An der Flensburger Förde

An der Flensburger Förde

Die Fahrt nach Flensburg verlief unerwartet zäh….warum ausgerechnet jetzt so viele Autos in Richtung Norden unterwegs waren, hab ich nicht kapiert, dann aber eine eigene Erklärung gefunden:

Nachdem der Sommer und die Sommerferien vorbei sind, kommen nun die Kinderlosen Paare und Rentner , um den frühen Herbst bei noch warmen Temperaturen zu geniessen….das ist zumindest meine Therorie, wenn ich mir die Autos und die Menschen in den Autos anschaue hahaha – nicht repräsentativ ermittelt, sondern rein subjektiv wahrgenommen.

Nach einem leckeren Pflaumenkuchen mit Sahne und einer schönen Tasse Kaffee sind wir dann zur Solitüde gelaufen und es war wirklich eine tolle ruhige Atmosphäre

Das waren 5.2 km die wir gelaufen sind und ich war überrascht, wie gut es meiner Schwester damit ging…ihre Schmerzen werden seit der OP immer weniger und seitdem sie wieder unter Anleitung Sport macht, kommt auch die Kraft zurück..das wiederum gut ihrer Seele gut…trotzdem wird es langsam mal Zeit, das sie zur Reha kommt.

Für den Abend waren wir in einem neuen Sushi-Restaurant. DAS war toll und mega-lecker…so frisches Sushi hab ich bisher nur selten gehabt…dazu eine mehr als freundliche Bedienung, die uns davor gewarnt hat, zuviel zu bestellen…naja als die Platte dann kam, wusste ich wieso hihihi

Das war eine Menue-Platte mit 76 Stücken, die wohl für 4 Personen gedacht war….da war alles drauf was wir so gerne essen…und wir haben es natürlich nicht alles geschafft…den Rest hab ich dann mitgenommen….da werde ich heute auch noch einmal satt. Ich denke für 4 Erwachsene ist die Platte optimal

Neben einem Iced Macha tee, hatte ich noch einen Jasmintee…Ich finde das Teeset sehr stilvoll.

Wir hatten einen lustigen und unterhaltsamen Tag…so unbeschwert war es bei uns Dreien schon länger nicht mehr.

So war es  dann auch schon 19.30 Uhr als ich mich auf den Heimweg gemacht habe…Die Rückfahrt verlief zum Glück unspektakulär – die Autobahn war nahezu leer.

Versprechen muss man halten…irgendwie zumindest

Vor ein paar Monaten hatte ich versprochen das wir in diesem Jahr noch zu Dritt (Schwester, Schwager und ich) irgendwo ein verlängertes Wochenende verbringen werden, weil ich ja im April nur mit meiner Schwester ein paar Tage alleine weg war und mein Schwager dabei leer ausgegangen ist.

Nun war ich im April nicht so gut drauf und ich hatte ein paar Probleme mit der starken Anhänglichkeit meiner Schwester…mir wurde das alles zuviel und ich hatte mich etwas zurück gezogen.

Der Rückzug hat mir gut getan und so hat sich im Laufe der Zeit bei uns alles wieder eingerengt…aber ich habe begriffen, das ich mich einfach besser von Beiden abgrenzen muss.

Inzwischen hatte ich meine Schwester schon mal vorsichtig darüber infomiert, das ich das mit dem Urlaub zu Dritt weder zeitlich…aber noch viel wichtiger, emotional in diesem Jahr NICHT schaffen werde.

Da ich aber doch zu meinem Wort stehen möchte, den Beiden ein paar Tage „Auszeit“ zu ermöglichen, hab ich beschlossen für einen Monat auf meine „Sparrate“ zu verzichten (das ist ein fester Betrag, den ich monatlich automatisch auf einem anderen Konto parke, bis ich es investiere)

Einen kleineren Teil davon hab ich in ein paar neue Klamotten investiert..immerhin ist meine Kleidung inzwischen viel zu groß geworden und so möchte ich nicht mehr rumlaufen. Also hab ich 2 Strickjacken (kann man eh nie genug haben) und 3 Blusen/Shirts für den Herbst gekauft. Mit den Hosen warte ich noch.

Und den größeren Teil dieses Geldes habe ich Beiden heute geschenkt…damit können die Beiden zusammen locker  einen 2-3tägigen Urlaub machen.

