Verschiebung? – ausgeschlossen, nicht verhandelbar

Mit insgesamt 5 Personen rückten die Kollegen aus der Firmenzentrale Dienstag an, um mit uns die sogenannten End-to-End-Tests durchzuführen. Davon waren 2 Personen allerdings Externe – die gehörten zu der Softwarefirma aus DK, von der wir das Programm erworben haben.

Wir hatten vereinbart, das die 5 sich in unserem großen Meetingraum niederlassen und wir 3 Controller die Tests in unseren eigenen Büros durchführen. Büros und Meetingraum liegen dicht beieinander.

Wenn man mal von einer normalen Firma ausgeht, bedeuten End-to-End-Tests, das wir auf einem FERTIG vorbereiteten Testsystems mit einigen unser eigenen Firmen, die dort als Testfirma eingerichtet wurden, alle unsere Prozesse testen, um zu sehen ob wir als End-Nutzer auch alles abbilden können, was wir benötigen.

Soweit so normal…nur bei uns ist gar nichts normal. Das Testsystem war nicht mal ansatzweise auf solche Tests vorbereitet. Fast JEDE Aktion unsererseits, führte zu einem Fehler, weil etwas nicht oder nicht richtig eingestellt war. Wir hatten im Vorfeld auch keine Unterlagen bekommen, um zu sehen, ob die von er Zentrale aus eingestellten Restriktionen mit unserer Buchungswirklichkeit kompatibel sind. Waren sie natürlich nicht…und manches kam wirklich nur durch Zufall zu tage.

Ich habe mich müheselig durch Listen gewühlt um zu sehen welche Waren-/Servicenummern für welche Art von Firma genutzt werden dürfen, wenn sie bestimmte Leistungen an andere Firmen berechnen müssen und auf welche Sachkonten das dann verbucht wird. Einfacher wäre gewesen, man hätte uns im Vorfeld gefragt: was berechnet ihr eigentlich bei welcher Gesellschaft an wen. Aber so eine vorausschauende Vorbereitung kann man scheinbar nicht bei uns erwarten.

Die Leute waren nett und wir hatten echt lustige und wirklich nette Tage mit ALLEN. Aber das war ja nicht der Sinn…und das wir am Ende hinter den meisten Anforderungen der Tests ein: „erfolgreich absolviert“ gesetzt haben und nur wenige als „mit Fehlern beendet“, entspricht eigentlich nur der halben Wahrheit. Den die erfolgreich absolvierten Tests waren nur deshalb erfolgreich, weil ständig im Hintergrund noch etwas angepasst wurde oder auf eine Liste gesetzt wurde, damit das später noch geändert wird.

Ich habe meine Bedenken zu dieser Art von „erfolgreich absolviert“ auch laut mitgeteilt und auch später der Dänischen Finanzchefin und dem Teamleiter aus DK, die uns gefragt haben, wie es denn läuft noch einmal laut gesagt. Beide haben das aber nicht gelten lassen….und meinten ob es für den Start der Umstellung als kritisch anzusehen ist oder nicht…naja, für den Start ist es nicht kritisch, aber Arbeiten können wir so trotzdem nicht.

Meine Kollegen sind zwar derselben Meinung wie ich, haben sich aber bei dem Thema rausgehalten und nichts gesagt. Erst nach dem Gespräch am Freitag meinten sie: gut das Du es gesagt hast. Ja danke – aber warum habt ihr mich nicht unterstützt. Ihr hättet wenigstens mit Nicken meine Aussage bekräftigen können. So ist sie einfach verhallt.

Wenn ich auf den Kalender schaue wird mir inzwischen schlecht….heute in 4 Wochen ist quasi das Jahr vorbei…dann ist Weihnachten und damit 90 % aller Mitarbeiter im Urlaub. Bis dahin kommen noch END-END-Tests. und wir müssen noch weitere Listen für die Umstellung ausfüllen, und die laufenden Arbeit muss auch gemacht werden und die Vorbereitungen auf die Jahresabschlüsse und und und… ich habe immer noch 10 Urlaubstage für dieses Jahr.

Dabei hieß es vorher, wenn wir diese End-to-End-Tests fertig haben, dann sind wir vorbereitet…ich könnte fast hysterisch auflachen…guter Witz. Eine Verschiebung der Umstellung ist ausgeschlossen – nicht verhandelbar.

moderne Technik ist toll…

…solange sie funktioniert.

Nach 3 Jahren nahezu ohne Schwierigkeiten mit meinem Internet-Anschluss, hab ich seit der Rückkehr von der letzten Dienstreise allerdings ständig Probleme mit dem WLAN zuhause. Letztes Wochenende war mein WLAN mal verfügbar – mal nicht…manchmal ging es eine Stunde gut, dann nur 3 Minuten ….Sonntagabend ging dann gar nichts mehr.

Ich habe sogar meinem Router ein Firmware-update verpasst…und trotzdem lief es nicht mehr.

Montagmorgen musste ich dann, nach 1,5 Stunden vergeblichem Versuch im Homeoffice zu Arbeiten, abbrechen und ins Büro fahren.

