Kekse und Kuchen

Ich backe ja eigentlich lieber Brote oder Brötchen…aber heute hatte ich mal wieder Lust auf einen Apfelkuchen mit Zimt- und Zucker….immerhin ist Herbst und da gehört so ein Blechkuchen einfach zum Kaffee dazu:

Das klassische Rezept eines fluffigen Rührteig, hab ich etwas abgewandelt: 1/3 weniger Zucker / 1/4 weniger Butter, dafür etwas mehr Milch und das normale 550er Mehl hab ich zur Hälfte durch Weizenvollkornmehl ersetzt…dabei hab ich allerdings nicht daran gedacht, dafür etwas mehr Backpulver zu nehmen…er ist aber trotzdem gut geworden und vor allem genauso fluffig, wie ich es erwartet hatte….nur nicht ganz so hoch:

In den letzten Wochen hab ich übrigens öfter mal Haferkekse gebacken….das geht mir inzwischen routiniert von der Hand…diese Kekse knabbere ich gerne, wenn ich Lust auf etwas Süßes habe…durch die Haferflocken bleibt mein Blutzuckerspiegel relativ konstant…also hab ich weniger Hunger auf zu Süßes

Einige meiner Kollegen empfinden diese Kekse als „zu gesund“ hahahaha….ich finde sie mega lecker..

Ich mache mir auch nicht mehr die Mühe sie rund auszustechen, der Teig ist ja etwas klebrig und diese Ausstecherei dauert relativ lange…sondern ich walze den Keksteig auf einem Backblech großflächig aus, und schneide die Masse dann vor dem Backen mit einem Pizzaschneider in Rauten oder Vierecke vor.

Nach dem Backen kann sie dann ganz Einfach in Stücke brechen, sobald sie etwas ausgekühlt sind….Anschließend kommen sie in eine Vorratsdose und ich hab immer etwas Süßes zur Hand, ohne zu einem Industrieprodukt greifen zu müssen.

Anstrengend: unklare Anweisungen

Diese Auszeit Freitagabend war nötig….Die letzten Tage im Büro dann doch anstrengender als erwartet….was es so anstrengend für mich macht ist ganz klassisch: unklare Anweisungen, dadurch unterschiedliche Interpretationen, große Kommunikationslücken, keine Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen….und immer noch höre ich meinen Chef sagen: wir Alle müssen mehr miteinander kommunizieren.

Ja – schön – mache ich ja…laufe aber immer öfter ins Leere, weil auch die Kollegen entweder keine Zeit haben oder oft selber nur einen Bruchteil des Ganzen wissen….das kommt davon, wenn immer mehr Leute für eine bestimmte Aufgabe eingestellt werden…aber niemand WEIß, wie die sich mit welcher Arbeit, wie zwischen die einzelnen Abteilungen einfügen.

Ach ich soll mich mit meinem Thema erst an eine bestimmte allgemeine E-Mail-Adresse wenden…ja super – und woher weiß ich, das es diese Mail-Adresse gibt? …ach die ist neu…und WIE soll ich das wissen? Ach so – kann ich nicht? ja – das sehe ich auch so…warum sagt mir das dann keiner? Ach ihr wusstet es auch nicht?…ja super…aber als ihr es erfahren habt…sonst schreibt ihr ja auch alles im Abteilungs-Chat…

In der kommenden Woche bin ich ja mal wieder für kurze Zeit Vorort in der Zentrale im hohen Norden Dänemarks….und das einzige Gespräch was ich bisher fixieren konnte, ist das mit meinem Chef….das Meiste wird sich hoffentlich, wie so oft, spontan oder durch Zufall ergeben.

Was ich toll finde, der Kollege, der mit der Umstellung auf das neue ERP-System beschäftigt ist und WIRKLICH keine Zeit, weil die nächste Woche einen Teil Live-schalten, der freut sich riesig das ich komme und will sich extra etwas Zeit nehmen, so das er mir schon etwas dazu zeigen kann…wie wir zukünftig arbeiten werden….ich soll einfach bei ihm vorbei kommen.