So haben wir alle Drei etwas davon. Die Beiden können sich in einem Urlaub etwas erholen und ich habe weiterhin meinen Seelenfrieden und habe mich doch so einigermaßen an mein Versprechen gehalten…wenn auch nicht so ganz.

Die Beiden haben sich sehr gefreut, das ich es zumindest nicht vergessen habe, das mit dem Urlaub und mein Schwager hat schon angefangen zu planen….wenn ich es richtig sehe, geht es in die Lüneburger Heide…

Allerdings erst, wenn mein Schwager am Dienstag zur Magenspiegelung gewesen ist. Ihm ist der ganze Stress der letzten Jahre wohl auf den Magen geschlagen und so hat er über eine Dringlichkeitsnummer relativ kurzfristig einen Termin bekommen (regulär wäre der nächste freie Termin im FEBRUAR 2025…unfassbar).

Beide warten aktuell auf Rückmeldungen der Rentenversicherung: mein Schwager wegen des Widerspruchs zur Umschulung, meine Schwester auf die Genehmigung der REHA-Maßnahme.

Die haben es Beide echt nicht leicht…

Fünf Jahre….

..sind es jetzt, die ich in Schleswig-Holstein lebe und irgendwie war ich gestern etwas emotional.

Denn gestern war Freitag, 13.09. und vor genau fünf Jahren am Freitag den 13.09.2019 hab ich mich mittags endgültig von den Kollegen verabschiedet und mich in mein Auto gesetzt (gefüllt mit allem, was ich in Hessen  noch für die letzten Wochen zum Leben benötigt habe) und bin von Bad Soden/Taunus (oberhalb von Frankfurt) nach Pinneberg gefahren, um ein neues Kapitel in meinem Leben zu beginnen.

Endlich war es soweit, mit 1/2 Jahr Kündigungfrist hab ich bis zuletzt gearbeitet, mir in der Zeit einen Job in Schleswig-Holstein gesucht und auch gefunden, habe eine Wohnung gefunden und meine Habseligkeiten waren bereits ein paar Wochen vorher umgezogen. In der restlichen Zeit  hab ich in  Ferienzimmern gelebt und dann war es soweit.

Nun sind bereits 5 Jahre vergangen und bin froh über den Schritt, den ich da getan habe. Es war die richtige Entscheidung…auch wenn ich inzwischen Job und Wohnung noch einmal gewechselt habe…beides ebenfalls die richtige Entscheidung.

Ich hätte nie gedacht, wie gut es mir hier geht…so entspannt und zufrieden. Allein und selbstbestimmt.

Und da ich mich entschlossen habe, auch weiterhin alleine durch das Leben zu gehen und weder nach einem Partner zu suchen, noch mich von einem Partner finden zu lassen…fällt dieser emotionale Stress auch weg.

Das hat mir inneren Frieden gebracht – was für eine Bereicherung das für mein Leben ist, obwohl ich ja etwas weglasse, ist unglaublich – unglaublich schön.

Ausgelagert

Schon vor ein paar Wochen bekamen wir von der Privatbahn, die hinter unserer Wohnanlage entlang läuft, ein Schreiben, das der nächste Bauabschnitt im September beginnt.

Nun sollen wohl die zusätzlichen Gleise fertig gestellt werden. Dazu muss das mit Kies gefüllte Gleisbett plattiert werden…und zwar an einem Wochenende.

Das heißt an diesem Wochenende wird von 7 Uhr Morgens bis 20 Uhr Abends ziemlich viel Krach gemacht.

Aus dem Grund hat die Privatbahn allen unmittelbar betroffenen Anwohnern einen „Ersatzwohnraum“ angeboten und ich habe das Angebot angenommen.

Dazu habe ich mich schon vor 1,5 Wochen telefonisch gemeldet und eine durchaus nette Dame hat meine Daten aufgenommen und wollte die mit einer Mail an eine Koordinierungsstelle schicken – ich würde dann informiert wann und wo ich untergebracht werde.

Nun bis gestern hab ich keine Antwort bekommen und es sollte ja ab Freitagabend bereits eine Auswärtsübernachtung erfolgen.

Ich habe also Freitag noch einmal angerufen und irgendwann war klar, diese Koordinierungsstelle hat meine Daten nicht erhalten.

