Ernährung – mal eben umgestellt

Vor ziemlich genau 4 Wochen hab ich meine Essgewohnheiten noch einmal komplett einer Prüfung unterzogen und ohne große Vorbereitung einfach mal geändert.

Der Anteil an Nudeln, Brot, Kartoffeln und Reis war einfach zu hoch geworden….und das obwohl ich ohnehin viel Gemüse und wenig Fleisch esse….das Verhältnis stimmte aber einfach nicht mehr…jetzt liegt mein Fokus auf frischem Gemüse und auch auf Salaten (die ich sonst eher weniger esse) …und die Beilagen wir Brot, Reis und Kartoffeln sind tatsächlich nur noch Beilagen bzw. ich lasse sie sogar oft weg. Nudeln hab ich mal für eine Weile ganz gestrichen – ich liebe Nudeln 🙃, aber die angebotenen Alternativen wie Vollkorn- oder Erbsennudeln o.ä. krieg ich nicht durch den Hals.

Außerdem mache ich seitdem „Intervall-Fasten“ mit der Formel 16:8…das ist eine Ernährungsform die dem Körper 16 Stunden am Tag Zeit gibt, sich zu regenerieren. Die Nahrungsaufnahme findet dann in den restlichen 8 Stunden des Tages statt.

Das bedeutet ich esse abends ab ca.19 Uhr nichts mehr und dann erst wieder ab ca. 11 Uhr am nächsten Vormittag. Das geht erstaunlich gut….und ich habe damit sogar in den ersten 3 Wochen fast 3kg abgenommen.

Damit fühle ich mich jetzt wieder normal mit meinem Gewicht…und ich hatte bisher auch keine Heißhunger-Attacken auf irgendetwas….ich kaufe jetzt noch mehr Gemüse ein, als ohnehin schon. Dazu verfeinere ich mein Essen mit täglich einer Handvoll Nüssen, Käse und Fisch. Geflügel gibt es weiterhin 2-3x pro Woche auch.

und damit es auf einem Teller nicht langweilig und einseitig aussieht, gibt es meistens, bei reinen Gemüsegerichten, gleich 2 oder 3 verschiedene Gemüse-Zubereitungen….der Rest kommt dann in den Kühlschrank und wird für den nächsten Tag mit verarbeitet.

So sind gebratener grüner Spargel mit Champignons am nächsten Tag auch für einen kalten Salat geeignet…und die Reste der gebratenen Mairübchen mit Knoblauch vom Vortag, gab es am nächsten auf einer Scheibe Vollkornbrot und etwas Käse überbacken oder die Reste vom Ofengemüse kann man wunderbar als Belag für eine selbstgemachte Pizza nehmen (beides ohne Bild – aber lecker)

So bleibt der Blick auf dem Teller bunt und abwechslungsreich und Gemüse esse ich ja eh sehr gerne.

Was ich sehr erstaunlich finde ist, das mein Blutzucker-Spiegel, trotz der langen Essenspausen, nicht absackt…ich fühle mich ausgeglichen und wohl damit….bin lange satt von meinen Gerichten und esse auch jeden Tag ein Stück Schokolade und meine Haferkekse ohne etwas zu vermissen….

… außer an dem Tag wo bei uns in der Firma auf der Dachterrasse gegrillt wurde…aber da ich sowieso nicht an dem Fußball-Abend-Grill-Event teilnehmen wollte, hab ich dann zügig das Weite gesucht…Grillgeruch lässt mir immer noch das Wasser im Mund zusammenlaufen….

Eine Entscheidung – viel zu spät für mich

Die gesamte Woche im Job kann ich unter dem Begriff „merkwürdig“ zusammenfassen und da will ich mich auch gar nicht ausnehmen…ich habe auch merkwürdig reagiert.

Seit nunmehr fast 8 Monaten renne ich meinem Chef die Bude ein, um ein Problem gelöst zu bekommen, welches nicht in meine Entscheidungsbefugnis fällt. Ich habe also meinen dänischen Chef Mails geschrieben und das Problem erklärt, wir hatten Teams-Meetings (mal zu Zweit, mal zu Viert) und er hatte ja versprochen sich darum zu kümmern. Es tat sich jedoch nichts.

