Markusplatz – nur für Mich

Wenn ich an Venedig denke, geht es eigentlich immer um den Markusplatz.

Einmal möchte ich quasi alleine über den Markusplatz schlendern…den Moment ganz für mich haben.

…diesen Moment hatte ich heute Morgen um 6:30 Uhr

ja gut hinter mir waren dann doch ein paar Männer, die mit Reisig-Besen fegten…und ein paar Menschen vor dem Markus-Dom (ebenfalls hinter mir) brachten ein paar Einlass-Gitter in Stellung.

Trotzdem hatte ich den Platz gefühlt ganz für mich alleine…wunderbar…

Ich schlenderte eine ganze Weile über den leeren Platz bis dann mehrere Menschen dasselbe zu wollen schienen. Warum sonst kommt man an einem frühen Sonntagmorgen hierher?

Ich habe mich dann verzogen, denn ich  hatte ihn schon, meinen magischen Moment – und ich wollte Anderen das Gleiche ermöglichen.

Abend-Spaziergang durch Venedig

Gestern…pünktlich vor Sonnenuntergang, habe ich mit meinem ersten Rundgang durch Venedig begonnen….

Mein Hotel ist ja nur 300m vom Markusplatz entfernt und schön ist es im Stadtteil „San Marco“ sowieso überall.

Ich schlenderte also ruhig und entspannt durch die Stadt, die doch voller war, als ich es gedacht hätte.

Nach Sonnenuntergang hatte ich dann auf einmal Hunger und habe mich im Außenbereich eines ruhigen Restaurants niedergelassen…mit einem der größeren Kanäle im Hintergrund.

Spaghetti mit Venusmuscheln….hmmmm das war lecker…dazu ein Glas Weisswein und zum Dessert ein Glas Limoncello…grins…immerhin bin ich im Urlaub.

Danach ging es weiter und weiter…

jetzt im Dunkeln durch die beleuchteten Gassen und  Gässchen.

Hier bei der Unterführung, als ich das Foto oben gemacht habe, sprach mich ein italienisches  Pärchen an. Es stellte sich heraus, Er ist gebürtiger Venezianer, sie kam aus Sardinien.

Er sprach allerdings English mit starkem Akzent, aber die Hingabe mit der mir erklären wollte, was es mit dem Gebäude auf sich hatte, war einfach soo toll, das ich ihm seine  Begeisterung und seinen Stolz auf diese Stadt, nicht damit schmälern wollte, das ich ihn kaum verstand.

Also habe ich versucht aus seinen Worten den Sinn zu verstehen, auch wenn dabei nicht ganz so viel raus kam.

Es ging um Geschichte, um Besatzung und Befreiung und das ein Teil von alten Kanonen beim Bau des Hauses mit in der Hausmauer verbaut wurden..die hat er mir dann auch gezeigt.

Insgesamt hat er bestimmt 10 Minuten erzählt und ich habe mich für seine freundlichen Ausführungen bedankt…und auch bei seiner Freundin, die geduldig auf ihn wartete.

Zufrieden mit meinem 1. Urlaubstag hab ich mich bereits um 20 uhr ins Hotelzimmer verzogen und nur wenig später  schlief ich dann auch. Immerhin hatte ich  die Nacht zuvor fast  schlaflos verbracht.

Einzug in Venedig

Die Fahrt mit einem Wassertaxi vom Flughafen, bis in die Lagune Venedig waren die besten 39 EUR die ich jemals ausgegeben habe.

Das motorisierte  Wassertaxi war eine Art „Anruf-Sammeltaxi“ auf dem ca. 12-15 Personen Platz haben….teils überdacht…im Heck aber Offen, genau wie Vorne.

Wir war nur mit 5 Gästen und dem Fahrer. Mit dem Schwedischen Pärchen (gerade jung verheiratet) habe ich mich sofort gut verstanden… wir saßen offen und der FahrtWind  machte es richtig lebendig.

Wir sind zusammen von der Sammelstelle im Flughafen, bis runter zum Bootsanleger gelaufen und  sind sofort ins Plaudern gekommen.

Die Fahrt war einfach phantasisch…erst fuhren wir rasant auf die Lagune zu…und kurz vor der Einfahrt, wurde das Wassertaxi dann gaaaaanz langsam…

Die Schweden sprachen die ganze Zeit mit mir in Englisch…wir zeigten hierhin und dorthin und es war einfach majestetisch.

