Freiheit auf dem Rad

Fahrradfahren hat für mich schon immer etwas mit Freiheit zu tun….Einfach drauf setzen und losfahren…ohne Weg und Ziel….einfach die Wege nehmen, die mir gefallen….immer der Nase nach, abbiegen wo ich möchte, anhalten wo es mir gefällt. Draußen sein in der Natur, durch Wälder, an Wiesen und Äckern vorbei.

Als ein Mensch der immer sehr lange im Büro oder Homeoffice sitzt und arbeitet, ist das einfach DAS ultimative Gefühl von Freiheit für mich. Sobald ich auf dem Sattel sitze und lostrete kann es nur gut sein. Das ist seit vielen Jahren so und hat zu manchem Streit mit meinem damaligen Freund geführt nach dem Motto: Du warst doch gestern erst mit dem Rad unterwegs. Hahahaha

Ich nutze das Rad also eher nicht für Alltägliches, nicht um Einzukaufen oder um damit zur Arbeit zu fahren…ich fahre nicht bei Regen oder starkem Wind…es ist reines Wohlfühl-Sportgerät. Gerne im Sommer abends, wenn andere im Garten sitzen.

Seitdem ich hier oben in Schleswig-Holstein wohne, habe ich ja ca. 5x die Woche meine Walkingrunde am Abend oder morgens….aber meine Strecken hierbei sind mit 4,5-6km begrenzt und meistens bin ich damit ca. 1 Stunde unterwegs.

Das hat aber nichts mit der oben beschriebenen Freiheit zu tun, sondern ich brauche regelmäßig die Bewegung um Erlebtes zu verarbeiten, um meine Gedanken zu ordnen, auch um die Natur drumherum in mich aufzusaugen und zu entspannen…oder auch um schlechter Laune vorzubeugen oder diese wieder abzuschütteln und schnelles Gehen, geht fast immer und zu jeder Jahreszeit.

Bewegung draußen ist für mich eine Notwendigkeit und zaubert mir meistens sofort ein Lächeln ins Gesicht.

Gestern habe ich in diesem Jahr zu Ersten Mal mein Rad aus der Tiefgarage geholt. Aufgepumpt hatte ich es schon einen Tag zuvor. und habe mich auf den Sattel geschwungen. Es war optimal – wenig Wind, angenehme Temperatur und ich bin einfach losgeradelt.

Hmmmm….und bei dem Versuch mich an mein letztes Mal zu erinnern, ist mir bewusst geworden, das ich im Jahr 2025 mein Rad gar nicht genutzt habe. Die Suche nach der Ursache war kurz und erkenntnisreich.

Das Jahr 2025 war ein sehr sehr herausforderndes und arbeitsreiches Jahr, mit sehr vielen Überstunden und wenig Freizeit. Und während der freien Zeit die mir dann blieb, habe ich zwar oft meine Walkingrunden gedreht…aber mich auch noch öfter einfach zum Ausruhen in die Ecke gesetzt. Erst war es zu kalt und zu viel zu tun, dann habe ich den Zeitpunkt zum „Einstieg“ aufs Rad verpasst und je weiter es im Jahr voran ging, umso mehr trat es in den Hintergrund – ohne das ich es wirklich registriert hatte.

Dann war es ohnehin viel zu warm für mich und bei dem Gedanken im Urlaub erst mit dem Radfahren anzufangen, hatte ich schon keine Lust mehr. Denn am Anfang tut mir immer der Hintern weh hahaha….das dauert so 1-2 Wochen, dann habe ich wieder das nötige Sitzfleisch für meinen Sattel und damit für längere Touren. Warum sollte ich also bei meinen Kurzurlauben das Rad überhaupt mitnehmen…ist eh nur Arbeit es ins Auto zu bugsieren.

Um es kurz zusammenzufassen: ich habe viel zu viel gearbeitet und war auf der anderen Seite zu faul für das Fahrrad. Keine angenehme Erkenntnis…aber das soll mir in diesem Jahr nicht wieder passieren.

Ich war gestern zwar auch nur ca. 15 km unterwegs (so ganz kann ich es nicht sagen, die Batterie meines Fahrrad-Tachos hatte aufgegeben und mein Fitnesstracker hat die ersten Kilometer auf dem Rad nicht einmal mehr erkannt, ich habe dann mittendrin manuell starten müssen.)

