Wechseljahre: vorbei oder nicht?

Ich weiß nicht ob es jetzt ursächlich zusammen hängt oder nur Zufall ist, aber seit ich vor einem Monat mit dem 16:8-Interfallfasten und dem gleichzeitigen Verzicht auf Koffein und Einschränkung von Kohlehydraten am Abend, wirklich gut lebe, sind meine Hitzewallungen fast vollständig verschwunden.

Ich habe jetzt fast 4KG abgenommen und fühle mich so richtig wohl mit meinem Körper. Durch die Gewichtsabnahme friere ich sogar öfter mal und empfinde direkte Sonneneinstrahlung nicht mehr als automatisch unangenehm, sondern kann die Wärme sogar zeitweilig wieder genießen.

Seit 14 Jahren befinde ich mich bereits in den Wechseljahren, habe aber außer den Hitzewallungen sonst kaum Beschwerden. Die Hitzewallungen waren phasenweise sehr unangenehm, umso erfreulicher das diese sich gerade mal etwas verzogen haben. Das passiert bei mir öfter mal in stressigen Phasen…

….aber so lange wie jetzt, waren sie noch nie weg, was in mir die Frage auslöst: war es das jetzt? Sind die Wechseljahre jetzt ENDLICH vorbei?

Es gibt dazu gefühlt 1000 verschiedene Antworten…Fazit: es könnte sein – muss aber nicht. lt. DAK:

  • Im Durchschnitt dauern die Wechseljahr 7,5 – 15 Jahre …es können aber auch 20 Jahre sein = bei mir sind es aktuell: 14 Jahre
  • Frauen die früh in die Wechseljahre kommen, haben öfter länger mit Beschwerden zu tun = ich war 42 Jahre als die ersten Symptome begannen, was schon früh ist
  • 1/3 aller Frauen entwickeln nur leichte Symptome = ich glaube ich kann mich da zu den Glücklichen zählen, habe als Hauptsymptom nur die Hitze
  • Die Post-Menopause ist im Durchschnitt mit ca. 60 Jahren abgeschlossen

Okay also mit 56 Jahren kann ich langsam darauf hoffen, das die Menopause bald vorbei sein wird ..natürlich könnte ich bei der Frauenärztin einen Test zur Bestimmung des Hormonspiegels machen lassen…aber soo wichtig ist es für mich jetzt auch wieder nicht. Denn mir geht es ja körperlich soweit gut.

Mit der letzten Anpassung meiner Medikamente, gegen die Arteriosklerose, sind Puls und Blutdruck in einem normalen Bereich (Hurra) und mit meinem nun wieder Normalgewicht und der angepassten Ernährungsweise und den sportlichen Aktivitäten tue ich somit alles, was ich beeinflussen kann, damit das Damoklesschwert mit der Herz-OP, sich nicht weiter senkt. Also okay – den phasenweisen beruflichen Stress kann ich nicht wegzaubern….aber ich versuche besser mit ihm umzugehen.

Ja das ist ein echt gutes Gefühl und ich hoffe auf einen aktiven Sommer für mich, mit nicht ganz so viel Hitze, aber vielen Ausflügen und Wanderungen…noch 1,5 Wochen und ich hab endlich Urlaub….

Der Wind als Trainingspartner

Letzten Sonntag hab ich das ganz moderate Wetter genutzt, um mal wieder eine kleine Radtour zu machen…Die Hitze war erst für die kommenden Tage angesagt, so sollte eine kleine Fahrt durch die Umgebung bei knappen 24 Grad kein Problem sein.

Wer hier oben im Norden wohnt, weiß das es fast immer Wind gibt und so startete ich meine Tour auch mit Gegenwind…und der blieb auch die gesamte Fahrt über…aber kein Problem meine Beine wollten ja auch etwas zu tun haben….es war sonnig und ich habe mir schöne Wege ausgesucht, die halbwegs im Schatten lagen.


Ich bin von Quickborn nach Pinneberg (direkte Strecke mit dem Auto ca. 14-15km) über kleine Seitenwege und letztlich über einen ausgewiesenen Fahrradweg gefahren.

