Im Tal der „Cowboys und Indianer“

Mir fällt gerade auf, das ich noch gar nichts über unseren Besuch der Bad Segeberger Karl May-Festspiele geschrieben habe.

Es war ein echt schöner Tag und sehr lustig. Mit Schwester+Schwager war ich bereits kurz nach Mittag auf einem der ausgewiesenen Parkplätze für die Festspiel-Besucher verabredet…und wie immer, waren wir fast gleichzeitig da – und damit mehr als 1/2 Stunde früher als verabredet hahahaaa. Dabei hatte ich dieses Mal die kürzere Anreise.

Und obwohl es noch eine 2. Groß-Veranstaltung an dem Tag gab, klappte es mit dem Parken super…es waren viele „Ordner“ da, die sicher und routiniert die Automassen auf die Parkplätze dirigierten…da merkt man, die machen das oft – sehr oft.

Von unserem Parkplatz aus sind wir noch ca. 15 Minuten bis in die Innenstadt gelaufen….es war eine ruhige und fröhliche Atmosphäe und ich war überrascht das soooo viele Menschen sich mit Cowboy-Hüten und anderen Accessoires ausgestattet hatten. Später haben wir ein paar junge Männer neben uns sitzen gehabt, die erzählten uns, das sie das jedes Jahr als Gruppen-Event machen…die freuten sich einfach auf das Freiluft-Theater und auf die Geschichten von Karl May.

Auch wir (Ende 50 / Anfang 60 – also Boomer) sind mit den Geschichten von Karl May groß geworden – mit den Büchern und natürlich auch mit den alten Filmen. Und da es Teil meiner Kindheit ist, lasse ich es mir auch nicht nehmen, es weiterhin so zu benennen…wir haben als Kinder oft Cowboy und Indianer gespielt. Wer sind jetzt an dem Wort „Indianer“ stört, siehe bitte unten das Zitat des Native American Association of Germany e.V. und den Link dazu.

Es war ein angenehmer Tag mit viel Sonne und etwas Wind ….war aber mit ca. 25 Grad doch angenehmer, als gedacht…und weil wir ja noch in die Kalkberghöhle wollten, hatten wir auch Jacken dabei.

Aber zuerst ging es in die Innenstadt. Es war voll, aber wir fanden noch ein Plätzchen für uns 3 in einem Eiscafè…dort saßen wir eine Weile mit Spaghetti-Eis und Kaffee und haben uns unterhalten….später sind wir eine Weile durch die Straßen und Gassen der Stadt gelaufen, bis es Zeit wurde für die Führung durch den Kalkberg.

Ich habe selten eine so unterhaltsame, launige und informative Führung mit gemacht. Die junge Frau versprühte so gute Laune und hatte einen tollen Humor…leider war es verboten in der Höhle zu fotografieren, denn die ist echt sehenswert…aber wer mal nach Bad Segeberg kommt, dem kann ich so einen Besuch sehr empfehlen. Inzwischen ist auch in der Höhle die Temperatur von dauerhaften 8 Grad auf 10 Grad hochgegangen….eine Jacke ist trotzdem sehr zu empfehlen.

Nach diesen launigen ca 35 Minuten ging es wieder raus in die Wärme …hahaha und wir sind durch die Straßen geschlendert bis es Zeit wurde für das Restaurant.

Das war eine gute Entscheidung indisch essen zu gehen, das Essen war super lecker und ein Naan-Brot hatten die – einfach klasse. Wir konnten uns noch gut Zeit lassen, denn da es feste Sitzplätze im Freiluft-Theater gibt, brauchten wir nicht mit den Massen hineinzuströmen, was mir sehr entgegen kam. Mir war vorher nicht bewusst, das es dort Platz für 8.000 Menschen gibt und es schien nahezu ausverkauft zu sein – 👀 ohhhaaaaaa

und jaaaa die Plätze auf den Bänken waren sehr eng, so das ich zu dem jungen Mann neben mir meinte, tjaaa dann müssen wir wohl kuscheln hahahaaaa und damit war das Eis gebrochen und ich konnte mich durch meine gute Laune und die freundliche Art der Jungen Männer neben uns, auch mit der Enge arrangieren. Jeder von uns hat versucht so wenig Platz einzunehmen, wie möglich. In einem Kino oder Theater wäre das für mich nicht so einfach möglich gewesen, aber so ein Freiluft-Theater ist tatsächlich etwas anderes und ich habe mich darüber gefreut, das ich mit der Enge an dem Tag gut umgehen konnte.

Und dann begann das Stück „Das Tal des Todes“ und ich muss sagen, die Aufführung war super lustig und sehr gut an die örtlichen Begebenheiten angepasst…es hat Spaß gemacht zuzuschauen und es gab 2 – 3 Mal auch kleine verbale Seitenhiebe auf die aktuellen Kriege und politischen Gegebenheiten, dann war es auch mal etwas anrührend und natürlich ein Happy End.

Ich hatte ja schon im Vorfeld damit gerechnet das es laut werden würde, aber soooooo laut. Aber ich hatte vorgesorgt und mir Ohrstöpsel mitgenommen, die ich ununterbrochen in den Ohren hatte und trotzdem konnte ich jedes Wort verstehen, auch das, was meine Schwester mir zwischendurch erzählte….hahahaaa und trotz der Dämpfung durch die Ohrstöpsel bin ich bei den „Explosionen“ zusammen gezuckt und fand die Musik immer noch etwas zu laut.

Da wir die Abendveranstaltung hatten, wurde es bei der Dunkelheit mit der Beleuchtung auch echt stimmungsvoll…und das Ende wurde mit einem kleinen Feuerwerk gefeiert…

Das war ein echt schöner Tag …und wir sind später gaaaaanz langsam wieder in Richtung unserer Autos geschlendert und haben den Tag locker ausklingen lassen….ich war erst nach Mitternacht wieder Zuhause und dann hat es noch mal mehr als eine Stunde gedauert, bis die Nachricht kam, das Schwester+Schwager auch wieder heile zuhause angekommen sind.

