Satt in Grün

Das erst nasse und dann sonnig-warme Wetter der letzten Tage hat die Natur explodieren lassen…also zumindest farblich:

Alles satt in grün….hell-kräftiges lind-grün…heute im Altonaer-Volkspark. Gleich nach Feierabend hab ich, auf dem Weg nach Hause, dort angehalten und und konnte mich nicht satt-sehen an dieser leuchtenden Farbe.

Es ist, neben dem bunten Herbstlaub, so ziemlich die beeindruckendste Zeit in Wäldern und Parks…und so bin ich heute nur durch den Park geschlendert und hab die Natur auf mich wirken lassen. Diese Farbe ist eine Wohltat für die Augen.

Der Tag plätscherte heute sowieso schon ganz entspannt vor sich hin…keine Hektik, alles locker und leicht abzuarbeiten….Mittags haben wir uns zu Dritt, einer nach dem Anderen, draußen auf der Dachterrasse zum Plaudern eingefunden. Viel mehr waren heute nicht im Büro…nur der GF war zwischendurch mal da, aber bisher hat er sich bei allen Pausen von uns fern gehalten.

Als ich kurz vor Feierabend mal wieder keine Verbindung mehr zu den Servern bekam, hab ich noch mit dem Controller ein Videotelefonat geführt….ab Morgen hat er ein paar Tage Urlaub und als Besitzer einer Ferienwohnung auf einer der Nordsee-Inseln, ist er mit seiner Frau schon seit dem Wochenende dort. Homeoffice auf der Insel…jaaa, auch nicht schlecht….es gibt schlechtere Orte…..und so können Beide die Zeit Vorort viel besser nutzen.

Ich hab dann dann ab Donnerstag insgesamt 6 Tage frei…also incl. Feiertag und Wochenende…..das sind dann meine letzten Urlaubstage aus dem vergangen Jahr…und dann bleiben mir immer noch 30 Urlaubstage für das laufende…..sehr schön.

Und da helles Grün heute scheinbar meine Farbe des Tages ist, gab es zum Abendessen selbst gedöppte Erbsen und Erbenschoten blanchiert und dann mit gebratenen Spitzkohl und Hack, dazu geröstete Kartoffeln.

Mit einem zusätzlichen kleinen Spaziergang nach dem Abendessen und kurz vor Sonnenuntergang waren es heute auch wieder etwas mehr als 5km die ich gelaufen bin…

Wieder auf dem Rad…..

Es ist bereits Mai und bisher hatte ich bei dem unsteten Wetter kein gesteigertes Verlangen, mein Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen. Bei wechselhaften oder schlechtem Wetter ist mir das Walken/ Wandern lieber.

Aber heute nun, hab ich den Garten meiner Vermieterin betreten und aus dem klapprigen Schuppen mein Rad nach vorne geholt…dann erst einmal mit Lappen und einem Rad-Reiniger Staub und Dreck vom letzten Jahr entfernt und die Luft in den Reifen kontrolliert…es fehlte nur ein kleines bisschen.

Und dann hab ich bei Sonnenschein und 24 Grad die erste Runde in diesem Jahr gedreht. Es fühlte sich toll an…mein Hintern hatte keine Anpassungsschwierigkeiten und so bin ich rund 19km gefahren, ohne Einspruch meiner Kehrseite. Scheinbar haben die regelmäßigen Ausritte auf dem Drahtesel im letzten Jahr, sich positiv ausgewirkt.

Natürlich täuscht das sonnige Wetter ein wenig über den tatsächlichen Fahrtwind beim Radeln….und so bin ich die meiste Zeit gegen den Wind gefahren….und da hab ich es schon gemerkt….trotz des vielen Laufens und der Beinübungen mit Gewichten, fehlte mir die lockere Kraft gut trainierter Beinmuskulatur und die lässig lockere Atmung wohltrainierter Ausdauer….grummel….grumm…

Mit anderen Worten: ich brauchte mehr Kraft und am Ende fühlte ich mich ein wenig aus der Puste. Es wird also jetzt echt Zeit, das schnellstmöglich wieder herzustellen.