Als ich in Pinneberg ankam, war ich überrascht WO ich rausgekommen bin…den kannte ich von einigen Abendspaziergängen an der Pinnau entlang, als ich noch dort gewohnt habe.

Da ich nicht den gleichen Weg zurück fahren wollte und meine Kraft noch ausreichend schien, hab ich einen zusätzlichen kleinen Bogen geschlagen und dann auch noch einmal die falsche Richtung gewählt…der Weg nach Hause zog sich also schier endlos dahin und meine Kraft ließ nach….und entgegen der Annahme nun mit dem Wind nach Hause zu „segeln“, bliess mir dieser immer noch von Vorne entgegen…und zwar heftiger, als auf dem Hinweg.

Achja, da ist ja der angekündigte „stürmisch auffrischende Wind“….gefühlt kam ich nur langsam voran, aber aufgeben ist ja keine Option…also hab ich gegen den Wind in die Pedale getreten und 2,5 Stunden und 39,5km später, war ich dann tatsächlich wieder zuhause. Zwischenzeitlich hatte ich mich schon für den tollen Einfall schon verflucht…man war das anstrengend.

Ich war länger und weiter unterwegs, als geplant – aber letztlich war es eine gute Trainingseinheit für Beine und Ausdauer. Und nach einer kurzen Dusche und anschließender Erholung auf der Couch war ich dann doch mit mir und dem Tag sehr zufrieden.

Und noch eine Art „Umzug“

Manchmal kommt man in Situationen, da zweifelt man an sich selbst…oder?

Mir ging es vor ein paar Tagen so…da gehe ich gegen Abend mal wieder für meine Walking-Runde aus dem Haus…laufe den Weg durch die Wohnanlage und nehme nur aus den Augenwinkeln war, das da an einer Ecke eine fast 2 Meter hohe prächtige Fächerpalme auf dem Rasen steht…also eine echte Palme, nicht in einem Kübel sondern im Rasen eingepflanzt. Ich bin leicht irritiert, reagiere aber nicht weiter und gehe meines Weges.

Auf dem Rückweg komme ich wieder an dieser Palme vorbei, bin immer noch irritiert und gehe ins Haus…aber dieses mal hängt mir der Gedanke nach…sag mal…ich wohne jetzt fast 3 Jahre hier…stand die da immer schon? …ich hab an mir gezweifelt…kann ich die echt solange „übersehen“ haben. Vieles nimmt man ja nicht bewusst wahr.

Hab mir bei nächsten Vorbeigehen wieder Gedanken über diese Palme gemacht und erst bei der erneuten Rückkehr nach Hause ist der Groschen endlich gefallen. Diese Palme stand sonst direkt an der Hausseite ein paar Meter weiter….da ist jetzt erst einmal nichts mehr…wahrscheinlich hat die Palme durch ihre Grüße, zu viel Tageslicht direkt am Haus geschluckt und wurde von unserer Hausverwaltung versetzt.

Lustig das ich erst einmal Grübeln musste, aber die Palme und auch der Boden drumherum sahen jetzt nicht nach „Erdaushub-Arbeiten“ aus…alles wirkte so natürlich und stimmig und scheinbar hat die Palme den Umzug gut überstanden.

Arbeits-Strategie und Bürohopping

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !)

So langsam rückt mein Urlaub immer näher. Was auch bedeutet, das meine Quartalsabschlüsse in die heiße Phase gehen….aber ich habe vorgesorgt, richtig gut vorgesorgt…so das ich bereits gestern die ersten „kleinen“ Gesellschaften fertig melden konnte. Das geht nur bei den Firmen die kein eigenes Bankkonto haben, denn die müssen nicht bis zum letzten Kontoauszüge des Monats warten, bevor der Monat geschlossen werden kann.

Ich hätte niemals gedacht, das meine Kollegin aus der Zentrale sich so darüber freut, diese kleinen und unkomplizierten Gesellschaften schon vor dem eigentlichen Stichtag für die Einbindung in den Konzernabschluss zu bekommen. Ich hatte mich in meiner Mail ja fast für diese frühe Abgabe entschuldigt…aber sie hat sich überschwänglich gefreut und sich herzlich bei mir und für meine vorausschauende Arbeitsweise bedankt.