Also das können wir gerne wieder einmal machen…

Hier nun das Zitat zum Thema “ Darf man Indianer heute überhaupt noch sagen:

Lässt sich daraus ableiten, dass alle Native Americans die Bezeichnung „American Indians“ (bzw. kurz „Indians“) ablehnen?

Nein. Es gibt unter Native Americans viele, unterschiedliche Meinungen und es ist deshalb nicht möglich, eine Pauschalaussage zu treffen. Als Organisation verwenden wir in erster Linie die Bezeichnung „Native Americans“, sowohl im Deutschen als auch im Englischen. In der Kommunikation mit deutschsprachigen Kindern benutzten wir weiterhin die Wörter „Indianer“ und indianisch“. Wir wollten damit sicherstellen, dass uns die Kinder verstehen. Inzwischen ist das ein Problem, da vielen Kindern gesagt wird, sie sollen das „böse I-Wort“ nicht mehr benutzen.
 

 Wird die Bezeichnung „American Indians“ in den USA noch immer verwendet?

Ja. Sehr viele Organisationen und Institutionen, die von Native Americans gegründet wurden, oder die inzwischen eng mit Native Americans zusammenarbeiten, verwenden nach wie vor das Wort „Indian“ in ihrer Bezeichnung.

https://naaog.de/Deutsch-German/Indianer-Politische-Korrektheit

Anpassungsprozess – 4 Phasen (von Ablehnung bis Akzeptanz)

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeuges !!!)

Die schöne ruhige Zeit des letzten Monats ist damit wieder vorbei. Kaum ist der Juli vorbei, steigt bei uns in der Firma das Aktivitätsniveau und bringt damit den nächsten Schwung an Unruhe und Änderungen.

Mir war ja schon aufgefallen, das ich kaum noch Steuerbescheide bekomme…und auch das mir noch die finalen Ausfertigungen der Jahresabschlüsse und Steuererklärungen für 2025 der Wirtschaftsprüfer fehlen. Eigentlich sollen die für „meine“ Gesellschaften immer noch direkt zu mir gehen….aber auch bei der Prüfungsgesellschaft arbeiten viele unterschiedliche Kollegen und die allgemeine Anweisung aus der Zentrale lautet eben, alles an eine bestimmte Mail-Adresse in DK zu schicken…dabei vergessen die Kollegen in DK und in der Prüfungsgesellschaft immer wieder mal, das es mich (und unseren Chef der ja auch noch ein paar Gesellschaften betreut) auch noch gibt.

Sobald die Mails aber an die Zentrale gehen, arbeiten die ganz stoisch ab, was rein kommt….ich bekomme davon allerdings nichts mit. Also weder bekomme ich die Mails weiter geleitet, so das ich sie selber bearbeiten kann, noch erfahre ich, das die Kollegen aus der Zentrale das gemacht haben. Hier kommen wir wieder zu dem Problem: Informationen sind Bring-Schulden…keine Hol-Schulden.

Denn woher soll ich wissen, das eine Information in DK auf mich wartet. Außerdem würde ich die Mails gerne selber bearbeiten, denn ich kenne die Firmen am Besten und ich kann schneller kontrollieren ob alles richtig ist. Der Kollege in Dänemark der auf auf einmal anfing in meinen Gesellschaften die Steuervorauszahlugnen einzubuchen, die ich bereits gebucht hatte, meinte dann auch:

Wenn er die Mail zum Bearbeiten zugewiesen bekommt, geht er davon aus, das er das auch tatsächlich machen soll. Von seiner Seite aus ist das natürlich logisch…das sehe ich ein. Die Neuen Kollegen sind eben nur noch für bestimmte Aufgaben zuständig…die kennen weder die einzelnen Firmen in ihren Besonderheiten, noch sind das Buchhalter oder Menschen mit buchhalterischen Vorkenntnissen. Die meisten tragen die Bezeichnung „Office Assistent“ und arbeiten stoisch das ab, was man ihnen gibt.

Für mich ist das ein sehr unglücklicher Umstand…so verliere ich den Überblick über meine Arbeit. Ich habe mit der Prüfungsgesellschaft gesprochen und auch die Kollegen in der Zentrale, die die Mail-Adresse betreuen…mein Chef ist ebenfalls informiert.

Soo und jetzt startet wieder mein Anpassungsprozess:

1.Phase : Erst einmal totale Ablehnung: ich MÖCHTE meine Dateien selber bekommen und bearbeiten…es geht nicht, das die komplett an mir vorbei gehen = Versuch der Klärung das die Mails wieder direkt zu mir gehen, bzw. an mich weiter geleitet werden.. ich ärgere mich und fühle mich hilflos, abgeschnitten von meiner Arbeit. Das macht mich unzufrieden und grummelig…weil überall so viele Personen daran beteiligt sind und ich Niemanden direkt ansprechen kann

2.Phase: Suche nach Lösungen WIE ich es ändern kann, nur um festzustellen, das ich nur wenig Einfluss-Möglichkeiten habe…ich bleibe unzufrieden und grummelig

3.Phase: Versuch der Annäherung: Ich entwickle ein Basta-Gefühl…okay wenn ich keine Informationen (die Mails) erhalte, dann muss ich versuchen, anders an die Informationen zu kommen. Wenn die es nicht zu mir schaffen, muss ich sie mir eben holen. Ich habe mir jetzt einen monatlichen Termin eingestellt um im Archivierungssystem für alle meine 26 Gesellschaften nach neu abgelegten Dateien zu suchen. Das verhindert zwar nicht, das die Zentrale einen Teil meiner Arbeit macht…aber so bekomme ich es immerhin mit. Und ich werde nun vor jeder Buchung immer erst einmal die gebuchten Journale aufrufen, um zu schauen, wer mal wieder in meinen Gesellschaften was gebucht hat. Auch weiß man nie, wie in der Zentrale gebucht wird. Bei manchen Vorgängen machen die sogenannte „Cross-Company“ -Buchungen (Buchungen werden durch bestimmte Voreinstellungen und Auswahlmöglichkeiten gleichzeitig in 2 verschiedenen Gesellschaften gebucht) so das ich die Buchung nicht auch noch buchen muss. ..aber verlassen kann sich darauf auch nicht.