Im Wasser – herrlich

Gestern Abend war ich mit meiner ehemaligen Kollegin Kim verabredet und zwar in der „ältesten Schwimmbad-Anlage“ in Hamburg…im Kaifu-Solebad….herrlich dieses alte Gemäuer mit neuem Innenleben…sehr geschmackvoll und urgemütlich….aber auch teuer.

Es gibt nur Tageskarten, und wenn man dort viele Stunden verbringt, relativiert sich der Preis, aber wenn man erst am Abend kommt…für 1-2 Stunden, DANN empfinde ich es als teuer…aber egal…es hat sich gelohnt….wir haben das Kombiangebot mit Schwimmen und Solebad genommen und waren dann ca 3,5 Stunden dort.

Mit Unterbrechungen bin ich dann tatsächlich auch 1km geschwommen….aber das Highlight war eindeutig das Solebecken, in dem man quasi schwerelos auf dem Wasser treiben kann…ohne unterzugehen…und wenn man die Ohren im Wasser hatte, hörte man auch leise und entspannende Musik…überhaupt die ganze Atmosphäre war ruhig und entspannt…trotz der vielen Leute dort.

…und wir haben uns gut unterhalten…sind ja schon ein paar Monate her, das wir uns das letzte Mal getroffen haben.

Innerhalb einer Woche war das bereits das 2. Mal, das ich schwimmen war…letzten Sonntagmittag bin ich endlich mal wieder in die „Badebucht“ nach Wedel gefahren…hab ja immer noch jede Menge Sauna- und Schwimmkarten…und endlich fühle ich mich wieder fit genug dafür.

Da hab ich meine Bahnen für 1,2 km am Stück im Sportbecken gezogen und konnte gar nicht aufhören, so schön war es das Becken fast alleine nutzen zu können…purer Zufall das gerade mal kaum Leute da waren …aber herrlich.

Dabei war mir schon währenddessen klar: DAS gibt heftigen Muskelkater…aber endlich konnte auch meine Schulter wieder die Schwimmbewegung ohne Schmerzen ausführen…da hatte ich die letzten Wochen irgendetwas, was blockierte…nicht schlimm…aber manche Bewegungen taten einfach weh….

Kaum hatte ich den Schwimmbereich Richtung Sauna verlassen…spürte ich auch schon, wie sich der Muskelkater in den Brustmuskeln einnistete…ohhh das ging ja schneller als gedacht…jaaaa ich hab etwas übertrieben….aber es war sooo schön mit tiefen ruhigen Atemzügen durch das Becken zu ziehen….es war herrlich…ich fühlte mich einfach lebendig.

Bei der Sauna musste ich dann aber vernünftig sein….Sauna nur bis max. 65Grad, nur kurze Saunagänge – keine Aufgüsse, keine kalten Duschen, kein Eisbecken…sondern nur langsames Abkühlen. Alles war für den gesunden Menschen in einer Sauna positiv für das Immunsystem ist…sollte jemand mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen meiden, weil es zusätzlich belastet…vor allem die abrupten Wechsel zwischen HEIß und KALT… Okay – das hab ich kapiert.

Also war die Sauna nur mittelmässig heiß…und zur Abkühlung bin ich dann eine Runde durch den Park gelaufen, bei dem regnerischen Schmuddelwetter war das Abkühlung genug…und die anschließende Dusche war lauwarm. Es war aber trotzdem sehr schön entspannend.

fliegende Tage und sprühende Lebendigkeit

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs!)

Aktuell brauche ich volle Aufmerksamkeit im Job…und einen flexiblen Geist. Ein Glück für mich, das ich meine Müdigkeit und Abgeschlagenheit hinter mir gelassen habe.

Die Tage scheinen nur so dahin zu fliegen…mich haben neue Herausforderungen gefunden hahaha – nicht anders herum…mit anderen Worten: bei Zwei Dingen wurde ich aus der Zentrale gebeten mitzuhelfen und eine weitere meiner „kleinen“ Firmen wurde umbenannt und vor allem umqualifiziert.

