Und heute ist schon wieder Samstag und ich bin am frühen Morgen ins Himmelmoor gefahren. Direkt bei Sonnenaufgang….und endlich gab es mal wieder einen richtigen Sonnenaufgang…also MIT Sonne:
Durch den Frost der letzten Nacht, waren die schlammigen Moorwege leicht gefroren….nur so konnte ich dort überhaupt laufen. Es knirschte leicht unter meinen Füßen….ansonsten hörte ich nichts außer die Rufe der Gänse, die sich weit entfernt in den hinteren Moorbecken, aufhielten….friedliche Ruhe…ich mag es so früh am Morgen hier zu sein…
Dort, wo es später auf die von Bäumen geschützten Wege geht, stand das Wasser auf den schmalen Wanderwegen und ich versuchte einigermaßen trocken dadurch zu kommen…natürlich bin ich das eine oder andere Mal etwas weg gerutscht…meine Wanderschuhe sind nun mit einer kräftigen Schicht Schlamm überzogen und für die nächsten Ausflüge, sollte ich mal mein Ersatzpaar benutzen.
Ich war knapp 1 1/2 Stunden unterwegs und anschließend bin ich noch zum Wochenmarkt gefahren….nun hab ich genügend Gemüse, Obst und Fisch für die nächsten Tage….und überlege mir auch schon, wo ich morgen hinfahren werde.
Es ist wie in jedem Jahr im Herbst: je kälter es wird – umso lieber bin ich draußen unterwegs.
letzten Samstag, am späten Nachmittag, bin ich nach Bad Bramstedt gefahren…so kurz bevor die Sonne untergeht….obwohl es es doch schon wieder dunkel wurde….aber vorher war ich mit allem Möglichen beschäftigt und hab so die Zeit vergessen.
Der Regen der letzten Wochen, hat die Hudau stark anschwellen lassen und mein Spaziergang durch den Ort blieb auch nicht lange vom Regen verschont…. das war trotzdem ein netter kleiner Ausflug..
Sonntagvormittag ging es dann nach Bad Oldesloe…ich wollte mir endlich einmal die Stadt anschauen… bisher war ich fast nur im Moor am Standrand unterwegs. Geparkt hab ich deshalb mitten in dem Städtchen, bin aber ziemlich schnell auf den Weg entlang der Trave gestoßen, dem ich dann aus dem Ort heraus folgte….
Es war eine herrlich kalte und klare Luft…das Wetter war jedoch insgesamt trübe….und nach 1 km fing es dann schon an zu regnen….und hörte für die nächsten 1,5 Stunden auch nicht mehr auf…ich lief immer noch weiter auf dem Wanderweg entlang der Trave….an Feldern entlang und fühlte mich einfach herrlich…trotz des Regens.
Mit Mütze, Regenjacke und Handschuhen war ich gut gewappnet…aber leichtsinnigerweise hatte ich wieder einmal nur eine relativ dünne Wanderhose an…und irgendwann tropfte dann zusätzlich auch das von der Jacke ablaufende Wasser auf meine Hose…. meine Beine fühlten sich eiskalt an, während Regen und Wind zunahmen. Inzwischen hatte ich schon den Rückweg angetreten….am Ende waren es gute 8 km…davon ca. 7 km im Regen.
In den Taschen meiner Regenjacke schwamm das Wasser….Ebenso in den Außentaschen meines Wanderrucksacks…dafür blieb mein Rücken dank des Rucksacks trocken. Wieder am Auto angekommen, hab ich eine der Fleecedecken auf den Fahrersitz ausgebreitet und bin ohne Umwege nach Hause gefahren. Die anschließende Dusche war himmlisch.
Auch die nächsten Tage blieb es hier in der Gegend stürmisch, kalt und nass….und so hatte ich auf meinen Walkingrunden mal nasse Füße, mal eine durchnässte Regenjacke, mal Beides zusammen…mal troff der Regen vom Ärmel in meine Wollhandschuhe und am Freitag traff die Nässe auf meine Jeans in Höhe der Oberschenkel und sog sich dann immer weiter weiter in Richtung Knie, bis am Ende die gesamte Jeans vollkommen durchnässt war und mir das Wasser von oben in die Schuhe lief.
