Jahreswechsel – alles fertig

Jahreswechsel – alles fertig

Gestern am 30. war mein letzter Arbeitstag für dieses Jahr….und es war tatsächlich niemand anderer im Büro…der Controller war im Homeoffice und gemeinsam haben wir noch alles erledigt, was unbedingt in 2020 bezahlt werden musste….es war das reinste Ping-Pong-Spiel hahaha….wir benötigen ja immer zwei Unterschriften für eine Zahlung….und durch die vielen verschiedenen Gesellschaften bei verschiedenen Banken, war es ein ständiges gegenseitiges informieren: jetzt das fertig bei der Bank über das Portal, bitte um Freigabe, okay erledigt, dafür hab ich das jetzt fertig bei der Bank über das Portal., bitte um Freigabe…das hat Spaß gemacht.

Danach wurde es ruhiger und ich konnte tatsächlich noch so vieles andere fertigstellen …..hochzufrieden hab ich dann am späten Nachmittag den Feierabend für dieses Jahr eingeläutet.

….ich hab noch einen Schlenderspaziergang nach Ottensen gemacht und auf dem Rückweg einen Döner geholt, den ich mit Heißhunger direkt unterwegs gegessen habe (außerhalb der Masken-Pflicht-Zone) …hahaha…naja, irgendwie hatte ich am Morgen nichts Vernünftiges eingepackt und nach dem ganzen Obst, brauchte ich jetzt doch etwas Nahrhaftes.

Gestern Abend hab ich dann noch die Weinachts-Wichtel aus dem Büro in das Sommer-Camp (also die Deko-Kiste) geschickt:

…und auch zuhause hab ich alle Weihnachtsdeko entfernt und angefangen die Wohnung zu putzen….naja…also FAST alles entfernt…ein paar Dinge hab ich neu sortiert wieder mit neuen Kerzen dekoriert und aufgestellt. Das ist das 1. Jahr in dem ich schon vor Silvester alles Tannengrün entsorgt habe….

….aber ich hab gestern und heute die komplette Wohnung geputzt…und heute gaaaanz in der Früh auch noch mein Auto durch die Waschstraße geschickt und von Innen gereinigt. Jetzt ist meine Wohnung wieder Allergiker-freundlich staubarm….Staubfrei gibt es ja nicht wirklich. Hört man am Ende der Wohnung auf, ist garantiert schon wieder irgendwo eine Staubflocke dabei es sich gemütlich zu machen.

Seit ein paar Tagen schlägt mein empfindliches Hausstaub-Milben-Meter wieder aus….also die Haut um meine Augen signalisiert: es sind zu viele Allergiker-Partikel in der Wohnung …seufz. Also gestern und heute dann der Rundumschlag….wie ich so gerne sage: ich hab die komplette Wohnung einmal shampooniert und unter Wasser gesetzt und jetzt sieht es nicht nur blitzeblank aus, sondern ist es auch…hahaha…also sooo sauber ist meine Wohnung schon lange nicht mehr an einem 31.12. gewesen..

Ja und auf keinen Fall gehe ich heute noch in ein Geschäft….nenene hab alles schon zuhause und hab auch schon gekocht: ganz untypisch für Silvester gibt es bei mir für heute Abend eine selbstgemachte Pizza….und für den Neujahrstag ein Chili-con-Carne.

persönlicher Jahres-Rückblick

persönlicher Jahres-Rückblick

Am letzten Tag eines Jahres auf das zu Ende gehende Jahr zu blicken, ist ein schönes Ritual…und auch ich nehme mir immer die Zeit, noch einmal zurück zu schauen.

Jaaa, das Jahr 2020 war ein Außergewöhnliches…ein herausforderndes Jahr und ich bin sehr gespannt, wie wir in 5 Jahren darauf zurückblicken werden….was sich wohl durch die Corona-Pandemie tatsächlich dauerhaft in der Gesellschaft geändert haben wird.

