Kondenswasser, wo es nicht hin gehört

Heute habe ich mich um die Wäsche gekümmert, die Wohnung aufgeräumt und eine weitere Hühnersuppe gekocht.

Noch immer hab ich in meinem Arbeitszimmer alle Kunststoffkisten aus dem Keller stehen. Die hab ich in den letzten Wochen nur wenig beachtet…sind die Sachen darin doch gut geschützt. Dachte ich zumindest.

Aber heute fiel mein Blick auf eine der großen fast durchsichtigen Kisten, in der verschiedene Rucksäcke, Sport- und Badetaschen lagern. In der Kiste hatte sich innen Kondenswasser gebildet. – NEIN…wo kommt das denn her?

Als ich den Deckel öffnete, schlug mir warmer modriger Duft entgegen und über den Inhalt hatte sich ungleichmäßig eine Schicht aus Schimmel gebildet.

Hab die Kiste sofort auf den Balkon gebracht und den Inhalt in eine Mülltüte verfrachtet und jetzt konnte ich sehen, was passiert war. Der Boden der Kiste hatte einen dicken Riss und dort war wohl ein wenig Wasser eingedrungen, was ich beim Ausräumen des Kellers nicht gemerkt habe. Denn wäre es viel Wasser gewesen, hätte ich es beim Hochtragen auf jeden Fall bemerkt.

Nun gut…diese Rucksäcke und Taschen hatte ich seit dem Einzug vor nunmehr 3 Jahren, kaum mehr gebraucht…also ist es nicht so schlimm, das sie nun tatsächlich hinüber sind.

Sofort habe ich alle anderen Kisten auch noch überprüft…zum Glück sind all die Anderen unversehrt. Das war dann hoffentlich der letzte Verlust aus der Kellerüberflutung.

Falsche REHA?

Und das mit dem Job, war ja nicht das einzige Drama in dieser Woche….auch bei meiner Schwester ist wieder einmal etwas komplett schief gelaufen.

Gibt es das eigentlich wirklich oder ist das nur ein subjektives Gefühl, das bei manchen Menschen einfach IMMER etwas schief läuft….auch wenn sie eigentlich keinen aktiven Anteil daran haben.

Für meine Schwester wurde vor ein paar Wochen, noch in der Klinik in Flensburg, von der Sozialstation eine Reha-Maßnahme bei der Rentenversicherung beantragt. Die Genehmigung kam und sie sollte nach Bad Bramstedt (das sind nur knappe 27km von mir entfernt).

Ca. 3 Wochen musste sie auf den Beginn warten, das heißt sie war wieder zuhause und es gab keine Physiotherapie oder ähnliches, sie hat aber selber schon wieder angefangen an ihrer Mobilität zu arbeiten. Letzten Mittwoch war es dann soweit, : Schwester + Schwager sind von Flensburg nach Bad Bramstedt gefahren, ihr wurde ein Zimmer zugewiesen, mein Schwager hat ihre Sachen schon alle einräumt und meine Schwester hatte eine Eingangsuntersuchung bei der Ärztin.

Und während die Ärztin total hektisch und aufgedreht meine Schwester anblaffte, das sie hier falsch ist, kristallisierte sich dann heraus was hier falsch sein sollte. Es wurde für meine Schwester eine REHA für ein orthopädisches Problem beantragt und genehmigt…sie müsste jedoch eine Reha für ein Neurologisches Problem bekommen und das bieten die in Bad Bramstedt nicht an.

Das Ende vom Lied: sie wurde prompt wieder nach Hause geschickt und es muss eine eue Reha beantragt werden. Das kann aber unter Umständen wieder ein paar Wochen dauern…und bis dahin muss sie sich vom Hausarzt weiter krankschreiben lassen.

Was meine Schwester so fertig machte, war ja nicht einmal das mit der falschen Reha und den verlorenen Wochen zuhause, sondern die Art, wie die Ärztin mit ihr umgesprungen ist. Meine Schwester ist eben immer kurz vor einer Panikattacke, wenn es um solche Dinge geht und hätte eine etwas ruhigere Ansprache benötigt, um selber nicht durchzudrehen.

