und schon wieder: Freiwillige Mehrarbeit…

…ich lerne nur sehr langsam dazu….grummel

In dieser Woche nun sind viele Kollegen schon im Osterurlaub und ich konnte mich relativ normal um meine Arbeit kümmern…doch dann kam ein Anruf von den Wirtschaftsprüfern…es ging um die Firmen, die mein Chef betreut – nicht um meine.

Ich hatte meinen Chef schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, wie wir die Daten aufbereiten und zu den Prüfern schicken….er hat es jedoch nicht ernst genommen und seine eigene Methodik entwickelt…Nun kam die Bitte an mich auf unsere langjährige Vorgehensweise und auf die fehlenden Dateien hinzuweisen.

Vor allem unsere Haupt-Excel Liste hatte er überhaupt nicht ausgefüllt…mein Chef war leicht angefressen, als ich ihm von dem Telefonat berichtete – er sieht es gar nicht ein, warum das, was er geschickt hat, nicht ausreicht. Ich habe versucht es ihm zu erläutern.

Ich habe ihm dann vorgeschlagen das ich ihm noch einmal zeige, welche Daten wir wie aufbereiten und wie die Dateien benannt werden sollen und wo wir diese speichern – damit auch alle darauf Zugriff haben. Dazu gibt es übrigens schriftliche Anweisungen aus der Zentrale…die ich ihm auch zur Verfügung gestellt hatte. Und wenn ich es ihm gezeigt habe, kann er ja gerne noch einmal mit den Prüfern über die Notwendigkeit diskutieren. Immerhin ist er mein Chef – ich kann ihm die Dinge zeigen….ob er das dann so macht, ist dann seine Sache.

Also habe ich es ihm gezeigt, habe meine Abhakliste für seine Gesellschaften angepast und zur Verfügung gestellt…habe insgesamt 3 seiner Gesellschaften fast vollständig fertig gestellt, bis auf diese Haupt-Excel-Datei und die UST (ich komme nicht an seine Elster-Dateien)….und habe ihm alles übergeben….und als ich gesehen habe wie unwohl er sich damit fühlte, habe ich noch für seine weiteren Gesellschaften bereits viele der Daten vorbereitet…aber auch ohne die Excel-Datei und die UST. Das hat mich für alle 8 Gesellschaft insgesamt einen 3/4 Arbeitstag gekostet….den Rest muss er nun echt selber machen.

Jaaa das war so gar nicht geplant, aber wenn ich schon dabei bin….seufz…der Anruf kam ja auch von meinem Lieblings-Prüfer und den wollte ich auch nicht hängen lassen…immerhin warten die schon seit geraumer Zeit auf die Daten meines Chefs. Immer mein blödes Verantwortungsgefühl…

Aber zeitlich passte es bei mir noch rein…da meine Tage doch einigermaßen geordnet verliefen…passiert ja auch nicht so oft…und immerhin hat der Chef mir auch schon wegen der Urlaubstage und Überstunden zur Seite gestanden….da kann ich ja für ihn auch mal etwas machen.

Die Kolleginnen haben das natürlich mitbekommen und fanden es nicht so gut….und ich stimme ihnen ja auch zu – aber die Daten für die Jahresabschlüsse müssen jetzt dringend an die Prüfer gehen….da ist schon wieder Druck auf dem Kessel…auch wenn der Chef sich vorher schon viel zu viel Zeit damit gelassen hat und immer abwiegelte, ach das wird doch alles nicht so schlimm sein….seine Daten sind schon lange überfällig.

Das der Chef dann trotzdem Mittwoch und Donnerstag oft zum quatschen unterwegs war und auch früh Feierabend gemacht hat, hat mich dann wieder einmal kuriert. Er hat noch nicht eine Gesellschaft an die Prüfer geschickt…trotz meiner Vorarbeit -für die er sich sehr bedankt hat.

