Glücksstadt – Deiche gesperrt

Letzten Sonntag hatte ich mich am Nachmittag entschieden mal wieder an die Elbe zu fahren…ich hatte Lust auf einen Deichspaziergang…mein Ziel war Glückstadt. Das sind ca. 50km zu fahren.

Die Fahrt zog sich etwas, aber irgendwann war ich dann da, es war immer noch kalt und der Wind blies ganz ordentlich, aber die Sonne schien. Einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden, war nicht schwer und dann bin ich zum Deich gelaufen und – kam nicht drauf. Alle Tore auf den Deich waren verriegelt, mal mit Kabelbindern, mal mit Vorhängeschloss. Sogar die Fahrradwege unterhalb des Deichs waren geschlossen. NICHTS zu machen. Dafür hingen überall Schilder zu Erklärung.

Jaaa na klar hatte ich schon von der Blauzungenkrankheit gehört….aber das dafür jetzt bei Glückstadt alle Deiche geschlossen wurden, hatte ich nicht mitbekommen. Es ist eine Viruserkrankung für Wiederkäuer (Schafe, Rinder, Ziegen)…und auf den Deichen leben eben viele Schafe. Für den Menschen ist sie dagegen ungefährlich.

Nun war ich erst einmal leicht genervt, weil ich mich seit langem mal wieder auf einen Deichspaziergang gefreut hatte…aber nun gut….dann bin ich zum kleinen Hafen gelaufen und anschließend in einem größeren Bogen um die Innenstadt herum.

Das war nicht genau das, was ich wollte…aber immerhin hab ich mich ausreichend bewegt.

Auf dem Rückweg zum Auto hab ich noch kurz vor 18 Uhr bei einer italienischen Eisdiele ein kleines Eis essen wollen. Die wollten um 18 Uhr schließen und haben mir eine ungehörig große Kugel in die Waffel gespachtelt….aber nur 1 Kugel abgerechnet. Hmmm lecker war das und über die große Portion hab ich mich natürlich gefreut.

Ich habe sehr wenig Eis in diesem Sommer gegessen, aber wenn, dann jedes Mal mit großem Genuss und das jetzt hier, das war für mich die Verabschiedung des Sommers. Die Eissaison ist für mich damit beendet.

Die Rückfahrt verlief, wie die Hinfahrt: es lief etwas zäh…aber egal. Wenn es nur ums Laufen gegangen wäre, das hätte ich schneller und einfacher auch von zuhause aus machen können, anstatt dafür insgesamt 100km zu fahren.

Letztendlich wollte ich aber auch dem Geschrei und Gezanke unter mir entkommen…es gab mal wieder bei den Nachbarn etwas zu feiern, mit allen Kindern und den kreischenden Enkelkindern. Zum Glück waren die schon wieder weg, als ich nach Hause kam.

Zwetschgen-Crumble

Gestern habe ich nach Feierabend die Gemüse-und Obstabteilung in meinem Lieblingsladen geplündert….es ist einfach eine tolle Zeit um frische Produkte aus der Region (oder zumindest aus Deutschland) zu kaufen.

Die Blumenkohl-Köpfe sind riesig, die dicken Porreestangen könnte man auch zur Verteidigung einsetzen, die Auswahl an Gemüse ist groß und die Preise sind echt okay dafür. Es ist Herbst…es gibt schon wieder Rosenkohl und immer noch jede Menge Zwetschgen.

Also hab ich einen meiner Mehrfach-Büddel vollgefüllt…für heute gibt es einen Zwetschgen-Crumble…aber in einer etwas gesünderen Form.

Wie immer versuche ich dabei Weißmehl, Industriezucker und Butter zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren…und auch dieses Mal hat mir der Blick ins Internet geholfen…und mit ein paar Feinjustierungen ist mir eine schöne Variante gelungen

Eigentlich fehlte nur noch etwas geschlagene Sahne – aber die hatte ich beim Einkauf vergessen.

Mein angepasstes Rezept lautete dann :

100g gemahlene Mandeln 50g feine Haferflocken, 50g kernige Haferflocken, 90g Dattelsirup, 90g weiche Butter, Mark 1 Vanillesschote, etwas Zimt und etwas Salz. Dazu 300 g entsteinte Zwetschgen.

Die entsteinten Zwetschen in eine gefettete Auflaufform geben. Alle anderen Zutaten vermischen und mit den Händen zu Streuseln formen und über die Zwetschgen geben. für 25-30 Minuten im Backofen bei 160Grad Umluft backen und anschließend noch warm geniessen UND wer mag etwas geschlagene Sahne dazu geben.

Der Bio Mandelsirup, den ich genommen habe, hat auf 100g ca. 1/3 weniger Kalorien als Haushaltszucker und im Originalrezept standen auch 120g Zucker. Mit den 90g Mandelsirup hab ich also gleich 2 mal gespart und für mich war es trotzdem süß genug.

Beim nächsten Mal würde ich aber etwas mehr Butter nehmen, hier waren die 90g etwas zu wenig, um ein wirklich super knusprige Streuseln zu bekommen…aber geschmacklich hat es mich ich trotzdem überzeugt.

Hmmm im Winter kommen dann Äpfel unter die Crumble-Haube…so mit etwas Marzipan und einem Schuss Calvados dazu..

Herbst auf dem Balkon

Während der letzten Wochen hab ich meinen Balkon vernachlässigt…und so sah er dann auch aus.

