Kleine Ursache – große Auswirkungen

Der nächste Morgen, war eigentlich wie immer bei Schwester + Schwager…mein Schwager blieb etwas länger liegen, meine Schwester war schon wieder absolut munter und quirlig. Da ich schon vor ihr im Bad war, habe ich mich ins Wohnzimmer verkrochen, während sie sich im Bad fertig machte….und da sie so ein Energiebündel ist, wollte sie – auf die Schnelle – noch eben das Bett im Gästezimmer, wieder in eine Couch verwandeln und dann…ja dann…

…sie meinte sie hätte mit allen Fingern gleichzeitig die Überwurf-Decke zwischen Sitzfläche und Lehne der Couch stopfen wollen, und da wäre sie mit dem rechen Mittelfinger irgendwo gegengestoßen….es tat ihr zwar nichts weh – aber die Fingerkuppe stand seitdem etwas unnatürlich schräg ab und ließ sich (unter Zuhilfenahme der anderen Hand) leicht in verschiedene Richtungen drehen….aber es ging nicht, mittels eigener Muskelkraft, den Finger gerade zu bekommen.

Moment einmal….also ICH kann keine Fingerkuppe einzeln bewegen…es bewegt sich immer der ganze Finger mit….aber es tat ihr nichts weh. Ich meinte sie solle trotzdem sofort zum Arzt…sie wollte nicht.

Kompromiss: wir Frühstücken jetzt erst einmal und dann soll sie noch einmal neu entscheiden. Nach dem Frühstück dann bekam sie ein Ziehen in dem Finger und meinte: okay – jetzt sollte sie vielleicht doch besser zu einem Arzt. Also habe ich sie ins Krankenhaus gefahren.

Tjaa und da blieben wir dann auch die nächsten Stunden. Die Anmeldung für Notfälle im Krankenhaus schickte uns dann an einen Service-Schalter zur „Erst-Einschätzung“. Dieser Schalter war aber nicht besetzt….das dauerte und dauerte ….nun gut…irgendwann kam jemand und dann schickte uns die „Erst-Einschätzung“ zur regulären Anmeldung der Notaufnahme. Die wiederum schickte uns zu einem Wartesaal beim Röntgen….dort saßen wir dann elendig lang, bis es zum Röntgen ging.

Dann warteten wir wieder elendig lang bis meine Schwester zum Verbinden gebracht wurde und später mit einer Schiene um den Finger wieder kam, nur um noch einmal elendig lang zu warten, bis der Arzt mit dem Arztbrief kam und das Ganze nun endlich erläuterte.

Eine Sehne im Finger sei gerissen….sie muss jetzt diese Schiene tragen und in dem Moment dachte ich noch „ohh bitte sag jetzt nicht 6 Wochen“…. NEEE sagte er nicht ….der Finger muss jetzt 12 Wochen geschont werden. ZWÖLF Wochen…das sind 3 Monate. Uns Beiden stand der Schock echt ins Gesicht geschrieben. Als Krankenschwester im mobilen Pflegedienst heißt das wieder einmal 12 Wochen Krankschreibung.

Meine Schwester war nun endlich mal 8 Monate am Stück Arbeiten, ohne über mehrere Wochen und Monate krank auszufallen…und jetzt kommt schon wieder ein Ausfall von 3 Monaten. Seitdem der Pflegedienst, für den sie arbeitet, übernommen wurde, war sie insgesamt länger krank, als das sie dort tatsächlich gearbeitet hat.

Da war die 4fach-Bypass OP – dann die 2. Herz-OP / die Reha / die langsame Wiedereingliederung, dann der Rückschlag (vor allem psychisch) – noch langsamere Wiedereingliederung. Dann war da noch der Unfall beim Blumenpflücken wo sie umgeknickt ist und etwas vom Knöchel absplitterte / dann das Aneurysma im Rücken mit langen Krankenhaus Aufenthalt, erst Zuhause erholen weil es mit der Kur nicht geklappt hat, dann wochenlange Kur….und das sind nur die „großen und langen“ Ausfälle. Die Reihenfolge stimmt bestimmt auch nicht ganz. Vorher gab es noch den Arbeitsunfall mit dem gebrochenen Ellenbogen-Gelenk – wochenlang war sie krank, in Reha und Wiedereingliederung und dann noch die Corona-Infektion (okay – die hatten wir ja alle mehr oder weniger lange)…also bei ihr war in den letzten Jahren echt so einiges los.

Echt geschockt, sind wir wieder nach Hause gefahren und auch mein Schwager war sehr besorgt…und wir machen uns alle Drei natürlich Sorgen: wie wird ihr Arbeitgeber den erneuten Ausfall aufnehmen. Nun gut – sie hätte jetzt eh erst einmal 3 Wochen Urlaub gehabt – d.h. sie müssen dann „nur noch“ weitere 9 Wochen ohne sie auskommen.

