Urlaubsgefühl – klasse

Es ist so ein richtig tolles Urlaubsgefühl – wie schon lange nicht mehr.

DAS ist das Gefühl von Freiheit … ich kann..muss aber nichts tun. Endlich mal wieder unbeschwert die Zeit geniessen, einfach weil es freie unverplante Zeit…gerade mal keine Sorgen und Nichts, um das ich mich kümmern muss.S

Schlendern, Zeit „vertrödeln“, Seele baumeln lassen. Ich darf das, ich kann das …und es macht Spaß

Es war also eine gute Entscheidung einfach mal wieder weg zu fahren. Das hab ich bereits gestern gespürt und genau so geht es heute weiter.

Ich schlendere noch einmal durch Celle schaue mich hier und da um…laufe und schaue zu den schönen Fachwerkhäusern hinauf

das älteste Fachwerkhaus aus 1522

…jetzt sitze ich im Cafè und trinke einen Kaffee. Die meisten Geschäfte haben noch geschlossen und die Menschen gehen ihren Beschäftigungen nach…gehen ins Büro und schließen ihre Geschäfte auf oder arbeiten an den Gebäuden.

Gerade dieses Normale eines Alltags der Anderen, die meine Wege kreuzen, verstärkt mein Gefühl von Freizeit und Freiheit.

Das Hotel ist meinem Wunsch nach einem ruhigen Zimmer nachgekommen…es war ein herrlich ruhiges Zimmer, sauber und relativ neu eingerichtet…das Bett war gut…ich konnte super schlafen.

Beim Frühstück konnte ich sehen, das die meisten Gäste beruflich hier waren: Handwerker, Handlungreisende und Techniker/Ingenieure (das hab ich aus der Unterhaltung des Nebentisches entnommen, die unterhielten sich in Englisch über die komplexe Umsetzung eines Problems).


Solche Gäste sind meistens ein gutes Zeichen für ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Bodenständig ohne Schnickschnack…genau das, was ich von einem Hotel erwarte (außer ich mache „Wellness-Urlaub“ da hab ich andere Ansprüche an das Hotel)

Ich werde nachher noch ein wenig durch die Geschäfte ziehen…seit langer Zeit hab ich mal wieder Lust auf ein Kleid….gestern hab ich eines im Schaufenster gesehen…ein Leinenkleid das bis zum Knie geht, schmal geschnitten und troztdem luftig um die Hüften sitzt und keine Spaghetti-Träger hat…hahaha…also so ziemlich die perfekten Voraussetzungen für mich mitbringt…außerdem kann man es super mit weißen Turnschuhen tragen.

Während ich bis vor ein paar Jahren sehr häufig Kleider und Röcke getragen habe, waren es in den letzten Jahren fast aussschließlich Hosen…schon allein wegen meiner eingeschränkten Auswahl an Schuhen…aber dann trage ich jetzt eben Sneaker dazu…ich hab jetzt 2-3 Paar, die passen könnten.

Kurzurlaub – halbwegs spontan

Sooo die grobe Planung steht….noch sitze ich auf dem Balkon und erfreue mich an der ersten Tasse Kaffee des Tages.

Gleich packe ich dann meine Tasche für eine Übernachtung, incl. Wanderrucksack und -schuhen, schnappe mir dann meine Wahlbenachrichtigung und fahre als Erstes zum Wahllokal (Kommunalwahl).

Anschließend geht es auf die Autobahn in Richtung Schneverdingen…ich war schon lange nicht mehr im Pietzmoor zum Wandern. Reine Fahrtzeit von hier etwas mehr als 1 Stunde.

Später geht es dann weiter nach Celle, das sind noch einmal knappe 60 km…dort hab ich ein Hotelzimmer reserviert, also bleibt mir genügend Zeit mir diese schöne, alte Stadt etwas genauer am Abend und am nächsten Tag anzuschauen. Montagnachmittag geht es dann wieder nach Hause.

Und obwohl es nur eine Übernachtung ist, hatte ich seit der Reservierung gestern Mittag schon mehrmals das Bedürfnis, das gleich wieder zu stornieren…..das wird echt immer krasser….ich schlafe eben am Liebsten zuhause. Warum soll ich auch woanders schlafen wollen…hier hab ich doch alles genau so, wie ich es möchte. hahaha

Aber dem Impuls hab ich bisher nicht nach gegeben. Es wird mir gut tun, mal wieder raus zu kommen. Es ist ein schönes Hotel mit guter Bewertung und zu einem akzeptablen Preis.

