Tief einatmen im Salzraum

Ich hatte mir für den Start in meinen Urlaub einen Termin in einer „Salzgrotte“ gesichert. In Hamburg war es jedoch keine Grotte sondern ein Salzraum.

Der Salzraum war ein Raum, mit einer gemütlichen Bank zum Sitzen, die Wände waren aus speziellen Steinen, die von innen heraus leuchteten und in regelmässigen Abständen ihre Farbe wechselten….dazu beruhigende Musik und aus einer Düse im oberen Bereich wurde beständig Solenebel in den den Raum abgegeben, so das dieser sich nach und nach etwas vernebelte…aber jetzt nicht, wie im Dampfbad…sondern ganz dezent.

25 Minuten dauerte die Sitzung und ich empfand es als sehr angenehm für Nase und Lunge…für mich hätte die Sole-Konzentration und die Luftfeuchtigkeit ruhig höher sein können….aber es waren 25 Minuten schöne Entspannung.

Früher, als Kinder, sind wir oft in Bad Sassendorf durch das Gradierwerk gelaufen und haben die salzhaltige Luft eingeatmet…und haben mit dem Finger salzhaltige Wassertropfen in den Mund geträufelt und uns geschüttelt…weil es so salzig war. Das war natürliche Sole und die war wesentlich höher konzentriert.

Da diese Salzkammer, über meine Firmen-Fitness-App, für mich keine zusätzlichen Kosten verursacht hat, wollte ich es auf jeden Fall mal ausprobieren.

So ein Aufenthalt in einem Salzraum ist keine medizinische Anwendung, sagt auch Stiftung Warentest, sondern eher eine Wellness-Anwendung…also sie ist nicht schädlich und kann durchaus positive Effekte haben…aber eben alles auf der subjektiven Ebene…mir war das egal…ich hab diese Zeit in der Salzkammer genossen und fühlte mich anschließend entspannt und gut.

Ein Gradierwerk (veraltet auch Leckwerk) ist eine Anlage, die im Prozess der Salzgewinnung aus Sole der Erhöhung der Salzkonzentration („gradieren“) sowie der Qualitätsverbesserung des gewonnenen Salzes dient. Das Gradierwerk besteht aus einem frei aufgestellten Holzgerüst, das mit Reisigbündeln aus Schwarzdorn (früher Stroh) verfüllt ist. Die Sole wird von oben über dem Reisig verrieselt, wobei die Tropfen auf ihrem Weg nach unten einen erheblichen Teil ihres Wassers durch Verdunstung verlieren. Gleichzeitig lagern sich schwer lösliche, unerwünschte Begleitminerale der Sole wie KalkGips und Eisenstein am Reisig ab, wodurch sich die Qualität des erzeugten Salzes erhöht. Weiterhin entweicht gegebenenfalls vorhandene Kohlensäure aus der Sole, was zu einer Verstärkung des Ausfällprozesses von Kalziumsalzen führt.

Gradierwerke sind normalerweise Teil eines Salzwerks oder Saline, wozu neben dem Gradierwerk auch Solebrunnen, Pumpanlagen, Siedehäuser und weitere Einrichtungen gehören.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gradierwerk

ach wie schade…

Nach „überstandenen“ Quartalsabschlüssen, standen für mich in den folgenden Tagen, die Aufarbeitung des Tagesgeschäfts im Fokus. All der Kram, für den ich während der Abschlussphase keine Zeit hatte….mit all seinen offiziellen Reporting-Pflichten und auch die Vorbereitung auf meinen 2wöchigen Urlaub. Das bedeutet, ich muss so viele Dinge wie möglich Vorarbeiten, weil wir ja (noch) keine wirkliche Urlaubsvertretung haben.

Und in dieser konzentrierte Phase hat mich dann noch eine Nachricht erreicht, mit der ich zwar schon gerechnet hatte…aber ich dachte, sie würde erst später kommen. Meine liebste Kollegin (die ich auch im letzten Jahr privat besucht hatte), hat mir mitgeteilt, das sie jetzt gekündigt hat. Ohhhh nein !! Wie schade.

