…hat sich durchgesetzt…meine Haare wuchern mal wieder und jetzt auch noch mit Absicht.
Seit fast 20 Jahren habe ich einen flotten Kurzhaarschnitt…der steht mir sehr gut und sieht mit den dezent rotgefärbten Haaren, auch in meinem Alter, immer noch gut aus…aber bei der Menge an Haaren, muss ich ständig nachschneiden…so oft kann ich gar nicht zum Friseur gehen.
Während der Corona-Zeit habe ich ja „gelernt“ selber zu Schere und Maschine zu Greifen: Kürzen der Haarlänge, Übergänge schneiden damit die Haare schön fallen, Ausdünnen der vielen Haare mit der Effilierschere , damit ich eben nicht aussehe wie ein Bobtail…ausrasieren des Nackens damit etwas Luft dran kommt und die Haare sich nicht unschön auf einem Kragen biegen.
Nun hab ich vor einiger Zeit bemerkt, das ich einen „Geierhals“ entwickele…mein Hausarzt war der Meinung,das kann ich ignorieren, das ist nicht schlimm…aber es sieht nun mal von der Seit echt merkwürdig aus, das mein Kopf nicht mehr senkrecht auf dem Hals, sondern leicht nach vorne gebeugt erscheint. das kann durch jahrelange Fehlhaltungen kommen und so ein Hohlkreuz und damit einen Rundrücken begünstigen
Ich mache inzwischen Übungen um meine Haltung wieder zu verbessern und den Rundrücken zu bekämpfen. Zum Glück ist es bei mir nur ganz leicht…also hoffe ich das wieder geraderücken zu können…also im wahrsten Sinne.
Sooo und mit meinem Kurzhaarschnitt wird der Hinterkopf super schön betont, die Haare sind sehr kurz und schmiegen sich stufig eng an den Kopf. Wenn ich jetzt ein Shirt trage, also etwas ohne Kragen, dann wird so dieser Geierhals besonders hervorgehoben.
Also lasse ich gerade meine Haare wieder etwas länger wachsen und das schon seit fast 4 Monaten und jetzt weiß ich auch, warum so viele Frauen bei einem Kurzhaarschnitt bleiben, sobald sie einmal einen haben. Die Übergangszeit ist schrecklich.
Zuerst ließ ich also das durchgestufte Deckhaar nachwachsen, achtete aber darauf, das der untere Teil der Frisur noch erhalten blieb – dann begann die 2.Phase.
Als meine Haare sich so langsam ihr Terrain wieder eroberten und sich Stück für Stück über die Ohren schoben, wie Efeu, das sich an einem erkrankten Baum herumschlängelt, war ich echt unglücklich…und mehr als einmal stand ich schon vor dem Friseurladen. Bei mir sind es ja nicht nur sehr viele Haare, sondern auch sehr dicke…und der Bobtail ist zwar ein niedlicher Hund, aber so eine Fülle an Haaren ist ja auch ein Wärmeschutz, eine natürliche Wollmütze…aber ich habe eh schon viele Hitzewallungen, da brauche ich nicht auch noch eine ständige Wollmütze auf dem Kopf.
Nun gut…lange Rede – kurzer Sinn: inzwischen ist der haarige Übergang fast abgeschlossen…und es sieht auch wieder gut aus…Der Hinterkopf wird immer noch gut betont…jetzt aber mit weniger Stufen und insgesamt längerem Haar, die Seiten bedecken die Ohren fast gänzlich, so das ich diese schon hinter die Ohren klemmen kann und ich bekomme positive Rückmeldungen von den Kollegen, das mir diese Frisur gut steht.
Das Ganze sieht also wieder stimmig aus und in ca. 4 Wochen gehe ich zum Friseur und lasse mich noch einmal beraten…
Mir geht es körperlich und seelisch gut…mein Job läuft wieder rund ohne allzu viel Stress und ich bin mit meinem Leben super zufrieden, so wie es jetzt läuft…ich gehe weiterhin alleine durch das Leben und freue mich über meine abendlichen Walkingrunden, Ausflüge am Wochenende, meine selbst gekochten Gerichte und selbstgebackenen Brote usw. Neuerdings gehe ich auch wieder ins Fitnessstudio und nehme zusätzlich an Online Yoga- und Pilateskursen teil, das macht mir Spaß.
Für April hab ich für mich und meine Schwester ein verlängertes Wochenende in Soltau gebucht…sie hätte gerne mal wieder eine Auszeit von „Zuhause“ und nachdem sie dann doch nicht alleine reisen möchte, machen wir zusammen einen Wellness Urlaub.