Ich war noch im Büro und wir haben uns dann noch für den gleichen Nachmittag zum Kaffee bei mir zuhause verabredet…So konnte ich mit ihr reden, sie in den Arm nehmen und wieder beruhigen…

Stress im Job – nicht schön

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs)

Die restliche Woche im Büro war anstrengend, das war viel zu viel an Kommunikation, der ich nicht ausweichen konnte….und so war ich weder in der Lage meine eigene Arbeit vernünftig machen, noch die des Controllers….alle paar Minuten wurde ich unterbrochen…und noch hatte ich meine volle Kraft ja nicht zurück…es blieben noch so leichte Nachwehen der Corona-Infektion

Und dann kam auch noch RICHTIGER Stress…also so einer bei dem man weiß, wenn DAS jetzt nicht funktioniert, dann haben wir ein massives Problem…und na klar hat es nicht funktioniert, was ich nur durch Zufall überhaupt noch rechtzeitig gemerkt habe.

Es war nicht schön, dieses Gefühl etwas nicht ändern / beschleunigen zu können, außer allen Beteiligten immer wieder auf die Füße zu treten und letztlich zu merken – wir haben eine riesengroße Lücke im Prozess, sobald auch nur ein Kollege im Urlaub ist. Das ist der Nachteil bei Automatisierung, die nicht zu Ende gedacht wurde.

Wenn ein „Robot“ (wie es bei uns so schön heißt) eine automatisierte Rückmeldung an einen E-Mail-Empfänger schreibt, mit einer enorm wichtigen Anlage, aber dem „Robot“ nicht beigebracht wurde, was er machen soll, wenn er eine Abwesenheitsnotiz vom Mail-Empfänger erhält…dann nutzt diese Automatisierung nicht wirklich. Und weil der Robot auch nicht den cc-Email-Empfänger (unsere neue Kollegin) mit informiert hat, konnten wir diese wichtige Anforderung auch nicht an die Entsprechende Abteilung weiterleiten….mit anderen Worten: 14-Tage lang ist hier nichts gemacht worden, weil der Controller bei der Rückmeldung des Robot, bereits in Urlaub war…

Ich hab mehrmals mit der Zentrale telefoniert, mit unterschiedlichen Abteilungen, und letztlich ist dann noch alles gut gegangen…quasi in vorletzter Minute.

Ehrlich, so ein Drama kann ich nicht gebrauchen, das hat mir mehrere Tage Bauchschmerzen und schlaflose Nächte gebracht. Hier muss dringend etwas geschehen und wir werden das in den nächsten Woche direkt Vorort mit der Finanzabteilung klären müssen….da muss dringend nachgebessert werden.

Eines ist mir mal wieder sehr klar geworden – also den Job des Controllers will ich wirklich nicht haben….und ich würde jetzt endlich gerne wieder meinen eigenen Job in Ruhe machen können. Mit Betonung auf „in Ruhe“ …aber wenn der Controller nächste Woche wieder kommt, dann fängt auch schon der nächste neue Kollege an – also wird es wohl weiter nichts mit meinem ruhigen konzentrierten Arbeiten.

Aber genau das brauche ich, um meinen Job vernünftig und effektiv machen zu können.

Bei mir ist die Herausforderung, die vielen verschiedenen Firmen alle im Blick zu behalten, das alles immer rechtzeitig vorerfasst, freigegeben, gebucht, bezahlt, ausgewertet und gemeldet wird. Aktuell kommen jetzt endlich auch die endgültigen Jahresabschlüsse für 2023 von den Wirtschaftsprüfern, einer nach dem Anderen, die auch noch mal kontrolliert werden müssen.

Und dazwischen immer noch meine Keyuser-Aufgaben, die ich kurzfristig erfüllen muss, wenn Kollegen Probleme beim Handling unseres Rechnungsprogramms haben – und die haben sie doch relativ oft….wer liest sich schon gerne durch User-Anleitungen.

Gestern Nachmittag bin ich nach Feierabend nur noch auf die Couch gefallen, habe mir noch etwas zu Essen gemacht und dann bin ich auf der Couch eingeschlafen….wach geworden bin ich um 22 Uhr, bin dann gleich ins Bett gegangen und habe bis 8 Uhr heute Morgen weiter geschlafen.

Ein chaotischer Tag

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Über manche Tage kann man sich einfach nur wundern. Was ist denn nur heute los?

Mitten während eines 2er Meetings fing es mit einem Strom- und Internet-Ausfall im Homeoffice an…es dauerte dann ca. 20 Minuten bis alles wieder da war….während der Zeit hab ich dann das Teams-Meeting in ein Handytelefonat umgeändert, das ging ja noch.

Da nicht nur bei uns im Haus alle stumm blieb, sondern auf einmal auch die Baustelle an der Privatbahn hinter dem Haus, nehme ich an, das da wohl Jemand ein Kabel gekappt hatte..

