Kochen – Rückblick in die analoge Zeit

Meine Vorliebe für Weißbrot mit Butter erinnert mich an alte Zeiten…aber auch im Rückblick waren es nie die so oft beschriebenen „guten alten Zeiten“…sondern es ist einfach nur lange her.

Ich war 1974 nur 1/2 Jahr in der Grundschule in Flensburg, bevor wir nach NRW gezogen sind….also viele Erinnerungen an diese Zeit hab ich nicht sammeln können.

Geblieben ist mir jedoch die Erinnerung über den fast verzweifelten Versuch meiner Mutter mir irgend etwas als Schulbrot mitgeben zu können, das ich dann auch tatsächlich essen würde. Bei uns gab es Toastbrot…ich wollte aber weder das das Brot getoastet wird, noch wollte ich etwas anderes als Butter darauf haben. Tat sie es doch…hab ich es einfach nicht gegessen.

Die Sturheit meines Sternzeichens war bei mir schon als kleines Kind sehr ausgeprägt….hahaha meine Eltern hatten es echt nicht leicht.

Komischerweise kann ich mich nicht daran erinnern, das auch in den folgenden Jahren in der Schule in NRW als Pausenbrot gegessen zu haben. Da war eh alles neu und schwierig für uns…und wahrscheinlich hat sich diese Marotte dann einfach in Luft aufgelöst.

Später dann, Anfang der 80er Jahre, hab ich in der Hobbythek mit Jean Pütz die berühmte Folge mit dem Brot-selber-Backen gesehen. DAMALS….lange vor dem Internet und den unerschöpflichen Möglichkeiten sich Wissen anzueignen, was das einfach eine genial Sendung für Wissbegierige.

Also hab ich das gemacht, was man machen musste, um an die Rezepte zu kommen: ich habe einen A5 vorfrankierten Umschlag an die Hobbythek geschickt und ein paar Wochen später bekam ich die Antwort.

Ich weiß nicht warum genau, aber ich war enttäuscht von diesen auf Ökopapier mehr schlecht gedruckten Seiten mit den Tipps und Rezepten für selbstgemachte Nudeln und fürs Brot backen. Und dafür hatte ich jetzt mein Taschengeld in die Briefmarken investiert? Es scheiterte dann auch an den für mich ungewöhnlichen Zutaten wie z.B. : Lecithin . Wo bekommt man das denn her?…und die Hemmschwelle in eine Apotheke zu gehen und danach zu fragen war für mich (große Schüchternheit) sehr groß.

Eine andere Quelle für Informationen rund ums Kochen und Backen außerhalb der ganz klassischen Küche, waren in dieser Zeit auch die Frauen-Zeitschriften mit den wöchentlichen Rezept-Ideen. Die hatten moderne lustige Ideen und brachten ganz allmählich auch Rezepte aus anderen Ländern in das koch-verstaubte Deutschland. Kochbücher gab es zwar auch, aber die waren teuer und sehr ….naja… einfach und oft altbacken.

So ohne Mutter in den Teenager -Jahren waren für meine Schwester und mich der kulinarische Höhepunkt: Miracoli-Spaghetti …. das hat uns unser Vater dann ab und an mal genehmigt….

Erst als meine Schwester in die Hauswirtschaftsschule ging und dort einiges über Kochen, Backen und über „moderne“ Haushaltsführung lernte, lernte ich mit….sie war die treibende Kraft Neues auszuprobieren…ich hab nur nur geholfen und dann hinterher gerne mit verspeist….hahaha …ach ja und ich war ja in unserem 3er Haushalt dafür verantwortlich die Küche sauber zu halten….ohne Spülmaschine.

Die Aufgabenverteilung: unser Vater hat das gekocht, was er sich so im Laufe der Jahre an klassischen deutschen Gerichten angeeignet hatte, meine Schwester hat gebacken und auch neue Gerichte ausprobiert…bei denen unser Vater jedoch oft lieber erst gar nicht zum Mittagessen nach Hause gekommen ist, schon weil er lieber manche moderne Zutaten gar nicht probieren wollte…und ich…ich durfte alles wieder sauber machen…konnte dafür aber die Teigschüsseln ausschlecken und leckere Reste vertilgen, okay nicht alles war lecker, aber vieles doch …. und ich hab schon immer gerne gegessen.

