Neues aus dem Büro – eine unsichtbare Wand

Ich stelle aktuell fest, das mein erster Impuls beim Schreiben, nicht mehr unbedingt meinem Job gilt. Wenn ich mich an den PC setze, weiß ich oft noch gar nicht genau, über was ich schreiben werde. Sobald ich die Finger auf die Tastatur lege…fange ich einfach an zu schreiben und wundere mich manchmal bei welchem Thema ich lande.

Und manchmal, wenn ich mir ein Thema vornehme, bin ich am Ende überrascht, das ich doch irgendwann mittendrin den Fokus verändere hahaha.

Sooo in meinem Job ändert sich tatsächlich immer noch sehr viel, oft kurzfristig, nur mit rudimentären Anweisungen aus DK – „mach erst mal und dann sehen wir dann“ – das ist das Motto , aber ich kann damit momentan gut umgehen…ich bin ruhiger geworden und entspannter, nehme viel mehr hin und akzeptiere die Dinge, wie sie nun mal sind. Was daran liegt, das ich nicht mehr der Arbeit hinterher hetzen muss, sondern alles im Griff habe – auch wenn es immer noch Problem mit den Systemen gibt.

Anfang Mai hatte ich in meinem Beitrag „wie durch ein Brennglas“ von Kollegin Katrin erzählt, die sich manchmal selbst im Weg steht…seitdem hatte sie ein Gespräch mit unserem Chef, der ihr aber leider nicht vermitteln konnte, wo er das Problem sieht – nämlich bei ihr.

Mit mir hat sie seitdem erst einmal nicht mehr gesprochen, und wenn dann nur noch über Privates – aber nur Positives…gar nichts Negatives….immer mit einem Lächeln, das ja alles in Ordnung sei. Es war super anstrengend, weil ich genau gespürt habe, das es eben nicht ehrlich ist. Sie wollte partout nichts mehr von der Firma oder unserem Chef erzählen und auch wenn ich versucht habe das Thema mit ihr zu klären…sie blockte alles ab, sobald ich auch nur in die Nähe dieses Thema`s kam. Ich kam einfach nicht mehr an sie heran.

Also hab ich das gemacht, was ich dann immer mache, ich war weiterhin freundlich und nett und habe ihr weiterhin diese kleinen lustigen Anekdoten aus meinem Alltag erzählt, sie aber ansonsten komplett in Ruhe gelassen. Ich habe also signalisiert, das ich mit ihr kommunizieren möchte, es aber ihr überlassen, dieses auch zu tun.

Kollegin Kordula war ab dem Zeitpunkt Ihr Ansprechpartner für alles Negative was sie loswerden wollte, vor allem über unseren Chef. Aber auch sie ist bei dem Thema „Chef“ und „Kommunikation mit mir“, nicht bis zu ihr durchgedrungen. Sie blockte alles ab.

Wir waren etwas ratlos, haben sie machen lassen. Im Laufe der Wochen wurde es dann besser. Sie hat gemerkt, das ich mich zurück gezogen habe und fing dann langsam wieder an, mit mir über dies und das zu plaudern…ich bin locker darauf eingegangen und so kam dann irgendwann auch wieder ihre lockere Herzlichkeit in unsere Gespräche, die ihr wohl auch gefehlt haben.

So langsam berichtete sie auch wieder das ein oder andere über die Firma – auch Negatives…aber NICHTS mehr über den Chef. Mit mir wollte und will sie nicht mehr über unseren Chef reden – das habe ich mir verscherzt, indem ich es mehr als einmal gewagt habe, ihre Aussagen nicht zustimmend hinzunehmen, sondern Partei für den Chef ergriffen habe. Eigentlich habe ich nur relativieren wollen, das ja nicht alles schlecht ist und er sich doch echt zum Positiven entwickelt hat.

Übrigens auch Kollegin Kordula muss sich bei dem Thema immer noch zurückhalten…Katrin WILL einfach nicht hören, das wir zumindest teilweise anderer Meinung sind.

MIR tat und tut es gut, nicht mehr ständig mit ihrer Unzufriedenheit konfrontiert zu werden, denn es lässt mich ja nicht kalt wenn sie sich unwohl fühlt, aber es ist auch anstrengend und mit dem Zuspruch den sie von mir erhalten hat, konnte sie nichts anfangen und auch gut gemeinte Hinweise wie sie evtl besser damit umgehen klönnte, kamen bei ihr nicht an und etwas relativierendes oder gar Positives will sie ja nicht hören…das macht es auch nicht leider. Mir geht es also besser…aber ich habe die Offenheit unserer Gespräche verloren.

Inzwischen plaudern wir also wieder in unserem Dreier Chat oder auch mal nur zu Zweit…plaudern wenn wir in unserem gemeinsamen Büro zusammen treffen und es scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung. Wir hatten uns sogar am Freitag zu Dritt (alle 3 waren wir im Homeoffice und wohnen ja nicht allzu weit auseinander) in einem Restaurant zum Mittagessen verabredet und es war lustig und nett – aber….

…es ist eben nicht alles gut. Ich spüre diese unsichtbare Wand, die vorher nicht da war und ich kann sie nicht durchbrechen. Wir können sie nicht durchbrechen. Kordula meinte auch, sie hatte gehofft, wir könnten das Thema noch einmal beim Essen anschneiden…aber es kam nicht dazu. Die Stimmung wäre dann sofort zerstört gewesen und das wäre dann wohl auch das letzte Treffen dieser Art gewesen.

Wir hoffen einfach weiter, das sie anfängt sich öfter mal selbst zu reflektieren, warum sie so unzufrieden ist und was sie machen könnte, um es zu ändern.

