Hamburger Weihnachtsmarkt

Samstagabend war ich vor dem Rathaus Hamburg mit meiner jungen Kollegin Kim verabredet…wir wollten auf einen der kleinen, tatsächlich stattfindenden Weihnachtsmärkte.

Der vor dem Rathaus hat einen 2G und einen 3G-Bereich….es gab 3 Eingänge mit Warteschlangen vor dem 2G-Bereich…weil hier nicht nur der Impfstatus geprüft wurde, sondern auch noch der Personalausweis und ob man sich über Luca-App eingecheckt hatte, standen wir eine Weile im Regen…es regnete bereits den ganzen Nachmittag…aber dann ging es doch zügig, alles war ruhig und friedlich…die Ordner an den Eingängen waren gut gelaunt und freundlich.

Es war relativ voll und wir haben deshalb größtenteils unsere Masken aufbehalten… Grünkohl gab es zum Abendessen an einer der Buden …wir haben uns eine Portion geteilt…und später noch eine Portion Champignons. Der Grünkohl war richtig klasse….die Champignons – naja.

Kim geht es seit ein paar Wochen nicht so gut….und seit dieser Woche weiß ich auch, was los ist. Als wir uns Mittwoch im Büro, nach 4 Wochen Auszeit, mal wieder gesehen haben (davor war sie auch schon 3 Wochen krank, dann 1 Woche wieder arbeiten)…sah sie aus, wie ein Häufchen Elend…da war nichts mehr von der Energie und der Lebensfreude vorhanden..und als ich nach ihrem Befinden fragte, fing sie fast sofort an zu weinen…ich hab die Tür geschlossen und wir haben eine ganze Weile geredet.

Das sie Probleme mit ihren Freund hat, weiß ich schon seit dem Sommer und das sie sich oft einsam fühlt, ohne ihre Familie …..jetzt lautet ihre Diagnose: Depression und wahrscheinlich noch dazu eine Borderline-Störung, aber die ist wohl noch nicht bestätigt.

Sie war in den letzten Wochen in einer Klinik und hat dort zum Glück auch ein paar liebe Menschen kennengelernt, mit denen sie jetzt viel unternehmen und reden kann…denen es ganz ähnlich geht und das tut ihr gut.

Der Vorschlag auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, kam von ihr und ich hab mich sehr darüber gefreut….hatte ich mich doch für Unternehmungen und zum Zuhören angeboten.

Und es ging ihr richtig gut am Samstag…und so blitzte ihre normale Persönlichkeit immer stärker hervor….es war wirklich schön….und sie hat ein hohe analytische Eigen-Wahrnehmung und so konnten wir uns auch über die schwierigen Themen unterhalten…und ich konnte sie in ihren Aussagen und Vorhaben unterstützen.

Nachdem wir dann später auf den kleinen Weihnachtsmarkt an der Binnenalster gewechselt sind, gab es dann für mich auch Glühwein…und für sie eine heiße Schokolade….

ohhh man, eine junge Frau Mitte/Ende 20….ich hoffe das sie es schafft die Depression zu überwinden…denn wenn sie tatsächlich eine Borderline-Störung hat…wird sie damit schon genug Herausforderungen haben….

Das Borderline-Syndrom ist eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung gekennzeichnet von Impulsivität und Instabilität. Es ist die Unfähigkeit innere gefühlsmäßige Zustände zu kontrollieren. Diese Spannungszustände werden als unerträglich empfunden.

aus Wikipedia

…boshaftes Nachtreten

Erst nachdem das Thema mit dem Drachen zu Ende schien, hab ich mich auf gemacht um den Adventskranz zu dekorieren und zwei Dekoschalen vorzubereiten.

Ich hab also erst einmal aufgeatmet und gedacht, das das Thema Hausdrachen jetzt endgültig erledigt ist. Hab laut HURRA im Auto geschrien und FREIHEIT…

….aber es brodelte wohl auch noch weiter in meinem Drachen und so konnte sie es nicht lassen, weiter herum zu stänkern….nun wieder per Whatsapp….wieder ging es um die Zeit-Schaltuhren innerhalb der Außen-Jalousie-Steuerung…das scheint irgendwie ihr Lieblingsthema zu sein.