Das alles stammt noch aus einer Zeit als die Telefone noch mittels Schnur an die Wohnung gebunden waren, Fotos noch mit einer analogen Kamera auf 36Bilder pro Film begrenzt waren und man diese für teuer Geld zum Entwickeln weg bringen musste…als die heimische Enzyklopädie im Wohnzimmerschrank und die öffentliche Bücherei die hauptsächlichen Möglichkeiten zur Informationsgewinnung (außerhalb der Schule) waren….also das letzte analoge Zeitalter…Lange vor Handy und Internet.

Fluffiges Weißbrot

Ich bin ja ein Befürworter von Weizenmehl und ich mag frisches knuspriges Brot….genauso wie fluffiges weiches Weißbrot.

Und nachdem ich schon seit Monaten überhaupt kein Brot mehr gekauft habe, sondern die kleinen Mengen die ich brauche, lieber selber backe – hab ich es nun mein Standard-Rezept für knuspriges Hefeteig-Brot nur leicht modifiziert und daraus ein klasse Weißbrot gezaubert.

Das klassische knusprige Brot besteht ja nur aus: Mehl, Salz, Hefe und Wasser und jeder Menge Gehzeit….und dazu hab ich einfach noch für dieses kleine Brot 3 Esslöffel Sonnenblumenöl gegeben…keine Milch. Damit sind die Zutaten wie bei einem Pita- oder Chiabatta-Brot…nur wird es etwas anders gebacken.

Während ich mein knuspriges Brot also bei ca. 220 Grad und abfallender Hitze mit 1 Tasse heißem Wasser im Backofen backe…hab ich mein Weißbrot bei konstant 180 Grad und OHNE Wasserdampf im Backofen gebacken….denn ich möchte hierzu ja keine feste Brotkruste

Also ich freue mich so über das Ergebnis…es ist genau so, wie ich es wollte: feinporig, fluffig und lecker.

Perfekt für leckere Käsecremes oder einfach nur mit etwas Butter…

Weißbrot hat ja keinen guten Ruf für eine gesunde Ernährung…aber wie alles in Maßen genossen, ist es auf jeden Fall ein Stück entspannte Esskultur.

Das nächste Mal nehme ich Olivenöl….dann schmeckt es bestimmt noch mehr nach warmen Sommerabenden in Italien…mit Oliven und einem Glas Wein….

Ach ja: Nicht nur, das mir meine Brote durch Gehzeiten zwischen 16-24 Stunden viel besser bekommen….seitdem ich mein Brot selber in den Mengen backe, die ich auch tatsächlich benötige, bleibt i.d.R. auch nichts davon übrig…also kein Abfall.

über mich

Nach dieser Woche bin ich froh das nun endlich Wochenende ist….. PUHH…

Nun fühle ich mich doch wieder wie ein Rekonvaleszent….denn obwohl ich dachte, ich hätte mich inzwischen gut vom Stress der letzten Jahre erholt, stimmt das nur zum Teil. Aber das hat sich erst jetzt gezeigt, wo mein persönlicher Stresslevel wieder etwas angestiegen ist.

Und prompt bin ich wieder in einer Art Ausnahme-Zustand. Wie leicht es doch ist, mich aus meinem Gleichgewicht zu katapultieren, wie schnell man mich doch verletzen kann…wie ich es hasse, mich so schwach zu fühlen…obwohl ich doch eigentlich stark bin….ich bin doch Jemand der mit viel Optimismus und Fröhlichkeit durch mein eigenes Leben geht.

Aber Menschen können mich sehr schnell aus der Fassung…aus dem Gleichgewicht bringen…ich bin seelisch leicht zu verletzen…auch wenn das Niemand glauben würde, der mich nur oberflächlich kennt.

