Restaurants und die MWST

Die Empörungshaltung der Bundesbürger erstaunt mich immer wieder.

Seit Monaten schon wird über die Rückkehr zur 19% MWST für Restaurant-Besuche (Essen Vorort) gesprochen und das dieses jetzt den „Untergang“ vieler Restaurants bedeuten soll…der endgültige Gnadenstoß sozusagen.

Wirklich? 

Aktuell sind die Restaurants überall brechend voll…mit anderen Worten, es ist bei vielen Bürgern immer noch genügend Geld da, um in Restaurants zu gehen…okay, vielleicht trinkt man nicht mehr 3 Getränke zum Essen, sondern nur noch eines oder man lässt schon mal eher den Nachtisch weg.

Und ich will gar nicht ausschließen, das die vielen Preiserhöhungen der unterschiedlichsten Art für viele Gastronomiebetriebe und auch für viele Menschen inzwischen wirklich nicht mehr tragbar sind, vor allem für die, die am unteren Ende der Sozialleiter angekommen sind und auch die Betriebe die sich gerade so, eben über Wasser halten.

Aber die extreme Welle der Empörung über die Rückkehr von 7% auf 19% MWST liegt meines Erachtens eher darin begründet, das wir nicht mehr rechnen können und somit den Anteil der Mehrwertsteuer am Endpreis erheblich überschätzen.

Wenn ich aktuell im Restaurant 10,00 EUR Brutto bezahle, dann würde das, bei gleichbleibendem Grundpreis, ab Januar 2024 bedeuten, ich bezahle  11,12 EUR. Vorausgesetzt die Restaurants erhöhen die Preise ausschließlich um die MWST-Differenz. Für sie würde das somit keine Mehrkosten bedeuten…aber wahrscheinlich ein weniger an Umsatz, weil etwas weniger Gäste kommen werden, bzw. weniger gegessen und getrunken wird.

Bei durchschnittlich 20 EUR pro Gericht, würde das Essen dementsprechend 2,25 EUR mehr kosten usw. ich kann es mir kaum vorstellen, das das jetzt die Menschen lange davon abhalten wird, in Restaurants zu gehen….ebenso wenig, wie es es sie jetzt schon nicht abhält, in den Urlaub zu fliegen (das haben wir uns verdient) oder überhöhte Preis für Convenience-Produkt-Zubereitungen in vielen Restaurants (das gönnen wir uns) zu bezahlen.

Wie immer, ist das natürlich nur meine Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit….bis auf die Berechnung und je nach Berechnung mit oder ohne Rundung, kann es sich das Ergebnis um 0,01 EUR unterscheiden 😉

  • 10,00 Brutto incl.  7% = 9,35 Netto
  • 11,12 Brutto incl. 19%= 9,35 Netto
  • 1,12 MWST-Erhöhung

Und die Essenslieferungen (außer Haus) bleiben ja auch weiterhin bei 7% MWST. Ob ich das Durcheinander bei den MWST-Sätzen und der praktischen Handhabung gut finde, ist etwas ganz anderes….na klar würde ich mir wünschen, das es hier einfachere und nachvollziehbarere Lösungen gehen würde.

Ich wäre eher für eine Absenkung der MWST auf den Einkauf von Lebensmittel von 7% auf 0%…das käme dann wirklich allen zu Gute, egal ob man es sich leisten kann in ein Restaurant zu gehen oder nicht. Denn Einkaufen müssen für alle, um uns zu Ernähren…auch wenn man von so einer Einsparung nicht reich werden würde….aber es wäre m.E. ein besseres Signal an die Bevölkerung.

Der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt übrigens i.d.R. für den Grundbedarf…deshalb ist es für mich nicht nachvollziehbar warum man für Tierfutter 7% MWST ansetzt, für Babynahrung jedoch 19%, um nur ein Beispiel zu nennen.

Ich bin gespannt, ob ich ab Januar 2024 tatsächlich auch ohne Reservierung mal wieder einen Platz in einem Restaurant bekommen werde.

Dies und das in der Woche

Zum Glück gab es in dieser Woche aber auch Angenehmeres:

  • Ich hab meine Erkältung überwunden, es geht mir wieder gut
  • deshalb hab ich meine Walkingrunden wieder aufgenommen und steigere auch schon wieder die Strecken…durch den Sturm bin ich bis einschließlich Donnerstag aber nur durch die Straßen der kleinen Stadt gelaufen.
  • Freitag bin ich spät am Abend dann auch endlich wieder meine Wohlfühlstrecke, ausserhalb des Ortes, gelaufen…wie wunderbar: nass, kalt und immer noch böig windig…und ich hab die Luft kraftvoll in meine Lungen gesogen und bin die durchweichten Wege gelaufen. Ich brauchte nicht mal die Taschenlampe, weil durch den Wind die Wolken immer mal wieder fort-gepustet wurden, und der zunehmende Mond zum Vorschein kam….das Leben ist so schön – ich hatte es in dieser Woche fast vergessen
  • Donnerstagmittag hatte mich der Controller mittags zum Essen ins Restaurant eingeladen..es war ein Dankeschön, das ich vor meinem Urlaub an seinen Geburtstag gedacht und ihm eine selbst-gestaltete Karte und eine Grünpflanze auf den Tisch gestellt hatte (Blumen gießen mache ich eh in unseren beiden Büros, sonst würde keine seiner Pflanzen überleben). Über die Einladung hab ich mich sehr gefreut, ist der Kollege doch eher ein Pfennigfuchser. Wir haben gut gegessen und uns nett unterhalten.
  • Für den späten Nachmittag hatte ich mir einen Termin zur Blutspende geholt…seit der Diagnose „Arteriosklerose“ war ich nicht mehr da…und werde auch zukünftig nicht mehr kommen…die wollen mein Blut nicht mehr. Ich hatte mich vorher im Internet versucht schlau zu machen und keine eindeutige Antwort erhalten. Meinen Kardiologen hatte ich schon vor Wochen gefragt und er sagt, das hängt von den Blutspendediensten ab. So war der Besuch eher ein Test…und die Ärztin in dem Zentrum schien auch persönlich beleidigt zu sein, das ich es gewagt habe zu kommen…und das ohne meine Befunde mitzubringen, also da hätte ich mich ja mal vorher schlau machen sollen…die hatte wohl einen schlechten Tag, ich hab sie mal kurz daran erinnert, das ich ja freiwillig hier bin, um herauszufinden, ob ich überhaupt noch spenden darf und das ich ihre vorwurfsvolle und überhebliche Art hier nicht passend finde. Sie solle doch einfach sagen: ja oder nein – was ist daran jetzt so schwer. Sie wollte aber nicht entscheiden…und sagte, sie hätte Angst ich würde ihr anschließend eine schlechte Bewertung auf der Homepage des Blutspendesdienstes geben, wenn sie nein sagt…Ich war perplex – darauf wäre ich im Leben nicht gekommen….und hab ihr das auch gesagt…ich will doch nur wissen ja oder nein und wer ihre noch meine Zeit weiter verplempern…sie hat sich dann mit einer Kollegin beraten und endlich ihr Urteil gefällt: NEIN. Also hab ich mich freundlich verabschiedet und ihr schöne Weihnachten gewünscht und bin gegangen. Dann behalte ich eben mein Blut…ist aber auch irgendwie schade, jetzt wo ich mich schon gut daran gewöhnt hatte.
  • Dafür konnte ich am gleichen Standort noch zu meiner Krankenkasse: Ich hab mir die APP der Krankenkasse heruntergeladen und brauche eine Verifizierung, das ich auch wirklich ich bin….der Mitarbeiter war gut drauf und es lief schnell und unkompliziert.
  • Die Einkäufe und Geschenke für Schwester, Schwager und den guten Freund hab ich zum Glück sehr entspannt in den letzten Tagen erledigen können…alles ohne Stress.
  • Eigentlich sollte in dieser Woche zuhause noch die Elektrofirma kommen, um das Glasfaserkabel aus dem Keller in die Wohnungen zu verlegen. Der Termin für unsere Seite (3 Wohnungen) war für Dienstag, kein Problem ist eh mein Homeoffice-Tag…ich war also da – meine Nachbarn unter mir glänzten durch Abwesenheit..also wurde der Termin verschoben = auf Freitag.
  • Freitag bin ich also auch im Homeoffice gewesen – aber wieder kam Niemand….bis ich am Nachmittag, in meinem Briefkasten, einen Zettel fand, das der Termin abermals verschoben werden musste…. na gut – dann eben nicht.

so viel Ignoranz

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Sooo jetzt ist es also soweit, Morgen ist Heiligabend…und die Woche war echt demotivierend.

Bei der firmeneigenen Bescherung am 18.12., lobte der GF, wie toll ALLE gearbeitet hätten und das wir jetzt ALLE In Weihnachtsurlaub gehen, runterfahren und zur Ruhe kommen können, so das es mit neuer Kraft im neuem Jahr weiter gehen kann. Eigentlich meint er ja nicht alle Abteilungen, sondern nur SEINE Planungsabteilungen.

Ich konnte bei so viel Einseitigkeit, mal wieder nicht meine Klappe halten, weil es so einfach nicht stimmt….nicht ALLE Abteilungen können sich Ausruhen. Aber auf meinen kleinen Einwand, das eben das Controlling gerade jetzt die herausforderndste Zeit hat, bekam ich nur eine gereizte Entgegnung, die zeigt, wie wenig ihn unsere Abteilung überhaupt interessiert. Wieder einmal bestätigt es sich, das er sich gar nicht vorstellen kann, was wir eigentlich den ganzen Tag machen und transportiert diese Ignoranz offen sichtbar in alle anderen Abteilungen.

Ich war an dem Montag mit Kopfschmerzen ins Büro gegangen und immer noch leicht angeschlagen, also hat mich diese Aussage sehr getroffen. Und wieder ärgere ich mich, das ich nicht einfach stumm geblieben bin…ich weiß ja, wie er tickt, in seinen Augen zählen nur Planung-und Entwicklung. Das es auch noch aktive Abteilungen gibt, wie Technik und Buchhaltung blendet er aus, wir sind nur lästig, weil wir immer wieder darauf drängen, das Termine und Formalien der Verwaltung eingehalten werden….das finde ich aber ungerecht, uns hier einfach unter den Tisch fallen zu lassen…wo wir ja nur mit wenigen Personen im Raum waren…die Techniker bleiben solchen Terminen sowieso meistens fern.

Normalerweise stehe ich über solchen Dingen, aber wie gesagt, ich war noch nicht ganz fit.