Nanu! Mit so einer Reaktion hätte ich nie gerechnet…normalerweise gebe ich diese kleinen Gesellschaften immer erst zum Schluss ab, wenn die wichtigeren Gesellschaften fertig sind. Aber ich hatte meine Vorbereitungsstrategie ja noch einmal komplett neu aufgestellt…und diese neue Herangehensweise hat sich gelohnt.

Ich bin dieses Mal perfekt (natürlich nur gefühlt perfekt…was ist schon wirklich perfekt) vorbereitet. Falls uns jetzt die Technik keinen Streich spielt, sollte eigentlich alles gut funktionieren. Denn bis Ende nächster Woche müssen wirklich ALLE Gesellschaften fertig werden. Es gibt keine Ausnahmen und keine Verlängerungen mehr. Entsprechend nervös war ich während dieser Vorbereitungsphase. Aber jetzt kann ich mich zurück lehnen, das Wochenende in Ruhe genießen und brauche mir keine Sorgen zu machen.

Was mir unschön auffällt sind die physischen Veränderungen in unserem Büro. Einige Kollegen in Hamburg müssen jetzt räumlich enger zusammen rücken und ich bin nahezu entsetzt, wie auf einmal aus bisherigen 2er Büros, jetzt 4er Büros werden. Die Schreibtische stehen in einem Block zusammen….jeder hat gerade das noch gesetzliche Mindestmaß an Platz hinter sich bis zur Wand/Glaswand…dazu noch ein kleines Schränkchen und eine Stehlampe für 2 Schreibtische und mehr passt in so einen Raum auch schon nicht mehr rein.

Wer jetzt noch weiß, das weder Decke noch Wände eine vernünftige Schallisolierung haben, kann sich ausmalen, wie unschön das Arbeiten wird, wenn auch nur eine Person telefoniert….und so richtig glücklich sehen die Kollegen auch nicht aus. Ich hab auch mal fast 2 Jahre in der Nähe von Frankfurt in so einem Hasenstall zur Viert gesessen…das war echt eine fürchterliche Zeit.

JA das ist der Preis den die Mitarbeiter zahlen, dafür, das die Firma so rasant wächst und immer mehr Mitarbeiter eingestellt werden und Büroräume sind halt teuer in der Innenstadt….andererseits sollen wir auch wieder vermehrt im Büro arbeiten…aber hier gibt es noch keine strikten Vorgaben.

Ich kann mir also gut Ausmalen, das auch meine komfortable Lage, mit einem 2er Büro zur Einzelnutzung, bald schon wieder vorbei sein wird…zum Glück ist der Raum etwas kleiner, so das er auf keinen Fall Platz für 4 Schreibtische bietet.

Aber auch auf unserer Etage hat das muntere Wechselspiel: „ich packe meine Sachen und ziehe ins nächste Büro“ bereits begonnen. Die Chefs spielen „Sokoban“ mit ihren Mitarbeitern: d.h. die Mitarbeiter werden ständig hin und her geschoben. Nur der Controller und ich sind BISHER davon verschont geblieben.

Aktuell nehme ich mir 2 Homeoffice-Tage pro Woche und für unsere Abschlusszeiten nehme ich auch mehr…nächste Woche arbeite ich 4 Tage von Zuhause aus. Sollte sich an meiner Arbeitsplatz Situation etwas ändern, würde ich auch regelmäßig öfter mobil Arbeiten….jetzt ist es wieder ein Vorteil für meine Arbeit nicht an das Hamburger Büro gebunden zu sein.

Kopf geraderücken

Und noch eine positive Entwicklung:

Meinen leichten Rundrücken (auch Geierhals genannt) habe ich erfolgreich bekämpft…und zwar in den letzten Monaten mit regelmäßigen einfachen Übungen zur Stärkung des oberen Rückens und des Schultergürtels. Das geht alles ohne Geräte und mit wenigen Übungen, die man jedoch regelmäßig machen sollte.

Passende Übungen dazu kann man sich vielfältig aus dem Internet holen…und als geeignete Sportarten werden auch noch oft genannt: Rudern, Schwimmen, Klettern, Pilates und Yoga.