Ich habe wieder und wieder geschrieben, mit noch höheren Vorgesetzten in cc…wir haben weitere Team-Meetings gehabt und es tat sich immer noch nichts. Da das Thema inzwischen zeitkritisch wurde, hat eine Kollegin (die am anderen Ende des Problems sitzt) auch mehrfach um Lösung gebeten – nichts ist passiert….und dann hat mein Chef Ende Mai 2024 das Unternehmen verlassen und mich an seinem letzten Tag darauf verwiesen, ich solle es mit den höheren Chefs klären.

Ich hab also noch einmal die höheren Chefs informiert das ich hierzu eine Entscheidung brauche, bzw. meinen Handlungsvorschlag unterbreitet und um ein okay gebeten. Geschehen ist immer noch nichts. Keine Antwort.

Ziemlich frustriert hatte ich vor fast 2 Wochen Jemanden angeschrieben, der seit ein paar Monaten meinem (nunmehr ehemaligen) Chef unterstellt war, aber auch eine Leitungsfunktion in DK innehat…er war sogar einmal bei einem unserer Meetings dabei. Trotzdem hab ich mich noch einmal per Mail vorstellt, wer ich bin, um welche Firmen es geht, wie die gesellschaftsrechtlich und vertraglich miteinander verbunden sind und WO genau uns jetzt das Problem drückt…und das wir demnächst mit weiteren Firmen dasselbe Problem bekommen werden. Ich brauche daher dringend eine Handlungsanweisung.

Danach hab ich eine Woche gewartet und weil ich auch von dort keine Antwort bekam, ein Teams-Meeting eingestellt…und siehe da: er hat zugesagt und wir haben das Gespräch diese Woche Dienstag geführt. Ich habe noch einmal die komplexen Zusammenhänge und das Problem erklärt (meine Mail hatte er nur überflogen).

Das Thema hat er schnell erfasst, aber erst als ich ihn darauf hinwies, das es da einen Externen Beteiligten gibt, der seit Monaten auf die Entscheidung wartet, weil er sein Geld nicht bekommen kann, wenn das Thema vorher nicht vertraglich gelöst wird…wurde er hellhörig und versprach sind darum zu kümmern, er würde sich mit einem Kollegen aus der konzerneigenen Steuerabteilung besprechen…..

….knapp 1 Stunde später hatte ich eine Mail mit Lösungen und exakten Handlungsanweisungen für mich und unseren Syndikus…alles klar und strukturiert aufgelistet. Super – genau so mag ich es.

Und was mache ich: ich sitze nur stumpfsinnig vor der Mail und denke: super. Mehr nicht.

Normalerweise freue ich mich, wenn ein langfristiges Thema endlich gelöst ist…ich fange an zu jubeln, freue mich auch lautstark und bin voller Energie und Tatendrang…denn es fällt ja eine Last von mir ab, wenn ein großes Thema endlich erledigt ist.

Nicht so dieses Mal…eigentlich sitze ich nur da und denke: okay, die Lösung ist super und für mich auch einfach umzusetzen. Aber warum musste ich darauf fast 8 Monate warten? Warum konnte oder wollte mein Chef das Thema nie ernsthaft angehen?

Mich hat es die letzten Monate wirklich belastest…und jetzt bin ich einfach nur enttäuscht, fühle mich bei dem Thema derartig erschöpft, das ich mich über die Lösung gar nicht wirklich freuen kann. Dieses Gefühl so lange in der Luft hängengelassen worden zu sein, ist echt nicht schön und hallt noch in mir nach.

Als Konsequenz daraus reagiere ich, wie ich immer reagiere : mit Rückzug in mein Schneckenhaus….das muss ich jetzt erst einmal in Ruhe verarbeiten.

Wenn Sonne und Wolken miteinander ringen

Am letzten Wochenende war ich noch nach 21 Uhr im Moor unterwegs, hier bei mir „um die Ecke“…und es war einer dieser perfekten Momente. Der Sonnenuntergang war schon nahe, es war absolut windstill, angenehm von der Temperatur und Sonne und Wolken haben miteinander gerungen und es war sonst kein Mensch hier unterwegs.

Die glatte Oberfläche der Moorseen spiegelte wunderbar das Schauspiel am Himmel

Die Trennlinie zwischen Himmel und Wasserlinie war der Baumbestand in der Ferne

…lustig ist auch das bei der Mikro-Insel im Moorsee die Bäume durch die Spiegelung ausschließlich nach untern zeigen, während die Orginale im dunklen Hintergrund nahezu unsichtbar sind.