Und mir geht es herrlich damit….ja die Nässe ist teilweise unangenehm…aber am Ende so einer Runde dann trocken in Wohlfühlklamotten zu schlüpfen, einem heißen Apfelpunsch zu trinken und mich auf das Sofa zu kuscheln….das ist einfach unglaublich gemütlich.
Und mir geht es super, ich bin nicht erkältet und kann super schlafen.
das anhaltend schlechte Wetter, nun auch noch in kalt, brachte mich auf den Gedanken, mal wieder eine Möhrensuppe zu kochen.
Also hab ich heute Mittag Möhren, Sellerie und Zwiebeln geschält und klein geschnibbelt….und weil ich gerade dabei war, hab ich auch noch die 3 lila Möhren mit verarbeitet, die ich gestern von der Firma mit nach Hause gebracht hatte. Im Büro wollte die niemand essen und sie wurden auch schon langsam „latschig“.
Beim Anbraten war die Farbe im Topf noch überwiegend orange….doch nach dem Ablöschen mit Brühe und dem anschießendem köcheln wurde die Farbe im Topf dunkler und dunkler…es wurde langsam alles lila.
Damit hab ich nicht gerechnet, also die Menge an hellen Möhren war viel größer ..das die 3 Lila Möhren derartig färben, war mir nicht bewusst. Aber die Farbe fand ich da noch lustig.
Als ich jedoch die Suppe ganz am Ende mit dem Pürierstab in einen sämigen Zustand versetzte, war ich geschockt…also das war jetzt nicht mehr lila, sondern naja….also… eher unappetitliches BRAUN mit rötlichem Schimmer !!!!!
Erst musste ich nach Luft schnappen…dann fing ich doch wieder an zu lachen….gut, das ich die Suppe nur für mich gekocht habe…also Gästen hätte ich die nicht präsentiert.
Dabei schmeckt sie ausgesprochen lecker….gute Schärfe, leichte Süße, abgerundet mit einem Schuss Essig…noch etwas stückig und absolut wärmend…nur hinschauen sollte man beim Essen lieber nicht. Also eine Suppe eher für Kerzenschein….hahaha.
Okay – ich hab gelernt das man dunkle Möhren lieber nicht pürieren sollte…die eignen sich eher für eine farbenfrohe Gemüsepfanne….
Seitdem es mir wieder, auch mental, so richtig gut geht, stelle ich an mir selber fest, ich bin mal wieder in einer ziemlich emphatischen Phase…mein Herz läuft über vor Anteilnahme und so laufen mir vor Rührung schon bei der kleinsten Kleinigkeit Tränen über das Gesicht.
Der kleine Romantiker in mir, der sich normalerweise sehr gut verstecken kann, hat die Oberhand übernommen und so zerfließe ich vor Freude und Rührung bei Menschen, die sich liebevoll einander zu wenden. Aaaach wie schön, wenn sich da tatsächlich 2 Menschen finden oder gerade das erste Kind geboren wurde und die Eltern um die Wette strahlen.
Wenn mir dann die Tränen über die Wangen laufen, wundere ich mich über mich selbst, über die heftige Reaktion und manchmal finde ich es auch peinlich, weil ich befürchte, das manche Menschen denken könnten, das ich, als alleinstehende Frau, Mitte 50, darum trauere so etwas nicht zu haben oder es ihnen neide…zumindest würde ich als Außenstehende, so denken…weil die meisten Menschen sich nach so etwas sehnen.
Dabei ist es bei mir nur die Freude darüber, das es diesen Paaren so gut geht. Das ist tatsächlich nur anteilnehmende Freude – ohne Neid. Aber erklär das mal Jemandem, während es so anders aussieht. Wenn ich mich gezwungen sehe, das doch zu erklären, verstecke ich mich i.d.R. hinter „den schwankenden Hormonen in den Wechseljahren“ …also eine soziale Lüge.
