalten…und trotzdem freundlich gegrüßt. Alle schienen entspannt und zufrieden draußen sein zu dürfen…

Inzwischen wissen wir ja seit Sonntag Nachmittag das die Bundesländer sich gemeinsam für ein Kontaktverbot von mehr als 2 Personen entschieden haben, anstelle von generellen Ausgangssperren.

Meine Schwester hat am Abend Pizza selber gebacken und wir sind früh schlafen gegangen….

Änderungen im Tagesablauf

Ich arbeite jetzt tatsächlich zum allerersten Mal in meinem Leben im Schichtdienst und das im Büro…und als absoluter Frühaufsteher fange ich erst um 13.15 Uhr an zu arbeiten. Aber okay – ist ja nur vorübergehend. Tja und so sitze ich mit meinem Firmen-Laptop NICHT zu Hause, sondern in der Firma, in einer Extra-Etage nur für die Mitarbeiter die in der 2. Schicht arbeiten….

– also ich habe einen Laptop und arbeite an einem Schreibtisch der EIGENTLICH externe Bildschirme und Tastatur hat…aber die IT schafft es nicht, den Laptop an die Dockingstation anzuschließen (ICH darf das nicht selber machen – meine Chefin hat es beantragt).

– und die IT schafft es nicht, das noch fehlende letzte Puzzlesstück auf meinen Laptop aufzuspielen, damit ich von Zuhause aus arbeiten kann (ICH darf das auch nicht forcieren – auch das hat meine Chefin beantragt…allerdings erst nachdem ich Montag wieder im Büro war…kann sein, das sie nicht wirklich damit gerechnet hat, das ich noch arbeiten komme).

Eigentlich sollen wir ja nicht in unsere eigene Etage gehen, die während meiner Schicht aber total leer ist…aber so ganz geht das nicht, alle Ordner sind ja noch dort…und so manches Mal muss ich dann doch dorthin…

Inzwischen ist es auch schon egal, ob das mit dem Homeoffice noch klappt , ich muss ja nur noch bis Freitag arbeiten.

Aber meinTagesablauf hat sich schon geändert:

Morgens mache ich jetzt vor dem Fernseher Fitnessübungen, während gleichzeitig die neuesten Nachrichten laufen… gut das ich schon vor Jahren diverse Hanteln, Fitnessmatte und Faszienrolle gekauft habe und ich auch im Fitnessstudio meistens „manuelle“ Übungen mache…so fällt mir der Umstieg auf HEIM-Training jetzt nicht sooo schwer. Sonst bin ich ja abends ins Fitnessstudio gegangen – aber die sind jetut für eine Weile geschlossen.

Danach erst gehe ich duschen und trinke meinen Kaffee und frühstücke etwas ..und dann muss ich auch schon am Vormittag kochen…denn wenn ich so gegen 20 Uhr nach Hause komme, hab ich auch keine Lust mehr dazu.

Zum esten Mal hab ich einen ersten Eindruck, was es heißt im Schichtdienst tätig zu sein…und ich bringe hier meinem Respekt zum Ausdruck für all die Menschen die das IMMER machen müssen…und dann oft auch noch Schichten wechseln müssen…also das wäre die Hölle für mich.

Und ständig muss ich am Vormittag die Zeit im Auge behalten und überlegen: was kann ich jetzt noch machen…wie lange dauert das, wann muss ich losfahren…. irgendwie hab ich zwar genauso viel Freizeit wie sonst Abends nach der Arbeit…aber es ist nicht so entspannend…es ist immer die mahnende Uhr im Blick zu halten…

Konfliktpotential – Familie

So – nun wird es Ernst…nicht nur das Sport schauen in der Öffentlichkeit nicht mehr möglich ist, jetzt wird auch das Sport machen eingestellt. Schleswig-Holstein schließt ab sofort nicht nur Clubs und Diskotheken, sondern auch Schwimmbäder und Fitnessstudios.

Und ich hab gelesen das sogar schon das 1. Bordell geschlossen wurde ☘ Liebe Familien, jetzt wird es kritisch….jetzt kommt Ostern und Weihnachten gepaart mit Sommerferien auf einmal. Da das öffentliche Leben quasi zum Stillstand kommt, und wir fast nirgendwo mehr für Freizeit-Aktivitäten hin flüchten können, müssen wir ja zuhause bleiben.

