Es gibt auch Erfreuliches

Es gibt auch Erfreuliches

Meine Schwester wurde am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen. Die OP ist gut verlaufen und jetzt ist sie noch bis zum Beginn der „Anschluss-Heilbehandlung“ erst einmal weiter krank geschrieben. Diese Anschluss-Heilbehandlung startet widersinnigerweise erst Mitte August. Aber okay, jetzt erholt sie sich erst einmal einen Monat zuhause. Sie hat immer noch Schmerzen im Rücken, es geht ihr aber auf jeden Fall wieder besser.

Meine beiden Brillen konnte ich Abholen und die Bildschirm-Arbeitsplatzbrille ist eine echte Erleichterung bei der Arbeit. KLASSE – das hätte ich schon viel früher machen sollen.

Diese Brille verfügt über einen großen Sehbereich für die kurzen und mittleren Distanzen, also genau die Bereiche, die man als Computer-Arbeiter braucht. So muss ich den Kopf nicht mehr in den Nacken legen, wie bei meiner normalen Gleitsichtbrille, wo ja nur ein schmales Kästchen am unteren Ende der Brille für den Nahsehbereich vorgesehen ist. Durch die Neue Brille kann ich auch mit normaler Kopfhaltung alles klar auf beiden Monitoren erkennen. Und hoffentlich ist damit das Thema „überanstrengte Augen“ auch erledigt.

Und auch die Gleitsicht-Sonnenbrille ist ein echter Gewinn, vor allem beim Autofahren.

Das Wetter ist durchwachsen…aber der Mais steht schon wieder schön hoch und so machen meine Walkingrunden auch wieder mehr Spaß, wenn es zwischen den Feldern hindurch geht.

Mein Sommerurlaub ist zwar vorbei und seit Donnerstag arbeite ich wieder….war die 2 Tage im Büro und dort fast allein…die Meisten sind jetzt in Urlaub und vor allem der Freitag ist ja inzwischen der klassische Homeofficetag. Auf meiner Etage war ich tatsächlich ganz alleine und auch auf den anderen beiden Etagen waren jeweils nur 2 Kollegen…und das noch nicht einmal bis zum Mittag.

So waren wir dann nur zu Viert mittags beim Andronaco zum Pizzaessen….hmmm die Pizza dort ist echte klasse und auch ich habe bereits um 14.30 Uhr Feierabend gemacht….immerhin hab ich in meinem Urlaub auch für den Job einige Dinge erledigt und hole mir so meine Stunden zurück.

Ich mache jetzt seit 2 Monaten das Intervall-Fasten 16:8 und es passt wunderbar in meinen Alltag. Inzwischen hab ich 5,5 kg abgenommen und fühle mich immer noch sehr wohl mit dieser Art zu Essen. Es geht mir nicht um schnelle Gewichtsabnahme, sondern um eine langsame und kontrollierte Form der Ernährung, damit es nicht zum Jojo-Effekt kommt.

Genau das ist das Tolle: Durch das zusätzliche bewusste Einschränken von Industriezucker und Weißmehl hab ich innerhalb dieser 2 Monate keine einzige Heißhunger-Attacke gehabt. Na klar gönne ich mir täglich etwas Schokolade oder auch mal ein Eis. Und wenn ich Hunger darauf habe, gibt es auch mal einen Hotdog oder ähnliches. Mein selbstgebackenes Haferflockenbrot mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen hält lange satt…genau wie meine inzwischen obligatorischen Haferkekse, so das auch Magen und Darm nicht rebellieren.

Für mich funktioniert das Alles prima und ich denke auf diese Art kann ich noch eine ganze Weile gut leben…und noch weiter langsam etwas an Gewicht verlieren. Ich bin ja inzwischen bei meinem Normalgewicht angekommen…aber das eine oder andere Kilo könnte es durchaus weniger sein…denn von meinem Idealgewicht bin ich noch so ca. 4-5kg entfernt.

Ich gehe nicht verbissen damit um und befolge das Thema auch nicht dogmatisch….aber die 16 Stunden ohne Nahrungsaufnahme halte ich locker ein…und was ich dann in den restlichen Stunden esse, das findet sich. Was ich auf jeden Fall viel besser steuern kann, sind die Portionsgrößen, denn ich bin schneller satt und merke sofort im Magen, wenn es doch etwas zu viel war. Mein Körper „spricht“ mit mir und ich höre besser zu.

Endspurt – letzte Urlaubstage

Dienstag bin ich dann mit einem vollen Wagen zum Recyclinghof gefahren und bin dort alles los geworden…SO – erledigt.

