Der 3. Engel !

Manchmal muss man doch auch mal Glück haben…und ich hatte im Vorfeld sooooo sehr gehofft, das mit der neuen Kollegin in unserem Team, jetzt wirklich mal alles besser wird.

Aber nach dem absoluten Glücksgriff mit Kollegin Katrin, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, tatsächlich noch eine weitere, zu uns passende, Kollegin zu bekommen.

Seit dem 15.08. haben wir sie nun im Team, als Ersatz für den Controller…ich nenne sie ab jetzt Cordula.

Kollegin Katrin, Kollegin Cordula und ich…da sind wir nun also 3 Damen im gestandenen Alter zwischen Mitte 40 und Ende 50, und dazu unser Teamleiter. Cordula ist mit Mitte 40 jetzt die Jüngste in unserem Team, ist verheiratet und hat 2 fast erwachsene Kinder…UND sie ist klasse.

Während Kollegin Katrin seit 1,5 Wochen bereits im Urlaub ist, kümmern sich der Teamleiter und ich uns um die neue Kollegin. Und schon nach 14 Tagen sagt Cordula unserem Chef (der schon ein paar Monate dabei ist) wie unser System funktioniert. Das sagt doch wohl alles.

Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, arbeitet eigenständig, scheut keine Kommunikation und übernimmt wie selbständig Verantwortung für alles was gerade so anfällt, sie schaut einfach nach wie es bisher gemacht wurde, stellt dabei auch die richtigen Fragen und menschlich verstanden wir uns auf Anhieb. Sie hat eine sehr natürliche Art, die mir gefällt – gibt ihr Wissen sofort preis, wenn es erforderlich ist…und sie kann gut mit meinen Eigenheiten umgehen.

Das ist GENAU die Art von Mensch, die wir so dringend für unseren Neustart im Team (Ohne den Controller, dafür mit Teamleitung) im Hamburger Büro brauchen. Jetzt können wir nach Vorne schauen und darauf aufbauen, so das wir zu Viert alle Firmen, die wir von hier aus betreuen, bestmöglich nach Vorne bringen…mit Schwung und Energie.

Ich hoffe das bleibt jetzt mal eine Weile so….

Buchhaltung – Kaffeesatzleserei?

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeuges !!)

Buchhalter generell sind ja spezielle Wesen…wer sich lieber mit Zahlen, als mit Menschen beschäftigt und einen so ungeliebten Beruf ergreift, wird entweder mild belächelt oder aber auch argwöhnisch beäugt.

Für manche sind wir Anhänger einer okkulten Vereinigung, die eine wirre Geheimsprache sprechen, aber mindestens aus der Zahlenpanscherei ominöse Aussagen zur Gegenwart und Zukunft treffen können, scheinbar Kaffeesatz-Leserei… hahahaha.

Die meisten Menschen wissen wirklich nicht, was wir den ganzen Tag eigentlich so machen, in unseren ruhigen Büros, mit dem staubtrockenem Thema und den endlosen Zahlenkolonnen auf verschiedenen Monitoren….das Einzige was sie sehen ist: wir bezahlen Rechnungen oder wir bezahlen Rechnungen eben nicht und dann ist das Geschrei groß.

So ging es mir dem dem Geschäftsführer einer unserer externen Investoren für ein Projekt. Er teilte mir mit, das er immer noch eine Frage hat, obwohl ich ihm schon seit Monaten jede seiner Fragen aus dem Jahr 2022 beantwortet habe. So langsam war ich ziemlich frustriert, denn er verstand meine Erklärungen „nicht wirklich“.

Und so blieben die beiden wichtigsten Fragen, aus seiner Sicht, unbeantwortet: WARUM war das Bankkonto beim Einstieg als Investor denn (scheinbar) vertragswidrig nicht auf 0,00 EUR und warum wurde noch nach dem Stichtag noch eine Ausschüttung an die bisherigen Gesellschafter getätigt.