Ich kann sie gut verstehen, sie fühlt sich in unserem hektischen Bienenschwamm nicht mehr wohl…es ist alles zu unruhig und zu geschäftig geworden…das beschauliche, familiäre, was diese Zweigniederlassung am Anfang hatte, ist inzwischen komplett verschwunden. Auch hier spürt man den Erfolg des Konzerns: durch viel mehr Personal, viel Unruhe, viele organisatorische Änderungen, deren Sinn oft unklar sind, das stresst die Kollegen und die Unzufriedenheit wächst.

Mir waren/sind die Kollegen in Brandenburg viel näher, als andere Standorte, da ich die eigenständige Gesellschaft mit den Kollegen damals in 2020 buchhalterisch übernommen habe, als die zu unserem Konzern dazu gekommen sind. Inzwischen wurden alle Kollegen in unsere deutsche Hauptfirma übertragen und in der alten „Firma“ werden nur noch die Altprojekte abgewickelt.

Aber durch die Altprojekte bin ich immer noch mit den brandenburgischen Kollegen eng verbunden…und die Kollegin, die jetzt geht, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Wir ergänzen uns beruflich sehr gut und verstehen uns Privat sehr gut. So ein gutes Verhältnis zu einer Kollegin hab ich sehr selten. Na klar wollen wir in Kontakt bleiben…aber es ist trotzdem so schade, das sie geht.

Wieder im Krisenmodus

Im Laufe des Sonntag hat mich dann jedoch eine Nachricht aus meiner langsam aufsteigenden Freude, auf den kommenden Urlaub, geholt.

Meine Schwester liegt seit Samstagnacht wieder im Krankenhaus…zuerst mit Verdacht auf Herzinfarkt…der hat sich zum Glück nicht bestätigt. Sie hatte erst langanhaltende Schmerzen im Unterbauch, daraufhin eine Panikattacke (durch die Angst was das wohl sein kann) und seitdem extrem starke Schmerzen im oberen Rücken….dann rief sie den Notarzt und seitdem liegt sie im Krankenhaus.

Die Ärzte sind zur Zeit noch ratlos…Blutwerte okay (keine Entzündungswerte), Röntgen, CT, MRT : keine Auffälligkeiten. Ihre sehr starken Schmerzen im oberen Rücken sind aber immer da. Die Hypothese lautet jetzt erst einmal: sie hat sich durch die Panikattacke so verkrampft, das die Muskulatur im oberen Rücken sich extrem verhärtet hat…aber auch mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Lockerung der Muskeln hat sie vor allem nachts immer noch extreme Schmerzen. Jetzt soll sie in der kommenden Woche noch einmal ins MRT, dieses Mal mit Kontrastmittel, um zu sehen ob irgendwo der Blutfluss behindert wird.

Das ist auch für mich sehr belastend….und verhindert, das ich mich jetzt einem unbeschwerten Urlaubsgefühl hingebe. Da ich in den ersten Tagen dieser Woche beruflich noch sehr unter Druck stand, konnte ich erst Donnerstag zu ihr ins Krankenhaus gefahren (sind immerhin 140km pro Strecke)….aber haben natürlich jetzt wieder täglich fortwährend gechattet und telefoniert, denn jetzt bin ich wieder im Krisenmodus.

Der Besuch tat uns Beiden gut. Mir tat er gut, weil ich mit eigenen Augen sehe konnte, wie es ihr geht und ihr tat es gut, weil ich ihr mit meiner oft sachlichen Sichtweise helfen konnte, sich etwas zu beruhigen und dazu die körperliche Nähe..und auch mein Schwager schien froh, das ich gekommen war.

Es ist gut das sie in Flensburg im Krankenhaus liegt, so können mein Schwager und ihre Freunde sie öfter besuchen kommen und ich fahre in der kommenden Woche wieder hin, weiß aber noch nicht genau wann.

Denn auf der anderen Seite brauche ich jetzt auch die Erholung durch meinen 2-wöchigen Urlaub….die letzten Monate waren anstrengend und die kommenden werden es ebenfalls.

Ich muss also einen Mittelweg finden, mich zu entspannen und zu erholen und gleichzeitig für meine Schwester wieder der Anker zu sein.

