Besuch bei der Familie

Die letzte Woche verlief ohne besondere Vorkommnisse….es waren ruhige Arbeitstage und angenehme Abende mit täglichen Walkingrunden und vielen Dehn- und Kraftübungen…so das ich tatsächlich fast ohne Schmerzen laufen konnte…wow – so gut ging das schon lange nicht mehr.

Und mit dem Wochenende begann mein einwöchiger Urlaub.

Der Samstag startete dann recht früh am Morgen…ich war mit Schwester+Schwager verabredet…so das ich um 10 Uhr in Flensburg ankam. Für die Sauna kann sich mein Schwager nicht begeistern und so sind wir alleine ins Campus-Bad gefahren. Ich glaube aber auch, das er die freie Zeit viel lieber mit Fußballschauen im Fernsehen verbracht hat.

Eigentlich wollten wir mit Bahnen-Schwimmen starten….leider hatte uns niemand gesagt, das das an dem Tag nicht möglich war, wegen einer Schwimmveranstaltung – gerade wollten wir ins Wasser steigen, da kam ein Bademeister eilig auf uns zu, um uns freundlich davon abzuhalten….grrrrr – also das hätte man uns ja auch am Eingang können. Es soll am Eingang ein Schild gestanden habe..na gut, dann sind wir halt sofort in den Saunabereich gegangen…aber ärgerlich war das schon. Die Laune haben wir uns aber nicht verderben lassen.

Und zum Glück war meine Schwester auch relativ entspannt, so war es doch ein lustiger und schöner Saunatag (jaja – mit den Einschränkungen, die wir ja beim Saunieren nun beachten sollen).

Was die neu dort haben, ist eine Extra-Kabine mit einer Wasserbett-Massageliege. Nachdem ich ein paar Minuten brauchte, um zu begreifen, wie das funktioniert (die Lesebrille hatte ich ja im Spind eingeschlossen)…war das eine seehr schöne Relax-Massage….und wir haben diese jeder 2x 15 Minuten beansprucht…nicht an einem Stück natürlich.

Auch hier im Bad machte sich der Personalmangel bemerkbar, die Köche waren ausgefallen – so gab es für die Mittagszeit nur Pommes und Chicken-Nuggets, Dinge für die man keinen Koch benötigt…Hauptsache wir hatten etwas im Magen.

Nach ein paar Stunden dann sind wir wieder nach Hause gefahren….mein Schwager knurrte dann aber, weil „Sein“ Verein wieder einmal verloren hatte….und dann war es auch schon bald Zeit fürs Abendessen in ihrem Lieblings-Griechischen Restaurant.

Wir hatten leckeres Essen, viel zu Erzählen und einen entspannten und lustigen Abend…und obwohl ich vorher gesagt hatte, das ich nicht übernachten werde, bin ich dann doch geblieben…meine Schwester hatte das Gästezimmer vorher schon vorbereitet und mich auch gefragt, welche Bettdecke ich möchte….so hab ich – seufz- mich dem Ergeben und das war auch gut so…ich habe richtig gut geschlafen.

Total lieb fand ich, das auf dem Bett ein Weihnachtswichtel bereit stand mit einer Karte, mit der sich Schwester+Schwager bedankten, das ich immer für sie da bin und das der Wichtel mich gerne nach Hause begleiten möchte….ohh man – ich war zu Tränen gerührt.

Sprachlicher Rückschlag

Seit dem Sommer hab ich meine Sprachlern-APP nicht mehr regelmässig genutzt…bis zum absoluten Stillstand…und dann hatte ich auch andere Dinge im Kopf und hab gar nichts mehr gemacht, um meinen bisherigen Kenntnisstand der dänischen Sprache zu erhalten.

Tja, das Ergebnis dieses Stillstandes hab ich dann auf der Dienstreise schmerzhaft erkannt…mir ist tatsächlich Vieles an Wörtern und Grammatik schon wieder abhanden gekommen, so das meine ohnehin noch nicht sehr gut ausgeprägte Möglichkeit mich zu verständigen, quasi weg war. Na ja – für den Job reicht es, das ich Englisch kann.

