Im Baumwipfelpark

Sonntagvormittag ging es, nach dem Frühstück, los in Richtung Lüneburger Heide….bevor wir nachmittags im Hotel in Soltau einchecken konnten, war unser 1. Ausflugsziel der Baumwipfelpfad „Heide Himmel“ in Hanstedt und dem angrenzenden Wildtierpark.

Der Baumwipfelpfad wurde erst 2019 eröffnet, ist 700 Meter lang, barrierefrei, und mündet auf einem Aussichtsturm, die restlichen Meter, um auf die Aussichtsplattform in 40Metern Höhe zu gelangen, kann man über eine Außentreppe oder den Aufzug erreichen.

Das ist echt sehenswert…vor allem jetzt im Frühling und bei strahlendem Wetter :

Wir hatten einen wunderbaren Blick:

Wir hatten uns für das „Kombi-Ticket“ mit dem Wildtierpark entschieden und der Wildtierpark ist riesig…und wir sind kreuz und quer gelaufen und gelaufen….haben unsere mitgebrachten Butterbrote verspeist und die Sonne genossen…zumindest bist zum Mittag.

Das schöne Wetter hatte Massen an Familien in den Park gezogen…viele mit Bollerwagen vollgefüllt mit Picknickdecken und jede Menge Schüsseln, Flaschen und Lärm. Die kamen uns in solchen Scharen entgegen, das ich schon glaubte, die müssen mit Bussen angekarrt worden sein….da waren wir schon langsam wieder auf dem Rückweg und bis wir wieder am Eingang ankamen, hatte sich die Sonne nicht nur verzogen, sondern Regen prasselte auf uns nieder….zum Glück waren wir auch für dieses Wetter gewappnet…den Kaffee haben wir dann aber doch nicht im Park getrunken…die Lokalität war etwas überlastet – das Thema unsere Zeit: zu viele Gäste, zu wenig Personal…

Das Kombiticket (Wildtierpark+Baumwipfelpark) für einen Erwachsenen liegt bei 23,50 EUR ist also nicht ganz billig, aber für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt….man kann sich den ganzen Tag darin aufhalten und auch zwischen beiden Parks hin- und her wechseln….

Der Rosa Elefant im Raum

Nach den 3 schönen Urlaubstagen in der letzten Woche, hatte ich ja noch in dieser Woche 2 weitere Urlaubstage.

Vor ca. 2 Monaten, hatte meine Schwester mal wieder einen Tiefpunkt und meinte, sie müsste mal raus von allem…als ich daraufhin meinte: sag wohin zu fahren möchtest und ich Buche etwas für Dich…wollte sie aber dann noch nicht ganz alleine weg…also gut – dann für uns Beide.

Nun jetzt war es also soweit und so ist sie Samstagabend zu mir gekommen, damit wir Sonntagmorgen gleich losfahren konnten. Wir haben Sushi bestellt und geredet. Das war auch mal wieder nötig, so ein paar Dinge aufzuklären..es waren 2 Themen: ihre Lüge und unsere Kommunikation…es war kein wirklich schöner Abend…aber das hatten wir auch nicht wirklich erwartet.

So richtig nett waren meine Aussagen wahrscheinlich für sie nicht…dafür aber klar und unmissverständlich…dachte ich zumindest…aber wie immer, jeder hört nur das aus den Worten, was er hören will…geht mir ja genauso.

Sie hat sich durch meine Worte angegriffen und verletzt gefühlt, obwohl ich sie nicht mit Vorwürfen bombardiert habe, sondern „Ich-Botschaften“-gesendet habe („Mir geht es nicht gut damit…“ „Es verletzt mich das…“) Ich habe versucht ihr, wieder einmal, zu erklären, das ich nicht ihr Partner bin, sondern ihre Schwester…und eben auch, das ich anders funktioniere, als sie…so das unsere Bedürfnisse in Sachen Kommunikation sich diametral unterscheiden.