Angeblich würden die Zeitschaltuhren im Wohnzimmer nicht funktionieren…und sie hat sich lang und breit ausgelassen, das sie mir die Dinger ja heile und funktionierend übergeben hat…nur das die im Laufe der letzten 2 Jahre alle 3 ausgetauscht werden mussten, weil die Steuerung eben nicht funktionierte….keine Ahnung was das für billige Dinger waren.

Ob die Zeitschaltuhren dann an den neuen Geräten funktionierten, hat mich nie interessiert…ich hab sie ja nicht benutzt, sondern die Jalousien manuell hoch- und runterfahren lassen…und DAS hatte der Sohn ja auch kontrolliert.

Es entbrannte also eine Diskussion per Whatsapp…indem sie mir jetzt versuchte zur Last zu legen ich hätte es kaputt gemacht und quasi wissentlich nichts dagegen unternommen.

Die letzte Reparatur für eine der 3 Steuerungen hat sie mir ja auch noch in die Nebenabrechnung geschmuggelt…und zusätzlich noch offen 100 EUR Selbstbeteiligung für die GLEICHE Steuerung für Kleinreparaturen reingerechnet….die 100 EUR hab ich dann, um des lieben Frieden willens, übernommen und ihr auch gesagt, das diese Steuerung eben Sache des Vermieters ist und nicht auf den Mieter abgewälzt werden kann.

Soooo also bei jeder meiner Antworten wollte ich bissig zurück schreiben….so nach dem Motto: das steht nicht im unterschriebenen Protokoll, das ist nicht mein Aufgabe mich um die Steuerung zu kümmern. Also gedacht: LASS mich in Ruhe und Sie können mich mal kreuzweise….HAB ich aber NICHT….

Mit ihrer Wut alleine, ohne weiteren Einfluss durch den Sohn, sah ich nämlich schon meine Kautions-Rückzahlung akut gefährdet….und ganz ehrlich – erst möchte ich das Geld auf meinem Konto haben…DANN kann ich ihr meine Meinung zu dem Thema gerne auch heftiger mitteilen.

So hab ich nur ruhig und sachlich geantwortet, während mein Herz wieder wild bis zum Anschlag pochte….nach einer ganzen Weile schien sie sich endlich beruhigt zu haben….ich denke wirklich sie wollte und konnte mich jetzt nicht sooo einfach davon kommen lassen…es gab ja nichts wirklich zu beanstanden und da sie durch ihren Sohn mit ihrer herrischen Art gestoppt wurde, bot sie auch kein gutes Bild.

Ich denke sie fühlte sich nicht ernst genommen und mit ihrer massiv hervor gebrachten Weigerung, mich auch nur kurz, für die Formalitäten, in ihre Wohnung zu lassen, machte sie sich eher lächerlich, als das es souverän erschien und ich bot ihr durch den guten Zustand der Wohnung auch kein Ventil für ihre Wut.

….also ich hab ja schon einiges als Mieter mit Vermietern erlebt, aber das hier ist schon ehr speziell…

der Kampf mit dem Drachen…

ist jetzt endlich BEENDET….und das war zu guter Letzt noch etwas Quälerei.

Zur Wohnungsübergabe hat mein Hausdrache ihren Sohn hinzugezogen…ich hatte auf einen Sekundanten verzichtet.

Vor Einem Monat noch, war ich so fertig wegen der schleppenden Renovierung, das ich Schwester+Schwager um seelischen Beistand bei der endgültigen Wohnungsübergabe gebeten habe….aber seit fast 2 Wochen fühle ich mich seelisch wieder stark genug, den letzten Kampf alleine auszufechten. Hab das alleine begonnen und beende es auch genau so.

Der (erwachsene) Sohn war zwar nervig, umständlich und extrem penibel, das ich gleich von Anfang an darauf aufmerksam gemacht habe, das ich hier ja nur 2 Jahre gelebt habe, es sich eben mit einem fast 19 Jahre alten Haus, nicht mehr um einen Neubau handelt und das ich bei der Wohnungsübernahme eben über diese kleinen Macken hinweg gesehen habe. Letztlich war es ein Glücksfall das der Sohn dabei war, denn er hat seine Mutter an vielen Stellen wieder eingefangen, wo sie drohte sich in einem Rachefeldzug hineinzusteigern.

