Ohne Kaffee geht nicht – oder doch?

Vor fast 14 Tagen hatte meine Schwester mich zu Ihrem Geburtstags-Kaffee eingeladen…also hab ich mir 1/2 Tag Urlaub genommen (und den anderen 1/2 Tag brauchte ich ein paar Tage später für das, länger geplante Treffen, mit dem Rentner und seiner Frau aus Hessen) und bin mal wieder nach Flensburg gefahren.

Unser Verhältnis hat sich weiter normalisiert und es war, zusammen mit ihren Freunden, ein netter Nachmittag.

Ich jedoch war extrem angespannt, was aber nicht an ihr lag, sondern an den beruflichen Veränderungen, die ich die Tage zuvor mitgeteilt bekommen habe….es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das abschütteln konnte und dann war es auch für mich ein lustiger Nachmittag. Hab mich am frühen Abend schon wieder auf die 140km Heimreise gemacht.

An allen Tagen in dieser Woche habe ich abends meine Walkingrunden gedreht und so manch schönes Wolkenspiel und Sonnenuntergänge beobachten können:

Ich war allerdings permanent müde. Das konnte ich aber meinen geändertem Kaffee-Konsum zuschreiben.

In der letzten Zeit hatte ich oft morgens leichte Magenschmerzen und dann hab ich gelesen, das es evtl. am Koffein liegen könnte. Und weil ich meinen Kaffee ja immer bis in den frühen Abend hinein trinke, hab ich kurzerhand beschlossen mal ein paar Tage ganz auf Koffein zu verzichten und trinke seitdem nur noch 2 Becher entkoffeinierten Kaffee am Tag.

Da ich damit am Anfang des Wochenendes anfing, war diese Müdigkeit gut zu überbrücken. Und weil das so gut funktionierte und ich tatsächlich seitdem keine Magenschmerzen morgens mehr habe, möchte ich das mal für ein paar Wochen so machen…

… und siehe da, es gibt noch einen unerwarteten anderen Effekt: Ich fühle mich seit ein paar Tagen auf eine merkwürdige Art und Weise wach und ruhig (mein durchschnittlicher Ruhepuls ist um 3 Punkte runter gegangen)…also irgendwie wacher als sonst und auch ausgeglichener (und das trotz des beruflichen Stresses). Das fühlt sich sehr gut an – aber auch ungewohnt.

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

uuups…und schon sind fast 14 Tage vorbei…hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist.

Nach der Erkenntnis das sich mein Job mit dem neuen Programm gravierend ändern wird, brauchte ich ein paar Tage zum Runterschlucken dieser Kröte.

Und auch das sich mein Chef jetzt – ohne Verabschiedung und ohne Klärung der offenen Themen, stillschweigend davon gemacht hat…und das 1 Monat früher als geplant, fand ich jetzt auch nicht so toll.

Sich nach 3 Jahren ohne wenigstens mit einer Rundmail an seine Team-Mitglieder zu verabschieden, finde ich ehrlich erschreckend und beschämend…aber gut – dann ist das so.

Auf meine Nachfrage beim deutschen Gf, wer denn jetzt mein Teamleiter sein wird oder ob er neben dem Controller, auch mich „übernimmt“, hatte er zwar lustige Ideen, wen er eher als Vorgesetzter für mich sieht, aber wohl eher nicht ihn selbst und hat auf meiner Frage sehr zögerlich reagiert.

Den Controller hatte er schon vor einiger Zeit übernommen., aber das war reiner Selbstschutz. Als der Controller drohte abzuwandern, konnte er ihn mit zusätzlichen (finanziellen) Anreizen von einem Weggang abhalten und kann ihn so jetzt besser leiten und halten.

Mein Job ist für den deutschen GF dagegen entbehrlich, da ich ja größtenteils für inzwischen 3 Teil-Abteilungen aus der Zentrale in DK arbeite. Das macht mich in Hamburg ja so unabhängig, was ich immer als Vorteil gesehen habe, jetzt fühle ich mich weniger unabhängig, als eher freischwebend – in der Luft hängend.

