Leicht antriebslos

Heute bin ich schon wieder besser drauf….aber ich fühle mich noch etwas antriebslos.

Da ich heute jedoch Besuch von Schwester und Schwager bekomme hab ich mich aufgerafft einen Kuchen zu backen.

Wespen sind hier sehr viele …egal aus welchem Fenster ich die wieder rausscheuche…Durch das nächste geöffnete Fenster kommen sie wieder rein..

Das Wetter ist angenehm sonnig mit etwas Wind….und aktuell sitze ich faul auf dem Balkon

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Durchhänger

Heute Abend hab ich einen seelischen Durchhänger… wahrscheinlich ausgelöst durch die aneinander gereihten kleinen Probleme..diese Widrigkeiten die ja jede für sich nicht schlimm sind, aber diese Warterei hat mich heute etwas mürbe gemacht…und das nichts abgeschlossen werden kann. Denn….

..auch das Bett konnte heute wegen fehlender Teile nicht zu Ende aufgebaut werden….es ist gerade wie verhext…

und während jetzt die Waschmaschine endlich endlos zu laufen scheint…rutsche ich scheinbar immer weiter in eine negative Stimmung..

..auch eine spontane Fahrradtour konnte mich nicht mehr da raus holen….ich hab es den ganzen Tag schon gemerkt…diese Unruhe das es überhaupt nicht weiter geht und gleichzeitig diese Lethargie nichts anderes tun zu können, als nur zu warten, das endlich mal etwas fertig wird.

Für heute mag ich einfach nicht mehr….hab 1/2 Glas Wein getrunken und werde jetzt einfach ins Bett gehen…. und morgen sieht die Welt schon wieder anders aus…

Zuhause auf Zeit- 2.Teil

Hier kommt noch die Nachlese zum Wohnen auf Zeit.

Der 1.Teil war, wie bereits beschrieben, sehr schön und auch komfortabel. Für die letzten knapp 2 Wochen sollte es dann noch in eine Ferienwohnung gehen.

Diese unterschiedlichen Unterkünfte kamen, weil ich am Anfang nicht genau wusste, wann ich meine Wohnung an den Nachmieter übergeben konnte. Erst als das geklärt war, konnte ich mich um eine weitere Zwischenlösung kümmern.

Sooo, diese letzten 2 Wochen waren dann auch nicht mehr so schön, wie die 3 Wochen zuvor.

Wenn Menschen die keine Erfahrungen im Hotel-Gewebe haben, einfach mal machen…ohne Konzept und ohne sich Unterstützung zu holen, dann kommt DAS dabei heraus:

Anstatt der Ferienwohnung bekam ich nur ein Ferienzimmer (eins der drei Zimmer im Souterain)

Das sogenannte Komfortzimmer hatte ausser einem komfortablen Bett so gar nichts mit Komfort zu tun.

Erklärung lt. Wikipedia:

Komfort ist die Bequemlichkeit (Behaglichkeit) die auf der Präsenz von bestimmten Maschinen, Gegenständen, Gefühlen, Empfindungen und Anlagen beruht.

Um also Komfort zu bieten sollte etwas DA sein. Mein Zimmer bestach jedoch dadurch das es fast NICHTS gab.

Hätte ich ein Zimmer im einem Schweige-Kloster angemietet, dann wäre diese Ausstattung perfekt gewesen:

– kein Kleiderschrank (dafür ein paar Haken an der Tür)

– keine Einlegebödem für die Kommode

– kein Tisch (dafür 1 Stuhl )

– keine Gardine an den Fenstern (dafür eine fast vertrocknete Grünpflanze)

– kein Fernseher (Auch keine Anschlussbuchse – dafür WLAN)

– kein Fön im Gemeinschaftsbad

– keine Küche/Pantryküche…

– keine Kaffeemaschine oder Wasserkocher um sich morgens einen Kaffee oder Tee zu kochen (immerhin ein Kühlschrank im Flur)

– kein Geschirr um sich mal ein Butterbrot zu schmieren und dementsprechend auch keine Spüle um das wieder sauber zu machen.

– keinen Handtuch-Wechsel- Service nach 1 Woche (hab ich dann auf Anfrage bekommmen)

– keinen Bettwäsche-Service nach 1 Woche

– keine Zwischen-Reinigung des Zimmers nach 1 Woche

Also in dem Zimmer konnte man eines: richtig gut schlafen und es gab ein sauberes Gemeinschaftsbad.

Zur Erinnerung hier sollte ich knapp 14 Tage incl. Wochenende Wohnen.