..ein schräger Blick, ein blöde Bemerkung, eine Situation die mich überfordert-..und schon ist meine verletzliche Seele in einer Art Krisenmodus…kein Wunder also, das ich lieber alleine durchs Leben gehe…Menschen nur sehr zögerlich in mein Leben lasse…

Man – erst ganz allmählich wird mir bewusst, wie haarscharf ich tatsächlich zum 2. Mal in meinem Leben an einem Burnout vorbei geschrammt bin (auch wenn das jetzt schon mehr als 1 Jahr her ist)…..aber ich muss mir selber eingestehen, ich habe trotzdem innere Verletzungen davon getragen (beruflich, wie auch privat)…auch wenn ich diese im Normalfall ganz gut in meinem Innersten isoliert habe….

Drei auf einen Streich

So und jetzt könnte ich sogar schon wieder Bäume ausreißen…also zumindest die Bäumchen in meinen Blumentöpfen. Mir geht es wieder richtig gut. Nervlich war ich jedoch in dieser Woche bisher weiter angespannt….

….aber auch da, ist heute bei mir ein Knoten geplatzt…NICHT das mein Software-Problem gelöst wäre…hahaha der zuständige nette Kollege aus dem Helpdesk, der das Programm selber entwickelt hat, ist ratlos und schreibt mir allen Ernstes auf meine Frage ob er inzwischen schon weiter gekommen ist: Er weiß es auch nicht. Also – eigentlich sollte es laufen..

und danach kam nichts….während sich bei mir der Magen zuzog und mein Blutdruck anstieg. JA….UND….wie soll es jetzt weiter gehen? Ich bin verpflichtet diesen Report zu nutzen. WAS soll ich seiner Meinung nach jetzt machen? Und während er noch darüber nachdachte, hatte ich bereits an alle meine inzwischen auf 4 Personen angewachsene Schar diverser Chefs eine E-Mail vorformuliert – aber noch nicht verschickt.

Ich hab mich dann erst einmal selber aus der Schusslinie genommen, weil ich auf einmal erschrocken feststellen musste, wie stark ich mich in diese Sache drohte zu verbeißen. Dieses extreme fokussiert sein auf eine Sache, die einen dann nicht mehr loslässt…alle Gedanken kreisen nur noch um dieses eine Problem, auf das ICH ja keinen Einfluß habe….(beim Schreiben fängt sogar mein Puls schon wieder an zu steigen hahaha)…

Also STOP – ich verfalle jetzt nicht wieder in alte Gewohnheiten. Ich bin nicht dafür verantwortlich – es ist ein IT-Problem und nicht meines. Und im Zweifel eben ein Problem für eine höhere Etage. Also hab ich den Kollegen nur noch einmal eindringlich und freundlich gebeten, doch weiter nach der Lösung zu suchen und er hat dann auch gleich angeboten die Reports zu erstellen, bis es soweit ist. Die Mail an die Chefs hab ich dann auch wirklich nicht abgeschickt. Das kann ich immer noch machen…

Heute im Büro konnte ich all den seit 1 Woche angestauten Frust auch endlich abschütteln….ich hatte viele nette längere Unterhaltungen mit einigen Kollegen und zu dritt hatten wir auch eine lustige Mittagspause ( jeder hat in einer Ecke des Frühstücksraumes gesessen…also gaaaaaanz weit auseinander)…

…und gleichzeitig bin heute gut voran gekommen…ich hatte meine Arbeit jetzt extra so umgeschichtet, das ich gleich 3 Jahresabschlüsse an einem Tag machen konnte….so brauchte ich bei meinem IT-Kollegen nur einmal nach den Reports fragen…Drei auf einen Streich eben….und jetzt hab ich 1 Woche Ruhe, bevor ich die nächsten Abschlüsse abgeben muss. Und sollte es bis dahin keine Lösung geben, dann werde ich zumindest meine 2,5 Chefs in Dänemark informieren und um Unterstützung bitten und den neuen Chef im Hamburger Büro gibt es ja auch noch…hahaha…ich hab gar keinen Grund mich so unter Druck zu fühlen.

Die Erkenntnis des Tages über mich, hat mich doch etwas entsetzt:

  • wie leicht mich doch wieder mein Verantwortungsbewusstsein in alte Fahrwasser lenkt, mich für alles verantwortlich zu fühlen
  • wie schnell ich mich wieder in ein Problem verbeiße und nach Lösungen suche, wo ich doch hier gar keine Entscheidungs-Befugnis habe und auch keine Handhabe in andere Abteilungen reinzugrätschen
  • die sehr sich mein Pflicht-Bewusstsein drängt, alles möglich zu machen, was gefordert wird
  • ich bin immer noch nicht wieder so stress-resistent, wie ich dachte….