Das ein „Bankkonto“ (Aktiva in der Bilanz / Teil des vorhandenes Vermögen), nicht das „Kapitalkonto“ (Passiva in der Bilanz/ welche Mittel wurden für das aktive Vermögen verwendet: Eigenkapital/Fremdkapital) ist, hatte ich ihm schon vorher erklärt. Denn im Vertrag stand, das das Kapitalkonto zum Stichtag auf 0,00 EUR sein soll…nicht das Bankkonto

Das „Stichtag“ z.B. 30.06. aber nicht bedeutet, das am 30.06. die Zahlen fest stehen, sondern das noch nachträglich zum Stichtagsdatum rückwirkend alle entsprechenden Geschäftsvorfälle verarbeitet werden müssen, um überhaupt eine korrekte Stichtags-Bilanz erstellen zu können, schien im auch nicht klar zu sein.

Beim Telefonat letzten Donnerstag war er dann auch ziemlich ratlos und er meinte er hätte es nicht so mit den Bilanzen. Eine Aussage die ich erstaunt zur Kenntnis nahm, denn ein Geschäftsführer sollte schon Bilanzen verstehen. Er bat mich, es noch einmal „anders“ zu formulieren.

So langsam hatte ich aber auch verstanden, wie ich es am Besten schreiben sollte, so wie ich es früher neuen Azubis erklärt habe.

Freitagnachmittag setzte ich mich also an die Antwort und habe versucht kurz und mit einfachen Worten das Prinzip der doppelten Buchführung in Deutschland zu erläutern. Habe dazu Ausschnitte aus der Bilanz beigefügt, Auszüge aus dem Vertrag ebenfalls, und auch den zeitlichen Ablauf zwischen dem Stichtags-Datum, den Zeitraum wann Lieferanten-Rechnungen kommen, den Zeitraum wann die Gutschriften der Direktvermarkter bei uns ankommen, wann wurde die Zwischenbilanz rückwirkend zum Stichtag erstellt und wann ist dann das Geld geflossen um die Kapitalkonten zu bereinigen.

Habe auch noch einmal erläutert warum das Bankkonto nicht auf 0,00 sein kann und das es auch gar nicht gefordert ist. Dabei habe ich größtmöglich auf fachspezifische Ausdrücke verzichtet.

Ich hoffe ich habe jetzt den richtigen Ton und die richtigen Worte gewählt….der Investor ist zwar echt nett, aber auch leicht zu beleidigen, wenn er das Gefühl hat er wird nicht ernst genommen. Bin mal auf seine Reaktion gespannt

Die Brandenburgerin

Ach was war das schön die Brandenburgerin mal wieder zu treffen. Wir tauschen ab und an Nachrichten über Whatsapp aus und telefonieren auch unregelmäßig miteinander…manchmal haben wir ja auch noch beruflich miteinander zu tun, aber ein persönliches Treffen ist doch etwas anderes.

Wir waren direkt in Neuruppin in einem sehr gemütlichen Restaurant, mit einem netten Hinterhof…sehr schön bei dem heißen Wetter…und wir haben uns stundenlang über Gott-und-die-Welt unterhalten.

Unser Treffen war ihr Einstieg in einen dreiwöchigen Urlaub. Ich war durch den Zwischenstopp in Ludwigslust eh in Urlaubsstimmung…wir haben also gut gegessen und geklönt.

Ich bewundere sie für ihren Familiensinn und über ihre innere Stärke, denn es gab so einige Schicksalsschläge in der Familie. Sie ist immer da für ihren invaliden-verrenteten Lebensgefährten (mit Ende 40) , ihre 3 Kinder, ihre kranke Mutter und ihren Vater (die Eltern leben seit vielen Jahren getrennt), ihren Ex-Mann mit dem sie sich immer noch gut versteht…ich staune immer, wie Familie auch sein kann.

So ein innerer Zusammenhalt, eine Familie die ständig zusammengluckt, wo alle immer gerne zusammen kommen, zusammen in Urlaub fahren…auch die inzwischen gerade erwachsenen Mädels mit ihren Partnern und der noch minderjähre Sohn, der zwischen Vater und Mutter pendelt. Wenn ich die Bilder sehe, staune ich über die Anzahl an Menschen, die sich da für kleine Ausflüge und große Urlaube zusammen finden.