Es fehlt an Kraft

Was ich mir in dieser „Hitze-Woche“ nicht habe nehmen lassen: ich war tatsächlich 2x im Fitness-Studio und es hat mir so richtig gut getan.

Mir war es wichtig, das ich jetzt nicht gleich nach 2 Wochen wieder aufhöre, „nur“ weil es warm bzw. heiß draussen ist…für mich ist es wichtig, da wieder eine Art von Routine rein zu bekommen. So bin ich Dienstag nach Feierabend im Homeoffice, nach Norderstedt gefahren und Samstagmorgens um 7 Uhr das zweite Mal für diese Woche.

Das Fitnessstudio versucht mit mobilen Klimageräten und Ventilatoren eine angenehmes Raumtemperatur zu halten und jaa das ist auch (bisher) gelungen. Aber na klar schwitze ich dort sowieso- immerhin mache ich Krafttraining, d.h. ich gehe mit Gewichten und Wiederholungen an meine Grenzen.

Seit meinem Wegzug aus Pinneberg war ich nicht mehr regelmässig in einem Fitnessstudio…aber meine eigenen Hanteln und kleinen Hilfsmitteln wie Wackelbrett, Gewichtsmanschetten und Therabänder ersetzen eben keine Beinpresse, Latzug und sonstige Maschinen. Ich konnte mich zuhause auch mit meinen Gewichten nicht steigern.

Stattdessen habe ich über die Firmen-Fitness-Apps Online Yoga, Pilates, Bauch- und Entspannungsübungen, sowie regelmäßig Dehnübungen gemacht. Mit meinen Walkingrunden 4-5x die Woche und ab und an etwas Schwimmen oder Radfahren war ich trotzdem viel mehr im Kardio-Bereich unterwegs. Mir fehlte schlicht und einfach das pure Krafttraining.

Ja klar hab ich gesehen, das mein Körper noch „weicher“ geworden ist….und ja gerade im Bauchbereich gefiel mir das überhaupt nicht…aber so richtig aus dem Quark gekommen bin ich trotzdem nicht. Zum ersten Mal gemerkt habe ich den Kraftverlust, als ich im Frühjahr einen 60l Sack Blumenerde nur mit sehr großer Mühe heben konnte. Den habe ich dann doch lieber liegen gelassen und einen kleineren Sack mitgenommen.

Aber auch dann noch hat es gedauert mich zu überwinden wieder in ein Fitness-Studio zu gehen, dabei geht es eigentlich ganz einfach, weil ich über die Firmen-Fitness-App bei vielen Studios schnell Zugang bekomme, ohne mich für eines fest entscheiden und binden zu müssen.

Doch jetzt setzte mein Kopf wieder ein: hmmm ich muss ja dahin fahren, dann treffe ich wieder auf viele Leute, dann wird es mir wieder schnell zu laut und zu eng….dann muss ich mich da mit den Trainern besprechen usw. Alles Dinge die mir nicht so leicht fallen.

Aber das habe ich vor ein paar Wochen überwunden, habe mir eines angeschaut und mir eine Zugangskarte ausstellen lassen…jetzt kann ich jederzeit während der Öffnungszeiten hinfahren, auch wenn keine Trainer vor Ort sind.

Ich war jetzt ein paar Mal da und es gefällt mir noch ganz gut. Die Geräte verteilen sich auf mehrere Räume auf 2 Etagen und zu den Zeiten wenn ich gehe, sind nur wenig Menschen dort und die Öffnungszeiten sind prima, weil auch am Wochenende ganz früh am Morgen geöffnet ist, was mir sehr entgegen kommt.

Ich musste meinen Trainingsplan auch nicht vorlegen oder absprechen. Wenn ich einen neuen Trainingsplan haben möchte, kann ich mich melden…aber das ist meine Entscheidung. Wenn ich eine Geräte-Einweisung bekommen möchte, kann ich jederzeit während der Anwesenheitszeiten der Trainer danach fragen. Brauche ich i.d.R. aber nicht…die meisten Geräte sind mir seit vielen Jahren vertraut.

Es sind nette Menschen dort…bin mit einigen auch schon mal ins Gespräch gekommen. Prima – ich habe hier also maximale Freiheit, genau so wie ich es mag.

Aber die Unsitte auf den Trainingsflächen zu Telefonieren und das mit Lautsprecher-Funktion, so das man ganzen Gesprächen folgen kann, gibt es hier leider auch. Seufz…lustigerweise eher bei den Frauen, als bei den Männern. Das kannte ich bisher nur anders herum. Ich habe bereits einmal gebeten, doch bitte wenigstens die Lautsprecher-Funktion auszustellen und das Handy ans Ohr zu nehmen, während sie auf dem Stepper stand und ich mich direkt davor auf dem Rudergerät aufwärmte.

Also das Krafttraining tut mir gut…habe auch schon 2x die Gewichte erhöht und fühle mich nach dem Training jedes Mal gefordert, aber auch erfrischt…und auch das Duschen Vorort ist angenehm…so brauche ich nicht total verschwitzt ins Auto zu steigen. Ich bin also auf guten Wege meine Muskelkraft wieder aufzubauen.

Erkenntnisse aus der 1.Hitzewelle in diesem Jahr

Ich habe in dieser Woche einiges über mich gelernt. Ich kann im Moment tatsächlich besser mit Hitze umgehen, als ich überhaupt vermutet habe.

Meine Wohlfühltemperatur liegt normalerweise bei 20-21 Grad. Alles was darüber hinaus geht, gefällt mir nicht mehr. Aber in den letzten Tagen fühlten sich bis 24 Grad auf einmal doch ganz angenehm an, ohne das es mich belastete… 25 Grad war dann die Steigerung und jaaa das ließ sich auch noch aushalten.

