wenig freie Zeit

Durch die vielen Termine hatte ich nicht soviel Freizeit, wie ich eigentlich geplant.

Aber Freitagmorgen war ich Schwimmen. Das war wunderbar….für eine gewisse Weile waren wir nur zu Dritt in dem großen Becken…herrlich die Ruhe. Die Sonne strahlte in das Hallenbad und ich zog gemütlich meine Bahnen für insgesamt 1,6km.

Samstagmittag war ich mit Schwester+Schwager verabredet und zwar im Weihnachtsdorf Wanderup (bei Tarp) . Ein ganzes Dorf macht mit beim Weihnachtsmarkt…überall Lichter und Stände mit Handarbeiten, viel zu Essen und zu Trinken. Viele private Häuser und Gärten waren wunderschön geschmückt und boten selbstgemachte Marmeladen oder Selbstgebasteltes zum Verkauf an.

Wir hatten einen lustigen und schönen Nachmittag. Nächste Woche Dienstag fährt meine Schwester dann zur Reha.

Auf der Suche – alles online

Ich bin erschöpft von der Woche….dabei hatte ich sogar 2 Tage Urlaub und das Wochenende, um mich zu erholen. Wobei ich ja sagen muss, es lag nicht alleine an meinem Job…sondern an der Maschinerie, die ich ans Laufen gebracht habe.

In dieser Woche hatte ich bereits Erstgespräche per Telefon mit einigen Recruitern, später dann Vorbesprechungen…dann auch schon bei 2 Firmen Bewerbungsgespräche und die Nachbesprechungen wieder mit den Recuitern….alles über Teams.

Das ist schon krass, wie schnell heute alles mit Teams oder anderen Programmen gehen kann. Der komplette Bewerbungsprozess wird dadurch beschleunigt. Dafür musste ich mir aber auch die APP auf meinen privaten Laptop installieren und auch ein kostenloses Konto anlegen. Ich war ja etwas skeptisch, aber jawohl das hat alles ganz gut geklappt und mein Wlan hat auch einwandfrei funktioniert.

Auf jedes Bewerbungsgespräch muss man sich immer wieder neu vorbereiten. Sich mit der Firma beschäftigen. Also zumindest in meinem Job ist so etwas wichtig. Eine der ersten Fragen ist immer: Was wissen Sie über uns…da ist es hilfreich sich mit der Webseite und dem HR-Auszug beschäftigt zu haben, wenn möglich ein paar Zahlen über Umsatz, Mitarbeiterzahl und Ebitda parat zu haben und evtl. auch schon mal Gedanken über die buchhalterischen Besonderheiten in der jeweiligen Branche zu machen. Und ja, auch die Kleidung ist wichtig…und das man über die Kamera nicht aussieht wie eine Leiche (ist mir vorher noch nie aufgefallen, wieviel Gesichtsfarbe so eine Kamera schluckt…also hab ich etwas mehr Makeup aufgelegt, als ich es normalerweise tun würde, und sah immer noch fast ungeschminkt aus).

Und megawichtig ist auch, das man super pünktlich in das Meeting eintritt und das die Technik funktioniert…ich habe vor jedem Gespräch mein Headset 2x kontrolliert.

Alles zusammen ist zwar nervig und kostet viel Zeit, ist aber notwendig und gehört einfach dazu.

Meine beiden Vorstellungsgespräche fanden in einer netten Gesprächsatmosphäre statt, waren lang, teils lustig und informativ…und trotz aller Lockerheit geht es für beide Seiten darum, sich zu präsentieren und abzuschätzen, ob es mit dem Gegenüber passen könnte.

Der vom ersten Gespräch wollte die mich gerne sofort für das 2. Gespräch einladen. Der Personaler mit dem ich das Gespräch führte, war brutal offen, welchen Herausforderungen sich diese Firma seit fast 2 Jahren mit ihrer Systemumstellung stellen muss.

Und das ist genau die gleiche Software, auf die meine jetzige Firma auch gerade umstellt. Und nach 2 Jahren läuft die Software bei denen immer noch nicht so, wie sie sollte….immer noch müssen mehr als 30% der Arbeiten manuell nachgearbeitet werden. Auch die wurden in zu kurzer Zeit einfach von Ihrer Zentrale einfach umgestellt und auch diese Firma ist eine DÄNISCHE Konzernmutter.

Bei den vielen Gemeinsamkeiten mit meinem jetzigen Job (obwohl es eine ganz andere Branche ist) hat es mich eher abgeschreckt…das klingt für mich zu sehr nach „vom Regen in die Traufe“….der Job hätte mich schon gereizt…aber da waren auch noch ein paar andere Kriterien, die nicht ganz nach meinem Geschmack waren…obwohl das Gehalt sogar über meinem jetzigen gelegen hätte. Ich hab mir Bedenkzeit bis Montag erbeten.

Das zweite Gespräch war zwar nicht ganz so locker und lustig, aber es war ein sehr langes und auch sehr nettes Bewerbungsgespräch. Das waren fast 1,5 Stunden. Diese Firma hatte ein paar Bedenken wegen meiner Gehaltsvorstellungen (die ich ja schon um ein paar Tausend EUR reduziert hatte) und meinem Wunsch nach 2 Homeoffice-Tagen und ich habe zusätzlich noch Bedenken wegen deren fehlender Digitalisierung .