Aber die Fahrt war toll…habe sogar ein für mich neues Waldstück mit schönen kleinen Wander- und Radwegen in Richtung Henstedt-Ulzburg und Norderstedt gefunden…darauf lässt sich aufbauen.

Wie erwartet hat sich mein Bobbes / Hintern irgendwann in Erinnerung gebracht…und auf dem Weg zurück nach Hause hatte ich dann gehörigen Wind von vorne….ach wäre ja auch zu schön gewesen, so ganz ohne Wind – grins. Die Beinmuskulatur ist aber weiterhin auf gutem Niveau…nur mit dem Gegenwind musste ich etwas schwerer atmen, um das Tempo zu halten.

Soooo der Anfang ist damit gemacht und ich kann jetzt schon sagen: es war eine gute Entscheidung wieder aufs Rad zu steigen und zeigt auch, das meine Arbeitsbelastung wieder normaler geworden ist und ich mich wieder wohler fühle.

Hallo Freiheit – ich komme jetzt öfter wieder mit dem Rad

Fast schon Sommer…

Sooo die Arbeitstage waren also anstrengend….dazu die ganze Woche Schonkost, um den gestressten Magen zu beruhigen….Und dazu dann wieder meine regelmässigen Walkingrunden….bei dem aufkommenden sonnigen Wetter war das auch für mich schön…und die Rapsfelder drumherum blühen so schön.

Aber meistens war es schon viel später, eher so zwischen 20-21 Uhr, Geschlafen habe ich wirklich gut in dieser Woche. Freitag, 01.05. ein schöner Feiertag, den ich in aller Ruhe genossen habe. Keine großen Aktionen…einfach nur herrlich ruhig.

Ich sitze jetzt wieder öfter auf meinem Balkon…zwar steht immer noch das Gerüst davor…aber mich stört es gar nicht. Es ist eher das Gegenteil…ich fühle mich etwas geschützter. Die Dachrinnen wurde auf meiner Ebene schon komplett erneuert…sieht sehr gut aus….vor allem so ohne Löcher hihi.

Inzwischen habe ich mir weiter Gedanken gemacht, was ich noch tun kann, um mich vor der Sommerhitze mit direkter Sonneneinstrahlung zu schützen…Im Internet habe ich verschiedene Varianten von Sonnenschutzfolien, bzw. wärmeisolierendem Sichtschutz für Fenster gefunden und auch schon bestellt. Bin mal gespannt.

Und jetzt ist es schon fast 22 Uhr und ich sitze immer noch auf dem Balkon. Zwischenzeitlich war ich aber drinnen, als die Nachbarn unter mir anfingen mit dem Geschirr zu klappern…okay…also während die draußen grillen, essen und sich unterhalten, muss ich nun wirklich nicht, hier draußen sitzen. Zum Glück waren die um 20 Uhr – pünktlich zu den Nachrichten wieder drinnen….und dann hatte ich wieder meine Ruhe draußen.

Ich wünsche Euch einen schönen Samstagabend

Spontane Firmen-Feier – online

Für mich läuft die Arbeit aktuell ganz okay… es gibt nur kleinere Störungen im Ablauf, die ich gut bewältigt bekomme…im Großen und Ganzen kann ich mich jetzt der nächsten Herausforderung widmen: dem 1. Monatsabschluss für 17 Gesellschaften…für die mir nur 4 Arbeitstage bleiben. Der 1. Mai ist in Dänemark ja kein Feiertag….deshalb fehlt uns jetzt ein Tag…aber ich bin ganz entspannt…die Anforderungen sind momentan ja noch moderat.

Immerhin habe ich läuten hören, das es eine Gehaltserhöhung geben wird…ich rechne nicht wirklich mit einem größeren Aufschlag…freue mich aber, das es überhaupt eine Anpassung gibt…und nein, Verhandlungen darüber gibt es nicht. Es wurde von der Zentrale festgelegt und soll von den Chefs an die Mitarbeiter weiter verteilt werden. Mal sehen was dabei rum kommt.

