Wieder auf Reisen -Dienstlich

Es ist wieder einmal soweit, ich MUSS mal wieder reisen…die Teamleiter aus der Zentrale wollen mich noch vor Ende Juni „sehen“ – also ich fahre in den Norden Dänemarks.

Habe bei meinen Team-Kollegen nachgefragt, ob jemand auch Themen Vorort zu klären hat, aber nein der Controller will nicht, Kollegin Katrin hat private Termine und unser deutscher Teamleiter, will nicht ohne die Genehmigung des neuen GF fahren. Er wollte nachfragen – hat es aber auch 2 Wochen später immer noch nicht gemacht.

Hab meinem Chef also gesagt, ich bestelle den Mietwagen und buche für mich ein Hotelzimmer…weil ich muss zwingend Anfang Juni fahren, sonst wird mir das im zeitlichen Ablauf des Monats einfach zu spät. Er war einverstanden, das ich erst einmal nur für mich plane. inzwischen ist klar – er kommt nicht mit.

Auch nicht schlecht – dann fahre ich eben alleine. Hab also den Reiseantrag gestellt und Mietwagen, sowie Hotelzimmer bestellt. Hab auch ein Präsensmeeting mit den beiden Teamleitern Vorort eingestellt und einen Meetingraum reserviert. Alles reine Routine – das bringt mich nicht mehr aus der Ruhe….aber Lust habe ich nicht wirklich…das bedeutet mal wieder 2 Übernachtungen auswärts und insgesamt 2 verlorene Arbeitstage.

Ich fahre also jetzt Montagmittag los und komme Mittwochnachmittag wieder zurück.

Warum GENAU ich kommen soll, weiß ich nicht…immerhin kommunizieren wir viel über Mails und Teams….aber diese Abteilung (zu der ich ja halb gehöre) ist weiterhin im Umbruch.

Immer mehr einzelne Aufgaben werden den Controllern entzogen, und zentralisiert von einer oder zwei Person übernommen, die die Aufgabe dann für alle Controller übernehmen sollen und ich hatte meinen Unwillen dazu ja mal kund getan. Es macht mein Leben zumindest nicht einfacher…sondern umständlicher.

Auch ist eine meiner 2.Controller nun für mindestens 1 – 1,5 Jahren in Mutterschutz und Elternzeit…evtl. wollen sie hier auch einige Aufgaben „anders“ verteilen…obwohl ich ja schon vor einiger Zeit klar und deutlich gesagt habe, ich übernehme keine weiteren Aufgaben und ich tausche auch keine Firmen mehr…ich arbeite immer noch daran nach dem letzten Tausch, die Firmen auf Vordermann zu bringen.

Eine Kollegin meinte sie hätten jetzt an einer Teambuilding-Maßnahme teilgenommen und mussten so eine DISC-Test (im Deutschen heißt es DISG) machen. Vielleicht erwartet mich ja auch so ein Test.

Aber eigentlich gehe ich davon aus, das es gar keinen besonderen Grund gibt, mich in die Zentrale zu beordern. Denn eigentlich passt es der (Haupt-)Teamleiterin gar nicht…denn sie hat mir bereits mitgeteilt, das sie meinen auf 2 Stunden angesetzten Termin (ihr Terminkalender war da noch komplett frei – als ich das eingestellt hatte) auf 1 Stunde gekürzt hat…sie hätte „andere Termine“ und ich könne mir ja ein anderes Zeitfenster an dem Tag aussuchen…nur das ihr Kalender inzwischen ziemlich ausgebucht ist.

Auch hat sie mir am 30.05. auf meine Mail vom 30.03. geantwortet, in dem ich dringend um Erläuterungen für die Handhabung des 1.Quartalsabschluss bat – vor 2 Monaten. Sie war jetzt der Meinung, das können wir nächste Woche ja besprechen.

Ich musste laut auflachen: der 1. Quartalsabschluss war ja Anfang April bereits abzugeben. Inzwischen weiß ich ja aus anderer Quelle, wie diese neuen Quartalsabschlüsse auszusehen haben…also besteht keine Notwendigkeit mehr, das JETZT zu besprechen.

Nun gut – ich nehme es also locker und werde mir dann, wie immer, meine Gesprächspartner vor Ort suchen…mal sehen wer überhaupt da sein wird und etwas Zeit hat. Ich habe ja inzwischen mit vielen Abteilungen zu tun und da gibt es immer Gelegenheiten, sich mal wieder auszutauschen.

Spontan fallen mir da 4-5 Kollegen ein, wo sich ein Gespräch für mich lohnen würde.

In Gold getaucht

Aber es gibt ja auch noch schönere Dinge, als nur die Firma.

Nach einer Woche mit viel Regen, Gewitter und Sturm, haben sich die Felder rund um Quickborn, wieder etwas erholen können….und gestern so um 21 Uhr war ich wieder auf meiner Walkingrunde unterwegs und es war ein sehr stimmungsvoller Abend…dazu war es windstill und unglaublich ruhig…eine tolle Atmosphäre lag über der ganzen Szenerie

Das Roggenfeld war vom Licht der Abendsonne strahlend Gold überzogen und dazu dann dieser Wolkenhimmel:

was für ein friedvoller Abend

Ich habe in den letzten Wochen auch wieder öfter mit dem Rentner aus Hessen telefoniert (die Beiden sind aktuell In Potsdam in Urlaub) und auch mit meinem ehemaligen Tanzpartner (dem geht es zum Glück auch gerade richtig gut) habe mit ehemaligen Kollegen aus Hessen per Whatsapp kommuniziert und auch mit Schwester +Schwager. Sowie mit meiner ehemaligen liebsten Kollegin aus Brandenburg (die war gerade in Norwegen in Urlaub).