In Richtung meines Schwagers hab ich schon signalisiert, das wir noch in diesem Jahr ein weiteres verlängertes Wochenende, dann aber zu Dritt, machen werden….damit er nicht schon wieder leer aus geht…wir Drei haben uns auf den Besuch der Insel Rügen geeinigt….allerdings muss für die weitere Planung erst einmal klar sein, wann und wie er wieder arbeitet…noch ist er ja krank geschrieben.
Soooo das vorausgeschickt, mache ich jetzt eine Pause mit dem Bloggen.
Wer schon länger bei mir liest, wird bemerkt haben, das meine Blog-Beiträge nicht mehr täglich kommen…manchmal nicht mal mehr wöchentlich. Nachdem ich seit 2019 eigentlich täglich, über die Veränderungen in meinem Leben (Trennung vom Freund, Kündigung des Jobs, Wegzug aus Hessen, „Neu-Ansiedelung“ in Schleswig-Holstein, Wieder-Entdeckung meiner persönlichen Freiheit usw.) berichtet habe, fehlt mir seit längerem der Drang mich regelmässig ausführlich mitzuteilen.
Das bloggen bietet mir die Möglichkeit mich mitzuteilen und mich auch mit Anderen auszutauschen und das ist mir wichtig, Ihr seid mir sehr wichtig geworden und ich frage mich schon eine Weile, was sich da bei mir verändert hat, das ich es nicht mehr schaffe einfach zum Laptop zu greifen und drauflos zu schreiben.
Das Bloggen war für mich nicht nur ein lockeres Ausdrucksmittel um mich mitzuteilen, sondern bot mir auch eine psychologische Aufarbeitung meiner letzten Jahre in Hessen, die Möglichkeit meine eigene Kindheit und die familiären Beziehungen gerade zu rücken, mich nach vielen Jahren in einer seltsamen Beziehung selber wiederzufinden und mein ICH zu festigen in all meiner oft komplizierten Art, mit all meinen Unzulänglichkeiten und mich wohl und zufrieden damit zu fühlen. Eure Rückmeldungen auf meine Beiträge haben mir immer gut getan, fühlte mich damit immer unterstützt und gaben mir das Gefühl „richtig“ zu sein…
…es fühlte sich tatsächlich ganz oft wie „Therapie“ an…oder wie eine lange Reise zu mir selbst…und jetzt bin ich zur Ruhe gekommen.
Jetzt fühle ich mich rundherum wohl und richtig…für den Moment und deshalb brauche ich (wieder einmal) eine Blog-Pause. Deshalb hab ich auch keine Blog-Einladungen in der letzten Zeit angenommen…ich komme mit dem Lesen der Vier Blogs denen ich folge (und die mir wirklich sehr wichtig sind 🥀🍀) jetzt schon kaum nach…aber hier werde ich weiterhin mitlesen …
Ich bin bald wieder da….bis dahin passt gut auf Euch auf 💐
Während meine berufliche Woche mal wieder erfreulich unspektakulär war, war es drumherum etwas turbulenter.
Mein Arbeitgeber bietet seit Februar eine Mitgliedschaft bei einem Firmenfitness-Anbieter an…und ich hab das Angebot angenommen…wollte ja sowieso gerade zu einem anderen Fitnessstudio, hier im Ort, wechseln…leider nimmt DAS Fitnessstudio nicht an der Co-Operation teilnimmt…dafür aber 8.000 andere Anbieter – in ganz Deutschland.
Jaaa was bringt mir das, wenn ich aus so vielen Anbietern in ganz Deutschland wählen kann, wenn ich Vorort nicht wirklich viel Auswahl habe…aber ich probiere es einfach mal aus. Hamburg ist ja doch nahe.
Diese Firmenfitness funktioniert über eine App, auf der meine Mitgliedschaft bestätigt wird und ich kann mir dort, eben aus vielen verschiedenen Anbietern von Fitnessstudios, Yoga- und Meditationsstudios, Schwimmbändern und allerlei anderen Sportmöglichkeiten, dasjenige aussuchen, in das ich heute oder morgen gehen möchte, manchmal muss man vorher einen Termin machen, bei anderen geht man einfach hin und checkt über die App ein. Bei anderen muss man sich Vorort noch eine Zutrittskarte ausstellen lassen, die man einmalig extra bezahlen muss…das finde ich okay.
Im ersten Moment klingt das leicht und unkompliziert…in der Realität bedarf es sehr genauer Vorbereitungen…zumindest am Anfang. Nachdem man sich für eine Sportstätte entschieden hat, fängt der schwierigere Teil an.
