Die  „144“-Challenge

(Achtung ! nur langweiliges Arbeitszeugs )

Montagvormittag wollte der Controller mit mir telefonieren, ich hatte es nicht gesehen und dann hatten wir auch schon eine Anwender-Online-Schulung für eines unserer Module in der neuen Software.

Wie immer war unser Fazit nach der Schulung komplett unterschiedlich: Ich konnte durch die Schulung mein Wissen festigen und letzte Unklarheiten beseitigen und der Controller meinte hinterher: er hätte es nicht gut gefunden und nichts für sich daraus mitnehmen können. Er könne so immer noch keine Debitoren-Rechnungen schreiben. Dabei ist das bereits die insgesamt 3.Schulung zu dem Thema und ich fühle mich gut geschult – stecke ich doch aktuell in meiner „144“-Rechnungs-Challenge .

Dabei steht die „144“ stellvertretend für alle Rechnungen, die ich einmal im Jahr, in einer einzelnen Gesellschaft erzeugen muss. Die Anzahl 144 ist dabei nicht mehr aktuell, es ist die Zahl vom Vorjahr – aber da sich gerade eine Menge hin-und her in den Gesellschaftsbeziehungen ändert, weiß ich die diesjährige Zahl noch nicht genau…ich bin mit dem Kontrollieren und Abarbeiten der Mails aus unserer Rechtsabteilung zu dem Thema, noch nicht fertig. Alle paar Tage kommen Neuigkeiten, denn auch die Rechtsabteilung muss einen Rückstand mit den Eintragungen im Handelsregister aufarbeiten und ich muss in den HR-Auszügen immer kontrollieren ob und wie es „meine“ Gesellschaft betrifft und ob und wie jeder entsprechende Vertrag angepasst wurde, ob welche komplett rausgefallen sind oder ganz Neue dazu kommen, die sich auf meine Rechnungsstellung auswirken.

144 ist also nur eine Art Platzhalter und soll signalisieren: es bleibt noch eine Menge Arbeit, für all diese Geschäftsbeziehungen in neuen System die „Vertragsdaten“ und „Verkaufsaufträge“ anzulegen, diese mit den individuellen Daten zu füllen und dann daraus Rechnungen zu generieren.

Die IT hat mir in der Schulung angeboten, zumindest das Anlegen der Aufträge über eine, mir nicht zugängliche, Funktion automatisiert zu übernehmen wenn ich eine Excel-Datei mit den notwendigen Daten zur Verfügung stelle. Nichts leichter als das, einzig meine seit Jahren bestehende Excel-Liste hilft mir dabei, nicht den Überblick zu verlieren.

Die ersten knappen 20 „Subscription Billing Schedules“ habe ich selber angelegt, daraus die „Sales Order“ generiert und daraus dann die Rechnungen erzeugt und cross-Company (auf beiden Seiten) verbucht. Wenn das erst einmal überall reibungslos funktioniert – dann ist das eine gute Sache.

Ich konnte somit innerhalb von ein paar Stunden auch gleich die Zahlungen bei den Rechnungs-empfangenen Gesellschaften, die ich betreue, auslösen. Das ist dann mal richtig effizient. Aber noch läuft nicht alles rund…es fehlen immer noch an einigen Stellen die richtigen Einstellungen im System.

Das Erzeugen von „echten“ Online-Rechnungen“ also die mit strukturiertem Datensatz im XML-Format, anstatt eines einfaches PDF (seit 2025 eine Pflicht – allerdings mit langen Übergangszeiten) klappt auch noch nicht überall reibungslos und es kommen immer noch Fehlermeldungen, die auch die IT nicht versteht.

Einen weitaus größeren Schwung von knapp über 100 Vertrags-Daten, habe ich dann in der Excel-Datei an die IT geschickt, werde aber erst nächste Woche eine Rückmeldung bekommen…die hatten gestern ein Teamevent und nun 2 Feiertage.

Die restlichen, aktuell noch unklaren, bzw. in Änderung befindlichen Gesellschaften mache ich dann bis Mitte Juni fertig….so das ich bis zum 30.06. hoffentlich ALLE Rechnungen für diese Gesellschaft fertig haben werde.

Challenge accepted

Einladung in die Elbphilharmonie

Die Woche verlief ansonsten ruhig und geordnet – eine Wohltat für meine Seele.

Meine Schwester ist sehr zufrieden mit ihrer nun dauerhaft reduzierten Wochenstunden-Zahl. Das Arbeiten macht ihr sogar wieder Spaß. Mein Schwager ist momentan auch zufrieden mit der noch ein paar Monate andauernden „Maßnahme“ der Rentenversicherung. Finanziell pendeln die Beiden sich gerade wieder etwas ein.

Die Beiden haben mich für Anfang Oktober in die Elbphilharmonie eingeladen, es gibt ein Orgelkonzert im Großen Saal von Iveta Apkalna u.a. mit der „Chaconne / aus: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 von Johann S.Bach“ – das ich bisher nur mit Geige kenne – mir aber sehr gut auch auf einer großen Orgel gespielt vorstellen kann.

Viele Werke von J.S.Bach haben mich im Laufe meines Lebens begleitet und sind immer noch positiv besetzt. Ich habe früher im Kinder-Kirchenchor (evangelische Gemeinde in einer Kleinstadt) gesungen.

Als ich älter wurde, dann in der Stadtkantorei, wo wir zusammen mit der Chorgemeinschaft einer Nachbarstadt, auch größere Auftritte hatten u.a. mit der Matthäus-Passion und dem Weihnachtsoratorium von Bach.

Und die „Brandenburgischen Konzerte“ oder auch das „Konzert für 2 Violinen“ (damals noch auf Schallplatte aus dem Schrank meines Vaters) haben mich über so manchen Kummer in meiner Jugend hinweg getröstet.

Mit dieser Musik fühle ich mich heute noch geborgen und sie hat mir mehr geholfen, als die Kirche es jemals konnte. Ich singe aber seit vielen Jahren schon nicht mehr in einem Chor…meine Stimme hat sich mit dem Erwachsen-Werden verändert.

Die alten Partituren aus der Zeit im Chor, sind leider dem Wasserschaden im letzten Jahr zum Opfer gefallen. Das ist schade, aber auch wiederum okay…ist ja schon Ewigkeiten her.

Heute bin ich überzeugter Atheist…aber die Liebe zu dieser Musik ist geblieben.