Zuerst ging es durch etwas engere Kanäle und dann  weiteten sich diese  mehr und mehr und auf einmal hatten wir das Gefühl fast auf dem Meer zu sein.

Die Fahrt ging in Richtung Stadtteil „San Marco“… unter der Rialto Brücke hindurch immer weiter.

Zuerst stieg das stille Pärchen aus..die waren (glaube ich) aus Parkistan…. dann verabschiedeten sich das schwedische Ehepaar und zum Schluss wurde ich in San Marco abgesetzt, bewaffnet mit einem Stadtplan, in dem die fußläufige Route zu meinem Hotel eingezeichnet war und auch wie die „Haltestelle“ hieß, bei der ich abgesetzt wurde.

Schon während der Fahrt in die Lagune, verschwand die Sonne immer wieder hinter ein paar Wolken und es legte sich ein atemberaubendes Zwielicht über die Känale und Gebäude…

ohh man ich komme richtig ins Schwärmen…und wisst Ihr, was mich am Meisten fasziniert? Obwohl es immer noch viele Menschen neben und auf dem Wasser waren und auch in den Straßen…es herrscht eine beruhigende Stille.

Da ist es an einem Samstagnachmittag auf der Frankfurter Zeil eindeutig geräusche-technisch lauter und unruhiger.

Hier hat mich sofort eine innere Ruhe erfasst….Hurra ich bin im Urlaub.

Greetings from Venice

Zwischenstopp: Zürich

Mir wurde schon vorher erzählt, das der Flughafen Zürich ein ganz schöner sein soll..

…bin jetzt gerade gelandet und bin etwas herum geschlendert….das ist ja sooo gemein, überall gibt es Schweizer Schokolade und Pralinen und andere Leckereien…hab mir so eine „handgeschöpfte“ Schoki mit Himbeeren gekauft…hmmm lecker

soviel zu meinem Vorhaben , keine Schokolade zu kaufen  hihi

So den 1. Flug habe ich überstanden. Ganz im Ernst, Mein Körper hatte echt vergessen, wie eng es so in einem Flugzeug ist…

gut das ich etwas mehr Beinfreiheit hatte…alles andere ist Käfighaltung. ich hatte nette und ruhige Sitznachbarn…und, nach kurzer Eingewöhnung,  bis zum Aussteigen war ich  tatsächlich entspannt. Nur bei der Toilette bekam ich Beklemmungen…aber Augen zu  und durch.

Das Aussteigen war dagegen nicht so schön…weil ich noch saß und ständig irgendwelche Hintern vor der Nase hatte…natürlich dauerte es eine Weile, bis die Schlange „abfloss“….aber auch hier hat mein Sitznachbar gesagt, er hätte es nicht eilig…ich solle ruhig sitzen bleiben, bis es etwas leerer ist.

Klasse finde ich auch das es freies WiFi an beiden Flughäfen gibt…und am Hamburger Flughafen gibt es kostenlose Wasserspender..zwar nicht viele..aber man kann sich hier in eine mitgebrachte leere Flasche, frisches Wasser zapfen.

Ihr merkt, ich erwähne solche Sachen, weil ich  das von „früher“ her, nicht kenne.

Nun habe ich leichte Kopfschmerzen (das hatte ich früher auch immer, nach einem Flug)…und trinke einen Kaffee in einem ruhigen Bereich, gleich neben meinem Weiterflug-Gate.

Ich denke für den nächsten Flug nachher, bin ich schon viel entspannter. Weiterflug ist um 13:05 Uhr…und durch das Laufen durch beide Flughäfen, habe ich jetzt schon meine 10.000 Schritte überschritten….hahaha 

Koffer packen – was für eine Herausforderung

Meine letzte Flugreise liegt schon mehr als 14 Jahre zurück…und ich weiß gar nicht, wie das heute läuft, so mit Online- einchecken usw.

Ich habe die Swiss-Air-App herunter geladen..meine Flüge dort hochgeladen und mich durch alles gelesen, was es an Infos gibt.