Ich hab bei verschiedenen Studios in der Nähe angerufen und Niemanden erreicht…zu einem bin ich dann hin…da war niemand mehr, der mir Auskunft geben konnte, wie das funktioniert, das kann ich erst in der kommenden Woche klären.
Um dann doch endlich anzufangen, habe ich für Samstagmorgen an einem Entspannung-Yoga-Kurs ONLINE teilgenommen. Dafür musste ich mir aber erst einmal die ZOOM-App runterladen, damit ich mich mit den Zugangsdaten in den Kurs einwählen konnte….der Online-Kurs wäre ja gut gewesen, wenn meine Trampeltierchen über mir (meine Nachbarn) nicht gleichzeitig jede Menge Lärm veranstaltet hätten…aber mit den Kopfhörern konnte ich mich einigermaßen auf den Sport konzentrieren….allerdings bin ich nicht mehr ganz so beweglich, und die Übungen wurden sehr schnell hintereinander – in fließenden Bewegungen – ausgeführt….nicht jede Übung gelang mir..ich war aber trotzdem zufrieden….
Der Lärm über mir, hörte nicht auf und ich hab schon gedacht, die Räumen beim Putzen gleich die ganze Wohnung um…nun, später am Tag hab ich gemerkt, die haben die Wohnung wohl nicht um- sondern ausgeräumt…zumindest stand da ein geschlossener Anhänger auf deren Parkplatz mit jeder Menge Kleinmöbel, die darin verstaut wurden. Ob die Ausziehen? Keine Ahnung – In letzter Zeit sind die wirklich sehr umtriebig gewesen…Und als ich abends nach Hause kam, sind Beide mit dem Auto weg gefahren…Und heute hab ich noch keinen Mucks von Oben gehört….diese unglaubliche Ruhe tut meiner Seele gut.
Soo am Nachmittag bin ich dann nach Niendorf in eines der größeren Fitnessstudios gefahren, nur um mich zu erkundigen, wie das jetzt bei denen mit der Firmenfitness-Cooperation läuft…hatte auch meine Sporttasche gepackt mitgenommen..
Das Fitnessstudio liegt im Keller eines kleinen Einkaufszentrums….dort funktionierte die Fitness-App aber nicht…also musste ich mich erst in das WLAN des Fitnessstudios einwählen, dann klappte es auch mit der App, damit ich mich über einen QR-Cde anmelden konnte….der junge Mann hinter dem Tresen hat mir alles freundlich erklärt und gefragt ob ich ein Vorhängeschloss dabei habe. Vorhängeschloss? NEIN – davon stand nichts in der App ….okay konnte eines ausleihen, dann brauchte ich noch ein „Einlassarmband“ mit dem ich neben dem Zugang auch die Dusche und den Getränkestand aktivieren konnte. Lustig – für die Spinde sind die im Jahr 2010 stehen geblieben, alles Andere ist hypermodern. Egal ….und weil ich ja schon einmal da war, hab ich auch trainiert.
Das Fitnessstudio ist groß (für mich wichtig: das Gefühl von Weite und ausreichend Abstand zwischen den Geräten, dazu hohe Decken), moderne Geräte und sauber vor allem auch die Duschen….der Cardio-Bereich ist ausreichend bestückt…inclusive Rudergeräten und auch der Kursraum ist richtig groß…und vor der Tür gibt es jede Menge Parkplätze, die man für mehrere Stunden benutzen kann….ich war etwas mehr als 1 Stunde trainieren…aber moderat…trotzdem hab ich heute Muskelkater an einigen Stellen…aber nicht zu viel…anschließend hab ich noch die Dusche mit dem „Einlass-Armband“ ausprobiert…klappte anstandslos..
Prima, damit hab ich jetzt zumindest erst einmal ein Fitnessstudio gefunden, mit dem ich mich anfreunden kann….der Anfang ist gemacht. JAAA mit dieser Fitness-App und den weiteren Apps, die das nach sich zieht, wenn man weitere Infos zu den Fitnessstudio haben möchte, ist es jetzt nicht ganz leicht,…..aber letztlich hat es bereits zweimal geklappt und ich denke, es wird einfacher werden, wenn ich das länger mache….
Eine andere App hat mich in dieser Woche allerdings noch viel mehr beschäftigt…hatte ich mich doch aus meiner Banking-App selber ausgesperrt….und das liess sich dann nicht so leicht wieder aktivieren.
Ganz früh, zum Sonnenaufgang, bin ich heute ins Alsterquellen-Tal gefahren….das liegt nur ca. 10 km entfernt.