Bei der Telekom hatte ich bereits über mein Mobiltelefon eine Störungsmeldung gemacht und bekam auch Montagmittag einen Anruf von einer netten Service-Mitarbeiterin…und was ich total klasse finde, sie ist nun die direkte Ansprechpartnerin für meinen Telefonanschluss…mit ihrer Handynummer kann ich mich nun immer direkt per SMS an sie wenden, und wenn sie keinen Dienst hat, wird meine Nachricht von dem Team bearbeitet.

Montagabend funktionierte dann komischerweise auch alles wieder einwandfrei. Freitag bekam ich einen Kontrollanruf von der netten Dame und ich sagte es ihr auch genauso…und prompt geht seit Samstagabend mein WLAN wieder nicht…also überhaupt nicht mehr. Es wird noch nicht einmal irgendwo angezeigt. Ich schrieb also eine SMS an die Service-Handynummer.

Heute Morgen rief mich die nette Service-Dame wieder an…Sie prüfte die Leitung: alles i.O., der Router funktioniert zwar, aber immer noch wurde mein WLAN überhaupt nicht angezeigt…Dann musste ich den Router rebooten. Wir beendeten das Gespräch, weil das rebooten eine Weile dauerte…dann rief sie erneut an und immer noch ging das WLAN nicht.

Mein Router ist schon 3 Jahre alte und ihr Vorschlag war, den Router zu tauschen…und mitten während wir noch darüber sprachen ob es Sinn macht einen Router zu kaufen oder zu mieten, war mein WLAN auf einmal da.

Fazit: aktuell läuft das WLAN, aber den Router tausche ich auf jeden Fall gegen einen der neuesten Generation….und ich kaufe ihn, anstatt zu mieten. Und für ca. 5 EUR mehr im Monat hab ich mir noch ein Upgrade auf ein noch schnelleres Internet gegönnt.

Ich hoffe mit dem neuen Router dann wieder für ein paar Jahre Ruhe zu haben. Ich nutzte das Internet intensiv und auch mein Fernseher ist natürlich mit dem Internet verbunden. Ich schaue gerne Krimis, Serien und Dokus über die öffentlich-rechtlichen Mediatheken. Ganz wichtig ist für mich das Internet auch, um von Zuhause aus arbeiten zu können.

Unsere schöne moderne Welt benötigt viel Strom und den Zugang zum Internet. Wie sehr wir davon abhängen merken wir unmittelbar wenn eines oder gar beides davon nicht funktioniert.

Der eventuelle Auslöser für das technische Problem könnte gewesen sein, das ich dem Router vor meiner Abreise den Stecker gezogen hatte. Das hab ich vorher noch nie gemacht und war wohl auch keine so gute Idee. Einerseits wird einem geraten ruhig mal den Stecker zu ziehen, andere raten dringend davon ab. Nun, ich würde es nicht noch einmal machen.

Wintereinbruch – Aufbruchsstimmung

Die Woche war ereignisreich, zu ereignisreich und anstrengend…und gestern gab es in Quickborn die ersten Schneeflocken…zumindest waren das die Ersten, die ich gesehen habe.

Heute Morgen hab ich früh das Haus verlassen und wollte kurz vor Sonnenaufgang im Himmelmoor eine schöne Runde laufen..und ja es liegt tatsächlich etwas Schnee…aber der Boden ist noch zu nass und von oben taut es bereits auch wieder….trotzdem sah es toll aus

Aber zum Laufen war es nicht so schön. Bereits nach 1/3 meiner Wegstrecke waren meine Füße komplett nass…auch gut…dann brauchte ich den weiteren Pfützen gar nicht mehr auszuweichen…denn nass ist nass…und mehr geht nicht – dachte ich zumindest.

Bereits ein paar Schritte weiter, trat ich dann mit dem linken Fuß jedoch in ein nicht erkennbares Loch und nun floss das Wasser auch von oben in meinen Wanderschuh…..hahahaha….okay – nun weiß auch ich: es gibt doch noch eine Steigerung von „komplett nass“…das unangenehme Gefühl wenn sich die dicken Socken von oben nach unten mit Wasser vollsaugen…und sich mit der Nässe von unten treffen.

Nun gut…das schreckt mich nicht ab und ich bin ganz normal die Strecke weiter gelaufen und habe sogar ein paar Pfützen extra mitgenommen…jetzt erst Recht. Das hat Spaß gemacht und ich brauchte das auch, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen.

Soviel ist in dieser Woche im Job passiert, es gibt vieles über das ich nachdenken muss – aber eine Entscheidung habe ich bereits getroffen…in dieser Firma bleibe ich nicht mehr lange…ich fange genau JETZT an mir etwas Neues zu suchen.

Die Infos die wir in den letzten 2 Tagen von den Dänischen Vorgesetzten bekommen haben, wie sie sich unsere Arbeit im Controlling ab jetzt und in Zukunft vorstellen, deckt sich nicht mehr mit dem wie ich Arbeiten möchte….ich werde noch ausführlicher darüber berichten.

Auf jeden Fall waren das jetzt die letzten fehlenden Bausteine um sich ein komplettes Bild von unserer buchhalterischen Zukunft zu machen. Die letzten 2 Wochen haben mich in eine Aufbruchsstimmung versetzt – aber anders als sich die Konzernmutter das vorgestellt hatte.