Und genau das führte schließlich zum Chaos, da wir auf einmal 2x denselben Namen für 2 verschiedene Projekte hatten….und das Durcheinander wuchs, weil verschiede Kollegen, aus verschiedenen Abteilungen in verschiedenen Ländern auf einmal nicht mehr wussten, was nun was ist., wer wo was einträgt und vor allem wer es ändern darf und kann….ich übrigens auch nicht…aber mit den Kollegen aus Rechtsabteilung, Vertragsmanagement, Projektplanung und Controlling haben wir es heute geklärt und gerade gebogen…und doch bleibt es für angrenzende Abteilungen immer noch ungenau….aber so langsam kommt alles wieder ins Lot.

Ich bin daher in „regem Austausch“ mit vielen unterschiedlichen Kollegen…seufz – das geht zu Lasten meiner sonstigen Arbeit, die ja auch noch gemacht werden möchte…aber es macht mir auch Spaß…nicht das Chaos – aber die Klärung am Ende.

In der letzten Woche war ich gebeten worden als Übersetzer in einem Teams-Meeting teilzunehmen…bei einem Projekt, das wir von einem externen deutschen Unternehmen übernehmen wollen, sollte in einem Online-Meeting geklärt werden, wer, was , wann, wie an Daten benötigt und wer uns diese Daten zur Verfügung stellt….und allerlei Verwaltungs- und auch technische Fragen sollten geklärt werden.

Die dänischen Kollegen hatten sich ein rein deutschsprachiges Meeting nicht alleine zugetraut, die externe Firma war sich nicht sicher ob sie in einem rein englischsprachigen Meeting alles verstehen würden…Einfache Sätze wurden jeweils in der Fremdsprache geführt…komplexere Sätze und Sachverhalte hab ich dann jeweils übersetzt…ich hatte mich zum Glück gut vorbereitet und die meisten fachlichen Begriffe auf Deutsch und Englisch parat gehabt.

Aber während eines Meetings auf jedes Wort zu achten und bei Bedarf dann schnell zu übersetzen, hab ich so auch noch nie gemacht….das war schon eine Herausforderung…und einmal hatte ich die Aufmerksamkeit auch verloren und prompt wusste ich nicht, was da gerade gesagt worden war, hatte mir währenddessen eine Notiz gemacht zum vorherigen Thema…da musste ich um Wiederholung bitten. Aber letztlich lief es gut, alle waren zufrieden mit dem Meeting und ich….ich war richtig stolz auf mich.

Was ich im Augenblick am meisten fühle ich eine wiedererwachte Lebendigkeit…trotzdem hoffe ich das ich auch mal wieder ein paar normale ruhige Tage haben werde…in der kommenden Woche fahre ich ja mal wieder für ein paar Tage mit dem Controller in die Zentrale….das wird auch wieder aufregend .

Laugen-Brezeln

Bevor ich mit meiner Aufräumaktion startete, hatte ich noch schnell einen Hefeteig für Laugen-Brezel geknetet…die hatte ich ewig nicht gemacht und jetzt mal wieder richtig Lust darauf….

Der Teig hatte danach ausreichend Zeit zum Ruhen und dann hab ich mich ans Brezel-Formen gemacht….hmmm ist eigentlich gar nicht so schwer….aber dann doch irgendwie nicht ganz so leicht…aber bei den Meisten kann man die Form gut erkennen.

Die Lauge hab ich dann mit 50g Natron auf 1 Liter aufgekocht….da ich ja ansonsten alles ohne festes Rezept mache…ist die eine oder andere Brezel zu lange oder zu kurz in der Lauge gewesen…zumindest optisch sind sie jetzt nicht ganz perfekt…aber Geschmack und Konsistenz sind super.

Natürlich hab ich die Ersten noch warm aus dem Ofen, nur mit etwas Butter, sofort gegessen…und die Restlichen, nach dem Auskühlen, sofort eingefroren.

Heute Morgen gab es dann auch gleich Eine davon zum Frühstück…nur ein paar Minuten in der Heißluftfritteuse auf Stufe „reheat“ und fertig ist meine selbstgemachte Aufback-Brezel.

Wo sind die Staubsaugerbeutel…?