Auch die nächsten Tage blieb mir mehr als einmal die Luft weg:

  • mein dänischer Chef hat das zeitlich kritische Thema, wo ich ihn um Unterstützung gebeten hatte, nicht mehr ins Rollen gebracht – er ist in Urlaub gegangen
  • nicht ohne vorher noch, am 21.Dezember weitere schriftliche Anweisungen an alle Controller zu verschicken, das wir zu den bisherigen Daten und Dateien im Jahresabschluss noch zusätzliche ausführliche Excel-Listen ausfüllen müssen, damit wir es dem Konzern-Controlling leichter machen….momentmal…davon war vor einer Woche bei unserem Termin noch gar nicht die Rede.
  • eine Teamleiterin in DK hat erst 2 Tage vor ihrem Weihnachtsurlaub fest gestellt, das es für ein neues Bankkonto bei einer dänischen Bank, noch gar kein Online-Banking gibt…ich frage seit Ende Oktober immer wieder genau danach…und mache sie darauf aufmerksam, das ich das Konto nicht benutzten kann. Sie hat es einfach ignoriert.
  • die andere Teamleiterin in DK, die für die Einrichtung der Konten bei deutschen Banken zuständig ist, schreibt auf meine Mail, das ich auch dieses neue Bankkonto nicht benutzen kann, nur zurück: ja ich sehe es auch nicht. Punkt und Ende der Mail….JA? und was sagt uns das jetzt? Genau das sie sich darum kümmern muss….nett wie ich bin, rufe ich bei der Bank in Deutschland an und der Herr ist etwas umständlich in der Erklärung…ich gebe die Infos auf English weiter und nun will die Kollegin mit mir darüber diskutieren, das es so nicht stimmt….ich blocke ab, sie soll sich doch bitte selber an die Bank wenden…das ist ihre Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, die Konten anschließend zu benutzen…wenn ich sie dann endlich im den Banking-Programmen sehen kann.
  • Die Finanzierungabteilung fragt nach, wie wir denn bisher die Rechnungen bezahlt haben, so ganz ohne Bankkonto und sie möchte die Nachweise haben….hahaha – jaaa das möchtest Du wissen was? Na Ihr habt mir das doch eingebrockt. Ich rede seit Monaten davon, das wir für diese Gesellschaften endlich Bankkonten benötigen, aber nein, die Finanzabteilung hatte es nicht so eilig. Da hab ich eine Besonderheit in dem Firmenkonstrukt zur Hilfe herangezogen…alles wurde rechtzeitig bezahlt. Ich habe also beschlossen mich nicht weiter aufzuregen, die Antwort schicke ich ihr erst nach Weihnachten…ich hab genügend anderes zu tun und da die beiden Teamleiter jetzt auch in Urlaub sind, wird das eh nichts mehr mit den Konten in diesem Jahr.

Manchmal fühle ich mich echt veräppelt und als ich der Kollegin Svea davon erzählt habe, liefen mir gleich mal wieder ein paar Tränchen über das Gesicht….so angespannt war ich. Sie selbst kennt das mit anderen Abteilungen in der Zentrale und wir sind uns einig, das Wort „hygge“ bedeutet oft nicht nur „entspannte Freude“, sondern eher: „entspannte Freude durch Ignoranz“…einfach so lange das Notwendige ignorieren, bis es nicht mehr weiter zu ignorieren geht.

Ich arbeite wirklich gerne und gerne auch viel…aber wenn ich Dinge nicht selber in der Hand habe, sondern auf Kollegen angewiesen bin, die nicht aus dem Quark kommen, dann fühle ich mich echt sabotiert.

Also hab ich mich im Büro und auch im Homeoffice zurück gezogen und mache das, was ich am Besten kann…ich arbeite vorausschauend, plane die nächsten Arbeitsschritte und bereite alles soweit vor, wie es eben möglich ist…ziehe andere Arbeiten vor (wo ich schon alle Unterlagen habe), verschiebe anderes nach Hinten (wo noch etwas fehlt), blocke nicht zeitkritische Zusatzarbeiten für den Januar ab (keine Zeit dafür), bereite Dateien vor und baue mir so erneut einen Zeitpuffer auf, um bis Ende des Monats und bis Mitte Januar genügend Spielraum für die vielen Abgabetermine zu erhalten…oder zumindest um auf noch weitere unvorhergesehene Probleme reagieren zu können.

Jetzt bin ich wieder ruhig und auch zufrieden mit mir und meiner Arbeit, zumindest mit dem Teil, den ich zu verantworten habe. Und den Rest - den ignoriere ich jetzt auch mal

Suppe als Medizin

Mittwoch hab ich mich ja so krank gefühlt, das mir nur eines der allgemeingültigen Hausmittel als Medizin helfen konnte: eine frisch gekochte Suppe.

Meistens reden wir dabei von Hühnersuppe…es geht aber auch, genauso gut, eine frisch gekochte Rindersuppe. Die letzte Portion meiner Hühnersuppe hatte ich schon Anfang Herbst gegessen.

Aber es schlummerten im Gefrierschank noch Rinderbeinscheibe und Markknochen…und zusammen mit dem frischen Gemüse (Knollensellerie, Kartoffeln, Möhren, Porree) vom Markt, hab ich daraus eine kräftige Suppe gekocht. Die Fadennudeln wurden separat gekocht und dann nur noch beim Anrichten in die Suppe getan.