Nicht der Aufbruch in eine neue Zeit mit der Firma…sondern der Aufbruch raus aus der Firma. Nun endlich hab ich die Motivation zu gehen…es wird Zeit für mich, weil sooo wie es jetzt ist und wie es zukünftig sein wird, entspricht es einfach nicht mehr meinen eigenen Vorstellungen von zufriedenstellender Arbeit…vom zeitlichen Engagement mal ganz abgesehen…denn mehr Leute bekommen wir nicht.

Leben heißt ständige Veränderung…und auch wenn man manche eigentlich nicht möchte, muss man sich Ihnen stellen und immer wieder sein eigenen Leben nachjustieren, damit es zu einem passt.

Nun mit dem Wintereinbruch (der ja Morgen bereits wieder vorbei sein soll)…hab ich mir noch einen kleinen Mitbewohner zugelegt, der mich im Flur durch die Weihnachtszeit geleitet …ist der nicht niedlich:

Eigentlich wollte ich ja keine neuen Weihnachts-Dekos mehr kaufen…aber ich liebe Weihnachtswichtel und als meine Schwester mir von denen hier erzählte…konnte ich nicht widerstehen.

Schulungen, Tests und schlechte Laune

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Die Schulungen der nächsten Tage waren dann auch, wie erwartet, lang und anstrengend…aber letztlich erkenne ich mehr und mehr wiederkehrende Muster und die Logik dahinter.

Das neue Programm bleibt aber weiterhin eine Wundertüte, denn auch die Tests liefern schleppend…vieles funktionierte einfach nicht, es wurde also ständig daran gebastelt und dann einfach gesagt: ach stellt Euch vor, das wäre jetzt soso und so, dann könnt ihr dann: das und das machen – hmm danke sehr schön.

Wir 3 Controller haben gemäß unserem Naturell den Schulungen beigewohnt: Der Controller nur mässig interessiert und ganz schnell in der „keinen Bock und langweilig“-Phase, hat dann einfach nicht mehr zugehört. Katrin hat zugehört, war aber immer schnell frustriert und äußerte auch laut und harsch ihren Unmut wenn sie nicht verstand wozu sie das überhaupt braucht, bzw. wenn sie den Faden verloren hatte“…hat aber nach Bestem Wissen mitgemacht, sich die Abläufe notiert und auch viele gute Fragen gestellt.

Und ich war die ganze Zeit aufmerksam dabei, habe auch mitgeschrieben, mitgemacht, auf Dinge hingewiesen, nachgehakt und Fragen gestellt. Doch jedes Mal kommt der Punkt, dieser eine Moment, wo ich mich dann komplett überfordert fühle, weil es dann auch mir einfach zu schnell geht und zu viel wird.

Leider neige ich dann dazu, das mir einfach die Tränen kommen und ich keinen vernünftigen Satz mehr sagen kann…als mir das am Mittwoch passierte (es ging dabei um ein komplett Neues Modul, welches wir für die Projektentwicklung benötigen, das so unfassbar kompliziert und verschachtelt ist). musste ich den Raum verlassen.

Es nutzt auch nichts, wenn mir dann nach meiner Rückkehr in den Schulungsraum alle sagen: jaaa das ist auch kompliziert und umständlich durch die Cross-Company-Buchungen und wir lassen Euch auch nicht damit alleine, und alle waren am Anfang so frustriert wegen dieses einen Moduls usw…dann kommen mir sofort wieder die Tränen. Lasst mich doch einfach in Ruhe (hab ich natürlich nicht laut gesagt) …Natürlich werde ich irgendwann auch damit umgehen können.

Dieses tränenklüderige ist etwas, was ich bei mir überhaupt nicht mag…aber leider kann ich es nicht kontrollieren…nun, so ist es nun einmal, aber es war mir natürlich unangenehm. Zum Glück gab es auch nur diese eine Situation.

Dafür gab es dann Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Controller und mir, weil er sich wieder einmal blockierte und dann auch noch die Unwahrheit während der Schulung sagte, was ich so nicht stehen lassen konnte. Es kam nämlich genau das, was ich beim letzten Mal schon gedacht habe: also das hört er heute zum 1.Mal – das hätte ihm noch keiner gesagt….DOCH lieber Kollege, das hat man uns schon gesagt…Du hast nur nicht zugehört.

Er wollte mir dann verbieten weiter etwas zu dem Thema zu sagen, zeigte das auch, indem er seinen Zeigefinger vor seinen Mund hielt und mich böse anblickte, damit ich still bin….meinte dann, ich solle aufhören auf seine Aussagen zu antworten…er möchte meine Einwände nicht hören und auch von mir keine Erklärungen dazu bekommen.

Ja super – kannst Du kriegen….also hab ich ihn für den Rest des Tages fast komplett ignoriert…soll er doch selber klar kommen.

Leider war ich zu lange in einer Teamleiter-Funktion und neige auch heute noch dazu, mich verantwortlich zu fühlen, wenn jemand etwas nicht versteht. Mir geht es nicht um Profilierung, sondern darum, das wir alle den gleichen Wissensstand haben und den Schulungen folgen können und dann auch weiter machen können und nicht auf der Stelle treten.

Natürlich ist es sein gutes Recht unwissend und ratlos zu bleiben und auch Erklärungen von meiner Seite aus abzulehnen, wir sind ja gleichberechtigte Kollegen. Er muss von mir nichts annehmen.

