Sommer: Urlaubs-Vorplanung

Soooo …. mein Sommerurlaub startet ja schon in ein paar Tagen….bis auf das verlängerte Spa-Wochenende mit meiner Schwester so mittendrin im Urlaub, hab ich noch nichts weiter geplant gehabt.

Jaaa – war irgendwie blöd gelaufen, das das Wellness-Wochenende jetzt in meinen Urlaub fällt..beim mehrmaligen Verlegen des Sommerurlaubs anhand unseres Firmenkalenders, hab ich das irgendwie nicht richtig gesehen….macht aber auch nichts…fahre ja selten eine ganze Woche oder mehr weg.

Am Mittwoch muss mein Wagen noch zur 30.000km-Inspektion und am Donnerstag hab ich dann Urlaub…in den letzten Tagen hatte ich mehrere Reiseziele ins Auge genommen…und wieder verworfen.

Meinen ursprünglichen Plan mit dem Auto nach Kopenhagen und von dort rüber nach Schweden: also das geht nur mit mindestens 1 Woche Urlaub…kommt jetzt also nicht in Frage und ist mir aktuell auch einfach zu teuer. Der Wellness-Kurzurlaub im 5 Sterne-Hotel mit Spa-Anwendungen für Zwei wird schon echt ein teures Vergnügen….aber darauf freue ich mich total.

Hmmm okay, also nach London will ich schon seit Jahren mal wieder…aber bei den aktuellen Flugpreisen bin ich gleich mal zurück gezuckt…okay, ich bin ja ein Verfechter das Fliegen eben auch angemessen teuer sein sollte, halte von diesen Billig-Anbietern wie Ryanair gar nichts..die sparen auf Kosten ihrer Mitarbeiter, das ist die reinste Ausbeuterei.

Geflogen bin ich überhaupt das letzte Mal vor ca. 10 Jahren nach Wien….und bei den Preisen die aktuell zwischen Hamburg und London aufgerufen werden, bleibt es auch erst einmal bei dieser Erinnerung an eine Flugreise.

Ich nehme also das Auto und mein Fahrrad kommt mit….2-3 Tage aber wohin? ….Lüneburger Heide geht ja immer…oder doch an die Küste. Es ist Hochsommer und alles ist überall so richtig voll und vieles fast ausgebucht.

Und dann kam heute Morgen beim Kaffee auf dem Balkon der Gedanke wieder….ich hab noch nie eine Wattwanderung gemacht…noch nie… also doch Küste…und der nächste Gedanke war: in das Auswanderer-Museum Bremerhaven wollte ich ja schon seit längerem mal.

Bei der Suche nach einer Unterkunft hab ich nach einem fast-Drama mit dem Wellness-Urlaub, die Plattform „Booking.com“ gemieden und lieber direkt über das Touristik-Büro der Region gesucht….und dann auch für zwei Nächte ein Ferienzimmer gefunden und auch gleich gebucht.

Funfakt: Interessanterweise ist der Gesamtpreis für 2 Übernachtungen geringer, als wenn ich irgendwo nur für 1 Nacht gebucht hätte…das muss ich mir merken, da ich öfter eine Übernachtung suche und die Kosten dann oft als überteuert empfinde….Also einfach mal nach 2 Übernachtungen suchen, mit etwas Glück weniger bezahlen und dann doch nur eine Nacht bleiben.

Und gerade bekomme ich auch schon die Bestätigung für die Wattwanderungen….eine Abends am Ankunftstag und eine Andere am Abreisetag morgens …das passt ja prima…und in dem Tag dazwischen gehe ich ins Auswanderer-Museum und evlt. noch Schwimmen oder leihe mir ein Kajak aus.

Sooo – also mein Urlaub ist jetzt fixiert und kann kommen…ich bin bereit!!!…um nicht zu sagen, ich kann es kaum noch erwarten endlich mal wieder zwei Wochen Urlaub am Stück zu haben….

kleine Radtour – die andere Seite

Die nächte Radtour in dieser Woche, führte mich am Abend auf die gegenüberliegende Seite meines kleinen noddeutschen Wohnortes, in dem ich jetzt schon fast 1 Jahr lebe.

Auf diese andere Seite hat es mich, aufgrund meines regulären Walking-Radius von 5-6km (hin-und zurück), bisher nicht verschlagen.