Auch im Job nehme ich mir Zeit und quatsche wieder mit den mir wichtigen Kollegen, die ich in der letzten Zeit eher selten gesehen und gesprochen habe.

Ich bin also wieder in einer etwas kommunikativeren Phase und versuche diese aktiv zu nutzen, auch wenn das bedeutet, ich muss länger bleiben, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen – aber das ist es mir momentan echt wert.

Das der Controller geht, das weiß außer unserer Abteilung, dem HR und der Geschäftsleitung aber noch niemand.

Endlich – die Entscheidung

Und dann endlich hab ich mit dem Controller über Teams sprechen können. Er wirkte ganz ruhig, aber leicht angespannt…

…nun er hat jetzt den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und wird bei uns kündigen.

So – nun ist es endlich raus. Diese Unsicherheit, wie es weiter geht, hat nun endlich ein Ende. Er wird noch bis Mitte Juli arbeiten und dann mit Überstunden und Urlaub zusammen offiziell Ende August aus der Firma ausscheiden.

Ich war nicht überrascht….immerhin setze ich mich mit dem Thema schon seit vielen Wochen/Monaten auseinander und bin nur erleichtert, das wir jetzt wissen, woran wir sind. Es hat mich schon so viele Nerven gekostet, das ich jetzt weder wirklich traurig oder tief betroffen bin. Ich bin auch nicht froh das er geht. Erst einmal nur erleichtert, das es eine Entscheidung gibt.

Ich glaube es hat ihn etwas getroffen, das ich so gefasst auf seine Neuigkeit reagiert habe. Ich bin ja nah am Wasser gebaut – mir kommen immer so leicht die Tränen, wenn mich etwas seelisch berührt. Hab ihm auch alles Gute gewünscht für seinen neuen Job und ihm auch gesagt, das ich ihn verstehe und er dann endlich diese strukturelle Unzufriedenheit hinter sich lassen kann….ich es aber schade finde, immerhin haben wir uns meistens wirklich gut verstanden und auch gut zusammengearbeitet…er war ja auch bei meinem Bewerbungsgespräch „damals“ mit dabei. Und abseits von Firmenthemen, haben wir uns immer sehr gut miteinander unterhalten können. Unsere Fahrten zur Firmenzentrale waren auch immer sehr angenehm.

Das sich seine Unzufriedenheit in den letzten 1,5 – 2 Jahren immer weiter gesteigert hat und er uns mit seiner Lustlosigkeit und teilweise merkwürdigen Aktionen und Äußerungen, das Leben oft schwerer als notwendig gemacht hat, heißt ja nicht , das er nicht auch ein lieber Kerl ist. Also ich wünsche ihm wirklich alles Gute.

Ich finde das ist jetzt die richtige Entscheidung, für ihn und uns, das er geht. Er kann woanders noch einmal neu Anfangen (und ich weiß aus eigener Erfahrung wie gut das sein kann) und wir können versuchen langfristig etwas mehr Ruhe in die Firma zu bringen. Aber erst einmal kommt eine weitere unruhige Zeit auf uns zu….ich hoffe unser neuer Teamleiter schmeißt jetzt nicht hin….DANN wird es kritisch.

Kollegin Katrin hat auf die Nachricht des Controllers fast panisch reagiert, weil sie vermutet, das jetzt alles an ihr hängen bleibt….aber Fakt ist, der neue Teamleiter ist jetzt gefragt, muss jetzt kurzfristig alles vom Controller lernen und übernehmen, was dieser an Aufgaben hat….während er gleichzeitig einen neuen Controller suchen muss. Alle anderen geplanten Aufgaben für den Teamleiter müssen jetzt erst einmal warten. Ich hab auch sofort die eine Firma wieder zurück genommen, die ich ihm erst letzte Woche übergeben habe – er wird keine Zeit dafür haben. Er war etwas zerknirscht und wohl auch ein bisschen erleichtert über mein Angebot.

Ich hatte mit dem Teamleiter auch eine Unterredung wegen Katrin, denn ihr geht es momentan nicht so gut mit der Entscheidung des Controllers und habe unseren Chef vorsichtig gebeten, sie doch etwas zu bestärken, das sie nicht mehr belastet sein wird. Er hat es verstanden und sieht es genauso wie ich auch…sie braucht jetzt etwas emotionale Unterstützung.

Als erste Maßnahme haben wir am Mittwoch zu Dritt (ohne den Controller) beschlossen, das Kollegin Katrin zu mir ins Büro kommt.

Damit ist sie aus der Schusslinie – denn sie reagiert jetzt auf Äußerungen des Controllers zunehmend emotional, fühlt sich schnell angegriffen und von ihm provoziert.

Was ich verstehen kann, denn der Controller neigt gerade dazu, sich fast gehässig lässig zurück zu lehnen und sagt dann solche Sachen wie: damit habe ich ab jetzt NICHTS mehr mit zu tun, das ist euer Problem und grinst dazu noch breit. Mit solchen Äußerungen bringt er natürlich alle gegen sich auf.

