Dienstreise -3.Teil – kleines Kartendilemma

Nachdem ich dann endlich Feierabend hatte, bin ich vom Firmengelände in den Ort gefahren, runter zum Fjord…war da noch ein wenig laufen und dann wollte ich in dem gemütlichen Restaurant am Hafen essen.

Es war ziemlich leer für einen Donnerstagabend, einen Platz zu bekommen war also auch ohne Reservierung kein Problem….ich hatte mich für das Gericht „Stjernekud“ entschieden…das heisst auf Deutsch Sternschnuppe und bestand aus verschiedenen Fischfilets, geräuchertem Lachs und Eismeergarnelen auf einem kräftigen Bauernbrot…..hmmmm richtig lecker:

Super entspannt hätte mein Beitrag jetzt hier enden können….das Dilemma kam aber beim Bezahlen. Ich war hier schon ein paar Mal essen und die Dänen bezahlen fast ausschließlich mit Karte…also zückte ich, immer noch ganz entspannt, meine Firmenkreditkarte (wir bekommen dafür keine Verpflegungs-mehraufwands-Pauschalen) die freundliche Bedienung hielt mir das Gerät hin, ich tippte meine Pin und es kam die Meldung „abgelehnt“.

Nanu ? Nach einem weiteren vergeblichen Versuch, nahm ich meine private Kreditkarte, ich tippte die Nummer ein und „abgelehnt“…hmmm sehr merkwürdig, fand auch die Bedienung, die meinte also das Gerät würde ihr auch keinen Hinweis anzeigen, warum meine Karten abgelehnt wurden…ich hab ja noch meine normale Bankkarte…also ein weitere Versuch – aber mit dem gleichen Ergebnis.

Gut das keine Schlange hinter mir stand und wartete…sonst wäre ich richtig nervös geworden. Nein Paypal haben sie nicht und Bargeld in EURO hatte ich auch nicht genügend dabei.

So war ich nur ratlos….okay – gibt es hier in der Nähe einen Bankomaten? Sie erklärte mir das es zwei Banken in der Nähe gäbe…also lies ich ihr meinen Führerschein da und machte mich auf zu einem weiteren Spaziergang im Nieselregen.

Und das war dann richtig lustig…Ich nahm also meine private Kreditkarte und es wurde mir angezeigt, das ich Beträge zwischen 100 DKK und 1000 DKK abheben könne…ich tippte also 300 DKK ein und dann kam die Meldung, man könne mir nur 100 DKK auszahlen. AHA- okay ??? na gut – besser als nichts…also hab ich 100 dänische Kronen abgehoben…meine PIN wurde hierbei anstandslos akzeptiert….so hab ich den Vorgang insgesamt 3x gemacht. Das hat dann auch geklappt, aber verstanden hab ich es nicht.

100 Dänische Kronen sind ca. 13,40 EUR – also kein besonders hoher Betrag …aber das war mir jetzt erst einmal egal…Hauptsache ich konnte meine Rechnung im Restaurant endlich bezahlen. Ich hab der Bedienung dann noch ein Trinkgeld in bar gegeben und meinen Führerschein wieder bekommen. Okay, die Quittung muss ich dann manuell einreichen, um den Betrag erstattet zu bekommen. Also letztlich ist alles gut.

Aber zwischenzeitlich suchte mein Kopf schon nach einer Lösung, wenn die Bank jetzt meine Karten auch nicht akzeptiert hätte…okay – dann hätte ich meine beiden Deutschen Kollegen angerufen und gefragt, ob sie mir aus der blöden Situation helfen können…das hätte Beide bestimmt gemacht…ich war trotzdem froh, das es auch anders ging.

Auf der Rückfahrt am nächsten Tag hab ich die Karten auch wieder normal benutzen können…ich nehme daher doch an, es lag an dem Gerät im Restaurant.

Dienstreise – 2.Teil – reden reden reden

Das Resümee über diese Dienstreise ist dieses Mal nicht eindeutig positiv.

