Auf ins Kino

Ich schaue in den letzten Jahren nur selten Filme, vor allem „große“ Filme bringen mir kein Erlebnisgenuss mehr…oft viel zu schnell, zu laut, zu wenig Inhalt mit zu viel Getöse.

Aber es gibt Ausnahmen, weil sie als Prequel oder Sequel einfach meine Erinnerungen an schöne Erlebnis-Filme aufleben lassen.

So hat mich die Kritik an den neuesten Indiana-Jones Film auch erst einmal abgeschreckt…neee das klingt jetzt nicht nach einem Film für mich…meine Schwester dagegen war begeistert…also gut….jetzt ist es Zeit, das ich mir eine eigene Meinung dazu bilde.

Auf geht`s ins Kino. Ein für mich nicht ganz leichtes Unterfangen…denn dort sind viele Menschen und die futtern auch noch alle ständig Popcorn und Nachos oder sonst etwas…also mindestens 2 Dinge, die ich nicht so gut ertrage. Ein Kinobesuch muss daher gut geplant sein.

Ich hatte mich für eines der großen Kinos in Hamburg entschieden, mitten in der Woche um 20.30 Uhr. Das Ticket hatte ich letztes Wochenende online gebucht und bei der Platzbelegung sah es noch sehr leer aus… Ich hab mir einen Platz ganz weit oben und ganz weit weg vom Eingang ausgesucht.

Durch die intensive Arbeitswoche, komplett im Homeoffice, ohne Ablenkung, hab ich mich sogar auf das Kino gefreut…hab mich adrett zurecht gemacht und bin nach Ottensen ins UCI gefahren. Ich wollte mich sogar hinreißen lassen, selber eine kleine Tüte Popcorn zu kaufen…aber bei den Größen die da angeboten wurden, hab ich das lieber gelassen. Die kleinste Tüte war für mich immer noch riesig und sollte zusammen mit einem Getränk 10,90 EUR kosten. Ich hatte nach der kleinst-möglichen Größe gefragt, aber angeblich gibt es die nicht kleiner. Was ist aus den kleinen Kindertüten geworden? Die Antwort war nur ein Achselzucken. Nein danke – dann verzichte ich. Ich wollte kein Abendessen + Liter Cola, sondern einen kleinen Snack.

Im Kino insgesamt war wenig los…ich hatte mir also mit Mittwoch den richtigen Tag ausgesucht. Donnerstags starten ja immer die neuen Filme, da gehen tendenziell eher weniger am Mittwoch.

Der Saal blieb am Ende auch mit ca. 30 Personen überschaubar…und jede 2er Paarung kam mit riesigen Popcorn-Eimern und Nacho-Boxen…wenn man mal bedenkt das süßes Popcorn pro 100g ca. 450 Kalorien hat, sind solche Eimer echt krass. Außer einem Paar, in meiner Nähe sitzend, das weder Getränke noch Snacks dabei hatte…die dann aber eine riesige Tupper-Box auspackten und ebenfalls lauthals in ihre mitgebrachten knusprigen Snacks bissen….grrrrrrr – hoffentlich fängt der Film bald an, da ist die Lautstärke dann wenigsten für etwas gut.

Also der Film war okay – aber die Story dünn und der Rest wie eben moderne Kinofilme sind: laut und schnell und irgendwie überladen. Ich hab mich auch leider nicht an die alten „Indy“-Zeiten erinnert gefühlt….obwohl ich ein paar Mal lauthals lachen musste.

Am Besten waren für mich tatsächlich die Szenen, in denen es um das Altern des Helden geht…was dann aber im Laufe des Films auf einmal nicht mehr sichtbar ist, denn der 80jähre rennt und rennt, springt und hüpft….jaaa man kann nicht Beides haben…seinen Helden altersgemäß zeigen und dann doch ständige Verfolgungsjagden haben.

Für mich weiß der Film nicht, was er sein will…er will Vieles und wirkt dadurch gar nicht. Mich hat der Film nicht überzeugt…aber das Ende war dann versöhnlich und rührend. (Aber das ist ja nur meine Meinung).