Mein Vater hatte früher die Nudeln direkt in der Suppe gekocht, so das man am nächsten Tag dann immer eine „Scheibe“ Suppe aus dem Topf schneiden musste….da sich die Nudeln mit der Brühe vollgesogen hatten…schmeckte zwar immer noch…sah aber irgendwie merkwürdig aus.

Also hab ich mich 2 Tage von dieser Suppe ernährt…und das tat mir einfach gut…ein Seelenwärmer und es bleibt ein schönes Gefühl von: ich habe mir etwas Gutes getan….wer braucht das nicht, ab und an.

Natürlich waren die Erkältungs-Symptome auch die nächsten Tage noch da…auch heute noch…aber ich hab mich insgesamt besser gefühlt.

Freitagabend gab es dann bei mir eine Reis-Paprikapfanne: schnibbeln, braten, würzen, fertig in ca. 15 Minuten…ich hab gestern eine Doku gesehen, wo sich eine moderne 4köpfige Familie, wo die Eltern auch anspruchsvolle Berufe haben, am Liebsten von Fertiggerichten ernährt, die wollen es unkompliziert und haben sogar keine Lust auf Gemüse schneiden…für mich ein gruseliger Gedanke…so stumpfen doch die Geschmacksnerven komplett ab.

Na klar kann man sich das Leben mit einigen Convenience Produkten leichter machen, aber so gar nicht frisch zu kochen, sondern nur noch das Essen zu erwärmen ist eigentlich traurig.

Ich auf jeden Fall mag mein selbst gekochtes Essen.

Dazu gehören auch die Laugenbrezel…der Teig war dieses Mal so perfekt, das die Brezel beim Backen aus diese weiße Bruchstelle entwickelt haben….hahaha super – darüber freue ich mich sehr….auch wenn das Formen der Teiglinge noch ausbaufähig ist..na immerhin erkennt man, was es sein soll…

Die kleinen verhunzten „Unfälle“ haben es gar nicht erst auf das Bild geschafft…die hab ich noch warm mit etwas Butter verputzt….

Mit Weihnachtsgans und Flugente auf Reisen

Im Sommer, auf einem unserer gemeinsamen Ausflüge, kam die Sprache auch auf das diesjährige Weihnachtsessen…Was sollte es sein?…denn eigentlich wollten wir nach der letztjährigen Gans mit über 80 EUR, das in diesem Jahr nicht mehr unbedingt so unbedingt bezahlen. Ist ja ein echtes Luxusessen geworden.

Wir hatten zwar gesagt, also eigentlich wäre es auch okay etwas Anderes zu machen, eine Pute oder Ente…aber dann haben wir uns alle Drei doch für die Gans entschieden. Sollte es aber tatsächlich wieder eine aus Dithmarschen werden?… im Frühjahr war der Kreis Dithmarschen als „Beobachtungsgebiet nach der Geflügelpest-Verordnung“ ausgewiesen und Mitte des Jahres galt der Kreis Flensburg-Schleswig als betroffen.

Meine Schwester plant gerne vor und ich gelte als der Prepper in der Familie…also haben wir beschlossen uns in diesem Jahr frühzeitig zu bevorraten. Nur 25km von mir entfernt, ist das Hasenmoor mit dem Enten-und Geflügelhof, bei dem man auch Gänse vorbestellen kann.

Also hab ich bereits gegen Ende Sommers eine 5kg Gans bestellt…die ich diesen Freitag im gefrorenen Zustand abgeholt habe….Ich hätte sie auch am 23.Dezember frisch abholen können…aber die muss ja nicht mit zu MIR nach Hause…sondern zu meiner Schwester…und ich hatte ehrlicherweise keine Lust gleich 2x innerhalb weniger Tage die 140km hin und her zu fahren.

Also fuhr ich Freitagmittag ins Hasenmoor und hab die Gans abgeholt und bezahlt (etwas mehr als 85 EUR …. ist ja schon ne Menge Geld…hoffentlich schmeckt sie auch so gut, wie gehofft). Hab für mich noch eine kleine Flugente gekauft (die, die ich beim letzten Mal dort gekauft hatte, war sooo super…wenig Fett und trotzdem sehr zart und saftig).

Da ich noch etwas Zeit hatte, hab ich dann noch ein paar Meter weiter bei einem Hofcafè angehalten,, einen Kaffee getrunken und hab mich in dem Hofladen umgeschaut…also das war schon eher ein Supermarkt – mir war das ein wenig zu groß….aber das ist ja Geschmackssache.

Und dann hab ich mich mit der zukünftigen Weihnachtsgans (und der Flugente) auf die Weiterreise nach Flensburg begeben…dort verschwand die Gans gleich mal in den Tiefen des riesigen Gefrierschrank.

So jetzt brauche ich am 25. Dezember erst zum Mittagessen anzukommen, wenn der Vogel bereits seit Stunden im Ofen vor sich hin brutzelt…und alles Andere auch bereits fertigt ist…mein „comming-home-for christmas“….meine Schwester liebt es so ein Festessen zu zaubern und ich liebe es, wenn ich mich stressfrei an den Tisch setzen kann ….hahaha dafür hab ich also gerne die Gans-Abliefertour auf mich genommen.