Was ich aber toll fand, eine sehr nette Dame rief mich zurück, hat sich mehrfach entschuldigt und sich dann darum gekümmert, das ich doch noch als Nachzügler ein Hotelzimmer bekomme…immerhin hatte ich mich innerhalb der Frist rechtzeitig angemeldet.

Letztlich hat auch alles gut geklappt und ich bin nun knappe 4km von meinem Zuhause entfernt in einem Hotel untergebracht und habe sogar ausgezeichnet geschlafen.

Es war schon lustig. Ich habe meine Reisetasche gepackt, bin zum Hotel gefahren, hab dort eingecheckt…anschließend bin ich noch Einkaufen gefahren und habe meine Einkäufe zuhause verstaut, zu Abend gegessen und bin dann später wieder ins Hotel gefahren.  So konnte ich auch der lauten Live-Musik vom Marktplatz entgehen hahaha.

Hab dann sogar gestern abend noch eine kleine Walkingrunde vom Hotel aus gedreht…auch wenn es am Rande des Industriegebiet keine schönen Wege gab..aber immerhin hab ich mich bewegen können

Dies und das – Ereignissplitter

Was gab es denn noch in dieser Woche? Ach ja :

  • der nächste Bauabschnitt der Privatbahn, die ein Stück hinter meinem Balkon verläuft, hat begonnen, und einige der Häuser, die wie wir, direkt an die Bahngleise münden, haben ein Schreiben erhalten, das am nächsten Wochenende von 7.00 Uhr – 19:00 Uhr, das Gleisbett plattiert wird. Und weil das am Wochenende ist, steht uns die Unterbringung in einem „Ersatzwohnraum“ zu. Dazu müssen wir uns bei der AKN melden. Das habe ich dann auch getan. Die Dame am Telefon war sehr nett, wusste aber auch nicht wie das laufen soll, sondern hat nur in meinem Namen eine Mail an wen auch immer formuliert, das ich das Angebot annehmen möchte. – man wird sich bei mir melden…bin mal gespannt, ob das auch klappt.
  • Auf der Fahrt ins Büro hat mein Auto ein Steinschlag getroffen. Man hab ich mich erschrocken. Dieses Mal hab ich aber etwas Glück gehabt…der Steinschlag ist Mitten in der Mitte (Höhe wie Breite) der Windschutzscheibe und die Macke ist ca 1cm groß. Aber dieses mal ist die Scheibe nicht wie ein Spinnennetz zersplittert…so das ich noch bis nächste Woche damit fahren kann, bevor ich es dann als Schaden melde. Dann bringe ich den Wagen in der kommenden Woche zur Reparatur…wahrscheinlich wird dann doch wieder die gesamte Scheibe ausgetauscht.
  • Zum Glück kann ich das nächste Woche machen, weil ich jetzt NICHT auf Dienstreise muss. Eigentlich hatten der Controller und ich geplant mit den beiden Neuen in die Zentrale nach DK zu reisen….aber da die Kollegen aus der Zentrale sich auch auf Anfrage nicht wegen der ausstehenden Schulungen für das neue ERP-System gemeldet haben, habe ich beschlossen, nicht mit zu fahren. Jetzt fährt nur der Controller mit dem Neuen und ich bleibe mit unserer neuen Kollegin Katrin in Hamburg. ich fahre nicht 2x in einem Monat die weite Strecke und schon gar nicht für 3,5 Tage ….ich muss mich um die Quartalsabschlüsse kümmern.
  • Seitdem ich regelmässig die Bildschirmarbeitsplatzbrille trage, nutze ich für die restliche Zeit des Tages, also wenn ich nicht an den Bildschirmen sitze, meine normale Gleitsichtbrille. Vor ein paar Tagen hatte ich Kopfhörer auf, hab die Gleitsicht-Brille abgenommen und geputzt und beim Wiederaufsetzen ist ein Bügel an meinem Wust an Haaren und den Kopfhörern gescheitert, während ich jedoch die Bewegung weiter ausgeführt habe. Das Ende vom Lied, das dünne Metall, welches die beiden Gläser über der Nase zusammenhält (es ist eine komplett randlose Brille) ist gebrochen. ich habe also jetzt 2 Teile: je ein Glas mit einem Bügel. Das nenne ich mal unpraktisch. Okay, dann gibt es jetzt eben eine Neue. Nun hab ich noch fast die Gleiche Brille in meiner Sehstärke, allerdings ohne Gleitsichtfunktion…aber immerhin kann ich damit Autofahren und am Wochenende trage ich ja wieder meine Kontaktlinsen.
  • Freitag war ich bei der Friseurin…jaaa wieder einmal überfällig und ich habe in der Zwischenzeit nur einmal ganz leicht selber Hand angelegt…und so konnte sie dieses Mal meinen Haarschnitt komplettieren. Beim letzten Mal ging das noch nicht. Aber jetzt habe ich wieder genau den Haarschnitt, der mir so gut steht und mit den weniger an Kilos, passt es auch viel besser zu meinem Gesicht. Hurra!