Um Himmelswilllen, das ist ja eineWissenschaft für sich…Aber gut – jetzt weiß ich was mit Flüssigkeit gemeint ist, wie ich Powerbanks zu transportieren habe und das ich eine Bestätigung vom Arzt für die verschreibungspflichtigen Medikamente benötige usw. usw.

Ich muss gestehen die App der Fluggesellschaft ist einmalig, man bekommt immer wieder Infos, was man machen muss, oder noch machen kann…es gibt Mail-Erinnerungen…ich fühle mich richtig gut angeleitet..übrigens habe ich auch zum ersten Mal die HVV-App (für die Bahnen in

Hamburg) intensiv genutzt, weil ich die Bushaltestelle nicht kannte, die ich benutzen sollte…mit der App wurde ich tatsächlich unkompliziert in die richtige Richtung gelenkt. Ich bin begeistert…nur um dann festzustellen, das ich die Haltestelle DOCH kenne…ist genau bei der Klinik, in der ich die Herz-Kartether Untersuchung hatte.

Ich habe mich für einen relativ kleinen Koffer und ein sehr kleines Handgepäcksköfferchen entschieden…. und dann ging es los..was brauche ich, was möchte ich mit nehmen…wie verteile ich das alles….was macht Sinn usw.

Alsö normalweise fahre ich mit  dem Auto…da ist alles leichter…brauche auch nicht auf das Gewicht von Koffer und Handgepäck zu achten…obwohl ich anstatt 23 KG möglichen, mit dem vollen Koffer auf „nur“ 12,5 KG komme….hahaha …

trotzdem hat es fast den ganzen Abend gedauert, bis ich alles so hatte, das ich zufrieden damit war. Puhhh – Kofferpacken ist eine ganz eigene Herausforderung und erfordert eine Menge Disziplin.

Am späten Nachmittag stellte ich auf einmal fest, das ich meine kleinen Kopfhörer für unterwegs nicht mehr finde…die habe ich doch noch vor ein paar Tagen in der Hand gehabt…wie ein Trüffelschwein hab ich Wohnung und Auto durchsucht und …. NICHT gefunden.

Normalerweise würde ich jetzt auf größere Kopfhörer zugreifen – irgendwann tauchen die kleinen schon wieder auf…

Aber mit der Flugreise voraus, wollte ich unbedingt auch die Kleinen haben…Also ab zum Mediamarkt – einen Ersatz kaufen (kann ja auch nicht schaden)…

Meinen Laptop habe ich nicht mitgenommen. Dafür das Smartphone (natürlich) und die externe Tastatur …das war so ziemlich die beste Investition um auch unterwegs vernünftig die freie Zeit zum Schreiben zu benutzen.

…so und dann hab ich noch schnell meine Haare gefärbt und das restliche Gemüse verarbeitet und eingefroren…genau wie das restliche Brot. Damit sind meine Gefrier-Möglichkeiten nun endgültig erschöpft…aber ich wollte auf keinen Fall die Lebensmittel verschwenden.

Den Rest des Abends habe ich dann ruhig und entspannt verbracht….äußerlich…innerlich war ich wohl schon ziemlich angespannt…

auf zum Flughafen- Venedig ich komme

…und schon sind die letzten 14 Tage bis zur Reise nach Venedig  vorbei…

…und jetzt sitze ich am Flughafen Hamburg und warte auf das Boarding…alles hat bisher super funktioniert…

Bis auf die letzte Nacht..Ich bin totmüde um kurz vor 23 Uhr ins Bett gefallen, bin eingeschlafen und eine 1/4 Stunde später war ich hellwach…und genau das blieb ich auch bis kurz vor 4 Uhr Morgens.

Ich hab mein aktuelles Hörbuch weitergehört, dann selber gelesen, etwas getrunken, zur Toilette, habe Socken an- (weil auf einmal kalt) Socken aus gezogen (weil zu warm)….bin auf die Couch im Wohnzimmer gewechselt..hab den Fernseher angemacht…aber nichts hat wirklich geholfen, um zur Ruhe zu kommen.

Irgendwann nach 4 Uhr bin ich dann wohl eingeschlafen…denn als der Wecker um 4:45 Uhr klingelte bin ich hoch geschreckt. Okay – dann schlafe ich eben im Flugzeug – habe ich ja früher auch so gemacht.