Man war ich enttäuscht – von mir … ja und auch etwas frustriert…macht mir die Sprache doch viel Spaß und ich konnte auch schon viele Wörter und ja eigentlich auch die grundlegende Grammatik…aber eine Sprache muss man eben auch sprechen…und das regelmäßig.

Hören und Nachsprechen reichen da eben nicht aus und auch ein großer Wortschatz alleine bringt noch keine Sätze….das selber Sprechen ist der Schlüssel…eigene Sätze bilden und mit anderen in Interaktion treten.

In dieser Woche hab ich nun mit dem Wiederholen in der Sprachlern-App angefangen…und zum Glück macht mir das Lernen auch wieder Spaß und jaaa einiges von dem Vergessenen kommt auch schon schnell wieder.

Hab vor ein paar Wochen nun nach einem regelmäßig stattfindenden Präsenz-Kurs gesucht….aber alle Kurse, in der näheren Umgebung, sind aktuell ausgebucht….da muss ich wohl bis zum neuen Jahr warten.

Ab jetzt lerne ich wieder regelmässig und dabei drehe den Spieß um, indem ich nicht versuche die Dänischen Worte nachzusprechen und ins Deutsche zu übersetzen, was mir ja ziemlich gut gelingt….sondern ich arbeite jetzt vorwiegend mit der „Karteikartenfunktion“, wo ich deutsche Worte und Sätze angezeigt bekomme und diese ins Dänische übersetze – DAS ist meine Schwachstelle.

Ich dachte über das „Verstehen“ kommt das „Sprechen“ von alleine…aber so einfach ist es dann doch nicht…der Mix macht es.

Dienstreise – 4.Teil – Treffen auf der Rückfahrt

Nach einer weiteren Nacht im Hotel und einem netten Frühstück dort, hab ich mich auf die Rückfahrt gemacht…es gab auch keine Anfragen oder Infos, das ich noch einmal in der Zentrale vorbeischauen sollte…also konnte ich mich getrost auf den Heimweg machen.

Am Abend zuvor hatte ich mit meiner Schwester ausgemacht, das – wenn es mit ihren Feierabend gut klappt, wir uns so um 11.30 Uhr am Scandinavian Park auf einen Kaffee treffen könnten….ich hätte dann ca. 1-1,5 Stunden Zeit für einen Plausch und dann kam die Info von ihr…ja – es klappt.

Die Autobahn war voller, als auf dem Hinweg…aber der Verkehr floss noch einigermaßen zügig….ich war zu früh in Flensburg…tankte den Mietwagen und kontrollierte den Reifendruck (nachdem eine Meldung auf dem Display erschien, das ich genau das tun sollte)…und dann kam sie auch schon…hätte sie in ihrer Arbeitskluft fast nicht erkannt….hahaha rot und weiß sind privat so gar nicht ihre Farben.

Wir gingen in das kleine Café, es gab Kaffee und belegte Brötchen….anschließend noch einen kleinen Rundgang durch das dänische Kaufhaus, wir haben viel erzählt und sie hat sich mal wieder den Stress mit ihrem Mann von der Seele geredet…ich hab von meiner Reise erzählt…und dann musste ich auch schon weiter…auf dieser Strecke Richtung Hamburg muss man an einem Freitag, immer mit Stau rechnen und ich musste den Mietwagen rechtzeitig abgeben. Das war ein schöner kleiner Plausch und wir sind jetzt für den 11.11. verabredet….dann komme ich die Beiden besuchen.

Die restliche Fahrt verlief ereignislos, die Mietwagenrückgabe war unkompliziert, ich hab noch ein paar Sachen im Büro abgeliefert und bin dann nach Hause gefahren. Arbeiten? ooooch nö – dazu hatte ich jetzt dann doch keine Lust mehr. Montag reicht auch.