Den Rest des Tages und auch am Mittwoch war ich gefühlt „halbtot“ und habe mich auf die Couch verzogen. Rücken schmerzte immer noch und der Muskelkater war extrem unangenehm. Soooo hatte ich mir meine restlichen 3 Urlaubstage nicht vorgestellt…aber manchmal hat man eben keine Wahl.

Dafür ist mein Keller jetzt übersichtlich. Boden und Wände können trocknen (Ich hoffe jedoch das die Hausverwaltung sich noch um Trockengeräte gemüht um den gesamten Keller wieder trocken zu bekommen – aber auch das ist nicht meine Entscheidung).

Meine Vermieterin hab ich noch am Montag über den Wasserschaden im Keller informiert und ich hab auch meinen Kellernachbarn darauf aufmerksam gemacht, das er seinen Vermieter informieren sollte: denn dazu ist man als Mieter verpflichtet.

Da die meisten bei uns im Haus Eigentümer ihrer Wohnungen sind, brauchen die das ja nicht…wir Mieter schon. Erst hat er mich komisch angeschaut, das war ihm gar nicht bewusst und Lust hatte er auch nicht dazu, meinte dann aber, das werde er nun tun…er ist sehr scheuer und zurückhaltender Mensch…und wahrscheinlich geht es ihm da wie mir: der beste Vermieter ist der, den man nicht sieht und hört. Hahaha.

Aber selbst wenn alles über die Eigentümergemeinschaft und damit den Hausverwalter läuft und die Sachen in meinem Kellerabteil über meine private Hausratsversicherung, muss der Eigentümer über einen möglichen Schaden informiert werden….so oder so ähnlich steht es in den meisten Mietverträgen. Dabei kommt es nicht darauf an ob es Einzeleigentum, Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum ist…das kann mir als Mieter auch ziemlich egal sein.

Gestern nun hab ich in einem Elektronikmarkt einen neuen Gefrierschank bestellt. Der Neue wird nur noch halbhoch sein und wird am Dienstag geliefert. Das alte Gerät wird mit abgeholt und für einen Aufpreis von 10 EUR nehmen die noch die alte Spülmaschine meiner Vermieterin mit, die ebenfalls noch im Keller stand. Die Genehmigung zur Entsorgung hatte mir meine Vermieterin bereits beim Einzug gegeben.

Hatte im Internet schon mal nach Einwegpalettern gesucht und auch gefunden. Denn eines ist klar, der Gefrierschrank bekommt ab sofort einen Sockel von mindestens 24 cm…was ungefähr zwei kleinen Holz-Paletten übereinandergestapelt entspricht. Die bestelle ich aber erst, wenn der Keller wirklich trocken ist.

Meine Wohnung ist inzwischen auch wieder sauber, ordentlich und alles wieder an seinem Platz..bis auf die gestapelten Kisten im Arbeitszimmer…aber die bleiben auch noch eine Weile hier stehen. Aller Müll ist getrocknet und entsorgt, bis auf einen Stapel Bücher die noch auf dem Balkon versuchen trocken zu werden.

Das Thema „Kellerüberflutung“ ist damit für mich abgeschlossen und seit Donnerstag ist mein Urlaub auch vorbei und mich holt der Alltag so langsam wieder ein.

Erinnerungsschätze: teils verloren / teils gerettet

Montag am späten Nachmittag hab ich mich dann endlich an den Gefrierschrank getraut. Während der ganzen Aktion, den Keller vom stehenden Wasser zu befreien, hab ich mich nicht daran getraut.

JETZT wurde es Zeit auch das Problem anzugehen…mir war klar, das ich das Meiste davon werde wegwerfen können. Denn selbst wenn ich noch Sonntagabend oder Montagmorgen alles ausgeräumt hätte, wohin hätte ich es denn packen sollen? Meine kleine Gefriereinheit innerhalb des Kühlschrankes in der Küche war doch ebenfalls bereits ziemlich voll.

Also hab ich mir 2 Eimer geschnappt und dann die Tür geöffnet…alles war mehr oder weniger getaut oder angetaut…mit blutendem Herzen hab ich die Gefrierdosen aufgemacht und den Inhalt in die Eimer geschüttet.

So viel selbst gekochtes Essen, soviel Selbstgebackenes…was für eine Verschwendung. Ein paar der noch vollständig gefrorenen Dosen, hab ich noch in der Küche unterbringen können…und die Flugente, die ich im Dezember vom Geflügelhof geholt hatte, hab ich komplett auftauen lassen und die nächsten Tage gab es dann gegrillte Ente mit allerlei Gemüse.