Bei knappen 2 Grad, Windstille, mit noch gefrorenem Boden und Raureif auf den Feldern ging es für 2 Stunden durch das Alsterquellen-Tal, durch die Naturschutzgebiete: Oberalsterniederung und streifte noch das Henstedter Moor….es war sooo friedlich, still und stimmungsvoll…und Sonne gab es auch.
Herrlich diese Stimmung am Morgen…und ich fühlte mich endlich nicht mehr ganz so müde…mit frischem Kaffee und Butterbroten ausgestattet bin ich kreuz und quer gelaufen, so das es tatsächlich knappe 9.5 km waren….als ich wieder am Auto ankam.
Für den Donnerstagmittag hatte ich mir Überstunden-frei gegönnt….die Zeit in meinem Firmenkalender war als privat + abwesend geblockt und der Controller war informiert.
Meine Schwester hatte den 25.01. als den Tag auserkoren, an dem sie einen weiteren Geburtstag feiern wollte.
Es war damit ihr Erster Geburtstag nach der Herz-OP…genau genommen, nach der 2. Herz-OP. Während mein Schwager und ich eher den 19.01., den Tag der 4fach-Bypasss-OP als Tag zum Feiern ansehen, ist es für meine Schwester der Tag, wo sie die 2. OP überlebt hatte.
Sie hatte nach der geglückten OP am offenen Herzen, auf einmal Flüssigkeit im Herzbeutel und wurde im letzten Jahr am 25.01. sehr kurzfristig, ungeplant noch einmal operiert, weil sich ihr Zustand rapide verschlechterte.
Zusammen mit ihrer besten Freundin+Mann, Schwester+Schwager waren wir am Nachmittag in einem Eiscafè in Flensburg um auf diesen Tag anzustoßen…mit Kaffee, frisch gebackenen Waffeln und Eis.
Ich hatte zuvor einen schönen großen Blumenstrauß in ihren Lieblingsfarben besorgt. Wir hatten einen tollen Nachmittag mit vielen Anekdoten und Geschichten und es war sehr lustig.
Später sind wir noch zu Dritt etwas spazieren gegangen und am Abend bin ich dann wieder nach Hause gefahren….280km waren das für diesen Tag….aber das war es allemal wert….
Mittwoch hab ich mich ja so krank gefühlt, das mir nur eines der allgemeingültigen Hausmittel als Medizin helfen konnte: eine frisch gekochte Suppe.
Meistens reden wir dabei von Hühnersuppe…es geht aber auch, genauso gut, eine frisch gekochte Rindersuppe. Die letzte Portion meiner Hühnersuppe hatte ich schon Anfang Herbst gegessen.
Aber es schlummerten im Gefrierschank noch Rinderbeinscheibe und Markknochen…und zusammen mit dem frischen Gemüse (Knollensellerie, Kartoffeln, Möhren, Porree) vom Markt, hab ich daraus eine kräftige Suppe gekocht. Die Fadennudeln wurden separat gekocht und dann nur noch beim Anrichten in die Suppe getan.
Mein Vater hatte früher die Nudeln direkt in der Suppe gekocht, so das man am nächsten Tag dann immer eine „Scheibe“ Suppe aus dem Topf schneiden musste….da sich die Nudeln mit der Brühe vollgesogen hatten…schmeckte zwar immer noch…sah aber irgendwie merkwürdig aus.
Also hab ich mich 2 Tage von dieser Suppe ernährt…und das tat mir einfach gut…ein Seelenwärmer und es bleibt ein schönes Gefühl von: ich habe mir etwas Gutes getan….wer braucht das nicht, ab und an.
Natürlich waren die Erkältungs-Symptome auch die nächsten Tage noch da…auch heute noch…aber ich hab mich insgesamt besser gefühlt.
Freitagabend gab es dann bei mir eine Reis-Paprikapfanne: schnibbeln, braten, würzen, fertig in ca. 15 Minuten…ich hab gestern eine Doku gesehen, wo sich eine moderne 4köpfige Familie, wo die Eltern auch anspruchsvolle Berufe haben, am Liebsten von Fertiggerichten ernährt, die wollen es unkompliziert und haben sogar keine Lust auf Gemüse schneiden…für mich ein gruseliger Gedanke…so stumpfen doch die Geschmacksnerven komplett ab.
Na klar kann man sich das Leben mit einigen Convenience Produkten leichter machen, aber so gar nicht frisch zu kochen, sondern nur noch das Essen zu erwärmen ist eigentlich traurig.
Ich auf jeden Fall mag mein selbst gekochtes Essen.
