Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Nach Auflösung des Staus kam ich dann irgendwann am Vormittag an meinem Zielort an. Ausgangspunkt für meine Tour in den Naturpark Lüneburger Heide: Döhle.

Schon allein die Vorbereitungen auf dem Parkplatz direkt in Döhle brachten mir eine entspannte Urlaubsstimmung, da von hier aus auch die Kutschfahrten in das Naturschutzgebiet starten….Wann sehen wir Städter schon mal Pferdekutschen….

Ich hab mich für den heutigen Tag mal wieder gegen einen Rucksack und für die Packtaschen entschieden…was bei den Bodenbeschaffungen im Park zu einigen Schreckmomenten führte…. auf dem extrem trockenen und sandigen Boden in Verbindung mit dem böigen Wind, fand mein Fahrrad manchmal nicht genügend Halt und das Gleichgewicht so auszubalanzieren, geht mit dem Rucksack auf dem Rücken eben doch einfacher ….jaaa und einmal wurde ich so abrupt vom Sand gestoppt, das ich mit dem Rad seitwärts im Heidekraut landete…lach….nichts passiert…

Von Döhle ging meine Tour in Richtung Wilseder Berg, weiter in Richtung Niederhaverbeck und Overhaverbeck mit einem Mittags-Stopp in Garten eines Landgast-Hofs… später ging es weiter in Richtung Sellhorn um dann irgendwann einfach quer rüber nach Undeloh zu fahren und um dann in Sundermühlen den Heimweg in Richtung Döhle anzutreten.

DAS war KEINE geplante Tour…ich bin wie immer einfach drauflos gefahren und habe mich an den Wanderschildern orientiert..Es gibt so viel Namen die mir vertraut sind…die ich aber ohne die Schilder kaum wieder gefunden hätte: Wilseder Berg, Totengrund usw. …und manchmal hab ich einfach Wege genommen, die mir gefallen haben oder wo es ruhiger war.

Es waren schon viele Menschen unterwegs….aber so mittendrin…waren es eher Reiter und Pferdekutschen, die mir begegnet sind…Die Pferdekutschen haben den pulverigen Heidesand in einer Wolke vor sich her getrieben…als ich einmal nicht mehr ausweichen konnte, hab ich meinen Schal über die Nase gezogen….der Kutscher meinte lachend „feinstes Heide-Puder“ ….ja das stimmt… am Ende des Tages war ich über und über mit einer feinen Sandschicht überzogen, wie mit Zuckerstreuseln und Zuhause bin ich von der Eingangstür ohne Umwege direkt unter die Dusche gegangen….dort wo meine Kleider lagen ist ein kleiner Sandhaufen entstanden…und inzwischen knirscht es in der ganzen Wohnung auf dem Boden…lach..das auffegen hat nicht soo viel gebracht….da hilf nur freucht wischen.

Was ich immer wieder vergesse ist, wie bergig es doch in der Heide ist…hahhaha und zusammen mit dem sandigen Boden, teilweise auch Kiesboden oder Kopfsteinpflaster ist der Naturpark nicht gerade geeignet für Radfahrer…aber allein die Größe des Parks macht es mit dem Rad schöner….auch wenn ein Großteil der Aufmerksamkeit auf dem Weg liegen muss…wie erwähnt hab ich einmal die vor mir liegende Sandstrecke zu spät bemerkt und ich war einfach zu schnell…konnte den abrupten Stopp im Sand nicht mehr ausgleichen und fiel einfach um….aufgefangen vom Heidesand und Heidekraut.

Die Fahrt an sich war rein körperlich also anstrengender als die insgesamt 39km vermuten lassen….Hoch, runter, die unebenen Wege, der böige Wind, den Menschen ausweichen…gestern Abend war ich platt und heute spüre ich vor allem die Muskulatur oberhalb der Kniee….

Ich habe viele Stopps eingelegt um die Schönheit der Landschaft aufzunehmen…und die Sonne war viel wärmer als gedacht…zumindest wenn der Wind mal nur wenig wehte und es war einfach himmlisch die Wolken zu beobachten…..und erst gegen Abend hab ich mich auf den Heimweg gemacht.

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In die Bickbeeren gehen…

In die Bickbeeren gehen…

Eine der intensivsten Erinnerungen an meine  Kindheit,  in Zusammenhang mit meinen beiden Großmüttern aus Hamburg, ist der Ausspruch: wir gehen in die Bickbeeren. So verschieden die Beiden auch gewesen sind, so gleich waren sie, wenn es um das Sammeln von Beeren und Pilzen ging.

