Stille muss man aushalten können

…und damit meine ich nicht die Stille, über die ich sonst immer schreibe.

Wer öfter bei mir liest, weiß, wie sehr ich Stille mag und vor allem auch brauche. Ich bin gerne allein und möchte auch von meiner Umgebung nicht ständig mit Lautstärke belästigt werden. Ich kann sehr gut mit mir alleine sein…und halte diese „räumliche“ Stille sehr gut aus. Um es klar zu sagen, ich liebe diese From der Stille.

Aber die Stille, über die ich heute schreibe, das ist etwas anderes….ich weiß nicht genau, wie ich sie nennen soll…es ist die „beredete“ Stille…die, die entsteht, wenn sich Menschen (und ich meine nicht Paare) unterhalten und auf einmal bricht der Gesprächsfluss ab oder ein Gespräch kommt gar nicht erst in Gang.

Als früher sehr schüchterner und vor allem auch heute noch introvertierter Mensch, kann ich diese Art von Stille nur schwer aushalten, weil ich sie immer auf meine Unfähigkeit Smalltalk zu halten, zurück führe. Was ja so nicht stimmt, da es Anderen ja auch manchmal so geht.

Also hab ich mir im Laufe von mehr als 20 Jahren angewöhnt (davor bin ich einfach stumm geblieben), diese Stille proaktiv zu überbrücken, indem ich einfach rede, auch wenn ich es gar nicht mag…ich erzähle etwas von mir…bin locker und lustig und meistens bringt diese „Vorleistung“ auch genau den Effekt, das sich die Anderen entspannen und auch von sich erzählen: Ziel erreicht und ich kann mich im Laufe der Gespräche zwischen mehreren Personen dann wieder ausklinken. Was dann aber oft nicht funktioniert, weil ich als aktiver Gesprächspartner wahrgenommen werde und immer wieder in die Unterhaltung einbezogen werde.

Und da ich ja auch viel lese und höre, hab ich auch zu vielen Themen eine Meinung, wo ich dann nicht einfach stumm bleiben kann, wenn ein Anderer einseitig erzählt oder Fakten verdreht oder jemand etwas fragt und ich von schon mal gelesen oder gehört habe…also rede ich mit.

Ich bringe mich also auf diese Art immer wieder in eine Lage, in die ich eigentlich gar nicht möchte.

Richtig bewusst geworden, ist mir das in den letzten Wochen, das ich somit in Gesprächen oft im Fokus bin. Wie konnte das passieren, wo ich mich doch lieber im Hintergrund halten möchte. Aber ich kann bei Diskussionen fast nie stumm daneben sitzen, wenn es um Fakten geht.

Es ist aber wirklich wie verhext, wenn ich mit Kollegen spreche und frage wie es geht, bekomme ich oft ein kurzes „Danke gut und Dir?“ und wenn ich dann auch nur „ja danke, gut soweit“ antworte, ich das Thema meistens erledigt… nur wenn ich anfange ein paar Sätze mehr zu sagen, fangen die Anderen an auch zu Erzählen….das ist doch absurd. Warum muss ich immer in verbale Vorleistung gehen.

Zumal ich ja nie weiß, wann ich Jemandem mit meiner „Plauderei“, die ich ja eigentlich gar nicht will, auf die Nerven falle. Ich bin es mittlerweile so gewohnt, Unterhaltungen weiterzuführen, um betretendes Schweigen oder die Unsicherheiten der Anderen zu überbrücken, das es sich verselbständigt hat.

Ich habe also wieder Angefangen z.B. bei Anrufen von bestimmten Kollegen, nicht sofort weiter zu plaudern, sondern antworte auf die Frage: „Wie geht es?“ auch nur noch mit der üblichen Floskel und warte dann, das der Anrufer den Gesprächsfaden selbständig weiterführt…immerhin hat mein Gesprächspartner angerufen.

Und auch in Gruppenunterhaltungen versuche ich mich nicht zu sehr Reinziehen zu lassen, bzw. bleibe auch stumm, genau wie die Anderen….diese Stille muss ich eben aushalten können.

Interessant ist dann, wie sich die Anderen verhalten, je länger das Schweigen dauert….es ist fast lustig zu beobachten, wie unwohl sich eine Gruppe fühlen kann, wenn alle stumm bleiben.

Früher in meinem Team, hab ich mit meiner Plauderei oft die Brücke zwischen Team und Leitung überwunden und auch die Schwierigkeiten, die manche innerhalb des Teams hatten…aber hier bin ich kein Team-Leader…hier brauche ich solche Techniken nicht anzuwenden. Ich bin nicht für das Wohlbefinden der Gruppe zuständig.

Muss ich doch tatsächlich wieder lernen, mich mehr zurück zu nehmen, obwohl das ja genau das Gegenteil war, was ich früher lernen musste…eben nicht stumm zu bleiben. Wie immer kommt es auf das richtige Verhältnis an…nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.

Ich konzentriere mich somit mit meinen Plaudereien auf die Kollegen, mit denen ich sowieso über Gott-und-die Welt reden kann und die mir von sich aus, mehr als nur die Tageszeit sagen.

Smalltalk ist mir bis heute ein Rätsel, das ich nicht lösen kann und auch nicht beherrsche…ich kann nicht oberflächlich reden…bei mir geht es immer um faktisches Wissen oder Erlebtes.

