Entscheidungen und Routinen

Wir treffen jeden Tag hunderte von Entscheidungen….oft bewusst, die meisten jedoch ganz unbewusst. Stehe ich jetzt auf oder bleib ich noch ein paar Minuten liegen, gehe ich erst ins Bad oder schalte ich zuerst die Kaffeemaschine ein, ziehe ich die blauen Socken an oder die Schwarzen..entscheide mich für die Blauen, nur um fest zu stellen, das ich mich am Ende für ein komplett schwarzes Outfit entschieden habe. Wenn ich mich nun noch für die schwarzen Boots entscheide, können die blauen Socken bleiben (sieht dann keiner), nehme ich die Sneaker, muss ich die Socken noch einmal wechseln.

Und so geht es den ganzen Tag. Was uns dabei hilft unseren Geist zu entlasten sind Routinen. Meine Routine hilft mir mich nicht jedes Mal bewusst entscheiden zu müssen…Also stehe ich auf und schalte erst die Kaffeemaschine an und dann gehe ich ins Bad. Darüber brauche ich nicht nachzudenken…das passiert quasi automatisch.

Entscheidungen zu treffen fällt mir aber meistens ziemlich leicht….ich treffe sie zügig und dann mache ich es auch. Egal, ob es um leichte Entscheidungen geht (Socken) oder um Lebensverändernde (Wohnortwechsel). Sobald ich mich entschieden habe, hinterfrage ich diese Entscheidung nicht mehr, sondern steuere mein Ziel direkt an.

Und deshalb finde ich es auf der anderen Seite ziemlich lustig (also im Nachhinein), das ich gestern so einen Tag hatte, wo ich mich überhaupt nicht entscheiden konnte…ich stand mir quasi ständig selbst im Weg und dabei ging es doch bloß um eine Walkingrunde in Hamburg.

Ich hatte mich bereits mittags entschieden: ich fahre am später Nachmittag mit dem Auto bis zum Fähranleger Teufelsbrück, stelle das Auto ab und laufe mal wieder in der beginnenden Dunkelheit an der Elbe entlang. Solche Entscheidungen treffe ich ja quasi täglich….ob ich raus gehe, wann ich raus gehe, wo ich meine Runde drehen möchte.

Aber dann ging es los….och nööö, ist so ungemütlich Draußen, boa extra bis zum Teufelsbrück fahren, geht doch auch in Wedel am Schulauer Fähranleger, warum überhaupt ins Auto setzen und bis Wedel fahren, geht doch auch hier im Ort…neee möchte aber doch nach Hamburg….okay mein Kompromiss mit mir selber: ich nehme den Elbhöhenweg in Wedel.

Aber ich kam nicht wirklich los, hab immer noch anderes gemacht und inzwischen war es schon weit nach 20 Uhr und komplett dunkel draussen….hmmm soll ich jetzt noch fahren oder nicht….ich bin dann tatsächlich gefahren und in kompletter Dunkelheit den Elbhöhenweg entlang gelaufen…also gut, so mit Taschenlampe hier entlang zu laufen war jetzt nicht viel anders, als wenn ich bei mir im Ort meine Standardrunde genommen hätte. Einziger Unterschied hier in Wedel konnte ich die Elbe in der Dunkelheit schemenhaft erkennen.

Die Ernüchterung kam dann schnell: die Strecke war mit 3km deutlich kürzer als meine Runden hier im Ort (irgendwie hatte ich sie länger in Erinnerung), ich war auf der Rückfahrt hundemüde und musste mich stark auf die Fahrt über die Landstraße konzentrieren und dann hab ich zuhause auf den Kalender geschaut und festgestellt, dass ich MORGEN sowieso an die Elbe fahren werde….na das hätte mir ja auch mal früher auffallen können, das war ja eine echte Glanzleistung….hahahha

Egal – immerhin bin ich draußen gewesen und hatte eine kleine Walkingrunde…und anschließend hab ich extrem gut geschlafen.