Der Rest aus dem Gefrierschrank landete dann in der grünen Tonne. Das tat mir wirklich weh. Immerhin hat das alles mal viel Geld gekostet und dann steckt da auch noch viel Liebe drin, als ich die Produkte in leckere Gerichte verwandelt habe.

Das bei der Überschwemmung ja auch das Gefriergerät kaputt gegangen ist, war dabei zweitrangig und auch das viele Erinnerungsstücke ruiniert sind, hat mich gar nicht so tief getroffen, wie gedacht.

Überhaupt hatte ich bereits Sonntagabend eine sehr pragmatische Sichtweise auf das kleine Drama…es sind doch bloß Sachen, auch wenn ich meine alten Tagebücher gerne behalten hätte, viele Bilder und auch viele Briefe aus mehreren Jahrzehnten. Wer schreibt heute noch Briefe und ich hatte einige sehr schöne Briefe aus Zeiten, wo man sich seine Liebe noch handschriftlich mitteilte…tolle Briefe und auch schmerzhafte Briefe nachdem man sich getrennt hat. Heute kaum denkbar….wer würde sich das außer mir anschauen wollen.

Ich hab keine Kinder und auch keinen Lebenspartner….und meine Schwester kann mit meinen Erinnerungen kaum etwas anfangen, denn sie war zum größten Teil nicht wirklich ein Teil davon….dafür war sie einfach zu weit entfernt. Während meiner intensivsten und spannendsten Zeit in Hessen (immerhin fast 20 Jahre), lebte sie 550km entfernt.

Und dann fühlte ich mich fast erleichtert, das ich mir jetzt keine Gedanken mehr um diese alten Sachen machen muss, denn jetzt wandert ein großer Teil davon in den Müll. Dann ist das jetzt so….ich kann es eh nicht ändern.

Dann fand ich in einer meiner Erinnerungskisten eine Klarsichthülle mit ca. 200 ausgedruckten einzelnen Seiten, zum größten Teil noch mit Schreibmaschine und Schreibautomat geschrieben und später dann erst mit dem PC. Ein Teil meiner „Tagebücher“, aber eben nicht gebunden – sondern lose. Diese Klarsichthülle hat die Farbe etwas geschützt…alle Seiten waren zwar komplett durchweicht, aber die Schrift war zum großen Teil noch gut lesbar.

Super….die nächsten Tage lagen in meiner Wohnung überall einzelne Seiten auf am Boden ausgebreiteten Handtüchern, Teppichen, auf dem Balkon, auf jeder freien Fläche, zum Trocknen…diesen kleinen Schatz hab ich retten können und freue mich sehr darüber…es sind die Zeiten von 1993 bis 2010. Spätere Tagebücher hab ich dann nicht mehr gedruckt, sondern nur noch auf diversen externen Festplatten gesichert innerhalb der Wohnung – nicht im Keller.

So dreht sich die Welt weiter, ob mit meinen Erinnerungsstücken oder ohne…nur meine Tanzkiste, die „Büchse der Pandora“, ist tatsächlich immer noch unversehrt, das ist immerhin eine Plastikbox mit zugeklebten Deckel…also mein wirklich wichtiger Erinnerungsschatz ist noch da.

Das Wasser, der Feudel und Ich

Nun gut…da stand ich nun barfuß in der dreckigen Brühe, die immer noch mehrere cm hoch in meinem Kellerabteil stand und musste entscheiden, was ich nun als Erstes mache.

Viele Optionen hatte ich ja nicht, also hab ich einfach angefangen einen 15l Eimer und einen Feudel (Wischlappen) aus der Wohnung zu holen und dann war ich die nächsten Stunden damit beschäftigt den Putzeimer mit der dreckigen Brühe zu füllen. Immer mit dem Oberkörper nach vorne gebeugt, leicht in die Kniee gehend, später auch in die tiefe Hocke gehend, Feudel mit Wasser vollsaugen lassen und in den Eimer auswringend….Feudel um Feudel…Eimer um Eimer….Jeden vollen Eimer hab ich dann vor das Haus gebracht und dort in den Gulli ausgeleert.

Irgendwann stand das Wasser nicht mehr cm hoch…und so hab hab ich von hinten nach Vorne alle Sachen vom Boden aufgelesen und nach weiter nach vorne gebracht….und hab vor allem in hinten Teil das Wasser mit dem Feudel aufgenommen….aber selbst als ich nach 3 1/2 Stunden das meiste Wasser aus dem Raum aufgenommen hatte und KEIN Wasser mehr stand, blieb das nur ein paar Minuten so…denn mein Kellerabteil füllte sich immer wieder mit Wasser, das war allerdings jetzt fast klares Wasser…WO kommt das denn her?

