Kurz vorm Durchdrehen

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Ich habe tatsächlich letzte Woche von Donnerstagmittag bis Sonntagabend nicht gearbeitet…ja das tat gut….auch wenn ich genau wusste: das wird mich wieder einholen…die Arbeit macht sich ja nicht von alleine.

Und genau so war es auch: von Montag bis Mittwoch war ich im Homeoffice und habe einen Abschluss nach dem nächsten durch das alte System gejagt….sooooo nun sind 25 von 27 Gesellschaften bei den Wirtschaftsprüfern…für einen Moment konnte ich durchschnaufen, bevor ich dann nach und nach die Rückmeldungen mit Fragen und mit den Abschlussberichten bekommen werde und dann auch noch die aller letzten Umbuchen im Altsystem machen muss, um das Jahr endgültig abzuschließen.

Ich dachte, das mit den Rückmeldungen dauert noch eine Weile, denn auch unsere Wirtschaftsprüfer ächzen unter der Last der vielen Gesellschaften…aber Pustekuchen…bereits bis Ende meiner Arbeitswoche am Donnerstag (Freitag hatte ich schon den nächsten Urlaubstag) hatte ich schon 5 Rückmeldungen bekommen…seufz.

Dabei wollte ich mich endlich auf die Migrationsdaten konzentrieren, die ersten Kontrollen hatten gezeigt, das da noch einiges nicht stimmt…aber wie immer, gab es Schwierigkeiten beim Anpassen…ich hatte also ein kleines Meeting mit unserer Kollegin aus dem Change Team, um die offenen Fragen zu klären…und bei der Suche im neuen System, nach einer Lösung für diese Schwierigkeiten, bin ich tatsächlich auf die Lösung für ein anderes Problem gestoßen.

Das war so absurd, das ich ausgerechnet in dem Programmteil die Lösung gefunden habe…wo ich es nie vermutet hätte. Auf meine Frage schon vor Wochen, ob man bei gebuchten Posten evtl. den Buchungstext ändern kann, hieß es von der Herstellerfirma und auch von unserem Change-Team immer …man wisse gar nicht, ab das gehen würde. Dabei ist ein Buchungstext kein „sensibles Feld“. Soll heißen es dürfte kein Problem sein, den Text zu ändern…solange man alles andere nicht ändern kann.

Ich wollte mich zwar nicht damit zufrieden geben, wusste aber auch nicht, wo ich das suchen sollte und bin durch Zufall darauf gestoßen. In einem Untermenü eines Untermenü-Punktes stand dann auf einmal „Change Text Voucher“. Nanu- genau so etwas suche ich doch. Ich hab den Programmpunkt aufgerufen, hab ein bisschen herumexperimentiert und juuup: ist zwar nicht wirklich logisch, funktioniert aber – und jede Änderung wird protokolliert, aber darin sehe ich kein Problem, ganz im Gegenteil.

Sooo also hab ich schnell eine Kurzanleitung geschrieben und meinen beiden Kollegen zur Verfügung gestellt.

Ich überlege allerdings noch, ob ich es dem Change-Team überhaupt mitteile…nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus der Erkenntnis vieler Jahre hinaus, das manches war (systemseitig) möglich, aber (intern) nicht wirklich gewollt ist…evtl. sollten wir die Funktion gar nicht finden und wenn ich das jetzt herausposaune, könnte es passieren, das dieser Programmpunkt für uns gesperrt wird – hahaha – hab ich alles schon erlebt.

Manchmal ist es besser, einfach das Wissen nicht hinauszuposaunen. Mal sehen ob die Kollegin aus dem Change-Team das Thema noch einmal aufgreift, bisher haben meine mehrmaligen Nachfragen zu keiner Lösung geführt…deshalb bin ich jetzt skeptisch.

Donnerstag war ich im Büro und das war seit längerem mal wieder ein Tag in dem ich durchzudrehen drohte Es prasselte so viel auf mich ein, das ich minutenlang vor dem Computer saß und nicht wusste, was MACHE ich jetzt als NÄCHSTES…vor allem für die beiden neuen Gesellschaften, die ich übernommen habe, gab es viel Anfragen von allen möglichen Kollegen, dazu viele allgemeine Meetings, wo man merkt, die anderen Abteilungen haben gerade so gar keinen Stress…und ich wurde nervöser und nervöser, habe mich, wie ein Terrier, in einige Aufgaben verbissen die aber zu Fehlern im System führten und kam in einen negativen Strudel aus Sorgen und Verzweiflung, weil einfach nichts funktionieren wollte.