Außerdem, dafür das ich mich in diesem Jahr also komplett um Bestellung, Abholung, Bezahlung und Weiterlieferung an die Köchin gekümmert habe, bin ich dann noch zum Grünkohl-Essen in ein Restaurant eingeladen worden….hmmmm lecker – endlich – mein erster Grünkohl in diesem Winter….ich hab zwar noch 2 Portionen in meinem Gefrierschrank…aber die sind auch schnell weg, und dann werde ich auch wieder selber einen großen Topf kochen.

Nach dem Essen und einem kleinen Spaziergang, hab ich mich dann aber auch schon wieder verabschiedet….und mich (und die Flugente) wieder auf die Heimfahrt gemacht…Die Flugente ist auch gefroren und war mit Hilfe von 2 riesigen Kühlakkus und einer isolierten Tasche auch noch tiefgefroren, als ich wieder zuhause ankam.

Soooo – also von mir aus kann Weihnachten jetzt kommen..

wiederkehrende Abläufe der beruflichen Jahreszeiten

Wie sollte es auch anders sein…nach der Weihnachtsfeier, ist vor dem grippalen Infekt.

So wachte ich am Morgen nach der Firmen-Weihnachtsfeier, gleich mal mit Halsschmerzen auf…und seitdem versucht mein Immunsystem gegen alles zu kämpfen, was da gerade so in mir ist…nein kein Corona, die Tests sind alle negativ…aber über eine triefende Nase, etwas erhöhte Temperatur ging es weiter zu leichten Schwindelanfällen und schmerzenden Gelenken, immer noch begleitet von einem penetranten Schnupfen .

Alles nicht schlimm…nur lästig und etwas einschränkend…meine 3 Urlaubstage in dieser Woche hab ich trotzdem genommen….aber sie fühlten sich mehr wie „Genesung“ denn wie „Urlaub“ an….hätte aber auch keinen Sinn gemacht, mir die Urlaubstage über eine Krankschreibung wieder zu holen, ich nehme schon so zu Viele mit ins neue Jahr. Das ist also okay, so wie es ist.

Laut der Webseite meines Arztes bekomme ich aktuell keine weitere Corona-Schutzimpfung, wenn die letzte Corona-Infektion noch keine 12 Monate her ist…jede Corona-Infektion hat den gleichen Effekt, wie eine Impfung und ein „mehr-an-Impfungen“ bringt kein „mehr-an-Schutz“. Das klingt für mich plausibel und nachvollziehbar…so komprimiert, hat mir das vorher noch keiner erzählt.

Mein Chef hat mich am Montag in einem Meeting gefragt, ob ich meine zeitlichen Vorgaben für die Jahresabschlüsse, werde einhalten können…oder ob etwas dagegen spricht….da hab ich ihn gleich noch einmal um Unterstützung bei der Klärung der Vorgehensweise für die Übertragung der Genehmigungen gebeten…er hat mein Problem und auch das zeitliche Dilemma so kurz vor Weihnachten verstanden und sich des Themas angenommen. Wenn das geklärt ist, ist der Rest eher Masse, als Klasse…also das sollte ich hinbekommen…immerhin konnten wir diese Vorgehensweisen bei den letzten Quartalsabschlüssen schon testen…und bei mir hat es klappt….ganz knapp zwar…aber immerhin.

Eine meiner ungeklärten Fragen zum Thema „Nachbuchungen“, hat sich in dem Meeting dann zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst und damit auch das nächtliche Grübeln, wie ich das Problem bloß gelöst bekomme, als der Chef meinte, solange wir noch diese uralte Software benutzen, kann er ja nicht verlangen, das wir so arbeiten, wie die Kollegen, die bereits die neue Software zur Verfügung haben….es bleibt für mich also genau so, wie im letzten Jahr…ach ja und das neue ERP-System kommt bei uns wohl erst Mitte des nächsten Jahres…das soll mir Recht sein.

Somit habe ich nun 11 Werktage für alle Vorab-Abschlüsse, die in den dänischen 4.Quartals– Konzernabschluss gehören, um dann anschließend ALLE 27 Abschlüsse mit den finalen Daten bis Ende Januar fertig zu bekommen…denn früher erhalten wir gar nicht die Abrechnungen der Direktvermarkter.

Also buche ich eilig ab 2.Januar erst einmal alles mit geschätzten Netto-Produktionsdaten und geschätzten Marktpreisen, schätze damit auch die produktionsabhängigen Aufwendungen…nur um das im Laufe des Monats alles wieder zu stornieren und mit den tatsächlichen Daten und Preisen zu buchen, um damit dann erst, einen prüffähigen deutschen Handelsrechtlichen Jahresabschluss zu bekommen.

Es ist idiotisch…aber so funktioniert die Globalisierung im Rechnungswesen…schnell, schneller und damit ungenauer, für die internationale Ebene, aber für rein Deutsche Zwecke kommt bei der Bilanzierung und Erstellung der Gewinn-und Verlustrechnung, der vielzitierte „vorsichtige Kaufmann“ zum Tragen.

Es werden also wieder vollgepackte Tage bis zum Jahresende, um soviel Vorzubereiten, wie nur möglich, dann kommen die stressigen Tage in den ersten 2 Januar-Wochen, bis die Quartalsabschlüsse für den Konzernabschluss fertig sind. Anschließend folgen noch einmal 2 intensive Wochen, um aus den Quartalsabschlüssen, die endgültigen Jahresabschlüsse zu erstellen und die Daten für die Wirtschaftsprüfer zusammenzustellen…Dann starten im Februar so langsam die Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer mit den Nachbuchungen und den vorläufigen Berichten.