JAAAA…das kam aus der Rille zwischen Wand und Betonboden…und damit scheinbar aus einem kleinen Nachbarkeller. Als am späten Nachmittag dann endlich mein Kellernachbar sein Abteil öffnete, war dort nur noch alles nass und schmutzig, aber bei ihm stand wirklich kein Wasser mehr im Keller – na da hat der Nachbar aber Glück gehabt.

Ich habe also weiter das Wasser mit dem Feudel aufgenommen…zwischenzeitlich hab ich alle Gegenstände (vor allem die nassen Teppiche), die ich ohnehin in ein paar Tagen zum Recyclinghof bringen wollte, in die Tiefgarage gebracht und hinter mein Auto gestellt…damit das Wasser ablaufen konnte und alle übereinandergestapelten Plastikboxen hab ich dann in meine Wohnung gebracht…andere Dinge kamen sofort auf den Balkon, um dort zu trocknen.

Wichtig war jetzt nur, den Boden von allem zu befreien…also musste ich auch den (immer noch vollen, aber ausgeschalteten) Gefrierschrank verschieben. Habe dazu die Hilfe eines Nachbarn in Anspruch genommen, der mit viel Humor versuchte, sein eigenes großes und vollgestopftes Kellerabteil auszusortieren…die Familie hat Kinder und da kommt eine Menge Kram zusammen.

Irgendwann war dann wirklich jeder Quadratzentimeter des Kellers vom stehenden Wasser befreit. das waren insgesamt fast 85Liter die ich „rausgefeudelt“ habe.

Aber damit war ja nur der 1. Teil der Arbeit erledigt…noch stand da mein großer Gefrierschrank: immer noch vollgefüllt und ohne Strom. Dann die Kartons mit Büchern: alle komplett aufgeweicht und meine Metallkisten mit allem was mir an Erinnerungen wichtig war…nur das diese eben keine Vollmetall-Kisten waren und sich ebenfalls komplett mit Wasser vollgesogen hatten, die waren so schwer durch das eingedrungene Wasser, das ich sie kaum heben konnte.

Ich hatte bis zum Mittag nur eine Pause gemacht. Der Rücken tat mir weh….und die Sehnen an den Armen fühlten sich vom Auswringen überlastet an. In der Muskulatur an Armen, Brustmuskeln und Beinen begann bereits ein heftiger Muskelkater, der auch heute noch (am 3.Tag) stark schmerzt…und ich war hundemüde.

Jeder der schon mal einen Wasserschaden im Keller oder in der Wohnung hatte, weiß wahrscheinlich wovon ich rede….und ich habe ja echt noch Glück gehabt, des war nur der Keller.

Aber Tag war noch nicht vorbei….noch musste ich mich wenigstens um den Gefrierschrank kümmern…

…und jetzt auch noch: unter Wasser

Tja was soll ich sagen, das Unwetter welches am Sonntagabend durch Quickborn zog, hat dann tatsächlich einen Teil unserer Keller überflutet – und wir hatten dabei sogar noch Glück…denn nicht weit von uns, lief sogar eine Tiefgarage bis fast unter die Decke voll und Menschen mussten gerettet werden.

In unserer Tiefgarage gab es zwar einen großen See und das Wasser floss auch lange nicht ab, aber die Autos waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Ich war seit dem Mittag in Flensburg, hab meine Schwester im Krankenhaus besucht. Auf dem Rückweg am späten Nachmittag hatte ich seit Neumünster auf der A7 ständig mit Starkregen zu tun…es ging also nur sehr langsam vorwärts, weil man einfach vor lauter Wasser nichts mehr sehen konnte…und mit kleinen Unterbrechungen blieb es auch bei den starken Regenfällen und mit dem Wasser auf der Straße.

Erst als in Zuhause ankam, bin noch durch den See der Tiefgarage auf meinen Parkplatz gefahren, hab ich begriffen, das es auch MEIN Kellerabteil getroffen hat…denn mein Kellerabteil gehört zu denen, die im etwas tiefergelegenen Teil der Wohnanlage liegen. Die 3 Häuser, die nebeneinander liegen und einen Häuserblock bilden, haben zwar getrennte Eingänge, aber sind über die Keller miteinander verbunden…und der linke Teil liegt eben tiefer, als die anderen….deshalb gibt es im Kellergang auch immer wieder einige Treppenstufen.