Jetzt aber, mit dem Rad, entdecke ich auf dieser Seite ebenso tolle, verschlungene und versteckte kleine Wege, vor der Sonne geschützt durch Bäume…teilweile neu angelegte Wege durch oder an Wohnsiedlungen vorbei….kleine Waldstücke….

….und ich hab ein sehr einladend gemütlich wirkendes italienisches Restaurant gefunden…im Internet hat es sehr gute Bewertungen…das werde ich bald einmal ausprobieren….

Ansonsten hat mir die Fahrt einfach gut getan nach all der Hitze in dieser Woche…und mit knappen 18,5 km war das eine tolle kleine Abend-Tour….

Radfahren macht mir wieder richtig Freude – ich weiß gar nicht, warum ich in diesem Jahr erst so spät damit gestartet bin….na egal….Hauptsache ich bin jetzt wieder im Sattel….

Gestrandet in Bad Bramstedt

Nach einem echt merkwürdigen und heißen Arbeitstag im Büro, hab ich weit nach Feierabend mein Fahrrad geschnappt…Bewegen wollte ich mich – einfach den Stress wegstrampeln. Es war nach 19 Uhr, als die ganz große Hitze schon wieder vorbei war, aber mit 29 Grad war es, für meinen Geschmack, immer noch viel zu heiß und sonnig.

Sonnenhut auf, Sonnencreme an den notwendigen Stellen verteilt, die Wasserflasche gefüllt, Geld und Handy, Luftpumpe alles in einen meiner kleineren Rucksäcke gepackt…den hatte ich schon länger nicht genutzt…mein Notfallpack mit allerlei Kram (Pflaster, Masken, Schmerzgel und kleines Verbandszeug usw.) hatte ich aber noch im großen Rucksack…. oooch nö, nicht notwendig, ich will ja nicht querfeld-ein fahren und soo lange bin ich ja nicht weg.

Dann ging es locker durch die Hitze….auf schönen kleinen Wegen, vereinzelt durch Waldstücke, Schlenker hier und Schlenker da…. immer in der Nähe und manchmal auch direkt entlang der B4 in Richtung Bad Bramstedt. Der Radweg hier lässt sich gut fahren…und es waren auch nicht so viele Autos auf der Bundesstraße.

So langsam reifte der Plan: ich fahre auf jeden Fall bis Bad Bramstedt…das sind ja auf dem direkten Weg nur ca. 23km..und zurück nehme ich dann locker die Bahn (das 9EUR-Ticket für August hab ich ja schon).

Aus den direkten 23km wurden es dann mit allen Schlenkern und kleinen Stopps zum Wassertrinken 32km und es war kurz vor 21 Uhr…Ganz passend kam auch gerade die Privatbahn….also stand ich vor der Bahn und wollte einsteigen….

…..Maske?….Maske!- ich brauche eine Maske!…Himmel – daran hatte ich ja gar nicht gedacht. Hektisch hab ich den kleinen Rucksack durchsucht…keine Masken….hätte ich doch bloß mein Notfall-Pack eingesteckt …grummel….

Wo bekomme ich hier bloß nach 21 Uhr noch eine Maske her?….Tankstelle….an der Tankstelle war ein junger sehr zuvorkommender Mann, der sogar noch seinen Chef angerufen hat, aber sie hatten keine…nicht mal für sich selbst ….aber eine Zigarette könnte er mir anbieten….Echt nett – aber ich rauche nicht – danke schön…. Hab noch eine Flasche Wasser gekauft und bin dann weiter gezogen….

Dann sah ich schon die nächste Tankstelle in einiger Entfernung und als ich näher kam, sah ich ein Schild eines Supermarktes der bis 22 Uhr geöffnet hat…also rein in den Laden – jawohl Masken waren noch genügend da..

Inzwischen war es schon kurz vor 21.30 und in der Hoffnung, das die nächste Bahn bestimmt gleich kommt, ging es zügig zurück zum Bahnhof. Doch die Nächste fuhr erst um 21.58 Uhr….na gut – dann warte ich eben.

Hab mich in der Nähe auf eine Bank gesetzt…Hier saß ich nun gestrandet in Bad Bramstedt, mir wurde es mit dem ärmellosen Top langsam kühl, ich war verschwitzt und es fing an sich unangenehm anzufühlen….die Sonne war unter gegangen…und so langsam wollte ich einfach nach Hause.

Aber es war angenehm ruhig, ich hatte etwas zu trinken und die Bahn kam dann auch mit ein paar Minuten Verspätung. Die Fahrt dauerte erstaunlich lange…ich wusste nicht, das es sooo viele Haltestellen auf diesem Stück gibt.