Einerseits war ich einfach zu sehr mit Arbeiten beschäftigt…und dann kamen Regen, Sturm und sehr abrupt dann auch noch die Kälte. Da hab ich draußen nichts machen wollen und sitzen schon mal gar nicht. Heute ist endlich mal wieder so ein richtig perfekter Tag dafür.

Die Sonne strahlt, es sind ca. 15-16 Grad und nachdem ich einen Teil des 3.10. zum Arbeiten verwendet habe, gönne ich mir nun ein komplett freies Wochenende. Den Vormittag habe ich erst einmal damit verbracht meine Wohnung aufzuräumen…und seit dem Mittag bin ich am werkeln.

Und nun, ein paar Stunden später, sitze ich auf meinem frisch gesäuberten Balkon und muss mich sogar etwas vor der Sonne schützen…gleichzeitig hab ich einen Zwetschgen-Crumble im Backofen…der riecht schon richtig gut und ich freue mich gleich auf diesen Nachtisch.

Alles was in den Keller gehört, hab ich vom Balkon wieder in den Keller gebracht…den gut gefüllten Sack mit den Pflanzenabfällen hab ich zu den Mülltonnen geschleppt…alles ist gefegt, gesaugt und gewischt…Es sieht wieder aufgeräumt und sauber aus und ich fühle mich wohl und entspannt…nun kann ich mir überlegen, ob ich noch ein paar Herbstpflanzen aufstellen möchte und bald muss ich den Oleander und das Olivenbäumen schon für die Überwinterung vorbereiten….Vor 2 Nächten hatten wir nur noch 3 Grad hier.

Nach all den anstrengenden Tagen und mit der Deadline für die Abschlüsse im Nacken, ist das nun genau die Art von Entspannung, die ich benötige. Die Vögel kommen immer zahlreich in mein Futterhäuschen…gerade hat mich ein Rotkehlchen lange Zeit beäugt und sich am Rande des Balkons aufgehalten, bevor es für einen Happen ins Häuschen geflogen ist.

Um mich für die heutige dreck-versprechende Arbeit passend zu kleiden (ich liebe es mit den Händen in der Erde zu wühlen), habe ich mir heute Morgen einfach ein paar der „älteren“ Klamotten aus dem Schrank gefischt und musste lachen, als ich mich im Spiegel sah: die Jeans rutscht langsam ziemlich tief auf die Hüften und die Sweatjacke schlackert um meinen Körper. Oberteile hab ich ja in den letzten Jahren immer etwas größer gekauft, als notwendig – aber dieses hier, ist jetzt eindeutig viiiiel zu groß geworden….

Diese schöne Ruhe, nach getaner Säuberungsaktion, nutzte ich jetzt, um wieder Kraft zu sammeln…

Kühle oder warme Farben?

Noch habe ich keine Entscheidung getroffen, ob ich in meinem jetzigen Job weiter so machen werde…denn eigentlich möchte ich was? Genau – ich möchte in einem ruhigen Umfeld, in geordneten Strukturen arbeiten, was zunehmend schwerer wird, weil sich bei uns ja gerade ALLEs auf einmal ändert.

Nicht umsonst habe ich vor 5 Jahren meinen Job (und sogar das Bundesland) gewechselt, um endlich wieder mehr Mensch zu sein und nicht nur Arbeitstier…und eigentlich lief hier auch alles gut…der Job gefällt mir so wie er bisher war – aber so bleibt es ja nicht.

Aber für den Moment wo ich mich entschieden haben werde, möchte ich vorbereitet sein, und hatte deshalb gestern Abend einen Termin bei einer Fotografin für neue Bewerbungsfotos. Jetzt wo ich die 8kg abgenommen habe, brauche ich die in jedem Fall.

Die Fotografin war im Nebenort und der Termin war locker und lustig. Ich hatte 2 Outfits dabei und wir haben Beide ausprobiert. Das Eine war mit kühlen Farben, die bei mir schnell hart wirken…die Bilder haben mir aber gefallen, bis dann das Outfit mit den warmen Farben (auch hier wurde Hintergrund und Licht dazu perfekt angepasst) dran war. Krass der Unterschied…Mir gefallen trotzdem Beide sehr gut.

Wenn ich so darüber nachdenke, wäre das Foto mit den kühlen Farben (Schwarzer Blazer mit grauen Shirt) eher für einen Posten mit Führungsverantwortung geeignet…und das mit den warmen Farben (dunkel grüner Blazer mit weißem Shirt – passend zu den dezent rotgefärbten Haaren) ist eher für einen normalen Job, ohne Führungsverantwortung, geeignet.

Noch habe ich keine Endfassung der Fotos erhalten, aber mit der Vorauswahl, die ich auf ihrem Kamera-Display gesehen habe, bin ich schon mal sehr zufrieden. Die Fotografin korrigiert noch Kleinigkeiten wie Fussel oder abstehende Haare o.ä., ansonsten will ich aber nicht digital „aufgehübscht“ werden.

Ich bin 56 Jahre alt, na klar gibt es da ein paar Falten im Gesicht, vor allem wenn ich lächle und ja klar sind nach einem langen Arbeitstag mit viel Ärger, auch die Augen müde…aber das bin eben ich.

Ich bin gespannt wenn ich die Fotos auf dem PC anschauen kann.