Inzwischen hat sie den Schock überwunden und ihr Arbeitgeber weiß Bescheid…jetzt heißt es für sie: vernünftig sein und schön vorsichtig mit dem Finger sein. Schmerzen hat sie zum Glück nicht ganz soviel – aber doch mehr, als kurz nach dem „Unfall“…aber sie ist schon wieder guter Dinge….hat ihren Humor und die gute Laune wieder …..jetzt heißt es wieder einmal für sie: geduldig sein und gesund werden.

Geburtstagsfeier

Schwester + Schwager hatten schon vor Monaten beschlossen, das die Feiern für deren 60.Geburtstage nicht zu Hause stattfinden sollen, damit Beide auch etwas davon haben.

Schon kurz nachdem ich am Vormittag in Flensburg angekommen war, haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht und sind die knappen 25 Minuten bis runter zum Restaurant gelaufen. Das liegt direkt an der Förde…für 12 Uht war der der Tisch bestellt und die besten Freunde der Beiden kamen direkt dorthin. Da wir in dieser 6er Konstellation schon seit ein paar Jahren zusammentreffen, nennen wir es inzwischen unseren „erweiterten Familienkreis“.

Mein Schwager hat zwar noch einige Geschwister…aber seitdem seine Eltern verstorben sind, kümmern sich die Geschwister nicht um einander…umso schöner, wenn es dann diese 3 sehr engen Freunde gibt…und mich natürlich. Immerhin kennt mein Schwager mich seit ca. meinem 4.Lebensjahr.

Das Essen im Restaurant war super – wir waren hier schon mal im letzten Jahr essen und waren begeistert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist richtig gut hier.

Wir drei Mädels hatten das Tagesangebot „Ostsee-Butt“ mit Gurkensalat…nur ich habe mich gegen die Bratkartoffeln und für diese Twister-Pommes entschieden. Das „Loch“ im oberen Fisch habe ich gemacht, weil ich gerade den Fisch an der Mittelgräte entlang schneiden wollte – und ich erst dann das Bild gemacht habe …und ja es gab tatsächlich 2 Fische, weil diese nicht so riesig waren.

Wir blieben lange sitzen und haben uns unterhalten und noch Kaffee getrunken. Später sind wir dann, wieder in Richtung Zentrum von Mürwick, gelaufen…aber ein paar Minuten ging es dabei auch wieder an der Förde entlang….das war schön, weil es auch der letzte Tag der diesjährigen „Rum-Regatta“ war. Es waren mehr Schiffe und Boote auf dem Wasser unterwegs, als man sonst zu Gesicht bekommt.

Das richtige Kaffee-trinken fand dann in einer Allen beliebten Eisdiele statt….auch hier blieben wir lange und haben meinen Schwager hochleben lassen….Und während sich dann gegen Abend die 3 Freunde wieder verabschiedet haben, sind wir zurück zur Wohnung von Schwester + Schwager gelaufen und haben den Abend dann gemütlich ausklingen lassen.

Das war ein schöner Tag…für mich zwar anstrengend, wegen der vielen Kommunikation, aber trotzdem gut. Wir haben uns dann auch früh schlafen gelegt.

Am nächsten Morgen wollten meine Schwester und ich ja noch rüber nach Dänemark, um in der Nähe von Frøslev (das liegt nur wenige Kilometer hinter der Grenze) zu wandern…aber dann hat sich der Tag doch anders entwickelt – als wir gedacht haben 😪

Leichtgewichte und große Freude

Am Sonntag wurde mein Schwager 60 – meine Schwester folgt in ein paar Wochen. Aber diesen Sonntag sollte mein Schwager einmal im Mittelpunkt stehen, deshalb feiern die Beiden dieses Mal nicht zusammen. Ich muss sagen – das finde ich gut.

Mein Schwager kommt manchmal ein wenig zu kurz, was die Aufmerksamkeit angeht…das sollte dieses Mal nicht passieren. Ich hatte mich am Samstag auch noch ins Elbe-Einkaufszentrum begeben, denn ich wollte in so einen „Ballon-Laden“ und dort gibt es noch einen.

Denn als ich mich letzte Woche mit Kollegin Katrin darüber unterhielt, meinte sie, den Ballon-Laden im Herold-Center in Norderstedt würde es nicht mehr geben…ohhh – schade. Ihre Empfehlung: ich solle doch mal im „Ein-Euro-Shop“ schauen, die bieten auch so etwas an und seien viel günstiger..

Ich war eher skeptisch und sollte Recht behalten, das was die dort anbieten war jetzt wirklich nicht das, was ich mir vorstellt hatte… auch wenn ich die Luftballone nur als „Neben-Geschenk“ haben wollte.

Das „Hauptgeschenk“ war bereits nett verpackt und die Karte geschrieben. Ich verschenke an die Beiden gerne Gutscheine oder in den letzten Jahren lieber direkt Geld…damit können sie am Meisten anfangen und sich das kaufen, was sie wirklich haben wollen. und ich bekomme hinterher immer Info, was davon angeschafft wurde….meistens kaufen sie gute Kleidung und zum 60. hab ich den Betrag dann auch gleich mal verdoppelt.