Aber auch der Ton macht die Musik und ich war schon aufgebracht und ungeduldig, weil ich ihre offensichtliche Lüge einfach nicht mehr hinnehmen wollte – was der Stimmung an dem Abend auch nicht zuträglich war. Sie war im Verteidigungsmodus was bei ihr bedeutet, immer und immer wieder das Gleiche zu sagen…ohne wirkliche Erklärung…was ich so nicht durchgehen lassen wollte…letztlich habe ich bei dem Thema kapituliert…es bringt ja nichts…sie sagt zwar Entschuldigung und gleichzeitig auch, das es keine Lüge war.

Beim Thema Kommunikation hab ich mich klar positioniert: Ich bin da, wenn sie mich braucht, aber nach 1,5 Jahren muss der „Krisenmodus“ jetzt endlich auch mal beendet sein und es wird Zeit für etwas mehr Normalität in unserer Kommunikation.

Wenn ich mich zwischen ihren und meinen Bedürfnissen entscheiden muss, dann muss ich natürlich langfristig auf meine eigenen Bedürfnisse achten. Ich entscheide mich also eher für das, was mir gut tut (Stille, Ruhe, Rückzug), auch wenn sie etwas anderes braucht (ständige Kommunikation, Ansprache und Bestätigung). Ich entscheide mich also nicht GEGEN sie, sondern FÜR mich.

Aber mit dieser Argumentation, bin ich schon vor Jahren, bei meinem Ex-Freund gescheitert…der Unterschied kommt nicht durch…denn im Endeffekt heißt es, ich ziehe mich etwas zurück und nur das wird wahrgenommen….weil: vorher ging es ja auch…jaaa aber das tut mir eben nicht so gut, wie Dir.

Egal…der Abend war also nicht gerade entspannt lustig…aber wir haben eben geredet und ich hoffe zumindest einigermaßen klärend. Ich zumindest habe danach gut geschlafen.

Meine Schwester hat am nächsten Morgen, den vorherigen Abend mit keinem Wort erwähnt und ich hab noch einmal versucht, nach einer Nacht drüber schlafen, ein Feedback von ihr zu bekommen…aber nein, ich hätte meine Standpunkte klar gemacht und mehr gibt es aus ihrer Sicht dazu nicht zu sagen.

Und so wurden diese Themen in den folgenden Tagen beharrlich ignoriert…waren aber unterschwellig immer noch da und wurden somit zum Rosa Elefanten im Raum.

Ein Tag Zuhause

An meinen letzten Urlaubstag war ich dann zwar irgendwie müde, aber dennoch die meiste Zeit aktiv. Der Vollmond hatte mir mal wieder einen Streich gespielt…und ließ mich in der Nacht nicht gut schlafen.

Anstatt etwas „Schönes“ zu machen, hab ich den halben Tag in der Wohnung rumgewuselt….Wäsche waschen, trockene Wäsche zusammen legen, Bügeln, Kleiderschrank auf „Frühjahrs-Betrieb“ umstellen…. eine Tür an meinem Kleiderschrank neu justieren und ölen und eine Blende versetzen…das störte mich schon eine ganze Weile. Das Bett ist frisch bezogen und dem Staub hab ich mal wieder nachgejagt…quer durch die ganze Wohnung, bin mir allerdings nicht sicher wer jetzt gewonnen hat…fühlte mich aber wenigstens für einen Moment als Sieger.

Das Bad ist auch grundgereinigt und auf dem Balkon sieht es auch wieder ordentlich aus. Nur zum Fensterputzen hatte ich echt keine Lust.

Nach einer kleinen Shopping Tour und dem notwendigen Wiederauffüllen meiner Vorräte hatte ich mittags Gemüse im Backofen gegrillt – schön mit Olivenöl beträufelt .

Ein Pizzateig hatte ich Vormittags schon angesetzt, so gab es am Abend frische Pizza mit Tomatensoße und Mozzarella und belegt mit dem restlichen Grillgemüse vom Mittag.