Zusammen gefasst hieße das: hier würde ich viel weniger verdienen als bisher, hätte einen wesentlich längeren Arbeitsweg und dann auch nur die Möglichkeit an Tag remote zu arbeiten. Dafür dann eine Firma, die noch nicht einmal mit der Digitalisierung angefangen hat, die also in den nächsten 1-2 Jahren nur mit Systemumstellungen beschäftigt sein wird und was soll ich dann auch mit einem Tag Homeoffice anfangen, wenn die nicht einmal ihre Rechnungen scannen, keine Cloud-Ablage haben oder ein Datenmanagement-System…geschweige denn ein Rechnungs-Workflow.

Es ist zwar nicht gerade vorteilhaft im Dezember nach einem neuen Job zu suchen, weil ich mich auf meine Jahresabschlüsse vorbereiten muss…aber Stellenangebote gibt es Unzählige…ich muss nur noch das richtige für mich finden, das soweit ganz gut passt.

Vom Buchhalter zum dressierten Affen

Einen Geschäftsführer zu verlieren, mitten in einer Systemumstellung ist jetzt doch gar nicht so einfach. Der Controller und Katrin, waren gerade dabei mit dem GF ein paar Themen angehen zu wollen, um mit der Systemumstellung auch ein paar Prozesse zum Positiven zu verändern.

Jetzt kann es Monate dauern, bis es einen neuen GF gibt. Jaaa interimsmässig werden 2 der Mitglieder aus der dänischen Geschäftsführung, auch für Deutschland zuständig sein…aber die kümmern sich dann eher um die großen Themen, nicht ums Controlling.

Wieder einmal fällt das deutsche Controlling hinten runter. ABER dafür wollen jetzt die Finanzchefin und der dänische Teamleiter (dem ich schon vor 1 Monat mein Leid geklagt hatte, das der deutsche GF mich nicht als Mitarbeiter haben möchte) etwas mehr Führung übernehmen.

Offiziell wird jetzt auch nach einem deutschen „Finanzchef“ gesucht…wir bekommen also demnächst einen Teamleiter – wogegen ich gar nichts habe…das ist überfällig und gut…solange dieser auch selber mit arbeitet und nicht nur delegiert.

In unserem Online-Meeting am Freitag haben uns die Beiden aber auch ihre Vision für die nächsten Jahre noch einmal klar und deutlich aufgezeigt. Wo ich in der letzten Woche noch meine Bedenken zu ein paar Änderungen sagen durfte, wurde uns nun mitgeteilt, was alles geändert wird.

Sie warben quasi um Zustimmung für ihre Zukunfts-Ideen, die ich nicht geben wollte…es dann aber mit leichten Einschränkungen doch tat, damit dieses ständige (freundlich verpackte) Nachbohren und auf mich Einreden endlich aufhört, aber in der Gewissheit: das war es jetzt für mich. Der Controller und Kirstin waren dabei eher ruhig…ich bin scheinbar die Einzige, die ihre Meinung klar äußert.

Ja es ist ein modernes, KI-gestütztes ERP-System, das tolle Möglichkeit bietet…wenn es denn mal läuft und soweit war ich auch bereit mit zugehen…trotz der Restriktionen, die von der Zentrale aus für uns ausländische Gesellschaften vor eingestellt wurden.

Wir können also nichts mehr selbst entscheiden…jeder Handgriff, jede Buchung wird exakt vorgegeben. das hätte ich als Kröte gerade noch schlucken können, solange ich noch die für mich wichtigen Infos mit z.b. einem aussagekräftigen Buchungstext doch noch bekommen kann.

Aber im nächsten Schritt werden uns auch diese Möglichkeiten genommen, denn die Lieferanten-Rechnungen sollen nicht mehr von Deutschland aus vor kontiert werden…sondern von Dänemark…wo die Kollegen dort schon heute  Probleme haben, den Inhalt einer deutschen Rechnung überhaupt zu verstehen.

Na klar Standard-Rechnungen sind kein Problem, aber bei unseren großen Firmen ist vieles eben nicht Standard. Wenn der Inhalt nicht verstanden wird, kann man auch nicht das richtige Buchungskonto oder den richtigen Text eintragen. Und ohne HGB-Kenntnisse kann man eine Anlage-Rechnung auch nicht richtig kontieren. Wir müssen uns in Deutschland beim Verbuchen von Sachverhalten an das Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz, AG-Gesetz, Umsatzsteuer-Gesetz, die Abgabenordnung, an die GOBD (Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung) , an die Datenschutzgrundverordnung und noch an viele weitere Verordnungen und Gesetze usw. halten….ich meine nicht umsonst gilt Deutschland als kompliziert.

Wir sollen uns nicht mehr um diese Sachen kümmern müssen, damit wir mehr „controllen“ können. Ja sorry, wenn die Basisdaten nicht korrekt erfasst sind, verbringt man mehr Zeit damit alles zu korrigieren und wenn keine vernünftigen Texte erfasst wurden, weiß man nicht einmal ob es falsch oder richtig verbucht wurde.

Meinen Vorschlag doch wenigstens in HH einen Kreditorenbuchhalter zu haben, damit wir überhaupt noch Einfluss auf die Kontierung nehmen können, wurde uns nur für den Übergang gewährt…aber mittelfristig geht das alles nach Dänemark.