Auf jeden Fall werde ich heute vor 11 Uhr meinen Ort hier verlassen haben, dann nämlich fängt das Bürgerfest an und da ja auch noch Kommunalwahl und Muttertag ist, wird hier überall viel Unruhe sein….bereits seit ein paar Minuten schallt Musik vom Rathausplatz herüber und die Nachbarn drumherum richten ihre Terrassen für die Besucher her….also Zeit für mich, aufzubrechen.

Ich wünsche Euch einen tollen Sonntag …

Muttertag – ohne mich!

Das der Muttertag für mich keine Bedeutung hat, hab ich bereits früher einmal erwähnt und so denke ich auch eigentlich nicht weiter über diesen Feiertag nach.

Ich habe keine eigenen Kinder. Das war eine selbst gewählte Entscheidung, die ich auch heute noch genau so, immer wieder, treffen würde. Ich bereue es nicht. Ich war und bin für die Mutterrolle nicht geschaffen.

Und meine eigene Mutter? Sie müsste jetzt so ca. 82 Jahre alt sein…und ich hab seit 42 Jahren keinerlei Kontakt zu ihr. Das war ihre Entscheidung – nicht meine.

Bin ich ihr noch böse, DAS sie weg gegangen ist? – Nein, das war ich nie. Auch als Kind war ich schon in der Lage zu erkennen, das es keinen Sinn macht, das sie gehen sollte, wenn es sich für sie besser anfühlt. Ihre Unzufriedenheit konnten wir Kinder durchaus spüren..auch wenn wir nicht wussten, warum das so war.

Bin ich ihr noch böse, WIE sie gegangen ist? – Na sagen wir mal so, alles kam ja nur durch einen blöden Zufall zu Tage und das anschließende Drama, hat ja auch mein Vater mit verursacht…jaa also als Kinder fanden wir das daraus resultierende Drama beängstigend..das hätte ich mir anders gewünscht.

Bin ich ihr noch böse, das sie den Kontakt zu uns Kindern abgebrochen hat? – Absolut! Aber auch das war ihre Entscheidung – nicht unsere..

Bin ich ihr noch böse, das sie auch spätere Kontaktversuche meinerseits nicht genutzt hat, eine Bindung aufzubauen? – Ja, Lange war ich ihr böse…denn es war sehr, sehr verletztend.

Irgendwann war es dann vorbei und es hat mich nicht mehr weiter verletzt und ich hab mir mein Leben auch so aufgebaut.

Bin mental stark geworden, glaube aber nicht an die natürliche starke Mutterliebe, die alles überwindet und verbindet.

Ich glaube an meine eigene Stärke und an meine Fähigkeit mich selber gut durch alle Stürme zu lotsen.

Und wenn ich von meiner Familie rede, gehören da mittlerweile nur noch meine Schwester und mein Schwager dazu.

JA – natürlich hatte all das massive Auswirkungen auf uns. Mein Vater ist nie damit klar gekommen..meine Schwester hatte in ihren Teenager-Jahren den Halt verloren und ich….ich zog mich schon als Kind immer weiter zurück in mein Schneckenhaus.

Alles was wir erleben beeinflusst uns. Jede Erfahrung kann uns schwer belasten und manchmal auch zerbrechen oder wir werden durch die Erfahrungen stärker.

Ich bin mental stark geworden und unabhängig…und vor allem ziemlich zufrieden mit meinem Leben….allen Widrigkeiten zum Trotz

Termine per Telefon? – das war mal

Nachdem die Errungenschaften der modernen Technik uns an vielen Stellen das Leben vereinfachen, muss ich in der letzten Zeit feststellen, das der immer größer-werdende Personalmangel zu einem Rückschritt führt.

Also bis zur Corona-Pandemie hab ich tatsächlich Arzttermine ausschließlich per Telefon ausgemacht…und manchmal sogar per E-Mail. In der heutigen Zeit erreiche ich jedoch fast nie eine Facharzt-Arztpraxis per Telefon und es gibt auch immer seltener die Möglichkeit eine Sprachnachricht zu hinterlassen. Nur bei meinem Hausarzt geht das noch unkompliziert.