Trotzdem bin ich mit meinem persönlichen Jahr 2020 sehr zufrieden….Ich bin nun endgültig in meinem NEUEN Leben angekommen…denn der nochmalige Jobwechsel Anfang April war noch genau das, was es so RICHTIG gemacht hat.

Eine anhaltende Zufriedenheit ist in mein privates Leben eingezogen…Ruhe und Zurückgezogenheit, …mit viel Freizeit , viel Bewegung und dem Gefühl einfach nur Ich sein zu können…ohne die Erwartungen Anderer erfüllen zu müssen, ohne ständigem Streit oder dem Gefühl ,das ich nicht gut so bin, wie ich bin, ….Zeit haben, spontan sein, Lachen und Freude haben ….das Leben einfach genießen….ohne mich verbiegen zu müssen.

Spaß an der Arbeit hab ich mit meinem jetzigen Job auch endlich wieder….Vorbei die Stress-Jahre…vorbei die Daueranspannung…weg von der permanenten Verantwortung…und dem sich immer schneller drehenden Hamsterrad….

…und weg von der komischen Arbeitsatmosphäre in dem „Zwischenjob“, den ich nach meinem Stress-Job in Hessen, dann als Erstes hier im Norden angenommen hatte….Weg von einem Unternehmen, das sich überhaupt nicht um die Arbeitsatmosphäre gekümmert hat….wo es unter den Kollegen viel Missgunst gab….Ich hab schon einige Firmen erlebt, aber noch nie, das es eine so negative Stimmung unter den Kollegen gibt, soviel versteckte Wut und unterschwellige Aggression untereinander und dazu noch Anzeichen von Mobbing reihum…. Bin ich froh, das ich dort wieder weg bin….und das mitten im 1. Corona-Lockdown.

Ich gehöre tatsächlich zu den Corona-Gewinnern…das klingt zwar zynisch, ist aber ehrlich: Ich habe immer noch meinen Job, kann wahlweise im Büro oder Homeoffice arbeiten….es gab keine Kurzarbeit, also bekomme ich mein volles Gehalt. Durch meine Art zurückgezogen zu Leben, gehe ich vielen Corona-Risiken aus dem Weg. Ich liebe die Stille die der Shutdown mit sich bringt: wesentlich weniger Fluglärm, weniger Autoverkehr….weniger Menschen auf den Straßen. Ich mag es ja eh nicht, wenn mir Menschen in Geschäften oder in der Fußgängerzone auf die Pelle rücken…also finde ich die Abstandsregeln auch hier gut….und die Maske zu tragen, stört mich eigentlich nur selten….

Ja klar, mir fehlen Cafés und Restaurant-Besuche….mir fehlt das Schwimmbad und die Sauna, mir fehlen auch die Trainingseinheiten im Fitnessstudio und Theater-Besuche, mir fehlt vor allem mal wieder in der Disco tanzen zu können…Aber das ist auszuhalten…

Also mein Fazit lautet: Das Jahr 2020 war ein gutes Jahr für mich – trotzdem bin ich froh, das es jetzt endet und das Neue, für uns alle wieder mehr Normalität bringt.

Ich wünsche Allen einen guten Start in das Jahr 2021…..

Wieder in Bewegung

Endlich klappt das wieder so richtig mit dem Laufen….okay, also Treppen und Schrägen gehen noch nicht so gut…aber ebenerdig funktioniert das wieder….also seit Sonntag laufe ich wieder und prompt hatte ich gestern Abend Muskelkater in den Oberschenkeln und im Hintern.

Krass, schon 14 Tage reichen aus um Muskelkater zu bekommen…..egal…Hauptsache es geht wieder…auf der Wunde klebt zwar immer noch ein Pflaster, weil wegzaubert ist sie ja nicht…aber immerhin ist es nur noch ein großes Wundpflaster, damit nun auch der Rest schnell heilt.