Dazu gehören auch die Laugenbrezel…der Teig war dieses Mal so perfekt, das die Brezel beim Backen aus diese weiße Bruchstelle entwickelt haben….hahaha super – darüber freue ich mich sehr….auch wenn das Formen der Teiglinge noch ausbaufähig ist..na immerhin erkennt man, was es sein soll…
Die kleinen verhunzten „Unfälle“ haben es gar nicht erst auf das Bild geschafft…die hab ich noch warm mit etwas Butter verputzt….
Schon die ganze Woche stieg mein Stresslevel, mit jedem Tag fühlte ich mich unwohler und Puls und Blutdruck stiegen (trotz der Tabletten) immer weiter an….ohhh man…warum hatte ich bloß zugesagt.
Ab Freitagmittag sollte unsere Firmen-Weihnachtsfeier stattfinden. Alle Kollegen aus den deutschen Standorten kommen zu uns nach Hamburg…inzwischen haben wir eine Größenordnung von fast 70 Mitarbeitern…zugesagt hatten knappe 60, einige Absagen aufgrund von Krankheiten und ich Idiot hatte mich in einem Anflug von emotionaler Entspanntheit, auch angemeldet.
Insgeheim suchte ich schon nach Ausreden und Möglichkeiten mich dem Fest zu entziehen…aber nein…das ging diesesmal einfach nicht…ich hatte zugesagt und krank war ich nun wirklich nicht…also okay…da muss ich jetzt durch.
Mit mehr als 50 Menschen am Freitag zu 3 verschiedenen „Stationen“ des Festes mit öffentlichen Verkehrsmitteln…und dann auch noch bei dem Streik der Lokführer, sorgte bei mir für einiges an zusätzlichem Stress.
Für Hamburg war angekündigt, das keine S-Bahnen fahren würden, dafür aber U-Bahnen und Busse – die Privatbahn AKN von und nach Quickborn fuhr auch nicht.
Treffpunkt war das Hamburger Büro, ich war morgens normal ins Büro gefahren und hab gearbeitet. Nach und nach trudelten alle Kollegen ein…und ich kenne immer noch nicht alle Gesichter + Namen. Mit den Meisten hab ich nur wenig zu tun (außer meiner ca. 1stündigen Online-Schulung, die alle neuen Kollegen von mir bekommen…das sind dann Gruppenschulungen in denen ich etwas präsentiere und erzähle – aber da lerne ich die Kollegen ja nicht wirklich kennen) …aber langsam werde ich besser …später dann die Ansprache vom Chef (gut gelungen) und dann der Aufbruch zur Bushaltestelle.
Ich hab es mir NICHT vorstellen können, das wir tatsächlich ALLE an den Landungsbrücken am Museumsschiff „Cap San Diego“ ankommen….aber tatsächlich hat es gut geklappt.
Es war etwas windig und diesig und damit auch kalt…der Schnee taute langsam und machte es oft rutschig. Auf dem Schiff teilten wir uns in 2 Gruppen, diejenigen die sich fürs Klettern entschieden hatten….wir anderen, die an einer Schnitzeljagd durch das Schiff teilnehmen wollten. Ich wollte eigentlich keines von Beiden und hoffte mich immer noch davor drücken zu können.
Kurz bevor ich mit der Schatzsucher-Gruppe startete, musste ich noch einmal auf die Toilette, dafür ging es zurück an Deck und traf dort auf die Nachzügler aus Brandenburg, die direkt zum Schiff gekommen waren… und die Dame am Eingang meinte dann, da geht`s zum Klettern und da geht`s zum Escape room.
ESCAPE-ROOM?!???????? ich dachte Schnitzeljagd….nein Escape-Room, meinte die Dame. NEIN -also das mache ich nicht…und hab mich spontan entschlossen an Deck zu bleiben und den Kletterern zuzuschauen. Hatte mich aber nicht mehr bei unserer „Reiseleiter“-Kollegin gemeldet…ich dachte, die sind schon rein und würden mich nicht vermissen. Bis ich dann irgendwann einen Anruf erhielt, wo ich den Bleiben würde… sie würden doch auf mich warten. MIST – das hatte ich nicht erwartet…sie klärte dann auch das Missverständnis…nein wir starten zwar in der Nähe des Escape-Rooms, aber es ist eine Schnitzeljagd….ich hab mich mehrfach aufrichtig für mein Fernbleiben entschuldigt…aber sie war zu Recht angesäuert, ich hätte sie auf jeden Fall informieren sollen – das war mein Fehler.