Letztlich war ich um kurz vor 23 Uhr zuhause und hab erst einmal Schweiß, Staub und den Stress des Tages abgewaschen….und bin anschließend zufrieden ins Bett gefallen.


In der Bahn sassen übrigens sehr viele Menschen komplett ohne Maske…oder wenn mit, dann aber nicht richtig….Aber nein, soetwas ist keine Option für mich….Kontrolliert hat aber auch Niemand….

Wieder im Kajak…

…wenn auch nicht vom Verein aus, sondern von einem der Kanu-Verleihstationen auf dem Alsterkanal in Eppendorf.

Die Sonne wollte ja nicht scheinen und so hoffte ich auf eine ruhige Mittagszeit bei der Bootsvermietung, wo ich im letzten Jahr öfter war…aber das einzig vorhandene Einer-Kajak war bereits anderweitig auf dem Wasser….schade.

Aber ein paar Hundert Meter weiter, gibt es ja noch einen weiteren Bootsverleih und die hatten noch eines für mich….Es ging schnell und unkompliziert und nach 3 Minuten saß ich im Kajak und konnte paddeln. Die Luft auf dem Wasser war schon leicht schwül und dann traute sich doch noch die Sonne hervor….

….und auf einmal waren unglaublich viele Standup-Paddler, Tretboot- und Kanufahrer unterwegs…aber die Alsterkanäle sind groß und bieten viele Abzweigungen, so das ich mich trotzdem frei und ungebunden fühlte…in den kleineren Kanälchen war ich oft ganz alleine….

Der Kajak-Kurs hat echt ne Menge gebracht, denn es fiel mir sehr leicht geradeaus zu paddeln, zu stoppen oder auszuweichen…alles easy….hahahahaa und ich war echt zügig unterwegs…im Gegensatz zum letzten Jahr.

Nur nass bin ich immer wieder geworden…vom eigenen Paddel….nicht beim Eintauchen des Paddel, sondern von der entgegengesetzten Seite…wenn die andere Seite des Paddels in der Luft schwebte tropfte es immer wieder auf Kopf und Rücken….hmmm okay, das Paddel hier ist viel kürzer..deshalb werde ich wohl nass.

Die Tropfen auf dem Kopf und dem Körper waren aber auch angenehm…..mit der Sonne wurde es wärmer und auch schwüler.

Aber DAS hier…das mag ich…..auf den Kanälen unterwegs zu sein….hier darf ich einfach alleine los…brauche keine Gruppe…und hab trotzdem immer wieder kurze nette Kontakte zu den Menschen drumherum. Kann fahren wohin ich will, immer wieder abbiegen oder auch umkehren….Hauptsache ich finde den Weg zurück zur Verleihstation (Google Maps ist auch hier eine große Hilfe und erweitert einfach meinen Aktionsradius).

…. und auf den Alsterkanälen gibt es so viel zu sehen, schicke Häuser und Gärten, Anlegestege zu Privathäusern mit netten Ruheplätzen…. nette Menschen die einem zuwinken, Grünanlagen, viele Bäume und vor allem Trauerweiden, die ihre Zweige bis zum Wasser senken. Immer wieder fuhr ich unter Brücken entlang…steifte das Grün der Seerosen….wich Enten aus und wurde sogar von einem Schwan gewarnt nicht näher zu kommen. wie friedlich das ist….unaufgeregt sportlich, ohne Wettkampf-Modus gegen Wellen ankämpfen zu müssen..

Ich hatte meinen Fitness-Tracker aktiviert und eine „Wanderung“ aufgezeichnet….außer Schwimmen kann ich bei dem Tracker keine Wassersport-Aktivitäten einstellen….aber mit der Wanderung ging es auch….so weiß ich zumindest, das ich mehr als 7km in 1,5 Stunden gepaddelt bin. Damit bin ich absolut zufrieden…denn am Ende meiner Tour war ich nicht ausgelaugt oder kaputt.

Wunderbar diese Freiheit auf dem Wasser….ja klar, man nimmt Rücksicht auf andere….und es gibt ein paar kleinere Wellen, wenn die Ausflugsboote auf dem Kanal an einem vorbei fahren…aber das ist kaum der Rede wert.

Auf der Elbe geht es immer „nur“ linksherum oder rechtsherum am Strand entlang, .und man muss wesentlich mehr Aufpassen wegen Strömung, Unterströmung, Gezeitenwechsel, Schifffahrts-Fahrrinne, großen Schiffen und Wellengang.