Mails die ich zuvor noch mit einem Auge auf meinem Handy gesehen habe, waren später weder im Handy noch im PC sichtbar…grummel….zum Glück waren es nur Interne, so konnte ich bei den Kollegen nachfragen.

Unsere neue Kollegin ist immer noch krank und bleibt es auch noch ein paar Tage, der Controller ist immer noch in Urlaub und ich versuche mit halber Kraft (bin ja auch noch nicht wieder gesund) alles irgendwie am Laufen zu halten und komme dabei nicht zu meiner eigentlichen Arbeit.

Die Kollegen schicken haufenweise Rechnungen, stellen Fragen und kämpfen mit Dingen, wo sie hoffen, das ich helfen kann – sorry aber das sind nun wirklich nicht meine Themen….aber auch das hält natürlich auf.

Damit es aber gar nicht erst langweilig wird, stelle ich fest, das die Firma des Controllers nicht über genügend Geld verfügt, ich muss also auch noch intern Geld anfordern, na prima – das dauert immer ein paar Tage…dann kommt auch schon die externe große Zahlungsdatei und ich schaffe es nicht, sie ordentlich in die Bank einzulesen….es kommt immer eine Fehlermeldung.

Nein – bitte nicht – ich frage bei der Kollegin nach, die fordert die Datei noch einmal von extern an…zum Glück bekomme ich die neue Datei direkt und auf einmal geht es – was für eine Erleichterung…ich wäre nur sehr ungern die Schuldige, wenn die Gehälter diesen Monat nicht rechtzeitig bezahlt werden würden.

Ein Kollege hat Probleme mit dem Rechnungsprogramm – aber die Fehlermeldungen stimmen einfach nicht…was ist das für ein Programm, indem einfach irgendeine Fehlermeldung erscheint, aber die Meldung nicht die Ursache des Problems beschreibt….das ist doch widersinnig: zum Glück kenne ich schon sehr viele Fehlermeldungen und was sie auslösen – diese hier war absolut unsinnig. Aber ich ahnte bereits was das Problem sein könnte …kam aber nicht mehr in die Rechnungen hinein – die waren gesperrt und blieben es auch noch stundenlang, obwohl der Kollege beteuerte überhaupt nicht mehr im System zu sein.

Irgendwann am Nachmittag hab ich es dann geschafft in die Rechnung zu kommen und tatsächlich…unser Rechnungssystem wollte das Rechnungsdatum nicht akzeptieren, weil es in der Zukunft liegt: vor dem 01.09. nimmt das System keine Rechnungen mit Datum 01.09. entgegen…so ein Mist. Na gut – dann ändere ich es jetzt ab und warte später, nach den Freigaben, mit dem Verbuchen bis zum 01.09. – dann ändere ich das Datum wieder zurück und uploade es erst dann in unser Buchungssystem.

Erfahrung ist wenn man gelernt hat, unter Umgehung der systemischen Einschränkungen, ein Programm dazu zu bewegen, das zu machen, was man braucht, um es letztlich richtig zu machen.

Irgendwann am Nachmittag hab ich meinen Status auf „nicht stören“ geändert und mich endlich auf mein Settlement für eine Firma konzentriert….hier hatte der Direktvermarkter einige Korrekturen für die Vormonate vorgenommen und ich musste den gesamten Kram nachträglich neu aufteilen, um dann die Gutschriften für die einzelnen Firmen ebenfalls zu korrigieren und um was für immense Beträge handelte es sich: 2,54 / 0,45 / 70,45 EUR…ich weiß ja nicht – größere Beträge machen mir doch irgendwie mehr Spaß.

Aber letztlich war ich froh und zufrieden, diese 3 Monate jetzt schon korrigieren zu können und zwar zeitnah und jetzt und nicht, wenn es zum Quartalsabschluss wieder zeitlich eng wird. Hoffentlich wird das jetzt nicht zur Regel mit den Korrekturen bei Abregelungen.

hmmm muss ich noch erwähnen, das mein Drucker dann kurz vor Schluss auch nicht mehr wollte….erst wollte er nur neuen Toner und als das erledigt war, forderte er auch eine neue Trommeleinheit….seufz…zum Glück hatte ich die schon griffbereit hier liegen.

Hoffe der morgige Tag wird wieder ruhiger 😉

Wieder ein Rückschlag – Umschulung abgelehnt

Meinem Schwager wurde die Umschulung zum Busfahrer von der Rentenversicherung nicht genehmigt. Mit seinen beiden künstlichen Hüften könne er immer noch seinen Beruf als Berufskraftfahrer OHNE Be-und Entladen ausüben. Seine Erwerbstätigkeit sei damit nicht erheblich gefährdet oder gemindert.