Mich kann man auf Partys in einer Ecke abstellen und ich beobachte staunend wie sich Menschen stundenlang über irgendetwas unterhalten und sich dabei köstlich amüsieren…Worüber reden die nur? Und jeder scheint mit nahezu jedem Themen zu finden, über die sie stundenlang sprechen können.

Mir ist das schleierhaft und ich fühle mich wieder wie früher als Kind, wie ein Mängel-Exemplar, das emotional nicht so funktioniert, wie die meisten Menschen, allen erlernten Techniken zum Trotz.

Erdbeeren – mit einem Gefühl von Luxus

Gestern hatte ich so ein leichtes Gefühl von Luxus.

Jeder definiert Luxus allerdings für sich selbst anders. Für mich war es nach dem Großeinkauf (Vorräte auffüllen) das Gefühl, ohne weitere Verpflichtungen, zuhause auf dem Balkon zu sitzen und eine große Schale der süßesten Erdbeeren zu verspeisen, die ich seit langem bekommen habe.

Das Kilogramm Erdbeeren vom Erdbeerhof kostete 9,90 EUR und ich habe 2 Schalen mit je knappen 500g gekauft.

Eine Schale davon habe ich nur gewaschen und geputzt…und mit dieser Schale saß ich dann draußen und habe eine Erdbeere nach der anderen, genüsslich verputzt.

Ich habe nichts nebenbei gemacht…und fühlte mich einfach glücklich und empfand es als unerhört luxuriös diese sehr süßen Früchte essen zu können.

Ich habe die Erdbeeren gekauft, ohne ein Ziel damit zu verfolgen…also ich wollte keine Marmelade kochen und auch keinen Kuchen damit backen….ich wollte es normal als Obst essen.

Und ja, natürlich kann man auch Erdbeeren günstiger kaufen, im Supermarkt, beim Discounter….aber die schmecken eben nicht so gut, wie die frischen Erdbeeren von nebenan. Ich kaufe keine Erdbeeren aus dem Ausland und auch nicht außerhalb der Saison. Erdbeeren im Winter galt mal als Luxus…für mich ist das eher Unsinn, als Luxus.

Gemüse und Obst aus heimischem Anbau, direkt nebenan ist teurer, weil bei uns die Kosten, vor allem für Löhne höher sind, als anderswo. Aber wenn wir wollen, das unsere Bauern auch weiterhin produzieren, dann benötigen wir auch die Konsumenten die es kaufen…sonst brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn unsere Bauern einer nach dem Anderen aufgibt.

Und ja, na klar – man muss es sich auch leisten können…ich weiß, das kann oder will aktuell nicht jeder. Auch ich achte auf das Geld und kaufe nicht wahllos…aber manchmal – manchmal müssen es eben genau diese Erdbeeren sein….deshalb hab ich wahrscheinlich das Gefühl von Luxus.

Erdbeeren sind teilweise sogar teurer als unser Edelgemüse Spargel….und eigentlich ist es schade, das gerade die deutschen Erdbeeren so teuer sind…aber es ist auch echte Knochenarbeit diese Früchte zu ernten….und ich bin dankbar, das die Erntehelfer diesen Job übernehmen.

Noch vor ein paar Jahren bin ich manchmal zu den Erdbeerfeldern gefahren und habe mir meine Portionen selber gepflückt…mehr so als Event…aber wenn ich das stundenlang machen müsste, um mir mein Geld damit zu verdienen…ohhhje – Respekt wer das macht, damit ich mir, in relaxter Liegestuhlhaltung, diese Erdbeeren gönnen kann.

Feierabend-Urlaub am Fjord

Mittwoch nach Feierabend in der Zentrale war dann doch fast so etwas wie Urlaubsfeeling.

Vom Hotel aus, gingen wir runter zum Fjord und sind knappe 45 Minuten immer an der Fjord-Küste entlang bis in den Ort gelaufen…Direkt am Hafen ging es in das Restaurant. Es gibt hier nicht so viele und es ist das Einzige am Hafen und es ist eine echt gute Alternative zum Hotel-Restaurant.

Die haben hier tolles modernes Essen, allerdings auch viel Fleisch oder aber auch Fisch. So standen dort tatsächlich auch Muscheln auf der Speisekarte…allerdings erst ab 2 Personen…och schade… Aber der Controller hat sich dann auch für die Muscheln entschieden…und wir haben es nicht bereut…die Portion für 2 Personen war riesig und alle Muscheln hatten sich auch geöffnet…dazu gab es selbstgemachtes Brot und super knusprige dicke Pommes und eine Knoblauch-Aioli. Das war ein richtiger Schmaus und ich war danach angenehm satt und das ganze für umgerechnet 25 EUR pro Person. Ein fairer Preis.

Nach dem Essen ging es dann knappe 45 Minuten wieder am Fjord entlang zurück zum Hotel….und den Rest des Abends hab ich dann auf dem Zimmer verbracht….hab etwas gelesen auf dem Balkon und später noch mein Hörbuch gehört…Achja und ich hab mal versucht den Nachrichten im dänischen Fernsehen zu folgen….hahaha.

Am Donnerstag hab ich tatsächlich doch noch die meisten meiner Fragen zufriedenstellend klären können, es ist tatsächlich einfacher mal eben jemanden in ein Gespräch zu ziehen, wenn man Vorort ist.