Für mich braucht ein Film nur eine gut gemachte Story…eine der ich gerne folgen möchte…die mich fesselt…sie kann auch gerne ruhig daher kommen…muss nicht laut und actiongeladen sein.

Beim Verlassen des Kinosaal sah ich dann all die zurück gelassenen Boxen und Eimer…oft noch halbvoll…war es früher nicht üblich, das man seinen Kram selber mit zum Ausgang nimmt, um es dort zu entsorgen….andererseits freue ich mich, das es selbst für die jungen Leute doch auch zu viel Popcorn war. Was für eine Geldmacherei und Verschwendung dazu.

Um die Ecke denken

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs 😉)

Die Woche war, wie erwartet, herausfordernd….also anstrengend. 6 der 7 Abschlüsse hab ich tatsächlich rechtzeitig bis heute Mittag fertig bekommen…mit dem Nachzügler bin ich auch fast fertig…dafür hab ich ja die Verlängerung bis Montagmorgen erhalten. Das schaffe ich.

Bei ein paar Gesellschaften stand ich, durch die vielen veränderten Abrechnungsmodalitäten, vor echten Schwierigkeiten die Umsätze zu Berechnen, bzw. darzustellen und auch noch soo abzustimmen, das alle Checks passen)…denn unsere Excel-Listen sind nicht adäquat mit den Änderungen mit gewachsen und die Formeln werden dadurch immer verschachtelter und länger und es gibt nur wenig Platz für die vielen variablen Berechnungen.

Vorbei sind die Zeiten, wo man mit festen Formeln durch ein gesamtes Jahr rechnen konnte…jetzt ändern sich Monat für Monat einige Bezugspunkte, manche sind %ual vom Erlös, manche berechnen sich mit einem festen Satz je Netto-Produktionswert und lustig sind die, bei denen es eine Kombination gibt…dazu kommt dann ein Teil der Erlöse aus der Direktvermarktung und ein Teil aus der Marktprämie…die jedoch oft erst verspätet bei uns eintrifft. Bei beiden werden Handlungskosten in unterschiedlichen Höhen berechnet und abgezogen und am Ende soll alles ein großes und nachvollziehbar abgestimmtes Ergebnis geben und zwar bis auf die 2.Nachkommastelle. Da unsere Liste aber nur die gegengerechneten Werte (netting) enthält, die Berechnung aber getrennt nach Bruttoerlös und Handlungskosten unterschiedliche Variablen enthält, ist und bleibt es ein ständiges Um-die-Ecke-Denken, wenn zu diesem Zeitpunkt weder Netto-Produktionswert noch die Monatsmarktwerte bekannt sind. Und ich wünschte, ich könnte noch viele Zeilen in die Excelliste einbauen…stattdessen quetsche ich die unterschiedlichen Berechnungsformeln in wenige Zeilen und verschachtelte mich immer weiter…bis ich merke wie ich drohe, mich dabei zu verlaufen….okay, also noch einmal von Vorne. Ich mag es eben gern übersichtlich.

Eine Kollegin hatte mir in einer unserer gemeinsamen Listen eine interessante Abstimmungshilfe eingebaut, ja super – das hilft mir für einen Teil der Berechnungen richtig gut und die hab ich gleich mal für andere Gesellschaften übernommen. Mit so einer ungeplanten Hilfestellung hatte ich nicht gerechnet. Die Kollegin hatte sich also auch schon Gedanken gemacht, wie man das berechnen und darstellen könnte und zusammen mit meiner Variante haben wir also Check und Gegen-Check…denn ich komme mit meiner Methode auf die gleichen Zahlen. Das ist schon mal ein Wort…wir sind uns einig.

Und auch die in den letzten Tagen eingetrudelten Kosten-Nachberechnungen für das letzte Jahr, ließen mich gehörig ins Schwitzen kommen…die index-basierten Nachberechnungen für Servicekosten brachten große Abweichungen zu den gebildeten Rückstellungen des Vorjahres…denn die Regeln, nach denen wir unsere Rückstellungen Ende 2022 berechnen mussten, deckten das gar nicht ab. Durch unsere schnelleren Abschlüsse im Januar standen uns noch keine aktualisierten Preis-Indizes für das abgelaufene Jahre zur Verfügung.