AHA!! – Leider geht diese Beurteilung an seiner Lebenswirklichkeit komplett vorbei. Denn fast alle Jobs beinhalten auch das Be- und Entladen der LKWs und oftmals auch das Verbringen der Waren in Lager, die nicht immer ebenerdig, sondern oft in Kellern ohne Aufzüge liegen. Eine gute körperliche Belastbarkeit ist deshalb Einstellungsvoraussetzung. Bei seinem letzten Job war genau das Fehlen dieser Belastbarkeit der Grund, warum man ihm in der Probezeit gekündigt hat.

Nun gut, ich habe den Widerspruch heute formuliert…da ich so etwas auch nicht alle Tage mache, hab ich mich im Internet schlau gemacht, wie man das am Besten schreibt und die Widerspruchs-Begründung ging mir dann doch flüssig von der Hand.

Das Jobcenter war hierbei nicht hilfreich…die haben ihm auch nur geraten Widerspruch einzulegen, aber helfen könnten sie nicht. Nachher telefoniere ich noch mit Schwester+Schwager und ich werde ihnen auch raten, sich zusätzlich an eine Beratungsstelle des DRV zu wenden.

Bin mal gespannt, wie es hier weiter geht….ohh man, so langsam wäre mal wieder eine positive Nachricht für die Beiden vonnöten….

Eine kleine weiße Maus..

..auf dem Küchenregal, ist kein Grund für den Kammerjäger…denn es ist eine Zucker-Maus von Haribo.

Warum sie da liegt? Es ist mein Symbol für einen kleinen Sieg.

Ein technischer Kollege hat einen ganzen Eimer dieser zuckrigen Süßigkeit bei sich im Büro und ich frage ihn Dienstag ob ich eines haben könnte. Na klar – nimm so viele wie Du willst! – Danke ich hätte gerne nur Eins.

Dann nahm ich es mit nach Hause und nun sitzt es auf einem meiner beiden Küchenregale. Warum hab ich ihn danach gefragt…ich kann es nicht einmal sagen, es war einfach ein Impuls…denn essen wollte ich es eigentlich gar nicht.

Früher hab ich solche Dinge unglaublich gern gegessen und das war vielleicht meine Motivation mir eins davon zu nehmen. Aber kaum hatte ich es in der Hand, hab ich festgestellt – nee eigentlich hab ich gar keine Lust es auch wirklich zu Essen.

Mein Körper verlangt nicht mehr nach zuckerhaltigen Dingen…der Kaffee schmeckt auch ohne sehr gut und sogar den Milchreis esse ich nur noch mit Zimt, aber ohne Zucker (die laktosefreie Milch ist aber auch etwas süßer als normale Milch).

Heißhunger auf irgendetwas Süßes hab ich schon seit 3 Monaten nicht mehr, seit ich mit dem 16:8 Intervallfasten angefangen habe. Ich merke wann ich wirklich Hunger habe und auch, wann ich schon satt bin…und mein Geschmack hat sich entsüßt…na klar kommt in jedes gute Gericht auch 1/2-1TL Zucker zum karamellisieren und um den Geschmack abzurunden…aber das ist im Verhältnis dann doch eher wenig.

Inzwischen sind jetzt 7kg runter, am Bauch hab ich 5cm verloren und insgesamt fühle ich mich pudelwohl damit. Ich habe jetzt bereits das Normalgewicht für mein Alter leicht unterschritten und bewege mich in Richtung Idealgewicht. Das Interfall-Fasten passt einfach zu mir und meinem Lebensstil.

Mein BMI ist perfekt und mit dem BAI bin ich auch gut im gesunden Bereich. Mein persönliches Ziel sind noch so ca. 3-4kg zu verlieren.

Vor allem möchte ich auch die drohende Gefahr für einen Prä-Diabetes abwenden können. Ich hoffe das sich die Gewichtsreduktion auch positiv auf meine Blutwerte auswirkt und mein Kardiologe dann evtl. die Medikation reduziert…in einem Monat ist es wieder soweit.

Das blöde Virus

…ist wieder da (oder auch „der blöde Virus“ = der Duden sagt Beides ist möglich, aber ich kann mich nicht an das „der“ gewöhnen).

Während ich also Dienstag Stunde um Stunde mit meiner neuen Kollegin eng Seite an Seite an einem Arbeitsplatz saß und es ihr immer schlechter ging, dachten wir Beide immer noch an einen grippalen Infekt bei ihr.