Und es stimmt ja auch nicht, noch arbeitet er hier und noch muss er auch seine Arbeit selbst verantworten. Der Teamleiter wechselt damit zum Controller ins Büro…das ergibt in dieser Situation sowieso mehr Sinn. Hier muss die Lernkurve unseres Teamleiters jetzt steil nach oben gehen.

Hoffentlich geht das gut.

Die  „144“-Challenge

(Achtung ! nur langweiliges Arbeitszeugs )

Montagvormittag wollte der Controller mit mir telefonieren, ich hatte es nicht gesehen und dann hatten wir auch schon eine Anwender-Online-Schulung für eines unserer Module in der neuen Software.

Wie immer war unser Fazit nach der Schulung komplett unterschiedlich: Ich konnte durch die Schulung mein Wissen festigen und letzte Unklarheiten beseitigen und der Controller meinte hinterher: er hätte es nicht gut gefunden und nichts für sich daraus mitnehmen können. Er könne so immer noch keine Debitoren-Rechnungen schreiben. Dabei ist das bereits die insgesamt 3.Schulung zu dem Thema und ich fühle mich gut geschult – stecke ich doch aktuell in meiner „144“-Rechnungs-Challenge .

Dabei steht die „144“ stellvertretend für alle Rechnungen, die ich einmal im Jahr, in einer einzelnen Gesellschaft erzeugen muss. Die Anzahl 144 ist dabei nicht mehr aktuell, es ist die Zahl vom Vorjahr – aber da sich gerade eine Menge hin-und her in den Gesellschaftsbeziehungen ändert, weiß ich die diesjährige Zahl noch nicht genau…ich bin mit dem Kontrollieren und Abarbeiten der Mails aus unserer Rechtsabteilung zu dem Thema, noch nicht fertig. Alle paar Tage kommen Neuigkeiten, denn auch die Rechtsabteilung muss einen Rückstand mit den Eintragungen im Handelsregister aufarbeiten und ich muss in den HR-Auszügen immer kontrollieren ob und wie es „meine“ Gesellschaft betrifft und ob und wie jeder entsprechende Vertrag angepasst wurde, ob welche komplett rausgefallen sind oder ganz Neue dazu kommen, die sich auf meine Rechnungsstellung auswirken.

144 ist also nur eine Art Platzhalter und soll signalisieren: es bleibt noch eine Menge Arbeit, für all diese Geschäftsbeziehungen in neuen System die „Vertragsdaten“ und „Verkaufsaufträge“ anzulegen, diese mit den individuellen Daten zu füllen und dann daraus Rechnungen zu generieren.

Die IT hat mir in der Schulung angeboten, zumindest das Anlegen der Aufträge über eine, mir nicht zugängliche, Funktion automatisiert zu übernehmen wenn ich eine Excel-Datei mit den notwendigen Daten zur Verfügung stelle. Nichts leichter als das, einzig meine seit Jahren bestehende Excel-Liste hilft mir dabei, nicht den Überblick zu verlieren.

Die ersten knappen 20 „Subscription Billing Schedules“ habe ich selber angelegt, daraus die „Sales Order“ generiert und daraus dann die Rechnungen erzeugt und cross-Company (auf beiden Seiten) verbucht. Wenn das erst einmal überall reibungslos funktioniert – dann ist das eine gute Sache.

Ich konnte somit innerhalb von ein paar Stunden auch gleich die Zahlungen bei den Rechnungs-empfangenen Gesellschaften, die ich betreue, auslösen. Das ist dann mal richtig effizient. Aber noch läuft nicht alles rund…es fehlen immer noch an einigen Stellen die richtigen Einstellungen im System.

Das Erzeugen von „echten“ Online-Rechnungen“ also die mit strukturiertem Datensatz im XML-Format, anstatt eines einfaches PDF (seit 2025 eine Pflicht – allerdings mit langen Übergangszeiten) klappt auch noch nicht überall reibungslos und es kommen immer noch Fehlermeldungen, die auch die IT nicht versteht.

Einen weitaus größeren Schwung von knapp über 100 Vertrags-Daten, habe ich dann in der Excel-Datei an die IT geschickt, werde aber erst nächste Woche eine Rückmeldung bekommen…die hatten gestern ein Teamevent und nun 2 Feiertage.

Die restlichen, aktuell noch unklaren, bzw. in Änderung befindlichen Gesellschaften mache ich dann bis Mitte Juni fertig….so das ich bis zum 30.06. hoffentlich ALLE Rechnungen für diese Gesellschaft fertig haben werde.

Challenge accepted

Einladung in die Elbphilharmonie

Die Woche verlief ansonsten ruhig und geordnet – eine Wohltat für meine Seele.

Meine Schwester ist sehr zufrieden mit ihrer nun dauerhaft reduzierten Wochenstunden-Zahl. Das Arbeiten macht ihr sogar wieder Spaß. Mein Schwager ist momentan auch zufrieden mit der noch ein paar Monate andauernden „Maßnahme“ der Rentenversicherung. Finanziell pendeln die Beiden sich gerade wieder etwas ein.

Die Beiden haben mich für Anfang Oktober in die Elbphilharmonie eingeladen, es gibt ein Orgelkonzert im Großen Saal von Iveta Apkalna u.a. mit der „Chaconne / aus: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 von Johann S.Bach“ – das ich bisher nur mit Geige kenne – mir aber sehr gut auch auf einer großen Orgel gespielt vorstellen kann.

Viele Werke von J.S.Bach haben mich im Laufe meines Lebens begleitet und sind immer noch positiv besetzt. Ich habe früher im Kinder-Kirchenchor (evangelische Gemeinde in einer Kleinstadt) gesungen.