Ich habe mich hauptsächlich auf die einfachen Übungen konzentriert die man man eben mal schnell zwischendurch machen…sogar am Arbeitsplatz.

Und einfach mal die Schultern bewusst nach hinten/unten ziehen, so das sich das Brustbein hebt, geht am Kopierer genauso gut, wie an der Bushaltestelle oder in einer Warteschlange….das geht sogar im Sitzen auf dem Sofa.

Und wenn ich mich jetzt von der Seite aus (mit einem Spiegel) betrachte, sitzt mein Kopf wieder auf dem Hals…und nicht davor…der Geier ist davon geflogen.

Das kommt auch genau zur richtigen Zeit, denn meine inzwischen kinnlangen Haare sind bei den wärmeren Temperaturen doch ein echter Nachteil…und die richtige Wärme des Sommers kommt ja erst noch…ich habe also gestern mal wieder selber zu Schere und Maschine gegriffen und meine Haare zumindest wieder etwas zurecht gestutzt….am Hinterkopf hab ich die Haare mit der Maschine geschnitten, so das sie sich wieder mehr an den Kopf schmiegen und die Seiten habe ich zumindest um 5cm gekürzt und vor allem wieder (unter dem Deckhaar) ausgedünnt. Ein neuer Schnitt muss her…werde aber erst in meinem Urlaub im Juli zum Friseur gehen…

Ernährung – mal eben umgestellt

Vor ziemlich genau 4 Wochen hab ich meine Essgewohnheiten noch einmal komplett einer Prüfung unterzogen und ohne große Vorbereitung einfach mal geändert.

Der Anteil an Nudeln, Brot, Kartoffeln und Reis war einfach zu hoch geworden….und das obwohl ich ohnehin viel Gemüse und wenig Fleisch esse….das Verhältnis stimmte aber einfach nicht mehr…jetzt liegt mein Fokus auf frischem Gemüse und auch auf Salaten (die ich sonst eher weniger esse) …und die Beilagen wir Brot, Reis und Kartoffeln sind tatsächlich nur noch Beilagen bzw. ich lasse sie sogar oft weg. Nudeln hab ich mal für eine Weile ganz gestrichen – ich liebe Nudeln 🙃, aber die angebotenen Alternativen wie Vollkorn- oder Erbsennudeln o.ä. krieg ich nicht durch den Hals.

Außerdem mache ich seitdem „Intervall-Fasten“ mit der Formel 16:8…das ist eine Ernährungsform die dem Körper 16 Stunden am Tag Zeit gibt, sich zu regenerieren. Die Nahrungsaufnahme findet dann in den restlichen 8 Stunden des Tages statt.

Das bedeutet ich esse abends ab ca.19 Uhr nichts mehr und dann erst wieder ab ca. 11 Uhr am nächsten Vormittag. Das geht erstaunlich gut….und ich habe damit sogar in den ersten 3 Wochen fast 3kg abgenommen.

Damit fühle ich mich jetzt wieder normal mit meinem Gewicht…und ich hatte bisher auch keine Heißhunger-Attacken auf irgendetwas….ich kaufe jetzt noch mehr Gemüse ein, als ohnehin schon. Dazu verfeinere ich mein Essen mit täglich einer Handvoll Nüssen, Käse und Fisch. Geflügel gibt es weiterhin 2-3x pro Woche auch.

und damit es auf einem Teller nicht langweilig und einseitig aussieht, gibt es meistens, bei reinen Gemüsegerichten, gleich 2 oder 3 verschiedene Gemüse-Zubereitungen….der Rest kommt dann in den Kühlschrank und wird für den nächsten Tag mit verarbeitet.

So sind gebratener grüner Spargel mit Champignons am nächsten Tag auch für einen kalten Salat geeignet…und die Reste der gebratenen Mairübchen mit Knoblauch vom Vortag, gab es am nächsten auf einer Scheibe Vollkornbrot und etwas Käse überbacken oder die Reste vom Ofengemüse kann man wunderbar als Belag für eine selbstgemachte Pizza nehmen (beides ohne Bild – aber lecker)

So bleibt der Blick auf dem Teller bunt und abwechslungsreich und Gemüse esse ich ja eh sehr gerne.