Im Elbe-Kaufhaus bin ich dann im Ballon-Laden fündig geworden und wurde sehr gut beraten und bedient und letztlich hat die Kombination von mehreren großen und kleineren Luftballons, mit Bändern, Helium und Gewichten etwas mehr als 50 EUR gekostet…..sah aber RICHTIG toll aus. Ich habe die Farben, Schwarz/Weiß/Blau gewählt…mein Schwager ist HSV-Fan. Laut Aussage der Verkäuferin halten die Ballone zwischen 8-12 Tage.

Gut das mein Auto 2 Außenspiegel hat….hahaha durch den Innenspiegel sah ich gar nichts mehr, die Ballone haben mir komplett die Sicht versperrt.

Und als ich bei Schwester+Schwager Sonntagvormittag das Treppenhaus hoch ging, sah man von mir so gut wie nichts mehr……mein Schwager war überwältigt…er hat sich sooooo darüber gefreut.

Mit dem Gewicht unten dran, konnte man diese Ballon-Kombination auf den Boden abstellen und das Helium hielt die Ballone in der Luft. Mein Schwager hat ständig daran herum gezupft…auch noch am nächsten Tag. Diese Freude zu sehen war tatsächlich jeden Euro wert.

Pizza und Käsekuchen ….frisch und selbstgemacht

Samstagmittag habe ich mich um meinen Haushalt gekümmert….was man halt so machen muss…und ich habe wieder stundenlang in der Küche verbracht…hatte die Kopfhörer auf und mir eine Dokumentation aus der ZDF-Mediathek angehört, während ich gleichzeitig den weißen Spargel für das Mittagessens schälte, den grünen Spargel blanchierte und weitere Zutaten für eine Pizza vorbereitete…der frische Hefeteig ruhte bereits seit dem Morgen.

und während 2 Belche Pizza im Ofen backten habe ich auch noch einen Käse-Erdbeerkuchen gebacken.

Die Pizza hat all das Gemüse abbekommen, was ich noch so im Kühlschrank hatte und ist nach dem Backen, portionsweise in meinem Gefrierschrank gelandet.

und auch von dem Käsekuchen mit frischen Erdbeeren (und ein paar von den Getrockneten und zerbröselten Erdbeerstücken) habe ich nur 1 Stück gegessen und den Rest, direkt portionsweise eingefroren.

Obwohl ich ja nur 2 Tage weg sein werde, wollte ich alles an Obst und Gemüse verarbeiten. Ja es sind 2 meiner Standard-Rezepte, die ich immer wieder gerne mache….Beides geht einfach und unkompliziert und schmeckt mir sehr gut.

…und schon wieder :Urlaub

Da ich bei Urlauben auf eher kurze, als lange Abwesenheiten setze, habe ich öfter Urlaub. Für meine Kollegen bin ich daher ständig in Urlaub…und auch mir kommt es gerade merkwürdig vor. Immerhin war ich in diesem Jahr schon 2 Mal für ein paar Tage an der Ostsee….und jetzt habe ich schon wieder Urlaub…dieses Mal allerdings eine ganze Woche + Pfingstmontag und im nächsten Monat dann schon wieder eine Woche.

Der Freitag im Büro war ruhig…nicht ganz so ruhig, wie ich es erwartet hatte, aber ruhig genug, um alles vernünftig für meinen Urlaub vorbereiten zu können. Entgegen sonstiger Angewohnheiten unser höchsten Chefs, habe ich sogar rechtzeitig einige Freigaben bekommen. Damit hatte ich ehrlichweise gar nicht mehr gerechnet. Somit konnte ich gleich noch eine weitere Auszahlung beantragen und für die Bank vorbereiten. Aber Mist für den 1. Teil brauche ich aber auch wieder eine Unterschrift aus der Zentrale…die aber dann nicht mehr kam. Aber inzwischen funktioniert der „Workflow“ besser, als noch vor ein paar Monaten….der Schwachpunkt ist aber weiterhin immer die letzte (natürlich digitale) Unterschrift bei den hohen Investitionsrechnungen.

Okay, also habe ich die Mail für die Bank vorbereitet und mit mir den Kompromiss geschlossen: Ich nehme mein Firmenhandy mit in den Urlaub und wenn Montag dann die Mail mit der Unterschrift aus der Zentrale kommt, dann finalisiere ich die Mail mit den Nachweisen für die Bank, hänge nur noch das unterschriebene Formular dran und dann hat die Bank genügend Zeit die Auszahlung bis Ende der Woche auszulösen…so das ich dann nach Pfingsten über das Geld verfügen kann, um die entsprechenden Rechnungen zu bezahlen. Das diese dann bereits überfällig sind, nehme ich zur Kenntnis, kann es aber nicht ändern.