Buchhaltungen haben daher ihre ganz eigenen Jahreszeiten…mit immer wiederkehrenden Abfolgen des immer Gleichen…und doch ist es jedes mal aufregend, denn es ist auch immer irgendwie anders….es gleicht sich zwar, ist aber nicht deckungsgleich.

Ach was war das schön, als unser Unternehmen noch nicht als Konzern galt….das ist gerade mal so ca. 1,5 Jahre her….

Sonntagsausflug: Wanderup – Weihnachtsdorf

Letzten Sonntagmorgen beim Kaffee-trinken war ich noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für diesen Tag, da kam die Nachricht meiner Schwester, das sie sich mit ihrem guten Freund verabredet hätten, um am Nachmittag in das Weihnachtsdorf Wanderup zu fahren.

Bei dem guten Freund handelt es sich um den „Freund des Hauses“ (also keinen Hausfreund – grins), mit dem ich normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten, als Teil der „erweiterten“ Familie, zusammentreffe. Es ist der beste Freund der Beiden, der schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört.

Das Weihnachtsdorf Wanderup findet immer am 1.Adventswochenende statt…ich war noch niemals dort und außerdem in Kommunikations- und Reiselaune…hab mich also kurzerhand entschieden mitzugehen.

Meine Schwester freut sich sehr darüber (eigentlich freut sie sich immer, wenn sie mich treffen kann – am liebsten täglich), also hat sie mir die Uhrzeit genannt…Immerhin sind es für mich knappe 130km zu fahren.

Das ganze Örtchen Wanderup verwandelt sich in ein gemütliches Weihnachtsdorf, überall wurden Stände aufgebaut, nicht nur in Straßen, auch in Vorgärten, unter Carports in Garagen, auf den Plätzen sowieso…und bei Kälte und Schnee war es urig gemütlich. Man konnte auch wunderbar mit dem Auto anreisen und vor dem Dorf auf extra eingerichteten P+R-Parkplätzem in Busse umsteigen…Preis: Spende soviel zu möchtest.

Überhaupt geht es nicht nur um ein schönes Fest, sondern auch um das Sammeln von Spenden für Kinderhospize…allerdings wird das nicht aufdringlich eingefordert, sondern ist sehr angenehm eingebettet…so das man gerne gibt.

Am Sonntagnachmittag dahin zu fahren, hatte Vorteile…es war nicht ganz so voll….aber auch Nachteile: es gab einiges nicht mehr: Grünkohl war alle – okay dann eben Erbsensuppe – die war auch fast überall ausverkauft…aber einen Stand haben wir dann doch noch gefunden..boa war die lecker…Kakao war auch fast überall ausverkauft, dafür gab es aber noch genügend Glühwein und Kinder-Punsch…und auch der Crepe-Teig am letzten Stand war verbraucht…das ist natürlich gut.

Die Veranstalter haben keine Reste, die weggeschmissen werden müssen, und wir sind dann doch statt geworden….Blöd nur, das wir Hungrigen auf der Suche nach etwas Ess-und Trinkbarem an einigen Attraktionen achtlos vorbei gelaufen sind….hahaha also sind wir später noch einmal kreuz-und quer durch den Ort gelaufen.

Mein Schwager war ohne Krücken unterwegs….was mich etwas nervös machte, durch die vielen Eis- und Schneemengen auf den teils unebenen Wegen, dazu die Kabel und Kabelbrücken überall und die provisorischen Wege durch Höfe und Vorgärten…aber alles lief glatt. Meine Schwester und ich sind meisten vorneweg und konnten auf rutschige Teilstücke oder fast unsichtbare kleine Unebenheiten aufmerksam machen…Seine Genesung läuft richtig gut…in den nächsten Tagen muss er wieder zum Arzt und dann wird hoffentlich geklärt, was mit seiner 2. Hüfte gemacht werden kann, da hat er ja schon 15 Jahre eine Künstliche, die aber nicht mehr „rund“ läuft….die neue Hüfte auf der anderen Seite sitzt perfekt, er hat überhaupt keine Schmerzen und wird wieder beweglicher.

Ziemlich durchgefroren und zufrieden, haben wir uns dann voneinander verabschiedet und ich bin zurück nach Hause gefahren…das war ein schöner, harmonischer Ausflug.

Verzwickt noch mal…

(Achtung: nur langweiliges Arbeitszeugs!!)

Während in vielen Firmen bzw. Abteilungen, bereits jetzt schon die Aktivitäten, mit Blick auf das Jahresende, runter gefahren werden, steigt in meinem Job der Taktschlag merklich an. Hier „leihe“ ich mir immer den Begriff aus dem Börsenjargon: „Jahresendrally“.

Auf einmal werden alle wach…huuuch noch quasi 2 Wochen, dann ist alles vorbei, weil ab Weihnachten sowieso mit der Zentrale nichts mehr geklärt werden kann…also jetzt werden Differenzen auf den Buchungs-Konten geklärt, lange aufgeschobene Fragen werden JETZT geklärt…was dann aber meistens schon zu spät ist, um bis Jahresende eine gangbare Lösung zu finden. Neue Anweisungen kommen auch mal eben um die Ecke…jetzt ist die Zeit, um für den fast-close Jahresabschluss alles vorzubereiten.