So langsam glaube ich, die Alsterkanäle bringen mir langfristig mehr Unabhängkigkeit und mehr Möglichkeiten…

Pyrolyse – sauber ohne Schrubben

Von manchem „neu-modischen Zeugs“ halte ich ja nicht so viel…dazu gehört auch die Selbstreinigung eines Backofens. Ich hab so etwas noch bei keinem Backofen gehabt, ich hab es daher auch noch nie gemacht, aber eine Meinung hatte ich schon dazu ….unnötig und da ich es mir nicht vorstellen konnte, das es funktioniert fand ich es auch überflüssig.

Nun hab ich aber einen knapp 1 Jahr alten hypermodernen Siemens Backofen mit modernster Selbstreinigung. Ach Quatsch…..das brauch ich nicht.

Als ich jedoch nach den letzten ausgiebigen Kochaktionen mit offenem Bräter und Hähnchen auf dem Rost, den nicht gerade wenig verschmutzen Backofen gesehen habe, wollte ich es wenigstens einmal ausprobiert haben….denn so wirklich Lust zu einer intensiven Schrubb-Aktion hatte ich nicht.

Normalerweise vermeide ich solch überflüssige Energieverschwendung….aber so richtig mit reden, kann man ja eigentlich erst, wenn man es auch selber mal gemacht hat. Na gut – damit konnte ich es vor mir selber rechtfertigen…obwohl es natürlich eher Faulheit war.

Das Metallgestell musste ich aus dem Backofen entfernen und händisch schrubben…..dann hab ich die mittlere von 3 Reinigungsstufen gestartet….1,5 Stunden dauerte es und die kleine Küche hat sich dabei stark aufgeheizt und lag am Ende bei 31 Grad…. Himmel…ob das tatsächlich klappen wird?

Der Backofen hat sich inzwischen ausgeschaltet und kühlt wieder ab, die automatische Backofen-Verriegelung hat sich gelöst, so das ich mir das Ergebnis nun anschauen kann….und ich bin sprachlos:

Alle Verschmutzungen sind tatsächlich fort….ein paar weiße kleine Fleckchen sind übrig, die man ganz leicht auswischen kann.

Diese Technik nennt sich Pyrolyse:

Als Pyrolyse bezeichnet man eine thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen, für die sehr hohe Temperaturen notwendig sind. 

kueche.de/kuechenwissen/elektrogeraete/backofen/pyrolyse

Das heißt die Fettspritzer im Backofen werden durch die sehr hohen Temperaturen einfach verbrannt und zurück bleibt nur etwas Asche…Das Gute ist, die Pyrolyse kommt ganz ohne chemische Reinigungsmittel aus.

Okay, also das Ergebnis hat mich echt überzeugt und bei stärkerer Verschmutzung des gesamten Backofens werde ich es auch wieder nutzen, Vielleicht so 2-3x im Jahr. Bei kleinen Verschmutzungen mache ich es, wie bisher, von Hand…. ich glaube das ist ein guter Kompromiss….denn diese thermische Methode spart wirklich den Frust beim Backofen-schubben und DAS ist nun wirklich ein enormer Vorteil.

Countdown zum Urlaub

Countdown  zum Urlaub

Trotz des aufregenden Wochenendes und dem zeitweiligen Foto-Drama ,blieb ich insgesamt entspannt und hab mich frisch und erholt gefühlt…nicht wie sonst so oft, wenn ich nach so einem Besuch kraftlos zurück blieb.

Auch die gesamte Woche hab ich es geschafft mich körperlich wohl und kraftvoll zu fühlen. Hab jeden Tag Morgens oder Abends meine Walkingrunden gemacht oder bin mit dem Rad unterwegs gewesen…hab mich also viel bewegt, was mir ja immer große Zufriedenheit bringt…hab die meisten Nächte super geschlafen und mich dabei gut regeneriert. Ich fühle mich körperlich fit und innerlich gut entspannt.