4.Phase: Akzeptanz: Ist es tatsächlich schlimm, wenn ich diesen Teil meiner Arbeit nicht mehr selber mache, sondern es der Zentrale überlasse? Wenn ich trotzdem alle Informationen erhalte (egal ob nachträglich oder direkt) könnte ich damit leben, das andere die damit verbundenen Arbeiten für mich erledigen? z.B. den Teil: Dateien prüfen, umbenennen, ablegen, Unterschriften online einholen, an die Prüfungsgesellschaften schicken oder aus den neuen Steuerbescheiden die angepassten Steuervorauszahlungen buchen

Hmmmm das würde ich alles trotzdem lieber selber machen, dann WEIß ich, das die Daten korrekt sind…ich vertraue eben nicht, das jemand der solche Arbeiten im Schnelldurchlauf für hundert Gesellschaften macht, mit der nötigen Sorgfalt an jede einzelne Gesellschaft geht…das erlebe ich aktuell oft genug.

Aber okay ich könnte es hinterher immer noch kontrollieren, würde mir aber den standardisierten und „langweiligen“ Teil der Arbeit ersparen. Also jaaaa ich könnte schon damit leben – müsste meine Arbeitsweise aber noch weiter an die neuen Gegebenheiten anpassen….es ginge also schon…vor allem wenn ich die Mails trotzdem bekommen könnte.

Kollegin Cordula hatte eine gute Idee, das wir mit unser eigenen zentralen Deutschen Mail-Adresse von der Prüfungsgesellschaft immer in cc gesetzt werden könnten, wenn die Mails an die Zentrale schicken…dann könnten wir alle diese Mails in einen speziellen Mail-Ordner leiten und dort immer nachschauen, ob etwas für unsere Gesellschaften dabei ist…unser Chef klärt das aktuell mit den Prüfern und mit der Zentrale.

Ich fange also an mich wieder zu entspannen, jaa so ginge es…und da ich an der gesamten Prozedur nur wenig ändern kann, versuche ich es zu akzeptieren, so wie es ist.

Ich weiß, das es in der kommenden Woche ein Gespräch mit der Prüfern und der Zentrale gibt, weil die inzwischen auch schon ihre Erfahrungen mit den ständigen Umstrukturierungen in unserem Hause gemacht haben, und mich dabei mit meinen Gesellschaften immer noch als Vergleich haben. Nach der Aussage meines Lieblingsprüfers, hat die Qualität der Daten aus der Zentrale merklich nachgelassen.

Erkenntnisse aus der 1.Hitzewelle in diesem Jahr

Ich habe in dieser Woche einiges über mich gelernt. Ich kann im Moment tatsächlich besser mit Hitze umgehen, als ich überhaupt vermutet habe.

Meine Wohlfühltemperatur liegt normalerweise bei 20-21 Grad. Alles was darüber hinaus geht, gefällt mir nicht mehr. Aber in den letzten Tagen fühlten sich bis 24 Grad auf einmal doch ganz angenehm an, ohne das es mich belastete… 25 Grad war dann die Steigerung und jaaa das ließ sich auch noch aushalten.

Kein Wunder also, das mich die bis zum Wochenende angesagten 38 Grad (im Schatten) Anfang der Woche in eine Art Panik-Modus katapultierten. Aber es fing ja langsam an…zum Glück.

So waren die Außentemperaturen mit 30-31 Grad okay, weil ich in der Wohnung die Temperatur erst einmal bei 23 Grad halten konnte und auch im Büro waren es nie mehr als 24 Grad. Die Büros der Buchhaltung haben keine direkte Sonneneinstrahlung und ich habe um kurz nach 6 Uhr morgens angefangen zu arbeiten und konnte daher die Morgenkühle zum querlüften nutzen.

Aber mit jedem Tag wurde es draußen heißer und auch während der Nächte blieb es heiß Wenn ich bei 29Grad um 23 Uhr ins Bett gehe, brauche ich das Fenster gar nicht zu öffnen, wenn meine Raumtemperatur bei 25 Grad liegt. Frische Luft ist das dann zwar auch nicht mehr – aber egal.

Während der Nacht, wenn die Temperatur endlich draußen niedriger war als drinnen, habe ich gelüftet. Aber es fehlte der Wind um die warme Luft aus den Zimmern zu pusten…

Gestern nun erreichten, bei 38 Grad Außentemperatur (im Schatten), meine Räume am späten Nachmittag 26 Grad…dazu wurde die Luft feucht-Schwül…und da ich die letzten beiden Nächte schon echt schlecht geschlafen hatte, ging es mir ab da nicht mehr gut. Das war der Kipppunkt in meinem Wohlbefinden.

Um 3 Uhr heute morgen habe ich dann wieder alle Fenster und die Balkontür aufgerissen…erst kamen die Blitze, dann Blitz und Donner und etwas Wind und DANN kam der Regen..

Draußen sind es aktuell an diesem Morgen 20 Grad und sollen am heutigen Sonntag auch „NUR noch“ auf 30 Grad steigen. Aber trotz der „böig auffrischenden Winde“ sinkt die Temperatur in den Räumen nicht so schnell, wie ich gerne hätte. Obwohl ALLE Fenster weit geöffnet sind.