Bei der Ankunft war es trotzdem, wie immer – ein großes Hallo…mit vielen Kollegen, hab ich ein paar Worte gewechselt…aber schon da merkte ich, die Unbeschwertheit war nicht mehr so unbeschwert und die gezeigte Sorglosigkeit fühlte sich etwas angestrengt an….so wie ich es bereits aus vielen Mails und Telefonaten entnehmen konnte: eine allgemein steigende Anspannung ist deutlich zu spüren und die Unzufriedenheit, auch (oder gerade) in kleinen Dingen wird größer.

Hygge (gemütlich, entspannt) ist hier nur noch wenig, wenn selbst das Anstellen in der Kantine, mehr als 10 Minuten dauert und nicht mal mehr Alle geemeinsam Platz dort finden, weil es einfach immer mehr Mitarbeiter werden und auch die neue Erweiterung des Gebäudes, nach der gerade erst fertig gewordenen zweiten Erweiterung, noch nicht fertig ist und wenn deshalb die Schreibtische immer enger zusammen gestellt werden und so jetzt schon 2 Arbeitsplätze auf der offenen Treppenhaus-Empore eingerichtet werden mussten. Auch hier in der Zentrale weiß nicht mehr jeder wer nun eigentlich wer ist…ich fragte nach „meinem“ contruction manager …da kannten die Controller nicht einmal den etwas ungewöhnlichen Vornamen des jungen Mannes. Antwort: und Du bist sicher, der sitzt HIER? hahahaha – jaaaaaa ganz sicher…

Da einige Kollegen in Urlaub waren, fand ich jedoch schnell einen freien Platz zum Arbeiten bei den Kollegen….und dann ging es den ganzen Tag Schlag-auf-Schlag… wie vorher gehofft, hatte ich die Möglichkeit mit einigen Kollegen sehr spontan Gespräche zu führen um Themen zu klären…das war sehr positiv. Reden, reden, reden…erst am Nachmittag fand ich dann mal Zeit für ein paar stille Arbeiten…dann als die Meisten schon Feierabend machten.

Aber ausgerechnet mein Chef erschien am Vormittag nicht zum fixierten Meeting…also ging ich auf die Suche und zusammen mit der Kollegen vom Empfang fanden wir ihn dann in einem Sorgengespräch…etwas mit der System-Umstellung funktionierte wohl nicht so, wie gehofft. Mein Chef war erstaunt mich zu sehen, hatte er doch gedacht, ich wäre auch krank (wie der Controller) ….die letzten Mails hatte er wohl gar nicht richtig gelesen.

Dann nahm er sich widerstrebend aber doch die Zeit und ich hab wieder einmal eine Menge erfahren und vor allem verstand er mein wichtigstes Problem mit den internen Weiterbelastungen und dem neuen Vertrag (den er nur vom hören-sagen her kannte). Wir haben uns auf eine Vorgehensweise geeinigt, solange, bis er es mit dem CFO klären kann, weil sich Vertrag und seine Anweisungen widersprachen…dann schauen wir weiter. Ich hoffe für den Controller und mich nun, das wir jetzt eine endgültige Lösung finden werden.

Ein weiteres Problem auf das ich ihn aufmerksam machte, fand er nicht „materiell“ genug …..da war ich sprachlos, immerhin reden wir hier von einigen hunderttausenden EURO (nicht DKK), die falsch zugeordnet waren….also, das als nicht materiell genug zu betrachten, um es in der Zentrale korrigieren zu lassen, fand ich schon sehr speziell…wo ich sonst jede 2,75 EUR am Umsatz korrigieren muss. Als ich es später meiner Kollegin in Brandenburg erzählte, war sie noch schockierter, als ich es war.

Aber gut … ich hab ihn als meinen Chef informiert, das ich die Kollegen aus der Konzernbuchhaltung schriftlich um Klärung gebeten habe….was die daraus machen, ist mir dann eben jetzt egal. Ich hab es erwähnt und wenn es niemand korrigieren möchte – ist das nicht mehr mein Problem.