Die Einladung zu dem Konzert ist ein Dankeschön der Beiden für meine andauernde Unterstützung in den letzten Jahren…das ist eine schöne Geste, über die ich mich riesig freue.

…kleben am Fliegenfänger…

…wir warten immer noch.

Jetzt sind inzwischen schon 2 Wochen vergangen und der Controller hat sich immer noch nicht entschieden ob er bleibt oder geht.

Das nervt, weil wir im Moment mit unserem neuen Teamleiter KEINE wirklichen Entscheidungen, über unsere zukünftige Aufgabenverteilung innerhalb des Teams, treffen können.

Wir werden quasi ausgebremst – gelähmt. Hier ein Beispiel: Soll ich dem Teamleiter jetzt wirklich eine meiner Firmen komplett übergeben – also ganz offiziell, mit allen Änderungen, die dann vorgenommen werden müssen?….Hmmm nein, also lieber nur „halb“. Er übernimmt die Firma jetzt, aber unter meinem Namen…quasi wie eine Vertretung. Zumindest vorläufig. Das ist für uns Beide nicht befriedigend – aber notwendig.

Denn wenn der Controller geht – dann wird der Teamleiter keine Zeit mehr dafür haben…weil dann haben wir ganz andere Probleme und ich müsste die Firma dann wieder zurück nehmen usw. usw.

Inzwischen ist wohl herausgekommen, das der Controller (zumindest bis Anfang dieser Woche) noch gar keinen neuen Abeitsvertrag vorliegen hatte…da verzögert sich wohl etwas. Eine andere Variante wäre: er hat einfach versucht mehr Geld von unserem Arbeitgeber zu bekommen….Keine Ahnung – ist natürlich alles Spekulation. Angeblich will er sich jetzt DIESES Wochenende entscheiden.

Nun es gibt da ein Indiz, das sich da eine Entscheidung anbahnt….aber nur ein ganz kleines.

Der Controller hat nur ein einziges Smartphone, welches er beruflich und privat nutzt. Das war früher in der Firma so üblich, wird mittlerweile aber nicht mehr so gerne gesehen…die meisten von uns besitzen also 2 Mobiltelefone: ein Privates und ein Berufliches. Der Controller ist bei dem Einen geblieben.

Mit meinem Privathandy hab ich über Whatsapp Kontakt zum Controller, genauso wie zu anderen Kollegen. Soweit nichts besonderes.

Aber Whatsapp hat mich heute Morgen informiert, das der Controller eine neue Handynummer hat, ob ich die Nummer speichern möchte. Das war eher zufällig, das ich das gesehen habe.

Ich weiß, das sich seine berufliche Mobilfunk-Nummer nicht geändert hat, also hat er jetzt mit der zweiten Nummer auch ein privates Smartphone.

Warum die Änderung gerade jetzt? Nun – das ist dieses kleine Indiz – kein Beweis – aber ein Indiz, das er tatsächlich gewillt sein könnte, die Firma zu wechseln. Denn dann würde diese kleine Änderung einen Sinn ergeben.

Es kann natürlich auch ganz anders sein….es ist und bleibt Spekulation…ich hoffe, das wir bald endlich wissen, woran wir sind..

Egal ob gehen oder bleiben: wir brauchen die Entscheidung, damit nicht jede Diskussion wie Fliegen am Fliegenfänger kleben bleibt und dort verendet. So kommen wir keinen Schritt voran.

Tagesausflug: Helgoland – mit emotionalen Startschwierigkeiten

Letzten Samstag ging es zum 2.Mal in meinem Leben nach Helgoland…per Schiff von Büsum aus – Abfahrt 9:30 Uhr.

Das hieß sehr früh aufstehen…denn ich musste ja erst einmal von Quickborn nach Büsum kommen. Das dauert so ca. 1 1/4 Stunden mit dem Auto, dazu 1/2 Stunde extra Zeitpuffer, den man immer mit einrechnen sollte, für Unvorhergesehenes auf den Straßen und sei es nur ein Rückstau oder eine extra Pinkelpause.

Wir hatten auf dem Schiff Frühstück/Abendessen mit gebucht, denn nur so bekommt man auch sicher einen Tisch auf dem großen Schiff. Das letzte Mal waren wir im Spätsommer da und da war es ein Glück, das wir vorbestellt hatten…das Schiff war proppevoll, das wir uns einen 6er Tisch mit Anderen teilen mussten…aber die waren richtig nett.

Dieses Mal war das Schiff sogar ziemlich leer…prima – also im Mai fahren macht mir damit auf jeden Fall mehr Spaß. Da das im Preis enthaltene Frühstück aber nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprach (1 Tasse Kaffee, 1/2 Weizen-Brötchen mit Butter und belegt mit Salami und 1/2 Brötchen mit Käse) hatte ich für uns 3 vorgesorgt und extra Brote geschmiert. Meine Schwester isst normalerweise keine Weizenbrötchen, wir beide essen keine Salami und Emmentaler ist auch nicht so mein Geschmack. Einzig mein Schwager isst alles das und hatte daher ausreichend Essen zur Verfügung.

Deshalb hatte ich vorsorglich vom Bäcker ein Dinkel-Kürbiskernbrot gekauft und entsprechend unserer Vorlieben belegt. Wir haben es uns dann schon an Bord gut gehen lassen und die 2,5 Stunden Überfahrt nach Helgoland war dann auch richtig schön. Während viele Andere die Zeit mit Kartenspielen (Familien) und Wett-Trinken (männlicher Junggesellenabschied) verbracht haben, haben wir uns unterhalten. Schwester+Schwager hatten viel zu erzählen und auch ich war in Redelaune, was gut passte.

Der Beginn unseres Ausflugs war jedoch schwierig: Meine Schwester war extrem angespannt, schrill schon bei der Begrüßung und sie pflaumte ständig meinen Schwager in einer aggressiven Art an, das schrillten sofort alle Alarmglocken bei mir….ohhh nein – nicht schon wieder. Ich habe sie dann ein paarmal in den Arm genommen und versucht sie zu beruhigen….später musste ich noch ein-zweimal an sie appellieren, wo ist das Problem, entspann Dich doch bitte…es ist Wochenende, die Sonne scheint, wir sind auf einem Schiff und auf dem Weg zu einem schönen Ausflug – kein Grund aggressiv zu sein, kein Grund sich aufzuregen…alles ist doch in Ordnung.