Aber ich merke auch, das ich langsam urlaubsreif bin….und gerne mal 14Tage ohne Arbeit benötige…aber der Countdown läuft ja schon….noch 11 Tage, dann hab ich endlich Urlaub.

update:

Ich habe inzwischen für unseren 3-Tage -Wellness-Urlaub im 5-Sterne-Hotel an der Ostsee ein paar Spa-Anwendungen vorgebucht…allerdings konnten die mir noch keine fixen Termine geben, genausowenig wann die Aquafit-Kurse usw. anfangen …Das ist etwas unbefriedigend, weil wir einerseits zwar vorher buchen sollen, aber anderseits gar nicht planen können, weil wir nur den Tag, nicht aber die Uhrzeit wissen. Aber vielleicht gehe ich da einfach zu klar strukturiert ran…wäre aber schon blöd wenn das, was wir eigentlich machen wollen dann parallel statt findet.

Aber erst einmal haben wir jetzt 3 verschiedene Anwendungen….alles weitere wird sich finden….

Hamburg – Treppenviertel – 3.Teil

Nach dem ereignisreichen Tag hab ich super geschlafen….im Wohnzimmer auf meiner Couch. Da wir ja alle 3 Frühaufsteher sind, bin ich Sonntagmorgen bereits um kurz nach 6 Uhr aufgestanden, hab aus dem Dinkel-Roggenvollkorn-Teig ein kleines Brot gebacken (das dauert nur etwas mehr als 1/2 Stunde), die restlichen Burger-Buns von gestern mit aufgebacken, Eier, Kaffe und Tee gekocht, hab den Orangensaft, Quark, Marmelade, Honig, Wurst, Käse, Räucherlachs und Nordseekrabben adrett angerichtet und den Tisch gedeckt…während Schwester+Schwager sich im Bad fertig machten.

Angenehm für mich war, Beide waren noch relativ still..normalerweise sprudeln die Worte nur so heraus….aber inzwischen sehen wir uns scheinbar oft genug (momentan alle 2 Wochen)….und so war es bis zum Treffen am Frühstückstisch angenehm ruhig.

Das Wetter sollte besser werden, als am Vortag….und für den heutigen Tag hatten wir eine weitere touristische Attraktion geplant: Das Treppenviertel von Hamburg.

Mit dem Auto ging es nach Blankenese und von dort aus kreuz und quer durch die schmalen Gassen und Wege, treppauf und treppab gelaufen. Die Sonne schien, der Himmel war blau und immer wieder gab es wunderbare Ausblicke auf die Elbe,.

Wir hatten keinen Plan wo und wie wir laufen wollten….und haben bei jeder Möglichkeit abzubiegen, neu entschieden…bei einer Abzweigung saß ein älterer Herr vor seinem Haus und fragte uns, wo wir denn hin wollen…ohh wir haben kein direktes Ziel…wollen uns das Viertel anschauen. Da holte er aus dem Haus einen DIN A4-Bogen mit einer Skizze des Treppenviertels und malte einen Weg auf, der die schönsten Wege des Treppenviertels beinhaltete, bevor es zum Elbufer runter ging.

Das fanden wir super nett, haben uns vielmals bedankt und ihm noch einen schönen Sonntag gewünscht. Wir haben uns dann aber nicht genau an den Plan gehalten…so eine große Tour wollten wir dann doch nicht machen..aber ich werde den Weg ein anderes Mal anhand des Planes erkunden.

Irgendwann waren wir dann am Elbufer und sind dort entlang, Richtung Stadt gelaufen.

..leider gab es auf dem Weg kein Cafe das geöffnet hatte…also ging es über den Elbhöhen-Weg wieder zurück in Richtung Blankenese.

Mein Fuß machte Probleme, die Hüfte des Schwagers machte Probleme und auch meine Schwester fühlte sich irgendwann nicht mehr so gut….es wurde also Zeit für eine Pause.

Die gab es dann in einem italienischen Eiscafe in Blankenese bei Spaghetti-Eis und Kaffee – immerhin war schon Mittagszeit.

Hier im Eiscafe war der allgemeine Personalmangel deutlich sichtbar. Obwohl es einen großen Außenbereich und einen großen Innenbereich gibt, waren nur 3 Personen hinter der Theke und blieben auch dort. Bestellt wurde an der Theke, dort musste man auch warten bis alles fertig war, es wurde dort sofort bezahlt, Eis und Getränke entgegen genommen und dann ging es zurück an den Tisch. Fort ist die schöne Gemütlichkeit sich zu setzen und die Bedienung kommt an den Tisch. Aber okay – das ist jammern auf hohem Niveau. Die Alternative wäre ja das der Außenbereich geschlossen wird oder das die Eisdiele aufgibt…das wäre für alle wesentlich schlechter.