Bickbeeren – Blaubeeren – Heidelbeeren….es gibt noch weitere regionale Bezeichnungen…vielleicht gibt es auch Unterschiede in den Sorten…das weiß ich nicht einmal.

Als Kind hab ich es oft gehasst mit den Eltern und Großeltern in den Wald gehen zu müssen…ich wäre lieber alleine dadurch gestreift…. ich hab es gehasst in der Lüneburger Heide wandern zu müssen…. zu viel Sonne, zu weite Strecken, zu windig, zu kalt….nein – als unsportliches, pummeliges, schüchternes und in-sich gekehrtes Kind wollte ich das alles nicht.

Und die Besuche bei den verschiedenen Verwandten mochte ich schon mal überhaupt nicht… Stundenlang im Auto sitzen um von NRW nach Norddeutschland zu fahren….neben mir eine Schwester die nie aufhörte zu plappern, während ich stundenlang stumm aus dem Fenster zu den Wolken schaute und mir Geschichten ausdachte…. Dabei waren die Fahrten noch das Schönste an diesen „Ausflügen“.

Aber in die Bickbeeren gehen…also in den Wald oder die Heide gehen um Blaubeeren zu sammeln und natürlich zu essen…das hab ich geliebt….

Dumm nur, das wir dafür erst einmal so elendig weit gehen mussten und die  Eltern meines Vater immer alles Mögliche von mir wissen wollten…so das übliche eben: wie läuft es in der Schule, hast Du Freunde gefunden….. Sie waren immer lieb und nett.

Im Gegensatz zu meiner Oma mütterlicherseits…die war nicht nett, sie war eine unausstehliche Kratzbürste….ihrer Kodderschnauze war niemand in der Familie wirklich gewachsen….und mit mir wusste sie nichts anzufangen…ich war einfach zu still und zu schüchtern.

Der Vorteil bei ihr war: Sie und mein Stief-Opa besassen in der Lüneburger Heide ein Wochenend-Häuschen mitten in einer Waldsiedlung ..und dort durfte ich in den 70er/80er Jahren ganz ohne Aufsicht und Kontrolle alleine herumstreifen….das war herrlich.

In den letzten 30 Jahren war ich immer mal wieder im Naturpark Lüneburger Heide…oft nur für einen Tag oder für ein Wochenende…meistens um den Kopf wieder klar zu bekommen….und Wandern/ Trekking/ Walken ist in meinem Erwachsenen-Leben ein wichtiger Bestandteil…und Touren mit dem Fahrrad mache ich auch schon seit fast 2 Jahrzehnten liebend gerne…

Interessant ist, das mir der  Ausdruck „in die Bickbeeren gehen“ immer wieder in den Sinn kommt, sobald ich in die Heide fahre…mit allen Erinnerungen die daran hängen

 

 

Glücksstadt am Morgen

Glücksstadt  am Morgen

Ich bin heute doch früh genug aufgewacht um mich für eine Wanderung fertig zu machen, bevor es die Menschenmassen nach draußen zieht.

Wandern bedeutet, ich kann mich abseits der Wege halten und muss nicht den Rad-Wegen folgen…also heute lieber kein Fahrrad.

Auf nach Glücksstadt und einmal quer durch die malerische Innenstadt, bis zur Elbe…und dann bin ich auf dem Deich einfach nur entspannt gelaufen…bis zum Stör-Sperrwerk. Bei strahlendem Sonnenschein an diesem Morgen war es einfach phantastisch.

Bis ich wieder bei meinem Auto ankam, waren es 11km. Und ich hätte auch nicht viel weiter gehen können…wieder kann ich mich von einem Paar Schuhe verabschieben….schade, diese festen Schuhe hab ich oft für längere Spaziergänge gut nutzen können, heute hab ich ganze 3 Pausen einlegen müssen, weil ich vor lauter Schmerzen nicht mehr weiter konnte…also Schuh ausziehen und den blöden Fuß wieder massieren und alles wieder zurecht drücken und biegen….inzwischen bin ich sehr geübt darin die Knochen, Knorpel und Sehnen gezielt zu bearbeiten…leider tut das aber auch ganz gehörig weh, aber danach kann ich wieder für eine Weile weiter laufen.

Seitdem ich hier viel und oft auch lange laufe, vergesse ich manchmal sogar, das ich ein Problem mit dem Fuß habe….erst wenn die Schuhe meinem Fuß keinen vernünftigen Halt mehr bieten, werde ich schmerzhaft daran erinnert.