Dienstreise -3.Teil – kleines Kartendilemma

Nachdem ich dann endlich Feierabend hatte, bin ich vom Firmengelände in den Ort gefahren, runter zum Fjord…war da noch ein wenig laufen und dann wollte ich in dem gemütlichen Restaurant am Hafen essen.

Es war ziemlich leer für einen Donnerstagabend, einen Platz zu bekommen war also auch ohne Reservierung kein Problem….ich hatte mich für das Gericht „Stjernekud“ entschieden…das heisst auf Deutsch Sternschnuppe und bestand aus verschiedenen Fischfilets, geräuchertem Lachs und Eismeergarnelen auf einem kräftigen Bauernbrot…..hmmmm richtig lecker:

Super entspannt hätte mein Beitrag jetzt hier enden können….das Dilemma kam aber beim Bezahlen. Ich war hier schon ein paar Mal essen und die Dänen bezahlen fast ausschließlich mit Karte…also zückte ich, immer noch ganz entspannt, meine Firmenkreditkarte (wir bekommen dafür keine Verpflegungs-mehraufwands-Pauschalen) die freundliche Bedienung hielt mir das Gerät hin, ich tippte meine Pin und es kam die Meldung „abgelehnt“.

Nanu ? Nach einem weiteren vergeblichen Versuch, nahm ich meine private Kreditkarte, ich tippte die Nummer ein und „abgelehnt“…hmmm sehr merkwürdig, fand auch die Bedienung, die meinte also das Gerät würde ihr auch keinen Hinweis anzeigen, warum meine Karten abgelehnt wurden…ich hab ja noch meine normale Bankkarte…also ein weitere Versuch – aber mit dem gleichen Ergebnis.

Gut das keine Schlange hinter mir stand und wartete…sonst wäre ich richtig nervös geworden. Nein Paypal haben sie nicht und Bargeld in EURO hatte ich auch nicht genügend dabei.

So war ich nur ratlos….okay – gibt es hier in der Nähe einen Bankomaten? Sie erklärte mir das es zwei Banken in der Nähe gäbe…also lies ich ihr meinen Führerschein da und machte mich auf zu einem weiteren Spaziergang im Nieselregen.

Und das war dann richtig lustig…Ich nahm also meine private Kreditkarte und es wurde mir angezeigt, das ich Beträge zwischen 100 DKK und 1000 DKK abheben könne…ich tippte also 300 DKK ein und dann kam die Meldung, man könne mir nur 100 DKK auszahlen. AHA- okay ??? na gut – besser als nichts…also hab ich 100 dänische Kronen abgehoben…meine PIN wurde hierbei anstandslos akzeptiert….so hab ich den Vorgang insgesamt 3x gemacht. Das hat dann auch geklappt, aber verstanden hab ich es nicht.

100 Dänische Kronen sind ca. 13,40 EUR – also kein besonders hoher Betrag …aber das war mir jetzt erst einmal egal…Hauptsache ich konnte meine Rechnung im Restaurant endlich bezahlen. Ich hab der Bedienung dann noch ein Trinkgeld in bar gegeben und meinen Führerschein wieder bekommen. Okay, die Quittung muss ich dann manuell einreichen, um den Betrag erstattet zu bekommen. Also letztlich ist alles gut.

Aber zwischenzeitlich suchte mein Kopf schon nach einer Lösung, wenn die Bank jetzt meine Karten auch nicht akzeptiert hätte…okay – dann hätte ich meine beiden Deutschen Kollegen angerufen und gefragt, ob sie mir aus der blöden Situation helfen können…das hätte Beide bestimmt gemacht…ich war trotzdem froh, das es auch anders ging.

Auf der Rückfahrt am nächsten Tag hab ich die Karten auch wieder normal benutzen können…ich nehme daher doch an, es lag an dem Gerät im Restaurant.

Dienstreise – 2.Teil – reden reden reden

Das Resümee über diese Dienstreise ist dieses Mal nicht eindeutig positiv.