Das klingt jetzt alles nicht nach wirklichem Urlaub…für mich war es trotz Allem ein wunderbarer Tag….ganz in Ruhe, ohne Hektik und ohne Zwang…eines hat das Andere ergeben und mir machen solche Räumaktionen immer viel Freude. Ordnung ist mir wichtig…und beruhigt meine Gedanken (wie schon öfter erwähnt: äußere Ordnung = innere Ordnung) und tut meiner Seele gut.

Ein schöner Tag

Dienstagvormittag hab ich mich für meinen Ausflug bereit gemacht….der Plan war zur „Arche Warder“ zu fahren….hier findet man auf einem riesigen Gelände Tiere, die man so nicht im Zoo sieht, alte Rassen, die es heute nur noch selten in der Nutztierhaltung gibt, wie zum Beispiel das Wollschwein oder den Poitou-Riesenesel.

Bei dem Wollschwein kringeln sich tatsächlich ganz viele kleine Locken und die Poitou-Esel finde ich einfach niedlich….sie gelten zwar nicht als die größten Esel, aber als die Schwersten (stand auf einem Schild am Gehege).

Der Tierpark Arche Warder ist ein Zoo und Landschaftspark an der Autobahn 7 in der Gemeinde Warder bei Kiel in Schleswig-Holstein. Die Arche Warder ist Europas größter Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus– und Nutztierrassen.[1] Auf 40 ha Parkfläche sowie 70 ha landwirtschaftlichen Pachtlandes leben etwa 1200 Tiere aus 86 Rassen[2] sowie sieben Wildtierarten (Stammformen).[3] Warder ist ein anerkannter Naturerlebnisraum in Schleswig-Holstein.[4] 2018 und 2020 wurde der Park als offizielles Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet.[5]

https://de.wikipedia.org/wiki/Tierpark_Arche_Warder

Als Zoo würde ich es aber eher nicht bezeichnen, liegen die einzelnen Gehege doch alle sehr weit auseinander und es ist auch ein weitläufiger Park, durch den man einfach gemütlich schlendern kann:

Das Wetter war nur am Vormittag etwas sonnig und zog sich gegen Mittag immer weiter zu…als der Regen kam, wollte ich zum Essen ins Restaurant dort, das hatte aber ausgerechnet an diesem Tag geschlossen.. hmm blöd – davon stand nichts im Internet…auch in den umliegenden kleinen Ortschaften fand ich, außer einem Imbisswagen, nichts, was an einem Dienstagmittag geöffnet hatte und der lud nicht gerade zum Verweilen ein…und ich wurde jetzt echt hungrig….

Und so bin ich kurzerhand viel früher wieder in Richtung Hamburg gefahren, als ursprünglich geplant…und ging in das gemütliche Restaurant, wo ich vor kurzem schon einmal war: ja soooo hab ich mir mein Mittagessen für diesen Tag vorgestellt…wurde aber auch Zeit, denn es war schon fast 14 Uhr…

Den Nachmittag hab ich dann mit allerlei Dingen verbracht und gegen Abend bin ich noch eine kleine Runde durch den Ort gelaufen.

Das war ein schöner Tag und mit der Gewissheit, noch einen weiteren Urlaubstag vor mir zu haben, bin ich später am Abend, mehr als zufrieden ins Bett gefallen.

Back-Tag

Eine aufgeräumte und saubere Küche verleitet mich immer wieder, auch spontan, sofort wieder Unordnung zu machen…das geht bei mir ganz leicht, denn die Küche ist relativ klein.

Nach dem Abwasch am Vormittag, sah es so sauber aus, das ich mich entschloss, endlich mal wieder meine bewährten Haferkekse zu backen und zwar gleich die doppelte Menge und dazu noch die Mandelkekse…also insgesamt 4 Backbleche.