Am Ende hatte er sich dann doch noch Zeit genommen, um mich zu fragen, wie es mir (gesundheitlich) geht und wie ich mit den Veränderungen in unseren Abläufen klar komme…Alles prima soweit – noch komme ich gut zurecht.

Leider hab ich nur wenig über unser neues ERP-System erfahren, der entsprechende Kollege war im Krisenmodus und hatte dann doch überhaupt keine Zeit für mich, obwohl er vorher gesagt hatte, ich kann jederzeit kommen…aber na klar – seine Arbeit hat jetzt absoluten Vorrang. Aber auch einige andere Gesprächspartner waren dann doch nicht, wie gehofft, im Büro. Das kläre ich dann eben zu einem späteren Zeitpunkt.

Trotzdem war ich froh über den teilweise sehr erfolgreichen Tag und noch mehr freute ich mich, als dieser dann auch endlich vorbei war. Hurra – geschafft und jetzt ist Feierabend.

Dienstreise – 1.Teil – Ankunft

Die Fahrt ab Mittwochnachmittag war, nach einem normalen Arbeitstag im Büro, richtig gut….ich bin trotz des Dauerregens, gut durchgekommen, hatte einen echt tollen Mietwagen mit dem das Fahren viel Spaß machte und hatte für die Fahrt eines der älteren Hörbücher in meiner „Online-Mediathek“ angeschaltet ( „Größer als das Amt“ von James Comey, dem von Trump 2017 gefeuerten Ex-FBI Chef). So war die Fahrt kurzweilig.

Kurzer Zwischenstopp in Flensburg zum Tanken, an der Grenze gab es keine Kontrolle und ich kam tatsächlich bereits um kurz nach 20 Uhr, nach knappen 400km, am Zielort an. Auf dem Parkplatz des Hotels war es schwierig einen freien Platz zu finden…achja- da war ja was – unsere Firma hatte für ein mehrtägig stattfindendes „On-Boarding für neue Mitarbeiter“, an diesem Abend ein Bankett arrangiert …zwei meiner Deutschen Kollegen waren als „Referenten“ auch mit dabei.

Beim Einchecken fragte mich der Rezeptionisto, b ich noch dazu wolle oder ob ich im Restaurant essen möchte….ohh neee – danke schön, zum Einen ist das ein ganz anderer Kollegenkreis und.ich lasse das Abendessen heute mal lieber ausfallen…war mittags mit den Kollegen doch noch zum Pizza-Essen rausgegangen und war irgendwie noch gar nicht wieder hungrig. Eigentlich schade, das Hotelessen ist dort echte klasse.

Aber na klar hab ich, vor meinem kleinen Spaziergang runter zum Fjord, noch einen Abstecher zu den Kollegen gemacht…hab kurz Hallo gesagt und mich dann nach kurzer Zeit verabschiedet. Der Spaziergang zum Fjord war dieses Mal nur kurz…es regnete immer noch heftig und der Wind nahm immer mehr zu, alles war matschig und da auch kein Mond schien, war es stockfinster….meine kleine Taschenlampe half da auch nur wenig.

Ich bin daher früh ins Bett gefallen…und der nächste Tag, würde ja wieder aufregend werden.

Alleine auf Dienstreise

Heute ist in Nord- und Ostdeutschland Feiertag….Es ist Dienstag und ich hab irgendwie ein Sonntags-Gefühl…draußen regnet es und so soll es heute auch bleiben…natürlich werde ich nachher trotzdem meine Runde laufen.

Aber ich bleibe in der Umgebung, denn ab Morgennachmittag fahre ich ja beruflich wieder knappe 400km nach Dänemark und komme erst Freitag wieder zurück. Da fahre ich heute nirgendwo hin.