Und heute am Sonntag werde ich dann tatsächlich nach Hamburg fahren…einen Abstecher in die Innenstadt machen…ich möchte endlich mal wieder in ein Cafè gehen und anschließend gehts an die Elbe…seit ich hier lebe, gehe ich am Geburtstag und am Todestag meines Vaters an die Elbe, mit einem kleinen Blumengruß und einer stillen Zwiesprache mit ihm.

Ich mag diese Routinen, über die brauche ich nicht nachzudenken…ich mache es einfach…und es fällt mir dann auch leicht, solchen Tagen zu begegnen…denn ich kenne meine Abläufe und mir tut es gut, genau das zu wissen.

Ort der Zwiesprache

Ort der Zwiesprache

Sonntag hab ich mich den ganzen Tag über irgendwie beschäftigt. Bin auch erst spät wach geworden und hab noch lange im Bett gelesen….das Wetter war trübe und regnerisch und so hatte ich die „richtige“ Zeit für eine frühe Walkingrunde verpasst.

Aktuell habe ich meinen Aktionsradius für Tagesausflüge reduziert. Zumal diese Tagesausflüge ja meistens keinen ganzen Tag dauern…also wäge ich z.Z. ab, ob sich eine weite Anreise von 1-1,5 Stunden lohnt, im Verhältnis zum Aufenthalt von maximal 2-3 Stunden.

So bleibe ich im näheren Umkreis und nach inzwischen 3 Jahren hier oben im Norden, kenne ich viele schöne kleine Ausflugsziele, Naturschutzgebiete, Moore und Wälder, in die ich gerne immer wieder fahre. Aktuell fahre ich jetzt maximal 45-60 Minuten mit dem Auto.

Am späten Nachmittag hab ich mich mit Wanderschuhen und Rucksack ins Auto geschwungen und bin nach Hamburg gefahren – auf den Ohlsdorfer Friedhof. Jaaa – auch das ist ein lohnendes, sehenswertes Ausflugsziel in der Nähe.

Dieser riesige Parkfriedhof bietet so viel Ruhe und Entspannung und ist dabei so weitläufig. Mit seinen Straßen, Bushaltestellen, Parkbänken und vielen vielen Bäumen, ist er eher ein Teil des Lebens, als vom Leben abgeschnitten.

Ich mag diesen Ort. Und die renovierungsbedürftigen Kapellen haben, gerade bei schlechtem Wetter, ein ganz besonderes Flair von Beständigkeit und doch auch von Vergänglichkeit:

und später kann man am See, mitten auf dem Gelände, auf Parkbänken innehalten….auf einem der seitlichen Kanäle hab ich doch tatsächlich einen Eisvogel im Flug beobachten können….da war ich echt perplex.

Für mich ist dieser Friedhof ein Ort der Zwiesprache….eher mit mir selbst, als mit einem Verstorbenen….es fokussiert meinen Geist auf etwas, was mich beschäftigt…wo ich versuche Lösungen für ein Problem zu finden, Erlebtes einzuordnen, mich selbst zu Reflektieren und Strategien zu Entwickeln, wie ich mit all dem Umgehen kann.

Ich hab im Laufe der Jahre immer wieder solche Orte gehabt, egal wo ich wohnte. Als ich früher in Soest wohnte, war es die Möhnetalsperre und die Wege rund um das Hevebecken..in Kassel war es der Volkspark mit der Orangerie, in Frankfurt die Strecken an der Nidda entlang von Rödelheim in Richtung Hoechst und hier entwickelt sich nun der Ohlsdorfer Friedhof zu so einem Ort der Zwiesprache.