Ich hab dafür von den Kletterern einige Bilder gemacht und in unsere Chat-Gruppe gepostet….und hatte dadurch auch die Gelegenheit mich mit einigen Kollegen aus Leipzig und Marburg zu unterhalten, mit denen ich mich noch nie unterhalten habe….als wir uns im Bistro des Schiffes zu einem Punsch / Glühwein trafen. Nach knappen 3 Stunden waren alle Kletterer fertig und auch die Schatzsucher hatten sich ausgetobt…waren wir alle im Bistro und dann ging es weiter zum nächsten Programmpunkt….auf den Weihnachtsmarkt „Santa Pauli“…ist schon speziell hahaha:
Unsere gesamte Belegschaft wanderte zu Fuß zur Reeperbahn…es gab heiße Getränke und dann hatten wir ein paar Stunden Zeit in kleine Gruppen über den Weihnachtsmarkt zu bummeln…es war immer noch diesig, nass und kalt und den meisten Kollegen war es dann auch einfach zu lang bei dem Wetter draußen rumzustehen oder zu laufen…ich hab mich lange Zeit mit einigen anderen Kollegen in eine Ecke verzogen und wir haben uns gut unterhalten….irgendwann hatten alle kalte und nasse Füße und so liefen wir in unterschiedlichen Grüppchen entlang, über und um den Weihnachtsmarkt herum.
Bevor wir dann ENDLICH am Treffpunkt zusammenkamen, um gemeinsam ins portugiesische Viertel in ein echt tolles Restaurant, zu laufen…Und NEIN die hatten keinen Extra-Raum für uns, sondern wir saßen mitten im Restaurant und auch der Rest der Tische war mit anderen Gästen voll belegt…es war eng und vor allem war es mega laut….aber es gab tolles Essen und es war richtig klasse…wieder saßen wir bunt durcheinander und das hat mir sogar viel Spaß gemacht….ich hab mich später zu den Brandenburgern gesetzt und mich auch mit denen noch gut unterhalten….aber irgendwann klingelten meine Ohren und ich wurde auch müde.
Unser Biologe wollte kurz nach 22 Uhr aufbrechen und ich hab mich angeschlossen. Zusammen mit dem jungen Kollegen, der vor einem Monat zum ersten Mal Vater geworden ist, haben wir uns zu Dritt auf den Weg gemacht. Ich musste zurück zum Büro, mein Auto holen, der junge Kollege wohnt gleich um die Ecke…also brauchte keiner von uns alleine gehen….es war fast Mitternacht als ich zuhause ankam…
Es war dann doch ein besseres Fest, als vorher gedacht…und ich hab auch gut durchgehalten…war sogar richtig stolz auf mich, auch im engen, lauten Restaurant 3 Stunden ausgehalten zu haben…hab mich mit Vielen unterhalten, so das ich jetzt eine ganze Menge mehr Namen und Gesichter besser zusammen bringe…hab schöne kleine Erlebnisse gehabt, die mich auch stolz machen, weil es doch auch Kollegen gibt, die die Unterhaltung mit mir gesucht haben…da sind neue ungezwungene Kontakte gewachsen.
Also genau das, was so eine Firmenfeier auch soll: Kollegen in geselliger Runde miteinander zu verbinden, um das weitere Zusammenarbeiten zu vereinfachen.
Ich war aber auch richtig froh, als ich wieder in meinem Auto saß und nach Hause fahren konnte. Die Einladung meiner Schwester am Samstag doch auch nach Kiel zu kommen, habe ich dankend abgelehnt…neeee sorry, ich brauche Ruhe – muss mich jetzt erst einmal von der Weihnachtsfeier erholen.
Letzten Sonntagmorgen beim Kaffee-trinken war ich noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für diesen Tag, da kam die Nachricht meiner Schwester, das sie sich mit ihrem guten Freund verabredet hätten, um am Nachmittag in das Weihnachtsdorf Wanderup zu fahren.
Bei dem guten Freund handelt es sich um den „Freund des Hauses“ (also keinen Hausfreund – grins), mit dem ich normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten, als Teil der „erweiterten“ Familie, zusammentreffe. Es ist der beste Freund der Beiden, der schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört.
Das Weihnachtsdorf Wanderup findet immer am 1.Adventswochenende statt…ich war noch niemals dort und außerdem in Kommunikations- und Reiselaune…hab mich also kurzerhand entschieden mitzugehen.
Meine Schwester freut sich sehr darüber (eigentlich freut sie sich immer, wenn sie mich treffen kann – am liebsten täglich), also hat sie mir die Uhrzeit genannt…Immerhin sind es für mich knappe 130km zu fahren.