Aber egal, mit den aktuellen 24 Grad in den Räumen, bin ich wieder in einem Temperatur-Bereich in dem ich mich wieder wohl(er) fühle. Ich bin also tatsächlich etwas Hitze-resilienter geworden.

Mir geht es damit wesentlich besser, als meinen Freunden, den Rentnern in Hessen. Die haben einen Reihenmittelhaus mit Außenjalousien am Rande eines Dorfes mit direkter Sonneneinstrahlung von Vormittags bis Abends auf der Terrassenseite. Der Rentner schrieb gestern, das sich ihr Haus komplett aufgeheizt hat und das er sogar im Keller 30 Grad gemessen hat….ohhje die Armen…sie haben sich jetzt entschieden eine Klimaanlage ins Haus einbauen zu lassen. Es ist ein Hausreihe aus den 80ern mit großen Fensterfronten. Ein Handwerker war in dieser Woche schon mal da um sich das anzuschauen und zu beraten.

Ich bin froh das ich mich in rechtzeitig um die „Sonnenschutz-Folie“ gekümmert habe….OHNE den Hitzeschutz vor den Fenstern wäre meine Bilanz dieser ersten Hitzewelle in diesem Jahr, sicher auch wesentlich negativer ausgefallen.

Ich wünsche Euch einen angenehmen Sonntag 🍀🥀

Angespannte Lage

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs !)

Überhaupt stelle ich fest, das in unserem Büro und auch in unserem Team eine Menge Anspannung herrscht. Der Einstieg des Groß-Investors in unseren Konzern führt weiterhin zu einer Unruhe in der Firma.

Eine Weile konnte ich es „übersehen“, weil es mir ja gut geht…ich habe KEINEN Stress, komme gut mit der Arbeit zurecht, die Programme laufen einigermaßen störungsfrei und ich habe oftmals sogar eine Art von Sommerloch. Daher kümmere ich mich um meine Aufzeichnungen, die E-Mail-Ablage und die gefühlt 2.000 verschiedenen Anweisungen die in immer kürzeren Abständen geändert werden.

Dazu habe ich aktuell noch eine UST-Sonderprüfung für eine Gesellschaft und der externe Investor bei einer anderen Gesellschaft, der mich schon viele Stunden Arbeit und Nerven gekostet hat, ist auf den letzten Metern vor der Inbetriebnahme der Anlage wieder aktiv und will von mir etwas, was ich ihm nicht geben kann.

Er möchte unseren Netzanbieter eine Klage androhen und benötigt von mir Daten über den Vermögensschaden. Bisher konnte ich ihm aber noch nicht klar machen, das wir noch gar keinen Schaden erlitten haben. Dann sprach er von Darlehnszinsen, die er geltend machen möchte und meine Erklärungen, das die Darlehnszinsen sowie anfallen wegen der Investition, hat er nicht gelten lassen…er wollte von mir eine Berechnung.

Weder sagt er mir auf welchen Zeitraum sich die Zinsen beziehen sollen und noch auf was er eigentlich die Zinsen berechnet haben möchte…also habe ich ihm die Daten für das 2.Quartal gegeben und gleichzeitig geschrieben, das es sich um Zinsen für die Investition, nicht für den Betrieb der Anlage handelt….seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört….da er sich sonst immer überschwänglich bedankt, ahne ich also schon, das er mit meinen Aussagen nicht zufrieden ist.

Ich hatte ihm auch den Kontakt zu unserer Versicherungsabteilung gegeben, da hätte er sich erkundigen können, was er als Schaden geltend machen kann, denn meine Aussagen was ich als Vermögensschaden ansehe, hat er ja abgewehrt mit: das versteht er nicht, er wäre kein Buchhalter. Dabei hatte das mit Buchhaltung gar nichts zu tun.

Aber das Ganze ist nicht mein Problem…er ist der Projektleiter (und Investor)….das ist sein Problem.

Das Gespräch

Als ich Donnerstag ins Büro kam, war ich immer noch nicht wieder gut gelaunt….das mit Kollegin Cordula saß noch in mir wie ein Stachel. Und ja ich bin ein „Stier“ also stur und nachtragend. Aber ich habe im Laufe meines Lebens gelernt, wenn es mich beschäftigt, muss ich darüber sprechen….aber eben besser nicht sofort….lieber eine Nacht darüber schlafen.

Als gegen Mittag Kollegin Cordula alleine in ihrem 2er Büro war, bin ich zu ihr rüber und habe gefragt ob sie kurz Zeit hat….und dann habe ich ihr ruhig gesagt, das es mich sehr getroffen hat WIE sie einen Tag zuvor mit mir gesprochen hat und das ich leider die Angewohnheit habe, sehr spontan und ohne darüber nachzudenken im selben Ton zu antworten…ich bin dann sofort im Verteidigungsmodus und das mir meine Reaktion leid tut, das ich hätte ruhig bleiben und mir ihren Ton einfach hätte verbitten lassen müssen, anstatt in den Abwehr-Modus zu gehen.

Sie hat merkwürdig geschaut und gesagt, ihr wäre es auch aufgefallen, das ihr Ton evtl. nicht passend wäre…und dann hat sie eine Erklärung gebracht, die für mich aber vorne und hinten nicht passte…bis klar war, sie redet von einer anderen Situation innerhalb des Meeting. Auf meine Aussage es gehe um den Anfang des Meetings in dem sie mich ohne Anlass und Vorwarnung und ohne das ich bei diesem Treffen zu dem Thema überhaupt schon etwas gesagt hätte, persönlich angegriffen hatte….da hatte sie keine Erklärung dafür, warum sie so reagiert hat, aber sie hat sich dafür entschuldigt.

Nicht das ich danach schlagartig gute Laune hatte, aber mein Seelenfrieden war wieder herstellt…und ich bin zurück in mein Büro und habe ruhig und konzentriert weiter gearbeitet. Die Angelegenheit ist damit für mich erledigt…aber es hallt noch etwas nach…und wie immer bleibe ich nach solchen Aktionen erst einmal verhalten und ziehe mich etwas zurück.