Als ich älter wurde, dann in der Stadtkantorei, wo wir zusammen mit der Chorgemeinschaft einer Nachbarstadt, auch größere Auftritte hatten u.a. mit der Matthäus-Passion und dem Weihnachtsoratorium von Bach.

Und die „Brandenburgischen Konzerte“ oder auch das „Konzert für 2 Violinen“ (damals noch auf Schallplatte aus dem Schrank meines Vaters) haben mich über so manchen Kummer in meiner Jugend hinweg getröstet.

Mit dieser Musik fühle ich mich heute noch geborgen und sie hat mir mehr geholfen, als die Kirche es jemals konnte. Ich singe aber seit vielen Jahren schon nicht mehr in einem Chor…meine Stimme hat sich mit dem Erwachsen-Werden verändert.

Die alten Partituren aus der Zeit im Chor, sind leider dem Wasserschaden im letzten Jahr zum Opfer gefallen. Das ist schade, aber auch wiederum okay…ist ja schon Ewigkeiten her.

Heute bin ich überzeugter Atheist…aber die Liebe zu dieser Musik ist geblieben.

Die Einladung zu dem Konzert ist ein Dankeschön der Beiden für meine andauernde Unterstützung in den letzten Jahren…das ist eine schöne Geste, über die ich mich riesig freue.

…kleben am Fliegenfänger…

…wir warten immer noch.

Jetzt sind inzwischen schon 2 Wochen vergangen und der Controller hat sich immer noch nicht entschieden ob er bleibt oder geht.

Das nervt, weil wir im Moment mit unserem neuen Teamleiter KEINE wirklichen Entscheidungen, über unsere zukünftige Aufgabenverteilung innerhalb des Teams, treffen können.

Wir werden quasi ausgebremst – gelähmt. Hier ein Beispiel: Soll ich dem Teamleiter jetzt wirklich eine meiner Firmen komplett übergeben – also ganz offiziell, mit allen Änderungen, die dann vorgenommen werden müssen?….Hmmm nein, also lieber nur „halb“. Er übernimmt die Firma jetzt, aber unter meinem Namen…quasi wie eine Vertretung. Zumindest vorläufig. Das ist für uns Beide nicht befriedigend – aber notwendig.

Denn wenn der Controller geht – dann wird der Teamleiter keine Zeit mehr dafür haben…weil dann haben wir ganz andere Probleme und ich müsste die Firma dann wieder zurück nehmen usw. usw.

Inzwischen ist wohl herausgekommen, das der Controller (zumindest bis Anfang dieser Woche) noch gar keinen neuen Abeitsvertrag vorliegen hatte…da verzögert sich wohl etwas. Eine andere Variante wäre: er hat einfach versucht mehr Geld von unserem Arbeitgeber zu bekommen….Keine Ahnung – ist natürlich alles Spekulation. Angeblich will er sich jetzt DIESES Wochenende entscheiden.

Nun es gibt da ein Indiz, das sich da eine Entscheidung anbahnt….aber nur ein ganz kleines.

Der Controller hat nur ein einziges Smartphone, welches er beruflich und privat nutzt. Das war früher in der Firma so üblich, wird mittlerweile aber nicht mehr so gerne gesehen…die meisten von uns besitzen also 2 Mobiltelefone: ein Privates und ein Berufliches. Der Controller ist bei dem Einen geblieben.

Mit meinem Privathandy hab ich über Whatsapp Kontakt zum Controller, genauso wie zu anderen Kollegen. Soweit nichts besonderes.

Aber Whatsapp hat mich heute Morgen informiert, das der Controller eine neue Handynummer hat, ob ich die Nummer speichern möchte. Das war eher zufällig, das ich das gesehen habe.

Ich weiß, das sich seine berufliche Mobilfunk-Nummer nicht geändert hat, also hat er jetzt mit der zweiten Nummer auch ein privates Smartphone.

Warum die Änderung gerade jetzt? Nun – das ist dieses kleine Indiz – kein Beweis – aber ein Indiz, das er tatsächlich gewillt sein könnte, die Firma zu wechseln. Denn dann würde diese kleine Änderung einen Sinn ergeben.

Es kann natürlich auch ganz anders sein….es ist und bleibt Spekulation…ich hoffe, das wir bald endlich wissen, woran wir sind..

Egal ob gehen oder bleiben: wir brauchen die Entscheidung, damit nicht jede Diskussion wie Fliegen am Fliegenfänger kleben bleibt und dort verendet. So kommen wir keinen Schritt voran.

Tagesausflug: Helgoland – mit emotionalen Startschwierigkeiten

Letzten Samstag ging es zum 2.Mal in meinem Leben nach Helgoland…per Schiff von Büsum aus – Abfahrt 9:30 Uhr.

Das hieß sehr früh aufstehen…denn ich musste ja erst einmal von Quickborn nach Büsum kommen. Das dauert so ca. 1 1/4 Stunden mit dem Auto, dazu 1/2 Stunde extra Zeitpuffer, den man immer mit einrechnen sollte, für Unvorhergesehenes auf den Straßen und sei es nur ein Rückstau oder eine extra Pinkelpause.

Wir hatten auf dem Schiff Frühstück/Abendessen mit gebucht, denn nur so bekommt man auch sicher einen Tisch auf dem großen Schiff. Das letzte Mal waren wir im Spätsommer da und da war es ein Glück, das wir vorbestellt hatten…das Schiff war proppevoll, das wir uns einen 6er Tisch mit Anderen teilen mussten…aber die waren richtig nett.

