Ciabatta und Rote-Beete-Suppe

Meine Ungeduld und auch der Hunger am Morgen, brachte mich dazu, die Hälfte meines Ciabatta-Teig zu schnell zu verarbeiten. Also habe ich nicht mit der nötigen Ruhe die Falttechnik für das Brot angewendet, sondern es wie ein normales Brot zu einer flachgedrückten Kugel geformt in den Ofen geschoben.

Gar keine Frage es ist außen knusprig und innen weich….wenn auch nicht so fluffig, wie ich es sonst gerne mag…und es schmeckt sehr gut nach den Kräutern der Provence, die ich mit verarbeitet habe….aber einen weiteren Fehler hab ich trotzdem noch gemacht: zu wenig Salz – durch die Kräuter und das Olivenöl geht das Salz unter…etwas mehr wäre besser gewesen.

Ist aber nicht schlimm…wie gesagt, es schmeckt ja trotzdem und passt prima als Butterbrot oder auch als Beilage zu meiner Suppe.

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Das Lustige beim Einkaufen am Selbstbedienungs- Bauernhof-Wagen mit dem Gemüse ist, das ich eben manchmal für das Geld in der Hand, noch etwas Weiteres nehmen kann (es gibt keine Wechselgeld-Möglichkiet)..und genau in der Situation blieb noch 1 EUR übrig…und mein Blick fiel auf die Tüte mit 5 Rote Beete-Knollen für genau 1EUR….okay….dann kommt mal mit.

Nach einiger Überlegung, was ich denn nun mit den Knollen machen werde, hab ich mich für eine einfache Rote-Beete-Suppe entschieden.

Die Knollen hab ich zuerst einmal gewaschen und gebürstet und anschließend eine gute Stunde in Salzwasser gekocht. Danach die abgekühlten Knollen geschält (es ist ratsam immer Einmalhandschuhe zu verwenden….die Farbe ist sehr hartnäckig) und in kleine Stücke geschnitten.

Nun Knoblauch, Zwiebeln glasig dünsten, mit etwas Zucker karamellisieren und mit etwas Sherry-Essig ablöschen….frische geschälte und gestückelte Kartoffeln und die Rote-Beete-Stückchen nacheinander dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt würzen und mit Gemüsebrühe auffüllen….Noch einmal ca. 40 Minuten kochen lassen.

Noch einmal Nachwürzen, falls erforderlich und anschließend pürieren…Ich hab es nicht fein püriert..so das noch Stücke drin sind…

Der letzte Schritt ist dann noch etwas Sahne unter die Suppe zu geben…das hab ich hier noch nicht gemacht, da ich einen Teil der Suppe einfrieren möchte und das mache ich ohne Sahne:

Die Farbe ist grandios….die Suppe ist jetzt nicht schnell gemacht (zumindest nicht, wenn es mit frischenRote-Beete-Knollen gemacht wird)….dafür ist es einfach und für mich auch mal eine neue Variante für die tolle Knolle.

Die Rüben sind reich an Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen sowie den Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und Folsäure (Auszug aus Wikipedia)

Sauna – endlich wieder

Nach 1,5 Jahren war ich gestern endlich wieder mal in der Sauna….hab ich mir doch kurz vor Ausbruch der Pandemie Mehrfahrkarten für Sauna und auch fürs Schwimmen gekauft, in Wedel.

Tja und dann ging ja erst mal gar nichts mehr.

Anschließend, als es wieder möglich war, hab ich mich nicht wohl gefühlt mit dem Gedanken, dann war wieder Sommer….Sauna hab ich lieber wenn es kalt draußen ist…dann war es mir zu umständlich mit den Einlassregeln und Tests, dann kam der Umzug und überhaupt….zu viele Menschen.

Gestern nun, hab ich mich auf den Wege gemacht und war ….nervös….will ich da wirklich hin? Ich hab mich selber nicht verstanden, warum ich so gezaudert habe….und bei mehreren Umleitungen auf dem Weg dorthin, war ich versucht, einfach wieder umzukehren. Hab ich aber nicht.

Nach der Prüfung des Impfstatus und Personalausweises stellte sich das Einchecken mit meinem Chiparmband als nicht ganz einfach heraus…laut Erklärung der netten Dame am Einlass, gab es ein massives Computerproblem, so das alle Daten zu den Dauer-Chipkarten verloren gegangen sind.

Nun ging es darum herauszufinden, was ich damals gekauft habe: 10er Karte/ 20er Karte für`s Schwimmen, 10er 4-Std. Karte / 10er Tageskarte für die Sauna??? und dann noch wie oft man die Karten bereits gebraucht hatte.