Was ich sehr erstaunlich finde ist, das mein Blutzucker-Spiegel, trotz der langen Essenspausen, nicht absackt…ich fühle mich ausgeglichen und wohl damit….bin lange satt von meinen Gerichten und esse auch jeden Tag ein Stück Schokolade und meine Haferkekse ohne etwas zu vermissen….

… außer an dem Tag wo bei uns in der Firma auf der Dachterrasse gegrillt wurde…aber da ich sowieso nicht an dem Fußball-Abend-Grill-Event teilnehmen wollte, hab ich dann zügig das Weite gesucht…Grillgeruch lässt mir immer noch das Wasser im Mund zusammenlaufen….

Eine Entscheidung – viel zu spät für mich

Die gesamte Woche im Job kann ich unter dem Begriff „merkwürdig“ zusammenfassen und da will ich mich auch gar nicht ausnehmen…ich habe auch merkwürdig reagiert.

Seit nunmehr fast 8 Monaten renne ich meinem Chef die Bude ein, um ein Problem gelöst zu bekommen, welches nicht in meine Entscheidungsbefugnis fällt. Ich habe also meinen dänischen Chef Mails geschrieben und das Problem erklärt, wir hatten Teams-Meetings (mal zu Zweit, mal zu Viert) und er hatte ja versprochen sich darum zu kümmern. Es tat sich jedoch nichts.

Ich habe wieder und wieder geschrieben, mit noch höheren Vorgesetzten in cc…wir haben weitere Team-Meetings gehabt und es tat sich immer noch nichts. Da das Thema inzwischen zeitkritisch wurde, hat eine Kollegin (die am anderen Ende des Problems sitzt) auch mehrfach um Lösung gebeten – nichts ist passiert….und dann hat mein Chef Ende Mai 2024 das Unternehmen verlassen und mich an seinem letzten Tag darauf verwiesen, ich solle es mit den höheren Chefs klären.

Ich hab also noch einmal die höheren Chefs informiert das ich hierzu eine Entscheidung brauche, bzw. meinen Handlungsvorschlag unterbreitet und um ein okay gebeten. Geschehen ist immer noch nichts. Keine Antwort.

Ziemlich frustriert hatte ich vor fast 2 Wochen Jemanden angeschrieben, der seit ein paar Monaten meinem (nunmehr ehemaligen) Chef unterstellt war, aber auch eine Leitungsfunktion in DK innehat…er war sogar einmal bei einem unserer Meetings dabei. Trotzdem hab ich mich noch einmal per Mail vorstellt, wer ich bin, um welche Firmen es geht, wie die gesellschaftsrechtlich und vertraglich miteinander verbunden sind und WO genau uns jetzt das Problem drückt…und das wir demnächst mit weiteren Firmen dasselbe Problem bekommen werden. Ich brauche daher dringend eine Handlungsanweisung.

Danach hab ich eine Woche gewartet und weil ich auch von dort keine Antwort bekam, ein Teams-Meeting eingestellt…und siehe da: er hat zugesagt und wir haben das Gespräch diese Woche Dienstag geführt. Ich habe noch einmal die komplexen Zusammenhänge und das Problem erklärt (meine Mail hatte er nur überflogen).

Das Thema hat er schnell erfasst, aber erst als ich ihn darauf hinwies, das es da einen Externen Beteiligten gibt, der seit Monaten auf die Entscheidung wartet, weil er sein Geld nicht bekommen kann, wenn das Thema vorher nicht vertraglich gelöst wird…wurde er hellhörig und versprach sind darum zu kümmern, er würde sich mit einem Kollegen aus der konzerneigenen Steuerabteilung besprechen…..

….knapp 1 Stunde später hatte ich eine Mail mit Lösungen und exakten Handlungsanweisungen für mich und unseren Syndikus…alles klar und strukturiert aufgelistet. Super – genau so mag ich es.

Und was mache ich: ich sitze nur stumpfsinnig vor der Mail und denke: super. Mehr nicht.