Mit dem Eis und dem Kaffee am Tisch, konnten wir die Pause dann auch richtig geniessen…es war warm und sonnig, das Eis lecker und dort zu sitzen war gemütlich…und zu unserer Verblüffung war das Auto sogar nur ein paar 100m entfernt. Prima.

Am frühen Nachmittag sind die Beiden dann wieder in Richtung Heimat gefahren und ich hab den Rest des Nachmittags entspannt mit Aufräumen und relaxen verbracht….achja und ein wenig Schlaf hab ich auch noch nachgeholt.

In 2 Wochen treffen wir uns ja schon wieder…beim 3. Anlauf für die Ballonfahrt….

Hamburg – Hafenrundfahrt – 2.Teil

Das richtige Highlight kam dann mit der Hafenrundfahrt bei Sonnenuntergang…Eigentlich sind wir etwas zu früh losschippert….aber zum Glück hatten wir eine Kapitänin der es auf ganz unkomplizierte und natürliche Weise gelang, ihre Fahrtgäste zu unterhalten….und sie meinte auch, die Tour wird etwas länger gehen, da wir ja bereits noch im Hellen gestartet sind…so das wir auch wirklich vom Schiff aus, Hamburg bei Nacht sehen konnten.

Diese Tour war von Anfang bis Ende einfach genial….und das, obwohl wir kurz vor Ende der Tour auch noch havariert sind….die Barkasse musste in der Speicherstadt wegen Motorschaden anlegen und sollte dann abgeschleppt werden. Aber auch dieses unvorhergesehene Ereignis hat die Kapitänin locker und souverän kommuniziert und es verstanden es mit Humor rüber zu bringen. Es war nicht eine Minute langweilig und es kam auch keine Unsicherheit oder Unwohlsein wegen des Motorschadens auf.

Das war die schönste Tour auf einem Schiff, die ich jemals gemacht habe…den Hamburger Hafen bei untergehender Sonne vom Wasser aus zu erleben, diesen riesigen Pötten im Containerhafen so nah zu sein, die Atmosphäre und den Fahrtwind (kalt – bis sehr kalt) zu spüren, all diese locker formulierten Infos zu bekommen….wir sind immer wieder aufgestanden und ans Heck gegangen um Fotos zu machen…die Köhlbrandbrücke, den Containerhafen, den Michel, die Speicherstadt, die Elbphilharmonie…

Ich bin immer wieder fasziniert was für eine tolle Stadt Hamburg ist…und lerne diese Stadt meiner Geburt und meiner Familie, erst jetzt nach und nach richtig kennen.

Unsere Rundfahrt endete, wie bereits beschrieben, in der Speicherstadt….Zurück ging es dann mit der Bahn zum Heiligengeistfeld….auf den Dom.

Die gebrannten Mandeln waren schnell gekauft und schwuuups waren wir auch schon am größten transportablen Riesenrad mit 60 Metern Höhe und mit 7 EUR Eintritt pro Person. Inzwischen war es schon 23 Uhr und die Fahrt ging sogar recht lange…und bot einen schönen Überblick über das gesamte Gelände mit all seinen leuchtenden Fahrtgeschäften und Buden.

Es wurde aber auch immer kälter und zugig war es auch, uns war kalt…der Schwager hatte Schmerzen in seiner Hüfte….jetzt begann der Rückweg zum Auto.

Da wir aber auf der verkehrten Seite das Gelände des Doms verlassen hatten, sind wir erst einige Umwege gelaufen, mussten dann kurz nach Mitternacht auch noch auf die S-Bahn warten und waren froh, als wir endlich im Auto und dann auch zuhause bei mir angekommen waren.

Ohne große Umwege sind wir schlafen gegangen….es war ein toller Tag, lustig, aufgeregend und trotzdem entspannend….

Hamburg – Reeperbahn – 1.Teil

Die Führung über die Reeperbahn sollte um 16.30 Uhr starten.

Den ursprünglichen Plan direkt mit der Bahn bei mir quasi vor der Haustür zu starten, hab ich schnell wieder aufgegeben (die fährt nachts nicht) und auch vom P+R-Parkplatz in Pinneberg (da fährt aktuell ein Schienen-Ersatzverkehr)…also haben wir das Auto genommen und sind, wie wir es schon früher oft gemacht haben, auf den P+R-Parkplatz in Bahrenfeld gefahren….der kostest zwar inzwischen auch 2 EUR, aber das finde ich total okay.

