Von der Kunst die Kunst zu erkennen…

…. ich kann es leider nicht.

Am 14.Juni war ich mal wieder im Theater. Ich hatte mich schon länger darauf gefreut…hatte mich extra schick gemacht (sogar mal wieder einen Rock aus meinem Kleiderschrank geholt) bin erst mit dem Auto nach Hamburg rein und dann weiter mit der S-Bahn gefahren.

Wie immer, war ich viel zu früh da, so blieb noch genügend Zeit für ein verfrühtes Abendessen…denn die Aufführung sollte bereits um 18 Uhr starten…aber auch nur eine Stunde dauern. Ich hab dann, nebenan, in der Kantine des Theaters (die auch für Gäste offen ist – nicht nur für die Mitarbeiter des Theaters) einen Salat gegessen und freute mich immer noch auf die Aufführung.

Das Stück hieß „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll. Das Stück war in meiner Jugend Teil unseres Deutschunterrichts: Einmal als Nacherzählung und später mussten wir dann noch eine Interpretation schreiben.

Ich hätte stutzig werden können, da das Stück nur 1 Stunde gehen sollte..EINE Stunde für ein so komplexes Thema. Tja und so war ich bereits 10 Minuten nach Beginn der Aufführung derartig enttäuscht von der Inszenierung, das ich eigentlich das Theater verlassen wollte. Nur saß ich ziemlich mittig und hätte mich an den anderen Zuschauern vorbei drücken müssen…neeee das war mir zu unangenehm …und das Stück sollte ja nur diese 1 Stunde laufen. Also blieb ich und fand es grausam.

Nicht nur, das das Stück ziemlich zusammengestaucht wurde, so das kaum mehr der Inhalt verständlich „rüber“ kam, auch die Spielweise war merkwürdig. Es standen 3 Frauen auf der Bühne in Kostüm und Absatzschuhen…dabei spielte sie ALLE abwechselnd mal die „Katharina Blum“ und mal den Polizisten usw. …in jeder Szene haben die Schauspielerinnen die Charaktere gewechselt…Schauderhaft.

Ich muss aber zugeben, das mein Kunstverständnis sehr eingeschränkt ist, ich für moderne Kunstweisen überhaupt nicht offen bin.

Kunst hat für mich etwas mit Schönheit zu tun, ein gemaltes Bild, sollte die Schönheit des Objekts/Subjekts wieder spiegeln, oder mit Licht und Schatten die Realität widerspiegeln. Ich möchte erkennen, was auf dem Bild dargestellt sein soll und will nicht ratlos vor ein paar wilden Stichen und Klecksen stehen und mich fragen: was ist das?

Eine Aufführung im Theater, sollte sich an das halten, was der Autor der Stücks geschrieben hat: in Zeit, Ausstattung, Text und Aussage usw. Ich kann mit vielen modernen „Interpretationen“ nichts anfangen.

Ich liebe klassische Aufführungen z.B. von Shakespeare-Stücken, wo ich Wort für Wort das höre, was der Autor geschrieben hat, da brauche ich keine Interpretation…gerade noch okay, wenn dann ein Stück in eine andere Zeit verlegt wird oder gekürzt ja klar…solange die Worte bleiben und es nicht zu grauselig vom Bühnenbild und den Kostümen zugeht.

Wie gesagt…ich bin da nicht sehr offen für moderne Kunst/Kunstformen und wundere mich immer wieder über Vieles, was heute so als Kunst gehypt wird. Mir fehlt dafür einfach der Zugang.

Gerade deshalb hatte ich mich so auf dieses inzwischen so klassische Stück gefreut…da kann man doch eigentlich nicht verhunzen oder?

Na gut: ich bin also bis zum Schluss geblieben, konnte den frenetischen Jubel der Zuschauer nicht nachvollziehen und zog enttäuscht von dannen. Hätte ich nicht gewusst um was es in dem Stück geht, ich hätte es anhand der Aufführung nicht erkannt.

Nur zur Klarstellung: ich schreibe in der reinen ICH-Form, weil ICH es so empfinde, will damit Niemanden beleidigen oder zu nahetreten, jeder kann Kunst anders sehen – Das hier ist allein meine rein subjektive Meinung.

Einmal Loben bitte

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Und schwuuups sind schon wieder 14 Tage herum…krass wie die Zeit bei mir momentan rennt.