Für den letzten Abend hier hatten der Controller und ich schon zuvor beschlossen, das wir getrennte Wege gehen. Er wollte joggen und ich mir endlich einmal die kleine Stadt ansehen.

Ich hab ihn also nach der Arbeit ins Hotel gefahren, hab Laptop und Unterlagen in mein Zimmer gebracht und bin anschließend mit dem Leihwagen in die Stadt gefahren. Am Hafen gibt es genügend freie Parkplätze…der Ort ist kein Touristenort…er ist klein und verschlafen, die Geschäfte schließen früh und auch die wenigen Restaurants schließen wohl schon um 20 Uhr…aber es wird schon seit Jahren daran gearbeitet, es für Touristen attraktiver zu machen. Das wäre ein Ort für mich: ruhig und verschlafen, direkt am Fjord, mit viel Wald drumherum.

Außer dem Hafen, hab ich trotz mehrfacher Besuche, bisher noch nicht viel vom Ort selber gesehen…Das Hotel liegt im Wald und auch die Firmen-Zentrale liegt außerhalb am Rande eines ruhigen Gewerbe-/Industriegebiets, umgeben von vielen Feldern und Wiesen.

Es war also ca. 17.30 Uhr als ich das Auto abstellte und mir den Weg in die „Innenstadt“ suchte…die kleinen Geschäfte waren schon dabei ihre Waren einzuräumen…es gibt eine kleine Fußgängerzone….und letztlich bin ich kreuz und quer gelaufen…und hab sogar das kleine italienische Restaurant wieder gefunden…hier waren wir schon einmal essen, als ich das 1. Mal vor 3 Jahren die Zentrale besucht habe. Die haben tolle dünne knusprige Pizzen:

Das Lustige ist, es waren so wenige Gäste, das ich mich mit dem Wirt und der Bedienung unterhalten habe…und als ich meinte ich komme aus Hamburg und bin beruflich hier…meinte er, er kenne einen Controller aus Hamburg….Juuuup – was soll ich sagen, nach ein paar Fragen hin und her war klar…hahaha er kennt tatsächlich meinen Kollegen, der ja schon wesentlich öfter reisen musste, aber auch nur selten hierhin zum Essen geht.

Der Wirt hat ein gutes Gedächtnis…Aber es sagt auch etwas über den Ort…es kommen nicht so viele Fremde, so das der Wirt sich tatsächlich an den Gast aus Deutschland erinnert, der nur alle Jubeljahre mal bei ihm zum Essen kommt.

Die Pizza war auf jeden Fall toll und anschließend bin ich noch auf der anderen Fjordseite bei nun doch wieder strahlendem Sonnenschein spazieren gegangen….bis zur Marina und noch weiter bis zum Badestrand…naja also Strand ohne Sand…dafür mit viel Seetang….die Kollegen sagen, sie gehen ungern im Fjord baden….bei dem Geruch kann ich es gut nachvollziehen…Aber der Blick aufs Wasser ist himmlisch.

Das vermittelt einem schon fast ein Urlaubsgefühl…es ist ein kleiner Feierabend-Urlaub….und ich hab später gut schlafen können..

Dienstreise mit neuen Erkenntnissen

Diese Woche war anstrengend…Dienstagnachmittag ging es mal wieder auf Dienstreise in die Zentrale, es sind sind tatsächlich schon wieder 6 Monate her seit der letzten Fahrt. Von Hamburg aus sind das fast 400km mit dem Auto zu fahren.

Der Controller hat mir wieder das Angebot gemacht, mich Zuhause abzuholen, so hab ich schon mal 25km gespart und brauchte mein Auto nicht für 3 Tage in Hamburg stehen zu lassen. Wie immer haben wir in Flensburg eine kurze Kaffeepause eingelegt und haben die Plätze getauscht.

Ich bin dann den gesamten Teil in Dänemark gefahren…was ziemlich entspannt war…denn auf den Autobahnen darf man dort höchstens 130kmh fahren…Auf dem Rückweg war der Wechsel von dänischen zu deutschen Autobahnen so krass….der Controller hat sich wieder ab Flensburg in Richtung Hamburg hinters Steuer gesetzt, aber irgendwie hatte er es eilig, obwohl er das Gegenteil behauptete als ich ihn darauf ansprach…anstatt sich also locker in den fließenden Verkehr einzufügen, war er ständig dabei zu Beschleunigen und wieder abzubremsen.

Wir kamen dann ca. 19:40 Uhr im Hotel an…haben uns kurz in den Zimmern eingerichtet und waren dann im Hotelrestaurant zum Abendessen. Das Essen dort ist klasse…später bin ich noch runter zum Fjord gelaufen…

…und dann im großen Bogen durch den Wald zurück zum Hotel… Herrlich diese Idylle hier…es war immer noch sehr warm und teilweise stickig… so das ich selbst die ganze Nacht über die Balkontür weit geöffnet lies…und nur die Vorhänge leicht geschlossen hatte.

Da alle Zimmer auf dieser Seite (mit Blick in den weitläufigen Park und Wald dahinter) ein durchgängiges Balkondeck hatten (nur mit kleinen „Gartenzäunen“ abgetrennt für jedes Zimmer) hab ich allerdings die dicken Zimmerstühle in den Balkontür-Eingang gestellt….hahaha so das nicht einfach jemand in mein Zimmer kommen konnte….nicht das es hier besondere Gefahren gäbe…aber Vorsicht ist trotzdem besser.