Manchmal fühle ich mich wie eine Mutter, die sich ständig um ihre erwachsene Tochter Sorgen macht. Die Sorgen hören scheinbar nie auf 😒

…noch mehr Bewegung

Heute Morgen war ich schon wieder extrem früh wach…nicht das ist noch müde gewesen wäre, ich war einfach ausgeschlafen und bin nach 1/2 Stunde lesen im Bett dann auch zügig aufgestanden.

Sooo und was mache ich nun mit diesem Tag? Hatte mich kurzfristig zu einem Online-Yoga/Meditationskurs angemeldet…der dauerte 1,5 Stunden und war richtig gut. Wenige Übungen, die dafür lange gehalten wurden. Wir waren nur wenige Teilnehmer, so konnte die Kursleiterin uns über die Kamera im Auge behalten und korrigieren, bzw. uns kleine Alternativen nennen, wenn eine Übung zu anstrengend war…das fand ich echte klasse. Meine Muskeln wurden so gefordert, das sie öfter vor Anstrengung zitterten. Nach dem aktiven (anstrengenden Teil) gab es dann den meditativen Teil…sollte ich öfter mal machen – das tat so richtig gut.

Und weil das ja für heute noch nicht alles an Bewegung gewesen sein konnte, bin ich noch in den Voßlocher Wald gefahren. Der ist nahe Barmstedt, am Rantzauer See.

Den See hab ich gemieden, der war überfüllt….aber im Wald war fast kein Mensch und auch kaum Radfahrer, auch wenn das hier ein ausgewiesener Radweg ist:

Im Hallenbad

Gestern war ich bereits das 2x innerhalb einer Woche beim Schwimmen.

Ich habe ja immer noch die Mehrfach-Eintrittskarten (also den Chip) für die Badebucht in Wedel und die werde ich jetzt erst einmal aufbrauchen, bevor ich das eine oder andere Schwimmbad in Hamburg über meine Firmenfitness-App ausprobiere.

Ja ich habe endlich wieder Lust aufs Bahnenziehen. Letzten Sonntag war ich über die Mittagszeit dort und es war unglaublich voll…im Duschbereich waren so ca. 20 Kinder und 10 Erwachsene und der Geräuschpegel dort war unglaublich…also hab ich mich ganz schnell geduscht und bin in das Sportbecken gegangen….auch dort war es voll…aber irgendwie ging es.

Bei 26 Grad Wassertemperatur musste ich mich aber erst einmal schnell bewegen, damit mir warm wurde. Leider waren so viele „Quer-Schwimmer“ dabei, das ich meine 40 Bahnen (1km) nicht an einem Stück abspulen konnte…manchmal musste ich mitten im Becken anhalten, damit die kleinen Schwimmanfänger passieren konnten…zum Glück kann ich durch die Schwimmbrille auch unter Wasser sehen, wenn ein Hindernis vor mir herumzappelt.

Aber irgendwann hatte ich meinen Bahnen fertig. Entspannend war das zwar nicht, aber die Bewegung hat mir sehr gut getan. Es gab nicht einmal Muskelkater am nächsten Tag…das kommt, weil ich ja seit Monaten diese Übungen gegen den Rundrücken mache.

Gestern nun, war ich am frühen Abend dort und das war besser…während ich ins Gebäude wollte, kamen mir Heerscharen an Menschen entgegen. Jaa – geht nur alle nach Hause – Zeit zum Abendessen, jubelte ich innerlich.

Dieses Mal konnte ich meine Bahnen fast in Ruhe schwimmen. Ja es waren immer noch genügend Menschen im Wasser, aber die schwammen ebenfalls ins Bahnen und schossen nicht quer. Man musste sich mit dem Platz arrangieren, aber das hat gut funktioniert.

Konzentriert auf ruhige und gleichmäßige Atmung und mit kräftigen Zügen zog ich meine Bahnen und war dabei sogar entspannt….nach meinem 1km, hab ich noch einige Bahnen mehr gezogen und mal etwas Rückenschwimmen geübt (das ging dann, weil der Sprungturm geöffnet wurde und die Bahn im hinteren Bereich damit gerade nicht genutzt wurde…also hab ich 1/2 Bahnen in Rücklage versucht und bin so nicht mit den anderen Bahnenschwimmern kollidiert.