Ich wäre niemals auf die Idee gekommen mit meinem Vater und Freunden meines Vater in Urlaub zu fahren und dann auch noch in einem Ferienhaus zusammen zu wohnen….hahaha.

Und mich hat sie auch in ihr großes Herz geschlossen…als ich vorschlug das wir uns zu Zweit in der Stadt treffen, meinte sie das ihr Freund enttäuscht wäre, weil er mich nach 2 Jahren auch gerne wiedersehen würde….damit habe ich nicht gerechnet. Deshalb haben wir neben unserem 2er Treffen am Freitagabend, auch ein weiteres Treffen, Samstagvormittag bei ihnen im Garten verabredet…so für 1-2 Stunden.

Nach dem Essen sind wir dann noch runter zum Neuruppiner See gelaufen und daran entlang…der laue Abend lud einfach dazu ein, hier entlang zu flanieren.

In der Nacht habe ich dann auch super geschlafen…hier der Blick aus dem Motel-Zimmer

Zwischenstopp: Schloss Ludwigslust

Am Freitag (letzte Woche) bin ich dann am Vormittag mit dem Auto gen Osten gefahren…nach Neuruppin in Brandenburg.

Meine ehemalige Kollegin (ich nenne sie: Die Brandenburgerin) und ich hatten schon vor einer ganzen Weile verabredet, das ich sie wieder einmal besuchen komme. Bei ihr ist es mit einer Fahrt nach Hamburg eher schwierig, wegen ihrer Familie.

Verabredet waren wir erst für den Abend…also hatte ich auf der Fahrt genügend Zeit für einen Zwischenstopp….und das bei über 30 Grad und strahlend blauem Himmel…ich war eher skeptisch, ob das für mich ein guter Tag werden würde, aber was soll ich sagen…

…es war ein toller Tag. Vor allem weil überall ein leichter Wind wehrte..so das mir die knappen 32 Grad nicht so viel ausmachten. Und entgegen meiner sonstigen Art, habe ich auch im Auto die Klimaanlage eingeschaltet.

Die Fahrt verlief ruhig, um Hamburg bin ich gut herum gekommen, die Autobahn war voll, aber der Verkehr floss einwandfrei.

Meinen Zwischenstopp machte ich noch in Mecklenburg-Vorpommern: in „Ludwigslust“. Dort gibt es ein barockes Schloss, das manchmal auch „das Versailles des Nordens“ genannt wird…aber diesen inoffiziellen Titel teilen sich wohl gleich mehrere Schlösser.

Die kleine Stadt Ludwigslust hat viele schöne alte Gebäude und kleine niedliche Cafes und Geschäfte…ich bin durch die Hauptstraße direkt auf das Schloss zu geschlendert und daran vorbei, auch an diesen Kaskaden gegenüber dem Schloss:

habe mich im Außenbereich eines kleines Cafés niedergelassen und mir eine Eisschokolade gegönnt…schön unter einem großen Sonnenschirm mit Blick auf Schloss und Kaskaden sitzend, war das ein gemütlicher Mittag.

Anschließend bin ich hinter dem Schloss durch die große Parkanlage gelaufen…der Park ist wirklich sehr weitläufig und abwechslungsreich. Alles war sehr entspannt und gemütlich….ach ja so einen Park hätte ich gerne auch bei mir in der Nähe.

Obwohl anders aufgebaut, erinnert mich das alles hier an Kassel mit der Orangerie und dem Staatspark Karlsaue. Einem meiner damaligen Lieblingsorte, als ich noch dort wohnte.

Nach guten 3 Stunden Auftenthalt in Ludwigslust bin ich dann die letzten knappen 100km bis nach Neuruppin gefahren. Für die Nacht hatte ich mir im Motel am Stadtrand, ein Zimmer gemietet und wurde nicht enttäuscht.

Das Zimmer war groß und sauber, das Gebäude modern und vor allem lag es ruhig am Rande einer Wiese/Weide….mein Zimmer war (ohne Klimaanlage) sogar gut gekühlt….aaaach super.