Kein Wunder also, das mich die bis zum Wochenende angesagten 38 Grad (im Schatten) Anfang der Woche in eine Art Panik-Modus katapultierten. Aber es fing ja langsam an…zum Glück.

So waren die Außentemperaturen mit 30-31 Grad okay, weil ich in der Wohnung die Temperatur erst einmal bei 23 Grad halten konnte und auch im Büro waren es nie mehr als 24 Grad. Die Büros der Buchhaltung haben keine direkte Sonneneinstrahlung und ich habe um kurz nach 6 Uhr morgens angefangen zu arbeiten und konnte daher die Morgenkühle zum querlüften nutzen.

Aber mit jedem Tag wurde es draußen heißer und auch während der Nächte blieb es heiß Wenn ich bei 29Grad um 23 Uhr ins Bett gehe, brauche ich das Fenster gar nicht zu öffnen, wenn meine Raumtemperatur bei 25 Grad liegt. Frische Luft ist das dann zwar auch nicht mehr – aber egal.

Während der Nacht, wenn die Temperatur endlich draußen niedriger war als drinnen, habe ich gelüftet. Aber es fehlte der Wind um die warme Luft aus den Zimmern zu pusten…

Gestern nun erreichten, bei 38 Grad Außentemperatur (im Schatten), meine Räume am späten Nachmittag 26 Grad…dazu wurde die Luft feucht-Schwül…und da ich die letzten beiden Nächte schon echt schlecht geschlafen hatte, ging es mir ab da nicht mehr gut. Das war der Kipppunkt in meinem Wohlbefinden.

Um 3 Uhr heute morgen habe ich dann wieder alle Fenster und die Balkontür aufgerissen…erst kamen die Blitze, dann Blitz und Donner und etwas Wind und DANN kam der Regen..

Draußen sind es aktuell an diesem Morgen 20 Grad und sollen am heutigen Sonntag auch „NUR noch“ auf 30 Grad steigen. Aber trotz der „böig auffrischenden Winde“ sinkt die Temperatur in den Räumen nicht so schnell, wie ich gerne hätte. Obwohl ALLE Fenster weit geöffnet sind.

Aber egal, mit den aktuellen 24 Grad in den Räumen, bin ich wieder in einem Temperatur-Bereich in dem ich mich wieder wohl(er) fühle. Ich bin also tatsächlich etwas Hitze-resilienter geworden.

Mir geht es damit wesentlich besser, als meinen Freunden, den Rentnern in Hessen. Die haben einen Reihenmittelhaus mit Außenjalousien am Rande eines Dorfes mit direkter Sonneneinstrahlung von Vormittags bis Abends auf der Terrassenseite. Der Rentner schrieb gestern, das sich ihr Haus komplett aufgeheizt hat und das er sogar im Keller 30 Grad gemessen hat….ohhje die Armen…sie haben sich jetzt entschieden eine Klimaanlage ins Haus einbauen zu lassen. Es ist ein Hausreihe aus den 80ern mit großen Fensterfronten. Ein Handwerker war in dieser Woche schon mal da um sich das anzuschauen und zu beraten.

Ich bin froh das ich mich in rechtzeitig um die „Sonnenschutz-Folie“ gekümmert habe….OHNE den Hitzeschutz vor den Fenstern wäre meine Bilanz dieser ersten Hitzewelle in diesem Jahr, sicher auch wesentlich negativer ausgefallen.

Ich wünsche Euch einen angenehmen Sonntag 🍀🥀

Neue Hitze-Strategie – Funktion vor Ambiente

Ich habe vor ca. 2 Monaten im Internet nach Möglichkeiten gesucht, wie ich meine Wohnung – ohne bauliche Veränderungen – besser vor der Hitze des Sommers schützen kann.

Ich wohne zur Miete und die Wohnung hat keine Außen-Jalousien und dadurch das jetzt die Bäume vor meinem Balkon gefällt bzw. gekappt wurden, bekomme ich auf der Wohnzimmer-Seite viel mehr Sonne ab, als die Jahre zuvor.

Bereits im Frühjahr konnte ich feststellen, das bei moderaten Außen-Temperaturen mit gleichzeitigem strahlendem Sonnenschein, die Temperatur an meiner langen Fensterfront im Wohnzimmer (von außen gemessen) bei über 30 Grad lag…natürlich in der Sonne gemessen…und meine Wohnzimmer-Innen-Temperatur kletterte da schon auf gute 25 Grad.

Ich ahnte da schon, das meine innen-liegenden Thermo-Vorhängen, für einen heißen Sommer nun einfach nicht mehr ausreichen würden.

Im Internet fand ich dann eine „Aluminium-Sonnenschutz-Folie mit Saugnäpfen 9mm Stärke“…die kann man Innen – aber auch Außen anbringen. Man misst einfach die reine Fensterfläche (ohne Rahmen) und kann fast jede Breiten- und Höhen-Kombination bestellen. Das hab ich testweise für ein paar Fenster getan.

Bei den ersten heißeren Tagen vor ein paar Wochen, hatte ich diesen Sonnenschutz erst einmal innen am Wohnzimmer-Fenster angebracht. Es ist eine reflektierende dicke Alu-Folie (bei 9mm ist es eher eine stabile Matte, als eine Folie) und jaa es funktionierte wirklich gut, musste aber feststellen, das die Scheibe dabei richtig heiß wird. Die Sonne dringt durch die Fensterscheibe, trifft auf die Schutzmatte und die Wärme kann nicht abgeleitet werden, also bleibt sie zwischen Matte und Scheibe…das macht auf Dauer keinen Sinn.

Das geht aber wunderbar an der Front-Seite des Hauses, wo die Sonne nur 1-2 Stunden auf den Fenstern steht….aber so geht es nicht im Wohnzimmer. Hier kann ich zum Glück diese Sonnenschutz-Matte von Außen, also vom Balkon aus, anbringen und jaaa so macht es Sinn.