Und ausgerechnet dann, kommen die Kollegen aus der Zentrale mit der Bitte, das ich noch intensiver die Datenübernahme für den ERP-Wechsel, der ja auch bald kommen soll, mit vorbereite…d.h. ich erkläre unsere ganz besonderen Anforderungen für Deutschland, erkläre und erkläre wie wir unsere Daten für die Umsatzsteuer-Voranmeldung aufbereiten müssen. Mit diesen Infos kann die externe IT-Firma (natürlich auch eine Dänische), das neue Buchhaltungsprogramm endsprechend unserer Bedürfnisse programmieren.

Ich hab ja schon vor fast 2 Jahren fest gestellt, das die dänischen Kollegen, für die deutschen Gesellschaften, die deutsche Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht wirklich beherrschen.

Auch der Controller hat mir hier das Feld freudig überlassen, ich hatte für „seine“ Firmen die Kodierungen überarbeitet und dann korrekt mit dem offiziellen Formular verknüpft. In dem neuen Programm, darf ich das dann nicht mehr …das wird vorher alles festgelegt und fixiert, so das Niemand mehr einfach etwas verändern kann. Es ist also ein sehr wichtiges Thema.

Die UST ist schon früher eines meiner Spezialgebiete gewesen, indem ich auch jetzt noch Vieles an aktivem Wissen habe, zumindest mehr als der durchschnittliche Buchhalter. Aber der Teil, den ich davon nicht mehr regelmäßig nutze (z.B. Dreiecksgeschäfte, Reihengeschäfte innerhalb Europas und dem Rest der Welt) der verblasst langsam…weil wir in unserem Tagesgeschäft eben keine Waren quer durch die Welt verkaufen, sondern Energie und Dienstleistungen.

Ich hatte also in dieser Woche einige Meetings mit der Zentrale, und ausgerechnet jetzt tauchen andere Probleme auf, Themen mit denen ich es in meiner langjährigen Arbeitswelt bisher so noch nicht zu tun hatte.

Verträge die nicht eindeutig sind, sich teilweise im Inhalt widersprechen und interpretiert werden müssen. Weitere Sachverhalte, die mich nur am Rande betreffen, die aber unbedingt noch geklärt und in weiteren Verträgen fixiert werden müssen, aber keiner will an diese Themen ran. Verträge sind für mich nur ein Vehikel um meine Arbeit richtig zu machen….ich selber schreibe keine Verträge, das ist nicht meine Aufgabe…ich hab alle Infos dazu zusammengestellt und mir Unterstützung aus unserer Rechtsabteilung geholt, so das die Themen jetzt an die oberen Etagen gehen können, damit es geklärt wird…..ich befürchte jedoch, das wird nichts mehr bis Ende des Jahres und ich befinde mich in einer Zwickmühle.

Hab mich jetzt entschlossen Montag, im nächsten Meeting, meinen Chef und unsere Wirtschaftsprüfer um Mithilfe zu bitten…ich brauche einfach eine zügige Klärung von ganz oben, WAS genau in solch einem Fall für ein Vorgehen gewünscht wird. Dann erst kann ich mit der Lösung, um die Ausarbeitung weiterer Verträge bitten…..das alles ist mühselig und zäh, weil alle zwar immer sagen: ja das war schon immer ungeklärt, da müsste man, da sollte man…aber es geschieht nichts…und keiner will sich dem unangenehmen Thema stellen….und ich, als ausführendes Glied am unteren Ende der Entscheidungskette, muss aber bis Ende des Jahres einen Sachverhalt verbuchen, den ich weder in EUR beziffern kann, noch weiß ich wer der Vertragspartner sein soll.

Jede Diskussion in dieser Woche hat bisher zu keinem Ergebnis geführt, weil keiner von uns die Entscheidungsgewalt hat…und die, die Entscheiden müssen, es nicht tun. Das nenne ich mal verzwickt.

Einfach großartig

Einfach großartig

Freitag, am Nachmittag hab ich mich dann regelrecht von meinem Schreibtisch wegzerren müssen….um noch rechtzeitig bei Tageslicht im nahegelegenen Himmelmoor laufen zu können, aber ich bin dadurch doch später losgekommen, als ich wollte.

…und so kam ich dann quasi „nur noch“ zum Sonnenuntergang…hab den strahlenden Sonnenschein des Tages verpasst, umso schöner war es jedoch die Stimmung der untergehenden Sonne zu geniesaen. Alles war mit Schnee überzogen und der Moorsee und die großen Moorbecken waren komplett zugegefroren.

Es war lausig kalt, windstill und nahezu menschenleer, der Boden war gefroren und der Schnee darüber knirschte unter meinen Schritten. Ich genoss jeden Atemzug…die kalte Luft tief einatmen und langsam wieder ausatmen.

Es gibt solche Momente, da bin ich mir meines Lebens so unglaublich stark bewusst….bin dankbar für all das Schöne, das in solchen Momenten steckt….das war mal wieder solch ein Moment:

Einfach großartig

Wintereinbruch und Gedächtnis-Aussetzer

Wintereinbruch und Gedächtnis-Aussetzer

Der Dauerfrost in dieser Woche und meine kleinen Vorbereitungen für die Adventszeit, machen mein Zuhause, so ur-gemütlich…so – wie ich es liebe – Draußen kalt und drinnen gemütlich…dazu dann ab Mittwoch der Schnee.