Geht es mir jetzt besser? Hmmm – ich fühle mich jetzt zumindest nicht dazu gedrängt, mich sofort zu bewerben oder so etwas…aber ich bin etwas beruhigter, das ich dieses Thema schon mal erledigt habe und bald starten könnte, wenn ich es denn möchte.

Die Arbeit ist ein sehr zentraler und wichtiger Lebensinhalt für mich…deshalb berichte ich auch oft darüber. Das Thema Familie und Freunde hat für mich nicht den gleichen hohen Stellenwert, wie für die meisten Menschen. Ich ticke da ein wenig anders.

Mir ist ein guter Job sehr wichtig…ich lebe und liebe meinen Job und kann darin richtig aufgehen. Er gibt mir Struktur, Halt, Bestätigung nach Innen, Anerkennung von Außen, bietet mir wohldosierte soziale Kontakte und, nicht ganz unwichtig, bringt mir die finanzielle Stabilität, die ich brauche um mich im Leben wohl zu fühlen. Das macht mich insgesamt von vielem unabhängig.

Für Dummheit bin ich nicht zuständig

(Achtung! nur langweiliges Arbeitszeugs)

…dieser Satz kam mir in dieser Woche mehr als einmal in den Sinn.

Kennt Ihr das auch, das es immer wieder Kollegen gibt, die bei fast jeder Aktion erst einmal eine Grundsatzdiskussion anzetteln müssen, das das Programm so nicht gut läuft, das es so oder so (je nach Tagesform) vor eingestellt sein muss, das die Abläufe nicht stimmen und „JEMAND“ das erst einmal erklären sollte, das es uns niemals gesagt wurde wie wir es zu machen haben, das das ganze System im Prinzip großer Mist ist usw.

Ich gebe dem Controller ja teilweise auch Recht, aber andererseits kann man sich das Leben auch schwerer machen, als notwendig.

Wenn unser System bestimmte Einschränkungen hat, dann ist das von der Zentrale aus gesteuert und so gewollt, also ist es eine indirekte Anweisung es so und nicht anders zu machen. Na klar passieren da Fehler – auch Logikfehler. Aber in sich ist das System stimmig und ich zumindest, kann damit ganz gut umgehen…meistens zumindest und bei den Logikfehlern versuche ich dem Kollegen in der Zentrale das sich daraus ergebene Problem für uns zu erläutern, damit er eine Anpassung vornehmen kann. Das funktioniert in der Regel mit leichter Zeitverzögerung – aber ich hab einen guten Draht zu dem Kollegen und er verschließt sich guten Argumenten nicht…manchmal sind aber auch ihm die Hände gebunden.

Ja auch mir passen einige Einschränkungen nicht, und manchmal wird es auch absurd bei bestimmten Konstellationen…dann brauche ich viel Zeit, um die Einschränkungen zu umgehen, damit es doch noch nach unseren Deutschen Firmenregeln richtig wird. Aber das sind dann eher die Ausnahmen. Das Meiste funktioniert einigermaßen stimmig….wenn auch nicht bedienerfreundlich. Aber Niemand hat ein Recht auf „einfach anzuwendende Software“. Wir müssen mit dem Leben, was wir haben.

In dieser Woche hat der Controller die Diskussionswut gehabt…und hat dabei selbst die kleinsten Normalitäten einfach vergessen, verdreht und immer wieder Sachen behauptet, die nicht stimmen, und damit Kollegen per Mail beschuldigt Sachen falsch zu machen.

Und es ist ja nicht so, das wir nicht einen Tag zuvor schon darüber gesprochen haben, und den Tag zuvor und und und, ich hab es ihm erklärt, und noch einmal erklärt, sogar Katrin hat das Prinzip anhand meiner Erklärungen verstanden…das dieses Thema hier eine der unglücklichen Konstellationen ist (eine Anpassung im Freigabeprozess, Urlaub einer Kollegin)…und prompt kam heute Morgen seine wütende Mail an die betroffenen Kollegen mit den Falschbehauptungen…ja sag mal das kann er doch nicht so raushauen.

Also sah ich mich genötigt, das klar zu stellen…mit den betroffenen Kollegen in cc.

Und dann ging es erst richtig los und zwar in meine Richtung….je mehr er sich reinsteigerte umso mehr blockierte er sich selbst, so das er am Ende nicht einmal mehr in der Lage war, den Freigabeprozess aus der Rechnungseingabe abzulesen!! Denn der wird für jede Rechnung im System einzeln angezeigt. Stattdessen sollte ich ihm sagen, was er jetzt machen soll.

??? Was willst Du bei dieser Rechnung denn „machen“…sie ist doch bereits am Endes des Freigabeprozesses beim GF? Wo ist das Problem?

Irgendwann im Laufe des Tages – nach vielen Stunden mit Mails hin und her, habe ich dann endlich verstanden, wo seine Probleme lagen. Er selbst war nicht in der Lage das einzeln zu benennen, es war für ihn eher ein diffuses Gefühl das ALLEs Mist ist…er hat immer mehr Dinge in Frage gestellt, Dinge falsch interpretiert und noch mehr falsch behauptet…es war zum Verzweifeln.

Ich habe mehrfach versucht mich dieser unfruchtbaren Diskussion per Mail zu entziehen…aber ich bin leider so veranlagt, das ich Falschbehauptungen nicht einfach stehen lassen kann…Ich MUSS das dann geraderücken…und damit hat er mich immer wieder zu einer Antwort „genötigt“.