Beide haben die Wohnung fast 45 Minuten lang unter die Lupe genommen: in gebückter Haltung den Boden abgesucht, die Wände mit den Augen gescannt, die Decken, die Türen und Türzargen, Jedes Fenster geöffnet, jede Jalousie betätigt, jeden Lichtschalter, jeden Wasserhahn betätigt, jeden Türschlüssel ausprobiert, jede Schranktür geöffnet und jede Herdplatte auf ihre Funktion überprüft,

Als ich belustigt fragte, ob er nicht auch noch den Dachboden besichtigen wollte, bekam ich nur einen bösen Blick. Der Drachen hat jeden Augenkontakt und jede Ansprache vermieden….alles lief über den Sohn.

Nun gut, letztlich steht im Übergabe-Protokoll das an 2 Türen eine leichte Abnutzung ist (die schon beim Einzug vorhanden war), und das beim Waschmaschinen- und Spülmaschinenanschluss in der Küche je ein Stopfen fehlt.

Es hat sich also bezahlt gemacht, das ich die Wände ordentlich gestrichen habe und auch das ich den Laminatboden ausgebessert habe. Letztendlich kam ich ihr wohl zu leicht davon, denn sie wollte noch das der Sohn ins Protokoll aufnimmt, das die Zeit-Schaltuhr der Außenjalousien erst später geprüft werden kann…das hat er aber zum Glück abgeschmettert: Protokoll nach Sichtprüfung.

Als es dann um die Stromzähler-Ablesung ging, kam es zum großen Showdown: der Zähler ist in ihrer Wohnung und sie wollte mich nicht selber zum Zähler lassen…ich hab den Sohn gebeten doch einfach ein Foto vom Zähler zu machen und mir per Whatsapp zu schicken….aber er fand das albern und letztlich hat er seine Mutter dazu gebracht, das ich zum Zähler durfte, kurzes Foto und dann musste ich zurück in den Hausflur. Sie wollte mich partout nicht in ihrer Wohnung haben, um das Protokoll zu unterschreiben, da half auch alles gute Zureden durch den Sohn nicht mehr….hahahaha also saßen der Sohn und ich im Treppenhaus, um die letzten Formalitäten zu erledigen. Wir haben uns auf eine sofortige Auszahlung eines großen Abschlags der Mietkaution geeinigt, den ich in der kommenden Woche schon erhalten soll.

Dann haben der Sohn und ich uns verabschiedet und ung gegenseitig alles Gutes gewünscht…der Drachen blieb stumm…und ich bin gegangen ohne noch einmal zurück zu blicken.

Was bleibt ist bei mir ein großes Gefühl der Erleichterung !! Es ist vorbei.

Fluffiges Bananenbrot nach Außenmaß

Mit 3 überreifen Bananen blieb mir ja fast keine Wahl, als daraus ein Bananenbrot/-kuchen zu backen…..soviel Bananenmilchshake wollte ich bei dem Wetter jetzt auch nicht trinken.

So sieht es zwar nicht spektakulär aus, ist aber extrem lecker geworden:

Und das alles mit Zutaten nach Außenmaß…meine kleine moderne klappbare Küchenwaage hat mal wieder ihren Geist aufgegeben und ich hab zwar gefühlt zig verschiedene Varianten an Batterien in Reserve, aber ausgerechnet DIESE nicht….

….und da hab ich mich mal wieder echt gefragt: warum muss heute eigentlich alles elektrisch sein….meine mehr als 20 Jahre alte analoge Küchenwaage hat immer funktioniert und sah mit ihrer klassischen Form auch richtig gut aus…und ich konnte sie immer und überall schnell einsetzen….ich war auch skeptisch als ich mir die elektrische Waage gekauft habe, aber diese ist schmal und klein und nimmt nur wenig Platz weg…seufz, jetzt hätte ich doch gerne meine Alte zurück.

Es hat mich echt geärgert gestern, als ich die Zutaten abwiegen wollte, warum hab ich die alte Waage nur weg gegeben. Bei der Salz-/Pfeffermühle hab ich auch bewusst auf die elektrische Variante verzichtet.

Wahrscheinlich ärgere ich mich auch so doll darüber, weil ich diesen modernen Herd habe, bei dem ich nicht einfach selber entscheiden kann, wann und wie ich eine Herdplatte anschalte. Die Bedienung erfolgt hier über ein Touchpad…..und ich bin der Elektronik hilflos ausgeliefert, wenn der Herd beschließt jetzt lieber piepen zu wollen, als die Herdplatte anzuschalten, weil ein Tropfen Flüssigkeit/Fett auf das Touchpad gefallen ist oder ich den Topf zu weit nach vorne gezogen habe….nach 1-2 Minuten hört das Piepen dann zwar auf…aber in der Zwischenzeit kann ich den Herd nicht benutzen, weil es sich selbständig abgeschaltet hat und nicht sofort wieder anschalten lässt.