Gestern nun hatte die Folie ihren ersten Härtetest…und das hat super geklappt. Als ich nach Hause kam, war in der gesamten Wohnung eine Temperatur von 22 Grad – AUCH im Wohnzimmer.

Beim Blick auf das kombinierte Innen-Außenthermometer im Wohnzimmer konnte ich den Erfolg ablesen: Draußen vor dem Fenster in der Sonne : 41,6 Grad, drinnen direkt am Fenster: 24,2 Grad….da ja noch die Thermovorhänge zugezogen waren, blieben die 24 Grad zwischen Fenster und Vorhänge…und im Raum selber waren es so nur 22 Grad – obwohl ich diese Fenster-Folie nur für einen Teil des großen Fensters genutzt habe (hahaha bevor ich das Geld für eine so große Fensterfläche ausgebe, wollte ich es ja erst einmal testen).

Die Fenster-Folie seht Ihr auf dem Bild oben nicht….das was Ihr da vor dem Fenster seht, ist Teil eines Sonnendaches, welches ich als provisorischen Schutz vor das Fenster gestellt hatte.

So nun aber zu den Nachteilen….denn diese Folie ist für die Meisten wahrscheinlich keine Alternative – sie dunkelt die Räume Innen wirklich sehr stark ab, was bedeutet, wenn man das in der gesamten Wohnung macht, wird es sehr dunkel, so das man teilweise schon das Licht anmachen muss. Mir macht das nichts aus….ich mag auch das halbdunkle.

Außerdem ist es etwas umständlich jeden Tag die Folie an den Fenstern anzubringen. Auf der Frontseite des Hauses (mit wenigen Stunden Sonne) nutze ich die Saugnäpfe nicht, sondern schiebe die Folie einfach zwischen Fenster und Sichtschutz-Plissees die da schon hängen hahahha…. das geht schneller UND ein letzter Nachteil: sie ist unglaublich hässlich.

Ich halte mich eigentlich für einen Ästheten, aber in diesem Falle ist es mir ehrlichweise sch…..ss-egal wie es aussieht…ich muss meine Wohnung niemandem präsentieren und da geht mir Funktion vor Ambiente.

Mein Fazit lautet: Die Sonnenschutz-Folie macht genau das, was sie soll: sie hält bei direkter Sonnen-Einstrahlung die Wärme davon ab, meine Wohnung unkontrolliert aufzuheizen. Ich werde mir jetzt auch noch für das Wohnzimmer für Fenster und Balkontür passende Folien bestellen.

Für mich ist das eine tolle Methode und ich fühle mich der Hitze nicht mehr so ausgeliefert.

Ein Tag in: Hamburg-Schnelsen

An meinem letzten Urlaubstag (Dienstag)  hatte ich Vormittags einen Termin beim Optiker in Schnelsen, um mir eine Gleitsicht-Sonnenbrille anpassen zu lassen. Hier war ich auch schon die letzten Male gewesen….in dem Laden ist es nicht so hektisch und der ist auch nicht so überlaufen und mit dem vorher vereinbarten Termin, ist es dann auch echt angenehm dort.

Vorher war ich aber noch im Arriba-Bad in Norderstedt zum Schwimmen. Da ich immer noch leichten Muskelkater vom Fitness-Studio hatte….habe ich es locker angehen lassen und bin lediglich meine 40 Bahnen (= 1 km) geschwommen…so hatte ich auch kein zeitliches Problem mit dem nachfolgenden Optiker-Termin. Konnte mich danach in Ruhe fertig machen und bin direkt nach Schnelsen gefahren.

Die Optikerin, die ich dieses Mal hatte, war super nett und wir haben während des Termins angeregt geplaudert…das hat Spaß gemacht. Lachen mussten wir Beide, als ich mit schlafwandlerischer Sicherheit genau zu demselben Model gegriffen habe, wir vor knapp 2 Jahren…das konnte sie in ihren Unterlagen sehen….Okay – dann habe ich mich doch für ein anderes Model und eine andere Farbe entschieden hahaha.

Nach dem Termin war es schon fast Mittag und ich bin noch ein wenig durch die umliegenden Geschäfte gestreift und habe mir 2 ärmellose Blusen gekauft- der Sommer steht ja vor der Tür.

Eigentlich habe ich wirklich genügend anzuziehen und ich hab mir für diesen Sommer ein Zukauf-Verbot erteilt….aber diese 2 Blusen fand ich einfach zu schön…also her damit.

Anschließend bin ich zum Mittagessen in das Steakhouse nebenan gegangen und jaaa ich habe mir ein Rib-Eye-Steak (auch Entrecôte genannt) medium-rare bestellt und dazu ein Glas Chardonnay….das war ein Hochgenuss. Da ich Beide nur noch selten auswähle (wegen s.o.), zelebriere ich es viel mehr.

Später war ich noch in einem nahegelegenen Park spazieren…aber nur etwas mehr als 1/2 Stunde…das sollte für diesen Tag reichen. Es war zwar leicht wärmer geworden…also ca.16 Grad, aber der Wind war noch viel zu stark und ich hatte nur eine dünne Strickjacke an, aber nichts um meinen Hals zu schützen…mir war also kalt.

Wieder zuhause angekommen, habe ich mich für den Rest des Tages zuhause verkrümelt und einfach die letzten Stunden meines Urlaubs in Ruhe und voll zufrieden genossen.

