Und noch mehr schlechte Nachrichten

Natürlich muss man ab einem gewissen Alter mit Krankheiten im engeren Umfeld rechnen und auch das der Tod einen Strich durch Lebensplanungen machen kann. Trotzdem kommen solche Nachrichten unvermittelt und dann ist die Drohung da, das fest geglaubte Lebens-Sicherheiten auf einmal wegbrechen könnten. Wie zum Beispiel das eine liebgewonnene Freundin auch in den nächsten Jahren noch da sein wird.

Heute Vormittag kam ganz unerwartet eine Nachricht von meinem Schwager, das die beste Freundin meiner Schwester seit Freitag notfallmässig im Krankenhause liegt: mit einem geplatztem Aneurysma im Kopf (Das Wort musste ich erst einmal googlen, um es schreiben zu können – auch wenn ich es schon öfter gehört habe). Sie wurde direkt 2x operiert und liegt auf der Intensivstation – ist aber inzwischen außer Lebensgefahr.

Mein Schwager wusste nicht wirklich, wie er es meiner Schwester schonend beibringen sollte…und auch ich hatte sofort Angst, das es sie aus ihrem gerade mühsam erreichten seelischen Gleichgewicht kegeln könnte. Außerdem war meine Schwester seit gestern Abend nicht mehr online und mein Schwager machte sich Sorgen. Beide sind seit Weihnachten mit einem grippalen Infekt leicht angeschlagen.

Ich hab sofort gesagt, er soll es Ihr per WhatsApp sagen, das die Freundin im Krankenhaus liegt und ich würde gleich losfahren und in ca. 1 Stunde bei ihr in der Reha sein…ich würde ihr dann den Rest erzählen. Hatte meinen ungeplanten Besuch bei ihr, ebenfalls per WhatsApp, angekündigt und mich auf den Weg gemacht.

Als ich vor ihrer Zimmertür stand, hatte sie aber noch keine unserer Nachrichten gelesen, entsprechend war sie über meinen Besuch überrascht. Aber es war gut das ich hingefahren bin, so konnte ich sie in den Arm nehmen und sie entsprechend positiv bestärken, das ihre Freundin lebt und außerdem außer Lebensgefahr ist…sie kann damit weiterleben, evtl. mit ein paar Einschränkungen, aber sie lebt….die Freundin ist schon über 60 Jahre und hat auch so einige Krankheiten in den letzten Jahren überstanden.

Und ich konnte ihr dann auch vom Tod meinem Ex-Freund erzählen, denn hatte sie ja auch noch kennen gelernt, als unser Vater starb.

Von der Reha-Klinik sind wir dann in ein Cafè gefahren und haben viel geredet, dann noch ein kleiner entspannter Spaziergang und nach ca. 3 Stunden hab ich mich wieder auf den Weg zurück gemacht. Meine Schwester ist seelisch stabil und kann jetzt mit den Neuigkeiten umgehen – vor allem nachdem sie mit dem Mann ihrer Freundin telefoniert hatte.

Ich finde so langsam reicht es jetzt mit den negativen Nachrichten, von Tod und Krankheit.

Wie heißt es so schön:

„Das Leben ist das was passiert, während wir dabei sind, andere Pläne zu machen.“ John Lennon

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