Hallo Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr hattet schöne Weihnachten.
Durch ein kleines „Pieep“ von Bea und der Frage ob es mir gut geht, hab ich erst gemerkt, wie lange ich schon nicht mehr auf meinem Blog war.
Es ist eigentlich nichts weiter passiert, ausser das ich völlig unverhofft in ein Kommunikations-Loch gefallen bin.
Es gab in der letzten Zeit einfach zu viel Kommunikation in meinem Leben und zu viel Stress…da hab ich mich etwas zu sehr zurück gezogen. Es gab auch vieles über das ich nachenken musste.
Eigentlich wollte ich nur ein paar Tage offline gehen…aber daraus sind jetzt schon ein paar Wochen geworden.
DANKE Bea, für den kleinen Anstupser.
Mir geht es gut, ich hatte auch eine schöne Zeit vor und über Weihnachten, dazu viel Arbeit im Job….und die stillen Tage zihaise habe ich echt genossen.
Ich werde in den nächsten Tagen noch mal ein wenig nachlesen, was bei Euch so los war und wünsche Euch noch einen schönen Sonntagabend.
Gut das meine Schwester mich an unsere Verabredung erinnert hat…nach den ersten beiden Arbeitstagen, war ich eigentlich nur platt und wollte mich zuhause verkrümmeln. Das ging dann aber nicht – es war das Wochenende des Wanderuper Weihnachtsdorf ….und wir wollten uns da treffen.
Wanderup ist ein Dorf kurz vor Flensburg….einmal im Jahr verwandelt sich der gesamte Dorfkern in ein Weihnachtsdorf….überall gibt es verteilt kleine Verkaufsstände, mit viel außergewöhnlichen Handarbeiten und Basteleien, unfassbar viele Lichter auch gerade an den Privathäusern, gedämpfter Musik und viel Stände für das leibliche Wohl.
Schon weit vor der Einfahrt ins Dort werden die Autos aufgefordert, die ausgewiesenen P+R -Parkplätze zu nutzen und mit den kostenlosen (wer will darf etwas Spenden) Shuttlebussen ins Dorf zu fahren.
Bisher habe ich das auch immer gemacht, aber dieses Mal hatte ich Nikolaus-Geschenke für Schwester und Schwager. Als ich mich mit meiner Schwester letztes Mal in Flensburg zu einem Mädelstag getroffen habe, haben wir fleißig Sachen für die Beiden ausgesucht. Alleine könnte ich auch keine Klamotten für die Beiden einkaufen gehen.
Da meine Schwester darauf bestanden hat, in diesem Jahr die Weihnachtsgans zu bezahlen, habe ich im Gegenzug die Advents-Geschenke eingeführt. Zu Weihnachten schenke ich den Beiden trotzdem, wie immer, einen Umschlag- nett verpackt mit ein paar Kleinigkeiten. Dann können die sich das gönnen, was sie gerne möchten.
Also dieses Mal gibt es also Nikolaus-Geschenke und die musste ich dann erst einmal verpacken, so das jeder ein Paket bekommt…neben den Klamottten habe ich das Paket auch aufgefüllt mit deren Lieblingssüßigkeiten und ein Dingen die ich aus Venedig mitgebrachte habe….z.B. Trüffel-Öl und Trüffel-Pesto für meinen Schwager…und eine Kette aus Murano-Glas für meine Schwester .
Und da ich beide Pakete eben nicht durch das gesamte Dorf tragen wollte, bin ich einen Umweg gefahren um von der Flensburger Seite nach Wanderup zu kommen, genau auf den Parkplatz, auf dem sonst immer Schwester+Schwager parken.
Wir waren dieses Mal wieder zu Viert, weil der beste Freund der Beiden auch wieder Zeit hatte, mit zu kommen. Als wir uns dann alle zusammen getroffen haben, wurde es auch gerade dunkel und dann macht dieses Dorf noch einmal so viel Spaß.
Stundenlang sind wir kreuz und quer durch das Dorf gelaufen, haben hier geschaut, dort etwas gegessen…da etwas getrunken, und ich habe noch ein paar liebevolle Kleinigkeiten für die Brandenburgerin gekauft. Sie sollte auch noch ein Nikolaus-Päckchen von mir bekommen.
Sie hat mir schon vor einer Woche eine Advents-Kalender-Karte geschickt. Das ist eine so tolle Idee, jetzt öffne ich jeden Tag auf der Karte ein Türchen und freue mich dabei jedes Mal, das sie mit der Karte an mich gedacht hat. – Ich bekomme überhaupt gerne Postkarten .
Der Nachmittag in Wanderup war schön.
Es gab wieder die leckere Erbensuppe mit Würstchen und alkoholfreien Kinderpunsch, wir haben uns gut unterhalten, während wir langsam durch das Dorf schlenderten.
…nur meine Schwester war ganz plötzlich, mittendrin aufeinmal nicht gut drauf, sie wurde ruppig..aber wir 3 Anderen haben uns die Laune nicht verderben lassen. Irgendwann ging es wieder besser, aber sie suchte immer mehr Entschuldigungen warum sie vorher so merkwürdig reagiert hatte…anstatt es einfach so stehen zu lassen…wir kennen sie doch all Drei lange genug, um zu wissen, wie sie tickt…aber sie führte dann auf einmal körperliche Beschwerden an und im Laufe der nächsten Minuten waren es dann immer andere und immer mehr Beschwerden.