Sooo und mein Keller liegt nun im tiefsten Teil…ich hörte schon beim Aufschließen der Haustür, das im Keller einiges los war. Ich war mit weißen Shorts und Turnschuhen bekleidet und als ich an den ersten Treppenstufen ankam, stand da das Wasser ca. 20cm hoch.

Also Schuhe aus und bin dann barfuß erst einmal durch das Wasser zu meinen Nachbarn gewatet, die teils fassungslos in ihren Kellerabteilen standen. Wir haben uns kurz unterhalten….die hauseigenen Pumpen hatten inzwischen schon versagt und jetzt warteten alle auf die Feuerwehr (die kam aber erst weit nach 23 Uhr).

Also versuchten erst einmal alle Anwesenden ein paar Dinge zu retten, bevor das Wasser sie komplett zerstörte…ich bin nun auch in mein Kellerabteil.

Meine allererste Maßnahme: den Stecker der Verlängerungsschnur für meinen Gefrierschranks aus der Steckdose direkt neben der Tür ziehen. Die Steckverbindung zwischen Verlängerungsschnur und Gefrierschrankstecker schwebte bereits nur noch wenige cm über der Wasserlinie. Eigentlich sollte die sehr lange Schnur auf einem Teil der Plastikboxen, am Regal entlang, liegen. Aber einige der halbleeren/leeren Plastikboxen schwammen durch das Wasser und die Schnur war damit runter abgerutscht.

Der Motor des Gefrierschranks stand aber sowieso bereits unter Wasser, obwohl die beiden Geräte extra erhöht standen….aber das Wasser war eben doch höher. Aber die Gefahr war jetzt erst einmal gebannt.

Dann fing ich an, einige Kisten aus den „Fluten“ zu retten und am Boden liegende Teile in die verschiedenen Regale zu packen (die 3 großen Regale sieht man auf dem Foto nicht)….aber so richtig konnte ich hier ja noch nichts machen.

Hab dann erst einmal mit einem Besen meinen Nachbarn im etwas erhöhten Teil des Kellergangs geholfen, ihren nur leicht gefluteten Keller vom Waser zu befreien…indem wir das Wasser in den richtig überschwemmten Teil runter „fegten“…eine andere Lösung gab es nicht, da die vorhanden Abflüsse kein Wasser mehr aufnahmen.

Inzwischen hatte ein Nachbar tatsächlich eine private Wasserpumpe installiert und so schon mal etwas geholfen, das das Wasser nicht noch weiter anstieg…Die Feuerwehr kam dann erst spät am Abend, um mit leistungsfähigen Pumpen das Wasser abzupumpen. Meine Nachbarn haben mir dann erzählt, das es bis 2 Uhr nachts gedauert hat das meiste Wasser aus dem Keller zu pumpen.

Ich hatte mich nach Ankunft der Feuerwehr zurück gezogen und bin dann auch eingeschlafen…denn der Tag war für mich auch so schon anstrengend genug und helfen konnte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht wirklich.

Was ich da aber noch NICHT bewusst wahrgenommen hatte, war das die Seite, auf der auch MEIN Kellerabteil liegt, etwas abschüssiger ist, als der Kellermittelgang ..und sich damit in diesen Kellerabteilen das Wasser weiter sammelte.

Als ich am nächsten Morgen früh um 6.45 Uhr wieder in den Keller ging, stand in meinem Kellerabteil das Wasser immer noch mehrere cm hoch. Ohhh nein ….

SOOO hatte ich mir meine letzten Urlaubstage nicht vorgestellt

Im Wassser – Am Wasser

Gestern bin ich wieder ins Hallenbad gefahren – noch einmal Schwimmen bevor auch Schleswig-Holsteins Ferien beginnen und alle Bäder aus den Nähten platzen werden.

Die Wedeler Badebucht öffnet bereit um 6.30 Uhr in der Woche….sollte ich das nicht einmal ausprobieren morgens schwimmen zu gehen?…wahrscheinlich dann mit weniger Kindern und mehr Rentnern…okay – einen Versuch ist es wert….aber eventuell doch nicht ganz so voll wie nachmittags.

Ganz so früh wollte ich dann doch nicht, immerhin muss ich noch 1/2 Stunde Fahrtzeit einplanen. Ich war also um kurz nach 7 Uhr in Wedel und tatsächlich war das große Schwimmerbecken nur mit wenigen Personen belegt.

Bei den vorderen Bahnen waren ein paar ältere Damen mit Badehauben und viel Mitteilungsbedürfnis die langsam und mit Pausen ein paar Bahnen zogen. Ich bin zu den hinteren Bahnen, wo ein älterer Herr gekonnt und zügig durch das Becken krauelte.

