Ausflugsziel: 30km weiter….

Spontan hab ich meinen Sonntagsausflug um 30km weiter nach Norden verlegt…nach Kiel.

Es war schon schwierig genug, die Trägheit und das damit einhergehende Gefühl von Kälte und Müdigkeit bei dem Dauerregen überhaupt zu überwinden….aber dann hab ich es doch gegen Mittag geschafft…ausgestattet für eine Wanderung im Wald…geplant war noch einmal in die Nähe von Bordesholm zu fahren….

….also ab ins Auto…Musik an und los. Hach im Auto war es so richtig gemütlich…während es draußen immer noch regnete…so richtig Lust auszusteigen und zu Laufen hatte ich nicht….und immer wieder kam mir in den Sinn, das ich schon Ewigkeiten nicht mehr in Kiel war….außerdem war ich ja erst gestern im Wald laufen…und kurz vor der Abfahrt Richtung Bordesholm las ich: Kiel 30km… okay – dann also Kiel.

Der Regen hatte aufgehört und geparkt hab ich mitten in der Stadt, in der Nähe vom Schwedenkai. Es war zuerst ungemütlich: windig, kalt und mit tiefhängenden Wolken….aber mit jedem Schritt weiter an der Wasserlinie entlang machte es mehr Freude…

Es waren doch einige Menschen unterwegs und gegen Mittag waren auch viele mobile Buden an der Promenade geöffnet…Fischbrötchen, Fritten, Kaffee, Waffeln, Crepes, Süßigkeiten…alles was man möchte und sogar eine mobile Toiletten-Anlage…..und das Wetter wurde auch besser…

Bei dem Bild fühlte es sich wie Urlaub an…irgendwie wie aus der Zeit gefallen….wie so ein altes Seebad vor 100 Jahren….hahaha….

Nach mehr als 5km immer direkt am Wasser entlang, hab ich den Rückweg oberhalb in einem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Gelände mit einem Waldstück (Düsterbrooker Gehölz) und einer Parkanlage (Krusenkoppel) genommen, bedeutete aber auch erst einmal einen etwas steilen Anstieg…hahaha was man direkt am Wasser ja kaum vermutet…aber das war klasse….abwechslungsreich ein perfekter Rundgang ….

….und mit 9,5km auch eine unvermutet weite Strecke…..und es blieb während der ganzen Zeit sogar trocken…

Einfaches Kochen

Wie immer hatte ich über Ostern viel zu viel gekauft und gekocht/gebacken…und so gab es in den letzten Tagen die Reste.

Aber dem frischen Spinat im Laden konnte ich nicht widerstehen…und so gab es einen Abend: frisch gebratenen Spinat mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, dazu ganz klassisch Kartoffelpüree und ein Spiegelei…

Das war sehr lecker…aber ich gehöre auch zu den Menschen, die nach dem Verzehr von direkt gebratenem Spinat das Gefühl von stumpfen Zähnen zurück behalten….ja, es lässt sich erklären…es ist die „Oxalsäure“ im Spinat. Es wird auf verschiedensten Seiten im Netz darauf verwiesen, das dieses Gefühl nach wenigen Minuten wieder verschwindet.

Um erst gar kein stumpfes Gefühl an den Zähnen zu bekommen, sollte man den Spinat vorher blanchieren….ach siehe da…so hab ich es früher auch immer gesagt bekommen…erst die moderne Küche meinte dann irgendwann, das es auch ohne blanchieren geht…

Mitte der Woche hab ich dann ein weiteres Brot gebacken: Hefebrot mit Weizenmehl und Quark….das war eine spontane Idee, als ich im Kühlschrank immer noch den Becher Quark sah und nicht wusste, was ich damit machen möchte. Und wenn Brot mit Joghurt geht, geht es auch mit Quark…also hab ich mein normales Rezept einfach um ca. 100g Quark erweitert

Das Ergebnis sieht toll aus, und schmeckt auch gut…nur die Krume, also die Konsistenz innen im Brot, ist etwas klebriger….aber das Brot passt super zu geräuchertem Lachs, Schinken und übrig gebliebenen Ostereiern:

Heute hab ich dann endlich mal wieder jede Menge Gemüse geschnibbelt: Weißkohl, Porree und Möhren…und in der Wokpfanne gebraten…dazu etwas gebratene Hähnchenbrust..nur gewürzt mit Salz und viel frischem Pfeffer….der Reis, der eigentlich dazu gehörte, war noch im Reiskocher, als ich das Foto gemacht habe:

jaaaa – ich hab mir vor ca. 2 Monaten einen Reiskocher zugelegt, so einen kleinen mit einer Füllmenge von 0,5l. Ich hab lange gezaudert, aber das Ding hat tatsächlich einige Vorteile: es blockiert keine Herdplatte und man braucht sich beim Kochen nicht weiter um den Reis zu kümmern. Also ob er evtl. überkocht, ob genügend Wasser drin ist, und wenn der Reis fertig ist, schaltet das Teil automatisch in eine Warmhalte-Funktion. Es kann also nichts anbrennen.

Der einzige Nachteil…und das ist wirklich sehr schade, es gibt keinen Knusperreis mehr. Ich liebe es, wenn im Kochtopf auf dem Herd, die unterste Schicht vom Reis knusprig wird, sobald das Wasser verdampft ist….DAS kann der Reiskocher leider nicht….eben wegen der Warmhaltefunktion…da ist nicht genügend Energie drin um den Reis knusprig werden zu lassen….seufz….Ein weiterer Vorteil ist: dadurch lässt sich der Kocher auch sehr leicht reinigen….

Also alles einfach und lecker…

Entscheidungs-Kompetenz

Es gibt Menschen, die hinterlassen bei Gesprächen mit ihnen, ein ungutes Gefühl.

Gute Vorgesetzte sorgen eigentlich dafür, das möglichst jedes Gespräch klar und eindeutig in der Aussage ist, Entscheidungen getroffen werden, jeder weiß was nun wie gemacht wird…..so das eine positive Botschaft vermittelt wird ….und man danach denkt…super…jetzt haben wir einen Weg oder toll der Chef unterstützt uns.

Ich hatte in einem zweier Gespräch mit so einem Menschen einen Vorschlag zu Gunsten eines Kollegen gemacht, da durch den plötzlichen Weggang des Teamleiters, in meinem Arbeitsablauf eine Lücke entstanden ist und wir dafür eine Lösung brauchen und da es um Bankvollmachten geht, darf ich das nicht entscheiden.

Ich hab also auf die Lücke hingewiesen und einen Vorschlag präsentiert und auch begründet, warum ich das für sinnvoll halte….und dann startete das Kreuzverhör….ich war irritiert, weil die Fragen die ich abbekam, eigentlich nur wenig mit mir, meiner Arbeit und meinem Vorschlag zu tun hatten…

….und erneut musste ich feststellen, das dieser Vorgesetzte sich nur ungern klar positioniert…er versucht immer von ihm geforderte Entscheidungen auf andere abzuwälzen…Schade, dafür das er so taff rüberkommen möchte und eigentlich eine harte Linie fahren will, ist seine Entscheidungs-Kompetenz sehr verhalten, ausweichend und zögerlich.

Das Ergebnis war eben so ein ungutes Gefühl. Ich fühlte mich weder ernst genommen, noch gut unterstützt…Das Ergebnis: ich soll den Vorschlag an eine andere Stelle geben und er hat mich gefragt, an wen ich das denn geben würde….eine irritierende Frage – an IHN natürlich….was ich ja getan habe. Aber er wollte es nicht entscheiden….

Letztendlich hab ich dann eine Mail mit meinem Vorschlag an zwei meiner 3,5 dänischen Vorgesetzten adressiert und am nächsten Tag war die Rückmeldung da, das mein Vorschlag angenommen wurde und ich mich um die Umsetzung kümmern kann und wen ich für Unterstützung zu dem Thema ansprechen kann.

Es ist doch gut, das ich aus einigen Personen auswählen kann…und für zukünftige Entscheidungs-Themen weiß ich schon jetzt, wen ich nicht mehr fragen werde.

Auch heute, das stundenlange Online-Meeting aller deutschen Kollegen war geprägt von: “ das müsste man mal verfolgen“, „da sollte sich man mal drum kümmern“, „da könnte man mal was aufbauen“.