Ich merke wie ich es tatsächlich wieder geniesse zu Schwimmen. Mal sehen ob ich es hinbekomme, das wieder regelmässiger zu machen…aber ich mag keine Freibäder und auch kein kaltes Wasser…hahahaha, also mal sehen, wie es über den Sommer funktioniert – nicht alle Hallenbäder haben im Sommer geöffnet.

neue alte Frisur

Aber es gibt natürlich auch Schöneres als sich über die Arbeit Gedanken zu machen.

Ich hatte gestern am späten Nachmittag jetzt meinen Friseur-Termin ….und statt wie sonst immer umständlich erklären zu wollen, wie ich meine Haare gerne hätte, hab ich kurzerhand ein Foto von mir herausgesucht und gesagt, das ich meine Haare gerne wieder genauso so haben möchte.

Die Friseurin hat es super gemacht und das Ergebnis ist toll geworden.

Jetzt habe ich wieder den flotten Kurzhaarschnitt, denn ich viele Jahre hatte…und ich bin so froh…zusammen mit den abgenommenen 4Kg und nun wieder ohne „Geierhals“ ist das wieder genau der Stil, der mich repräsentiert.

Diese vielen Haare fast bis zum Kinn, das war auf Dauer einfach nicht zu händeln und ich fühlte mich mehr und mehr wie ein aufgeplatztes Sofakissen…Viele Haare = wenig Frisur. Ich hatte mir sogar einen Haarreifen gekauft, um die Haare etwas zu bändigen…eine meine Kolleginnen meinte, ich sehe gut damit aus, so „französisch“. ich zumindest hab mich nur sehr kurze Zeit mit dieser Frisur wohl gefühlt.

So und wie passend, mit der Frisur kann ich dann auch das Bewerbungsfoto machen, falls notwendig….muss nur mal wieder die Haare färben.

noch mehr Änderungen angekündigt

noch mehr Änderungen angekündigt

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Diese Woche war sowieso schon herausfordernd, um ALLE 1/2-Jahres-Abschlüsse bis zum 05.07. fertig zu bekommen. Da hätte es die weiteren Neuigkeiten gar nicht bedurft, um mich aus der Spur zu bringen.

Also erst einmal: na klar hab ich die Deadline geschafft….dafür habe ich ja wochenlang vorgearbeitet und mich in dieser Woche auch für 4 Tage ins HO zurückgezogen. Trotzdem war es zum Schluss dann doch extrem unruhig, weil auf einmal soviel unerwartete Anfragen bei mir ankamen…aber ich hab die Arbeiten priorisiert und bin meinem Ordnungsprinzip : „vom Eiligsten zum Wichtigsten“ gefolgt und es hat funktioniert und ich war Freitagnachmittag stolz und froh, das es doch so gut geklappt hat – trotz der Unruhe.

Und dann kamen in der Woche noch die nächsten Änderungen: zum 1.Juli wurde unser Online-Rechnungs-Freigabeprozess auf eine komplett neue Freigabe-Matrix umgestellt …das wurde uns 2 Tage vorher in einer kurzen Online-Präsentation mitgeteilt und kurz erläutert. Mehr nicht.

Die Umstellung gilt für den gesamten Konzern, ALLE gleichzeitig und das mitten in der stressigsten Woche. Die Anfragen der Kollegen, kommen jetzt natürlich bei mir an, weil eben einiges anders läuft. Ich hatte zwar eine Rundmail geschrieben und auf die Änderungen hingewiesen, wusste aber ja selber nur wenig über das ,was uns jetzt im Hintergrund das Denken abnehmen soll…noch so etwas wo wir Controller und auch alle Anderen nicht mehr denken sollen…einfach alles so lassen….immerhin ist es Voreingestellt.

Aber manches ist eben nicht logisch und manches sogar faktisch falsch. Aber das soll angeblich genau so gewollt sein. Aber unser Konzern hat eben an manchen Stellen keine klaren und eindeutigen Strukturen und das führt bei dieser eindimensionalen Logik nun einmal nicht zum eigentlich anvisierten logischem Ergebnis.