Beide Kekse enthalten viele Haferflocken, weniger Zucker und Butter..sind einfach und schnell zu machen. Die reinen Haferkekse sind dünn, knusprig, sehr lecker und halten lange vor…d.h. der Blutzuckerspiegel fällt nicht so schnell ab. Die Mandel-Haferflocken-Kekse sind etwas dicker und nur leicht knusprig…deshalb hab ich sie etwas länger im Ofen gelassen…was man an der Backfarbe zu erkennen kann. Auch sie sind lecker und haben dazu eine leichten Zimtgeschmack.

Ich mache es mir mit den Keksen einfach, indem ich den Teig komplett über das gesamte Backblech ausrolle und dann mit dem Pizza-Schneider in Rauten / Rechtecke vorschneide und erst nach dem Backen in Stücke breche…so verschwende ich keine Zeit mit dem Ausstechen und der Platz auf dem Backblech wird optimal genutzt…für alles Andere wäre ich auch einfach zu ungeduldig. Das macht die Kekse jetzt optisch eher rustikal…sind aber auch nicht zum verschenken gedacht und meine Kollegen kennen die so auch schon von mir und essen sie trotzdem….also bis auf einen Kollegen: dem sind sie „zu gesund“.

Und da der Ofen ja gerade heiß war, hab ich die Reste der Mandeln und das was Schrank und Obstkorb noch so zu bieten hatten, zu einem Kuchen verarbeitet…ganz ohne Rezept:

Heraus gekommen ist eine (fast) vegane Mandeltarte mit Äpfeln, Apfelmus und einer Banane.

Das der Boden quasi vegan ist, war eine notwendige Entscheidung, als ich im Kühlschrank keine Eier mehr fand…und die Butter auch nicht mehr ausreichte. Die ganzen Mandeln hab ich grob gemahlen, mit etwas Mehl, Zucker, Vanillezucker, etwas Backpulver, Margarine und einem Schuss Milch (deshalb nur FAST vegan) zu einem Teig verarbeitet, in die Springform verteilt…eine leichte Schicht Apfelmus aus dem Glas darauf gegeben, die Banane in Scheiben in der Mitte verteilt, und säuerliche Äpfel mit Schale in schmale Spalten geschnitten und auf dem gesamtem Boden verteilt. Darüber etwa Zimt und Zucker und in der Mitte noch etwas Apfelmus darüber gegeben…bei 170 Grad für 40 Minuten backen.

Der grobe Mandelboden passt prima…war aber in der Mitte etwas zu weich…beim nächsten Mal, würde ich den Apfelmus nicht bis ganz in die Mitte des Bodens verteilen…Aber lecker ist die Tarte trotzdem

Ein Streit – der mich belastet

Nun hab ich tatsächlich ein paar Tage Urlaub. Es begann mit einem ruhigen Wochenende…einem seeeehr ruhigen Wochenende…ich hab tatsächlich nicht viel gemacht und genau DAS, sehr genossen.

Mir geht es jedoch gerade seelisch nicht ganz so gut, was hauptsächlich an meiner Schwester liegt…über die Einzelheiten möchte ich gerade nicht reden…nur, das mir der Gedanke an unseren mehrtägigen Kurzurlaub gerade gar nicht behagt.

Ich habe mich vor ein paar Tagen etwas zurückgezogen, weil ich enttäuscht von ihr bin und ihr das Ganze auch erläutert habe…Sie hat meine Worte jedoch übel genommen, sich ertappt gefühlt und reagiert wie sie es immer tut: sie hat sich zwar entschuldigt, aber eher mit dem Unterton des Unverständnisses, mit Erklärungsversuchen und merkwürdigen Erläuterungen – ich erkenne es jedoch in ihrer Art alles abzustreiten und sich raus-zu-winden…also so eine Entschuldigung ist nicht echt…weil es in ihren Augen NICHTS war.. und jetzt hat sie sich erst einmal „gekränkt“ ebenfalls zurück gezogen.