Also habe ich mich fertig und dann auf den Weg gemacht..die Bahn fuhr um 6:07 Uhr von Quickborn aus. natürlich war ich fast 20 Minuten zu früh da, Fahrt bis Schnelsen, dann kurz laufen, dann ab in den Bus bis zum Flughafen…Erst  als der Flughafen vor mir auftauchte, konnte ich mich entspannen.

Auf zum Terminal 2, mit der Swiss-Air-App hatte ich schon einen Tag vorher eingecheckt und dabei auch gleich die Plätze für alle Flüge (insgesamt 4 mit Hin-und Rückflug) mit etwas mehr Beinfreiheit gebucht (gegen 20 EUR Aufpreis pro Flug – aber das ist es mir wert).

Jetzt noch Gepäck aufgeben am Automaten: der 1. war kaputt, der 2. funktionierte. Dann das Gepäck aufs Band legen…das funktionierte auch erst nicht, als die Hilfe kam,  ging es dann auf einmal….seufz…

Ich muss echt sagen, das Verreisen OHNE Auto – in diesem Falle mit Bahn und Flugzeug stresst mich kolossal…ich habe immer die Befürchtung, das es nicht klappt, die Bahn nicht weiter fährt (hab ich schon mal in Frankfurt erlebt)….das der Bus nicht kommt usw….

Natürlich habe ich eine ganze Stunde „Pufferzeit“ mit eingebaut und war um 7:15 Uhr schon durch den Sicherheitcheck durch….bleiben jetzt noch 2,5 Stunden zum überbrücken.

Aber kein Problem, bin durch die Shopping Meile gelaufen…hab noch ein Buch gekauft und ein kleines Frühstück dazu…

Das war dann auch der 1. Kaffee an diesem Morgen

Reisen ist nicht meine Stärke…und schon gar nicht, wenn ich nichts auf dem Weg dorthin beeinflussen kann.

Ich wünsche Euch Allen 

ein schönes Wochenende

Wenn ich koche, dann geht es mir gut…

An vielen Tagen in den letzten Wochen stehe ich wieder lange in der Küche und geniesse es Gemüse zu putzen und leckere Sachen zu kochen. Es ist Herbst und ich habe Lust auf herbstliche Gerichte…an manchen Tagen mache ich viele Dinge gleichzeitig oder direkt nacheinander….

…leider sind meine Einfriermöglichen jetzt fast am Limit. Nach der Überschwemmung des Kellers im letzten Jahr, hatte ich mir ja nur noch einen 1/2-hohen Ersatz besorgt. Es hatte mich sehr geschmerzt aus dem großen Geschrierschrank fast 3/4 meiner gekochten Gerichte wegwerfen zu müssen.

Immerhin lebe ich alleine. Da sollten meine Beiden jetzigen Einfriermöglichkeiten (ich habe ja, neben dem 1/2-hochen Gefrierschrank im Keller noch eine Kühl-Gefrierkombi in der Küche) doch eigentlich ausreichen.

Donnerstag war ich im Hasenmoor, um die bestellte Flugente (2,2 kg) abzuholen und natürlich fanden auch noch Rosenkohl am Strunk und 2 mittlere Rotkohlköpfe ihren Weg zu mir.

Gestern nun habe ich die Flugente zubereitet und sie war : mega LECKER…davon werde ich noch ein paar Tage essen, bzw. die Entenbrüste habe ich …na? Eingefroren. Und auch von der Soße gab es 3 Portionen zum Einfrieren.

Dazu gab es Rotkohl…allerdings den, den ich noch im Kühler hatte, vom letzten Winter. Den frischen Rotkohl habe ich ich erst danach gekocht…das waren knappe 2kg…verteilt auf 4 Einfrierdosen.

Blumenkohlfrikadellen mache ich im Moment wöchentlich…. Bis in den November hinein gibt es frischen Blumenkohl aus Deutschland. Die Preise sind günstig und die Kohlköpfe groß…also bin ich in die „Produktion“ meiner vegetarischen Frikadellen eingestiegen…und friere diese regelmässig nach dem Backen in der Heißluftfritteuse ein. Bei Bedarf nur noch gefroren für ca. 8 Minuten aufbacken und fertig. Dieses Mal waren es 28 Blumenkohltaler . Jeweils 5-6 davon sind bei mir eine Portion.