Nicht umsonst sind nach dem Ende von Weihnachten und Sommerferien DIE Zeiten, in denen es am Häufigsten zu Ehescheidungen kommt. Das Konfliktpotential ist bei soviel „Zusammen sein“ schon recht groß.

Und gerade dort ,wo man nur deshalb als Familie überlebt, wo man sich aus dem Weg gehen kann, kann die jetzt erzwungene Nähe zum Problem werden. Allerdings besteht auch die kleine Hoffnung das sich angeknackste Beziehungen wieder regenerieren, eben weil man innerlich wieder mehr zusammenrückt.

In diesem Sinne…passt auf Euch und Eure Familien auf und denkt dran: schön besonnen bleiben…Panik und Hysterie helfen niemandem

Erst Urlaub – jetzt krank

…wie berichtet hab ich aktuell Probleme mit dem Ischias-Nerv….also so mit Schmerzen, wie mein Vater es nannte: „von der Arschbacke bis zur Zehenspitze“… zum Glück ist es bei mir nicht ganz so dramatisch…Schmerzen hab ich vor allem im verlängerten Rücken und im Oberschenkel…….und im Rest des Beines kommt noch so ein unangenehmes Kribbeln hinzu…

Also hat der Arzt meinen Urlaub in einen Krankenschein verwandelt um mich ruhig zu stellen…d.h. mit Tabletten, Entspannungsbädern und Wärme soll eine weitere Verkrampfung meiner Muskulatur verhindert werden…dazu liegen auf dem Boden mit angewinkelten Beinen und leichte Dehnübungen….

Und heute nun war ich dazu noch im Schwimmbad…das tat richtig gut und mir geht es auch schon wieder viel besser….

Die letzten Tage hab ich also fast nur gelegen und mich vor lauter Langeweile damit beschäftigt meinen Laptop mal so richtig aufzuräumen…lach…jaja, so mit Daten sortieren, überflüssige oder redundante Daten zu löschen…notwendige Updates mal laufen zu lassen, den PC endlich mal wieder zu defragmentieren und zu guter Letzt die Daten auch auf einer externen Festplatte zu sichern….Dabei hab ich meine diversen externen Festplatten auch gleich mal durchforstet und auch hier Überflüssiges gelöscht.

So hat diese Zwangspause auch noch etwas Gutes…

1. ich bin super informiert was gerade in der Welt passiert

2. mein Laptop ist top aktuell eingerichtet

Kurzurlaub – beendet

Kurzurlaub – beendet

Rostock, das war mir sehr schnell klar, verdient einen extra-Urlaub…und nicht nur ein „mal eben durch die Stadt schlendern“…aber das Wetter war einfach nicht danach..

So blieb es bei einem bloßen Shopping-Aufenthalt in der Fußgängerzone. Mir fehlt schon seit einiger Zeit eine Reisetasche für Kurzurlaube…also wo ich Sachen für 1-3 Tage unterbringen kann. Ein Koffer ist mir da zu sperrig und entspricht auch nicht mehr meiner inneren Haltung.

Nach einem schönen Shopping-Nachmittag hab ich dann mal eine Filiale der für mich noch neuen Burger-Kette „Peter Pane“ ausprobiert….so ganz klassisch mit Burger, Fritten und selbstgemachter Limonade….. und es war richtig lecker und die Bedienungen waren schnell, locker und nett…. aber ich muss meiner Schwester recht geben: die Sitzbänke sind schon etwas hart und die Geräuschkulisse ist enorm…das hat auch für mich nichts mehr mit gemütlichem Aufenthalt zu tun…auch wenn es von Außen so einladend aussieht… diese Location zielt eindeutig auf ein jüngeres Publikum ab …lach…

Mit weiterhin starkem Regen ging es dann zurück nach Wismar. Dort schien inzwischen der Vollmond sooo schön, das ich zu guter letzt noch einen ausgiebigen Spaziergang unternommen habe, ..so das auch an dem Tag mehr als 15km zusammen gekommen sind.

Damit endete mein Kurzurlaub am nächsten Morgen…und meine halb-garen Pläne noch nach Schwerin zu fahren hab ich genauso abgebrochen, wie einen geplanten Aufenthalt auf dem Rückweg in Lübeck…so das ich dann doch einfach weiter bis nach Hause gefahren bin.

Aber es tat gut, mal für wenige Tage raus zu kommen…und ganz ehrlich mein Rücken hat sich nach den 2 Nächten im wirklich guten Hotelbett, trotzdem nach meinem eigenen Bett gesehnt….