Bei der Ankunft war es trotzdem, wie immer – ein großes Hallo…mit vielen Kollegen, hab ich ein paar Worte gewechselt…aber schon da merkte ich, die Unbeschwertheit war nicht mehr so unbeschwert und die gezeigte Sorglosigkeit fühlte sich etwas angestrengt an….so wie ich es bereits aus vielen Mails und Telefonaten entnehmen konnte: eine allgemein steigende Anspannung ist deutlich zu spüren und die Unzufriedenheit, auch (oder gerade) in kleinen Dingen wird größer.

Hygge (gemütlich, entspannt) ist hier nur noch wenig, wenn selbst das Anstellen in der Kantine, mehr als 10 Minuten dauert und nicht mal mehr Alle geemeinsam Platz dort finden, weil es einfach immer mehr Mitarbeiter werden und auch die neue Erweiterung des Gebäudes, nach der gerade erst fertig gewordenen zweiten Erweiterung, noch nicht fertig ist und wenn deshalb die Schreibtische immer enger zusammen gestellt werden und so jetzt schon 2 Arbeitsplätze auf der offenen Treppenhaus-Empore eingerichtet werden mussten. Auch hier in der Zentrale weiß nicht mehr jeder wer nun eigentlich wer ist…ich fragte nach „meinem“ contruction manager …da kannten die Controller nicht einmal den etwas ungewöhnlichen Vornamen des jungen Mannes. Antwort: und Du bist sicher, der sitzt HIER? hahahaha – jaaaaaa ganz sicher…

Da einige Kollegen in Urlaub waren, fand ich jedoch schnell einen freien Platz zum Arbeiten bei den Kollegen….und dann ging es den ganzen Tag Schlag-auf-Schlag… wie vorher gehofft, hatte ich die Möglichkeit mit einigen Kollegen sehr spontan Gespräche zu führen um Themen zu klären…das war sehr positiv. Reden, reden, reden…erst am Nachmittag fand ich dann mal Zeit für ein paar stille Arbeiten…dann als die Meisten schon Feierabend machten.

Aber ausgerechnet mein Chef erschien am Vormittag nicht zum fixierten Meeting…also ging ich auf die Suche und zusammen mit der Kollegen vom Empfang fanden wir ihn dann in einem Sorgengespräch…etwas mit der System-Umstellung funktionierte wohl nicht so, wie gehofft. Mein Chef war erstaunt mich zu sehen, hatte er doch gedacht, ich wäre auch krank (wie der Controller) ….die letzten Mails hatte er wohl gar nicht richtig gelesen.

Dann nahm er sich widerstrebend aber doch die Zeit und ich hab wieder einmal eine Menge erfahren und vor allem verstand er mein wichtigstes Problem mit den internen Weiterbelastungen und dem neuen Vertrag (den er nur vom hören-sagen her kannte). Wir haben uns auf eine Vorgehensweise geeinigt, solange, bis er es mit dem CFO klären kann, weil sich Vertrag und seine Anweisungen widersprachen…dann schauen wir weiter. Ich hoffe für den Controller und mich nun, das wir jetzt eine endgültige Lösung finden werden.

Ein weiteres Problem auf das ich ihn aufmerksam machte, fand er nicht „materiell“ genug …..da war ich sprachlos, immerhin reden wir hier von einigen hunderttausenden EURO (nicht DKK), die falsch zugeordnet waren….also, das als nicht materiell genug zu betrachten, um es in der Zentrale korrigieren zu lassen, fand ich schon sehr speziell…wo ich sonst jede 2,75 EUR am Umsatz korrigieren muss. Als ich es später meiner Kollegin in Brandenburg erzählte, war sie noch schockierter, als ich es war.

Aber gut … ich hab ihn als meinen Chef informiert, das ich die Kollegen aus der Konzernbuchhaltung schriftlich um Klärung gebeten habe….was die daraus machen, ist mir dann eben jetzt egal. Ich hab es erwähnt und wenn es niemand korrigieren möchte – ist das nicht mehr mein Problem.