Denn natürlich bekomme ich bei solchen Gesprächen immer einen Kloss im Hals und die Tränen schießen mir schnell in die Augen….diese Reaktionen meines Körpers kann ich leider nicht kontrollieren und es nervt mich schon mein ganzes Leben….manno, es ist doch nicht notwendig sich auch noch nach außen verletzlich zu zeigen…reicht doch, das ich mich dabei so fühle.

Naja – das bin eben ich und ich werde es wohl nicht mehr an mir ändern können.

Freitagmorgen dann wachte ich mit Kopfschmerzen auf, bin trotzdem ins Büro gefahren…aber es wurde nicht besser – im Gegenteil….also habe ich mich in unserem Abteilungs-Chat krank gemeldet, dann auch noch in unserer Arbeitszeit-Erfassungs-App und bin nach Hause gefahren.

Woher die Kopfschmerzen so plötzlich kommen – keine Ahnung, entweder es ist der Wetterwechsel von „heiß“ auf „frisch“ oder das Thema oben hat mich mehr beschäftigt als mir lieb war oder eine Mischung aus Beidem….ist aber auch egal.

Den gestrigen Tag habe ich hauptsächlich schlafend auf der Couch verbracht….erst am Nachmittag ließen Kopfschmerzen und Übelkeit endlich nach und heute ist alles wieder okay.

Sooo jetzt ist Wochenende und morgen sollen es schon wieder 30 Grad bei uns werden…seufz…zum Glück nicht mehr, wie in anderen Landesteilen….aber für mich ist es einfach eine Belastung und nimmt mir die Freude mich draußen aufzuhalten.

kein Wein um den Ärger runter zu spülen….seufz

Nach einem schwülheißen Tag, ist es nun endlich, nach 22 Uhr, wieder angenehm draussen und ich bin auf den Balkon gegangen.

Es ist schon eine Weile her, das ich dabei den Wunsch verspüre mich dort mit einem Glas Weißwein niederzulassen und die Abendkühle zu geniessen und gleichzeitig einen nicht ganz so angenehmen Tag mit kleinen und bewussten Schlucken eines leckeren Weins runter zu spülen. hahaha – ja manchmal vermisse ich die Selbstverständlichkeit einfach zu einem Glas Wein zu greifen.

Stattdessen gibt es warmen Tee…meiner Gesundheit zuliebe und gebe dem Wunsch nicht nach. Das hebe ich mir für schönere Momente auf, anstatt meinen Frust damit runter schlucken zu wollen. Bis vor 3 Jahren habe ich gerne abends auf dem Balkon gesessen und den Abend bei einem Glas Wein ausklingen lassen. Heute ist es eher eine seltene Ausnahme.

Während sich meine Arbeits-Situation weiterhin angenehm entwickelt, ist die Stimmung im Team sehr unbeständig…Der Frust der Kolleginnen über unseren Chef nimmt stetig zu, und ich hadere mit dem geplanten Büroumzug und den Auswirkungen, die das auf mich und meine Sitzplatz-Situation haben wird.

Kollegin Katrin hat jetzt Ansprüche angemeldet, das sie bei dem Umzug auf der Seite sitzen möchte, auf der ich sitze. Ich bin es gewohnt, das ich das Fenster immer auf der rechten Seite habe…und wie Ihr vielleicht ahnen könnt, möchte ich auch weiterhin genau so sitzen…ich sitze seit mehr als 15 Jahren immer so, das das Fenster auf meiner rechten Seite ist – mir fallen solche Änderungen nicht so leicht….um nicht zu sagen…genau solche Dinge fallen mir schwer.

Aber ich habe auch keine Lust auf einen Streit und habe mich letztlich bereit erklärt…wenn wir sowieso ins andere Gebäude ziehen müssen, mit direkter Sonnen-Einstrahlung und viel mehr Wärme, dazu direkt an der Straße und mehr Durchlauf-Verkehr von Kollegen und mit den Toiletten direkt gegenüber….dann kommt es jetzt auf DAS auch nicht mehr an.

Nachdem ich meinen Kolleginnen also genau das mitgeteilt habe, kam die Mitteilung von unserem Chef, die Raumaufteilung sei ja noch gar nicht fix. Die Büroräume sind noch gar nicht final zugeteilt. Seitdem habe ich das Thema nicht mehr angesprochen…von meiner Seite aus, war alles gesagt und auch meine Kolleginnen haben sich zu meiner Entscheidung nicht geäußert.

Und kaum startet heute unser wöchtenliches Team-Meeting zusammen mit dem Chef, wurde ich ganz unvermittelt von Kollegin Cordula genau zu dem Thema angemotzt…ich hätte umsonst alle verrückt gemacht und das nur weil ich die 1. Variante eines möglichen Sitzplan „aus-spioniert“ habe….

Bitte??? was soll das denn….ich habe von einem jungen Kollegen die Info erhalten, das der Plan in einem der Büros aushängt…also bin ich zusammen mit einer anderen Kollegin, die mit dabei war, hingegangen und wir haben uns den Plan angeschaut und haben ein davon Foto gemacht. Nichts von wegen ausspioniert…das Büro ist offen zugänglich – ebenso der Plan.

Ich war über den gereizt-aggressiven Tonfall von Kollegin Cordula sehr verwundert und habe entsprechend geantwortet und mich verteidigt. Leider reagiere ich immer sehr schnell auf die gleiche Art, wie man mich anspricht…anstatt mir ihren Ton zu verbitten. Tja klug war das nicht von mir.

Im nachhinein ärgere ich mich über mich selbst -aber auch über die Kollegin…aber ich war so überrumpelt ….sooo und das ist der Ärger den ich nun mit warmen Zitronentee versuche runter zu spülen. Was sollte denn dieser verbale Angriff auf mich? und was hat sie überhaupt damit zu tun…es ging um Kollegin Katrin und mich…nicht um sie.