Cholesterin-Blocker…..geht doch

Während meines Urlaubs war es mal wieder soweit, das ich zur ärztlichen Kontrolle musste…jedes 1/4-Jahr wird mein LDL-Cholesterin überprüft, denn um die Arteriosklerose zu verlangsamen, ist es wichtig, das sich keine weiteren Ablagerungen in meinen Arterien bilden…und maßgeblich dafür ist das LDL-Cholesterin.

Ich hatte es ja schon mehrfach erwähnt. Bei Frauen gilt ein Wert von 160mg/dl als zu hoch…normal ist ein Wert unter 116 mg/dl. Das gilt für Frauen OHNE Vorerkrankungen. Mein Wert lag im letzten Jahr mit durchschnittlich 78mg/dl also weit unter dem Normalwert, aber eben für meine Vorerkrankungen (Arteriosklerose und eine mittelgradig defekte Herzklappe) immer noch viel zu hoch.

Für Menschen, wie mich, gilt ein Zielwert von unter 50mg/dl…mein Kardiologe wollte aber (weil ja noch so „jung“) einen Wert von unter 40mg/dl…aber irgendwie kam ich nicht bis dahin, trotz Ernährungsumstellung und Sport usw…aber lt. Arzt kann man seine Cholesterin-Werte nur zu ca. 30% über Ernährung und Lebensweise steuern…wenn das nicht ausreicht, müssen eben Medikamente her.

Deshalb habe ich Anfang des Jahres noch zusätzlich zu den ganzen Tabletten, die ich sowie täglich nehme, noch eine weiteres Medikament verschrieben bekommen: einen Cholesterin-Blocker und siehe da…endlich bin ich in einem Bereich der akzeptabel ist.

Bei der jetzigen Kontrolle waren es 36ml/dl …. endlich nach 3 Jahren bin ich so eingestellt, das ich damit gut leben kann…und auf eine Tablette mehr oder weniger kommt es ja nicht an….Hauptsache ich muss so schnell nicht unters Messer.

Das Ende einer schwierigen Beziehung …

Manchmal passiert unerwartet etwas Unaufgeregtes, Kleines ….und hat doch große Auswirkungen.

Gestern Abend ist mir so etwas passiert. In einem Film, dem ich eigentlich nur beiläufig Aufmerksamkeit geschenkt habe, hat am Ende eines Krimis, ein Mann seine Freundin um Verzeihung gebeten, weil er sie jahrelang angelogen hat, weil er als Polizist undercover gearbeitet hat…eigentlich eine total kitschige, über-romantisierte Situation..

….aber plötzlich war der Film weit weg und mir kamen die Tränen, als ich auf einmal feststellte, das ich zum 1. Mal seit 7 Jahren nach der Trennung von meinem Freund, Frieden mit ihm schließen konnte.

Wir waren mehr als 8 Jahre zusammen und er hat mich von Anfang an in allem belogen, über seine Familie, seine Ausbildung, seine Arbeit, über sein Beziehungsstatus als wir uns kennen lernten, sogar über sein Alter…und er hat wirklich NICHTS von alleine klar gestellt…aber ich habe eine Antenne für Lügen von Menschen die mir nahe stehen und ich merke es, wenn die Erzählungen nach und nach abweichen….also ich WUSSTE das vieles einfach nicht stimmen kann und habe (auch mit nicht ganz fairen Mitteln) vieles herausgefunden und erst wenn ich es ihm auf den Kopf zugesagt habe, hat er es zugegeben.

Das Ur-Vertrauen in ihn war schon ganz früh weg….aber er hatte auch diese andere Seite, liebevoll und aufmerksam…tja und ich kam einfach nicht von ihm weg…auch wenn es nie leicht zwischen uns war.

Dann führten wir  fast 2 Jahre eine Fernbeziehung (er München – ich Hessen)..weil er sondt keonem job gefunden hat..dashat es dann für eine Weile leichter gemacht und ich lernte ihm zu vertrauen…aber nie so ganz – denn das Lügen hat er nicht abgelegt. Aber im Laufe der Jahre konnte ich alle Lügen entwirren.

Auch wenn er es immer noch schaffte sich selbst ganz locker in Schwierigkeiten zu bringen…ich habe ihm bei allem geholfen, sein Leben auf die Reihe zu bekommen…egal ob es um die Arbeit / Arbeitssuche ging, um die Versicherungen, Steuererklärungen, Bankkredite usw. Ich stand ihm bei, als es um die Krebserkrankung ging, seine wiederkehrende  Arbeitslosigkeit, als es mit der Wohnung heikel wurde. Als ich mich entschloss ihn endgültig zu verlassen, war sein Leben geregelt und der Krebs war gerade mal wieder kein Thema mehr.

Seit der Trennung, die er nicht akzeptieren wollte, fühlte ich mich beobachtet und verfolgt (was er mir auch in Whatsapps bestätigte) und auch der Umzug von Hessen nach Schleswig-Holstein milderte das Gefühl nicht.

Ich wurde übervorsichtig mit meiner Wohnadresse, habe mich – soweit es mir möglich war, öffentlich unsichtbar gemacht…und es hat tatsächlich ein paar Vorfälle hier im Norden gegeben, so das ich bei meinem 2. Umzug innerhalb von Schleswig-Holstein wirklich Niemandem aus der alten Heimat, meine Adresse gegeben habe (mit 2 Ausnahmen denen ich absolut vertraue). Und seit dem 2. Umzug steht mein Auto auch nicht mehr vor der Tür, sondern in der Tiefgarage…genau wie an meinem Arbeitsplatz. Außerdem war ich froh, das das Haus in dem ich jetzt wohne, nicht von der Straße aus einsehbar ist, sondern innerhalb der Wohnanlage 100m entfernt vom Parkplatz…und schön geschützt durch Bäume. Diese Übervorsicht oder auch leichte Paranoia, ließ erst im Laufe der Jahre nach.