Ich brauche soetwas, wo ich mich einerseits in der Natur bewegen kann und anderseits genügend Ruhe drumherum habe, um auch mal mit mir zu schimpfen oder zu hadern…..um dann anschließend mit leichterm Herzen und zufrieden wieder nach Hause fahren zu können.

letzten Samstag

Auch am Samstag war ich auch gleich 2x mit jeweils knappen 4km unterwegs. Ich würde ja gerne mal wieder eine große Tour am Stück machen, leider machen da meine Füße im Moment nicht mit…es geht auch nicht mehr mit den bisherigen Wanderschuhen…Marke, Größe und Form sind zwar identisch…aber weder die bisherigen, noch die neuen Schuhe aus der Reserve, ermöglichen mir ein längeres schmerzfreies Laufen. Inzwischen macht mir auch der andere Fuß schon leichte Probleme.

Aktuell versuche ich mit Hilfe von unterschiedlichen Einlagen und deren Kombination in den verschiedenen vorhandenen Schuhen, wieder eine Lösung zu finden, die mir ein längeres schmerzfreies Laufen ermöglicht.

Und ja ich mache intensives Fußtraining, laufe zuhause eh nur barfuß und mache mich gerade mit dem Gedanken vertraut, nun doch mal einen Termin bei einem Orthopäden zu machen. Das Fußtraining hilft schon etwas und…und so war ich tatsächlich während beider Runden zwar nicht schmerzfrei, aber es ging dann doch- das ist schon mal ein kleiner Fortschritt…

Am Nachmittag ging es zuerst ins Himmelmoor….

Am Abend ging es dann noch durch den Ort…..es war das „Eulen- und Schützenfest“ und da ich der lauten Musik des Fests zuhause ohnehin nicht entkommen konnte, wollte ich zumindest einmal über den Rathausplatz….bin dann aber unmittelbar lieber wieder außerhalb des Ortskerns unterwegs gewesen.

Hab mich auch dafür verflucht, dass ich eine Bratwurt an einem der Stände gekauft hatte,….die war für meinen Geschmack viel zu überwürzt und ich hatte für den Rest der Runde diesen künstlichen Würz-Geschmack im Mund…dabei hatte ich nur ein kleines Stück davon gegessen.

Ich zumindest, war mit dem gesamten Tag sehr zufrieden…und bin später auch wohlig müde ins Bett gefallen…..

Urlaub zuhause

So jetzt kommt dann doch noch ein Beitrag zu meinen Aktivitäten in diesem Urlaub. Für viele Menschen ist ein Urlaub zuhause, gar kein richtiger Urlaub, ich dagegen bin sehr gerne Zuhause und kann mich auch von hier aus, wunderbar erholen.

Donnerstag ging es in meine Lieblings-Sauna. Wer weiß ob und wie lange die überhaupt noch geöffnet haben. Tatsächlich gab es auch schon ein paar Einschränkungen: Zwei Saunen blieben komplett geschlossen, die riesige Sauna im Garten startet eine Stunde später als die Anderen, ebenso geschlossen war das kleine Außenbecken und im Schwimmbad-Bereich das große Außenbecken, die Wassertemperatur im Sportbecken wurde etwas gesenkt.

Es blieben jedoch genügend Saunen zu Auswahl und in den Duschen gab es au (zum Glück) auch noch heißes Wasser. Das mit dem kleinen Außenbecken fand ich zwar schade, aber es geht auch ohne und hat mein Sauna-Erlebnis nicht wesentlich eingeschränkt – obwohl ich gerade es sonst immer gerne genutzt habe.

Düstere Wolken blieben die gesamte Zeit über dem Außengelände….aber ich hab mich nach den Saunagängen trotzdem in den weitläufigen Garten gelegt, weit weg von den Anderen…es war fast windstill und angenehm draußen zu liegen…..himmlisch ruhig…der Regen kam erst später….da war ich schon wieder auf dem Rückweg.

Anfang der Woche war ich abends mal wieder im griechischen Restaurant bei mir im Ort….wie immer war das Essen lecker und die Menschen dort freundlich….die Getränke waren jedoch teurer oder ich hab es dieses Mal nur deutlicher wahrgenommen, dafür sind die Preise für die Gerichte gleich geblieben…ist aber auch egal…Wenn ich Essen gehe, möchte ich auch etwas Nettes trinken.