Als meine Schwester Kaffee-Nachschub holte, fragt ich meinen Schwager, ob das wieder öfter vorkommt…er war ganz geknickt: Jaaa – leider. Er bleibt dann ruhig und sagt auch nichts zu ihr…ich möchte aber, das er ihr zwischendurch mal Einhalt gebietet…das sie es selber merken kann…so das sie wieder da raus kommen kann.

Seit ihrer ersten Herz-OP vor ein paar Jahren, kommt das immer wieder…es ist eine zeitweilig aufkommende Veränderung ihres Wesens, bei der sie dann auf jede Kleinigkeit emotional „über“-reagiert und sie ist sich dessen gar nicht bewusst. Es geht bei ihr dabei von einem Extrem ins Andere.

Vor allem diese keifende Wut die schon bei Kleinigkeiten, die sie stören, in der Stimme zu hören ist, die macht mir Sorgen. Das ist echt erschreckend. Wir haben dann eine Weile geredet und sie hat sich dann auch endlich entspannt…so war der Tag dann auch plauderhaft schön.

Wir hatten einen losen Plan für den Tag…mein Schwager wollte gerne eine Rundfahrt um die Insel mit den Börte-Booten machen…ich wollte Knieper (Taschenkrebse – die Spezialität auf Helgoland) essen….meine Schwester wollte nach Parfüm schauen.

Helgoland gilt als steuerliches Ausland und unterliegt damit nicht dem Steuerrecht der EU, was bedeutet das die Waren nicht nur ohne Zoll, sondern auch ohne MWST angeboten werden…aber wie bei jedem zollfreien Einkauf, muss man auf die Mengen achten, die man zollfrei nach Deutschland „einführen“ darf.

Wer das noch von früher mit den Butterfahrten kennt, kann sich damit ein Stück Nostalgie zurück holen…nur das man die Ware nicht auf dem Schiff selbst, sondern direkt auf der Insel kauft.

Bei einem Aufenthalt von „nur“ 4 Stunden muss man sich seine Zeit also gut einteilen. Wir kamen um kurz nach 12 Uhr auf der Insel an….sind dann an den schönen bunten Häuschen am Hafen entlang geschlendert bis zum Bootssteg für die Ausflüge…okay um 14 Uhr geht das nächste Börte-Boote, 1 Stunde dauert die Rundtour um die Insel.

Also sind wir weiter geschlendert, haben uns ein paar Läden von innen angeschaut (vor allem nach Parfum und Alkohol geschaut)….und dann haben wir uns in einem kleinen Restaurant niedergelassen, das die Taschenkrebse anbot…okay -wie schön es gibt sie doch schon.

Wir haben also mit Hilfe des Kellners 2x 800G / 1x 500G Knieper bestellt, dazu gab es WEißbrot und 2 verschiedene Dips. Das klingt nach viel, aber die Ausbeute an Krebsfleisch bleibt dabei überschaubar…

Zum Glück waren die Kebse schon geknackt. Es gab also keine Zangen für uns, dafür eine Art schmale, lange Gabel zum rauspulen des Krebsfleisches.

Ich war überrascht wie aromatisch das Fleisch schmeckt und kann es geschmacklich mit nichts vergleichen. Mir hat es gut geschmeckt und ja es nimmt viel Zeit in Anspruch, das kleinteilige faserige Fleisch raus zu pulen. Langsam Essen ist ja eh gesund und wir waren auf jeden Fall gesättigt- obwohl es wirklich nicht soo viel war.

Der Teller oben dazu noch Brot und die Dips war 1 Portion und kostete dann auch 39,95 Eur. Die Bedienung meinte, es wäre auch eher eine Vorspeise. Mir war es das wert, denn ich wollte das unbedingt einmal probieren und meine Familie hatte ich dazu eingeladen.

Dann sind wir schon wieder zum Bootsanleger geschlendert und los ging die Fahrt rund um die Insel. in dem offenen Börte-Boot schaukelte zwischenzeitlich ganz gehörig… ENDLICH hab ich mal wieder gespürt auf dem Wasser zu sein…ich mag Seegang und der Wind tat sein übriges…

Während der Rundfahrt um die Insel wurde uns viel erklärt…das war kurzweilig und sogar spannend. Nach der Rundfahrt ging es dann noch einmal durch ein paar Geschäfte um jetzt die vorher gesichteten Parfum- und Alkoholflaschen zu kaufen und dann war es auch schon wieder Zeit zum Schiff zurück zu schlendern.

Jaa dieses Mal blieb keine Zeit um nach ganz oben auf die Insel zu gehen und die weite der Natur zu sehen und zu spüren (wegen des Winds)…aber das wussten wir im voraus. Deshalb sind wir ja ein zweites Mal hierhin gefahren, um das zu machen, für das wir beim ersten Besuch keine Zeit hatten.

Zufrieden ging es wieder zurück zum Schiff und nach weiteren 2,5 Stunden Fahrt kamen wir wieder in Büsum an…zwischenzeitlich gab es dann noch auf dem Schiff das Abendessen (wir hatten Labskaus vorbestellt, das war reichlich und lecker).

Wir haben uns auf dem Parkplatz dann voneinander verabschiedet und wissen schon jetzt, das wir noch ein 3. Mal hinfahren „müssen“, um die ehemaligen Luftschutzbunker / Festungsanlagen zu besichtigen. Ich habe gelesen das es auf ca. 14km unterirdische Anlagen gibt. Ein Teil davon ist ein Museum, das 1stündige Führungen anbietet.

Außerdem wollen wir das nächste Mal den Katamaran von Büsum aus nehmen. Der ist zwar teurer, dafür braucht er nur 1,5 Stunden und es ist bestimmt ein tolles Erlebnis.

Warten auf die Entscheidung

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Und schon seit Wochen traktiert uns der Controller wieder mit seinen Abwanderungsplänen…er hatte also ein 1.Gespräch, ein 2.Gespräch und die letzten Einzelheiten wurden lt. seiner Aussage auch geklärt, der Vertrag liegt vor und anstatt jetzt (endlich) einfach zu unterschreiben und bei uns zu kündigen, hüllt er sich in eine Art komatöses Schweigen.

Einzig unseren neuen Teamleiter hat er auf den gleichen Stand gebracht…also ob er nun kündigt oder nicht und das er sich jetzt entscheiden will.