STOP und tief durch atmen…so geht das nicht. Ich habe mich dann selber aus der Schusslinie genommen, hab mir kleine Auszeiten genommen…mit Kollegen gequatscht, länger Mittagspause gemacht….hab ein paar einfache Nebensächlichkeiten abgearbeitet, bevor ich mich dann wieder an die eiligen und wichtigen Sachen gemacht habe. Da ist zwar auch nicht wirklich logisch, aber ich brauchte das…dann müssen die Anderen eben warten…muss ich ja auch oft genug. Mehr als arbeiten geht nicht.

kleine Veränderungen

Letzten Sonntag war ich dann wieder einmal früh morgens im Himmelmoor unterwegs…allerdings nicht ganz sooo früh…es schon nach 7 Uhr. Dafür waren -6 Grad, kaum Wind und kein Regen.

Der Moorsee und die Moorbecken warenteilweise zugefroren…das sah sehr schön aus…und ich bin wie immer meine Runde gegangen

Was mir allerdings negativ aufgefallen ist…der sonst als Nebenweg ausgeschilderte Weg, direkt neben den Moorbecken, ist nur noch auf einem kleinen Stück begehbar…der größte Teil wurde dauerhaft für den Durchgang geschlossen.

Seit das Himmelmoor 2022 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, gab es so nach und nach kleine Änderungen., das jetzt ist für mich nicht so schön….ja klar bin ich für Naturschutz….keine Frage…trotzdem finde ich es sehr schade, das ausgerechnet dieser Weg gesperrt wurde.

Der Weg tat meinem Fuß immer gut und meiner Seele sowieso…ich gehe nun mal nicht gerne dort, wo alle Anderen gehen, halte mich gerne abseits der Hauptpfade…nun gehe ich auf dem geschotterten Hauptweg und kann den Menschen an der Stelle nicht mehr ausweichen. Na klar halte ich mich an die Regeln…ich kann ja auch andere Wege abseits der Moorbecken nehmen.

Bei mir ist es nur, das ich eben gerne meine gewohnten Wege gehe…seit der Corona-Pandemie und meinem Umzug in diesen Ort hier, hat sich mein Aktions-Radius auf einige liebgewonnene Strecken reduziert…ich fahre nicht mehr für jede Walking-Runde irgendwo hin…bleibe gerne im Nahbereich…und brauche für mein Wohlbefinden, eben diese liebgewonnenen Strecken. Das gibt mir Ruhe und ist auch eine Form von Sicherheit für mich.

Weihnachtsgans im Februar

Ich war froh, das ich die Nacht dann doch zuhause geschlafen habe…so hatte ich den Samstagvormittag noch Zeit für mich, bevor ich mich dann wieder ins Auto setzen musste…Auf ging es wieder mal nach Flensburg.

Wir hatten uns auf diesen Termin geeinigt, um dann endlich das Weihnachtsessen nach zu holen. Meine Schwester war ja über Weihnachten in der Reha und so blieb die Gans im Gefrierschrank und jetzt endlich sollte es dieses Festmahl geben.

Wie immer beim Weihnachts-Essen waren wir zu Viert, denn natürlich durfte auch deren bester Freund nicht fehlen…und so war es wie immer: eine super leckere knusprige Gans mit Rotkohl und Klößen, später Eis zum Nachtisch, viel Unterhaltung und viel Gelächter.

Ich fand es mega lecker…meine Schwester war nicht ganz zufrieden. Sie war eher ein Nervenbündel…das was ihr sonst so leicht und locker von der Hand geht, war nun eine anstrengende Hürde für sie…das war neu und hat mich erschreckt. Hmmm – das müssen wir im Auge behalten.

Später hat sie sich auch entspannen können, als sie merkte das es uns Allen richtig gut schmeckt…und wir hatten einen schönen Nachmittag mit dem obligatorischen Spaziergang runter zur Solitüde, am Strand entlang und im großen Bogen zurück zu den Beiden nach Hause.

So war es dann noch lustig und schön…am Abend ging es dann wieder auf die Autobahn bis nach Quickborn. Das war jetzt aber auch genug Fahrerei in den letzten Tagen.

Endlich mal GUTE Nachrichten

Nach nunmehr 5 Monaten bekam mein Schwager nur endlich das Schreiben von der Rentenversicherung. Solange hatten die sich Zeit gelassen, um über den Widerspruch zu entscheiden, nachdem sie die Umschulung zum Busfahrer abgelehnt hatten.