Ich wollte niemals selber Kinder haben und ich habe auch kein Verlangen mehr, mich wieder neu zu binden. Aber ich freue mich unglaublich, über jedes Paar, das glücklich ist und seinen Weg gefunden hat. Das ist selten genug, in unser heutigen Zeit.
Meine Rührung betrifft dabei nicht nur echte Menschen, sondern trifft mich auch bei Filmen, Dokumentationen oder einfachen Nachrichten…ich bin extrem tränenklüdderig – aber mir geht es gut dabei….zumindest solange es keiner sieht.
Je ungemütlicher es Draußen ist, umso schöner ist es, Zuhause zu sein.
Nach meinen Ausflügen am Wochenende, hab ich mich entschlossen diese Urlaubswoche jetzt Zuhause zu verbringen. Ich finde ja immer irgendetwas, mit dem ich mich beschäftigen kann.
Das sind dann meistens so normale Dinge, wie Wäsche waschen, Kochen und Aufräumen. Und täglich morgens eine Stunde Dänisch lernen.
Aber eben auch das Suchen im Internet nach einer günstigeren KFZ-Versicherung. Meine Aktuelle hat mich über eine gehörige Preissteigerung informiert. Nach fast 5 Jahren bei derselben Versicherung hab ich mich, einen Vormittag lang, über die diversen Vergleichsportale informiert, aber tatsächlich dann eine Versicherung gefunden, die dort nicht einmal erwähnt wurde.
Die Verbraucherzentralen mahnen bei den Vergleichsportalen zur Wachsamkeit, weil gerade die Versicherungen, die ganz weit oben im Ranking stehen, dafür bezahlen genau dort zu stehen. Je weiter oben, umso eher bekommen sie den Zuschlag der Kunden. Somit ist klar, diese Portale sind nicht unabhängig und der Verbraucher sollte auch außerhalb der Portale suchen.
Meine Wahl fiel auf eine der Versicherungen, die sehr groß und bekannt ist und das auf der Homepage dort angebotene Gesamtpaket, war tatsächlich das beste Angebot für mein Fahrzeug (das Beste – nicht das Günstigste…es kommt auf die Einzelheiten im Vertrag an) und ich spare damit gut Geld für besseren Service. Viele Versicherungen in den Vergleichs-Portalen waren mir gänzlich unbekannt…da bin ich meistens skeptisch.
Also hab ich das Angebot angenommen und nach der Bestätigung durch den neuen Versicherer per Mail, hab ich dann auch sofort meine bisherige Versicherung gekündigt…das ging auch ganz unkompliziert über deren Webseite.
Also gerade bei Online-Versicherungen kann sich nun wirklich keiner mehr beschweren, das wir nicht digital genug sind…bei mir läuft hier schon seit Jahren alles sehr komfortabel über das Internet.
Und dann hab ich mich auch mal wieder online auf die Suche nach Nikolaus-Geschenken für meine Familie gemacht….seit dem letzten Jahr weiß ich, das man hochwertige Socken aus Naturfasern wie Alpaka-Wolle, Schurwolle, Baumwolle eben nicht mehr so ohne Weiteres im stationären Handel bekommt…also hab ich dieses Mal gleich das Internet bemüht.
Meine Schwester hatte erwähnt, das da bei Beiden noch Bedarf besteht…und auch ich hab, nach einem kritischen Blick in meinen Winter-Sockenvorrat, einige der fast durchgescheuerten Paare aussortiert. Ich bin also online von „Geschäft zu Geschäft“ gezogen und habe für uns wieder einmal ein Bündel verschiedenster kuscheliger Wintersocken geangelt…das hat Spaß gemacht. (Übrigens meide ich dabei solche preis-aggressiven Plattformen wie z.B. Temu). Sobald alles hier angekommen ist, werde ich die Nikolauspäckchen packen und per Post verschicken…ich denke nicht, das ich vorher noch einmal hoch fahren werde.