Aber mich nervt, wenn er dann behauptet die Anderen hätten es uns nicht ordentlich bei gebracht. So kam es denn auch am Abend…die Schulungen sind sch….e, schlecht aufgebaut, unkoordiniert, lückenhaft usw. Für alles was er nicht versteht, macht er Jemanden verantwortlich – nicht aber sich selbst.

Er will partout nicht mit den Testfirmen im „Sandkasten“ testen…sondern lieber im Produktivsystem die echten Firmen, die er gerade übernommen hat, weiterführen…das wäre für ihn die „RICHTIGE“ Methode zum Testen…ja mag sein, aber so erkennst Du doch nicht, ob Deine große Firma korrekt migriert wurde.

Und wir haben dann auch prompt einen großen Fehler im Anlagevermögen entdeckt. Mir war aufgefallen, das da etwas nicht stimmen kann, weil die Schulungsleiterin meinte, wir legen nun zum Testen einen neuen Laptop als „intangible“ an. Auf meine Entgegnung das ist doch nicht richtig, es ist „tangible“, kam es zu einer Diskussion, weil sie keine andere mögliche Anlagenklasse sah und dann hat sie uns erst das Auswahlfeld gezeigt…neee also da fehlen ja noch ein paar deutsche Anlageklassen. Mit anderen Worten, das war purer Zufall.

Dann kam noch hinzu, das unser bisheriger Kontenplan nicht korrekt mit dem neuen Kontenplan „gemappt“ wurde. Es fehlen im Testsystem noch jede Menge sehr spezielle Deutsche Sachkonten. Alle Einstellungen im Testsystem werden am Ende auf das Produktivsystem übertragen…von daher sind solche Tests enorm wichtig.

Die diversen Externen die uns schulen sollten, waren im Laufe der Tage auch mehr als einmal frustriert, weil wir nicht so schnell voran kamen, wie sie gehofft hatten und die dänischen Kollegen, die uns in dieser Phase betreuen, waren auch nicht wirklich zufrieden, weil vieles im System nicht lief und sie gleichzeitig auch noch die polnischen Kollegen bei der Migration betreuen, die mit den Tests ca. 2 Wochen vorher angefangen haben, jetzt also auch viele Fragen per Mail stellen….

Bei all dem gut gelaunt zu bleiben, war also gar nicht möglich. Aber letztlich hab ich zumindest vieles gelernt, erkenne Muster und Routinen, die in den verschiedenen Modulen der Software immer wieder auftauchen. Es gibt inzwischen auch von unserem Migrationsteam, Ablaufpläne und Schulungsvideos auf English für viele verschiedene Standard-Arbeiten…da kann man sich also auch drüber informieren.

Es ist also kein schwarzes Loch mehr, ich werde damit arbeiten können….aber bis alles reibungslos läuft, werden noch ein paar Monate vergehen…und an die nächsten 3-Monate mag ich gar nicht denken…

Unerwartetes upgrade und das E-Auto-Problem

Montagmittag hab ich den Mietwagen für die Dienstreise abgeholt. Das ist ganz leicht, da sich die Mietwagenfirma im gleichen Gebäudekomplex befindet.

Diese gehört nicht zu den großen Ketten und der Kontakt zu denen ist immer sehr unkompliziert.

Unsere Firma hat dort einen Rahmenvertrag und wir bestellen nur noch die Größe des Fahrzeugs und den Zeitraum…und oftmals haben die mehr größere, als kleinere Fahrzeuge zur Verfügung. Ich hatte ein paar Tage zuvor mit einem der Mitarbeiter telefoniert, was die für diese Woche an Mittelklasse-Autos zur Verfügung haben und er meinte der Volvo CX4 wär verfügbar.

Der ist zwar auch schon etwas groß…aber das passte dann, hab unmittelbar nach dem Telefonat per Mail bestellt und auch eine Bestätigung erhalten.

Ich nahm also Montag nur noch den Autoschlüssel entgegen und bekam die Info, der Wagen steht in der Tiefgarage, ob das okay wäre. Na klar…unsere Privatautos stehen da ja auch, dann passt es ganz gut mit dem Einladen der Koffer.

Allerdings musste ich das Auto dann doch suchen und fand es nicht. Nanu…er hat doch gesagt, wo es steht. Nun bin ich die Reihen der Autos abgelaufen und habe mich auf das Nummernschild konzentriert….und dann stand ich vor einem riesigen BMW.

Mehrmals hab ich die Angaben auf dem Schlüssel, mit dem Auto verglichen. Doch – das soll er sein…aber das ist doch kein Mittelklasse-Wagen. Das hier ist ein BMW X5 Diesel neuester Bauart…das ist kein Auto, sondern ein Schiff. Zumindest für meine Verhältnisse.

Ohhha- Ich musste erst einmal schlucken….das ist ja n`Ding.

Aufgrund interner Umstände fuhren wir jetzt doch mit 2 Autos in die Zentrale. Der Controller hatte sich bereit erklärt, eines der E-Autos die unser Unternehmen besitzt, zurück nach DK zu bringen. Und ich fuhr den Mietwagen, zusammen mit der Kollegin Katrin. Auf der Rückfahrt wären wir dann zu Dritt im Mietwagen.