Einzig eine Bandansage wirbt beim Facharzt um Verständnis, das man sich bei der personellen Situation nicht in der Lage sieht, Telefongespräche entgegenzunehmen. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als persönlich zu fahren und Vorort nach einem Termin oder dem Ergebnis einer Untersuchung zu fragen…oder um zu erfahren, ob man bei dem Arzt als neuer Patient überhaupt angenommen wird.

Das ist alles nicht so schlimm, wenn sich die Ärzte im gleichen Ort befinden würden, aber heute muss ich immer erst zwischen 8-16 km in die Nebenorte fahren. Früher hat mich das auch nicht gestört, aber jetzt finde ich diese zusätzliche Fahrerei überflüssig und nervig. Wozu gibt es denn das Telefon, wenn man es nicht für kurze Fragen benutzen kann.

Na zum Glück hab ich beim Zahnarzt sogar zügig jemanden ans Telefon bekommen….und bei dem hätte ich auch online Termine buchen können….so jetzt hab ich den jährlichen Checkup-Termin und sogar einen für die Zahnreinigung erhalten.

Aber zum Lungenfacharzt musste ich tatsächlich persönlich hinfahren und nachdem ich gesagt hatte, welche Kardiologische Praxis mich zu Ihnen geschickt hat, hab ich sogar schon einen Termin in nur 3 Monaten erhalten – Nehm ich !

Auf der Rückfahrt von Norderstedt nach Hause bin ich mal wieder am Ranzauer Forst vorbei gekommen….prima – dann laufe ich gleich hier durch den schönen Wald .

Es war warm und sonnig, der Waldboden schön weich und der Blick ins helle grün tat einfach gut. Nur hatte ich leider nicht die richtigen Schuhe dabei und so machte mein Fuß relativ klar….also lange geht das so nicht mehr.

Aber immerhin war es eine kleine schöne Wanderung durch den Wald.

Laufen – und lernen ganz nebenbei

Ich schreibe weniger über meine Walkingrunden, bin aber trotzdem oft unterwegs….was soll ich auch groß darüber berichten, da ich zur Zeit keine neuen Strecken erkunde, sondern meine liebgewonnenen Runden laufe…nur der Himmel, der sieht immer wieder anders aus und jedes Mal fühle ich mich wunderbar entspannt, bei dem Blick nach Oben.

Es sind für mich die schönsten Zeiten eines Tages und gerade abends laufe ich gerne um das Erlebte Revue passieren zu lassen. Was war schön, was war gut und was nicht so…und wenn ich das hinter mir habe und die Schönheit des Abends genug genossen habe, bleibt noch genügend Strecke übrig um ….ja um was genau zu tun, außer zu laufen und die Landschaft zu genießen?

Ich nutze diesen letzten Teil der Strecke oft, um mich an die dänischen Vokabeln, Grammatik-Regeln, Standard-Sätze usw. zu erinnern und diese zu wiederholen – das ist schon manchmal etwas kurios, wenn ich durch die Felder und über die schönen ruhigen Wege laufe und dabei halblaut Sätze einer fremden Sprache vor mich hin rezitiere. Dabei starte ich gar nicht bewusst damit, sondern irgendwann kommt mir ein Wort in den Sinn und dann geht es immer weiter…..und schon bin ich drin in der Wiederholung.

Genauso hab ich schon immer neues Wissen gefestigt: laut wiederholen, niederschreiben, immer und immer wieder laut wiederholen und meistens in dem ich das im Laufen tue…bin früher auch in meinem Zimmer auf-und-ab gelaufen, um Dinge zu rekapitulieren und diese Methode funktioniert noch immer. Selbst komplizierte Wörter oder feststehende Redewendungen kann ich auf diese Weise relativ zügig abrufen….nur das mit der Grammatik ist und bleibt meine Schwäche und wie schon öfter erwähnt diese extrem kurzen Wörter bleiben nicht so gut bei mir haften.