Ansonsten mache ich dies und das, überwinde mich dann doch immer wieder zu den Walkingrunden aufzubrechen, obwohl es kalt, nass und windig ist…aber hab mir auch 2x in dieser Woche davon frei genommen…dafür dann aber weitere Dehn- und Streckübungen gemacht, so das ich heute sogar Muskelkater habe – im Mors (Bobbes / Hintern) grins.
Tagsüber bin ich auch öfter draußen zum Einkaufen und war einen Mittag in einem China-Restaurant zum Mittagessen…aber das war echt kein Genuss….das Geld hätte ich mir sparen können. Das Restaurant ist groß und beliebt…ist immer voll…aber die Qualität des Essens hat sehr stark nachgelassen.
Als ich anschließend um den kleinen See in der Nähe gelaufen bin, fühlte sich mein Magen nicht sehr wohl…aber das hat sich dann zum Glück im Laufe des Nachmittags wieder gelegt.
Ich bin sehr zufrieden mit meinen ruhigen freien Tagen…sehr ruhig und entspannt sind die Tage…genau so, wie ich es am Liebsten mag. Keine Sorgen, keine weiteren Verpflichtungen, keine Termine….
Ich backe im Moment gerne mal verschiedene kleine Apfelkuchen…teste verschiedene Variationen mit Biskuitteig aus Weizenvollkorn- und Dinkelvollkornmehl, mische verschiedene säuerliche Apfelsorten….spare mehr Butter und Zucker ein, ersetze einen Teil der Eier durch Milch. Was geht, was macht den Teig noch fluffig genug….Hätte früher nie gedacht, das ich mal Vollkornteige als lecker empfinden könnte, auch Dinkel fand ich bisher eher schwierig….aber mittlerweile schmeckt mir das tatsächlich gut. Na klar esse ich die nicht alleine…habe einiges davon eingefroren.
Und auch ein Brotteig aus Roggenvollkornmehl und anderen Mehlsorten ruht mal wieder an einem warmen Ort, um spätestens Morgenfrüh gebacken zu werden. Vor ein paar Tagen hab ich auch mal wieder ein Kartoffelrösti gemacht.. Hab ich seit Jahren nicht gemacht, da ich das Kartoffelreiben nicht mag hahaha…aber toll ist es geworden…und meine Finger sind heile geblieben… und Heute Mittag gab es einen Reis-Gemüse-Auflauf mit viel Wirsingkohl und Rosenkohl…dazu ein Stück Kabeljaufilet aus der Pfanne….sehr lecker.
Und so hab ich mich dann tatsächlich noch einmal auf den Weg über die Grenze gemacht…und bin nach Aabenraa (Appenrade) gefahren, das sind nur knappe 30km von Flensburg aus.
Appenrade ist eine Kleinstadt mit Seehafen…hier war ich noch nie (obwohl wir ja als Kinder mit unseren Eltern in Flensburg gewohnt haben)…unsere sehr wenigen Ausflüge über die Grenze nach Dänemark, gingen ausschließlich nach Rømø zum Baden.
Appenrade im Dauerregen zeigte sich erst einmal trübe und trostlos….erst später hörte dann der Regen für eine Weile auf und sofort fühlte es sich fast gemütlich an (bei knappen 10 Grad), als das Wetter aufklarte.
Es gibt sogar einen Strand…okay – also im Vergleich zu Rømø ist dieser hier geradezu winzig, dafür unmittelbar in der Stadt, neben dem Hafen.
Später zog es mich dann in die Innenstadt…hier gibt es viele kleine Häuser und Geschäfte …und viele Geschäfte waren auch gerade dabei, sich jetzt schon weihnachtlich zu präsentieren….etwas früh für meinen Geschmack…die Fußgängerzone und die Straßen drumherum gefallen mir auch so gut…Kleinstadt-Feeling (knappe 17.000 Einwohner) eben.
In Dänemark dürfen Geschäfte auch an Sonntagen geöffnet sein….vor allem Lebensmittelgeschäfte und Einkaufszentren nutzen das…und ich schlenderte auch durch 3 verschiedene Läden. Ich finde das interessant, was dort anders ist, als in Deutschland…und was sich gar nicht unterscheidet.