Wie in den letzten Jahren, hab ich mich auch dieses mal, mit dem Controller zusammen getan…so das wir uns die Autofahrt teilen und viele Dinge auch schon während der Fahrt besprechen können. Unsere gemeinsamen Dienstreisen waren so immer sehr kurzweilig und angenehm. Gehen wir uns auch sonst manchmal auf den Zeiger – waren diese Fahrten immer entspannt und gut.

Aber: der Controller hatte die letzten 2 Wochen Urlaub zuhause und hat sich gestern mit einer Erkältung abgemeldet. Er fühle sich angeschlagen und bleibe die Woche lieber im Homeoffice, um die Kollegen nicht anzustecken und sich ordentlich auszukurieren…er arbeitet soviel wie es eben geht.

Eine weise Entscheidung, seit Corona bleiben wir alle lieber öfter mal im Homeoffice, anstatt ins Büro zu gehen – vorbei die ungesunden Zeiten, wo man sich trotzdem ins Büro geschleppt hat. Seit gestern Abend hat er auch einen positiven Corona-Test.

Ich fahre also allein…was für mich nicht schlimm ist. Lange Strecken alleine zu fahren, machen mir nichts aus, die Strecke kenne ich inzwischen sowieso ganz gut, ich kenne das Hotel und die Firmenzentrale und viele Kollegen dort, kenne ich auch…also es gibt keinen Grund für mich, meine Dienstreise jetzt auch zu stornieren…meine Themen sind ja i.d.R. andere, als die des Controller….ich spreche mit anderen Kollegen, über andere Themen und habe andere berufliche Schwerpunkte.

Aber ausgerechnet dieses Mal gibt es zwei Themen, die uns Beide gemeinsam angehen, hier überlappen sich auf einmal die Fragen…in das eine Thema werde ich mehr und mehr reingezogen, wie in ein schwarzes Loch…ich versuche mich dagegen zu stemmen…aber es gelingt mir nicht…und prompt muss ich mich mit Dingen auseinander setzen (hier wieder zum Thema: unklare Anweisungen), die eigentlich an anderer Stelle entschieden werden müssten…aber es kommt einfach keine Klarstellung.

Dieses Mal entfällt aber mein Komfort, am Reisetag vom Controller aus dem Homeoffice abgeholt zu werden…schade auch….aber gut. So werde ich nachher also meine Reisetasche packen und morgen früh ins Büro fahren…dann bis zum frühen Nachmittag arbeiten, den Mietwagen abholen und dann geht die Reise los in den Norden Dänemarks…geplante Ankunft im Hotel ca. 20 Uhr – wenn alles glatt läuft.

Oktober – doch noch etwas „Gold“

Jetzt -gegen Ende des Oktober – wird er tatsächlich doch noch zum Goldenen Oktober.

Sonntagnachmittag war ich im Himmelmoor…und es sah genauso aus, wie man sich eine herbstliche Landschaft vorstellt. Die Moorbecken, auf der anderen Seite sind inzwischen auch wieder gut gefüllt…naja – kein Wunder nach dem vielen Regen der letzten Wochen.

Der schwarze Moorboden ist weich und ja matschig ist er auch…aber herrlich zu laufen….und bei 12Grad und Windstille war es sehr schön.

Am Vormittag hatte ich mich mit Gartenschere, kleiner Schaufel und Müllsack auf meinem Balkon daran gemacht, einige der einjährigen Sommerblumen aus den Balkonkästen zu entfernen und die mehrjährigen Pflanzen zurück zu schneiden….außer bei den Hortensien und der Clematis, die alle immer noch schöne Blüten haben. Aber es ist jetzt deutlich luftiger auf dem Balkon geworden.

Meine Zwerg-Seidenkiefer, die ich jetzt schon fast 2 Jahre habe, hatte diesen Sommer leider nicht mehr überlebt….schade – die sah echt schön aus…die Überreste hab ich nun also auch entsorgt…keine Ahnung warum mir die eingegangen ist…eigentlich gilt sie als pflegeleicht und Balkongeeignet. Es gibt wie immer mehrere Möglichkeiten…meine 2 Hauptverdächtigen: entweder sie hat zu viel oder zu wenig Wasser bekommen….