Mich jedoch beschäftigt dieses Verhalten, vom nunmehr vorletzten Wochenende, schon seit vielen Tagen und nach 3-4 Tagen des Nachdenkens, hab ich es ihr dann geschrieben…zum Telefonieren war ich nicht in der Lage. Außerdem würde sie nur eines verstehen: Ablehnung …auf die Einzelheiten, die ich ihr versuche mitzuteilen, würde sie nicht hören…selbst jetzt, wo ich es schriftlich gemacht habe, merke ich, sie versteht nur das, was sie daraus hören will: Ablehnung.

Entweder man liebt sie oder man lehnt sie ab…etwas dazwischen kennt sie nicht…sie geht immer in die Extreme. Wer sagt, das nur ich einen Knacks durch unsere merkwürdige Kindheit habe, bei ihr ist ebenfalls einiges kaputt gegangen…nur sie wollte sich das nie eingestehen und hat nie wirklich versucht, es richtig zu verarbeiten.

Und all ihre unerfüllten Sehnsüchte nach Nähe und Geborgenheit in einer Familie, die ihr Mann ihr nur bedingt geben kann, versucht sie nun über ständigen Kontakt zu mir, diese Lücke zu schließen. Ich bin jedoch nicht ihr Partner, sondern ihre Schwester und ich kann und will nicht ihr Haupt-Anker sein. Dazu bin ich nicht geeignet, denn es engt mich ein und überfordert mich.

Leider sieht sie nicht, das Ihre Bedürfnisse sich nicht mit meinen Bedürfnissen decken. Sie ist, genau wie mein Ex-Freund, extrovertiert, laut – liebenswert ja, aber sie vereinnahmt einen völlig und ist dabei total unsicher. Ich bin introvertiert und hab mir mein Selbstbewusstsein mühselig im Laufe von mehr als 50 Jahren aufgebaut…ich komme mir mir wunderbar klar und liebe mein Leben, so wie ich es lebe.

Sie ist immer unsicher, braucht ständig Bestätigung und seelischen Zuspruch und kann nicht ohne diesen leben…und wirklich zufrieden und sie selbst, ist sie nur in wenigen Momenten in einem Jahr…die meiste Zeit ist das Leben für sie eine Last…während ich mir mein Leben so aufgebaut habe, das ich meistens sehr zufrieden bin und mir mein Job auch viel Freude macht.

Ja klar, in der Zeit wo es ihr mit der Herz-OP usw. schlecht ging, hatten wir täglich Kontakt…aber das war der Krisenmodus…darin bin ich gut und das war für mich auch extrem wichtig, sie in der Phase nicht allein zu lassen, als mein Schwager das einfach nicht abdecken konnte…aber jetzt, nach fast 1,5 Jahren…jetzt ist auch mal wieder gut und ich möchte wieder einen für MICH akzeptableren Kontakt.

Soo und gestern nun hab ich unseren Urlaub, auf ihren Wunsch hin, präziser geplant…gebucht ist eben gebucht, aber ich habe gerade so gar keine Lust auf diesen Urlaub…weil ich Angst habe, das er mir nicht gut tun wird.

Denn diese ganze Aktion hat mich verletzt und mich wieder in ein Tal der Stille katapultiert…ich will nicht kommunizieren, will Niemanden sehen und eigentlich möchte ich nur meine Ruhe…seelische und körperliche Ruhe. Nach den vielen Wochen der beruflichen Anspannung, brauche ich einfach wieder einmal viel Zeit für mich.

Würde ich den Urlaub aber einseitig absagen, bzw. meiner Schwester Vorschlagen statt mit mir, mit meinem Schwager zu fahren (das Hotel ist immerhin gebucht + bezahlt), würde das einem Bruch gleichkommen. Also muss ich jetzt dadurch und versuchen es in einem persönlichen Gespräch zu klären.