Das ganze Örtchen Wanderup verwandelt sich in ein gemütliches Weihnachtsdorf, überall wurden Stände aufgebaut, nicht nur in Straßen, auch in Vorgärten, unter Carports in Garagen, auf den Plätzen sowieso…und bei Kälte und Schnee war es urig gemütlich. Man konnte auch wunderbar mit dem Auto anreisen und vor dem Dorf auf extra eingerichteten P+R-Parkplätzem in Busse umsteigen…Preis: Spende soviel zu möchtest.
Überhaupt geht es nicht nur um ein schönes Fest, sondern auch um das Sammeln von Spenden für Kinderhospize…allerdings wird das nicht aufdringlich eingefordert, sondern ist sehr angenehm eingebettet…so das man gerne gibt.
Am Sonntagnachmittag dahin zu fahren, hatte Vorteile…es war nicht ganz so voll….aber auch Nachteile: es gab einiges nicht mehr: Grünkohl war alle – okay dann eben Erbsensuppe – die war auch fast überall ausverkauft…aber einen Stand haben wir dann doch noch gefunden..boa war die lecker…Kakao war auch fast überall ausverkauft, dafür gab es aber noch genügend Glühwein und Kinder-Punsch…und auch der Crepe-Teig am letzten Stand war verbraucht…das ist natürlich gut.
Die Veranstalter haben keine Reste, die weggeschmissen werden müssen, und wir sind dann doch statt geworden….Blöd nur, das wir Hungrigen auf der Suche nach etwas Ess-und Trinkbarem an einigen Attraktionen achtlos vorbei gelaufen sind….hahaha also sind wir später noch einmal kreuz-und quer durch den Ort gelaufen.
Mein Schwager war ohne Krücken unterwegs….was mich etwas nervös machte, durch die vielen Eis- und Schneemengen auf den teils unebenen Wegen, dazu die Kabel und Kabelbrücken überall und die provisorischen Wege durch Höfe und Vorgärten…aber alles lief glatt. Meine Schwester und ich sind meisten vorneweg und konnten auf rutschige Teilstücke oder fast unsichtbare kleine Unebenheiten aufmerksam machen…Seine Genesung läuft richtig gut…in den nächsten Tagen muss er wieder zum Arzt und dann wird hoffentlich geklärt, was mit seiner 2. Hüfte gemacht werden kann, da hat er ja schon 15 Jahre eine Künstliche, die aber nicht mehr „rund“ läuft….die neue Hüfte auf der anderen Seite sitzt perfekt, er hat überhaupt keine Schmerzen und wird wieder beweglicher.
Ziemlich durchgefroren und zufrieden, haben wir uns dann voneinander verabschiedet und ich bin zurück nach Hause gefahren…das war ein schöner, harmonischer Ausflug.
Freitag, am Nachmittag hab ich mich dann regelrecht von meinem Schreibtisch wegzerren müssen….um noch rechtzeitig bei Tageslicht im nahegelegenen Himmelmoor laufen zu können, aber ich bin dadurch doch später losgekommen, als ich wollte.
…und so kam ich dann quasi „nur noch“ zum Sonnenuntergang…hab den strahlenden Sonnenschein des Tages verpasst, umso schöner war es jedoch die Stimmung der untergehenden Sonne zu geniesaen. Alles war mit Schnee überzogen und der Moorsee und die großen Moorbecken waren komplett zugegefroren.
Es war lausig kalt, windstill und nahezu menschenleer, der Boden war gefroren und der Schnee darüber knirschte unter meinen Schritten. Ich genoss jeden Atemzug…die kalte Luft tief einatmen und langsam wieder ausatmen.
Es gibt solche Momente, da bin ich mir meines Lebens so unglaublich stark bewusst….bin dankbar für all das Schöne, das in solchen Momenten steckt….das war mal wieder solch ein Moment:
Der Dauerfrost in dieser Woche und meine kleinen Vorbereitungen für die Adventszeit, machen mein Zuhause, so ur-gemütlich…so – wie ich es liebe – Draußen kalt und drinnen gemütlich…dazu dann ab Mittwoch der Schnee.
Mittwochmorgen, im ersten Schnee-Chaos in Hamburg, bin ich tatsächlich ins Büro gefahren…und habe Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt bis zur Autobahn zu kommen…ab da ging es dann besser.
Jeden Tag in dieser Woche hab ich bisher meine Walkingrunden gedreht…mal mit Schnee und Wind, mal auf rutschigem Eis (nur eine kleine Runde), mal ohne Wind, und gestern war ich sogar 2x unterwegs…einmal bei beginnendem Sonnen-Untergang und um 22 Uhr ,als eine frische Lage von ca. 5cm Schnee mich nicht mehr zuhause hielt….zu schön der Gedanke, bei Windstille und leichtem Schneefall, einfach durch den Schnee zu laufen….ohne Taschenlampe, weil der Schnee die Wege erhellte und einen Kontrast zu den dunklen Häusern und Bäumen bildete.