Bei einem weiteren Versuch von Kollegin Cordula mich während unseres Meetings zu einem anderen Thema verbal abzuwatschen, habe ich besser reagiert – und meine Argumentation zu Ende geführt. Sie muss ja gar nicht meiner Meinung sein -aber ich lasse mir das Wort nicht abschneiden.

Letztlich ist es für mich ein Zeichen, wie angespannt die Kollegin gerade ist. den Rest des Meetings blieb ich dann eher stumm….waren eh nicht meine Themen – aber es dauerte noch eine Weile bis der sogenannte „Allgemeine Teil“ beendet war und ich gehen konnte…während die Drei dann noch den spezifischen Teil (der mich nun überhaupt nicht betrifft) besprechen konnten.

Ich bin zurück zu meinem Arbeitsplatz und habe mich für den Rest des Tages nur noch um meine Themen gekümmert….hatte keinerlei Lust mir, von welcher Seite auch immer, die Probleme und Sorgen der Anderen anzuhören. Sollen die das doch unter sich ausmachen…als seelischer Mülleimer war ich mir dann doch zu schade.

Mein restlicherArbeitstag war so dann auch sehr angenehm….aber ich habe mich immer noch geärgert…

It`s Tea-Time

Schon vor einiger Zeit hatte mir Kollegin Katrin vom „Eaton Place“ in Hamburg Altona vorgeschwärmt. Das ist ein kleines Teehaus mit britischem Flair und ganz viel royalem Ambiente.

Im Mittelpunkt stehen 3 Afternoon TeaZermonien. Dabei stehen mehr als 30 Teesorten zur Auswahl, dazu eine Etagere mit verschiedenen Köstlichkeiten, die traditionell zur einem afternoon-tea gereicht werden, kleine Sandwiches mit Gurken, Ei und graved Lachs, warme scones mit clotted creme und verschiedenen feinen Marmeladen und kleinen Petit Fours.

Ich hatte Schwester + Schwager dazu eingeladen, quasi als nachträgliche Geburtstagsfeier. Okay ich hatte bereit Ende April Geburtstag, aber vorher haben wir es zeitlich nicht hin bekommen…denn man muss unbedingt im Voraus buchen und einen Tisch für 3 Personen an einem Samstag zu bekommen, war nicht so einfach. Für 2 Personen wäre es einfacher geworden. Man bucht dabei einen Time-Slot von 2 Stunden, der auch genau eingehalten wird…aber 2 Stunden waren für uns absolut ausreichend.

Ich hatte also 3 x die Variante „Queen Elisabeth“ gebucht…das heißt wir bekamen noch je ein Glas Cremant (oder eine Alkohlfreie Variante wer wollte) als Aperitif dazu. Wir bekamen von einer super netten Bedienung einen genauen Überblick, was uns erwartet und auch die Aufforderung, das wir uns aus den 30 Teesorten so viele verschiedene Tees aussuchen konnten, wie wir wollten. Von jedem Tee wurde dann eine Kanne extra für uns aufgebrüht und in jeder Kanne waren dann so 3-4 Tassen Tee. Es gab nicht nur verschiedene schwarzen Tees, sondern auch grünen Tee, weißen Tee und Früchtetees.

Wir haben uns dann meistens für je 2 Sorten gleichzeitig entschieden. Meine Schwester liebt Schwarzen Tee mit Milch und Kandis, mein Schwager mag den gar nicht, dafür lieber Früchtetee und ich bin auch nur selten für Schwarzen Tee. Alle Tees wurden in einer Karte (eigentlich mehr ein Buch) ausführlich beschrieben und uns auch mündlich erklärt. Dazu gab es auch Erläuterungen zur Etikette…das ist ja etwas, was ich mag, wenn Dinge nach bestimmten Regeln ablaufen.

Tatsächlich fanden meine Schwester und ich einen Schwarzen Tee der uns Beide begeisterte und wir alle Drei waren von einem der Früchtetee begeistert. Tees, die uns gar nicht schmeckten gab es natürlich auch…aber das war kein Problem, die konnten wir wieder zurück geben und dafür den nächsten Tee ordern. Alle war sehr ruhig, gediegen und doch fröhlich und auch lustig. Wir haben 11-12 Sorten probiert und dann von den Tees, die wir im liebsten mochten, auch noch nachbestellt.

Wir hatten 2 kurzweilige Stunden in dem Teehaus und haben am Ende unsere Lieblings-Teesorten auch noch zum Mitnehmen gekauft. Günstig war das alles natürlich nicht , es kostete 59 EUR pro Person. Aber alle Tees, zusammen mit den Leckereien auf den Etageren und die super Betreuung ….das war ein echtes Erlebnis…hat Spaß gemacht und war jeden Euro wert.

Wem der Name „Eaton Place“ irgendwie bekannt vorkommt, kennt wahrscheinlich noch die britische Fernseh-Serie „Das Haus am Eaton Place“ aus den 70er Jahren. Es ging um das Leben einer wohlhabenden Londoner Familie und deren Dienstboten in der Zeit von 1903 bis 1930. Diese Serie war tatsächlich ein Teil meiner Kindheit.

Erkundungsrunde – Bad Segeberg

Bald ist es für uns soweit mit dem Besuch der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg. Da es um die Feinplanung ging und ich noch nie so richtig IN Bad Segeberg war, wollte ich mir das Ganze mal Vorort anschauen., denn es würde nicht mehr lange dauern, bis meine Schwester mich fragt: wann und wo treffen wir uns hahaha..

Letzten Sonntagbin ich also die knappen 70km dorthin gefahren…habe direkt am Marktplatz geparkt und anhand der Menschen die alle zum Kalkberg hochgelaufen sind, schon mal direkt einen Eindruck bekommen, wo wir hin müssen, wie weit die Entfernungen sind, wo es Parkplätze für die Besucher gibt und überhaupt wo man sonst noch so parken kann.