Normalerweise freue ich mich, wenn ein langfristiges Thema endlich gelöst ist…ich fange an zu jubeln, freue mich auch lautstark und bin voller Energie und Tatendrang…denn es fällt ja eine Last von mir ab, wenn ein großes Thema endlich erledigt ist.

Nicht so dieses Mal…eigentlich sitze ich nur da und denke: okay, die Lösung ist super und für mich auch einfach umzusetzen. Aber warum musste ich darauf fast 8 Monate warten? Warum konnte oder wollte mein Chef das Thema nie ernsthaft angehen?

Mich hat es die letzten Monate wirklich belastest…und jetzt bin ich einfach nur enttäuscht, fühle mich bei dem Thema derartig erschöpft, das ich mich über die Lösung gar nicht wirklich freuen kann. Dieses Gefühl so lange in der Luft hängengelassen worden zu sein, ist echt nicht schön und hallt noch in mir nach.

Als Konsequenz daraus reagiere ich, wie ich immer reagiere : mit Rückzug in mein Schneckenhaus….das muss ich jetzt erst einmal in Ruhe verarbeiten.

Wenn Sonne und Wolken miteinander ringen

Am letzten Wochenende war ich noch nach 21 Uhr im Moor unterwegs, hier bei mir „um die Ecke“…und es war einer dieser perfekten Momente. Der Sonnenuntergang war schon nahe, es war absolut windstill, angenehm von der Temperatur und Sonne und Wolken haben miteinander gerungen und es war sonst kein Mensch hier unterwegs.

Die glatte Oberfläche der Moorseen spiegelte wunderbar das Schauspiel am Himmel

Die Trennlinie zwischen Himmel und Wasserlinie war der Baumbestand in der Ferne

…lustig ist auch das bei der Mikro-Insel im Moorsee die Bäume durch die Spiegelung ausschließlich nach untern zeigen, während die Orginale im dunklen Hintergrund nahezu unsichtbar sind.

Wie immer beeindruckt mich diese Landschaft, der weitläufige Blick und das Schauspiel am Abendhimmel…und mit 4,3 km war es auch wieder einmal eine ruhige und entspannte Walkingrunde zum Ausklang des Wochenendes .

Schuhgeschichten

Die inzwischen gelieferten Wanderschuhe sind tatsächlich haargenau die Gleichen, wie meine Bisherigen…die Passform ist damit perfekt für meine Füße. Rein schlüpfen und wohlfühlen….und Blasen habe ich auch überhaupt keine bekommen.

Prima – damit hab ich jetzt endlich wieder eine Perspektive für die nächste Zeit und hab – wie geplant – gleich noch ein paar Weitere, dazu gekauft. Die wurden auch schon geliefert und auch hier stimmt alles.

Die „Reserve-Paare“ ähmmmm insgesamt sind es nun 7 Paare😂, liegen jetzt gut verstaut im Keller und wer weiß ob sich meine Füße in 2-3 Jahren nicht auch weiter verändern…aber bis dahin hab ich nun endlich wieder Ruhe mit dem Thema und wenn der Händler die Schuhe wieder vom Markt nimmt, ist mir das, für den Moment zumindest, egal.

Und da ich ja nicht das ganze Jahr in meinen Wanderschuhen und anderes Boots laufen kann, hab ich mich auf ein etwas teureres Schuh-Abenteuer eingelassen und hab mir ein Modell von Birkenstock gekauft. So eines das vorne zu und hinten offen ist…ich hatte jetzt schon soviel von dem Fußbett gehört, aber bisher war ich nicht bereit 160-170 EUR für ein paar offene Treter auszugeben, um es mal im Alltag zu testen.

Bisher hab ich es nur auf kurzen Strecken ausprobiert und meine Füße haben nicht rebelliert…das gibt mir Hoffnung für heiße Tage.

Überhaupt hab ich meinen Schuhschrank komplett ausgemistet, alles war gar nicht mehr für meine Füße funktioniert, hab ich aussortiert…einige stehen noch da, um sie noch einmal zu testen.