Viele meiner normalen Handgriffe, z.B. ein heißes Backblech aus dem Ofen auf die Herdplatte zu stellen…weil diese Oberfläche eben Hitze gut abkann, funktionieren mit diesem Herd nicht…weil das Backblech jetzt auf dem Bedienelement aufliegt und das mag der Herd nun mal nicht und fängt an zu piepen.

Ich muss zugeben, das ich nicht sicher bin, ob die Vorteile eines Induktionsherds mit meinen Koch-Routinen langfristig vereinbar sind. Als technisch unbegabter Mensch, fühle ich mich der Technik oft hilflos ausgeliefert. Jaa ich bemühe mich und mit dem Backofen (der immerhin neben dem Touchpad noch Knöpfe zum Drehen hat) komme ich inzwischen gut zurecht. Aber mit dem Herd bin ich noch nicht ganz verwachsen.

Vor ein paar Tagen erschien in meinem Herddisplay ein „Schlüssel“-Zeichen…also der Herd hatte auf einmal eine Kindersicherung aktiv ….und ich weiß weder, wie ich das angeschaltet habe, noch wie man das wieder ausschaltet….also musste ich die Bedienungsanleitung zur Hilfe nehmen…okay, also jetzt funktioniert der Herd wieder….kapiert habe ich trotzdem nicht, wie ich das aktiviert hatte.

sooo und nachdem ich mir meinen Technikfrust von der Seele geschrieben habe, zurück zu meinem Bananenbrot….hahahaha…. Es sieht nicht so aus, aber die Konsistenz ist leicht und fluffig und leicht feucht, fein und zart im Bananengeschmack…so gut ist er mir bisher noch nie gelungen….und das alles nur mit Augenmaß.

Ach ja, was ich bei diesem modernen Backofen inzwischen gelernt habe….manchmal ist weniger Temperatur besser…und so hab ich das Bananenbrot auch wirklich nur bei 160Grad gebacken und trotzdem war es nach knappen 40 Minuten fertig.

Zutaten lt. Rezept: 80ml Öl, 2 Eier, 110g Zucker, 1 Vanilleschote, 3TL Backpulver, 200g Mehl, Prise Salz, 3 überreife zerdrückte Bananen = zu einem glatten Rührteig verarbeiten

Moderne 3D-Zahn-Abdrücke

So ein Drei-Stunden-Termin beim Zahnarzt ist ganz schön anstrengend….aber es hat sich gelohnt und obwohl ich es Mir wirklich überhaupt nicht vorstellen konnte, wie das gehen soll, hat das mit der Krone an diesem einen Termin geklappt: kein Provisorium, keine Mehrfach-Termine:

ALLES an einem Termin:

  • Alte Krone entfernen : hat Ewigkeiten gedauert, weil das alte Goldstück einfach nicht runter wollte…letztlich musste der Arzt es in Teile zerschneiden und einzeln rausfriemeln
  • Die alte Füllung aus dem Zahn bohren, säubern und neu füllen: das hat seinen Zeitplan gehörig aus dem Tritt gebracht…nicht nur, das es sich bei dem Zahn um eine Ruine handelte, sondern der Kanal war auch tief und verwinkelt gebogen.
  • Letztlich musste er dann noch einen Zahnaufbau basteln, damit darüber überhaupt eine Krone passt
  • Dann der elektronische Abdruck mittels einer Art Scanner-Stift, der in meinem Mund ganz schnell ganz viele Fotos aufnahm, so das im Computer ein 3D-Modell vom Zahn und der Umgebung entstand
  • Beim Bearbeiten am Computer konnte ich zuschauen. Nachdem die Position der Krone definiert war, wurde das so entstandene Computer-Modell an einen Keramik-Fräser im Nebenraum gesendet und nach 12 Minuten hatte der Fräser die Rohfassung der Krone fertig. Diese wurde in meinem Mund kurz angepasst und etwas per Hand nachgeschliffen.
  • Danach ging die Keramikkrone für 20 Minuten in einen „Brennofen“ und
  • anschließend wurde sie noch einmal angepasst und final in meinem Mund einzementiert
  • FERTIG

Das sind die kühlen Fakten und der organisatorische Ablauf.