Wie immer beeindruckt mich diese Landschaft, der weitläufige Blick und das Schauspiel am Abendhimmel…und mit 4,3 km war es auch wieder einmal eine ruhige und entspannte Walkingrunde zum Ausklang des Wochenendes .

Schuhgeschichten

Die inzwischen gelieferten Wanderschuhe sind tatsächlich haargenau die Gleichen, wie meine Bisherigen…die Passform ist damit perfekt für meine Füße. Rein schlüpfen und wohlfühlen….und Blasen habe ich auch überhaupt keine bekommen.

Prima – damit hab ich jetzt endlich wieder eine Perspektive für die nächste Zeit und hab – wie geplant – gleich noch ein paar Weitere, dazu gekauft. Die wurden auch schon geliefert und auch hier stimmt alles.

Die „Reserve-Paare“ ähmmmm insgesamt sind es nun 7 Paare😂, liegen jetzt gut verstaut im Keller und wer weiß ob sich meine Füße in 2-3 Jahren nicht auch weiter verändern…aber bis dahin hab ich nun endlich wieder Ruhe mit dem Thema und wenn der Händler die Schuhe wieder vom Markt nimmt, ist mir das, für den Moment zumindest, egal.

Und da ich ja nicht das ganze Jahr in meinen Wanderschuhen und anderes Boots laufen kann, hab ich mich auf ein etwas teureres Schuh-Abenteuer eingelassen und hab mir ein Modell von Birkenstock gekauft. So eines das vorne zu und hinten offen ist…ich hatte jetzt schon soviel von dem Fußbett gehört, aber bisher war ich nicht bereit 160-170 EUR für ein paar offene Treter auszugeben, um es mal im Alltag zu testen.

Bisher hab ich es nur auf kurzen Strecken ausprobiert und meine Füße haben nicht rebelliert…das gibt mir Hoffnung für heiße Tage.

Überhaupt hab ich meinen Schuhschrank komplett ausgemistet, alles war gar nicht mehr für meine Füße funktioniert, hab ich aussortiert…einige stehen noch da, um sie noch einmal zu testen.

Dabei ist mir ein Paar Boots in die Hände gefallen, die ich vor ein paar Jahren gerne getragen habe, dann ging es gar nicht mehr und jetzt – jetzt auf Einmal geht es wieder….prima. Das sind knöchelhohe Schnürboots in dezentem Altrosa…sehen stylish zu einer gekrempelten Jeans aus.

Hab diese bereits mehrfach den ganzen Tag ohne Probleme auf der Arbeit getragen….nur für lange Spaziergänge / Walkingrunden gehen die auch nicht. Auf der Arbeit sitze, stehe und laufe ich ja abwechselnd…da wird der Fuß immer mal wieder entlastet.

Aber so langsam hab ich für dieses Jahr ein gutes Sortiment zusammen, so das ich auf verschiedene Schuhe zurück greifen kann….von allen Sneakern sind dann auch nur noch 2 Paare geblieben und ein paar fürs Fahrradfahren. Der Sommer kann also kommen.

Besuch in Lübeck

Bei ihrer jährlichen Urlaubsplanung haben der Rentner und seine Frau beschlossen, wieder einmal für ein paar Tage an den Timmendorfer Strand zu fahren. Sein Vorschlag war, wir treffen uns auf halben Wege zwischen deren Urlaubsort und meinem Zuhause, um einen Nachmittag zusammen zu verbringen.

Gegenvorschlag meinerseits: Wir wäre es mit Lübeck. Das bedeutet für mich zwar einen etwas längeren Weg…aber immerhin hatten die Beiden schon die weite Anreise aus Hessen und für mich ist das Fahren kein Problem..damit waren sie dann einverstanden.

Und ja Lübeck besteht aus mehr als nur dem Holstentor, aber das Motiv hat eine fast magische Ausstrahlung für mich 😊

Als Treffpunkt hatten wir ein Parkhaus in der Nähe ausgemacht (das hatte einen Tageshöchstsatz von 7,50 EUR – ein nicht ganz unwichtiges Argument, denn Parken kann in Lübeck durchaus wesentlich teurer sein) und uns für 15 Uhr verabredet.

Ich hab meinen 1/2 Arbeitstag im Büro in Hamburg verbracht und konnte dann dann von dort aus, locker über die A1 nach Lübeck fahren. Vor der Fahrt hab ich mir noch schnell etwas von meinen Lieblingsrestaurant neben unserem Büro geholt, eine Bowl mit viel frischem Gemüse und chrispy chicken …wie immer sehr lecker.