Ich kann immerhin sagen: an mir liegt es nicht: ich habe es ihm gezeigt und darüber hinaus vieles dann selber und ohne das ich darum gebeten, wurde für ihn fast fertig gestellt. Was er jetzt daraus macht – ist seine Sache. Ich habe geholfen – mehr als ich hätte tun müssen.

Ab jetzt kümmere ich mich wieder um meine Arbeit…und zwar nur um Meine…

Theater (2)

Und letzten Sonntag war es dann soweit und ich bin ins Altonaer Theater gefahren.

Wir 3 Mädels im Büro hatten uns schon vor einer Weile über die Stücke aus der Reihe „Achtsam Morden“ unterhalten…Kollegin Kirstin war bereits in dem 1. und 2. Teil im Theater, Kollegin Cordula hatte die Bücher gelesen und wollte sich jetzt das 3.BühnenStück anschauen.

ICH kannte noch gar nichts…ich fand die Erzählungen der Kolleginnen so nett, da habe ich mir gleich einmal für 2 Stücke je ein Ticket besorgt. Allerdings in der verkehrten Reihenfolge. Mir wurde geraten unbedingt vorher eines der Bücher zu lesen, da hier sehr viele Charaktere auftauchen und von nur 4 Schauspielern auf der Bühne dargestellt werden und der schnelle Wechsel zwischen den Charakteren schon eine Herausforderung sei.

Nun schaue ich mir als Erstes den 3. Teil der Bühnenstücke „Achtsam morden durch bewusste Ernährung“ an, das bei der Buchreihe aber der 5. Teil ist…wie soll man da also noch den Überblick behalten…hahahah.

Also habe ich mir ein paar Tage vor der Aufführung doch noch schnell das Hörbuch für den 1.Teil der Buchreihe besorgt….Gelesen von Mathias Matschke….also DAS Hörbuch war echt der Hammer….nicht nur die Handlung war grandios, sondern es wurde auch unglaublich gut gelesen…die langsame leicht ironische Sprechweise passte unglaublich gut.

Ich hatte also eine sehr klar Vorstellung von dem seriösen, distinguierten Anwalt im Maßanzug, der durch seine Frau genötigt wird ein Achtsamkeitstraining zu absolvieren und dabei lernt, besser auf sich und seine Bedürfnisse zu achten und dadurch beruflich unfreiwillig zum Mörder wird und jede seiner Handlungen unter dem Achtsamkeitsaspekt analysiert und abwägt und immer zu dem Schluß kommt, es muss noch weiter gemordet werden, um das nächste drängendste Problem zu lösen. Das Ganze ist so indirekt komisch….für mich tolles Buch.

Aber erst einmal musste ich zum Theater kommen. Mein Auto habe ich wieder einmal beim Büro in der Tiefgarage abgestellt und bin mit der S-Bahn bis zum Bahnhof Altona gefahren. Ich hätte auch laufen können…aber 1. das Theater-Ticket beinhaltete auch das S-Bahn-Ticket und 2. hatte ich Schuhe an, auf denen ich nicht ganz so lange laufen konnte…dafür aber zum meinem Outfit passten haahaha.

Vom Bahnhof Altona war es dann nur noch ein Katzensprung bis zum Theater. Im Theater selber fand ich es nicht so schön wie die Woche zuvor im Winterhuder Fährhaus….es wirkte gedrungener, enger…die Leuten standen überall herum, es verlief sich nicht so gut und wirkte auf mich sehr schnell überfüllt.

Aber ich hatte einen sehr guten Platz: 8.Reihe / ganz Außen….richtig gut.

War das eine so gute Idee das 1. Buch vorher zu lesen?

Einmal: ja – ich wusste jetzt wenigstens worum es geht und wer die Haupt-Charaktere sind.

Einmal: nein – ich hatte jetzt ein so genaue Vorstellung vom Hauptcharakter (dem Anwalt), das ich mega enttäuscht war. Brillierte der 1. Teil des Buches eben durch den indirekten Humor, war auf der Bühne nur noch Klamauk zu sehen.