Aber ich identifiziere immer mehr die Besonderheiten dieser Sprache, das z.B. Fragewörter anders eingesetzt werden, als im Deutschen, was mich immer noch schnell durcheinander bringt. Oder das in manchen Sätzen ein Verb einfach weggelassen wird…so das für mich der Satz unvollständig klingt, das ist für mich schwer zu akzeptieren hihi.

Aber ich bleibe dran und erweitere langsam aber beständig meinen Wortschatz und schlingere so durch die verschiedenen Zeitformen und z.Z. im Besonderen durch den Einsatz von Reflexivpronomen.

Wenn ich dann am Ende meiner Runde nach etwas mehr als 1 Stunde zuhause ankomme, hab ich gleich zwei positive Dinge getan: ich habe mich zügig bewegt und ein weiteres Wortschatz-Training absolviert…so ganz nebenbei.

Im Regen und ein gestresster Kollege

Während es in der letzten Woche öfter schon wieder richtig warm war, kam mir in den Sinn, das ich in diesem Frühjahr bisher echt wenige Regentouren gemacht habe, was aber nichts mit mangelndem Regen zu tun hat, sondern mit einem aktuell tiefen Gefühl der Unlust bei Regen und Sturm draußen herum zu laufen.

Und durch diesen ganzen „Kram“ mit den vielen Tabletten ist mir eh ständig kalt….aber nun normalisiert sich ja alles wieder und trotzdem ist mir immer noch kalt…Aber zumindest meine Hitzewallungen kommen wieder wie gewohnt und der Rest ist Gewohnheit – und Überwindung.

Montagabend stand ich mitten im Regen an der Ampel, um meine Lieblings-Walkingrunde außerhalb des Ortes zu laufen…schön an Feldern vorbei, bzw. mitten hindurch….ganz ohne Autoverkehr und Lärm und natürlich auch fast ohne Beleuchtung. Ich stand also an der Ampel und eine Windböe nach der Anderen pustete mich so richtig durch…ich hab ja so gefroren und war kurz davor wieder umzudrehen. Es war die Gewohnheit, die mich daran hinderte….ich mag nicht gerne umkehren, um den gleichen Weg zurück zu gehen, sondern gehe lieber ganze Runden.

Und das war auch gut so….nach knapp einem Kilometer lief ich endlich ohne zu bibbern, war auch dem Wind nicht mehr so massiv ausgesetzt…es regnete aber munter weiter, aber dafür hab ich ja die richtigen Klamotten angezogen….Eine kleine Abkürzung hab ich dann aber doch genommen, so waren es dann nur 4,2km….aber das tat mir so richtig gut.

Momentan ärgere ich mich mal wieder über den Controller und ohne das ich vorher mit ihm gesprochen habe, hab ich schon wieder anhand seiner Reaktionen per Mail und noch mehr, an seinen NICHT-Reaktionen gemerkt: es ist nicht gut drauf. Gut das wir aktuell nicht zusammen im Büro sitzen…aber so manche seiner Reaktionen macht mich echt wütend.

Ich sollte, wie immer in den letzten 3 Jahren, seine Zahlungen freigeben…das bedeutet ich brauche die entsprechenden Rechnungen und die Datenbegleitliste aus dem Bankensystem in dem die Zahlungen vorbereitet wurden, um diese miteinander abzugleichen…denn es geht ja nicht nur um die Freigabe, sondern auch um eine gegenseitige Kontrolle. Die Begleitliste fehlte und als ich per Mail danach fragte kam eine Rückfrage: „Wozu brauchst Du die denn?“

Alleine diese eine Frage zeigt, wie wenig er im Moment nachdenkt…er vergisst so ganz alltägliche Standard-Abläufe…und denkt nicht einen Moment darüber nach, sondern fragt sofort. Das war jetzt nur eine der Situationen mit ihm, die mich wieder einmal kopfschüttelnd zurück lassen.

Während ich ihm bei einer Rechnung im Freigabe-System helfen soll, weil er sich selber in eine Ecke manövriert hat und ich ja für das Handling dieses Programms der Key-User bin, klickt er wild hin und her und hört überhaupt nicht auf das, was ich ihm gerade sage, wohin er klicken soll…er will Hilfe – hört aber nicht zu…und als er erneut einfach irgendwohin klickt und ich noch versuche ihn verbal davon abzuhalten (immerhin sind wir nur Remote miteinander verbunden), meinte er ICH wäre aber hektisch und unausgeglichen…nein -ich versuche nur zu helfen – aber DU bist echt hektisch….und ich dachte ich sollte ihm helfen…aber dann sollte er nicht überall unkontrolliert einfach draufklicken, sondern mir zuhören.