Dieses ständige um-die-Ecke-denken, mag ich eigentlich nicht – schon gar nicht unter Zeitdruck…trotzdem war es spannend zu sehen, wie sich am Ende des Tages, aus dem ganzen Wust, alles ganz harmonisch zusammenfügen und erklären lässt. Ärgerlich bleibt es allemal – aber immerhin kann ich der Logik der Rechnungen und Verträge folgen.

Für die ersten beiden Abschlüsse hab ich auch schon vom 2.Controller das okay bekommen: Ohne Beanstandungen genehmigt.

Ich finde das war ein guter Moment um Feierabend zu machen…ist seit 15 Uhr eh keiner mehr aus der Abteilung da, nur ich saß noch in meinem Homeoffice…Okay dann also Feierabend und Wochenende mit einem guten Gefühl.

Neuigkeiten vom Arzt und der Kollegin

Donnerstag, vor der Fahrt ins Büro, war ich erst einmal zur Blutentnahme beim Hausarzt…die 3 Monate sind rum, und nun geht es darum ob die Tabletten vom Kardiologen ihre Wirkung so gut tun, wie gehofft… vor allem das „schlechte“ Cholesterin (bei mir ja bisher gar nicht erhöht), sollte durch das Statin massig gesenkt und das Voranschreiten der Arterien-Verkalkung aufgehalten werden.

 Bei gesunden Menschen liegt der LDL-Cholesterin-Wert meist zwischen 100 und 129 mg pro 10 Liter Blut (mg/dL). Um die Bildung von Plaque in den Arterien zu verhindern, sollte der Wert für Menschen mit erhöhtem Risiko zwischen 50 und 70 mg/dL liegen

https://ada.com/de/biomarkers/ldl-cholesterol/

Nun – das hat wohl für den Moment geklappt: Mein LDL liegt im Moment bei 59 mg/dl. Na, das kann sich doch sehen lassen….die Ergebnisse kamen schon am Freitag per E-Mail.

Nach einem unruhigen Tag im Büro (wir hatten wieder so einige Bewerber und Besucher und Meetings im Nebenraum) bin ich dann später nach Winterhude gefahren….dort war ich mit meiner ehemaligen Kollegin Kim verabredet.

Wir haben in einem kleinen Steakhouse zu Abend gegessen und waren noch anschließend im Stadtpark spazieren. Es war schon wieder sehr warm und leicht schwül…aber es war trotzdem ein schöner Abend…Wir haben uns ein paar Monate nicht gesehen und es gab auf ihrer Seite viel Neues zu berichten.

Das Wichtigste: Sie arbeitet jetzt für ein anderes Unternehmen in Hamburg und ist jetzt nach den letzten beiden Versuchen schnell Karriere zu machen, endlich auch zufrieden mit ihrem Job….sie macht jetzt zwar die Arbeit, die sie auch bei uns gemacht hat…will aber gar nicht mehr Projekt-Manager werden…sie ist jetzt, tatsächlich mit Ende 20, Erwachsen geworden….die „Flausen“ sind nun der Realität des Arbeitsmarktes gewichen, nun hat sie andere Pläne… langfristige und fundierte Pläne für sich und ihren Freund und für ihr weiteres gemeinsames Leben…Sie werden wohl bald nach Asien gehen, sobald ihr Freund seine Doktor-Arbeit hier fertig hat.

Das klingt alles viel sachlicher und realistischer…und ich wünsche den Beiden viel Erfolg, bei all den Plänen…und freue mich, das die Beiden jetzt wieder an einem Strang ziehen…und sie ihre Depression auch überwunden hat. Es waren zwei anstrengende Jahre und sie ist auch weiterhin in Therapie…das tut ihr gut.

Wir werden weiterhin lose in Kontakt bleiben und spätestens zum Weihnachtsmarkt werden wir uns wieder treffen …hahaha…spätestens