Sein eigentliches größtes Problem war dann doch ganz einfach: er hatte nicht die Geduld darauf zu warten das der GF die Rechnungen freigibt und wollte den Freigabeprozess ändern, damit andere Kollegen das stattdessen machen…was aber nicht der Firmenlogik entspricht und dementsprechend lässt das System das auch nur bedingt zu…aber es würde gehen….wenn man denn weiß wie es geht, aber wie gesagt, das soll so eigentlich nicht gemacht werden.

Er schimpft also auf ein angeblich falsch laufendes System, das aber gar nicht falsch läuft, sondern genau das macht, was uns vorgegeben wurde. Und er erkennt nicht, das er es ist, der hier falsche Annahmen trifft und das Programm einfach falsch bedient. Und anstatt mir sein wahres Problem zu erläutern (der GF braucht zu lange für die Freigaben)…beschuldigt er Kollegen Dinge falsch zu machen.

Ich war an 3 Tagen im Homeoffice, hab mich auf „beschäftigt“ bzw. „nicht stören“ gestellt und bin doch nur mühselig langsam zu meiner eigentlichen Arbeit gekommen. Leider bin im am Quartalsende auch noch darauf angewiesen auf den Controller zu warten, bis der seine Debitoren-Rechnungen schreibt, von denen ein paar auch für meine Gesellschaften sind…seit Mittwoch hatte er es versprochen. Aber er war ja so mit ärgern und diskutieren beschäftigt, das er daran schon lange nicht mehr gedacht hatte….Freitag Nachmittag hat ich sie dann bekommen, nachdem ich nachgefragt hatte. Montag muss ich diese Daten bereits in die Zentrale melden…und noch müssen sie ins System und durch den Freigabeprozess.

Zum Glück hab ich gute Kontakte zu „meinen“ Freigebern und auf meine freundliche Nachfrage das doch bitte noch am Freitag zu erledigen, haben auch Alle gleich reagiert und mir sogar noch das „erledigt“ zurück gemailt….Wie wunderbar einfach es doch sein kann, wenn man einfach freundlich miteinander redet.

Das versöhnt mich dann wieder mit dem Tag…denn ganz ehrlich: Diese Diskussionen mit dem Controller haben mich diese Woche, zu all dem zeitlichen Druck, echt zermürbt und unsere Systemumstellung kommt erst noch….auweh

Vom Erfolg überrannt

(Achtung ! noch mehr langweiliges Arbeitszeugs)

Das Chaos bei uns im Büro, hat aber auch andere Gründe…durch Dinge, die nicht in unserer Hand liegen.

Denn die Zentrale informiert uns einfach nicht, wie es mit der Systemumstellung weiter geht. Anfang September hat der Controller an die Verantwortlichen geschrieben, das wir zu VIERT für 3 Tage in der 2.September Woche anreisen und man uns doch bitte mitteilen möchte, wann die Schulungen für das neue System stattfinden werden. Antwort: KEINE.

Also habe ich die Reise für mich abgesagt und Katrin hat es mir gleich getan. So waren der Controller und der Schweigsame alleine auf ihrer Reise…die hatten aber auch noch einen ganz anderen Grund fahren zu müssen…es ging darum zu entscheiden, was genau der Schweigsame eigentlich für Firmen übernehmen soll und wer ihn Vorort anlernen kann.

Ohne ordentlichen Plan, wann nun tatsächlich unsere Systemschulungen stattfinden sollen, verplempere ich nicht meine Zeit mit 400km Anreise…und das war auch gut so. Erst jetzt, gegen Ende September, auf mehrfaches Drängen des GF und auch des Controllers, wurden nun die Schulungen für Mitte Oktober angesetzt…dafür dann gleich verteilt auf 1-2 Wochen….und das während die Kollegen noch mit der Umstellung der polnischen Kollegen beschäftigt sind.

Ich habe schon einige Systemumstellungen in meinem Berufsleben mit gemacht…also auch als Koordinator und KeyUser, aber so eine laxe Herangehensweise, wo wir im Vorfeld nicht einmal gefragt werden, was für besondere Anforderungen unser Land hat, bzw. mit welchen besonderen Geschäftsvorfällen wir es zu tun haben. habe ich wirklich noch nie erlebt. Die Aussage die ich aus der Zentrale gehört habe war dann auch: jaa wir haben mit den dänischen Controllers abgesprochen, was wir für Deutschland benötigen, daher ist alles klar und der Rest wird sich finden.

Und da ist sie wieder, diese eindimensionale Sichtweise auf die rein operativen Gesellschaften, die alle den gleichen Geschäftszweck haben und somit nach einem einheitlichen Schema zu bearbeiten sind. Die dänischen Controller arbeiten hier nach einem Standard, teilweise ohne zu verstehen, was sie da genau machen…aber da es standardmäßig vorgegeben ist, ist das einfach so.

Aber das gilt nicht für die Planungsgesellschaften und nur bedingt für die Firmen in denen die Anlagen erst einmal gebaut werden, also die, die noch lange nicht in unserem engeren Sinne „operativ“ sind…und schon gar nicht für die Extra-Firmen, die ganz besonderen speziellen Geschäftszwecken dienen. Hier haben die dänischen Kollegen zwar eine Ahnung, aber eben nicht den Durchblick. Also warum werden wir nicht gefragt und jetzt bin ich noch lange nicht bei den deutschen Besonderheiten in der Rechnungslegung.