Zum Beispiel gibt es in den Lebensmittelläden, in denen ich war, so gut wie keinen gemahlen Kaffee in Vakuum-Verpackungen (diese 500g Packungen, die es in Deutschland überall und von jeder Marke gibt), dafür jede Menge abgepackte Kaffee-Bohnen.
Oder auch: überall gibt es Lakritz und Gummibärchen jeder Art in großen überdimensionalen Vorratsbehältern, so das man sich selber eine gemischte Tüte zusammenstellen kann. Dänisches Lakritz hab ich schon öfter von unserer Firma bekommen – ist nicht so mein Geschmack.
Aber na klar hab ich Schokolade und Haferkekse mit genommen…und meine Kreditkarte wurde anstandslos akzeptiert….es liegt also eindeutig nicht an meinen Bankkarten, das auf der Dienstreise in dem Restaurant, KEINE meiner Karten angenommen wurde.
Es war schon später Nachmittag, als ich mich auf die Heimreise machte und mit jedem Kilometer weiter in Richtung Hamburg, wurde das Wetter nasser und windiger…so das ich tatsächlich bei strömendem Regen zuhause ankam.
Aaaach wie herrlich war es sich mit kuscheliger Wolldecke, ein paar Kerzen auf dem Tisch und heißem Tee in der Hand, auf die Couch zu verziehen. Zuhause ist es doch immer noch am Schönsten. So nach insgesamt ca. 240 km Autofahrt und guten 16km zu Fuß war es auch genug für einen Tag.
Und der niedliche Weihnachtswichtel/-Elch hat auch schon seinen Platz im Wohnzimmer gefunden…auch wenn es mir eigentlich noch zu früh ist…aber er ist doch so niedlich…und das passende Deckchen hab ich auch gleich hervor gekramt…aber mehr gibt es noch nicht an ans Deko…also fast 😉
Das Wochenende war sehr schön und ich bin froh auch den Ausflug alleine nach Aabenraa gemacht zu haben…ich bin eben sehr gerne nur für mich … bin mir meistens selber genug.
Sonntag war das Wetter grau-in-grau und vor allem sehr regnerisch, so das mein Schwager eine gute Begründung hatte, warum er lieber zuhause bleiben wollte, anstatt mit uns einen Wanderausflug zu machen….mit Krücken im Regen ist nicht besonders gut…zumal er ja aufpassen muss, er darf auf keinen Fall wegrutschen, ausrutschen oder hinfallen. Ach ja und Regen mag er sowieso überhaupt nicht.
Wir haben uns daher, nach dem Frühstück, nur zu Zweit ins Auto gesetzt und sind dann direkt hinter die dänischen Grenze nach Frøslev gefahren.
Dort gibt es ein ehemaliges Internierungslager für politische Gefangene (kein Vernichtungslager – aber schlimm genug, denn auch hier sind Menschen zu Tode gekommen) aus dem 2. Weltkrieg, welches heute zum Teil als Museum genutzt wird, und auf dem frei zugänglichen Gelände drumherum, ist viel Wald und eine wunderschöne Heidelandschaft…auch jetzt im Herbst.
Über das Gelände führen kleine, fast unsichtbare (aber minimal ausgeschilderte) Wege, die uns durch die schöne Landschaft lotsten….Sonntagmorgen und Regen….hach war das himmlisch ruhig dort im Wald.
Nach fast 8km, von Oben nass, die Wanderschuhe nass und schlammig, kamen wir wieder auf dem Parkplatz an….was für eine schöne Runde.
Meine Wanderschuhe hatten Wasser und Matsch nicht lange genug trotzen können (die muss ich mal wieder imprägnieren). Meine Socken waren gut durchnässt…na gut – dann wechsle ich die Schuhe lieber erst, wenn ich in der Nähe frischer Socken bin….hahaha
Wieder zuhause bei meiner Schwester, hab ich mich umgezogen und mich dann von Beiden verabschiedet…und eigentlich wollte ich auch unmittelbar nach Hause fahren…aber ich hab ja Urlaub…und wenn ich doch schon mal hier „Oben“ bin…dann….dann könnte ich doch noch einen weiteren Ausflug machen…pssst… so ganz alleine, wie ich es gerne mache.