Seine „Vorschläge“ hatten deshalb auch gar nichts mit meiner Berufswirklichkeit zu tun…sorry aber ich gehörte immer noch ins Controlling und NICHT zu den Technikern… Na gut – immerhin wollte er sich mit Jemandem aus der Zentrale darüber unterhalten…seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Aus rein praktikablen Gründen haben das HR und der Controller jetzt alle notwendigen Programme bei mir auf den Gf umgestellt. Die funktionieren nun mal nicht, wenn kein Vorgesetzter definiert ist….er bekommt mich sozusagen stillschweigend interimsmäßig zugewiesen.

Glücklich sind wir wohl Beide nicht damit…aber auch das nehme ich hin…so ist es nun einmal. Mal sehen, wie sich das hier noch weiter entwickelt.

Es lohnt sich nicht, das ich mir noch weiter Gedanken darüber mache, ich kann die Situation eh nicht ändern und einen Chef brauche ich eigentlich nur für die Freigaben meiner Urlaubsanträge, Reisekosten, Homeoffice-Tage, der internen Zeiterfassung für Weiterbelastungen und einmal im Jahr für ein Gespräch.

Fachlich muss ich mich sowieso immer wieder an die entsprechenden Abteilungen in der Zentrale wenden…von dort bekomme ich auch den Zuspruch, den jeder mal nötig hat, nämlich das meine Arbeit wichtig ist und man meine Arbeit zu schätzen weiß.

Zwei Zauberwörter und die Veränderung im Job

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs)

Wenn ich mal so darüber nachdenke, was mir in meinem Job besonders wichtig ist, und was ich am Liebsten daran mag, dann ist es neben der Eigenverantwortung und dem eigenständigen Arbeiten, vor allem das Gefühl alles unter Kontrolle zu haben. Immer alles rechtzeitig, in der richtigen Reihenfolge genau dann die richtigen  Daten abgestimmt, fertig zu  haben und meinen gesetzlichen Reportingpflichten (wie z.b. die UST-Voranmeldungen) mit guten Gewissen  nach kommen zu können.

Man kann also sagen, das es in meinem Beruf wichtig ist, alle notwendigen Buchungen zu erkennen, und dann mit größtmöglicher Sorgfalt diese auch zu handhaben, so das alles buchhalterisch logisch, nachvollziehbar, vollständig und den gesetzlichen Regelungen entspricht und ich jederzeit in der Lage bin alle Buchungen zu erklären, egal ob der Geschäftsleitung, den Wirtschaftsprüfern oder, nach ein paar Jahren, auch den Betriebsprüfern vom Finanzamt.

Kontrolle ist also das 1. Zauberwort – und das 2. ist dann Sachverstand. Denn um genau das Alles gewährleisten zu können, braucht es eine Menge Wissen, damit man überhaupt weiß, WAS man machen muss, WIE man es machen muss und WARUM.

Leider scheint genau das jetzt bald nicht mehr gewünscht zu sein.

Das neue ERP-System, welches uns in dieser Woche vorgestellt wurde, ist neu und modern und versucht wirklich ALLES um jede Art von Eigenverantwortung und Eigenkontrolle zu unterbinden und schlägt damit von einem Extrem, in das gegenteilige.

Denn so, wie das Programm von unserer Zentrale aufgesetzt wird, soll jetzt alles länderübergreifend und firmenübergreifend fest vorgegeben werden – aber in einer extremen Variante, wie ich es selbst bei dem vollintegrativen SAP-System meines früheren Arbeitgebers in Hessen nicht erlebt da….die hatten wir sogar eine konzerneigene IT-Firma und die hat uns engmaschig betreut und doch brauchten wir immer wieder Anpassungen.