Sooo eigentlich wollte ich in diesem Beitrag über meinen „Back-Tag“ schreiben…aber wie schon so oft, hab ich einfach drauflos geschrieben und bin dabei bei einem ganz anderen Thema gelandet.

Von nachtaktiven Trampeltierchen und kleinen Plagegeistern

Wie schön ruhig es sich doch in meiner Wohnung lebt, seitdem die „Trampeltierchen“ über mir ausgezogen sind…es ist geradezu himmlisch ruhig – vor allem vormittags am Wochenende.

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und immer noch lausche ich ungläubig mit nach oben gerichtetem Blick….die neuen Nachbarn sind da…aber ich höre sie fast gar nicht.

Und schon mal überhaupt nicht, dieses unangenehme Getrampel, das ich 2,5 Jahre hatte (gut war, das sie öfter länger in Urlaub waren und die Abende oft woanders verbrachten. Dafür waren sie dann aber eben auch Zuhause nacht-aktiv)…und auch am späten Abend, wenn ich ins Bett gehe, räumt niemand mehr über mir die halbe Küche aus oder ein…oder poltert nachts über meinem Schlafzimmer, mit Koffern Schuhen oder sonstigen Dingen…unfassbar wie unterschiedlich Menschen doch leben.

Ich hatte es zum Teil immer auf die schlechte Isolierung zwischen meiner Etagendecke zum Dachgeschoss geschoben…aber das ist eben nur ein Teil …der weitaus größere Teil, war die egoistische Einstellung der Trampeltierchen, das sie alles dürfen in ihrer Wohnung, egal wann und egal wie. Das erkenne ich aber erst jetzt, durch die neuen Nachbarn über mir.

Und genau wie ich nach 2,5 Jahren immer noch jeden Tag das Gefühl liebe, an meinen eigenen Briefkasten zu gehen, freue ich mich täglich über die neue Ruhe und genieße meine Wohnung inzwischen oft – ohne Kopfhörer – aber das nur phasenweise.

Denn eine Lärmquelle hab ich ja immer noch, die unter mir…aber auch bei denen wird es langsam etwas ruhiger…der kleine Hund, den sie jetzt öfter von ihrer Familie zur Pflege haben, ist inzwischen meistens ruhig – bellt nicht mehr so oft und lang, und die kleinen Plagegeister (die 3 Enkelkinder im Alter zwischen 2-4 Jahren) werden jetzt zwar fast täglich unten abgeliefert und sind wirklich schlecht erzogen, aber schreien und kreischen nicht mehr ununterbrochen, wenn sie zu Besuch kommen…sind aber wahrlich immer noch laut genug.

Aber das gehört ja dazu und muss man auch akzeptieren…aber benennen darf ich es trotzdem, auch es mir nicht gefällt.

Quiche mit Lauch und Skyr

Was mir immer mehr Spaß macht, ist, das es tatsächlich möglich ist, leckere und einfache vegetarische Gerichte zu kochen, auch ohne zu irgendwelchen Industrie-Ersatzprodukten zu greifen…ich verzichte ja nicht freiwillig auf Fleisch, sondern reduziere meinen Fleischkonsum aus Gesundheitsgründen…aber nach einem Jahr fehlt mir fast gar nichts auf meinem Teller…und für das restliche Yummy-Gefühl hab ich ja 2x in der Woche Fleisch auf dem Speisezettel…

Angelehnt an eine „Quiche Lorraine“ hab ich eine vegetarische Quiche mit Lauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln und grünem Spargel selber gemacht.

Bereits im letzten Jahr hatte meine Schwester eine Tarte- oder Quiche-Backform, mit Wellenrand, aus Silikon übrig und ich hab sie mal „vorsichtshalber“ mitgenommen….man weiß ja nie, wann man die mal gebrauchen kann. Silikon-Backformen hab ich sonst eigentlichen nur für Kleingebäck und war etwas skeptisch.