Dieses Mal war das Schiff sogar ziemlich leer…prima – also im Mai fahren macht mir damit auf jeden Fall mehr Spaß. Da das im Preis enthaltene Frühstück aber nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprach (1 Tasse Kaffee, 1/2 Weizen-Brötchen mit Butter und belegt mit Salami und 1/2 Brötchen mit Käse) hatte ich für uns 3 vorgesorgt und extra Brote geschmiert. Meine Schwester isst normalerweise keine Weizenbrötchen, wir beide essen keine Salami und Emmentaler ist auch nicht so mein Geschmack. Einzig mein Schwager isst alles das und hatte daher ausreichend Essen zur Verfügung.

Deshalb hatte ich vorsorglich vom Bäcker ein Dinkel-Kürbiskernbrot gekauft und entsprechend unserer Vorlieben belegt. Wir haben es uns dann schon an Bord gut gehen lassen und die 2,5 Stunden Überfahrt nach Helgoland war dann auch richtig schön. Während viele Andere die Zeit mit Kartenspielen (Familien) und Wett-Trinken (männlicher Junggesellenabschied) verbracht haben, haben wir uns unterhalten. Schwester+Schwager hatten viel zu erzählen und auch ich war in Redelaune, was gut passte.

Der Beginn unseres Ausflugs war jedoch schwierig: Meine Schwester war extrem angespannt, schrill schon bei der Begrüßung und sie pflaumte ständig meinen Schwager in einer aggressiven Art an, das schrillten sofort alle Alarmglocken bei mir….ohhh nein – nicht schon wieder. Ich habe sie dann ein paarmal in den Arm genommen und versucht sie zu beruhigen….später musste ich noch ein-zweimal an sie appellieren, wo ist das Problem, entspann Dich doch bitte…es ist Wochenende, die Sonne scheint, wir sind auf einem Schiff und auf dem Weg zu einem schönen Ausflug – kein Grund aggressiv zu sein, kein Grund sich aufzuregen…alles ist doch in Ordnung.

Als meine Schwester Kaffee-Nachschub holte, fragt ich meinen Schwager, ob das wieder öfter vorkommt…er war ganz geknickt: Jaaa – leider. Er bleibt dann ruhig und sagt auch nichts zu ihr…ich möchte aber, das er ihr zwischendurch mal Einhalt gebietet…das sie es selber merken kann…so das sie wieder da raus kommen kann.

Seit ihrer ersten Herz-OP vor ein paar Jahren, kommt das immer wieder…es ist eine zeitweilig aufkommende Veränderung ihres Wesens, bei der sie dann auf jede Kleinigkeit emotional „über“-reagiert und sie ist sich dessen gar nicht bewusst. Es geht bei ihr dabei von einem Extrem ins Andere.

Vor allem diese keifende Wut die schon bei Kleinigkeiten, die sie stören, in der Stimme zu hören ist, die macht mir Sorgen. Das ist echt erschreckend. Wir haben dann eine Weile geredet und sie hat sich dann auch endlich entspannt…so war der Tag dann auch plauderhaft schön.

Wir hatten einen losen Plan für den Tag…mein Schwager wollte gerne eine Rundfahrt um die Insel mit den Börte-Booten machen…ich wollte Knieper (Taschenkrebse – die Spezialität auf Helgoland) essen….meine Schwester wollte nach Parfüm schauen.

Helgoland gilt als steuerliches Ausland und unterliegt damit nicht dem Steuerrecht der EU, was bedeutet das die Waren nicht nur ohne Zoll, sondern auch ohne MWST angeboten werden…aber wie bei jedem zollfreien Einkauf, muss man auf die Mengen achten, die man zollfrei nach Deutschland „einführen“ darf.

Wer das noch von früher mit den Butterfahrten kennt, kann sich damit ein Stück Nostalgie zurück holen…nur das man die Ware nicht auf dem Schiff selbst, sondern direkt auf der Insel kauft.

Bei einem Aufenthalt von „nur“ 4 Stunden muss man sich seine Zeit also gut einteilen. Wir kamen um kurz nach 12 Uhr auf der Insel an….sind dann an den schönen bunten Häuschen am Hafen entlang geschlendert bis zum Bootssteg für die Ausflüge…okay um 14 Uhr geht das nächste Börte-Boote, 1 Stunde dauert die Rundtour um die Insel.

Also sind wir weiter geschlendert, haben uns ein paar Läden von innen angeschaut (vor allem nach Parfum und Alkohol geschaut)….und dann haben wir uns in einem kleinen Restaurant niedergelassen, das die Taschenkrebse anbot…okay -wie schön es gibt sie doch schon.

Wir haben also mit Hilfe des Kellners 2x 800G / 1x 500G Knieper bestellt, dazu gab es WEißbrot und 2 verschiedene Dips. Das klingt nach viel, aber die Ausbeute an Krebsfleisch bleibt dabei überschaubar…

Zum Glück waren die Kebse schon geknackt. Es gab also keine Zangen für uns, dafür eine Art schmale, lange Gabel zum rauspulen des Krebsfleisches.

Ich war überrascht wie aromatisch das Fleisch schmeckt und kann es geschmacklich mit nichts vergleichen. Mir hat es gut geschmeckt und ja es nimmt viel Zeit in Anspruch, das kleinteilige faserige Fleisch raus zu pulen. Langsam Essen ist ja eh gesund und wir waren auf jeden Fall gesättigt- obwohl es wirklich nicht soo viel war.