Der Controller und ich fuhren fast gleichzeitig los, aber ich musste die Kollegin ja noch von Zuhause abholen…das hatten wir so vereinbart (wir haben leider nur wenige Firmenparkplätze und wollten nicht gleich 3 für eine ganze Woche blockieren).

Er hatte also einen Vorsprung von ca. 1 Stunde….falls etwas mit dem E-Auto sein sollte…denn wir hatten KEINE Ladekarte für das kleine E-Auto. Wir könnten ihn so zur Not irgendwo aufgabeln oder zumindest moralisch unterstützen.

Als die Kollegin das riesige Auto sah, fiel auch sie aus allen Wolken….aber ich muss sagen, es war schon sehr komfortabel und ließ sich ausgezeichnet fahren. Der hat wirklich alles mögliche an Schnick-Schnack….später bei der Rückgabe freuten sich die beiden Mitarbeiter der Mietwagenfirma über meinen Unglauben und erzählten, das der Wagen sogar alleine hätte einparken können…es kommt extra immer eine Meldung, doch da ständig irgendwelche Meldungen auf dem Display erschien, hab ich nicht mehr hingeschaut.

Die Kollegin studierte in der ersten Stunde der Fahrt die Einstellmöglichkeiten im Cockpit, denn das war alles gar nicht so einfach…aber nach und nach klärte sich alles…AUCH, wie man die Sitze vor- und zurück schiebt. Das war megablöd beschrieben….daran waren wir nämlich bei Fahrtantritt kläglich gescheitert. Zum Glück war die Fahrersitzeinstellung für mich ausreichend, nur das Lenkrad war viel zu hoch, das hab ich aber sehr schnell selber anpassen können….und später habe ich den Sitz dann noch optimiert und meine Einstellungen gespeichert..so hatten wir eine lustige und kurzweilige Fahrt und sind auch fast ohne Pause die fast 400km durchgefahren. Dem großen Dieseltank sei Dank.

Einmal haben wir uns kurz auf einen Rastplatz gestellt, um für den Controller in der Nähe seines Standortes nach einer Ladestation zu suchen….das war schon hinter der Grenze. Die Dänen können fast überall ohne Ladekarte ein E-Auto aufladen, solange sie eine Kreditkarte haben.

Dieses Prinzip des „Adhoc-Ladens“ gibt es wohl mittlerweile auch in Deutschland, ist aber noch nicht so weit verbreitet….aber der Kollege hatte noch ganz andere Schwierigkeiten an einer Ladesäule und er hatte uns per Telefon gebeten doch mal zu schauen, wo er evtl. noch mit seinen restlichen 13km hinfahren könnte…später hat er Hilfe von einem Tesla-Fahrer bekommen und dann lief auch alles gut.

Irgendwann waren wir dann aber alle 3 im Hotel angekommen. Katrin und ich hatten schon lange aufgegessen, dann kam der Controller und als auch er gegessen hatte, haben wir uns in unsere Zimmer verzogen.

Die nächsten Tage werden noch herausfordernd genug sein..

Kleines Problem – große Wirkung

Oft sind es die kleinen Dinge, die darüber entscheiden, ob etwas funktioniert oder nicht…und manchmal stolpert man nur durch Zufall darüber.

Ich wundere mich schon seit einiger Zeit, das die Saugleistung meines Staubsaugers stark nachgelassen hat. Na klar hab ich die Düsenunterseite überprüft…alles frei. Den Staubsaugerbeutel überprüft, habe alle Filter ausgetauscht….und trotzdem wurde es nicht besser….Himmel was ist nur los…dann brauche ich wohl doch einen Neuen.

Letzte Woche dann, fiel mein Blick zufälligerweise einmal seitlich auf die Oberseite der Düse. Von dort wird der Dreck über einen kleinen Flexschlauch, in die feste Staubsauger-Röhre geleitet, dann geht es in einen langen Flex-Schlauch, bevor er dann irgendwann im Staubsaugerbeutel landet.

Und nach dem ersten Verdacht, hab ich den kleinen Flexschlauch mal etwas auseinander gezogen…ohhh das sah gar nicht gut aus…schmutziger als gedacht, aber vor allem war der kurze Flexschlauch durchgängig porös – kein Wunder also, das der Dreck nicht mehr ordentlich aufgesogen wird, wenn der Schlauch sich in seine Bestandteile auflöst.

Unfassbar, dabei ist der Staubsauber ein Markenprodukt und nur so geschätzte 7-8 Jahre alt…so genau weiß ich das schon gar nicht mehr….aber okay, das sind schon ein paar Jahre.

Interessanterweise hab ich vor kurzem erst den gesamten Staubsauger gesäubert…ALLES…aber die Düse habe ich nicht einmal beachtet. Shame on me.

Also hab ich mir jetzt über einen Online-Ersatzteilshop eine neue Düse bestellt. Wie zu erwarten, gab es die bisherige Düse nicht mehr – dafür aber eine neue Variante und lustigerweise ist in der neuen Düse der kleine Flexschlauch auch nicht mehr sichtbar, man sieht nur noch eine geschlossene Platte…hahaha.

Wenn das Teil ankommt, werde ich etwas genauer hinschauen….