Als ich mich trennte, fühlte ich mich die ersten ca. 2 Jahre wie ein Rekonvalezent…ich musste mich von der Beziehung und meinem jahrelangen Stressjob erholen und das hat gedauert…ich musste mich erst einmal wiederfinden. Während dieser Zeit, habe ich mir mein Leben neu aufgebaut und fühlte mich sofort wohl, wieder alleine zu sein.

Aber um das Ende der Beziehung habe ich nie wirklich getrauert, ich war eher erleichtert, das ich den Absprung endlich geschafft hatte ..es gab für mich keinen Grund zu trauern…ja, ich habe es bedauert das es kein glückliches Ende für uns gab. Aber Trauer nein.

Vor 1,5 Jahren ist mein Ex-Freund dann gestorben, an einem Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod – so ganz weiß ich es nicht. Das kam sehr plötzlich und hat mich sehr getroffen. Ja klar wusste ich das er keine gute Prognose hatte, weil der schwarze Hautkrebs seine inneren Organe befallen hatte , das hatte ich über seinen besten Freund erfahren. Die „neue“ Therapie hatte bei ihm gut angeschlagen, seine Prognose lag bei ca. 4 Jahren… aber an einen Herzinfarkt o.ä. hatte ich nie einen Gedanken verschwendet. An seinem Tod hatte ich schon eine Weile zu knabbern, fühlte mich schuldig. Ach ich hätte ihm einfach gewünscht er hätte noch ein paar schöne und erfüllte Jahre leben können.

Ich habe um ihn getrauert…aber immer noch nicht um unsere Beziehung. Warum auch – es waren anstrengende Jahre…aber immerhin habe ich den Mann trotz allem mal sehr geliebt…keine Ahnung warum…wie gesagt, er hatte 2 Seiten an sich.

Aber gestern nun fühlte ich eine kurze Trauer – ach was hätte aus dieser Liebe werden können….wenn, ja wenn…..und dann habe ich tatsächlich meinen Frieden mit ihm geschlossen.

Heute nun habe ich mich mit meinem Fotos auf dem Handy beschäftigt…und ich wollte schon seit längerer Zeit die Sicherungen in der Google-Cloud löschen. Alle Fotos sind auf externen Festplatten gespeichert…also habe ich mir im Internet rausgesucht, wie ich die Google-Fotos löschen kann.

Also habe ich über die Browser-Version die Fotos ausgewählt und gelöscht und natürlich waren da auch noch Fotos meines Ex-Freundes und ich musste über ein paar der Fotos und über die damaligen Situationen, wie die Fotos entstanden sind, schmunzeln und ja – heute kann ich es wieder zulassen zu sagen, es gab auch schöne Zeiten mit ihm.

Er hat sich übrigens nie bei mir entschuldigt….aber heute ist das auch nicht mehr wichtig.

Uupps – die Zeit vergeht

Es plätscherte also eine ganze Weile ruhig und geordnet vor sich hin und auch der (noch reduzierte) Monatsabschluss Anfang Juni lief mehr als entspannt.

Inzwischen lief es dann so entspannt, das ich mich schon sehr wunderte, weil so gar keine Sonder-Arbeiten an mich herangetragen wurden…okay ???

Na das hat sich inzwischen auch wieder normalisiert. Inzwischen kommt da wieder einiges an unvorsehbarer Arbeit bei mir an und ich komme auch manchmal zeitlich ins schwimmen… aber ich bleibe ziemlich konstant innerhalb der regulären Arbeitszeit…an einem Tag mal etwas mehr…dafür an anderen Tagen etwas weniger.

Aber nach der Geburtstagsfeier meiner Schwester, am ersten Juni-Wochenende, brauchte ich mal wieder eine längere Pause. Ich sehnte mich nach Stille und Zurückgezogenheit. Schwester und Schwager liegen mit ihren Geburtstagen ja nur 3 Wochen auseinander… und 2x Trubel so kurz hinter einander war dann doch etwas viel für mich. Meine Schwester war aber auch in Höchst-Form….und das hat mich dann lautstärke-technisch echt überfordert.

Zum Glück musste ich danach nur noch 2 Tage arbeiten und habe seit letzten Mittwoch (schon wieder) Urlaub – für 1 Woche. Ich habe mich gegen eine Reise entschieden und verbringe meine Tage zuhause….und was soll ich sagen…das war die richtige Entscheidung.

Gestartet bin ich mit einem tollen Tagesausflug in die Lüneburger Heide….ich war mal wieder im Pietzmoor…das war sooo toll und schön ruhig und entspannt und sogar das Wetter spielte mit.

Die nächsten Tage blieb ich dann zuhause und fiel in ein großes Kommunikations-Loch. Ich habe meine Küchen-und Vorratsschränke aus-und umgeräumt…incl. der Kellerregale, Lebensmittel auf Haltbarkeit geprüft und bald Ablaufende auf einen Küchenwagen gestellt, damit ich die immer vor Augen habe. Ziel ist es, diese nun vorrangig zu verarbeiten.

Es ist gar nicht schlimm falls ein Glas oder eine Dose schon abgelaufen ist oder schon bald abgelaufen sein wird….i.d.R. kann man diese auch noch danach unbedenklich verwenden. Es ist nur ein Mindesthaltbarkeits-Datum (d.h. der Hersteller garantiert das das Lebensmittel, bei richtiger Lagerung, bis zu dem Datum einwandfrei sein wird). Man fällt also nicht gleich tot um, wenn man etwas isst, wo das MHD bereits abgelaufen ist…aber man sollte seine Sinne (sehen, riechen, schmecken) benutzen und dann selber entscheiden, ob man das noch essen möchte. In der Regel ist das überhaupt kein Problem.