Die Ordnung in meinen Schränken funktioniert ganz gut…eigentlich!

Alles hat seinen Platz und ich halte mich auch daran…eigentlich!

Denn immerhin brauche ich diese Ordnung in der Wohnung, um mich richtig wohlzufühlen.

In der letzten Zeit kam es jedoch öfter mal vor, das ich WUSSTE es ist noch etwas da und trotzdem hab ich es nicht gefunden. Als alleiniges Haushaltsmitglied kann es ja nur an mir liegen…also entweder ich hab ein sehr schlechtes Gefühl für das, was noch da sein sollte oder wieviel ich verbraucht habe oder aber, ich hab etwas woanders hin geräumt und kann mich nicht mehr daran erinnern.

Es wurde also echt mal wieder Zeit für eine kleine private Inventur….also alle Lebensmittel, Putzmittel und Drogerieartikel raus aus den Schränken….gleich mal die Schränke mit auswischen und dann erst einmal einen neuen Überblick verschaffen.

Ich habe mir dafür echt Zeit gelassen…hatte eine sehr gut gemachte neue 3teilige Dokumentation über Tschernobyl auf die Ohren gezogen und dann ging es los mit dem Sortieren: Gleiches zu Gleichem, was bei mir in Vorratsdosen lagert neu Befüllen und Beschriften, und dann neu in die Schränke einsortieren.

Und tatsächlich hab ich die „vermissten“ Staubsaugerbeutel wiedergefunden, genauso wie die „verschwundenen“ Pfefferkörner für die Mühle….na also mein Gedächtnis funktioniert doch – wie heißt es so schön: Haus verliert nichts.

Erfreut konnte ich feststellen, das ich zum Glück nichts Überlagertes in den Schränken hatte, bis auf je ein Packung Tortenguss und Gelatine. Aber ich backe in den letzten Jahren auch echt wenig wo ich das hätte gebrauchen können. Dafür hatte ich aber tatsächlich 2x das gleiche Gewürz neu gekauft….okay…das hatte ich tatsächlich vergessen…

Das Problem war bei mir nur die Menge an Vorräten, die ich in der Küche und im Vorratsschrank im Flur aufbewahrte…normalerweise bringe ich die langfristigen Vorräte nach dem Einkaufen direkt in den Keller…aber dazu war ich in den letzten Monaten oft zu faul. Hab zwar Vorräte aus dem Keller hoch geholt…aber die Neuen nicht runter gebracht….gestern hab ich Regal dort wieder gefüllt….auch hier mit schnellem Blick gesehen, das alles noch langfristig haltbar ist. Passt!

Ich mag die Gewissheit, das ich mich auch einige Zeit versorgen kann, ohne einkaufen zu müssen…außerdem kann ich so Angebote nutzen für Lebensmittel, die ich quasi täglich brauche wie z.B. Kaffee und Dosentomaten einer guten Marke….und weil ich immer einen Grundstock davon im Vorrat habe, brauche ich auch keine Hamsterkäufe zu machen…es reicht einfach, immer wieder etwas davon nachzukaufen.

Herbst-Freude

Herbst-Freude

Die Lage nach der Sturmflut in Flensburg fängt an sich ganz langsam zu entspannen. Ich hab gelesen das der Höchststand letzte Nacht bei 2,27m über NN lag…höher als jemals zuvor.

Schwester+Schwager wohnen zum Glück nicht in Hafennähe oder der Innenstadt, sondern in Mürwik….das ist ein höher gelegener Stadtteil…aber meine Schwester hat an diesem Wochenende Dienst und als Krankenschwester im Mobilen Pflegedienst muss sie durch die gesamte Stadt zu den Patienten fahren…wir haben gestern viel kommuniziert und sie hat versprochen vorsichtig zu sein.

Mein Schwager bleibt auf jeden Fall in den nächsten Tagen zu Hause…mit seiner noch recht frischen Hüft-OP muss er sehr vorsichtig sein, darf nicht ausrutschen / fallen.