Wenn ich das so alles aufschreibe, merke ich erst, wieviel eigentlich los war. Gut das jetzt Wochenende ist.

Ein kleiner Vorbote – Morgens im Moor

Ich schlafe in den letzten Wochen schlechter, bin oft früh am Morgen wach, schlafe dann irgendwann wieder ein. Heute Morgen war es zum Glück anders, ich habe bis 4 Uhr durchgeschlafen und lag dann bis 5 Uhr wach….fühlte mich aber nicht mehr müde.

Warum also nicht endlich mal wieder eine Walkingrunde am Morgen…anstatt abends.

Um kurz nach 6 Uhr, vor Sonnenaufgang war ich dann mit meinem gefüllten Kaffeebecher im Himmelmoor…Mein Auto war das Einzige auf dem Parkplatz.

Noch waren es angenehme 16 Grad, ich hatte ein leichte Jacke an und einen dünnen Schal…nicht wegen der Kühle des Morgens, sondern wegen der Mücken…zusätzlich hatte ich noch mein Ant-Mückenspray auf Hände und im Gesicht verteilt…nur vorsichtshalber. Sobald ich an den Moorbecken ankam, waren sie auch schon da, diese kleinen stechenden Plagegeister….ha – aber ich war geschützt…es hat mich tatsächlich nur eine erwischt.

Und dann wurde es langsam heller, als die Sonne aufging…was für ein schöner Morgen: kühl, still und absolut friedlich…wunderschön

Ich bin eine etwas größere Runde gelaufen und so an den Weiden und Wiesen entlang gekommen, wo noch der Bodennebel aufstieg…es überkam mich ein leichtes Herbstgefühl…

Auf das baldige Ende des Sommers freue ich mich schon, wenn die Abende kühler werden, man wieder tagsüber eine Jacke drüber zieht und das Laub anfängt sich zu verfärben.

Sommer ist für mich Stillstand, weil es zu heiß ist und Hitze macht mich träge. Herbst und Frühling sind aufregend, weil in der Natur so viel passiert…ich bin dann gerne draußen. Das heute war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommt….ich hab den Morgen sehr genossen.

Spanische Pilz-Kroketten – super lecker

Nachdem ich gestern im Blog von „nocheinglaswein“ die leckeren Pilzkroketten gesehen habe, hatte ich unvermittelt Lust, so etwas einmal selber zu machen.

Ich bin heute, Samstag, bereits um 5 Uhr aufgestanden und war um 6 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, im Himmelmoor zu einer herrlichen Walkingrunde. Während noch der Kaffee für meine Morgenrunde durch die Maschine lief, hab ich mir gleich mal ein paar Rezepte aus dem Internet herausgesucht und mich für eines entschieden.

Frische braune Champignons habe ich dann auf dem Rückweg gekauft…alles anderen Zutaten hatte ich bereits zuhause. Es bedarf nur weniger Zutaten und das Rezept war erstaunlich einfach…das kommt mir sehr gelegen, da ich gerne „einfach und lecker“ koche.

Die genauen Mengen stehen ganz unten. Normalerweise arbeite ich ja eher ohne feste Mengen, hier sollte man sich aber schon an die Mengenangaben halten, da das genaue Verhältnis zwischen Gemüse, Mehl und den Flüssigkeiten, am Ende eine ganz bestimmte Konsistenz ergeben sollte, damit sich auch Kroketten daraus formen lassen.