Freitag war ich im mal wieder am Rande und im Raakmoor wandern. Das gehört schon zu Hamburg und ist nahe beim Flughafen….Ich war Mittags dort und es war ruhig und schön…nur wenn dann mal ein Flugzeug flog, war es extrem tief und dann auch unangenehm laut….na da bin ich aber froh, dass die Flugzeuge über Quickborn noch in größerer Höhe unterwegs sind.

Es war erst ein schöner sonniger Mittag und das Laufen tat gut…insgeheim fragte ich mich schon, warum um alles in der Welt ich unbedingt meine Regenjacke hatte anziehen müssen….

…nur um minutenspäter schleunigst noch mein Regen-Capi aus dem Rucksack zu holen, als es ziemlich plötzlich dunkel wurde….ein Sturm zog durch den Moorwald, gefolgt von einem Platzregen…..und auf dem Rückweg kam ich an einem riesigen Baum vorbei, der wohl kurz vorher quer auf den Bürgersteig gekippt ist…ein Mann mit Hund war ganz verstört, weil er nur ein paar Minuten vorher noch da entlang gegangen war…wir haben kurz geredet und dann er hat sich wieder gefasst.

Den Nachmittag hab ich dann Zuhause verbracht. Seit Dienstag lerne ich wieder täglich für ca. 1 Stunde Dänisch. Den ganzen Sommer über hatte ich keine Lust dazu…jetzt geht es wieder los….aber es ist und bleibt eine langsame Angelegenheit…Das bereits Gelernte ist noch im Kopf und die Wiederholungen zum Einstieg waren somit positiv, vor allem was die Aussprache angeht…die fällt mir zunehmend leichter. Ich hadere aber weiterhin mit den Bedeutungen der vielen kurzen Wörtern und vor allen den verschiedensten Arten von Pronomen.. die fallen mir tatsächlich schwer, aber ich hab ja keine Eile und versuche jetzt konsequent weiter zu lernen.

Was mir daran so schwer fällt sind z.B. solche Wörter, die im Deutschen oder Englischen ebenfalls oft vorkommen, aber eine andere Bedeutung haben und mich immer wieder durcheinander bringen wie z.B. diese dänischen Wörter:

Er = ist / sein

Dem/dem = Sie /sie

den = dieses / das

I = Ihr (in Deutsch / Ich (in Englisch)

Aber steter Tropfen höhlt den Stein…also wiederhole ich gewisse Teile der Grammatik-Grundformern, während ich gleichzeitig weitere Vokabeln dazu lerne.

Ich war auf jeden Fall an jedem Tag der Woche ein- bis zweimal walken, wandern….dazu hab ich noch einige Einkäufe erledigt, mich um die Wohnung gekümmert und meinen Kleiderschrank auf Herbstbetrieb umgestellt, Wäsche gewaschen und gebügelt und bin ziemlich zufrieden damit.

Henstedter Moor und Schnitzel außer Haus

Nach dem anstrengenden Jeanskauf, ging es am Mittag ins Restaurant „Schweinske“….wie der Name es schon vermuten lässt, gibt es hier vieles vom Schwein und die Schnitzel sind bodenständig und lecker.

Es gibt in und um Hamburg herum inzwischen viele verschiedene Standorte vom „Schweinske“..ich war in Henstedt-Ulzburg und wollte nach dem Essen noch in das Henstedter Moor….das passte also prima.

Ich hab mir dieses Mal einen anderen Startpunkt für das Henstedter Moor ausgesucht und für mehr als 1,5 Stunden war es eine entspannte Tour durch Wald und Moor….das muss ich mir merken…auf dieser Seite sind die Wege schöner zu laufen:

Ich war zwar in der Nähe der Alsterquelle….aber diese habe ich dann doch lieber ausgelassen, meistens sind da zu viele Menschen unterwegs und zu sehen gibt es, ausser der Abdeckplatte und viel Laub, nicht so viel.