Das reinste Irrenhaus

Gut das ich diesen Urlaubstag am Montag genommen habe…Dienstag und Mittwoch war ich dann wieder im Homeoffice, aber so richtig Ruhe kam dann doch nicht in meine Arbeitstage, weil der Schweigsame mal wieder unsere Tage bestimmte…egal ob er das ist oder nicht. Wir hatten mal wieder ein paar Teams-Meetings zu Zweit und wieder merkte man, es sind immer noch die gleichen Fehler, die er macht.

Es kam Mittwoch eine Mail vom GF an uns Controller und 2 dänische Vorgesetzte, das der Schweigsame nach einem Gespräch am Vortag nun am nächsten Tag kündigen „möchte“…er wird also seine Kündigung am nächsten Tag schreiben. Es gab keine Infos, was mit den Firmen passiert, wer die übernehmen wird, gar NICHTS weiter an Infos. Na gut – aber immerhin hat der Spuk bald ein Ende.

Am nächsten Tag kam weder die Kündigung, noch der Schweigsame….

Da war er doch schon wieder abgetaucht…und wieder wusste keiner wo er ist…er hat sich nicht bei uns gemeldet, und ich bekam einige Mails und Anrufe von Kollegen ob ich helfen könnte, weil es um dringende Zahlungen ging.

Leider konnte ich auch nicht helfen, weil ich für die neue Software noch gar keine Berechtigungen habe Zahlungen durchzuführen…ich hab also versucht den Kollegen zu helfen, indem ich an die Zentrale geschrieben habe, das sich von dort Jemand darum kümmert…aber die wollten nicht, haben die Verantwortung auf den Schweigsamen abgewälzt. Ja aber er ist doch NICHT da und scheint wohl auch erst einmal nicht wieder zu kommen und wir restlichen Deutschen haben eben noch keine Berechtigung …das können wir also gar nicht machen.

Ich schrieb also wieder mal an den Teamleiter und auch an den GF eine Mail zur Info, das eben der Schweigsame NICHT zur Arbeit erschienen ist und wieder Laptop + Handy in seinem Schreibtisch vor sich hin summen und plingen …aber das hat Niemanden interessiert. Ich bekam keine Antwort…na egal -ich habe informiert.

Erst Freitag bekamen wir vom HR die Information, das er eine Krankmeldung reingereicht hat. Irgendwann kam dann die Info aus der Zentrale das die Firmen vorläufig wieder von DK aus betreut werden sollen….aber es kam keine Info darüber, wer das nun sein wird….und die, die es vorher gemacht hat, hat sich immer noch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, die eiligen Zahlungen zu übernehmen, also gehe ich mal davon aus, sie wusste noch nichts von der veränderten Lage und wir durften auch nicht darüber reden….eine blöde Situation.

Mir wurde es zu bunt und ich habe den Teamleiter aus der Zentrale informiert, was wir dann in der kommenden Woche die Ordner und Unterlagen dann wieder mitbringen werden, wenn er nichts dagegen hat…hatte er aber – also sooo lange wollten die die Firmen jetzt nicht übernehmen…sie hoffen, das es schnell einen neuen Kollegen geben wird…

Was glauben die denn, wie schnell wir jemanden finden, und wie schnell derjenige eingearbeitet werden kann?

Inzwischen zweifele ich wirklich, ob die „Öberen“, egal ob bei uns oder in der Zentrale, die Brisanz unserer momentanen Situation überhaupt verstehen…also das sich aktuell NIEMAND wirklich um diese Firmen kümmert…und selbst wenn wir es wollten und zeitlich hinbekämen, den meisten Kram können wir von hier aus noch gar nicht erledigen.

Solche Tage lassen mich fassungslos zurück und ich möchte mit dem Kopf auf den Tisch knallen….es könnte fast lustig sein…wenn es nicht um die Reputation unserer Firma ginge, denn die leidet vor allem bei den Lieferanten und Vertragspartnern. Können nicht mal alle Beteiligten miteinander reden, statt immer nur Mails zu schreiben. Der GF ist bisher auch nicht einmal zu uns gekommen, um mit uns über die Situation zu sprechen, wie es uns damit geht, ob wir klar kommen oder etwas brauchen…

Allerdings gab es auch 2 Aspekte in dieser Woche, die mich für den Moment fast glücklich machten: Das eine war die Info, das der Schweigsame nicht bei uns bleibt und das Zweite war, das ich es in dieser Woche endlich geschafft hatte, das nächste große Thema für die Daten-Migration fertig zu bekommen.

Das war mal wieder die reinste Detektivarbeit…hatte dazu ein paar erweiterte Infos von den Wirtschaftsprüfern bekommen und musste nun noch zusätzlich Daten von den dänischen Controllern aus unseren gemeinsamen Dateien zusammen suchen und mit meinen Daten logisch fortführen, Restwerte und Restnutzungsdauern berechnen und alles zusammenführen…das hat mich insgesamt für alle Gesellschaften fast 1,5 Tage gekostet…aber ich konnte es noch rechtzeitig fertig melden, bevor wir in der kommenden Woche wieder in die Zentrale fahren, um weiter geschult zu werden.

Ein Urlaubstag in Hamburg

Meinen freien Tag am Montag hab ich mal wieder für einen Ausflug nach Hamburg genutzt.

Ja klar, ich arbeite in Hamburg und bin so ca. 2x in der Woche dort…aber ich nutze die Zeit nach Feierabend nur selten, um mal in die Innenstadt zu fahren, an die Binnenalster oder die Landungsbrücken. Das hab ich am Anfang öfter gemacht…in den letzten Monaten aber überhaupt nicht mehr. das liegt auch am Stress.