Kleingeschnittene Zwiebeln werden in Butter angeschwitzt, dann kommen die klein geschnittenen Champignons dazu…zusammen etwas anrösten, mit Salz, Pfeffer und etwas frischen Rosmarin würzen (da er schnell dominant ist, hab ich nur einen kleinen Zweig genommen). Anschließend das Mehl darüber geben und mit anschwitzen lassen, bis das Mehl sich mit Zwiebeln, Pilzen und der Butter gut verbunden hat.

Die Pfanne vom Herd nehmen und die gesamte Milch auf einmal dazugeben. Nun ständig umrühren, bis sich die Milch mit den anderen Zutaten in der Pfanne verbunden hat…die Masse wird sämig. Nun die Pfanne zurück auf den Herd stellen und die vorbereitete Gemüsebrühe dazu geben und dabei immer schön weiter rühren.

Es kann ein paar Minuten dauern bis sich nun alles in der Pfanne zu einer zähen Masse verbindet. Sie sollte so zäh sein, das sich beim Umrühren alles leicht vom Pfannenboden löst und zu einer zusammenhängenden Masse wird.

Die Pfanne zur Seite stellen und die Pilzmasse abkühlen lassen. Das dauert eine kleine Weile. Die fast kalte Masse nun mit leicht angefeuchteten Händen zu kleinen Kroketten von ca.5 cm Länge rollen. Bei mir sind es 17 Stück geworden. Anschließend ganz klassisch mit Mehl, Ei und Paniermehl panieren.

Einen kleinen Topf mit Öl füllen (bei mir war es ein sehr kleiner Topf den ich mit ca. 1,5 cm mit Olivenöl gefüllt hatte – das hat zum frittieren ausgereicht) und die kleinen panierten Kroketten für 1-3 Minuten im Öl frittieren, dabei ein paar Mal wenden, bis sie gold-braun sind.

Sie sind echt mega geworden und am Besten haben sie mir lauwarm geschmeckt, da kommt das Pilzaroma viel besser durch, als wenn man sie sofort heiß isst.

Beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Mehl nehmen und dafür noch eine gekochte und zerdrückte Kartoffel hinzugeben…und evtl. etwas Knoblauch. Aber das Rezept ist so einfach, ich hätte es nicht gedacht.

Dazu passt jede Art von Dip…ich habe sie zum Mittag pur gegessen und bin begeistert.

Hier nun die Rezept-Mengen. Ich habe tatsächlich nur wenig verändert: im Original-Rezept standen 150g Champignons, ich habe 200 g genommen…und würde beim nächsten Mal sogar noch etwas mehr nehmen, aber das ist Geschmackssache – ich liebe den Geschmack von gerösteten Champignons, nehme sie oft als „Fleischersatz“, weil Champignons eine Menge Umami-Geschmack enthalten.

Mengenangabe:

60g Butter

2 kleine Zwiebeln klein hacken (ich hab 1/2 Gemüsezwiebel genommen, die ist bekömmlicher)

200g braune Champignons klein hacken

90g Mehl

250ml Milch

185ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, etwas Rosmarin

Mehl, verquirlte Eier, Paniermehl (ich nehme Vollkornpaniermehl) für die Panade

Öl zum frittieren (ich hab Olivenöl genommen und es nicht ganz so heiß werden lassen, es geht aber auch Sonnenblumenöl oder ähnliches)

und dann waren da noch…

…weitere Auswirkungen durch die Überflutung unserer Keller.

Seit dem Starkregen, bei dem ein Teil unserer Keller überflutet wurden, spinnt auch unsere Klingelanlage….d.h. die Klingel unten an der Haustür funktioniert bei mir nur ab und an.

Leider niemals wenn Jemand zu mir möchte, aber sie funktioniert immer dann einwandfrei, wenn der Hausverwalter sich um die Klingel kümmert. Der Fehler versteckt sich also…Freitag kam jetzt dann doch der Elektriker um das mal zu überprüfen und prompt funktionierte sie wieder OHNE das er etwas gemacht hatte…Aber er meinte, ja das könne schon sein, das der Klingelknopf ein Problem hat, das nur manchmal auftaucht.

Lustigerweise hat meine junge Nachbarin, direkt neben mir, mit bekommen, das es im Treppenhaus um die Klingel ging, kam heraus und erzählte dem Elektriker haargenau das gleiche Problem mit ihrer Klingel. Das hat mich sehr beruhigt, weil langsam fühlte ich mich schon als Spinner. Der Elektriker meinte dann, er würde mit der Hausverwaltung sprechen, das gleich auch die anderen Klingelknöpfe, die bisher noch nicht ausgetauscht wurden, einmal komplett getauscht werden sollten…das wäre günstiger, als wenn wir alle nach und nach mit demselben Problem kommen würden. Prima – Hauptsache es tut sich etwas.