Es war schön den schmalen Wegen zu folgen….fast menschenleer und richtig ruhig…auf jeden Fall viel ruhiger, als an den Wochenenden…ich war schon vor ein paar Tagen auf der anderen Seite laufen und auch im Bürgerpark von Henstedt-Ulzburg, fand es dort aber nicht so optimal für mich.

Mit etwas mehr als 5 km war das eine schöne Mittagsrunde…und weil ich mich am Abend immer noch fit fühlte, gab es dann noch einmal eine Abend-Walkingrunde mit weiteren 5 km, die starteten aber vor meiner Haustür.

Jeans ? – aber Welche denn?

Wann hat es eigentlich angefangen, dass der Kauf einer passenden Jeanshose zur Wissenschaft wird?

Mit Schrecken musste ich feststellen, dass ich mich in meinen verbliebenen langen Jeans nicht mehr wohlfühle. Eine ist zu eng um den Bauch, bei der High-Waist-Jeans drückt der Bund unangenehm auf den Magen und bei der Nächsten fühle ich mich, durch die enganliegenden Hosenbeine, wie in einem Schraubstock.

Somit hab ich für den Winter nur noch 2 passende lange Jeanshosen, die ich gerne anziehe….Also EINE Neue muss auf jeden Fall her.

Ich bin in eines dieser hallenartigen Jeans-Geschäfte gefahren…und minuten-später war ich schon komplett überfordert von der Auswahl: Jeanshosen soweit das Auge reicht….und jede war klassifiziert:

Bootcut, Regular fit, Boyfriend, Skinny, Slim fit, Straight leg, Marlene, Barrel, High Waist, Culotte, Moms, Low Waist..und für meinen Begriff sahen die einfach alle gleich eng aus, wie Hosen für schmale Kinder.

Eine junge Verkäuferin nahm sich Meiner an und in diesem Fall war ich sogar froh über ihre Hilfe…habe ihr meine Größe und Vorstellungen über die perfekte Jeans genannt: Straight oder leichten Bootcut, normale Leibhöhe und vor allem KEIN oder sehr wenig Elasthan und damit reduzierte sich die Auswahl in dem Laden mit hunderten von Jeanshosen tatsächlich auf ZWEI.

Dabei ist meine Figur mit einer Größe von evtl. noch knappen 1,70m und einem Gewicht von inzwischen rund 70KG, mit langen Beinen und einer normalen Gewichtsverteilung, jetzt nicht unbedingt als exotisch zu betrachten. Normal eben. Und trotzdem blieben nur 2 Hosen übrig.

Erklärung der Verkäuferin: es ist sehr schwer Jeans ohne Stretch zu verkaufen…denn durch einen hohen Elasthan-Anteil kann man tendenziell eine kleinere Größe nehmen und die sitzt dann, eben durch die Dehnfähigkeit des Materials, immer noch gut an den meisten Figuren der Frauen.

Das ist nichts für mich…ich mag mich in einer Hose nicht eingesperrt fühlen…ja klar muss eine Jeans möglichst knackig an Hintern und Oberschenkeln sitzen…aber doch nicht wie eine Wurstpelle….außerdem möchte ich beim Hinsetzen noch Luft bekommen und auch nicht das Gefühl haben, das mein Mageninhalt durch die Hose wieder nach oben herausgepresst wird.

Ich hab dann aber doch keine der Beiden Jeans genommen, auch wenn der Jeansstoff sich richtig toll anfühlte. Die Teuerste mit 129 EUR saß nicht ganz so bequem,…und bei der, die richtig passte und auch nur 59EUR kostete, waren die Hosenbeine eindeutig zu kurz und wohl auch nicht mehr in einer längeren Variante zu bestellen.

Ich werde allerdings den Verdacht nicht los, sie hatte einfach keine Lust, sich für die doch recht günstige Hose, jetzt noch so ins Zeug zu legen…denn sie sagte sie hätte, während ich noch in der Kabine die Teurere anprobierte, in einer anderen Filiale nachgefragt…. allerdings hab ich sie die gesamte Zeit vor der Kabine mit einer anderen Kunden reden hören….hmmm – egal.