Ich hatte mit wesentlich mehr Verkehr am Mittag gerechnet, so war ich viel zu früh in Lübeck – bin dann noch durch einen Supermarkt geschlendert und ein paar Kleinigkeiten sind dann tatsächlich in meinem Korb gelandet.

Als wir uns dann vor dem Parkhaus getroffen haben, war es wie immer: freudiges Begrüßen, herzliche Umarmungen und sofort waren wir dabei zu plaudern, als ob wir uns erst gestern das letzte Mal gesehen hätten. Dabei war es im letzten Sommer, als ich für ein paar Tage nach Frankfurt gefahren bin. Aber wir telefonieren ja regelmässig…im Moment so alle 14Tage und dann immer für etwa 1 Stunde.

Das Wetter sollt eigentlich nicht so dolle werden…und doch hatten wir Glück und es kam für eine Weile die Sonne raus, so das wir locker und entspannt durch das Holstentor schlendern konnten und weiter bis zum Arkaden-Cafè von Niederegger. Wir haben auch tatsächlich draußen noch einen freien Tisch bekommen und es gab lecker Kaffee und Kuchen.

Später sind wir durch die Altstadt-Straßen und Gassen gebummelt, haben uns die schönen alten Häuser angeschaut, sind in ein paar Geschäfte gegangen, haben uns in ein weiteres Cafè gesetzt und dann waren auch schon 3,5 kurzweilige und unterhaltsame Stunden rum.

Die Beiden haben sich dann auf den Rückweg zu Ihrem Urlaubsort gemacht (ca. 30 Minuten Fahrt) und ich hab auch ca. 1 Stunde bis nach Hause gebraucht.

Diese Freundschaft ist mir sehr wichtig und unsere Unterhaltungen tun mir immer gut.

Ohne Kaffee geht nicht – oder doch?

Vor fast 14 Tagen hatte meine Schwester mich zu Ihrem Geburtstags-Kaffee eingeladen…also hab ich mir 1/2 Tag Urlaub genommen (und den anderen 1/2 Tag brauchte ich ein paar Tage später für das, länger geplante Treffen, mit dem Rentner und seiner Frau aus Hessen) und bin mal wieder nach Flensburg gefahren.

Unser Verhältnis hat sich weiter normalisiert und es war, zusammen mit ihren Freunden, ein netter Nachmittag.

Ich jedoch war extrem angespannt, was aber nicht an ihr lag, sondern an den beruflichen Veränderungen, die ich die Tage zuvor mitgeteilt bekommen habe….es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das abschütteln konnte und dann war es auch für mich ein lustiger Nachmittag. Hab mich am frühen Abend schon wieder auf die 140km Heimreise gemacht.

An allen Tagen in dieser Woche habe ich abends meine Walkingrunden gedreht und so manch schönes Wolkenspiel und Sonnenuntergänge beobachten können:

Ich war allerdings permanent müde. Das konnte ich aber meinen geändertem Kaffee-Konsum zuschreiben.

In der letzten Zeit hatte ich oft morgens leichte Magenschmerzen und dann hab ich gelesen, das es evtl. am Koffein liegen könnte. Und weil ich meinen Kaffee ja immer bis in den frühen Abend hinein trinke, hab ich kurzerhand beschlossen mal ein paar Tage ganz auf Koffein zu verzichten und trinke seitdem nur noch 2 Becher entkoffeinierten Kaffee am Tag.

Da ich damit am Anfang des Wochenendes anfing, war diese Müdigkeit gut zu überbrücken. Und weil das so gut funktionierte und ich tatsächlich seitdem keine Magenschmerzen morgens mehr habe, möchte ich das mal für ein paar Wochen so machen…

… und siehe da, es gibt noch einen unerwarteten anderen Effekt: Ich fühle mich seit ein paar Tagen auf eine merkwürdige Art und Weise wach und ruhig (mein durchschnittlicher Ruhepuls ist um 3 Punkte runter gegangen)…also irgendwie wacher als sonst und auch ausgeglichener (und das trotz des beruflichen Stresses). Das fühlt sich sehr gut an – aber auch ungewohnt.

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

uuups…und schon sind fast 14 Tage vorbei…hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist.