Um das zügig zu erreichen, werde ich also wieder häufiger kleine Fahrten machen….dafür brauche ich das Rad aber jederzeit fahrbereit, quasi vor der Nase…..also hab ich das Rad nicht wieder in den Schuppen gestellt (wie vorgeschrieben) sondern genauso abgestellt, wie im letzten Jahr, an der Seite des Hauses. Eigentlich sollte es dort niemanden stören…es ist quasi unsichtbar, verstellt nichts, beschädigt weder Haus, noch Rasen, es sind keine Fenster an der Seite …..und warte darauf, ob es in diesem Jahr auch zu Problemen mit meiner Vermietern führen wird. Wenn nicht – würde ich mich sehr freuen und könnte mich auch längerfristig mit allen anderen Regeln gut arrangieren.

Also drücke ich Uns (mir und ihr) die Daumen, das wir den Burgfrieden so aufrecht erhalten können….ich bin immer für friedliche Co-Existenz.

Schön war die Tour durch den nahen Forst :

Wie vermessen …

Menschen verändern sich in ihren Einstellungen …und nicht immer ist die Veränderung zum Guten.

Ich hab gerade lange mit einem befreundeten Ex-Kollegen telefoniert….er ist Mitte 50, seit Jahren geschieden, 3 inzwischen erwachsene Kinder, in einer gehobenen Position. Gut situiert….hält sich fit, unternimmt viel (also vor Corona) und hat einen guten Schlag bei Frauen (also, auch vor Corona)….er hat sich noch nie überarbeitet und verdient viel Geld damit.

Zu meinem Geburtstag hatte er sich gemeldet und sich für sein längeres Schweigen entschuldigt er würde seit einiger Zeit emotional etwas durchhängen.

Heute haben wir telefoniert und ich bin negativ überrascht….nein, sein Gemütszustand hat sich inzwischen wieder normalisiert….seine Ansichten jedoch nicht. Die Aussagen die ich da gehört habe, kommen größtenteils aus der Querdenker-Szene.

Interessant wie ein eigentlich gelassener, liberaler, gut verdienender Mann der gehobenen Mittelschicht, der nur kleinste Einschränkungen während der Pandemie hinnehmen musste (kein Fitness-Studio / kein Parties) sich als Opfer der Pandemie sieht, in dem jeder Andere bevorzugt wird. Neidisch auf jeden, der vor ihm geimpft wird, den er für nicht berechtigt hält.

Wie vermessen dieser Egoismus, diese unbegründete Opferhaltung, dieses „MIR wird etwas weggenommen“…so komplett ohne Empathie für Andere.

Zuerst hab ich dagegen geredet, hab versucht seine doch komfortable Lage ins rechte Licht zu rücken….aber dann hat es mich einfach nur sprachlos gemacht und ich hatte ein ungutes Gefühl.

Ich werde die Verbindung zwar nicht kappen, aber so schnell werde ich keinen Vorschlag mehr machen, mal wieder zu telefonieren….

Ich benötige jetzt doch bald ein Upgrade meiner Sozialkontakte…..und zwar hier Vorort. Ich bin schon dabei mich innerlich für meinen PlanB zu rüsten….das, was ich bisher als Notfallplan bezeichnet habe. So langsam wird es Zeit mich einem Verein oder einer Vereinigung anzuschließen, um neue Kontakte zu knüpfen.

Wie immer bei mir, wird es noch eine Weile dauern bis ich mich tatsächlich überwinde, das dauert länger als sich mal eben für einen Fallschirmsprung anzumelden hahaha, das Risiko für mich ist größer…denn ich muss auf Menschen zugehen…aber ich habe schon angefangen mich über das eine oder andere im Netz zu informieren…

Muttertag ? Schwesterntag !

Es gibt besondere Feiertage, die gehen an einem Teil der Bevölkerung vorbei…z.B. Muttertag und Vatertag.

Wenn man nicht selber Mutter oder Vater ist und auch die Eltern nicht mehr leben oder nicht zum eigenen Leben dazu gehören, dann haben solche Tage keine so starke Bedeutung mehr.

Als unser Vater noch lebte, haben wir ihm zum Muttertag gratuliert, immerhin hat er – trotz aller Widrigkeiten – für viele Jahre auch die Mutterrolle übernommen…auch wenn das Ergebnis seiner Bemühungen für uns nicht immer positiv war.