Am Ende hatte er sich dann doch noch Zeit genommen, um mich zu fragen, wie es mir (gesundheitlich) geht und wie ich mit den Veränderungen in unseren Abläufen klar komme…Alles prima soweit – noch komme ich gut zurecht.

Leider hab ich nur wenig über unser neues ERP-System erfahren, der entsprechende Kollege war im Krisenmodus und hatte dann doch überhaupt keine Zeit für mich, obwohl er vorher gesagt hatte, ich kann jederzeit kommen…aber na klar – seine Arbeit hat jetzt absoluten Vorrang. Aber auch einige andere Gesprächspartner waren dann doch nicht, wie gehofft, im Büro. Das kläre ich dann eben zu einem späteren Zeitpunkt.

Trotzdem war ich froh über den teilweise sehr erfolgreichen Tag und noch mehr freute ich mich, als dieser dann auch endlich vorbei war. Hurra – geschafft und jetzt ist Feierabend.

Dienstreise – 1.Teil – Ankunft

Die Fahrt ab Mittwochnachmittag war, nach einem normalen Arbeitstag im Büro, richtig gut….ich bin trotz des Dauerregens, gut durchgekommen, hatte einen echt tollen Mietwagen mit dem das Fahren viel Spaß machte und hatte für die Fahrt eines der älteren Hörbücher in meiner „Online-Mediathek“ angeschaltet ( „Größer als das Amt“ von James Comey, dem von Trump 2017 gefeuerten Ex-FBI Chef). So war die Fahrt kurzweilig.

Kurzer Zwischenstopp in Flensburg zum Tanken, an der Grenze gab es keine Kontrolle und ich kam tatsächlich bereits um kurz nach 20 Uhr, nach knappen 400km, am Zielort an. Auf dem Parkplatz des Hotels war es schwierig einen freien Platz zu finden…achja- da war ja was – unsere Firma hatte für ein mehrtägig stattfindendes „On-Boarding für neue Mitarbeiter“, an diesem Abend ein Bankett arrangiert …zwei meiner Deutschen Kollegen waren als „Referenten“ auch mit dabei.

Beim Einchecken fragte mich der Rezeptionisto, b ich noch dazu wolle oder ob ich im Restaurant essen möchte….ohh neee – danke schön, zum Einen ist das ein ganz anderer Kollegenkreis und.ich lasse das Abendessen heute mal lieber ausfallen…war mittags mit den Kollegen doch noch zum Pizza-Essen rausgegangen und war irgendwie noch gar nicht wieder hungrig. Eigentlich schade, das Hotelessen ist dort echte klasse.

Aber na klar hab ich, vor meinem kleinen Spaziergang runter zum Fjord, noch einen Abstecher zu den Kollegen gemacht…hab kurz Hallo gesagt und mich dann nach kurzer Zeit verabschiedet. Der Spaziergang zum Fjord war dieses Mal nur kurz…es regnete immer noch heftig und der Wind nahm immer mehr zu, alles war matschig und da auch kein Mond schien, war es stockfinster….meine kleine Taschenlampe half da auch nur wenig.

Ich bin daher früh ins Bett gefallen…und der nächste Tag, würde ja wieder aufregend werden.

Alleine auf Dienstreise

Heute ist in Nord- und Ostdeutschland Feiertag….Es ist Dienstag und ich hab irgendwie ein Sonntags-Gefühl…draußen regnet es und so soll es heute auch bleiben…natürlich werde ich nachher trotzdem meine Runde laufen.

Aber ich bleibe in der Umgebung, denn ab Morgennachmittag fahre ich ja beruflich wieder knappe 400km nach Dänemark und komme erst Freitag wieder zurück. Da fahre ich heute nirgendwo hin.

Wie in den letzten Jahren, hab ich mich auch dieses mal, mit dem Controller zusammen getan…so das wir uns die Autofahrt teilen und viele Dinge auch schon während der Fahrt besprechen können. Unsere gemeinsamen Dienstreisen waren so immer sehr kurzweilig und angenehm. Gehen wir uns auch sonst manchmal auf den Zeiger – waren diese Fahrten immer entspannt und gut.