Nach der Erkenntnis das sich mein Job mit dem neuen Programm gravierend ändern wird, brauchte ich ein paar Tage zum Runterschlucken dieser Kröte.

Und auch das sich mein Chef jetzt – ohne Verabschiedung und ohne Klärung der offenen Themen, stillschweigend davon gemacht hat…und das 1 Monat früher als geplant, fand ich jetzt auch nicht so toll.

Sich nach 3 Jahren ohne wenigstens mit einer Rundmail an seine Team-Mitglieder zu verabschieden, finde ich ehrlich erschreckend und beschämend…aber gut – dann ist das so.

Auf meine Nachfrage beim deutschen Gf, wer denn jetzt mein Teamleiter sein wird oder ob er neben dem Controller, auch mich „übernimmt“, hatte er zwar lustige Ideen, wen er eher als Vorgesetzter für mich sieht, aber wohl eher nicht ihn selbst und hat auf meiner Frage sehr zögerlich reagiert.

Den Controller hatte er schon vor einiger Zeit übernommen., aber das war reiner Selbstschutz. Als der Controller drohte abzuwandern, konnte er ihn mit zusätzlichen (finanziellen) Anreizen von einem Weggang abhalten und kann ihn so jetzt besser leiten und halten.

Mein Job ist für den deutschen GF dagegen entbehrlich, da ich ja größtenteils für inzwischen 3 Teil-Abteilungen aus der Zentrale in DK arbeite. Das macht mich in Hamburg ja so unabhängig, was ich immer als Vorteil gesehen habe, jetzt fühle ich mich weniger unabhängig, als eher freischwebend – in der Luft hängend.

Seine „Vorschläge“ hatten deshalb auch gar nichts mit meiner Berufswirklichkeit zu tun…sorry aber ich gehörte immer noch ins Controlling und NICHT zu den Technikern… Na gut – immerhin wollte er sich mit Jemandem aus der Zentrale darüber unterhalten…seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Aus rein praktikablen Gründen haben das HR und der Controller jetzt alle notwendigen Programme bei mir auf den Gf umgestellt. Die funktionieren nun mal nicht, wenn kein Vorgesetzter definiert ist….er bekommt mich sozusagen stillschweigend interimsmäßig zugewiesen.

Glücklich sind wir wohl Beide nicht damit…aber auch das nehme ich hin…so ist es nun einmal. Mal sehen, wie sich das hier noch weiter entwickelt.

Es lohnt sich nicht, das ich mir noch weiter Gedanken darüber mache, ich kann die Situation eh nicht ändern und einen Chef brauche ich eigentlich nur für die Freigaben meiner Urlaubsanträge, Reisekosten, Homeoffice-Tage, der internen Zeiterfassung für Weiterbelastungen und einmal im Jahr für ein Gespräch.

Fachlich muss ich mich sowieso immer wieder an die entsprechenden Abteilungen in der Zentrale wenden…von dort bekomme ich auch den Zuspruch, den jeder mal nötig hat, nämlich das meine Arbeit wichtig ist und man meine Arbeit zu schätzen weiß.

Zwei Zauberwörter und die Veränderung im Job

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs)

Wenn ich mal so darüber nachdenke, was mir in meinem Job besonders wichtig ist, und was ich am Liebsten daran mag, dann ist es neben der Eigenverantwortung und dem eigenständigen Arbeiten, vor allem das Gefühl alles unter Kontrolle zu haben. Immer alles rechtzeitig, in der richtigen Reihenfolge genau dann die richtigen  Daten abgestimmt, fertig zu  haben und meinen gesetzlichen Reportingpflichten (wie z.b. die UST-Voranmeldungen) mit guten Gewissen  nach kommen zu können.

Man kann also sagen, das es in meinem Beruf wichtig ist, alle notwendigen Buchungen zu erkennen, und dann mit größtmöglicher Sorgfalt diese auch zu handhaben, so das alles buchhalterisch logisch, nachvollziehbar, vollständig und den gesetzlichen Regelungen entspricht und ich jederzeit in der Lage bin alle Buchungen zu erklären, egal ob der Geschäftsleitung, den Wirtschaftsprüfern oder, nach ein paar Jahren, auch den Betriebsprüfern vom Finanzamt.

Kontrolle ist also das 1. Zauberwort – und das 2. ist dann Sachverstand. Denn um genau das Alles gewährleisten zu können, braucht es eine Menge Wissen, damit man überhaupt weiß, WAS man machen muss, WIE man es machen muss und WARUM.