Mittwochmorgen saß ich ebenfalls mit gaaanz leichten Halsschmerzen im Büro, als ihr Anruf kam. Ihr geht es inzwischen noch schlechter und der Corona-Test war positiv. Sie ist auf dem Weg zum Arzt und bekam auch eine Krankmeldung bis einschließlich Montag.

Noch während unseres Telefonats (man konnte sie vor lauter Krächzen kaum Verstehen), ging ich schon zum Eingangsbereich, wo Masken und Tests immer für Alle bereit liegen. Und ein paar Minuten später war klar: ich hab es auch.

Also Maske auf, in unserem Online-System bis Ende der Woche Homeoffice beantragt, noch eine Mail an das HR und unsere Assistentin der Geschäftsleitung geschrieben um darauf hinzuweisen, das unsere Etage nunmehr verwaist sein wird (die anderen sind entweder im Urlaub, bereits im Homeoffice, auf Dienstreise oder eben krank).

Ein positiver Corona-Test haut mich ja nicht um, aber im Laufe der nächsten Tage kamen im Schnelldurchlauf alle üblichen Symptome: Erst leichte Halsschmerzen, leichter Reizhusten, dann Kopfschmerzen mit etwas erhöhter Temperatur (aber immer erst ab späten Nachmittag), dann Schüttelfrost und Gliederschmerzen (von Do auf Fr habe ich kaum schlafen können).

Trotzdem hab ich an allen 3 Tagen Remote gearbeitet (der Controller hat noch Urlaub) und unsere Firmen so am Laufen gehalten…denn es gab mal wieder einige dringende Dinge zu erledigen und ein paar Schwierigkeiten zu überwinden.

Allerdings habe ich mich an allen 3 Tagen am frühen Nachmittag abgemeldet und den Rest des Tages meiner Genesung gewidmet: d.h. ich bin auf die Couch gegangen und habe NICHTS gemacht außer ruhen und schlafen und etwas Essen zu kochen.

Zum Glück gab mein Kühlschrank noch genügend her für die obligatorische Hühnersuppe, die ja bekanntermaßen immer hilft, auch wenn es dafür keine wissenschaftliche Beweise gibt – aber jeder WEIß eben, das sie hilft…vor allem wenn man sie selber macht oder gemacht bekommt hahaha.

Heute ist Samstag und nun hab ich noch etwas Husten, die Nase läuft, die Nebenhöhlen sitzen zu und ich fühle mich etwas matschig…ansonsten geht es mir schon wieder besser…das Schlimmste scheint damit überstanden und ich will mich nicht darüber beschweren…meiner Kollegin geht es nämlich immer noch nicht wirklich gut.

Das heißt, das meine gefühlte Stärke der letzten Monate, kein Trugschluss war, sondern sich meine Abwehrkräfte super erholt haben….Eine weitere Auffrischung-Impfung brauche ich also erst einmal nicht, denn jede überstandene Infektion entspricht einer weiteren Impfung.

Der heutige Test ist zwar immer noch positiv, aber ich hoffe das die Viruslast bis Montag oder spätestens Dienstag wieder soweit gesunken sein wird, das ich ins Büro kann.

Ich bin immer noch überzeugt von Impfungen und werde mich bei Notwendigkeit auch jederzeit wieder impfen lassen…aber das darf jeder so sehen wie er möchte.

Der Erklärbär ist zurück

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs)

Seit fast 3 Wochen haben wir nun eine neue Teamkollegin und ich hatte schon lange vor ihrem Start klar gemacht, das ich weder die Zeit noch die Lust habe, mich um ihre Einarbeitung zu kümmern…immerhin ist sie in erster Linie für den Controller zuständig und dieser hat bis letzten Donnerstag auch schon vieles mit ihr gemacht…aber natürlich nur oberflächlich und schnell…es war ja sehr knapp mit der Zeit.

Aber schon da hab ich natürlich auf ihre Fragen in meine Richtung geantwortet, Zusammenhänge bezüglich unser Organisation usw. erklärt und natürlich auch als Key-User für unser Programm einige Anfangs-Probleme aus der Welt geschafft.

Und seit Freitag bin ich eben für ihre weitere Einarbeitung zuständig, bis der Controller aus dem Urlaub zurück kommt…meine anfängliche Abneigung jetzt doch wieder Jemandem einzuarbeiten, ist jedoch geschmolzen wie Schnee in der Sonne….und wir kommen gut miteinander klar.