D.h.: wir dürfen weder Kreditoren- und Debitoren-Stammdaten selber anlegen, dürfen keine Sachkonten anlegen, dürfen keine Kreditoren-Rechnungen erfassen und müssen uns bei Debitoren-Rechnungen mit den Einschränkungen herumärgern, weil wir nicht mehr selber die Verbuchung beeinflussen können. Einzig Sachkonten-Buchungen dürfen wir noch selber machen…NOCH…weil auch hier vieles automatisiert werden soll.

Wir sollen uns auf die wichtigen Dinge, wie dann zukünftig monatliche Abschlüsse konzentrieren (bis jetzt machen wir nur per Quartal Abschlüsse), die dann auch noch schneller fertig sein sollen….ach ja und dann sollen wir auch noch die internationalen Buchungsstandards (IFRS-Regeln) in einem zusätzlichen Ledger verbuchen.

Ne danke – das ist genau die Art von Buchhalter, die ich nicht sein möchte.

Ich möchte kein dressierter Affe sein, wie es meine frühere Chefin mal genannt hat.

Ich habe nichts gegen Regeln…wir haben da gesetzlich eine ganze Menge davon. Aber den Gestaltungsspielraum, den uns das Gesetz und normalerweise die Geschäftsleitung gibt, möchte ich behalten und sinnvoll einsetzen….aber das hier bietet nur noch eon ganz eng geschnürtes Korsett.

Der große Knall

Bei uns geht es ja nicht nur um die neue ERP-Software für die Buchhaltung, die ab Januar 2025 eingeführt wird, auch unser Daten-Management-System soll am 1.1. wechselt werden…und noch weiß keiner, wie das aussehen wird.

Mittwoch kam dann aber erst einmal ein ganz großer Knall für unsere Deutsche Gesellschaft.

Wir Controller und die 5 Kollegen aus Dänemark waren gerade in einem Online-Meeting mit unseren Wirtschaftsprüfern, um einiges zu klären…da kam ein Kollege herein und versuchte sich Gehör zu verschaffen…ich hab es bemerkt und bin zu ihm hin.

Seine Aussage: Wir sollen SOFORT – ALLE – in unseren Haupt-Meetingraum kommen. Sorry lieber Kollege wir sind in einem Meeting.. DOCH wir müssen kommen – JETZT unmittelbar – er weiß zwar nicht warum, aber der Firmenchef ist da und ALLE deutschen Mitarbeiter sollen kommen.

Ich hab also laut in den Raum und zu unseren Wirtschaftsprüfern auf dem Bildschirm gesagt, das wir unser Meeting jetzt leider unterbrechen müssen…ich wüsste zwar nicht was, aber es muss wohl etwas passiert sein.

Wir deutschen Mitarbeiter sind also alle rüber ins andere Gebäude gelaufen und dort warteten bereits die Mitglieder der Dänischen Geschäftsleitung auf uns. ALs alle Kollegen vom Hamburger Büro anwesend waren, begann unsere Nr.1 mit den Worten: Es gibt Tage mit schlechten Nachrichten…

Ganz ehrlich, in dem Moment dachte ich: unsere Deutsche Firma wird aufgelöst – so düster klangen seine Worte in meinem Ohren.

Dann wurde uns mitgeteilt, das man sich mit sofortiger Wirkung von unserem Deutschen Geschäftsführer getrennt hätte (also von meinem momentanen direkten Vorgesetzten). Es gab einige vorsichtige Erläuterungsversuche, aber keine wirklichen Infos…nur das man sich auf die Werte der Firmengruppe berief und das man uns nun für die kommenden Monate, bis es einen neuen Geschäftsführer für Deutschland geben wird, nicht alleine lässt usw….also eigentlich viele Worte für wenig Inhalt.

Das hat dann auch gesessen…gerade die Kollegen aus der Projektentwicklung und den angegliederten Abteilungen, waren sprachlos. Gerade den oft noch sehr jungen Kollegen stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Aber ganz besonders Svea, die Assistentin des GF, die ja davon unmittelbar von so einer Entscheidung betroffen ist und mit der ich ja einen guten engen Kontakt pflege, versuchte ausdruckslos zu schauen, aber ich konnte so einiges in ihren Augen lesen.

Auch für uns Controller hat das Auswirkungen…denn der deutsche GF muss ja viele Rechnungen, Urlaubsanträge usw. freigeben. Auf MEINE Tagesarbeit hat es kaum Auswirkungen und doch war auch ich schockiert…aber mehr wegen der Art und Weise, wie wir zu dem Meeting geordert wurden und mit welcher klaren Härte das Ganze durchgezogen wurde.

Normalerweise erlebe ich die dänischen Chefs immer zurückhaltend freundlich, es wird selten offen etwas kritisiert, eher nett und freundlich umschrieben.

Die anderen deutschen Büros wurden nach uns dann per Teams informiert….und wir, wir gingen zurück an die Arbeit. Aber seitdem herrscht eine permanente Unruhe im Hamburger Büro…wie so ein unruhiges Hintergrund-Rauschen.

Das machte für mich diesen schlechten Tag, mit den blöden nicht funktionierenden Systemtests, noch schlechter…ich konnte mich kaum auf etwas konzentrieren.

Erst am späten Nachmittag konnte ich dann mit Svea sprechen…wir waren in ihrem Büro und haben mehr als 30 Minuten gesprochen. Wie es ihr mit der Entscheidung geht, konnte sie noch nicht einmal sagen…so sehr der Schock, weil der GF sich nicht einmal von ihr verabschieden durfte, sondern das Gebäude unmittelbar verlassen musste. DAS hat die Kollegin am Meisten schockiert…aber es steht ja auch ihre Zukunft auf dem Spiel…die hat sehr gut mit dem GF zusammengearbeitet.