Und genau so einen Klamauk hatte ich nicht erwartet und auch die Story war sehr dünn und hatte rein gar nichts von der Raffinesse des 1. Buches. Okay beim 5. Buch lässt wahrscheinlich in jeder Buchreihe die Story zu wünschen übrig. Jetzt bin ich doppelt neugierig auf das Bühnen-Stück zum 1.Buch…das sehe ich mir in 2 Wochen an. Die Karte habe ich ja schon zuhause liegen.

Wenn ich mich aber entscheiden möchte, in welches Theater ich gerne öfter gehen würde, dann würde ich mich für das Winterhuder Fährhaus entscheiden, auch wenn das Altonaer Theater öfter auch „Klassiker“ spielt.

Für die Klassiker werde ich es dann aber doch lieber mit dem „Deutschen Schauspielhaus“ oder dem „English Theatre of Hamburg“ probieren…da habe ich doch größeres Vertrauen in die Aufführungen, auch wenn ich noch gar nicht da war.

Aber eines ist klar geworden, ich habe wieder Lust ins Theater zu gehen…auch wenn es für mich jedes Mal eine kleine Überwindung ist.

Theater (1)

Sonntagnachmittag ging es also mit dem Auto in Richtung Winterhude….habe das Auto an der großen Allee, weiter weg vom Theater abgestellt, um noch in aller Ruhe an der Alster entlang zu schlendern, ehe es Zeit für das Theater wurde. Es war aber auch ein wunderschöner Sonntag…das genaue Gegenteil vom Tag zuvor.

Zuhause hatte ich schon den obligatorischen inneren Kampf mit meinem „Flucht-Reflex“ ausgefochten und gewonnen. Die Karte ist gekauft und ich freute mich auch auf das (mir unbekannte) Stück. 2 der 4 Schauspieler kannte ich aus dem Fernsehen. Ich weiß wo das Theater ist und wo ich parken kann….immerhin bin ich da schön öfter an der Alster entlang geschlendert..außerdem hatte ich im Theater einen Platz eher am Rande.

Es gab also keinen Grund für einen Rückzug. Aber so ist es bei mir immer öfter…ich muss mich zwingen unter ´Menschen zu gehen. Im Theater kommt man sich ja auch relativ nahe.

Und ich muss sagen, das Winterhuder Fährhaus hat mir sehr gefallen…das Gebäude, das ganze Ambiente, die Vorräume waren großzügig, die Atmosphäre war, trotz der vielen Menschen, gediegen gedämpft ….jaaa das passte alles für mich. Auch mein Platz war okay.

Das Stück war echt schräg konstruiert, aber gut gespielt und ich habe viel gelacht…auch wenn die andauernden neuen Wendungen gegen Ende des Stücks eher unsinniger Klamauk waren….aber bei einer Komödie kann ich auch nicht auf eine logische Handlung hoffen. Das Stück gilt als Boulevard-Komödie – also eine eher leichte Unterhaltung und genau das tat sie – sie hat mich gut unterhalten.

Da mir das Theater an sich und das Ambiente dort gut gefallen hat, überlege ich nun, mir evtl. einmal ein Abo zu besorgen, das Theater bietet dafür verschiedene Variationen an….im aktuellen Programm habe ich auch schon mehrere Stücke entdeckt.

Aber mal sehen wie am darauf folgenden Sonntag, das Altonaer Theater auf mich wirkt…dann entscheide ich mich.

kleiner Spaziergang durch Hamburg

Sehr spontan war ich vor 2 Wochen samstags in Hamburg und bin vom Büro aus zufuß über Ottensen, am Bahnhof Altona vorbei bis zum „Altonaer Balkon“ gebummelt…am Hohen Elbufer entlang und dann runter an die Elbe.