Letzten Freitag, nachdem alle gegangen waren, hatte ich noch ein Gespräch mit dem Controller…er solle sich gut überlegen was er nun macht, ob er die Sicherheit hier, gegen etwas Neues dort eintauschen möchte. Er möchte einen Neuanfang…denn kann er aber bei uns nicht auf die Weise bekommen, wie er es gerne hätte. Er wollte am Wochenende gründlich darüber nachdenken und sich entscheiden.

Montag war er dann kurzfristig im Homeoffice und keiner hat etwas zu dem Thema von ihm gehört…Dienstag war er mit den anderen Beiden im Büro = und wieder nichts.

Mittwoch nun hatten wir ein Teammeeting Vorort….also jetzt muss er doch mal mit einer Entscheidung kommen…aber nein – wir saßen fast 2 Stunden zu Viert im Meetingraum und er hat NICHTS dazu gesagt.

Das ist unfair uns allen Gegenüber…dann hätte er auch im Vorfeld die Klappe halten können, so hat er uns alle in Aufruhr gebracht…nun warten da zwei Kollegen und ein Teamleiter auf seine Entscheidung….und er sagt einfach nichts.

Katrin und ich hatten schon am Montag beschlossen: also WIR fragen ihn jetzt nicht danach…da muss er schon auf uns zukommen.

Mittwochnachmittag ist mir dann allerdings der Kragen geplatzt und ich hab unseren Teamleiter direkt angesprochen, ob sich der Controller jetzt mal bei Ihm festgelegt hat, so von wegen Kündigung oder nicht.

Unser Teamleiter war ehrlich entsetzt, das auch ICH schon im Vorfeld davon wusste…und hat anschließend auch so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert, was er mit der Firmenzentrale so zu dem Thema gehört, bzw. besprochen hat….das geht mich ja eigentlich nichts an…aber Fakt ist: auch ihm Gegenüber hat sich der Controller noch nicht erklärt.

Eine Aussage war dann aber auch, finanziell wird sich die Firma „nicht erpressen“ lassen, dafür hat sich der Controller bei einigen Leuten in den letzten Monaten zu unbeliebt gemacht…und beim letzten Mal als er ja auch einen unterschriebenen Vertrag vorgelegt hat, hat man ihm mit einem Zuschlag beim Gehalt, halten können.

Das ist dieses Mal gar nicht mehr das Ziel, in zu halten. Wenn er gehen will, dann soll er gehen. Das wäre evtl. für alle Seiten das Beste, auch wenn die Firma dadurch eine Menge Spezialwissen verlieren würde…es gibt bestimmte, sehr spezielle Regelungen in unser deutschen Hauptfirma, mit denen ich nie etwas zu tun hatte…das ist schon ein sehr spezielles Geschäftsmodell, das mit der Zentrale in DK stark verwoben und eher undurchsichtig erscheint.

Da könnte ich also gar nicht helfen. Ich habe dafür mir dafür, durch meinen Firmen, anderes Sonderwissen angeeignet und ich kenne von uns Vieren die neue Buchhaltungs-Software aus dem Tagesgeschäft am Besten. Hier könnte ich ebenso helfen, wie bei organisatorischen Dingen…und Katrin hat ja auch einen großen Teil schon bei der Migrationsarbeit übernommen, was eigentlich der Controller hätte machen sollen. Sie hat schon mal einen 3/4 Überblick über die Hauptfirma – bis auf diese interne Verrechnungslogiken.

Wir sitzen also wie auf heißen Kohlen. Denn bei unseren kurzen Kündigungsfristen muss dann natürlich schnell für einen Ersatz gesorgt werden…und der Teamleiter ist auch schon mit dem HR dabei eine Stellenanzeige online zu stellen. Für gute Leute muss man eben frühzeitig suchen oder eben evtl. lange auf Jemanden warten…also wird schon mal vorsorglich mit der Suche gestartet. Absagen kann man dann das Ganze immer noch.

Inzwischen ist das bereits das 3x das der Controller auf dem Absprung ist…ich hoffe für ihn (und uns) das er es dieses Mal schafft.

Ich habe das bisher nur einmal gemacht…und ich habe mich dann, sogar noch vor der Zusage, gegen einen Firmenwechsel entschieden. Die Zusage kam dann einen Tag später…aber da hatte ich mich ja bereits entschieden: ich bleibe wo ich bin. Das heißt aber auch, ich muss mich mit den Gegebenheiten abfinden und ich lerne tatsächlich täglich mehr, damit umzugehen.

Mein Stresslevel sinkt trotz allem weiter…in dieser Woche habe ich mit dem Chance-Team, die Migrations-Daten für das letzte Modul interhalb der Software fertiggestellt…die Daten stehen zum Testen bereit…nur ich komme nicht auf unser Testsystem…seufz….jaja es läuft immer noch nicht alles rund. Jeden Tag ist irgendetwas was nicht oder nicht mehr funktioniert…die reinste Wundertüte.

Außerdem habe ich jetzt angefangen für die letzten Gesellschaften die „Adjustments“ im neuen System nachzubuchen…und in den nächsten Tagen gebe ich eine Gesellschaft an den Teamleiter ab, damit er auch diesen Teil der Arbeit in der Praxis erlernen kann. Bei mir geht es also in die richtige Richtung.

Aber ich habe genügend andere Sorgen, denn die beiden Gesellschaften, die ich von den dänischen Kolleginnen übernehmen musste, die machen viel Arbeit und noch mehr Sorgen…da werde ich noch Monate brauchen, um den alten Kram aufzuarbeiten und diese Firmen auf ordentliche Füße zu stellen.

Und zwei meiner bisherigen Gesellschaften, die bisher ohne nennenswerten Geschäftszweck, so vor sich hin dümpelten, wurden nunmehr neue Projekte zugewiesen…d.h. hier ist jetzt auf einmal auch mehr zu tun, weil z.B. ein Projekt eingekauft wurde.

Also muss wieder alles angepasst werden….wieder rennt man hinter Firmenänderungen, neuen Bankkonten, Unterschriften und Verantwortlichen her und hofft immer, das alles irgendwie doch gut geht – wie bisher auch hahaha…so läuft das bei uns: einfach mal machen und dann sehen wir, wie weit wir damit kommen.

Verlasse Dich nicht auf andere…mach einfach selbst. Das ist zwar eigentlich gar nicht meine Arbeit…aber als „Project-Controller“ bleibt einem nichts anderes übrig. Wir alle wissen, das ist genau der Bereich in dem es immer noch keinen funktionierenden Workflow gibt…es gibt zu viele Abteilungen und zu wenig Kommunikation und wir Controller sind da die einzige Schnittstelle, wo ja alles zusammenlaufen muss.