Ich hatte durch das Gespräch mit der Kollegin Svea unser tägliches update-Meeting für die Systemumstellung verpasst…und hab mich später entschuldigt…aber eine der dänischen Kollegin meinte dann später, das unser „Change-Manager“ es sehr gut fand, das ich mich um Svea gekümmert habe …er war auch derjenige der uns 3 Controller als erstes gefragt hat: wie geht es auch jetzt mit dieser Entscheidung. Soviel Aufmerksamkeit sind wir ja gar nicht gewöhnt.

Letztlich waren wir alle froh, als der Tag dann endgültig vorbei war…

Verschiebung? – ausgeschlossen, nicht verhandelbar

Mit insgesamt 5 Personen rückten die Kollegen aus der Firmenzentrale Dienstag an, um mit uns die sogenannten End-to-End-Tests durchzuführen. Davon waren 2 Personen allerdings Externe – die gehörten zu der Softwarefirma aus DK, von der wir das Programm erworben haben.

Wir hatten vereinbart, das die 5 sich in unserem großen Meetingraum niederlassen und wir 3 Controller die Tests in unseren eigenen Büros durchführen. Büros und Meetingraum liegen dicht beieinander.

Wenn man mal von einer normalen Firma ausgeht, bedeuten End-to-End-Tests, das wir auf einem FERTIG vorbereiteten Testsystems mit einigen unser eigenen Firmen, die dort als Testfirma eingerichtet wurden, alle unsere Prozesse testen, um zu sehen ob wir als End-Nutzer auch alles abbilden können, was wir benötigen.

Soweit so normal…nur bei uns ist gar nichts normal. Das Testsystem war nicht mal ansatzweise auf solche Tests vorbereitet. Fast JEDE Aktion unsererseits, führte zu einem Fehler, weil etwas nicht oder nicht richtig eingestellt war. Wir hatten im Vorfeld auch keine Unterlagen bekommen, um zu sehen, ob die von er Zentrale aus eingestellten Restriktionen mit unserer Buchungswirklichkeit kompatibel sind. Waren sie natürlich nicht…und manches kam wirklich nur durch Zufall zu tage.

Ich habe mich müheselig durch Listen gewühlt um zu sehen welche Waren-/Servicenummern für welche Art von Firma genutzt werden dürfen, wenn sie bestimmte Leistungen an andere Firmen berechnen müssen und auf welche Sachkonten das dann verbucht wird. Einfacher wäre gewesen, man hätte uns im Vorfeld gefragt: was berechnet ihr eigentlich bei welcher Gesellschaft an wen. Aber so eine vorausschauende Vorbereitung kann man scheinbar nicht bei uns erwarten.

Die Leute waren nett und wir hatten echt lustige und wirklich nette Tage mit ALLEN. Aber das war ja nicht der Sinn…und das wir am Ende hinter den meisten Anforderungen der Tests ein: „erfolgreich absolviert“ gesetzt haben und nur wenige als „mit Fehlern beendet“, entspricht eigentlich nur der halben Wahrheit. Den die erfolgreich absolvierten Tests waren nur deshalb erfolgreich, weil ständig im Hintergrund noch etwas angepasst wurde oder auf eine Liste gesetzt wurde, damit das später noch geändert wird.

Ich habe meine Bedenken zu dieser Art von „erfolgreich absolviert“ auch laut mitgeteilt und auch später der Dänischen Finanzchefin und dem Teamleiter aus DK, die uns gefragt haben, wie es denn läuft noch einmal laut gesagt. Beide haben das aber nicht gelten lassen….und meinten ob es für den Start der Umstellung als kritisch anzusehen ist oder nicht…naja, für den Start ist es nicht kritisch, aber Arbeiten können wir so trotzdem nicht.

Meine Kollegen sind zwar derselben Meinung wie ich, haben sich aber bei dem Thema rausgehalten und nichts gesagt. Erst nach dem Gespräch am Freitag meinten sie: gut das Du es gesagt hast. Ja danke – aber warum habt ihr mich nicht unterstützt. Ihr hättet wenigstens mit Nicken meine Aussage bekräftigen können. So ist sie einfach verhallt.

Wenn ich auf den Kalender schaue wird mir inzwischen schlecht….heute in 4 Wochen ist quasi das Jahr vorbei…dann ist Weihnachten und damit 90 % aller Mitarbeiter im Urlaub. Bis dahin kommen noch END-END-Tests. und wir müssen noch weitere Listen für die Umstellung ausfüllen, und die laufenden Arbeit muss auch gemacht werden und die Vorbereitungen auf die Jahresabschlüsse und und und… ich habe immer noch 10 Urlaubstage für dieses Jahr.

Dabei hieß es vorher, wenn wir diese End-to-End-Tests fertig haben, dann sind wir vorbereitet…ich könnte fast hysterisch auflachen…guter Witz. Eine Verschiebung der Umstellung ist ausgeschlossen – nicht verhandelbar.

moderne Technik ist toll…

…solange sie funktioniert.