Hier bei mir, im norddeutschen Binnenland, oberhalb von Hamburg, ist dagegen alles ruhig…ja es regnet immer noch viel und die letzten Tage war es recht stürmisch…aber alles im „normalen“ Rahmen des Herbstes. Immerhin steigt die Temperatur heute mal wieder auf 9 Grad…und ich hab es mir wieder zuhause kuschelig gemacht.

Die Winter-Teesorten stehen wieder vorne, die ersten Kerzen stehen auf den Tischen, dazu die Wolldecken für die Couch…und auch besonders wichtig: meine Strickjacken und die warmen Kuschelsocken hab ich wieder hervor geholt.

Als bekennender Fan des Herbstes hab ich eine ganze Kollektion an Regenjacken in unterschiedlichsten Ausführungen – gefüttert und ungefüttert, dazu warme Sweatjacken zum darunterziehen, Wollmützen und Regenhüte. Bereit steht auch wieder die Abtropfmatten für nasse Schuhe. Ich laufe ja viel auf unbefestigten Wegen…und die Schuhe sind am Ende meistens ziemlich durchnässt….Leider kann in meinen Gummistiefeln immer noch nicht lange laufen…eigentlich schade…aber so ist es nun einmal.

Ich liebe Kälte und ja – auch Nässe macht mir nicht ganz so viel aus…außer es regnet tagelang ununterbrochen…das nervt mich dann auch irgendwann. Wind ist die einzige Komponente die mir überhaupt nicht gefällt. Aber na ja – der gehört nun einmal dazu.

Meinen Kleiderschrank hab ich letztes Wochenende bereits auf Herbstbetrieb umgestellt und die Wohnung ordentlich gewienert. Für dieses Wochenende hab ich mir vorgenommen meine Vorratsschränke neu zu sortieren und auch die Küchenschränke aufzuräumen….ich finde das ist eine perfekte Aufgabe für das ungemütliche Wetter.

Auf meinem Balkon blüht gerade das 2.Mal die Clematis…aber bald muss ich den Balkon winterfest machen:

….und später geht es dann noch raus….durch Zufall hab ich gesehen, das in dieser Woche ein neues Restaurant im Ort eröffnet hat…ich werde einfach mal hinlaufen…dann kann ich meine Abendrunde gleich mal mit einem Restaurant-Besuch verknüpfen…ich bin gespannt..

Alle Zeichen stehen wieder auf: Normalität

Alle Zeichen stehen wieder auf: Normalität

und zwar so sehr…das ich mich quasi täglich verwundert frage…wo kommt das jetzt auf einmal her…warum geht es mir schlagartig wieder RICHTIG gut…als ob es die anstrengenden und sorgenvollen 9 Monate,mit den vielen Krankheiten von Schwester, Schwager und mir, in diesem Jahr, gar nicht gegeben hätte?

Der Rentner aus Hessen hat mich, mit einem Hinweis auf eine Infosendung im WDR, in die richtige Richtung gebracht. Ja nach den vielen Infekten Ende letzten Jahres und dann noch der Corona-Infektion Anfang des Jahres war ich immer müde und kaputt, war schnell schlapp und irgendwie ging es nur sehr langsam aufwärts…dann kam der Befund mit der Ateriosklerose und nahtlos dann das kleine Ding auf meiner Lunge.

Mit den ganzen Tabletten und einer angepassten Lebensweise, um die Arterienverkalkung im Schach zu halten, klappt es seitdem prima…und mit der Gewissheit, das das Ding auf meiner Lunge kein Krebs ist, ist auch der Lungenarzt zufrieden…jetzt sagt er: okay es ist da und sollte regelmäßig überprüft werden…solange es nicht wächst, ist alles okay…das kann sogar schon seit langer Zeit da sein, nur das es früher eben nicht entdeckt wurde…war ja nur ein Zufallsbefund beim Herz-CT.

Und seitdem geht es mir prima…der seit Monaten unsichtbare Schleier von Müdigkeit und Schlappheit, der immer über mir lag, ist fort…so und jetzt noch einmal zu der Infosendung über die Psyche, die auf den Körper Einfluss nimmt…wenn alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen wurden, kann es durchaus die Psyche gewesen sein…psychosomatische Beschwerden.