Sonntag war ich fast 10km in Glückstadt unterwegs….und Montag nach Feierabend dann auch noch einmal fast 8km im Dunkeln und im Regen bei mir in der Gegend….ich muss ja endlich wieder richtig in Bewegung kommen.

Endlich ist es auch der kalendarische Winter-Anfang am 21.Dezember gewesen….Wintersonnen-Wende, ab jetzt wird es wieder Stück für Stück jeden Tag ein paar Minuten früher hell und später dunkel….na und dann ist ja auch schon in 2 Tagen Weihnachten.

Also alles zusammen genommen, beflügelt das meine Energien und lässt die Laune noch weiter steigen… Dunkelheit UND wenig Bewegung ist bei mir eine ganz schlechte Kombination….Ohne Bewegung fühle ich mich einfach unwohl.

Sonne – ich muss raus

Sonne – ich muss raus

Endlich mal wieder Sonnenschein…und ich war in der Nähe in den Holmer Sandbergen spazieren…Kiefernwald, Heidekraut, Sand, Sonne und Ruhe…absolutes Wohlfühl-Programm für mich.

Vielmehr gibt es auch gar nicht zu erzählen, außer das ich zwar nur eine Stunde draußen war, es sich aber wie mehrere Stunden angefühlt hat…jaaa und es waren auch nur 3km…also weniger als die Hälfte meiner sonst üblichen Strecken…aber immerhin geht es wieder aufwärts.

Vorher hatte ich noch mit einem meiner Mädels telefoniert, die ja schon seit knapp 4 Wochen Corona hat und auch Risiko-Patientin ist….Es geht immer mal wieder aufwärts und dann kommt der nächste Rückschlag. Während ja sonst die vielen Tausend Infektionen täglich, für einen Selber so weit weg sind, ist hier tatsächlich Jemand mit Corona infiziert und auch krank. Das ist so auf einmal wesentlich realer, näher…

Sie hat bisher keine Lungenentzündung bekommen, musste nicht ins Krankenhaus…aber sie fühlt sich immer noch sehr schlapp, hat Husten, Fieber, sie muss sich öfter übergeben, ihr ist übel, sie hat Konzentrations-Probleme und ist sehr kurzatmig. Auch den Haushalt schafft sie nicht…und ihr Freund beschwert sich auch noch, das er jetzt alles alleine machen muss. Den Versuch, Anfang der Woche wieder zu arbeiten, musste sie abbrechen…und jetzt ist sie weiter krank geschrieben. Alle Anderen aus ihrer Umgebung (Freund, Familie und Kollegen) wurden dagegen negativ getestet….zum Glück.

Ja und so wird aus einer anonymen Zahl, tatsächlich ein realer Mensch…

Urlaub im Lockdown?

Urlaub im Lockdown?

Was macht man mit dem Urlaub in Zeiten des Lockdown?

Also ich hatte ja meinen Urlaub vom November (im Teil-Lockdown) auf den Dezember geschoben. Soooo und just an dem Tag, an dem es in den komplett-Lockdown geht, hab ich nun bis Ende dieser Woche Urlaub….ich wollte ihn aber nicht noch einmal absagen….immerhin nehme ich schon genügend Tage mit ins neue Jahr…und ein paar freie Tage sind ja auch so nicht zu verachten.

Also den gestrigen Tag hab ich quasi verschlafen…..wie ein Murmeltier hab ich mich bereits ab 11 Uhr Vormittags auf die Couch verzogen, die Decke drüber gezogen und den Tag mit Lesen, Fernsehen und Schlafen verbracht….und trotzdem hab ich heute Nacht auch noch gut und lange geschlafen. Also das war wohl nötig….tut auch dem Heilungsprozess gut.

Soooo und heute Morgen nun bin ich endlich wieder ans Elbufer gefahren…aber erst bei Sonnenaufgang und ausschließlich auf befestigten Wegen bin ich gelaufen…also langsam, ohne den Fuß zu sehr abzurollen…alles damit die Wunde unterhalb der Kniescheibe nicht gleich wieder aufreißt, wo sie sich doch gerade so gut beginnt zu schließen.