Denn schon nach den ersten Minuten der Präsentation war klar, das kann für mich gar nicht funktionieren…und ich habe gefragt, ob es für Controller die wie ich unterschiedliche Typen von Gesellschaften betreuen, eine gesonderte Lösung gibt, da diese sehr eindimensionale Vorgehensweise bei mir zu Fehlern führen würde…doch der Kollege meinte das würde sich dann finden….wir gehen jetzt live und schauen was passiert.

Natürlich kam es wie es kommen musste..es funktionierte bei mir so eben nicht und seine anvisierte Lösung auch nicht…aber immerhin hab ich jetzt eine manuelle Zwischenlösung genannt bekommen und der Kollege aus der Zentrale klärt das mit dem Software-Hersteller.

Es ist schon erstaunlich, das erlebe ich jetzt bereits seit 4 Jahren: Anstatt die Software an unsere Bedürfnisse anzupassen, sollen wir unsere Arbeitsweise (und die der Lieferanten und Kunden auch) eben an das IT-System Anpassen. Das finde ich vermessen.

Die nächste Neuerung war dann, das unser Archivierungssystem bereits zum 31.12.2024 abgeschaltet wird und das Neue funktioniert eben nicht mehr mit Ordnern und Unterordner…sondern „anders“. Echt jetzt? Am Ende des Jahres, wenn wir (falls sich nichts ändert) auch auf das neue ERP-System umstellen sollen UND im Jahresabschluss stecken werden….super – ich freue mich….immerhin ist das ein von uns täglich genutztes Tool auf dem unsere wichtigsten Arbeitsdateien liegen.

Den Knaller hat dann mein jetziger Vorgesetzter (noch sage ich nicht Chef…das Attribut muss er sich erst noch verdienen ) gebracht. Als GF hatte er das endgültige Recht zu entscheiden, wer denn nun von den Bewerbern als Drittes Teammitglied zum Controller und mir kommen soll: und hat uns einfach mal, kurzerhand ZWEI davon als „total tolle Buchhalter“ für unser Team ausgesucht.

Ohne mit uns vorher darüber zu sprechen werden es jetzt also 2 und nicht 1..und nicht etwa, weil er uns etwas Gutes tun wollte…nein, weil er mit einer der dänischen Controller-Kollegin so seine Probleme hat…und nicht das er das mit der Teamleiterin der Kollegin oder dem Abteilungsleiter vor Ort vorher geklärt hätte…NEIN er hat sich entschieden diese eine spezielle Gesellschaft von der Kollegin von DK weg zu nehmen und nach DE zu holen und geht gleich bis ganz oben in der Hierarchie, um eine weitere Stelle genehmigt zu bekommen und es hat wohl mittels eines Telefonats kurzfristig gefruchtet und Beide sollten am 01.08. anfangen und der Controller geht im August noch für 2 Wochen in Urlaub. Okay inzwischen fängt einer jetzt zum Glück erst am 01.09. an.

So – das hat gesessen!

Wir sollen also mitten in der Umstellung auf ein neues ERP-System, eine Gesellschaft aus einem alten Sytstem in DK in ein noch älteres System in DE übernehmen (dabei müssen alle Konten neu definiert und umgestellt und die Gesellschaft manuell eingerichtet werden…um dann gleichzeitig diese Gesellschaft aus unserem Uralt-System für die Übertragung in das neue System vorzubereiten, welches Wiederum einen ganz anderen Kontenplan hat. DAS macht mich sprachlos und auch wütend.

Es ist jetzt echt nicht der richtige Zeitpunkt für so einen Wechsel…Vor allem weil der neue Kollege, ja auch erst einmal das Geschäftsmodell und unsere bisherigen Anforderungen verstehen und lernen muss…und soll dann gleich eine bisher komplett in dänisch geführte Fima übernehmen. Unsere deutschen Gesellschaften führen wir in Deutsch und Englisch…aber wenn eine Firma komplett von der Zentrale ausgeführt wird, wird alles komplett in Dänisch gemacht.