Den Widerspruch hatte ich für die Beiden ausführlich ausformuliert, mein Schwager hatte es per Einschreiben weg geschickt und dann passierte, genau : nichts…mein Schwager blieb arbeitslos und ihm wurde auch geraten nicht einfach irgendeinen Job anzunehmen, da sonst die Rentenversicherung der Meinung sein könnte, er bräuchte diese Umschulung ja gar nicht.

Nun…aber die Zeit wurde jetzt knapp und immer knapper. Sein Arbeitslosengeld endet jetzt Mitte März und wir hatten schon überlegt wie es ohne weiter gehen soll. Erste Maßnahme: meine Schwester hat beantragt, das mein Schwager über sie krankenversichert sein wird…ganz wichtig.

Dann haben sie versucht einen Antrag auf Bürgergeld zu stellen, das ging aber nicht…dafür bekommt meine Schwester dann doch etwas zu viel (die bekommt, ebenfalls von der Rentenversicherung, Wiedereingliederungeld, weil sie momentan ja nach Hamburger Modell nur 3 Stunden täglich arbeitet und das wird wohl auch eine Weile so bleiben). Aber sie haben wohl Anspruch auf Wohngeld oder besser gesagt auf einen Zuschuss zu den Nebenkosten. Beide haben schon ihre Finanzen durch geschaut, wo sie noch sparen können und ich habe angeboten meine monatliche Unterstützung wieder aufleben zu lassen und etwas zu erhöhen.

Und jetzt endlich kam der Bescheid im besten Beamtendeutsch, das sie seine Möglichkeit einen Job als Berufskraftfahrer zu bekommen, neu bewerten und „dem erhobenen Widerspruch wird daher abgeholfen“ in dem der Ablehnungsbescheid aufgehoben wird. Meinem Schwager stehen damit „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ zu.

Mit anderen Worten es wird sich jetzt Jemand mit ihm in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen, ob es jetzt tastsächlich die Umschulung sein wird und wenn ja wie das Aussehen kann. Zum Schluss hat sich die Rentenversicherung noch für die lange Bearbeitungszeit entschuldigt.

JAAA – also das ist doch mal eine gute Nachricht und bedeutet endlich wieder eine Perspektive für meinen Schwager und vor allem auch eine seelische Erleichterung für uns alle Drei…wir sind eben die „Kernfamilie“ und ich hänge ja auch finanziell mit dran. Kann die Beiden ja nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.

doch vorzeitig abgereist

Am 2. Urlaubstag fühlte ich mich dann nicht entspannt und auch nicht wirklich froh….das änderte sich dann mit meinem Massage-Termin…obwohl es sich erst gar nicht so anfühlte.

Gleichzeitig mit mir kam auch eine sehr alte Dame bei der Thai-Massage an…aber während ich mich nach ein paar kurzen Sätzen zu Beginn, stumm der wohligen Atmosphäre und in die Hände der Mitarbeiterin begab, redete und redete die alte Dame in einer Lautstärke über Krankheiten und Therapien, von denen ich lieber nichts hören wollte und ich konnte mich nicht wirklich entspannen. Normalerweise wird man aufgefordert (manchmal steht es auch auf einem Schild) das man leise sprechen und sich ruhig verhalten soll, um die anderen Gäste nicht zu stören.

Auf meine Frage ob die Dame jetzt etwas die GANZE Zeit über reden wollte, ging die Mitarbeiterin zu ihrer Kollegen und kurz darauf war die alte Dame dann auch leiser und später war sie sogar mal ein paar Minuten ruhig…zum Glück blieb sie auch insgesamt nur 1/2 Stunde.

und dann hatte ich so ziemlich die beste Thai-Massage die ich jemals erhalten habe…okay, ich war schon fast 1 Jahr bei keiner mehr….aber früher hab ich das ja sehr regelmässig gemacht…in Frankfurt war ich zeitweilig 1x in der Woche, und in schwierigen Zeiten sogar teilweise sogar 2x. Aber das hier in Soltau war Extraklasse.

Es folgte ein ziemlich enttäuschendes Mittagessen in einem italienischen Restaurant. Das Restaurant was ich eigentlich angepeilt hatte (das war beim letzten Mal so toll dort) öffnete erst am Abend.