Immerhin schlafe ich mit Ohrstöpseln, weil unter diesen Zimmern Restaurant und Küche liegen und die müssen spät am Abend ja noch die Küche in Ordnung bringen…da schallt das Geklapper schon mal rauf bis zu mir…aber mit den Stöpseln ist das dann kaum mehr wahrnehmbar.

Der Mittwoch startete dann erst mal ganz entspannt mit einem tollen Frühstück im Hotel, bevor wir dann den knappen Kilometer bis zur Zentrale gefahren sind.

Aufgrund unserer unterschiedlichen Funktionen innerhalb der Abteilung, hab ich bei den Kollegen im 1. Stock gesessen, wo es um die Buchhaltung der operativen Gesellschaften geht, während der Controller zu den Konzern-Controllern im Erdgeschoß gesellte. Viele Kollegen waren aber eh nicht Vorort.

Wie schon im Voraus angekündigt, war kaum ein Abteilungs- oder Teamleiter verfügbar…alle waren in externen Meetings in dem Hotel, in dem wir auch untergebracht waren.

Aber immerhin gab es für mich so einen freien Platz mitten zwischen den Kollegen im 1.OG und ein paar Minuten ging es erst einmal um das Wiedersehen, bevor ich es mir an dem Arbeitsplatz gemütlich machte…da wir alle mit derselben Ausstattung arbeiten ( IT-technisch werden noch ALLE Landesgesellschaften von der Zentrale aus, ausgestattet) passte sogar die Dockingstation und nur die Aufteilung der beiden externen Bildschirme hab ich auf meine Bedürfnisse einstellen müssen. Immerhin ging es um 2 volle Arbeitstage, die ich hier verbringen sollte.

Das einzig fixierte Meeting fand erst am späten Nachmittag des Folgetages statt. Bis dahin hab ich erst einmal normal gearbeitet und nach und nach versucht meine Fragen von den Controller-Kollegen beantwortet zu bekommen…aber – erstaunlicherweise:

  • hatten die auch nicht mehr Informationen als ich
  • waren sich teilweise der kommenden Problematiken noch gar nicht bewusst (meist gehörte Antwort: „so weit bin ich noch gar nicht…das hat ja noch Zeit“….weil die ja etwas länger Zeit zur Fertigestellung bekommen.
  • und haben mich für alle Fragen an die Teamleiterin verwiesen

Hmmm…das irritiert mich dann schon…und ich verstehe immer mehr, das die sich hier größtenteils nicht zum selberdenken berufen fühlen…sondern die machen einfach so lange mit den nicht mehr funktionierenden Formeln weiter, bis ihnen jemand sagt, wie sie es jetzt anders machen sollen….also erst in dem Moment, wo sie die entsprechenden Excel-Files ausfüllen müssen…und nicht eine Minute vorher.

Während ich immer versuche Vorauszuplanen und unklare Dinge vorab zu klären, so das ich dann, wenn es zeitlich darauf ankommt, einfach nur noch die geklärten Vorgehensweisen abarbeiten muss. Jetzt verstehe ich tatsächlich besser, warum die Kollegen es nur selten schaffen, ihre Deadlines einzuhalten. Große Veränderungen werden erst in der letzten Minute geklärt und dann adhoc umgesetzt.

Das hat natürlich den Vorteil, sie fassen solche Dateien nur einmal an, nämlich in dem Moment, wo diese fertiggesellt werden müssen…ich wiederum fasse solche Dateien meisten 2-3 mal an:

  1. zur Vorbereitung und Klärung der veränderten Berechnungsmethodik in den Excel-Files
  2. zur weiteren Vorbereitung mit upgedateten Daten und nach Abstimmung mit externen Daten
  3. zur Fertigstellung mit letzten verbrauchsabhängigen Buchungen und Endkontrolle

Was dann bedeutet, das der 3.Teil ziemlich schnell geht…weil alles andere bereits geklärt und abgestimmt ist. Es wäre mir ein Greuel erst am Abgabetag alles auf einmal machen zu müssen…das wäre mir zu stressig. Aber jeder so, wie er mag.

Das erklärt aber auch, warum ich immer diejenige bin, die als Erstes Fragen stellt und ungläubige Blicke / Antworten bekommt….nach dem Motto: was sind das für Fragen….die haben sich mit den Veränderungen bis dahin noch nicht beschäftigt…während ich schon an der Umsetzung arbeite und daraus dann die Fragen entstehen.

Was aber bei der Teamleitung nicht bedeutet, das meine Fragen adäquat beantwortet werden…ich werde mit einer kurzen Antwort abgespeist und später (wenn meine Abgabetermine bereits vorbei sind) kommen allgemeingültige Regeln für alle…und je nach Wichtigkeit, muss ich dann sehen, ob und wie ich das dann noch nachträglich geändert bekomme.

Welche Vorgehensweise entspannter ist, mag ich nicht beurteilen…ich habe für mich beschlossen ich halte mich an meine Deadlines…denn das sieht mein Chef.

Wenn die Fachabteilung, zu der ich teilweise gehöre und die auch meine Deadlines bestimmt, nachträglich, also nach Ende meiner Abgabefristen, Berechnungsformeln verändert, ist das ein Problem dieser Teamleiterin.