Von dort sind wir dann mit S- und U-Bahn bis zur Reeperbahn gefahren…natürlich waren wir etwas zu früh….aber besser so als andersherum. Bei der Ankunft haben wir auch festgestellt es ist „Sommer-Dom“ also die Kirmes auf dem Heiligengeist-Feld….und mein Schwager äußerte den Wunsch später am Abend noch ein paar gebrannte Mandeln kaufen zu wollen. Die kurze Diskussion ob es dann auch eine Fahrt im Riesenrad (Schwager) oder Kettenkarrusell (Schwester+ich) werden soll…hat letztlich der Schwager gewonnen. Nicht weil seine Stimme mehr zählt….sondern weil meine Schwester sich etwas zu sommerlich angezogen hat, während der Tag beschloss Pause vom Sommer zu machen.

Aber jetzt erst einmal mussten wir unseren Tour-Guide finden. Ich hatte im Internet die Touren bei „Get-your-Guide“ gebucht und mittels der entsprechenden App auf dem Mobiltelefon auch bei mir. Das Wichtigste bei solchen Touren ist es ja, die Treffpunkte auch zu finden und dieser Anbieter macht das wirklich ausgezeichnet…

Letztlich wäre es eine richtig große Gruppe für den Rundgang über die Reeperbahn geworden, wir Drei, eine 6-7 köpfige gemischte Gruppe aus Ba-Wü und eine 12köpfige männliche Gruppe aus Köln. Letztere verspäteten sich und waren bei der Ankunft bereits gut mit Alkohl abgefüllt….ein Junggesellen-Abschied die bereits um 6Uhr Morgens in Köln in den Zug gestiegen sind und seitdem Party machten…

Aber schon nach ganz kurzer Zeit zerfiel die alkoholisierte Gruppe und zerstreute sich ..und am Ende der Tour waren nur noch 3 von denen dabei. Wir waren also ein zusammengewürfelte Gruppe und die war lustig und offen und es hat Spaß gemacht.

Unser Tourguide war bemüht die Infos lustig und spannend zu präsentieren, aber es gelang ihr nicht…manchen Menschen liegt es einfach nicht, andere zu unterhalten…sie war auch mit der Junggesellen-Gruppe leicht überfordert und stellenweise war es unnötig langatmig und langweilig, dafür hat sie aber gegen Ende der Tour wichtige Details einfach weggelassen, z.B. als der Schwager nach dem Star-Club fragte, zeite sie auf das falsche Haus und das es mal eine gutgehende Lidl-Filiale auf der Reeperbahn gab (darüber hab ich mal eine Reportage im Fernsehn gesehen) wusste sie überhaupt nicht.

Trotzdem hatten wir einen lustigen Nachmittag…waren dann aber auch froh, als die Tour nach mehr als 2 Stunden vorbei war. Es gab eine Menge Sex-Geschichten, dafür wurde der „Crime“-Teil schnell runtergespult. Ich würde so eine Tour gerne noch einmal machen….aber dann gerne mit einem anderen Guide…ich glaube einfach, das geht auch viel besser.

Als nächstes sind wir dann zu den Landungsbrücken gefahren…Das anvisierte Restaurant heißt „Captains Dinner“ und liegt direkt auf den Landungsbrücken am Dock 3. Draußen war alles voll besetzt aber drinnen gab es noch genügend Platz….von Innen wirkt das Restaurant wie ein Schiff….schmal und langgezogen..der Fisch war super lecker, die Bedienungen waren freundlich und zuvorkommend:

Genau so hatte ich mir mein Abendessen vorgestellt: Scholle mit Krabben und dazu gab es Kartoffelsalat. Wie fast immer haben wir beiden Mädels das Gleiche gegessen…manchmal erschreckt es mich, wie ähnlich wir uns, trotz aller Unterschiede in der Mentalität, sind….das war schon früher oft so, das wir uns das leiche Shirt, gleiche Kleid oder gleiche Handtücher gekauft haben…unabhängig voneinander ….und wir sind ja keine Zwillinge.

Nachdem Essen sind wir noch eine ganze Weile sitzen geblieben bis wir dann zum Dock10 geschlendert sind…auf zum Highligt des Tages der Hafenrundfahrt bei Sonnenuntergang…..

innerer Widerstand

Bevor ich überhaupt die Ruhe finde, über das wirklich tolle Wochenende zu schreiben, ist eine Erkenntnis in mir herangereift, die ich nun auch in Worte fassen kann.