Ende letzter Woche hatte ich dann auch noch festgestellt, das in meinem Kellerabteil an einer Wand, ca. 15cm über dem Boden, auf einer Höhe etwas Weißlich Wolliges aus der Wand kommt…ich hab sofort an Schimmel gedacht und den Hausmeister gebeten, sich das anzuschauen.

Der kam dann auch mit einem Feuchtigkeitsmessgerät und stellte fest, das bei mir der Boden schon recht trocken ist, genauso 3 von 4 Wänden, aber an der einen Wand ist die Feuchtigkeit auf der genannten Höhe extrem hoch. Aber das was da aus der Wand kommt wäre kein Schimmel sondern kristalline Ausblühungen, durch wasserlösliche Salze, die durch die Feuchtigkeit aus der Wand geschwemmt würden – oder so ähnlich…die wären nicht gesundheitsschädlich.

Seine Aussage war dann: die Kellerabteile sind Sache der Eigentümer und daher könnte man hier nicht die Trockengeräte aufstellen, die seit Wochen für die Hausgemeinschaft in den Kellergängen laufen.

Ich konnte das nicht glauben, habe also meine Vermieterin angerufen und ihr das erklärt, sie hat mit der Hausverwaltung gesprochen, die haben mit dem Hausmeister gesprochen und jetzt gibt es für ALLE betroffenen Kellerabteile ENDLICH auch Trockengeräte. Immerhin ist seit der Überflutung schon ein Monat vergangen.

SO – nun steht so ein Ding auch bei mir, genau auf die Wand gerichtet die so extrem nass ist….da aber alle anderen Wände drumherum trocken sind, kann ich kaum glauben, das es nur vom Hochwasser kommt…ich vermute eher, das es da zusätzlich bei einem der Abflussrohre, die hinter der Wand entlanglaufen, ein Leck gibt….denn es gab schon immer einen leicht farblichen Unterschied auf den ersten 20cm zum Rest der Wand….aber der Hausmeister sagt nein, das kann nicht sein.

Die Kopfschmerzen und der neue Kollege

Wie schon befürchtet, war die Regeneration am letzten Wochenende nicht gut und vor allem nicht ausreichend. Der Stress der vorherigen Wochen war einfach zu groß und so war ich nicht überrascht, das ab Sonntagnachmittag bereits heftige Kopfschmerzen einsetzen.

Was mich dann aber doch überraschte, wie schlecht es mir in der Nacht von Sonntag auf Montag ging…so mit heftiger Übelkeit und Erbrechen. Dazu muss ich erwähnen, das ich gefühlt immer sterbe, wenn ich mich übergeben muss…dann fühle ich mich einfach doppelt krank.

Montag hatte ja unser neuer Kollege anfangen, also der, der ab jetzt bei mir mit im Büro sitzt und das hat bei mir ja schon seit einiger Zeit für innere Unruhe gesorgt. Ich nehme also mal an, das die Kopfschmerzen mit den zusätzlichen Symptomen eher psychisch bedingt waren…denn es war kein Migräne-Kopfschmerz.

Dieses Mal war ich vernünftig und habe mich im Büro für den Montag krank gemeldet…und ich habe auch nicht von zuhause aus gearbeitet, sondern viel geschlafen und mir an diesen Tag Ruhe gegönnt.

Das hat gewirkt, denn Dienstag ging es mir soweit wieder gut…ja mein Kopf fühlte sich etwas matschig an und ich war auch noch ein wenig schlapp …ich bin aber ins Büro gefahren. Der Controller ist aus dem Urlaub zurück, die neue Kollegin (ich nenne sie ab jetzt Katrin) war ja bereits seit Donnerstag wieder gesund und der Neue hat seinen Job bereits einen Tag zuvor aufgenommen.

Nun gut – der Neue ist Anfang 60, ist ein sehr ruhiger Mensch, scheint aber ganz freundlich zu sein…aber er redet nicht gerne und hält auch, wenn er denn redet den Blick gesenkt, schaut mich dabei nicht oder nur ganz kurz an und dann schnell wieder weg. Allerdings redet er so wenig und verkriecht sich hinter seinem großen Bildschirm, als ob er uns gar nicht kennenlernen möchte.