Nach 3 Jahren nahezu ohne Schwierigkeiten mit meinem Internet-Anschluss, hab ich seit der Rückkehr von der letzten Dienstreise allerdings ständig Probleme mit dem WLAN zuhause. Letztes Wochenende war mein WLAN mal verfügbar – mal nicht…manchmal ging es eine Stunde gut, dann nur 3 Minuten ….Sonntagabend ging dann gar nichts mehr.

Ich habe sogar meinem Router ein Firmware-update verpasst…und trotzdem lief es nicht mehr.

Montagmorgen musste ich dann, nach 1,5 Stunden vergeblichem Versuch im Homeoffice zu Arbeiten, abbrechen und ins Büro fahren.

Bei der Telekom hatte ich bereits über mein Mobiltelefon eine Störungsmeldung gemacht und bekam auch Montagmittag einen Anruf von einer netten Service-Mitarbeiterin…und was ich total klasse finde, sie ist nun die direkte Ansprechpartnerin für meinen Telefonanschluss…mit ihrer Handynummer kann ich mich nun immer direkt per SMS an sie wenden, und wenn sie keinen Dienst hat, wird meine Nachricht von dem Team bearbeitet.

Montagabend funktionierte dann komischerweise auch alles wieder einwandfrei. Freitag bekam ich einen Kontrollanruf von der netten Dame und ich sagte es ihr auch genauso…und prompt geht seit Samstagabend mein WLAN wieder nicht…also überhaupt nicht mehr. Es wird noch nicht einmal irgendwo angezeigt. Ich schrieb also eine SMS an die Service-Handynummer.

Heute Morgen rief mich die nette Service-Dame wieder an…Sie prüfte die Leitung: alles i.O., der Router funktioniert zwar, aber immer noch wurde mein WLAN überhaupt nicht angezeigt…Dann musste ich den Router rebooten. Wir beendeten das Gespräch, weil das rebooten eine Weile dauerte…dann rief sie erneut an und immer noch ging das WLAN nicht.

Mein Router ist schon 3 Jahre alte und ihr Vorschlag war, den Router zu tauschen…und mitten während wir noch darüber sprachen ob es Sinn macht einen Router zu kaufen oder zu mieten, war mein WLAN auf einmal da.

Fazit: aktuell läuft das WLAN, aber den Router tausche ich auf jeden Fall gegen einen der neuesten Generation….und ich kaufe ihn, anstatt zu mieten. Und für ca. 5 EUR mehr im Monat hab ich mir noch ein Upgrade auf ein noch schnelleres Internet gegönnt.

Ich hoffe mit dem neuen Router dann wieder für ein paar Jahre Ruhe zu haben. Ich nutzte das Internet intensiv und auch mein Fernseher ist natürlich mit dem Internet verbunden. Ich schaue gerne Krimis, Serien und Dokus über die öffentlich-rechtlichen Mediatheken. Ganz wichtig ist für mich das Internet auch, um von Zuhause aus arbeiten zu können.

Unsere schöne moderne Welt benötigt viel Strom und den Zugang zum Internet. Wie sehr wir davon abhängen merken wir unmittelbar wenn eines oder gar beides davon nicht funktioniert.

Der eventuelle Auslöser für das technische Problem könnte gewesen sein, das ich dem Router vor meiner Abreise den Stecker gezogen hatte. Das hab ich vorher noch nie gemacht und war wohl auch keine so gute Idee. Einerseits wird einem geraten ruhig mal den Stecker zu ziehen, andere raten dringend davon ab. Nun, ich würde es nicht noch einmal machen.

Wintereinbruch – Aufbruchsstimmung

Die Woche war ereignisreich, zu ereignisreich und anstrengend…und gestern gab es in Quickborn die ersten Schneeflocken…zumindest waren das die Ersten, die ich gesehen habe.

Heute Morgen hab ich früh das Haus verlassen und wollte kurz vor Sonnenaufgang im Himmelmoor eine schöne Runde laufen..und ja es liegt tatsächlich etwas Schnee…aber der Boden ist noch zu nass und von oben taut es bereits auch wieder….trotzdem sah es toll aus

Aber zum Laufen war es nicht so schön. Bereits nach 1/3 meiner Wegstrecke waren meine Füße komplett nass…auch gut…dann brauchte ich den weiteren Pfützen gar nicht mehr auszuweichen…denn nass ist nass…und mehr geht nicht – dachte ich zumindest.

Bereits ein paar Schritte weiter, trat ich dann mit dem linken Fuß jedoch in ein nicht erkennbares Loch und nun floss das Wasser auch von oben in meinen Wanderschuh…..hahahaha….okay – nun weiß auch ich: es gibt doch noch eine Steigerung von „komplett nass“…das unangenehme Gefühl wenn sich die dicken Socken von oben nach unten mit Wasser vollsaugen…und sich mit der Nässe von unten treffen.

Nun gut…das schreckt mich nicht ab und ich bin ganz normal die Strecke weiter gelaufen und habe sogar ein paar Pfützen extra mitgenommen…jetzt erst Recht. Das hat Spaß gemacht und ich brauchte das auch, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen.

Soviel ist in dieser Woche im Job passiert, es gibt vieles über das ich nachdenken muss – aber eine Entscheidung habe ich bereits getroffen…in dieser Firma bleibe ich nicht mehr lange…ich fange genau JETZT an mir etwas Neues zu suchen.

Die Infos die wir in den letzten 2 Tagen von den Dänischen Vorgesetzten bekommen haben, wie sie sich unsere Arbeit im Controlling ab jetzt und in Zukunft vorstellen, deckt sich nicht mehr mit dem wie ich Arbeiten möchte….ich werde noch ausführlicher darüber berichten.