Das meiste blieb schwammig an der Oberfläche….und für meinen Bereich gab es nicht ein einziges Thema….So hab ich 1,5 Stunden in die Kamera gelächelt und gleichzeitig DIN-A4 Blätter vollgekrickelt ….und mit Kollegen ein paar Nachrichten ausgetauscht….Leider sollen wir die Kamera bei diesen Meetings anhaben, sonst hätte ich ja heimlich weiter arbeiten können….hahaha

Ja, der Führungsstil in der Firma hat heute einen großen Schritt in eine andere Richtung genommen…mal sehen ob wir den Kurs in die richtige Richtung bald wiederfinden…

Wetter-Kapriolen

Dieser unvermutet starke Wintereinbruch, mitten im Frühling, zusammen mit meinem Bedürfnis mich zurück zu ziehen führte zu unzufriedenen Momenten…mir war kalt, ich wollte eigentlich gar nirgendwo hin…aber die Knochen wollten bewegt und der Kopf wollte beschäftigt werden….

Also bin ich beim größten Sturm am Montag in den Stadtforst gefahren….innerhalb wenige rMinuten hat sich das Wetter mehrmals komplett gedreht:

Erst hat es nur geregnet und gestürmt….unmittelbar danach wurde diese Weide punktuell mit Sonne überschüttet und es war auf einmal windstill.

Hinter der Weide im Wald, bogen sich nur ein paar Minuten später die hohen Kiefern im wieder laut tosenden Wind

und sofort danach prasselte der Hagel mit unerbittlicher Kraft:

Die Windböen verfingen sich in den hohen Bäumen …und so ganz wohl fühlte ich mich nicht dabei….vielleicht doch keine so gute Idee bei dem Wetter in den Wald zu gehen….aber zum Auto musste ich ja noch zurück….

Und kaum war ich wieder zuhause, lag eine dünne Schneeschicht auf meinem Balkon….

Kommunikations-Fluss

Nach 6 freien Tagen (incl. Feiertage und Wochenende) …und einem Homeoffice-Tag gestern, war ich heute heilfroh wieder ins Büro zu dürfen….zumindest für einen 1/2 Tag.

Wie bereits beschrieben, war Ostern für mich nur halbwegs entspannt…aber trotzdem schön…aber den Rest vom Osterfest hab ich mich zuhause verkrochen…naja, bei dem Wetter war es auch nicht so schwer. Aber ich hatte mich auch seelisch ein wenig eingeigelt….und wollte eigentlich nichts von Außen an mich heran lassen….aber das geht ja nicht so einfach.

Ich habe natürlich so einige ausführliche Nachrichten bekommen und auch geschrieben….aber ich war erst am Montag Abend wieder bereit zu reden….da hatte ich nämlich eine Telefon-Verabredung mit meinem Rentner-Kollegen aus Hessen…und das war wie immer: lustig, unterhaltsam und ein reger Gedankenaustausch und das tat mir sehr gut…der ehemalige Kollege ist inzwischen zu einer festen Größe in meinem privaten Umfeld geworden….wir telefonieren spätestens alle 2 Wochen miteinander und tauschen uns auch zwischendurch über Whatsapp aus….und auch mit anderen ehemaligen Kollegen stehe ich immer noch in leicht unregelmäßigem Kontakt, aber das beständig..

Die Kommunikation zu meinem alten Team hat dagegen weiter nachgelassen. Da hab ich mich tatsächlich mal einen Monat überhaupt nicht gemeldet und wollte mal sehen, wer Ostern von sich aus eine Nachricht schickt….und tatsächlich hab ich von allen eine Whatsapp bekommen…hahaha wenn auch von Zweien nur diese kleinen Videos kamen, die man erhält und einfach weiterleitet…so ohne Anrede und ohne persönliche Nachricht…und Beide haben dasselbe Video geschickt….sehr kreativ….aber egal.