Es macht mir sogar Spaß ihr einige Tipps und Kniffe zu zeigen und auch aufzuzeigen das es oftmals Ansichtssache ist, WIE man etwas löst…es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und das sie das Recht hat, dabei ihren eigenen Weg zu finden…immerhin ist sie gleichberechtigt in unserem Team.

Natürlich muss sie sich mit dem Controller absprechen…aber ich weiß, das er sich logischen Wegen nicht versperrt…denn es gibt noch erheblichen Optimierungsbedarf bei ihm.

Wir haben also heute mehrere Stunden zusammen gesessen und Rechnung um Rechnung der verschiedensten Lieferanten bearbeitet…sind auf die Suche nach Ansprechpartnern und Auftraggebern gegangen um herauszufinden, wer das beauftragt hat, haben uns durch die Kontierungslogik des Controllers gewühlt und ich hab sie durch die Feinheiten unseres Rechnungsprogramms und der Freigabelogik unseres Konzern gelotst. Das war zeitaufwändig, aber letztlich sind wir zwar langsam, aber dafür beständig vorangekommen.

Was wir dabei festgestellt haben: buchhalterisch folgen wir Beide derselben Logik, die nicht immer mit dem Controller konform geht…da hat sie noch einigen Klärungsbedarf mit ihm, sobald er aus dem Urlaub zurück ist.

Letztlich hab ich zwar viel Zeit investiert und meine eigene Arbeit ist liegen geblieben, aber die Zeit hat sich gelohnt…es fällt bei ihr auf fruchtbaren Boden, sie merkt sich die Dinge sehr schnell und kann sie auch sofort wieder abrufen. Davon werde ich zukünftig ja auch profitieren.

Und da wir bei dieser Zusammenarbeit auch mit- und übereinander lachen können, ist das für mich auch weniger belastend, als befürchtet….es macht mir sogar Freude mein Wissen weiter zu geben und auch ihr zuzuhören, denn auch ich lerne gerne dazu…aber meistens hab ich geredet…so wie früher als ich noch für Auszubildende Buchhaltungskurse abhalten oder neue Mitarbeiter einarbeiten musste….lang lang ist es her.

…jaja der kleine Erklärbar-Wirbelwind ist wieder da…wer hätte das gedacht.

Am Strand und im Meer

Am Strand und im Meer

Mittags hab ich an der Seepromenade im Schattenbereich eines Restaurant gesessen…es ging immer noch etwas Wind, das machte es angenehm. Es gab für mich gebratenes Schollenfilet mit einem Salat und Pommes.

Das Restaurant war nicht überfüllt….und die Atmosphäre war ruhig/ entspannt….ich bin dann noch eine Weile sitzen geblieben und hab mir die vorbei flanierenden Menschen angeschaut.

Ich finde es spannend wie Menschen miteinander umgehen und schon ganz lange hatte ich nicht mehr die innere Ruhe oder auch die Möglichkeit einfach mal entspannt nach dem Essen im Restaurantbereich sitzen zu bleiben. Hier hatte ich weder vorab reserviert und noch ein Zeitfenster genannt bekommen. Das war quasi Essen-gehen-wie früher….herrlich und für mich inzwischen fast ungewohnt.

Nach dem Essen bin ich langsam wieder zum Strandkorb geschlendert, dort hab ich mich noch etwas ausgeruht, bevor ich zu einem weiteren Spaziergang ins Wattenmeer aufbrach….der Treffpunkt für die geführte Wattwanderung lag ein ganzes Stück weit weg….also bin ich ca. 200-300m vom Strand weg ins Wattenmeer gelaufen, bevor ich mich parallel zum Strand entlang bewegte. Ich wusste nicht mehr ganz genau, auf welcher Höhe der Treffpunkt war, bin dadurch etwas zu weit gelaufen, dann zurück zum Strand und an der Promenade entlang, bis ich mein Ziel erreicht hatte.

Es war früher Nachmittag und die Sonne war inzwischen gnadenlos…es war heiß und wurde langsam auch etwas stickig…zumindest am Strand. Ich war immer noch etwas zu früh und hab am Rand, im Schatten, auf das Startsignal des Wattführers gewartet.

Eine Familie mit mehreren Kindern stand unmittelbar neben mir und ich musste laut auflachen als einer der Söhne, so ca. 9-10 Jahre alt, seine Mutter anschaute und dann meinte :

„Mami geht es dir gut? Du siehst so angestrengt aus. Entweder Du bist hochkonzentriert oder depressiv“. Die Mutter schaute ihren Sohn empört an und musste auch lachen…dann zog sie ihren Sohn beiseite und die Stimmung bei der Familie war auf einmal wieder locker.