Aber da wir immerhin die Due Diligence nach fast 2 Jahren endlich abgeschlossen haben, wurde uns am Donnerstag aus der Zentrale ganz offiziell, während einer kleinen Online Feier über alle Standorte hinweg, mitgeteilt, das es in diesem Jahr einen freiwilligen Bonus für Alle gibt…und der genannte %-Satz bezieht sich für jeden auf ein komplettes Jahresgehalt.

Wir waren uns einig, das das endlich mal wieder ein positives Signal ist…immerhin sind wir im letzten Jahr leer ausgegangen und bisher wurde auch noch nichts von einem regulären Bonus verlautbart. Die Ankündigung ist freiwilliger Bonus. Auch wenn sich die Auszahlung noch eine Weile hinziehen wird, es ist ein gutes Signal für Alle Mitarbeiter.

Ich war Donnerstag die Einzige aus unserem Team, die im Hamburger Büro anwesend war, aber wir haben uns mit insgesamt 13 oder 14 Kollegen im Meetingraum getroffen, es gab Kekse und alkoholfreien Sekt….die Ankündigung über die kleine Feier mit Ansprache des Konzernchef kam sehr kurzfristig am gleichen Morgen…da blieb keine Zeit für Vorbereitungen……hahahaha

Viele waren vom Homeoffice aus zugeschaltet, aber noch mehr waren bereits im verlängerten Wochenende….genau wie unser Teamleiter.

leicht gestörte Kommunikation verunsichert mich

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs !!!)

Meine Arbeitswoche war anstrengend…was aber gar nicht an der Arbeit lag, sondern eher an der Kommunikation mit den Kollegen im Allgemeinen…die Stimmung war in unserem Hause zwar oberflächlich entspannt….aber es fühlte sich nicht richtig an.

Wahrscheinlich nehme ich das einfach anders wahr, als die Kollegen…und ich komme mir dann dumm vor, wenn ich frage und alle sagen neiiiin – ist alles okay…oder wenn ich frühere Aussagen meiner direkten Kollegen aufgreife und die dann auf einmal kollektiv das Gegenteil behaupten. Dann bleibe ich ratlos zurück und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Ein konkretes Beispiel?: ich hatte mich vor ein paar Monaten in unserem wöchentlichen Team-Meeting zum Thema Korrektur-Buchungen mit MWST positioniert, das ich eben aus diversen Abstimmungsgründen die Umbuchungen immer Brutto mache, damit ich z.B. auch später noch die Vorsteuer-Verprobung auf Sachkonto-Ebene durchführen kann. Das mache ich schon mein ganzes Berufsleben so und war für mich normal. Prompt kam von meinen beiden Kolleginnen die Aussage: neee also sie machen es netto. Was ich zu dem Zeitpunkt befremdlich fand und wir ein paar Minuten über Vor- und Nachteile gesprochen haben. Ich habe es dann akzeptiert und bei mir innerlich abgespeichert (beide Varianten sind möglich – es gibt da kein falsch).

Diese Woche im Team-Meeting kam das Thema aus anderen Gründen wieder auf den Tisch, weil uns inzwischen ein Umsatzsteuer-Report von der Zentrale aus umgestellt wurde. Wir sollen nun, entgegen unser deutschen Buchungslogik (Soll an Haben) jetzt nach der Logik der Software D365 buchen, nur um Fehler in dem Report zu vermeiden. (Echt strange ich kann mich noch erinnern, das früher solche Reports an die Bedürfnisse des Kunden angepasst wurden, heute müssen wir unsere Arbeitsweise an das System anpassen). Dabei habe ich erwähnt, das es die Beiden ja wahrscheinlich nicht betrifft, da sie ja die Korrekturbuchungen netto machen und nicht Brutto, wie ich.

Prompt hat Cordula gesagt, nein also sie bucht immer Brutto und Katrin meinte ebenfalls nene, also sie buche auch Brutto. Momentmal – das habt Ihr vor 2 Monaten aber anders herum gesagt…Katrin meinte nein, das könne nicht sein. Doch – wir haben doch sogar noch darüber diskutiert?.

Immerhin hat Cordula dann doch zugegeben, das sie ganz oft DOCH netto Korrekturen macht….aber nur in bestimmten Bereichen.