Und da er auch in ganze Woche nicht einmal mit uns zusammen Mittagspause gemacht hat, kann ich ihn noch gar nicht wirklich einschätzen…bis auf 1-2 merkwürdige Aussagen von ihm, die mich aufhorchen lassen.

Für ihn scheint es eine große Veränderung zu sein, und er braucht den Mittag um „runter zu kommen“, wie er selber sagt…okay, das kann ich gut nachvollziehen. Je älter man wird, umso schwieriger können solche beruflichen Wechsel sein…aber er sollte sich am Anfang nicht zu viel absondern, denn wir wollen ihn ja auch kennen lernen und wir sind ab jetzt ein 4er Team..

Wie erwartet waren die Tage trotzdem sehr unruhig, weil viele seiner Programme noch nicht ordentlich liefen und teilweise die Zugänge fehlten…und er hat Probleme das Headset zu benutzten und sich in Teams-Meetings einzuwählen und die allgemeingültigen Regeln in so einem Online-Meeting zu befolgen…aber am Ende der Woche ging es dann schon ganz gut damit.

Hier merkt man, das er mit der Online-Kommunikation noch fremdelt…er hat bisher hauptsächlich als Steuerfachangestellte bei einem Steuerberater gearbeitet und kennt daher nicht das Leben in einem Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsunternehmen, wo man immer mit vielen Kollegen aus vielen Abteilungen zu tun hat, mit Hierarchien und allem was dazu gehört.

Im Steuerbüro hat man i.d.R. pro Gesellschaft immer nur einen oder zwei Ansprechpartner beim „Kunden“… als Mitarbeiter in einem Industrie-Unternehmen, hat man sehr viele Ansprechpartner und muss sich diese teilweise selber suchen, um die Infos zu bekommen, die man braucht. Man ist IM Unternehmen und arbeitet nicht von Außen für ein Unternehmen.

Auf meine Frage, ob er schon Tage im Visier hat, an denen er zukünftig Homeoffice machen möchte, meinte er, er würde nicht ins Homeoffice gehen. – ECHT? Damit hatte ich fest gerechnet….so ein Mist, ich hab gedacht, das wir uns eher selten im Büro treffen würden…okay, damit ist mein Plan gesetzt, sobald die erste Einarbeitungszeit für unsere beiden Neuen vorbei ist, gehe ich 3x pro Woche ins Homeoffice.

Kondenswasser, wo es nicht hin gehört

Heute habe ich mich um die Wäsche gekümmert, die Wohnung aufgeräumt und eine weitere Hühnersuppe gekocht.

Noch immer hab ich in meinem Arbeitszimmer alle Kunststoffkisten aus dem Keller stehen. Die hab ich in den letzten Wochen nur wenig beachtet…sind die Sachen darin doch gut geschützt. Dachte ich zumindest.

Aber heute fiel mein Blick auf eine der großen fast durchsichtigen Kisten, in der verschiedene Rucksäcke, Sport- und Badetaschen lagern. In der Kiste hatte sich innen Kondenswasser gebildet. – NEIN…wo kommt das denn her?

Als ich den Deckel öffnete, schlug mir warmer modriger Duft entgegen und über den Inhalt hatte sich ungleichmäßig eine Schicht aus Schimmel gebildet.

Hab die Kiste sofort auf den Balkon gebracht und den Inhalt in eine Mülltüte verfrachtet und jetzt konnte ich sehen, was passiert war. Der Boden der Kiste hatte einen dicken Riss und dort war wohl ein wenig Wasser eingedrungen, was ich beim Ausräumen des Kellers nicht gemerkt habe. Denn wäre es viel Wasser gewesen, hätte ich es beim Hochtragen auf jeden Fall bemerkt.

Nun gut…diese Rucksäcke und Taschen hatte ich seit dem Einzug vor nunmehr 3 Jahren, kaum mehr gebraucht…also ist es nicht so schlimm, das sie nun tatsächlich hinüber sind.

Sofort habe ich alle anderen Kisten auch noch überprüft…zum Glück sind all die Anderen unversehrt. Das war dann hoffentlich der letzte Verlust aus der Kellerüberflutung.