Ich habe mich um Ablage und sonstige Hintergrund-Dinge gekümmert, habe gestressten Kollegen geholfen, Dinge zu verstehen. Die IT hat noch ein paar meiner offenen Tickets gelöst, so das ich auch diese Aufgaben erledigen konnte….und irgendwann hatte ich einen Stand erreicht, der sich gut anfühlte – Zeit für Feierabend.

So jetzt habe ich zwar Urlaub – aber so etwas wie Urlaubsstimmung kam bei mir noch gar nicht auf…dafür war mein Kopf noch zu sehr mit der Firma und den Kollegen beschäftigt.

Für den späten Nachmittag hatte ich einen Termin bei meiner Friseurin in Pinneberg, aber dafür war es noch viel zu früh….deshalb habe ich wieder einmal beim Volkspark Halt gemacht und bin ganz entspannt durch den Park gelaufen.

Schön war es hier….sooo ruhig und entspannend für die Augen und die Seele…jaaa so langsam konnte ich abschalten…mit einem Becher heißen Kaffee und der Ruhe drumherum, war das ein schöner Spaziergang durch den Park.

Auf meinem Kopf sieht es nach dem Friseur-Besuch auch wieder ordentlich aus…und da es ja wärmer werden soll, habe ich jetzt meinen „Sommer-Schnitt“….hahahaaa – was nichts anderes bedeutet, als das die Haare im Nacken ein wenig kürzer sind, als im Winter und das Haupthaar wird etwas mehr ausgedünnt, damit es sich nicht gleich wieder wie eine Wollmütze anfühlt. Mit Haaren wurde ich tatsächlich von der Natur verschwenderisch ausgestattet.

Ohne Auto – also Bahnfahren

Ich bin es so gewohnt mein Auto immer zur Verfügung zu haben und überall jederzeit hinfahren zu können, das mir der Gedanke ohhh ich muss jetzt mit der Bahn oder dem Bus fahren, irgendwie komisch vorkommt.

Bei meinem Auto sollte nun am Mittwoch die Windschutzscheibe ausgetauscht werden. Die Risse durch den Steinschlag hatten sich nur wenig vergrößert, aber ich war froh den Termin zu haben.

Ich wollte also Dienstagnachmittag, nach dem Homeoffice, das Auto von Quickborn nach Norderstedt bringen und dann mit Bus und Bahn wieder nach Hause fahren.

Mittwochnachmittag sollte der Wagen dann fertig sein und Mittwochs ist normalerweise unser Anwesenheitstag…die Kollegen meinten dann auch, bleib doch Zuhause….das war auch mein 1. Gedanke – aber nein – warum eigentlich? Ich kann mich ja mal wieder in das „Abenteuer“ AKN/S-Bahn/-U-Bahn/ stürzen. Das machen andere jeden Tag…also ich komme Mittwoch nach Hamburg ins Büro.

In Norderstedt hatte ich das Auto pünktlich am späten Nachmittag abgegeben, das war in der Nähe vom Herold-Center…bin da noch etwas rum gelaufen…war in dem tollen Vietnamesischen Restaurant essen und habe mich dann an die Bushaltestelle gestellt um mit dem Bus von Norderstedt nach Bönningstedt zu fahren, um dort in die A1 der AKN (Privatbahn) bis nach Quickborn zu fahren. Das hat auch alles wunderbar geklappt – stressfrei.

Mittwochmorgen kurz nach 6 Uhr, ging es dann wieder mit der A1 der AKN von Quickborn bis nach Eidelstedt (Hamburg). Lt. HVV-App sollte ich dann von Eidelstedt mit der S3 bis nach Altona, dort umsteigen in die S1 nach Ottensen .

Aus der Erinnerung heraus weiß ich, das ich bei früheren Gelegenheiten (und als es die Haltestelle „Ottensen“ noch nicht gab) immer am Bahnhof „Diebsteich“ ausgestiegen bin und dann noch ca. 1,3 km bis zum Büro laufen musste. Ich WEIß ja, das der Bahnhof Diebsteich komplett zu einem Fernbahnhof umgebaut wird…..wusste aber nicht, wie es da aktuell aussieht.

Die Strecke mit 3x umsteigen sollte 1 Std. 3 Minuten dauern – die Strecke bis Diebsteich und laufen ca. 1 Stunde. Ich bin also spontan am Bahnhof Diebsteich ausgestiegen…laufen macht mir ja nichts aus…aber es gab nur noch einen Ausgang und damit war ich dann auf der „anderen“ Seite des Bahnhofs….ich habe keinen Weg gesehen, der es mir ermöglicht hätte auf die andere Seite der Bahngleise zu kommen…da war nur ein ganz schmaler Weg, aber der sah so aus, als ob er zum Postgelände führt – wahrscheinlich hätte ich diesen Weg nehmen sollen).

Die Fahrt übrigens in der Bahn war sehr angenehm…okay es war noch sehr früh, es sind in Hamburg Pfingstferien und daher viele in Urlaub und ich hatte klappbare Overear-Kopfhörer dabei…das ging also gut, auch mit dem Laptop-Rucksack + den Unterlagen, die ich mitschleppe.