Es ist eines dieser modernen Motels, wo man kontaktlos einchecken kann…das hatte ich vor vielen Jahren an einem ganz anderen Ort sehr schätzen gelernt. Alles ist funktional und gut gepflegt und auch die Ausstattung war erstaunlich umfangreich.

Ich habe mich kurz ausgeruht, um mich dann für meine Verabredung am Abend zurecht gemacht. Die Brandenburgerin und ihre Familie, hatte ich zuletzt vor 2 Jahren besucht…

Der kleine Nerd in mir…

Ich habe in dieser Woche seit Mittwoch Urlaub…3 Tage – also bis heute.

Meine liebe Kollegin Katrin hat mir in den letzten Tagen und auch auch zwischendurch per Whatsapp immer wieder geschrieben: mache nur Dinge, die Du wirklich möchtest….

Ja klar mache ich das…aber jetzt kommt mein Dilemma…das wozu ich wirklich LUST hatte zu machen, hat nichts damit zu tun, was andere als solche bezeichnen würden.

Ich habe es aber trotzdem gemacht…und ich werde es ihr wahrscheinlich auch nicht erzählen, weil ich sonst ausgeschimpft werde:

Ich habe an jedem dieser Tage so ca. 3-4 Stunden gearbeitet…und zwar weil das, was ich gemacht habe, mir unglaublichen Spaß macht, wenn ich dabei nicht zwischendurch Mails oder Telefonate beantworten muss und vor allem, wenn ich keine Zeitdruck habe.

Ich habe also endlich mal meine Hauptdatei, die ich bei jeder  Gesellschaft in Excel fåhre, aufgeräumt und so umgestellt, das sie den neuen Anforderungen entspricht…zumindest für  3 Gesellschaften, die sonst immer eher stiefmütterlich behandelt werden, weil sie im Laufe des Jahres nicht wichtig sind…nur zum Jahresende…und dann ist Zeit eh knapp.

Außerdem habe ich meinen Kleiderschrank aussortiert und aufgeräumt, dann noch die Schränke in Badezimmer, Wohnzimmer, Büro und Küche…und auch das hat mir echten Spaß gemacht…hahahha

Jaaa und jetzt könnt Ihr mir sagen, wie blöd ich bin, freiwillig im Urlaub solche Dinge zu machen.

Aber ich gebe zu Bedenken, in mir steckt eben auch  so ein kleiner (normal intelligenter) Nerd, der gerne Excel mag, genauso wie Zahlen und vor allem ganz viel Ordnung in jeder Hinsicht….

Aber natürlich habe ich auf noch einiges Andere gemacht…aktuell bin ich gerade in Brandenburg angekommen und treffe mich gleich mit einer ehemaligen lieben Kollegin

von der Bank überwacht ?

Und mit dem Bezahlen fing dann das kleine „Drama“ an….

Nicht wegen des Betrags, das hatte ich mir ja schon vorher so in etwas ausgerechnet und habe entsprechend das Geld auf dem Girokonto bereitgestellt. Was ich aber leider vergessen hatte, war das ich mir selber eine Tages – und ein Wochenlimit beim Online-Banking einstellt hatte.

Aber das sollte ja kein Problem sein….das kann ich ja auch von unterwegs über das Smartphone entsprechend anpassen. Ich stand also um 17 Uhr beim Autohändler und habe über die Banking-APP meiner Bank, das Tageslimit geändert…Doch dann kam ein Hinweis, den ich so noch NIE bei der Bank bekommen habe:

Aus Sicherheitsgründen würde die Erhöhung meines Überweisungslimit erst nach 4 Stunden aktiviert. VIER Stunden?? Na super …also das ist neu.

Außerdem musste ich angeben, WARUM ich das Zahlungslimit anheben wollte: Ob mich jemand aufgefordert hätte Geld abzuheben usw. Auch diese Frage war neu.

Ich habe seit vielen Jahren mein Bankkonto bei der Online-Bank…und scheinbar wurden jetzt die Sicherheitsstandards herauf gesetzt….so das der Kontoinhaber quasi vor sich selber geschützt wird…aber ich finde es langsam etwas übertrieben, so betüddelt zu werden.