Der Teller oben dazu noch Brot und die Dips war 1 Portion und kostete dann auch 39,95 Eur. Die Bedienung meinte, es wäre auch eher eine Vorspeise. Mir war es das wert, denn ich wollte das unbedingt einmal probieren und meine Familie hatte ich dazu eingeladen.

Dann sind wir schon wieder zum Bootsanleger geschlendert und los ging die Fahrt rund um die Insel. in dem offenen Börte-Boot schaukelte zwischenzeitlich ganz gehörig… ENDLICH hab ich mal wieder gespürt auf dem Wasser zu sein…ich mag Seegang und der Wind tat sein übriges…

Während der Rundfahrt um die Insel wurde uns viel erklärt…das war kurzweilig und sogar spannend. Nach der Rundfahrt ging es dann noch einmal durch ein paar Geschäfte um jetzt die vorher gesichteten Parfum- und Alkoholflaschen zu kaufen und dann war es auch schon wieder Zeit zum Schiff zurück zu schlendern.

Jaa dieses Mal blieb keine Zeit um nach ganz oben auf die Insel zu gehen und die weite der Natur zu sehen und zu spüren (wegen des Winds)…aber das wussten wir im voraus. Deshalb sind wir ja ein zweites Mal hierhin gefahren, um das zu machen, für das wir beim ersten Besuch keine Zeit hatten.

Zufrieden ging es wieder zurück zum Schiff und nach weiteren 2,5 Stunden Fahrt kamen wir wieder in Büsum an…zwischenzeitlich gab es dann noch auf dem Schiff das Abendessen (wir hatten Labskaus vorbestellt, das war reichlich und lecker).

Wir haben uns auf dem Parkplatz dann voneinander verabschiedet und wissen schon jetzt, das wir noch ein 3. Mal hinfahren „müssen“, um die ehemaligen Luftschutzbunker / Festungsanlagen zu besichtigen. Ich habe gelesen das es auf ca. 14km unterirdische Anlagen gibt. Ein Teil davon ist ein Museum, das 1stündige Führungen anbietet.

Außerdem wollen wir das nächste Mal den Katamaran von Büsum aus nehmen. Der ist zwar teurer, dafür braucht er nur 1,5 Stunden und es ist bestimmt ein tolles Erlebnis.

Warten auf die Entscheidung

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Und schon seit Wochen traktiert uns der Controller wieder mit seinen Abwanderungsplänen…er hatte also ein 1.Gespräch, ein 2.Gespräch und die letzten Einzelheiten wurden lt. seiner Aussage auch geklärt, der Vertrag liegt vor und anstatt jetzt (endlich) einfach zu unterschreiben und bei uns zu kündigen, hüllt er sich in eine Art komatöses Schweigen.

Einzig unseren neuen Teamleiter hat er auf den gleichen Stand gebracht…also ob er nun kündigt oder nicht und das er sich jetzt entscheiden will.

Letzten Freitag, nachdem alle gegangen waren, hatte ich noch ein Gespräch mit dem Controller…er solle sich gut überlegen was er nun macht, ob er die Sicherheit hier, gegen etwas Neues dort eintauschen möchte. Er möchte einen Neuanfang…denn kann er aber bei uns nicht auf die Weise bekommen, wie er es gerne hätte. Er wollte am Wochenende gründlich darüber nachdenken und sich entscheiden.

Montag war er dann kurzfristig im Homeoffice und keiner hat etwas zu dem Thema von ihm gehört…Dienstag war er mit den anderen Beiden im Büro = und wieder nichts.

Mittwoch nun hatten wir ein Teammeeting Vorort….also jetzt muss er doch mal mit einer Entscheidung kommen…aber nein – wir saßen fast 2 Stunden zu Viert im Meetingraum und er hat NICHTS dazu gesagt.

Das ist unfair uns allen Gegenüber…dann hätte er auch im Vorfeld die Klappe halten können, so hat er uns alle in Aufruhr gebracht…nun warten da zwei Kollegen und ein Teamleiter auf seine Entscheidung….und er sagt einfach nichts.

Katrin und ich hatten schon am Montag beschlossen: also WIR fragen ihn jetzt nicht danach…da muss er schon auf uns zukommen.

Mittwochnachmittag ist mir dann allerdings der Kragen geplatzt und ich hab unseren Teamleiter direkt angesprochen, ob sich der Controller jetzt mal bei Ihm festgelegt hat, so von wegen Kündigung oder nicht.

Unser Teamleiter war ehrlich entsetzt, das auch ICH schon im Vorfeld davon wusste…und hat anschließend auch so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert, was er mit der Firmenzentrale so zu dem Thema gehört, bzw. besprochen hat….das geht mich ja eigentlich nichts an…aber Fakt ist: auch ihm Gegenüber hat sich der Controller noch nicht erklärt.

Eine Aussage war dann aber auch, finanziell wird sich die Firma „nicht erpressen“ lassen, dafür hat sich der Controller bei einigen Leuten in den letzten Monaten zu unbeliebt gemacht…und beim letzten Mal als er ja auch einen unterschriebenen Vertrag vorgelegt hat, hat man ihm mit einem Zuschlag beim Gehalt, halten können.