Aber direkt daneben gab es dieses italienische Restaurant mit großem Außenbereich. Draussen auf den Schildern standen lauter leckere Sachen, aber die gab es gar nicht zu Bestellen (von dem Einen war nicht mehr genügend da, dann waren die Muscheln schlecht geworden, der Fisch war nicht geliefert worden) der Tisch war dreckig, die Inhaber laut, im Waschbecken auf der Toilette stand das Wasser und mit dem Toilettensitz bin ich komplett weggerutscht, weil dieser lose war. Von außen sah es gemütlich aus … aber die scheinen ihre besten Tage hinter sich zu haben…es kümmert sich scheinbar niemand wirklich darum. Alles hier schrie: uns geht es finanziell schlecht.

Das dachte ich auch von der Pizza, die zwar groß war, aber bei der man irgendwie „vergessen“ hatte, die Zutaten (Tomatensoße, Thunfisch und Zwiebeln) in akzeptabler Menge auf die Pizza zu legen…alles war nur in Mikrospuren vorhanden…dafür jede Menge Käse und wie kann eine so dünne Pizza so labberig sein…haben die vergessen den Ofen richtig heiß zu machen?…und auf einer Thunfisch-Pizza, sollten auch mehr als ein paar Krümmel Thunfisch sein.

Ich war aber überhaupt nicht in Beschwerde-Laune, hab mir 3/4 der Pizza einpacken lassen und bin wieder gegangen….Nach einem ausführlichen Spaziergang durch die Stadt und die Umgebung, hab ich dann tatsächlich meine Reisetasche wieder gepackt, hab alles ordentlich in der Ferienwohnung hinterlassen und mich auf den Rückweg gemacht.

Ich hab noch einen Stopp in Winsen(Luhe) eingelegt….hatte aber irgendwie keine Lust mehr auf Sightseeing, obwohl es ein schöner Ort ist…ich werde wieder kommen – für einen Tagesausflug

Später zuhause ging es mir wieder richtig gut…ich war gut gelaunt und entspannt…hab die Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln aufgepimpt und stückchenweise in der Heißluftfritteusse knuspig aufgebacken…so geht das.

Geschlafen hab ich in dieser Nacht prima.

Dem Impuls widerstehen

Nach meinem Ausflug ins Pietzmoor bin ich dann weiter nach Soltau gefahren…habe mich erst einmal in einem Supermarkt mit ein paar Lebensmitteln eingedeckt, bevor ich weiter zur Ferienwohnung gefahren bin.

Die Ferienwohnung war über eine schmale Metall-Wendeltreppe von der Gartenseite des Hauses zu erreichen. Den Schlüssel bekam ich aus einer verschließbaren Box. Das war alles sehr unkompliziert. Nur die Treppe war derartig schmal, da passte ich gerade eben so durch, aber schon mit der Reisetasche wurde es so eng, das ich sie nur eng am Körper vor mir hertragen konnte.

Als es dann am Abend auch noch mit dem Schnee anfing, musste ich jeden Schritt auf der Treppe genau abwägen…es war glatt und die Vermieterin hatte mich per Whatsapp auch schon vorab darauf aufmerksam gemacht.

Diese kleine Wohnung mit einem großen Wohn-Schlafraum, einem großen Bad und einer Mini-Pantry-Küche in einer dunklen Ecke im Flur (es gab aber unglaublich viele Lampen) war schön…sie hatte sogar einen verglasten Balkon, überhaupt gab es sehr viele Fenster, die viel Licht hineinliessen, mit einem schönen Blick in die Gärten drumherum. Bei Minusgraden ist das mit den vielen Fenstern nicht unbedingt von Vorteil und so gab es für alle Fenster auch Thermo-Vorhänge.

Leider hatte die Pantryküche keine Herdplatte, dafür Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher und Kaffeemaschine…nun gut…damit entfielen mein geplantes Abendessen und auch das Mittagessen am nächsten Tag. Was auch fehlte war ein kleines Spülbecken zum Abwaschen des benutzen Geschirrs…dafür gab es aber eine Waschschüssel – das Wasser musste man sich dann eben aus dem Bad holen – haha das war jetzt nicht komfortabel, aber auch kein Problem. Also die „Pantry-Küche“ war nichts weiter als ein Einbauschrank im Flur, der mit Elektrogeräten und Küchenutensilien ausgestattet war.

Ansonsten war alles da, was man brauchte…sogar ein kleiner Willkommensgruß in Form einer großen Flasche Wasser und ein paar Süßigkeiten neben einem Willkommensschild. Es gab auch Teebeutel, Filtertüten und Kaffeepulver (hab ich aber nicht genommen)….auch Shampoo, Duschgel und andere Toiletten-Artikel wurden zur Verfügung gestellt. Da ich in solchen Dingen eigen bin, hab ich natürlich meine mitgebrachten Sachen genutzt…fand es aber trotzdem nett.