Es war jetzt kein besonders tolles Ausflugswetter, es war trübe und immer noch kühl – aber ich hatte mich seit meinem Urlaub nur wenig bewegt…d.h. meine normalerweise fast täglichen Walkingrunden hatte ich eingestellt…es ging mir ja nicht so dolle und außerdem war ich ständig müde und froh, wenn ich mich nach Feierabend auf die Couch kuscheln konnte…ich habe sehr viel geschlafen und mich wenig bewegt. Das bekommt mir nicht so gut und fördert eher trübsinnige Gedanken bei mir.

Ich musste im Büro nur kurz etwas abholen, was ich dort vergessen hatte. Also habe ich mich gezwungen, mich an dem Vormittag wieder zu bewegen…und das war auch gut so. Auf dem Rückweg bin ich an einem einfachen Fischimbiss eingekehrt….gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen….und geschmeckt hat das auch noch: gebratenes Kabeljau-Filet mit Kartoffelsalat….hmmm lecker.

Und auf dem Weg zurück zum Auto bin ich an einem Plakat vorbeigekommen, auf dem ein aktuelles Theater-Stück im „Winterhuder Fährhaus“ angepriesen wurde: „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ …eine Komödie.

Ja das könnte mir gefallen…aber ich hatte ja schon eine Theaterkarte für das darauffolgende Wochenende und dann kommt Ostern und dann ist Quartalsabschluss und dann würde das Stück auch schon wieder vorbei sein. Wann also hätte ich Zeit dafür…na warum nicht am nächsten Tag: Sonntag am frühen Abend.

Wieder zuhause habe ich sofort online geschaut…tatsächlich gab es noch vereinzelte Karten für Sonntag, den 22.03. Ja prima – ich brauchte ja nur eine Einzelne. 4. Reihe – rechts außen – das klang doch prima. Also habe ich mir die Karte sofort online gekauft und ausgedruckt….herrlich wie unkompliziert, das in unseren modernen Zeit geht hahaha.

Okay – das war eine Ansage an mich selbst – geh raus und tue etwas für Dich. Nun geht es also an 2 Sonntagen hintereinander in 2 verschiedene Theater. Puh – mal sehen, wie es mir damit geht.

Kappeln im März

Als ich schon nicht mehr ganz so schlimm aussah, habe ich mich an einen Tag mit meiner Schwester getroffen….ich musste ja noch ein paar „alte“ Urlaubstage nehmen, bevor sie am 31.03. verfallen würden..letztlich habe ich im März 4 Urlaubstage genommen…für die restlichen 3 Tage hat mein Chef es mit Hilfe des deutschen GF durchgeboxt, das ich diese restlichen Tage mit in den April nehmen darf. Anders hätte es mit der Arbeit überhaupt nicht geklappt.

Treffpunkt war Kappeln…da waren wir schon ca. 1-2 Jahre Jahr nicht mehr…es wurde also wieder einmal Zeit.

Wir hatten uns schon um 10 Uhr vormittags getroffen und meine Schwester hatte mich zum Frühstück in ein Hotel direkt am Hafen eingeladen….das war richtig schön dort und das angebotene Frühstücksbuffet war reichhaltig und lecker.

Später sind wir bei dem schönen Wetter erst durch die Stadt gelaufen, waren ein wenig shoppen, später sind wir an der Küste entlang geschlendert…es war kühl und windig…aber durch die Sonne war es dann doch angenehm.

Es war übrigens soo windig das in der Innenstadt Deko-Keramik von den Außen-Tischen flogen und draußen drapierte Waren vor den Geschäften davon wehten. Es klirrte und krachte an dem Vormittag des öfteren.

Auf den Bildern sieht dagegen alles ruhig und entspannt aus.

Gegen Abend sind wir noch in der „Alten Räucherei“ gewesen. Das ist ein gemütliches kleines Fischrestaurant am Hafen. Wie immer waren wir uns schnell einig: Für uns gab es Ostsee-Butt.