Ich fühle mich nach solchen Aktionen immer ausgelaugt und und …na sagen wir mal – veräppelt. Ich bleibe sprachlos zurück und denke immer: sag mal ich bin doch noch nicht ganz verkalkt…das kann doch nicht sein.

Mit Kollegin Katrin hatte ich in der Tat mehrere solcher Aktionen in den letzten Wochen. Sie würde so etwas nicht sagen, sie hätte das so nie gesagt usw…. Ich staune dann ungläublig mit offenem Mund und denke: sie hat eine ganz andere Wahrnehmung über das, was sie sagt – als das, was bei mir angekommen ist.

Ich unterstelle ihr keineswegs das bewusst zu tun…aber mir fällt es immer mehr auf…und wenn sie sich angegriffen fühlt, dann bleibt bei ihr von meinen gesagten „Das sagst du momentan ca. 4x die Woche“…. „neeeeeinnnnn, das sage ich nicht 4x am Tag“ und ist beleidigt. Was soll ich da noch sagen.

Vielleicht ist ihre Reaktion in meine Richtung auch deshalb so angespannt, weil ich aktuell versuche immer wieder aufzuzeigen, das unser Chef sich doch um einiges kümmert und wenn wir ihn nicht hätten, müssten die Mädels das alles selber machen. Ich versuche also die allseits negativen Äußerungen der Kollegen, wieder sachlich zurecht zu rücken.

Das ist mir alles viel Gemotze…zu viele negative „Schwingungen“ Sie sehen das zwar, aber diese Arbeit, die der Chef aktuell zusätzlich machen muss, ist so weit weg von ihrer regulären Tagesarbeit,, das sie es aber dann doch wieder nicht wahrnehmen, wenn sie sich ärgern. Und ja, er hat oft eine unglückliche Art zu kommunizieren, und ja er sucht oft Ablenkung in anderen Abteilungen…das kommt bei den Mädels nicht gut an.

Ich kann mich aktuell nicht beschweren, auf meine Anliegen reagiert er im Moment prompt…ich habe aber auch nur selten etwas…und die Arbeit, bei der ich ihm in der Vorbereitung geholfen habe, hat er inzwischen auch erledigt. Das ich ihm dabei geholfen habe, hat er auch mehrfach an anderer Stelle erwähnt. Er schmückt sich also nicht mit fremden Federn…wie gerne behauptet wird.

Meine natürliche Reaktion auf diese ganzen zwischenmenschlichen Komplikationen: ich ziehe mich ein wenig zurück….so war der Mittwochnachmittag bei uns im Büro auch sehr still. Donnerstag war dann alles wieder normal …aber ich bin jetzt vorsichtiger geworden und bleibe auf der Hut…

Der Magen im Reiz-Zustand

Nach den 3 Tagen an der Ostsee, hatte ich zum Glück noch das ganze Wochenende zur weiteren Erholung…und die Tage habe ich auch gebraucht…Samstag und Sonntag war mir überhaupt nicht nach Kommunikation.

Nach all dem Wandern und der vielen frischen Seeluft war ich körperlich ermattet hahahaa….aber nicht nur das.

Was ich bisher nicht erwähnt habe…ich habe seit fast 2 Wochen immer wieder anhaltende Magenschmerzen…mal gehen sie wieder und dann sind sie wieder da. Erst dachte ich ja, das ist psychosomatisch (also stressbedingt)…aber mittlerweile scheint es doch eine körperliche Ursache zu haben.

Da ich ja nicht gleich zum Arzt renne, habe ich mich seit meiner Rückkehr selber auf Schonkost gesetzt….d.h. ich lasse alles weg, was die Magenschleimhaut reizen könnte. Also gibt es keinen Kaffee, keine Früchte die Säure enthalten, nichts stark Gewürztes, nichts scharf Gebratenes, keine Schokolade..stattdessen gedünstetes Gemüse quasi ungewürzt, leichtes Kartoffelpürree, Zwieback, warmen Haferbrei, Naturjoghurt mit etwas Honig und nur leicht gebratene Hähnchenbrust (ohne Haut – seufz)…

…und ja meinem Magen geht es wieder viel besser…ich denke ich werde das noch bis Ende der Woche so mit der Ernährung beibehalten und dann sollte der Spuk auch wieder vorbei sein.