JA natürlich ist mir bewusst, das die Betrüger immer gerissener werden und das wir Normalbürger schnell mal in eine finanzielle Falle geraten können…inzwischen gibt es so viele unterschiedliche Fallen, mit immer neuen Bezeichnungen…da verliere auch ich langsam den Überblick….aber so ein bisschen möchte ich doch selbst bestimmt über mein Geld verfügen können.

Ich reagiere wahrscheinlich etwas verschnupft, aber vor ein paar Wochen habe ich eine Überweisung an einen als „Trusted Shop“ ausgewiesenen Händler mit guten Bewertungen über viele Jahre, in die Schweiz getätigt.. Wert der Überweisung 239,00 EUR. Es handelte sich um ein Angebot, welches in Zusammenarbeit mit einer seriösen Zeitung von diesem Händler zu diesem Preis angeboten wurde.

Aber die Überweisung wurde von meiner Bank nicht ausgeführt. Das habe ich aber erst ein paar Tage später gemerkt, als ich einen Brief im Briefkasten fand (wieso mir die Online-Bank, die immer über das Postfach in der App mit mir kommuniziert auf einmal einen Brief per Post schickt, weiß ich auch nicht).

Nun gut…in dem Brief stand: das sie meine Überweisung in die Schweiz nicht ausgeführt haben, weil sie nicht sicherstellen können, das die Überweisung von mir so gewollt wäre. Wenn ich die Überweisung trotzdem ausführen möchte, solle ich sie einfach noch einmal einstellen.

Blöd nur, das inzwischen der Angebotszeitraum abgelaufen war und das Gerät, auch bei anderen Händlern, gar nicht mehr lieferbar ist. Super gelaufen! Ich fühle mich von meiner Bank bevormundet.

Inzwischen habe ich mich für ein anderes Gerät entschieden: von einer anderen Marke, von einem anderen Händler und zu einem höheren Preis.

Aber es bleibt ein komisches Gefühl, das ich mir eben nicht mehr sicher sein kann, uneingeschränkt über mein Geld verfügen zu können. Als ob da ständig jemand im Hintergrund schaut, naaa macht sie das auch richtig…will sie das wirklich tun….Ich bin weder ein unmündiges Kind, noch eine senile Alte…grummel….

Nun letztlich habe ich beim Autohändler dann das Auto mit nach Hause nehmen können, inclusive der nicht bezahlten Rechnung…Nach 4 Stunden konnte ich dann endlich die Rechnung überweisen.

Sooo das passiert mir definitiv nicht noch einmal. Da ich mein Überweisungslimit jedoch danach wieder runter gesetzt habe, werde ich zukünftig bei so großen Zahlungen, nicht nur darauf achten, das genügend Geld auf dem Girokonto ist, sondern auch, das ich rechtzeitig das Überweisungslimit hochsetze.

Eine teure Woche

Und kaum hatte ich den Urlaub nach Venedig gebucht, wurde es noch so richtig teuer.

Mein Auto ist nun 5 Jahre alt und ist jetzt bei 72.000 km. Nun stand die jährliche Inspektion an und dann auch noch die TÜV-Prüfung. Ich habe das Auto also Mittwochmorgen vor der Arbeit beim FIAT-Händler abgegeben…das sind nur ca. 1,4 km bis zu meinem Arbeitsplatz.

Die haben mein Auto von Anfang an betreut, sind freundlich und zuverlässig, obwohl wahrscheinlich eine freie Werkstatt günstiger wäre.

Schon 2 Stunden später kam der Anruf, das eine Feder im Stoßdämpfer defekt ist und das auch die Bremsen nicht mehr einwandfrei sind…Beides zusammen läge schon bei gut 1.000 EUR und dazu dann noch die Kosten der Inspektion und des TÜV….ohhhweia.

Nun gut, bisher hat mich mein Auto ziemlich zuverlässig durch die Jahre begleitet, natürlich habe ich grünes Licht für die Reparatur gegeben. Die benötigten Ersatzteile sollten dann noch am gleichen Tag kommen und dann sollte es auch mit dem TÜV noch klappen.