Ich habe vor 14 Tagen ca. 3 Liter-Gemüsebrühe gekocht und diese in kleinen Gefrierdosen von 75ml – 250ml abgefüllt und eingefroren (ich benutze weder gekaufte Würz-Paste, noch Brühwürfel oder Pulver.) Dann habe ich Rinderbrühe gekocht, das waren dann ca 1,5 Liter konzentrierter Geschmack aus Markknochen und Gemüse. Bei beiden Brühen püriere ich das Ergebnis und fülle sie in kleine Gefrierdosen.

Am gleichen Tag habe ich aus selbstgemachten frischem Pasta-Teig ein Lasagne gemacht…mit einer Pilz-Gemüsefüllung, abgebunden mit Mehl und Milch, dazu Tomatensoße und Käse…ich liebe meine vegetarische Lasagne und habe davon 5 Portionen eingefroren.

Am nächsten Tag habe ich mal wieder 2 Bleche Pizza gemacht, schön dünn ausgerollt- die wird wunderbar knusprig…und auch davon habe ich 6 Portionen eingefroren. Meine eigene „Fertig-Pizza“ – bei akutem Hunger oder Kochunlust: Bedeutet nur 15 Minuten in der Heißluftfritteuse aufbacken und frische Pizza steht auf dem Tisch.

Letztes Wochenende stellte ich fest, das meine Kartoffel-Vorräte verbraucht werden müssen…also habe ich eine Kartoffelsuppe gekocht..gut das ich immer Möhren, Sellerie und Porree im Kühlschrank habe…da es festkochende Kartoffeln waren, habe ich einen Teil der Suppe am Ende püriert, damit das Ergebnis schön sämig ist…..auch hier fanden 4 Portionen ihren Weg in den Gefrierschrank und weil ich gerade dabei war, gab es aus ein paar Resten noch eine Blumenkohlsuppe.

Nun muss ich mich in der nächsten Zeit beim Kochen etwas mehr disziplinieren, d.h. ich muss auf die Mengen achten….aber ein paar selbstgebackene Waffeln und Apfelkuchen vom Blech, die passen noch rein….grins.

Ich liebe den Herbst und die Gerichte des Herbstes….warmer Apfel- oder Pflaumenkuchen, deftige Suppen, Eintöpfe aller Art, Aufläufe mit Käse überbacken….und da die meisten meiner Gerichte viel Gemüse beinhalten, stehe ich in der Küche und putze, schäle, schneide Gemüse wie am Fließband…das macht mir Spaß, ist meine Art von runterkommen….und am Ende ist Ergebnis meistens lecker.

Wenn ich kochen kann, dann geht es mir gut…es erdet mich, bringt mich zur Ruhe und am Ende gibt es noch etwas Leckeres zum Essen. Essen ist Genuss.

Kapriolen mit Koffein und Endorphinen

Seit einiger Zeit darf bei uns jeder Standort in Deutschland einmal im Monat ein allgemeines Frühstück für alle Mitarbeiter, auf Firmenkosten, ausrichten. Es geht um ein zwangloses Miteinander für 1-1,5 Stunden.

Dabei gibt es nichts Überkandideltes…wir sitzen im großen Meetingraum und auf den Tischen stehen jede Menge Brötchen, Butter, Wurst , Käse, Marmeladen, Honig, Nutella, andere Aufstriche und für all das natürlich auch vegane Alternativen, sowie frische Tomaten, Gurken usw….dazu ein paar Säfte, Tee und natürlich Kaffee in großen Mengen. Dann sitzen wir alle an dem großen Meeting-Tisch, schneiden Brötchen auf, belegen diese und unterhalten uns quer Beet.

Wir versuchen dabei, uns immer so neben Kollegen zu setzen, das es eine gute Durchmischung gibt und man dann mit den Kollegen sprechen kann, mit denen man im normalen Berufsalltag nicht viel oder gar nichts zu tun hat. Früher haben dazu unsere Mittagspausen gedient…aber bei so vielen Mitarbeitern bekommt man nicht mehr alle unter einen Hut. Auf ein Firmenfrühstück können wir uns alle einigen.

Diesen Mittwoch war es mal wieder soweit und was mich echt schockiert hat: der Meeting-Raum platzte dabei aus allen Nähten…jaaa man merkt wir werden mehr und mehr im Hamburger Büro..und von denen waren fast alle auch Anwesend.