Herbst to-do: Autos und Jacken

Mein Auto hat nun auch seit einer Woche wieder Winterreifen…und ich bin froh, das ich mir rechtzeitig einen Termin hab geben lassen.

Eine allgemeine Regel empfiehlt den Reifenwechsel nach der Methode: von O bis O = Also Ostern auf Sommerreifen wechseln, Oktober auf Winterreifen…aber das ist nur eine Empfehlung und ist auch nicht für jeden sinnvoll. Ich mache es schon seit ein paar Jahren so und bin zufrieden damit.

Und ich bin auch zufrieden mit der ATU-Filiale in Pinneberg, wo ich den Reifenwechsel durchführen und meine Reifen einlagern lasse. Das ist sehr komfortabel und die Angestellten dort sind sehr nett und kompetent.

Ich war also bereits Anfang Oktober im Laden, um schon mal 2 neue Winterreifen bestellen zu lassen…das 2 der Reifen inzwischen nicht mehr ausreichend Profil haben, weiß ich ja schon seit letztem Jahr. Die Reifen sind sowieso schon 6 Jahre alt.

Der Laden war mehr als gut besucht und nur 1 Mensch am Tresen…ohhhha, da läuft aber etwas nicht richtig…normalerweise stehen da 2-3 Mitarbeiter…ich hab also geduldig gewartet (hatte extra etwas früher Feierabend gemacht, um mich nicht stressen zu lassen)….und der Mitarbeiter hinter dem Tresen blieb geduldig und beantwortete auch die 3. Wiederholung der Frage und dessen Variationen mit unglaublicher Ruhe.

Als ich dann irgendwann dran war, hab ich gefragt was los ist und er meinte, es hätten gleich mehrere Mitarbeiter auf einmal gekündigt…und das zum Saison-Start.

Ich hab mir dann einen guten Reifen aus dem mittleren Preissegment aussuchen lassen, dann noch den Auftrag für den Reifenwechsel fixiert und einen Termin dafür ausgemacht…und endlich hab ich mir für die Winterreifen auch Radzierblenden ausgesucht.

Die bisherigen Winterreifen stammten ja noch von meinem vorherigen Fiat 500L, den ich mit Sommerreifen auf Stahlfelgen in Zahlung gegeben hatte incl. der Radkappen…und der „Neue“ hat ja Sommerreifen auf schmucken Leichtmetallfelgen. Beim ersten Wechsel auf Winterreifen fiel mir dann zwar auf, das es irgendwie so nicht schön aussieht…aber naja…ist halt im Winter.

Okay also hab ich doch noch 50 EUR drauf gelegt und mir nun schöne Radzierblenden für die Winterreifen gegönnt…und die sehen am Auto so richtig gut aus.

Als ich den Wagen, wie vereinbart, zum Termin brachte, war der Laden brechend voll…die personelle Situation hatte sich nicht verbessert….aber ich hatte einen Termin und laut handschriftlichem Aushang, hatten die Termine Vorrang.

Den Wagen hab ich also abgegeben und mich ganz in Ruhe die nächsten 1,5 Stunden auf dem Gelände des Einkaufszentrums aufgehalten….bin etwas durch die Gegend geschlendert, hab meine Mittagspause nachgeholt und am Fischstand eine knusprig gebratene Scholle mit Kartoffelsalat gegessen, später war ich noch in einem Cafè und dann hab ich mir noch etwas zum Anziehen gekauft: Ich liebe in diesem Herbst die Farbe Kupfer oder auch „dreckig orange“ genannt…das passt wunderbar zu dunkelgrün und zu meinen Haaren sowieso. Jetzt hab ich in dieser Farbe eine Sweatjacke und auch eine Übergangsjacke…so eine leicht gefütterte Wind-Regenjacke mit großer Kapuze.