Ich fand somit genügend Platz um für die nächste Stunde in Ruhe meine Bahnen zu ziehen…komplett ohne einmal jemandem ausweichen zu müssen.

Und mit jedem Eintauchen des Kopfes unter Wasser, wurde mein Atem ruhiger und die Armschläge kräftiger. DAS fühlte sich gut an. Für die 40 Bahnen Brustschwimmen (1km) brauchte ich nur eine knappe 1/2 Stunde (für mich ist das schnell), also schwamm ich weiter und hatte das Gefühl ewig so schwimmen zu können, am Ende waren es 1,8 km (72 Bahnen).

Ausdauer und Kraft hätten auch für noch ein paar Bahnen mehr gereicht und mal auf 2km zu kommen war verlockend. immerhin bin ich die noch nie geschwommen…wollte mich aber nicht beim abschließendem Duschen und Anziehen hetzen müssen.

Das hat mir viel Spaß gemacht und anschließend war ich auch nicht kaputt, sondern erfrischt und weil es ein so schöner warmer Morgen war , bin ich anschließend zum Wedeler Elbstrand gefahren. Bin dort an den Strand, mit den Füßen im Wasser noch etwas am Stand entlang gelaufen und hab mich dann mit meinem Kaffee nahe an der Wasserlinie niedergelassen und hab auf das Wasser geschaut.

Es war in der Ferne noch etwas diesig beim Blick in Richtung Hamburg…in Richtung Willkomm-Höft war es dagegen schon aufgeklart…über mir strahlte die Sonne und mit 23 Grad war es angenehm, es ging ganz leichter Wind und die Wellen rauschten leise an den Strand.

Urlaubsgefühl pur

Alles ist gut gegangen

Bei der OP meiner Schwester ist alles gut gegangen. Um die Einblutungen zwischen den Wirbeln zu veröden, wurde das minimal-invasiv durch die Leiste gemacht. Ich bin da immer wieder sprachlos, was in der Medizin heute alles möglich ist.

Durch die Leiste wurde das „Gerät“ bis zu den Brutwirbeln geschoben und dann jede undichte Stelle verödet. Da es ohne Vollnarkose gemacht wurde, hat sie alles mitbekommen und ja – sie hat es teilweise schmerzhaft gemerkt…bekam dann immer noch mehr örtliche Betäubung. Sie meinte das müssen so ca. 15-20 Stellen gewesen sein, die verödet wurden….ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen…klingt auf jeden Fall nach recht viel.

Gestern hatte sie noch absolute Bettruhe und erst in der kommenden Woche wird per MRT nachgeschaut, ob jetzt wirklich alle Stellen dicht sind…sie bleibt also weiterhin im Krankenhaus und bekommt dann auch „Anschluss-Heilbehandlung“.

Wir sind auf jeden Fall erst einmal erleichtert, das die OP gut verlaufen ist und auch, das es ihr schon viel besser geht. Sie ist teilweise schon wieder recht munter und guter Hoffnung das nun bald die Schmerzen und auch die Übelkeit vorbei sein werden. Und ich bin auch so erleichtert, das ich nun endlich anfange meinen Urlaub richtig zu geniessen.

Ich hab meine Schwester bisher 2x im Krankenhaus besucht und morgen werde ich ein weiteres Mal hinfahren….aber ich merke, das mir die Fahrerei schwerer fällt als üblich…..140km pro Strecke / jeweils 1,5 Stunden im Urlaubsverkehr – es sind schon sehr viele, die aktuell an die Küste in den Urlaub fahren – und jetzt hat auch noch Schleswig-Holstein Ferien…ich werde also versuchen die Autobahn zu vermeiden.

Vorher war es nicht nur wegen meiner Schwester, sondern auch wegen meines Jobs nicht so ganz möglich, mich wirklich komplett zu entspannen. Ich habe an mehreren Tagen notfallmäßig ein paar Dinge für den Job erledigt, die keinen weiteren Aufschub erlaubten (wegen fehlerhafter Anweisungen aus der Zentrale, die nun unbedingt kurzfristig behoben werden mussten) – aber auch hier ist alles gut gegangen.

Mir ist bewusst, das gerade ich aufpassen muss, genügend Abstand zwischen Job und Freizeit zu bekommen, aber hier ging es einfach nicht anders und ich kann nicht etwas sehenden Auges gegen die Wand fahren lassen, wenn ich es verhindern kann.

Mein Urlaub geht noch bis einschließlich Mittwoch und ab jetzt bleibt der Firmen-Laptop aus.