Leider scheint genau das jetzt bald nicht mehr gewünscht zu sein.

Das neue ERP-System, welches uns in dieser Woche vorgestellt wurde, ist neu und modern und versucht wirklich ALLES um jede Art von Eigenverantwortung und Eigenkontrolle zu unterbinden und schlägt damit von einem Extrem, in das gegenteilige.

Denn so, wie das Programm von unserer Zentrale aufgesetzt wird, soll jetzt alles länderübergreifend und firmenübergreifend fest vorgegeben werden – aber in einer extremen Variante, wie ich es selbst bei dem vollintegrativen SAP-System meines früheren Arbeitgebers in Hessen nicht erlebt da….die hatten wir sogar eine konzerneigene IT-Firma und die hat uns engmaschig betreut und doch brauchten wir immer wieder Anpassungen.

Aber selbst die sind vor einem länder-überspannenden festgezurrten Korsett zurück gewichen – eben weil nicht jedes Land dieselben Pflichten vorgibt und nicht jede Gesellschaft ausschließlich „Standard-Abläufe“ hat. Es ist daher gar nicht möglich, jedes erdenkliche Szenario vorherzusehen und dafür Konten, Kostenstellen oder Projekte mit allen erdenklichen Spielarten voreinzustellen.

Sogenannte „Cross-Company-Buchungen“ für konzerninterne Geschäfte, sorgen dafür das Buchungen gleichzeitig in verschiedenen Gesellschaften erfolgt, AUTOMATISCH – ohne Freigabeprozess und ohne das die empfangene Gesellschaft davon Kenntnis erhält oder Einfluss nehmen kann. Aus Konzernsicht ist das toll, aus Sicht der Einzelunternehmung die plötzlich Buchungen im System hat, die vorher nicht da waren, ist das eher schwierig….vor allem weil die Zentrale in DK eher ungern Texte schreibt.

Und da alle Gesellschaften dann über ein ultramodernes Zahlungssystem, an das wohl alle Banken die wir benutzen, mit angeschlossen sind, ist es auf einmal möglich, das man auch firmenübergreifend bezahlen kann…was ich schon als Vorteil sehe, da ich doch einige Firmen ohne eigenem Bankkonto habe, andererseits birgt das auch eine große Gefahr…also ob hier die DGSVO (Datenschutzgrundverordnung) und die GDPDU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) ausreichend Berücksichtigung finden, weiß ich noch nicht…denn die Zentrale hat die Einzelheiten nicht mit den Wirtschaftsprüfern besprochen…da gibt es, meiner Meinung nach, noch Klärungsbedarf.

Auf jeden Fall war einer der Sätze, die ich während dieser 2 Tage sehr oft gehört habe: Dann braucht Ihr Euch darüber keine Gedanken zu machen…das macht das System.

Hmmm, bisher dachte ich immer, das ich genau dafür mein Geld bekomme, mitzudenken, mir Gedanken zu machen, vieles zu wissen und umzusetzen und alles unter Kontrolle zu halten.

Wenn wir also zukünftig nicht mehr selber kontieren können, weil das System es macht, ich keine Texte mehr vorgeben kann, um Buchungssätze zu erläutern, ich nicht mal mehr sehe welchen Steuerschlüssel das System aussucht,…WIE soll ich dann die Zahlen beurteilen und wie kann ich dann mit ruhigen Gewissen sagen, das alles richtig verbucht wurde.

Jaa ich weiß, das ist die Zukunft – aber genau ein so verschachteltes System führt eben auch dazu, das keiner mehr die Zusammenhänge erkennt und es können sich so Fehler einschleichen, die man eben nicht mehr sieht, weil alles im Hintergrund abläuft….aber ich brauche mir ja keine Gedanken zu machen – das macht das System.

Aber so ist es nun einmal und ich muss mich mit dem Gedanken anfreunden, das sich damit mein Job massiv verändert…ja das Programm kann auch echt tolle Sachen….und darauf freue ich mich….vielleicht gibt es auch vieles was wir noch lernen werden, um ein Teil der Kontrolle zurück zu bekommen – momentan bin ich jedoch noch sehr skeptisch…

Ausmisten und die „Büchse der Pandora“

Samstag hab ich zum Teil im Keller verbracht…es war mal wieder soweit: ich war im „Loslass-Modus“..das passiert so 2-3x im Jahr…dann fliegen weitere Dinge aus meinem Haushalt.