Es ging also auf Treu-und Glauben…ich wusste nicht mehr genau, war ich nun 2x schwimmen oder 3x…aber das war trotzdem alles sehr unkompliziert und sie hat schnell meine Chips-Karten neu programmiert, so das ich dann zügig in die Sauna konnte.

Haaaaaaaach das tat ja sooooo gut. Endlich mal wieder Sauna…sogar mit Aufgüssen (also Aufgüsse „light“). und es ging tatsächlich mit Abstand halten, weil nicht so viele Personen in den Saunen waren. Trotzdem brauchte ich einen Moment, um den Abstand als ausreichend anzuerkennen….ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn noch mehr Platz dazwischen gewesen wäre ..hahaha….

Ich war in den Saunen, die draußen im Garten stehen…beim Rauskommen dann: draußen abduschen, kurz ins Eisbecken abtauchen, dann ein paar Runden im kleinen normalkalten Schwimmbecken drehen und einen Spaziergang durch den Garten machen….alles bei ca. 3 Grad Außentemperatur mit Wind und ein paar Regentropfen…es war herrlich.

Während der Runden im kleinen Schwimmbecken bin ich mit einer älteren Dame ins Gespräch gekommen, wie herrlich es doch ist, wieder in die Sauna gehen zu können…Sie und ihr Mann waren vor der Pandemie jede Woche hier und auch sie starten erst wieder ganz vorsichtig….endlich wieder ein wenig Normalität…mal sehen wie lange noch.

Etwas irritierend und dann doch irgendwie lustig fand ich, das einige Landschaftsgärtner im Garten arbeiteten…in dicken wetterfesten Jacken und Hosen, mit Mützen und Kapuzen auf dem Kopf…während drumherum die Sauna-Gänger quasi textil-frei herumliefen.

Anschließend im warmen Ruheraum entspannen (ich hatte zum Glück an meine Kopfhörer gedacht, so hab ich die Geräusche der Anderen nicht wahrgenommen).

Dachte ich am Anfang noch, ich werde es nie und nimmer schaffen bei dem kalten Wetter draußen zu duschen, ging es erstaunlich gut….und nach 3 Durchläufen fand ich es für das erste Mal nach so langer Zeit auch ausreichend….

Essen – Deftig und etwas scharf

in dieser Woche habe ich tatsächlich zum ersten Mal etwas mit weißen Bohnen gekocht…

Pasta mit Shrimps und weißen Bohnen in einer Tomaten-Chili-Sauce

Bis auf die Bohnen, alles Zutaten, die ich gerne esse. Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Glas Weiße Bohnen mitgenommen…um es mal auszuprobieren.

Als Kind hab ich dicke grünen Saubohnen nicht gemocht und hab seitdem eine Abneigung gegen alle runden dicken Bohnen…egal ob grün, schwarz oder weiß…nur die roten Kidneybohnen- die mag ich dann doch – also heute…früher auch nicht.

Also jetzt zu den weißen Bohnen: Das Rezept war einfach und schnell und eigentlich auch lecker – ohne die Bohnen…ich hab den gefüllten Teller auch leer gegessen…jaaa die Bohnen kann man essen…Nahrungsaufnahme eben…aber für mich jetzt kein Highlight, das mein Gericht gekonnt abrundet oder es besonders hervorhebt.

Am Abend hab ich beim Auffüllen des Tellers alle Bohnen geschickt umgangen…. Nee – also für mich müssen die nicht sein.

Dafür hab ich einen Tag später gleich mal eine scharfe Möhrensuppe gekocht…Interessant ist, das die Suppe eher gelb als orange wirkt….denn die Schärfe kommt über das Madras-Curry und damit auch die Farbe: sehr lecker: Zutaten: Möhren, Knollensellerie, Knoblauch, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Zucker, Sherry-Essig und Madras-Curry: alles kochen und anschließend pürieren. Die Zwiebeln hab ich dieses Mal weg gelassen und Ingwer kommt bei mir NICHT hinein.

Und weil ja draußen das Wetter kalt, nass und windig ist, gibt es auch leckere deftige Sachen: Hier: jetzt – Rosenkohl-Auflauf mit Mettenden und knusprigen Kartoffelstückchen: Dabei ist Auflauf evtl. etwas irreführend: denn es gibt weder eine Soße, noch ist es mit Käse überbacken…dafür sehr lecker:

Den Rosenkohl bissfest kochen und mit Butter verfeinert in eine ofenfeste Form geben: Würzen mit Salz, Muskatnuss und Kümmel….darüber dann deftige westfälischen Mettendchen in kleine Stücke schneiden…ich hab nur 2 genommen, weil so klein geschnippelt verteilen die sich wunderbar über dem Rosenkohl.