Was ich für mich verstehe, ich werde hier immer in einen Zielkonflikt geraten…und evtl. werde ich mich im Laufe der nächsten Jahre aus diesem Bereich der operativen Gesellschaften etwas zurück ziehen können.

Denn das Gespräch am Folgetag mit meinem Chef, führt mich ab sofort noch stärker in seinen direkten Bereich hinein..in den zweiten möglichen von drei Bereichen (Development and Administration / Construction / Operating). Bisher habe ich nur Firmen aus der 1. und 3. Kategorie…Während die 2. Kategorie bisher noch nicht von Deutschland aus betreut wird. Bis jetzt….ab jetzt heißt das dann aber auch ich fahre alle 2-3 Monate nach DK.

Mehrweg als Mehrwert

Vor der Pandemie bin ich tatsächlich viel öfter in Restaurants Essen gegangen…einfach irgendwo schön sitzen und leckeres Essen genießen.

Seitdem hat sich jedoch einiges verändert und vor allem ich mich auch….jetzt bleibe ich heute viel öfter zu Hause und wenn ich Lust auf Sushi habe, bestelle ich eher, als das ich irgendwohin fahre…zumal in meiner direkten Umgebung die Sushi-Restaurants jetzt keinen schönen Aufenthalt ermöglichen… zu klein, zu eng, zu voll…kein schönes Ambiente.

Also gönne ich mir alle paar Wochen mal eine Online-Bestellung mit Lieferung nach Hause…und jaaaa es ist echt krass wieviel Abfall dabei anfällt.

Seit Anfang des Jahres gilt die Mehrwegpflicht in Deutschland…also viele Gastronomen müssen dem Kunden eine Mehrwegverpackung anbieten…(es gibt Ausnahmen für sehr kleine Unternehmen). Diese Verpackung können die Kunden nutzen, indem sie bei der Bestellung die Mehrwegverpackung mit bestellen.

Wie immer bei solchen Neuerungen gibt es verschiedene Möglichkeiten und am Anfang wusste ja keiner welches System sich durchsetzen wird (z.B. ein Pfandsystem wie RECAP oder eine kostenlose Ausleihung über eine App wie RELEVO). Aber es wird wohl langfristig mehrere verschiedene Systeme parallel geben.

Bisher hab ich mich damit noch gar nicht so beschäftigt, weil ich abwarten wollte…Freitag war es dann soweit, mein bevorzugter Sushi-Händler bietet die Mehrwegverpackung über RELEO an. Relevo ist ein Unternehmen aus München und hat lt. der Webseite bereits 2000 Restaurants in 500 deutschen Städten unter Vertrag…und eben auch DAS Sushi-Restaurant im Nebenort, bei dem es tolles Essen gibt.

Es ging ganz einfach: die App runter laden und einen Account anlegen. Bei der Online-Bestellung im Restaurant die Mehrwegverpackung mit in den Warenkorb legen und die Relevo User-ID im Kommentarfeld eingeben.

Das Essen wird geliefert und nun muss man mit der App den Barcode auf der Mehrwegverpackung scannen, bestätigen und dem Lieferanten zeigen.

Jetzt kann man sein Essen genießen und hat 2 Wochen Zeit die Verpackung in einem Partnerrestaurant wieder abzugeben (Die Rückgabe wird wieder mittels Barcode in der App erfasst und somit ist die Ausleihung beendet), ansonsten muss man 10 EUR bezahlen…dafür muss man sich bei der Aktivierung in der App für eine Zahlmethode entscheiden…z.B. Paypal. Es ist, gegen eine kleine Gebühr, auch möglich den Rückgabezeitraum zu verlängern.

Also bei mir hat alles gut geklappt und wenn es richtig sehe, kann ich es sogar bei einer Bäckerei ganz in der Nähe, wieder abgeben…das werde ich nachher probieren. (die Rückgabe-Stellen kann man sich in der App anzeigen lassen…das finde ich sehr komfortabel).

Ja klar lässt sich damit nicht jeder Müll vermeiden…aber zumindest reduzieren…und das versuche ich ja, vor allem wenn es sich so einfach umsetzen lässt, wie hier und da ich nicht ständig bei unterschiedlichen Restaurants bestelle, ergibt es für mich Sinn einfach mitzumachen.

Was für ein Gewusel – volle Terminkalender

(Achtung- nur langweiliges Arbeitszeugs 😉)

In dieser Woche haben sich mal wieder beruflich viele Ereignisse überschlagen…was letztlich bedeutete, das ich nicht so wirklich zum normalen Arbeiten gekommen bin.

Bei meinem Versuch, für die kommende Woche stattfindende 3-tägige Dienstreise zur Zentrale, meine Ansprechpartner auf Termine festzulegen, bin ich kaum voran gekommen…Es war schon ein Kraftakt überhaupt einen Termin mit meinem Chef und einer weiteren Kollegin zusammen zu bringen…unfassbar wie eng die ihre Terminkalender vollgepackt haben. Aber jetzt steht der Termin für 1,5 Stunden…wenn auch leider erst am Ende meiner Reise…Am Anfang wäre besser gewesen, denn je nachdem ob das, was ich erfahren habe, tatsächlich so sein soll…brauche ich weitere Termine mit anderen Kollegen.