Auf jeden Fall waren das jetzt die letzten fehlenden Bausteine um sich ein komplettes Bild von unserer buchhalterischen Zukunft zu machen. Die letzten 2 Wochen haben mich in eine Aufbruchsstimmung versetzt – aber anders als sich die Konzernmutter das vorgestellt hatte.

Nicht der Aufbruch in eine neue Zeit mit der Firma…sondern der Aufbruch raus aus der Firma. Nun endlich hab ich die Motivation zu gehen…es wird Zeit für mich, weil sooo wie es jetzt ist und wie es zukünftig sein wird, entspricht es einfach nicht mehr meinen eigenen Vorstellungen von zufriedenstellender Arbeit…vom zeitlichen Engagement mal ganz abgesehen…denn mehr Leute bekommen wir nicht.

Leben heißt ständige Veränderung…und auch wenn man manche eigentlich nicht möchte, muss man sich Ihnen stellen und immer wieder sein eigenen Leben nachjustieren, damit es zu einem passt.

Nun mit dem Wintereinbruch (der ja Morgen bereits wieder vorbei sein soll)…hab ich mir noch einen kleinen Mitbewohner zugelegt, der mich im Flur durch die Weihnachtszeit geleitet …ist der nicht niedlich:

Eigentlich wollte ich ja keine neuen Weihnachts-Dekos mehr kaufen…aber ich liebe Weihnachtswichtel und als meine Schwester mir von denen hier erzählte…konnte ich nicht widerstehen.

Schulungen, Tests und schlechte Laune

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Die Schulungen der nächsten Tage waren dann auch, wie erwartet, lang und anstrengend…aber letztlich erkenne ich mehr und mehr wiederkehrende Muster und die Logik dahinter.

Das neue Programm bleibt aber weiterhin eine Wundertüte, denn auch die Tests liefern schleppend…vieles funktionierte einfach nicht, es wurde also ständig daran gebastelt und dann einfach gesagt: ach stellt Euch vor, das wäre jetzt soso und so, dann könnt ihr dann: das und das machen – hmm danke sehr schön.

Wir 3 Controller haben gemäß unserem Naturell den Schulungen beigewohnt: Der Controller nur mässig interessiert und ganz schnell in der „keinen Bock und langweilig“-Phase, hat dann einfach nicht mehr zugehört. Katrin hat zugehört, war aber immer schnell frustriert und äußerte auch laut und harsch ihren Unmut wenn sie nicht verstand wozu sie das überhaupt braucht, bzw. wenn sie den Faden verloren hatte“…hat aber nach Bestem Wissen mitgemacht, sich die Abläufe notiert und auch viele gute Fragen gestellt.

Und ich war die ganze Zeit aufmerksam dabei, habe auch mitgeschrieben, mitgemacht, auf Dinge hingewiesen, nachgehakt und Fragen gestellt. Doch jedes Mal kommt der Punkt, dieser eine Moment, wo ich mich dann komplett überfordert fühle, weil es dann auch mir einfach zu schnell geht und zu viel wird.

Leider neige ich dann dazu, das mir einfach die Tränen kommen und ich keinen vernünftigen Satz mehr sagen kann…als mir das am Mittwoch passierte (es ging dabei um ein komplett Neues Modul, welches wir für die Projektentwicklung benötigen, das so unfassbar kompliziert und verschachtelt ist). musste ich den Raum verlassen.

Es nutzt auch nichts, wenn mir dann nach meiner Rückkehr in den Schulungsraum alle sagen: jaaa das ist auch kompliziert und umständlich durch die Cross-Company-Buchungen und wir lassen Euch auch nicht damit alleine, und alle waren am Anfang so frustriert wegen dieses einen Moduls usw…dann kommen mir sofort wieder die Tränen. Lasst mich doch einfach in Ruhe (hab ich natürlich nicht laut gesagt) …Natürlich werde ich irgendwann auch damit umgehen können.

Dieses tränenklüderige ist etwas, was ich bei mir überhaupt nicht mag…aber leider kann ich es nicht kontrollieren…nun, so ist es nun einmal, aber es war mir natürlich unangenehm. Zum Glück gab es auch nur diese eine Situation.

Dafür gab es dann Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Controller und mir, weil er sich wieder einmal blockierte und dann auch noch die Unwahrheit während der Schulung sagte, was ich so nicht stehen lassen konnte. Es kam nämlich genau das, was ich beim letzten Mal schon gedacht habe: also das hört er heute zum 1.Mal – das hätte ihm noch keiner gesagt….DOCH lieber Kollege, das hat man uns schon gesagt…Du hast nur nicht zugehört.

Er wollte mir dann verbieten weiter etwas zu dem Thema zu sagen, zeigte das auch, indem er seinen Zeigefinger vor seinen Mund hielt und mich böse anblickte, damit ich still bin….meinte dann, ich solle aufhören auf seine Aussagen zu antworten…er möchte meine Einwände nicht hören und auch von mir keine Erklärungen dazu bekommen.

Ja super – kannst Du kriegen….also hab ich ihn für den Rest des Tages fast komplett ignoriert…soll er doch selber klar kommen.

Leider war ich zu lange in einer Teamleiter-Funktion und neige auch heute noch dazu, mich verantwortlich zu fühlen, wenn jemand etwas nicht versteht. Mir geht es nicht um Profilierung, sondern darum, das wir alle den gleichen Wissensstand haben und den Schulungen folgen können und dann auch weiter machen können und nicht auf der Stelle treten.