Die letzte Woche verlief ohne besondere Vorkommnisse….es waren ruhige Arbeitstage und angenehme Abende mit täglichen Walkingrunden und vielen Dehn- und Kraftübungen…so das ich tatsächlich fast ohne Schmerzen laufen konnte…wow – so gut ging das schon lange nicht mehr.
Und mit dem Wochenende begann mein einwöchiger Urlaub.
Der Samstag startete dann recht früh am Morgen…ich war mit Schwester+Schwager verabredet…so das ich um 10 Uhr in Flensburg ankam. Für die Sauna kann sich mein Schwager nicht begeistern und so sind wir alleine ins Campus-Bad gefahren. Ich glaube aber auch, das er die freie Zeit viel lieber mit Fußballschauen im Fernsehen verbracht hat.
Eigentlich wollten wir mit Bahnen-Schwimmen starten….leider hatte uns niemand gesagt, das das an dem Tag nicht möglich war, wegen einer Schwimmveranstaltung – gerade wollten wir ins Wasser steigen, da kam ein Bademeister eilig auf uns zu, um uns freundlich davon abzuhalten….grrrrr – also das hätte man uns ja auch am Eingang können. Es soll am Eingang ein Schild gestanden habe..na gut, dann sind wir halt sofort in den Saunabereich gegangen…aber ärgerlich war das schon. Die Laune haben wir uns aber nicht verderben lassen.
Und zum Glück war meine Schwester auch relativ entspannt, so war es doch ein lustiger und schöner Saunatag (jaja – mit den Einschränkungen, die wir ja beim Saunieren nun beachten sollen).
Was die neu dort haben, ist eine Extra-Kabine mit einer Wasserbett-Massageliege. Nachdem ich ein paar Minuten brauchte, um zu begreifen, wie das funktioniert (die Lesebrille hatte ich ja im Spind eingeschlossen)…war das eine seehr schöne Relax-Massage….und wir haben diese jeder 2x 15 Minuten beansprucht…nicht an einem Stück natürlich.
Auch hier im Bad machte sich der Personalmangel bemerkbar, die Köche waren ausgefallen – so gab es für die Mittagszeit nur Pommes und Chicken-Nuggets, Dinge für die man keinen Koch benötigt…Hauptsache wir hatten etwas im Magen.
Nach ein paar Stunden dann sind wir wieder nach Hause gefahren….mein Schwager knurrte dann aber, weil „Sein“ Verein wieder einmal verloren hatte….und dann war es auch schon bald Zeit fürs Abendessen in ihrem Lieblings-Griechischen Restaurant.
Wir hatten leckeres Essen, viel zu Erzählen und einen entspannten und lustigen Abend…und obwohl ich vorher gesagt hatte, das ich nicht übernachten werde, bin ich dann doch geblieben…meine Schwester hatte das Gästezimmer vorher schon vorbereitet und mich auch gefragt, welche Bettdecke ich möchte….so hab ich – seufz- mich dem Ergeben und das war auch gut so…ich habe richtig gut geschlafen.
Total lieb fand ich, das auf dem Bett ein Weihnachtswichtel bereit stand mit einer Karte, mit der sich Schwester+Schwager bedankten, das ich immer für sie da bin und das der Wichtel mich gerne nach Hause begleiten möchte….ohh man – ich war zu Tränen gerührt.
Seit dem Sommer hab ich meine Sprachlern-APP nicht mehr regelmässig genutzt…bis zum absoluten Stillstand…und dann hatte ich auch andere Dinge im Kopf und hab gar nichts mehr gemacht, um meinen bisherigen Kenntnisstand der dänischen Sprache zu erhalten.