Zum Schluß kommen die klein geschnittenen und nur kurz gekochten Kartoffelstückchen über Rosenkohl und Würstchen…noch einmal kräfitg mit frischem Pfeffer würzen und ab in den Backofen auf Grillstufe, um die Kartoffeln knusprig bräunen zu lassen…fertig.

Rudimentäre Zutaten ohne Schnick-Schnack… Ja klar wer möchte, kann noch vor dem Backen Käse darüber geben oder eine Soße mit Ei-Milch-Käse darüber verteilen…

Ich mag es wenn neben den Kartoffelstücken, auch teile vom Rosenkohl und den Würstchen angeröstet sind…

Witzig ist, das ich in den letzten Wochen die Schärfe in meinen Gerichten verstärkt habe…normalerweise achte ich wegen der Hitzewallungen darauf, nicht zu scharf zu essen.. Aber jetzt macht es mir gerade nicht aus…das liegt wohl an der kalten Jahreszeit

Sturmschäden – de ja vue

Der Sturm der letzten Nacht hat nun Auswirkungen auf mein Wohlbefinden – und Ich habe ein De ja vue….

Genau dort, wo die Bäume in kurzer Entfernung vor meinem Balkon stehen, die mich vor den Häusern in einiger Entfernung visuell abschirmen, und hinter denen auch die Privatbahn entlang läuft, hat der Sturm der letzten Nacht eben 2 Bäume umgeweht….und nun werden sie gerade mit lauten Getöse in Stücke geschnitten.

Also echt, das ist ein tiefer Einschnitt, genau wie vor ein paar Jahren in Hessen/ Schnöselhausen (Kronberg i.Ts. bei Frankfurt) …als der Sturm eine Schneise direkt vor meinem Balkon gezogen hat und alle hochgewachsenen Büsche und Bäume einfach umknickte….danach war mein Balkon keine vor Blicken geschützte Oase mehr….

(Beitrag: 2017 : Sturmgewalten – und ich bin am Boden)

…und jetzt hab ich hier das Gleiche….ohne diese beiden Bäume und die Büsche drumherum, sind nun die 6stöckigen Häuser auf der anderen Seite komplett sichtbar.

Das ist mehr als schade, um nicht zu sagen: ich bin gerade sehr traurig darüber.

Die geänderte Situation hat mich gleich dazu veranlasst, neu über die Gardinen-Auswahl und Vorhänge zu entscheiden….und hab auch schon meinen ursprünglichen Plan für die Zusammenstellung wieder aufgenommen. Den Plan hatte ich eigentlich verworfen, weil ich statt der benötigten 3 Gardinen nur 2 von der gleichen Sorte bekommen habe….es war ein Restposten – blöd.

Eigentlich wollte ich die Gardingen auf der gesamten Fensterfront immer abwechselnd mit den Vorhängen zusammenstellen. Langer Vorhang, Gardine, kurzer Vorhang, Gardine, kurzer Vorhang, Gardine, langer Vorhang.

Okay, ich muss mir nun noch eine 3. Gardine besorgen, die so ähnlich dazu passt…dann kann es noch richtig gut werden.

Aber auch das ändert nichts daran, das mir die Bäume jetzt schon fehlen…menno.

Wie immer hilft alles Lamentieren und Jammern nichts…die Bäume sind nun einmal weg und ob neue dahin kommen, ist sehr fraglich…der Hausverwalter hat auf meine Frage zumindest mit einem Kopfschütteln geantwortet.

Also heißt es, sich damit zu arrangieren und das Beste daraus zu machen.

Aufziehender Sturm – Flensburg

Aufziehender Sturm – Flensburg

Pläne müssen immer wieder angepasst werden….den Besuch in Hessen hab ich aufs Frühjahr 2022 verschoben, den kurzfristig aufblitzenden Gedanken an einen 2-Tage Urlaub in Emden hab ich wieder fallen lassen…dafür hatte ich mich für Donnerstag (HEUTE) mit meiner Schwester verabredet, was bei ihr kurzfristig beruflich dann doch nicht klappte und so haben wir uns gestern getroffen.

Um 9 Uhr morgens war es bereits nass und kalt und ziemlich trübe…ja und windig war es auch. Im Auto war es schön warm und gemütlich und ich bin die, inzwischen nur noch 140km lange Strecke, locker durch gefahren. In Flensburg war es, wie zu erwarten ebenfalls: nass, kalt und ziemlich trübe….hahaha und ziemlich windig.