Aber: der Controller hatte die letzten 2 Wochen Urlaub zuhause und hat sich gestern mit einer Erkältung abgemeldet. Er fühle sich angeschlagen und bleibe die Woche lieber im Homeoffice, um die Kollegen nicht anzustecken und sich ordentlich auszukurieren…er arbeitet soviel wie es eben geht.

Eine weise Entscheidung, seit Corona bleiben wir alle lieber öfter mal im Homeoffice, anstatt ins Büro zu gehen – vorbei die ungesunden Zeiten, wo man sich trotzdem ins Büro geschleppt hat. Seit gestern Abend hat er auch einen positiven Corona-Test.

Ich fahre also allein…was für mich nicht schlimm ist. Lange Strecken alleine zu fahren, machen mir nichts aus, die Strecke kenne ich inzwischen sowieso ganz gut, ich kenne das Hotel und die Firmenzentrale und viele Kollegen dort, kenne ich auch…also es gibt keinen Grund für mich, meine Dienstreise jetzt auch zu stornieren…meine Themen sind ja i.d.R. andere, als die des Controller….ich spreche mit anderen Kollegen, über andere Themen und habe andere berufliche Schwerpunkte.

Aber ausgerechnet dieses Mal gibt es zwei Themen, die uns Beide gemeinsam angehen, hier überlappen sich auf einmal die Fragen…in das eine Thema werde ich mehr und mehr reingezogen, wie in ein schwarzes Loch…ich versuche mich dagegen zu stemmen…aber es gelingt mir nicht…und prompt muss ich mich mit Dingen auseinander setzen (hier wieder zum Thema: unklare Anweisungen), die eigentlich an anderer Stelle entschieden werden müssten…aber es kommt einfach keine Klarstellung.

Dieses Mal entfällt aber mein Komfort, am Reisetag vom Controller aus dem Homeoffice abgeholt zu werden…schade auch….aber gut. So werde ich nachher also meine Reisetasche packen und morgen früh ins Büro fahren…dann bis zum frühen Nachmittag arbeiten, den Mietwagen abholen und dann geht die Reise los in den Norden Dänemarks…geplante Ankunft im Hotel ca. 20 Uhr – wenn alles glatt läuft.

Oktober – doch noch etwas „Gold“

Jetzt -gegen Ende des Oktober – wird er tatsächlich doch noch zum Goldenen Oktober.

Sonntagnachmittag war ich im Himmelmoor…und es sah genauso aus, wie man sich eine herbstliche Landschaft vorstellt. Die Moorbecken, auf der anderen Seite sind inzwischen auch wieder gut gefüllt…naja – kein Wunder nach dem vielen Regen der letzten Wochen.

Der schwarze Moorboden ist weich und ja matschig ist er auch…aber herrlich zu laufen….und bei 12Grad und Windstille war es sehr schön.

Am Vormittag hatte ich mich mit Gartenschere, kleiner Schaufel und Müllsack auf meinem Balkon daran gemacht, einige der einjährigen Sommerblumen aus den Balkonkästen zu entfernen und die mehrjährigen Pflanzen zurück zu schneiden….außer bei den Hortensien und der Clematis, die alle immer noch schöne Blüten haben. Aber es ist jetzt deutlich luftiger auf dem Balkon geworden.

Meine Zwerg-Seidenkiefer, die ich jetzt schon fast 2 Jahre habe, hatte diesen Sommer leider nicht mehr überlebt….schade – die sah echt schön aus…die Überreste hab ich nun also auch entsorgt…keine Ahnung warum mir die eingegangen ist…eigentlich gilt sie als pflegeleicht und Balkongeeignet. Es gibt wie immer mehrere Möglichkeiten…meine 2 Hauptverdächtigen: entweder sie hat zu viel oder zu wenig Wasser bekommen….