Das die Betäubung erst kaum wirkte und dann nur so halb, ich bei der Behandlung immer wieder Schmerzen hatte, nicht doll aber unangenehm spürbar und ich dadurch natürlich Angst bekam, das jederzeit schlagartig weitere Schmerzen kommen können, das er mehrmals nachspritzen musste, weil meine Zähne sehr lebendig sind und die Betäubung letztlich durch die lange Zeit der Behandlung schnell wieder abbaute, das meine Zunge immer im Weg war und weggedrückt werden musste, was in mir immer Schluck- und Würgeimpulse auslöste, das irgendwie mehr Gerätschaften und Finger gleichzeitig in meinem Mund waren, als Platz vorhanden…das war alles eher unschön. Aber trotzdem war es auszuhalten. Der Arzt und die Helferinnen waren nett und lustig und aufmerksam. Die letzte Betäubung war dann so stark das ich auch Stunden-später noch großflächig betäubt war und ich am nächsten Tag noch das Gefühl hatte nur Watte im Kopf zu haben…

Aber das Ergebnis ist prima. Auch 1,5 Tage später tun mir zwar noch Kieferknochen, Zungenbein und Zahnfleisch weh, aber die Krone sitzt super und ich kann normal zubeißen…und ich bin froh das ich DAS jetzt schon mal hinter mir habe.

Achja – meine Knirsch-Schiene passt jetzt nicht mehr….ich benötige eine neue und dafür müssen jetzt neue Abdrücke genommen werden….so ganz klassisch….neeeeiiiiiiiiiiinnnn…….

Der Zahnarzt meinte dann, ich könnte den Abdruck auch mit dem Scanner machen, aber das würde die Krankenkasse nicht bezahlen – OKAY, nehme ich…das bezahle ich liebend gern, wenn ich mir dafür die Tortur mit den klassischen Zahnabrücken ersparen kann.

Apfelballen als Starthilfe in die Woche

Der Sonntagsausflug hat mich derartig beflügelt, das ich sogar Lust aufs Backen bekommen habe: jetzt nichts weihnachtliches…weil nach Weihnachten ist mir noch überhaupt nicht…aber Apfelballen mit Zimt: ein Quark-Ölteig mit viel Quark, wenig Öl, wenig Zucker und viel Äpfeln….und mit Zimt bestäubt.

Zusammen mit einer heißen Tasse Kaffee war das nach einer eisigen Walkingrunde am Morgen, ein perfekter Start in die Homeoffice-Tage am Montag.

Und der Tag lief auch sonst richtig gut….ich hab in der kommenden Woche Urlaub, muss mich in dieser Woche also sputen, um den Bankenwechsel für alle meine Gesellschaften noch vor Monatsende abzuschließen….aber ich hab alles im Griff und bereits heute konnte ich Vollzug melden: Mission accomplished. Der Rest liegt jetzt nicht mehr in meiner Hand.

Das Schöne am Arbeiten zuhause ist, das man sich ein vernünftiges frisches Mittagessen kochen kann….Bratkartoffeln aus Pellkartoffeln mit Spiegelei…

Ein Tag der Laune macht….weil einfach alles irgendwie gut wird…OBWOHL…in dieser Woche warten noch 2 unangenehme Termine auf mich…und ich weiß noch nicht, welchen von Beiden ich schlimmer finde.

Zur Auswahl stehen:

  • ein ca. 3 Stunden Termin am Donnerstag beim Zahnarzt, um eine ca. 20 Jahre alte Goldkrone zu entfernen und eine neue Krone anzupassen ODER
  • die Wohnungsübergabe am Samstag mit meinem Hausdrachen

Okay heute am Mittwoch Abend ist mir der morgige Zahnarzttermin näher und damit ist der Unwohlfaktor für Morgen schon sehr hoch….hoffe es geht alles gut.

Vor allem hab ich ja Angst vor einer Panik-Attacke beim Abdruck nehmen…aber das soll ja angeblich alles digital ablaufen, also ganz ohne diese sperrigen Löffel mit klebriger Masse…..aber noch kann ich es mir überhaupt nicht vorstellen…und das macht mir Angst.