Ich versuche wo ich kann, auf unsere Belange aufmerksam zu machen, z.B. das sich der Rechnungsstandard in den nächsten Jahren per Gesetz massiv verändern wird…davon hatten die noch nicht einmal etwas gehört…was ich erstaunlich finde bei einer Umstellung auf ein neues ERP-System, das für alle möglichen Länder zertifiziert ist. Oder das in Deutschland die Anforderungen an einen „Footer“ bei Geschäftsbriefen gesetzlich geregelt ist und nicht so minimalistisch aussehen darf, wie in DK…darauf hatte ich schon 2 Jahren aufmerksam gemacht.

Dafür fülle ich jetzt, für alle möglichen Zwecke, jede Menge Excel-Dateien aus, zum Teil mit Daten die schon in anderen Excel-Listen stehen, die von dänischen Kollegen schon vor 1 Jahr zu uns geschickt wurden, um die Daten einzutragen. Basis-Informationen, die bereits in unserem Archivierungssystem als aktuelle Daten hinterlegt sind…warum müssen wir das alles immer und immer wieder neu ausfüllen.

Wenn man die hinterlegten Daten nicht nutzt, kann man sich die Hinterlegung doch eigentlich auch sparen. Auf meine Rückfrage kam die Antwort: ja wir müssen mehr Excel-Listen ausfüllen, damit wir bald keine Excel-Listen mehr benötigen…entschuldige aber: allein mir fehlt der Glaube.

Und wie jedes mal, wenn ich anfange darüber nachzudenken, komme ich zu dem gleichen Schluss, der unglaubliche Expansionsdrang unserer Konzernmutter und dem sich daraus ergebenen Erfolg, in einem rasch wachsenden Markt, ist gleichzeitig sein Hemmschuh. Wir sind einfach viel zu schnell nach Außen gewachsen.

Der Erfolg hat uns überrollt und die Verwaltung hinkt wie ein lahmer Gaul hinterher…und wenn wir nicht langsam in eine vernünftige Konsolidierungsphase kommen, in der sich Prozesse auch mal festigen lassen, bevor sie immer und immer wieder von heute auf Morgen durch neue Prozesse ersetzt werden, die es auch nicht besser machen, sondern nur verworrener, dann fallen wir auf die Nase.

Der Controller meinte er hätte nach der Dienstreise in die Zentrale und was er dort wegen der Einarbeitung des Schweigsamen erlebt hat, Angst vor dieser Umstellung. Weil auch nach der Umstellung in der Zentrale auf das neue System, vieles noch immer nicht rund läuft, aber bereits weitere Länder umgestellt werden und der Rückstau der noch zu lösenden Probleme wächst weiter an.

Ach jetzt kommt bei im die Angst- Bei mir kam die Panik bereits während der Präsentation und die war schon im Juni. Und wieder überlege ich, wann für mich die Grenze erreicht ist…noch ist es nicht so weit, aber die eine oder andere Stellenanzeige hab ich mir doch schon mal angeschaut….aber noch bin ich nicht bereit für einen Wechsel…ich hoffe ich finde den richtigen Zeitpunkt für eine Entscheidung.

fit und vital

fit und vital

Zum Glück geht es mir, neben dem Job-Chaos, richtig gut.

Letzten Sonntagnachmittag war ich im Stadtpark Norderstedt unterwegs…das ist mehr als nur ein kleiner Stadtpark…eine riesige Park-, Sport- und Waldfläche. Und bei dem schönen spätsommerlichen Tag war es ein fast mediterranes Gefühl von Ruhe und angenehmer Temperatur, und das trotz der Größe und den vielen Menschen…aber das verlief sich richtig gut.

Und abseits des Sees, wenn man durch eine Waldlandschaft läuft, war es dann richtig gemütlich…so hab ich mich auf einer Bank niedergelassen und gefrühstückt…so mit Kaffee und Schwarzbrot mit Ei.

In dieser Woche bin ich bereits an 5 von 7 Tagenentweder morgens früh bei Sonnenaufgang oder abends bei Sonnenuntergang mein Walking-Runden gelaufen

Die Bahnschienen liegen jetzt tatsächlich schnurgerade und sind fertig…Allerdings fährt noch keine Bahn. Ich denke es folgen nun bald die Strommasten und DANN weiß ich endlich, ob die Bäume hinter unserem Haus tatsächlich gefällt werden oder doch nicht. Das Thema beschäftigt mich inzwischen schon fast 2 Jahre…bei uns im Haus weiß keiner etwas genaues.

Die Arbeiten an der Bahntrasse waren bereits am Sonntagnachmittag abgeschlossen und so bin ich dann auch wieder in meine Wohnung gezogen und habe auch dort geschlafen… 2 Tage auswärts haben mir auch gereicht, mein Bett ist doch am Besten.

Ich hab dann auch ein frisches Haferflocken-Skyr-Brot gebacken…das ist so saftig und lecker geworden

Hab in der Woche mit Freunden und meiner Schwester telefoniert, viel Whatsapp-Nachrichten geschrieben, war einfach gut drauf – trotz des Stresses im Job, geht es mir gut.