Aber selbst die sind vor einem länder-überspannenden festgezurrten Korsett zurück gewichen – eben weil nicht jedes Land dieselben Pflichten vorgibt und nicht jede Gesellschaft ausschließlich „Standard-Abläufe“ hat. Es ist daher gar nicht möglich, jedes erdenkliche Szenario vorherzusehen und dafür Konten, Kostenstellen oder Projekte mit allen erdenklichen Spielarten voreinzustellen.

Sogenannte „Cross-Company-Buchungen“ für konzerninterne Geschäfte, sorgen dafür das Buchungen gleichzeitig in verschiedenen Gesellschaften erfolgt, AUTOMATISCH – ohne Freigabeprozess und ohne das die empfangene Gesellschaft davon Kenntnis erhält oder Einfluss nehmen kann. Aus Konzernsicht ist das toll, aus Sicht der Einzelunternehmung die plötzlich Buchungen im System hat, die vorher nicht da waren, ist das eher schwierig….vor allem weil die Zentrale in DK eher ungern Texte schreibt.

Und da alle Gesellschaften dann über ein ultramodernes Zahlungssystem, an das wohl alle Banken die wir benutzen, mit angeschlossen sind, ist es auf einmal möglich, das man auch firmenübergreifend bezahlen kann…was ich schon als Vorteil sehe, da ich doch einige Firmen ohne eigenem Bankkonto habe, andererseits birgt das auch eine große Gefahr…also ob hier die DGSVO (Datenschutzgrundverordnung) und die GDPDU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) ausreichend Berücksichtigung finden, weiß ich noch nicht…denn die Zentrale hat die Einzelheiten nicht mit den Wirtschaftsprüfern besprochen…da gibt es, meiner Meinung nach, noch Klärungsbedarf.

Auf jeden Fall war einer der Sätze, die ich während dieser 2 Tage sehr oft gehört habe: Dann braucht Ihr Euch darüber keine Gedanken zu machen…das macht das System.

Hmmm, bisher dachte ich immer, das ich genau dafür mein Geld bekomme, mitzudenken, mir Gedanken zu machen, vieles zu wissen und umzusetzen und alles unter Kontrolle zu halten.

Wenn wir also zukünftig nicht mehr selber kontieren können, weil das System es macht, ich keine Texte mehr vorgeben kann, um Buchungssätze zu erläutern, ich nicht mal mehr sehe welchen Steuerschlüssel das System aussucht,…WIE soll ich dann die Zahlen beurteilen und wie kann ich dann mit ruhigen Gewissen sagen, das alles richtig verbucht wurde.

Jaa ich weiß, das ist die Zukunft – aber genau ein so verschachteltes System führt eben auch dazu, das keiner mehr die Zusammenhänge erkennt und es können sich so Fehler einschleichen, die man eben nicht mehr sieht, weil alles im Hintergrund abläuft….aber ich brauche mir ja keine Gedanken zu machen – das macht das System.

Aber so ist es nun einmal und ich muss mich mit dem Gedanken anfreunden, das sich damit mein Job massiv verändert…ja das Programm kann auch echt tolle Sachen….und darauf freue ich mich….vielleicht gibt es auch vieles was wir noch lernen werden, um ein Teil der Kontrolle zurück zu bekommen – momentan bin ich jedoch noch sehr skeptisch…

Ausmisten und die „Büchse der Pandora“

Samstag hab ich zum Teil im Keller verbracht…es war mal wieder soweit: ich war im „Loslass-Modus“..das passiert so 2-3x im Jahr…dann fliegen weitere Dinge aus meinem Haushalt.

Jetzt stand der Keller im Fokus: Schon seit Jahren will ich mich von meinen vielen Kleiderbügel trennen….hab ich doch mein Kleiderschrank-Volumen, mit dem Einzug hier in die Wohnung, noch weiter reduziert…aber ich konnte mich beim Einzug dann doch noch nicht von den Bügeln trennen. Diese sind alle gleichförmig, da ich es mag, wenn im Kleiderschrank alles auf gleichen Bügeln hängt, das sieht viel ordentlicher aus. Ich hab viele Jahre gebraucht, um diese Bügel zusammen zu sammeln….aber es sind jetzt einfach zu viele….und jetzt hab ich den großen Müllsack aufgemacht und sie endlich entsorgt.