Ich hatte dann auch keine Lust ihm dabei zuzusehen, wie er weiter hektisch hierhin und dorthin klickt…hab ihm gesagt, was ich machen würde – auch wenn ich nicht wüsste ob es funktioniert…denn immerhin war die Ebene in der versuchte hat, etwas zu ändern, gar nicht dafür gedacht…dafür gibt es eine andere Ebene…aber er hatte sich jetzt so verfangen, das es jetzt keine Möglichkeit mehr gab, den Beleg hier zu retten. Lehne den Beleg ab und starte neu. und wieder eine seiner Fragen ohne nachzudenken:

Wie lehne ich ab? – WAS sag mal, das gibt es doch nicht- wie oft soll ich das eigentlich noch erklären, hab ihn dann kurz dadurch gelotst (und musste alles immer 3-4x sagen, weil er wieder nicht richtig zuhören konnte) und das Teams-Gespräch anschließend ganz schnell beendet.

Mich stressen solche Situationen. Bei fast allen Kollegen klappt die Hilfe über Teams perfekt…ich sage an – die Kollegen machen und ich sehe auf dem Bildschirm, was sie tun und wie das Programm reagiert…nur beim Controller geht es fast nie auf diese Weise.

Kleine Veränderungen – ich bin sehr zufrieden

Kleine Veränderungen – ich bin sehr zufrieden

Mein Leben pendelt sich so langsam wieder ein…Normalität kehrt ein…eine neue Art Normalität und damit meine ich nicht nur die Tabletten, die jetzt regelmäßig Morgens und Abends zu meinem Leben gehören, sondern auch so kleine Veränderungen….

  • Kaffee gibt es erst morgens 2 Stunden nach dem Aufstehen…dazu wird bei der Einnahme des Beta-Blockers geraten, weil die zeitlich nahe Einnahme von Beta-Blockern und Kaffee die Wirkung der Tablette reduziert. Jaaa das fällt mir schwer, aber andererseits darf ich eben auch weiterhin Kaffee trinken
  • Den Kaffee brühe ich aber mit etwas weniger Kaffee-Pulver auf, so kann ich bei der gleichen Menge bleiben…und ich muss sagen, der erste Kaffee (nach den 2 Stunden) ist immer noch mein Highlight am Morgen. Vorher gibt es eben nur einen Früchtetee.
  • Ich musste mir jetzt so einen Tabletten-Butler zulegen, um die Tabletten für morgens und für abends unterscheiden zu können…denn leider zieht der alte Witz (tausche 1 gelbe Tablette gegen 2 Rote) nicht mehr…sind alle weiß und länglich und damit nur schwer zu unterscheiden. Jetzt hab ich so einen Wochenvorrat, mit mehreren Fächern pro Tag….und ich hab jetzt, wie meine Oma früher, ein kleines Pillendöschen in der Handtasche…für den Fall, das ich mal vergesse die Tabletten zuhause zu nehmen, dann hab ich unterwegs eine „Reserve“ dabei.
  • Ich hab jetzt immer auch einige Fingerkuppen- und andere Pflaster in der Tasche (auch ein Rat vom Arzt), für kleinere Verletzungen, da durch den Blutverdünner es auch bei kleinen Schnitt-oder Schürfwunden mehr und länger bluten kann
  • Ansonsten gibt es jetzt nur noch 2-3x in der Woche Fleisch und dann möglichst Hähnchen- oder Putenfleisch. Ansonsten brauche ich aktuell an meiner Ernährung nichts weiter zu verändern…ich esse ja eh viel Gemüse….hier mit etwas Hähnchenfleisch Curry mit Kokosmilch, dazu gab es Reis

Alkohol gibt es nur noch zu besonderen Anlässen…aber den hab ich ja eh seit Mitte Dezember gestrichen, bzw. durch alkoholfreie Varianten ersetzt.