Seitdem unser Vater tot ist, hat meine Schwester stattdessen an Muttertag den Schwesterntag ausgerufen und so hab ich heute Morgen um 4:46 Uhr bereits einen lieben Gruß erhalten…..und diesen erwidert. Allerdings erst SPÄTER – immerhin ist Sonntag und ich hab länger geschlafen. Gut das ich mein Handy in der Nacht auf „nicht stören“ eingestellt habe….ich also kein akustisches Signal erhalten habe…das ist sehr praktisch, wenn man einen so leichten Schlaf hat wie ich.

Den Schwestern-Tag gibt es, weil wir uns damals in den gerade beginnenden Jugendjahren gegenseitig Halt gegeben haben, soweit es uns überhaupt möglich war.

Das unsere Mutter noch irgendwo lebt, wissen wir eigentlich nur, weil wir bisher noch keine anderweitige Information von einem Nachlassgericht erhalten haben. 40 Jahre ohne Mutter….da ist mir dieser Feiertag eher egal. Da steckt keine Verbitterung in dem Satz…sondern es ist eine schlichte Aussage.

Für nächste Woche, also nach der Blumen-Kaskade für dieses Wochenende, hab ich für nächste Woche jetzt 2 Blumensträuße für 2 liebe Menschen vorbestellt…..so als kleines Dankeschön für`s immer DA sein.

Und nächsten Freitag, am Brückentrag, bin ich mit meiner Schwester verabredet, wir werden uns irgendwo an der Nordsee treffen…ein Tagesausflug zu Zweit…

Sauerteigbrot mit Weizenmehl

Das Weizenmehl-Sauerteigbrot ist super gelungen.

Dazu habe ich einen (fertig gekauften) Roggen-Sauerteigansatz genommen und mit 550er Weizenmehl verarbeitet…es ist immer noch ein helles Brot, aber mit etwas kräftigerem Geschmack:

Die meisten Brote die ich backe, mache ich ja freihändig…also ohne Backform. Dieses hab ich mal wieder im gusseisernen runden Bräter gebacken, dadurch ist die Form sehr schön geworden…aber es kommt ja vor allem auf Konsistenz und Geschmack an….ich bin sehr zufrieden damit…es schmeckt lecker und ist schön saftig und der Duft erst….hmmm

Wieder ein Brot wozu ich einfach nur etwas Butter brauche…

Vor kurzem erst hab ich einen praktischen Tipp für das Backen im Bräter gelesen: Damit das Brot nicht anbackt, einfach ein Bogen Backpapier nassmachen und zusammenknüllen….danach wieder auseinanderziehen und damit den Bräter auslegen. Das nasse geknüllte Backpapier lässt sich so ganz leicht an jede Backform anpassen…hat toll funktioniert.

Ich bin ja ein Bekenner von Produkten aus Weizenmehl und finde den Trend „Glutenfrei“ eher befremdlich. Außer natürlich für das 1% der deutschen Bevölkerung, die an Zöliakie leiden…also der tatsächlichen Gluten-Unverträglichkeit – die haben mein volles Mitgefühl, weil ihre Essensvielfalt ist schon sehr stark eingeschränkt.

Glaube ich doch inzwischen, das viele Probleme die durch den Verzehr von Weizenmehl-Produkten entstehen, eben nicht durch das Gluten selber, sondern durch andere Faktoren beeinflusst werden:

Die industrielle Produktion von Brot, die sich nicht mehr die Zeit nimmt Brotteige selber herzustellen, die dem Teig nicht mehr ausreichend Zeit gibt, damit er bekömmlicher wird, die Zusatzstoffe verwendet, die das Brot haltbarer und schmackhafter machen sollen oder um den Teig geschmeidiger und industriell besser verarbeiten zu können. Die Zutaten verwendet die nicht hochwertig sind und die Malz oder Zuckercoeleur verwendet um Verbraucher über die Art des Brotes zu täuschen.

Es gibt kein Reinheitsgebot für Brot….und jeder kann natürlich das Brot essen, das er möchte…egal ob Weizen-,Roggen-, Dinkel-, Glutenfei-, Lowcarb-. Eiweiß-…oder Sonstwie – Brot….aber für mich gehört in ein gutes Grundbrot nur Mehl, Salz, Hefe-/Sauerteigansatz und Wasser …und dann eine Menge Zeit um den Teig ruhen zu lassen.

Funfakt am Rande: Dinkelmehl wird ja immer beliebter, im gleichen Maße wie Gluten von Vielen an den Pranger gestellt wird….dabei hat Dinkelmehl sogar einen höheren Glutenanteil als Weizenmehl….