Mein Gewicht hat inzwischen eine meiner klassischen „Roten Linien“ unterschritten, so das ich auf die Frage wieviel ich denn jetzt wiege, es tatsächlich nicht fehlerfrei sagen konnte. Also ich wiege jetzt 66,5 kg und immer wenn ich daran denke sind es in meinem Kopf 68kg…als ob ich eine Sperre im Kopf hätte, die es nicht zulässt, das ich 66 kg sage/denke.

Für das 1/2kg hab ich ein paar Wochen gebraucht…es gab also eine Abnehmpause…aber das hatte ich akzeptiert, hab es ja nicht eilig damit…es sind jetzt also insgesamt 8kg in 4 Monaten runter und ich fühle mich pudelwohl mit dem Ergebnis und mit meiner Ernährung….und bleibe auch weiterhin beim Interfallfasten…inzwischen habe ich den Anteil an Kohlehydraten ein wenig erhöht…ich muss nächste Woche zum Blutabnehmen, bin gespannt, ob sich die Abnahme auch auf meine Blutwerte ausgewirkt hat…Blutdruck und Ruhepuls sind aktuell sehr stabil….evtl. kann ich ja bald meine Medikamente ein wenig reduzieren.

Mein Körper dankt mir die Gewichtsreduktion damit, das ich wach und munter bin, keine Schmerzen habe (bis auf den kaputten Fuß), gut aus dem Bett komme und mich fit und vital fühle. Das darf gerne so bleiben.

Kollegen: Chaos und Kindergarten

(Achtung! nur langweiliges Arbeitszeugs)

Eigentlich war es doch klar, das es so nicht funktioniert…innerhalb von 1 Monat die Abteilung von 2 auf 4 Personen aufzustocken und das mitten in den Vorbereitungen für eine Systemumstellung UND um dann auch noch in dieser Phase viel Arbeit (neue Gesellschaften) aus der dänischen Firmenzentrale, zu uns nach Hamburg zu holen. Diese neuen Gesellschaften laufen bereits auf dem neuen IT-System, welches wir ja noch nicht kennen.

Mit dem NEUEN ist das auch so eine Sache….er sitzt bei mir im Büro, redet aber kein Wort mit mir, außer er hat eine Frage.

Auf meine freundliche Nachfrage wie es ihm geht, bekomme ich ein kurzes „GUT“ noch bevor ich überhaupt meine Frage beendet habe und dabei schaut er mich nicht einmal an und verhindert so, das ein Gespräch oder eine irgendwie nette Arbeitsatmosphäre entstehen kann. Ich bin irritiert.

Als Konsequenz habe ich also wieder meine Homeoffice-Tage aufgenommen….Einarbeitung hin oder her. Die Einarbeitung der Neuen liegt ja nicht in meiner Verantwortung…außer für einen kleinen Bereich und den hab ich auch gemacht und stehe immer parat wenn Fragen auftauchen, aber das geht auch prima online.

Wenn er mit mir online telefoniert, weil er eine Frage hat, dann sehe ich von seinem Kopf nur noch ein paar Haare, so sehr duckt er sich unter der Kamera weg (okay er ist jetzt auch nicht sonderlich groß, und wer weiß das ich ihn so nicht sehen kann). Er ist beim Sprechen nicht unhöflich, aber eben so extrem kurz angebunden, das ich es als unhöflich empfinde.

Er lächelt auch nicht, auch nicht wenn wir mal eine lustige Anekdote erzählen. Außerdem hat er bisher kein einziges Mal mit uns zusammen Mittag gemacht…wie wir da zu einem Team zusammenwachsen sollen, ist mir ein Rätsel….und ich bemühe mich wirklich nett, freundlich und aufmerksam zu sein. Pralle aber an seiner schweigsamen indirekt ausgedrückten Schroffheit ab.

In dieser Woche wurde es mir zu bunt, als wir zusammen im Büro saßen und meinte zu ihm, das er wohl nicht gerne mit mir redet…aber gut, dann nehme ich das jetzt so hin. Seine Antwort: Er redet nicht gerne.

Spätestens JETZT hab ich ein Dejavue. Genau das hat der vorherige Kollege auch gesagt und sich dann später darüber beschwert, wir hätten ihn ausgegrenzt.

Na klar werde ich weiter freundlich bleiben, akzeptiere das, finde es aber für mich schwierig…und na klar mag ich es, wenn nicht ständig geredet wird…aber wenigstens einmal für 1-2 Minuten am TAG, kann man doch ein paar Sätze austauschen. Ich hab ja bereits meinen „Fahrplan“ aufgestellt und gehe ab jetzt 3x in der Woche in Homeoffice.

Ab sofort nenne ich ihn hier „Den Schweigsamen“.

Unruhig ist es trotzdem bei mir im Büro und auch beim Controller…weil ständig beim Schweigsamen etwas nicht funktioniert, der Controller versucht zu helfen, es klappt aber nicht…dann fragen sie mich…und ich versuche zu helfen…dann diskutiert der Controller mit mir, was blödsinnig ist, weil wir Beide nicht wissen, wie das neue Programm funktioniert…aber ich höre hier und da aus der Zentrale etwas, was hilfreich ist…das sage ich dann und dem Controller passt es nicht….na gut, ich ziehe mich raus und lass sie tüfteln…ist ja nicht so, als ob ich nichts zu tun hätte.