Und na klar laufe ich fast täglich meine Walking-Runden…heute Morgen ging es schon vor dem Homeoffice ins Feld und das war bei knappen 2 Grad so ein schöner Sonnenaufgang….herrlich

Sonnenschein – so trügerisch

Während ich gerade eben fast meditativ einen Weißkohlkopf in feine Streifen schnitt (es gibt für heute Abend Schmorkraut mit asiatischem Einschlag)… fiel mir wieder ein, das ich noch gar nichts vom letzten Wochenende geschrieben habe.

Letzten Sonntag war wieder einmal die Umstellung auf Sommerzeit…ich hoffe immer noch, das die irgendwann einmal gestoppt wird…aber bis dahin muss ich mich eben damit abfinden.

Nun gut, durch die vielen Tabletten stellt sich bei mir gerade sowieso einiges im Körper um. Der Beta-Blocker hat es doch tatsäclich geschafft meinen Ruhepuls von aktuell durchschnittlich 74 auf 64 Schläge pro Minute zu verlangsamen, jeden Tag wurde es immer 1-2 Schläge weniger…na hoffentlich pendelt der sich jetzt langsam ein…sonst falle ich bald in einen Winterschlaf.

Aber ich glaube alles zusammen wirkt schon ziemlich gut – ich bin viel ruhiger geworden, fühle mich aber trotzdem noch lebendig und auch als ich selbst als mit Freude und Ausgelassenheit (ganz anders war das, als ich damals die Anti-Babypille nahm, die hat mich tatsächlich emotional gedämpft…das war gruselig).

Ich hab es trotz der fehlenden 1 Stunde in der Nacht geschafft relativ früh aufzustehen und mich mit meinen Dänisch-Lektionen zu beschäftigen. Die Sonne strahlte verlockend draußen, aber das Thermometer und die sich bewegenden Bäume entlarvten den Blauen Himmel…es war trotzdem windig und kalt…sah aber fast nach Sommer aus.

Ich bin erst am Nachmittag in die Holmer Sandberge gefahren…und zu dieser Zeit gehen die Menschen meist schon wieder nach Hause…so das es schön ruhig und entspannend war durch diese herrliche Landschaft zu laufen:

Dabei ist der Begriff „Berge“ eher täuschend…es handelt sich um eine leicht hügelige Heidelandaschaft mit viel Sand …hahahaha aber hier im flachen Norden wird jeder Hügel zum Berg, weil er eben höher ist, als der Rest.

Ich mag diese Landschaft und die abgeschiedene Ruhe zu jeder Jahreszeit…aber seitdem ich nicht mehr direkt in Pinneberg wohne, sind das jedes mal fast 1/2 Stunde Fahrzeit mit dem Auto…aber sie lohnt sich.

Sorry für diese blöde Einblendung auf den Fotos…hab gerade erst entdeckt, das es jetzt auf jedem neuen Foto auftaucht…bei den nächsten passiert mir das nicht mehr…hab es tatsächlich selber gefunden und wieder deaktiviert :-

Auf jeden Fall war es eine herrliche kleine Wanderung von kanppen 6km…und damit ein schöner Abschluß für eine aufregende Woche.

Schwimmbad – warten und ausweichen

Es ist immer noch stürmisch, nass und kalt und so wirklich wollen, außer ein paar kurzen Momenten, keine Frühlingsgefühle aufkommen….ich ziehe immer noch meine Winterjacke an und bei meiner Walkingrunde gestern Abend, hab ich neben der Mütze auch die Kapuze meiner Sweatjacke und die Kapuze meiner Winterjacke drüber gezogen….der Wind blies heftig-böig über die Felder…brrrrrrr

Relativ spontan hatte ich gestern Mittag meine Tasche fürs Schwimmbad gepackt. Ich will schon seit ein paar Wochen endlich mal wieder schwimmen gehen, hatte aber immer noch die Befürchtung, das das Wasser jetzt zu kalt ist und die Duschen nicht heiß. Aber wenn ich nicht endlich mal hinfahre, werde ich es nie herausfinden.

Ich hatte bewusst den Mittag ausgewählt, in der Hoffnung, das dann die meisten Menschen eher beim Mittagessen sitzen, anstatt im Wasser zu planschen….der Parkplatz war voll…na das kann ja heiter werden.