Die Woche nach Pfingsten war richtig gut im Job…auch wenn mich ein paar Sonderaufgaben wieder mal so richtig auf Tab hielten. Der externe Investor in einer Firma wollte die Jahre 2023-2024 erklärt haben…was war diese Zahlung, was war jene Zahlung. Wie setzen sich die Erlöse zusammen…können wir beweisen, das die Erlöse richtig sind…wie wird das kontrolliert, wer kontrolliert und wie sind die internen Abläufe geregelt.

Das war in einer der beiden Gesellschaften, die ich erst im Februar 2025 übernommen habe …und die vorherige Controllerin in DK hatte keine Zeit dafür. Ich dagegen habe keinen Zugriff auf das alte dänische System…zum Glück konnte ich das Jahr 2024 anhand von Ordnern und Excel-Files und den Übernahmedaten im neuen System nachvollziehen und konnte alles haarklein aufschlüsseln und erläutern. Lob auch einmal an meine Kollegin in DK …sie hat die Daten alle richtig erfasst…nur eben nicht so dokumentiert, wie wir es eigentlich müssen….ich stand also eine ganze Weile am Scanner, um für jeden Monat des Jahres, alles einzeln nachzuweisen.

Für das Jahr 2023 hab ich die Kollegin in DK gedrängt mir wenigstens die „Roh-Daten“ zu liefern…immerhin hat sie – entgegen unserer Regeln – diese NICHT gescannt und archiviert. Da musste sie jetzt ran. Den Rest hab ich dann wieder erledigt, alles zusammen gestellt und wieder erklärt.

Für all diese Zusatzarbeiten habe ich von dem Investor ein schönes Lob und Dankeschön zurück bekommen…er lobt mich jetzt überall bei den Kollegen und Chefs für meine „herausragende Arbeit“…das ist natürlich auch schön und tut meinem Selbstbewusstsein mal wieder gut. Bin aber auch froh, das es jetzt erledigt ist.

Und ich muss mich auch mal selber loben: Meine „144-Challenge“ ging letzte Woche in den Endspurt…die letzten Rechnungen zogen sich, weil die IT noch ein paar Fehler im System ausmerzen, neue Kunden anlegen, bestehende Kunden anpassen und mir mitteilen musste das ich in einem Fall einfach mal in der „Saleorder“ einen bestimmten „Dropdown-Button“ anklicken sollte, um mein Feld „Drucker auswählen“ wieder zu finden…seufz….da war ich irgendwie zu blind das vorher zu sehen…aber letztlich kann ich sagen: Mission accomplished !

Letztlich sind aus den 144 Rechnungen aktuell 136 geworden und ich bin damit auf dem aktuellsten Stand und im nächsten Jahr wird das viel schneller gehen, weil nun immerhin für die 136 Gesellschaften die Vertragsdaten bereits im System angelegt sind. Also wieder ist ein großes Thema, welche durch die Migration auf die neue Software entstanden ist, bewältigt.

Und so konnte ich mich der nächsten Herausforderung stellen, endlich mal wieder für einen Quartalsabschluss „vor die Arbeit“ zu kommen und nicht weiter hinterher zu hinken. Und tatsächlich konnte ich bereits 6 Gesellschaften für den Konzernabschluss fertig hochladen.

Das war so früh, das der Leiter vom Konzern-Controlling vorsichtshalber nachfragte, ob ich tatsächlich schon alle Daten dafür verarbeitet habe. Juuup habe ich – ich habe sogar für jede dieser Gesellschaften eine Komplett-Abstimmung gemacht…weil ich sicher sein wollte, das nun tatsächlich alles auf den richtigen Konten verbucht ist.

Die nächsten 4 Konzern-Gesellschaften sind schon vorbereitet (also gebucht+abgestimmt, aber ich muss noch auf die letzten Kontoauszüge, Rechnungen und die Zinsberechnungen warten) und dann folgt noch der Teil der Windparks, der ebenfalls mit in den Konzern-Abschluss gehört…das sind bei mir aktuell 6 Gesellschaften. Mit den restlichen 10 Gesellschaften, kann ich mir dann etwas mehr Zeit lassen.