Meine berufliche Woche startete eigentlich ganz gut…alles lief ruhig und geordnet und ich bin schon dabei, die Vorarbeiten für die Jahresabschlüsse zu erledigen…und hab, auf Anfrage aus der Zentrale, auch einige erklärende Vor-Arbeiten übernommen, damit der kommende EDV-Wechsel (wann immer das auch sein wird) etwas reibungsloser klappen kann…vor allem bei meinem „Spezialgebiet“ mit der deutschen Umsatzsteuer.
Aber die Zusammenarbeit mit dem Controller gestaltete sich wieder einmal etwas schwierig…was mir zeigt, da läuft bei ihm gerade mal wieder etwas nicht rund…Er stellt mir eine Frage und ich beantworte sie…wir diskutieren ein paar Minuten über das Thema, weil er auf einmal die Parameter verändert und ich nachfragen muss…wie jetzt? Und dann stelle er wieder die Frage, welcher Gesellschaft er das nun in Rechnung stellen muss…ich wiederhole meine Antwort und die Begründung und nach weiteren Minuten Diskussion fragt er mich wieder: und wem soll ich das nun berechnen? Ich reagiere genervt: wovon reden wir denn die ganze Zeit, das hab ich doch jetzt schon mehrfach gesagt…es bleibt bei einer meiner Firmen weil und wegen…seufz….er reagiert patzig – ich genervt.
Und dieses sich nicht merken können, zieht sich mal wieder bei ihm durch alle Tage und alle Gespräche. Da besprechen wir, zusammen mit unserem Firmen-Syndikus ein heikles Thema…und bevor wir damit an die Zentrale gehen, müssen wir erst noch weitere Daten zusammen tragen…ich bin eigentlich nur durch Zufall zu dem Thema gekommen…aber es betrifft mich direkt, also übernehme ich den Teil, die Daten zusammenzutragen…Der Controller war die ganze Zeit mit dabei und als ich ihn nur ein paar Minuten später darum bitte, mir seine Daten dazu zu geben, fragt er mich ganz irritiert, was ich denn jetzt damit zu tun habe. Neeeeein -nicht schon wieder….Sag mal, Du warst doch dabei, als wir fest gelegt haben, das ich die Daten zusammen stelle…also er wollte die Daten lieber unserem Syndikus geben…ich bin wieder genervt und verlasse sein Büro. Das darf doch echt nicht wahr sein.
Ich schreibe ihm also eine Mail und nehme unseren Syndikus in cc, worin ich den Controller bitte mir seine Daten zu geben, damit ich diese von verschiedenen internen und externen Stellen zusammentragen kann, damit wir hoffentlich noch vor Jahresende zu einer Lösung kommen können.
Eigentlich wollte ich diesen Freitag ins Büro kommen…hab mich dann aber fürs Homeoffice entschieden…zumal der Controller auch vergessen hat, das ich seit nunmehr mehr als 1 Jahr nahezu jeden Freitag im Büro bin, weil er bisher seinen Haupt-Homeoffice-Tag immer freitags hatte, zusammen mit seinem Zuarbeiter der auch freitags im Homeoffice ist.
Seitdem er nun lieber montags ins Homeoffice geht (dann, wenn ich auch von Zuhause aus arbeite), ist er freitags im Büro…und letzte Woche meinte er: warum ich denn an einem Freitag ins Büro komme, so ungeplant. – AHA …wieso ungeplant? Ich bin doch immer da…oder wer meinst Du, hat in den letzten Monaten freitags die Post gemacht? …aus seinem Blick spricht ein einziges Fragezeichen…und dann kommt wieder nur eine patzige Antwort.
Ich reagiere auf diese merkwürdigen Aussetzer mehr und mehr genervt…er merkt wohl, das ich genervt bin, verbindet es aber nicht, mit seiner mangelnden Merkfähigkeit…also ein bisschen mache ich mir schon Sorgen, wie das bei ihm weiter geht. Fakt ist, ich kann mich bei ihm auf keine Aussagen und keine Vereinbarungen mehr verlassen. Und wenn ich in seinen „normalen“ Zeiten mal vorsichtig das Thema „Merkfähigkeit“ anschneide, dann ignoriert er es….weiß er das er ein Problem damit hat? Solche Szenen kommen ja immer öfter vor… Ich kann es leider nicht sagen…