Der Nachteil bei der für mich ungewöhnlich langsamen Fortbewegung: mir wird nicht wirklich warm dabei ….hahaha…ich bin ja sonst immer im Schnellgang-Modus…also walken… Somit hatte ich die nasse Kälte etwas unterschätzt…trotzdem war ich fast eine 3/4 Stunde unterwegs….und es tat richtig gut.

3. Advent

Um bequem über eine längere Strecke im Auto sitzen zu können, musste ich tatsächlich meinen Sitz im Auto neu einstellen…aber dann ließen sich die 160km ganz gut im Auto aushalten.

Die Fahrt zu Schwester und Schwager verlief nicht ganz so ruhig, wie ich es vermutet hätte…es waren sehr viele Autos in Richtung Küste unterwegs…aber trotzdem konnte ich noch einigermaßen entspannt fahren. Heute Morgen, auf der Rückfahrt, war es wesentlich leerer auf den Straßen…okay heute dürfen ja nur bestimmte LKW`s fahren.

Mein Schwager musste gestern Arbeiten (Die Jahres-Inventur in seiner Firma). Ich hatte extra Dinkelbrötchen gebacken (und KEINE Weihnachtskekse), hab am Morgen noch Matjes besorgt und so gab es dann für meine Schwester und mich erst einmal Mittags ein herzhaftes Fischbrötchen. Da wir Beide ja lädiert sind, wollten wir den Aufwand so gering wie möglich halten….

…nach dem Essen mit ausgiebiger und lustiger Unterhaltung, sind wir zu einem Spaziergang aufgebrochen. Also wirklich Spaziergang….gaaaaanz langsam…und es lief eigentlich ganz okay…nur am Ende mussten wir von der Solitüde einen sehr steilen Weg hoch laufen…und da bin ich zweimal etwas ungünstig mit dem Knie weggeknickt….so das sich meine Wunde schmerzhaft in Erinnerung brachte…..trotzdem – insgesamt, hat der Spaziergang bei diesigem und leicht nebeligem Wetter und leichten Wind doch sehr gut getan….Endlich mal wieder draussen laufen….frische Seeluft an der Strandpromenade….entspannte Unterhaltung….JA – das tat gut.

Am Abend haben wir dann zu Dritt ganz bequem drinnen verbracht….ich hab meiner Schwester eine seit längerem versprochene Nacken-Rückenmassage verpasst, während der Schwager seine schmerzende Hüfte in der Badewanne entspannte (er hat seit Jahren Hüftprobleme und bereits auf der einen Seite eine Künstliche eingesetzt bekommen). Später haben wir thailändisches Essen liefern lassen….und zum Nachtisch frischen Obstsalat mit Sahne und dazu Prosecco mit schwarzen Johannisbeeren getrunken.

Ehrlich…der Prosecco schmeckte derartig künstlich und über-süß….für mich was es fast ungenießbar ….hahahha zum Glück hatte ich noch Sekt und Wein mit gebracht und so sind wir auf den feinherben Rosè umgestiegen.

Diese kleine Familien-Zusammenkunft tat uns allen Dreien gut….und für mich gab es noch ein Nikolaus-Geschenk mit meiner Lieblings-Schokolade und einem kleinen Schutzengel:

jaaaaa – so einen kleinen Schutzengel können wir alle gut gebrauchen….

Heute Morgen haben wir noch gemeinsam gemütlich gefrühstückt, ehe ich mich wieder auf den Heimweg gemacht habe…..hachja….das war schön meine Familie mal wieder knuddeln zu können.