Normalerweise habe ich keinen empfindlichen Magen…keine Ahnung woher das kam. Früher hatte ich jahrelang einen stressbedingten Reizdarm…aber den habe ich überwunden, seitdem ich hier oben in Schleswig-Holstein lebe. Aber mein Magen hat immer alles vertragen….

Letzter Tag an der Ostsee

An meinem letzten Urlaubstag am Freitag, habe ich es ruhig angehen lassen…Schwimmen gehen im Hotelpool, anschließend Duschen, fertig machen und frühstücken gehen…in Ruhe den Koffer packen und auschecken….sooooooo

…und nun? Ich hatte mehrere Ideen und habe die meisten davon verworfen….ich bin also noch einmal runter zum Strand um die Atmosphäre zu geniessen…Später ging es dann von Zingst mit dem Auto in Richtung Fischland/Darß…dort gibt es den Ort Prerow und die Seemannskirche….davon hatte ich im Internet gelesen.

Auch in Prerow gab es natürlich einen Strand und die Ostsee…also bin ich hier eine Weile am Strand entlang gegangen und die Wellen waren hier noch wilder….

es war ja immer noch kalt und windig…..also bin ich durch den Wald in Richtung der Seemannskirche…eigentlich hätte ich mir die Kirche gerne von Innen etwas genauer angeschaut, aber obwohl es an dem Morgen wenig Menschen draussen gab, waren es mir zu Viele in der Kirche…na gut…dann bin ich halt weiter durch den Wald zurück zum Auto

Für meinen Rückweg hatte ich mich für den Weg über Wismar entschieden…und auch für einen kleinen Zwischenstopp in der Stadt. Ich mag Wismar….also blieb ich ungefähr 2,5 Stunden in der schönen Stadt….bin gemächlich herum geschlendert…war in einem Cafè, habe ich einem Geschäft noch eine tolle Sommerhose gesehen (und gekauft) und bekam dann richtig Hunger.

Lustig war: seit dem salz-lastigem Abendessen tags zuvor, hatte ich Lust auf Asia-Nudeln. Keine Ahnung warum…aber der Japp darauf blieb und ging nicht wieder weg.

Als ich dann beim Schlendern durch die Stadt, an einem Asia-Imbiss vorbei kam, habe ich mir eine große Nudelbox (ohne Fleisch) einpacken lassen, mich auf eine Bank in einer ruhigen Straße gesetzt und den Inhalt mit großem Appetit geleert…also nicht ganz, sondern nur ca. bis zur Hälfte…den Rest habe ich dann mit Nachhause genommen. Das war genau das Richtige….es war nichts besonderes….aber in dem Moment einfach nur lecker.

So gesättigt, ging es dann wieder in Richtung Heimat…es war voll auf den Straßen, doch es gab keinen Stau und gegen 19 Uhr war ich zuhause.

Jetzt war ich aber auch froh, wieder zuhause zu sein….3 Tage sind lang genug für mich, denn auch an dem Tag waren es etwas mehr als 13km die ich zu Fuß unterwegs war …

Abendessen – hätte gut werden können

Donnerstagabend hatte ich in einem gut bewertetem Restaurant einen Platz reserviert…weil es dort immer voll sein sollte.

Die Wirtin war super nett und ich hatte freie Platzwahl…hahaha es war nämlich um 19 Uhr Niemand da. Die Wirtin meinte auch, das es sehr ungewöhnlich wäre – wir haben uns ein bisschen unterhalten.

Ich hatte mich für das „gebratene Filet vom Seehecht „nordic flair“ entschieden…dabei aber schon auf die Sanddornsoße verzichtet. Sanddorn ist so gar nicht meines.

Der Teller kam und sah auch phantastisch aus….und der „Kartoffelstampf“ war echt ein Highlight…soooo lecker.

Wenn ich allerdings geahnt hätte, das sich hinter „Nordic Flair“ eine Würzmischung aus gefühlt 99% Salz bestehend, großzügig auf dem gesamten Fischfilet verteilt befindet, hätte ich die Chance gehabt, nur das Filet unterhalb der Haut zu essen.