Nachdem ich das also realisiert und wieder abgeschüttelt habe, geht es mir auch von emotionalen Seite wieder gut. Meine Nerven haben sich beruhigt, meine Seele hat sich wieder entspannt.

Na, zumindest das hab ich gelernt: Solche Situationen schneller zu erkennen (als früher) und mich auch daraus zu befreien…trotzdem…ich dachte, ich wäre schon viel weiter….grummel

Balkon – kein Einblick mehr möglich

Nachdem meine Vermieterin mich Irgendwann Anfang November aufgefordert hatte, die Balkonumrandung so zu lösen, das die Abschlussleisten von Außen gesetzt werden können…kam dann im Dezember die Mitteilung das diese jetzt endgültig angebracht sind und ich die Umrandung wieder fixieren kann. Aber da konnte ich ja nicht….wegen meiner Wunde am Knie.

Nun endlich – heute – hab ich es erledigt. Die Sonne schien, endlich weder Regen, Sturm oder Schnee und das Knie kann ich ja auch wieder beugen (nur hinknien damit geht noch nicht)….und so hab ich es heute mit einiger Mühe tatsächlich geschafft. Hmmm – blöd nur, das ich jetzt die Fixierung nicht mehr in der Farbe der Balkonumrandung hatte, sondern dafür die Kabelbinder in Schwarz verwenden musste….durch den Lockdown konnte ich nicht die passenden Binder im Baumarkt kaufen…aber egal….immerhin hat ein guter Haushalt immer einige verschiedene Größen an Kabelbindern zuhause….hab ich mir mal sagen lassen….und so hab auch ich ganz unterschiedliche Größen vorrätig gehabt….

Hauptsache jetzt ist alles wieder an seinem Platz….Niemand kann mehr auf meinen Balkon oder in mein Wohnzimmer schauen und auch der Wind hat endlich keine Angriffsfläche mehr. Während der Stürme der letzten Wochen hat dieser schon ganz schön mit der losen Umrandung gspielt….das hat mich auch genervt…aber ich konnte vorher einfach nichts tun.

Lustige Anekdote am Rande:

Um den Beitrag zu schreiben, wollte ich noch einmal im Whatsapp-Chat-Verlauf mit meiner Vermieterin nach dem Zeitablauf unserer Kommunikation schauen…und was hab ich gefunden? Hahaha – ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat, aber Teile unseres Chats, nämlich genau der Teil, in dem es etwas unschön wegen der Reparatur der Jalousie-Steuerung und die Übernahme der Kosten usw. ging, sind nicht mehr da.

Da ich nicht einmal weiß, das man nur einzelne Teile eines Chat-Verlaufs überhaupt löschen kann, wird das von ihrer Seite aus initiiert worden sein….hahaha. Na, vielleicht haben ihr ja ihre Söhne dabei geholfen…. und eventuell hat sie sich mit diesem Chat im Nachhinein unwohl gefühlt.

Familie Nett

Als ich Donnerstag Morgen zu meinem Schnee-Spaziergang aufgebrochen bin, hab ich draußen die Nachbarin von nebenan beim Schneeräumen getroffen.

Sie war so vertieft, das sie meinen Morgengruß erst gar nicht gehört und mich auch nicht wahrgenommen hat. Bin extra auf die Straße ausgewichen, damit ich den Abstand einhalten kann.

Als sie mich registrierte und hochschaute sah ich, das sie um 6 Uhr morgens bei gähnender Leere unser beschaulichen Wohnstraße eine FFP2-Maske trug, dazu ihre Brille auf und die Kapuze hatte sie tief ins Gesicht gezogen. Ein Wunder, das sie überhaupt noch Luft bekommen hat. Ich kann schlecht schätzen, denke aber das sie so Ende 50 ist….sie ist sehr nett, wie überhaupt die gesamte Familie echt nett und freundlich ist.

Ich blieb also stehen und hab ein paar freundliche Worte an sie gerichtet….und weil ich sie schon seit mehr 2 Wochen nicht mehr gesehen hatte, hab ich ihr noch ein Frohes Neues Jahr gewünscht.