Nun gut, nun musste ich also Laufen und so sind aus den ca. 1,3km ca.3,2km geworden….hahaha weil ich der Straße gefolgt bin, um dann irgendwann über eine Brücke zu kommen, um auf die andere Seite der Bahngleise zu gelangen. Als ich das im Büro erzählt habe, erntete ich leichtes Schmunzeln und Kopfschütteln…ich kann es verstehen. Ich denke ich werde mal in der nächsten Zeit in der Mittagspause vom Büro zum Bahnhof Diebsteich schlendern und mal schauen, ob ich den Zugang zum Bahnsteig von dieser Seite aus finde.

Jaaaa das Homeoffice wäre vielleicht doch cleverer gewesen. Auf der anderen Seite, weiß ich es jetzt wieder mehr zu schätzen, wie komfortabel ich es sonst habe, so mit Auto von Tiefgarage zu Tiefgarage und der Möglichkeit flexibel ins Homeoffice zu wechseln.

Für die Fahrt am Nachmittag von Hamburg nach Norderstedt ging es dann wieder recht einfach: In Ottensen in die S1 einsteigen, Einmal umsteigen in die U1 und knapp 55 Minuten später war ich wieder in Norderstedt beim Herold-Center. Das war unkompliziert. Ein paar Minuten später und um 300 EUR leichter, konnte ich mein Auto wieder in Empfang nehmen.

Ich hoffe ich bleibe jetzt mal ein paar Jahre ohne Steinschlag-Schäden…..

Wochenstart – im Büro

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!!)

Entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten, bin ich Montag ins Büro gefahren. Normalerweise liebe ich meine Homeoffice-Tage Montag und Dienstag. Aber diesen Montag war mir nach: Büro. Nicht das ich dort mehr gesprochen hätte hahahaa…es war eh kaum jemand da…

Da Kollegin Katrin auch nicht Vorort sein würde, konnte ich meine Pläne einfach so ändern, ohne es vorher mit ihr zu besprechen. Normalerweise treffen wir geplant ja nur Mittwoch im Büro aufeinander.

Es war ein richtig guter Tag – endlich konnte ich mich mal etwas intensiver mit den anderen Gesellschaften beschäftigen, die nicht mit in den Konzernabschluss fallen und das hat richtig Spaß gemacht.

So konnte ich auch gleich mal die jährlichen Rechnungen schreiben und alle Daten abstimmen (und bin damit dieses mal 2 Monate früher dran, als noch im letzten Jahr).

Außerdem konnte mich endlich auch mit dem Nachweis der Investition in einer Gesellschaft beschäftigen. Der Bau ist nach 1 Jahr fast abgeschlossen und die Anlagen sollen in ca. 1,5 Monaten ans Netz gehen, da kann es nicht schaden sich einen Überblick zu verschaffen, wie gut wir im Budget stehen und was noch aussteht.

Natürlich gibt es dazu eine Excel basierte Budget-Follow-up Datei, die vom Bau-Manager und unterstützenden Kollegen geführt wird…aber letztlich sind meine Daten aus der Anlagenbuchhaltung die „richtigen“ Daten…also habe ich die Werte aus dem Buchhaltungssystem mit der Aufteilung in der Budget-Follow-up-Datei abgeglichen, habe meine Daten um besondere Informationen ergänzt und konnte auf ein paar Differenzen hinweisen. Die Kollegin in der Zentrale hat dann auch schnell die Excel-Liste angepasst. So prima….läuft.

Mit meinen beiden direkten Kolleginnen habe ich nur über Mails und Teams kommuniziert…das war auch okay…zum telefonieren hatten wir wohl alle keine Lust. Ein Gespräch mit Kollegin Katrin und unserem Chef sollte es am Dienstag geben.

Und wieder muss ich feststellen, wie sehr mich das Thema „Katrin“ beschäftigt  😦 und wie gut ich mich mittlerweile mit unserem Programm fühle :-)….auch wenn immer noch nicht alles rund läuft – was aber weniger am Programm selbst, als an der Arbeitsstruktur in der Zentrale liegt….aber auch hier läuft es gaaaaanz langsam etwas besser.

Bei unserem Archivierungssystem wurde, bereits nach 1 Jahr, ALLES noch einmal grundlegend geändert…also das komplette Handling wurde runderneut. Natürlich während unserer Jahresabschlüsse und so habe ich den Ausführungen unseres deutschen Kollegen auch nur rudimentär zugehört….zum Glück einiges mitgeschrieben und war bei der Suche nach Dateien am Anfang hoffnugngslos verloren. Ich habe, wo es möglich war, noch auf unser gaaanz altes System zurück gegriffen, wenn es um Altverträge ging hahah….zum Glück habe ich immer noch Zugriff darau

Nun ging es aber um neue Verträge, Genehmigungen, Schriftstücke usw…ich MUSSTE mich also mit dem neuen Handling auseinandersetzen…und nach ca. 1/2 Stunde ausprobieren – mit Hilfe meiner Unterlagen – habe ich es nun begriffen…es ist tatsächlich wesentlich einfacher und intuitiver – sobald mal ein paar Grundbedingungen bei der Nutzung berücksichtigt.