Früher bin ich noch gerne durch die Geschäfte gestreift, hab mich durch die Straßen treiben lassen…heute schrecke ich vor den Menschen eher zurück…mir wird es schnell zu voll. Heute gehe ich viel lieber in den Wald, ins Moor oder laufe auerßhalb der Ortschaften entlang und durch die Felder.

Aber im Urlaub soll man ja Dinge machen, die man sonst nicht macht…und ich hatte tatsächlich auch mal wieder an Planten und Blomen gedacht…ja warum nicht. Und um das Urlaubsfeeling komplett zu machen, hab ich tatsächlich die Bahn genutzt und nicht das Auto.

Aber als ich dann erst einmal noch fast 20 Minuten auf den Schienenersatzverkehr warten musste, hab ich es schon fast bereut (hätte ja vorher mal auf den Plan schauen können…hab ich aber nicht…manchmal verfluche ich meinen Unwillen vorher zu planen).

Es ging also erst mit dem Bus bis nach Burgwedel, dann in die S-Bahn, noch einmal umsteigen in eine andere S-Bahn und damit bis zum Jungernstieg.

Herrlich war es entlang der Binnenalster zu laufen und ein wenig entlang der schönen Häuser in Richtung Rathaus. es war nicht wirklich kalt, aber mit Sprühregen eher durchwachsen…typisches Hamburg Wetter…und damit genau richtig für mich

Später ging es dann noch in das schöne italienische Restaurant, das etwas abseits der Colonnaden liegt, in dem ich in den letzten Jahren ab und an mal gegessen habe….und auch dieses Mal war es leckeres Essen in einem schönen Ambiente. Für mich gab es frische Pasta mit Lachs und dazu ein Glas Grauburgunder.

Der Wein hat mich fast überrollt…es ist ja schon sehr lange her, das ich Wein getrunken habe und der volle Geschmack des Weins war einfach unerwartet, nein also das kann keine alkoholfreie Variante bieten…sehr intensiv und so lebendig im Mund. Ich bin kein Weinkenner…ich kann nur beschreiben, wie es sich anfühlt/ schmeckt. Jetzt weiß ich wieder, warum ich früher gerne Wein getrunken habe…naja der Arzt hat es mir ja nicht ganz verboten – eher angeraten, auf Alkohol zu verzichten, was ich die letzten fast 2 Jahre auch ziemlich konsequent durchgezogen habe.

Nach dem schönen Essen, ging es dann erst einmal zum öffentlichen Park „Planten und Blomen“…hier war ich viele Jahre schon nicht mehr und der Park ist richtig schön geworden, mit vielen Nischen und Sitzgelegenheiten, kleinen Brücken und schönen Wegen….nur die Gewächshäuser sind geschlossen…die werden längerfristig aufwändig renoviert.

Anschließend wollte ich dann noch noch ein wenig durch die Geschäfte und Passagen der Innenstadt laufen, habe aber schnell gemerkt, das mich das Gewusel in der Stadt an dem Tag eher abschreckt, bin lieber mit der S-Bahn (auch voll) noch zu den Landungsbrücken gefahren und an den Quais entlang gelaufen.

Irgendwann hatte ich vom trüben feuchten Wetter dann auch genug, also wieder rein in die S-Bahn (noch voller als davor, weil jetzt eben Feierabend-Verkehr)…und dann ging es denn ganzen Weg zurück, erst mit der S-Bahn, dann umsteigen in andere S-Bahn, dann ab in den Bus.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem einzelnen Urlaubstag….ich war draußen an der frischen Luft, hab mal wieder so einige km zurück gelegt, war am Wasser und im Park, gut Essen und hab mich dabei entspannt.

Schlafen lernen – neue Routinen schaffen

Die letzten Tage habe ich es tatsächlich geschafft, wieder etwas ruhiger zu werden…mein Dauer-Ruhepuls ist schon wieder etwas runter gegangen – dazu habe ich auch, direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Einschlafen, ein paar Mal Meditations-Übungen gemacht….es hilft mir tatsächlich mich auf Atmung und Klang der ruhigen Musik zu fokussieren…und damit meine Gedanken einzufangen.

Und die letzten 4 Tage habe ich es sogar hinbekommen immerhin so lange zu schlafen, das die Wolfsstunde an mir vorbeigegangen ist, ohne das ich mittendrin aufgewacht bin.

Dafür bin ich aber jeden Morgen bereits um 4.30 Uhr wach und mein Schlaf besteht zum größten Teil nur noch aus „Leichtschlaf-“ und „REM-Schlaf“-Phasen…mir fehlt der erholsame Tiefschlaf. Aber ich bin schon froh, das ich überhaupt nachts schlafe – ohne wach zu Grübeln oder mir Sorgen zu machen.

Ich fange also wieder einmal an, das Schlafen neu zu lernen. Das musste ich vor ein paar Jahren schon einmal und es hat dann auch jahrelang gut geklappt…bis mich der berufliche Stress auch hier eingeholt hat. Also gibt es bei mir jetzt wieder andere Schlaf-Routinen, versuche es mit neuen Gedankenspielen. Einzuschlafen war nie das Problem – es geht bei mir immer ums Durchschlafen.