Außerdem reicht ja eine Firma dieser Größe gar nicht aus, um den Arbeitstag auszufüllen…und der wird dann auch noch zu mir ins Büro kommen…na ok – damit hab ich mich ja schon letzte Woche beschäftigt…das ist okay. Geklärt war mit dem Controller vorher das ich ein paar meiner Gesellschaften an den 3. Controller abgebe, sobald dieser eingearbeitet ist, damit wir als 3er Team uns auch gegenseitig vertreten können…nun müssen wir neu denken.

Ich bin mir noch nicht sicher ob mir diese Änderungen alle gefallen….und ich habe beschlossen zumindest schon mal meine Bewerbungsunterlagen auf einen neuen Stand zu bringen…das hab ich auch bereits erledigt..es fehlt nur noch ein neues Foto.

Ich brauche jetzt erst einmal den Urlaub und dann schaue ich, wie es weiter geht…ob ich mich mit all dem anfreunden kann oder ob ich mich doch mal auf dem aktuellen Arbeitsmarkt umschaue….ich weiß es noch nicht…denn eigentlich mag ich meine Arbeit…und zwar genau so, wie sie jetzt ist….nur das drumherum ist echt nervig geworden.

Wechseljahre: vorbei oder nicht?

Ich weiß nicht ob es jetzt ursächlich zusammen hängt oder nur Zufall ist, aber seit ich vor einem Monat mit dem 16:8-Interfallfasten und dem gleichzeitigen Verzicht auf Koffein und Einschränkung von Kohlehydraten am Abend, wirklich gut lebe, sind meine Hitzewallungen fast vollständig verschwunden.

Ich habe jetzt fast 4KG abgenommen und fühle mich so richtig wohl mit meinem Körper. Durch die Gewichtsabnahme friere ich sogar öfter mal und empfinde direkte Sonneneinstrahlung nicht mehr als automatisch unangenehm, sondern kann die Wärme sogar zeitweilig wieder genießen.

Seit 14 Jahren befinde ich mich bereits in den Wechseljahren, habe aber außer den Hitzewallungen sonst kaum Beschwerden. Die Hitzewallungen waren phasenweise sehr unangenehm, umso erfreulicher das diese sich gerade mal etwas verzogen haben. Das passiert bei mir öfter mal in stressigen Phasen…

….aber so lange wie jetzt, waren sie noch nie weg, was in mir die Frage auslöst: war es das jetzt? Sind die Wechseljahre jetzt ENDLICH vorbei?

Es gibt dazu gefühlt 1000 verschiedene Antworten…Fazit: es könnte sein – muss aber nicht. lt. DAK:

  • Im Durchschnitt dauern die Wechseljahr 7,5 – 15 Jahre …es können aber auch 20 Jahre sein = bei mir sind es aktuell: 14 Jahre
  • Frauen die früh in die Wechseljahre kommen, haben öfter länger mit Beschwerden zu tun = ich war 42 Jahre als die ersten Symptome begannen, was schon früh ist
  • 1/3 aller Frauen entwickeln nur leichte Symptome = ich glaube ich kann mich da zu den Glücklichen zählen, habe als Hauptsymptom nur die Hitze
  • Die Post-Menopause ist im Durchschnitt mit ca. 60 Jahren abgeschlossen

Okay also mit 56 Jahren kann ich langsam darauf hoffen, das die Menopause bald vorbei sein wird ..natürlich könnte ich bei der Frauenärztin einen Test zur Bestimmung des Hormonspiegels machen lassen…aber soo wichtig ist es für mich jetzt auch wieder nicht. Denn mir geht es ja körperlich soweit gut.

Mit der letzten Anpassung meiner Medikamente, gegen die Arteriosklerose, sind Puls und Blutdruck in einem normalen Bereich (Hurra) und mit meinem nun wieder Normalgewicht und der angepassten Ernährungsweise und den sportlichen Aktivitäten tue ich somit alles, was ich beeinflussen kann, damit das Damoklesschwert mit der Herz-OP, sich nicht weiter senkt. Also okay – den phasenweisen beruflichen Stress kann ich nicht wegzaubern….aber ich versuche besser mit ihm umzugehen.

Ja das ist ein echt gutes Gefühl und ich hoffe auf einen aktiven Sommer für mich, mit nicht ganz so viel Hitze, aber vielen Ausflügen und Wanderungen…noch 1,5 Wochen und ich hab endlich Urlaub….