Geplant ist, das wir am 1. Weihnachtsfeiertag zum Mittagessen zusammenkommen, ich aber am Abend bereits wieder nach Hause fahren werde….soweit der Plan. Das würde auch mit dem heute beschlossenen Corona-Lockdown auch konform gehen UND bietet auch weiterhin Schutz für uns, da wir ja sowieso in fast Quarantäne leben……hahahha. Also wenn nichts dazwischen kommt, fahre ich in 12 Tagen wieder nach Flensburg.

Jetzt aber, muss ich mich erst einmal heute Nachmittag um meine Wohnung kümmern….putzen, waschen…..seufz….all das, was so in der letzten Woche unerledigt geblieben ist…..aber gaaaanz langsam….

Ich wünsche Euch allen einen schönen 3. Advent.

Stein ist härter

Was gibt es Schöneres als einen Samstag NICHT einkaufen gehen zu müssen?… nicht einkaufen und bei dem trüben Wetter überhaupt nicht vor die Tür gehen zu müssen.

Es war also bisher ein ruhiger, gemütlicher Samstag Zuhause im Warmen…hab gekocht, aufgeräumt, gewaschen und was man sonst so macht und erst als es Draussen dunkel wurde, wurde ich unruhig…ich wollte doch noch zu einer Walking-Runde raus an die frische Luft.

Also flugs umgezogen, die Lichter geschnappt und los ging es. Erst einmal ins Auto und bis zum Elbufer in der Nähe von Blankenese gefahren. Das letzte Mal was es so schön, spät am Abend und bei Nebel…jetzt wollte ich dort noch einmal laufen…dieses Mal ohne Nebel….

Und es war auch zuerst ein toller Ausflug….dunkel aber ohne Nebel konnte ich die Lichter und Industrieanlagen auf der anderen Seite der Elbe viel besser erkennen:

Ich bin ein ganzes Stück weiter gelaufen, als beim letzten Mal..

.und irgendwann kam ich auf die TOLLE Idee, auf dem Rückweg eine Weile direkt am Elbstrand zu laufen…..hmmmm….direkt an der Wasserlinie war eine Art Betonsteg und auch ohne die Taschenlampe hatte ich genügend Licht….

….aber dann war der Betonsteg zu Ende und ich musste auf dem Sand weiter laufen. Was ich leider in der Dunkelheit nicht sehen konnte, direkt unter dem Sand waren große unebene Steine…und bereits mit dem 2. Schritt stolperte ich über einen…konnte mich noch auffangen und stolperte sofort über den Nächsten….

soooo und dann musste ich unbedingt mit meinem Rechten Knie auf einen weiteren Stein prallen und schon lag ich im Sand …..Der Aufprall mit dem Knie war heftig….und ich brauchte eine kurze Weile um mich überhaupt aufzusetzen zu können. Ich jammerte laut vor Schmerzen, wusste aber noch nicht, wo genau der Schmerz eigentlich herkam…und mein 1. Gedanke, als ich wieder denken konnte, war: und ich muss noch ca. 4,5km zurück zum Auto laufen.

Aber noch lag ich im Sand….zum Glück auf der Seite…denn erst so nach und nach merkte ich das meine Hose am Bein zerrissen war und ich eine offene Wunde hatte, die blutete. Nun gut, also bin ich langsam aufgestanden, humpelte jammernd zu einer Treppe in der Nähe, setzte mich hin und hab erst einmal meine Wunde mithilfe der Taschenlampe, die ich immer noch in der Hand hatte, begutachtet.

Alles halb so wild…die Wunde war zum Glück unterhalb der Kniescheibe und ich hab bereits bei den wenigen Schritten bemerkt, das ich beim Laufen das Knie normal beugen kann….es ist nichts gebrochen und scheinbar gibt es auch keinen sonstigen gravierenden Schaden rund um das Knie.

Na ,mit offenen Schürfwunden kenne ich mich ja inzwischen ganz gut aus. Doch jetzt war es schade, das ich dieses Mal nicht meinen Rucksack dabei hatte und damit hatte ich also weder Wasser, noch mein kleines Notfallpack dabei. Konnte die Wunde also weder säubern, noch irgendwie abdecken.