Mittwochmorgen, im ersten Schnee-Chaos in Hamburg, bin ich tatsächlich ins Büro gefahren…und habe Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt bis zur Autobahn zu kommen…ab da ging es dann besser.

Jeden Tag in dieser Woche hab ich bisher meine Walkingrunden gedreht…mal mit Schnee und Wind, mal auf rutschigem Eis (nur eine kleine Runde), mal ohne Wind, und gestern war ich sogar 2x unterwegs…einmal bei beginnendem Sonnen-Untergang und um 22 Uhr ,als eine frische Lage von ca. 5cm Schnee mich nicht mehr zuhause hielt….zu schön der Gedanke, bei Windstille und leichtem Schneefall, einfach durch den Schnee zu laufen….ohne Taschenlampe, weil der Schnee die Wege erhellte und einen Kontrast zu den dunklen Häusern und Bäumen bildete.

Meine berufliche Woche startete eigentlich ganz gut…alles lief ruhig und geordnet und ich bin schon dabei, die Vorarbeiten für die Jahresabschlüsse zu erledigen…und hab, auf Anfrage aus der Zentrale, auch einige erklärende Vor-Arbeiten übernommen, damit der kommende EDV-Wechsel (wann immer das auch sein wird) etwas reibungsloser klappen kann…vor allem bei meinem „Spezialgebiet“ mit der deutschen Umsatzsteuer.

Aber die Zusammenarbeit mit dem Controller gestaltete sich wieder einmal etwas schwierig…was mir zeigt, da läuft bei ihm gerade mal wieder etwas nicht rund…Er stellt mir eine Frage und ich beantworte sie…wir diskutieren ein paar Minuten über das Thema, weil er auf einmal die Parameter verändert und ich nachfragen muss…wie jetzt? Und dann stelle er wieder die Frage, welcher Gesellschaft er das nun in Rechnung stellen muss…ich wiederhole meine Antwort und die Begründung und nach weiteren Minuten Diskussion fragt er mich wieder: und wem soll ich das nun berechnen? Ich reagiere genervt: wovon reden wir denn die ganze Zeit, das hab ich doch jetzt schon mehrfach gesagt…es bleibt bei einer meiner Firmen weil und wegen…seufz….er reagiert patzig – ich genervt.

Und dieses sich nicht merken können, zieht sich mal wieder bei ihm durch alle Tage und alle Gespräche. Da besprechen wir, zusammen mit unserem Firmen-Syndikus ein heikles Thema…und bevor wir damit an die Zentrale gehen, müssen wir erst noch weitere Daten zusammen tragen…ich bin eigentlich nur durch Zufall zu dem Thema gekommen…aber es betrifft mich direkt, also übernehme ich den Teil, die Daten zusammenzutragen…Der Controller war die ganze Zeit mit dabei und als ich ihn nur ein paar Minuten später darum bitte, mir seine Daten dazu zu geben, fragt er mich ganz irritiert, was ich denn jetzt damit zu tun habe. Neeeeein -nicht schon wieder….Sag mal, Du warst doch dabei, als wir fest gelegt haben, das ich die Daten zusammen stelle…also er wollte die Daten lieber unserem Syndikus geben…ich bin wieder genervt und verlasse sein Büro. Das darf doch echt nicht wahr sein.

Ich schreibe ihm also eine Mail und nehme unseren Syndikus in cc, worin ich den Controller bitte mir seine Daten zu geben, damit ich diese von verschiedenen internen und externen Stellen zusammentragen kann, damit wir hoffentlich noch vor Jahresende zu einer Lösung kommen können.

Eigentlich wollte ich diesen Freitag ins Büro kommen…hab mich dann aber fürs Homeoffice entschieden…zumal der Controller auch vergessen hat, das ich seit nunmehr mehr als 1 Jahr nahezu jeden Freitag im Büro bin, weil er bisher seinen Haupt-Homeoffice-Tag immer freitags hatte, zusammen mit seinem Zuarbeiter der auch freitags im Homeoffice ist.

Seitdem er nun lieber montags ins Homeoffice geht (dann, wenn ich auch von Zuhause aus arbeite), ist er freitags im Büro…und letzte Woche meinte er: warum ich denn an einem Freitag ins Büro komme, so ungeplant. – AHA …wieso ungeplant? Ich bin doch immer da…oder wer meinst Du, hat in den letzten Monaten freitags die Post gemacht? …aus seinem Blick spricht ein einziges Fragezeichen…und dann kommt wieder nur eine patzige Antwort.

Ich reagiere auf diese merkwürdigen Aussetzer mehr und mehr genervt…er merkt wohl, das ich genervt bin, verbindet es aber nicht, mit seiner mangelnden Merkfähigkeit…also ein bisschen mache ich mir schon Sorgen, wie das bei ihm weiter geht. Fakt ist, ich kann mich bei ihm auf keine Aussagen und keine Vereinbarungen mehr verlassen. Und wenn ich in seinen „normalen“ Zeiten mal vorsichtig das Thema „Merkfähigkeit“ anschneide, dann ignoriert er es….weiß er das er ein Problem damit hat? Solche Szenen kommen ja immer öfter vor… Ich kann es leider nicht sagen…