Samstags Dies-und-Das

Mittags hab ich vor dem Haus einen längeren Plausch mit der erwachsenen Tochter von Familie Nett (die wohnen nebenan) gehalten. Ich hab sie sehr lange nicht gesehen und wenn, dann immer nur recht kurz von Weitem. Ich hatte gerade eine hilfsbedürftige Büropflanze aus dem Auto geholt und sie kam nach Hause.

Sie erzählte, das sich die Familie alle 3 zu Weihnachten das Corona-Virus eingefangen hatten….und ihr Vater sogar kurzzeitig ins Krankenhaus musste. Das erklärt warum Frau Nett Anfang des Jahres beim Schnee-Schippen so übervorsichtig mit der Maske war. Sie wissen nicht wo sie sich angesteckt haben, weil sie eigentlich sehr zurück gezogen leben….es muss, ihrer Meinung nach, wohl beim Einkaufen passiert sein, sonst könnten sie es sich nicht weiter erklären. Allen geht es jetzt wieder gut – zum Glück.

Ich hab am Vormittag meine hochglanz-sauber geputzte Küche wieder einmal komplett dreckig gemacht, da ich mich um diverse Pflanzen gekümmert habe….zuerst um besagte Büropflanze….es liegt wohl echt am dunklen Standort im Büro….und durch den weiter hochwachsenden Neubau vor unseren Büro-Fenstern wird das auch nicht mehr besser werden.

Dann hab ich mich um die Zimmerpflanzen gekümmert und am Ende schon mal zum Teil um die Balkonpflanzen. Das pendeln zwischen Küche und Balkon, Küche und Wohnzimmer brachte viel Erde, nasse Blätter und Dreck zurück in die Wohnung…Am Ende war aber alles schnell wieder sauber.

Den Balkon hab ich jetzt aber noch nicht wirklich schön gestaltet…es ging nur darum Vertrocknetes und Verblühtes von den Pflanzen zu befreien und die verblühten Frühlingsblumen mit ihren Zwiebeln auszugraben…die müssen jetzt erst einmal trocknen.

Und auch meine 2wöchige „Kehr-Pflicht“ im Treppenhaus hab ich erledigt…ich renne eh alle paar Tage mit Handfeger und Schaufel durch das Treppenhaus, eben weil ich sooft bei Regen und Matsch unterwegs bin…und auch wenn ich die Schuhe dann schon vor der Haustür ausziehe, landet immer noch genügend Erde auf Treppe und Teppichfliesen. Das merke ich spätestens wenn ich spät abends barfuß runter gehe, um meiner täglichen „Schließ-Pflicht“ für den zusätzlichen Sicherheitsriegel nach zu kommen….doppelt abgeschlossen werden muss ja sowieso schon bei JEDEM Rein-oder Rausgehen….

Den Nachmittag hab ich dann zur Entspannung auf dem Balkon verbracht und gegen Abend war ich kurz zum Einkaufen und erst nach 20 Uhr bin ich auf die andere Seite der Stadt gefahren, um dort den Pinnau-Wanderweg entlang zu laufen…wie sollte es auch anders sein, kurz bevor ich dort ankam, fing der Regen an…..hahaha….

Aber so hatte ich den Weg ganz für mich allein und der Regen war auch nicht unangenehm….es blieb mit 12 Grad ja noch eine Weile mild und es gab keinen Wind….meine Walkingrunde blieb mit etwas mehr als 5 km auch im üblichen Rahmen.

Natürlich bin ich bei der Erstmöglichen Gelegenheit gleich mal einem schmalen kaum sichtbaren Seitenweg gefolgt….das war schön, führte er mich doch zu einen noch schmaleren Seitenarm der Pinnau, wo ich ein paar Rehe in der Abenddämmerung beobachten konnte…..doch schon nach ein paar Minuten bekam ich nasse Füße….hatte ich mich doch für ein paar Schuhe mit Mash-Einsatz entschieden….hahaha und das kam bei dem nassen und matschigen Untergrund dann doch nicht so gut. Aber immerhin sind das ein paar Sneaker aus dem vorigen Jahr, an die sich meine Füße gerade gewöhnen.