Und obwohl alles so richtig nett und gemütlich war, wollte ich was? Ich wollte einfach nur nach Hause. Ich kann gar nichts dagegen machen, es ist ja keine bewusste Entscheidung, sondern einfach das Gefühl, das ich jetzt doch viel lieber wieder Zuhause wäre..in meinem eigenen Zuhause.

Und hätte ich nicht bereits für den nächsten Vormittag einen Massagetermin vereinbart, ich wäre wahrscheinlich sogar wieder gefahren. So konnte ich dem inneren Impuls widerstehen. Das war gar nicht so leicht und mein Verstand musste mich erst einmal überzeugen.

Das hier ist ein schöner Ort, ich habe für 2 Nächte bezahlt, ich hatte einen schönen Ausflug heute und morgen kommt noch eine Massage. In die Therme wollte ich eigentlich auch, wenn ich denn auch die gepackte Sporttasche mit genommen hätte – hab ich aber nicht. Aber okay, es gibt anderes was ich machen kann. Okay ich bleibe heute hier…morgen kann ich immer noch nach Hause fahren…ich muss ja nicht beide Nächte hier verbringen. Aber eine Nacht sollte ich hier bleiben.

Ich hab mich dann erst einmal auf die Couch gelegt und für die nächsten Stunden tief und fest geschlafen und als ich später am Abend aus dem Fenster schaute, hatte es geschneit…es lagen so ca. 2-3 cm Schnee. Ohhhh – wie schön…also wieder Wanderschuhe an und ab nach Draussen….herrlich wie der Schnee bei jedem Schritt knirschte…alles war ruhig und friedlich und menschenleer…und jeder Schritt fühlte sich federleicht an…

Mal sehen, wie es Morgen weiter geht.

Wochenende ist da und Urlaub voraus

(diesen beitrag hatte ich schon veröffentlicht )In den letzten Wochen habe ich auf Sparflamme gelebt. Durch die viele Arbeit blieb kaum Zeit für mehr als meine abendlichen Walkingrunden…und den Rest der Zeit hab ich mich nur mit dem Nötigsten versorgt, hab mich wieder etwas vermehrt um Schwester+Schwager gekümmert (telefonisch) und bin früh schlafen gegangen und sonst? Naja da war nicht ganz so viel.

Den Samstagvormittag hab ich erst mal wieder konzentriert gearbeitet und hab einen weiteren wichtigen allgemeinen Abgabetermin einhalten können…das was jetzt in den nächsten Tagen zu erledigen ist, ist eher Masse, statt Klasse…reine Fleißarbeit mit nur wenig Herausforderung. Das sollte mir locker von der Hand gehen.

Es war eine gute Idee mir den Friseurtermin für heute Mittag geben zu lassen…so bin ich dann mal wieder richtig zum Erledigen privater Dinge gekommen.

Mit der Friseurin komme ich echt super zurecht…inzwischen vertraue ich ihr, so das ich jetzt tatsächlich alle 4-5 Wochen regelmäßig einen Termin bei ihr habe…seitdem fühle ich mich nicht mehr wie ein Bobtail – sie schneidet mir die Haare richtig gut und wir können uns prima unterhalten. Die Chemie stimmt. Sie ist über 60 Jahre und Friseurmeisterin – so eine Frau, die im Leben steht und viel erlebt und durch gemacht hat.

Anschließend war ich noch Lebensmittel einkaufen….hab anschließend mein Auto durch die Waschstraße gejagt und dann auch noch von Innen gereinigt. Bin dann in Pinneberg in die Innenstadt gefahren, und durch ein paar Geschäfte gebummelt.

Anschließend hab ich mich in einem Eiscafè mit einem Cappuccino und 2 Kugel Eis im Becher, in dem fast leeren Gastraum nieder gelassen, direkt am Fenster. Das war so schön…endlich mal in Ruhe hier sitzen…und die Leute draußen beobachten…dazu noch ein paar Whatsapp`s mit ein paar meiner Kontakte austauschen….wie schön gemütlich und entspannt.

Später bin ich noch weiter durch die Stadt und den angrenzenden Stadtwald gelaufen, bevor es wieder nach Hause ging. Einkäufe verstauen, Wäsche waschen und aufhängen, Spülmaschine starten, Staub wischen und die Küche aufräumen, gleichzeitig das Abendessen zubereiten.