Die komplett-Abstimmung mache ich aktuell bei Allen, denn es gab da, seit der Umstellung, noch ein paar Unstimmigkeiten mit dem Verbuchen der Vorsteuer…das System reagiert manchmal seltsam und ich musste ein paar Korrekturen in den Buchungen vornehmen, um das wieder gerade zu ziehen. Erfahrung ist das, was man aus Fehlern lernt.

Mittlerweile weiß ich, das ich ein paar liebgewonnene, altbewährte Methoden bei der Erfassung von Buchungen, lieber nicht mehr machen, sie also „anders“ eingeben sollte, damit das System korrekt buchen kann. Einer dieser Grundsätze lautete bisher z.B. Wir buchen: Soll an Haben! Diese Zeiten sind mit dieser Software jetzt eindeutig vorbei.

Jaja ich kenne noch Zeiten, da wurden die Systeme an unsere Arbeit angepasst….heute müssen wir unsere Arbeitsweise an die Systeme anpassen. Aber die neue Methode schont auf jeden Fall meine Nerven und senkt die Fehlerquote beim Abstimmen der Umsatz-und Vorsteuer. Weniger Fehler = weniger Zeitaufwand. Ich muss mich bloss immer wieder daran erinnern, die Eingabe jetzt „anders“ zu machen.

Na egal…jetzt ist es einfach so. Na klar hab ich für diese Arbeitsweise mal wieder mehr gearbeitet, als ich eigentlich sollte…aber ich merke schon die Verbesserung, auch bei der Wochenarbeitszeit…ich mache schon nicht mehr so viele Überstunden und ich sehe inzwischen auch schon, das ich bald keine Überstunden mehr brauche oder zumindest rapide weniger….WENN alles mal so bleiben würde…was ich in dieser Firma aber noch nie erlebt habe …

Wieder Spaß am Arbeiten

Die Arbeitstage in dieser Woche, nach dem Pfingstmontag, waren dann auch intensiv – aber gut.

Ich beobachte an mir selbst, das ich zwar viel Arbeit habe und auch einige unangenehme Zusatz-Arbeiten meine Tagesabläufe durchkreuzen, aber letztlich ist das fast so etwas wie Normalität. Es bedeutet nicht mehr, das ich mich gestresst oder überlastet fühle.

Das bringt eine neue Leichtigkeit in meinen Alltag: weil mich gerade kein negativer Stress mehr beherrscht oder mich des Nachts wachhält.

Es ist „nur“ normaler Alltags-Stress, mit dem ich aktuell gut umgehen kann. Ja unsere Aufgabenaufteilung ist teilweise echt schräg, die Systeme sind langsam, die Kollegen unflexibel, die Arbeitsbelastung nimmt nicht ab, die Anforderungen dagegen nehmen zu. Der Controller reagiert merkwürdig, unser neuer Chef ist immer noch nicht im „Action-Modus“, mir geht das alles viel zu langsam. Manches ärgert mich, manches finde ich auch unmöglich, aber ich komme klar damit – denn ich akzeptiere es, wie es ist und ich habe wieder Spaß an meiner Arbeit.

Vor allem wenn ich sehe, wie sich etwas dann doch, allen Umständen zum Trotz, vieles positiv entwickelt. Damit macht es mir dann auch nichts aus, etwas länger zu arbeiten, wo notwendig, um das nächste Zufriedenheits-Level zu erreichen.

Z.B. meine „144“-Challenge: Ich habe aktuell bereits 104 Rechnungen geschrieben, die nächsten 20 sind in Vorbereitung und bei insgesamt 6 Rechnungen gibt es Probleme, die ich noch nicht einordnen kann…aber ich kümmere mich erst einmal um die, die problemlos funktionieren… ich komme also momentan somit auf insgesamt 130 Rechnungen, die es werden müssen….aber es sind noch ein paar beim Legal….bis Ende des Monats sollte es also klappen, alle fertig zu bekommen – mal sehen wie Viele es dann genau werden. Aber das Ziel ist nicht die Anzahl, sondern das „fertig werden“.

Und weil ich die Einzige bin, die diese Art der Rechnungen über das Neue System schreibt (sogenannte: Subscription Billing = wiederkehrende Rechnungen oder auch Abo-Rechnungen) konnte ich sogar dem Controller helfen, damit zu starten…aber bei ihm gab es auch einige systemseitige Fehlermeldungen…da musste dann letztlich die IT mit ran.