Tja, das Ergebnis dieses Stillstandes hab ich dann auf der Dienstreise schmerzhaft erkannt…mir ist tatsächlich Vieles an Wörtern und Grammatik schon wieder abhanden gekommen, so das meine ohnehin noch nicht sehr gut ausgeprägte Möglichkeit mich zu verständigen, quasi weg war. Na ja – für den Job reicht es, das ich Englisch kann.
Man war ich enttäuscht – von mir … ja und auch etwas frustriert…macht mir die Sprache doch viel Spaß und ich konnte auch schon viele Wörter und ja eigentlich auch die grundlegende Grammatik…aber eine Sprache muss man eben auch sprechen…und das regelmäßig.
Hören und Nachsprechen reichen da eben nicht aus und auch ein großer Wortschatz alleine bringt noch keine Sätze….das selber Sprechen ist der Schlüssel…eigene Sätze bilden und mit anderen in Interaktion treten.
In dieser Woche hab ich nun mit dem Wiederholen in der Sprachlern-App angefangen…und zum Glück macht mir das Lernen auch wieder Spaß und jaaa einiges von dem Vergessenen kommt auch schon schnell wieder.
Hab vor ein paar Wochen nun nach einem regelmäßig stattfindenden Präsenz-Kurs gesucht….aber alle Kurse, in der näheren Umgebung, sind aktuell ausgebucht….da muss ich wohl bis zum neuen Jahr warten.
Ab jetzt lerne ich wieder regelmässig und dabei drehe den Spieß um, indem ich nicht versuche die Dänischen Worte nachzusprechen und ins Deutsche zu übersetzen, was mir ja ziemlich gut gelingt….sondern ich arbeite jetzt vorwiegend mit der „Karteikartenfunktion“, wo ich deutsche Worte und Sätze angezeigt bekomme und diese ins Dänische übersetze – DAS ist meine Schwachstelle.
Ich dachte über das „Verstehen“ kommt das „Sprechen“ von alleine…aber so einfach ist es dann doch nicht…der Mix macht es.
Nach einer weiteren Nacht im Hotel und einem netten Frühstück dort, hab ich mich auf die Rückfahrt gemacht…es gab auch keine Anfragen oder Infos, das ich noch einmal in der Zentrale vorbeischauen sollte…also konnte ich mich getrost auf den Heimweg machen.
Am Abend zuvor hatte ich mit meiner Schwester ausgemacht, das – wenn es mit ihren Feierabend gut klappt, wir uns so um 11.30 Uhr am Scandinavian Park auf einen Kaffee treffen könnten….ich hätte dann ca. 1-1,5 Stunden Zeit für einen Plausch und dann kam die Info von ihr…ja – es klappt.
Die Autobahn war voller, als auf dem Hinweg…aber der Verkehr floss noch einigermaßen zügig….ich war zu früh in Flensburg…tankte den Mietwagen und kontrollierte den Reifendruck (nachdem eine Meldung auf dem Display erschien, das ich genau das tun sollte)…und dann kam sie auch schon…hätte sie in ihrer Arbeitskluft fast nicht erkannt….hahaha rot und weiß sind privat so gar nicht ihre Farben.
Wir gingen in das kleine Café, es gab Kaffee und belegte Brötchen….anschließend noch einen kleinen Rundgang durch das dänische Kaufhaus, wir haben viel erzählt und sie hat sich mal wieder den Stress mit ihrem Mann von der Seele geredet…ich hab von meiner Reise erzählt…und dann musste ich auch schon weiter…auf dieser Strecke Richtung Hamburg muss man an einem Freitag, immer mit Stau rechnen und ich musste den Mietwagen rechtzeitig abgeben. Das war ein schöner kleiner Plausch und wir sind jetzt für den 11.11. verabredet….dann komme ich die Beiden besuchen.
Die restliche Fahrt verlief ereignislos, die Mietwagenrückgabe war unkompliziert, ich hab noch ein paar Sachen im Büro abgeliefert und bin dann nach Hause gefahren. Arbeiten? ooooch nö – dazu hatte ich jetzt dann doch keine Lust mehr. Montag reicht auch.