Ich fühle mich ruhig und entspannt…auch wenn mein Ruhepuls immer noch zu hoch ist…mental fühle ich mich ruhiger als gedacht.

Anfang der Woche wurden wir im Job aufgefordert unseren Resturlaub nun endlich bis zum 31.03. zu nehmen…wir sollen sofort die Anträge stellen. Wie soll ich denn bitte im größten Stress noch 8 Urlaubstage unterbringen? Die Alternative wäre, sie verfallen zu lassen – denn es wurde schon vorher klar gestellt, eine Verlängerung gibt es nicht.

Ich habe also bis Freitag gewartet und dann meine Urlaubstage beantragt: 3×2 Tage, 2×1 Tag über die nächsten 1,5 Monate verteilt…und kaum hatte ich die Anträge genehmigt bekommen, kam eine Mail vom Controller. Seit Mittwoch gibt es von unser Interims-Chefin (der Finanzchefin aus der Zentrale) die Genehmigung an das Accounting-Team, das wir die Tage bis in den April hinein nehmen können. Die Mail ist aber nur beim Controller angekommen und er hat sie nicht weiter gegeben…bzw. er hat es Katrin gegenüber erwähnt- mich aber nicht informiert…sehr kollegial.

Okay ich hab dann einen Kompromiss für mich gefunden. 2 Tage hab ich im März wieder storniert und neu im April beantragt. Die restlichen 6 Tage nehme ich jetzt, wie geplant.

Und im Cafè sitzend hatte ich auf einmal Lust für die 2 ersten Urlaubstage, Ende nächster Woche, auch wirklich weg zu fahren.

Wer mich kennt weiß ja, das ich nicht so gerne verreise und so ist es auch gar keine weit entferntes Ziel…ich fahre für 2 Tage in die Lüneburger Heide…noch im Café hab ich mir eine Ferienwohnung in der Nähe von Soltau rausgesucht und reserviert. 108 EUR für 2 Übernachtungen – ist ja gerade keine Saison. Die Bewertungen haben die Sauberkeit und Ruhe dort in den höchsten Tönen gelobt und da ich ja ohnehin nicht frühstücke, brauche ich auch kein Hotelzimmer mit Frühstück…deshalb versuche ich es jetzt mal mit einer Ferienwohnung.

Ich hatte mich mit Kollegin Katrin im Laufe der Woche darüber unterhalten und sie meinte, es wäre evtl. besser wenn ich doch wegfahren würde, damit ich eben nicht im Urlaub auf die Idee komme zu arbeiten. So einfach ist das aber nicht – denn die Arbeit verschwindet ja nicht so einfach.

So hab ich den Kompromiss mit mir selber geschlossen, ich arbeite Donnerstag früh noch etwas (falls nötig) und fahre am Vormittag los, dann bin ich in etwas mehr als einer Stunde am Ziel und habe dann fast genau 2 Tage Zeit Vorort…das wird mir für die Erholung reichen.

Samstagmittag fahre ich dann direkt aus der Lüneburger Heide, an meinem Zuhause vorbei, nach Flensburg…denn am kommenden Samstag holen wir unser verschobenes Weihnachtsessen nach…so mit Weihnachtsgans, Rotkohl und Klößen. Das Wetter ist geradezu ideal dafür.

Sooo und bis zum Urlaub nächsten Donnerstag muss ich noch einiges fertig bekommen….das heißt viel Arbeiten und wenig quatschen – ich bleibe also die nächsten Tage wieder einmal im Homeoffice. Aktuell dürfen wir sooft und solange wie wir wollen remote arbeiten – wenn es uns hilft durch die Migration und die Abschlüsse zu kommen – und diese Regelung haben wir alle Drei in der letzten Woche auch intensiv genutzt.

Nun werde ich mir gleich noch meine Wanderschuhe anziehen und auch noch eine kleine Walkingrunde laufen…obwohl ich heute bereits viel Bewegung hatte. Aber ich glaube ich brauche das jetzt einfach.

Ruhe im Moor und eine Begegnung

Auf die Fahrt ins Pietzmoor hab ich mich echt gefreut.

Er dauert mit dem Auto nur ca. 1 Stunde und der Weg durch den Elbtunnel am Mittag war trotz des vielen Verkehrs unkompliziert.

Bei dem schlechten Wetter (bedeckt, leicht windig und eisig kalt) war der große Parkplatz am Schäferhof leer.