Nun hab ich mich, beim Blick in meinen Kühlschrank, mal wieder an die ungenutzte Form erinnert und schon war der Plan da: es Wird eine Gemüse-Quiche geben…aber in der etwas gesünderen Variante: also ohne Sahne – dafür mit Skyr und Milch, der Mürbteig mit etwas weniger Butter, dafür einem Schuss Wasser extra, und das Mehl war 50/50: Weizenmehl 550er/ Vollkornweizenmehl

Der Mürbteig-Boden ist super lecker, schön mürbe, die Gemüseauswahl perfekt und die Entscheidung für die Masse mit Eiern, Milch, Skyr und Käse zu machen, war echt ein Gewinn….ist saulecker:

Teig: 125g Weizenmehl 550er, 125g Weizenvollkornmehl, 100g kalte Butter, etwas Wasser, etwas Salz schnell zu einem Mürbeteig kneten und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen

Gemüsefüllung: 2 Stangen Lauch, 2 Stangen Frühlingszwiebel, 1/2 Bund grünen Spargel, 1 Knoblauchzehe, 1 Möhre, 2 Zucchini klein schneiden und in Olivenöl mit etwas Pfeffer, Majoran und Thymian anbraten und abkühlen lassen

Soßen-Füllung: 200g Skyr (oder Quark), 3 Eier, 110ml Milch, 20ml Wasser, 100g geriebener Käse, Pfeffer aus der Mühle, Cayenne-Pfeffer und Salz mit einer Gabel zu einer zähflüssigen Masse rühren.

Den Teig zügig ausrollen und in die Quiche-Form drücken (ich hab auch die Silikonform leicht eingefettet) mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, das Gemüse darauf verteilen, danach die Käsesoße und bei 170Grad für 50 Minuten im Backofen garen.

Ich war echt verwundert, wie gut sich die Silikonform anschließend vom Ergebnis lösen lief und die Quiche ist einfach lecker und unkompliziert.

und jährlich grüßt der April mit viel Arbeit

Beruflich war diese Woche mal wieder sehr abwechslungsreich…denn nach dem Quartalsabschluss ist gleich immer auch vor dem nächsten Monatsende, mit seinen wiederkehrenden Abläufen…und der April ist klassisch bei mir einer der arbeitsreicheren Monate.

Immer im April muss ich für die verschiedenen Verwaltungsfirmen die Jahresrechnungen schreiben…Bei meiner großen Firma bedeutet das mehr als 140 Rechnungen.

Normalerweise – mit einem modernen Buchhaltungsprogramm – würde man für jeden Rechnungsempfänger einmalig einen entsprechen Auftrag anlegen und könnte dann per Knopfdruck den Rest vom Computer erledigen lassen und das würde für die nachfolgenden Jahre bedeuten, es dauert dann nur noch ein paar Minuten.

Wir jedoch arbeiten mit einem rudimentären System und das in einer Version aus 2009. Aufträge anlegen geht nicht und lohnte sich schon für die letzten Jahre nicht mehr das Zusatzmodul anzuschaffen, denn wir wollen ja Umstellen…und jaa das NEUE Programm kommt auch endlich in der 2. Jahreshälfte 2024.

Nun muss ich also noch einmal in unserem jetzigen Rechnungstool jede Rechnung einzeln erstellen. Das ist halb manuell, halb automatisch und dauert entsprechend fast einen ganzen Arbeitstag…aber auch das war irgendwann geschafft.

Überhaupt war die Woche aufregend. Es gab Vieles was meine Aufmerksamkeit forderte und ich musste ständig zwischen meinen verschiedenen Verantwortlichkeiten hin-und her springen…aber das hat Spaß gemacht…auch wenn mir die Zeit im Nacken saß…denn ich habe nächste Woche 3 Tage Urlaub und in der darauffolgenden Woche noch einmal 2 Tage…Es sind also nur noch 2 Arbeitstage bis zum Monatsende.