Aber zum Leben gehört eben mehr als nur schlafen….das der Mensch..aber auch Essen muss, wurde komplett missachtet und das man eben nicht nur im Bett liegt, sondern auch mal an einem Tisch sitzen könnte.

Ich hab zum Glück das Zimmer um 6 uhr morgens verlassen und bin nicht vor 20 Uhr zurück gekommen…und die Geschenke für mein Team hab ich am Wochenende im Büro gebastelt ..dort gibt es wenigstens KAFFEE, Mikrowelle, Geschirr und Spüle..Lol…

Angeblich wäre alle Gäste immer super zufrieden…ja wer als Messebesucher nur 1-3 Tage bleibt, für den geht das….aber nicht für 14 Tage.

Der Knaller kam dann noch wegen des Mülls.

Es gab ja auch keine Waschmaschine…auf Nachfrage durfte ich dann die private Maschine der Familie benutzen (einmal und nie wieder, da die Waschmaschine derartig dreckig war..)..praktischerweise auch im Keller und dort standen auch kleine Mülleimer für verschiedene Müllarten.

Also hab ich Mülltüten gekauft und meinen Müll getrennt in den verschiedenen Mülleimern entsorgt.

Nachdem ich dann nach 8 Tagen mittels eines freundlichen Zettels um neue Handtücher gebeten hatte, fand ich am Abend,neben den Handtüchern, auch meinen entsorgten Plastikmüll wieder vor meiner Zimmertür….mit der Nachricht meinen Müll doch bitte draussen in die große Mülltonne zu bringen..und dem Hinweis das ja die Endreinigung im Zimmerpreis enthalten ist und der Preis für das Zimmer ja vergleichsweise günstig..

Da fällt mir nichts mehr zu ein…

Lol…den Müll hab ich dann einfach bis zu meinem Auszug im Zimmer gelassen. Eine entsprechende Bewertung im Internet und einen Brief mit meinen Anmerkungen an die Vermieter hab ich natürlich auch da gelassen.

Gut das ich vorher in einem sehr guten Ferienzimmer war, welches genau den Komfort bot..sonst hätte ich gezweifelt was normal ist. Das vorherige Zimmer war zwar in keiner schicken Gegend, in keinem schicki-micki-Haus, dafür bot es einen super Komfort zu einem niedrigeren Preis.

So weit weg

…alles ist so weit weg…damit meine ich nicht einmal die Entfernung….sondern den Stress:

Arbeitsstress, Umzugsstress, Trennungstress

Obwohl ich bis zum letzten Tag voll gearbeitet habe und mir viel Gedanken wegen meines Teams gemacht habe, ist das inzwischen sooo weit weg. Es fühlt sich an wie 1 Monat, nicht wie eine Woche…Ich denke zwar an die Kollegen, Nicht jedoch an die Arbeit…Ich bin ja noch in Urlaub, das wird sich wahrscheinlich ändern wenn ich wieder arbeiten gehe.

Die Nachwehen vom Umzug lassen langsam nach…ganz langsam findet alles seinen Platz und ich fühle mich schon wohl hier.. jetzt wo alles sauber ist und die Termine für die Nacharbeiten fest stehen…

Und ich fühle mich endlich befreit und vor Allem unbeobachtet…und geniesse die Ruhe hier…..

Ja das Wetter ist hier unbeständiger, es regnet mehr und es geht auch mehr Wind….aber auch jetzt sitze ich bei 13 Grad in Jacke, Schal und Decke gehüllt auf dem Balkon und geniesse die Morgenluft mit einer Tasse Kaffee, während ich das hier schreibe…immer noch per Handy, weil ich ja noch kein Internet habe …aber es könnte schlimmer sein….

Putzen lenkt ab

Man diese 1. Woche in meinem neuen Zuhause ist so schnell verflogen….

Wenn ich mich nicht gerade mit Einkaufen und Service-Hotline beschäftigt habe, bestand der grösste Teil meiner Beschäftigung aus Putzen und Einräumen.

Bis auf 3 Kartons hat jetzt alles seinen Platz gefunden, die ersten Bilder hängen, eine Art Not-Kleiderschrank aus Stoff und Stangen hab ich zusammen gebaut und mit den dringendsten Klamotten gefüllt…so kann ich die nächsten Wochen überbrücken, bis der richtige Kleiderschrank geliefert wird.

Putzen war übrigens dringend geboten…meine Allergie hat mir übelst gezeigt, wie notwendig eine komplette Reinigung von Wohnung und Treppenhaus war.