Backen und Kochen über Pfingsten

Nach einem ruhigen Tag im Homeoffice letzten Freitag, hab ich mich über Pfingsten so richtig zuhause eingegraben. RUHE – einfach nur RUHE.

Hab viel geschlafen, mich um Wohnung und Wäsche gekümmert, viel ausgeruht und mich mal wieder lange in der Küche aufgehalten, um zu kochen und zu backen, dann wieder viel geschlafen usw.

Mit dem frischen Spargel vom Markt gab es endlich mal wieder eine leckere selbst gekochte Spargelsuppe aus Spargelschalen und Abschnitten. Man merkt die Saison geht zu Ende, der Spargel wird schon wieder teurer. Die Dame vom Marktstand erklärte mir: das die Spargelernte in diesem Jahr 2 Wochen früher anfing und deshalb auch früher enden wird…. und eine Woche später – also heute morgen (14.06.= gab es bei dem lokalen Händler auf dem Markt schon keinen Spargel mehr – ich habe dann von einem anderen Händler noch einmal grünen und weißen Spargel gekauft…der kommt zwar auch aus Deutschland – aber eben nicht mehr aus der Region).

Den restlichen Spargel gab es dann mit gebräunter Butter und dazu Kartoffeln.

Auch meine Keks-Vorräte waren aufgebraucht, also gab es einen neuen Schwung an Haferflockenkeksen in 2 Varianten: einmal als Haferflocken-Mandelkekse mit Zimt und einmal als Haferflocken-Schokokekse mit Schokodrops und Mandelstiften. Beide Varianten so dünn wie möglich ausgerollt. Bei den Schokokeksen geht es nicht ganz so dünn, wegen der Schokodrops.

Und weil ich gerade mal wieder so richtig im Backmodus war, hab ich auch eine weitere Variante der Haferflocken-Vanille-Waffeln gebacken. Dieses Mal ohne Milch – dafür mit Wasser. das macht die Waffeln knuspriger und ich lieeeeebe knusprige Waffeln

Genau wie beim letzten Mal sehen diese Waffeln jetzt nicht so präsentabel aus, aber sie sind super knusprig, mega lecker, nicht so süß und halten lange satt und ich habe sie nach dem Auskühlen wieder eingefroren. Also natürlich nicht alle…hahaha so gaaanz frisch und noch warm…yummy. Also bei Bedarf eine gefrorene Waffel für ein paar Minuten in die Heißluftfriteuse geben und es gibt frische knusprige Waffeln.

Witzig ist: mit meiner kleinen Schöpfkelle voll Teig in das viereckige Waffeleisen gegeben, kommen diese fast runden Waffeln heraus….hihihi. Der Teig war sehr zähflüssig – später habe ich etwas mehr Wasser hinzugegeben, das macht die Waffeln etwas dünner, aber auch nicht mehr so schön rund.

Den Rest des Wochenendes, habe ich wieder sehr viel Gemüse geschnippelt und zu diversen Pfannengerichten verarbeitet und dann portionsweise eingefroren. Auch von der Spargelsuppe haben es 2 Portionen bis in den Gefrierschrank geschafft.

Leer-gesabbelt

Die Fahrt zurück von DK nach Deutschland, verlief an dem Mittwochmorgen relativ reibungslos. Ja es waren dieselben Baustellen, wie auf der Hinfahrt…aber der Verkehr lief ruhig bei meistens 80 kmH.

Ich war also viel zu früh in Flensburg und habe dann noch einen Blumenstrauß und ein paar Süßigkeiten für meine Schwester besorgt…das eigentliche Geschenk und die Geburtstagskarte hatte ich bereits vorher besorgt und mit auf die Dienstreise genommen.

Ich bin dann noch ein bisschen durch die Geschäfte gestreift, hab auch für mich noch etwas gefunden und um 13 Uhr war ich, wie verabredet bei Schwester+Schwager angekommen. Beiden geht es inzwischen wieder richtig gut und deshalb hatte meine Schwester Freunde und Nachbarn zum frühen Kaffee-Trinken eingeladen. Das sind alles liebe, aber sehr laut sprechende Menschen…ich fühle mich davon überfordert, hab mich aber von meiner besten Seite gezeigt. Aber mir war es einfach zu viel.