In den Umkeide-Räumen für Frauen war dann ein lautes herumgewusele von ca. 15 Mädchen zwischen ca.14-18 Jahre…alle waren aufgedreht und laut und es hallte in dem Raum und mir klingelten die Ohren….ohhhhhje….in den Duschen dann das Gleiche und ich musste warten…die wollten und wollten einfach nicht fertig werden mit dem Duschen…ohhh Leute…das ist doch kein Cafe…ich hab mich dann immer unter die Dusche gestellt, die mal für eine Weile unbenutzt blieb, weil das entsprechende Mädel erst einmal mit einer anderen Plaudern musste…hatte es ihnen auch gesagt, aber sie verstanden kein Deutsch und scheinbar auch kein Englisch…egal…ich hab mich ja nur kurz geduscht: nass machen, einseifen, abbrausen…fertig und raus war ich. Es war ein osteuropäischer Akzent…den ich im gesamten Bad noch öfter gehört habe….vermutlich ein Ausflug für Flüchtlinge…aber das ist reine Spekulation…mich stört Lautstärke immer – egal in welcher Sprache.

Dann endlich hinein in das kalte Sportbecken. Es war schon immer kalt und ich hätte nicht zu sagen vermocht ob es nun ein Grad kälter war, als vor der Energiekrise…es war auf jeden Fall wie immer: ziemlich kalt. Da hilft bei mir nur schnell die Schwimmbrille aufziehen und mit dem Bahnen-Schwimmen zu beginnen.

Das war jedoch gar nicht so einfach…Ein Teil war abgesperrt, damit Kinder schwimmen lernen konnten…das ist wirklich super und ich meine es so….aber das, was dann noch vom Becken übrig blieb, mussten sich die Schwimmer mit dem Einer-Sprungbrett und teilweise mit dem 3-Meter Sprungturm teilen, der immer mal wieder freigegeben wurde.

In den ersten 10 Minuten war ich mehr mit ausweichen, als Schwimmen beschäftigt…aber dann sind die meisten Kids in den anderen Teil des Bades gegangen und ich konnte endlich ruhig und bewusst meine Bahnen ziehen….Einatmen, Kopf-unter-Wasser, ausatmen mit Schwimmzug, auftauchen, einatmen….40 Bahnen sind „Pflicht“, also 1 km….und es lief jetzt einfach gut…diese Bewegung tat einfach gut.

Auch mit dem Atmen klappte es soweit…allerdings hab ich es nicht geschafft, den Atem auf 2 oder gar 3 Schwimmzüge zu strecken…aber das hätte mich auch eher gewundert, war ich doch das letzte Mal im Herbst schwimmen. So war Ich mit meinen 1,3 km am Ende sehr zufrieden. Wie immer habe ich mir vorgenommen jetzt öfter mal wieder schwimmen zu gehen…immerhin hab ich noch 16x Eintritt auf meiner „Dauerkarte“.

Ich hatte gelesen das in diesem Sommer das Freibad für Quickborn wieder öffnet (im letzten Jahr mussten die schließen, weil es nicht genügend Personal für die Badeaufsicht gab)…aber der Eintritt soll auf 6,80 EUR erhöht werden…. und auch in der Badebucht kostet ein Besuch 6,50 EUR für 1,5 Stunden….Da wird Schwimmen ja echt zum Luxus.

Interpretations-Spielraum

oder wenn Bilder nicht die ganze Wahrheit sagen

Seit dem Telefonat mit dem Kardiologen Freitag hab ich mich verständlicherweise unwohl gefühlt…aber er hat es vorsichtig formuliert und so war ich zwar besorgt, aber nicht in Panik.

Das änderte sich erst, als ich dann Montag bei seiner Urlaubsvertretung saß. Man merkte ihr an, sie hatte keinen Bock darauf mich als Patientin für diesen Termin zu übernehmen…also wir haben eindeutig nicht auf derselben Ebene kommuniziert…sie war biestig und überheblich…ich nervös und leicht überdreht. Aber okay – da mussten wir jetzt Beide durch.

Ihre Interpretation des Befundes (denn ich bis dato ja noch nicht einmal richtig kannte) malte mir kein ganz so vorsichtiges Bild…ihre Worte waren drastisch und kalt und klangen absolut und unumstößlich. Danach kam erst die Aufklärung, was bei einer Herzkatheter-Untersuchung passieren kann…aber das hat mich dann schon kaum noch interessiert…Ich war einfach nur erschlagen von ihrer „Diagnose“.