Also wieder ein Paar Schuhe, welches ich nicht mehr benutzen kann…innerhalb der letzten Wochen ist es bereits das 3. Paar, welches ich aussortieren musste….na gut, diese jetzt hab ich wirklich oft getragen und das mehr als 1,5 Jahr lang…das ist schon lange für mich…

Das Stör-Sperrwerk sieht erst einmal unspektakulär aus…um nicht zu sagen, aus der Entfernung sogar naja hässlich…. Bis sich die ein ca. 17-18m langes Stück der Fahrbahn auf einmal senkrecht stellt um Schiffen den Zugang von der Stör zur Elbe und umgekehrt zu ermöglichen. Also das ist schon imposant:

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Vatertags-Roulette

Morgen ist Feiertag….Vatertag.

Was bedeutet, das in normalen Zeiten Morgen Horden von Männern (meistens zumindest sind es wirklich Väter) die Wander- und Radwege bevölkern.. Oft mit einem Bollerwagen und jeder Menge Alkohol, erst an Bord und nicht viel später auch im Mann.

Laut Wetterbericht soll es ja ein sehr schöner sonniger Tag werden.

Für mich bedeutet der Vatertag eigentlich, das ich lieber Zuhause bleibe um den Menschen-Massen zu entgehen….aber bei schönem Wetter bin auch ich geneigt mich für einen Ausflug auf den Weg zu machen…

Da stellt sich wieder die Frage: wie wird es in diesem Jahr sein? Gibt es das überhaupt noch, das sich viele Menschen/Männer im Pulk zusammen finden, um mit dem Bollerwagen durch die Landschaft zu wandern um mit jeder Menge Alkohol Spaß  daran zu haben, das sie wenigstens einmal im Jahr ungestraft feiern dürfen….

Für mich stellt es sich so dar:

  • wenn ich davon ausgehe, das es so ist wie all die Jahre zuvor, dann stehe ich Morgen gaaanz früh auf und bin bereits früh unterwegs, bevor es alle anderen tun…
  • und sollte ich es nicht so früh mit dem Aufstehen hin bekommen, dann bleibe ich lieber zuhause und gehe  nur erst gegen Abend meine Runde …
  • und wenn ich denke, in diesem Jahr wird es bestimmt nicht so viele Väter geben, die sich diesem Ritual stellen, dann mache ich mich erst am späten Vormittag  auf den Weg…

Bei dem Gedanken an die vielen Eltern, die jetzt nach fast 3 Monaten zuhause verzweifeln, könnte ich sogar davon ausgehen, das noch mehr Männer es zum Anlass nehmen sich wenigstens für diesen Tag vom Home-Office/Home-Schooling und eng-auf-der-Pelle hocken zu befreien und gerade jetzt mit Freunden und Bollerwagen um die Häuser ziehen…Also ich könnte es verstehen…

Ich überlasse es dann doch dem Zufall was ich machen werde…. und warte mal  wie früh ich morgen aufwachen werde, so ganz ohne Wecker….lach…und ich bin inzwischen Meister darin meine Pläne zu modifizieren ohne das es mir etwas ausmacht…der Vorteil der inneren Gelassenheit

 

 

 

Feierabend-Runde …

der gestrige Feierabend war verdient und ich hochzufrieden mit dem Erreichten …und ich hatte noch genügend Energien um mich am Abend auf das Rad zu schwingen…nur mal eben eine kleine Runde, anstelle der Walking-Runde….

…und schwuuups hatte ich ohne Zielangabe und ohne über den Weg nachzudenken, einen tollen Weg bis nach Schenefeld  gefunden…ich war überrascht  so schnell mit dem Rad, nur über schöne abseits gelegene Wege dorthin zu kommen ..und von dort bis nach Altona ist es dann auch nicht mehr weit….

und das Beste…auf dem Rückweg habe ich noch einen anderen direkten Weg durch Grün-Anlagen, über Radwege und Fahrradstraßen gefunden….Das waren solche Wege, nach denen ich auf meiner 3. Fahrrad-Tour gesucht, aber nicht gefunden hatte.

Damit hab ich jetzt einen Arbeitsweg per Fahrrad gefunden, der bei ca. 17km pro Strecke liegt…also das ist durchaus eine Entfernung, die ich per Fahrrad meistern kann…wenn ich auch Vorort nur begrenzte Möglichkeiten habe um mich „frisch zu machen“.

Schön ist zumindest das ich nun diese Möglichkeit als Alternative habe….

Fahrrad-Tour #3 – Hamburg

Gestern Mittag hab ich für meine Radtour endlich mal wieder meine Packtaschen hervor geholt, so brauchte ich keine Rucksack…. Es fährt sich einfach angenehmer so. Dazu die kleine Lenkertasche für alles Wichtige: Schlüssel, Geld, Handy  und Taschentücher (es blüht ja überall).