Von inzwischen schon wieder 4 Kisten mit Weinachtsdeko, sind 1,5 geblieben usw. Auch diese verschiedenen kleinen Futterhäuschen aus Holz für den Balkon, die ich nach und nach ausprobiert habe gingen in gesonderte Kisten und landeten mit anderem Dekokram am Straßenrand mit einem Hinweis „zu verschenken“…und schon nach 30 Minuten war die gesamte Kiste nicht mehr da…Prima so mag ich das.

Was ich ja auch im Überfluss habe, sind verschiedenste Schalvorhänge für die Fenster, bis ich dann endlich die richtigen Thermovorhänge gefunden hatte, die alle meine Anforderungen erfüllen. Die vorherigen Versuche liegen jetzt im Keller und zum Teil auch in meinen Bett-Schubladen…sind ja alle nur kurz in Gebrauch gewesen….eigentlich zu schade zum weggeben…aber wozu aufbewahren…also fort damit.

Und für einen Augenblick…aber nur einen sehr kurzen Augenblick, hatte ich sogar meine „Tanzen“-Kiste in der Hand, nicht um sie wegzuwerfen, sondern um rein zuschauen…diese hab ich, seitdem ich sie gepackt habe, nie wieder aufgemacht…sie ist zugeklebt. Darin sind 2 meiner Turnierkleider (das eine wurde damals extra für mich geschneidert und war sehr teuer), die Turnierschuhe mit der Extra-Schnürung, die Trainingsschuhe, Schuhkratzer, Urkunden, Trainingsröcke, mein (Damen-)Startbuch. Das „Richtige“ also das, welches nach Außen Gültigkeit hatte, hat der „Herr“ für das Tanzpaar…aber als Dame konnte man sich die Turnierteilnahme und Ergebnisse in einem Damen-Startbuch eintragen lassen. In der Kiste sind auch unsere Ergebnis-Streifen, mit den Zwischenergebnissen aus den Turnieren und noch so einiges mehr…alles was man so braucht als Standardtänzerin.

Für einen Moment war ich fast bereit in die Kiste zu schauen….aber ich hab es gelassen…das ist immer noch ein heikler Punkt…denn das Tanzen vermiss ich wirklich immer noch.

Ich weiß ja, das es nicht mehr geht (mein Problem-Fuß), aber manchmal gleite ich barfuß in Tanzhaltung durch die Wohnung, drehe mich zur Musik in eine Pose, oder mache einen Impetus, Telemark oder Chassee-Schritt…was natürlich längst nicht mehr so elegant aussieht wie früher und von mir auch nicht mehr astrein ausgeführt wird. Das geht eben am Besten mit hohen Schuhen, die das Becken einfach in eine andere Position bringen und damit die gesamt Körperhaltung verändert und das heben-und senken der Ferse überhaupt erst ermöglichen und natürlich braucht es ständige Übung um es leicht und elegant aussehen zu lassen…aber das Gefühl dabei, ist bei mir noch genau dasselbe.

Nein – diese Büchse der Pandora wollte ich nicht öffnen, deshalb blieb die Kiste ungeöffnet.

Mit meiner Aussortier-Aktion bin ich super zufrieden…um mit jeder weiteren Aktion, fällt es mir leichter mich von weiteren Dingen zu trennen…

Kleiner Ausblick: neue Woche / neue Schuhe

Da ist es schon wieder – das Wochenende.

Die restliche Woche, seit Pfingstmontag, war so richtig gut….ruhig und geordnet und ich hab super viel geschafft. Ich selbst bin auch ruhig und kann somit entspannt ins Wochenende gehen.