Das ist dieses Mal gar nicht mehr das Ziel, in zu halten. Wenn er gehen will, dann soll er gehen. Das wäre evtl. für alle Seiten das Beste, auch wenn die Firma dadurch eine Menge Spezialwissen verlieren würde…es gibt bestimmte, sehr spezielle Regelungen in unser deutschen Hauptfirma, mit denen ich nie etwas zu tun hatte…das ist schon ein sehr spezielles Geschäftsmodell, das mit der Zentrale in DK stark verwoben und eher undurchsichtig erscheint.

Da könnte ich also gar nicht helfen. Ich habe dafür mir dafür, durch meinen Firmen, anderes Sonderwissen angeeignet und ich kenne von uns Vieren die neue Buchhaltungs-Software aus dem Tagesgeschäft am Besten. Hier könnte ich ebenso helfen, wie bei organisatorischen Dingen…und Katrin hat ja auch einen großen Teil schon bei der Migrationsarbeit übernommen, was eigentlich der Controller hätte machen sollen. Sie hat schon mal einen 3/4 Überblick über die Hauptfirma – bis auf diese interne Verrechnungslogiken.

Wir sitzen also wie auf heißen Kohlen. Denn bei unseren kurzen Kündigungsfristen muss dann natürlich schnell für einen Ersatz gesorgt werden…und der Teamleiter ist auch schon mit dem HR dabei eine Stellenanzeige online zu stellen. Für gute Leute muss man eben frühzeitig suchen oder eben evtl. lange auf Jemanden warten…also wird schon mal vorsorglich mit der Suche gestartet. Absagen kann man dann das Ganze immer noch.

Inzwischen ist das bereits das 3x das der Controller auf dem Absprung ist…ich hoffe für ihn (und uns) das er es dieses Mal schafft.

Ich habe das bisher nur einmal gemacht…und ich habe mich dann, sogar noch vor der Zusage, gegen einen Firmenwechsel entschieden. Die Zusage kam dann einen Tag später…aber da hatte ich mich ja bereits entschieden: ich bleibe wo ich bin. Das heißt aber auch, ich muss mich mit den Gegebenheiten abfinden und ich lerne tatsächlich täglich mehr, damit umzugehen.

Mein Stresslevel sinkt trotz allem weiter…in dieser Woche habe ich mit dem Chance-Team, die Migrations-Daten für das letzte Modul interhalb der Software fertiggestellt…die Daten stehen zum Testen bereit…nur ich komme nicht auf unser Testsystem…seufz….jaja es läuft immer noch nicht alles rund. Jeden Tag ist irgendetwas was nicht oder nicht mehr funktioniert…die reinste Wundertüte.

Außerdem habe ich jetzt angefangen für die letzten Gesellschaften die „Adjustments“ im neuen System nachzubuchen…und in den nächsten Tagen gebe ich eine Gesellschaft an den Teamleiter ab, damit er auch diesen Teil der Arbeit in der Praxis erlernen kann. Bei mir geht es also in die richtige Richtung.

Aber ich habe genügend andere Sorgen, denn die beiden Gesellschaften, die ich von den dänischen Kolleginnen übernehmen musste, die machen viel Arbeit und noch mehr Sorgen…da werde ich noch Monate brauchen, um den alten Kram aufzuarbeiten und diese Firmen auf ordentliche Füße zu stellen.

Und zwei meiner bisherigen Gesellschaften, die bisher ohne nennenswerten Geschäftszweck, so vor sich hin dümpelten, wurden nunmehr neue Projekte zugewiesen…d.h. hier ist jetzt auf einmal auch mehr zu tun, weil z.B. ein Projekt eingekauft wurde.

Also muss wieder alles angepasst werden….wieder rennt man hinter Firmenänderungen, neuen Bankkonten, Unterschriften und Verantwortlichen her und hofft immer, das alles irgendwie doch gut geht – wie bisher auch hahaha…so läuft das bei uns: einfach mal machen und dann sehen wir, wie weit wir damit kommen.

Verlasse Dich nicht auf andere…mach einfach selbst. Das ist zwar eigentlich gar nicht meine Arbeit…aber als „Project-Controller“ bleibt einem nichts anderes übrig. Wir alle wissen, das ist genau der Bereich in dem es immer noch keinen funktionierenden Workflow gibt…es gibt zu viele Abteilungen und zu wenig Kommunikation und wir Controller sind da die einzige Schnittstelle, wo ja alles zusammenlaufen muss.

Also bleibt uns gar nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden um einiges ans Laufen zu bekommen…denn bald schon schreien die ersten Projektplaner nach der Bezahlung erster Rechnungen.

Vom Legal hab ich bereits eine Rechnung über einen sehr hohen Betrag erhalten….dafür müssen aber erst einmal die Voraussetzungen in unserem System geschaffen werden…und all das, was da nötig ist darf ich gar nicht mehr selber anlegen, sondern das machen verschiedene Abteilungen in der Zentrale. Ein Hoch auf die Dezentralisierung einzelner Arbeitsschritte (eine der Kröten die ich schlucken musste).

Und das war ich tatsächlich anlegen dürfte…das kann ich gar nicht…das hat man mir vor 8 Monaten in der Schulung am Ersten Tag einmal gezeigt….das weiß ich doch jetzt nicht mehr….hihihi…aber die Kollegin aus der Zentrale, hat es mir auf die Schnelle eingerichtet ….puh – eine Sorge weniger.

Ruhiger Freitag mit HO-Gedanken

Mit dem Freitag im Büro, konnte ich tatsächlich auf eine sehr schöne Woche zurück blicken.