Die meiste Zeit in meinem Leben, habe ich einfach gut funktioniert…habe die Anforderungen erfüllt…alle Pflichten, die man mir aufgetragen hatte, habe ich immer erfüllt. Seit meinem 13. Lebensjahr Zuhause habe ich meine „Hausfrauen“-Aufgaben erfüllt, in der Schule war ich fleissig und erfolgreich. In der Lehre war ich beflissen und erfolgreich. Im Job war ich ehrgeizig, angepasst und erfolgreich.

Ich bin ausgesprochen pünktlich auf der Arbeit, halte mich an Termine, Absprachen und Deadlines…arbeite solange bis alles erfüllt ist. auch wenn es viele Überstunden bedeutet.

Im Turniersport war ich zu jedem Training da, habe nur extrem selten mal ein Training wegen Unlust abgesagt…ich war auch hier pünktlich und immer für meine Sportpartner da…und auch hier war ich mit Beiden (nacheinander) erfolgreich.

In Gedanken bin ich schon immer ein kleiner Rebell gewesen, habe andere Maßstäbe gehabt, Werte vertreten, die nicht immer Mainstream sind…dickköpfig und eigenwillig, ein typischer „Stier“ eben….aber ich habe funktioniert….immer pünktlich, immer fleißig, immer zuverlässig.

Und natürlich hab ich mit meinen verschiedenen Wechseln von Ehemann, Freunden, Partnern, Jobs ud 2 Bundesländern im Laufe der letzten 20 Jahre meine unangepasste Seite ausgelebt.Trotzdem bin ich das geblieben, was ich bin: zuverlässig, fleißig und pünktlich….auch wenn ich immer noch nicht weiß, ob es angeboren oder anerzogen ist.

Nach der langen Vorrede kommt nun das große ABER: Mit dem neuen Sport im Kajak-Verein verhält es sich anders…und es hat mich von Anfang an irritiert, da ich es selber nicht einordnen konnte. Ich mag das Kajak fahren sehr gerne. Allerdings muss ich für das wöchtenliche Training an einem bestimmten Tag in der Woche, zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein….und das widerstrebt mir…nicht nur ein bisschen, sondern ganz gewaltig.

Ich möchte gerne trainieren, aber es geht eben nur an dem Tag, zu der Uhrzeit…es gibt keinerlei Ausweich-Termin oder Uhrzeit…..und ich schaffe es einfach nicht….weil ich micht nicht derart in eine Vorgabe pressen lassen möchte…. das geht so weit, das ich körperlich mit Kopfschmerzen, Unlust und Müdigkeit reagiere.

Auch heute wieder hatte ich seit dem Mittag Kopfschmerzen und als es Zeit wurde von der Arbeit zum Training zu fahren, wurde ich ziemlich müde….ich war sogar im Verein mit einer Vereinskameradin verabredet…aber ich konnte nicht….ich WOLLTE einfach nicht….obwohl die alle nett dort sind und mir der Sport viel Spaß macht.

Nachdem ich das Training bei ihr abgesagt hatte, ging es mir minutenspäter wieder gut und gut gelaunt bin ich nach Hause gefahren, hab stattdessen eine Runde mit dem Rad gedreht und mich später um meine Bügelwäsche gekümmert.

Mit dem gleichen Mädel vom Verein hatte ich mich auf für eine Tour zu einem Sport-Ausstatter verabredet..bis sie anfing alles zu verkomplizieren: eine Woche früher als geplant, dann doch nicht, hat aber nicht wirklich abgesagt, doch jetzt nächste Woche, dann lieber einen anderen Laden, ob ich sie abholen kann, weil sie kein Auto hat….. ich bin innerlich zurück geschreckt…..ich glaub ich fahre doch besser irgendwann alleine dahin….das ist mir zuviel hin- und her.

Das Training ist nur einmal in der Woche für 2,5 Stunden….es sollte doch nicht so schwer sein, mich diesen einen Tag mal zusammen zu reißen und genau das zu tun, was die anderen auch tun….einfach pünktlich hinfahren und zuverlässig am Training teilnehmen….immerhin ist es ja eigentlich genau das, was ich wollte.

Die Erkenntnis des Tages: Mein innerer Widerstand gegen diesen „Termin-Zwang“ ist aktuell sehr groß….ob es allerdings nur an der zeitlichen Vorgabe liegt oder noch etwas anderes mit hineinspielt, kann ich nicht einmal sagen. Ich werde es weiter beobachten und noch keine Entscheidung treffen.