Um kurz vor 16 Uhr musste ich dann auch wieder los – musste den Mietwagen ja bis zu einer gewissen Uhrzeit wieder abgeben. Diese restliche Fahrt verlief zum Glück unproblematisch – auch wenn die Straßen erstaunlich voll waren.

Da sich das Mietwagen-Unternehmen im gleichen Gebäudekomplex, wie unser Büro befindet, war das auch kein Problem – die sind eh unkompliziert. Den Zwischenstopp in Flensburg habe ich dann als verlängerte Mittagspause in unserem Zeiterfassungssystem eingetragen.

Dann nur noch schnell den Koffer der Kollegin in meinem Büro zwischenlagern (5 Kollegen und 5 kleine Koffer/Reisetaschen sind etwas viel für unseren eigenen Firmenwagen, deshalb hatte ich angeboten ein paar der Koffer bei mir im Mietwagen mitzunehmen) und aus irgendeinem Grund hab ich dabei meinen eigenen Computer-Rucksack mit hoch genommen und dort gelassen.

Erst Zuhause hab ich dann realisiert, das heißt ich muss am folgenden Tag im Büro arbeiten – seufz…nun gut. Der Donnerstag war dann AUCH sehr unruhig, weil alle wissen wollten, wie die Fahrt war, was ich dort besprochen habe usw….und mir fehlten jetzt ja 2,5 Tage für meine normale Arbeit…ich war also weiterhin mental gestresst. Aber auch dieser Tag ging dann irgendwann vorbei.

Jetzt war ich komplett leer-gesabbelt und wollte in den kommenden Tagen weder Leute sehen, noch hören, noch sprechen.

Im „Duracell-Modus“ und total erschöpft

Tatsächlich war es in der Firmenzentrale genau so, wie ich es mir gedacht hatte: Es gab gar keinen speziellen Grund warum ich kommen sollte. Sie wollten mich einfach mal wieder da haben.

Und das war tatsächlich ein richtig guter Tag, auch wenn ich einen großen Teil des Tages immer fragen musste: wo sitzt denn jetzt die Abteilung oder die Person…denn der inzwischen 4. Anbauabschnitt war vor ein paar Wochen in Betrieb gegangen und viele Abteilungen mussten hin-und her umziehen. Das Controlling ist damit tatsächlich im ganz neuen Gebäudeteil untergebracht.

Gespräche hatte ich an dem Tage dann so Viele, wie noch nie zuvor…das ist der Vorteil, wenn man alleine unterwegs ist (die anderen Kollegen aus Deutschland hatten ja ihre eigenen Meetings – ich war also unabhängig).

Viele dieser Gespräche haben sich spontan ergeben, weil wir uns auf den Fluren getroffen haben: „Ach Du bist hier, wie lange denn, – ja magst Du später mal bei mir im Büro vorbei kommen, dann kann ich Dir etwas zeigen…“ usw.

Das ist lustig – ich werde von den Kollegen aus anderen Abteilungen, mit denen ich öfter Berührungspunkte habe, sofort erkannt und in Gespräche verwickelt – nicht schlecht wenn man bedenkt, das inzwischen mehrere Hundert Personen in diesen Gebäuden arbeiten und ich nur alle paar Monate tatsächlich hier bin. Das kommt auch durch die Teams-Meetings – da sieht man sich ja über die Kamera. Das ist tatsächlich ein Vorteil gegenüber früheren Zeiten, nur per Telefon.

Bei Anderen hab ich mich dann einfach spontan in deren Büros begeben und kleine Termine ausgemacht oder direkt mit den Kollegen sprechen können. Auf den Tag verteilt hatte ich damit 14 „kleine Meetings“…und habe nicht einen Handschlag normal arbeiten können.

Aber das war auch gut so…mein 1,5 Stunden Meeting mit der Teamleiterin, die mich herbeordert hat, war auch sehr informativ für uns Beide…wir haben vieles besprochen und eines geklärt…alles nichts Großes, aber doch so wichtig, das ich mich hinterher sehr gut fühlte.

Lustigerweise fühle ich mich in diesem Riesen-Armeisenhaufen tatsächlich dazugehörig. Ich bin einfach da, werde nicht extra „betreut“…sondern ich komme einfach an und bin dabei. Gut das ich mich gerade in einer kommunikations-stärkeren Phase befand.

