Montagmittag hab ich den Mietwagen für die Dienstreise abgeholt. Das ist ganz leicht, da sich die Mietwagenfirma im gleichen Gebäudekomplex befindet.
Diese gehört nicht zu den großen Ketten und der Kontakt zu denen ist immer sehr unkompliziert.
Unsere Firma hat dort einen Rahmenvertrag und wir bestellen nur noch die Größe des Fahrzeugs und den Zeitraum…und oftmals haben die mehr größere, als kleinere Fahrzeuge zur Verfügung. Ich hatte ein paar Tage zuvor mit einem der Mitarbeiter telefoniert, was die für diese Woche an Mittelklasse-Autos zur Verfügung haben und er meinte der Volvo CX4 wär verfügbar.
Der ist zwar auch schon etwas groß…aber das passte dann, hab unmittelbar nach dem Telefonat per Mail bestellt und auch eine Bestätigung erhalten.
Ich nahm also Montag nur noch den Autoschlüssel entgegen und bekam die Info, der Wagen steht in der Tiefgarage, ob das okay wäre. Na klar…unsere Privatautos stehen da ja auch, dann passt es ganz gut mit dem Einladen der Koffer.
Allerdings musste ich das Auto dann doch suchen und fand es nicht. Nanu…er hat doch gesagt, wo es steht. Nun bin ich die Reihen der Autos abgelaufen und habe mich auf das Nummernschild konzentriert….und dann stand ich vor einem riesigen BMW.
Mehrmals hab ich die Angaben auf dem Schlüssel, mit dem Auto verglichen. Doch – das soll er sein…aber das ist doch kein Mittelklasse-Wagen. Das hier ist ein BMW X5 Diesel neuester Bauart…das ist kein Auto, sondern ein Schiff. Zumindest für meine Verhältnisse.
Ohhha- Ich musste erst einmal schlucken….das ist ja n`Ding.
Aufgrund interner Umstände fuhren wir jetzt doch mit 2 Autos in die Zentrale. Der Controller hatte sich bereit erklärt, eines der E-Autos die unser Unternehmen besitzt, zurück nach DK zu bringen. Und ich fuhr den Mietwagen, zusammen mit der Kollegin Katrin. Auf der Rückfahrt wären wir dann zu Dritt im Mietwagen.
Der Controller und ich fuhren fast gleichzeitig los, aber ich musste die Kollegin ja noch von Zuhause abholen…das hatten wir so vereinbart (wir haben leider nur wenige Firmenparkplätze und wollten nicht gleich 3 für eine ganze Woche blockieren).
Er hatte also einen Vorsprung von ca. 1 Stunde….falls etwas mit dem E-Auto sein sollte…denn wir hatten KEINE Ladekarte für das kleine E-Auto. Wir könnten ihn so zur Not irgendwo aufgabeln oder zumindest moralisch unterstützen.
Als die Kollegin das riesige Auto sah, fiel auch sie aus allen Wolken….aber ich muss sagen, es war schon sehr komfortabel und ließ sich ausgezeichnet fahren. Der hat wirklich alles mögliche an Schnick-Schnack….später bei der Rückgabe freuten sich die beiden Mitarbeiter der Mietwagenfirma über meinen Unglauben und erzählten, das der Wagen sogar alleine hätte einparken können…es kommt extra immer eine Meldung, doch da ständig irgendwelche Meldungen auf dem Display erschien, hab ich nicht mehr hingeschaut.
Die Kollegin studierte in der ersten Stunde der Fahrt die Einstellmöglichkeiten im Cockpit, denn das war alles gar nicht so einfach…aber nach und nach klärte sich alles…AUCH, wie man die Sitze vor- und zurück schiebt. Das war megablöd beschrieben….daran waren wir nämlich bei Fahrtantritt kläglich gescheitert. Zum Glück war die Fahrersitzeinstellung für mich ausreichend, nur das Lenkrad war viel zu hoch, das hab ich aber sehr schnell selber anpassen können….und später habe ich den Sitz dann noch optimiert und meine Einstellungen gespeichert..so hatten wir eine lustige und kurzweilige Fahrt und sind auch fast ohne Pause die fast 400km durchgefahren. Dem großen Dieseltank sei Dank.
Einmal haben wir uns kurz auf einen Rastplatz gestellt, um für den Controller in der Nähe seines Standortes nach einer Ladestation zu suchen….das war schon hinter der Grenze. Die Dänen können fast überall ohne Ladekarte ein E-Auto aufladen, solange sie eine Kreditkarte haben.
Dieses Prinzip des „Adhoc-Ladens“ gibt es wohl mittlerweile auch in Deutschland, ist aber noch nicht so weit verbreitet….aber der Kollege hatte noch ganz andere Schwierigkeiten an einer Ladesäule und er hatte uns per Telefon gebeten doch mal zu schauen, wo er evtl. noch mit seinen restlichen 13km hinfahren könnte…später hat er Hilfe von einem Tesla-Fahrer bekommen und dann lief auch alles gut.
Irgendwann waren wir dann aber alle 3 im Hotel angekommen. Katrin und ich hatten schon lange aufgegessen, dann kam der Controller und als auch er gegessen hatte, haben wir uns in unsere Zimmer verzogen.
Die nächsten Tage werden noch herausfordernd genug sein..