Ja auch meine Arbeit bringt mir endlich wieder ein Stück Normalität – und damit auch wieder mehr innere Ruhe. Nein – es ist nicht alles gut – aber auf jeden Fall geht es wieder aufwärts.

Freitag saß ich also zusammen mit meinem neuen Teamleiter im Büro und ja es war auch ein schöner Arbeitstag. Wir waren überhaupt die einzigen Beiden auf unserer Etage….ich habe ihm wieder ein paar Dinge gezeigt und erklärt… den Rest der Zeit hat er halbwegs still vor sich hingearbeitet (leider murmelt er gerne vor sich hin)- zwischendurch haben wir uns locker unterhalten, dann wieder gearbeitet.

Für seine Meetings und Telefonate, die mich nichts angingen, hat er den Raum verlassen – er hat mich vorher gefragt ob es mich stören würde, wenn er die Teams-Meetings in unserem Büro abhält – ja es stört mich akustisch und vor allem gehen mich die Inhalte nichts an …also ist er in den Meetingraum gegangen. So kommen wir also klar miteinander.

Was ich auch als positiv wahrnehme: er schreibt sich auf, was ich ihm erkläre und schreibt es anschließend für sich ins Reine…am Freitag hatte er zu einem Thema eine Rückfrage…das fand ich gut – d.h. er beschäftigt sich mit dem Thema und legt es nicht einfach zur Seite.

Er fand es etwas ungewöhnlich, das ich an einem Brückentag ins Büro komme…hahaha. Na ich hatte ja schon vorher frei und arbeiten muss ich ja auch mal. J

etzt denkt er zumindest darüber nach, ob er nicht selber mal einen Homeoffice-Tag nimmt. Vor ein paar Tagen meinte er noch, er sei nicht so der Homeoffice-Typ, aber die 1 Stunde Arbeitsweg mit der S-Bahn, würde er sich schon gerne mal sparen. Er hätte nicht gedacht, das er so lange braucht, um ins Büro zu kommen. Von mir aus kann er gerne regelmäßig freitags ins Homeoffice gehen.

Mittwochs ist jetzt bei uns immer Team-Tag…d.h. wir haben regelmäßig mittwochs ein Präsenzmeeting im Büro. Ja das ist okay – auch für mich.

Händischer Typ

Den 1. Mai habe ich dann in aller Gemütsruhe verbracht….es war ja warm – also mir viel zu warm mit über 25 Grad…und so habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr meinen Sonnenschirm aufgespannt.

Zum Glück hatte ich schon einen Tag zuvor, am Nachmittag, den Balkon angefangen sauber zu machen. Auf den Knien rutschend mit dem Staubsauger in der Hand, habe ich allen Dreck aus den Zwischenräumen der Holzfliesen aufgesaugt – vor allem die schmalen Blätter meiner beiden Bambus Pflanzen -aber auch all den anderen Dreck der sich über den Winter angesammelt hat und die Überreste von herunter gefallenem Vogelfutter.

Nach der Staubsauger-Runde folgte dann noch die 2. Runde mit dem nassen Lappen über die Fliesen wischend….ebenfalls auf den Knien rutschend. Anschließend noch das Abwischen der Balkonbrüstung. Damit war der 1. der Aktion erledigt.

Übrigens ich habe schon manch andere Methode versucht, aber ich komme immer wieder auf die ganz altmodische Art zurück. Die besten Ergebnisse erziele ich tatsächlich, wenn ich mich auf die Kniee begebe und es von Hand sauber mache. Ein Kniekissen hilft mir dabei sehr gut.

Allen technischen Errungenschaften zum Trotz, ich bin und war schon immer der händische Typ. Ich mache gerne etwas direkt mit den Händen, pur und direkt. Ich schäle gerne mein Gemüse von Hand, ich liebe es Teig selber zu kneten, beim Pflanzen und säubern von Beeten/Pflanzgefässen wühle ich gerne in der Erde und ich putze (wenn ich denn putzen muss) immer noch von Hand. Handschuhe kommen bei solchen Aktionen fast nie zum Einsatz.

Am 1. Mai dann hab ich mich mit den einzelnen Pflanzgefäßen beschäftigt, habe die Pflanzen begutachtet, Frostschäden entfernt, ein paar Pflanzen ausgedünnt, gekürzt, umgetopft und neu angeordnet…das macht ja nicht viel Lärm – war also eine gute Idee für den Feiertag.

Später hab ich mich dann auch auf den Balkon gesetzt und es genossen, das es wieder sauber ist. Wenn die kommenden kalten Tage (Eisheiligen) dann auch vorbei sein werden, dann kommt der letzte Teil: ein paar neue Pflanzen.

Ich brauche nicht mehr Viele, die meisten habe ich jetzt schon ein paar Jahre und sie gedeihen prächtig. Die Strategie auf viele Grüne und mehrjährige Pflanzen und wenig bunte Hingucker zu setzten, anstatt auf viele bunte (oft kurzfristige) Sommerblumen macht sich jetzt bezahlt.

So hat auch meine Clematis bereits jetzt schon 15 Blütenknospen und das ganz ohne das ich irgendetwas gemacht habe. Ich habe sie nicht einmal im Herbst geschnitten…aber scheinbar fühlt sie sich doch wohl bei mir.

Um die Knospen richtig erkenne zu können, muss man das Bild ran-zoomen 🙃 ich freue mich so richtig dolle über die Clematis.