Dabei ist mir ein Paar Boots in die Hände gefallen, die ich vor ein paar Jahren gerne getragen habe, dann ging es gar nicht mehr und jetzt – jetzt auf Einmal geht es wieder….prima. Das sind knöchelhohe Schnürboots in dezentem Altrosa…sehen stylish zu einer gekrempelten Jeans aus.

Hab diese bereits mehrfach den ganzen Tag ohne Probleme auf der Arbeit getragen….nur für lange Spaziergänge / Walkingrunden gehen die auch nicht. Auf der Arbeit sitze, stehe und laufe ich ja abwechselnd…da wird der Fuß immer mal wieder entlastet.

Aber so langsam hab ich für dieses Jahr ein gutes Sortiment zusammen, so das ich auf verschiedene Schuhe zurück greifen kann….von allen Sneakern sind dann auch nur noch 2 Paare geblieben und ein paar fürs Fahrradfahren. Der Sommer kann also kommen.

Besuch in Lübeck

Bei ihrer jährlichen Urlaubsplanung haben der Rentner und seine Frau beschlossen, wieder einmal für ein paar Tage an den Timmendorfer Strand zu fahren. Sein Vorschlag war, wir treffen uns auf halben Wege zwischen deren Urlaubsort und meinem Zuhause, um einen Nachmittag zusammen zu verbringen.

Gegenvorschlag meinerseits: Wir wäre es mit Lübeck. Das bedeutet für mich zwar einen etwas längeren Weg…aber immerhin hatten die Beiden schon die weite Anreise aus Hessen und für mich ist das Fahren kein Problem..damit waren sie dann einverstanden.

Und ja Lübeck besteht aus mehr als nur dem Holstentor, aber das Motiv hat eine fast magische Ausstrahlung für mich 😊

Als Treffpunkt hatten wir ein Parkhaus in der Nähe ausgemacht (das hatte einen Tageshöchstsatz von 7,50 EUR – ein nicht ganz unwichtiges Argument, denn Parken kann in Lübeck durchaus wesentlich teurer sein) und uns für 15 Uhr verabredet.

Ich hab meinen 1/2 Arbeitstag im Büro in Hamburg verbracht und konnte dann dann von dort aus, locker über die A1 nach Lübeck fahren. Vor der Fahrt hab ich mir noch schnell etwas von meinen Lieblingsrestaurant neben unserem Büro geholt, eine Bowl mit viel frischem Gemüse und chrispy chicken …wie immer sehr lecker.

Ich hatte mit wesentlich mehr Verkehr am Mittag gerechnet, so war ich viel zu früh in Lübeck – bin dann noch durch einen Supermarkt geschlendert und ein paar Kleinigkeiten sind dann tatsächlich in meinem Korb gelandet.

Als wir uns dann vor dem Parkhaus getroffen haben, war es wie immer: freudiges Begrüßen, herzliche Umarmungen und sofort waren wir dabei zu plaudern, als ob wir uns erst gestern das letzte Mal gesehen hätten. Dabei war es im letzten Sommer, als ich für ein paar Tage nach Frankfurt gefahren bin. Aber wir telefonieren ja regelmässig…im Moment so alle 14Tage und dann immer für etwa 1 Stunde.

Das Wetter sollt eigentlich nicht so dolle werden…und doch hatten wir Glück und es kam für eine Weile die Sonne raus, so das wir locker und entspannt durch das Holstentor schlendern konnten und weiter bis zum Arkaden-Cafè von Niederegger. Wir haben auch tatsächlich draußen noch einen freien Tisch bekommen und es gab lecker Kaffee und Kuchen.

Später sind wir durch die Altstadt-Straßen und Gassen gebummelt, haben uns die schönen alten Häuser angeschaut, sind in ein paar Geschäfte gegangen, haben uns in ein weiteres Cafè gesetzt und dann waren auch schon 3,5 kurzweilige und unterhaltsame Stunden rum.

Die Beiden haben sich dann auf den Rückweg zu Ihrem Urlaubsort gemacht (ca. 30 Minuten Fahrt) und ich hab auch ca. 1 Stunde bis nach Hause gebraucht.

Diese Freundschaft ist mir sehr wichtig und unsere Unterhaltungen tun mir immer gut.