Leider störten auf dem gesamten Rundweg die Geräusche der nahen Autobahn….das ist sehr schade, weil die Gegend schön ist. Der Geräuschpegel ist jetzt nicht sooo hoch, aber dafür beständig…das ist wahrscheinlich der Grund warum ich hier schon eine Weile nicht mehr zum Laufen war.

Zum Glück waren um diese Uhrzeit nicht mehr ganz so viele Autos auf der Autobahn, so konnte ich die Geräuschkulisse teilweise ausblenden, bis auf das kleine Stück, das mich parallel entlang führte….hier gibt es eine Menge kleine Gartenparzellen…eigentlich denke ich öfter darüber nach, mich so einem Gartenverein anzuschließen…hätte gerne einen kleinen Garten…aber die Parzellen sind mir meistens zu groß und diese hier sind zwar kleiner, dafür direkt an der Autobahn….das finde ich dann nicht idyllisch.

Und auf der Fahrt nach Hause hab ich gemerkt, das ich Hunger habe…und sah, das das kleine indische Restaurant das so ein leckeres Lamp-Tikka-Masala anbietet, noch geöffnet hat. Auch an einem Samstagabend ist das hier in der Kleinstadt nicht selbstverständlich….und schon gar nicht in Pandemiezeiten. Wer in einer Großstadt lebt oder gelebt hat, kann sich das wahrscheinlich nur schwer vorstellen.

Also hab ich kurz angerufen und ja, sie nehmen um 21.30 Uhr noch Bestellungen zur Selbstabholung auf….aber sie können jetzt nur noch Bargeld entgegen nehmen…die Kasse wäre schon abgerechnet und EC-Gerät wäre schon für heute abgemeldet (??? – okay).

Also ziemlich durchnässt wie ich ja bereits war, bin ich dann noch zur Bank gelaufen, habe Bargeld geholt und danach hab ich mein Essen in Empfang nehmen können. Einen offiziellen gedruckten Kassenbon hab ich aber trotzdem erhalten…also alles legal 😎.

Musik – Dark and Heavy

Heute habe ich mich endlich einer weiteren Herausforderung gestellt…ich hab JETZT endlich, nach so langer Zeit, meine Musikanlage wieder in Betrieb benommen.

Ich habe eine ganz besonderes Verhältnis zu Musik….Die meisten Menschen hören eine bestimmte Musik um sich in eine bestimmte Stimmung zu versetzen. Ich jedoch höre immer genau die Musik, die meiner aktuellen Gemütslage entspricht, so wird diese zusätzlich verstärkt….was bei trauriger Stimmungslage für andere oft morbide wirkte ….aber mir tat es immer besonders gut, mit solchen Stimmungslagen umzugehen.

Dabei ist mein Musikgeschmack sowieso für andere düster….ich bin seit 20 Jahren ein DarkWave Fan, in seinen verschiednen Ausprägungen. Ich selber empfinde diese Musik aber nicht als düster, sondern sehr vielfältig in Tempo, Tonlage und Gefühl.

Seitdem ich hier in Schleswig-Holstein lebe, habe ich also nichts mehr von meiner Lieblings-Musik laufen lassen…weil ich die Anlage eben nicht aufgebaut hatte… Aber ich hatte auch kein Bedürfnis danach. Fürs Arbeiten nehme ich ruhige Entspannungsmusik und im Auto höre ich nur die Musik ,die im Radio auf den gängigen Sendern läuft.

Im Laufe der letzten Monaten ist mein Bedürfnis, MEINE Musik zuhören, jedoch immer größer geworden…aber Technik und ich….das ist jetzt keine Erfolgsgeschichte. In weiser Voraussicht auf meine Unfähigkeit mich an die verschiedensten Kabel zu erinnern, hab ich fast alles so gelassen und mit Umzugsklebe-Band fixiert…so das es jetzt auch für mich ein Kinderspiel war.

….und als ich ausprobieren wollte, ob alles funktioniert startete die IMMER noch im CD-Player lagernde Musik quasi von alleine….und was soll ich sagen….und mit den Klängen meiner absoluten Lieblingsplatte kamen mir unvermittelt die Tränen….

Nicht weil ich traurig bin oder weil die Musik so düster ist….sondern weil die Musik soooo schön ist….Nightwish, noch in der ersten Zusammensetzung mit Tarja Turunen. Diese schöne klare ausgebildete Opernstimme und dazu diese sehr kraftvolle, harte, oft dunkel anmutende Musik…..das berührt mich immer wieder und ich fühle mich von den schönen Klängen behütet und umarmt….wie von einem guten Freund.