Erneute OP – weiter im Sorgenmodus

Meine Schwester ist jetzt seit 12 Tagen im Krankenhaus und bis gestern wussten sich die Ärzte keinen Rat, woher ihre starken Schmerzen im Rücken kommen…dazu kann sie den Kopf nicht mehr nach vornebeugen, ihr ist ständig schlecht, hat arge Verdauungsprobleme, sie muss sich oft übergeben usw. usw. und die Muskulatur im oberen Rücken ist ziemlich verhärtet.

Gestern nun kam sie erneut in die Röhre. Dieses Mal wurde ihr vorher auch ein Kontrastmittel gegeben und sie haben jetzt doch etwas gefunden und zwar hat sie „Einblutungen zwischen den Brustwirbeln“ und heute – also jetzt – wird sie operiert. An mehreren Stellen tritt Blut aus, das sich zwischen die Wirbel setzt (so hab ich es zumindest verstanden) und diese Stellen müssen verschlossen werden, das soll ein Minimal-invasiver Eingriff an der Wirbelsäule sein.

Ich hoffe wirklich das bei der OP alles gut geht und sie anschließend endlich auch ihre starken Schmerzen los wird….Magen und Verdauung werden sich dann hoffentlich bald wieder erholen, wenn sie nicht mehr so viele Medikamente nehmen muss und vor allem, sich wieder besser ernähren kann. Das Essen bekommt ihr gar nicht…zu viel Salz, alles verkocht, undefinierbare Soßen. Damit kann sie zumindest nicht gesund werden.

Simsalabim – die vertauschten Schlüssel

Urlaub ist dann, wenn man krank wird oder sich zumindest krank fühlt.

So ging es mir in den ersten beiden Tagen dieser Woche: ich fühlte mich schlapp und müde und hatte Kopfschmerzen – schiebe das einfach mal auf das sich ständig ändernde Wetter incl. 27 Grad Sonnenschein, Gewitter und Regen, Abkühlung auf 16 Grad und dann ging es von vorne los mit Sonnenschein und Regen, Hitze und Abkühlung.

Während dieser beiden Urlaubstage habe ich quasi nichts gemacht.

Gestern morgen hatte ich einen Termin, um erneut meine Blutwerte (für den Kardiologen) checken zu lassen…die Ergebnisse kamen heute morgen per Mail und zeigten erfreulicherweise das mein LDL-Wert durch die neue Dosierung der Medikamente wieder „auf Spur“ ist. Lt. Arzt sollte der Zielwert bei nicht mehr als 55mg/dl liegen, eher noch niedriger…meiner liegt aktuell bei 57mg/dl. Also fast getroffen.

Nach dem anschließendem Einkauf bin ich dann wieder nach Hause gefahren und hatte kurzzeitig einen ziemlich verstörenden geistigen Ausfall, als ich meine Wohnungstür öffnen wollte.

Ich gebrauche regelmässig 3 Schlüssel (1x für die Wohnungstür, 1x für die Haustür, 1x für die Garageneinfahrt). Die Haustür hab ich (ohne weiter darüber nachzudenken) geöffnet und als ich vor der Wohnungstür stand, hab ich einen der Schlüssel genommen und ins Schloss gesteckt…er passte – drehte sich aber nicht. Nanu?

Ich schaue auf meinen Schlüsselbund und sehe die ZWEI größeren Schlüssel an und denke: doch der größte Schlüssel ist doch richtig…der etwas kleinere ist für „unten“ für die Haustür…also probiere ich und probiere ich immer noch den Größten der Schlüssel…nein es tut sich nichts…Das kann doch nicht sein. Schaue immer wieder diese BEIDEN Schlüssel an und denke: doch ist der Richtige.

Kann es sein, das der Schlüssel verbogen ist? (hatte ich in einer anderen Wohnung schon einmal) Also bin ich schnell mal meinen Reserve-Schlüsselbund aus dem Keller geholt…und wieder den größten der Schlüssel ins Schloss gesteckt: NICHTS…. ja sag mal, das kann doch nicht sein.

Meine netten Nachbarn von nebenan haben mir dann etwas Fettspray gegeben: nichts, hätte ja sein können, das sich das Schloss verkantet hat. Nein – so geht das nicht…ein Schlüsseldienst muss her. Mehr als nur leicht angesäuert bin ich für das Telefonat vor die Haustür gegangen, ich telefoniere nicht im Treppenhaus.

Die drei Schlüsseldienste, die es hier im Ort gibt, hatten 1.) gerade keine Zeit , 2.) die Tel.Nummer war nicht gültig und 3.) der Anrufbeantworter ging dran.