Dienstag im Homeoffice hab ich dann einen Video-Anruf eines Kollegen aus Berlin bekommen…und wir haben uns länger unterhalten, dazu haben wir i.d.R. nur selten Gelegenheit…aber wir hatten gerade eine einschneidende Nachricht erhalten….per Email hat der bisherige „Chef“ unserer Hamburger Dependance seinen sehr kurzfristigen Austritt aus der Firma bekannt gegeben….Seit Anfang des Jahres gibt es ja noch zusätzlich einen GF Vorort….und eigentlich sollten sich die Beiden die Aufgaben teilen…so hatte ich es zumindest verstanden…und jetzt geht der langjährige Mitarbeiter….und das hat nicht nur mich umgehauen….sondern ALLE….ich glaube auch den neuen GF.

Sein letzter Arbeitstag ist bereits diesen Freitag….wie soll man bitteschön alle Prozesse innerhalb von 3 Tagen so ändern, das der bis dahin Verantwortliche durch wen auch immer, ersetzt werden kann….so schnell bekommt man weder die IT-Prozesse umgestellt, noch die Bankvollmachten geändert….na zum Glück betrifft das zum größten Teil den Controller…und mich nur am Rande…aber trotzdem….das ist schon der Hammer.

Heute im Büro herrschte deshalb eine seltsame Stimmung….es waren kaum Kollegen da. Bei denen die da waren, blieben die Türen erst einmal geschlossen….da ich erst am späteren Vormittag ins Büro kam, hab ich nur durch die Glastüren gewunken….Am späteren Nachmittag kamen nach nach und nach die wenigen Kollegen zum quatschen zu mir ins Büro….Thema: Ostern, der Wintereinbruch und natürlich wie geht es jetzt weiter, wenn der Kollege geht.

Erst heute im Büro, in der mir inzwischen sehr vertrauten Umgebung, fühle ich mich wieder im Kommunikations-Gleichgewicht…und das Präsenz-Arbeiten hat mir mehr Vergnügen bereitet, als weiter im Homeoffice zu sein.

Vor dem Sturm – April-Wetter

Aber auch wenn meine Ohren überfordert wurden, für die Augen gab es mehr als einen Augenschmauß.

Samstag Abend in der Flensburger Förde, bei absoluter Windstille…das war schon außergewöhnlich

Normalerweise nehme ich ja nur Bilder, die ich selber fotografiert habe, aber das hier ist von meinem Schwager und ich darf es veröffentlichen….ich hatte mein Handy leider vergessen…und ich muss sagen die Kamera seines Huawei-Handy ist wirklich sagenhaft…auch wenn ich kein Fan dieser Marke bin.

Wir sind bis zum Sonnenuntergang an der Solitüde gelaufen…die Fernsicht nach Dänemark war phantastisch…dazu diese absolute Windstille….es war eine unglaubliche Atmosphäre…es wäre auch eigentlich ziemlich ruhig gewesen….(grins….naja…wenn wir nicht da gewesen wären- grins)

Bereits am Sonntag war es dann aber vorbei mit dem tollen Wetter ….seitdem ist es nur noch kalt, windig bis stürmisch und es regnet immer wieder. Mal als Schnee, Graupel, Hagel oder einfach Regen….Aprilwetter eben…

Eremit auf Zeit ?

Ostern in Flensburg war eigentlich sehr schön, wir hatten auch viel zu lachen…aber es war auch extrem anstrengend….ich glaube, ich brauche mal wieder eine längere Familien-Pause….3 mal innerhalb von 2 Wochen mit 2x Übernachten, war einfach zu viel für mich. Ich bin soviel Nähe und Lautstärke auch einfach nicht mehr gewöhnt.

Auf der Rückfahrt am Sonntag Nachmittag liefen mir kurz ein paar Tränen die Wange runter, weil ich mich dem Kommunikations-Bedürfnis meiner Familie, und der damit verbundenen Lautstärke mit den sich ständig überschlagenden Stimmen nicht entziehen konnte….ich fühlte mich überfordert und ausgelaugt.