Jetzt kann ich Standardabfragen speichern, schnelle Suchen (mit Hilfe der eingebauten KI) einfach eingeben…..jaaaa ich finde noch nicht alles, aber das liegt auch daran, weil bei der Datenmigration die Suchbegriffe nicht oder nicht ausreichend mitgegeben wurden und gleiche Dateien nicht immer unter denselben Haupt-Kriterien abgelegt wurden. Viele Untergruppen wurden auch erst nach der Migration hinzugefügt. Und in den migrieren Daten stehen noch die alten Firmen-Nummern, die aber Anfang 2025 bereits geändert wurden.

D.h. wenn ich durch Zufall eine Datei finde, die da gar nicht reingehört wo ich gerade suche, kann ich die Hauptkategorien und Unterkategorien (doc-Type and subdoc-Type) selber ändern….also wenn ich dazu Lust und vor allem Zeit habe. Also dazu habe ich noch keine Zeit….aber gut zu wissen, das ich es ändern kann.

Wenn ich also eine Datei so gar nicht finde, könnte ich den Doctype „Migration“ verwenden und dort nach der Datei suchen…was aber schwierig ist, weil an dem neuen Speicherort nicht mehr der alte Dateiname angegeben wird…es sind nämlich gar keine Dateinamen mehr möglich, wie man das sonst kennt z.B. „4711-Vertrag Landowner H.schmidt- 1.Verlängerung 01.01.22“ sondern das steht nun z.b. „4711-migration – asdfjasdlfakjsdf 01.01.2025“ …. und das bei Tausenden von Dokumenten, die das Migrationsteam nicht zuordnen konnte. Zum Glück wurde meistens wenigstens unsere interne Firmennummer vorangestellt (man muss nur alte und neue Firmen-Nummen kennen hahaja..zum Glück sind Buchhalter im Merken von Ziffern sehr geübt) und dann heißt es, sich durch alle Dateien zu klicken….manchmal kommt einem der Zufall zu Hilfe..manchmal leider nicht

Erdbeeren und Spargel

Das mit dem Trocknen der Erdbeerscheiben im Dörrautomaten hat gut geklappt..allerdings liessen sich die dünnen Scheiben teilweise nur schwer von den Gittern lösen hahaha.

Der Erdbeergeschmack ist super intensiv…na kein Wunder bestehen die Erdbeeren doch zu ca. 90% aus Wasser.

Aber na klar, nichts geht über eine saftige süße und frische Erdbeere.

So ist es trotzdem eine unkomplizierte Methode Erdbeeren, auch über die Erdbeerzeit im Jahr hinaus, als zusätzlichen Geschmack mit in Kuchen und Nachtisch-Variationen zu verarbeiten oder als Topping obendrauf zu verwenden (nicht nur als getrocknete Scheiben, sondern auch – als zerstossene Krümel)…es bleibt einfach ein intensives und natürliches Erdbeeraroma….und ich muss die Erdbeeren nicht einfrieren.

…..

Spargel polarisiert. Viele meinen das Gemüse werde überbewertet…zu viel gehypt und sei viel zu teuer.

Ich mag Spargel – am Liebsten den Grünen…einfach und unkompliziert in der Pfanne gebraten …aber ich mag auch den Weißen und ja  – ich schäle selbst….

In diesem Jahr bin ich erstaunt, das der Grüne Spargel teilweise teuer als der Weiße ist und dabei teilweise sehr holzig  – schade drum.

Also greife ich auf dem Markt vermehrt zu Weißem Spargel

Dann gibt es daraus eine  frische  Spargelsuppe  und anschließend die gekochten Stangen mit kleinen Pellkartoffeln und Butter…Schinken und Schnitzel lasse ich weg..stattdessen gibt es  selbstgemachte Pilzkoketten aus brauen Champignons ..hmmm lecker..sie sind diesesmal, von der Form her, weniger Kroketten, dafür mehr Klöße – aber super lecker….

das Frittieren in Öl habe ich mir gespart und sie stattdessen nur leicht mit Öl eingeprüht und dann in der Heißluft-Fritteuse gebacken.

Ein schöne Essen…einfach und lecker …genau wie ich es mag

Erdbeerduft

zieht durch meine Wohnung…..endlich gibt es wieder Deutsche Erdbeeren…Donnerstag hab ich die erste Schale gekauft und noch unterwegs aufgefuttert. Sooo süß und aromatisch – lecker.