So aber habe ich das Filet mit Haut und Würzmischung angefangen zu essen, bis mir dieser Salzgeschmack an Zunge und Gaumen so penetrant unangenehm auffiel, das ich fast nicht weiter essen konnte… ich habe mit Wasser und dem Gemüse versucht, diesen beissenden Würzsalz-Geschmack los zu werden….habe den Fisch dann umgedreht und versucht nur das weiße Fischfleisch zu essen…aber es ging nicht – ich wurde diesen Geschmack einfach mehr nicht los.

Als ich gefragt wurde, ob alles in Ordnung sei, und ich ihr versuchte zu erklären, das diese Würzmischung sehr unangenehm für mich ist, meinte sie: ohhh sie würze eben gerne salz-lastig und auf der Karte wäre es auch als „Nordic Flair“ angegeben. Sie bot mir aber auch gar nichts an, um es mir leichter zu machen (z.B. einen Salat oder Nachtisch als Ersatz, einen Schnaps zum Runterspülen, einen Preisnachlass) NICHTS …hmmm das fand ich dann weniger nett…

Also ließ ich den Rest des Fisches liegen, bezahlte was ich bezahlen musste und bin wieder gegangen. Schade – so komme ich bestimmt nicht wieder.

Aber das kommt auch davon wenn Gastronomen versuchen zu innovativ zu sein und sich nicht mehr darauf verlassen, das gute Produkte kein Shi-Shi brauchen um gut zu schmecken…ohne diese reichhaltige Würzmischung wäre das ein tolles Gericht gewesen und wozu brauche ich z.B. bei einem Zanderfilet eine gratinierte Banane mit Käse?

Ich hätte mir vorher die Speisekarte genauer anschauen sollen…

Ostsee-Strand – kilometerlange Wanderungen

Am 2. Urlaubstag habe ich, nach dem Schwimmen und einem sehr guten Frühstück im Hotel, wieder meine Wanderschuhe angezogen, meinen Thermobecher mit Kaffee gefüllt (ein Hoch auf diese kleinen Kaffeestationen auf den Zimmern…und die Kaffee-Sticks hatte ich selber mitgebracht..genauso wie den Tee) habe also meinen Rucksack gepackt und bin wieder runter zum Strand.

Und wenn Jemand etwas anderes erwartet hat, nein ich habe nichts anderes gemacht, als wieder bis zur Wasserlinie zu laufen und dann immer daran entlang….und immer weiter in Richtung Osten der Insel.

Was waren auch an diesem Tag nur wenige Menschen so früh am Strand…und selbst wenn es mehr gewesen wären..das hätte sich, auf der langen Strecke, echt gut verlaufen.

Zwischendurch habe ich mich am Rande des Strandes auf meinem Thermo-Sitzkissen niedergelassen und eine Decke zum Unterlegen hatte ich auch dabei…denn auch für diesen Tagen waren nur maximal 13 Grad angesagt.

Nach fast 2 Stunden habe ich den Strand verlassen und  versucht einen Weg durch den angrenzenden Wald zu finden…es gibt tatsächlich nur ganz Wenige Wege hinein.

Den Weg den ich dann gefunden habe, war naja…erst einmal als „Reitweg“ deklariert und dann auch noch als Teil einer Re-Naturierungsmaßnahme zur Wiedervernässung…okay, also trockenen Fußes bin ich da nicht durch gekommen…aber wann hat es mich schon jemals davon abgehalten einem Weg zu folgen. hahaha

Später zweigte sich der Weg dann  und war nun als Kutschweg und später als Wanderweg ausgeschildert… Immer wieder habe ich mich zwischendurch niedergelassen..habe die Luft bewusst eingeatmet und die Stille genossen…

und erst jetzt im Wald habe ich bemerkt wie unglaublich laut die Wellen am Strand sind…die Wellen hier sind wesentlich stärker, als auf Rügen…dort waren es kleine sanfte Wellen, die leise ans Ohr drangen. Hier sind die Wellen ausdauernd kräftig.

Als es dann nicht mehr im Wald weiterging, bin ich zurück zum Strand, bis ich wieder im Ort ankam.