„Butt“ ist dabei eine Sammelbezeichnung für „Plattfische“ es kann also eine Scholle, ein Steinbutt oder eine Flunder sein…wir wissen es nicht…und es war uns auch egal – denn es war sehr sehr lecker.

Nach dem Abendessen haben wir uns dann auch zügig verabschiedet…wir wollten bei nach Hause und auf die Couch.

Mein Schwager war übrigens nicht dabei, weil er arbeiten musste. Ihm gefällt seine neue Arbeit bisher ganz gut…ich hoffe das bleibt so….es wäre den Beiden zu wünschen

Aus dem Vollen schöpfen

Während dieser ganzen Phase mit dem Abszess und der Allergie auf das Antibiotikum, konnte ich zwar so arbeiten, wie ich wollte…was mir mein Chef aber nicht abnehmen konnte, war meine Arbeit…und immer noch musste ich die letzten Jahresabschlüsse abarbeiten, während ich gleichzeitig die Tagesarbeit erledigen und die kommenden Quartalsabschlüsse vorbereiten musste.

Aber irgendwann waren alle meine 26 deutschen Jahresabschlüsse erstellt, geprüft, nachgebucht und zurück gemeldet. Alle zusätzlichen Nachbuchungen und irrwitzigen Buchungsanweisungen für Anpassungen (nur für den dänischen Konzernabschluss – also auf einer anderen Buchungs-Ebene) waren dann irgendwann ebenfalls erledigt und sogar das Problem der fehlenden/falschen Saldenvorträge aus den letzten 1,5 Jahren gelöst und wir konnten die Überträge alle noch einmal laufen lassen. Das kostete zwar wieder viel Zeit…war aber notwendig. Es war der 16. März und ich konnte endlich den letzten Haken in meiner Liste setzen.

Und genau am Dienstag den 17.März war mein Körper der Meinung er dürfe jetzt ruhig mal nicht mehr wollen. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, müde und zerschlagen…ich war im Homeoffice…habe mich aber nach ca. 2. Stunden krank gemeldet und habe den kompletten Tag auf der Couch gelegen und geschlafen. Am nächsten Tag, war der Spuk auch schon wieder vorbei.

Während dieser ganzen Wochen, seit Anfang März, hatte ich überhaupt keine Lust zu kochen….und jetzt schlug die Stunde meiner beiden (halbhohen) Gefrierschränke….tag für tag konnte ich aus dem Vollen meiner selbst gekochten und gebackenen Gerichte portionsweise schöpfen: diverse Suppen, diverse Eintöpfe, Pizza, Lasagne, Gemüsecurrys unterschiedlichster Art, Gemüse-Quiche, Blumenkohl-Frikadellen, Pilz-Kroketten, gefüllte Tacos, Auberginen-Taler, Diverse Soßen und Gemüseportionen die man schnell mit Nudeln und Reis in eine Mahlzeit verwandeln konnte…..alles Dinge die ich gerne esse und oft koche…und immer friere ich dabei etwas davon ein, auch stückweise Kuchen, Waffeln, Fladenbrot und Brot.

Inzwischen habe ich wieder Lust zu kochen….es geht mir also gut…und ich kann meine Vorräte wieder auffüllen….aber jetzt weiß ich wieder, warum ich soviel eingefroren habe – genau für solche Zeiten.

Augenblick mal….hier stimmt etwas nicht

Mein Urlaub Anfang März in Binz auf Rügen, war einfach klasse…allerdings hat mich der Abszess am Auge länger und anders beschäftigt, als mir lieb war.

Denn nach der Kontrolle bei der Hausärztin schien sich so langsam alles in die richtige Richtung zu entwickeln, der Abszess hatte sich fast vollständig zurück entwickelt, doch bereits einen Tag später begann sich die Haut um meine Augen herum, zu entzündigen…so richtig dolle. Ein paar Tage war ich geschockt…wo kommt das denn jetzt her. Auf Anraten der Hausärztin sollte ich noch mindestens 14 Tage lang weiter das Antibiotikum nehmen.