Herbst to-do: Autos und Jacken

Mein Auto hat nun auch seit einer Woche wieder Winterreifen…und ich bin froh, das ich mir rechtzeitig einen Termin hab geben lassen.

Eine allgemeine Regel empfiehlt den Reifenwechsel nach der Methode: von O bis O = Also Ostern auf Sommerreifen wechseln, Oktober auf Winterreifen…aber das ist nur eine Empfehlung und ist auch nicht für jeden sinnvoll. Ich mache es schon seit ein paar Jahren so und bin zufrieden damit.

Und ich bin auch zufrieden mit der ATU-Filiale in Pinneberg, wo ich den Reifenwechsel durchführen und meine Reifen einlagern lasse. Das ist sehr komfortabel und die Angestellten dort sind sehr nett und kompetent.

Ich war also bereits Anfang Oktober im Laden, um schon mal 2 neue Winterreifen bestellen zu lassen…das 2 der Reifen inzwischen nicht mehr ausreichend Profil haben, weiß ich ja schon seit letztem Jahr. Die Reifen sind sowieso schon 6 Jahre alt.

Der Laden war mehr als gut besucht und nur 1 Mensch am Tresen…ohhhha, da läuft aber etwas nicht richtig…normalerweise stehen da 2-3 Mitarbeiter…ich hab also geduldig gewartet (hatte extra etwas früher Feierabend gemacht, um mich nicht stressen zu lassen)….und der Mitarbeiter hinter dem Tresen blieb geduldig und beantwortete auch die 3. Wiederholung der Frage und dessen Variationen mit unglaublicher Ruhe.

Als ich dann irgendwann dran war, hab ich gefragt was los ist und er meinte, es hätten gleich mehrere Mitarbeiter auf einmal gekündigt…und das zum Saison-Start.

Ich hab mir dann einen guten Reifen aus dem mittleren Preissegment aussuchen lassen, dann noch den Auftrag für den Reifenwechsel fixiert und einen Termin dafür ausgemacht…und endlich hab ich mir für die Winterreifen auch Radzierblenden ausgesucht.

Die bisherigen Winterreifen stammten ja noch von meinem vorherigen Fiat 500L, den ich mit Sommerreifen auf Stahlfelgen in Zahlung gegeben hatte incl. der Radkappen…und der „Neue“ hat ja Sommerreifen auf schmucken Leichtmetallfelgen. Beim ersten Wechsel auf Winterreifen fiel mir dann zwar auf, das es irgendwie so nicht schön aussieht…aber naja…ist halt im Winter.

Okay also hab ich doch noch 50 EUR drauf gelegt und mir nun schöne Radzierblenden für die Winterreifen gegönnt…und die sehen am Auto so richtig gut aus.

Als ich den Wagen, wie vereinbart, zum Termin brachte, war der Laden brechend voll…die personelle Situation hatte sich nicht verbessert….aber ich hatte einen Termin und laut handschriftlichem Aushang, hatten die Termine Vorrang.

Den Wagen hab ich also abgegeben und mich ganz in Ruhe die nächsten 1,5 Stunden auf dem Gelände des Einkaufszentrums aufgehalten….bin etwas durch die Gegend geschlendert, hab meine Mittagspause nachgeholt und am Fischstand eine knusprig gebratene Scholle mit Kartoffelsalat gegessen, später war ich noch in einem Cafè und dann hab ich mir noch etwas zum Anziehen gekauft: Ich liebe in diesem Herbst die Farbe Kupfer oder auch „dreckig orange“ genannt…das passt wunderbar zu dunkelgrün und zu meinen Haaren sowieso. Jetzt hab ich in dieser Farbe eine Sweatjacke und auch eine Übergangsjacke…so eine leicht gefütterte Wind-Regenjacke mit großer Kapuze.