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Das Ziel war eigentlich kein Richtiges….es war nur eine grobe Idee mit dem Rad nach Hamburg zu fahren….eigentlich ging es um die Erkundung auf welchen Wegen ich gut und ungestört vom großen Verkehr< von Pinneberg nach Hamburg fahren kann.

Es war also eine reine Erkundungstour ….Ich bin zielgerichtet gestartet über Eggerstedt bis Waldenau, dann hab ich etwas die Richtung verloren (dafür war der Weg sehr schön)  und Richtung Halstenbek bis zum Krupunder See gefahren…

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hab dann die Landesgrenze nach Hamburg überschritten  haha und bin  in Hamburg-Schnelsen rausgekommen, bin dort etwas rum gefahren und später über Rellingen wieder zurück….

Zwischendurch dachte ich es wäre nett noch weiter nach Hamburg rein zu fahren, so in Richtung Volkspark ….aber es war mir Zuviel Verkehr,  zuviele Autos die sich stauten…und selbst vor dem Eisladen in Schnelsen war die Schlange sooo lang, ooooch nöööööö

Auf dem Rückweg hab ich jedoch die  Fahrradwege entlang der Hauptstraßen genutzt…das war ganz okay, aber ich denke ich finde noch bessere Wege…allerdings bin ich oft vielversprechende kleine Wege gefahren, die irgendwann in einer Sackgasse endeten….also wieder zurück…und nach dem 4. Mal hab ich etwas die Lust verloren und bin einfach auf dem Hauptweg geblieben….

Mit all dem  Kreuz und quer fahren waren es knappe 35km. Mein Hintern macht inzwischen keine Probleme mehr und auch mein Kondition taugt für noch längere Strecken, nur hatte ich auf dem Rückweg dann für diesen Tag irgendwie die Lust auf weitere Erkundungen verloren….außerdem wollte ich noch auf dem Balkon grillen.

Fahrrad-Tour #2 – Holmer Sandberge

Fahrrad-Tour #2 – Holmer Sandberge

Entgegen meiner Absicht bereits am Vormittag mit dem Rad los zu fahren, bin ich doch erst gegen 14 Uhr gestartet…

Während der ersten 15-20 Minuten hatte ich durch den Gegenwind und die fehlende Sonne nicht sooo viel Lust, erst einmal mussten meine Muskeln überzeugt werden, dem Gegenwind zu trotzen…aber mit jedem Tritt in die Pedale wurde es besser und meine Laune stieg ebenfalls…und dann fiel es mir wieder leicht ….und die Sonne gesellte sich auch noch dazu…..Na also – läuft doch…

Zuerst einmal zum Klövensteen und von dort aus in Richtung Holm…und mehr durch Zufall bin ich in den Holmer Sandbergen gelandet. Was für eine herrliche Landschaft. Ich musste erst einmal nachlesen: die Sandberge sind “ ehemalige Dünen am Rande des einstigen Urstromtales der Elbe“ (laut Wikipedia) und ist Landschaftsschutzgebiet.

Von dort ging es weiter in Richtung Wedel und magisch zog mich in der Wedeler Innenstadt die Eisdiele an…yummy … Eis im Becher…leider nicht in der Waffel (wegen Corona)

Also gut gestärkt ging es dann weiter über kleine Schleichwege zurück in Richtung Buttermoor und mit einer Kreuz-und-Querfahrt durch den Klövensteen hab ich dann einen Zwischenstopp bei dem mir inzwischen vertrauten „Hofladen“ – gemacht.  Eigentlich ist es eine Holzbude mit Selbstbedienung und einer angeleinten Geldkassette. Also Verkauf auf Treu-und Glauben und der Videokamera  hahaha. Aber die Ware ist frisch und die Preise angemessen.

Von dort aus, ging es dann mit einigen Schlenkern über Waldenau wieder in Richtung Heimat.

Das war jetzt mit knappen 36 km keine große Runde, aber sie hat mir Spaß gemacht und endlich bin ich mal wieder mit der Pulsfrequenz in den Kardio-Bereich gekommen.

Mit dem Walken schaffe ich das schon lange nicht mehr….egal, wie schnell ich auch gehe….ich bleibe im „Fettverbrennungs-Modus“. Wichtig ist aber, das ich endlich mal wieder ins richtige Cardio-Training komme,  mit kurzen Intervallen im Höchstleistungsbereich.  Erst mit diesen Werten kommt danach  mein Ruhepuls so richtig runter und ich fühle mich körperlich gefordert.