Ich trinke ja seit fast 1,5 Jahren fast ausschließlich koffeinfreien Kaffee…ins Büro bringe ich meinen Kaffee in Thermobechern mit. Aber bei unserem Frühstück habe ich mich mal wieder für die koffeinhaltige Variante entschieden.

Bei den Gelegenheiten wo ich die Voll-Variante getrunken hatte, spürte ich die Wirkung des Koffeins sehr deutlich und ich verstehe wieder, warum dieser Stoff als Wachmacher gilt.

Wenn man ihn jedoch über Jahre sehr regelmäßig trinkt, spürt man die Wirkung nicht mehr bewusst (man nennt das auch: eine Toleranz entwickeln). Erst wenn man sich davon entwöhnt, erkennt man, das da tatsächlich eine Wirkung war….Jaaa bei der Entwöhnung habe ich es dann auch wieder gemerkt….hahaha die hat ein paar Tage gedauert.

Und auch dieses Mal habe die Auswirkungen der 2 Tassen Kaffee auch noch Stunden später gespürt. Ich war auf eine (inzwischen) unnatürliche Weise wach…leicht aufgekratzt…aber es war dazu sowieso ein extrem kommunikativer Tag:

Erst das Kollegen-Frühstück, dann 2,5 Stunden unser wöchentliches Jour Fixe mit unserem Chef, dann noch berufliche Klärfälle mit Kollegen und ein sehr langes Telefonat mit dem externen Investor. Ich habe zu einigen Problemfällen Stellung beziehen müssen, Daten zusammen gestellt, Begründungen ausformuliert …gefühlt habe ich an dem Tag kaum ruhig am PC gesessen. Ich glaube sogar, der Kaffee hat es mir wahrscheinlich auch etwas leichter gemacht, diese Sabbel-Termine zu überstehen.

Normalerweise wäre ich nach so viel Kommunikation dann am Abend erschöpft in mich zusammengesunken und hätte die Couch nicht mehr verlassen….aber der ungewohnte Koffein-Kick und ein paar Endorphine dazu (Es gab ein paar Gute Nachrichten zu meinen Problemfällen) ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen….ich war immer noch aufgekratzt und sprühte vor Energie.

Ja ich weiß, das Koffein kann es am Abend schon nicht mehr gewesen sein: das baut sich nach 4-6 Stunden wieder ab….wahrscheinlicher ist eher, das die Endorphine erst nach dem Koffein den Booster gezündet haben…ich musste also dringend Energien abbauen.

Bei meiner üblichen Walkingrunde war ich so schnell wie nie und am Abend gab es noch einen Wäsche-Marathon, Treppauf-Treppab zum Wäschekeller, zum Keller und zurück und dann stand ich auch noch lange am Herd und und und….Die Nacht war kurz und mein Ruhepuls immer noch viel zu hoch.

Der Donnerstag fing auch super an…und meine Energie reichte genau bis zur Mittagspause….nach dem leichten Essen (im Büro)…konnte ich spüren, wie die Energie meinen Körper verließ wie die Luft aus einem undichten Luftballon.

JETZT fiel ich zusammen….ich war auf einmal unglaublich müde und kraftlos. Ich wollte nur noch  nach Hause.

Ich habe auch nur kurz überlegt, mich dann aber entschlossen den Arbeitszeit an dieser Stelle tatsächlich zu beenden…ich wollte auf meine Couch und schlafen.

Das war eine gute Entscheidung….und beim nächsten Mal versuche ich 1.) nicht mehr als 1 Tasse Kaffee mit Koffein zu mir zu nehmen und 2.) nicht alle Probleme in meinem Beruf an einem Tag lösen zu wollen

Mein Ruhepuls ist zwar inzwischen wieder gesunken, aber immer noch 2-3 Schläge höher als gewöhnlich…das dauert wieder ein paar Tage bis sich alles normalisiert hat.

Abschluss des Besuchs

Am Morgen nach dem Orgelkonzert in der Elphi, haben wir ausgiebig bei mir zuhause gefrühstückt. Eigentlich wollten mich Schwester+Schwager zum Brunchen einladen, das hatte aber dann nicht geklappt. Es war ja kein Sonntag , sondern Feiertag.