Bis zur Untersuchung Mittwoch fühlte ich mich damit dann echt überfordert. Ja klar, ich hab funktioniert, hab meine Wohnung geputzt und mich auf eine längere Abwesenheit eingestellt….hahaha …. hab alles geregelt, was ich so regeln kann, immer alles mit einem mehr als unguten Gefühl.

Hab meinen Arbeitgeber informiert und den letzten Urlaubstag aufgehoben, um noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen, bevor ich für 1-2 Tage (oder länger) ausfalle.

Mittwochmorgen ging es dann früh nach Hamburg in die Klinik….und der Leiter der kardiologischen Praxis, war auch der Arzt der diese Untersuchung bei mir durchführte. Ein sehr ruhiger und netter Arzt..hab mich gut aufgehoben gefühlt und er hat aufgrund der Bilder vom Herz-CT auch mit einer erheblichen Störung des Blutflusses durch die Arterien gerechnet…meinte aber auch – dafür machen wir das ja jetzt mit dem Herz-Katheter, um zu schauen inwieweit die 1. Annahme durch das Herz-CT recht behält. Na das klingt doch ganz anders, als die Ärztin aus seiner Praxi.

Die Untersuchung an sich, war absolut schmerzfrei. Bei Frauen wird es meistens über das Handgelenk gestartet, bei Männern eher über die Leiste. Zuerst gab es einen Zugang mit einer örtlichen Betäubung und dann noch ein Medikament zur Beruhigung…ich hatte um ein „LMAA“-Gefühl gebeten…Antwort des Arztes: genau das kriegen sie.

Wie genau dann der Katheter durch die Arterien bis zur linken Herzkammer geschoben wurde, hab ich echt nicht mitbekommen und auch das Kontrastmittel, welches dann noch gespritzt wurde, hab ich nicht gespürt..der Arzt hat sich ruhig und locker mit mir unterhalten…hat mir erklärt was er da sieht. Und jetzt sah das Bild, was er beschrieb, zwar nicht gut aus, aber auch nicht so hochgradig schlecht, wie das statische Bild aus dem Herz-CT vermuten ließ.

Eine Entwarnung hab ich nicht bekommen…ich habe an allen DREI Arterien Verkalkungen, die den Durchfluss des Blutes behindern und das mehr, als für mein Alter angemessen wäre. Bei Zweien sind die Verengungen jedoch „nur“ über 50% (Stents werden erst bei über 70% gesetzt) und bei der Dritten Arterie gibt es eine Abzweigung, die direkt hinter der Abzweigung zu mehr als 90% verengt ist. Aber da möchte er im Moment nichts machen, weil das eine unglückliche Stelle ist, und wenn diese Verästelung auch nicht mehr mit Blut versorgt werden sollte, können das die anderen Arterien noch ausgleichen.

Ich werde jetzt mit Cholesterin-Senkern, Blutdruck-Senkern und Blutverdünner konventionell behandelt, aber langfristig komme ich um eine OP nicht herum…und das wird dann auch nicht unbedingt mit Stents zu lösen sein…und wenn doch, dann ist es nur eine Zwischenlösung. Aber für den Moment kann ich so weiterleben.

Aber um mich nicht allzu sehr jubeln zu lassen, gibt es noch ein weiteres Problem…allerdings betrifft das die Lunge. Die Untersuchung hat eine Auffälligkeit an einem der oberen Lungenlappen sichtbar gemacht…ich werde also jetzt weiter zum nächsten Facharzt pilgern…

Jetzt mit ein paar Tagen Abstand bin ich sehr zufrieden…ich lebe noch und ich kann auch weiter leben … und ja ich werde irgendwann unter dem Messer liegen – aber eben nicht JETZT.

Jetzt erhole ich mich von der ganzen Aufregung und gewöhne mich an den Gedanken nicht mehr ganz so gesund zu sein, wie ich glaubte. Wie immer bin ich sehr dankbar für mein Leben und den Grad der Gesundheit, den ich nun habe. Es hätte auch schlimmer kommen können .