Ihre Reaktion war geprägt von Angst und Panik. Sie hat solche Angst vor dem Virus, das sie das Haus nicht mehr verlässt. Ihre hektischen und ängstlich hervorgebrachten Worten untermauerten den Inhalt ihrer Worte.

Sie ist eine von diesen Frauen, die immer für andere da ist…pflichtbewusst und unermüdlich für ihre Familie da ist…selbst meine Vermieterin bezeichnet sie als ihre fleißige Perle, die sich immer kümmert….die sich selber zurück nimmt.

Ich war erschrocken über die Heftigkeit Ihrer Reaktion und über die Angst, die sie ausstrahlt. Es tut mir sehr leid das sie sich von der Angst so beherrschen lässt…während ich gut gelaunt und locker zu meinem Morgenspaziergang aufgebrochen bin.

Genau für solche Menschen, wie Familie Nett, wünsche ich mir, das die Corona-Pandemie jetzt bald ihren Schrecken verliert….

diese „kleinen Nöte“

Wenn man in diesen corona-geprägten Zeiten dann doch einmal unterwegs ist, tauchen auf einmal kleine Nöte auf, die vorher so gar nicht nennenswert gewesen wären.

Es hat ja nun wirklich gar nichts mehr auf: keine Cafès, Restaurants, keine Einkaufszentren usw…..wo also kann man hin gehen, wenn man dann doch einmal auf die Toilette muss.

Im Wald ist das eher kein so großes Ding…aber gestern in Buxtehude und letzte Woche in Brunsbüttel stellte sich dieses Problem mitten im Ort. WOHIN kann man also gehen, wenn man dann mal MUSS.

Und hier war ich in beiden Orten komplett positiv überrascht. Es gibt sie tatsächlich: offen zugängliche und saubere Toiletten…mit allem was man braucht..incl. Seife und den so wichtigen Papieren ….hahaha jaaa auch das so neu-wertvoll-gehortete Toilettenpapier war ausreichend vorhanden. Und die Räume waren sogar leicht geheizt, was bei Temperaturen um 1Grad schon echt toll ist.

Nach der erleichternden positiven Erfahrung, hatte ich das Bedürfnis diesen beiden Orten DANKE dafür zu sagen….

Buxtehude

Buxtehude

Heute hab ich es tatsächlich mit meinem Tagesausflug bis nach Buxtehude geschafft. Dieses Mal gab es keine Sperrung des Elbtunnel oder sonstige Widrigkeiten. Das Einzige was meinem Ausflug heute fast verhindert hätte, war mein eigenes Wärme- bzw. Kälteempfinden: mir ist schon den ganzen Tag kalt….

…so musste ich mich also quasi selber überreden doch noch die Fahrt anzutreten, anstatt nach ein paar frühen Stunden im Büro , gleich wieder nach Hause zu fahren….hahaha und ich hab es geschafft….also mich zu motivieren.

Während der gemütlichen Fahrt durch daa Alte Land wurde mir mal wieder bewusst, wie schön doch die typisch norddeutsche Fassadengestaltung mit Roten Ziegeln ist….das sieht sogar mit alten verwitterten Ziegeln immer noch viel einladender aus, als anderswo so olle Fassadenfarben, die oft dreckig wirken und abblättern….

Was ich bis dato auch noch gar nicht wusste: Buxtehude ist tatsächlich eine Hanse-Stadt….und das merkt man überall…sogar am Kellergeschoß eines Hauses hab ich das hier gesehen:

Es ist ein tolles Ausflugsziel….und überraschend groß…eine tolle Altstadt, ein alter Hafen….viele kleine Brücken über die Este und grüne Wege daran entlang…wunderschön zum Laufen, sogar jetzt im Winter (übrigens ist hier schon wieder alles komplett ohne Schnee)….

Mir wurde trotz der Bewegung nicht so wirklich warm…daher bin ich dann nach knappen 2 Stunden auch schon wieder nach Hause gefahren….

Jetzt hab ich einen heißen Tee vor mir…dazu noch die restlichen weichen Lebkuchen…und mir ist wieder warm….

