Ich schlafe in den letzten Wochen schlechter, bin oft früh am Morgen wach, schlafe dann irgendwann wieder ein. Heute Morgen war es zum Glück anders, ich habe bis 4 Uhr durchgeschlafen und lag dann bis 5 Uhr wach….fühlte mich aber nicht mehr müde.
Warum also nicht endlich mal wieder eine Walkingrunde am Morgen…anstatt abends.
Um kurz nach 6 Uhr, vor Sonnenaufgang war ich dann mit meinem gefüllten Kaffeebecher im Himmelmoor…Mein Auto war das Einzige auf dem Parkplatz.
Noch waren es angenehme 16 Grad, ich hatte ein leichte Jacke an und einen dünnen Schal…nicht wegen der Kühle des Morgens, sondern wegen der Mücken…zusätzlich hatte ich noch mein Ant-Mückenspray auf Hände und im Gesicht verteilt…nur vorsichtshalber. Sobald ich an den Moorbecken ankam, waren sie auch schon da, diese kleinen stechenden Plagegeister….ha – aber ich war geschützt…es hat mich tatsächlich nur eine erwischt.
Und dann wurde es langsam heller, als die Sonne aufging…was für ein schöner Morgen: kühl, still und absolut friedlich…wunderschön
Ich bin eine etwas größere Runde gelaufen und so an den Weiden und Wiesen entlang gekommen, wo noch der Bodennebel aufstieg…es überkam mich ein leichtes Herbstgefühl…
Auf das baldige Ende des Sommers freue ich mich schon, wenn die Abende kühler werden, man wieder tagsüber eine Jacke drüber zieht und das Laub anfängt sich zu verfärben.
Sommer ist für mich Stillstand, weil es zu heiß ist und Hitze macht mich träge. Herbst und Frühling sind aufregend, weil in der Natur so viel passiert…ich bin dann gerne draußen. Das heute war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommt….ich hab den Morgen sehr genossen.
Nachdem ich gestern im Blog von „nocheinglaswein“ die leckeren Pilzkroketten gesehen habe, hatte ich unvermittelt Lust, so etwas einmal selber zu machen.
Ich bin heute, Samstag, bereits um 5 Uhr aufgestanden und war um 6 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, im Himmelmoor zu einer herrlichen Walkingrunde. Während noch der Kaffee für meine Morgenrunde durch die Maschine lief, hab ich mir gleich mal ein paar Rezepte aus dem Internet herausgesucht und mich für eines entschieden.
Frische braune Champignons habe ich dann auf dem Rückweg gekauft…alles anderen Zutaten hatte ich bereits zuhause. Es bedarf nur weniger Zutaten und das Rezept war erstaunlich einfach…das kommt mir sehr gelegen, da ich gerne „einfach und lecker“ koche.
Die genauen Mengen stehen ganz unten. Normalerweise arbeite ich ja eher ohne feste Mengen, hier sollte man sich aber schon an die Mengenangaben halten, da das genaue Verhältnis zwischen Gemüse, Mehl und den Flüssigkeiten, am Ende eine ganz bestimmte Konsistenz ergeben sollte, damit sich auch Kroketten daraus formen lassen.
Kleingeschnittene Zwiebeln werden in Butter angeschwitzt, dann kommen die klein geschnittenen Champignons dazu…zusammen etwas anrösten, mit Salz, Pfeffer und etwas frischen Rosmarin würzen (da er schnell dominant ist, hab ich nur einen kleinen Zweig genommen). Anschließend das Mehl darüber geben und mit anschwitzen lassen, bis das Mehl sich mit Zwiebeln, Pilzen und der Butter gut verbunden hat.
Die Pfanne vom Herd nehmen und die gesamte Milch auf einmal dazugeben. Nun ständig umrühren, bis sich die Milch mit den anderen Zutaten in der Pfanne verbunden hat…die Masse wird sämig. Nun die Pfanne zurück auf den Herd stellen und die vorbereitete Gemüsebrühe dazu geben und dabei immer schön weiter rühren.
Es kann ein paar Minuten dauern bis sich nun alles in der Pfanne zu einer zähen Masse verbindet. Sie sollte so zäh sein, das sich beim Umrühren alles leicht vom Pfannenboden löst und zu einer zusammenhängenden Masse wird.
Die Pfanne zur Seite stellen und die Pilzmasse abkühlen lassen. Das dauert eine kleine Weile. Die fast kalte Masse nun mit leicht angefeuchteten Händen zu kleinen Kroketten von ca.5 cm Länge rollen. Bei mir sind es 17 Stück geworden. Anschließend ganz klassisch mit Mehl, Ei und Paniermehl panieren.