Apropos Übergangsjacke…das ist ein Begriff, der wohl vor allem Frauen geläufig ist…und Jacken kann ich ja eh nicht genug haben…Vor allem im Herbst…hier noch ein lustiger Spruch dazu:

Herbst ist wenn Männer rumrennen als wäre Sommer und Frauen als wäre Winter.

leider kann ich keine Quellenangabe machen, hatte den Spruch im Radio auf RSH gehört

Bevor ich mein Auto auslöste, hab ich den Wagen auf dem Parkplatz stehen sehen…nanu? wo sind die Radkappen?…bin also direkt in die Montagehalle, hab freundlich nach dem Monteur gefragt und ihn gebeten doch bitte noch die Radzierblenden anzubringen…ohhh das war ihm peinlich…der ganze Stress – da hatte er den nagelneuen Karton mit den Kappen neben den Reifen übersehen…kein Problem…hab ihm trotzdem ein kleines Trinkgeld gegeben und während er noch die Kappen anbrachte hab ich mich wieder in die Schlange vor dem Tresen eingereiht um zu Bezahlen.

Sooo jetzt ist erste einmal wieder 1/2 Jahr Ruhe und der Winter kann kommen.

Gut besucht – neues Restaurant

Letzte Woche Samstag hatte ich vergeblich versucht, einen Tisch in dem neuen Restaurant hier im Ort, zu bekommen. Es ist ein vietnamesisches Restaurant, das sehr gemütlich daher kommt…gemütlich modern, ohne Kitsch…da aber gefühlt der ganze Ort das ebenfalls wollte, musste ich wieder umkehren.

Dafür war ich dann einen Tag später am späten Nachmittag dort – ich kam direkt vom Schwimmen…und wie mir die nette Bedienung einen Tag vorher gesagt hatte, wird wohl nachmittags immer etwas zu bekommen sein- auch ohne Termin…ich rief trotzdem vorher an und ja, es wäre noch genügend Platz.

Das Essen war gut…nicht super gut und auch nicht so kunstvoll angerichtet, wie es das jetzt öfter mal gibt, aber bodenständig gut und damit war ich dann richtig zufrieden. ich brauche kein visuelles Kunsterlebnis, sondern möchte leckeres Essen auf der Gabel bzw. den Essstäbchen haben, das ordentlich angerichtet ist.

Die gedämpften Dumpling mit Garnelenfüllung waren super lecker…die knusprige Ente mit viel frischem Gemüse war klassisch und gut.

Zusammen mit einem alkoholfreien Cocktail, der bei der beachtlichen Größe mehr an eine homemade-Limonade erinnerte und einem Jasmintee, hab ich knapp 35 EUR bezahlt…ich finde das ist ein guter Preis…und da werde ich auf jeden Fall noch weitere Gerichte ausprobieren.

Im Restaurant auf Fleisch zu verzichten, fällt mir schwer, ich liebe kross-gebratene Ente…also lege ich meine Fleischtage gerne auf solche Tage, wo ich im Restaurant esse und halte mich damit meistens an die mir selbst-auferlegten 2-3 Tage Fleisch pro Woche…und das klappt super gut.

In dieser Woche hatte ich Zuhause noch eine der wenigen eingefrorenen Portionen Gulasch aus dem Gefrierschrank genommen…schön lecker mit Rind-und Schweinefleisch und jede Menge Pilzen und Paprika in einer sämig-leckeren Sauce….so wie ich es seit meiner Kindheit liebe.

Aber jetzt musste ich feststellen, das mir das Fleisch darin zwar super schmeckte, aber das Mischungsverhältnis für mich nicht mehr passte…es war einfach zu viel Fleisch….und ich pickte immer mehr am Fleisch vorbei nach Pilzen und Paprika.

Im Kopf bin ich also schon beim nächsten Gulaschtopf-Kochen: kein Schweinefleisch mehr (soll ich ja meiden), nur noch die Hälfte vom Rindfleisch – dafür noch mehr Pilze, Zwiebeln und Paprika. Ich drehe damit das Verhältnis zwischen Gemüse und Fleisch herum und kann trotzdem den gewohnten Geschmack erhalten. Na also – läuft doch.