Ich hab mich im Auto erst einmal wetterfest umgezogen…und mit den letzten Vorbereitungen kam ein weiteres Auto auf den Parkplatz, fuhr ein paar Meter an mir vorbei und ein Mann – so Ende 50 – stieg aus.

Ich hatte die Mütze tief ins Gesicht gezogen, meinen Rucksack geschultert und machte mich auf den Weg. Der Mann blieb an seinem Wagen stehen, sah zu mir. Ich grüßte mit einem Moin und ging an ihm vorbei…höflich, wie ich nun einmal bin.

Er richtete das Wort an mich: Ich käme wohl aus Hamburg um hier im Moor meinem Stress zu entfliehen.

Eine merkwürdige Art ein Gespräch anzufangen…ich schaute ihn kurz an und entgegnete: So in etwa – möchte nur einen schönen Nachmittag hier verbringen…und lief weiter…so langsam kam ich dann auch in meinen Lauf-Rhythmus und eigentlich wollte ich mich nicht weiter unterhalten.

Aber der Mann war, trotz meines schnellen Schrittes, nicht weit hinter mir und als ich für ein Foto stehen bliebe holte er mich ein….und richtete wieder das Wort an mich….über das Eis auf dem Moorsee – welches ich gerade versuchte im Bild einzufangen:

hmmm…neee so hatte ich mir meinen Nachmittag hier nicht vorgestellt…ich versuchte es mit längerem wegdrehen und Stehenbleiben, um weitere Motive auszuloten….aber der Mann ging nur ein paar Schritte weiter…stellte sich dann an ein Geländer und sah auf den Moorsee und schien nicht die Absicht zu haben, weiter zu gehen.

Neee – also so wird das nichts mit meiner Ruhe hier …ich hab also den Turbo eingelegt und bin noch schnelleren Schrittes wieder an ihm vorbei gegangen…und den schnellen Schritt behielt ich für die nächsten 1-2 km bei… ich blieb nicht mehr stehen und schaute mich auch nicht um.

Ich hab lange Beine und kann große Schritte machen….irgendwann hatte ich das Gefühl, wieder alleine zu sein…und so war es auch…ich hab also meine Schrittgeschwindigkeit wieder auf Normalmaß verlangsamt und nun endlich konnte ich den Weg, die langsam aufklarende Aussicht und vor allem die Ruhe und kalte Luft so richtig geniessen…warm war mir inzwischen auch.

Nach der ersten Runde mit knappen 5 Km, kam ich wieder am Parkplatz an….der war wieder leer…also bis auf mein eigenes Auto. Prima – der Mann von vorhin hat also irgendwann kehrt gemacht und ist dann wohl weiter gefahren.

Irgendwie hat es mich erleichtert, der Mann wirkte zwar nicht unsympathisch…aber ich wollte eben keine Unterhaltung führen…ich war bei dem Wetter hierhin gekommen, um meine Ruhe zu haben…und mit Ruhe, meine ich wirklich Ruhe….ich wollte mich nicht unterhalten…ich wollte keine Gesellschaft.

Leider wird manchmal meine im allgemeinen freundliche Art zu anderen Menschen, mit echtem Interesse verwechselt.

In der Gewissheit nun wirklich alleine meinen Weg weiter gehen zu können, hab ich mich für eine zweite, kleinere Runde entschieden….und hab, wie immer, die vereinzelten Menschen, die mir dann doch begegneten, freundlich im Vorbeigehen gegrüßt – wie man das eben so macht, wenn man sich im Wald oder im Moor begegnet…das habe ich schon als kleines Kind gelernt. Man geht nicht wortlos aneinander vorbei.

Nach insgesamt knappen 8km kam ich dann wieder an meinem Auto an…jaaa das hatte gut getan…die Lüneburger Heide macht auch bei schlechtem Wetter Spaß…ich liebe die Landschaft, diese Ruhe und Weite….wenig Menschen….soooo fängt Erholung für mich an.

Wieder an meinem Auto angekommen, steckte am Türgriff auf der Fahrerseite ein großer Zweig mit zarten Blütenknospen von einem Strauch in der Nähe…da hat mir wohl der Unbekannte einen kleinen Gruß dagelassen.

Meine Fahrt ging dann weiter zu meinem 2. Zielort: Soltau….das war nur noch ein paar Km entfernt.

zäher Start in den Kurzurlaub

Der Weg bis zum tatsächlichen Urlaubsstart am Donnerstag, war dann noch zäh.