Ab Montag wird es dann spannend werden, der Controller und ich bekommen Besuch aus der Zentrale, um uns 2 Tage lang das neue ERP-System vorstellen zu lassen. D.h. wir bekommen dann auch Gelegenheit unsere landesspezifischen oder auch gesellschaftsspezifischen Besonderheiten zu erläutern, damit diese in das Customizing der neuen Software, vor der Datenübernahme unserer Gesellschaften, mit einfließen können. Na da bin ich ja wirklich gespannt, ob wir da überhaupt noch Einfluss nehmen können.

Das heißt aber auch, das wir 2 volle Tage keine Zeit haben werden, unsere normale Arbeit zu machen…deshalb war es sinnvoll bestmöglich vorzuarbeiten…das ist mir gut geglückt.

Ich war in dieser Woche weniger walken, als ich eigentlich wollte, was nicht am schlechten Wetter lag – oder irgendwie schon – aber eigenlich liegt es an meinen neuen Wanderschuhen.

Da es ja meine bisherigen Schuhe schon wieder nicht mehr zu kaufen gab und ich auch keine mehr in Reserve hatte, hab ich mich für ein ähnliches Paar entschieden und hab mir damit in sehr kurzer Zeit massive Blasen gelaufen, so das ich mehrere Tage keine festen Schuhe tragen konnte.

Und bei dem Regen mit offenen Schuhen zu walken, war jetzt für mich keine Option. Also hab ich mit Blasenpflaster versucht andere Schuhe zu nehmen und konnte mich nur schmerzhaft zu kurzen Runden aufraffen. Also – so geht das nicht…ich brauche eine Lösung.

Während ich also spät am Abend im Bett lag und zum xten-Mal darüber nachdachte, was ich jetzt wegen der Schuhe mache…bin ich auf den Online-Shop des Schuhhändlers gegangen und habe doch noch einmal nach „meinen“ Schuhen gesucht…und siehe da….zumindest Online gibt es sie noch (oder wieder) .

Tatsächlich gab es sie sogar in meiner Größe = hab sofort – immer noch im Bett liegend – gleich 3 Paar bestellt. Die sind echt nicht teuer, unter 50 EUR das Paar….und beim Bestellen hab ich gesehen, das ich die 2021 das letzte Mal online bestellt hatte. Danach waren die ausverkauft und waren ein Jahr später wieder in den Filialen zu kaufen, wo ich dann nochmals ein Paar gekauft hatte.

Jetzt warte ich also auf die Lieferung und hoffe, das der Hersteller nichts an dem Schuh geändert hat….und wenn das der Fall ist und die genauso sitzen, wie die vorherigen, werde ich mir noch ein paar auf Lager legen.

Es ist echt krass – im Laufe der Jahre hab ich sehr viele Schuhe ausprobiert, aber bei keinem festen Schuh – egal ob Marke und teuer oder No-Name und billig konnte ich bisher ein solch gutes Tragegefühl erreichen, wie mit diesem einem Trekkingschuh…okay auch hierbei muss ich manchmal auf andere Einlagen zurückgreifen….hab unterschiedliche Modelle in Gebrauch.

Ich habe echt viel Geld für viele unterschiedliche Trekkingschuhe rausgehauen, aber immer hat sich nach sehr kurzer Zeit mein Problemfuß unangenehm meldet. Bei einem sehr teuren Modell habe ich mich wochenlang gequält, sie immer wieder getragen und trotzdem ging es nicht…ich habe dazu die verschiedensten Einlagen für die Schuhe ausprobiert, aber auch damit ging es nicht…mein Fuß konnte sich nicht damit anfreunden, mehr als ein paar Minuten schmerzfreies Laufen gingen einfach nicht.

Warum ausgerechnet dieses eine Modell, das wirklich nicht sonderlich hochwertig ist, funktioniert, ist mir ein Rätsel…aber letztlich ist es meine Rettung, sonst könnte ich meine Walkingrunden überhaupt nicht laufen…und viele Unternehmungen gar nicht machen….und nein, eine OP kommt für mich immer noch nicht in Frage….denn es ist nicht gesagt, das es damit besser würde – und ich will nicht riskieren das es evtl. sogar schlechter wird – dafür gehe, wandere, walke ich einfach zu gerne. Das ist nur meine allerletzte Lösung – wenn gar nichts mehr geht.