Also bleibt uns gar nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden um einiges ans Laufen zu bekommen…denn bald schon schreien die ersten Projektplaner nach der Bezahlung erster Rechnungen.

Vom Legal hab ich bereits eine Rechnung über einen sehr hohen Betrag erhalten….dafür müssen aber erst einmal die Voraussetzungen in unserem System geschaffen werden…und all das, was da nötig ist darf ich gar nicht mehr selber anlegen, sondern das machen verschiedene Abteilungen in der Zentrale. Ein Hoch auf die Dezentralisierung einzelner Arbeitsschritte (eine der Kröten die ich schlucken musste).

Und das war ich tatsächlich anlegen dürfte…das kann ich gar nicht…das hat man mir vor 8 Monaten in der Schulung am Ersten Tag einmal gezeigt….das weiß ich doch jetzt nicht mehr….hihihi…aber die Kollegin aus der Zentrale, hat es mir auf die Schnelle eingerichtet ….puh – eine Sorge weniger.

Ruhiger Freitag mit HO-Gedanken

Mit dem Freitag im Büro, konnte ich tatsächlich auf eine sehr schöne Woche zurück blicken.

Ja auch meine Arbeit bringt mir endlich wieder ein Stück Normalität – und damit auch wieder mehr innere Ruhe. Nein – es ist nicht alles gut – aber auf jeden Fall geht es wieder aufwärts.

Freitag saß ich also zusammen mit meinem neuen Teamleiter im Büro und ja es war auch ein schöner Arbeitstag. Wir waren überhaupt die einzigen Beiden auf unserer Etage….ich habe ihm wieder ein paar Dinge gezeigt und erklärt… den Rest der Zeit hat er halbwegs still vor sich hingearbeitet (leider murmelt er gerne vor sich hin)- zwischendurch haben wir uns locker unterhalten, dann wieder gearbeitet.

Für seine Meetings und Telefonate, die mich nichts angingen, hat er den Raum verlassen – er hat mich vorher gefragt ob es mich stören würde, wenn er die Teams-Meetings in unserem Büro abhält – ja es stört mich akustisch und vor allem gehen mich die Inhalte nichts an …also ist er in den Meetingraum gegangen. So kommen wir also klar miteinander.

Was ich auch als positiv wahrnehme: er schreibt sich auf, was ich ihm erkläre und schreibt es anschließend für sich ins Reine…am Freitag hatte er zu einem Thema eine Rückfrage…das fand ich gut – d.h. er beschäftigt sich mit dem Thema und legt es nicht einfach zur Seite.

Er fand es etwas ungewöhnlich, das ich an einem Brückentag ins Büro komme…hahaha. Na ich hatte ja schon vorher frei und arbeiten muss ich ja auch mal. J

etzt denkt er zumindest darüber nach, ob er nicht selber mal einen Homeoffice-Tag nimmt. Vor ein paar Tagen meinte er noch, er sei nicht so der Homeoffice-Typ, aber die 1 Stunde Arbeitsweg mit der S-Bahn, würde er sich schon gerne mal sparen. Er hätte nicht gedacht, das er so lange braucht, um ins Büro zu kommen. Von mir aus kann er gerne regelmäßig freitags ins Homeoffice gehen.

Mittwochs ist jetzt bei uns immer Team-Tag…d.h. wir haben regelmäßig mittwochs ein Präsenzmeeting im Büro. Ja das ist okay – auch für mich.

Händischer Typ

Den 1. Mai habe ich dann in aller Gemütsruhe verbracht….es war ja warm – also mir viel zu warm mit über 25 Grad…und so habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr meinen Sonnenschirm aufgespannt.

Zum Glück hatte ich schon einen Tag zuvor, am Nachmittag, den Balkon angefangen sauber zu machen. Auf den Knien rutschend mit dem Staubsauger in der Hand, habe ich allen Dreck aus den Zwischenräumen der Holzfliesen aufgesaugt – vor allem die schmalen Blätter meiner beiden Bambus Pflanzen -aber auch all den anderen Dreck der sich über den Winter angesammelt hat und die Überreste von herunter gefallenem Vogelfutter.

Nach der Staubsauger-Runde folgte dann noch die 2. Runde mit dem nassen Lappen über die Fliesen wischend….ebenfalls auf den Knien rutschend. Anschließend noch das Abwischen der Balkonbrüstung. Damit war der 1. der Aktion erledigt.

Übrigens ich habe schon manch andere Methode versucht, aber ich komme immer wieder auf die ganz altmodische Art zurück. Die besten Ergebnisse erziele ich tatsächlich, wenn ich mich auf die Kniee begebe und es von Hand sauber mache. Ein Kniekissen hilft mir dabei sehr gut.

Allen technischen Errungenschaften zum Trotz, ich bin und war schon immer der händische Typ. Ich mache gerne etwas direkt mit den Händen, pur und direkt. Ich schäle gerne mein Gemüse von Hand, ich liebe es Teig selber zu kneten, beim Pflanzen und säubern von Beeten/Pflanzgefässen wühle ich gerne in der Erde und ich putze (wenn ich denn putzen muss) immer noch von Hand. Handschuhe kommen bei solchen Aktionen fast nie zum Einsatz.

Am 1. Mai dann hab ich mich mit den einzelnen Pflanzgefäßen beschäftigt, habe die Pflanzen begutachtet, Frostschäden entfernt, ein paar Pflanzen ausgedünnt, gekürzt, umgetopft und neu angeordnet…das macht ja nicht viel Lärm – war also eine gute Idee für den Feiertag.

Später hab ich mich dann auch auf den Balkon gesetzt und es genossen, das es wieder sauber ist. Wenn die kommenden kalten Tage (Eisheiligen) dann auch vorbei sein werden, dann kommt der letzte Teil: ein paar neue Pflanzen.

Ich brauche nicht mehr Viele, die meisten habe ich jetzt schon ein paar Jahre und sie gedeihen prächtig. Die Strategie auf viele Grüne und mehrjährige Pflanzen und wenig bunte Hingucker zu setzten, anstatt auf viele bunte (oft kurzfristige) Sommerblumen macht sich jetzt bezahlt.