Mein Ziel ist es jedoch, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen…also versuche ich neue Vorräte immer so einzusortieren, das die Neuen hinten stehen und die Älteren vorne. Aber das klappt nicht immer und so schaue ich ab und an mal durch Schränke, Vorratskammer und Vorratsregale im Keller und dann fällt mir doch manches in die Hand:

Beispiel gefällig: Ohhh ich habe noch je eine große Vorratspackung Sonnenblumen- und Kürbiskerne…die hatte ich aus den Augen verloren…okay – also backe ich jetzt wieder regelmässiger Brot und verbrauche damit Beides.

Da sind 2 Dosen Kokosnuss-Milch gaaaanz hinten im Regal gelandet…und die Neueren standen davor..okay – kein Problem…dann gibt es in den nächsten Tagen ein Kichererbsen-Curry, dann kann ich gleich noch die eine Dose Kidneybohnen mit verbrauchen, die dort auch noch stand.

Und warum habe ich eigentlich mal ein Glas Schnibbel-Bohnen gekauft? Hmmm – okay also gibt es gestovte Bohnen mit Frühkartoffeln. Es gab tatsächlich nur ein Glas das ich tatsächlich entsorgt habe. Es war ein kleines Glas Sojabohnen-Keimlinge…die Flüssigkeit im Glas sah sooo trübe aus und roch muffig….nein Danke.

Aus 2 Tüten mit ganzen Mandeln habe ich dann etwas gemacht, was ich schon länger mal machen wollte: ich nenne sie „Knusperkugeln“…

Sie bestehen nur aus gemahlenen Mandeln, gemahlenen Haferflocken, Mandel-Stiften, Kakao-Nibs und Zartbitterschokolade. (es geht natürlich auch mit Cornflakes – aber die habe ich nie zuhause)

Dazu die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und zu den trocknen Zutaten geben, so das eine leicht klebrige Masse entsteht…kleine Kugeln formen, diese noch in etwas gemahlenen Mandeln/Haferflocken wälzen und für mehrere Stunden in den Kühlschrank geben.

Dann sind sie schön hart und lassen sich herrlich weg-knuspern. Meine „Kugeln“ sind etwas zu groß geraten, beim nächsten Mal würde ich sie kleiner machen…und ich würde mir auch mehr Zeit fürs Rollen nehmen, damit sie wirklich rund werden hahaha…

So habe ich schöne ruhige Tage verbracht….das stürmische Wetter draussen war mir egal….ich war trotzdem draussen unterwegs…und ich war sogar endlich mal wieder in einem Fitness-Studio…hahahaa …. und ja ich habe Muskelkater bekommen…aber weniger als befürchtet…

Es plätschert…

….so schön still vor sich hin – mein aktuelles Urlaubs-Leben und das ist herrlich so.

Nach der Aufregung zum Wochenanfang mit meiner Schwester (kleiner Unfall) hat sich alles wieder beruhigt. So ist es nun einmal und das können wir auch nicht ändern: 12 Wochen ist sie nun arbeitsunfähig.

Meine Urlaubswoche verlief seitdem ruhig, sehr ruhig. Erst brauchte ich knapp 2 Tage Zeit um mich von dem Wochenende zu erholen…seitdem mache ich nur Dinge, zu denen ich Lust habe und erhole mich prächtig.

Ich muss zugeben, außer dem Schwimmen an 2 Tagen und meinen Walkingrunden war ich nicht weiter weg unterwegs, als zum Supermarkt und auf dem Wochenmarkt zum Einkaufen. Mich zieht gerade nichts in die „weite Welt“ und Lust auf lange Autofahrten für Unternehmungen habe ich auch keine.

Ich bin super zufrieden hier zuhause zu sein…ich habe meinen Kleiderschrank neu sortiert, den Teppich unter meinem Schreibtisch entfernt (es gibt aber noch keinen Neuen)…habe viel gekocht, Samstag habe ich dann auf meinem Balkon angefangen die alten und neu gekauften Pflanzen umzutopfen und die nun wieder gefüllten Blumenkästen auf dem Balkongeländer neu zu sortieren.

Dadurch das die Bäume auf der anderen Seite der Bahnstrecke jetzt voll begrünt sind, habe ich auch wieder etwas mehr Privatsphäre….aber es ist nicht dasselbe, wie vorher. Es fehlen einfach die großen Bäume und Sträucher auf unserer Seite der Bahnstrecke, die – die es vorher so gemütlich gemacht haben.

Insgesamt fühlt sich nicht mehr so „nackt und schutzlos“ an, wie kurz nachdem die Bäume gefällt, beziehungsweise gekappt wurden. Vermisse ich meine kleine geschützte Oase immer noch? Ohh ja – sehr, aber natürlich habe ich mich jetzt auch daran gewöhnt…bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

Mit meinem Balkon bin ich noch nicht ganz fertig….ein paar der größeren Pflanzen müssen noch auf die Blumenhocker, zwischen die hängenden Blumenkästen am Geländer, drapiert werden…dafür muss ich aber einiges hin und her rücken …und das mache ich nicht an Pfingsten.

Meine Nachbarn unter mir sind auch erstaunlich ruhig. Sie bekommen nicht mehr so oft Besuch von den kreischenden Enkelkindern UND sie reden viel leiser mit einander….ich weiß nicht, ob sich andere in Haus oder in den anderen Aufgängen beschwert haben….es ist jedenfalls sehr auffällig und mir bringt es wieder etwas mehr Entspannung…ich kann es wieder mehr genießen auf meinem Balkon zu sitzen…vor allem an einem Morgen wie heute.