Am Nachmittag kam dann der nächste Anruf…leider sei das gelieferte Ersatzteil nicht zu verwenden, weil ebenfalls defekt, sie müssten ein Neues bestellen, aber das käme erst am nächsten Tag.

Also habe ich einen kleinen Ersatzwagen bekommen, damit ich nach Hause fahren konnte…das war ein Fiat 500….(ohne das „L“ – wie meiner) und der fuhr richtig flott…war aber doch sehr eng und bot so gar keinen Komfort…hahaha, ich habe mich doch sehr an meinen Fiat 500L gewöhnt, der wirklich großzügig geschnitten ist, viel Kopf-, Bein- und auch Seitenfreiheit für die Ellenbogen bietet.

Letztlich war ich aber froh, überhaupt einen Ersatzwagen bekommen zu haben, der Gedanke mit S-Bahn und Schienenersatzverkehr nach Hause fahren zu müssen, fühlte sich alle Mal schlimmer an, als ein etwas zu enges Auto.

Am nächsten Tag, ging dann alles wirklich schnell und bei der Abholung war ich dann knappe 2.000 EUR ärmer. Aber es war gar nicht so leicht das Geld los zu werden…..

Obst einmal anders

Zu unserem letzten Treffen hatte mir meine Schwester ihren Dörr-Apparat mitgebracht.

Ich wollte schon immer mal ausprobieren Obst selber zu trocknen..aber so ein Gerät anzuschaffen, schien mir einfach unsinnig. Meine Schwester hatte sich vor einiger Zeit mal so ein Ding gekauft, benutzt es aber nicht mehr. Jetzt hat sie es mir geschenkt – ich betrachte es eher als Dauerleihgabe hahaha.

Das Gerät ist relativ sperrig und hat 5 Ebenen zum Trocknen von Obst und Gemüse. Im Moment steht es auf meiner Heißluftfritteuse – das ist natürlich kein Dauerhaft sinnvoller Platz.

Wenn ich es nicht benutze, werde ich es wohl in der Kammer im Flur verstauen.

Ich habe es jetzt bereits zum 2. benutzt und zwar mit den Klassikern: Apfel- und Bananen-Chips:

Und das klappt wirklich gut. Die Bananen-Chips sind super-knusprig geworden, die Apfelchips werden von Natur aus nicht mega-knusprig, sind aber auch richtig lecker.

Das Trocknen des Obsts kostet Zeit und ja auch Strom. Dabei ist der Stromverbrauch durch die moderate Temperatur von maximal 70 Grad jetzt nicht so extrem hoch, auch wenn das Gerät für solch dünn geschnittenes Obst immer noch 6-8 Stunden braucht.

Wenn man mal weiter im Internet forscht und den dort genannten Stromverbrauch jetzt mal mit dem Gerät versuche auszurechnen, komme ich auf ca. 80 Cent für die Mengen die Ihr oben auf dem Bild seht…das sind 4 Äpfel und 4 kleine Bananen, die ich auf einmal in diesem Gerät getrocknet habe.

Das Ergebnis sind ca. 80g. getrocknete Apfel-Chips, und ca. 100g getrocknete Bananen-Chips

Im Internet stand z.B. das die Bananen-Chips bei 70Grad ca. 20 Stunden brauchen, ich habe die Stücke aber von Hand viel dünner geschnitten, so waren sie nach 8 Stunden bereits durch und durch knusprig.

Na klar kann man sagen, das ist nicht wirtschaftlich, aber dafür weiß ich was drin ist und ja es hat mir auch Spaß gemacht. Und was auch toll ist: DIESE Bananen werden im Rucksack nicht matschig hahaha.

Schade das es für Erdbeeren bereits zu spät ist.

Aber als nächstes werde ich es mal mit Gemüse probieren: Wie wäre es mit marinierten Wirsing-Chips? das Rezept liegt schon bereit

Eine Flugreise in Aussicht

Ich bin ja nicht so der Reise-Typ. Aber na klar, gibt es auch bei mir ein paar Ziele, die ich gerne einmal besuchen würde…wenn, ja wenn, es dort nicht immer so heiß und vor allem nicht auch noch so voll wäre.