So hat auch meine Clematis bereits jetzt schon 15 Blütenknospen und das ganz ohne das ich irgendetwas gemacht habe. Ich habe sie nicht einmal im Herbst geschnitten…aber scheinbar fühlt sie sich doch wohl bei mir.

Um die Knospen richtig erkenne zu können, muss man das Bild ran-zoomen 🙃 ich freue mich so richtig dolle über die Clematis.

langsames Aufstehen und schnelle Rezepte

Mittwoch dann hatte ich einen Tag Urlaub. Ich habe etwas länger geschlafen, noch im Bett gelesen…mich dann gaaanz langsam fertig gemacht, meine Sporttasche geschnappt und bin nach Wedel zu „Badebucht gefahren

Eigentlich wollte ich ganz früh hin…aber mir war nach einem sanften und langsamen Start. Es ist ein normaler Wochentag…da wird ja hoffentlich nicht so viel los sein, so um 8 Uhr Morgens.

Und am Anfang war es auch so…mit nur wenigen anderen Schwimmern konnte ich ruhig und entspannt meine Bahnen ziehen…und auch die neue Schwimmbrille testen. Meine Vorherige hatte sich beim letzten Besuch hier, mit einem Knacks verabschiedet. Nun habe ich eine Neue, mit etwas größeren Gläsern…sie ist sehr bequem – aber innerhalb der ersten Viertelstunde musste ich das Gummiband ein paar Mal nachjustieren. Nun ist sie perfekt eingestellt.

Nach einer 3/4 Stunde wurde dann leider das Becken für die Bahnenschwimmer verschmälert und um Punkt 9 Uhr startete in dem abgeteilten Bereich dann die Wassergymnastik mit lauter Musik und mit megalauten Ansagen der Trainerin, um die Musik zu übertönen und die mehrheitlich älteren Damen und Herren auch akustisch zu erreichen.

Obwohl ich den Kopf beim Bahnenschwimmen immer wieder unter Wasser habe, komme ich ja genauso oft mit dem Kopf aus dem Wasser, um zu atmen…und das war dann ein sehr unschöner Effekt auf meinen Ohren und es wurde langsam auch eng in dem Becken, weil immer neue Schwimmer hinzu kamen.

Aber egal, meine Mindeststrecke von 1km hatte ich schon erreicht und überschritten. Ich bin dann trotzdem zufrieden gegangen, auch wenn ich gerne noch länger geschwommen wäre.

Memo an mich selbst: Achte darauf nicht später als 7.00 – 7.30 Uhr mit dem Schwimmen zu beginnen – sonst wird es laut und eng. Aber Immerhin hatte ich in der Dusche Ruhe und ich konnte mir viel Zeit lassen.

Von Wedel bin ich dann nach Elmshorn gefahren…ich wollte noch ein paar Rankhilfen aus Holz für den Balkon besorgen (mir sind ein paar vom letzten Jahr zerbrochen) und dann mal wieder einen etwas größeren Einkauf erledigen…die Rankhilfen, die ich suchte, waren aber noch nicht da…also ging es dann zum Supermarkt und vor allem auch zum heimischen Spargelstand.

Ich bin seit letzten Jahr ein großer Fan von Grünem Spargel. Vor allem zum Braten ist der toll und super aromatisch. Was ich noch nicht kannte war violetter Spargel. Beide braucht man nicht zu schälen, sondern man schneidet nur evtl. holzige Enden ab und schneidet sie einfach in Stücke und dann geht es für wenige Minuten in die Bratpfanne.

Ich kombiniere es mit allem Möglichen an Gemüse, brate alles zusammen, dann ablöschen mit Brühe und Passata, gewürzt je nach Laune und manchmal zum Abrunden kommt auch noch Mozzarella oben drauf: das ist eine vollwertige Mahlzeit. Schnell und einfach – so wie hier:

Nach dem Einkaufen hab ich alle Vorräte in Keller, Vorratsschrank und Küche verstaut und habe den violetten Spargel zu einer schnellen Pfanne verabeitet (ohne Foto – deshalb das Beispiel von ein paar Tagen zuvor).

Mitte April habe ich auch mal wieder ein paar Waffeln gebacken. Das Besondere hier ist, das der Teig nicht aus normalem Weizenmehl besteht, sondern eine Mischung aus Dinkel-Vollkornmehl, Haferflocken und Skyr ist. Natürlich sind auch etwas Zucker, Dattelsirup, Butter, Ei und Milch, sowie Vanille enthalten.

Wie man sieht, mag ich Waffeln etwas dunkler und sie müssen auch nicht perfekt sein…aber das ist ja Geschmackssache.

Was für mich wichtig ist: diese Waffeln sind lecker und halten lange satt und führen bei mir nicht zu einem Heißhunger-Effekt.

So eine Waffel passt daher bei mir prima als Nachtisch zu einem Mittagessen, bei dem ich auf Füll-Beilage wie Kartoffeln, Nudel oder Reis verzichte.

Ich friere die Waffeln ein und wenn ich eine essen möchte, egal ob als Nachtisch oder einfach nur so zwischendurch, dann kommt sie unaufgetaut im „Re-Heat“-Modus für ca 3-5 Minuten in die Heißluft-Fritteuse – dann ist sie wieder schön knusprig.

Ich weiß nicht jeder mag oder verträgt Haferflocken – für mich sind sie inzwischen ein unverzichtbarer Teil beim Kochen.

Chaos – gute Kollegin / überforderte Kollegin

(Achtung: nur langweiliges Arbeitszeugs!!)

Montag und Dienstag hab ich von Zuhause gearbeitet und hatte endlich einmal wieder so ein Gefühl von Normalität…das neue System wirkt nicht mehr ganz so neu und das Unverständnis für einige Prozesse weicht dem Gefühl: ich weiß was ich tun muss und wenn das nicht läuft, weiß ich, wie ich es auf anderem Wege erreichen kann….nicht schön – aber lösbar. Neue Abläufe festigen sich so langsam und werden zu Routinen.

Mein neues Laptop läuft immer noch nicht zu 100%,, wie es soll…aber einige Probleme habe ich tatsächlich selber lösen können (zum Glück hab ich immer noch ein gutes Gedächtnis und konnte mich erinnern, das ich das eine oder andere Problem schon einmal hatte und wie es gelöst wurde) und für das größte Problem hoffen die IT und ich auf kommenden Freitag, wenn ein anderer IT-Kollege wieder da ist.