Und einen Termin mit den Führungskräften der 2. Teilabteilung zu bekommen, der ich zugewiesen bin…ist bis jetzt gescheitert…dabei hab ich eine Liste mit aktuellen Fragen zur neuen Handhabung 9 Quartalsabschlüsse…die schon Ende DIESEN Monats erstellt werden müssen.

Dabei habe ich erfahren, das die Abteilungsleiterin die Firma verlässt und das Mitten in den vielen organisatorischen Veränderungen und mitten im dänischen Jahresabschluss, während wir anderen an unseren Quartals- und Halbjahresabschlüssen arbeiten, die in diesem Jahr „anders“ werden sollen…..na super.

Die verbleibende Teamleiterin, hat also keine Zeit für mich….also gar keine Zeit…und ich hab sie gebeten, mir dann doch wenigstens in den nächsten 1-2 Wochen ein Teamsmeeting einzustellen.

Ich werde also versuchen einige Antworten auf meine Fragen, während meiner Zeit Vorort mit den anderen Kollegen zu klären…vielleicht wissen die ja schon mehr…und wenn nicht…na dann „mache“ ich einfach…und schaue mal, was passiert. Aber natürlich finde ich das ärgerlich, weil das immer bedeutet, ich muss Dinge doppelt machen.

Am Freitag gab es ein großes Meeting online, für alle Controller in den unterschiedlichen Ländern. Mein Chef hat uns informiert, wie unsere organisatorische Transformation voran schreitet, wo wir gerade stehen, was als nächstes kommt und was wir tun müssen. Mehr kommunizieren auf jeden Fall, viel mehr….ja toll – würde ich ja gerne…aber es nimmt sich niemand die Zeit dafür….grrrrrrrr

Zeitgleich haben wir Anfang der Woche erfahren, das eines der Bankportale Ende dieser Woche für immer abgeschaltet wird und wir haben noch gar keinen Ersatz dafür….es wird für ca. 1,5 bis 2 Wochen keine Möglichkeit geben Rechnungen zu bezahlen oder Kontoauszüge zu bekommen. Das ist so typisch für die Zentrale – das wussten die mindestens 1/2 Jahr vorher…..aber, wie beim letzten Mal, erst wird das Alte abgeschaltet, bevor wir Zugänge zu einem neuen Portal gekommen… SUPER !! also effektiv geht anders. Anstatt erst alle Controller für das neue Portal einzurichten und freizuschalten, bevor das Alte abgeschaltet wird, werden wir ausgebremst. Zum Glück habe ich nur wenige Firmen über dieses Portal…Ausnahmsweise ist das mal ein Glück das ich mit 5 verschiedenen Portalen arbeiten muss.

Also habe ich für meine Firmen, die über dieses eine Portal laufen, noch alle Zahlungen vorgezogen…nur sind die dann, durch ein Computerproblem bei dem Online-Portal, nicht ausgeführt worden…das wird hoffentlich noch geklärt.

Schon eine Woche vorher habe ich aus der Zentrale eine Rechnung für eine meiner kleinen Firma erhalten, wo ich über den Millionenbetrag leicht blass wurde….Was soll das denn? Es dauerte Tage um endlich zu erfahren, das „man“ beschlossen hat, die kleine Planungsgesellschaft umzuqualifizieren, so das hierüber jetzt eine Anlage gebaut werden soll. Bitte was ? Wer hat das beschlossen und warum weiß niemand etwas darüber? Diese Firma hat bisher nicht mal ein Bankkonto, geschweige gibt es Verträge dazu….aber es wurde einfach gemacht (deshalb der Termin in der kommenden Woche mit meinem Chef).

Bisher wurden Firmen in denen gerade gebaut wird, nicht von uns „normalen“ Controllern betreut…stellt sich nun also die Frage soll ich die Firma in dieser Phase betreuen oder geht sie an einen Kollegen? Wenn ich es machen soll, dann brauche ich Kontakt zu denen, die das sonst immer machen…Also vieles ist gerade unklar.

Zum Glück hatte ich vorher ein paar ruhige Tage, so das mich diese Woche zwar gefordert hat, aber ich dabei noch einigermaßen ruhig bin….und Feierabend ist Feierabend….ich versuche nicht die Probleme nach Feierabend zu lösen…aktuell geht das noch.

Ein Tag in Flensburg

So herrlich entspannt bin ich dann letzten Sonntag zu Schwester+Schwager gefahren…also ab ins Auto und die 140km bis Flensburg…Die Autobahn war gut voll…vor allem mit Campingwagen…ich nenne es die „2.Welle“ nach Pfingsten.

Über Pfingsten sind die Familien mit schulpflichtigen Kinder unterwegs…eine Woche später kommen die, die keine Kinder haben oder schon in Rente sind…es ist lustig zu beobachten…große Autos besetzt mit 2 Personen und sehr oft mit Fahrrädern hintendrauf…oder eben die Campingwagen oft auch mit 2 Fahrrädern. Alles strömt nach Norden an die Küsten.

Aber immerhin floss der Verkehr und ich bin gegen Mittag am Ziel gewesen. Wir waren verabredet um den Geburtstag meiner Schwester zu feiern…Mittags ging es in die Buddha Lounge in der Alten Post.