Aber so langsam kam die Erinnerung hoch wann sich die Haut um meine Augen so extrem angefühlt (und ausgesehen) hat. …ja klar – während meiner schlimmsten Stresskrise in Hessen, als ich eine schwere Hausstaubmilben-Allergie entwickelt hatte…das ist schon Jahre her – aber das Gefühl war exakt dasselbe.

Hausstaub konnte es eigentlich nicht sein…okay ich putze seit Jahren nicht mehr so exzessiv, seit ich hier oben im Norden wohne…und hatte auch nur zwei mal einen Anflug dieser Probleme…also ich putze schon Allergiker-freundlich…aber moderat.

Nun gut…wie auch immer, ich nahm weiterhin das Antibiotikum UND ergänzend dazu aus eigener Veranlassung Anti-Histamintabletten und habe meine Wohnung einmal radikal geputzt (nur für alle Fälle).

Aber es keimte ein Verdacht in mir auf…evtl. ragiere ich ja allergisch auf das Antibiotikum. Jeden Morgen (abends nahm ich die Augensalbe / morgens die Tablette – beide mit dem Antibiotikum) waren meine Augen wie verklebt und die Haut brannte noch schlimmer, alles juckte und tat weh, …die dünne Haut um die Augen war wie Pergament…keine Creme, keine Salbe brachte Linderung…dazu eine Wasseransammlung unterhalb des linken Auges, die bis in die Wange rutsche…und ich sah so schrecklich aus, das sich die Kollegen schon Sorgen machten.

Ein Kollege war perplex und erschrocken, er fragte mich, ob ich mich geprügelt hätte. Ähmm neiiiin…ich wurde nicht verprügelt (meine Chefin damals meinte auch zu mir „ich sähe nach häuslicher Gewalt aus“.

Zum Glück hatte ich noch einen Checkup-Termin bei meinem Hausarzt und ich erzählte ihm von meinem Verdacht und jaaa er meinte auch.das könnte es sein…ich solle das Antibiotikum weglassen und mit dem Antihistamin weitermachen und tatsächlich…endlich ging es mir besser…aber es hat noch fast 2 Wochen gedauert, bis ich wieder normal aussah…heute sieht man davon gar nichts mehr…evtl. habe ich ein paar Fältchen mehr um die Augen….aber zum Glück ist das in meinem Alter ja normal.

Hausarzt und die Hausärztin für Notfälle (beide in derselben Praxis) fragten mich jedes Mal ob ich eine Krankschreibung brauchen würde…neeee brauche ich nicht…natürlich konnte ich arbeiten und tat es auch. Im nachhinein muss ich aber sagen, ich konnte mich nicht immer gut konzentrieren, weil die Haut schon stark juckte und schmerzte…aber da habe ich zum Glück die Unterstützung meines Chef….ich konnte immer ins HO gehen und konnte Feierabend machen, wann ich wollte.

Bei meinem Checkup habe ich dann auch noch eine Tetanus-Impfung bekommen, mein Impfstatus war abgelaufen….das hatte zur Folge das ich ein paar Tage unglaublich gefroren habe….also Sachen gibt es hahaha.

….so jetzt wisst Ihr auch, warum ich mich so lange nicht auf WordPress habe sehen lassen…mir ging es nicht so gut.

Zufuss unterwegs : Binz immer am Strand entlang

Es war Freitag und ich bin am Strand entlang gewandert…und gewandert…und gewandert….Über Stunden, erst immer entlang der Wasserlinie…bis ich nach fast 6km am „Prora Kai“ angekommen bin. Hier konnte ich dann den ersten Blick auf den „Koloss von Prora“ werfen…den 4,5 km zusammenhängenden langen Gebäudekomplex aus der NS-Zeit…hier sollten damals Ferienunterkünfte für 20.000 Menschen entstehen…diese wurden jedoch nie fertigestellt oder in Betrieb genommen

Inzwischen wurden diese Gebäude fast komplett überholt, teilweise erweitert und in Hotels, Jugendherbergen und Ferienappartements umgewandelt. Dabei ist jeder Block 500m lang. Balkone wurden teilweise angebaut. Es gibt ein paar Restaurants und Cafès auf der anderen Seite.