Als Genre wird angegeben: Metal oder Symphonic-Metal. In den Musikläden hab ich die Musik auch unter „Alternative“ oder schlichtweg „Diverses“ gefunden. Die Musik wirkt oft wie ein episches Drama im Phantasie-Stil. Es gibt natürlich auch noch andere Bands, die in diese Richtung gehen und die noch in meiner Kiste warten: Within Temptation, Edenbridge, Equilibrium, Dark Moor und noch viele mehr..

Diese Musik läd dazu ein, sie sehr laut zu hören….und mich animiert sie immer auch zum Tanzen. Natürlich mute ich diese Lautstärke nur selten anderen Menschen zu….und nehme fast immer die Kopfhörer. Will ja auch von anderen die Musik nicht hören müssen.

Und auf einmal, nach 1 3/4 Jahren, läuft da doch tatsächlich meine absolute Lieblings-CD…..die hatte ich nicht mal für den Umzug aus dem Player genommen.

Es ist wie mit dem Lesen von Büchern…..in der ersten Zeit nach dem ich hier neu angefangen habe, konnte ich mich nicht aufs Lesen konzentrieren…wollte nur meine Ruhe …..und ich wollte auch keine Musik hören…hab mich nur von Infos berieseln lassen. Inzwischen lese ich wieder viel bzw. höre Hörbücher…..aber seit einiger Zeit hab ich auch Lust überhaupt wieder Musik zu hören.

Ich hab natürlich nicht nur diese eine Musikrichtung…..sondern eine sehr unterschiedliche Sammlung der für mich schönsten Musik aus den letzten 30 Jahren……hahaha immerhin liebe ich auch Depeche Mode, Anastacia oder Ace of Base ……nur als Beispiel.

Und durch das Tanzen hatte ich natürlich immer viel mit Musik, Harmonien und Takt zu tun.

Es ist ein schönes Gefühl, das ich diese Musik jetzt wieder ein Stück mehr in mein Leben zurück geholt habe.

Diverses aus der Pfanne

Immer wieder gerne esse ich Nudeln mit Fisch oder Meeresfrüchten….dieses Mal waren die Meeresfrüchte allerdings schon vor dem Fisch…

Donnerstag Abend hab ich Crevetten (also Shrimps mit einer Größe von 6-10cm) noch komplett mit Schale, Kopf usw. mit etwas Knoblauch leicht in Öl angebraten bis sie die gewünschte Form und Farbe angenommen hatten und hab diese mit dem letzten selbstgebackenem Brot verputzt…..hmmm lecker….nur sehe ich danach immer aus wie ein Schweinchen…also einigermaßen elegant den leckeren Inhalt vom Nicht-Essbaren Teil zu lösen schaffe ich einfach nicht.

Nennt es Faulheit oder auch Vorhersehung…die Pfanne hab ich nicht sofort abgewaschen und so konnte ich am nächsten Tag darin gleich noch den Lachs für das Mittagsessen braten. Und während der Lachs noch eine Weile im Backofen ruhte, hab ich die gekochten Spaghetti mit frischem Knoblauch und Cocktailtomaten in genau dieser Pfanne geschwenkt und leicht angebraten….der Röstgeschmack von Crevetten und Lachs gab dem Nudeln noch diesen ganz besonders intensiven Geschmack…..

Dazu frischer Parmesan….also die Nudeln waren sooo lecker, die hab ich gleich komplett aufgegessen…dafür blieb ein großer Teil des Lachs fürs Abendessen übrig.

Anfang der Woche gab es eine riesige Gemüse-Wok-Pfanne voll mit Paprika, Erbsenschoten, Champignons, etwas Spitzkohl, Lauch und Zucchini, verfeinert mit selbstgemachter Gemüsebrühe und nur wenigen Gewürzen….dazu holsteinische Frühkartoffeln als Pellkartoffeln:

Von der Gemüsepfanne konnte ich gleich mehrere Tage essen….und aus den restlichen Pellkartoffeln wurden dann noch Bratkartoffeln.