Eines dieser Wunschziele lautet: Venedig.

Durch diese alt-ehrwürdige Stadt mit ihrem morbiden Charme, den wunderschönen Häusern, Palästen, Brücken und Kanälen würde ich ja gerne mal schlendern. Diese Mischung aus Ehrfurcht vor der Baukunst alter Zeiten und der drohenden Gefahr eines langsamen Untergangs (Beides durch Menschenhand geschaffen) ist für mich sehr anziehend.

Ich sehe mich aber definitiv nicht in den Massen an Touristen, die Venedig wie eine Art Disneyland betrachten und sich genau so verhalten. Wo bleibt der Charme wenn sich Tausende Menschen auf dem Markus-Platz tummeln oder durch die kleinen Gassen schieben.

Vor ein paar Wochen reifte nun der Plan, ich reise einfach dann, wenn es NICHT heiß und NICHT von Touristen überbevölkert ist. Ich reise im Spätherbst.

In dieser Woche bin ich bei mir im Ort ins Reisebüro gegangen und habe mit der Hilfe einer netten Mitarbeiterin einen 4-Tages-Trip mit Flug und Hotel zusammengestellt für Mitte November. Leider gibt es von Hamburg aus, zu dieser Zeit, keinen Direktflug, aber egal….ich fliege mit der Swiss-Air, mit einmal Umsteigen in Zürich. So dauert die Anreise zwar länger, aber das ist für mich okay. Zwischen den beiden Flügen bleibt genügend Zeit, um mein Gepäck und mich auch zusammen nach Venedig zu bringen.

Die Dame hat mich nach meinem Reisebudget gefragt…ich wollte aber keinen Betrag festsetzen, sondern erst einmal schauen, wie teuer es überhaupt ist. Ich bin das letzte Mal vor 15 Jahren geflogen und diese Billig-Airlines kommen nicht in Frage (ich mag deren Methoden nicht). So hat sie ein 4-Sterne-Hotel in der Altstadt als Basis genommen und dazu nach Lufthansa und Swiss-Air Flügen geschaut. Der Preis lag mit knappen 900 EUR dann sogar noch ein Stück weit unter meiner „inneren Grenze“, also den Wert den ich innerlich bereit bin, dafür zu zahlen.

Den Transfer vom Flughafen zum Hotel muss ich allerdings selber organisieren…aber auch das ist okay. Das kann ich bereits im Vorfeld von Deutschland aus organisieren.

Sooo jetzt habe ich also einen gebuchten Urlaub im November – und ich freue mich darauf.

Allerdings ist mein letzter Flug sooo lange her, das ich von der modernen Art online und vorab einzuchecken, so gar keine Ahnung habe…das macht mich etwas nervös.

Auf meinen Reiseunterlagen steht eine ganze Menge, was ich wie zu machen habe…damit beschäftige ich mich aber erst, wenn der Urlaub nicht mehr ganz so weit entfernt ist. Noch dauert es ja 3 Monate.

Ach ja im Internet habe ich gelesen, das im November die Temperaturen so ca. zwischen 4-11 Grad liegen sollen…das es auch mehrere Regentage gibt und morgens die Stadt öfter mal im Nebel liegt…..klingt für mich klasse.

Kleiner Rückblick in die Vergangenheit:

Mein bisher letzter Flug ging übrigens vor 15 Jahren nach Wien. Den Urlaub hatte ich meinem damaligen Freund und mir zum Geburtstag geschenkt. Unser erster gemeinsamer Urlaub war ein kleines Desaster – wir waren erst 1/2 Jahr zusammen und unserer Lebenswelten passten nun mal überhaupt nicht zusammen….seufz…es war mega anstrengend, wir haben viel gestritten und teilweise sind wir dann auch getrennt durch Wien gelaufen.