So hatte ich angeboten wir Essen bei mir und natürlich bog sich der Tisch quasi, ich hatte wieder viel zu viel gekauft. Aber wir haben schwesterlich geteilt – die Beiden haben dann später einen Teil mit nach Hause genommen. Also verschwendet war das nicht.

Um den Besuch von Schwester+Schwager abzurunden, sind wir noch ins Himmelmoor gefahren…es war ja der 3.Oktober – also Feiertag.

Die Runde durch das Moor bei klarem Wetter, ist immer schön und auch dieses Mal fanden wir es wieder sehr entspannend. Auch wenn es nicht so ruhig war, wie sonst, wenn ich hier meine Runde drehe….es war aber auch schon später Vormittag. Ich gehe hier sonst am Wochenende eher früh morgens walken.

Es war schon Mittag, als die Beiden dann wieder nach Hause fuhren. Der Besuch der Beiden war sehr schön und gar nicht so anstrengend, wie sonst schon mal.

Trotzdem fühlte ich mich den Rest des Tages ausgelaugt und krank. Im Hals kratzte es, die Glieder waren schwer, ich war unglaublich müde und fühlte mich ausgelaugt. Natürlich lag es zum Teil auch an dem beruflichen Stress der letzten Tage.

Den Rest des Tages verbrachte ich gemütlich auf der Couch unter einer Wolldecke und habe nichts gemacht…also gar nichts – also – außer mir Milchreis mit Zimt/Zucker und einen heißen Tee nach dem anderen zu kochen hahaha.

Am Abend fühlte ich mich dann zumindest körperlich wieder fit.

und noch ein Ausflug: Lübeck

Donnerstag war mein letzter Urlaubstag und eigentlich verbringe ich den letzten Tag gerne zuhause…da ich mich aber die beiden Tage zuvor halbwegs aus dem Verkehr gezogen habe (ich hatte heftigen Schnupfen- aber auch nur den), wollte ich diesen Tag dann doch noch für einen Tagesauflug nutzen.

Der letzte Besuch in Lübeck, mit den Rentnern aus Hessen, ist auch schon wieder mehr als 1 Jahr her und ich hatte da die Idee, einmal rund um den Innenstadtkern von Lübeck, direkt an der Trave entlang zu laufen und nicht durch die volle Innenstadt mit Holstentor und Niederegger-Marzipan-Cafè.

Das war also der Plan. Ich hatte mir über Maps einen Parkplatz auf der anderen Seite der Stadt ausgesucht und bin vom Burgtor aus gestartet..

Die meiste Zeit ging es immer direkt an der Trave entlang…mal auf der einen Seite , mal auf der anderen Seite des Flusses, und nur ein paar Abschnitte musste ich an der Straße entlang gehen, bis es wieder einen Weg am Wasser entlang gab.

Natürlich bin ich auch am Holstentor entlang gelaufen, mit all den Menschenmassen, die gerade auf dem Weg in die Innenstadt waren. Aber das war die Ausnahme. Auf dem Rest der Strecke waren kaum Touristen unterwegs…das waren schöne Wege abseits der Massen.

Durch meinen schnellen Schritt, brauchte ich nur etwas mehr als 1 Stunde bis ich weider am Ausgangspunkt ankam. Also bin ich jetzt doch durch das Burgtor in Richtung Innenstadt gelaufen. Trotz des relativ schlechten Wetters waren Horden von Menschen in der Stadt unterwegs…

…aber ich wollte noch in das kleine vietnamesische Restaurant, wo es so leckeres Essen gibt. Es war noch früher Mittag und zum Glück auch noch relativ leer in dem Restaurant. Einen Tisch hatte ich nicht vorbestellt. Als ich schon fast mit meinem Essen fertig war, füllten sich die Tische sehr schnell. Ich hatte genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst.

Anschließend bin ich noch durch Nebenstraßen und Gassen geschlendert, habe mir noch ein Eis gegönnt um dann langsam Richtung Parkplatz zurück zu meinem Auto zu kommen.

Das war ein relativ kurzer Ausflug, aber auch heute waren es wieder mehr als 7km die ich gelaufen bin.. Am späten Nachmittag war ich dann wieder zuhause …Am nächsten Tag musste ich ja schon wieder arbeiten.