Jetzt hilft nur Daumen drücken, das es GENAU der gleiche Schuh ist….

Gemütlich im Gewitter

Es gibt so Lieblings-Situationen, die es mir erlauben mich maximal behütet und geschützt zu fühlen…und genau jetzt, ist so ein Moment.

Draußen regnet es in Strömen, das Gewitter donnert und grollt…der Regen prasselt auf die Blätter der Bäume…dabei ist es fast windstill und ich sitze auf meinem überdachten Balkon, den ich gerade komplett sauber gemacht und einige Pflanzen umgetopft habe.. und entspanne mit einem Glas alkoholfreiem Sekt, während ich gleichzeitig dem Regen und dem Donner lausche… Die Temperatur ist auf ca. 18 Grad runter gegangen.

Das Gewitter kam eher unerwartet…doch jetzt merke ich erst wieder wie klar die Luft dadurch geworden ist. Ich finde es so richtig schön, draußen sitzen zu können, ohne nass zu werden.

Bin allerdings vorhin schon richtig nass geworden, als ich den Balkonmüll zu den Mülltonnen gebracht habe…da ich ganz hinten in der Wohnanlage wohne, muss ich so knappe 80m, durch die Grünanlage, bis zu den Mülltonnen laufen…ich hatte zwar extra eine dünne Regenjacke angezogen…aber Hose und Jacke waren bereits vor dem Rückweg komplett durchnässt….jaa klar, ich hätte warten können, bis der Regen aufhört…aber ich wollte nicht…ich mag das Gefühl das der Regen in mir auslöst….ich fühle mich dann so lebendig und munter..

Lebens-Entscheidungen

Meine seelische Verfassung ist wieder gut…ich bin ruhig und ausgeglichen, was auch Blutdruck und Ruhepuls verraten.

Nach dem Gespräch mit meinem Chef in der letzten Woche und der Auseinandersetzung mit meiner Schwester vor fast einem Monat, hab ich nun endlich wieder meine innere Mitte gefunden. Ich bin zufrieden mit mir selbst und meinem Leben und das ist echt eine Menge wert.

„Das Leben ist das was passiert, während wir dabei sind, andere Pläne zu machen. “ 

John Lennon.

Pläne zu machen ist wichtig und richtig…aber man muss flexibel bleiben.

Und nicht nur Pläne verändern sich, sondern auch Einstellungen zum Leben, Freundschaften, Beziehungen und Familie ändern sich…jeder Mensch ist ein Individuum und kann Pläne und Wege ändern…und alle, die im Kontakt zu dem Menschen stehen, müssen sich an die Änderungen anpassen. Das ist nicht immer leicht und vielleicht auch nicht für Alle schön…aber das ist das Leben.

Ich habe mein Leben und die Lebensziele schon mehr als einmal neu justiert, und bin sogar komplett andere Wege gegangen…habe viele Menschen dabei hinter mir gelassen…und das war richtig so…für mich war und ist es auch heute noch richtig.

Die meisten Entscheidungen die ich treffe, haben Auswirkungen auf die Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung…und doch kann ich es nicht Jedem Recht machen, wenn unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander treffen.

Mein Ex-Freund z.B. hat sich vor Jahren darüber aufgeregt, das ich die Entscheidung mich von ihm zu trennen, OHNE ihn getroffen habe. Seiner Meinung nach, hätte er ein Mitspracherecht gehabt, bevor ich ihm SEINE „Lebensplanung“ zerstöre.

Ich weiß nicht warum ich heute daran denken muss, aber diese Sichtweise bringt mich nun zum Schmunzeln. Wie hätte denn seiner Meinung nach so ein Mitspracherecht ausgesehen:

Fiktive Unterhaltung:

ich : ich will mich trennen
er : Ich nicht
ich : ich hab meine Entscheidung bereits getroffen
er : das kannst Du nicht – Du hast mich nicht in die Entscheidung einbezogen
ich : dann frage ich Dich jetzt, ist es okay wenn ich mich von Dir trenne?
er : Du zerstört damit meine Lebensplanung, ich will mich nicht trennen
ich : ich aber schon, aber okay wenn Du es nicht willst, dann bleibe ich

So eine Unterhaltung wäre absurd …es gibt Lebens-Entscheidungen die muss jeder für sich selbst treffen.