Jetzt stand der Keller im Fokus: Schon seit Jahren will ich mich von meinen vielen Kleiderbügel trennen….hab ich doch mein Kleiderschrank-Volumen, mit dem Einzug hier in die Wohnung, noch weiter reduziert…aber ich konnte mich beim Einzug dann doch noch nicht von den Bügeln trennen. Diese sind alle gleichförmig, da ich es mag, wenn im Kleiderschrank alles auf gleichen Bügeln hängt, das sieht viel ordentlicher aus. Ich hab viele Jahre gebraucht, um diese Bügel zusammen zu sammeln….aber es sind jetzt einfach zu viele….und jetzt hab ich den großen Müllsack aufgemacht und sie endlich entsorgt.

Von inzwischen schon wieder 4 Kisten mit Weinachtsdeko, sind 1,5 geblieben usw. Auch diese verschiedenen kleinen Futterhäuschen aus Holz für den Balkon, die ich nach und nach ausprobiert habe gingen in gesonderte Kisten und landeten mit anderem Dekokram am Straßenrand mit einem Hinweis „zu verschenken“…und schon nach 30 Minuten war die gesamte Kiste nicht mehr da…Prima so mag ich das.

Was ich ja auch im Überfluss habe, sind verschiedenste Schalvorhänge für die Fenster, bis ich dann endlich die richtigen Thermovorhänge gefunden hatte, die alle meine Anforderungen erfüllen. Die vorherigen Versuche liegen jetzt im Keller und zum Teil auch in meinen Bett-Schubladen…sind ja alle nur kurz in Gebrauch gewesen….eigentlich zu schade zum weggeben…aber wozu aufbewahren…also fort damit.

Und für einen Augenblick…aber nur einen sehr kurzen Augenblick, hatte ich sogar meine „Tanzen“-Kiste in der Hand, nicht um sie wegzuwerfen, sondern um rein zuschauen…diese hab ich, seitdem ich sie gepackt habe, nie wieder aufgemacht…sie ist zugeklebt. Darin sind 2 meiner Turnierkleider (das eine wurde damals extra für mich geschneidert und war sehr teuer), die Turnierschuhe mit der Extra-Schnürung, die Trainingsschuhe, Schuhkratzer, Urkunden, Trainingsröcke, mein (Damen-)Startbuch. Das „Richtige“ also das, welches nach Außen Gültigkeit hatte, hat der „Herr“ für das Tanzpaar…aber als Dame konnte man sich die Turnierteilnahme und Ergebnisse in einem Damen-Startbuch eintragen lassen. In der Kiste sind auch unsere Ergebnis-Streifen, mit den Zwischenergebnissen aus den Turnieren und noch so einiges mehr…alles was man so braucht als Standardtänzerin.

Für einen Moment war ich fast bereit in die Kiste zu schauen….aber ich hab es gelassen…das ist immer noch ein heikler Punkt…denn das Tanzen vermiss ich wirklich immer noch.

Ich weiß ja, das es nicht mehr geht (mein Problem-Fuß), aber manchmal gleite ich barfuß in Tanzhaltung durch die Wohnung, drehe mich zur Musik in eine Pose, oder mache einen Impetus, Telemark oder Chassee-Schritt…was natürlich längst nicht mehr so elegant aussieht wie früher und von mir auch nicht mehr astrein ausgeführt wird. Das geht eben am Besten mit hohen Schuhen, die das Becken einfach in eine andere Position bringen und damit die gesamt Körperhaltung verändert und das heben-und senken der Ferse überhaupt erst ermöglichen und natürlich braucht es ständige Übung um es leicht und elegant aussehen zu lassen…aber das Gefühl dabei, ist bei mir noch genau dasselbe.

Nein – diese Büchse der Pandora wollte ich nicht öffnen, deshalb blieb die Kiste ungeöffnet.

Mit meiner Aussortier-Aktion bin ich super zufrieden…um mit jeder weiteren Aktion, fällt es mir leichter mich von weiteren Dingen zu trennen…

Kleiner Ausblick: neue Woche / neue Schuhe

Da ist es schon wieder – das Wochenende.

Die restliche Woche, seit Pfingstmontag, war so richtig gut….ruhig und geordnet und ich hab super viel geschafft. Ich selbst bin auch ruhig und kann somit entspannt ins Wochenende gehen.