Aktuell backt gerade das nächste Brot im Ofen in einem gusseisernen Topf….ein Sauerteigbrot….bin gespannt wie es wird….

kurze Meldung aus alten Zeiten

Mit einem Anflug von Sentimentalität hat eines der Mädels aus meinem ehemaligen Team, den Bildschirm-Abdruck eines Status-Reports aus SAP per Whatsapp geschickt, mit der Aussage: „Du bist noch da“…..mitten hinein in mein gähnend uninteressantes Meeting am Freitag.

Ich musste lachen, als ich die Daten hinter meinem Namenskürzel sah: die von 2008 bis 2018 variierten… JA klar 2008 hatten wir auf die diese Version umgestellt und sooo schnell werden die Daten auch nicht aus dem System verschwinden…..diesen Report hab ich bis 2018 selber bearbeitet und ihn dann erst ans Team übertragen…..

Vermisse ich diese Arbeit und mein Team? Ganz ehrlich – Nein. Die Arbeit hab ich wirklich geliebt, aber machen möchte ich das nicht mehr…viel zu stressig und aufreibend…ich vermisse das IT-System ja, aber nicht die Arbeit.

Und das Team vermisse ich auch nicht mehr….das hat schon eine ganze Weile gedauert, sie nicht mehr zu vermissen…mich nicht mehr verantwortlich zu fühlen. Manchmal fehlt mir die ausgelassene private Seite der ehemaligen Kollegen…aber auch das nimmt weiter ab.

Ich lebe sehr bewusst im Hier-und-Jetzt und gehöre nicht zu den Menschen die rückwärtsgewandt durchs Leben gehen. Aber natürlich finde ich so eine kleine Nachricht aus der Vergangenheit sehr schön und wir haben dann auch ein paar Minuten Nachrichten getauscht….

Weite und Klarheit in der Wohnung

Mir ist das Wetter in dieser Woche ein wenig aus Gemüt geschlagen…Regen macht mir ja nicht so viel aus und hält mich auf auch nur selten auf….aber die Kombination Regen mit Sturm/starkem Wind…..neee ,das ist dann jetzt doch nichts für mich…..und so war ich nicht ganz so aktiv.

Sogar meine Homeoffice-Routine, direkt am Morgen nach dem Aufstehen eine Walkingtour zu machen, stand auf der Kippe…aber nichts da, das kommt ja gar nicht in Frage, gelaufen bin ich also trotzdem an allen 3 Tagen…..dafür waren es am Freitag nur 4 km, an den anderen beiden Tagen jeweils 5km.

Gestern nach Feierabend hab ich mich erst einmal auf meine Couch verzogen und gar nichts gemacht…irgendwann hab ich mir dann Kopfhörer aufgesetzt und in der Wohnung aufgeräumt und geputzt….und auch wieder einmal fast alles an Deko weggeräumt.

Durch den neuen Gefrierschrank in der Küche, dem Trampolin im Kleiderzimmer und die erweiterte Homeoffice-Ausstattung im Wohnzimmer, ist Unruhe in meine Wohnung gekommen und ich mag es, wenn alles einen dauerhaften Platz hat ….deshalb musste alles nicht Notwendige jetzt für eine kleine Weile weg gepackt werden..

Denn jetzt sehe ich nur die große freie Fläche des satinierten Glases vom Esstisch (JETZT wo ich alles fürs Homeoffice elegant und schnell zur Seite räumen kann, ohne das es stört oder auffällt). Ich sehe wieder Platz auf den Fußböden, weil der große 5-Arm-Kerzenständer mal wieder auf den Dachboden wandert, genauso wie so ein paar Boden-„Wedel“, die den Raum gemütlicher machen sollen und meine kleine Sammlung an Stehleuchten hab ich auch um die Hälfte reduziert…hahaha, jetzt kommt die hellere Jahreszeit, da brauche ich nicht so viele Lampen, die Tage und Abende in ein gemütliches Licht tauchen…und diese paar kleinen niedlichen Frühlings-Figuren, die noch von Ostern stehen geblieben sind….alles zusammen gepackt und ab damit auf den Dachboden.

Allein daran erkenne ich bei mir schon, das ich innerlich nicht entspannt war und folge meinem ständigen Muster das durch das Schaffen einer äußeren Ordnung, unweigerlich meine innere Ordnung wiederhergestellt wird.

Und heute scheint tatsächlich die Sonne und die Wohnung ist lichtdurchflutet und fühlt sich ordentlich, klar und weit an….das fühlt sich richtig an und ich – ich fühle mich wieder wohl.