Und seit dann Dienstagnachmittag noch eine systemseitige Lücke geschlossen wurde, bin ich mit dem Banken-und Zahlungsmodul inzwischen sehr zufrieden…es gibt nur noch EIN Bankportal, bei dem es noch nicht einwandfrei klappt. So fange Ich endlich an dem System zu vertrauen, weil die Prozesse tatsächlich funktionieren. Jetzt geht es ans „aufräumen“ – alles da,s was am Anfang nicht richtig lief, was wir nicht besser wussten und einfach „irgendwie“ gemacht haben, um voran zu kommen…all das muss jetzt überprüft und korrigiert werden.

Ich bin dabei in guter Gesellschaft…meine Lieblings-Kollegin aus DK hat nach Ihrer Elternzeit vor 2 Monaten wieder ihre „alten“ Gesellschaften von ihrer Vertretung zurück bekommen, so das wir jetzt wieder bei vielen Gesellschaften zusammen arbeiten.

Als ich sie auf ein großes Problem aufmerksam machte, meinte sie…jaaa da hat die Vertretung ein etwas größeres Chaos in ihren dänischen Firmen angerichtet…sie fängt gerade erst an mit dem Aufarbeiten. Da unsere Gesellschaften miteinander verbunden sind, sehe ich das Chaos tatsächlich bei jedem Zahllauf…weil ich für die dänischen Gesellschaften die Zahlungen über die entsprechende Deutsche Gesellschaft ausführen muss. Mit der Funktion der Cross-Company-Buchungen sehe ich somit, das alle Rechnungen aus 2024 immer noch als unbezahlt in ihrer Bilanz stehen, was nicht sein kann…da diese ALLE von mir bezahlt wurden, damals noch mit manueller Verbuchung auf beiden Seiten. Irgendwas mit der Verbuchung auf dänischer Seite hat bei der Vertretungs-Kollegin nicht funktioniert.

Die Lieblings-Kollegin aus DK und nunmehr junge Mutter, ist eine tolle Controllerin und wir haben schon ein paar Jahre super an einigen Firmen zusammen gearbeitet. So lernt sie das neue System ja auch gerade erst kennen und wir hangeln uns zusammen durch die Veränderungen…ich bin froh das sie wieder da ist.

Die „Vertretung“ geht nun selber Ende Mai in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Bisher dachte ich, sie hat alles im Griff….aber durch die Übernahme einer Gesellschaft von ihr, die kein dänisches Pendant hat, und die komplett neu für mich ist, sehe ich, das sie hier bei der noch relativ neuen Gesellschaft nicht alles richtig durchdacht hat.

Und ich verstehe nun immer besser, warum ich gefragt wurde, diese rein deutsche Firma zu übernehmen. Sie hat versucht es sich einfach zu machen und nach fast 3 Jahren ist das nun ein heilloses Wirrwarr. Die Abrechnungen der letzten Jahre an die Landeigentümer können gar nicht stimmen….aber um das genau zu berechnen, muss ich erst einmal die Verträge nachlesen und dann mit der Teamleitung in DK klären, warum diese Art der Aufteilung gewählt wurde…es widerspricht allen Regeln, die ich im Laufe der Jahre gelernt habe. Warum ist das vorher Niemandem aufgefallen?

Und nun wollen die Landeigentümer Rechenschaft über ihre Abrechnungen für die letzten Jahre. Das Recht haben sie und meine Kollegen haben es sooo lange verschoben sich damit zu beschäftigen, bis sie es an mich übergeben haben.

Aber ich weiß gar nicht WIE ich das erklären soll….weil es nicht logisch und auch nicht korrekt ist. Na danke auch – ich werde wohl alle Jahre überprüfen und korrigieren müssen. Aber dazu brauche ich erst das GO aus der Zentrale. Das gibt noch einmal richtig Chaos, denn gleichzeitig gab es im April diesen Jahres vom Netzbetreiber korrigierte Abrechnungen für das Jahr 2023….grrrrrrr, wodurch ich nur durch Zufall drauf gestoßen bin.

Die Kollegin hat es nicht für nötig befunden mich darüber zu informieren, obwohl sie die korrigierten Abrechnungen erhalten hat. Sie hat NICHTS damit gemacht. Erst durch eine Mahnung habe ich über Recherche und viele Telefonate davon erfahren.

Jetzt habe ich mal wieder meinem Kopf beim Schreiben freien Lauf gelassen…und bin (wieder einmal) überrascht über das Ergebnis 😇. Eigentlich wollte ich nur kurz das Positive erwähnen und dann zu einem anderen Thema wechseln….hahaha.

Aber wenn die Gedanken so raussprudeln – dann müssen sie eben raus und aufgeschrieben werden.

und dann der nächste Tiefschlag

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs – es geht weiter mit den Dramen)

Ab Donnerstag war ich dann wieder im Büro….so schnell kann eine Woche vorübergehen, wenn man faulenzt…aber es tat gut…richtig gut…und auch diese Energielosigkeit ist scheinbar vorüber. Ich sprudele zwar noch nicht wieder vor Energie…aber zumindest schlafe ich nicht alle naselang ein, sobald ich mich auf die Couch setze.

Die beiden Tage im Büro waren aber auch aufregend genug….immerhin habe ich jetzt meinen Teamleiter mit im Büro sitzen…nachdem in den letzten Tagen Kollegin Katrin sich seiner angenommen hat, war ich nun wieder dran.

Ich erkenne immer noch nicht seinen Wissensstand…er lässt nichts raus, sondern er beobachtet, hört zu und schreibt mit…und bestätigt meine/unsere Aussagen…mehr nicht. Er selber übernimmt bisher nicht einmal bei einem fachlichen Austausch die Führung. Ich bin wie ich bin, sage was ich denke und erkläre was hier hier machen, wie wir es hier machen und was die Zentrale von uns verlangt, das wir machen…auch wenn es für einen deutschen Buchhalter manchmal schwer zu akzeptieren ist.

Und deshalb hab ich am Freitag auch mal meinen Ärger über die nächste Einschränkung unserer buchhalterischen Freiheiten, laut zum Ausdruck gebracht…und dann auch gemässigter in einer Mail.

Da wurde mir am Donnerstagabend mit einer Mail aus der Zentrale mitgeteilt, das ab sofort ein weiterer Teil der angeblichen Standard-Arbeiten, nun auch von der Zentrale übernommen wird. EINE EINZIGE Person übernimmt nun auch das Buchen der Stromerlöse für mehr als 100 Gesellschaften.