Bei schönem Wetter (sonnig, leicht kühl mit Wind) bin ich erst durch den Innenstadt Bereich gelaufen , habe nach Restaurants Ausschau gehalten, wo wir an dem Tag dann vorher Essen gehen können..und war in einem Bäckerei-Café für eine kleine Stärkung ….hmmm eine Zitronen-Joghurt-Cremeschnitte….sehr lecker

Dann bin ich über den Friedhof runter zum großen großen See gegangen. Ja hoppla der ist ja richtig groß…das war mir gar nicht bewusst. Ganz spontan bin ich dem Weg am Wasser entlang gefolgt und habe beschlossen ihn komplett zu umrunden…allerdings musste ich erst das Internet zu Rate ziehen, ob das überhaupt möglich ist und ja es ist möglich und bedeutet eine ungefähre Strecke von ca. 8 km (die Angaben im Internet waren sehr unterschiedlich) lt. meinem Fitness-Tracker.

Immerhin war ich an dem Morgen bereits 1,5 Stunden im Fitness-Studio zum Krafttraining, hatte also eigentlich keine weitere Sporteinheit geplant. Aber mir ging es super, das Wetter war ideal und ich hatte einfach Lust darauf und es war ein wirklich schöner Weg direkt am Wasser unter Bäumen…schön geschützt vor der Sonne

und später dann führte der Weg eine ganze Weile weg vom See…aber man konnte ihn immer noch sehen, manchmal auch nur erahnen.

In Stipsdorf musste ich den Wanderweg dann erst einmal suchen, der war schlecht ausgeschildert..was wirklich half, waren die vielen Schilder an Einmündungen auf denen stand, das es sich bei dem Weg NICHT um den Wanderweg handelt…hahahaaa…dadurch wurde man quasi auf indirekte Weile auf den richtigen Weg geleitet….über kleine Wege, an Feldern vorbei….abwechslungsreich und sehr schön zu laufen.

Als ich wieder am Ausgangspunkt ankam, war ich sehr zufrieden mit mir. Diese Runde  mache ich bestimmt bald wieder und ich hatte jetzt alle Informationen für die Feinplanung.

Aus 3 Restaurants habe ich meiner Schwester die Wahl gelassen und wir haben uns letztlich für ein indisches Restaurant entschieden und auch für eine Uhrzeit und mein Schwager hat uns noch einen Besuch IM Kalkberg gebucht…

Zwischenstopp im Altoner Volkspark

Ich habe schon öfter mal erwähnt, das ich manchmal – wenn ich nach Feierabend im Büro in Hamburg, noch anschließend in Pinneberg etwas zu tun habe – dann fahre ich über eine der „Nebenstrecken“. Dabei komme ich in Hamburg automatisch am Altonaer Volkspark vorbei…und mache dort ganz gerne mal Halt für einen Spaziergang durch Park und Rosengarten mit dem Honighaus.

So auch am Freitag vor einer Woche…ich hatte in Pinneberg am späten Nachmittag einen Termin beim Friseur und musste noch knappe 3 Stunden überbrücken. Eigentlich war der Plan an dem Tag noch etwas länger zu arbeiten…aber dazu konnte ich mich nicht motivieren. Es war mit 28 Grad an dem Nachmittag auch ziemlich warm und wurde zunehmend schwüler…später sollte es noch regnen und und irgendwie war bei mir die Luft raus.

Also bin ich zum Park gefahren…habe mein Auto im Schatten abgestellt und bin langsam zum Rosengarten geschlendert…für einen zügigen Spaziergang war es mir eindeutig zu warm..

Verteilt in dem Rosengarten stehen alte Holzbänke und Holzsitze herum, manche davon unter Bäumen im Schatten…also habe ich mir ein schattiges Plätzchen auf einer Bank gesucht und es so gemacht, wie andere auch…Schuhe und Socken ausgezogen und mich auf die Bank gelegt…meine Tasche dabei als Kopfkissen…..und immer wieder ging ein leichter Wind….haaach wunderbar…so lässt es sich aushalten.

Ich habe den Wolken zugeschaut, sogar ein paar Minuten die Augen geschlossen…später dann habe ich etwas online gelesen. Das war pure Entspannung…wenn mir persönlich auch etwas zu warm.

Als die Sonne öfter hinter der Sonne verschwand bin ich zum Honighaus geschlendert und habe mir einen Eis-Kaffee gekauft und mich auf so einen Holzstuhl gesetzt….denn die Bank auf der ich mich vorher ausgebreitet hatte, war bei meiner Rückerkehr anderweitig belegt…kein Problem – kann ich gut verstehen – mir hat es ja auch gut gefallen.

Jaaa normalerweise versuche ich Plastik so gut es eben geht zu vermeiden und Sprühsahne ist jetzt auch nicht so mein Ding…die einzige Alternative wäre heute der Verzicht gewesen, da ich weder meinen eigenen Becher eingesteckt hatte, noch eine Alternative zur Verfügung stand. Aber ich wollte nicht verzichten…es war trotzdem lecker und ich habe es bewusst genossen.

Die Wolken wurden mehr, der Wind frischte leichte auf….also bin ich später noch langsam durch den Park geschlendert, bevor es dann Zeit wurde weiter nach Pinneberg zu fahren. Das war das vorletzte Mal, das ich den Friseur dort aufsuchen kann. Meinen letzten Termin dort hab ich schon für den August gebucht.

Ab September wird die Filiale geschlossen und die Friseurinnen werden dann in die Filiale Elmshorn wechseln…und ich wechsle mit. Von Quickborn aus nach Elmshorn ist es ähnlich weit, wie nach Pinneberg und auch von Hamburg aus ist es okay. zu erreichen..nur komme ich dann nicht mehr so ohne Weiteres am Volkspark vorbei, um dort halbwegs spontan einen Stopp einzulegen. Werde ich trotzdem machen…aber eben dann richtig geplant…weil es einen kleinen Umweg bedeutet.