Einen kleinen Topf mit Öl füllen (bei mir war es ein sehr kleiner Topf den ich mit ca. 1,5 cm mit Olivenöl gefüllt hatte – das hat zum frittieren ausgereicht) und die kleinen panierten Kroketten für 1-3 Minuten im Öl frittieren, dabei ein paar Mal wenden, bis sie gold-braun sind.
Sie sind echt mega geworden und am Besten haben sie mir lauwarm geschmeckt, da kommt das Pilzaroma viel besser durch, als wenn man sie sofort heiß isst.
Beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Mehl nehmen und dafür noch eine gekochte und zerdrückte Kartoffel hinzugeben…und evtl. etwas Knoblauch. Aber das Rezept ist so einfach, ich hätte es nicht gedacht.
Dazu passt jede Art von Dip…ich habe sie zum Mittag pur gegessen und bin begeistert.
Hier nun die Rezept-Mengen. Ich habe tatsächlich nur wenig verändert: im Original-Rezept standen 150g Champignons, ich habe 200 g genommen…und würde beim nächsten Mal sogar noch etwas mehr nehmen, aber das ist Geschmackssache – ich liebe den Geschmack von gerösteten Champignons, nehme sie oft als „Fleischersatz“, weil Champignons eine Menge Umami-Geschmack enthalten.
Mengenangabe:
60g Butter
2 kleine Zwiebeln klein hacken (ich hab 1/2 Gemüsezwiebel genommen, die ist bekömmlicher)
200g braune Champignons klein hacken
90g Mehl
250ml Milch
185ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, etwas Rosmarin
Mehl, verquirlte Eier, Paniermehl (ich nehme Vollkornpaniermehl) für die Panade
Öl zum frittieren (ich hab Olivenöl genommen und es nicht ganz so heiß werden lassen, es geht aber auch Sonnenblumenöl oder ähnliches)
…weitere Auswirkungen durch die Überflutung unserer Keller.
Seit dem Starkregen, bei dem ein Teil unserer Keller überflutet wurden, spinnt auch unsere Klingelanlage….d.h. die Klingel unten an der Haustür funktioniert bei mir nur ab und an.
Leider niemals wenn Jemand zu mir möchte, aber sie funktioniert immer dann einwandfrei, wenn der Hausverwalter sich um die Klingel kümmert. Der Fehler versteckt sich also…Freitag kam jetzt dann doch der Elektriker um das mal zu überprüfen und prompt funktionierte sie wieder OHNE das er etwas gemacht hatte…Aber er meinte, ja das könne schon sein, das der Klingelknopf ein Problem hat, das nur manchmal auftaucht.
Lustigerweise hat meine junge Nachbarin, direkt neben mir, mit bekommen, das es im Treppenhaus um die Klingel ging, kam heraus und erzählte dem Elektriker haargenau das gleiche Problem mit ihrer Klingel. Das hat mich sehr beruhigt, weil langsam fühlte ich mich schon als Spinner. Der Elektriker meinte dann, er würde mit der Hausverwaltung sprechen, das gleich auch die anderen Klingelknöpfe, die bisher noch nicht ausgetauscht wurden, einmal komplett getauscht werden sollten…das wäre günstiger, als wenn wir alle nach und nach mit demselben Problem kommen würden. Prima – Hauptsache es tut sich etwas.
Ende letzter Woche hatte ich dann auch noch festgestellt, das in meinem Kellerabteil an einer Wand, ca. 15cm über dem Boden, auf einer Höhe etwas Weißlich Wolliges aus der Wand kommt…ich hab sofort an Schimmel gedacht und den Hausmeister gebeten, sich das anzuschauen.
Der kam dann auch mit einem Feuchtigkeitsmessgerät und stellte fest, das bei mir der Boden schon recht trocken ist, genauso 3 von 4 Wänden, aber an der einen Wand ist die Feuchtigkeit auf der genannten Höhe extrem hoch. Aber das was da aus der Wand kommt wäre kein Schimmel sondern kristalline Ausblühungen, durch wasserlösliche Salze, die durch die Feuchtigkeit aus der Wand geschwemmt würden – oder so ähnlich…die wären nicht gesundheitsschädlich.
Seine Aussage war dann: die Kellerabteile sind Sache der Eigentümer und daher könnte man hier nicht die Trockengeräte aufstellen, die seit Wochen für die Hausgemeinschaft in den Kellergängen laufen.
Ich konnte das nicht glauben, habe also meine Vermieterin angerufen und ihr das erklärt, sie hat mit der Hausverwaltung gesprochen, die haben mit dem Hausmeister gesprochen und jetzt gibt es für ALLE betroffenen Kellerabteile ENDLICH auch Trockengeräte. Immerhin ist seit der Überflutung schon ein Monat vergangen.