Rinder-Schmortopf und Brot

Obwohl ich gerade nicht ganz so aktiv mit Kochen bin, hab ich es wenigstens geschafft in dieser Woche mal wieder ein Sauerteig-Brot zu backen:

Es ist toll geworden, schmeckt gut und ist klasse knusprig.

Aber ich merke mehr und mehr, das ich mit diesen fertigen Sauerteig-Kulturen nicht glücklich bin…es fehlt der typische RICHTIGE Sauerteig-Duft im Brot….es riecht mir etwas zu künstlich….

Bisher hab ich es noch nicht gewagt selber einen Sauerteig anzusetzen….weil der ja Pflege und Aufmerksamkeit braucht und ich ja nicht ganz sooft Brot mit Sauerteig backe. hmmm…ich werde doch einfach mal damit anfangen und schauen wie es so klappt …

Gestern dann hab ich endlich mal wieder so richtig Unordnung in die Küche gebracht – ich hab gekocht:

Blumenkohl, Kartoffelpüree und dazu einen Rinderschmortopf mit Möhren und Pilzen….und da ich solchen Appetit auf Kartoffelpüree, Bratensoße und Blumenkohl hatte, blieb für heute nur noch ein kläglicher Rest….dafür jede Menge Fleisch und Gemüse….aber jetzt ohne Soße….

An solchen Tagen freue ich mich dann doch über meine Spülmaschine….dann sieht die Küche auch schnell wieder ordentlich aus

Schlafanzug und ein Glas Wein

Schlafanzug und ein Glas Wein

Diese Woche war ich mehr als gut beschäftigt und nicht immer war ich so ausgeglichen, wie ich gerne wäre….ich hab gleich an mehreren Tagen mit ausgiebigen IT-Problemen zu kämpfen gehabt.

Heute z.B.: nach regem E-Mail-Austausch zwischen einem Kollegen vom Helpdesk und mir, um den wichtigsten Report endlich wieder ans Laufen zu bekommen, kam dann nach 2 Stunden auf einmal keine Antwort mehr….der Kollege hat inzwischen stillschweigend sein Wochenende eingeläutet….nun …. okay …. hmmm …. Dann eben Montag…da hab ich meinen 1. Abgabetermin und dazu benötige ich diesen Report.

Also hab ich an diversen anderen Problemen und Problemchen weiter gearbeitet…hab gerade ausreichend davon auf dem Tisch…..alles keine großen Sachen, müssen aber erledigt werden….

Und ich bin auch gleich wieder mit unserer Software aneinander gestoßen….die machte nicht das, was sie sollte…und wieder hab ich nicht verstanden, warum diese nicht der allgemein gültigen Buchungs-Logik meines Berufstandes folgte…nach einem telefonischen Hilfeschrei in Richtung des Controllers, hat er mir die „Logik“ unserer Software vermittelt….

….ja prima, nicht schön – aber ich hab es verstanden…..damit konnte ich dann jetzt in 2021, mit Blick auf das Abschlussjahr 2020, die Fehler aus dem Jahr 2019 nun endlich korrigieren…an dieser Stelle hab ich die stringente Logik von SAP mal wieder schmerzlich vermisst.

Dann musste das Buchhaltungsprogramm notfallmässig runter gefahren werden…angeblich nur für 10 Minuten…das dauerte dann doch erheblich länger….danach startete das Bankprogramm nicht mehr….seufz….

Aber dann endlich konnte ich einen großen Schwung reibungslos abarbeiten….und am Ende des Tages hatte ich doch mehr geschafft, als gedacht – aber dafür hab ich auch länger gearbeitet und es hat sich gelohnt….DAS war dann doch noch ein guter Abschluss für diese Arbeitswoche…

Den Feierabend hab ich dann noch genutzt um an den Landungsbrücken ein Fischbrötchen zu angeln (EIN einziger Imbiss hatte tatsächlich geöffnet) und um einen kleinen Spaziergang zu unternehmen….mehr mache ich heute nicht.

Die Woche war anstrengend, aber letztlich gut und heute Abend sitze ich gemütlich im Schlafanzug unter der Wolldecke, bei Kerzenschein, einem Glas Wein und einen spannenden Krimi…und freue mich auf das Wochenende….Zum Wohl !