UND die Sorge das sich auch diese alte Goldkrone nicht in einem Stück entfernen lässt…ich hab das schon bei einer anderen Krone gehabt: gleich alt, vom gleichen Zahnarzt damals eingesetzt…nur ein Anderer der sie jetzt entfernen muss.

Nur der Gedanke an die Wohnungsübergabe bringt mir ein ähnliches Unwohl-Gefühl…nur körperliche Schmerzen und eine Attacke aufgrund meiner Klaustrophobie sind dabei nicht zu erwarten….

Ein Wetter – wie gemalt

Ein Wetter – wie gemalt

Nach all den trüben Tagen letzte Woche bot der Sonntag grandioses Herbstwetter….also hab ich kurzfristig am Nachmittag doch noch einen Ausflug nach Bordesholm gestartet….auf zur Klosterinsel.

Nach nur knappen 60km war ich schon da…..es war kalt, windstill und die Luft so toll, das ich vom Einatmen nicht genug bekommen konnte. Die Runde um den See ist etwas länger als 6km…also perfekt….es waren nur noch wenige Leute unterwegs und ich bin sehr zügigen Schrittes unterwegs gewesen.

Sonne – Licht – blauer Himmel – mit einigen Wolken….meine Lebensgeister schienen wie angeknipst zu sein…voller Schwung und Tatendrang hab ich den Rundgang um den See begangen…die meisten Menschen, die mir begegneten waren guter Laune….und bei dem Bild unten, wirkt es fast wie gemalt….

….und ich hab mich einfach mit jedem Schritt ruhiger und gelassener gefühlt…herrlich diese Atmosphäre und das Wetter….

private Unterhaltung – ich höre ungewollt mit

.Damit ich später nicht das Gefühl habe, etwas zu verpassen weil mal wieder alles dicht gemacht wird oder es mir zu kompliziert wird, wenn ich neben der Impfung bald auch noch einen Test nachweisen muss, hab mich mich Samstag Mittag spontan in mein Lieblings-Steakhouse begeben.

Jawohl es gab ein gutes Ribeye-Steak medium-rare mit Backkartoffeln, Sauerrahm und Knoblauchbrot in einer netten Atmosphäre im Restaurant.

Nur in der Nähe saßen eine ältere Dame und ein älterer Herr die sich scheinbar noch nicht so gut kannten und sich gegenseitig von den Beerdigungen Ihrer jeweiligen Ehepartner erzählten…und wie und wo Ihre Kinder leben….und was sie so machen und wie die Familien damit umgehen…..

Da es sonst sehr ruhig in unserem Teil des Restaurants war, konnte ich leider nicht weghören und ich hatte auch keine Kopfhörer dabei um meine Aufmerksamkeit wegzulenken..so blieb mir nichts anderes übrig, als der Unterhaltung zu folgen…während ich mein Steak zelebrierte….und fühlte mich wie ein Eindringling in diese sehr private Unterhaltung.

Am Anfang dachte ich noch, wie traurig das alles klingt, was die Beiden sich da erzählen…aber im Laufe der Zeit hörte man den Stolz auf die eigenen Kinder und Enkelkinder und auf das eigene Leben, wohin sie früher in den Urlaub gefahren sind, was sie mit ihren Partner unternommen haben.

Ich schaute etwas verstohlen zu den Beiden rüber…beide waren in Ihren 70ern, normal gekleidet, nicht zu schick, nicht rausgeputzt…Beide hatten eine ruhige und unaufgeregte Sprechweise…aber ich war zu nahe dran, deshalb hab ich jedes Wort hören können. Es wirkte ein wenig wie zwei Menschen, die sich zum ersten Mal verabredet haben – ein Date?

Ich fand es im Nachhinein schön, das sie sich gegenseitig erzählt haben, wie die Beerdigungen waren…sie haben sich geöffnet und erzählt, sind nicht mehr alleine damit…haben Gemeinsamkeiten entdeckt…das ist schön und ich hoffe die Beiden sehen sich wieder…

Winzer-Glühwein aus Rheinhessen

Mit der Aussicht, das durch die 4.Welle der Pandemie ,das öffentliche Leben in den einzelnen Bundesländern wieder runter gefahren werden könnte…Bayern hat ja schon (fast) alle Weihnachtsmärkte abgesagt und die Regeln für Clubs und Bars verschärft…hab ich Freitagnachmittag in Kaltenkirchen den kleinen Weihnachtsbuden-Markt vor dem großen Möbelhaus besucht.