Inzwischen fühlt sich Katrin (unser 1.Neuzugang vom August) vom Controller missachtet, weil er sich auf den Schweigsamen konzentriert. Anstatt sich konsequent um ihre Einarbeitung zu kümmern (sie soll ihn ja entlasten), zeigt er ihr zwischendurch unstrukturiert und ohne Zusammenhang einzelne Dinge, verwirft sie wieder, ist nicht stringent in seiner Logik und verhaspelt sich in den Themen.

Seine Aufmerksamkeits-Spanne liegt bei wenigen Sekunden und sobald er etwas anderes sieht, bricht er mitten im Erklären ab, um schnell etwas anderes zu machen, daraus ergibt sich wieder etwas anderes und inzwischen hat er schon vergessen, was er ihr zeigen wollte….während sie neben ihm sitzt und sich bemüht ihm irgendwie zu folgen…und sie weiß am Ende immer noch nicht, wie seine Abläufe sind…es ist gelinde gesagt: chaotisch.

Katrin tut mir leid…ich hatte mir ja während des Urlaubs vom Controller etwas Zeit genommen und ihr bei einigen Themen gezeigt, wie wir arbeiten…und sie sagt, das war bisher die einzige zusammenhängende Einarbeitung, die sie bekommen hat….das ist nach 1,5 Monaten eher eine traurige Bilanz und ich kann ihren Frust verstehen…kann ihr jetzt aber auch nicht weiterhelfen, weil es sich um die Arbeit des Controllers handelt…das sind Themen-Schwerpunkte die ich so nicht habe und er hat seine eigene „Logik“.

Der Controller ist gereizt, lässt alle anderen Kollegen mit Fragen z.B. zum Reisekostenprogramm und zu Rechnungen auflaufen, d.h. er lässt Telefonate ins Leere laufen oder haut Sätze raus wie: „ich bin nicht die Hotline“.

DOCH, lieber Kollege, das bist Du…wenn ein Kollege ein Handling Problem hat, dann ist es Deine Aufgabe den Kollegen dadurch zu helfen…genau wie ich es bei unserem Rechnungsprogramm mache…es ist eine Dienstleistung die wir für die Kollegen erbringen und keine Gefälligkeit.

Das Ende vom Lied, die Kollegen rufen bei mir an…jaaa sie wissen das sie sich an den Controller wenden müssen…aber er antwortet nicht…und sie kommen jetzt nicht weiter. Also versuche ich zu helfen, wo ich kann und bügele ein paar Fehler aus die bei der Vorbereitung der Rechnungen passiert sind, wo nötig und gebe Tipps, wie ich es machen würde (auch wenn ich mit dem RK-Programm kaum zu tun habe). Und Ja – das kostet meine Arbeitszeit und macht es auch nicht einfacher mich auf meine Themen zu konzentrieren…aber ich kann die Kollegen doch nicht hängen lassen.

Ich frage mich, wie das weiter laufen soll, zumal der Controller auch bockig reagiert, wenn es um die Aufbereitung der Stammdaten für die Daten-Migration auf das neue System geht. Er WILL einfach nicht…und sagt sogar z.B.: „Was gehört denn eigentlich zu den Stammdaten für Kreditoren, das soll mir mal JEMAND erklären“…also sag mal: wer 30 Jahre in der Buchhaltung arbeitet, sollte DAS nun wirklich wissen. Als ich zu einer Antwort ansetzte, hat er mich sofort abgeblockt…nein, das will er nicht von mir hören, das sollen „DIE“ machen… er WILL es einfach nicht verstehen und vor allem auch nicht machen. Was für ein Kindergarten.

Die IT fragte bei mir schon letzte Woche nach, wann wir die Daten fertig haben werden…ich hab mitgeteilt, das ich bis Ende dieser Woche alle Stammdaten (Debitoren, Kreditoren, Eigene Daten, Intercompany-Verknüpfungen usw.) für meine Gesellschaften fertig haben werde (hab ich auch geschafft mit vielen Überstunden)….auf seine Nachfrage und was ist mit „den Anderen“…Frag doch bitte selber beim Controller nach.

Ohne fertige Stammdaten, gibt es keinen „Sandkasten“ (IT-Testumgebung) und keine Schulungen…und die benötigen wir jetzt endlich dringend, damit es mit dem 01.01.2025 klappt…denn der Termin für den Start der neuen Software ist nicht verhandelbar. Friss oder stirb: entweder es klappt oder wir gehen unter.

Ein paar Tage später wurde ich vom Migrations-Team der IT gefragt, ob ich die Projekt-Koordinierung übernehmen würde, also als Schnittstelle zwischen Buchhaltung und IT. Das ist eine Arbeit die mir liegt und die ich gerne mache, trotzdem habe ich dem IT-Kollegen mit Hinweis auf meine Gesundheit abgesagt…denn das schaffe ich weder zeitlich, noch emotional…und mich nun ständig mit dem Controller anzulegen? Oh nein Danke.

Ich werde jetzt anfangen mich langsam aber konsequent weiter abzugrenzen, damit ich meine Arbeit erledigen kann…mir läuft einfach die Zeit davon mit diesen sinnlosen Diskussionen innerhalb unserer Abteilung…und ich habe nur noch 1 Woche für die Vorbereitungen der Quartalsabschlüsse…und bin noch kaum voran gekommen.