Und immer noch lagen ca. 4,5 Km zwischen mir und meinem Auto. Nun ist der Museumshafen von Hamburg nicht in der Einöde oder in der Wildnis. Ich hätte also ohne weiteres in einen Bus steigen, oder mir ein Taxi nehmen können (zumindest hatte ich etwas Geld dabei)…aber das war für mich überhaupt keine Option, solange ich überhaupt noch laufen kann.

Also bin ich, ohne Wundversorgung, einfach wieder auf die Promenade gegangen und hab einen Fuß vor den Anderen gesetzt und schon nach einer kurzen Weile hatte ich wieder meinen üblichen Rhythmus und bin tatsächlich bis zum Auto zurück gelaufen.

Erst Zuhause hab ich die Wunde dann von Sand und Blut gereinigt und mir einen Verband anlegt…mir ging es ja soweit gut, also hab ich nicht einmal eine Schmerztablette genommen. Die Nacht war allerdings so gar nicht erholsam….als Seitenschläfer wusste ich nicht, wie ich mich positionieren sollte…und das Bein tat einfach mit jeder Bewegung weh….na das kann ja heiter werden.

Bei Morgengrauen hab ich endlich Schmerztabletten genommen und seitdem geht es besser….Später hab ich den blutgetränkten Verband abgemacht, die Wunde noch einmal gesäubert, Wund-und Heilsalbe vorsichtig darüber verteilt und neu verbunden.

Und jetzt? Jetzt geht es mir wieder gut. Kann das Bein beugen und strecken, kann liegen und laufen und habe fast keine Schmerzen mehr. Ich hatte mir schon kurzzeitig Sorgen gemacht.

Na immerhin waren es an diesem Tag insgesamt knappe 11,5km die ich gelaufen bin.

Das Venedig des Nordens

Es ist kalt geworden und teilweise sogar richtig ungemütlich draussen….trotzdem bin ich Dienstag nach Feierabend mal wieder nach Ottensen gelaufen und danach weiter zum Altonaer Elbufer.

…und jetzt weiß ich warum Hamburg als das Venedig des Nordens gilt….wieviel Brücken es genau sind, weiß Niemand so genau, aber die Stadt sagt, es sind ca. 2.500 ….und damit mehr als in Venedig oder Amsterdam…..

Vom Altonaer S-Bahnhof bin ich auf verschlungenen Wegen kleine malerische Treppen rauf und runter gelaufen…über kleine Brücken spaziert, hab große Brücken passiert und hatte mehr als einmal das Gefühl von Brücke zu Brücke zu laufen…bis ich dann tatsächlich direkt im Hafen Altona und damit am Wasser ankam….wieder hinauf ging es später dann auch noch….und das war dann schon echter Sport haha.

Von oben hab ich auf den Hafen geschaut und ja diesen Büro-Komplex hab ich schon mehrfach bei Tageslicht gesehen:

Was ich aber erst jetzt in der Dämmerung wahr genommen habe, die Treppenstufen bis zum Dach sind tatsächlich begehbar und auch für die Öffentlichkeit freigegeben….es sind fast 120Stufen….und es sind relativ hohe Stufen….oben angekommen musste ich erst einmal meine Atmung wieder in den Griff kriegen…ich glaube ich muss wieder öfter Treppenlaufen….das Keuchen machte keinen sehr sportlichen Eindruck….räusper….ich glaube ich brauche wieder mehr Höhenunterschiede bei meinem Wanderungen (das ich das einmal freiwillig sage….hahaha)

Dafür war die Aussicht grandios:

Aber schon nach ein paar Minuten waren der Wind und der leichte Nieselregen sooo kalt, das ich mich schnell wieder auf den den Rückweg gemacht habe….

und wieder ein Tag mit insgesamt mehr als 10km auf dem Tageskilometer-Zähler…..ja ich bin zufrieden ….zum Abschluss des Tages gab es dann nämlich noch ein Fischbrötchen…..und zuhause einen heißen Tee zum Aufwärmen….