Zum Anschauen ganz interessant…aber für mich wäre das nichts…viel zu groß ….

Dann führte mich mein Weg fort vom vom Strand in Richtung Baumwipfelpfad, der war noch mal ca 2,2 km entfernt.

Dann den Baumwipfelpfad hoch auf ca. 40 Meter. Ich war erst irritiert, da es erst im sanftem Anstieg immer im Kreis ging…dann war es eine Weile ebenerdig…bis es dann wieder im Kreis noch weiter hoch ging. Der Blick von ganz oben war super…allerdings konnte man die Menschen von überall auf den Ebenen reden hören…denn es hallte…hmmm nicht so ganz nach meinem Geschmack:

Das Erlebnis insgesamt im Baumwipfelpfad war ganz okay und insgesamt 1.250m lang. Lustig waren ein paar der Stationen, bei dem man sein Gleichgewichtssinn tainieren konnte.

Ich muss aber gestehen: der Schönste den ich bisher besucht habe, ist und bleibt bis auf Weiteres der „Ivenacker Baumkronenpfad“ in Mecklenburg-Vorpommern, den ich im Sommer 2020 besucht habe ( Auf Augenhöhe mit 1000jährigen Eichen)

Anschließend bin ich durch ein Waldstück zurück in Richtung Prora…ich wollte dort in einem der Cafes etwas Essen….es waren also (mit dem Umweg durch den Wald) noch einmal so ca. 3 km …dafür bekam ich aber sehr leckere polnischen Pierogi gefüllt mit Fleisch und Gemüse, mit flüssiger Butter und geschmelzten Zwiebeln…hmmmm richtig gut.

Pierogi sind gefüllte Teigtaschen, ähnlich wie „Maultaschen“ oder „Ravioli“…es gibt sie in herzhaft oder auch süß und in vielen verschiedenen Varianten.

Eigentlich hatte ich vorgehabt anschlißend mit dem Bus zurück nach Binz zu fahren (die Fahrt zwischen Binz und Prora ist in der Kurtaxe enthalten)…aber ich konnte kaum genug vom Sandstrand, dem weiten Blick und dem sanften Geräusch der Wellen bekommen…also bin ich noch einmal ca. 5km am Strand entlang gelaufen.

Freitag früher Nachmittag Anfang März und der Strand war ziemlich leer….hier komme ich bestimmt noch einmal hin:

Ich lag damit schon bei knappen gelaufenen 18km…und das ging auch nur, weil der größte Teil der Strecke durch den weichen Sand ging…aber mir taten schon die Füße so richtig weg…und zwar Beide. Die nächsten 2-3 Stunden habe ich mich dann erst einmal im Hotelzimmer erholt…habe mich ausgeruht und etwas geschlafen.

Gut das ich am Abend direkt ins Restaurant neben dem Hotel wollte….das Restaurant „Kogge“ war sehr gemütlich…aber das Essen war jetzt nicht so der Hit…das Fleisch war etwas zäh, die Bratkartoffeln schwammen im Saft des Fleisches und im Fett…waren also so überhaupt nicht knusprig.

Lustigerweise hatte ich nach dem Essen dann doch noch den Drang auf einem Abendspaziergang gespürt…seufz..und so kamen dann noch einmal knappe 2,8km zu meiner Tagesbilanz hinzu…JETZT war ich aber echt bedient…mir taten danach nicht nur die Füße weh, sondern auch ein paar andere Knochen und Muskeln im Körper..