Und doch bin ich noch weitere fast 8 Jahre mit ihm zusammen geblieben…das passiert, wenn das Herz über den Verstand siegt. Ich habe alle Warnsignale gehört und überhört und das obwohl wir zu dem Zeitpunkt durch seine permanente Lügerei bereits einige Krisen hatten…mein Verstand wollte sich schon zu dem Zeitpunkt mehrfach von ihm trennen…das Herz war einfach verliebt. Ja im Laufe der Zeit haben wir uns dann irgendwie so einigermaßen mit unseren unterschiedlichen Lebens-Rhythmen und -Vorstellungen arrangiert…solange bis es bei mir nicht mehr ging.

Tagesausflug: Arnis / Maasholm

Samstagvormittag habe ich mich mit Schwester+Schwager zu einem Ausflug in Arnis verabredet.

Arnis liegt auf einer Halbinsel an der Schlei und ist mit weniger als 300 Einwohnern und einer Fläche von 0,45 qm2 offiziell Deutschlands kleinste Stadt.

Als ich dieses Ziel vorschlug meinte mein Schwager: das reicht nicht für einen Tag…da sind wir in einer Stunde „durch“….also machte er den Vorschlag anschließend noch nach Maasholm zu fahren, das nur 16km entfernt, ebenfalls an der Schlei liegt.

Von Quickborn waren es gut 130km zu fahren…obwohl mein Navi mich konsequent über die A7 lotsen wollte, bin ich dann doch lieber über Kiel gefahren….denn die A7 in Richtung Norden war ziemlich voll. Immerhin haben jetzt alle 16 Bundesländer Sommerferien…das macht sich auf den Straßen bemerkbar.

Gemäß unserem familiären Grundsatz: lieber zu früh, als zu spät…war ich so fast 30 Minuten zu früh dort….aber bereits 5 Minuten später waren auch Schwester+Schwager ebenfalls da. Hahaha

Arnis war wirklich schnuckelig und bot mit einem Rundwanderweg einen schönen Weg entlang der Schlei und es dauerte, trotz vieler Stopps zum Schauen, wirklich nicht sehr lang.

Das Wetter war durchwachsen: windig, teilweise regnete es auch…aber es war nicht kalt und ab und an kam sogar die Sonne durch….wir liefen ein paar der schönen Wege mehrfach, weil wir gerne in das Schlei-Cafè wollten, welches aber nicht so früh geöffnet hatte.

Die boten selbstgebackenen Kuchen und sehr gutes Eis an…ich konnte mich nicht entscheiden ob Kuchen oder Eis: also bestellte ich ein Stück Apfelkuchen mit einer Kugel Vanille-Eis und Sahne …..hahaha die Bedienungen fanden das eine sehr gute Idee…meine Schwester ebenfalls. Und es hat sich gelohnt, Beides war richtig lecker..

Leider kann ich diese Mal keine Bilder präsentieren…meine SD-Karte meldet seit ein paar Tagen „SD-Karte defekt- bitte wechseln“….mir werden diese Bilder leider nicht mehr angezeigt….mal sehen ob ich noch ein Paar davon retten kann.

Anschließend sind wir dann nach Maasholm gefahren…und wieder sind wir rund um den Ort und kreuz und quer durch den Ort gelaufen….alles hier war (trotz eines großen Festes) unglaublich ruhig und friedlich. Überhaupt waren in beiden Orten Häuser, Straßen und Garten sehr gepflegt und alles war liebevoll hergerichtet…

Am Abend sind wir dann in Maasholm noch in einem Restaurant gewesen…auch das war eine gute Entscheidung…die Portionen waren etwas groß, dafür aber auch lecker. Für uns Mädels gab je einen Fischteller mit verschiedenen Sorten Fisch und Backkartoffeln und mein Schwager liebt Sauerfleisch mit Bratkartoffeln…und nach einen weiteren Spaziergang haben wir uns dann so gegen 20.30 Uhr verabschiedet und sind in unterschiedliche Richtungen nach Hause gefahren.

Es war ein richtig schöner Tag…unser Unterhaltungen waren leicht und unbeschwert und es fühlte sich so richtig nach Urlaub an…und das tat mir sehr gut. Gelaufen sind wir insgesamt mehr als 12km …hahaha gar nicht mal schlecht.

Geschlafen habe ich der Nach dann auch tief und fest.