Apropos Übergangsjacke…das ist ein Begriff, der wohl vor allem Frauen geläufig ist…und Jacken kann ich ja eh nicht genug haben…Vor allem im Herbst…hier noch ein lustiger Spruch dazu:

Herbst ist wenn Männer rumrennen als wäre Sommer und Frauen als wäre Winter.

leider kann ich keine Quellenangabe machen, hatte den Spruch im Radio auf RSH gehört

Bevor ich mein Auto auslöste, hab ich den Wagen auf dem Parkplatz stehen sehen…nanu? wo sind die Radkappen?…bin also direkt in die Montagehalle, hab freundlich nach dem Monteur gefragt und ihn gebeten doch bitte noch die Radzierblenden anzubringen…ohhh das war ihm peinlich…der ganze Stress – da hatte er den nagelneuen Karton mit den Kappen neben den Reifen übersehen…kein Problem…hab ihm trotzdem ein kleines Trinkgeld gegeben und während er noch die Kappen anbrachte hab ich mich wieder in die Schlange vor dem Tresen eingereiht um zu Bezahlen.

Sooo jetzt ist erste einmal wieder 1/2 Jahr Ruhe und der Winter kann kommen.

Gut besucht – neues Restaurant

Letzte Woche Samstag hatte ich vergeblich versucht, einen Tisch in dem neuen Restaurant hier im Ort, zu bekommen. Es ist ein vietnamesisches Restaurant, das sehr gemütlich daher kommt…gemütlich modern, ohne Kitsch…da aber gefühlt der ganze Ort das ebenfalls wollte, musste ich wieder umkehren.

Dafür war ich dann einen Tag später am späten Nachmittag dort – ich kam direkt vom Schwimmen…und wie mir die nette Bedienung einen Tag vorher gesagt hatte, wird wohl nachmittags immer etwas zu bekommen sein- auch ohne Termin…ich rief trotzdem vorher an und ja, es wäre noch genügend Platz.

Das Essen war gut…nicht super gut und auch nicht so kunstvoll angerichtet, wie es das jetzt öfter mal gibt, aber bodenständig gut und damit war ich dann richtig zufrieden. ich brauche kein visuelles Kunsterlebnis, sondern möchte leckeres Essen auf der Gabel bzw. den Essstäbchen haben, das ordentlich angerichtet ist.

Die gedämpften Dumpling mit Garnelenfüllung waren super lecker…die knusprige Ente mit viel frischem Gemüse war klassisch und gut.

Zusammen mit einem alkoholfreien Cocktail, der bei der beachtlichen Größe mehr an eine homemade-Limonade erinnerte und einem Jasmintee, hab ich knapp 35 EUR bezahlt…ich finde das ist ein guter Preis…und da werde ich auf jeden Fall noch weitere Gerichte ausprobieren.

Im Restaurant auf Fleisch zu verzichten, fällt mir schwer, ich liebe kross-gebratene Ente…also lege ich meine Fleischtage gerne auf solche Tage, wo ich im Restaurant esse und halte mich damit meistens an die mir selbst-auferlegten 2-3 Tage Fleisch pro Woche…und das klappt super gut.

In dieser Woche hatte ich Zuhause noch eine der wenigen eingefrorenen Portionen Gulasch aus dem Gefrierschrank genommen…schön lecker mit Rind-und Schweinefleisch und jede Menge Pilzen und Paprika in einer sämig-leckeren Sauce….so wie ich es seit meiner Kindheit liebe.

Aber jetzt musste ich feststellen, das mir das Fleisch darin zwar super schmeckte, aber das Mischungsverhältnis für mich nicht mehr passte…es war einfach zu viel Fleisch….und ich pickte immer mehr am Fleisch vorbei nach Pilzen und Paprika.