Mit einem frischen Sommer-Haarschnitt ging es dann weiter nach Hause…unterwegs habe ich noch an einem Stand Kirschen und Stachelbeeren gekauft…und als es schon nach 22 Uhr am Abend wieder angenehm kühl wurde, bin ich noch eine kleine Walking-Runde entlang der Felder gelaufen

unbeabsichtigte Blogpause – rundherum Wohlfühlen

Nach meiner unbeabsichtigten Blog-Pause, bin ich jetzt mal wieder da. Die Blog-freie Zeit war nicht geplant, kam weder aus Zeitmangel, noch aus anderen bewussten Gründen. Es war mir einfach nicht nach Schreiben. Mir ging es sooo gut, das ich diese emotional entspannte Zeit mit Erstaunen erlebte und einfach auf mich wirken lassen wollte…und es hat sich sooo gut angefühlt.

Es klingt irgendwie bescheuert, aber es fühlte sich für mich fast fremd an, mich rundherum wohl zu fühlen…so ganz ohne Stress und ohne Sorgen. Kein Überstunden, aktuell keine Probleme zu lösen…alles läuft – irgenwie…also nicht alles läuft komplett runde…aber es läuft.

Jaa ich habe immer wieder darüber nachgedacht, einen Beitrag zu schreiben…weil, ich hatte schon Einiges, über das ich berichten wollte…andererseits war ich so damit beschäftigt, diese neue Entspanntheit in mich aufzusaugen, das ich mich privat nicht an den PC setzen wollte hahahaa.

Während unseres Monatsabschlusses Anfang Juli, hat diese (für mich) extreme Entschleunigung eine kleine Delle erhalten….aber das war nur an 2 Tagen, die mich etwas nervös haben werden lassen…immerhin gibt es schon wieder neue Anweisungen und damit neue Routinen, an die wir uns erst gewöhnen müssen…und die letzten Daten kamen tatsächlich erst AM Reporting-Tag – unfassbar. Aber im nachhinein kann ich sagen, ich habe es gut geschafft und bin sogar zufrieden mit den meisten Neuerungen…allerdings müssen die zentralisierten Buchungen unbedingt früher kommen, damit ich noch Zeit habe, diese noch orgendlich mit zu verarbeiten.

Kollegin Katrin hat diese unsichtbare Wand zwischen uns aufgelöst – aktuell fühlt es sich fast so an, wie „früher“…mal sehen, wie lange das anhält. Auch bei ihr es entspannter…es ist halt Sommer – auch bei uns an den deutschen Standorten und vor allem in der Zentrale sind die meisten Kollegen im Urlaub. Es gibt dort nur eine Art Notbetrieb für das Nötigste…auch nach 6 Jahren überrascht mich das immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit ein – gefühlt – ganzes Land gleichzeitig in Sommerurlaub geht hahahaaa.

Mir geht es also immer noch gut…ich gehe regelmässig 2x in der Woche ins Fitnessstudio, ja auch während der heißen Tage. Bei den ganz heißen Tagen, habe ich dann weniger gemacht: weniger Gewicht, weniger Wiederholungen oder weniger Durchgänge…dann gibt es keine 2500m auf der Rudermaschine, sondern mal nur 1000m….ich passe das so an, das es zu meiner Verfassung an dem Tag passt. Hauptsache ich gehe hin und hinterher fühle ich mich immer wunderbar.

Nagut, bis auf diesen Mittwoch…aber das war meine eigene Schuld. Ich hatte für das Mittagessen Spaghetti mit Knoblauch-Garnelen dabei und schon kurze Zeit später kamen heftige Symptome und habe eine Allergietablette nehmen müssen. Leider wird meine Garnelen-Allergie mit jedem Jahr schlimmer, dabei esse, ich die wirklich nur noch ganz selten. Ich hatte dann bereits am frühen Nachmittag Feierabend gemacht und merkte bereits auf der Fahrt nach Norderstedt wie ich müder und müder wurde…alles fühlte sich schwer und bleiern an….nanu…also sooo habe ich auf die Allergie-Tablette noch nie reagiert.

Entsprechend war meine Leistungsfähigkeit beim Sport stark eingeschränkt …aber ich habe alle Übungen gemacht…wenn auch wirklich nur ganz moderat….und auch die anschließende Dusche half nicht gegen die bleierne Müdigkeit….kaum hatte ich mich zuhause auf die Couch gesetzt, war ich auch schon eingeschlafen und bin auch erst ca. 2 Stunden später wieder aufgewacht. Da war dann alles wieder gut. Eigentlich sind das Tabletten, die eben nicht müde machen sollen….wer weiß, was da zusammen kam.

Ich hatte in den letzten Wochen, nach mehr als 30 Jahren, wieder angefangen zu stricken…Zuerst einen Loop-Schal und dazu passend dann noch eine Mütze…..meine Schwester hat Beides zu gefallen und als ich ihr die beiden Teile anbot, hat sie freudig zugegriffen. Die Mütze war für mich sowieso etwas zu klein geraten…also habe ich mit derselben Wolle noch einmal eine Mütze gestrickt…die passt jetzt und aktuell bin ich an dem entsprechenden 2. Loop-Schal. Das ich noch mal die Geduld für`s Stricken aufbringe, hätte ich nicht gedacht…aber es macht mir tatsächlich viel Spaß.

Ich wünsche Euch einen schönen entspannten Freitagabend …sitze jetzt auf dem Balkon und geniesse die leichte Abendbrise bei sanfter Musik und mit einem Becher Tee….hahahaa herrlich die Hitze ist jetzt erst einmal für die nächsten Tage wieder vorbei.