Das heißt nicht, das ich mir die Symptome eingebildet habe, sondern nur, das mir die Psyche einen Streich gespielt hat. Die Sorgen vor und nach der 4fach Bypass-OP meiner Schwester, ihre berufliche Zukunft, dann die Arbeitslosigkeit meines Schwagers, seine Hüft-OP, deren finanzielle Sorgen, dann hab ich auch noch mit gemacht mit den Krankheiten….und nun sind alle Sorgen endlich wieder fort: meiner Schwester geht es körperlich super und sie arbeitet wieder voll, mein Schwager hat die Hüft-OP gut überstanden, ist noch in der Genesung, aber es geht im gut…bei mir ist auch soweit wieder alles gut und beruflich läuft es auch wieder bei mir ruhiger und in geordneten Bahnen….und immer noch bin ich verwundert, WIE gut es mir auf einmal wieder geht.

Alle Zeichen stehen bei mir auf Normalität…ich finde meine Gelassenheit wieder, und vor allem auch die Unbeschwertheit…erfreue mich wieder an meinen Walkingrunden, hab Lust auf Unternehmungen, bin wieder viel draußen – auch bei Regen und abends wenn es kalt ist…ich finde es herrlich wie letzten Sonntagmorgen am Hamburger Elbufer entlang zu laufen…auch wenn ich anschließend komplett durchnässt bin und durchgefroren…aber es ist einfach schön…das Leben, so wie es ist.

Ich hab mich noch gar nicht bedankt für Eure Unterstützung und Anteilnahme…. DANKE schön…das hat gut getan 🍀💐

Einmal kurz den Atem angehalten- und das Leben geht weiter

Die Tage bis zum PET-CT waren lang…und gefühlt noch viel länger, war danach das Warten auf das Ergebnis. Krebs ja oder nein.

Das PET-CT selber war super okay….genau wie bei einem normalen CT…nur das dieses leicht radioaktive Mittelchen, das einem gespritzt wird, eine gute Stunde braucht, um sich im Körper zu verteilen…und ich sollte viieeel Wasser trinken…der Rest war, wie bei jedem anderen CT auch. Hahaha – Da bin ich ja im Laufe der Monate schon ziemlich routiniert geworden.

Die letzten Tage vor dieser Untersuchung fiel es mir schon schwerer gelassen zu bleiben…bzw. es kostete einiges an Kraft, die aufsteigende Angst weg zu drücken….und meine Hoffnung, das ich noch am Tag dieser Untersuchung das Ergebnis bekomme, hat man mir gleich genommen…NEIN – das wird ein paar Tage dauern.

Danach fühlte ich mich erst einmal entspannt…die Untersuchung war ja vorbei…und ich wunderte mich über meine neue Gelassenheit…immerhin hatte ich noch kein Ergebnis.

Aber der Körper kann nicht dauerhaft in Alarmstimmung bleiben…irgendwann wird auch das zu einem Teil der täglichen Routine…auch wenn ich mir immer noch täglich weiter Sorgen machte.

Dann endlich waren die Bilder online abrufbar…aber kein Befund…also mit den Aufnahmen konnte ich nichts anfangen…bin ja kein Arzt…Freitagabend endlich hab ich es erneut probiert….Aussage der Online-Plattform: es liegt ein Befund vor, der ist aber noch nicht freigegeben und wird erst am kommenden Montag freigeschaltet… Grrrrrrrr – also jetzt auch noch das ganze Wochenende weiter warten…. dieses Wochenende war tatsächlich das Schwierigste….immerhin ist es jetzt schon fast genau1 Monat her, seit der Lungenarzt mir die Überweisung zum PET-CT gegeben hat…seit fast einem Monat beschäftige ich mich mit dem Thema….und jetzt will ich einfach nur noch das Ergebnis wissen.

Gestern also – ich war im Homeoffice – hab ich mich am Vormittag noch einmal eingeloggt und den Befund gelesen. Da stand sehr viel…sehr sehr viel….aber vor jeder Aussage stand entweder ein „kein“, „nicht“ oder „unauffällig“ = Alles ist gut…was immer das Ding auf meiner Lunge auch sein mag…es ist kein Krebs.