Ich hab dann später, in einem anderen Laden mit großer Jeans-Auswahl, den unbequemeren Weg gewählt und mich selbständig durch die verschiedensten Jeansformen gewühlt und anprobiert, nachjustiert in Größe und Form und anprobiert und nachjustiert und anprobiert und anprobiert und anprobiert…..

Bis ich mich zum Schluss für 2 Hosen entschieden hatte…und bin mit weniger als 100 EUR für Beide zusammen ausgekommen und die Stretch-Fähigkeit ist in beiden Hosen sehr gering. Na also – geht doch!

gefundene Urlaubstage

Die letzte Woche plätscherte ruhig und entspannt vor sich hin….beruflich ist es immer noch derartig ruhig und entspannt, das ich langsam misstrauisch werde.

Nutze aber diese extrem ruhige Lage, um lange aufgeschobene Arbeiten zu erledigen….und habe mich intensiv einem speziellen Thema gewidmet, das ich zwar regelmäßig „mache“, aber die firmenspezifische Vorgehensweise ist für mich unlogisch und nicht selbsterklärend und vor allem, wird es trotz Corporate Identity nicht in jeder meiner Firmen gleich behandelt.

Wo liegt die Logik, warum weichen einige Firmen davon ab und wie kann ich es möglichst systematisch für alle gleich erfassen….hierbei bin ich tatssächlich extrem „old-shool“…und nutze ein Ringbuch um den Ist-Zustand aller betreuten Firmen zu erfassen.

Anschließend habe ich alle Mails der letzten 2,5 Jahre zu dem Thema quergelesen und schaue noch einmal nach, was für unterschiedliche Erklärungen ich von den verschiedensten Kollegen, zu dem Thema erhalten habe und so langsam verstehe ich, was tatsächlich gewollt ist….und welche Erklärungen der Kollegen ich als fehlerhaft ignorieren kann.

Nun wo ich weiß, wie es gebucht, kontrolliert und dokumentiert werden soll, vergleiche ich es mit dem aktuellen Ist-Zustand und sehe, wo ich Umbuchungen machen, wo ich die Dokumentation anpassen und wo der Kollege aus der entsprechenden Abteilung, die Zahlen korrigieren muss….und am Ende der Woche passtedann auch alles zusammen. Das ist ein schönes Gefühl. Thema erledigt.

Wohlwissend, das diese ruhige Zeit bald wieder vorbei ist, habe ich schon mal angefangen für die kommenden Quartalsabschlüsse vorzuarbeiten…und jetzt hab ich tatsächlich schon wieder ein paar Tage Urlaub.

Ende letzter Woche hab ich ungläubig festgestellt, das ich ab dem 12.09. schon wieder eine Woche Urlaub habe. Als ich lachend meiner Kollegin erzählte, das ich ein paar Urlaubstage „gefunden“ habe, kam sogar der GF lachend um die Ecke und fragte: wo und wie man denn Urlaubstage finden könnte.

Ganz einfach….indem man sich Urlaubstage von seinem Chef genehmigen lässt, diese aber immer wieder verschiebt und letztlich den Überblick nicht mehr im Kopf hat. In meiner Urlaubsdatei und in den Outlook-Kalender hatte ich die Tage zwar eingetragen, dann aber einfach nicht mehr daran gedacht.

Und hoppla: ich hab schon wieder Urlaub…

Herbstbeginn

Auch hier oben im Norden, zeigt der Herbst seine ersten Vorboten….und durch den starken Regen der letzten Tage, sind die Temperaturen wieder im normalen Bereich…tagsüber bei Regen zwischen 14-17 Grad, Sonnenschein zwischen 22-24 Grad…das reicht mir völlig aus.

Auf meinem Balkon hat sich innerhalb von 2 Tagen ein wunderschöner Gras-Wedel gebildet….ja so langsam muss ich mir mal Gedanken über die Herbst-und Winterbepflanzung machen….