Ab jetzt heißt es also ich muss warten, bis diese Person die Zeit findet meine Gesellschaften zu buchen…ich kriege die Abrechnungen quasi erst dann zu Gesicht, wenn sie gebucht sind. Ich finde diese Vorgehensweise fahrlässig….aber nun gut…inzwischen hab ich mich schon wieder abgeregt und es grummelt nur noch in meinem Bauch….habe eine Mail an die Teamleitung in DK zurück geschrieben, was ich davon halte….und meinen neuen Teamleiter in cc gesetzt.

Es würde zu weit führen, jetzt zu erläutern warum ich es für fahrlässig halte…und es ist scheinbar auch nur meine Meinung.

Fakt ist, so schaffe ich es niemals rechtzeitig vor Monatsende die dann, hoffentlich richtig, verbuchten Umsätze weiter zu berechnen und das Geld noch im Abrechnungsmonat fließen zu lassen. Aber dann ist das eben so – ich werde mir dafür auch kein Bein mehr ausreißen.

Vernünftige Buchungstexte und das richtige Benennen von Dateien spielt auch keine große Rolle…aber wozu soll man auch die richtigen Dateien vernünftig wiederfinden wollen. Das spielt aus dänischer Sicht überhaupt keine Rolle. Ich hatte noch keine Gelegenheit mit den Kollegen aus der Zentrale darüber zu sprechen…aber laut Aussage der Finanzchefin schon vor einer Weile würden die es begrüssen, sich damit nicht mehr beschäftigen zu müssen.

Für mich dagegen ist es die Basis all meiner Arbeit. Wenn die Basis nicht stimmt, kann am Ende auch nichts Ordentliches dabei rauskommen…außer das man ständig damit beschäftigt sein wird, die Fehler anderer auszubügeln und versucht zu verstehen, was die da eigentlich gemacht haben, denn auch diese vermeintliche Standard-Arbeit hat so ihre Tücken und führt immer wieder zu Problemen.

Damit gehen wir den nächsten Schritt in die bereits seit 2 Jahren andauernde Richtung alles zu verändern, was diese Firma einmal ausgemacht hat. Weg von der Verantwortung der Controller für eine Firma, zu immer kleinteiliger aufgesplittete Aufgabenteilung.

Während der ersten industriellen Revolution, als die Arbeit automatisiert wurde, war es das gleiche Prinzip…im Namen der Effizienz wurde jeder Mitarbeiter nur noch mit wenigen Handgriffen betreut, die er dann tagaus-tagein immer und immer wiederholen musste.

Heue weiß man, das diese Form der Arbeit krank macht, wenn der einzelne Mitarbeiter nur noch ein kleines Zahnrad ist.

Aber genau das machen wir gerade im geistigen Sinne. Aus einer vielfältig und breitgestreuten Aufgabe, werden mehr und mehr Aufgaben zentral übernommen…es gibt Kollegen die machen den ganzen Tag nichts anderes als Daten für hunderte Gesellschaften zu speichern, ein anderer übernimmt das Verteilen von Mails und uploaden von Rechnungen…der nächste übernimmt das Vorkontieren…es gibt inzwischen sogar schon jemanden der für alle möglichen Gesellschaften nur noch Zahlläufe generiert.

Aber wenn man die Zusammenhänge in einer Firma nicht mehr sieht…kann bei einzelnen Schritten eben auch keiner mehr Wissen ob das richtig ist oder eben nicht…Nicht jede offene Rechnung im System darf bezahlt werden…nicht jede Abrechnung vom Direktvermarkter ist richtig und wenn die Kontrolle der Abrechnung vom Controller erst dann erfolgt, wenn sie schon verbucht ist…dann müssen wir diese dann wieder stornieren oder korrigieren…nicht jede Rechnung in einer Mail ist echt….und wenn dann noch die sprachliche Barriere hinzukommt, dann laufen Rechnungen auch schon mal komplett in falsche Abteilungen und es dauert Wochen, bis ich sie zu Gesicht bekomme, nur um dann sagen zu müssen: den Freigabeprozess müssen wir jetzt doch noch einmal von vorne starten…auch wenn die Rechnung dann schon überfällig ist.

Ich habe ja gar nichts dagegen, bestimmte Arbeitsschritte auszulagern…aber das muss gut überlegt sein. Es hat ja auch Gründe warum gerade so viele Controller in der Zentrale die Firma wieder verlassen oder sich in andere Abteilungen versetzen lassen. Viele sind unzufrieden, was insgesamt mit der Arbeitsbelastung zu tun hat…aber ich glaube nicht, das es die Lösung ist, die Aufgaben einfach zu splitten, anstatt mehr Leute einzustellen, die sich um die Firmen komplett kümmern. Es mag durchaus sein, das es eben nicht mehr genügend Fachkräfte gibt, die solche Firmen komplett übernehmen können…gute Buchhalter sind knapp…aber warum können wir unsere internen Prozesse nicht verschlanken, anstatt es mit jedem Monat komplizierter zu machen.

Wir alle möchten doch mehr sein, als nur ein dressierter Affe. Immerhin haben wir langjährige Ausbildungen und Erfahrungen mit dieser Art von Arbeit, weil wir genau diese Vielfalt mögen.

Ich werde es akzeptieren wie es jetzt ist…habe mich ja entschlossen zu bleiben…also darf ich mich nicht beschweren, das es genau so kommt, wie uns schon im letzten Jahr angekündigt wurde…aber ärgern tut es mich trotzdem.

Wie immer liegt es an meiner Einstellung zu der Arbeit….es ist eben nur ein Job und genau so sollte ich es handhaben…immer wieder nehme ich solche Entscheidungen fast persönlich hahahha… Das ist jetzt mein nächstes Ziel: es ist nur ein Beruf, keine Berufung…ich werde dafür bezahlt die Arbeit zu machen, die man mir gibt und das werde ich weiterhin tun.

Aber das Herz und die Passion für diesen Beruf….die werde ich Stück-für-Stück in dieser Firma zurückschrauben…warum soll ich mich über Dinge ärgern, wenn ich sie nicht ändern kann und gleichzeitig auch nicht gehen möchte. Ich bekomme gutes Geld für weniger Verantwortung…und meine freie Zeit kann ich auch anders verbringen…also ohne mich über den Job zu ärgern.