Nach einem gemütlichen Frühstück zuhause bei meiner Schwester, haben wir den Plan in den Wald zu gehen, gleich wieder verworfen und uns für die Stadt entschieden…vorher gab noch einen kleinen Schlenker zum „Scandinavian Park“, da kann man herrlich stöbern, aber außer ein paar Süßigkeiten haben wir quasi nichts weiter gekauft. Das besondere an diesem Einkaufspark ist, es gibt extrem viele Süßigkeiten in großen Verpackungseinheiten und Spirituosen zu günstigen Preisen…anderes ist oft teuer. Dänemark ist nicht weit und so kommen die dänischen Nachbarn gerne zum Einkaufen hierhin…der Markt bietet viele dänische und Deutsche Produkte an…und Alkohol findet in großen Mengen seinen Weg in die Autos mit DK-Kennzeichen.

Anschließend ging es mit dem Auto in die Flensburger Innenstadt…ohne Umwege in eines der Parkhäuser…hatte keine Lust auf langes Suchen nach einem kostenfreien Parkplatz, das wird dort auch immer schwieriger.

Das Wetter war inzwischen im Dauerregen angekommen und es stürmte schon ganz heftig..Der niedliche Weihnachtsmarkt am Südermarkt war um die Mittagszeit etwas verwaist….dafür gab es aber eine Feuerzangenbowle…

….und etwas später in einem gerade erst wieder eröffnetem Mini-Cafe „Beste Stuuv“ selbstgebackenen Apfelkuchen mit mehr Äpfeln als Teig…..die Stücke waren riesig und mega-lecker, mit Sahne….dazu in einer großen Porzellan-Kanne !! Kaffee für mich und für meine Schwester eine Porzellan-Kanne Ostfriesentee…beides auf einem Stövchen zum warmhalten. Klein, gemütlich und absolut wert besucht zu werden…die gute Stube eben.

Aber irgendwann mussten wir uns wieder dem Wetter stellen…also raus in den Regen…nach dem durchschlendern der Geschäfte innerhalb der Fußgängerzone und durc h die Norderstraße:

Eines der Flensburger Geheimnisse: woher kommen die Schuhe auf der Leine…..hihihi

…sind wir letztlich am Hafen entlang gelaufen. Wind und Regen nahmen weiter zu und trübe blieb es auch die ganze Zeit über….es war einfach ungemütlich und unsere Klamotten waren durch die lange Zeit draußen auch schon mehr als klamm….mir wurde richtig kalt in den nassen Sachen.

Später wieder Zuhause bei meiner Schwester, war auch mein Schwager da….und es gab leckere selbstgemachte Tomatensuppe mit viel Chili (also die fand ich mega und werde sie schon bald nach kochen)…und überbackene Spaghetti-Nester (gekochte Spaghetti ,in einer Soße aus Sahne, Eiern und Gewürzen geschwenkt, dann Portionsweise zu kleinen Türmchen gedreht, darauf eine Scheibe Tomate und Mozarella…im Backofen für 15-20 Minuten backen lassen)…auch super lecker und eine schöne Idee…das kannte ich auch noch nicht.

Die Sturmwarnung für Flensburg und auch für Hamburg lies mich dann relativ zügig am frühen Abend wieder losfahren…und die Fahrt zurück war anstrengend…..Der Regen nahm immer weiter zu, genau wie der Wind….die A7 war nicht so voll…doch auf der Autobahn stand das Wasser und spritzte in der Dunkelheit des Abends immer wieder so stark hoch, das die Sicht noch weiter eingeschränkt war. Dazu der Wind und die Windböen und ich hab so manchen LkW und Transporter beobachtet, die Schwierigkeiten hatten die Spur zu halten…und vor mir war irgendwann einer der auf einmal ins Schlingern geriet.

Meine Geschwindigkeit hab ich immer weiter reduziert…die Rader-Hochbrücke (bei Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal) war für leere LWKS gesperrt und für alle anderen Fahrzeuge auf 60kmh reduziert.

Ich hatte gedacht, das es nach der Brücke etwas weniger windig wird….aber das war ein Trugschluss je weiter ich in Richtung Hamburg kam, umso stärker wurde der Wind….ein „Starker Sturm“ zog über Hamburg….und ich war froh, als ich wieder heile Zuhause ankam. Auch hier pfiff der Wind um die Häuser und machte es drinnen gleich doppelt gemütlich.