Nachts an der Elbe

Nachts an der Elbe

Wenn man in Hamburg einmal in Ruhe an der Elbe entlang spazieren möchte, dann geht das nur spät am Abend.

Ich bin also gestern, nach meinem sehr späten Einkauf, nach Blankenese gefahren. Warm angezogen und mit genügend Licht ausgetattet bin ich von Blankenese, über Teufelsbrück bis kurz vor Övelgönne gelaufen….Immer auf der Promenade an der Elbe entlang….

Dabei war es nicht nur kalt und trübe, sondern es wurde auf dem Wasser immer nebeliger und nebeliger, während aber der Mond über mir klar strahlte…was die Stimmung durch die spärliche Beleuchtung an der Promenade noch einmal verstärkte…

….dafür war es nahezu menschenleer.

Kurz vor Övelgönne bin ich dann von der Promenade direkt über den Elbstrand bis ans Wasser gegangen (dort wo es möglich war, ohne sich gleich alle Gräten zu brechen…und die Dunkelheit und der Nebel auf der Elbe waren sehr dicht….die Wellen rauschten an den Strand und aus dem Nebel hörte man die Maschinen der vorbeifahrenden Schiffe …von denen sah man nur die Lichter…mehr nicht.

Genau in diesem Moment musste ich an die alten Edgar Wallace Filme denken ,mit dem Londoner Nebel über der Themse…hahaha…fühlte mich aber NICHT unwohl dabei.

Es war ein schönes Gefühl von Leben und von Freiheit.

Mit der Nase voran

—habt Ihr schon mal überlegt, welcher Teil Eures Körpers als 1. durch eine Tür geht?…. nicht lachen…das hängt ganz davon ab, wie Eure Körperhaltung ist.

Also meine Körperhaltung ist immer noch sehr gerade…und wie es so schön bei den Standard-Tänzern heißt: Ein guter Tänzer steht über dem Fuß…d.h. der gesamte Körper ist gleichauf mit dem Fuß/Knie. Das gesamte Gewicht befindet sich damit „unter“ dem Körper. Eine optimale Lastenverteilung für die Gelenke. Der Oberkörper ist also weder vorgebeugt noch nach hinten verlagert.

Beim Gehen gibt es also 2 Körperteile die VOR dem Körper sind: das Knie und……… die Nase!

Hahahha und das hab ich mal wieder überprüft…als ich nämlich vor 2 Tagen im Büro dachte, ich gehe durch eine geöffnete Glastür… aber stattdessen mit ziemlicher Wucht gegen die Glaswand daneben prallte.

RUMMMS …..DAS hat gesessen!!!

Der Schmerz an meiner Nasenspitze und am Nasenrücken war schon echt heftig…so das ich im 1. Moment etwas benommen war….musste mich hinsetzen. Aber mir wurde weder schwarz vor Augen, noch wurde mir schlecht. Die Nase war 1,5 Tage berührungsempfindlich, aber sie ist nicht gebrochen.

Das mein Knie auch gegen die Scheibe prallte war fast nebensächlich….

Also ich kann bestätigen, meine Haltung ist auch Jahre nach Ende meiner Tanzzeit immer noch so, wie ich es von den Trainern gelernt habe. Dazu hätte ich aber eigentlich keine Glaswand benötigt.

Zum Thema Glaswände in unserem Büro gab es inzwischen schon einige Teammeetings und es wird auch geändert…aber durch die Corona-Lage verzögert es sich die Umsetzung noch ein wenig.

Aber Anfang dieser Woche waren 2 Herren dieser Firma zum Ausmessen vor Ort….alle Glaswände und Türen bekommen einen Sichtschutz auf „Augenhöhe“…damit sollte diese Unfallgefahr dann auch gebannt sein .