An der Flensburger Förde

An der Flensburger Förde

Die Fahrt nach Flensburg verlief unerwartet zäh….warum ausgerechnet jetzt so viele Autos in Richtung Norden unterwegs waren, hab ich nicht kapiert, dann aber eine eigene Erklärung gefunden:

Nachdem der Sommer und die Sommerferien vorbei sind, kommen nun die Kinderlosen Paare und Rentner , um den frühen Herbst bei noch warmen Temperaturen zu geniessen….das ist zumindest meine Therorie, wenn ich mir die Autos und die Menschen in den Autos anschaue hahaha – nicht repräsentativ ermittelt, sondern rein subjektiv wahrgenommen.

Nach einem leckeren Pflaumenkuchen mit Sahne und einer schönen Tasse Kaffee sind wir dann zur Solitüde gelaufen und es war wirklich eine tolle ruhige Atmosphäre

Das waren 5.2 km die wir gelaufen sind und ich war überrascht, wie gut es meiner Schwester damit ging…ihre Schmerzen werden seit der OP immer weniger und seitdem sie wieder unter Anleitung Sport macht, kommt auch die Kraft zurück..das wiederum gut ihrer Seele gut…trotzdem wird es langsam mal Zeit, das sie zur Reha kommt.

Für den Abend waren wir in einem neuen Sushi-Restaurant. DAS war toll und mega-lecker…so frisches Sushi hab ich bisher nur selten gehabt…dazu eine mehr als freundliche Bedienung, die uns davor gewarnt hat, zuviel zu bestellen…naja als die Platte dann kam, wusste ich wieso hihihi

Das war eine Menue-Platte mit 76 Stücken, die wohl für 4 Personen gedacht war….da war alles drauf was wir so gerne essen…und wir haben es natürlich nicht alles geschafft…den Rest hab ich dann mitgenommen….da werde ich heute auch noch einmal satt. Ich denke für 4 Erwachsene ist die Platte optimal

Neben einem Iced Macha tee, hatte ich noch einen Jasmintee…Ich finde das Teeset sehr stilvoll.

Wir hatten einen lustigen und unterhaltsamen Tag…so unbeschwert war es bei uns Dreien schon länger nicht mehr.

So war es  dann auch schon 19.30 Uhr als ich mich auf den Heimweg gemacht habe…Die Rückfahrt verlief zum Glück unspektakulär – die Autobahn war nahezu leer.

Versprechen muss man halten…irgendwie zumindest

Vor ein paar Monaten hatte ich versprochen das wir in diesem Jahr noch zu Dritt (Schwester, Schwager und ich) irgendwo ein verlängertes Wochenende verbringen werden, weil ich ja im April nur mit meiner Schwester ein paar Tage alleine weg war und mein Schwager dabei leer ausgegangen ist.

Nun war ich im April nicht so gut drauf und ich hatte ein paar Probleme mit der starken Anhänglichkeit meiner Schwester…mir wurde das alles zuviel und ich hatte mich etwas zurück gezogen.

Der Rückzug hat mir gut getan und so hat sich im Laufe der Zeit bei uns alles wieder eingerengt…aber ich habe begriffen, das ich mich einfach besser von Beiden abgrenzen muss.

Inzwischen hatte ich meine Schwester schon mal vorsichtig darüber infomiert, das ich das mit dem Urlaub zu Dritt weder zeitlich…aber noch viel wichtiger, emotional in diesem Jahr NICHT schaffen werde.

Da ich aber doch zu meinem Wort stehen möchte, den Beiden ein paar Tage „Auszeit“ zu ermöglichen, hab ich beschlossen für einen Monat auf meine „Sparrate“ zu verzichten (das ist ein fester Betrag, den ich monatlich automatisch auf einem anderen Konto parke, bis ich es investiere)

Einen kleineren Teil davon hab ich in ein paar neue Klamotten investiert..immerhin ist meine Kleidung inzwischen viel zu groß geworden und so möchte ich nicht mehr rumlaufen. Also hab ich 2 Strickjacken (kann man eh nie genug haben) und 3 Blusen/Shirts für den Herbst gekauft. Mit den Hosen warte ich noch.

Und den größeren Teil dieses Geldes habe ich Beiden heute geschenkt…damit können die Beiden zusammen locker  einen 2-3tägigen Urlaub machen.

So haben wir alle Drei etwas davon. Die Beiden können sich in einem Urlaub etwas erholen und ich habe weiterhin meinen Seelenfrieden und habe mich doch so einigermaßen an mein Versprechen gehalten…wenn auch nicht so ganz.

Die Beiden haben sich sehr gefreut, das ich es zumindest nicht vergessen habe, das mit dem Urlaub und mein Schwager hat schon angefangen zu planen….wenn ich es richtig sehe, geht es in die Lüneburger Heide…

Allerdings erst, wenn mein Schwager am Dienstag zur Magenspiegelung gewesen ist. Ihm ist der ganze Stress der letzten Jahre wohl auf den Magen geschlagen und so hat er über eine Dringlichkeitsnummer relativ kurzfristig einen Termin bekommen (regulär wäre der nächste freie Termin im FEBRUAR 2025…unfassbar).

Beide warten aktuell auf Rückmeldungen der Rentenversicherung: mein Schwager wegen des Widerspruchs zur Umschulung, meine Schwester auf die Genehmigung der REHA-Maßnahme.

Die haben es Beide echt nicht leicht…