Ich hab wirklich versucht geduldig zu sein, hab mich zurück genommen, hab zugehört, bin auf Beide eingegangen…aber irgendwann kommt immer der Punkt, da kann ich dann nicht mehr. Ich musste meinem Schwager am Samstag mal deutlich sagen, das er auch mal warten muss, bis er mit dem nächsten Thema herausplatzt…ich hab nun mal nur 2 Ohren, und wenn meine Schwester redet, kann ich nicht gleichzeitig ihm zuhören. Danach ging es tatsächlich eine Weile besser…aber auch er ist eine empfindsame Seele und Gegenargumente konnte er ab dem Zeitpunkt so gar nicht verknusen, er will mir immer beweisen, was er alles weiß….seufz. Umgekehrt ging es aber genauso…auch meine Schwester nimmt den Redefluss ihres Mannes nicht mehr wahr und platzt immer dazwischen. Dabei hab ich meinen Schwager sowieso kaum verstanden: er redet schnell und nuschelt dazu so stark, das ich ein paar mal sagen musste: sorry – ich hab gerade kein einziges Wort verstanden.

Manchmal hab ich mich wie eine Mutter gefühlt, deren 2 kleine Kinder versuchen ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken….ich hab also Lob verteilt, Fakten zur Kenntnis genommen, Rückfragen gestellt,…ich hab versucht meine Aufmerksamkeit gerecht auf Beide zu verteilen….und musste immer wieder bitten, das Beide ihre Lautstärke etwas reduzieren….mir klingelten die Ohren.

Es wird wirklich Zeit, das sich die Beiden wieder mal mit ihren Freunden treffen können….seufz. Ich bin für so etwas einfach nicht geeignet.

Während der Ausflüge in die Natur gab es auch nur gaaaanz minimal einmal Stille……meistens wurde munter drauflos geplappert….zwischendurch hab ich mal gefragt, ob sich die Beiden auch untereinander immer soviel unterhalten, wenn sie im Wald unterwegs sind:…nein – eigentlich nicht. …Danach war sogar mal für eine kurze Weile Stille.

Also die meiste Zeit konnte ich ganz gut damit umgehen….aber letztlich bleibt der negative Nachgeschmack, das ich den Besuch nicht überstanden habe, ohne das ich ein paar Misstöne erzeugt habe…na klar tut es mir dann leid, denn die Beiden sind lieb und fürsorglich und anhänglich….aber irgendwann platzt es aus mir heraus.

Als wir mitten im Naturschutzgebiet an einem kleinen versteckten Reetdach-Haus vorbei kamen, meinte meine Schwester also so einsam könnte sie nicht leben…

Für mich wäre es das perfekte Haus, in perfekter Umgebung…ich glaub ich wäre der perfekte Einsiedler….zumindest zeitweise.

privater Lieferservice – Koch inclusive

Der stille Tag gestern, hat mir gut getan…mein Herz schlägt wieder ordnungsgemäß im Takt, Blutdruck und Ruhepuls befinden sich erneut in dem für mich normalen Bereich.

Bereits ganz früh heute Morgen, bevor die Menschenmassen alle Läden stürmen, hab ich schon die restlichen frischen Lebensmittel eingekauft….trotzdem war der Parkplatz bereits um 7.10 Uhr sehr voll…aber die Menschen haben sich auf dem Gelände mit den verschiedenen Läden sehr gut verteilt….alle blieben ruhig und gelassen…

Wieder Zuhause hab ich das Osterbrot in den Ofen geschoben, danach die Lammlachse mariniert, die gibt es heute Abend zu meinem aktuellen Lieblings-Gericht: Spaghetti al olio mit gebratenen Garnelen und gebratenen Lamm-Loins.

Für den Osterbrunch am Sonntag hab ich dann Hähnchen-Flügel in der Heißluft-Friteuse zubereitet und danach aus frischem Hack mit viel Knoblauch und Chili spanische Hackbällchen in feuriger Tomatensoße gezaubert.

Den Brötchenteig hab ich auch schon gestern vorbereitet….der wartet im Kühlschrank. Zusätzlich hab ich so alles gekauft, was ich gerne mag: Büsumer Krabben, Wildlachs, Roter Heringssalat, Lachs-Forelle, Serano-Schinken, Melone…

Das gesamte vorbereitete Essen werde ich nachher gut verpackt ins Auto packen und mit nach Flensburg nehmen.

Seit nun 1,5 Jahren bin in Schleswig-Holstein und zu JEDEM Fest und jedem Geburtstag bin ich bisher zu Schwester+Schwager gefahren….ich brauchte nie kochen…..wurde immer bewirtet oder wir sind Essen gegangen.