Der nächste Tag war mein Abreisetag

Auszeit am Wasser

Ich habe schon nach einem Tag wieder meine innere Ruhe…

Der Tag gestern war aber auch richtig toll….am Abend war ich in Restaurant „Bootshaus“ – einem Fischrestaurant….das Ambiente war toll.

Ich hatte einen schönen Platz in einer Ecke (dadurch störte es mich gar nicht, das fast alle Tische besetzt waren)…es war aber auch gar nicht laut.

Der Fischteller mit Dreierlei Fisch war reichlich und lecker…dazu gab es ein Glas Sekt auf Kosten des Hauses (zur Saisoneröffnung…das Restaurant hatte erst seit einem Tag wieder geöffnet).

Auf dem Hinweg bin ich noch in den Sonnenuntergang gelaufen :

Der Rückweg lag dann schon komplett im Dunkeln….

zurück in Richtung der beleuchteten Seebrücke.

Geschlafen habe ich dann ganz okay und heute morgen habe ich die Stille im Hotel genossen. Ich hatte tatsächlich ein sehr ruhiges Zimmer…so ruhig, das ich nicht einmal meine Ohrstöpsel benutzt habe…allein das hat schon sehr zu meiner Erholung beigetragen.

Und auch meine entzündeten Stellen an den Augen und das umliegende Gewebe schwellen langsam wieder etwas ab….ich fühle mich schon nicht mehr wie Quasimodo.

Und nach einem sehr angenehmen Frühstück (ebenfalls in rrseh ruhiger Atmosphäre trotz einiger Gäste an den Nebentischen)….mache ich mich jetzt gleich auf den Marsch zum „Koloss von Prora“ und dem Baumwipfelpfad… erst  einmal wieder schön am Strand entlang…

…und dann mal sehen, was ich heute sonst noch so machen werde…ich wünsche Euch einen schönen Freitag ….

da wächst etwas…

Meine Seele hat eine kleine Auszeit aber auch dringend nötig …

Erst hat mich die Abholzung vor meinem Wohnzimmer in eine Art Schockzustand versetzt….und während dieser Phase habe ich Bakterien in mein rechtes Auge bekommen.

Während ich noch dachte, da wächst ein Eiterpickel direkt am unteren Rand meines Auges, meonte die Ärztin, es sei ein Abszess.

Was auch immer, meine eigenen Versuche damit umzugehen haben  dazu geführt, das ich mit zeitlichlichem Versatz, die Bakterien vom rechten Auge, auf das Linke übertragen habe.

Als es dann am Montag auch im linken Auge anfing unangenehm zu pieksen und weh zu tun, habe ich mich Dienstagmorgen dazu durch gerungen, meinen Hausarzt anzurufen.

Der Mitarbeiterin des Arztes habe ich von meinen Sorgen wegen meiner Augen erzählt und sie meinte freundlich und ruhig: dann kommen sie jetzt einfach vorbei. Ich war wieder einmal sprachlos, wie nett tatsächlich alle Mitarbeitenden in dieser Arztpraxis sind…echte klasse.

Sooo  jetzt habe ich ein Antibiotikum in Form von Tropfen und Salbe und den Hinweis: Sollte sich das nicht innerhalb der nächsten 10Tage auflösen, dann muss es rausgeschnitten werden….auwehhh.

Inzwischen merke ich die Wirkung des Antibiotikums: es wird gaaaanz langsam etwas besser…aber es tut immer noch in und um beide Augen herum weh…aber es wächst immerhin nicht weiter…die empfindliche Haut unter den Augen, war auch bis zum äußersten angespannt.

Heute Morgen nun, ist sie an einer ganz kleinen Stelle aufgegangen und etwas Eiter ist abgeflossen…sofort ließ der Druck auf die Haut nach.

Also doch ein Eiterpickel…keine Ahnung…ich bin nur froh, das es mir nicht mehr ganz so schlecht geht…heute Nachmittag fühlte ich, wie meine Kräfte zurück gekommen sind…der Urlaub tut mir tatsächlich schon nach kurzer Zeit, sehr gut.