Und dann ging es los und auf einmal wusste ich wieder, warum ich eigentlich keine geführte Wattwanderung mehr machen wollte. in der ersten 3/4 Stunde kamen wir nur ganz langsam von der Stelle, weil der Wanderführer jedes Lebewesen im Wattenmeer ausführlich erklärte und es war eine große Gruppe, bis da alle Fragen beantwortet waren, dauerte es eben….und dann ging es wieder ein Stück weiter ins Watt.

Ich dagegen interessiere mich eher für das Wasser und die Weite und eben das Laufen im Watt. die Gezeiten, die Gefahren, die Priele usw. Herumstehen und nach Wattwürmern buddeln oder Herzmuscheln beim eingraben zu beobachten finde ich dagegen nicht so spannend und außerdem spürt man beim Laufen auch den leichten Wind besser bei dieser Hitze….wieder hatte ich mich eingecremt und mein leichtes Sommertuch als zusätzlichen Sonnenschutz über Nacken und Arme gelegt…aber das war jetzt schon fast unangenehm…es waren mehr als 32 Grad.

Warum ich dann diese Tour gebucht hatte? Nun, das letzte Mal war ich vor 2 Jahren hier und ich wollte lieber noch einmal diese Tour machen, um kein unnötiges Risiko einzugehen, alleine der Flut entgegen zu gehen…und das war auch richtig so – denn er hat auf eine neue, sich gerade bildende Priele hingewiesen, die sich parallel zum Strand entwickelt, d.h. wenn man nicht aufpasst kann einem hier der Rückweg abgeschnitten werden…denn die Priele laufen bei Flut als erstes voll. Noch ist die Priele nicht tief…aber das kann in 1-2 Jahren bereits anders aussehen.

Ich habe also gelernt auch bereits bei Ebbe auf neue Priele zu achten und das man sich unmittelbar, wenn man die Flut erreicht hat, auf den Rückweg machen sollte…nur nicht zu lange warten. Die Flut kommt am Anfang mit einer Geschwindigkeit von ca. 3kmh, das ist eine moderate Geschwindigkeit mit der man locker mitgehen kann, und das Wasser reicht einem dabei bis max. bis zu den Knien.

Die Gefahr kommt aber nicht vom Wasser das vor oder hinter einem liegt (je nach Blickrichtung zum Strand oder vom Strand weg) , sondern von dem, welches sich fast unbemerkt von den Seiten nähert und einen dabei auch noch überholt.

Aber der Moment, wenn man knappe 1,50 – 2 km vom Strand entfernt auf die Flut trifft…die man bei dem gleißendem Licht, kaum vom Himmel und dem feucht glänzendem Watt unterscheiden kann …ist ein unbeschreibliches Gefühl. Gut erkennen kann man die Flut, wenn man auf die Möwen achtet, die sich in der Ferne sammeln…das wo sie sind, ist auch das Wasser.

Unvermittelt standen wir also im Wasser…und nach ein paar Minuten ging es dann langsam wieder zurück zum Strand- eben mit der Flut. Ich finde das Gefühl unbeschreiblich…diese Kraft des Wassers. Da fühlt man sich als Mensch auf einmal ganz klein und demütig.

Nach Abschluss der Tour bin ich dann wieder am Strand entlang, zurück zum Strandkorb gelaufen…dieses ich bin im Sand gelaufen und nicht im Wasser…vor 2 Jahren hatte ich eine sehr schmerzhafte Erfahrung als ich mit einem Fuß in ein gebuddeltes Loch geraten bin, welches ich durch das Wasser nicht sehen konnte…die Erfahrung wollte ich auf keinen Fall wiederholen.

Als es langsam Zeit wurde mein Hotelzimmer zu beziehen, hab ich den Strandkorb verlassen und bin an Strand und Promenade entlang zurück zu meinem Auto gelaufen…das Hotel lag nur knappe 10 Minuten Fahrzeit entfernt. Insgesamt bin ich an diesem Tag 14,3 km gelaufen (die Strecke kommt auch daher, das ich bei der Wattführung Nicht stand wie alle anderen, sondern mich ständig in der Nähe der Gruppe bewegt habe…bin immer weiter gelaufen, um die Gruppe herum, hin- und her gelaufen, hab mich etwas entfernt und dann wieder zurück…ich stehe nun mal nicht gerne still).