Es ist Pfingstmontag,16 Grad, blauer Himmel (die Sonne ist noch auf der anderen Seite des Hauses) es geht leichter Wind, drumherum ist es noch still und solange ich 1 bis 2 Stunden am Morgen oder Abend in Ruhe hier sitzen kann, reicht mir das völlig aus. Den Rest der Zeit überlasse ich gerne den Nachbarn mit ihren Unterhaltungen und dem Grillen. (In der gesamten Wohnanlage ist Grillen laut Hausordnung zwar verboten – aber es macht jeder hier)

Heute ist mein letzter freier Tag…ab Morgen geht es wieder ans Arbeiten…und ich bin super entspannt und auch sehr zufrieden mir mir. Mit 5 Urlaubstagen + 1 Feiertag heute und den Wochenenden hatte ich insgesamt 10 Tage frei….und das kommt mir schon seeeeehr lange vor. Ja das tat gut…ich habe mich gut erholt.

Auch in meinem Inneren ist alles friedlich…ich habe keine Sorgen, keine Nöte und keinen Stress. Auch die Arbeit fühlt sich weit weg an…nichts davon verfolgt mich in meinem Urlaub….oder stört meinen Schlaf.

Ich habe viel gelesen, viele Dokumentationen gehört und mich mit schwierigen Sodoku-Rätseln beschäftigt. Bin bei der Sodoku-App seit ca. 3 Monaten auf dem höchsten Level und ärgere mich immer noch, über jeden Fehler den ich mache…und das ich manchmal doch noch die Hinweise nutzen muss, um das Rätsel zu lösen oder manchmal einfach rate – das kommt zwar immer seltener vor…aber es fuchst mich, das ich so einige „Strategien“ die man so lernen kann, noch nicht wirklich beherrsche…aber es macht mir Freude das ich die meisten dieser Rätsel inzwischen ohne Hilfe lösen kann ….und es beschäftigt meinen Kopf.

Und soll ich Euch was sagen, ich freue mich sogar jetzt wieder auf die Arbeit – ja ich arbeite nun einmal gerne in meinem Job…trotz all des Stresses und der permanenten Änderung.

Das Gute ist, ich kann gleich mal mit 2 Tagen Remote-Arbeiten starten…das ist super….dann habe ich genügend Ruhe um meine Urlaubstage wieder aufzuholen.

Ich wünsche Euch einen schönen Pfingst-Montag

Schwimmen, schlendern und Pläne

Nachdem unser Tagesprogramm für Montag, durch den Aufenthalt im Krankenhaus, nicht so wie geplant, stattfinde konnte, habe ich mich gegen Mittag von Schwester+Schwager verabschiedet und bin wieder nach Hause gefahren.

Ich war nach all der Aufregung durch die Geburtstagsfeier und den kleinen „Unfall“ meiner Schwester, einfach nur noch platt ….und ihr war es auch Recht, das ich gefahren bin. Sie musste das ebenfalls erst einmal verarbeiten.

Wie immer noch solchen Tagen, brauche ich anschließend ein paar stumme Tage…ich habe mich also zuhause eingeigelt und mich erholt. Habe gekocht und gebacken, etwas den Haushalt gemacht und mich mit einigen Dingen beschäftigt, die noch auf meinem Plan standen: hab mich mit meinen Finanzen und Investitionen beschäftigt und meine private Ablage zumindest mal sortiert…Die Steuererklärung muss ich noch für das vergangene Jahr machen…aber noch habe ich so gar keine Lust dazu.

Dafür bin ich dann Mittwochmorgen zum Schwimmen gefahren, über meine Firmen-Fitness-App kann ich von Mo-Do für jeweils 2 Stunden schwimmen, ohne zuzahlen zu müssen….ich fuhr also nach Norderstedt ins Arriba-Bad. Da ich aktuell nicht so früh aus dem Bett komme, wie sonst, war ich erst kurz vor 8 Uhr im Schwimmbecken…aber es war eine gute Zeit und ich konnte insgesamt 2 km schwimmen….achh das war schön.

Anschließend hatte ich noch keine Lust nach Hause und bin noch eine Runde ganz entspannt durch den Stadtpark spaziert…gut das ich meinen Thermobecher mit dem Kaffee dabei hatte.

Und was soll ich sagen: genau dasselbe hab ich am Donnerstag morgen noch einmal gemacht: wieder ins Schwimmbad, dieses mal waren es aber nur 1,45 km die ich geschwommen bin (dann wurde es mir zu voll) und anschließend eine entspannte Runde durch den Stadtpark schlendern.

Jaa das sollte ich öfter machen. Es bereitet mir einfach Vergnügen ruhig und zügig Bahn um Bahn zu ziehen. Bisher mache ich das nur manchmal im Urlaub, da ich dann morgens früh hin gehen kann. Ich scheue immer noch den Besuch des Hallenbads am Abend…denke dann immer: es wird viel zu voll sein ..aber ich sollte es einfach mal ausprobieren….kostest mich ja nichts extra außer ein paar km Autofahrt und meine Zeit….und die habe ich ja.

Und jetzt ist bereits schon wieder Freitag und ich wollte noch ein neues Fitness-Studio ausprobieren, welches auch in meiner Firmen-Fitness-App enthalten ist….und und ich will endlich mal wieder Kajak auf den Alsterkanälen fahren…ich glaube das Wochenende wäre ideal….mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt. Es soll ja gut werden.

Momentan sitze ich auf meinem Balkon….das Gerüst wurde gestern endlich abgebaut (nach über einem Monat) und ich muss mich nun um meine Bepflanzung kümmern, die ich zwischenzeitlich abnehmen und wegstellen musste. Aber noch sitze ich hier und genieße die Ruhe des Morgens….es ist nämlich erstaunlich ruhig – wenn auch etwas kühl…aber dafür habe ich ja meine Wolldecke und den heißen Kaffee. Noch treibt mich nichts zum Handeln…