Als ich dann wieder ins Haus wollte, hab ich (wieder mehr unbewusst) den Schlüssel ins Schloss gesteckt und bin ins Treppenhaus gegangen. Dann stutze ich, hab mir den Schlüssel angeschaut und angefangen mich über mich selbst zu ärgern: Es war der GRÖßTE der 3 Schlüssel…also genau der Schlüssel, mit dem ich versucht hatte, die Wohnungstür zu öffnen.

Na klar – der größte Schlüssel ist für die Haustür und der KLEINSTE der 3 Schlüssel für die Wohnungstür…den hatte ich quasi komplett ignoriert.

Tja und was soll ich sagen, mit dem kleinsten dieser 3 Schlüssel ging meine Wohnungstür dann ganz normal auf: Simsalabim.

Ein Glück das ich die Schlüsseldienste nicht erreicht hatte.

Aber ganz ehrlich, mich hat das erschreckt oder ist das normal das man solche „Aussetzer“ hat, wenn man 56 Jahre alt ist? Wer denkt da nicht automatisch an Früh-Demenz oder ähnlichen weniger lustigen Sachen.

Meine Schwester meint, es liegt wahrscheinlich an der psychischen Belastung der letzten Wochen (im Job) und vor allem der letzten Tage (meine Schwester liegt immer noch im Krankenhaus und bis dahin wusste immer noch keiner woher diese Schmerzen bei ihr kommen).

Ich werde mir jetzt doch tatsächlich mal wieder so eine farbige Schlüsselkappe für den Wohnungsschlüssel besorgen, damit ich ihn besser wahrnehme und nicht wieder übersehe….aber das mulmiges Gefühl bleibt wohl noch eine Weile.

Haferflockenbrot – ohne Hefe

Heute hab ich endlich mal wieder ein Brot gebacken…hatte ja bewusst in den letzten 6 Wochen fast gänzlich auf Brot (und Nudeln komplett) verzichtet. Das ist mir erstaunlicherweise gar nicht so schwer gefallen…obwohl ich sehr gerne Brot esse und vor allem auch gerne backe.

Ich bleibe weiterhin bei dem 16:8 Intervallfasten, weil es mir leicht fällt…bleibe weiterhin bei dem vielen Gemüse und wenig Fleisch, weil es mir schmeckt und versuche weiterhin Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis als Beilage zu betrachten und nicht als Hauptbestandteil, weil es meinem Magen + Darm gut tut.

Aktuell habe ich überhaupt keine Probleme in dem Bereich…und das soll möglichst auch so blieben. ABER: Das ist alles locker und ohne Dogma – ohne Verbote – und ich esse worauf ich Lust habe…aber eben in Maßen, nicht in Massen. Meinen Gewichtsverlust von 4kg halte ich jetzt schon seit einigen Wochen und bin hochzufrieden damit.

Nun hab ich heute ein Haferflocken-Quark-Brot gebacken, lustigerweise ist das ohne Hefe und was soll ich sagen: mir schmeckt es prima

Das Grundrezept ist ganz einfach und ich habe es noch etwas abgewandelt.

Grundteig lt.Rezept: 500g Quark mit 2 Eiern cremig rühren und mit etwas Salz, 1 P. Backpulver, 250g zarte Haferflocken, 250g kernige Haferflocken zusammen rühren und bei 200 Grad im Umluftherd für 50 Minuten backen.

Meine Variante: 400g Skyr (stand noch im Kühlschrank) mit 2 Eiern cremig rühren, und mit etwas Salz, 2 P. Backpulver (wegen der zusätzlichen Kerne), 200g zarte Haferflocken, 200g kernige Haferflocken, 70g Sonnenblumenkerne, 30g Kürbiskerne zusammen rühren und bei 200 Grad im Umluftherd für 50 Minuten backen und anschließend noch 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

Das Brot ist klasse geworden und schmeckt wunderbar. Außen ist es knusprig und innen saftig. Durch die zugegebenen Kerne bietet es auch den Zähnen etwas Widerstand, dazu gab es nur etwas Butter.

Ich hätte nie gedacht das ich mal so gerne mit Haferflocken backe, aber sie bieten mir den Vorteil, ich bleibe lange satt, so das mein Blutzuckerspiegel nicht Jojo spielt, ich mag den Geschmack und mein Magen-Darmtrakt bleibt ruhig. Das ist natürlich keine repräsentative oder allgemeingültige Aussage, sondern nur meine ganz subjektive Erfahrung.