Kaum hatte ich das Gefühl, das es mal wieder im Job besser läuft, gab es Rückschläge…keine Großen, dafür viele Kleine.

Donnerstagmorgen wollte ich dann noch ein paar Dinge erledigen – so für ein besseres Gefühl von „ich kann jetzt getrost mal ein paar Tage aufhören mit Arbeiten“….

…doch es kamen jede Menge neue Dinge rein, die alle „mal eben“ hätten erledigt werden sollen

Und mit jedem neuen Ding wurde ich unruhiger und kam gar nicht so richtig in einen Arbeitsflow…

In dem Moment hab ich den Computer runtergefahren…das muss jetzt einfach mal warten. Immerhin ist heute bereits mein 1.Urlaubstag.

Den restlichen Vormittag hab ich also meine Reisetasche gepackt, die Wohnung etwas aufgeräumt und noch die Reste aus dem Kühlschrank in ein Mittagessen verwandet.

Immer noch total aufgedreht von der Arbeit, bin ich dann losgefahren: 1. Ziel das Pietzmoor bei Schneverdingen für eine schöne Wanderung durch das Moor.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung.

Gewicht eingependelt

Gestern Abend war es bereits kurz vor 22 Uhr und so hab ich mich für eine etwas kleinere Walkingrunde entschieden…es waren nur 3,6 km. Die Luft war herrlich kalt und alles war friedlich und ruhig.

Mir ging durch den Kopf, wie gut es mir doch (trotz des beruflichen Stresses) geht und wie wohl ich mich in meiner Haut fühle.

Seit mittlerweile 9 Monaten mache ich das Interfallfasten nach der Methode 16:8 und es ist Teil meines normalen Lebens geworden. Das fiel mir von Anfang an relativ leicht. Nachdem ich insgesamt 9 kg abgenommen hatte, hat sich mein Körper so nach und nach auf ein konstantes Gewicht eingependelt, was auch daran lag, das ich wieder mehr Lebensmittel zugelassen habe, wie zum Beispiel Nudeln oder auch ein paar Süßigkeiten.

Von den ursprünglichen 9kg Gewichtsverlust, sind 8kg dauerhaft verschwunden…ich schwanke immer so um 1kg, was ganz Normal ist.

Auch über die Weihnachtszeit und den Stress im Job, bin ich bei meinen neuen Essgewohnheiten geblieben, aber es gibt eben auch Ausnahmen. Wenn ich mal viel zu lange gearbeitet habe und mein „Zeitfenster“ für das Abendessen bereits geschlossen ist, na dann esse ich eben trotzdem noch…dann starte ich mit dem Essen am nächsten Tag eben etwas später.

Ich nehme es als Richtschnur, nicht als Gebot- das ich zwingend einhalten muss. Es bringt mich nicht um, wenn es eben mal keine 16 Stunden sind, sondern nur z.B. 14,5 Stunden.

Weiterhin bleibe ich dabei nicht zu frühstücken und esse ansonsten das, worauf ich Lust habe und was angeboten wird…gerade auf Dienstreisen: dann esse ich eben auch mal ein Steak oder einen Burger mit hausgemachter brauner Soße (also Soßen können die Dänen echt super lecker -und auch Fisch und Fleisch zubereiten).

Rotes Fleisch soll ich ja, wenn möglich, meiden…also kein Totalverzicht …und so esse ich solche Sachen eben genau dann, wenn ich ihnen sowieso nicht aus dem Weg gehen kann oder möchte.

Hauptzutat bei meinen Mahlzeiten bleibt weiterhin das Gemüse….Kartoffeln, Nudeln und Reis bleiben als Beilage dezent im Hintergrund. Dazu kommen regelmäßig Fisch und 1-2x in der Woche Geflügel auf den Tisch.

Und ich habe super viel Spaß daran neue Gerichte auszuprobieren, wie zum Beispiel: Burger aus Champignons und Zwiebeln oder Frikadellen aus Wirsingkohl und Kichererbsenmehl…das bin ich schon ganz gespannt drauf.

Der Rezeptvorschlag kam letzte Woche von einem Kollegen, der bei einem vegetarischen Kochkurs war und ihm hat die Wirsingkohl-Variante sehr gut geschmeckt. Genau nach solchen Rezepten suche ich, um einfach mal Gemüse „anders“ zu verarbeiten.

Ich habe inzwischen wieder ein entspanntes Verhältnis zum Essen, das finde ich schön. Also wichtig für mich ist: ich halte mein Gewicht jetzt schon seit ein paar Monaten und fühle mich super damit.