Dort ist auch ein Stand vom Weingut Ochs, Rheinhessen und der hat sooo leckeren Weißen Glühwein….beim ersten Besuch mit meiner Schwester hatten wir ja nicht nur den Glühwein probiert, sondern ich hatte auch eine Bestellliste mit genommen.

Später Nachmittag war es erst, als ich ein Glas heißen Glühwein getrunken habe, danach ein Glas gut temperierten Weißburgunder und eine Probiergröße Grauburgunder….hmmm ja, sehr lecker…. Also die Bestellung hab ich gleich abgegeben mit 6 verschiedenen Weinen…lasse mich mal überraschen.

Es wird direkt zum Weinstand geliefert, dann kann ich mir den dort abholen. Das ist einfacher, als ihn per Fracht schicken zu lassen. Die letzten Male als ich vom Weingut Weitzel habe liefern lassen, war der Kartonagen-Aufwand derartig groß….wow… also die Flaschen waren extrem gut gesichert…die Pappe seeehr dick um um jede einzelne Flasche…ja gut geschützt, aber viel Aufwand, das wollte ich jetzt auf diese Art der Bestellung vermeiden. Außerdem wollte ich ja mal das Weingut wechseln.

Ich vertrage aber scheinbar gerade sehr wenig Alkohol….denn ich war nach den 2 Gläsern und 1/4 Probierglas nicht mehr fahrtauglich. Okay – ich hatte noch nicht so viel gegessen….aber das mich der Wein derartig umhaut, hätte ich nicht gedacht.

Erste Maßnahme: eine Currywurst vom Nebenstand….danach ein längerer Aufenthalt im Möbelhaus (ohne etwas zu kaufen)….ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft und anschließend noch ein paar Minuten im Auto sitzen, bis ich das Gefühl hatte, wieder alles unter Kontrolle zu haben…anschließend ohne Umwege nach Hause…und am späten Abend noch eine Runde walken.

Nachtrag: gerade kam der Anruf das meine Weinlieferung Morgen direkt zu mir nach Hause geliefert wird, bevor der Transporter vom Weingut dann weiter zum Möbelhaus fährt, um dort seine Vorräte wieder aufzufüllen….auch nicht schlecht, Ich bin ja Morgen im Homeoffice.

Dänisch – am Gaumen zerquetschte Worte

Vor 4 Tagen habe ich nun damit angefangen Dänisch zu lernen. Wie ich durch die Sprechweise meiner dänischen Kollegen bereits wusste, ist die Aussprache schon besonders…aber jetzt zu merken, wie sehr sich die Schreib- und von der Sprechweise unterscheidet, ist schon krass.

Teilweise hab ich beim Nachsprechen das Gefühl zu lallen, aber Babbel gibt mir sehr oft die Nachricht: „Gute Aussprache“. Nach den ersten 2 Tagen konnte ich mich aber an keines der Worte, die ich gelernt hatte, erinnern…sooo fremd und unlogisch erschien mir alles.

Ich brauchte tatsächlich 3 Tage, um mich an den Klang der Sprache zu gewöhnen…das bei einzelnen Worten eben nicht die Stimme gesenkt, sondern angehoben wird….das mehrere Worte in einem Satz auf einmal anders klingen, als wenn man die Worte einzeln sprechen würde. So langsam lerne ich die Sprechweise von offenem und halboffenem A und weichem D.

Was mir in den ersten Tagen die meisten Probleme bereitete, das ein weiches D oder doppel-D wie ein am Gaumen zerquetschtes L klingt.

So langsam kommt der Wiedererkennungs-Effekt…ich erkenne einzelne Worte und Sätze und kann diese übersetzen und auch einfache Sätze bilden. Ganz rudimentär mit den wenigen Vokabeln, die man nach 4 Tagen eben schon lernen konnte.

Englisch lerne und spreche ich schon mehr als 40 Jahre….haha und lerne trotzdem immer noch dazu…Spanisch hab ich nur 2 Jahre in der Schule gelernt….jetzt eine neue germanische Sprache zu lernen, ist tatsächlich eine Herausforderung für mich.

Ich muss die Sprache ja nicht lernen, sondern ich möchte…d.h. ich möchte mich in die Lage versetzen normalen Unterhaltungen folgen zu können. Eine neue Sprache zu Lernen hält auf jeden Fall den Denkapparat fit….na dann also los…