Für das  verspätete Mittagessen gab es ein paar Kleinigkeiten aus dem nahegelegenem Supermarkt: etwas Obst, Joghurt und ja auch eine kleine Flasche Sekt (Piccolo) um auf mich selbst anzustoßen..denn es war ja mein 58.Geburtstag.

Für den Abend hatte ich in einem Restaurant im  Neben-Ort einen  Tisch für mich reserviert….deshalb wollte ich vorher nur etwas Leichtes essen.

Letztlich hatte ich auch an diesem 2. Tag mehr als 16 km zu fuß zurück gelegt…die meiste Zeit wieder einmal auf weichem Sand oder weichen Waldboden…

Also ein gelungener Tag für mich.

an dieser Weite kann ich mich kaum  satt sehen…

Sonnenuntergang am Strand

Das Hotel ist ein 4* Wellnesshotel…nur das mir die Auswahl der Wellnes-Angebote schon beim Buchen nicht gefallen haben. Sehr eingeschränkte Auswahl, sogar bei den Massagen..naja noch ist ja keine Saison.

Nur dass Schwimmbad fand ich toll…es hat von 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends geöffnet. Mit 5×15 Metern und 28Grad Wassertemperatur sprach es mich sofort an.

Ich bin also am späten Nachmittag am Mittwoch erst einmal S#chwimmen gegangen…das war richtig schön…vor allem war es nicht so voll..phasenweise sogar leer….haach so ein Schwimmbad „nur für mich“ …zumindest für ein paar Minuten..das ist schon Luxus.

Die nächsten beiden Tage bin ich, jeweils direkt nach dem frühen Aufstehen, direkt ins Schwimmbad gegangen…jaaaa das fand ich super.

Okay also nach der 1. Runde am Anreise Tag im Schwimmbad und einem nur mässigen Abendessen im Hotel, hat es mich wieder an den Strand gezogen…es war die Zeit des Sonnenuntergangs…und was für einer…

Ich bin erst 45 Minuten in die Gegenrichtung gelaufen und dann den gleichen Weg zurück. Immer direkt an der Wasserkante entlang.

und konnte der Sonne beim „Versinken“ in der Ostsee beobachten.

Es war fast menschenleer…was bestimmt auch daran lag, das es immer noch sehr windig war und die Temperatur nur bei ca. 9 Grad.

Hahahaa ich fand es phantastisch und geschlafen habe ich nach mehr als 16km,  an diesem Tag,richtig gut.

Das war weniger als im März in Binz….aber da fühlte ich mich am folgenden Tag ja auch echt erschlagen…deshalb habe ich dieses Mal etwas ruhiger angehen lassen

Auf zur Ostsee

Also mit einer leichten Verspätung,  bin ich dann gegen 7.30 Uhr am Mittwochmorgen  losgefahren.

Vollgetankt hatte ich schon tagszuvor, auch der Koffer war schon fast fertig gepackt, die Wohnung sauber und ordentlich..ich war vorbereitet.

Das erste Ziel des Tages lag ca. 300km entfernt: die Kleinstadt Barth im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Die Fahrt war unkompliziert…viel Verkehr, aber es lief.

Wie erwartet war es seeeehr windig und kühl, als ich meinen Rundgang startete….

…erstaunlicherweise bin ich erst gar nicht in Urlaubsstimmung gekommen. Gestern noch hab ich mich überschwänglich gefreut. Jetzt war ich da und doch konnte ich es nicht so geniessen…habe ein wenig vor mich hingegrummelt: wenn mir der Wind mal nicht ins Gesicht bliess war es viel zu warm in der Jacke…sobald der Wind wieder um die Ecken kam, war es kalt…grrrrrr.

Dann habe ich dieses gemütlich eingerichtete kleine Cafè gefunden und meine Welt war wieder in Ordnung:

Danach konnte ich auch den weiteren Rundgang durch die Stadt wieder mit der mir eigenen Neugierde gelassen geniessen.

Am Nachmittag bin ich dann auf die Halbinsel Zingst gefahren und sofort runter zum Strand geschlendert..

…bis es Zeit wurde, ins Hotel zu fahren.