Natürlich ist es sein gutes Recht unwissend und ratlos zu bleiben und auch Erklärungen von meiner Seite aus abzulehnen, wir sind ja gleichberechtigte Kollegen. Er muss von mir nichts annehmen.

Aber mich nervt, wenn er dann behauptet die Anderen hätten es uns nicht ordentlich bei gebracht. So kam es denn auch am Abend…die Schulungen sind sch….e, schlecht aufgebaut, unkoordiniert, lückenhaft usw. Für alles was er nicht versteht, macht er Jemanden verantwortlich – nicht aber sich selbst.

Er will partout nicht mit den Testfirmen im „Sandkasten“ testen…sondern lieber im Produktivsystem die echten Firmen, die er gerade übernommen hat, weiterführen…das wäre für ihn die „RICHTIGE“ Methode zum Testen…ja mag sein, aber so erkennst Du doch nicht, ob Deine große Firma korrekt migriert wurde.

Und wir haben dann auch prompt einen großen Fehler im Anlagevermögen entdeckt. Mir war aufgefallen, das da etwas nicht stimmen kann, weil die Schulungsleiterin meinte, wir legen nun zum Testen einen neuen Laptop als „intangible“ an. Auf meine Entgegnung das ist doch nicht richtig, es ist „tangible“, kam es zu einer Diskussion, weil sie keine andere mögliche Anlagenklasse sah und dann hat sie uns erst das Auswahlfeld gezeigt…neee also da fehlen ja noch ein paar deutsche Anlageklassen. Mit anderen Worten, das war purer Zufall.

Dann kam noch hinzu, das unser bisheriger Kontenplan nicht korrekt mit dem neuen Kontenplan „gemappt“ wurde. Es fehlen im Testsystem noch jede Menge sehr spezielle Deutsche Sachkonten. Alle Einstellungen im Testsystem werden am Ende auf das Produktivsystem übertragen…von daher sind solche Tests enorm wichtig.

Die diversen Externen die uns schulen sollten, waren im Laufe der Tage auch mehr als einmal frustriert, weil wir nicht so schnell voran kamen, wie sie gehofft hatten und die dänischen Kollegen, die uns in dieser Phase betreuen, waren auch nicht wirklich zufrieden, weil vieles im System nicht lief und sie gleichzeitig auch noch die polnischen Kollegen bei der Migration betreuen, die mit den Tests ca. 2 Wochen vorher angefangen haben, jetzt also auch viele Fragen per Mail stellen….

Bei all dem gut gelaunt zu bleiben, war also gar nicht möglich. Aber letztlich hab ich zumindest vieles gelernt, erkenne Muster und Routinen, die in den verschiedenen Modulen der Software immer wieder auftauchen. Es gibt inzwischen auch von unserem Migrationsteam, Ablaufpläne und Schulungsvideos auf English für viele verschiedene Standard-Arbeiten…da kann man sich also auch drüber informieren.

Es ist also kein schwarzes Loch mehr, ich werde damit arbeiten können….aber bis alles reibungslos läuft, werden noch ein paar Monate vergehen…und an die nächsten 3-Monate mag ich gar nicht denken…

Unerwartetes upgrade und das E-Auto-Problem

Montagmittag hab ich den Mietwagen für die Dienstreise abgeholt. Das ist ganz leicht, da sich die Mietwagenfirma im gleichen Gebäudekomplex befindet.

Diese gehört nicht zu den großen Ketten und der Kontakt zu denen ist immer sehr unkompliziert.

Unsere Firma hat dort einen Rahmenvertrag und wir bestellen nur noch die Größe des Fahrzeugs und den Zeitraum…und oftmals haben die mehr größere, als kleinere Fahrzeuge zur Verfügung. Ich hatte ein paar Tage zuvor mit einem der Mitarbeiter telefoniert, was die für diese Woche an Mittelklasse-Autos zur Verfügung haben und er meinte der Volvo CX4 wär verfügbar.

Der ist zwar auch schon etwas groß…aber das passte dann, hab unmittelbar nach dem Telefonat per Mail bestellt und auch eine Bestätigung erhalten.

Ich nahm also Montag nur noch den Autoschlüssel entgegen und bekam die Info, der Wagen steht in der Tiefgarage, ob das okay wäre. Na klar…unsere Privatautos stehen da ja auch, dann passt es ganz gut mit dem Einladen der Koffer.

Allerdings musste ich das Auto dann doch suchen und fand es nicht. Nanu…er hat doch gesagt, wo es steht. Nun bin ich die Reihen der Autos abgelaufen und habe mich auf das Nummernschild konzentriert….und dann stand ich vor einem riesigen BMW.

Mehrmals hab ich die Angaben auf dem Schlüssel, mit dem Auto verglichen. Doch – das soll er sein…aber das ist doch kein Mittelklasse-Wagen. Das hier ist ein BMW X5 Diesel neuester Bauart…das ist kein Auto, sondern ein Schiff. Zumindest für meine Verhältnisse.

Ohhha- Ich musste erst einmal schlucken….das ist ja n`Ding.