Ich würde mich, auch im Rückblick, immer wieder so entscheiden…

leuchtender Abend-Himmel

In dieser Woche bin ich an 6 von 7 Tagen abends meine Walkingrunde gelaufen….das Schöne daran ist nicht nur die Bewegung, sondern das ich eine schöne Runde außerhalb des Ortes gehe….und ich über die Felder freie Sicht auf die Wolkenspiel mit der untergehenden Sonne habe.

Und wie bereits öfter erwähntfi, nde ich die Abendhimmel hier in Schleswig-Holstein unglaublich….die Wolken scheinen sooo nah, viel näher als ich es in Hessen wahrgenommen habe

und das abendliche farbliche Spiel am Himmel ist für mich Beruhigung und Anregung zugleich.

an manchen Tagen leuchtet das Abendrot so intensiv

..bis dann später der Nachthimmel alles in ein ruhiges Dunkel taucht und ich am Ende meiner Runde zufrieden wieder zuhause ankomme.

Chef geht – Alles ist im Fluss

Während meiner Gespräche mit den Kollegen aus der Zentrale waren alle überrascht, das ich am nächsten Tag einen Präsenztermin mit meinem Chef hätte haben sollen…und wirklich JEDER sagt: der Kommt nicht…der war seit Ostern nicht mehr Vorort in der Zentrale.

Auch der Controller sagte mir später, das unserer Chef nur online an dessen Meeting teilgenommen hat…und mir war sofort klar, also wegen mir wird er sicher nicht extra kommen…aber es war schwer für mich zu akzeptieren, das er das vorher nicht klargestellt hat.

Immerhin hab ich um ein Präsenztermin gebeten und bei seiner Meeting-Zusage wäre es ein leichtes gewesen mir zu sagen, das ich zwar gerne in die Zentrale kommen könne…wir das 1-to-1 Gespräch aber doch per Teams machen werden. Das wäre für mich doch auch okay gewesen…aber es so gar nicht zu erwähnen…das fand ich echt gemein. Zumal ich einige Zeit damit verbracht habe, im Vorfeld einen freien Meeting-Raum zu finden…und obwohl er es mitbekommen hat, hat er immer noch nichts gesagt….es hat echt eine Weile gebraucht, bis ich die Enttäuschung verknusen konnte.

Erst eine Stunde vor unserem Meeting hat er mich darüber informiert und gefragt ob das okay wäre…war es eigentlich nicht…aber nun gut…er hat mir dann auch eine Erklärung gegeben, das seine Frau schon seit Wochen krank ist und niemand weiß, warum sie so starke Schmerzen hat…an dem Tag sollte dann wohl endlich das Ergebnis der MRT-Untersuchung kommen. Das tut mir natürlich sehr leid, so kurz nach deren Umzug nach Kopenhagen.

Das Gespräch war – wie schon die Jahre zuvor – trotzdem richtig gut…er ist super zufrieden mit mir, meiner Arbeit, meinem Engagement, meiner verantwortungsvollen und offenen Art. Die Gehaltserhöhung war dann aber eher moderat… ich hab dann noch einen sehr kleinen Aufschlag raushandeln können, so das ich damit dann doch zufrieden bin.

Bei der Frage, wer dann zukünftig mein Chef sein wird, hat er mir sogar Jemanden genannt…und jaa das könnte ich mir vorstellen, auch wenn ich Den bisher nur flüchtig kenne.