Aber die Preise an den Erdbeer-Ständen sind schon noch happig…5,50 EUR für 400 Gramm = 13,75 EUR pro Kilo. JA okay – es sind die ersten Erdbeeren des Jahres und es ist immer noch Handarbeit die leckeren Früchte zu ernten. Aber auch hier wird bereits mit Robotern experimentiert, um die fehlenden Erntehelfer zukünftig, zumindest teilweise, zu ersetzen – denn sie machen nur auf großen Plantagen Sinn.

Die Preise werden sich in den nächsten Wochen noch einpendeln.

Gestern hab ich nun 2 Schalen gekauft und heute morgen, ganz früh – also noch vor dem Morgen-Kaffee, in Scheiben geschnitten und mit einem Küchenkrepp abgedeckt.

Seitdem ich im letzten Jahr angefangen habe, Äpfel im Dörrautomaten zu trocken und immer noch begeistert davon bin…möchte ich versuchen die Erdbeeren zu trocknen. Äpfel kommen bei mir regelmässig in den Dörrautomaten, Bananen eher selten und Wirsing-Chips habe ich nach kurzer Zeit wieder aufgegeben.

Ich weiß nicht, ob das mit den Erdbeeren meinen Vorstellungen entsprechen wird – aber heute versuche ich es …in ein paar Stunden weiß ich mehr….

wie durch ein Brennglas

Kollegin Katrin steht sich momentan selbst im Weg. Sie ist unzufrieden mit sich, Teilen ihrer Familie (Schwester+Eltern), ihrer Arbeit, Kollegen und Chefs und überhaupt….

….sie ist vor 1,5 Jahren zu uns in die Firma gekommen…wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Als sie kam, haben wir gerade mit der Umstellung auf das neue System begonnen und der Controller hat sie einfach so ins Geschehen geworfen…das war kein glücklicher Start…aber sie hat sich durchgekämpft und ich habe ihr den Rücken gestärkt. Denn sehr schnell kam ein weiterer Kollege, um den sich der Controller kümmern wollte…Katrin fiel bei ihm schnell hinten rüber.

Für sie war es nicht schön…und dann kam der Zeitpunkt, da konnte sie sich quasi täglich über den Contrller aufregen…Der andere Neue war dann schnell wieder Geschichte und dann kam auch schon unser Teamleiter hinzu…also wieder viel Unruhe und Kollegin Katrin fiel wieder hinten runter und es war sinnvoll das sie zu mir ins Büro kam.

Aber das Ärgernis „Controller“ blieb…ich hatte sie gewarnt sich nicht zu sehr auf den Controller einzuschießen und als dieser dann gekündigt hat, war ich ehrlicherweise froh und hoffte das es ab jetzt für die Kollegin besser wird.

Doch seit dem Weggang des Controller hat sie sich auf unseren Chef eingeschossen. Ja ich war auch nicht wirklich glücklich über seine Art….er hat oft unglücklich agiert…das hätte besser laufen können…und ja er geht immer den Weg des geringsten Widerstandes…hält Minimalismus bei der Arbeit für eine Tugend und kommuniziert beruflich nicht wirklich gerne und auch nicht gut. Etwas mitgeteilt bekommt nur Derjenige, der gerade im Raum oder in der Nähe ist – und das ist somit reiner Zufall. Dazu kann er sich Dinge nicht gut merken. Ich schicke ihm oft seine eigenen Mails zurück….weil er sich nicht mehr darin erinnern kann, uns etwas gesagt oder geschickt zu haben, hahaha.

Gut das wir 3 Mädels untereinander gut kommunizieren…wir haben einen 3er Teams-Chat (es gibt natürlich auch einen 4er-Chat – also inklusive unseres Teamleiters – aber den nutzt dieser kaum für Infos)…und tauschen uns gut aus…sonst wüssten wir oft nicht, ob der Chef nun da ist, im HO oder gar frei hat. Solche Termine trägt er auch erst ganz kurzfristig in seinen Kalender ein…darauf kann man sich also auch nicht auf den Kalender verlassen.

Aber in den letzten Monaten hat er sich wirklich angestrengt und auch kommunikationstechnisch verbessert….da geht noch mehr, aber es ist der richtige Schritt in die richtige Richtung. Außerdem arbeitet er an Themen, mit denen wir bisher nicht so viel zu tun hatten, weil wir nie einen Teamleiter Vorort haben. Daraus ergeben sich für das Management ganz andere Möglichkeiten, die seine Zeit binden. Aber dann soll er das doch bitte auch kommunizieren….Seufz.

Ich habe mich inzwischen an den Teamleiter und seine Art gewöhnt und ich erkenne an, das er wirklich versucht, alles richtig zu machen. Dabei lässt er uns ganz viele Freiheiten (in meinen Augen manchmal sogar zu viele). Außerdem ist er freundlich und nett zu uns. Oftmals mit Sprüchen, die man heute so nicht mehr macht…aber wir sagen es dann auch direkt…..und auch das ist besser geworden.