Nach der vorsichtigen Erweitung der Futter-Vielfalt an den Futterstellen, kommen inzwischen auch ein paar Buchfinken und Grünfinken regelmässig zu Besuch….und es Entstehen immer wieder „Warteschlagen“ auf den Holzspalieren….aaach das ist so schön zu beobachten…manchmal streiten die Vögel sich sogar untereinander.

Einen besondern Moment hatte ich in dieser Woche, als ich Morgens die Gardine vor dem Balkonfenster zurückzog und einen Zaunkönig zwischen den Balkonkästen erblickte..,leider wurde der niedliche kleine Kerl durch die Bewegung aufschreckt und schon war er wieder fort. Schade. Ich hab schnell noch eimmal im Internet nachgeschaut, ja es war ein Zaunkönig….den hab ich bisher tatsäclich noch nie in Natura gesehen.

Ich finde diese Zeit, des gerade begonnenen meteorolischen Herbstanfangs (01.09.) ganz phantastisch.

Passend dazu hab ich gestern ein paar dickere Wohlfühlsocken gekauft…die meisten „alten“ sind inzwischen fast blank gelaufen…da wärmt nichts mehr an der Fußsohle …. also hab ich mir gleich ein ganzes „Bündel“ an verschiedenen Wohlfühl-und Kuschelsocken gekauft….aber danach musste ich schon lange suchen…denn ich mag Socken mit einem sehr hohen Baumwoll- oder Woll-Anteil…und vor allem mit einer etwas dickeren Laufsohle.

Jetzt beginnt die Zeit für Abende mit Strickjacke, Kuschelsocken und heißem Tee….und Balkonaufenthalte in Jacke und mit einer Wolldecke.

Wortlos zufrieden

Auch nach mehr als einer Woche, seit Ende meines Sommerurlaubs, fühle ich mich immer noch richtig entspannt und zufrieden….und verspüre aktuell nur wenig Drang mich zu unterhalten oder schriftlich auszudrücken.

Ich mache viele kleine Dinge nach Feierabend….und fühle mich so gut dabei….so still ruhig, ohne das es einen negativen oder bedrückenden Beigeschmack hat. Ich geniesse gerade die Ruhe in mir und um mich herum. Ich unterhalte mich im Büro, ja klar…aber ich habe gerade gar kein Mitteilungsbedürfnis.

Ich bin viel draußen unterwegs, mache einiges auf dem Balkon, mache Sport und backe, neben Broten und Brötchen, auch wieder öfter Kuchen:

Alles nichts Spektakuläres…aber ich fühle mich wohlig zufrieden…ein schönes Gefühl.

Ich wünsche Euch ein schönes und friedliches Wochenende ….lasst es Euch gut gehen….

Sonntagsausflug: Barker Heide

Und diesen Sonntag bin ich tatsächlich schon recht früh zu einem Ausflug gestartet.

Mit dem Auto ging es knappe 38km in das Naturschutzgebiet: Barker Heide….das liegt zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg. Hier gibt es Heide- und Moorlandschaften nebeneinander…und es gibt wunderschöne Wege drumherum:

….durch Kiefer- und Birkenwälder…..und da es eher unspektakulär ist, war es auch wunderschön ruhig.

Mit zügigen Schritten bin ich knappe 9km gelaufen…hatte jedoch mit meinem rechten Fuß verstärkt mit den üblichen Problemen zu kämpfen….und benötigte deshalb immer wieder kleine Pausen, um den Fuß zu entlasten….jetzt wo die Prellung am Knöchel fort ist, muss ich schnell wieder die speziellen Dehn-und Kräftigungsübungen für den Fuß aufnehmen.

Das Wetter war mit 21Grad, leichtem Wind und Sonnenschein ziemlich perfekt für diesen Ausflug. Das war nach all den Spaziergängen an der Nordsee (Cuxhaven) und Ostsee (Boltenhagen) endlich mal wieder der Gegenpool mit Wald- und Heidelandschaften. Die Mischung macht es.