Diese Taktik hat in unserer Kindheit immer geholfen um ihr die Aufmerksamkeit unserer Eltern zu verschaffen, das man sie „wieder lieb hat“, wenn sie vorher etwas „angestellt“ hatte. hahaha nur das dieses Kind inzwischen 59 Jahre alt ist….aber es sind immer noch die gleichen Mechanismen.
Ich kann damit allerdings im Moment selber nicht gut umgehen, finde es anstrengend und habe sie dann zwischendurch einfach mal umarmt und gesagt, das sie sich keine Gedanken machen soll….es ist alles gut. Ich kann ja auch anstrengend für andere sein und jeder darf auch mal schlecht drauf sein.
Ganz am Ende, als wir wieder an meinem Auto ankamen, habe ich noch die Nikolaus-Pakete übergeben und mich wieder auf die Heimreise gemacht….immerhin wieder 1,5 Stunden Autofahrt.
Es war trotz allem war es ein gelungener Tag….evtl. war es auch das letzte Mal, denn wir haben gehört, das es das Weihnachtsdorf evtl. ab dem kommenden Jahr nicht mehr geben wird…es gibt wohl keinen mehr, der die Organisation übernehmen will. Derjenige der es bisher gemacht hat, möchte sich zurück ziehen. Das wäre echt schade.
Seit meinem Urlaub bin ich schreibfaul gewesen…zuerst musste ich mich von meinem Urlaub in Venedig erholen und als ich gut erholt wieder arbeiten ging, fühlte ich mich erschlagen von all den Dingen, die dort auf mich warteteten.
Ich war doch nur 1,5 Wochen weg und hatte einen genauen Ablaufplan, was ich jetzt sofort dringend machen musste, um den Urlaub wieder aufzuarbeiten….aber in gefühlt jeder 2. Mail waren Anfragen intern und extern, die sofort erledigt werden sollten. Die Masse hat mich erst einmal überfordert, weil ich eben nur 2 Hände und 1 Kopf habe…und so waren meine ersten beiden Arbeitstage nicht schön.
Also ging es erst einmal darum, die Aufgaben aus den Mails zu sichten, zu sortieren und zu priorisieren. Bei den Dingen, die jetzt so kurzfristig nicht mehr zu schaffen waren, hab ich um etwas Aufschub gebeten…Danach habe ich alles das, was eilig und kurzfristig zu schaffen war, zügig abgearbeitet und mir so insgesamt ein wenig Luft verschafft.
Puhhhh – wo kam das bloss auf einmal alles her? Ich bin jetzt immer noch nicht mit allen Anfragen fertig – aber das Meiste hab ich aufgeholt. Immerhin musste ich auchnoch mein Tagesgeschäft zum Monatsende erledigen und mich um all die Dinge kümmern, die ja immer noch nicht laufen (ich sage nur „neues Bankkonto“ grrrrrr).
Zum Glück kamen seitdem keine neuen Anfragen mehr und meine Team-Kollegen haben gemerkt, das es besser ist, mir im Moment etwas mehr Ruhe zu gönnen…weil ich kurz vorm Durchdrehen war. Ich kann eben nicht permanent als Kummerkasten dienen…und jetzt steht mir gerade keine einzige Nervenfaser mehr dafür zur Verfügung….ich brauche alle meine Kräfte selber.
Und als Kollegin Katrin dann auch noch meinte, sie müsse dringend mit Kollegin Cordula zusammen sitzen, weil die Beiden jetzt viel enger miteinander arbeiten (und Kollegin Cordula auch genervt von den Eigenheiten unseres Chefs, nicht mehr mit ihm zusammen sitzen möchte)…fühlte sich das auch nicht besser an.
Wenn unsere gelassenste Kollegin schon davon genervt ist…dann geht das für mich gar nicht. Unser Chef redet den ganzen Tag leise vor sich hin, wenn er nicht telefoniert oder Teams-Meeting hat und außerdem knabbert er den ganzen Tag irgendwelche Dinge…..agggrhhhhh…das geht bei mir einfach ALLES gar nicht. Ich habe sofort gesagt: ICH sitze mit ihm NICHT zusammen in einem Büro….das hatte ich ja ganz zu Anfang – das hatte mir da schon gereicht.
Die Meinung der Kolleginngen zu dem Thema: nein ich soll ja nicht mit ihm zusammen sitzen, sondern er bräuchte ein eigenes Büro…und ich auch. Ach das gibt wieder ein Drama, weil unsere Büroraum-Situation das nicht hergibt.
Das Zusammensitzen mit Katrin ist echt angenehm – zumal wir unsere HO-Zeiten gut aufeinander abgestimmt haben, so das wir regulär nur an 1 Tag in der Woche zusammen treffen. Der Chef geht aber fast nie ins HO – um das zu mental zu überleben, müsste ich mich komplett ins Homeoffice verkriechen. Na danke auch.
Eine mögliche Lösung wäre eine Art Rotationsprinzip, das wir alles so lassen, wie es ist…aber wenn ich im Homeoffice bin (aktuell 2 Tage in der Woche) könnte Cordula sich auf meinen Platz setzen…dafür müsste wir allerdings unsere technische Ausstattung aufeinander abstimmen, was aktuell noch nicht der Fall ist. das wäre zwar auch nicht optimal.
Na mal schauen, was die Kollegen sich da noch überlegen werden…mir gefällt das alles nicht wirklich, obwohl ich das Ansinnen der Kolleginnen sehr gut nachvollziehen kann.
Ich bin ziemlich froh, das die räumliche Situation momentan so ist, wie sie ist – würde sie gerne beibehalten….manno 😪