Kollegin Katrin schaukelt sich jedoch seit Monaten immer weiter hoch in ihrer Empörung über den Chef – aber nicht nur – auch andere Kollegen regen sie auf. Sie hat sich so in ihrer Empörung verfangen. Jeder Versuch meinerseits ihr vorsichtig zu vermitteln, das sie sich mit dem Dauer-Gemeckere nur selber schadet, mag sie nicht hören. So bleibt ihr Empörungslevel auf hohem Niveau und ständig kommt etwas neues hinzu. Das heißt sie kommt überhaupt nicht mehr raus aus dieser negativen Spirale.

Dazu fühlt sie sich ungerecht behandelt und für alle anderen Sichtweisen, ist sie nicht zugänglich. Ich dachte es würde ihr gut tun, ihren Frust auszusprechen und danach würde es dann besser…nein…leider ist das Gegenteil der Fall und inzwischen zieht es auch mich runter.

Ich will und mag das alles nicht mehr hören…denn es ist immer dasselbe was sie erzählt und es gibt in ihrer Wahrnehmung keinen Fortschritt…was ich anders sehe. Also sage ich das auch…aber das will sie natürlich auch nicht hören.

Donnerstag haben wir über Teams telefoniert und als ich nach ihrem erneuten Empörungsausbruch ruhig meinte: „Lass Dich davon doch nicht so stressen“, konnte ich sehen wie ihr Körper erstarrte, ihr Lächeln gefror und dann meinte sie, sie würde das Gespräch jetzt gerne beenden. es hat mich frustriert und enttäuscht, das sie so reagiert….nun gut – dann ist das so.

Aber was ist das denn für eine Perspektive für die Zukunft unseres Teams?

Der Chef weiß auch nicht mehr, wie er mit ihr umgehen soll, damit sie sich nicht angegriffen fühlt, Kollegin Cordula hat mir erzählt, wie sehr sie diese Dauer-Motzerei ebenfalls runter zieht (und die Beiden arbeiten sehr eng zusammen). Ich bin die Einzige die sich etwas zurück ziehen kann, ohne das es berufliche Auswirkungen hat…dafür würde aber menschlich viel verloren gehen, was ich nicht möchte – weil ich sie echt mag.

Ich habe unserem Chef gesagt: Wenn sie für das gesamte Team ein Problem wird, dann musst Du mit ihr reden. Er sieht es genauso – denn er möchte das wir alle gut zusammenarbeiten – es muss sich etwas ändern und er muss mit ihr zusammen herausfinden, wie wir etwas verändern können, das es allen gut geht.

Oft sagt sie das sie sich eigentlich etwas ganz Anderes suchen müsste, etwas das nichts mit Buchhaltung zu tun hat. Ein Cafè eröffnen oder ein „Feel-Good-Manager“ sein. Aber sie will dann doch nicht weg, weil sie hier eben gut verdient…wenn auch in ihren Augen nicht gut genug. Spaß macht ihr die Arbeit zwar nicht wirklich, dann aber doch irgendwie…aber diese ständigen Umstrukturierungen bei uns machen ihr zu schaffen und auch das Anspruchsdenken der Kollegen.

Zur Kollegin meinte sie, sie würde gerne auch irgendwo am Empfang sitzen und sich um Besucher kümmern. Hmmm ich habe diesen Aussagen bisher nicht viel Bedeutung zugemessen, aber Kollegin Cordula meinte, sie kenne solche Reaktionen aus ihrem persönlichen Umfeld, es könnten Anzeichen eines beginnenden Burnout-Syndroms sein.

In diese Richtung hatte ich noch gar nicht gedacht. Außerdem meinte sie, Ich hätte ja Erfolgserlebnisse in meinem Job und würde diese immer feiern. Kollegin Katrin mache ja auch viele Dinge, oft sind die auch kompliziert zu lösen, aber sie hätte damit nicht solche Erfolgserlebnisse.

Okay aber das ist ja eine Sache der inneren Einstellung. Denn sie lässt es nicht zu, diese gut gelösten Dinge als Erfolg zu betrachten.

Ich habe gelernt, mich über viele kleine Dinge zu freuen und diese auch laut auszusprechen: Die Verprobung der Vorsteuer für einem Monat geht auf, die Abschlüsse sind rechtzeitg fertig geworden. Eine Unstimmigkeit mit einem Lieferanten geklärt, einem Investor in die Geheimnisse der Kaptialkonten eingeführt und jetzt vertraut er mir, einem Landowner geholfen und er bedankt sich mit der Rückmeldung „wie immer haben Sie mir schnell geholfen“.

Wir hatten Kollegin Katrin vor ca. 2 Monaten ein Glückstagebuch geschenkt. Einfach so – zwischendurch. Es sollte sie motivieren die positiven Seiten ihrer Tage zu erkennen. Sie fand das zwar toll, aber sie macht es nicht. Am Ende des Tages sieht sie nur die Probleme und die negativen Dinge – und nicht die kleinen schönen Momente. Sie kann Lob nicht annehmen und sieht alles Negative durch ein Brennglas.