Also dort isst definitiv das Auge mit…Die Location unter dem Glasdach des ehemaligen Innenhofes ist echt klasse…und die Gerichte sind optisch ein Hit und geschmacklich hat es uns auch überzeugt:

Mein Schwager hatte bei seinen „Flying Noodels“ zuerst das Problem, das er nicht wusste wie er diese einigermaßen unfallfrei in die Soße bekommen sollte 😉… und mir hat die rohe Jakobsmuschel nicht geschmeckt, sie war geschmacksneutral…da wäre es schön gewesen, sie wäre kurz geflämmt worden….aber ansonsten alles frisch und sehr lecker.

Wir waren ja nur wenige Schritte vom Hafen entfernt und dort ging es dann später auf das Schiff Alexandra. „Sie ist der einzige noch seegehende Salondampfer Deutschlands“ und wird tatsächlich noch mit Kohle angetrieben….man kann an Bord während der Fahrt in den Maschinenraum und sich dort umschauen…ist natürlich sehr eng…aber lustig ist es allemal.

Die Eintrittskarten für die 1,5 Stundenfahrt hatte ich vorbestellt und wir waren früh da, damit wir auch draußen an Deck einen Sitzplatz bekamen.

und die Fahrt war bei dem Wetter schön….ruhig und entspannt ging es durch die Flensburger Förde

…wir haben Kaffee auf dem Schiff getrunken und später, wieder an Land, noch ein Dänisches Softeis verputzt…später bei den Beiden Zuhause hab es noch einen frischen Erdbeerkuchen….auf das Abendessen haben wir dann lieber verzichtet.

Alles war schön und entspannt…meinem Schwager gefällt sein neuer Job und meine Schwester darf Ende Juni endlich mit der Wiedereingliederung starten…es geht ihr gut…sie baut Muskeln und Kraft auf und wird jetzt langsam ungeduldig…na so 1/2 Jahr krank sein ist aber auch ätzend.

Sie ist wieder so lebendig, das ich ihre OP oft schon wieder vergesse und dann für einem Moment erschrecke, wenn die Narben am Arm oder dem Dekolleté hervorblitzen. Aber es ist schön das sie ihre Lebensfreude und Zuversicht wieder gefunden hat…Alles wird gut.

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme und ich konnte wunderbar schlafen.

Das Wunderbare am Normalen..

…ist, das es eben so herrlich normal ist – unaufgeregt – so herrlich entspannt.

Die letzten beiden Arbeitstage in dieser Woche waren genau so…und ich dazu eben auch. Die perfekte Mischung: ich gelassen und entspannt und die Arbeit normal und ruhig…ein perfektes Zusammenspiel.

Schöne Begegnungen und Unterhaltungen im Büro, langfristige Dinge, die sich endlich haben klären lassen, anderes was zumindest in Bewegung gekommen ist…meine Sorgen wegen des Fast Close sind einem strukturiertem sehr straffen Ablaufplan gewichen…

Und auch nach Feierabend ging es entspannt und herrlich normal weiter….Einkaufen, hab mir für den Sommer 2 neue Blusenshirts und eine Hose gekauft, meine Lebensmittel-Vorräte aufgefüllt, gekocht .. War gegen Abend walken auf meiner Lieblingsstrecke

und hab jetzt öfter abends auf dem Balkon gesessen….wenn es drumherum ruhig wurde….herrlich. Hab recht viel telefoniert und mich per Whatsapp ausgetauscht. Samstag dann einen großen Teil des Tages in der Wohnung herumgewuselt, für den Balkon noch Verschiedenes in Schalen ausgesäät.

So lebe ich gerne: unaufgeregt…vielleicht für andere langweilig…für mich ist es das Ziel. Ganz im Hier und jetzt, ohne den Zwang etwas machen zu müssen. und weil ich gerade kein Lust auf weitere Dänisch Lektionen hatte, hab ich in dieser Woche auch nur wenig wiederholt…Okay: ich nehme mir „Ferien“ für diese Woche.

Mein Körper dankt mir diese Ruhe und Entspannung mit einem gleichmäßigen und kräftigem Herzschlag, mit einem (für mich) normalen Blutdruck und einem wunderbaren Ruhepuls…Ich bin wach in Kopf und Körper….keine übermäßige Müdigkeit, keine Schmerzen …außer naja wo wohl – im Fuß…aber auch das ist ja normal.

Ein Leben in herrlicher unaufgeregter Normalität. Nach all der Aufregungen der letzten Monate, ist das wunderbar. Nun merke ich wieder, wie sehr ich das schätze und auch brauche.

Vom Platzwechsel – im Büro und auf dem Balkon

Vom Platzwechsel – im Büro und auf dem Balkon

die herrliche Ruhe des Pfingstwochenendes hat mir gut getan und meine beiden Homeoffice Tage waren auch sehr produktiv.

Hab mich heute mit dem Controller über unsere aktuellen Themen unterhalten und auch noch eine meiner unregelmäßig-wiederkehrenden „Inhouse-Schulungen“ für die neuen Kollegen abgehalten…da sabbele ich ja eine Stunde fast ununterbrochen.

Der Controller ist gerade mal wieder entspannt und mit etwas Glück werden wir im Juni bereits die Trennung unseres Büros vornehmen. Bisher gab es keine Einwände für das von uns beanspruchte 2. Büro, das ich dann für mich erst einmal zur alleinigen Nutzung hätte.