Aber die andere Seite eines solch trubeligen Tages ist dann: ich war am Abend derartig aufgekratzt und gleichzeitig hundemüde, das ich gar nicht zur Ruhe kommen konnte. Zum Glück konnte ich den Abend aber alleine verbringen (die anderen deutschen Kollegen hatten über deren Chef eine Abendeinladung)

Ich bin nach Feierabend erst einmal ins Hotel und später in den Ort gefahren und war in dem Chinesischen Restaurant, das Katrin und ich beim letzten Mal ausprobiert hatten. War noch eine Weile im Ort laufen und später bin ich noch am Fjord entlang gelaufen.

Geschlafen habe ich aber schlecht…wie gesagt, ich fühlte mich wie ein „Duracell-Häschen“ unter Dauerstrom und gleichzeitig total erschöpft und hätte für die nächsten Tage eigentlich Ruhe gebraucht, was ich mir leider selber verbaut habe.

Denn am folgenden Tag bin ich mittags in Flensburg bei meiner Schwester angekommen – die hatte ihre Geburtstagsfeier mit vielen Freunden und Nachbarn, dann später erst die Fahrt zurück nach Hamburg und für den darauf folgenden Tag bin ich ins Büro gefahren…anstatt lieber Homeoffice zu machen.

Ich war also von Montag bis einschließlich Donnerstag in diesem „Duracell-Modus“: ständig in Kommunikation und dabei total erschöpft davon, das es mehr als 1 Woche gebraucht hat, bis ich mich davon erholt hatte. Erst seit gestern geht es mir wieder richtig gut.

Mit Stau und Kollegin auf dem Weg

Die Fahrt in den Hohen Norden Dänemarks war auf der Hinfahrt kurzweiliger als gedacht…ich bin mit einer Kollegin aus einer anderen Abteilung zusammen gefahren.

Für die Rückfahrt hat sie sich dann mit den restlichen 4 Kollegen zusammen in ein Auto gequetscht (die Kollegen mussten an dem Mittwoch bis zum späten Nachmittag bleiben, während ich ja bereits morgens zurück gefahren bin, bzw. noch einen „kleinen“ Zwischenstopp in Flensburg einlegen wollte).

Die Hinfahrt war zwar kurzweilig, dafür aber sehr lang…denn es gibt etliche Baustellen auf der Autobahn in DK und oft durften wir nicht schneller als 80 kmh fahren…ging auch gar nciht schneller…wir hatten zähfließenden Verkehr, dann richtigen Stau, den nächsten Stau hab ich mehr durch ein Versehen glorreich umfahren, dann weiter zäh fließenden Verkehr und irgendwann waren wir dann da.

Der Start mit dem Mietwagen am Mittag begann auch erst einmal mit der Suche, wie man überhaupt die Automatik-Fahrgänge einlegt. Bisher hatten alle Mietwagen einen Knauf, eine Schaltleiste oder einen Drehknopf in der Mittelkonsole. Dieses aber nicht. Ich hab gesucht und gesucht, bis meine Kollegin meinte schau mal der Hebel da…es war tatsächlich ein extra Hebel am Lenkrad, der sich aus meiner Perspektive auf das Lenkrad jedoch versteckte. Nun gut – dann kann die Reise ja beginnen.

Ich bin die gesamte Strecke gefahren, während die Kollegin unterwegs zwischendurch mit den Kollegen im anderen Auto kommunizierte…so wussten wir, die sind im Stau vor uns. Während wir dann den nächsten Stau, fast unbeabsichtigt umfahren haben…sind die anderen wohl auf der Autobahn geblieben und auf einmal lagen wir tatsächlich Vor den Anderen …okay das hat jetzt vielleicht 1/4 Stunde gebracht.

Wir haben dann zu Sechst im Hotel zu Abend gegessen und ich habe noch meinen üblichen Abstecher zum Fjord gemacht…die Kollegin und ein noch neuer Kollege haben mich begleitet.

Abends am Fjord – das ist immer eine ganz besondere Atmosphäre von Ruhe und Gelassenheit.

Geschlafen habe ich dann richtig gut. Das Hotel hat eine der Etagen renoviert und die Zimmer sind jetzt heller und moderner und das neue Bett ist super.

Okay, also angekommen war ich damit…aber der kommende Tag bereite mir schon etwas Kopfzerbrechen.