Im Kopf bin ich also schon beim nächsten Gulaschtopf-Kochen: kein Schweinefleisch mehr (soll ich ja meiden), nur noch die Hälfte vom Rindfleisch – dafür noch mehr Pilze, Zwiebeln und Paprika. Ich drehe damit das Verhältnis zwischen Gemüse und Fleisch herum und kann trotzdem den gewohnten Geschmack erhalten. Na also – läuft doch.

Kekse und Kuchen

Ich backe ja eigentlich lieber Brote oder Brötchen…aber heute hatte ich mal wieder Lust auf einen Apfelkuchen mit Zimt- und Zucker….immerhin ist Herbst und da gehört so ein Blechkuchen einfach zum Kaffee dazu:

Das klassische Rezept eines fluffigen Rührteig, hab ich etwas abgewandelt: 1/3 weniger Zucker / 1/4 weniger Butter, dafür etwas mehr Milch und das normale 550er Mehl hab ich zur Hälfte durch Weizenvollkornmehl ersetzt…dabei hab ich allerdings nicht daran gedacht, dafür etwas mehr Backpulver zu nehmen…er ist aber trotzdem gut geworden und vor allem genauso fluffig, wie ich es erwartet hatte….nur nicht ganz so hoch:

In den letzten Wochen hab ich übrigens öfter mal Haferkekse gebacken….das geht mir inzwischen routiniert von der Hand…diese Kekse knabbere ich gerne, wenn ich Lust auf etwas Süßes habe…durch die Haferflocken bleibt mein Blutzuckerspiegel relativ konstant…also hab ich weniger Hunger auf zu Süßes

Einige meiner Kollegen empfinden diese Kekse als „zu gesund“ hahahaha….ich finde sie mega lecker..

Ich mache mir auch nicht mehr die Mühe sie rund auszustechen, der Teig ist ja etwas klebrig und diese Ausstecherei dauert relativ lange…sondern ich walze den Keksteig auf einem Backblech großflächig aus, und schneide die Masse dann vor dem Backen mit einem Pizzaschneider in Rauten oder Vierecke vor.

Nach dem Backen kann sie dann ganz Einfach in Stücke brechen, sobald sie etwas ausgekühlt sind….Anschließend kommen sie in eine Vorratsdose und ich hab immer etwas Süßes zur Hand, ohne zu einem Industrieprodukt greifen zu müssen.

Anstrengend: unklare Anweisungen

Diese Auszeit Freitagabend war nötig….Die letzten Tage im Büro dann doch anstrengender als erwartet….was es so anstrengend für mich macht ist ganz klassisch: unklare Anweisungen, dadurch unterschiedliche Interpretationen, große Kommunikationslücken, keine Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen….und immer noch höre ich meinen Chef sagen: wir Alle müssen mehr miteinander kommunizieren.

Ja – schön – mache ich ja…laufe aber immer öfter ins Leere, weil auch die Kollegen entweder keine Zeit haben oder oft selber nur einen Bruchteil des Ganzen wissen….das kommt davon, wenn immer mehr Leute für eine bestimmte Aufgabe eingestellt werden…aber niemand WEIß, wie die sich mit welcher Arbeit, wie zwischen die einzelnen Abteilungen einfügen.

Ach ich soll mich mit meinem Thema erst an eine bestimmte allgemeine E-Mail-Adresse wenden…ja super – und woher weiß ich, das es diese Mail-Adresse gibt? …ach die ist neu…und WIE soll ich das wissen? Ach so – kann ich nicht? ja – das sehe ich auch so…warum sagt mir das dann keiner? Ach ihr wusstet es auch nicht?…ja super…aber als ihr es erfahren habt…sonst schreibt ihr ja auch alles im Abteilungs-Chat…

In der kommenden Woche bin ich ja mal wieder für kurze Zeit Vorort in der Zentrale im hohen Norden Dänemarks….und das einzige Gespräch was ich bisher fixieren konnte, ist das mit meinem Chef….das Meiste wird sich hoffentlich, wie so oft, spontan oder durch Zufall ergeben.