Ich war dann aber auch froh, als ich im Hotel ankam…mein Zimmer war zwar alt, aber sauber und vor allem war es angenehm kühl…

Im Wattenmeer

Natürlich hab ich es nicht ganz geschafft, mit 5 Uhr aufstehen…aber letztlich war ich um kurz vor 6 Uhr abfahrbereit…mit gefüllten Kaffeebechern und gebuttertem Brot für später.

Die knappen 50 km bis zur Fähre Glückstadt verliefen auch unkompliziert…nur das mich mein Navi in die Stadt, anstatt zum Fähranleger geleitet hat…die Schilder Vorort haben mich in die entgegengesetzte Richtung geführt – gut das ich denen dann gefolgt bin. Es ist ja nicht so, als ob ich hier noch nicht gewesen wäre…aber es ist schon länger her…seufz.

Die Fähre hat für mein Auto und mich 11 EUR gekostet…das hatte ich tatsächlich teurer in Erinnerung. Kann es sein, das die wieder günstiger geworden sind? Ich erinnere mich beim letzten Mal einen „Kraftstoff-Zuschlag“ bezahlt zu haben…das war nach der Pandemie, als die Spritpreise so hochgeschossen waren.

Die knappen 30 Minuten Überfahrt nach Wischhafen waren toll…so fing der Urlaub echt schon schön an…immerhin fahre ich nur selten mit der Fähre…es war also etwas Besonderes für mich.

Und auch die restlichen knappen 60km bis nach Cuxhaven/Duhnen waren ruhig und entspannt und ich extrem gut gelaunt und voller Vorfreude…dabei ging es nur langsam voran…immerhin wollten die Bauern noch ihre Ernten einfahren, bevor es in den nächsten Tagen anfängt zu regnen…es sollte ja der bisher heisseste Tag des Jahres werden….dementsprechend viele Trecker waren unterwegs…aber ich hatte ja keine Eile.

Ich bin ohne weiter anzuhalten bis nach Duhnen gefahren….wusste ja noch vom letzten Urlaub hier, wo genau ich in der Nähe des anvisierten Strandes kostenlos parken konnte und bin direkt an den Strand gegangen…die Temperaturen lagen schon bei 22 Grad…aber es waren um diese Zeit (kurz nach 9 Uhr morgens) fast keine Besucher da…perfekt für mich.

Natürlich hatte ich mich vorher im Internet schlau gemacht, wann Wattwanderungen an dem Tag möglich sind….ich bin ca. 1,5 Stunden vor der idealen Zeit losgelaufen…so das ich noch die letzten Ausläufer des sich zurückziehenden Wassers durchwaten konnte…d.h. meine Füße waren immer leicht vom Wasser umspült. Durch den, durch Pricke (oder auch Prigge) genannten Wegweisern, sicheren Weg durch das Wattenmeer, wusste ich genau wo ich schon jetzt gefahrlos laufen konnte…und die noch etwas tieferen Stellen habe ich einfach umlaufen…

und es war einfach himmlisch….und auch ziemlich windig…ich hatte zum Glück einen leichten Schal mit dabei, den ich um Nacken und Arme gelegt habe. Mein Wanderrucksack hatte neben Kaffee, Wasser, etwas zu Essen und Notfallpack natürlich auch eine Windjacke parat – aber dafür war es mir einfach schon zu warm.

Ach ja und natürlich gab es auch ausreichend Sonnenschutz…mein Cappi hatte ich schon auf und mit Sonnenschutz-Creme hatte ich mich bereits im Auto eingecremt. Ich hatte auch noch ein großes Handtuch und für alle Fälle auch Wattschuhe eingepackt…aber natürlich bin ich barfuß gelaufen…immerhin ist es genau das, was ich hier so liebe…mit bloßen Füßen laufen zu können. Der Rucksack war gut vollbepackt…aber er machte mich auch unabhängig vom Auto…so das ich den ganzen Tag nicht zurück zum Auto laufen brauchte.

Ich blieb 1,5 Stunden im Wattenmeer bevor ich mir tatsächlich einen Strandkorb mietete. Übrigens zum ersten Mal in meinem Leben…hahaha bisher fand ich es immer okay, mich einfach irgendwo am Strand nieder zu lassen…aber ich wollte ja noch bis zum Nachmittag bleiben und dieser prallen Sonne wollte ich mich dann lieber doch nicht aussetzen…und das war genau die richtige Entscheidung…

Am Nachmittag hatte ich ja noch die geführte Wattwanderung vor mir…