Allerdings hat der Controller mit unserem 3. Kollegen die Chance sich auch noch für eines der anderen Büros zu entscheiden und er meinte zuerst, wir könnten ja 2 der nebeneinander liegenden Büros im vorderen Teil nehmen. Das wäre also direkt am Eingang, wo wirklich jeder vorbeikommt der das Büro betritt oder verlässt und es liegt auch noch neben einem anderen Büro, wo der Kollege der dort rein geht, immer super laut telefoniert…öhhhhm – nö.

Ich wäre total zufrieden mit dem zuvor besprochenen Raum….weil der etwas abgelegener liegt, nahe genug beim Etagendrucker ist und nicht ständig jemand daran vorbei kommt. Also für mich perfekt. Aber es ist auch gar nicht nötig, das wir die Büros nebeneinander haben…und schon hatte er eine neue Idee….der jetzt angepeilte Raum wird gerade vom Meetingraum zum Büro umgewandelt und der wäre für ihn plus Zuarbeiter perfekt. So hätten wir alle das, was wir gerne hätten. Also hoffe ich mal, das wir das so bekommen werden.

Es war damit heute die richtige Balance zwischen stillem Arbeiten und Kommunikation….und ich hab bereits angefangen mich mental und physisch auf den kommenden Abschluss-Sprint bis Mitte Juli einzustimmen…ich mache das was ich am Besten kann….Vorplanen, Vorarbeiten und hoffen, das es nicht all zu viele Zusatzarbeiten geben wird, die meine Planung zunichte machen…aber damit muss ich immer rechnen.

Wie bereits die meisten Tage der Woche zuvor, sitze ich jetzt wieder morgens auf dem Balkon für die 1. Tasse Kaffee des Tages und nach Feierabend auch…um den Feierabend einzuläuten…die Sonne scheint auch schon wieder und ich hab das Sonnendach aufgespannt, während gleichzeitig der Wind durch die Bäume fährt.

Nur so kann ich die überhaupt etwas auf meinem Laptop-Display etwas erkennen. Ich habe einen Westbalkon, da kommt die Sonne erst am Nachmittag um das Haus herum und überflutet den Balkon nach und nach….die Clematis fühlt sich zumindest noch sehr wohl…obwohl sie erst ab ca.16.30 so richtig voll in er Sonne steht. Sie hat prachtvolle Blüten entwickelt und ist auch schon ein gutes Stück gewachsen:

Am Wochenende hatte ich mir noch einmal etwas Zeit genommen, einige der Pflanzen in den Blumenkästen neu zu gruppieren….da meine Zusammenstellung bisher nicht die tatsächlichen Platzbedürfnisse berücksichtigte und es etwas eng in den Kästen wurde…nun ist es sinnvoller…bisher haben sie mir das erneute Umtopfen nicht übel genommen und wachsen schön in die Höhe:

Was für ein schöner Tag heute.

Frühlingsrollen – mal etwas anders

Manchmal ist es Zufall wenn ein schönes Essen entsteht.

Ich hatte gestern alles restliche Gemüse aus dem Kühlschrank klein geschnibbelt und in der Pfanne scharf angebraten, dann mit asiatischen Gewürzen, Salz und Pfeffer gewürzt, mit etwas Zucker karamellisiert und anschließend mit einem Schluck Wein abgelöscht. Geschmacklich war es schön rund, aber das Ergebnis war etwas schärfer als geplant.

Also wollte ich heute das Gemüse mit Käse überbacken und dazu sollte es mein selbstgebackenes Roggen-Mischbrot geben. Aber schon während des Abschmeckens hab ich die ganze zeit an Frühlingrollen denken müssen…aber ich hab weder Reisteigplatten im Gefrierschrank, noch Filo-Teig oder ähnliches vorrätig. Die Reisteigplatten wollte ich schon seit gefühlt einer Ewigkeiten mal wieder kaufen.

Ohne großartig nach einem Rezept für chinesische große Frühlingsrollen zu schauen, hab ich einfach einen Teig aus Mehl, Salz, Eier und Wasser hergestellt….fast so, als ob ich Nudeln machen wollte.

Den Teig hab ich anschließend dünn ausgerollt, Vierecke abgetrennt mit dem Gemüse gefüllt, gerollt und anschließend in heißem Rapsöl frittiert:

Dazu gab es dann etwas Sojasoße und die restliche Sweet-Chili-Sauce von der letzten Sushi-Bestellung…und auch wenn der Teig durch die Eier nicht soo knusprig war, wie in den entsprechenden Restaurants…aber so ganz frisch gebacken sind sie für mich knusprig genug…und zusammen mit dem scharfen Gemüse passt das prima und war richtig lecker.

Erst später hab ich im Internet gelesen das ein anderes Rezept noch knusprigere Ergebnisse liefert, in dem man aus den gleichen Zutaten einen zähflüssigen Teig herstellt, diesen portionsweise in einer Pfanne einseitig zu dünnen Fladen backt, dann erst mit dem Gemüse füllt und anschließend im Fett ausbackt. Ja – das klingt auch sehr gut – heißt aber auch doppelte Zeit am Herd…aber das merke ich mir für ein anderes Mal.

Meine Zufalls-Variante geht auf jeden Fall schnell und unkompliziert.