Was ich toll finde, der Kollege, der mit der Umstellung auf das neue ERP-System beschäftigt ist und WIRKLICH keine Zeit, weil die nächste Woche einen Teil Live-schalten, der freut sich riesig das ich komme und will sich extra etwas Zeit nehmen, so das er mir schon etwas dazu zeigen kann…wie wir zukünftig arbeiten werden….ich soll einfach bei ihm vorbei kommen.

Im Wasser – herrlich

Gestern Abend war ich mit meiner ehemaligen Kollegin Kim verabredet und zwar in der „ältesten Schwimmbad-Anlage“ in Hamburg…im Kaifu-Solebad….herrlich dieses alte Gemäuer mit neuem Innenleben…sehr geschmackvoll und urgemütlich….aber auch teuer.

Es gibt nur Tageskarten, und wenn man dort viele Stunden verbringt, relativiert sich der Preis, aber wenn man erst am Abend kommt…für 1-2 Stunden, DANN empfinde ich es als teuer…aber egal…es hat sich gelohnt….wir haben das Kombiangebot mit Schwimmen und Solebad genommen und waren dann ca 3,5 Stunden dort.

Mit Unterbrechungen bin ich dann tatsächlich auch 1km geschwommen….aber das Highlight war eindeutig das Solebecken, in dem man quasi schwerelos auf dem Wasser treiben kann…ohne unterzugehen…und wenn man die Ohren im Wasser hatte, hörte man auch leise und entspannende Musik…überhaupt die ganze Atmosphäre war ruhig und entspannt…trotz der vielen Leute dort.

…und wir haben uns gut unterhalten…sind ja schon ein paar Monate her, das wir uns das letzte Mal getroffen haben.

Innerhalb einer Woche war das bereits das 2. Mal, das ich schwimmen war…letzten Sonntagmittag bin ich endlich mal wieder in die „Badebucht“ nach Wedel gefahren…hab ja immer noch jede Menge Sauna- und Schwimmkarten…und endlich fühle ich mich wieder fit genug dafür.

Da hab ich meine Bahnen für 1,2 km am Stück im Sportbecken gezogen und konnte gar nicht aufhören, so schön war es das Becken fast alleine nutzen zu können…purer Zufall das gerade mal kaum Leute da waren …aber herrlich.

Dabei war mir schon währenddessen klar: DAS gibt heftigen Muskelkater…aber endlich konnte auch meine Schulter wieder die Schwimmbewegung ohne Schmerzen ausführen…da hatte ich die letzten Wochen irgendetwas, was blockierte…nicht schlimm…aber manche Bewegungen taten einfach weh….

Kaum hatte ich den Schwimmbereich Richtung Sauna verlassen…spürte ich auch schon, wie sich der Muskelkater in den Brustmuskeln einnistete…ohhh das ging ja schneller als gedacht…jaaaa ich hab etwas übertrieben….aber es war sooo schön mit tiefen ruhigen Atemzügen durch das Becken zu ziehen….es war herrlich…ich fühlte mich einfach lebendig.

Bei der Sauna musste ich dann aber vernünftig sein….Sauna nur bis max. 65Grad, nur kurze Saunagänge – keine Aufgüsse, keine kalten Duschen, kein Eisbecken…sondern nur langsames Abkühlen. Alles war für den gesunden Menschen in einer Sauna positiv für das Immunsystem ist…sollte jemand mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen meiden, weil es zusätzlich belastet…vor allem die abrupten Wechsel zwischen HEIß und KALT… Okay – das hab ich kapiert.

Also war die Sauna nur mittelmässig heiß…und zur Abkühlung bin ich dann eine Runde durch den Park gelaufen, bei dem regnerischen Schmuddelwetter war das Abkühlung genug…und die anschließende Dusche war lauwarm. Es war aber trotzdem sehr schön entspannend.