SO – nun steht so ein Ding auch bei mir, genau auf die Wand gerichtet die so extrem nass ist….da aber alle anderen Wände drumherum trocken sind, kann ich kaum glauben, das es nur vom Hochwasser kommt…ich vermute eher, das es da zusätzlich bei einem der Abflussrohre, die hinter der Wand entlanglaufen, ein Leck gibt….denn es gab schon immer einen leicht farblichen Unterschied auf den ersten 20cm zum Rest der Wand….aber der Hausmeister sagt nein, das kann nicht sein.
Wie schon befürchtet, war die Regeneration am letzten Wochenende nicht gut und vor allem nicht ausreichend. Der Stress der vorherigen Wochen war einfach zu groß und so war ich nicht überrascht, das ab Sonntagnachmittag bereits heftige Kopfschmerzen einsetzen.
Was mich dann aber doch überraschte, wie schlecht es mir in der Nacht von Sonntag auf Montag ging…so mit heftiger Übelkeit und Erbrechen. Dazu muss ich erwähnen, das ich gefühlt immer sterbe, wenn ich mich übergeben muss…dann fühle ich mich einfach doppelt krank.
Montag hatte ja unser neuer Kollege anfangen, also der, der ab jetzt bei mir mit im Büro sitzt und das hat bei mir ja schon seit einiger Zeit für innere Unruhe gesorgt. Ich nehme also mal an, das die Kopfschmerzen mit den zusätzlichen Symptomen eher psychisch bedingt waren…denn es war kein Migräne-Kopfschmerz.
Dieses Mal war ich vernünftig und habe mich im Büro für den Montag krank gemeldet…und ich habe auch nicht von zuhause aus gearbeitet, sondern viel geschlafen und mir an diesen Tag Ruhe gegönnt.
Das hat gewirkt, denn Dienstag ging es mir soweit wieder gut…ja mein Kopf fühlte sich etwas matschig an und ich war auch noch ein wenig schlapp …ich bin aber ins Büro gefahren. Der Controller ist aus dem Urlaub zurück, die neue Kollegin (ich nenne sie ab jetzt Katrin) war ja bereits seit Donnerstag wieder gesund und der Neue hat seinen Job bereits einen Tag zuvor aufgenommen.
Nun gut – der Neue ist Anfang 60, ist ein sehr ruhiger Mensch, scheint aber ganz freundlich zu sein…aber er redet nicht gerne und hält auch, wenn er denn redet den Blick gesenkt, schaut mich dabei nicht oder nur ganz kurz an und dann schnell wieder weg. Allerdings redet er so wenig und verkriecht sich hinter seinem großen Bildschirm, als ob er uns gar nicht kennenlernen möchte.
Und da er auch in ganze Woche nicht einmal mit uns zusammen Mittagspause gemacht hat, kann ich ihn noch gar nicht wirklich einschätzen…bis auf 1-2 merkwürdige Aussagen von ihm, die mich aufhorchen lassen.
Für ihn scheint es eine große Veränderung zu sein, und er braucht den Mittag um „runter zu kommen“, wie er selber sagt…okay, das kann ich gut nachvollziehen. Je älter man wird, umso schwieriger können solche beruflichen Wechsel sein…aber er sollte sich am Anfang nicht zu viel absondern, denn wir wollen ihn ja auch kennen lernen und wir sind ab jetzt ein 4er Team..
Wie erwartet waren die Tage trotzdem sehr unruhig, weil viele seiner Programme noch nicht ordentlich liefen und teilweise die Zugänge fehlten…und er hat Probleme das Headset zu benutzten und sich in Teams-Meetings einzuwählen und die allgemeingültigen Regeln in so einem Online-Meeting zu befolgen…aber am Ende der Woche ging es dann schon ganz gut damit.
Hier merkt man, das er mit der Online-Kommunikation noch fremdelt…er hat bisher hauptsächlich als Steuerfachangestellte bei einem Steuerberater gearbeitet und kennt daher nicht das Leben in einem Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsunternehmen, wo man immer mit vielen Kollegen aus vielen Abteilungen zu tun hat, mit Hierarchien und allem was dazu gehört.
Im Steuerbüro hat man i.d.R. pro Gesellschaft immer nur einen oder zwei Ansprechpartner beim „Kunden“… als Mitarbeiter in einem Industrie-Unternehmen, hat man sehr viele Ansprechpartner und muss sich diese teilweise selber suchen, um die Infos zu bekommen, die man braucht. Man ist IM Unternehmen und arbeitet nicht von Außen für ein Unternehmen.
Auf meine Frage, ob er schon Tage im Visier hat, an denen er zukünftig Homeoffice machen möchte, meinte er, er würde nicht ins Homeoffice gehen. – ECHT? Damit hatte ich fest gerechnet….so ein Mist, ich hab gedacht, das wir uns eher selten im Büro treffen würden…okay, damit ist mein Plan gesetzt, sobald die erste Einarbeitungszeit für unsere beiden Neuen vorbei ist, gehe ich 3x pro Woche ins Homeoffice.