Der Wind als Trainingspartner

Letzten Sonntag hab ich das ganz moderate Wetter genutzt, um mal wieder eine kleine Radtour zu machen…Die Hitze war erst für die kommenden Tage angesagt, so sollte eine kleine Fahrt durch die Umgebung bei knappen 24 Grad kein Problem sein.

Wer hier oben im Norden wohnt, weiß das es fast immer Wind gibt und so startete ich meine Tour auch mit Gegenwind…und der blieb auch die gesamte Fahrt über…aber kein Problem meine Beine wollten ja auch etwas zu tun haben….es war sonnig und ich habe mir schöne Wege ausgesucht, die halbwegs im Schatten lagen.


Ich bin von Quickborn nach Pinneberg (direkte Strecke mit dem Auto ca. 14-15km) über kleine Seitenwege und letztlich über einen ausgewiesenen Fahrradweg gefahren.

Als ich in Pinneberg ankam, war ich überrascht WO ich rausgekommen bin…den kannte ich von einigen Abendspaziergängen an der Pinnau entlang, als ich noch dort gewohnt habe.

Da ich nicht den gleichen Weg zurück fahren wollte und meine Kraft noch ausreichend schien, hab ich einen zusätzlichen kleinen Bogen geschlagen und dann auch noch einmal die falsche Richtung gewählt…der Weg nach Hause zog sich also schier endlos dahin und meine Kraft ließ nach….und entgegen der Annahme nun mit dem Wind nach Hause zu „segeln“, bliess mir dieser immer noch von Vorne entgegen…und zwar heftiger, als auf dem Hinweg.

Achja, da ist ja der angekündigte „stürmisch auffrischende Wind“….gefühlt kam ich nur langsam voran, aber aufgeben ist ja keine Option…also hab ich gegen den Wind in die Pedale getreten und 2,5 Stunden und 39,5km später, war ich dann tatsächlich wieder zuhause. Zwischenzeitlich hatte ich mich schon für den tollen Einfall schon verflucht…man war das anstrengend.

Ich war länger und weiter unterwegs, als geplant – aber letztlich war es eine gute Trainingseinheit für Beine und Ausdauer. Und nach einer kurzen Dusche und anschließender Erholung auf der Couch war ich dann doch mit mir und dem Tag sehr zufrieden.

Und noch eine Art „Umzug“

Manchmal kommt man in Situationen, da zweifelt man an sich selbst…oder?

Mir ging es vor ein paar Tagen so…da gehe ich gegen Abend mal wieder für meine Walking-Runde aus dem Haus…laufe den Weg durch die Wohnanlage und nehme nur aus den Augenwinkeln war, das da an einer Ecke eine fast 2 Meter hohe prächtige Fächerpalme auf dem Rasen steht…also eine echte Palme, nicht in einem Kübel sondern im Rasen eingepflanzt. Ich bin leicht irritiert, reagiere aber nicht weiter und gehe meines Weges.

Auf dem Rückweg komme ich wieder an dieser Palme vorbei, bin immer noch irritiert und gehe ins Haus…aber dieses mal hängt mir der Gedanke nach…sag mal…ich wohne jetzt fast 3 Jahre hier…stand die da immer schon? …ich hab an mir gezweifelt…kann ich die echt solange „übersehen“ haben. Vieles nimmt man ja nicht bewusst wahr.

Hab mir bei nächsten Vorbeigehen wieder Gedanken über diese Palme gemacht und erst bei der erneuten Rückkehr nach Hause ist der Groschen endlich gefallen. Diese Palme stand sonst direkt an der Hausseite ein paar Meter weiter….da ist jetzt erst einmal nichts mehr…wahrscheinlich hat die Palme durch ihre Grüße, zu viel Tageslicht direkt am Haus geschluckt und wurde von unserer Hausverwaltung versetzt.

Lustig das ich erst einmal Grübeln musste, aber die Palme und auch der Boden drumherum sahen jetzt nicht nach „Erdaushub-Arbeiten“ aus…alles wirkte so natürlich und stimmig und scheinbar hat die Palme den Umzug gut überstanden.