Zuhause ging es direkt und die Dusche und danach mit dem frischen Kaffee auf den Balkon…. JETZT geht es mir  gut.

 

 

Mimik unter Verschluss

Wie sehr es doch zu unserer westlichen Kultur gehört das Gesicht unseres Gegenüber zu sehen und durch die gezeigte Mimik die aktuelle Grundhaltung der Kommunikation zueinander zu entschlüsseln, merke ich jetzt, wo ich selber mit meinem selbstgebastelten Mund-Nase-Schutz einkaufen gehe.

Gestik und Mimik sind erwiesen oft aussagekräftiger ,als das gesprochene Wort und in dem Zuge wundert es nicht, das die Emojis bei Textnachrichten so beliebt sind…die Emojis ersetzen die fehlende Mimik im schriftlichen Austausch.

Eine solche Textnachricht kann mittels eines Emojis besser eingeordnet werden und damit Fehlinterpretationen des Empfängers vermeiden helfen.

Bei meinem ersten Einkauf mit der Maske bekam die Verkäuferin mein freundliches Lächeln gar nicht mit, da sie mich schlichtweg überhaupt nicht angeschaut hat….Mit der Maske war ich für sie unsichtbar und emotional so weit weg…bei den nachfolgenden Kunden ohne Schutz, hat sie den Blickkontakt zugelassen. Ich fühlte mich ohne Mimik einfach unsichtbar.

Heute ist mir dafür das Gegenteil passiert, eine Kassiererin hat sich sehr freundlich mit Blickkontakt mit mir unterhalten, obwohl ich durch die Maske nur wenig Gesicht gezeigt habe…sie hat sich mit der von mir getragenen Maske scheinbar wohler gefühlt…

Ja, wir werden uns alle für eine Weile daran gewöhnen müssen….wenn ich mir allerdings Temperaturen von 30 Grad + vorstelle fange ich an zu zweifeln, ob ich das dann noch praktikabel finde.

Fahrrad-Tour #1 – Hetlinger Elbufer

So nach den 2 kurzen Touren letzte Woche, hat sich mein Mors wieder an den Sattel gewöhnt, so konnte heute meine 1. größere Radtour starten.

Ich hatte nur ein grobes Ziel vor Augen: Das Elbufer, so ca. auf Höhe Wedel….die genaue Route hab ich dem Zufall überlassen und bin einfach drauflos gefahren.

Erst einmal am Rande des Klövensteen auf Nebenstrecken in Richtung Wildpark Wedel…über schöne kleine Wege bis zum Marktplatz Wedel…und dann erst unterhalb des Deiches, später über den Deich hinweg direkt am Elbufer bis zur Hetlinger Strand.

Hier hab ich das Rad abgestellt und direkt zum feinen Sandstrand. Schuhe aus und mit den Füßen in die Elbe….heute ist der 19.04. und ich bin mit den Füßen im Wasser entlang gelaufen…es ist windig und ich hab eine windfeste Jacke an, ein Kappi auf dem Kopf und laufe trotzdem mit bloßen Füßen im flachen Wasser….himmlisch…ich fühle mich wie im Urlaub.

Für eine Weile hab ich im Halbschatten Pause gemacht und einfach den Wellen gelauscht. Urlaubsfeeling zuhause. Einfach klasse.

Für den Rückweg hab ich mir neue Wege meistens abseits der Straßen gesucht. Großrichtung: Holm und Appen.

Was sich so entspannt und einfach anhört, war allerdings verbunden mit einer Menge Wind, meistens von vorn. Wenn ich mich also darüber freue endlich wieder ebenerdig fahren zu können, anstatt im Taunus Hügel rauf und runter….so ist hier der Wind der Faktor der es etwas schwieriger macht. Aber dem Wind konnte ich ziemlich locker trotzen: Muskeln und Kondition waren ausreichend.

Nur…am Strand hab ich während des Spaziergangs mit den Füßen im Wasser die Jacke angelassen, weil der Wind doch etwas kalt war. Anderen konnte es gar nicht textilfrei genug sein….brrrrrrr also für Spaziergänge im Bikini oder gar nackt fand ich es eindeutig zuuuuu kalt….aber jeder so, wie er mag…

Am Ende der Tour waren es 43,5 km und mein Hintern hatte keine Einwände…also das kann sich schon mal sehen lassen.

Kaum Zuhause angekommen ging es erst einmal unter die Dusche und dann mit frischen Klamotten und frischem Kaffee auf den Balkon…. Ausklang eines schönen Wochenendes.