Dänisch lernen – vorerst beendet

Im Februar hatte ich ja, nach 2 Jahren online-lernen, einen Dänisch-Kurs der VHS besucht. Und jaa das hat mit mir nicht funktioniert…weil ich da noch mitten in meinen Jahresabschlüssen steckte und es zeitlich tatsächlich nicht hinbekommen habe, immer pünktlich Vorort zu sein.

Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit…ich hätte es auch ohne diesen beruflichen Zeit-Engpass wahrscheinlich nicht geschafft, jede Woche pünktlich dort aufzutauchen. Ich hab mich tatsächlich nicht so wohl dabei gefühlt und inhaltlich richtig voran, ging es da auch nicht. Also hab ich mich wieder abgemeldet. Gleichzeitig tat ich dasselbe bei der Babbel-APP. Mein Abo lief gerade aus und ich musste mich sowieso neu entscheiden.

Dänisch lernen macht mir Spaß…und mein Wortschatz ist schon nicht schlecht…nur das Bilden von Sätzen fällt mir eben sehr schwer und da hilft die App auch nicht wirklich weiter und der VHS-Kurs war mir da mit dem Lerntempo zu langsam.

Der Hauptgrund warum ich mit dem Dänisch lernen aufhöre, ist aber ein ganz anderer…einer mit dem ich selber nicht gerechnet hätte. Je länger ich meinen Kopf mit der dänischen Sprache beschäftige, umso mehr blockierte der gleiche Kopf die Englische Sprache und die brauche ich ja täglich.

Am Anfang fiel es mir erst gar nicht auf…aber immer öfter suchte ich nach den richtigen englischen Begriffen…sogar die, die ich quasi täglich nutze…was meine Redefähigkeit im Job mit Kollegen und Chefs beeinflusste. Dann hab ich wieder vermehrt Englische Nachrichten im Fernsehen gehört: BBC, CNN usw….und hörte oft nur noch Blabla…auch mein Sprachverständnis nahm ab, denn ich erfasste den Sinn vieler Sätze nicht mehr.

Mein Kopf kann scheinbar aktuell nur mit 1 Fremdsprache gleichzeitig umgehen, da bleibe ich lieber bei Englisch…da ich es beruflich unbedingt brauche. Das Dänische wäre ja nur ein zusätzlicher Pluspunkt…aber ich verstehe inzwischen genug, um die dänischen Mails der Kollegen zumindest grob einzuschätzen ob wichtig für mich oder nicht und den Rest übernimmt das Übersetzungsprogramm (copy and paste).

Das war ja schon lustig als ich mit Lernen dieser Sprache vor 2 Jahren begann. Auf einmal kamen mir während der Übungseinheiten tatsächlich spanische Wörter und Sätze in den Sinn. Ich habe vor 37 Jahren mal 2 Jahre Wirtschaftspanisch in der Schule gehabt – die Sprache anschließend aber nie genutzt. Mein Kopf hat einfach die Schublade „Fremdsprachen“ aufgemacht und in den vorhanden Erinnerungen herum gekramt. Ist schon interessant, wie unser Gedächtnis funktioniert.

Das Englische begleitet mich bereits seit 45 Jahren, und beruflich habe ich es immer wieder intensiv genutzt und, nach 13 Jahren Pause, auch jetzt bereits wieder in den letzten fast 5 Jahren. So fühlte es sich eben in der letzten Zeit komisch an, wie als ob die Handbremse angezogen war…wer weiß, ein Mangel an Konzentration oder was auch immer.

Seit Ende Februar aber, geht es wieder aufwärts….mir kommen die meisten Dinge wieder flüssig über die Lippen und auch den englischen Nachrichten kann ich wieder fast uneingeschränkt folgen…nur bei den amerikanischen Nachrichten-Sprechern macht mir dieses schnelle und oft nuschelige Sprechen, das Verstehen oftmals schwer – das war aber schon früher genauso …ich bin eben doch eher für die britische Art.