Jetzt zu diesem Ostern hatte ich mich angeboten: ICH koche. Ic h koche ja gerne und bewirte auch gern Freunde und Familie…

Da wir in dieser Woche aber kurzfristig entschieden haben das ich doch zu den Beiden fahre…..bringe ich jetzt eben alles mit….also mein Auto avanciert zum „Essen auf Rädern“ oder auch zur Liefer-„Kochbox“ inclusive Koch….

…..und jetzt bin ich fertig mit den Vorbereitungen, werde mich nun duschen und dann das schöne Wetter noch eine weile auf dem Balkon geniessen, bevor ich mein Auto belade und los fahre…

DAS Osterbrot – endlich gelungen

Ich hab vor zwei Wochen mit dem 1.Versuch eines Osterbrotes angefangen…heute nun der 3.Versuch…immerhin ist Morgen Oster-Sonntag und zum Brunch sollte es ein zumindest gutes Brot geben.

Vor 15 Minuten hab ich es aus dem Ofen geholt….und es ist super gelungen…zumindest von Außen

Nach den ersten beiden Versuchen war ich einwenig enttäuscht und hab gestern durch Zufall ein Video gefunden, in dem die Herstellung in ein paar Dingen anders war, als ich sonst in den Rezepten gefunden habe:

1. Es beginnt mit einem Kochstück. Ich wusste nicht was das eigentlich ist. Also ein Kochstück ist Mehl und Wasser(oder Milch) im Verhältnis 1:5: also 25g Mehl und 125g Wasser zusammen in einem Topf solange rühren, bis es sich zu einem festen Brei verbindet und vom Boden löst (so ähnlich, wie bei einem Brandteig). Diese Masse sofort in eine kleine Schüssel geben, abdecken und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank geben. (Es kann auch einen Tag vorher vorbereitet werden).

2. Der Hefeteig wird dann mit dem Kochstück zusammen zu einem glatten Teig vermengt, und ruht für nur ca. 50 Minuten. Danach wird der Teig in 3 gleich große Stücke geteilt und jedes Stück zu einem langen Strang geformt. Sollte sich der Teig immer wieder zusammen ziehen, einfach noch einmal 5 Minuten ruhen lassen.

3. Die 3 fertigen Stränge sofort zu einem Zopf flechten und mit verquirltem Ei (ich hab nur Eiweiß genommen) bestreichen und für ca. 12-14 Stunden in den Kühlschrank geben

4. Nach der langen Gehzeit noch einmal mit verquirltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker (und /oder Mandelplättchen bestreuen) und bei 180Grad Umluft ca. 30-40 Minuten backen …wenn es zu dunkel wird, einfach abdecken.

Das Kochstück, so hab ich nachgelesen, soll das Backwerk saftiger machen und länger frisch halten…..

jetzt bin ich nur noch gespannt, wie es schmeckt….

Tag der Stille

Tag der Stille

Wie immer hilft mir das Aufschreiben der Ereignisse meine Gedanken und Gefühle zu sortieren….und so hab ich heute an Karfreitag, mein inneres Gleichgewicht endlich wieder gefunden.

Vollmond ist vorbei, die Widrigkeiten der Zeit-Umstellung hab ich auch so gut wie überstanden, der Besuch meiner Schwester ist auch gut verlaufen, ich hab immer noch 4 Tage frei….immerhin ist Ostern….

Die Wohnung ist auch sauber, der Kleiderschrank ist umgeräumt, der angehäufte Berg an Bügelwäsche ist erledigt…ich habe also nichts was gerade erledigt werden muss. Alles in mir wird wieder ruhiger und gelassener…nur mein Herz scheint immer noch ganz leicht aus dem Takt und die Angst um die OP meiner Schwester bleibt.

Was mich diese Woche mal wieder gelehrt hat: ich lasse mich immer noch viel zu schnell stressen…und dazu brauch ich nicht mal meine Arbeit…das schaffe ich sogar ganz alleine…durch meinen eigenen Anspruch an mich, immer alles perfekt haben zu wollen…..daran sollte ich endlich mal etwas ändern.

Heute ist also für mich der perfekte Tag der Stille….auch wenn das Osterfest rein gar nichts damit zu tun hat.