Seit dem Wochenende helfen nur noch Cortisonsalben und Allergietabletten…die empfindliche Haut an meinen Augen sah schlimm aus. Es juckte, brannte, war geschwollen, tat weh….und ich war müde von den Tabletten, na so konnte ich wenigstens nachts durchschlafen.

Ohne übertreiben zu wollen, habe ich quasi JEDEN Winkel in meiner Wohnung gewienert… alle Wände, Decken, Ecken und Böden erst entstaubt, dann feucht abgewischt …ja auch die Wände, und dann natürlich die Möbel und alles was irgendwie rumsteht, alle Fenster, Fensterrahmen, alle Türen….

…und endlich seit gestern geht es mir wieder besser…meine Haut erholt sich…

Das Putzen lenkt ab…und es hilft. Damit ist mein Grundputz erledigt…prima.

Waschmaschinen-Gate

Aber nicht nur mit der Telekom geht es mühselig voran, sondern auch mit dem Anschluss der Wasch-und Spülmaschine.

Samstag gekauft, Dienstag geliefert….soweit so gut.

Die Monteure konnten aber beide Geräte nicht in Betrieb nehmen weil noch Abschlussteile fehlten….der Verkäufer hatte mir zwar entsprechende Teile mit gegeben, aber es fehlten noch 3 Teile… der Monteur wollte am Abend noch einmal vorbei kommen….ratet mal…er kam nicht. Am Mittwoch telefoniert…ja er versucht es heute (also gestern) noch….aber auch da kam er nicht. Heute nun kam endlich die Disposition mit einem festen Termin…Morgen Mittag.

Na hoffentlich… so langsam geht meine Wäsche zur Neige..und in dem Glauben es wird alles gut, hab ich bisher keinen öffentlichen Waschsalon aufgesucht….auf die Spülmaschine könnte ich ja verzichten…aber nicht auf die Waschmaschine…. also Daumen drücken das es Morgen funktioniert ..

Bahn fahren

Jede Änderung im Leben bringt neue Erfahrungen…und das Gehirn wird angeregt…

Wie jeder andere Muskel, braucht auch das Gehirn immer neue Herausforderungen…so das weitere neuronale Verknüpfungen im Gehirn dessen Leistungsfähigkeit erhalten.

Gestern hab ich meinem Gehirn eine Grosse Portion davon beschert…..Ich wollte mit der Bahn nach Hamburg fahren….und da ich mich weder in meiner neuen Provinzstadt auskenne, noch in den Tiefen des Hamburger Regio-, S- und U-Bahn-Netzes war das für mich eine echte Herausforderung.

Erst mal zum Bahnhof hier fahren…der wird großräumig umgebaut und die vorhanden Park-and-ride Plätze waren besetzt….Mist! Auf der Suche nach einem Parkplatz musste ich an das Lied von Herbert Grönemeyer denken Text:

„..Ich drehe schon seit Stunden, hier so meine Runden, ich finde keinen Parkplatz…“

Gut das ich 2 Stunden früher los gefahren bin…Ich hab also noch einen guten Zeitpuffer.

Endlich ein Parkplatz..ohh nur für 1std…egal…es ist ein Parkplatz und ich musste noch ein ganzes Stück zurück laufen….

Dann das Preissystem studieren…okay, anders als in Frankfurt gibt es hier Preiszonen in Ringen…ist gar nicht so schwer… wow im10 Minutentakt fahren hier die Züge nach Hamburg rein.

Dann den richtigen Bahnsteig finden…wie gesagt es wird grade umgebaut….endlich am richtigen Bahnsteig…es steht dort eine Bahn….also eingestiegen….das war die Falsche…aber immerhin fährt diese auch nach Hamburg….in Hamburg also umsteigen….eine Station zu früh ausgestiegen, doch noch die richtige S-Bahn gefunden und bis zum Hauptbahnhof fahren lassen. Das hier kenne ich mich wenigstens aus, also bin ich den Rest des Weges bis zur Binnenalster gelaufen…

Es war kühl und windig…aber schön..und ich hatte noch mehr als 30 Minuten Zeit bis zu meinem Termin….also noch genügend Zeit für einen kleinen Spaziergang.

Nach meinem Termin hab ich noch einen Rundgang gemacht, zu Mittag gegessen und dann unkompliziert mit der Bahn wieder nach Hause gefahren. Dieses mal lief alles reibungslos und auch mein Auto hab ich ohne Knöllchen wieder gefunden…