Ab Montag wird es dann spannend werden, der Controller und ich bekommen Besuch aus der Zentrale, um uns 2 Tage lang das neue ERP-System vorstellen zu lassen. D.h. wir bekommen dann auch Gelegenheit unsere landesspezifischen oder auch gesellschaftsspezifischen Besonderheiten zu erläutern, damit diese in das Customizing der neuen Software, vor der Datenübernahme unserer Gesellschaften, mit einfließen können. Na da bin ich ja wirklich gespannt, ob wir da überhaupt noch Einfluss nehmen können.

Das heißt aber auch, das wir 2 volle Tage keine Zeit haben werden, unsere normale Arbeit zu machen…deshalb war es sinnvoll bestmöglich vorzuarbeiten…das ist mir gut geglückt.

Ich war in dieser Woche weniger walken, als ich eigentlich wollte, was nicht am schlechten Wetter lag – oder irgendwie schon – aber eigenlich liegt es an meinen neuen Wanderschuhen.

Da es ja meine bisherigen Schuhe schon wieder nicht mehr zu kaufen gab und ich auch keine mehr in Reserve hatte, hab ich mich für ein ähnliches Paar entschieden und hab mir damit in sehr kurzer Zeit massive Blasen gelaufen, so das ich mehrere Tage keine festen Schuhe tragen konnte.

Und bei dem Regen mit offenen Schuhen zu walken, war jetzt für mich keine Option. Also hab ich mit Blasenpflaster versucht andere Schuhe zu nehmen und konnte mich nur schmerzhaft zu kurzen Runden aufraffen. Also – so geht das nicht…ich brauche eine Lösung.

Während ich also spät am Abend im Bett lag und zum xten-Mal darüber nachdachte, was ich jetzt wegen der Schuhe mache…bin ich auf den Online-Shop des Schuhhändlers gegangen und habe doch noch einmal nach „meinen“ Schuhen gesucht…und siehe da….zumindest Online gibt es sie noch (oder wieder) .

Tatsächlich gab es sie sogar in meiner Größe = hab sofort – immer noch im Bett liegend – gleich 3 Paar bestellt. Die sind echt nicht teuer, unter 50 EUR das Paar….und beim Bestellen hab ich gesehen, das ich die 2021 das letzte Mal online bestellt hatte. Danach waren die ausverkauft und waren ein Jahr später wieder in den Filialen zu kaufen, wo ich dann nochmals ein Paar gekauft hatte.

Jetzt warte ich also auf die Lieferung und hoffe, das der Hersteller nichts an dem Schuh geändert hat….und wenn das der Fall ist und die genauso sitzen, wie die vorherigen, werde ich mir noch ein paar auf Lager legen.

Es ist echt krass – im Laufe der Jahre hab ich sehr viele Schuhe ausprobiert, aber bei keinem festen Schuh – egal ob Marke und teuer oder No-Name und billig konnte ich bisher ein solch gutes Tragegefühl erreichen, wie mit diesem einem Trekkingschuh…okay auch hierbei muss ich manchmal auf andere Einlagen zurückgreifen….hab unterschiedliche Modelle in Gebrauch.

Ich habe echt viel Geld für viele unterschiedliche Trekkingschuhe rausgehauen, aber immer hat sich nach sehr kurzer Zeit mein Problemfuß unangenehm meldet. Bei einem sehr teuren Modell habe ich mich wochenlang gequält, sie immer wieder getragen und trotzdem ging es nicht…ich habe dazu die verschiedensten Einlagen für die Schuhe ausprobiert, aber auch damit ging es nicht…mein Fuß konnte sich nicht damit anfreunden, mehr als ein paar Minuten schmerzfreies Laufen gingen einfach nicht.

Warum ausgerechnet dieses eine Modell, das wirklich nicht sonderlich hochwertig ist, funktioniert, ist mir ein Rätsel…aber letztlich ist es meine Rettung, sonst könnte ich meine Walkingrunden überhaupt nicht laufen…und viele Unternehmungen gar nicht machen….und nein, eine OP kommt für mich immer noch nicht in Frage….denn es ist nicht gesagt, das es damit besser würde – und ich will nicht riskieren das es evtl. sogar schlechter wird – dafür gehe, wandere, walke ich einfach zu gerne. Das ist nur meine allerletzte Lösung – wenn gar nichts mehr geht.

Jetzt hilft nur Daumen drücken, das es GENAU der gleiche Schuh ist….