Aufgrund interner Umstände fuhren wir jetzt doch mit 2 Autos in die Zentrale. Der Controller hatte sich bereit erklärt, eines der E-Autos die unser Unternehmen besitzt, zurück nach DK zu bringen. Und ich fuhr den Mietwagen, zusammen mit der Kollegin Katrin. Auf der Rückfahrt wären wir dann zu Dritt im Mietwagen.

Der Controller und ich fuhren fast gleichzeitig los, aber ich musste die Kollegin ja noch von Zuhause abholen…das hatten wir so vereinbart (wir haben leider nur wenige Firmenparkplätze und wollten nicht gleich 3 für eine ganze Woche blockieren).

Er hatte also einen Vorsprung von ca. 1 Stunde….falls etwas mit dem E-Auto sein sollte…denn wir hatten KEINE Ladekarte für das kleine E-Auto. Wir könnten ihn so zur Not irgendwo aufgabeln oder zumindest moralisch unterstützen.

Als die Kollegin das riesige Auto sah, fiel auch sie aus allen Wolken….aber ich muss sagen, es war schon sehr komfortabel und ließ sich ausgezeichnet fahren. Der hat wirklich alles mögliche an Schnick-Schnack….später bei der Rückgabe freuten sich die beiden Mitarbeiter der Mietwagenfirma über meinen Unglauben und erzählten, das der Wagen sogar alleine hätte einparken können…es kommt extra immer eine Meldung, doch da ständig irgendwelche Meldungen auf dem Display erschien, hab ich nicht mehr hingeschaut.

Die Kollegin studierte in der ersten Stunde der Fahrt die Einstellmöglichkeiten im Cockpit, denn das war alles gar nicht so einfach…aber nach und nach klärte sich alles…AUCH, wie man die Sitze vor- und zurück schiebt. Das war megablöd beschrieben….daran waren wir nämlich bei Fahrtantritt kläglich gescheitert. Zum Glück war die Fahrersitzeinstellung für mich ausreichend, nur das Lenkrad war viel zu hoch, das hab ich aber sehr schnell selber anpassen können….und später habe ich den Sitz dann noch optimiert und meine Einstellungen gespeichert..so hatten wir eine lustige und kurzweilige Fahrt und sind auch fast ohne Pause die fast 400km durchgefahren. Dem großen Dieseltank sei Dank.

Einmal haben wir uns kurz auf einen Rastplatz gestellt, um für den Controller in der Nähe seines Standortes nach einer Ladestation zu suchen….das war schon hinter der Grenze. Die Dänen können fast überall ohne Ladekarte ein E-Auto aufladen, solange sie eine Kreditkarte haben.

Dieses Prinzip des „Adhoc-Ladens“ gibt es wohl mittlerweile auch in Deutschland, ist aber noch nicht so weit verbreitet….aber der Kollege hatte noch ganz andere Schwierigkeiten an einer Ladesäule und er hatte uns per Telefon gebeten doch mal zu schauen, wo er evtl. noch mit seinen restlichen 13km hinfahren könnte…später hat er Hilfe von einem Tesla-Fahrer bekommen und dann lief auch alles gut.

Irgendwann waren wir dann aber alle 3 im Hotel angekommen. Katrin und ich hatten schon lange aufgegessen, dann kam der Controller und als auch er gegessen hatte, haben wir uns in unsere Zimmer verzogen.

Die nächsten Tage werden noch herausfordernd genug sein..

Kleines Problem – große Wirkung

Oft sind es die kleinen Dinge, die darüber entscheiden, ob etwas funktioniert oder nicht…und manchmal stolpert man nur durch Zufall darüber.

Ich wundere mich schon seit einiger Zeit, das die Saugleistung meines Staubsaugers stark nachgelassen hat. Na klar hab ich die Düsenunterseite überprüft…alles frei. Den Staubsaugerbeutel überprüft, habe alle Filter ausgetauscht….und trotzdem wurde es nicht besser….Himmel was ist nur los…dann brauche ich wohl doch einen Neuen.

Letzte Woche dann, fiel mein Blick zufälligerweise einmal seitlich auf die Oberseite der Düse. Von dort wird der Dreck über einen kleinen Flexschlauch, in die feste Staubsauger-Röhre geleitet, dann geht es in einen langen Flex-Schlauch, bevor er dann irgendwann im Staubsaugerbeutel landet.

Und nach dem ersten Verdacht, hab ich den kleinen Flexschlauch mal etwas auseinander gezogen…ohhh das sah gar nicht gut aus…schmutziger als gedacht, aber vor allem war der kurze Flexschlauch durchgängig porös – kein Wunder also, das der Dreck nicht mehr ordentlich aufgesogen wird, wenn der Schlauch sich in seine Bestandteile auflöst.

Unfassbar, dabei ist der Staubsauber ein Markenprodukt und nur so geschätzte 7-8 Jahre alt…so genau weiß ich das schon gar nicht mehr….aber okay, das sind schon ein paar Jahre.

Interessanterweise hab ich vor kurzem erst den gesamten Staubsauger gesäubert…ALLES…aber die Düse habe ich nicht einmal beachtet. Shame on me.

Also hab ich mir jetzt über einen Online-Ersatzteilshop eine neue Düse bestellt. Wie zu erwarten, gab es die bisherige Düse nicht mehr – dafür aber eine neue Variante und lustigerweise ist in der neuen Düse der kleine Flexschlauch auch nicht mehr sichtbar, man sieht nur noch eine geschlossene Platte…hahaha.

Wenn das Teil ankommt, werde ich etwas genauer hinschauen….