Noch während des Lesens liefen mir die Tränen vor Erleichterung und das blieb auch minutenlang so…der Kopf hat es sofort begriffen…der Rest des Körpers hat noch eine Weile gebraucht….und dann fühlte sich mein Körper auf einmal auch wieder leicht an….erst jetzt hab ich gemerkt…wie stark angespannt ich war.

Meine kleine Welt blieb für ein paar Minuten einfach stehen und der einzige Gedanke war: hurra – ich darf weiterleben….im Nachhinein hört sich das pathetisch an…aber genau diesen einen Satz, hab ich wieder und wieder gedacht.

Erst nach gefühlten 10-15 Minuten hab ich schnell die wichtigsten Menschen in meinem Leben über das Ergebnis informiert…und dann…dann musste ich auch schon weiter arbeiten…die nächsten Quartalsabschlüsse warten schon auch mich….und schon geht das Leben weiter…

Aber seitdem spüre ich zwischendurch immer wieder ein Gefühl von unendlicher Erleichterung…und auch Dankbarkeit das ich schon das zweite Mal in diesem Jahr, so knapp dem Krankenhaus entwischt bin.

Heute ist der 3.Oktober und mein Lungen-Arzt hat sich noch nicht gemeldet, der hat in dieser Woche Urlaub. Bin mal gespannt, wie es jetzt weiter geht. Denn da ist ja immer noch etwas, was da nicht hin gehört.

Ich werde wohl in den nächsten 1-2 Wochen wenig bis gar nichts hier im Blog schreiben….im Moment fehlt mir dazu einfach die Ruhe und Geduld….

Und bei den wenigen Blogs denen ich noch folge, werde ich weiter „leise“ mitlesen, mich aber wahrscheinlich eher weniger mit einem Kommentar zu Wort melden…bitte nicht böse sein….ich komme wieder – aber jetzt brauche ich ein paar Tage, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, das ich mich nicht melde 💐🍀🥂 …ich muss mich jetzt erst einmal wieder innerlich etwas sortieren.

tolles Treffen

Nach einer weiteren guten Nacht in dem Hotel, hab ich alle meine Sachen gepackt und wieder im Auto verstaut….Heute ging es zum Frühstück zum Rentner+seiner Frau….die wohnen ca. 40km außerhalb von Frankfurt in einem kleinen Ort.

Die Beiden waren ja erst vor 2 Monaten bei mir, auf dem Rückweg vom Urlaub an der Küste…und jetzt sehen wir uns schon wieder. Das sind im Laufe der letzten Jahre richtig gute Freunde geworden und ich freute mich auf das Treffen. Wir telefonieren ja sehr regelmäßig miteinander und trotzdem gibt es immer etwas zu erzählen.

Mit den Beiden ist es so herrlich unaufgeregt, so entspannt und lustig…wir haben viel gelacht. Der Vormittag verging wie im Fluge. Gegen 14 Uhr hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht…und dieses Mal lief die Fahrt unkompliziert und ohne Umwege, so das ich nach 5,5 Stunden wieder in meiner norddeutschen Kleinstadt ankam. Endlich wieder zuhause.

Damit hätte mein 3 Tage-Auswärts-Urlaub eigentlich enden können…den Rest der Zeit wäre ich gerne allein zuhause geblieben…das wäre definitiv besser für mich gewesen.

Leider hatte ich mich dazu hinreißen lassen, mich mit meiner Schwester zu verabreden…immerhin hat sie 3 Wochen Urlaub, einen Mann der z.Z. in der Reha ist und sie hat auch keine Mittel und auch keine innere Ruhe, jetzt alleine irgendwohin in den Urlaub zu fahren. Sie ist auch noch nie alleine in den Urlaub gefahren. Also hatte ich angeboten, ich komme sie für 1-2 Tage besuchen, und würden dann zusammen mal wieder Radfahren und auch mal wieder nach Rømø zum Schwimmen fahren.