Aber ich glaube, ich frage dann jetzt doch mal bei unserem deutschen GF nach, da wir durch interne Prozesse bei unseren diversen HR-Programmen organisatorisch ohnehin dem deutschen GF unterstellt wurden. D.h. bei Abwesenheitsanträgen wie Urlaub und Mobilem Arbeiten muss das der Deutsche GF über eine HR-App freigeben und nicht mein dänischer Chef…warum auch immer. D.h. ich muss immer 2 Freigaben einholen (einmal per Mail bei meinem Chef, und einmal über die App beim GF – ich sag es ja immer wieder, die dänischen Programme sind nicht sehr benutzerfreundlich).

Der Controller ist schon vor mehr als 1 Jahr komplett zu dem GF gewechselt…ich glaube jetzt ist es auch für mich Zeit, zu wechseln…die „Gute alte Zeit“ ist jetzt eh vorbei…und es beginnt eine Neue…Alles ist im Fluss und ich fließe halt mit…

Ein kleiner Back-Unfall

Heute am Pfingst-Sonntag hab ich es mir zuhause so richtig gemütlich gemacht…ein bisschen räumen hier, ein bisschen putzen da….die Nachbarn sind seit ein paar Tagen endlich mal ohne Enkel-Besuch…es ist also so richtig richtig schön….ich bin früh und abends auf dem Balkon und erhole mich von der vielen Kommunikation in dieser Woche.

Gestern hab ich nun tatsächlich endlich mal meine „Langzeit“-Vorräte wieder aufgefüllt…hatte ich in letzter Zeit doch nur noch entnommen und nicht wieder aufgefüllt…und außerdem hab ich mein Gemüsefach im Kühlschrank üppig gefüllt.

Mit viel Freude hab ich heute ein deftiges Weizenvollkornbrot mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen vorbereitet…und während der Teig nun noch bis Morgenfrüh ruht, wollte ich noch eine Gemüse-Quiche machen…nachdem die Letzte so lecker war.

Der Mürbteig aus Dinkelmehl war schnell gemacht….und das Gemüse (Lauch, Frühlingszwiebeln, Zucchini, Paprika, Champignons und Spargel) waren schnell geputzt, geschnitten und gebraten….Als Soße gab es verquirlten Quark, mit Eiern und Käse und einem Schuss Milch, weil die Soße etwas zu dick schien….hmmm den Schritt hätte ich wohl lieber gelassen oder ich hätte den Teig leicht Vorbacken sollen.

Aber der richtige Unfall kam erst nach dem Backen…ich hab also alles in die gefettete Silikon-Backform geschichtet und 40 Minuten gebacken…sah echt toll aus.

Beim Rausnehmen aus dem Backofen zeigte sich jedoch der Nachteil der großen Silikonbackform…den, das ganze Konstrukt war sehr instabil…und als bei der Aktion dann auch noch das heiße Backblech drohte aus der Schiene zu fallen, hab ich schnell mit einem großen dünnen Holzbrett versucht unter die Backform zu kommen, schob diese aber über den Rand des Blechs und mit einem 2. kleineren Holzbrett wollte ich nun die überstehende Form vor dem weiteren Abrutschen halten, hatte aber etwas zu viel Kraft aufgewendet und SCHWUUUUPS- klappte diese weiche Backform um.

Jetzt hatte ich eine zusammengeklappte Quiche und diese gab die Flüssigkeit frei, die sich in der Backform gesammelt hatte. Na super!!

Ich hab die noch heiße Quiche dann wieder soweit zurückgeklappt und aus der Backform befreit…sieht jetzt nicht ganz so dolle aus….aber immerhin ist der Rand knusprig und die Füllung ist echt lecker…der Rest ist jedoch etwas matschig:

….also das NÄCHSTE Mal werde ich zuerst das Backblech MIT der Backform aus dem Backofen nehmen…dann wäre dieser Back-Unfall gar nicht erst passiert…und wie schon oben erwähnt….ab jetzt werde ich den Teig „blind“-backen, bevor ich die Füllung rein gebe… und mehr auf etwaige Flüssigkeiten beim Gemüse und der Soße achten..tja es gibt immer noch etwas zum dazulernen.