Eigentlich wollte ich heute meinen Urlaubstag mit Schwimmengehen im Arriba-Bad (Norderstedt) starten…aber die Nase läuft und der Hals kratzt ganz leicht…also hab ich den Plan flugs umgestellt. Ich gehe lieber nicht schwimmen, dafür mache ich einen Tagesausflug nach Hamburg – MIT dem Schienenersatz-Verkehr und der S-Bahn.

In der Küche

Samstag hab ich den größten Teil des Tages in der Küche verbracht….bis auf die Zeit am Nachmittag, bei der ich bei herrlichem Sonnenschein eine schöne ruhige Walkingrunde gedreht habe…und eine große noch dazu…am Ende waren es 6,4 Km außerhalb von Quickborn.

Vorher hatte ich so um die 2,5-3,0kg Gemüse geputzt, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Möhren, Knollensellerie, Porree, Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch…alles per Hand. Das hatte auch etwas Meditatives und um mir die Zeit dabei zu vertreiben, hatte ich dazu eine Dokumentation über den Amerikanischen Wahlkampf „auf den Ohren“.

Nicht falsch verstehen, das ist keine Beschwerde das ich so viel Gemüse habe schnibblen müssen…sondern eher das Gegenteil. Ich mag es sehr gerne…vor allem wenn die großen Messer scharf geschliffen sind…Für mich ist das die Basis für gutes Essen. Selber Hand anlegen und die Dinge vorbereiten, die man benötigt.

Bei mir sollte es aber keine Suppe geben, sondern endlich mal wieder einen großen Topf Gemüsebrühe. Meine letzten Vorräte habe ich schon vor einer Weile aus dem Gefrierfach in der Küche genommen. Und jetzt, wo endlich die Trocknungsgeräte aus dem Keller verschwunden sind, möchte ich meinen neuen, halbhohen Gefrierschrank in Betrieb nehmen. Der wartet schon seit einiger Zeit auf seinen Einsatz und steht auf insgesamt 3 Paletten…das sollte für eine evtl. nochmalige Überflutung des Kellers ausreichen. Außerdem steht er nun nahe an der Steckdose. Ich habe gelernt. Allerdings lohnt sich die Inbetriebnahme nur, wenn es auch etwas gibt, was ich da rein packen kann.

Diese eigentliche Gemüsebrühe wird nach dem Kochen püriert und anschließend auf kleine Gefrierbehälter von 80-250ml aufgeteilt. Ich benutzte die Brühe für fast alle meine Gerichte, denn ich verzichte hier schon seit ein paar Jahren auf die Industrie-Varianten, egal ob als Pulver, Granulat oder Würfel.

Aber ich koche immer auch noch die 2. Variante: eine klare Gemüsebrühe, und zwar aus den Gemüseschalen und -abschnitten…diese wird am Ende des Kochvorgangs durch ein Sieb passiert und ebenfalls eingefroren.

Lustigerweise hab ich tatsächlich ALLE meine kleinen Gefrierdosen dafür verbraucht und alles passte in die eine Schublade des Gefrierschranks. Perfekt.

Da ich aber tags zuvor in einem Gemüse-Kaufrausch war, hatte ich unter anderem auch noch einen Blumenkohl…doch den wollte ich nicht für die Brühe.

Für das Abendessen habe ich einen Blumenkohl-Kartoffelauflauf mit Bechamelsoße und Käsekruste in den Backofen geschoben, während gleichzeitig in der Heißluftfriteuse eine ganze Hähnchenbrust mit Haut brutzelte.

Und weil ich auch noch einen Stapel Äpfel hatte, gab es noch eine Apfeltarte mit Mandelboden….der Boden war aber jetzt bereits das 2.mal nicht so gelungen und so hab ich die Tarte eher als Apfel-Mandelmus aus der Backform kratzen müssen. Okay – ich muss mir wohl doch noch einmal ein Rezept aus dem Netz ziehen…meine intuitive rezeptlose Backweise hat mich hier im Stich gelassen. Aber die Äpfel mit ein bisschen Teig zusammen, waren doch ganz lecker. Den Rest des Teiges hab ich dann..ähmm entsorgt und lieber auch kein Bild gemacht.

Den Rest des Tages (also nach der Walkingrunde) hab ich dann damit zugebracht meine Küche auf Vordermann zu bringen….endlich mal wieder alle Geräte zur Seite zu schieben und auch da zu putzen, wo man sonst nicht so leicht hinkommt…und auch die Schränke…aber selbst das fand ich ganz angenehm.

Meine Haferkekse habe ich dann erst Sonntagvormittag gebacken…wie immer nach dem gleichen Prinzip und in der Variation: Haferflocken und Mandeln…das ist meine Lieblingsvariante und es schmeckt schon ein wenig nach Winter…was ganz bestimmt am Zimt liegt…ich liebe Zimt.

Die Rezeptmenge habe ich, wie immer, verdoppelt, so das ich insgesamt 4 Bleche auf Vorrat gebacken habe. Sie sind wieder schön dünn und knusprig geworden. Damit habe ich jetzt auch wieder etwas zum Naschen. Mir kommt es dabei nicht auf die Schönheit der Kekse an. Sie sind grob und schräg – ich mag das